| Sternenwolf | hallo! Leider muss ich zugeben, das ich mit der thematik faschismus relativ wenig vertraut bin (<-bildungslücke :mad: ). okey. ich hab aber eine aufgabe dazu zu lösen. den begriff habe ich soweit schon geklärt. (wikipedia ;)) ursprünglich wars eine bewegung in italien wurde dann aber "weiter verwendet". weiters steht da auch noch, dass es für andere antidemokratischen, antiliberalen und antikommunistischen Ideologien verwendet wird. gegen demokratie, gegen liberalismus, gegen kommunismus...was bgleibt da noch über? konservative diktatur....aber das kann man doch nicht ernsthaft fordern, oder verschliest sich meinem vernünftig denkendem hirn etwa eine gewisse unlogik? weiters wird dort eine verbindung nationalsozialismus hergestellt 8was zu dem obrigen passen würde), ABER: darf ich nazies und fschisten gleichsetzten? eher nicht oder? gibt doch den unterschied der ausländerfeindlichkeit oder ist dieser hinfällig? skin und nazi, den unterschied kenn ich aber fascho...keine ahnung. (man, langdam wirds echt peinlich). okey, der zweite punkt bezieht sich auf die frage, welche ich barbeiten soll: welche Gruppierungen waren im laufe der geschichte immer wieder empfenglich für den faschismus? ich hab gegoogelt und das meiste gefundene, bezieht sich sehr stark auf faschismus in verbindun mit nationalismus<- darf ich in diesem fall beides in einem topf werfrn oder ist es unabdingbar die beiden zu trennen und die informatin die ich habe nochmal genauer zu durchleuchten um welche gruppe es nun wirklich geht? vor allem...kennt ihr wichtige gruppen? ich hab bisher immer nur kleine "unwichtige" gefunden, aber da sleigt vielleicht eben daran das ich nicht weis ob faschismus und nationalismus sich da einschliesen. wär für hilfe und klärung der fragen dankbar, da ich nicht weiß, wie man das sonst am besten klar und deutlich findet. seht es als diesnt, die welt ein bisschen klüger zu machen :D |
| SchwarzePest | [QUOTE][i]Original geschrieben von Sternenwolf [/i] [B]vor allem...kennt ihr wichtige gruppen? ich hab bisher immer nur kleine "unwichtige" gefunden, aber da sleigt vielleicht eben daran das ich nicht weis ob faschismus und nationalismus sich da einschliesen. [/B][/QUOTE] Ich denke mal mit Gruppen ist eher der " Duce" / Italien, Franco / Spanien, Pinochet, Batista etc. gemeint. Der Begriff Faschismus ist meistens von der Linken Ecke ein beliebter Begiff für die rechte Ecke. Schließlich nannte der Spinner aus Branau seine Partei NationalSOZIALISTISCHE Partei. Dises Wortgebilde ist für echte Sozialisten fast so schlimm wie ein umgedrehtes Kreuz bei Katholiken. |
| schlafundtod | Nunja- ein komplexes thema, dass du da ansprichst. Der faschismus an sich, vor allem aber der begriff, stammt aus italien. Ableger oder eher nationale formen davon fanden sich in nahezu allen staaten europas. Die faschisten waren zu ihrer zeit keine reaktionäre, sondern eher die avantgarde der progressiven. Der begriff der konservativen diktatur trifft m.e. nur auf den austro-faschismus zu. Die formung der nation als zukunftsvision..... Was ihnen gemein war ist die konzentration auf eine führerperson, absolute obrigkeitshörigkeit, absolutes befehl-gehorsamsprinzip. Kollektiv des volkskörpers. Was allen f. gemein ist, ist die überhöhung der eigenen nation, diese habe das herrschaftrecht über den rest ( platt gesagt ). Daraus resultierend dann auch ein, mehr oder weniger agressiver rassismus. Auch die faschisten der mittelmeerregion waren durchaus rassisten, allerdings in der milderen variante. Ausrottung der minderrassigen bleibt das primat der deutschen nationalsozialisten. Versklavung und unterwerfung hingegen nicht. Interessant finde ich persönlich, dass im osten (v.a. in der UdSSR) allgemein von Betreffs der gruppierungen empfehle ich lektüre des folgenden buches : Titel :Rechts von der union Verfasser : Kurt hirsch Verlag : Knesebeck & schuler ISBN 3-926901-22-5 Natürlich kann ich das thema nur tangieren, dazu ist es nunmal zu vielschichtig. Was ist zb. mit dem japanischen, dem us-amerikanischen, dem latino-amerikanischen faschismus usw. usf. |
