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    Thema: Blog zum Thema Asexualität (=keine Lust auf Sex)
GrilloHallo!

Habt Ihr schon mal was von Asexualität gehört. Asexuell (oder a-sexy) ist man, wenn man keine Lust auf Sex hat. Einfach so, ohne dass man krank ist oder etwas vermißt.

Ich bin asexuell und habe gerade angefangen, ein Weblog zu verfassen, wo ich meine ganz persönlichen ernsthaften und amüsanten Gedanken und Erfahrungen zu diesem Thema niederschreibe. Hier ist der Link:

[i]*** Link gelöscht - Celtvis ***[/i]

Ich bin zur Zeit noch bei meiner Vorgeschichte. Wer am Thema Interesse hat, kann sich den Blog abonnieren und wird dann automatisch jedesmal per E-Mail informiert, wenn ich einen neuen Eintrag verfaßt habe.

Lieben Gruß und viel Spaß beim Lesen!
Grillo
SternenstaubGuten Morgen,
ich habe mal einen Artikel in der "Neon" über Asexualität gelesen. Ich finde es gut dass Du diesen Blog verfasst - da das Thema nicht so oft behandelt wird. Ich glaube persönlich auch dass Asexualität keine Krankheit sondern nur eine Veranlagung ist.

Liebe Grüße,
ich freue mich weiterzulesen,

Sterni
frozen heartalso ich persönlich könnte das nich. dafür find ichs einfach viel zu...naja..geil eben^^

naürlich muss es nicht immer sein (kann auch garnich) aber wenn, dann isses doch eigentlich immer was schönes.
NebelwandererIrgendwie passt das Wort Assexualität nicht so recht auf das was ich in dem Text lese. Klar gibt es Menschen bei denen die körperliche Liebe nicht im Vordergrund steht. Aber ein gewisse Form von Sexualität leben sie trotzdem aus. Asexualität würde für mich aber, bedeuten eine solche Beziehung auf allen Ebenen als Einschränkung abzulehnen. Das lese ich aber nicht bei ihnen raus.

Allerdings klingt in derm Text etwas an, was ich auch kennengelernt habe. Manchmal stempelt man das eigene Unvermögen auf einem Gebiet, als Veranlagung ab aus der man nicht raus zu kommen scheint. Das ist manchmal bequem, aber nicht hilfreich.
American PsychoFind deinen Blog interessant und fühle mich auch leicht angesprochen.
Hab nämlich seit längerer Zeit auch irgendwie voll keine Lust mehr auf Sex. Kann sein, dass das von der Pille kommt, aber man weiß ja nie.
TimberwolfVielleicht bin ich bei solchen Themen zu empfindlich, aber ich hab ganz stark den Eindruck, dass manch ein Poster das Phänomen der Asexualität nicht ganz begriffen hat...

Es gibt Menschen, die hatten in ihrem Leben noch nie das Bedürfnis nach Sex. Anders formuliert: sie hatten auch in fortgeschrittenem Alter noch nie (!) eine sexuelle Phantasie, werden so etwas auch nie haben und somit auch nie das Bedürfnis nach Sex verspüren. Eine liebe Bekannte von mir ist auch asexuell. Dass das eine Krankheit ist, gegen die man etwas unternehmen sollte, finde ich auch schwachsinnig. So etwas kommt mal wieder nur von Leuten, die sich selbst non plus ultra für die Normalität schlechthin halten und als Grufti sollte man von solch einer böse intoleranten Einstellung geschickterweise Abstand halten. Es gibt einfach Leute, die haben - wie es im Threadtitel steht - ganz einfach keine Lust, hatten es noch nie und werden es nie haben. Aus bestimmten Aspekten ist das schon fast - fast - sogar beneidenswert... mit Unvermögen hat es auch nichts zu tun. Lasst die Menschen, die von Natur aus anders sind, einfach anders sein... :-]
EvildoerEs tut mir leid mal etwas Negatives hierzu zu sagen:

Erster Beitrag, dabei kein erkennbarer Bezug zum Themengebiet des Forums und direkt ein Link auf die eigene Homepage...

Ich kenne einige Boards, wo das direkt rausgenommen wird, u.U. sogar eine Verwarnung erfolgt, weil dies eindeutig eine direkte Werbung ist.

Das Thema kann ja dabei durchaus interessant sein, aber ein Forum sollte sich schützen.
blue79Mhh ich habe hier sowas schon lange vermisst dachte schon das es hier gar keine gibt.Ich selber lebe oder bin auch Asexuell aber es gibt auch dort verschiedene ansichten und Meinungen .Das Netz ist voll von seiten .
Ich selbst bin jetzt 26 und noch Jungfrau ich habe noch nie Geküsst oder eine Beziehung gehabt.Und ich glaube nicht irgendwas zu verpassen.Ich wusste auch schon sehr früh das ich nie Kinder haben wollte.Keine Ahnung warum es kam einfach so.
Es gibt durchaus Asexuelle die in Beziehungen leben.Nur haben sie keinen Sex.Sie haben nicht das bedürfniss mit jemanden zu schlafen.Zu lieben aber schon jemanden zu haben mit dem man reden kann in den arm nehmen kann usw.aber schaut einfach mal selbst im netzt.Ich bin im moment ganz froh und bin froh das es endlich auch andere gibt die dises themas anschreiben,:D
Nebelwanderer@Timberwolf
Das war kein Angriff sondern ein zusammenfasster Eindruck meinerseits aus dem Text. Mir ist das zu reduziert, Sexualität ist nicht nur Verlangen nach körperlicher Liebe und darüberhinaus nicht so starr, wie die Mehrheit glaubt.

