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    Thema: Gibt es Gründe für das Leben ?
SpawnDieser Thread soll nicht ins Hospital und auch nicht in die Selbstmordabteilung. Denn damit hat er nichts zu tun.

Wie den meisten bekannt ist bin ich eine äusserst unypische Version eines Menschen. Wenn überhaupt. Daher lest euch das hier bitte genau durch, nicht das es missverstanden wird.

Ich beschäftige mich seid etwas über 2 Jahren mit den beiden Begriffen Leben und Selbstmord. Beide gehören ja zusammen und bedingen einander auch.

Hierbei tat sich mir ein Problem auf, was ich auf Grund meiner eigenen besonderen psychischen Eigenschaften zum Teil auch physischen, nicht lösen kann.

Jeder Mensch hat schon mal über Selbstmord nachgedacht, damit meine ich nicht unbedingt ihn zu begehen, sondern einzig und allein über das entsprechende Thema. Manche denken auch ernsthafter darüber nach, zum Teil weil sie ihn begehen wollen oder weil es sie interessiert. Aber die wenigsten bringen sich selbst um und genau darum geht es mir. Ich habe verschiedene Gründe dafür gesucht die dazu führen das man sich für das Leben entscheidet. Die Frage wäre also: Welche sind dies ?

Schliesslich muss man ja einen Sinn in dem Ganzen sehen, damit man am nächsten Morgen aufwacht und weitermacht. Es geht mir hier NICHT um die philosophische Frage nach dem Sinn des Lebens.

Für mich persöhnlich haben Freunde kaum eine Bedeutung, habe auch nur sehr wenige. Obwohl meine Familie in Ordnung ist und ich mich gut mit meinen Eltern verstehe, sind sie für mich kein Grund. Sowas wie Liebe kenne ich nicht und bin ihr auch noch nicht begegnet. Ansonsten pflege ich keine sozialen Kontakte weil sie in den meisten Fällen kaum einen Wert haben.

Wenn ich das in Kombination damit setze das ich keine Angst vor dem Tod habe und bereits ausführlich darüber nachgedacht habe mich umzubringen, bleibt die Frage warum ich noch da bin. Tatsache ist ich lebe noch und ich wüsste gerne warum. Denn trotz alledem habe ich mich für das Leben entschieden, aber ohne das mir definitiv einfällt warum.

Nun wüsste ich gerne warum ihr leben wollt. Vielleicht ist es eure wahre Liebe, ein Freund oder etwas so kleines das es einem kaum auffällt. Unter Umständen finde ich sogar das, was mir bisher nicht bewusst war.

Bitte lest euch das genau durch, denn es passiert schnell das Leute meine Texte missverstehen. Denn ungewöhnliche und seltsame Leute, schreiben auch seltsame Texte.

Zusatz:
Bevor eine bestimmte Person mir jetzt wieder eine PN schreibt. Das was ich in einer meiner letzten PN geschrieben habe gilt noch immer und hat dauerhaft bestand. Also kein Grund zur Sorge.
anima nata lacrimansBei mir ist es schon so, dass, wenn ich ernsthafter darüber nachdenke, die wenigen Freunde, die ich habe und meine Familie mit zu den Gründen gehören...ich will einfach nicht all meine Traurigkeit ablegen und ihnen zurücklassen.

Ein weitere Grund ist natürlich die Angst, vor Schmerzen, davor, dass es nicht funktioniert...

Und vielleicht auch ein Rest Hoffnung, dass es doch noch etwas gibt, für das es sich zu leben lohnt, das ich nur noch finden muss...
silent_cryHmmm ...

Ich bin mir zwar nicht wirklich sicher, aber ich will zumindest versuchen dir eine Antwort auf deine Frage zu geben. Allerdings muss ich schon jetzt sagen, dass auch mir nicht auf Anhieb einfällt, was genau mich am Leben hält.
Zuvor sei aber auf jeden Fall angemerkt, dass ich im Gegensatz zu dir Angst vor dem Tod habe ..... es ist zwar nicht das Sterben an sich, sondern vielmehr die Ungewissheit auf das, was danach kommen wird, was mir Angst bereitet. Der Gedanke, dass plötzlich einfach alles vorbei sein könnte, erscheint mir dabei mit am grausamsten.
Womit wir auch wieder bei deiner Fragestellung wären .... wieso würde es mir so verdammt schwer fallen mich vom Leben zu lösen und dies alles zu beenden ? Ich denke, momentan bin ich wirklich noch nicht in der Lage dir dies ausreichend zu beantworten .... als einziges fallen mir bis jetzt die vielen wunderbaren Kleinigkeiten, die einem Tag für Tag begegnen. Ob man diese nun wahrnimmt / wahrnehmen will oder nicht, bleibt natürlich jedem selbst überlassen .... hmm ...... aber auf den Anblick einer simplen Blume oder das wirklich ernst gemeinte Lächeln eines Freundes würde ich nicht freiwillig verzichten wollen .....


In der Hoffnung dich richtig verstanden zu haben .....
Nachdenkliche Grüße in die Nacht,
Silent Cry
SEIROMEMSpawn,

es ist sehr schwer zu differenzieren, ob in [Url=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&postid=105343#post105343] dem Thread[/url] nicht schon Deine Frage beantwortet wurde.

Du fragst nach persönlichen Gründen für das Leben? Nun denn, es könnte vielleicht sein, daß es so viel zu entdecken gibt, immer wieder aufs Neue, daß man gar nicht genug davon bekommen kann.

Denke ich nur mal an die unterschiedlichen Persönlichkeiten und die Entfaltungsmöglichkeiten. Innerhalb einer kurzen Zeitperiode kann einem sehr viel Glück widerfahren aber auch sehr viel Leid, was einen zwingt, immer wieder andere Richtungen auszuprobieren und nicht aufzugeben.

