| Green_Elf | Gestern Abend hielt ich eine Aussprache mit jemanden, der mich vor einiger eit sehr entäuscht hatte. Jedenfalls brachte er einen Satz von sich, eigentllich nur aus Jux, den ich allerding für sehr interessant hielt. "Es verläuft immer falsch, nie wie man es sich vorstellt." Man kann diesen Ausspruch hin und her drehen, es kommt oft etwas anderes heraus. "So wie man es sich vorstellt, verläuft es nie." Und - die interessantere Version: "So wie es verläuft, stellt man sich nie vor." Man könnte meinen, das wir eigentlich nur die falschen Vorstellungen haben von en Geschenissen im Leben, dass alles allerdings richtig verläuft... Ich gebe diese Sätze für euch zur Diskusion frei, mal schauen ob euch noch andere Ideen einfallen. Oder ihr eure Meinung preis geben wollt. Es wäre zumindestens schön... Salut, Green_Elf |
| Samuel | Ersten kommt es anderst... und zweitens als man denkt... ? Oft.. Nicht immer. Ich denke es liegt auch oft daran dass man sich vorab zu wenig Gedanken gemacht hat oder an eine Sache einfach mit den falschen Erwartungen herangetreten ist und dann enttäuscht wird. Oder man ist zu intolerant, erwartet genau EIN Ergebniss und wenn dieses nicht zu 100% getroffen wird ist es ein Misserfolg, eine Niederlage. Auf der anderen Seite läuft bei mir im Moment auch nichts, wie ich es mir vorstelle oder vielmehr wünsche.... hmm -samuel |
| Lord_Drax | Mir fehlt dazu nur die Frage ein: gibt es nun ein Schicksal oder nicht... entweder liegt es an der Planung, dass alles anders kommt, als es sollte... oder es gibt wirklich ein Schicksal das Dinge beeinflusst und manche Begebenheiten unausweichlich macht... Oft fragt man sich, wie die Situation verlaufen wäre, hätte man sich anders verhalten... jedoch ist es meistens so, das irgendwie es immer auf die Situation hinaus gelaufen wäre... Also doch schicksal? Oder ist es etwas anderes? Gruß lord drax |
| Samuel | *umdicht* Jeder ist es Schicksal's eigener Schmied... Mir fällt es schwer an soetwas wie Schicksal zu glauben.... Glück, Pech... Ok. Aber Schickal? Ne, das hat für mich was von göttlicher Vorsehung oder vergleichbarem... -sam |
| Carcas999 | Hat man nicht oft Vorstellungen die später enttäuscht werden? weil man es sich anders..besser erhofft hatte? vielleicht machen sich die Menschen einfach zu viele Hoffnungen und denken nicht daran dass diese Welt mehr Hoffnungen zerstört als erfüllt. Vielleicht sollten die Menschen ihre Erwartungen runterschrauben Wobei es bei mir auch so ist dass ich immer alles auf mich zukommen lasse,ohne selber eingreifen zu können,zu wollen Träume sind schon und gut,nur helfen sie einem in der Realität meist nicht weiter. Mein gesamtes Leben läuft anders als ich es mir vorgestellt habe,da die meisten an anderen Werte festhalten als ich es tue. Aber ich wüsste jetzt auch nicht konkret wie ich mir mein Leben denn vorstelle Ob ich an Schicksal glaube weiss ich auch nicht..aber wenn es sowas wie Schicksal gibt dann kann man nicht darin eingreifen sonst wäre es ja kein Schicksal mehr..nichts zufälliges.. dass man jedoch etwas für die Erfüllung seiner Träume tun und seinem Glück auf die Sprünge helfen kann,denke ich schon. eure carcas |
| Samuel | [QUOTE]dass man jedoch etwas für die Erfüllung seiner Träume tun und seinem Glück auf die Sprünge helfen kann,denke ich schon.[/QUOTE] Das auf jeden Fall - die Weisheit heisst im Original nicht umsonst "... des Glückes eigener Schmied" :) Jeder trägt einen sehr großen Teil daran, wie man sich entwickelt - klar es gibt Einflüsse die man nicht bestimmten oder lenken kann, aber im großen und ganzen gibt man selber seinen Weg vor. Ansonsten kann ich dir nur zustimmen, Carcas. (An das Schickal zu glauben.. hmm dazu bin ich wirklich ein zu großer Agnostiker...) -sam |
