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    Thema: Feindschaft und Einsicht - Zwietracht und Eintracht
IaoNicht Feinde erzeugen Feindschaft, sondern der Irrglaube, es würde Feinde geben. Freunde aber verjagt man nicht, weil man sie gut leiden kann.

Nicht Tadel und Leid sind feindlich, sondern die Uneinsichtigen.

Feinde draußen sind ungelöste Probleme drinnen. Ich lebe nicht in einer zufälligen Welt, sondern in mir selbst. Der Feind, den ich in meine Um-Welt hineinsehe, bin ich selbst, denn meine Um-Welt bin ich. (Zu dieser Um-Welt gehört auch mein Körper.)

Soldaten müssen keine Mörder sein. Wen man liebt, dem darf man wehtun. Wem man wehtut, dessen Feind muß man nicht unbedingt sein.

Die Mehrheit ist uneinsichtig und unbelehrbar. Sie versteht nicht Worte, sondern Schläge.

Als Freund der Mehrheit muß man der Mehrheit feind sein.

Was wird die Mehrheit dazu sagen? :p
Iao[quote]Dirchi: "Der beste Weg, um seinen Feind loszuwerden, ist, zu erkennen dass er nicht dein Feind ist!"

(Buddha)

Jester: "Ein wirklich weiser Satz, allerdings müssen auch beide seiten gleichzeitig diese Einsicht gewinnen, sonst wird die einzelne Seite die diese Einsicht erlangt schnell ins hintertreffen geraten wenn sie nicht umsichtig handelt! (Ausgehend von einer Situation in der es zwei feindlich gesinnte Seiten gibt)."[/quote]Es müssen eben gerade nicht beide Seiten gleichzeitig diese Einsicht gewinnen, weil es in Wahrheit keine verschiedenen Seiten gibt. Die Welt ist ein Spiegel, in dem Du stets Dich selbst siehst und erlebst. Solange Du Dich nicht änderst, kannst Du lange warten, daß sich die Welt bessert. Was Du schreibst, ist Zwei(seiten)sicht (Spaltsicht), aber keine Einsicht, und daraus entsteht Zwietracht, keine Eintracht.
Iao[quote]Iao: "Nicht Feinde erzeugen Feindschaft, sondern der Irrglaube, es würde Feinde geben. "

paranuit: "wenn mich ein zeuge jehovas an meiner zimmereingangstür regelmäßig nervt, weil er mich von seiner sicht überzeugen will, müsste erst versuchen, meine meinung umzustellen, damit ich diesen zeugen sogar gern in meine wohnung lasse? das kann es auch nicht sein."[/quote]Das Verhalten der Zeugen Jehovas (die kommen immer zu zweit, richtig?) wird von verschiedenen Menschen verschieden interpretiert. Du bist genervt. Ein anderer freut sich drüber. Ein Dritter empfindet Mitleid mit den Zeugen Jehovas. Ein Vierter ist von der ganz üblen Sorte. Er schimpft und schlägt auf sie ein, weil er sie haßt.

Sympathie und Antipathie sind Interpretationssache. Du kannst den Zeugen Jehovas durchaus sagen, daß Du kein Gespräch mit ihnen wünschst. Der Ton, in dem Du das sagst und Deine Wortwahl lassen darauf schließen, ob Du die Zeugen Jehovas als Menschen respektierst oder in ihnen etwa Feinde siehst.

Wenn sie Dich aber nerven und Du kurz davor bist, ärgerlich oder wütend zu reagieren, hast Du ein Problem. Wut macht blind, und 'Blindheit' macht wütend.
paranuitwas ich mit dem beispiel andeuten wollte ist die frage, wie du dir das vorstellst. an für sich klingt deine aussage erst mal gut. aber ich kann mir einige situationen vorstellen, wo ich die aussage nicht mehr treffend finde. wie beispielsweise bei (einigen) zeugen jehovas, die immer wieder kommen, sofern man sie (höflich) abweist. mir fallen noch viele andere beispiele ein, bei denen ich nicht verstehe, inwiefern sich damit die aussage vereinbaren ließe. ich meine damit fälle, in denen menschen andere menschen nicht respektieren. das kann sich darin äußern, dass sie bestehlen,quälen, verletzen, bevormunden u. ä.
IaoWenn Menschen böswillig sind und Unrecht tun, kannst Du natürlich nicht ruhig zusehen und nichts dagegen unternehmen. Sonst macht Dir sicherlich Dein Gewissen Probleme. Du spürst dann, daß Du selbst Unrecht tust, indem Du Unrecht gutheißt oder tolerierst.