Die Frage nach einem Selbstmord. Wenn man ihn im näheren Umfeld erlebt hat, dann stellt man sich automatisch viele Fragen. Warum hat der oder diejenige das getan? Welches waren ihre/seine Beweggründe? Es kommen Wut & Hassgefühle auf, man macht sich Vorwürfe, daß man nicht noch das eine oder das andere geklärt hat. Darauf folgt dann die Erkenntnis, daß es vielleicht feige ist, sich durch Selbstmord aus der Verantwortung zu ziehen. Denn man ist für sein Leben ja irgendwie selbst verantwortlich und das, was man daraus macht...

Das Prinzip entwickelt sich vielleicht, aus diesen Erfahrungen allein, nicht so zu handeln, wie es die ehemalige Vertraute getan hat, denn Verständnis haben, daß sich jemand umbringt, wenn er nicht so sterbenskrank ist, daß ihm kein anderer Ausweg bleibt, fällt schwer.

Wie auch immer.. es gibt sicherlich noch andere Gedanken und genug Argumente für das Leben. Das gewichtigste ist jedoch die Liebe. Eine Liebe, die man immer wieder entdecken will, wenn man sie vielleicht mal verloren hat. Die Emotionen himmelhochjauchzend & zu Tode betrübt. Was kann schöner sein, als jemanden an seiner Seite zu wissen, mit dem man den Himmel auf Erden & ggf. die dazugehörige Hölle durchschreitet?

So etwas bietet einem nur das Leben...und sterben müssen wir sowieso irgendwann, doch dann bitte lieber eines natürlichen Todes..

SEIROMEM
TharisNun, ich bin so frei und melde mich zu Wort.
Eine gute Frage, die ich da lesen musste und trotz allem schlecht zu beantworten. Ich teile Spawns Meinung, dass sich wohl jeder schon einmal aus dem ein oder anderen Grund mit dem Selbstmord beschäftigt hat. Und so mancher entschied sich oder entscheidet sich immer wieder aufs Neue für das "Leben".
"Leben" eben, weil man sich doch meist für die bloße und oftmals unbemerkte Existenz entscheidet. Man könnte das Ganze nun mit Biologie zu erklären versuchen und auf den Selbsterhaltungstrieb des Menschen hinweisen, aber ich will doch hoffen, dass wir manchmal noch die Wahl haben und uns nicht vollkommen von unseren Trieben steuern lassen müssen.
Ich persönlich finde es beruhigend überhaupt (sei es nun Trieb, Instinkt oder auch nicht) die Chance zu haben, mich für das Leben oder dessen Beendigung zu entscheiden. Was mich davon abhält, das Letztere zu tun, habe ich mich, ehrlich gesagt, noch nie so recht gefragt. Man möge es mir verzeihen. Wenn ich jedoch genauer darüber nachdenke, komme ich zu dem Schluss, dass es nicht die Menschen in meinem Umfeld sein können. Zu dem Zeitpunkt, als mich dieses Thema wirklich ernsthaft beschäftigt hat, gab es derer nicht so viele (zumindest keine mir wohlgesonnenen). Und jetzt, da ich zwei gute Freunde und einen Freund mein "Eigen" nennen kann, wüßte ich auch nicht, ob gerade die der Grund sind, warum meine Existenz mir in manchen Momenten so wertvoll erscheint. In drei Monaten werde ich 600 Kilometer weit von meinem jetzigen Zuhause entfernt wohnen und alle drei werde ich wohl nicht mehr oft zu Gesicht bekommen. Und trotzdem, nun, ich kann nicht sagen "freue" ich mich auf jeden weiteren Tag meiner Existenz. Aber zumindest will ich ihn erleben. Vielleicht, weil der Mensch von Natur aus neugierig ist oder vielleicht, weil es doch Momente gibt, die erlebenswert sind. Im Februar zum Beispiel, wenn man morgens aus dem Haus geht und es noch dunkel ist. Und wenn dann langsam die Sonne aufgeht und ein erster warmer Wind weht und irgendwo ein Vogel singt, ich weiß nicht, das möchte ich doch nicht vermissen müssen. Irgendwie die Tage, an denen man sich lebendig fühlt und nicht nur daran denkt, was man alles tun sollte. Und an den Tagen, an denen man sich nicht lebendig fühlt? Was gilt dann? Choose life, choose a job, choose cars, compact disc players, electrical tinopeners and washing machines? (Ich bitte Irvine Welsh für dieses unpassende Zitat um Vergebung) Bitte nicht! Manchmal lebe ich auch einfach nur für den Moment, an dem ich einige Personen nie wieder sehen muss, manchmal nur für eine Stunde nächtliches Autofahren, manchmal nur für die letzte Zigarette am Abend und manchmal für die erste Tasse Tee am Morgen. Aber irgendwie nie dafür, um am nächsten Tag nicht mehr aufzuwachen. Denn dann hätte ich das auch schon einen Tag vorher hinter mich bringen können und Konsequenz war leider noch nie meine Stärke.
Naja.
RosenstaubMit 14 wollte ich mich mal umbringen. Ich war betrunken und mein Freund hat ziemlich mies Schluß gemacht (3 Wochen Kinderbeziehung), trotzdem wollte ich von der Brücke springen. Eine Freundin hat mich mit Gewalt abgehalten.
Als ich am nächsten Tag aufwachte und mir alles wieder einfiel fing ich an zu weinen. Was wenn ich es wirklich getan hätte? Was wäre dann gewesen? Alles wäre vorbei gewesen.
Seid diesem Zeitpunkt genieße ich mein ganzes Leben in vollen Zügen. Ich lebe jeden Tag, ich liebe das Leben.
Es gibt so viel zu endecken, zu sehen, zu lernen, zu erfahren, zu lesen, zu lieben...
Ich will nicht sterben. Dafür macht das Leben einfach viel zu viel Spaß.

*freudiglächelnd*
Rosenstaub
GothicGirlIch stelle mir auch immer wieder die Frage was mich am Leben hält. Bei vielen ist es wohl die Ansgt vorm Tod, oder die Angst davor was danach kommt, diese Unwissenheit was sie vom Selbstmord abhält, bei mir ist es das nicht. Ich habe weder Angst vorm Tod (oder davor qualvoll zu sterben) noch habe ich Angst davor was danach kommt. Bei mir ist es wohl vielmehr die Aufgabe ich die meine zu haben, welche ich erst noch erfüllen will. Für andere da sein und auf meinen Freund aufpassen. Erst wenn ich mir sicher sein kann das es ihm gut geht, auch wenn ich nicht mehr da bin und das jemand dann meine Aufgabe übernimmt, erst dann werde ich bereit sein aus disem Leben zu treten. Jedoch denke ich werden bis dahin noch viele Jahre vergehen.

