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    Thema: Identität
daughter of the deep... Was ist das eigentlich? Wer bin ich?
Das ist eine Frage, die mich im Moment mal wieder den Schlaf kostet. Gestern Nacht war ich bis halb vier nachts auf, um mich dieser Frage zu widmen. Nicht dass ich nicht gern über diese Frage nachdenke, das kann auch etwas sehr Spannendes sein, allerdings beunruhigt mich, dass ich dabei in so eine Art zwanghaftes Grübeln verfalle, aus dem ich nicht mehr rauskomme und das auch nicht zu einer befriedigenden Lösung führt. Ich fühle mich wie über dem Boden schwebend, so entwurzelt... zu wenig "geerdet"! Wobei ich damit nicht meine, dass ich zum Realisten weren möchte, sondern dass ich gerne auf mich bauen könnte.
Vielleicht teilt jemand diese Gefühle und kann mir dazu etwas sagen? Was macht die Identität aus? Wie definiert sie sich? Ist sie überhaupt definierbar?

Hm...
daughter of the deep
Blue RainEine Antwort habe ich leider auch nicht griffbereit, aber ich habe mich auch schon oft mit einer solchen Frage die irgendwann einfach da war beschäftigt.
Es kam so: Ich kann mich mit dem Namen auf meinem Personalausweis einfach nicht identifizieren - Nutze einen anderen "Spitznamen" seit Menschengedenken. Also fragte ich mich WAS es eigentlich ist in mir, das einen Namen trägt, Ist der Name = die Person? namen sind doch nur Schall und Rauch, vergänglich, irdich, ein Mittel zum Zweck, eigentlich ist man von Natur aus Namenlos. Das brachte mich vor langem darüber nach zu denken, WER ich nun eigentlich bin - ein seltsamer Anstoß - ich weiss aber er kam aus mir heraus.
Mein Identität bestimmt sich doch aus meinem Charakter/Seele - nicht aus dem Körper - dem materiellen. Ist die Seele das, was das Individuum ausmacht? (uiuiui)... Und dann fragt man sich plötzlich WER man ist. Ist man nur der der man ist aus einen Trott? Könnte man "wach werden" und plötzlich Seiten an sich entdecken (z. B. durch irgendeinen auslöser - denkanstoß) die man nicht kennt und sich dann um 180° wenden?? Und wer sagt mir das DAS dann mein wahres ich ist??

..oh-oh, nur noch mehr verwirrung.

in diesem Sinne
Rain


GothicGirlDas ist auch so eine Frage, die mich hin und wieder den Schlaf kostet:
Wer oder was bin ich?
Das wüsste ich nur zu gerne und vorallem, was ich auf dieser Welt darstellen soll....leider bin auch ich noch zu keinem Ergebnis gekommen...
Ich habe immer ein großes Problem damit, mich mit dem was ich im Spiegel sehe zu identifizieren. Bin ich es wirklich? Die Person in mir und die Person, die man da sieht? Gehört das wirklich zusammen? Mit meinem Namen habe ich auch immer ein paar Probleme..ich habe einen Doppelnamen und immer wenn ich den höre, dann denke ich meistens erst: ICH? Wirklich ich? Irgendwie kann ich mich damit nicht identifizieren...

Ich hoffe, das ich irgendwann eine Antwort auf die Frage finde, wer ich wirklich bin...

Dark Greetinx
Gothic Girl



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Zwei Dinge sind unendlich:
Das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.
-Albert Einstein-
Spiritual-LogixIch denke die eigene Identität kann man mit der eigenen Persönlichkeit gleichsetzen. Für diese ist der Charakter maßgebend, da Denken und Agieren von der inneren Einstellung (die natürlich auch unbewusst vorhanden sein kann) abhängt. Zwar kann man durch äußere Einflüsse beeinflusst werden, dadurch verändert sich aber eben auch die eigene Psyche und man erlangt z.B. neue Sicht- und Denkweisen, Angewohnheiten, usw.

Veränderungen (oder kaum wahrnehmbare Reaktionen der Psyche sowie dadurch hervorgerufene somatische Auswirkungen) können aber auch sehr subtil auftreten, denn jede Emotion (und alles hängt mit Emotionen zusammen, zumal der Mensch stets zuerst emotional, dann rational reagiert) besitzt natürlich eine Expressivität.