| Sternenwolf | naja, gruppen sind nicht so gemeint schwarze pest es gemeint hat, sondern tatsächlich welche /volks)grupen epfänglich dafür waren. und das stellt mich auch vor ein problem. kein arbeiter wird eine antikommunistische partei wählen (also ein arbeiter nicht, aber nicht die arbeiter im kollektiv), die unternehmen werden kein system wohlenn das antiliberalistisch ist. und die parteien selbst werden kein antidemokratisches system wohlen *kopfschwirr*. wenn das ganze aber mit nationalsozialismus verbunden ist und cih rechtere menschen als faschies benennen kann/darf, dann ist die sache schon viel einfacher... frage ist nur, ist es korrekt? also soweit ich das jetzt interpretiere darf ich das, mit vorbehalten sehr wohl, aber dennoch verschliest sich mir, welche gruppen faschistisch leicht beeinflussbar wären... |
| Apex | Nun, zuerst mal um ein paar Sachen zu klären. Faschismus kommt ursprünglich aus Italien (Duce, Marsch auf Rom etc.). Der Faschismus erreichte nald auch andere Länder in Europa und viele Menschen schlossen sich den faschistischen Parteien an, da Europa wirtschaftlich nach dem 1. Weltkrieg am Boden lag. In Deutschland eiferte vor allem Hitler mit seiner NSDAP dem Vorbild Mussolinis nach, er übernahm vieles (vor allem den Führerkult) und ersetzte auch viel (zum Beispiel betonte der NS vorallem das Germanentum, während Mussolini vor allem Italien zu alter Römischer Größe führen wollte). So, welche Gruppen schlossen sich den Faschisten vor allem an? Am besten findet man sowas über Wahlergebnisse heraus,so es denn welche gibt. Auf Deutschland bezogen wird man feststellen, dass zur Zeit des Erstarkens der NSDAP vor allem SPD, Liberale aber auch die konservative Rechte (DNVP) Stimmen an die NSDAP verloren. Stabil blieb nur die konfessionellen Parteien oder die föderalistischen Parteien wie die BVP oder das Zentrum, aber auch die KPD konnte sich im Vergleich zu anderen Parteien gut halten. Daraus kann man ableiten, dass vor allem der Mittelstand, aber auch Teile der Arbeiter und der Unternehmer zu der NSDAP überlief. |
| Sternenwolf | woher es kommt usw. hab ich. ein gutes beispiel für einen adaptierten fscho is demnach z.b. auch peron? er war ja recht musolini-interessiert. und hat schlussendlich ja auch mehr oder wneiger eine diktatur aufgebaut. |
| Apex | Yep, Peron führte auch eine faschistische Diktatur in Argentinien. Ein weiteres Beispiel wäre vielleicht noch Franco, den man durchaus in eine Reihe mit Hitler und Mussolini stellen darf. |
| Darket | [QUOTE]Batista[/QUOTE] Gewagte Behauptung, jedenfalls, wenn man nicht von Castro-Geschichtsschreibung ausgeht ;) [QUOTE]Yep, Peron führte auch eine faschistische Diktatur in Argentinien[/QUOTE] Würde ich jetzt auch nicht ganz widerspruchslos so stehen lassen. Sicherlich war die Peron-Ära in Argentinien faschistoid geprägt, aber faschistisch im eigentlichen Sinne? Hmmmmm, zweifelhaft. Franco mit Sicherheit und man kann historisch auch noch die diversen deutschen Sattelitenstaaten im 2. WK dazu rechnen: Ungarn unter Horthy, Rumänien (hab den verdammten Namen vergessen), die Slowakei unter Tizo fallen sicherlich auch darunter. |
| Apex | Naja, Lateinamerika hat seine eigene Form von Faschismus entwickelt. Vieles wurde aus Europa übernommen, man hat sich in Argentinien, Chile etc. ja durchaus auch der Exilfaschisten bedient um das eigene Regime zu stärken. Im Großen und Ganzen hat man in der Lateinamerikanischen Geschichte des letzten Jahrhunderts sehr häufig einen Konflikt zwischen kommunistischen Gruppen (regelmäßig sowjetisch unterstützt) und faschistischen, ultranationalistischen Gruppen (regelmäßig US-amerikanisch unterstützt). Aber eigendlich ist es separat vom Europäischen Faschismus zu betrachten. Auch wenn es enge Verbindungen gab und gibt. |