Mir gefällt der Begriff nicht, da er das Geschilderte für mich nicht trifft. Von einer speziellen Ausprägung oder eher Interpretation der eigenen Sexualität würde ich persönlich eher sprechen.

Natürlich gibt es Menschen mit solcher Neigung und man sollte ihnen da nicht reinreden. Allerdings gibt es auch Menschen die solche eingeschränkten Möglichkeiten halt gleich unter den Schutz solcher nichtzutreffenden Bezeichnungen stellen. Findet man auch, siehe die Fetischthemen,wo jede eigentliche Vorliebe zum Fetisch aufgebauscht wird. Jemand der mit einem echten, vielleicht nicht so gewollten Fetisch leben muss, schüttelt da nur den Kopf.
Und eine Diskussion ob eine solche echte Ausprägung da ist oder ob nur etwas anderes kaschiert werden soll, ist sich nicht so schlecht. Ich musste sie schonmal führen und bei einige Sachen sehe ich Paralellen vom Eindruck und wenn er es zur Diskussion stellt, kann man eine solche Thematik mal näher beleuchten.
Vielleicht wissen hinterher alle etwas mehr.

Deswegen würde ich mal die Frage stellen wollen:

Wie könnt ihr zwischen "Abneigung aus Unsicherheit etc.und Abneigung aufgrund der Asexualität unterscheiden?
Das wäre sehr interessant um das Thema zu verstehen.
TimberwolfSicher ein berechtigter Gedankengang, Nebelwanderer. Ich als nicht-asexueller (a-asexueller;-) Mensch kann natürlich auch nicht nachempfinden, wie das Leben sich ohne sexuelle Lust anfühlt und hege eine gewisse Skepsis gegenüber Leuten, die sich asexuell wähnen... vor allem, wenn dann doch von einer gewissen Anziehung des anderen Geschlechts - wie im vorliegenden Text - die Rede ist...

Aber einerseits hab ich trotz deines Einwands immer noch den Eindruck, dass manche Poster hier Asexualität missverstehen... wenn ich da lese "Hab nämlich seit längerer Zeit auch irgendwie voll keine Lust mehr auf Sex" oder "naürlich muss es nicht immer sein", dann reden die betreffenden Leute einfach am Thema vorbei. ;-) ...auf der anderen Seite möchte ich kein laienpsychologisches Gutachten über den Schreiber des Blogs erstellen. Und ihm über's Netz irgendein Unvermögen zuzuschreiben finde ich irgendwo ein bisschen machomäßig. Nichts für ungut. ;-)

Gutes Beispiel mit den Fetisch-Themen, Nebelwanderer - was hab ich mich dort schon aufgeregt... :rolleyes:
NebelwandererHmm wohl etwas zu scharf formuliert Timberwolf, im Netz fehlt halt die non-verbale Kommunikation. ^^
Black Moni[URL=http://www.aerztlichepraxis.de/artikel?number=1130144217]Info[/URL]

Habe noch mal einen Link gestzt, um den Begriff einigermaßen zu definieren (etwas anders, als in Wikipedia im Link im Blog). Habe den jetzt auf die Schnelle gefunden, scheint aber seriös. Im Wiki stört mich doch sehr die Klassifizierung, das sind ein, zwei Dinge genannt, die mir falsch erscheinen... aber das würde jetzt zu weit führen.
Wie Timberwolf bereits sagte, es geht nicht darum, mal eine kurze (oder auch längere) Zeit keine Lust auf Sex zu haben, sondern um die Grundsätzlichkeit.
Ein Zitat aus dem verlinkten Text einer 40-jährigen Frau: Sex ist für mich wie Algebra. Ich verstehe das Konzept, aber es interessiert mich nicht. (aus dem Kopf zitiert). Ich denke, das beschreibt es gut.
Ich finde gut, dass Menschen dazu stehen... und es leben. Auch, wenn das in unserer sexualisierten Gesellschaft sicherlich nicht einfach ist.
Azurite[QUOTE][i]Original geschrieben von Nebelwanderer [/i]
[B]
Deswegen würde ich mal die Frage stellen wollen:

Wie könnt ihr zwischen "Abneigung aus Unsicherheit etc.und Abneigung aufgrund der Asexualität unterscheiden?
Das wäre sehr interessant um das Thema zu verstehen. [/B][/QUOTE]

Sexuelle Aversion ist, glaube ich, sogar als Persönlichkeitsstörung verzeichnet, aber es ist ein Unterschied, ob jemand Ekel dabei empfindet, wenn er mit Sexualität konfrontiert wird, oder ob sich bei ihm einfach nur gar nichts regt. Abneigung ist nicht gleich Desinteresse.

Ich denke, wenn man das für sich selbst mal zu unterscheiden gelernt hat, dürfte es auch nicht allzu falsch sein, wenn man sich selbst die eine oder die andere Bezeichnung verpasst.

