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    Thema: Geistiger Giftpilz der Gemeinschaftszersetzung
mefistoVor 36 Jahren verstarb mit Theodor W. Adorno einer der Hauptvertreter der »Frankfurter Schule«

1969 starb Theodor W. Adorno auch an den tiefen Kränkungen und maßlosen Enttäuschungen, die ihm die ganze linksradikale Studentenbewegung zufügte, die er zusammen mit den meist jüdischen Großhirnen der berühmten »Frankfurter Schule« selbst herangezüchtet hatte. . Die Frankfurter Schule hatte den Ausspruch Karl Marx’: »Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert, es kommt aber darauf an, sie zu verändern« reaktualisiert und damit bei Teilen der Studentenschaft wild-utopische Ziele und revolutionäre Ansprüche genährt. Deshalb rückten 1969 der bekannte Marx Horkheimer und Adorno immer mehr in die Kritik ihrer Jünger: der erste, weil er seine Aufgabe zunehmend nur noch darin sah, dass dasInstitut für Sozialforschung finanziell abzusichern und deshalb zu Zugeständnissen an die bundesrepublikanischen Verhältnissen bereit war, der zweite, weil er seine eigentliche Aufgabe in der Problemreflexion und nicht im Revoluzzertum sah.
Als im Januar 1969 das Institut durch fanatisierte Studenten besetzt wurde, rief Adorno, dieser akademische Hetzer gegen die »autoritäre Persönlichkeit«, ganz autoritär nach der unter Faschismusverdacht gestellten Staatsmacht. Gegen seinen beteiligten Doktoranden Hans-Jürgen Krahl erstattete er Strafanzeige wegen Hausfriedensbruchs. In der Folgezeit wurden die Vorlesungen des in den Ruch der Reaktion geratenen Altmeisters systematisch gestört. Angefeuert durch den Emanzipationssalbader seiner Schriften »Dialektik der Aufklärung« und »Minima Moralia« stürmten im April 1969 Studentinnen seine Vorlesung, verteilten Flugblätter mit der Losung »Adorno als Institution ist tot« und entblößten ihre Brüste neben dem hilflos am Rednerpult stehenden Adorno. Bald darauf starb er, der die studentischen Anfeindungen als Rückfall ins Unaufgeklärte auffaßte; das zweite Haupt der Frankfurter Schule, Max Horkheimer, zog sich ernüchtert ins Tessin zurück.
Angefangen hatte aus Sicht linksgestrickter Aufklärungsfetischisten alles hoffnungsvoller: 1903 wurde Theodor Wiesengrund als Kind eines jüdischen Weingroßhändlers und einer Korsin in Frankfurt am Main geboren. 1921 begann er ein Studium der Philosophieund Psychologie, dem Promotion und Habilitation folgten.
Seit 1930 war Adorno Assistent am Frankfurter Institut für Sozialforschung, dessen Gründung 1923 der jüdische Millionärssohn Felix Weil finanziert hatte. Zusammen mit Horkheimer, Marcuse und Pollock, allesamt Söhne reicher jüdischer Väter, machte Adorno das Institut schon zu Weimarer Zeiten zu einer neomarxistischen und neofreudianischen Denkschule, d.h. die »Kritische Theorie« verband in ihrer Gesellschaftstheorie sozioökonomische Auffassungen des Juden Marx scheinhumanitären Forderungen nach Demokratisierung, Emanzipation und Aufklärung rührten diese Köche eine ganz und gar nicht koschere Speise an: ein Giftfraß, der die inneren Organe und das Gehirn des deutschen Volkskörpers angreifen sollte. Die Kritische Theorie war nichts anderes als eine Theorie der radikalen Verneinung jeder gewachsenen Ordnung in Staat, Volkstum, Kultur und Erziehung. Überwölbt wurde dieses Programm von dem Pathos einer neuen Menschheitsbefreiung von Autoritäten und Ungleichheiten kraft der aufklärerischen Vernunft.
Nach der »nationalen Erhebung« 1933 wurde das Institut folgerichtig wegen »staatsfeindlicher Umtriebe« geschlossen. Adorno emigrierte mit seinen Gesinnungsgenossen in die USA, wo Horkheimer die Frankfurter Destruktions-Einrichtung als »Institute of Social Research« fortführte. In den amerikanischen Jahren entstanden dann Adornos Hauptwerke »Studien zum autoritären Charakter«, »Minima Moralia« und die »Dialektik der Aufklärung«.
Mit Verve machte er sich an eine Studie über die »autoritäre Persönlichkeit«, der er den »demokratischen Menschen« entgegensetzte. Anstoß dafür war die historische Niederlage der Arbeiterbewegung in den »faschistischen« Ländern und die Anfälligkeit kleinbürgerlicher Massen für die Propaganda der rechtsautoritären Bewegungen gewesen. Adorno versuchte – teilweise geradezu grotesk – Erkennungsmerkmale des autoritären Typus aufzudecken, die den US-Besatzungsbehörden später als Orientierungshilfe bei der Umerziehung der Deutschen und der Vergabe von Medienlizenzen dienten. Mit der Einbeziehung der Psychoanalyse in die Soziologie – konkret anhand der Beantwortung von Interviewfragen – glaubte Adorno, den potentiellen Faschisten und Antisemiten entlarven zu können. Die Aussage etwa: »Es wird immer Kriege und Konflikte geben, die Menschen sind nun einmal so«, wird in der Studie ernsthaft als Indikator für die autoritäre Persönlichkeit angeführt. Jeder befragte Durchschnittsamerikaner erzielte so spielend leicht Höchstwerte auf der Faschismus-Skala.