Liebe Grüße
Gothic Girl
GreenMilanDie Angst, dass es nicht auf Anhieb klappt und man der Umwelt als geistiger oder körperlicher Krüppel zur Last fällt.

Keine Angst vor dem Tod, aber vor einem langen schmerzvollen Sterben.

Die feste Überzeugung, dass die größere Herausforderung darin liegt zu leben als zu sterben, Sterben somit feige ist.

Und einfache Neugier auf das Leben. Was es noch bringt, zu was ich noch fähig bin, was ich noch alles sehen, erleben, fühlen kann.
Neugier, der stärkste Grund bei mir.

GreenMilan
NamayahDu bringst mich wirklich zum Nachdenken mit deiner Frage. Ich weiß nicht, warum ich lebe, warum ich dieses Leben Tag für Tag ertrage. Damit will ich nicht sagen, ich hätte ein schlechtes Leben; ich habe ein paar Freunde, einige Bekannte und die Familie ist auch noch erträglich. Aber an und für sich sind all das Dinge, auf die man verzichten könnte, oder ich zumindest könnte es, dachte ich mal. Aber irgendetwas in mir sagt mir, das es nicht so ist. Irgndwo hänge ich noch an meinem Leben, bin ich noch nicht bereit alles aufzugeben und in etwas vollkommen neues einzutreten, wenn das das richtige Wort dafür ist. Ich habe wohl Angst vor dem Wechsel.
silberstreifGibt es Gründe für das Leben? Niemals zuvor stellte ich mir die Frage aus dieser Perspektive: Ihr habt mir einen Denkanstoß versetzt. Jetzt sitze ich seit einem Tag so da und weiß es einfach nicht.
Es gibt täglich eine menge derer die uns dazu treiben Gründe gegen das leben zu suchen und zu finden. Doch einen Poitivismus dafür ist schwer. Warum stehen wir jeden nacht auf und machen weiter wo wir Morgens aufhörten? Was gehört dazu? welche macht treibt uns? Viel wichtiger noch wo treibt sie uns hin
cursedder triebt treibt uns. wir sind ne rasse, die sich aus individuen mit begrenzter lebenszeit zusammensetzt... es ist nunmal der unbändige wunsch des lebens nach verlängerung (gleichzeitig aber auch nach zerstörung). die zeit ist unsere große herausforderung. wir werden aber wohl nie schaffen, dass universum zu überbrücken, welches letztendlich auch nur pulsierende kreisförmige zeit sein könnte ;)
vielleicht drehen wir uns auch nur im kreis, so wie die erde um ihre eigene achse. vielleicht stehst du deswegen immer wieder auf und machst weiter. vielleicht möchtest du etwas erfahren. selbst wenn es nur leid ist, ist es die erfahrung wert. eine flucht wäre eine niederlage, eine aufgabe. nicht gelöste aufgaben macht man dann meist nochmal :)
am besten man fragt nicht zu sehr nach dem sinn des lebens, weil dies oft zu dem trugschluß führen kann, dass es nichtig und winzig und sinnlos und endlich und erbärmlich ist. das ist es ab und an vielleicht! aber es ist auch schön, lustig. ein auf und ab also. ziele einfach auf die mitte und du siehst vielleicht wieder einen sinn im leben.
triviale sprüche wie "die goldene mitte" kommen nicht von ungefähr...
oh wow klinge ich jetzt hier scheinerleuchtet...
also hört nicht unbedingt auf den ganzen kram den ich hier erzähle, aber denkt einfach mal n bissl. drüber nach :)
ich gehe jetzt schlafen um morgen mit einer mindestens 99,9%igen chance wieder aufzustehen...
cursedhoffnung sind oft leider aufgeschobene enttäuschungen. glücklich kannst nur du dich selbst machen...
ich weiß: oft wartet man auf einen stärkeren, glücklicheren, der einen zum glücklich sein zwingt. aber das funktioniert so gut wie nie. wenn du das von anderen hoffen solltest, ist es am besten wenn du selber andere glücklich machst...
so wie man hineinruft, so schallt es heraus :)
viel glück dir!
herbstelfezum glück ist diese phase seit ca nem jahr vorbei. momentan ist es einigermaßen ok.
außerdem, cursed, kennen wir uns. denk mal nach (in richtung sputnikkid)
NikamaDas ist wirklich eine gute Frage. Ich kann sie sogar beantworten, da ich sie mir schon recht häufig gestellt habe. Natürlich gilt meine Antwort nur für mich denn wie man hier schon sieht hat jeder seine eigenen Gründe um weiterzuleben.

Ich hab auch oft keine Lust und Kraft mehr weiterzumachen aber genau wie bei vielen anderen ist es auch bei mir die Hoffnung auf etwas Besseres, die mich weitermachen lässt! Wäre es nicht idiotisch sich umzubringen nur damit sich praktisch drei Tage später alle Probleme von selbst lösen? Gut, man ist tot, man kann sich nicht mehr ärgern. Aber ich hasse nichts mehr, als verpasste Chancen!!! Also, lasst uns einfach weitermachen solange es geht, wer weiß was noch kommt!

Liebe Grüße, die Neue
TiffyAlso erstmal hallo Leute!