Hierbei fallen mir gerade psychologische Begriffe/Zusammenhänge ein:
Mit Emotionen und deren Expressivität hängt die Metastimmung, also die Wahrnehmung der eigenen Emotionen zusammen (worauf die Empathie aufbaut). Kann man die eigenen Gefühle aber nicht nur registrieren sondern auch interpretieren und umsetzen spricht man von der psychologischen Introspektion. Die Übertragung von Emotionen auf andere (wenn man z.B. von einer fröhlichen Stimmung angesteckt wird) nennt man Adaption. Damit zusammenhängend gibt es noch die zustandsspezifische Realität, die aussagt, dass wir in unserem Handeln und Denken von den jeweils bestehenden, eigenen Gefühlen beeinflusst werden.
Sieht man besagte (gewollte oder ungewollte, bewusste oder unbewusste) Kompetenzen als Kreis zwischen Metastimmung bzw. psychologischer Introspektion, welche abhängig von der zustandsspezifischen Realität ist, der Fähigkeit der Adaption, der Möglichkeit Empathie zu entwickeln und anzuwenden sowie den durch neurale Aktivitäten hervorgerufenen Reaktionen und bezieht man noch die rationale Intelligenz ein, hat man letztendlich das, was einen Charakter ausmacht.
Dass ich hier noch die Empatie genannt habe, mag den einen oder anderen vielleicht wundern: letztendlich zählt sie zu den emotionalen Kompetenzen, die natürlich auch sehr maßgebend für den Charakter sind, aber deren Abhängigkeit durch oben genannte (Basis-)Fähigkeiten ja bereits folgert, dass sie nicht aufzuzählen sind. Da ich Empathie aber für die grundlegende Kompetenz emotionaler Intelligenz halte (wie soll man z.B., ohne offen für Emotionen sein oder überhaupt erst einmal die Metastimmung zu beherrschen, jegliche emotionale Kompetenzen selbst entwickeln oder erfassen können) habe ich sie absichtlich in meinen "Kreis der Emotionen" aufgenommen, was aber natürlich jeder anders sehen kann [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif[/img]

Das was man ist, liegt also psychischen Ursachen zugrunde und hängt vom Äußeren nicht ab. Das Äußere bringt hierbei nur das Innere zum Ausdruck (wobei das wiederum ein anderes Thema wäre, das bis hin zur Psychosomatik reichen könnte), und ein Name sagt letztendlich überhaupt nichts über die Identität, bzw. die Persönlichkeit, bzw. den Charakter oder eben das "Ich" aus sondern dient nur der Identifikation.

Ich bin der, der ich bin. Denn wäre ich nicht der, der ich bin, wäre ich nicht ich.

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Keep it simple, as simple as possible, but not simpler. (Einstein)
Blue Rain@ Gothic Girl: Der eigene Name kann schon ganz schön befremdend wirken, gel?

@ Spiritual LogiX: uff....

Rain
Akasha-of-AmelGrüße an dich daughter of the deep,

was sind wir? In erster Linie Menschen.

Hieraus ergibt sich die Frage was "Menschsein" subjektiv bedeutet,welche Prioritäten oder Grundfesten des Egos legen wir hier,jeder Einzelne für sich selbst, zu Grunde? Diese Frage beantwortet sich über mehrere Faktoren unseres inneren Wahnehmungs-und Verarbeitungswesens. Dies wiederum setzt sich zusammen aus dogmatisch geprägten "Erziehungseinflüssen" und dem subjektiv geprägten Empfinden unmittelbarer Erfahrungen. Hier ist ein bereits vorgeprägter Reibungspunkt als gegeben hinzunehmen,widerspricht unser unmittelbares Empfinden doch nur allzuoft den Dogmen und Ansprüchen einer leistungsorientierten,oftmal kalt und widersprüchlich erscheinenden, Gesellschaftsordnung in deren Mitte der Götzenkult des Kapitalismus als Allheilmittel
verehrt wird. Dies macht es ungleich schwerer sich eine spezifische,nicht von Versagensängsten und dem Gefühl der "Funktionsstörung" geprägte Identifikation unserer selbst zu erstellen.
Dies mag die Grübeleien und das Gefühl "in der Luft zu hängen" etwas besser erklärbar machen.

