| transcosmos | an sich bin ich der meinung, dass alle menschen in ihrem handeln völlig frei sind. wir können uns bewusst entscheiden und sind dafür verantwortlich. an schicksal glaube ich nicht, nur an wahrscheinlichkeiten. allerdings hatte ich mit etwa 15 ein erlebnis, das vor allem in dieser hinsicht völlig schräg war, kann´s mir bis heute nicht wirklich erklären und es glaubt auch kaum jemand: ich war auf einem jugendlager und ein programmpunkt war der besuch in einem behindertenheim. in der nacht davor habe ich geträumt, dass ich in der gruppe einen gang entlang gehe. als wir an einem lift vorbeigehen, öffnet sich dort die tür und eine frau ende 20 fährt in einem rollstuhl heraus. sie hat verkümmerte beine (nur 30 cm lang) und komische niedrige stiefel an, die waagrecht von ihr wegstehen. ein anderer junge dreht sich vor mir um und fragt mich betroffen, ob ich das gesehen habe. am morgen bin ich aufgewacht und habe mich noch über den seltsamen traum gewundert. am nachmittag ist die szene exakt so passiert - wie wenn man einen film zurückspult und nochmal ansieht. ich war den ganzen tag völlig fertig. habe solche situationen auch vorher und nachher schon öfter gehabt (immer nur kurze sequenzen), aber da könnte man immer sagen, dass ich eben schon früher eine ähnliche situation erlebt haben könnte und mich daran unterbewusst erinnere. diese eine situation war aber dermassen originär, dass eine zufällige wiederholung unmöglich ist. ist demnach alles leben vorherbestimmt, jede sekunde und jede konstellation? oder gibt es bestimmte höhere wahrscheinlichkeiten, die unser unterbewusstsein in die zukunft rechnen kann? andererseits war ich vorher noch nie in diesem behindertenheim. theorien? |
| sternenschwester | ich habe mich auch schon des öfteren über solche "Phänomene" gewundert, gerade weil es mir schon des öfteren passiert ist (vielleicht öfter als ich glaube), habe bisher aber noch keine befriedigende Antwort auf meine Fragen gefunden... Ob es vielleicht wirklich so ist, dass jeder Mensch sich seiner Zukunft doch irgendwie bewußt ist? Oder eben gerade nicht, sondern das unterbewußtsein einem einfach etwas vorgaukelt? Ich weiß es nicht und ich bin mir nicht sicher, ob ich es wissen will, ob es nicht vielleicht besser ist, nichts zu wissen... |
| Dein_Heiland | Solche Dinge, und noch viel viel heftigere, sind möglich. Da gibt es für mich keine Skepsis, aufgrund bestimmter sehr eindeutiger Erlebnisse/Beobachtungen. |
| tomatenfisch | ...sowas nennt sich deja-vu... ------------------ ~schau den roten himmel, sieh den roten himmel, entzündet von mir~ |
| Aina | Hallo, man hat versucht solche Erlebnisse wissenschaftlich zu untersuchen. Man glaubt, dass das Gehirn in diesem Moment die Zeitstruktur durcheinanderbringt und Erlebnisse der Gegenwart und Vergangenheit verwechselt. Also nur eine chemische Fehlleitung. In Wirklichkeit erleben und sehen wir die Situation zum ersten mal. Vielleicht hilft dir eine rationale Erklaerung in deinem bisherigen Weltbild. Ich habe auch oft solche "uebersinnlichen" Erlebnisse, ich kann sie mir nicht erklaeren. Auch ich habe schon Dinge vorausgesehen, aber nicht getraeumt, eben nur vorher gewusst. Aber ich denke, es ist eher eine Gabe als eine Stoerung im Gehirn. Und das besagt ja nicht, dass alles was wir tun und erleben schon vorbestimmt ist. Vielleicht ist die Zeit ja nicht etwas, was immer linear vorwaertslaeuft. Die Uhr haben Menschen erfunden, sie muss sich nicht dran halten. Vielleicht laeuft sie in diesen Erlebnissen einfach ein Stueckchen zureuck oder vor. :-) Gruss Aina |
| Nightwing | Ein Fehler in der Matrix? Sorry, ich weiss es ist nimmer lustig... Mr selbst ist sowas noch nie passiert, aber ich habe schon mit Leuten gesprochen, die davon erzaehlen, dass die die Zukunft "vorhergetraeumt" haben. Ich persoenlich glaube nicht wirklich an das Schicksal, das heisst aber nicht dass ich solche Traeume in Frage stelle. Woran ich naemlich schon glaube, ist das Telepathie in einer gewissen Form moeglich ist. Vielleicht werden einem so Eindruecke vermittelt, wie etwa die Anwesenheit und das Aussehen dieser Frau, oder das Gefuehl des baldigen Todes (eine Freundin hat einmal den Tod einer Verwandten vorhergetraeumt). Okay, das erklaert nicht wie du diese Szene exakt vorhersehen konntest. Und vielleicht liege ich auch falsch damit, dass es ueberhaupt kein Schicksal gibt... wer weiss... *gruebel* Manche Dinge sind schon sehr eigenartig... ------------------ The night is my companion and solitude my guide. |