Ich muss echt sagen das ist ein sehr interressantes Thema mit dem sich echt jeder Mensch Tag für Tag beschäftigt.
Ich zu meinem Teil kann dazu sagen es gibt immer eine Lösung zu jedem Problem egal was es ist selbst wenn man denkt "Scheisse" schlimmer gehts nicht ,aber ihr müsst euch immer sagen es gibt Leute den geht es schlimmer als euch und die schaffen es auch. Glaubt mir ich weiss genau wovon ich rede:

Wie innen so aussen!;)
EvilSpawn: Mal ganz ehrlich: Würdest du dich umbringen?
Auch wenn MIR das Wasser bis zum Halse stehn würd, und ich tief in der Sch.... sitzten würde, könnte ich es nicht tun! Warum? Na ganz klar. Wenn du dich umbringen willst, hast du abgeschlossen mit deinem Leben. Aber hast du schon mal nachgedacht daß es vielleicht den Hinterbliebenen weh tun könnte was "du"bzw. man denen antut? Und überhaupt gehört schon viel "Mut" dazu sich aufzuhängen, erschiesen, vor den Zug zu schmeißen etc. Also ich würde in so einem Moment wieder zur Vernunft kommen.
Und was wenn es schief geht? Lebst du dann weiter als Halbtoter im Rollstuhl mit zwei Füßen weniger...
Der Mensch der in totaler Verzweiflung steht schafft allerdings diesen Schritt. Keine Angst mehr vom sterben. Erlöst von seinen irdischen Qualen.
Ich kann Selbstmörder verstehen. Wünschen würde ich es niemand in diese Lage zu kommen.
Ich bewundere aber irgendwie ihren verzweifelten Mut und die entgültige Entschlossenheit den entscheidenen Schritt durchzuführen.
Ich hoffe das jeder Mensch sein Problem lösen kann.
Und Selbstmörder halte ich nicht für FEIGE! Auch wenn das oft behauptet wird. Es ist auf eine gewisse Weise unfair so etwas zu behaupten.
SpawnAlso ich stand schon mal an einem Überhang auf einem 3500 m Berg. Der Sturz darunter war zwar nur 1500m lang endete dafür jedoch auf purem Felsmassiv, wobei ich denke jeder glaubt mir wenn ich sage das dies 100% tödlich ist. Der Aufstieg dahin war toll und ich bin dann nicht gesprungen weil ich auf der anderen Seite einen 4500m Berg gesehen habe den ich dann plötzlich am nächsten Tag besteigen wollte.

Aber ich stand da nicht aus Verzweiflung, sondern mehr aus Neugierde und Interesse. Sich umzubringen hat nicht immer was damit zu tun das man dies als letzten Ausweg sieht. Um deine Frage klar zu beantworten: Ja, würde ich.
NikamaIch finde auch nicht, das Selbstmörder feige sind. Solche Menschen stehen einfach an einem Punkt, an dem sie nicht weiterkönen. Und sich umzubringen erfordert auch eine gewisse Menge an verzweifeltem Mut!
darkpainscAls in mir neues Leben entstand, entstand der wirkliche Wunsch tief in mir drin zu leben.
Als ich das kleine Leben geboren habe, wurde dieser Wunsch immer größer.
Niemals könnte ich es diesem kleinen Leben antun, Selbstmord zu begehen.
Oftmals war es so, daß mein Sohn der einzige Grund war, nicht aufzugeben, er gab mir mit einem Lächeln all die Kraft, die ich brauchte.
Und ich finde es das Allerletzte, wenn eine Mutter oder meinetwegen auch der Vater diesen Weg gehen, ohne über die Konsequenzen für ihr Kind nachzudenken. Ein Kind kann nichts dafür, ein Kind ist hilflos, und braucht den Schutz, die Geborgenheit.
Ich weiß, wovon ich rede, was solche Situationen angeht.

Aber lieber Hilfe schreien als kalt und egoistisch zu handeln (ich rede hier eben von der Situation einer Familie/Mutter).

Wie gesagt, ich habe meinen Grund ;)
curseddas denke ich auch... selbstmord ist eigentlich auch ein recht egoistischer akt, weil man nicht nur sich selbst sondern auch allen angehörigen leid zufügt. sicherlich denkt man in diesem moment nicht daran und sieht keine andere lösung, allerdings hätte alles in vielleicht einem jahr alles anders ausgesehen. oft ist es einfach eine frage der zeit. wichtig ist geduld, egal wie sehr man leidet. man kann auch versuchen zu meditieren oder irgendetwas anderes zu tun, um versuchen sich vom leid oder schmerz etwas abzulenken... meistens fixiert man sich darauf und denkt sich in eine welt hinein. eine welt voller leiden, die man sich teilweise auch selber schafft und den schmerz damit nur verstärkt. mir geht es auch oft schlecht, aber ich versuche halt, es dann einfach zu spüren und irgendwann ist es auch wieder vorbei... um hilfe rufe ich allerdings nie, weil ich dafür irgendwie zu stolz bin :/ auf der anderen seite merke ich, wie kalt einen so etwas machen kann, wie ich innerlich doch schon schwäche verurteile, obwohl ich selber schwach bin. keine guten aussichten...
SeelenherzGibt es Gründe für das Leben?

Das Leuchten von Kinderaugen, ein Lachen, dass ehrlich klingt, eine Träne, die jemand um Dich weint, ein Herz, welches Dich liebt, ein Wunsch der Dir gewünscht wurde, Hände, die Dich streicheln, ein Wort oder eine Melodie die Dich berührt.
Deine Hand die Du jemanden reichen konntest, den Rat, den Du geben konntest, die Liebe, die Du schenken durftest, den Duft der Blumen, den Du riechen konntest, das befreite Aufatmen an einem Sommermorgen, die starken Arme, für die Du stark sein konntest, dass Wasser, dass Deine Lippen wohlschmeckend benetzte, wahre Freunde die die Deinen sind, Brücken die Du gebaut hast von Mensch zu Mensch, Dein letztes Glas Wein.

So viele Gründe ließen sich noch benennen. Doch vielleicht gibt es ja noch einen Grund für Dich zu leben: Dich.


Seelenherz
cursedbin eben über einen see geschwommen. solche kleinen sachen sind eigentlich auch die dinge, für die es sicht lohnt zu leben. oft sieht man gar nicht mehr die magie der kleinen schönen dinge im leben...
@seelenherz: du hast mir wieder etwas mut gegeben. danke!
SeelenherzSanft lächelnd.

Seelenherz
Black SerpentWas mich davon abhält, Selbstmord zu begehen?
Meine Freunde.