In »Minima Moralia« legte Adorno dar, daß die »Barbarei« des Nationalsozialismus nicht gleichsam über Nacht entstanden, sondern ein nicht unerwartetes Entwicklungsprodukt der bürgerlichen Gesellschaft sei. Auch nach der Vernichtung des Nationalsozialismus steuere die westliche Gesellschaft nicht auf das Marxsche »Reich der Freiheit« zu, sondern auf einen Zustand global organisierter Unmündigkeit in einer verwalteten Welt, in der die Freiheit und Würde des menschlichen Subjekts liquidiert Die »Dialektik der Aufklärung« ist doppelbödig, weil sie eine teils richtige Krankheitsdiagnose mit völlig falschem Therapieansatz verbindet. Wer will etwa nicht in die Kritik der westlichen »Kulturindustrie« und Konsumgesellschaft einstimmen, die den Menschen in Manipulation und Ohnmacht gefangenhalten? Wer will ernsthaft die unerträglich hohen Kosten des kapitalistischen Fortschrittsprozesses leugnen, wer das kalte Nützlichkeitskalkül durch die »instrumentelle Vernunft« gutheißen?
Die »Dialektik der Aufklärung« ist ein düsterer Abgesang auf den liberalkapitalistischen Fortschrittsglauben. Sie ist eine Protestschrift gegen die liberalen Optimisten, die das Erbe der Aufklärung auch unter den Bedingungen der Spätmoderne noch gesichert glauben. Die harsche, oft einen Ton der Hoffnungslosigkeit anschlagende Gesellschaftskritik und die negative Geschichtsphilosophie nimmt Anleihen bei den großen Demokratie-Skeptikern und Kulturpessimisten vom Schlage eines Thomas Hobbes, Alexis de Tocqueville oder Oswald Spengler. Die Grundthese lautet: In einem dialektischen Prozeß ist die Aufklärung, die immer als mit Freiheit verbunden aufgefaßt wird, in ihr Gegenteil umgeschlagen. Freiheit von Unterdrückung sei in die Unfreiheit einer verwalteten Welt umgekippt, Mündigkeit in die Unmündigkeit der Konsumenten und Mediennutzer. Schließlich erweise sich »Aufklärung als Massenbetrug«.
So stark die düstere Prophetie auch eine gewisse Verwandtschaft zu »rechten« Denkfiguren aufweist, so entschieden man die Kritik an der westlichen Konsumgesellschaft aus dem Geist der Kulturkritik teilen muß, bleibt ein Trennungsstrich doch deutlich zu ziehen: die grundfalsche Prämisse der Aufklärung vom autonomen Individuum. Das, was Adorno gerne als Medizin gegen die neuerliche Entfremdung und Entmündigung des Menschen verschreiben würde, ist das eigentliche Gift. Wer sich wie Adorno und seine Mitstreiter vom Institut für Sozialforschung die Zerstörung der Identität, Halt und Zusammengehörigkeit stiftenden Volksgemeinschaft aufs Panier geschrieben hat, darf sich doch nicht verwundert die Augen reiben, wenn die entwurzelten Einzelnen plötzlich zum manipulierbaren Spielball anonymer Machtstrukturen und eines Verblödungsregimes werden. Denn wo das Volk zerstört wird, stirbt die Gemeinschaft, wo die Gemeinschaft zerstört wird, stirbt die Kultur und wo die Kultur zerstört wird, stirbt der Einzelne. Vernunftfrommer Individualismus führt zwangsläufig zum Kollektivismus der herunternivellierten Masse. Nicht ein Mehr an Freiheit und Autonomie ist die Lösung für die teilweise richtig diagnostizierte Gesellschaftslage, sondern die Wiedereinwurzelung der verstreuten menschlichen Sozialatome in die sinnstiftende Volksgemeinschaft. Auch in seinem gefeierten Hauptwerk, das er zusammen mit Horkheimer verfaßte, kann Adorno nicht von Reflexionen über den Antisemitismus ablassen. Judenfeindschaft interpretierte er als Haß der Herrscher und Beherrschten auf eine kleine Gruppe, die Träger einer menschheitsbeglückenden Utopie sei. In diesem Sinne ist die »Dialektik der Aufklärung« auch ein unappetittlich jüdisches Buch.
Im Jahr 1949 kehrte Adorno nach Frankfurt zurück, wo er das neueröffnete Institut für Sozialforschung mitleitete und an der Universität Philosophie und Soziologie lehrte. Das niedergeworfene Deutschland war für die Frankfurter Schule ein ideales Laboratorium, um die Sprengkraft ihrer antiautoritären, egalitären und universalistischen Ideologie zu testen. Durch die Heranzüchtung des »demokratischen Menschen«, der sich vom »falschen Bewußtsein« freigemacht hatte, sollte vor allem der Nährboden von Faschismus und Antisemitismus ausgetrocknet werden. Für Deutschland hieß das, einen totalen Bruch mit der nationalen Vergangenheit und die Diffamierung des deutschen Wesens ins Werk zu setzen, denn der demokratische Mensch sollte auch ein antinationaler Neurotiker sein.
Im April 1966 hielt Adorno deshalb im Hessischen Rundfunk seinen Vortrag »Erziehung nach Auschwitz«, der Wesentliches seines pathogenen Denkens enthielt, das wirklich nur dem Gemeinschaftshaß des entwurzelten jüdischen Intellektuellen entspringen konnte. Schon die Wortwahl verriet den geifernden Hasser, hinter dem der Wissenschaftler völlig verschwindet. Die Rede war von »Nazimonstren«, dem »sadistisch-autoritären Grauen« und der »Entbarbarisierung«. An anderer Stelle meinte er, nach Auschwitz ein Gedicht zu schreiben, sei barbarisch. Mit einem solchen, akademisch aufpolierten Neurotisierungsprogramm mußte Adorno zum Säuligenheiligen der Umerziehungsrepublik werden. Der Giftpilz starb vor 35 Jahren, das Gift wirkt noch heute.
oskadisAehm und jetzt? Was ist dein Anliegen?
B.O.F.H.Ist das auch von Ihnen Herr mefisto?