Wenn Du aber dagegen vorgehst in einer inneren Haltung des Vernichtenwollens, der Feindschaft und Respektlosigkeit, wenn Du unmenschlich wirst, dann begibst Du Dich auf die gleiche Stufe wie z.B. Verbrecher.

Du kannst ruhig mit der angemessenen Schärfe und Härte reagieren, solange Du nicht vergißt, daß auch Verbrecher Menschen sind und eine Würde haben, die unantastbar ist. Um diesen feinen Unterschied geht es mir. Du kannst streng sein ohne selbst im Niveau zu fallen.

Außerdem möchte ich darauf hinweisen, daß es sehr darauf ankommt, genau hinzusehen, um möglichst zuverlässig zu erkennen, was der echte Inhalt des Verhaltens eines Menschen ist und auf welchem Niveau der Mensch steht. Es ist nämlich die menschliche Größe, die über den moralischen Wert einer Tat entscheidet.

Sehr oft wird das Verhalten eines Menschen falsch interpretiert, weil man gar nicht auf die Idee kommt, er könne aus anderen Motiven so handeln. Meistens schließen die Menschen bequem von sich auf andere.

Böse Menschen z.B. finden im Verhalten anderer auch stets böse Absichten, die gar nicht vorhanden sind und reagieren entsprechend böse, wodurch sie Unrecht tun, das sie irgendwann bereuen, wenn ihnen ihr Irrtum bewußt wird.

Gruß, Iao
JesterIao, ich denke sehr wohl das es zwei Seiten gibt, welche allerdings im nächsten Schritt eine Einheit bilden (können/sollten).
Ich würde dir nicht wiedersprechen das die Welt dort draussen (oder zumindest dein Umfeld) [I]auch[/I] ein Spiegel meiner Selbst ist. Allerdings ist die Welt dort draussen gleichzeitig der Spiegel vieler anderer Menschen die durch ihre eigene Haltung diese und Handlung diese wiederrum beeinflussen.

Wenn nun aufgrund irgendwelcher Umstände eine Person feindselig mir gegenüber ist, allerdings kein Grund von meiner Seite ausgeht, dann kann ich natürlich die Einsicht zeigen das keien "wirkliche" Feindschaft besteht und ich werde Versuchen dies durch meine Haltung auch deutlich zu machen. Allerdings muss ich in dieser Situation auch umsichtig sein, denn es mag immer sein das meine Nachricht, das keine Feindschaft besteht, auch bei der anderen Person ankommt, da diese in jenem Moment vielleicht, durch eigene innere Unstimmigkeit, nicht zugänglich ist.

Was du sagst stimmt schon für den Einzelnen, und es ist eine wichtige Erkenntnis wie ich denke. Allerdings funktioniert diese Einsicht erst einmal nur im eigenen kleinen Kosmos. Dort bildet sie dann wiederrum die Grundlage dafür, dies auch nach aussen zu Spiegeln, und unter zwei Personen die beide diese Erkenntnis gefunden haben, wird es auch nicht zu Feindseligkeiten kommen, denn sie haben gelernt Andersartikkeit und anderes denken nicht mit Feindseligkeit oder Bosheit zu verwechseln.

Aber es gibt auch jene die diese Erkenntnis noch nicht gefunden haben, und diese werden jene Erkenntnis bei anderen vielleicht einfach als Schwäche oder Dummheit ansehen. Sie werden, aufgrund ihrer eigenen Haltung diesen Fakt vielleicht sogar versuchen auszunutzen.

Die Spiegeltheorie ist schön und gut, und natürlich auch in dem Sinne richtig, allerdings sollte man bedenken das es soviele Spiegel gibt wie auch Menschen, und das diese Spiegelbilder sich auch überlagern und Gegenseitig beeinflussen. Nur weil einer sich moralisch verhält, beduetet das nicht das sein Gegenüber dies auch tut, das würde nämlich im Gegenschluß auch bedeuten das jeder der sich einem unmoralischem Mensch gegenüber sieht auch unmoralisch handeln würde.

Du sagtest das manch einmal Menschen falsch interpretiert werden, weil ein anderen nicht auf die Idee kommen könnte das er aus anderen Motiven handelt al jene, welche man selbst in sich trägt. Den gleichen Fehler können aber schnell auch moralische Menschen machen uidn davon ausgehen das andere auch immer moralische Motive hätten. Man muss es also immer noch mit einer gewissen Vorsicht betrachten ohne Argwöhnisch zu werden. Ein schmaler Grat...
Menedemos"Iao", falls du es noch nicht mitbekommen hast, du bist gesperrt. Es würde dir gut anstehen, wenn du etwas Stolz bewahren würdest.

Geschlossen.

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