Aber Selbstmord ist absolut verantwortungslos. Wer nur ein Fünkchen Anstand hat, lässt das bleiben, denn ich bin mir sicher, jeder hier auf dieser schönen Welt hat einen Menschen, der einen liebt. Und wenn, dann würde ich nie jemanden anderen da mit reinziehen. Welcher Selbstmörder, der vor einen Zug springt, denkt beispielsweise an den Zugführer? Das ist sowas von rücksichtslos, aufin Mitleid oder auf mein Verständnis brauchen diese Toten nicht zu hoffen.

Außerdem möchte ich gerne sehen, wie weit ich im Leben komme. Ich bin mir sowieso 100% sicher, dass ich keinen natürlichen Tod sterbe. Mein Körper ist jetzt schon total kaputt vom vielen Arbeiten..
Naima[QUOTE][i]Original geschrieben von Spawn [/i]
Es geht mir hier NICHT um die philosophische Frage nach dem Sinn des Lebens.

[B]Aber Genau damit lässt es sich am leichtesten beantworten. wenn auch indirekt. Jeder Mensch sucht (ob bewusst oder unbewusst)) nach dem Sinn des Lebens. und selbst wenn derjeneige keinen anderen Grund hat (wie Freunde Familie, Hoffnung, ANgst... die Gründe sind unendlich und subjektiv) wird er diese Welt nciht verlassen können ohne SEINEN EIGENEN Sinn des Lebens gefunden zu ahben. Denn der Sinn des Lebens ist sienen Sinn zu finden. jeder hats einen eigenenSinn und wenn es nur der Sinn ist zu sterben...... aber solange du noch ruhelos deinen weg suchst kannst du diese welt nciht verlssen (auch Beispiel mit dem Berg. in dem Fall war es die Neugier etwas zu wissen zu erfahren und das ist ein zeichen dafür[/B]


Ansonsten pflege ich keine sozialen Kontakte weil sie in den meisten Fällen kaum einen Wert haben.

[B]Auch das internet ist ein sozialer kontakt!!!![/B

Nun wüsste ich gerne warum ihr leben wollt. Vielleicht ist es eure wahre Liebe, ein Freund oder etwas so kleines das es einem kaum auffällt. Unter Umständen finde ich sogar das, was mir bisher nicht bewusst war.



[B]Mein Grund zu leben istdas was ich dir oben dargelegt habe nur umgekehrt.

Ich ahbe meienn Sinn des Lebens gefunden. Was das sit möchte ich hier nciht darlegen, denn es ist mir zu persönlich und würde auch keinem weterhelfen.

Aber dieser Grund ist es der mich hier hält. Ich weiß cih darf ncoh nciht gehen es gibt Dinge die ich ncoh zu erledigen habe.
Na ja und abgesehen davon gibt es ncoh eine menge Träume die es zu erfüllen gilt.

Gründe wie Feigheit und verantwortungsgefühl spielen bei mir ebenfalls eine Rolle. aber das ist alles nur nebensächlich[/B] [/QUOTE]
BlutspatzHoi du!
Ich habe selbst erfahren, wie man sich fühlt, wenn man eine Person, die einem sehr nahe steht, fast verloren hat.
Es ist schrecklich. Von daher habe ich für mich entschieden, nie Selbstmord zu begehen. Egal wie schlecht es mir geht. Ich möchte nicht, dass irgendjemand darunter leiden würde.
Ich denke, dass es die Personen sind, die einem nahe stehen und liebt, die Sachen, die einen glücklich machen, die Ziele, die man sich setzt und die man erreichen will , aber auch die schlechten Sachen, wie Hass, Personen die man nicht leiden kann und so, die einen am leben halten.
Machts gut un schönen Tag noch
incubusich denke auch oft (ernsthaft) über selbstmord nach. ich hab manchmal so phasen, wo es mir einfach schlecht geht (die letzte dauerte ein dreiviertel jahr...) damals hat mich nur ein mensch von selbstmord abgehalten.
ich glaube, dass man sich aus verschiedenen gründen für das leben entscheiden kann...
zb.
- familie (war mir relativ egal)
- freunde (hab ich so gut wie keine)
- und da sind dann eben noch die besonderen menschen in unserem leben, denen wir manchmal begegnen, und die für einen da sind, wenn man sie wirklich braucht... (der einzige grund, warum ich noch hier ins fprum posten kann...)
FrozenIceMein Grund zu leben?

Meine kleine Tochter!!! Wenn sie mich anlacht, mich mit ihren kleinen Ärmchen umarmt, dann habe ich das Gefühl, daß das das wahre Leben ist! Dann ist soviel Glück in mir, daß ich weiß, daß es sich zu leben lohnt. Für solche Momente des Glücks.
Und noch ein Grund ist mein Freund, der mir die lang gesuchte wahre Liebe gibt.
Außerdem will ich das auch meiner Schwester nicht antuen.
Und dann ist da immer noch die Hoffung, auf irgendwas großes, bedeutendes, wofür ich aber keine Worte habe. Es ist einfach dieses Gefühl der Hoffnung tief in mir.

Dark Greetings

FrozenIce
AzaleeIch wollte mich mal umbringen ich war glaube ich 12 oder 13, das einzigste was mich davon abhielt war das Bild das mir vor die Augen schoss, meine Mutter weinend, in unendlicher Verzweifelung ich weiß das sie sich dann auch töten würde, und das wiederrum... das konnte ich nicht.
Ich denke das viele Menschen aber auch der Gedanke an eine bessere Zukunft am Leben hält... Es kann immer Wenden im Leben geben, keiner kann mir das Gegenteil erzählen!
RücksitzpunkIch denke, jeder hat schon mal über Selbstmord nachgedacht, mehr oder weniger intensiv.
Bei mir wars zwischen 15 und 20 so.
Was mich damals abgehalten hat, und was auch heute noch gilt:
Mir macht mein Leben einfach Spaß.
Und soviel Scheiß, der passieren müßte, um mir meinen Spaß zu vermiesen, gibts nicht.
RazideAhoi und sanfte Grüße,

Zugemerkt und aufgehört. hier die ultimative Antwort: (Trommelwirbel)

Der Selbserhaltungstrieb!