Außerdem kann man gerade auf einer Skala der Libido, die von total desinteressiert bis nymphomanisch reicht, manchmal gar nicht wirklich klar definieren, was nun zutrifft... Der eine befindet sich am einen Ende, der eine am anderen Ende, ein weiterer eben irgendwo dazwischen... und ich kenne Leute, die haben sehr wohl sexuelle Fantasien, oder empfinden vielleicht auch körperliche Lust, haben aber kein Interesse daran, dies mit anderen auszuleben... weil einfach niemand da ist, der einen Reiz auf diese Individiuen ausübt. Das könnte man dann natürlich auch als "überhöhte Ansprüche" definieren, aber im Endeffekt ist es die Sache der Person selbst, wie sie leben will, solange sie für sich selbst ehrlich behaupten kann, ihr fehlt so nichts.

Azurite
GrilloHallo!

Boah - so viele Reaktionen in so kurzer Zeit *überwältigt* *freu*! :)

@Sternenstaub: Ja, das stimmt, es ist eine eigenständige Veranlagung. (Allerdings strenggenommen keine Orientierung, denn Asexuelle können sich ja auf andere Weise für das eigene, das andere oder beide Geschlechter interessieren, sie sind dann heteroasexuell, homoasexuell bzw. biasexuell.) Bei einer relativ aktuellen wissenschaftlichen Studie wären ca. 1% der Befragten asexuell. Es gibt diverse Zeitungsartikel darüber, z.B. in der NEON, aber noch nicht so viele.

@frozen heart: Das freut mich sehr für Dich!:) Früher habe ich Sex allgemein als etwas Negatives gesehen (kurze Lustbefriedigung). Heute (so paradox es klingt, durch die Beschäftigung mit Asexualität!) weiß ich, dass er für die meisten Menschen etwas Schönes ist, das untrennbar mit Liebe verbunden ist. Aber bei mir ist das einfach anders, er ist etwas, das mich nicht reizt und dem ich gewissermaßen "gefühlsneutral" gegenüber.;) Es gibt freilich auch Asexuelle, die eine regelrechte Abneigung oder sogar Ekel empfinden, aber nicht einmal dafür ist bei mir persönlich das Interesse da.

@Nebelwanderer: Ist zwar vermeintlich nur eine Feinheit, aber (zumindest in meinem Falle) trotzdem wichtig: Ich habe nie geschrieben, dass ich mich nicht (romantisch oder meinetwegen erotisch) zu Frauen hingezogen fühle. Ich habe nur geschrieben, dass ich keine Lust auf Sex habe. Also "Trieb" kommt ja von "treiben", und ich fühle mich in meinem Handeln nicht dazu hingetrieben.
Aber in der Tat gibt es unterschiedliche Definitionen. Woran ich mich orientiere ("kein Verlangen nach Sex") ist die deutsche Definition, weil sie für mich die klarste ist; nach ihr bin ich eindeutig asexuell bin. Genaueres siehe[URL=http://de.wikipedia.org/wiki/Asexualit%C3%A4t]Wikipedia: Definition von Asexualität[/URL] .
Dass dies die Partnersuche erheblich erschwert, darüber schreibe ich ja auch. Nur das Problem ist nicht meine Veranlagung, an der ich etwas ändern muß (ein Schwuler kann ja auch nicht darauf umpolen, auf Frauen zu stehen), sondern ich muß *mit* meiner vorhandenen Veranlagung umgehen. (Also nicht Probleme verursachen meine Veranlagung, sondern umgekehrt, meine Veranlagung verursacht bisweilen Probleme.) Mich zu verdrehen und so zu tun, als sei ich nicht "anders", habe ich auch schon probiert - aber es führt letztlich nicht weiter, wenn man sich nicht so annimmt, wie man nun mal ist. Was ich mittlerweile Gott sei Dank ganz gut geschafft habe.:cool:
Übrigens, wenn ich wirklich Interesse gehabt hätte, hätte ich ja ins Bordell gehen können - das kostet zwar Geld, aber wenn ich partout meine Jungfräulichkeit hätte verlieren wollen, wäre es mir das ja ohne weiteres wert gewesen. Ich hätte nicht einmal moralisch ein schlechtes Gewissen gehabt (weil ich ja niemanden betrogen hätte). Aber warum soll ich Geld für etwas ausgeben, das mir gleichgültig ist, wo ich es doch sinnvoller für Dinge ausgeben könnte, die mir wichtig sind?;)
Aber was ich im Moment schreibe, ist ja noch meine "Vorgeschichte". Später folgen dann u.a. meine Gedanken zur Asexualität, wenn Du dann noch meinen Blog liest, wirst Du vielleicht genauer verstehen, was ich meine.

@American Psycho: Dann bin ich mal gespannt, wie er Dir weiter gefällt! Habe gerade heute einen neuen Eintrag verfaßt. Lustlosigkeit kann auch mal vorübergehend sein, aber niemand zwingt einen ja, sich auf irgendwas für den Rest des Lebens festzulegen (obwohl ich mir bei mir doch sicher bin, dass sich an meiner Veranlagung nichts mehr ändern wird). Entscheidend ist, was man selbst will und ob man etwas vermißt.

@blue79: Das stimmt, es gibt auch Asexuelle, die in Beziehungen leben. Oft genug mit "Sexuellen" (also Nicht-Asexuellen), eben weil Asexuelle noch kein wirkliches Erkennungszeichen haben, um einander zu finden.

