German Gothic Board
 
Boardansicht: Klick HIER und betrachte das Thema mit allen Funktionen direkt im Board.

 
  Forum: Ruhe sanft
    Thema: trotz allem- alltag
the_silenceegal, was passiert
egal, welche auswirkungen und folgen es hat
egal, wem es passiert

ALLTAG...
the_silenceUnd da sitze ich nun und möchte nichts lieber als in eine andere Welt zu entfliehen. Meine Probleme und Sorgen einfach hinter mich lassen und vergessen.
Einfach springen und nie mehr zurückkommen. Springen- oh nein, dafür ist meine Angst zu groß. Wovor? Vor dem Aufschlagen. Vor dem Schmerz. Vor dem Nichts.
Warum habe ich mir das alles nicht früher überlegt? Bevor ich einem Menschen Hoffnung machte- auf Liebe? Und anstatt es ihm zu sagen, habe ich weiter gemacht, habe es genossen, habe ihn ausgenützt.trotz alle
Die Realität schmerzt. Es tut weh, es zuzugeben.
Ich weiß, was zu tun wäre. Ich habe schon lange genug überlegt- obwohl kein Nachdenken notwendig gewesen wäre. Die Antwort auf viele Fragen liegt auf der Hand. Ich muss mit ihm sprechen, muss es klären. Doch ich bin zu feige. Ich hasse meine Feigheit.
Ich will seine Gefühle nicht verletzen, mich nicht damit spielen, doch es ist zu spät.
So lange ich mich nicht bei ihm melde- sage ich mir- ist noch nichts verloren. Doch ich belüge mich selbst. Genau wie ihn.
Und wenn ich es wieder mache? Wenn ich mich wieder mit Alkohol zulaufen lasse? Letztes Mal, um meinen Stolz wegzutrinken, mein Gewissen, mein Ich, diesmal um es zu vergessen.
Ich spreche mit ihnen, doch ich wage es nicht, die Wahrheit auszusprechen.
Alles oberflächlich- ich hasse die Oberflächlichkeit- noch gestern liebte ich sie. Ich liebte? Bin ich dazu überhaupt fähig? Ich kann Menschen verletzen, ich kann sie berühren, ich weiß, wie ich Menschen zu behandeln habe, wie ich ihnen gegenübertreten soll- Respekt, Stolz, Würde soll ich beachten, doch ich habe alles zerstört.
Wie geht es nun weiter? frage ich mich
In mir drängen sich Bilder auf. Bilder der Flucht. Der Resignation. Der Angst. Bilder von ihm. Tränen. Meine Tränen.
Warum machst du dir das Leben so schwer? fragte ich einen Freund. Weil es nicht leicht ist, antwortete er mir. Warum mache ich mir das Leben so schwer? Weil ich die Leichtigkeit aufs Spiel gesetzt habe, sie ist verloren.
Ich habe Angst vor dem Wiedersehen. Angst vor den Blicken. Angst vor meinen Freunden. Vor Spott.
Wenn ich nur wüsste, was ich tun soll. Ich weiß es, doch ich will es nicht wahrhaben… dass ich keinen Ausweg habe.
Das ist doch alles nicht so schlimm, wird meine Freundin sagen. Weil sie es sagen muss.
Irgendwann werden ihr meine Freunde zustimmen. Es gibt eine Zeit des Vergessens… für jeden von uns.
Meine Zeit wird spät kommen. Bis ich mich wieder akzeptieren kann, als Mensch, der Rücksicht nimmt, wird lange Zeit vergehen.
Zeit, in der ich traurig bin, in der ich nachdenke, über Dunkel, über Flucht, über Verstecke. Zeit, in der ich lachen werde, obwohl mir nicht danach zumute ist.
Zeit, in der ich mich zurückziehen werde. Vielleicht werde ich dadurch Freundschaften zerstören…
Ich habe Angst. Ich bin schuldig, doch ich habe keine Kraft, mich meiner Verantwortung zu stellen. Kraft, die nur ich selbst mir geben kann- wenn ich wieder an mich glaube. Wenn ich mich meiner Vergangenheit stelle und ich bereit bin, meine Zukunft zu ändern.
Spott wird mich treffen. Er wird mich verletzen. Doch ich werde mich nicht wehren. Ich werde Tränen unterdrücken und mir sagen, dass mir nichts anderes gebührt.
Es ist kalt, doch diese Kälte ist in Ordnung. Ich muss leiden. Meine Strafe.
Ich bin zu leer, um zu weinen.
Nie werde ich meine Gefühle, diese Gefühle preisgeben. Meine Fassade ist meine Kleidung. Ohne sie bin ich nackt, bin ich offen, bin ich noch verletzlicher und durchschaubar. Diese Fassade ist der Rest meines Stolzes.
Wörter… können so weh tun. Ich hätte es nie für möglich gehalten. Ich habe nie meine Gedanken daran verschwendet.
Warum ich es getan habe?
Um zu wissen… um zu fühlen…
Ich will nichts hören und ich hasse die Stille.
Ablenkung
Ich höre Wörter- der Aggressivität- und zucke zusammen. Wörter gegen mich.
Alles wird wieder gut. Ich hasse diesen Spruch. Ich will ihn nicht hören. Und doch habe ich noch nicht eine Sekunde an seiner Richtigkeit gezweifelt.
Alltag… ein graues Wort, dem ich mich anzupassen habe
the_silenceEs schmerzt mensch zu sein…
Es schmerzt verraten zu werden…
Es schmerzt, wenn jemand dein vertrauen missbraucht…
Es schmerzt, wenn etwas ans licht kommt, was nie jemand erfahren sollte…
Es schmerzt mit der gewissheit zu leben, dein geheimnis mit ins grab nehmen zu müssen…
Es schmerzt zu vertrauen…
Es schmerzt, wenn dir ein fehler unterlaufen ist, den du nicht mehr ungeschehen machen kannst…
Es schmerzt mensch zu sein…
Es schmerzt, zu wissen, dass das Leben weitergeht, egal was auch passiert…
Es schmerzt zu sehen, wie manche menschen mit den gefühlen anderer umgehen…
Es schmerzt zu sehen, wie weit die grausamkeit mancher menschen geht…
Es schmerzt ein individuum in der gesellschaft zu sein…
Es schmerzt, anders zu sein…
Es schmerzt zu sehen, dass andere gefunden haben, wonach du suchst…
Es schmerzt allein zu sein…
Es schmerzt mensch zu sein…
Es schmerzt dem tod ins auge sehen zu müssen…
Es schmerzt einen menschen zu verlieren…
Es schmerzt zu lieben…
Und nicht geliebt zu werden…
Es schmerzt, andere glücklich zu sehen…
Und unglücklich zu sein…
Es schmerzt mensch zu sein…
Vampiermaus21Es schmerzt das Leben und die Einsamkeit!!!
Obwohl man nicht einsam ist fühlt man doch diese leere!!!!