Das ist ganz einfach Evolution: Individuen die über so etwas verfügten hatten aus einleuchtenden Gründen mehr Nachkommen an die sie ihr Erbgut weitergeben konnten als Leute, die lieber aus dem Fenster hüpfen als sich fortzupflanzen.
So einfach ist das! Noch Fragen?
RainDeLaSoulEin Hallo an Alle hier auf dem GGB!

Überall gibt es ein erstes Mal. Und somit ist dies jetzt meine quasi erste Wortmeldung hier. Ich verfolge schon eine ganze Weile mit viel Interesse dieses Board in dessen Inhalte. Jetzt habe ich mich mal dazu entschlossen, diesem meinem Schweigen eine Ende zu setzen. Geschwiegen habe ich wirklich zu lange!!

Ich mache mir sehr viele Gedanken über das Leben und das was es ausmacht. Jeder tut dies auf seine Art und Weise. Größtenteils unbewusst, beispielsweise in Träumen, und bewusst, jeh nachdem in welchem Umfeld man sich befindet.
Auf der Suche nach Gründen für das eigene Leben ist jeder. Sei es nun bewusst oder unbewusst. Die Frage nach dem Sinn des Lebens wird oft gestellt und zeigt das große Interesse am Leben. Ich denke diese Frage für sich selbst, für sein eigens Leben zu beantworten, ohne Beeinflussung von Aussen, fern ab jeglicher Zwänge... ist schon ein Grund zu leben.
Der Sinn des eigen Lebens liegt meiner Meinung in den Gründen und Absichten die ich selbst.. mir selbst definiere. Wie eine Art Richtung die ich mir selbst gebe... und dann danach meinen Weg gehe. Niemand anderes als ich mir selbst gebe mir einen Sinn für mein Leben. Finde ich meinen eigenen wahren Weg nicht, so wird ihn niemand anderes für mich finden.

Gehe ich momentan wirklich meinen eigenen Weg? Steuere ich das Ruder meines Lebens...oder werde ich von jemanden gesteuert? Wenn ich von jemanden anderen gesteuert werde...weiss ich doch letztlich warum ich mit einfachen Schritten Probleme habe. Weil niemand anderes ausser ich.. meinen Weg finden und steuern kann. Andernfalls bin ich, nicht ich selbst.
Ich denke "Zu mir selbst zu finden"... birgt die Antwort für den Sinn meines Lebens.
Die Reise zu mir selbst.. durch Licht und Dunkelheit.. durch Regen und Sonne.. im Verlaufe meines Lebens... genau diese Reise ist es die mir Antworten auf all meine Fragen, bezüglich meines Lebens geben wird. Niemand vermag jetzt mir die Antwort auf die Frage des Sinn nach meinem Leben geben. Nur diese Reise... quasi mein Leben selbst... das was ich daraus mache.. wird mir diese Antwort geben.
Nicht zuletzt sind die Erfahrungen, die ich machte.. mache... und machen werde... Teilantworten darauf.

Wenn ich wollte, kann ich diese Reise sofort beenden. Doch bekomme ich dann nicht die Antworten, darauf was mein Leben ausmacht.

Durch Selbstmord würde ich mir selbst den Sinn meines Lebens rauben.. auch wenn ich mir diesen noch nicht bewusst bin. Ich weiss das es einen Sinn für jedes Leben gibt... mögen wir bei manchem mit unserem Verstand auch daran zweifeln. Aber diesen meinen Sinn herauszufinden... ist für mich ein Grund zu leben!!!

Ich denke, dass was das Leben ausmacht, ist es wahrhaftig zu leben... im Jetzt zu leben. Egal wo ich mich auch befinde.. sei es in der Dunkelheit... sei es in Einsamkeit... sei es im Regen... oder sei es im Gegenteil zu dem. Egal was ich auch erlebe... ich denke es ist wichtig den Weg den man geht, selbst zu gehen.. und bewusst zu gehen... und den Moment wahrnehmen... sei er auch schwärzer als schwarz. Zitat einer unbekannte Person: "Nur wer das Wüstental der Tränen durchlaufen hat, weis den Goldregen erst wahrhaftig zu schätzen." Wer Schwarz leugnet begreift das Leben nicht, genausowenig wie der der Weiss leugnet. Wir brauchen die Dunkelheit um einen hellen Stern zu erkennen. Genauso brauchen wir den Tag um uns der Nacht bewusst zu werden.

Im Augenblick.. im Jetzt.. liegt das Glück vergraben. Nur ich selbst kann es mir nehmen. Vielleicht ist es die kleine Blume im Asphalt am Wegesrand!

Hoffnung als Sinn des Lebens hege ich darin, mein Leben zu leben und zu dies zu lieben. Das Leben zu lieben und Liebe zu leben. Wahre Liebe fängt bei sich selbst an.. und dies zu lernen um es zu leben, ist für mich im Moment ein Grund zu leben.

Gruss
RainDeLaSoul
Mortischa666Nun ja...Ich werde jetzt sicherlich für verrückt gehalten,
wenn ich das hier reinschreibe.
Ich habe mir schon einige Bücher zu diesem Thema reingezogen
und ich bin immer auf die selbe Antwort gestoßen,
die von den Spiritisten vertreten wird:
Das Leben soll dazu dienen Sachen,die man in "früheren" Leben
begangen oder erlebt hat wieder gut zu machen
bzw.dafür eine Belohnung zu bekommen.
All das Schlechte,was man erlebt ist nur weil man in früheren Leben selber Unsinn gebaut hat.Angeblich soll es Gott sein(ich persönlich glaube nicht an Gott),der dir dich dies alles durchmachen läßt,es sind sozusagen Prüfungen und Strafen für
schon Geschehenes,die du ausbaden mußt und wenn du dich umbringst hast du diese "prüfungen" nicht bestanden und bekommst dann noch viel schwierigere auferlegt.