@Timberwolf: Genau so ist es - ich werde ja nie nach außen den Beweis führen können, dass ich in meinem Inneren asexuell bin. Nur, ein Schwuler kann auch nicht beweisen, dass er sich nicht für Frauen interessiert. Ich schreibe einfach meine Gedanken nieder, so wie ich empfinde. Und zur Tarnung setze ich sie ganz gewiß nicht ein - vor wem sollte ich mich auch mit einem anonymen Blog tarnen?;)

@Black Moni: Ich denke, "sexualisierte Gesellschaft" ist ein gutes Stichwort. Es wird viel über Sex geredet, und er wird als etwas Unverzichtbares dargestellt. Gerade deshalb finde ich es so wichtig, sich Gehör zu verschaffen und zu sagen: "Hey, ich gönne jedem seinen Spaß, aber ich bin anders!"

@Azurite: Ja, letztlich kann sich nur jeder selbst definieren. Es gibt Asexuelle, die sich grundsätzlich nicht verlieben und keine Beziehung eingehen möchten. Und es gibt sogar - kein Witz! - Asexuelle, die sich Pornos reinziehen und dazu masturbieren, aber dies nie mit einem Partner würden ausleben wollen. Auch das ist *noch* asexuell, denn es fehlt ja das Verlangen nach Geschlechts-Verkehr gleich sexueller Interaktion (dazu gehören auf jeden Fall zwei). So welche wollen ja genauso einen Partner haben, mit dem sie nicht schlafen müssen!

Lieben Gruß,
Grillo.
Pseudo-Gruftiiiedit: wollte grad schreiben, dass ich mal vor jahren auf irgendeiner internetseite gelesen hab, dass es 4 typen von asexualität gibt. und jetzt merk ich, die stehen ja bei wikipedia auch schon drin.
Grillo@Pseudo-Gruftiii: Ja, das stimmt. Ich komme Typ C am nächsten.
LG, Grillo.
rosenkindmich verwirrt beim Thema Asexuell immer wieder die Frage, wo Sex denn eigentlich anfängt. Denn das ist ja mit der Dreh- und Angelpunkt der Definition. Sexualität auf den reinen Geschlechtsakt zu reduzieren, empfinde ich als ziemlich daneben und absolut plump, da sexuelle Erregung, sogar bis hin zum Orgasmus, nicht nur dann stattfindet, wenn Mann in Frau steckt. Wenn einer absolut keine sexuellen Gefühle empfinden kann, ist die Sache klar. Aber laut wiki fällt unter "Asexualität" ja noch etwas mehr. Ich finde den Begriff im Bezug auf Typ B und C, aber auch evtl Typ A etwas verwirrend, denn sexuelle Gefühle mögen zwar von denen der Masse abweichen, sind aber doch offensichtlich existent. Ich weiß nicht, ich finde es einfach falsch, Sexualität rein auf den Geschlechtsakt zu beschränken, bzw. die Definition des Wortes asexuell (was ja wörtlich bedeutet ohne Sexualität). Dabei ist Sexualität doch so ein weites Feld. Es ist erstaunlich, wodurch Menschen sexuell erregbar sind. Nicht immer muss dazu eine zwischenmenschliche Interaktion stattfinden oder etwas ähnliches, was daran erinnert (Fantasien, Betrachten von erotischen Zeichnungen,...). Als Beispiel nenne ich hier mal Fetischismus. Aber auch bei Menschen ohne Fetisch, kenne ich Fälle, wo jemand z.B. durch Musik erregt wurde.
Ich selbst habe den Eindruck manchmal, dass dieser Begriff nur mal wieder, ebenso wie im Falle der Homo- und Bisexualität dazu dienen soll, durch die Vereinfachung einer Kategorisierung etwas "unerwünschtes" vom "normalen" zu trennen. Unerwünscht muss dabei nicht zwangsläufig an moralischen Werten scheitern, sondern kann einfach auch das Weltbild einer Definition (in diesem Falle das Selbstverständnis von Sexualität) ins Wanken bringen. Ich selber bin bisexuell, erlebe also am eigenen Leibe dieses Phänomen der definitorischen Ausgrenzung aufgrund abweichender Sexualität und Liebe. Und habe im Laufe der Jahre durch die Beobachtung diverser Foren und durch Kontakte inzwischen den Eindruck gewonnen, dass die Kategorien Homo- Hetero- und Biesexualität (insbesondere letztere) der Wirklichkeit nicht gerecht werden und deswegen ihre derzeitige Gewichtung falsch ist. Mir sind zu viele Quergänger begegnet, die den starren definitionen nicht gerecht werden. Du gehörst nach deinem Text auch dazu ;), denn die Definition von Heterosexualität sieht es eigentlich nicht vor, dass jemand mal jemanden seines eigenen Geschlechts geliebt hat ;), womit ich dich auf keinen Fall angreifen will, dass du dich als heterosexuell siehst, es zeigt mir nur die Begrenztheit dieser Begriffe. Und dieses Gefühl habe ich auch beim Thema Asexualität ebenso wie beim Thema Transsexualität, die ich beide selbst wiederum jetzt nur von außen beobachten kann. Im Endeffekt scheint mir doch alles eine Sache zu sein, die in abgestuften Potenzen jeder Mensch kennt. Damit man mich nicht falsch versteht, ich will damit nicht behaupten, dass jeder Heterosexuelle fähig ist, sich ins gleiche Geschlecht zu verlieben, jede Frau unbewusst in sich den Wunsch trägt, ein Mann zu sein oder dergleichen. Es stört mich lediglich, dass die Sache an sich, kommt sie hohen Potenzen vor (ums mal so auszudrücken) allein einer einzigen Gruppe von Menschen zugesprochen wird. Es ist schwer zu erklären, am leichtesten fällt es mir mit dem Beispiel Homosexualität. Die strikte Einteilung von lesbisch/schwul-hetero-bi. Schwule/Lesben richtien ihre Liebe/Sexualität allein aufs eigene, Bisexuelle auf beide, Heterosexuelle allein aufs andere Geschlecht. Aber wie kann diese Definition erklären, dass es schwule Väter gibt? Mag sein, dass ich im Buiounterricht geschlafen habe, aber meines Wissens schüttet ein Mann nur beim Orgasmus Samenerguss (feuchte träume lasse ich jetzt als Besonderheit mal außen vor) und dieser Entsteht durch hohe sexuelle Erregung. Da er Vater ist, muss er nach den biologischen Gesetzen einen Beischlaf inc. Orgasmus mit einer Frau vollzogen haben, wobei ihn der Sex mit eben einer Frau so sehr erregthaben muss, dass es übrhaupt zum Orgasmus kam. Das heißt anders ausgedrückt, dass dieser Schwule sich von einer Frau zumidnest einmal in seinem Leben sexuell angezogen fühlte. Was nicht zur Definition von Schwulsein passt. Das Leben ist halt doch zu Vielfältig und Facettenreich, dass derartige Definitionen es gänzlich erfassen könnten. Und beim Thema Asexualität habe ich eben auch diesen Eindruck, wobei Eindruck ist übertrieben, nennen wir es besser Gefühl.

