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  Forum: Ruhe sanft
    Thema: Ein Leben ohne Wissen um den Tod?
TwilightSunEin Gedanke, über den ich seit einiger Zeit grüble. Würden wir anders leben, wenn wir nicht um unsere Sterblichkeit wüssten? Wäre das Leben intensiver, oder leerer? Glücklicher? Sorgenfreier?
Vor einigen hundert oder auch tausend Jahren, wussten die Menschen nicht, dass sie sterben würden. Natürlich, sie wussten, dass es den Tod gibt, aber nicht, dass ihr eigenes Leben ein Ende hat. Sie haben wohl auch nicht darüber nachgedacht...gestorben sind sie letztendlich trotzdem...aber war ihr Leben anders, als wenn sie um das Ende gewusst hätten?
Ich finde keine Antwort...

Nachdenkliche Grüße
Twi
Seneca...wie ein Hund...
Das wissen u den Tod beeinflusst nur das planen, ohne eine Ahnung von der Zukunft wäre Planung nicht möglich...!
Wenn ich mir aber so manhen Mitmenschen ansschaue, habe ich den Eindruck, das sich nicht alle ihrer Sterblichkeit bewusst sind...!

...besonders zwischen Samstag und Sonntag...

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>>> Pulvis et Umbra sumus <<<
Nightingale@Twi

Das was Du sagst ist nicht ganz richtig. Schon sehr frueh kannten die Menschen soetwas, wie einen Totenkult.

Zu Deiner Frage:

Ich glaube nicht, dass wir intensiver leben wuerden. Im Gegenteil.



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Sein oder nicht sein?
Das ist hier die Frage.
TwilightSunsorry...

Aber, warum glaubst du, was du glaubst? Mit welcher Begründung?

Twi
NightingaleTja..............*gruebel*

Wenn ich mir darueber keine Gedanken machen wuerde, dass mein Leben bald ein Ende haben koennte, waere ich mir nicht im Klaren darueber, dass ich es deshalb geniessen muss. Eben weil es ja endlich ist.

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Sein oder nicht sein?
Das ist hier die Frage.
DieKraehe.. Ausserdem wäre meiner Meinung nach die Frage nach dem "warum" deutlich stärker, die Sinnlosigkeit noch sinnloser.. ^^

Kraehe.
NachtfeeIch glaube nicht, dass ihr Leben sehr viel anders war, sie wussten vielleicht noch nicht um den eigenen Tod, aber sie sahen dennoch andere Lebewesen sterben. Prägt uns das nicht viel stärker, gerade während wir leben? Ich finde schon. Allerdings kann der Tod eines anderen Menschen einem auch die Angst vor dem eigenen Tod nehmen. Diese Erfahrung habe ich zumindest gemacht.
Tod ist nicht immer grausam. Das hat sehr viel mit der individuellen Einstellung zu solchen Dingen zu tun.
Aber um zurück zu den Menschen von vor tausend Jahren zu kommen: Ich denke nicht, dass sie überhaupt die nötige Intelligenz besaßen, sich Gedanken über ihre Existenz zu machen. Also konnten sie sich auch nur schwerlich in eine Seelenkrise reinfressen.
Angst vor dem Tod ... ich weiß nicht ob sie diese hatten, aber sie besaßen zumindest den Instinkt sich selbst zu schützen und taten dies so gut sie konnten. Mehr aber auch nicht. Ihre Gefühle beim Anblick eines toten Artgenossen waren jedoch sicher die gleichen oder zumindest ähnlichen, wie wir sie heute verspühren.
Gruß,
Nachtfee

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Welch triste Epoche in der es leichter ist ein Atom zu zertrümmern, als ein Vorurteil. (Albert Einstein)
Moringothohm, also wenn man nicht wüsste, daß die eigene Lebensuhr nur beschränkt Sand enthält, warum sollte man dann intensiv leben? Man hat doch alle Zeit der Welt...
Ich denke, daß die Sterblichkeit erst den Ansporn für vieles liefert. Sonst könnte man ja alles noch "später" erledigen wozu die Eile...

Morgoth

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Only because You are unable to sense it, this does not mean it is not there...
Nachtfee....hmm, ich glaube aber, dass das Wissen um die Verletzlichkeit der eigenen "Hülle" instinktiv vorhanden ist...der Mensch hat immer versucht sich gegen andere Lebenwesen zu verteidigen, denn er spürte ja auch bei Verwundungen, dass er nicht unantastbar war/ist. Ich glaube, dass man schon darum bemüht ist, seine Tage so "erfolgreich" wie möglich zu leben...bzw. das man diese so lebte oder versuchte, sie zu "überleben"...also auch unterbewußt fühlte, dass die Lebensuhr nicht ewig laufen konnte/kann.

Nachtfee

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Welch triste Epoche in der es leichter ist ein Atom zu zertrümmern, als ein Vorurteil. (Albert Einstein)
NamayahIch denke, wenn uns nicht das Wissen unseres Todes wäre, wäre unser Leben leerer, weil wir es nicht zu schätzen wüssten, wie bereits gesagt. Wir hätten keine Achtung mehr vor dem Leben oder vor dem, was gemeinhin als solches bezeichnet wird.
Denn auch das elendigste Leben kann ein wundervolles sein.
Violet DecayIch glaube nicht, dass das Leben ohne Wissen um den Tod leerer wäre. Vielleicht anders,eventuell unbeschwerter, aber nicht leerer. Kleine Kinder wissen auch noch nicht um den Tod und ich würde nicht sagen, dass ein kleines Kind ein leereres Leben hat als ein Erwachsener.

Zudem glaube ich, dass auch sehr viele Erwachsene noch nicht realisiert haben, dass sie sterben werden. Es gibt doch so viele Leute, die auf ein Leben nach dem Tod hoffen und auch fest daran glauben, dass es irgendwie weitergeht.
myhnaich kann mir nicht vorstellen das sich menschen früher ihres todes nicht bewusst waren...
auch wenn nicht wirklich des todes als ende, so doch als gravirender einschnitt oder veränderung...
oder zumindest der eigenen verletzbarkeit...
und der ist man sich nach ersten erfahrungen auch als kind bewusst...
das ist es was einem angst macht
was einen das vorsichtig werden lässst
das ist es was einen das leben schätzen lernt
...


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Warum all das Zweifeln - all das tut weh
noch ein Gedanke führt zu nichts
wohin gehen wir - wir werden es sehen
nirgendwohin - wir werden es sehen

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