Ich persönlich halte nicht viel von dieser Logik,obwohl sie irgendwie logisch scheint.Ich glaube das ist einfach nur ein
Mittel die Leute,die an so etwas glauben und Selbstmord gefährdet sind am Leben zu halten.Falls euch dieses Thema jedoch interessiert und ihr das,was ich darüber geschrieben habe einleuchtend findet,könnt ihr euch Bücher über Spiritismus kaufen,da steht noch etwas mehr dazu drin.

Verbleibend mit freundlichen Grüßen,Mortischa
SpawnAlso wenn das Schlechte was man in seinem jetzigem Leben erlebt eine Art Strafe für Verfehlungen in einem früheren Leben ist, dann müsste ich jemand gewesen sein der die halbe Weltbevölkerung ausgelöscht hat. Oder sonstwelche grauenhaften Taten vollbracht haben. Glaube jedoch nicht unbedingt das dies zu trifft. Auch wenn es gewisse Dinge erklären würde, dafür jedoch wieder andere in Frage stellen würde.
FallingTearsHallo Spawn,

Auch ich habe mir diese Frage schon sehr oft gestellt. Immer wieder fand ich Antworten, die ich aber auch immer wieder revidieren musste, weil sie nicht stimmten. Zumindest nicht auch mich zutrafen.

Der Gedanke anderen mit einem Selbstmord weh zu tun, hielt mich sehr lange davon ab. Aber mittlerweile gibt es kaum noch jemanden, den ich damit weh tun könnte. Nicht, weil sie mich enttäuscht haben oder so etwas, sondern weil ich es bewusst dahin gelenkt hatte. Ich habe davon losgelassen, zwischenmenschlichen Beziehungen eine Bedeutung zukommen zu lassen. Anfangs war mein Ziel, wirklich Suicid zu begehen, aber als dieser Punkt erreicht war, dass mir niemand mehr wirklich wichtig war, merkte ich, dass das nicht der Grund war, warum ich es nicht tat.

Mein nächster Gedanke war, dass ich Angst vor dem danach habe. Aber auch das kann ich jetzt nur widerlegen. Vor dem Tod habe ich keine Angst und was das danach angeht, so würde uns das sowieso irgendwann erwarten - früher oder später, gewollt oder ungewollt. Der Gedanke, dass Selbstmörder in eine so Art Hölle kommen, find ich albern. Wenn es etwas danach geben sollte, dann ist es meiner Meinung nach für alle gleich. Vielleicht ist da auch einfach nur Finitus. Aber auch dann wäre es egal, ob es jetzt oder später ist. Ich möchte mich da nicht festlegen und für den Grund zu Leben spielt es meiner Ansicht nach keine Rolle.

Nun gut, was dann hält mich eigentlich noch??? Eines Nachts kam mir plötzlich die Antwort. Ich habe Angst, irgendetwas zu verpassen. Angst davor, irgendetwas nicht getan zu haben. Einfach zu sterben und rückblickend behaupten müssen, doch eigentlich nie richtig gelebt zu haben. Nie das getan zu haben, was man gerne einmal tun wollte. Und so fing ich an diese Dinge zu tun. Was die anderen darüber dachten, war mir egal. Ich nahm mir vor, wenn ich diese Dinge getan habe, kann ich mich ja immer noch umbringen. Aber seitdem kam es nicht mehr dazu. Hatte ich das geschafft, so kam mir der Gedanke an andere Dinge, die ich tun wollte. Wenn ich jetzt auch aus Zufall sterben sollte, kann ich immerhin behaupten, gelebt und nichts verpasst zu haben.

Falling Tears
FallingTearsHallo RainDeLaSoul,

ich weiß gar nicht so richtig, was ich auf deinen Beitrag antworten soll. Lass Dir nur sagen, dass dieser Text meine seit monaten ausgetrockneten Augen zum Weinen gebracht hat.

Falling Tears
LacrimaeGruesse

Nachdem ich doch nun eine ganze Weile gebraucht hab, um diesen Thread durchzu- und verarbeiten, entschloß ich mich meine Ansicht darzustellen.
Ich erlaube es mir mich vorzustellen:
Ich bin ein 16 Jahre alter Gymnasist, der schon ziemlich viel schlechtes durchgemacht hat um auf einen der obigen Beiträge zuzukommen.
1.Die Liebe: Oft brach ich mir das Herz an Personen.
2.Beruf : Nun Beruf ist schlecht ausgedrückt passt aber in das
08/15 Schema.In der Schule wurde ich nieder-
gemacht (neudeutsch: gemobbt) bin infolge dessen
sitzengeblieben udn stehe nun im Schatten meiner
Brüder, die alle erfolgreich an einer ausländischen
Uni studieren.
3.Familie: Dies führt in der Familie zu einem ungeheurem
Leistungsdruck,der sich bemerkbar auf das
alltägliche Leben macht.
Vierter im Bunde ist das Geld was ich nicht bewerten kann als ein Sohn eines Arztes (Für Kritiker:dies soll keine Höherstellung der akademischen Berufe sein!).

Nun aber zu meiner Ansicht über das Leben udn den Tod und Selbstmord (die ich mit obigem Hintergrund schlecht erklären könnte)

Ich bezweifle die Theorie dass wir in diesem Leben sühnen für etwas das wir in einem vorigem getan haben.Wann soll denn dann das Leben angefangen haben ?

Annahme Nr 2: Das Leben nach dem Tod
Ich glaube nicht direkt daran dass wir nach dem Tod weiterleben, dass würde sich auch in Teilen mit der 1.Annahme widersprechen,
sondern dass wir (die Seele (darauf komme ich später noch zurück) uns frei bewegen können, ungebunden vom Körper.

Nächster Punkt: Soziale Kontakte
Ich sehe sie als eine Erleichterung des Lebens.Sie helfen einem das Leben, was (nach einem, meiner Ansicht nach, treffendem Kommentar von Fred Durst oder Marylin Manson, das weiß ich nich mehr genau) aus einem Scheisshaufen besteht in dem wir stecken, besser zu verarbeiten.Doch helfen sie nicht Suicid zu begehen.