Es mag sein, dass ich jetzt ziemlichen Schwachsinn rede und wenn ja, möchte ich mich dafür entschuldigen. Meine bescheidene Meinung baue ich immerhin nur auf wenig Wissen auf, zu einem Thema, dass ich nicht ganz durchblicke, weil mir die Definitionsgrenzen von "Sexualität" und der Begriff Schwierigkeiten machen. Und weil es meiner eigenen Vorstellungswelt fremd ist. Gut, sollte es wirklich bedeuten, keine Lust daraus zu haben, irgendwo sein Ding reinzustecken, bzw reingesteckt zu bekommen, das kann ich noch nachvollziehen, womit ich aber selber bei dem bin, was ich zuvor kritisierte. Aber die Vorstellung gänzlich frei von sexueller Erregung, von Lust zu sein, oger gar von Liebe (Typ D, laut wikipedia) ist mir einfach zu fremd von meiner Vorstellungswelt. Vielleicht habe ich auch deshalb solche Probleme damit, das Thema zu begreifen.

btw: mal wieder ein perfektes Beispiel, dass wissen und begreifen 2 unterschiedliche Sachen sind. um was über Asexualität zu wissen, muss ich nur wikipedia lesen, was ich schon vor diesem Thread getan habe, aber ich kann es bene nicht begrifen ^^
GrilloHallo rosenkind!

Ja, was Du schreibst, ist in der Tat auch ein heißes Diskussionsthema unter Asexuellen. Schon allein, dass die Definition beim amerikanischen AVEN-Forum "asexuell = jemand, der keine sexuelle Anziehung zu anderen Menschen verspürt", beim deutschen Ableger AVENde hingegen "Asexualität = kein Verlangen nach sexueller Interaktion", spricht Bände.

Man könnte eine halbe Ewigkeit über die Begrifflichkeiten diskutieren, ich persönlich glaube, es bringt einen selber nicht weiter. (Das wäre, als würde man sich das Gehirn zermartern, wer wirklich Goth ist und wer nicht.;) ) Was hat man auch von der Wortklauberei - es ist hilfreich, seine Veranlagung mit einem Kollektiv-Begriff benennen zu können, um beruhigt festzustellen, dass man damit nicht der einzige auf dieser Welt ist. Und dann gehen die eigentlichen Gedanken los...

Das ist auch mit ein Hauptgrund, weshalb ich jetzt diesen persönlichen Blog schreibe. Ich kann ja nicht für andere Asexuelle sprechen, wie die sind, sondern nur für mich selbst. Mein Ansatz ist der, ich setze mich mit meinen persönlichen Gefühlen, Gedanken und Erlebnissen konstruktiv auseinander. Asexualität ist zur Einordnung sicherlich ein sehr guter Hilfsbegriff, aber ich gehe nicht von dem Begriff aus und zwänge mich in eine Schublade, sondern umgekehrt, ich gehe von mir selbst als Individuum aus und stelle fest, dass ich in die Definition reinpasse.

Aber was Asexualität im Kern ausmacht, ist: keinen Sex mit jemandem haben wollen (auch keine oralen oder analen Praktiken). Und das ist schon sowas wie ein Lebensgefühl. Ich meine, wenn ich mir anschaue, wie viele Menschen glücklich sind, weil sie ein ausgefülltes Sexualleben haben, oder unglücklich, weil sie das nicht haben, und ich zucke einfach nur mit den Achseln...

Was Du schreibst (dass Du Dir nicht gefühlsmäßig vorstellen kannst, wie es ist, asexuell zu sein), trifft ja für mich umgekehrt auch zu. Wenn zum Beispiel in Internet-Foren über spezielle sexuelle Themen diskutiert wird, dann kann ich immer nur erstaunt zur Kenntnis nehmen, wie wichtig das offenbar für andere Menschen ist, aber mich wirklich hineinfühlen kann ich (leider, ich würde es gerne!) nicht.

