| DwarvenBerserk | heute wird alles in rauen mengen produziert. so viel das die qualität darunter leidet. seien es werkzeuge oder lebendsmittel. was meint ihr dazu? |
| Tajela | Massenfertigung erfordert keine Produktionsumstelleungen, wodurch für den jeweiligen Betrieb sehr viel weniger Produktionskosten anfallen. Unbegrenzt hohe Stückzahlen können in kürzerer zeit gefertigt werden. Durch den hohen Automatisierungsgrad werden zusätzlich Personalkosten gespart. Eine Einzelfertigung dagegen wäre sehr viel teurer, kaum aber einer ist bereit einen höheren Preis zu bezahlen., d. h. der Umsatz würde zurück gehen und welcher Betrieb kann sich das leisten, mal ganz abgesehen davon, dass er so wenig Kosten wie möglich, aber einen höchstmöglichen Absatz haben muss, um überhaupt wettbewerbsfähig sein zu können. In Massenfertigung werden aber nur vollkommen gleichartige Produkte hergestellt, z. B. Zigaretten, Werkzeuge werden meines Wissens durch Serienfertigung gefertigt, was aber ähnlich ist (ich kann mich da aber auch irren). Was die Qualität betrifft, kann man nicht unbedingt sagen, dass diese durch Massenfertigung verschlechtert wird. Die Qualitätskontrollen werden dadurch nicht weniger. Dadurch, dass alles weitestgehend automatisiert ist, passieren oftmals auch weniger Fehler, die meisten Maschinen heute arbeiten sehr präzise. |
| DwarvenBerserk | das massenproduktion billiger ist, ist klar thema werkzeuge alte werkzeuge haben wir heute noch, dagegen gehen uns neue werkzeuge hin und wieder kaputt (presslufthämmer, bohrmaschine...) mein chefchen meinte das auch schon, dass die alten dinger super halten und neue sachen wie einweckpackungen sind, aufmachen 1 mal benutzen, wegschmeissen, neues her! |
| Seneca | ...in lezter Zeit kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, das der ganze "Fortschritt" in erser Linie mal Qualitätsverlust mit sich bringt. Nicht nur was die Produkte das täglichen Lebens angeht, sondern auch ganz extrem in Kunst und Handwerk. Es wird immer schwieriger, noch etwas zu finden, das mit Liebe zum Detail entworfen und hergestellt wurde. Gerade wenn ich mir Dinge aus vergangener Zeit anschaue, wirken neuzeitlichen Objekte meist "billig" dagegen, obwohl der Preis, an der Kaufkraft gemessen, noch der gleiche ist. Während die Produktionsstraßen immer menschenleerer werden, und damit auch immer mehr unbeseelte Produkte erzeugt werden, verliert sich dazu auch noch altes handwerkliches Wissen, weil kaum noch jemand an traditioneller Herstellung interessiert ist. Meist werden dann "Fakes" hergestellt, die zwar den Stil nachahmen, aufgrund der einfachen Herstellung aber bei näherer Betrachtung "billig" wirken. Außerdem ensteht bei mir einfach der Eindruck, das mit zunehmender Technisierung mehr und mehr Lebensqualität verloren geht. Natürlich hat uns die Technologie das Leben leichter gemacht, ohne Zweifel, aber mitlerweile kommen wir an den Punkt, an dem es zu viel wird. Die Rationalisierung der Welt schreitet ständig voran, und die steigenden Kosten der Industrie(ist doch seltsam, das trotz Rationalisierung ständig die Kosten Steigen...!)führen zu immer neuen Entwicklungen in der Produktpalette, die dann aber auch abgesetzt werden müssen, und so wird der moderne Mensch überflutet mit eigentlich überflüssigen Produkten. Damit das Zeug auch gekauft wird, muss ständig an der Unzufriedenheit des Kunden gearbeitet werden, zum Beispiele mit minderer Haltbarkeit, und schnellerem Modellwechsel, aber auch einfach mit suggestiver Werbung, die mitlerweile ebenfalls ein sehr niedriges Niveau erreicht hat. Modernes Leben: Ich steige um 6:45 aus dem Ikea Bett, geweckt von einem Digitalwecker von Tschibo. Nach den Früstück, bestehend aus Indusrietoast u. Zuckerkringeln in Milch steige ich ins Auto, um mich der Blechlawine anzuschließen. Im Büro empfängt einen das nervige surren dutzender Rechner, von dene die meisten völlig überflüssig vor sich her werkeln, weil ohnehin die [Entf] Taste das wichtigste Werkzeug ist. Stunden langes Getipsel in Datenbanken, und Anrufe von ebenso genervten Menschen, die dieses hinter professioneller Höflichkeit verbergen. Man verhandelt mit Menschen, deren Stimme man seit Monaten kennt, aber eben nich den Menschen...Büroroboter... Feierabend, und obwoh ich mich heute kaum bewegt habe bin ich müde. Was habe ich heute eigentlich geschaffen...? ...Nichts... den morgen geht es genauso weiter, kein greifbares Ziel, kein sichtbares Ergebniss. Ich wünsche mich in die Werkstatt zurück, in der man die eigene Arbeit wachsen sehen konnte, und man am Abend weniger müde war, obwohl man richtig "geschafft" hatte. Oder sollt ich besser "geschaffen" sagen, denn man ist ja befliessen, Qualität zu produzieren, sonst könnte der Kunde ja gleich bei der Industrie kaufen. Ich fürchte wir haben den Punkt erreicht, an dem es haupsächlich um Stückzahlen geht, und nicht mehr um wiklich gute Arbeit, nicht zuletzt weil der Endverbraucher verlernt hat, sich an der Langlebigkeit und Präzision "echter" Arbeit zu erfreuen. Das scheint mehr und mehr für viele Dinge zu gelten, seien es Literatur, bildende Kunst oder Musik. PS: was hat das mit Philosophie zu tun...? |
| Menedemos | [QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i] [B] PS: was hat das mit Philosophie zu tun...? [/B][/QUOTE] Gar nichts, aber [quote]...heute wird alles in rauen mengen produziert; so viel, dass die qualität darunter leidet... [/quote] gilt leider auch für Posts... :rolleyes: Und auch Threadschließungen wegen Themaverfehlung werden heute in rauhen Mengen produziert! :q |