Doch wie vermögen wir einem solchen "Dilemma im Geiste" zu entgehen,oder zumindest wieder heraus zu finden? Hier greift wohl ein uralter ,fast als Instinkt zu bezeichnender Mechanismus des Übels Wurzel am effizientesten,welcher gemeinhin als "innere Stimme" bezeichnet wird. Die Wahrheit in der Zeit der Ruhe,das Probieren und Auswerten seiner selbst durch gezielte Fragestellung und ein "in sich hinernhören".
Was ist uns sympathisch,was stößt ab? Wie ist das Gefühl bei bestimmten Aktionen,was können wir gut,was ist weniger unser Talent?
Welchen Preis sind wir bereit für unsere Individualität und den "Normverstoß" zu zahlen? Dies ließe sich in ähnlicher Form noch sehr weit fortführen,so entsteht durch die Kombination von Ratio und Emotion ein Bild unserer selbst. Ein uns eigenes spezifisches Verhaltens und Denkmuster,welches der ständigen Bearbeitung,Veränderung und Hinterfragung bedarf. Doch mit der Zeit werden sich bestimmte,uns eigene Stärken,Talente und auch Schwächen,herauskristallisieren. Dies können die Eckpfeiler unserer "Selbstkenntnis" werden. Wenn wir lernen uns zu akzeptieren und auf unsere Grundfesten und erfühlten,bzw. auswertend erarbeiten Bedürfnisse Rücksicht zu nehmen,eröffnet sich uns durch diese Selbstakzeptanz ein angstfreies Spiegeln dieser inneren Welt auch nach außen. Hier können wir uns probieren, überprüfen und lernen. Je authentischer wir zu unseren Innern nach außen agieren,umso wertvoller die Erkenntnisse die wir erhalten.
Hieraus entsteht das von dir angefragte Ego,durch eine Kombination aus erfühlten Wesenszügen und erlernter,verantwortlicher Umgehensweise,mit sich selbst und anderen. Hier finden wir mit der Zeit unsere "Grundfesten",welche auch manchmal ordentlich erschüttert werden.

Fazit,ein unumstößliches,festgefügtes Ego bedeutet Stillstand und somit einen Käfig.
In der Bewegung liegt die Kraft,aber es ergeben sich gewisse Wurzeln mit der Zeit.
Versuche deiner Intuition zu folgen und sie mit der Ratio zu bearbeiten.

Dies von mir

Akasha-of-Amel

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Es wäre dumm sich über die Welt zu ärgern,sie kümmert sich nicht darum. (Marc Aurel)
daughter of the deepHm, ja, sehr interessante Antworten!
@Spiritual Logix: Da ich vom "Fach" bin, kenne ich diese Denkansätze aus der Theorie. Aber wie sieht es mit der Praxis aus?
@Akasha-of-Ahmel: Auf seine Intuition hören - auch ein sehr guter Vorschlag! Leider ist es so, dass meine Stimme der Intuition lange Zeit vernachlässigt wurde, ich habe mich (erziehungsbedingt) lange nicht mit meinen Gefühlen beschäftigen können. Deshalb weiß ich bis heute nicht, ob ich meiner inneren Stimme trauen kann, denn ich habe das GEfühl, sie trübt oft meine Wahrnehmung, da mein Denken sehr von Angst und Unsicherheit geprägt ist. Was ist nun "die innere Stimme"? Und wie differenziere ich das "Richtige" vom "Falschen"?
Ich denke, das wird jetzt recht kompliziert, nun ja, das spiegelt meine momentane GEfühlslage wieder - völlige Verwirrung!
Trotzdem freue mich auf eine Auseinandersetzung.