Die frage da fehlt was?
Was fehlt da?
Wo ist es?
Wo findet man es?
Warum geschieht es?

Warum kann es nicht so sein?
VampireMiyuDas ganze Leben is ein große Plage... kenn da ein Zitat, was ganz gut zu passen scheint

"Kurz vor der Sonne, holen dich die Zweifel ein
Kurz vor der Sonne kommt die Dunkelheit zurück
Und du merkst, dass man hier draußen verdammt einsam ist!"

Ich finde, es sagt alles.
Man ist glücklich, fröhlich lebt sein Leben, so wie man es möchte und dann hauts einem wieder was genau in die Fresse...

Das Leben ist leider so, habe mich denk ich damit abgefunden, auch wenn es doch immer schwer ist, dass zu glauben und zu ertragen...

Mfg Mi
decay73Warum immer so negativ? Die wirklich schönen Dinge, die schönen Momente und die seeligmachenden Überraschungen lassen sich nunmal nur im Alltag finden...da, wo man sie eigentlich nicht erwartet...
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von the_silence [/i]
[B]Ich habe Angst vor dem Wiedersehen. Angst vor den Blicken. Angst vor meinen Freunden. Vor Spott.
...
Meine Zeit wird spät kommen. Bis ich mich wieder akzeptieren kann, als Mensch, der Rücksicht nimmt, wird lange Zeit vergehen.
Zeit, in der ich traurig bin, in der ich nachdenke, über Dunkel, über Flucht, über Verstecke. Zeit, in der ich lachen werde, obwohl mir nicht danach zumute ist.
Zeit, in der ich mich zurückziehen werde. Vielleicht werde ich dadurch Freundschaften zerstören…
Ich habe Angst. Ich bin schuldig, doch ich habe keine Kraft, mich meiner Verantwortung zu stellen. Kraft, die nur ich selbst mir geben kann- wenn ich wieder an mich glaube. Wenn ich mich meiner Vergangenheit stelle und ich bereit bin, meine Zukunft zu ändern. [/B][/QUOTE]Hab keine Angst. Wahre Freundschaft wird die Zeit deines Rückzuges unbeschadet überstehen.

[QUOTE][B]Ich will nichts hören und ich hasse die Stille. [/B][/QUOTE]Hasse nicht die Stille. Sie wird dir ein Freund sein auf dem Weg, dich selbst zu finden.

"The only Fear we have to fear is Fear."
(Untoten, CD-Cover "Nekropolis")
gin'iroLeider ist dies ein Thema, das in das ehemalige Hospital gehört hätte. Dunkelheit & Licht ist nicht der richtige Ort, um diese Probleme zu besprechen. Es gibt einschlägige Foren und Hilfeseiten im Internet. Eine Suche bei Google ist sicherlich hilfreich.

German Gothic Board
 
Boardansicht: Klick HIER und betrachte das Thema mit allen Funktionen direkt im Board.

 

German Gothic Board

Startseite Chat Grüße SchwarzKultur