| Blender | Ich denke auch, dass man - auf bestimmte Lebensbereiche übertragen - so viele Vorbereitungen treffen kann, wie man will. Es wird doch nicht perfekt bzw. so ablaufen, wie man es sich in etwa vorgestellt hat. Irgendein unvorhersehbarer Faktor wird mit einwirken und das Bild, das man sich im Vorhinein gemacht hat, verfälschen oder sogar verzerren. Man sollte sich daher eher im Improvisieren üben, da das Leben ja ohnehin schon kurz genug ist. Manchmal enden Dinge, noch ehe sie überhaupt begonnen haben. Und der Vorhang könnte früher fallen, als man glaubt. Leider habe ich persönlich dieses Leitmotiv noch nie so recht beherzigt, weshalb ich nun wohl auch dort stehe, wo ich bin. Meine Fortschritte bezüglich zwischenmenschlicher Beziehungen (Freunde ausgenommen) sind wahrhaft kläglich und jämmerlich. Also bemitleidet mich gefälligst. *lol* Ach ja: Ich glaube an das Schicksal, da sich manche Dinge ja auch gut und gerne mal ohne mein Zutun ergeben könnten. Wieso kann mir nicht einfach mal ein wenig Glück widerfahren, damit ich neuen Lebensmut schöpfe, hm? ;) Nun, gut. Ich ergehe mich zu sehr in Selbstmitleid. Sowas will ich niemandem, außer vielleicht auch speziellen Wunsch, zumuten. ;) |
| Amalcia | Wir stellen einfach zu viele Erwartungen an uns und an andere. Würden wir nicht so viel über unsere Zukunft nachdenken und darüber, wie die Dinge geschehen könnten, sondern uns mehr um das Jetzt kümmern würden, dann würden wir auch nicht so oft enttäuscht werden. Und noch ein paar Gedanken zum Thema Schicksal: Ich glaube nicht daran, weil mir der Gedanke Angst macht, nicht frei entscheiden zu können. Ich will nicht von in meinen Taten und Gedanken beeinflusst und eingeschränkt werden. und wenn schon alles durch ein Schicksal vorbestimmt wäre, wäre das Leben nicht erst recht sinnlos? |
| Samuel | @Amalcia Genau aus diesen Gründen fällt mir es auch schwer als Agnostiker und Atheist an sowas wie das Schicksal zu glauben. Ich möchte frei leben und frei entscheiden. (Soweit das in unserer Gestellschaft möglich ist) -Samuel |
| Luzifer | @Samuel Dazu brauchst Du doch nicht Agnostiker zu sein. Gott hat den Menschen die Willensfreiheit mit in die Wiege gelegt, wir sind doch keine Uhrwerke , die aufgezogen werden. |
| Dienerin | In meinem ganzen Leben - und es sind nun schon 34 Jahre - ist noch nie irgendwas so passiert wie ich es wollte. Was dazu führte, dass ich alles nehme, wie es kommt. Die Erfahrung hat gezeigt, dass ich das was ich am meinsten verabscheute mittlerweile am meinsten liebe. Das, was früher "Nie" war ist jetzt "Immer". Das einzige was so ist wie ich es will ist vielleicht meine Flexibilität und meine Freiheit. Alles kommt wie es kommen muß. Und dennoch kann man sich immer anders entscheiden.... Dienerin |
| Samuel | Ich glaube an keinen Gott. An kein übernatürliches Wesen welches mich lenkt. |
| Luzifer | @Samuel Aber genau das habe ich doch geschrieben: Niemand lenkt Dich von oben, der Mensch ist mit Willensfreiheit ausgestattet. Aber er braucht eine moralische Instanz.... |