daughter of the deep

PS: Noch eine persönliche Frage zum Schluss: Gibt es hier "Borderliner"?
Spiritual-Logix@daughter of the deep:
Klar, was in der Theorie noch einfach erscheint kann in der Praxis schon problematisch werden. Ich nehme bei der folgenden Erklärung die gesamte emotionale Intelligenz, die ja besagte Kompetenzen beinhaltet/umfasst:
Das menschliche Gehirn ist nach der Geburt keineswegs "ausgereift", die Entwicklung setzt sich das gesamte Leben hindurch fort (ein Indiz dafür, dass emotionale Intelligenz - anders als rationale Intelligenz - erlernbar ist. Natürlich wird man im Laufe der Zeit auch rational intelligenter, doch ist hier das Gesamtvermögen begrenzt). Diese Entwicklung und Forumung des Gehirns und der neuralen Schaltungen hängt vor allem von Erfahrungen ab und in der Kindheit ist das Wachstum mit Abstand am intensivsten. Betrachtet man z.B. zwei spielende Kleinkinder, von denen sich eines an einem Spielzeug verletzt, so kann man beim zweiten Kind fast immer beobachten, wie es beim Erblicken des verletzten Spielkameraden auch zu weinen anfängt, obwohl ihm selbst nichts passiert ist (man nennt dies motorische Mimikry). Erst im Laufe der Entwicklung lernt es, das Schicksal anderer vom eigenen Schicksal zu unterscheiden.
Doch gerade in dieser Entwicklung kristallisieren sich die unterschiedlichsten Menschentypen heraus.
Allerdings hängt es weniger von der Ausprägung der emotionalen Intelligenz ab (wobei ein gewisser Standard natürlich gegeben sein muss), sondern von der Nutzung und Umsetzung derselben. Ein Mensch mit hoher emotionaler Intelligenz, der aber keine Eigenmotivation besitzt, wird z.B: seine Fähigkeiten meist nicht ausreichend nutzen.
So viel erst mal zur Entwicklung. Veränderungen treten natürlich auch durch das Anwenden emotionaler Kompetenzen selbst auf. Es fängt mit den im vorherigen Beitrag genannten (Basis-)Kompetenzen (Metastimung, psychologische Introspektion, usw) und umfasst aber schließlich alle emotionalen Kompetenzen (z.B. auch Kommunikation, Selbstoffenbarung, Einsicht, Selbstakzeptanz, Selbstsicherheit, Gruppendynamik, usw samt der möglichen Untergruppierungen). Emotionale Kompetenzen und Emotionen sind in unglaublichem Maße vorhanden und jederzeit könnte man eine neue Emotion definieren. Sie sind zwar nicht transfinit, strahlen aber in unzählig vielen Nuancen und zahllosen Mutationen aus.
Auch neurologisch betrachtet erkennt man schnell, wie sich emotionale Intelligenz intensivieren und erweitern kann, bzw wie sie trainierbar ist. Denn bei jedem Gedanken (und diese sind immer auch emotional) wird die jeweilige neuronale Bahn verstärkt (simpel formuliert), zudem speichert der Hippocampus (zu irgendeinem Thema, ich glaube "Träume" hab ich einmal das ganze näher erklärt) variable emotionale "Muster", die über die Amygdala dann erneut "aufgerufen" werdem können.
Das war allerdings jetzt wiederum mehr Theorie, sollte aber verdeutlichen, dass emotionale Intelligenz nicht bestimmt ist, sondern durch äußere Einflüsse (bzw. Kontakte mit anderen Menschen), innere Gedankenwege, Anwenden emotionaler Kompetenzen selbst und ähnlichem "trainiert" wird.
Dies geschieht allerdings in den meisten Fällen sehr subtil und unbewusst, wodurch uns die Praxis gar nicht so bewusst ist. Es muss keine verbale Kommunikation statt finden und auch bewusstes Agieren ist nur einer der Faktoren für die "Übertragung" von Gefühlsregungen auf andere. Bei jedem Kontakt mit anderen machen sich meist unbewusst verschiedene Signale bemerkbar, sei es durch Gestik, Mimik oder eine veränderte Stimme, stets senden wir emotionale Botschaften aus, die der andere wiederum aufnimmt (was allerdings auch in den meisten Fällen unbewusst geschieht).

Ich behaupte sogar, dass die Theorie über Emotionen und emotionale Intelligenz komplizierter ist, da man bei der Praxis einfach nur... leben muss [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif[/img]

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Spiritual-LogixHab das Thema gefunden: [url="http://www.nachtwelten.de/ubb/Forum5/HTML/000465.html"]http://www.nachtwelten.de/ubb/Forum5/HTML/000465.html[/url]
Besagter Beitrag ist zwar etwas länger aber für die/den, die/den es interessiert vielleicht interessant, zumal ich mich über Argumente freuen würde, weil das Thema irgendwie unterging...