Viele Grüße,
Grillo.
Pseudo-Gruftiii[quote]Und das ist schon sowas wie ein Lebensgefühl. Ich meine, wenn ich mir anschaue, wie viele Menschen glücklich sind, weil sie ein ausgefülltes Sexualleben haben, oder unglücklich, weil sie das nicht haben, und ich zucke einfach nur mit den Achseln...[/quote]


unglücklich weil sie keinen haben? hmpf....also wenn sie es nur auf sex beziehen finde ich es lächerlich. man kann es sich auch selber machen. manchmal besser wie mit dem partner. aber steckt da eigentlich ein verlangen nach liebe, einer beziehung und damit körperlicher nähe dahinter finde ich es in ordnung. wobei man dann auch sagen kann, dass es derjenige ruhig auch anders formulieren könnte, damit man ihn nicht missversteht.

was ich damit sagen will: ich finde es schade. man verpasst doch echt was schönes damit. eben nicht nur den sex sondern auch diese art von liebe machen/liebe teilen/liebe miteinander ausleben. sicher kann es jemand, der sowas wie ein sexuelles verlangen noch nie verspürt hat nicht nachvollziehen. und deswegen ist er auch so recht glücklich damit, weil er es nicht kennt und er auch nicht weiss was ihn entgeht. heisst doch nicht umsonst "die schönste nebensache der welt":D


ich finde man sollte es schon probieren das zu ändern. aber natürlich nur wenn das auch überhaupt möglich ist. aber einen versuch wäre es wert. wie gesagt, es gibt solche und solche asexuelle. ich hoffe ich werde jetzt nicht missverstanden. mich stört es nicht, finde es auch nicht jetzt so schrecklich aber ich finde jeder sollte es trotzdem erstmal versuchen zu ändern. es gibt einen irgendwo doch ein stückchen mehr lebensqualität (ich weiss, klingt blöd). es ist zwar nicht so oberwichtig aber gerade deswegen muss man auch nicht total traurig sein, wenn man keinen sex hat obwohl man will. es kommt immer drauf an, wie du es in deinem leben positionierst. sofern du es nicht zu ernst nimmst kann es dein leben echt verschönern. ist wie mit dem gothictum:D



und ich wette ich werde morgen den stuss wieder löschen, weil ich mir denken werde "gott, was laber ich manchmal bloß für ein wirres zeug während meiner schlaftrunkenheit..."......also sorry schon mal von vornherein, falls jemand das von mir geschriebene nicht in ordnung findet...oder so...




edit: achso nochwas. mich wundert es, dass hier das wort asexualität noch gar nicht in verbindung mit dem wort frigidität gefallen ist. nicht dass ich es gleichsetzten würde, nur ein kleiner einwurf von zwei worten in die runde;)
rosenkind[QUOTE]was ich damit sagen will: ich finde es schade. man verpasst doch echt was schönes damit. eben nicht nur den sex sondern auch diese art von liebe machen/liebe teilen/liebe miteinander ausleben. sicher kann es jemand, der sowas wie ein sexuelles verlangen noch nie verspürt hat nicht nachvollziehen. und deswegen ist er auch so recht glücklich damit, weil er es nicht kennt und er auch nicht weiss was ihn entgeht. heisst doch nicht umsonst "die schönste nebensache der welt"[/QUOTE]

Diese Aussage finde ich ziemlich falsch. Auch wenn ich es selber nicht nachvollziehen kann, so versuche ich doch immer nach dem Motto zu leben: andere Menschen, andere Gefühle. Und bevor ich mir ein Urteil darüber erlaube, ob jemand wirklich so ist, oder bestimmte Sachen sich nur vormacht, weil es für ihn ist oder etwas aus anderen Gründen verdrängt, will ich den Menschen erstmal kennenlernen. Grundsätzlich kann man [B]nicht[/B] davon ausgehen, dass bei jedem Menschen dieselbe Fähigkeit zu gewissen Emotionen/Gefühlen vorhanden ist. Wenn man vom heterosexuellen Standpunkt aus z.B. sagt, Lesben würden doch das Schönste im Leben verpassen, weil sie den genialen Sex mit Männern nicht kennen, ignoriert man schlichtweg einfach die unterschiedliche psychische Konstitution. Eine Bilderbuchlesbe würde beim Sex mit Männern, wenn sie ihn hätte, dasselbe empfinden, wie sie auch, ohne es ausprobiert zu haben, es sich schon gedacht hat. Im besten Falle totales Dessinteresse, im schlimmsten absoluten Ekel. Wer solche Aussagen tätigt, sollte mal die Vorzeichen umdrehen. Dem Bilderbuchhetero, der sowas ausspricht, würde ich dringend mal raten, sich das ganze mal im Bezugauf das eigene Geschlecht bei ihm vorzustellen. Denn auch er wird sagen, dass ihn die Vorstellung, es mit einem Gleichgeschlechtlichen zu tun, völlig kalt lässt von sexueller Erregung oder sogar Ekelgefühle hervorruft, die auch sicher nicht plötzlich in dem Moment verschwinden, in dem er diese Form der Sexualität selbst erlebt. Jemanden zu unterstellen, er wisse nicht, was er verpasse, ist auch eine Form der Diskriminierung. Ich mag ihm zwar tolerant begegnen, aber ich respektiere nicht wirklich, dass diese Person einfach andere Bedürfnisse hat, als die Masse. Ehr unterstelle ich sogar Unsicherheit, ein sich-selber-nicht-gut-kennen, weil ich davon ausgehe, dass das Wissen um die Emotionen, die die Vorstellung alleine erzeugt, nicht ausreichen, um gerechtfertigt sagen zu können, dass es einfach nicht sein Ding ist, während ich bei "normalen" Menschen gleich davon ausgehe, dass die Vorstellung aussreicht. Keiner unterstellt ernsthaft Heterosexuellen, sie müssen erstmal den Sex mit dem gleichen und anderem Geschlecht ausprobieren, um zu wissen, dass sie heterosexuell sind. Heterosexualität gilt nämlich als normal und selbstverstänlich, im Beuwsstsein vieler ist jeder immernoch heterosexuell und Homosexualität mag toleriert sein, wird aber immernoch nicht gleichwertig behandelt und da liegt der Knackpunkt des ganzen: Heterosexualität ist nämlich nicht "normal", ebenswowenig, wie Homosexualität "unnormal" ist, beides ist normal, nur liegt das eine weitaus häufiger vor als das andere.