| white | Also an und für sich glaube ich an vorherbestimmte Ereignisse. Schicksal finde ich persönlich etwas übertrieben, da es jede freie Entscheidung untergräbt und den freien willen verhöhnt. Natürlich kann ich nicht einschätzen in wie weit du dich an deine Träume erinnern kannst, aber normalerweise vergißt oder „vergraut“ der Traum sofort nach dem Aufwachen. Es kann also gut möglich sein das du im Bewußtsein ein Behindertenheim zu besuchen einen Traum hattest indem dir ein Rollstuhlfahrer/in begegnet. Und als du im Heim tatsächlich in eine ähnliche Situation kamst, hast du sofort den Traum – und damit eine Vision – damit in Verbindung gebracht. Natürlich kann man sagen das man wohl den Unterschied merkt, aber sobald das Gehirn zwei dinge als selbes sieht, verbindet es sie miteinander und aus dessen folge kann man beide Ereignisse nicht mehr auseinander halten. grüsse, white ------------------ Gibt es einen Gott, so braucht er meinen Glauben nicht. Gibt es keinen, wird mein glaube ihn auch nicht erschaffen. |
| Mordur | Das Schicksal Ich will eine Geschichte erzählen: Eines tages wacht er auf, das gefühl in seiner Magengegend, das Zittern seiner Hände und der Schweiß auf der Stirn sind die Überbleibsel eines sehr unruhigen Schlafs. In seinem Kopf ist nur ein Gedanke; er muss zu seiner Freundin. Er duscht sich nicht, geht nur einmal grob mit kaltem Wasser durch sein gesicht um die letzte Müdigkeit auszutreiben. Schon zehn minuten nach dem aufstehen ist er aus dem Haus. Als er im Zug sitzt kommt der Anruf. "Ich brauche Dich" flüstert sie. Als er dann an der Haltestelle aus dem Zug springt und zu rennen beginnt, fällt er. Als er wieder wach wird, liegt er auf einer Bank am Bahnhof und viele Leute stehen um ihn herum, er springt auf, kämpft sich den weg durch die Menschen hindurch und rennt weiter. Als er ankommt, kann er sie nur noch in einer Lache voll Blut in den Arm nehmen und Lebewohl sagen. Das Zudrücken ihrer offenen Pulsadern ist vergebens, denn sie ist tot; jede Hilfe zu spät. Später erfährt er: der Vater hat es schon wieder getan Am 18.10.98 nahm mir das Schicksal alles was ich hatte, und besaß die Frechheit mir vorzuspielen ich könnte es noch ändern Mordur |
| nachtwesen | hm......ich kenn das alles auch mehr als gut,nur wird man immer als lügner oder irre hingestellt wenn man davon erzählt....ich schuf mir vor ein paar jahren meine materielle welt...kein gott,kein gesit....nur evolution und hier und heute...tod dann aus....aber so etwas kann man nciht ablegen...dieser eine grund schmeißt alles über den haufen was sich"real"nennt ------------------ "Nichts ist schwerer,und nichts erfordert mehr Charakter,als sich im offenen Gegensatz seiner Zeit zu befinden." |
| Arundo | Mit ein bißchen Phantasie kann man solche Erscheinungen allesamt sehr rational erklären. Die Frage ist, wozu die Erklärungen denn taugen sollen? Ich halte es für besser, die einzig sinnvolle und zugleich nützliche Schlußfolgerung zu ziehen: wir sind eben viel mehr, als was wir _bewußt_ von uns halten - und wir wissen viel mehr, als wir glauben zu wissen. Deshalb müssen wir diese Dinge, für die wir (zunächst) keine rationale Erklärung haben, mit in unser Leben integrieren. Nicht als geheimnisvolles, unerklärliches Omen, sondern als Hinweis, daß es in uns noch viel mehr gibt, was wir nicht einfach durch ständige Konzentration auf die offensichtlichen und naheliegenden Dinge verhungern lassen dürfen. Ich will damit keinesfalls sagen, daß wir ständig in unserer Seele graben und uns mit unserem Innersten beschäftigen sollen, aber daß wir eben dieses "Vorhersehen" als Hinweis dafür nehmen, daß wir uns tief in unserem Inneren mit einer bestimmten Angelegenheit beschäftigen - und deshalb dieser Angelegenheit auch bewußt Aufmerksamkeit zollen sollten. Egal wie "unlogisch" uns das vorkommt. |
| GothicGirl | Ich glaube eigentlich nicht an Zufälle. Allerdings auch nicht, das alles schon vorher bestimmt ist. Es soll ja Leute geben, die Wahrträume haben und vielleicht hast du auch diese Gabe. Irgendwo wird dein Unterbewusst sein gewusst haben, was passiert, da stellt sich nur die Frage woher? Ist doch alles vorherbestimmt? Das wäre natürlich die einfachste Erklärung. Jedoch, von wem oder von was wird alles vorherbestimmt? Oh je jetzt werfe ich wohl nochmehr Fragen auf..hehe... Dunklen Gruß Gothic Girl ------------------ Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. -Albert Einstein- |
| Gypsy | Zitat: |
| SchwarzeSehnsucht | oh... das "problem" kommt mir bekannt vor ich habe ziemlich oft déjà- vu Erlebnisse ich denke mir dass es bestimmte HAndlungsmöglichkeiten gibt -> verschiedene WEge um zum Ziel oder einem Ziel zu gelangen, was dieses Ziel ist weiß ich auch nicht es gibt bestimmte Möglichkeiten, Wege, vielleicht sogar Sackgassen aber es ist vielleicht schon einfach eine Art "Konzept" da und die verschiedenen Wege müssen mir selbst bestimmen ~meine Philosophie zu diesem Gedanken~ cu noir nostalgie |