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Akasha-of-AmelGrüße an dich daughter of the deep,

kompliziert? Das ist wohl noch sehr harmlos ausgedrückt [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif[/img]
Versuchen wir doch hier etwas schriftlich festzuhalten,was in der Realität meist als Ahnung empfunden wird.Ich will es trotzdem wagen.
Du teilst mit, dass deine Intuition praktisch lahmgelegt wurde,durch äußere Einflußnahme und ein daraus entstandenes Mißtrauen dir selbst gegenüber. Dies ist der Reibungspunkt den ich bereits in meinem ersten Posting ansprach. Nimmt dieses "Verschieben" zwischen Gefühlen und tatsächlichem Geschehen nun Überhand kann es zu einem dauerhaften Ungleichgewicht und Selbstmißtrauen ausarten.

Doch ist dies genau der Grund für das oftmals auftretende Mißverständnis zwischen Intuition und Ratio welche in einen ständigen Kampf eingebunden sind. Der Geist sagt nein,das Gefühl ja und umgekehrt.Hält dieser Zustand über länger Zeit an kommt es zu der,von dir angsprochenen Verwirrung.
Wie findet der,auf diese Art gequälte Mensch,wieder heraus aus dieser Tretmühle des sich selbst Missverstehens? Ich denke es gibt mehrere Möglichkeiten dies zu bewerkstelligen,allerdings mit hohem Zeit-und Kraftaufwandt. Inneres Gleichgewicht wird nicht geschenkt sondern hart erarbeitet.
Du erwähntest Borderline,kann ich davon ausgehen das dies auf dich zutrifft?
Wenn dem so sein sollte,dürfte es ungleich schwerer werden als bei einem psychisch nicht vorbelastetem Menschen und selbst ein solcher hat schon einiges zu tun.

Da ich bis dato nicht weiss ob du nun zu den erwähnten Borderlinern gehörst werde ich mich vorerst möglichst allgemein halten.

Kurzer Einwurf @Spiritual-Logix
Deine Erklärungen gefallen mir recht gut,allerdings beinhalten sie mir etwas zu wenig Praxis und da ich mit der medizinischen Materie wenig vertraut bin möchte ich hier auch davon absehen eine unqualifizierte Antwort in den Raum zu stellen.

Zurück zum Thema Intuition hören und verstehen lernen. Eine Grundvoraussetzung ist wohl die Schaffung eines möglichst stressfreien Umfeldes. Das bedeutet,sich die Möglichkeit eines alleinigen Rückzugsortes zu schaffen,um dort in aller Ruhe innere Zwiesprache halten zu können und zwar täglich für einige Zeit. Hier wird dann der Tag ausgewertet,was war schön-was nicht und warum. Beginnend mit kleinen Dingen sollte versucht werden dem Gefühl Folge zu leisten.Was natürlich voraussetzt nicht blindling drauflos zu stürmen,sondern ersteinmal innezuhalten und zwei Minuten in sich zu gehen,zu hören was da aus dem Bauch
hochkommt. Sollte sich diese Entscheidung als Fehler erweisen ist eine Selbstverurteilung und destruktive Wut zu hinterfragen,falls diese auftritt. Zusammenfassend bedeutet das nichts anderes,als den Versuch sich besser zu beobachten und bedachter zu handeln. Dies ist wohl ein erster Schritt in die richtige Richtung,auch Gespräche und Reflektionen vertrauter Personen können sehr unterstützend wirken,unter der Voraussetzung der größtmöglichen Ehrlichkeit.

Soviel heute von mir

Kasha




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MyrielleNaja, ich für meinen Teil habe mir die Sachen mit der Identitätssuche und der wer-bin-ich-Frage folgendermassen zurechtgebastelt:

Die Welt ist irgendwie voll mit Gassen, Orten, Dingen,Lebewesen,Nebenstrassen,Hintertüren,Geschehnissen....etc...pp...
Ich bin eine Sammlerin, eine Suchende,eine Lernende,eine Wahrnehmende und werde es bis zum letzten Atemzug bleiben, im ständigen Wandel und Wachstum.(oft auch mit Rückschritten ;-))

Einige Dinge, die ich gefunden habe, wachsen in meine persönlichkeit hinein,bereichern mich.Andere schaue ich mir an, und lege sie nach genauerer Betrachtung wieder fort.