Was im Falle der Homosexualität gilt, gilt auch bei anderen Abweichungen vom Sexualverhalten/empfinden der Masse. Mn kann einfach nicht davon ausgehen, dass jeder Mensch dieselbe psychische Konstitution wie ein anderer hat. Wieso sollte jeder automatisch einen Sexualtrieb in dem Sinne haben, der durchirgendwelche Störungen oder unkenntnis (ich halte das wart mal so allgemein) einfach nur verloren gegangen ist, wenn auch nicht jeder automatisch (nur) aufs andere Geschlecht steht und das ebenfalls hne irgendwelche Unkenntnis oder Störungen. Menschen, mit abweichendem sexuellen Empifnden eine gewisse Unreife zu unterstellen, finde ich ohnehin paradox. Denn jemand, der abweicht, muss viel mehr als der Massenkonforme sich einer hohen Selbstreflektion aussetzen, um den Mantel der Massensexualität zu zerreißen, der er von Geburt an übergestülpt bekam. Ein biologischer Junge, der sich als Junge fühlt, auf Mädchen steht und den ganzen Tag nur an das eine denkt, hat es einfach, er muss nicht großartig über sich nachdenken, denn dass, was er fühlt, entrpicht genau dem, was er übergestülpt bekommen hat: wer einen männlichen Körper hat, ist ein Junge, wer männlich ist, steht auf Frauen, wer Mensch ist, hat einen Sexualtrieb. Wenn der Junge aber bemerken sollte, dass ihn das Ding da unten stört, dass er in seinem Denken sich selber mit feminen Bezeichnungen besetzt, wenn er stattdessen feststellt, dass ihn der Playboy mit den nacktenDamen kalt lässt, er dafür den ganzen Tag mit Herzklopfen an den Sitznachbar denken muss oder die Vorstellung von sexueller Betätigung ihn nicht das mindeste reizt, dann beginnt ein schwerer Prozess, sich von der Selbstverständlichkeit, die ihm die Außenwelt aufgedrängt hat, zu befreien. Und das ist nicht leicht, wenn man schon im Kindergarten z.B. immer den Vater beim Vatet-Mutter-Kind-spiel gespielt hat. Manche schaffen dieses Coming out mit einer interessanten Leichtigkeit, für andere aber wiederum ist es ein lebenslanger Prozess. Es soll Menschen geben, die ihr ganzes Leben lang nie zu ihrer wahren Identität finden, immer kurz davor sind und dann wieder zurückfallen.

Ein ganz anderer Aspekt ist denke ich. Und ich weise hier ausdrücklich darauf hin, dass dies nur eine Idee von mir ist und weder fundiert durch wissenschaftliche Untersuchen noch durch persönliche Beobachtung, dass das Schöne des "normalen", dass diese Menschen nicht empfinden können, durch etwas anderes, ebenso schönes ersetzt wird, dass allen "Normalen" entgeht. Ich kann mir z.B. gut vorstellen, dass Typ D auf wikipedia, zu weitaus intensiveren Freundschaften fähig sein kann, als dies jemand durchschnittliches mit einem "normalen" Sexualtrieb ist, obwohl ich mir diesen Zustand nicht vorstellen kann, weil es für mich einfach zu fremd ist. (Und ich habe auch schon Jahre gebraucht, bis ich Transgender ur ansatzweise nachvollziehen konnte). Aber wie gesagt, es ist nur eine Idee.

Fazit: man kann einfach nicht behaupten, dass Sexualität grundsätzlich mehr Lebensqualität gibt. Denn die Lebensqualität hängt nicht von der sexuellen Betätigung als solches, sondern von den damit verbundenen Emotionen ab!

Thema ändern: warum sollte man etwas ändern, wenn die andere Option nichts an der derzeitigen Lebensqualität ändert, bzw. sie evtl sogar verschlechtern kann (wenn Sex einen nicht nur kalt lässt, sondern vielelicht auch mit Ekel verbunden ist)?

Sicher mag es Leute geben, die sich fälschlicherweise asexuell nennen, deren Sexualtrieb in diesem Sinne vorhanden ist, aber durch irgendwelche Sachen ziemlich unterdrückt, evtl. traumatische Erlebnisse, wie sex. Missbrauch oder aber durch die Ausklammerung von Sexualität, weil sich jemand seiner homosexuellen Neigung noch nicht bewusst ist, aber merkt, dass ihm heterosex nichts bringt. Ich wage aber zu behaupten, dass man diese Menschen beim näheren kennenlernen durchaus gut von den "Echten" differenzieren kann. Man muss dabei aber zunächst den Menschen beobachten und nicht sofort auf die Normvorstellungen zurückgeifen und nach denen werten. Menschen, bei denen andere Gründe dahinterstecken, werden in der Regel sich irgendwann dadurch entlarven, dass sie unglücklich wirken und unsicher. Die "Echten" tun dies nicht.