| Samuel | Ok stimmt. Zu schnell gelesen. Aber ich brauche auch keine Moralische Instanz. Weder eine weltliche (Hallo Herr Friedmann) noch irgendeine übernatürliche. Ich brauche kein Handbuch (Bibel) um mein Leben auf meine Art zu meistern. Ich bn aber anderseits tollerant weshalb ich hier keine Diskussion über Christensein ja/nein anfangen möchte. -sam |
| Luzifer | Lieber Samuel, keine Angst, ist auch nicht mein Begehr. Aber nach welchem Leitstern segelst Du denn, wenn ich mal aus echtem Interesse fragen darf? |
| Samuel | Nach welchem Leitstern? Nach meinem eigenen. Nach meinen Wünschen und meiner Art von Moralvorstellung. Nach meinen Idealen? Nach dem was ich für normal erachte??? Vielleicht schwerer zu definieren, aber ich habe gewisse Grundsätze an die ich mich richte und orientiere. Das aber aus peröhnlicher Überzeugung und nicht weil es mir vorgegeben wird. Das sind banale Dinge wie eben, dass man keine Tiere quält, dass man zu allem aufgeschlossen und toleranz sein sollte, dann man sich gegenüber anderen nett und höflich verhält. Aber auch "Regeln" die für mich im Bezug auf zwischenmenschliche Beziehungen etc gelten. So wie es von einem gesunden Menschenverstand normal zu erwarten ist. Dazu brauche ich keine 10 Gebote oder eine sonstige Vorschrift. |
| Dienerin | Hallo sam! Nun, ich fürchte so einfach ist es nicht. Der Mensch kann nur denken, was es schon gibt. Indem er es in Relation setzt, vergleicht, bewertet schafft er eigene Denkprozesse. Erfindet er vermeintlich Neues. Aber: das was er nicht kennt, würde er niemals erkennen! Dies gilt sowohl für Moral als auch für Gegenstände. Wenn Du genauer hinsiehst wirst Du sehen, dass Du in einer gewissen Weise sozialisiert wurdest. Was man tut und was man nicht tut hast Du schon sehr früh gelernt. Der reine Menschenverstand, der Common sense, den Du da siehst, der exisitert nicht als gegeben. Denn dann könnten auch schon Neugeborene darauf zurück greifen. Tiere nicht zu quälen ist ein Gebot in einer sozialen Gruppe, die international ist. Und du hast Dich entschieden, ihr in diesem Punkt beizuwohnen. Es ist nichts Neues, was Du da verfolgst! Die 10 Gebote und sämtliche andere Regeln für das Zusammenleben sind so in unser Denken eingegangen, dass es schwer ist noch nachzuvollziehen, woher was kommt und wer es zuerst gedacht hat. Ich weiß nicht wo auf dieser Welt Du sozialisiert wurdest aber ich weiß, dass Du "voll" bist mit dieser Moral der Du dann entweder folgst oder nicht und dann dem "Eigenen", vollkommen Entgegengesetzten oder teils entgegengesetzen den Vortritt gibst. LG Dienerin |
| Samuel | Natürlich, ich sehe das so wie du aber es ging im Grundgedanken ja darum dass ich keine Leitfigur brauche, also keinen Führer wie Gott und kein Handbuch wie die Bibel oder das BGB. Die Werte an die ich mich halte sind natürlich zum größten Teil von der Gesellschaft so entstanden - logisch. Aber die machen ja auch alle Sinn - ein Zusammenleben wäre sonst unmöglich. (Sieht man ja oft genug - wir verkommen ja immer mehr zur Ellenbogengesellschaft). Gruß, Samuel |
| maggi | hi du! jemand hat mal sinngemäß gesagt: "Je mehr du planst, desto größer ist der Schaden, wenn es dann doch nicht so passiert." (Vielleicht weiss jemand den genauen Wortlaut) Müssen wir denn alle so handeln, wie man es von uns erwartet? Können wir denn nicht einfach nur leben und schauen was passiert? Diese Gesellschaft ist viel zu sehr auf Erfolg und Geld fixiert, dass das Gemeinschaftliche vergessen wird und jeder benutzt nur noch seine Ellbogen um noch erfolgreicher zu sein. Kann es das sein? Ich will mich dieser Gesellschaft nicht anschliessen... Maggi |