So bilde ich mir stück für stück, moment für moment, jahr für jahr meine Welt, deren Schlüssel meine Identität ist.

Ich freue mich ,wenn ich eine Ahnung habe, dass es hier oder dort einen mir noch unbekannten,versteckten-- vielleicht interessanten Weg geben könnte, und fange an, ihn zu suchen.
Ich freu mich, wenn ich auf andere treffe, die das gleiche suchen.

Es ist schön, wenn ich auf Menschen treffe,deren Schlüssel ebenfalls in meine Türe passen.

Wie meine Welt letztendlich ausschaut,hängt ganz allein von mir ab und von den Dingen, die ich gefunden habe.

liebe Grüsse
Myrielle
;-)


ArundoDieses Gefühl, nicht zu wissen wer ich bin und was ich will, hatte ich in meinem Leben öfters gehabt.
Es ist sehr quälend und mündet darin, daß sich die Gedanken im Kreise drehen und man keinen Ausweg sieht.
Ich glaube heute, es lag daran, daß ich mich selbst nicht richtig wahrgenommen habe, zuwenig auf meine Empfindungen geachtet habe und alles mit dem Kopf klären wollte.
Ich war nie ein besonders ängstlicher Mensch. Heute aber glaube ich, daß ich letzendlich zu feige war, mich auf das richtige Leben einzulassen. Ich wollte (mit meinem Kopf) mein Leben beherrschen. Ich wollte mit dem Kopf entscheiden, was das "Richtige" ist.
Aber immerhin wollte ich das mit aller Konsequenz - und als es dann nicht mehr ging, habe ich begriffen, was das Leben eigentlich bedeutet. Das ist aber ein sehr schmerzhafter Prozeß und ich würde niemandem raten, diesen Weg zu gehen.
In allen Kulturen hat es zu allen Zeiten die Institution "Mentor" gegeben. Ein Lehrer, der einem auf dem schwierigen Weg beisteht, sich selbst zu finden. In unserer fortschrittlichen Gesellschaft hat man das natürlich institutionalisiert und in starre Regeln gepreßt, die eben nur eine Karikatur eines wirklichen Mentors sein können.
Wenn man aber in solch einer Lage ist, hat man auch keine Zeit mehr, sich bewußt einen Mentor zu suchen und muß sehen, wie man allein klarkommt.
Hier Ratschläge geben zu wollen, ist vielleicht vermessen, aber ich denke, dieser Rat kann nicht schaden:
Aufhören, an morgen oder gestern zu denken oder an prinzipielle Dinge. Stattdessen sich auf das Hier und Jetzt konzentrieren. Und nicht an großartige Sachen denken, sondern an die kleinen: was empfinde ich jetzt, in diesem Moment? Tut mir etwas weh? Habe ich Hunger? Bin ich müde? Wozu habe ich gerade Lust?

Mir geht es jedenfalls um vieles besser, seitdem ich keine Lebenspläne mehr schmiede.

Arundo
Spiritual-Logix@Myrielle: Was ich auf der Basis zu erklären versuchte, die in Richtung Entwicklung (sowohl durch äußere Einflüsse, wie auch durch Erfahrungen, innere Prozesse, u.ä.) verlief und schließlich genauer auf Gehirnvorgänge/Emotionen hinzielte hast du auf eine realitätsnähere, praxisbezogenere und letztendlich "natürlichere" Art und Weise geschildert.
Warum auch kompliziert, wenns doch weitaus verständlicher und simpler geht (womit keineswegs gemeint ist, dass es implizit ist).
Was ich im Grunde sagen will: Bin deiner Meinung und finde das, was du geschrieben hast und wie du es geschrieben hast genial [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif[/img]

Womit ich für wenig zu Sagendes mal wieder viele Worte benötigt habe...

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[Dieser Beitrag wurde von Spiritual-Logix am 03. März 2002 editiert.]
MyrielleThanx Spirit! :-)

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