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  Forum: Ruhe sanft
    Thema: Wer hat es Bemerkt?
d.SchmetterlingIn dem Zeitraum vom Juni bis August, ging die sonne nicht mehr genau im Osten auf und Westen unter.

Eines Abends, es war so gegen null, sehe ich gen Nordwesten und es war noch hell am Horizont.?

Da fing ich an es zu beobachten und stellte fest, das die sonne im Südosten auf und Nordwesten unterging.

Das hatte nicht nur ich beobachtet, sondern auch eine Freundin. Diese hatte in genau diesem Zeitraum die Sonne im Zimmer, was sie vorher noch nie hatte und sie Wohnt schon seit vielen Jahren dort.

Habe weiter rumgefragt, aber nur die Antwort bekommen, man hätte nicht darauf geachtet.

Wer hat das auch gesehen, oder spinnen wir vielleicht einfach nur...wenn, warum war es so?
SenecaÄhm...
Die Sonne ging in unserem Breiten noch nie genau im Osten auf, oder im Westen unter...!
Und das es Mitte Juni nie ganz dunkel wird, liegt schlicht daran, dass die Sonne rund um die Sonnenwende nur ganz knapp unter den Horizont sinkt...das Streulicht in der Atmosphäre sorgt dann für den " Dämmerungsstreif "...!

Und Nein...daran sind Ausnahmsweise mal nicht die Amerikaner schuld...!
d.SchmetterlingKlingt logisch. Hatte leider nie Astronomie. Jedoch ist die Sonne etwa 8-11° weiter südlich aufgegangen und weiter Nördlich wieder unter.
Seneca...Gemessen an welchem Referrenzpunkt...?

Bei ihrem jährlichen Umlauf um die Sonne bewegt sie die Erde in einer Bahnebene, die man als Ekliptik bezeichnet. Die Erdbahn hat die Form einer Ellipse: die Entfernung zwischen Sonne und Erde ändert sich zwischen 152,1 Mio km und 147,1 Mio km. Die durch den Nord- und Südpol verlaufende Drehachse der Erde steht dabei nicht senkrecht auf der Ebene der Ekliptik, sondern ist um den Winkel e=23.5 Grad geneigt. Um diesen Winkel ist auch die Äquatorebene gegen die Ekliptik geneigt (Schiefe der Ekliptik). Während des Umlaufs um die Sonne behält die Drehachse ihre Richtung im Raum bei. Der Winkel d (Deklination der Sonne) gibt den Winkel an, den der Sonnenstrahl zum Erdmittelpunkt mit der Äquatorebene einschließt. er ändert sich zwischen -23,5° am 21. Dezember und +23,5° am 21. Juni.

[img]http://www.jgiesen.de/ErdeSonne/projekte/jahreszeiten_gifs/ekliptik.gif[/img]

Wegen der Schrägstellung der Erdachse sind am 21. Juni der Nordpol und die Nordhalbkugel mehr der Sonne zugeneigt: dort ist Sommer. Am 21. Dezember sind der Südpol der Erde und ihre südliche Halbkugel zur Sonne geneigt: jetzt ist dort Sommer und bei uns Winter.

Die Schiefe der Ekliptik und ihr Wert von 23,5° legen auf der Erdkugel vier besondere Breitenkreise fest, die auf der Weltkarte als Parallelen zum Äquator erscheinen:
Die blauen Linien in der Karte markieren den nördlichen Polarkreis (geografische Breite 66,5° Nord =90° - 23,5°) und den südlichen Polarkreis (geografische Breite 66,5° Süd). Die roten Linien stellen den nördlichen Wendekreis der Sonne (23,5 ° Nord, Wendekreis des Krebses) und ihren südlichen Wendekreis (23,5 ° Süd, Wendekreis des Steinbocks) dar.

Orte, die zwischen Polarkreis und Pol liegen, also zwischen 66,5° und 90° nördlicher oder südlicher Breite, haben zu bestimmten Zeiten des Jahres "Polartag" und "Polarnacht": bei z.B. 70° nördlicher Breite geht die Sonne von Mitte Mai und Ende Juli nicht unter, und bei 70° südlicher Breite geht sie in dieser Zeit nicht auf.

[img]http://www.jgiesen.de/ErdeSonne/projekte/jahreszeiten_gifs/kreise.gif[/img]

Noch Unklarheiten...?

Da die Erdachse zur Ekliptik geneigt ist, erscheint es uns so, als würden die Sonnenauf- und Untergangspunkte ständig wandern...!
moreWenn Seneca dir nicht weiterhelfen konnte, besuch doch einfach mal ein Planetarium, da wird dir das das ganze Jahr über sehr ausführlich und anschaulich erklärt.

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