Also ich kenne zwar den Namen Adorno und weiß, daß er irgendwas mit den Studentenprotesten zu tun hatte, aber mehr auch nicht, von daher keine Ahnung was ich davon halten soll....

KeinenSchimmermafia
Goat93[url]http://www.deutsche-stimme.com/Ausgaben2004/Sites/08-04-Giftpilz.html[/url]

ne is von der Deutschen Stimme...

Hab einfach mal gegooglet :rolleyes:

Google -> Theodor W. Adorno giftpilz ->

dann kam der Beitrag

mefisto, eventuell deine Quellen angeben oder einfach
erst deine Rundbriefexte bei google nachschauen ;)

Links zu dem Thema:

[url]http://66.102.9.104/search?q=cache:Hp_F1BzJft8J:www.heise.de/tp/r4/artikel/18/18146/1.html+Theodor+W.+Adorno+giftpilz&hl=de[/url]

[url]http://www.murfit.de/adorno.html[/url]
[url]http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/AdornoTheodorW/[/url]
[url]http://www.praxisphilosophie.de/adorno.htm[/url]
[url]http://www.uni-oldenburg.de/fopro/adorno/[/url]

sorry, das ich die Links so lieblos hier hinposte, aber mich interessiert das Thema an sich nicht ;)
ApexHatte der "Deutsche Stimme" Verlag nicht schonmal was über einen Giftpilz herausgebracht? Ach, nee war ja der Stürmerverlag 1938...naja manche Begriffe sind in gewissen Kreisen wohl sehr beliebt :rolleyes:
decay73Naja, nach den deutschtümelnden Beiträgen des mefisto wundert mich nicht, daß er hier aus dem Parteiorgan der NPD zitiert.
Blöd ist nur, daß er es auch noch leugnet und Texte als seine eigenen ausgibt. :(
Macclosed!

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