Was ist Selbstmord?
Kriminalistisch gibt es ihn nicht,
doch passiert er von Tag zu Tag.Selbstmord ist ein Akt in dem man sich so Schaden zufügt dass man dessem erliegt.Zumindest der Körper tut dies.Die Seele tut was...Leute die kurz vorm Tod standen, berichten sie hätten ein weißes Licht am Ende eines Tunnels gesehen.Ich kann daraus nur folgern dass die Seele aus dem Körper wandert bzw wandert.Der Körper ist, so wie ich es jeden fühle und empfinde, nur ein Hilfsmittel der Seele sich stark zu machen.Diese Seele wandert nur aus dem Körper und kommt woanders hin.Und genau wegen diesem Woanders hätte ich, rein körperlich keine Skrupel mich umzubringen.
Sozialtechnisch gesehen bereitet es mir auch keine Probleme doch gibt es einen Haken:
Wenn soziale Kontakte helfen sollen, das Leben zu erleichtern, ist es ein Widerspruch wenn sich ein "Sozialer Kontakt" entfernt.

Deshalb bin ich zu dem Schluss gekommen, dass Leben nichts weiter ist, als etwas entbehrliches.Ich gehe zwar meine Weg durch das Leben so gut ich kann und mit soviel Würde wie ich kann, doch hätte ich keine Angst davor vom Auto überfahren zu werden,erschossen zu werden, irgendwo runterzufallen.

Zum Schluss noch gesagt: Es kann sein dass ich viel Mist geschrieben hab, aber entschuldigt ich hatte (wie soll es auch anders sein) einen schweren Tag hinter mir und bin (tot-?!?!)müde

In diesem Sinne
euer Alf
Schatten der SonneSELBSTERHALTUNGSTRIEB ?

Binich deswegen so unglücklich was mein Leben anbetrifft, und habe deswegen keinen Lebenssinn, nur weil ich keine Kinder habe und auch nie welche will? Ich denke daß es nicht daran liegt, denn das ist nichts was ichvermisse. Es ist einfach das Leben als ganzes was war und was grade ist, was mir den Mut zu leben nimmt. Und die Ungewissheit vor dem was noch kommt.
SpawnAlso dieses Licht von dem viele Menschen berichten, als sie dem Tode nahe waren bzw Scheintod, ist nichts anderes als eine Illusion, hervorgerufen durch eine Körper eigene Droge. Sie wird erzeugt um den Tod leichter ertragen zu können. Habe dahingegen vor kurzem erst einen Bericht gesehen.
Black Serpent@spawn:

ja, sowas hab ich auch mal gesehen.

Finde ich übrigens sehr faszinierend, was der Körper alles unternimmt, damit das sterben erleichtert wird.

Er schüttet zB auch unter größten Schmerzen Glücksgefühle aus, damit man diese nicht mehr wahrnimmt..

Wie soll ich sagen.. Ich finds wahnsinnig "sozial".. dass der _letzte_ Augenblick nochmal in Ruhe, Zufriedenheit und ohne Schmerzen erlebt werden soll!

BS
Ave DementHallo ihr,

leider lese ich immer zuoft das wort "selbstmord". Eigentlich ist es ja nicht so, das mich solche Kleinigkeiten strören, nur bei diesem Wort dreht sich alles bei mir. Ich glaube nicht das ich das Wort Mord erläutern muss, da ich glaube das jeder weiss was es bedeutet. (Falls das nicht sein sollte, einfach nachfragen, man kann ja nicht alles wissen). Daher bin ich eher traurig, das es immer in einem negativen aspekt gesehen und bezeichnet wird. Ich meine es ist ein weg den man gehen kann, es kommt nur auf den Grund an, warum man diesen schritt macht. Immerhin ist er entgültig.

War selbst betroffen, und das mehr als gut.

liebe Grüße
Ave
NachtfeeEs sind sehr viele Dinge, die ein Leben - mein Leben - lebenswert machen (können). Dazu gehören für mich meine Freunde, meine Eltern, meine Schwester. Aber auch andere Dinge...ich kann mich an sehr vielen Dingen im Alltag erfreuen. Der Natur im besonderen. Ein Sonnenaufgang..die grenzenlose Stille, die man erlebt, wenn man alleine im Wald spazieren geht. Menschen können sehr anstrengend sein und Beziehungen verändern sich im Laufe der Jahre.Die Natur dagegen ist etwas Beständigeres. Ich versuche (sicher fällt mir das nicht immer leicht) allem etwas positives abzugewinnen, wenn es mir widerfährt. Sicher ist auch das nicht leicht. Angst vor dem Tod habe ich nicht. Angst vor Schmerzen dagegen schon. Ich war das Leben noch nie genug satt, egal wie schlecht es mir ging, dass ich es wirklich hätte beenden wollen. Da war und ist stets die Neugier auf das, was vor mir liegt...und diese ist zu groß, um mir dieses "Abenteuer" entgehen zu lassen. Ich resigniere nicht...ich habe immer noch den Glauben daran, dass es so etwas wie Glück für jeden von uns gibt, wenn man nur bereit ist, sich darauf einzulassen. Man nicht aufgibt. Zeitweise stand ich mir selbst im Weg...keine Freunde...ziemliche Trostlosigkeit. Doch auch wenn man es oft nicht wahrhaben will. Viel von dem, was einen frustriert liegt doch an einem selbst. Nicht die Welt ist immer das Arschloch und nimmt einem die Freunde....die Quelle der Unzufriedenheit ist oft man selbst. Bei mir war es so. Ansprüche an das Leben sind sicher wichtig. Aber man sollte dabei auch aufpassen, dass man nicht ungerecht wird. Das ist ein sicherer Weg zur Einsamkeit.
Ich glaube auch nicht daran, dass es in Bezug auf Liebe und Freundschaft den perfekten Gegenspieler gibt. Ich denke vielmehr, dass auch die Andersartigkeit oder die Macken eines Menschen als Bereicherung gesehen werden können. Dazu muss man sich nicht zwingen, wenn man ersteinmal begriffen hat, dass man Prioritäten auch anders setzen kann.

Gruß,
Nachtfee
Schatten der SonneWas ist wenn man den wahren Sinn des Lebens erst kurz vor dem Tod erkennt? Wäre doch irgendwie deprimierend.

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