| Leland Gaunt | Was die Unterschiede zwischen Faschismus und Kapitalismus angeht, gibt es bei Wikipedia durchaus einige Informationen: [I]Lange Zeit vertrat die Forschung die Ansicht, im Gegensatz zum Nationalsozialismus sei der Faschismus nicht ursprünglich antisemitisch gewesen. Antisemitische Elemente habe er erst aufgenommen, als Mussolini das "Achsen"-Bündnis mit dem Deutschen Reich unter Adolf Hitler geschlossen habe; der Antisemitismus sei noch verstärkt worden, als Mussolini nach seinem Sturz seine unter deutscher Vorherrschaft stehende Repubblica Sociale Italiana gründete. Neue Forschungserkenntnisse erweisen diese Ansicht zumindest als fragwürdig, wenn nicht als falsch. Im Faschismus waren seit 1919 von maßgeblichen Protagonisten immer wieder antisemitische Parolen und Gedanken geäußert worden, die allerdings erst 1938 - also anders als beim von Anfang an offen antisemitischen Nationalsozialismus - (durch Annäherung an die Regierung Hitler) offizielle Regimepolitik wurden. Dennoch trat der Antisemitismus nicht erst gegen Ende der dreißiger Jahre als neues Merkmal zum Faschismus hinzu, sondern war ihm von Anfang an inhärent gewesen und trat jetzt nach einem jahrzehntelangen Reifungsprozess in den Vordergrund. Der Faschismus kultivierte wie der Nationalsozialismus ein rigides Führerprinzip, allerdings nicht in der radikalen Konsequenz wie in der deutschen Diktatur. Die Bezeichnung Duce ("Führer", ab Mitte der dreißiger Jahre stets in Großbuchstaben: DUCE) war ideologisch überhöht. Neben dem Duce gab es jedoch noch einen "Faschistischen Großrat" und den König, und Mussolini brauchte bedeutend länger als Hitler, um seinen unumschränkten Führungsanspruch durchzusetzen. Überhaupt trug die faschistische Herrschaft in Italien deutlich mehr den Zug eines Herrschaftskompromisses mit den alten Eliten - der Monarchie, dem Militär, der Industrie und der Kirche - als in Deutschland, wo sich das nationalsozialistische Regime relativ schnell der meisten Bindungen an traditionelle Herrschaftsschichten entledigte. Ein weiterer wichtiger Unterschied war der faschistische Etatismus, der sich deutlich vom völkischen und von der SS geprägten antietatistischen Nationalsozialismus abhob. Im Nationalsozialismus manifestierte sich nachdrücklich die Vorherrschaft der Partei gegenüber dem Staat, die schließlich zur völligen Auflösung des überlieferten Normen- und Institutionengefüges führte. Im Gegensatz dazu schuf der Faschismus in Italien zwar eine Reihe neuer Institutionen, tastete aber die bestehende Ordnung nicht oder kaum an (siehe dazu: Geschichte Südtirols.) Es gab im Faschismus keine wie im Nationalsozialismus ausgearbeitete Rassenideologie. Wo das Wort "Rasse" (razza) überhaupt benutzt wurde, hatte es zumindest bis 1938 oft keine biologische Bedeutung, sondern wurde in dem auch in Deutschland früher gebräuchlichen Sinn von "rassig" als "edel" benutzt, ohne auf Abstammung abzuheben. Nach 1938 allerdings verbreiteten sich auch im faschistischen Diskurs biologische Auffassungen immer stärker. Die faschistische "neue Ordnung" unterscheidet sich damit deutlich von dem vom Nationalsozialismus angestrebten Modell - während Hitler einen völkisch geordneten Rassestaat zu errichten versuchte, strebte Mussolinis Regime nach einem starken Staat unter Einbindung der alten Eliten und nach der Etablierung einer zwar skrupellosen, aber doch größtenteils traditionellen Macht- und Expansionspolitik. Der modernistische Flügel des Faschismus unterstützte eine Kunstrichtung, die in Deutschland als entartete Kunst galt. Der Verfasser des futuristischen Manifests, Filippo Tommaso Marinetti kann als prominentestes Beispiel hierfür genannt werden. Die Zahlen der politischen Opfer des italienischen Faschismus sind weitaus geringer als die des Nationalsozialismus. Im Faschismus wurden kaum Todesurteile gegen Regimegegner gefällt; dennoch ist nicht zu übersehen, dass auch das faschistische Regime Oppositionelle umbringen oder hinrichten ließ und mehrere Kriege (in Libyen, gegen Äthiopien, gegen Griechenland) durchführte und Albanien im Handstreich annektierte. Im Krieg gegen Äthiopien setzten italienische Truppen 1935/36 Giftgas gegen feindliche Soldaten ein und führten Massenerschießungen von Abessiniern nach deren Gefangennahme durch.[/I] Zu der "Zielgruppe" des Faschismus wie des Nationalsozialismus gehörte vorrangig die Arbeiterschicht, was allein schon der Name 'DNSAP = Deutsche National[B]SOZIALISTISCHE ARBEITER[/B] Partei' zum Ausdruck bringt. Auch im italienischen Faschismus wurde dies betont; Mussolini selbst war ja lange Jahre Mitglied der Partito Socialista Italiano. Ich hoffe, das hilft dir weiter. Gruß, Leland Gaunt |