Im übrigen finde ich es auch schlecht, zumindest, was diese Sache angeht, die grenzen zwischen pathalogisch und gesund über die Normwerte zu ziehen, das wird dem Menschen nicht gerecht. Vielmehr sollte die Differenzierung bei den Gefühlen der Menschen beginnen. bestes Beispiel dafür ist mal wieder das Thema Homosexualität. Die Pathalogisierung ging von der Norm Mann + Frau aus. Dass auch immer wieder Homosexuelle auf der Couch landeten schien die These zu unterstützen, dass Homosexualität eine Neurose sei. Man verpasste es, das Phänomen allgemein zu untersuchen und festzustellen, dass viele Homosexuelle eigentlich völlig gesund sind. Erst durch das Auftreten der Homosexuellen als Bewegung schwnkte man langsam um und öffnete die Augen. Heute ist klar, dass die Homos von damals, die auf der Couch landeten, dort nicht landeten, weil ihre Homosexualität die Krankheit gewesen wäre, sondern das Umgehen mit der Gesellschaft damit. Wieso sollte das bei anderen Dingen nicht genauso sein?

[QUOTE]unglücklich weil sie keinen haben? hmpf....also wenn sie es nur auf sex beziehen finde ich es lächerlich. man kann es sich auch selber machen. manchmal besser wie mit dem partner.[/QUOTE]

soweit ich gelesen habe, stand da etwas von ausgefülltem Sexleben und nicht von keinen Sex haben. Ein Sexleben kann auch unausgefüllt sein, wenn mein Partner und ich im Bett einfach nicht auf den selben Nenner kommen.


[QUOTE]es ist hilfreich, seine Veranlagung mit einem Kollektiv-Begriff benennen zu können, um beruhigt festzustellen, dass man damit nicht der einzige auf dieser Welt ist.[/QUOTE]

Das ist durchaus richtig. Das weiß ich ja selbst ;). Aber es möchte wohl auch nicht jeder auf dieser Stufe stehen bleiben, zumal Schubladensysteme immer zu irgendwelchen Problemen führen. (und das weiß man spätestens dann, wenn man 4 Jahre ein lesbisches Forum beobachtet hat, in dem sich Leute gegenseitig niedermachten als "du hast mal mit einem Mann geschlafen, du darfst dich gar nicht lesbisch nennen). Ich finde, man sollte Schubladen nicht [B]überbewerten[/B], Natürlich muss man dem Kind erstmal einen Namen geben, aber sobald man nur noch den Namen weiß und das Kind vergisst, wird es gefährlich. Im Endeffekt sollte man immer das Bewusstsein aufrecht erhalten, dass diese Schubladen nicht mehr sind als Vereinfachungen für komplexe, individuell unterschiedliche Tatsachen.

Mal abgesehen davon, dass es immer wieder Menschen gibt, die durch das definitionsraster fallen.
Pseudo-Gruftiiilies dir nochmal meinen beitrag durch. ich wusste schon von vornherein, dass gerade du mich missverstehen wirst. aber lies dir trotzdem nochmal meinen beitrag ordentlich durch, dann fällt der erste teil deines beitrags nämlich weg. ich habe es mir abgewöhnt dauernd mit jemanden zu diskutieren, der meine beiträge nicht richtig liest und deswegen missversteht. ist nämlich nicht mein problem, also mach ich es auch nicht zu dem. solltest du den beitrag später doch noch mal verstehen, dann werde ich auch in detaills gehen (und dir erzählen, dass ICH dein vergleich zwischen asexualität und homosexualität nicht in ordnung finde. sind zwei verschiedene dinge.) oder nein, noch besser. informiere dich über die 4 typen von asexualität. wenn du diese kennst und auch verstehst, was ja nicht so schwer sein dürfte wirst du vielleicht eher verstehen, wie ich meinen beitrag gemeint habe. ich empfehle wikipedia...
Azurite@ Pseudo-Gruftiii:

Wenn du es wusstest, warum hast du es dann so gelassen?
Grillo ist offensichtlich nicht der einzige, der deinen Beitrag "falsch verstanden" hat.

Ich für meinen Teil kann nur sagen, dass gewisse Dinge in deinem Beitrag bei mir nun einmal ein unangenehmes Gefühl auslösen... nicht dass ich voraussetze, dass du es weißt, aber Asexuelle müssen sich meist sehr oft genau diese Argumente immer und immer wieder anhören... und das auch nur, weil die anderen Leute das, was für uns das Normalste der Welt ist, einfach nicht oder falsch verstehen.
Zur Info, ich selbst bin genaugenommen nicht asexuell, sondern bisexuell mit verschwindend geringer Libido die nur in Ausnahmesituationen Einfluss auf meine Lebensweise hat.
Selbst wenn ich gänzlich asexuell wäre (so wie ich mich die ersten 21 Jahre meines Lebens verhalten habe), würde ich niemals auf die Idee kommen, mich deshalb behandeln zu lassen, weil das für mich keine Lebensqualität mit sich bringt.
Wenn ich mir ansehe, wie weit manche Sexuellen gehen und sich zum Affen machen oder Schlimmeres, nur aus Frustration darüber, ein unbefriedigtes Bedürfnis zu haben, das ich nicht kenne, dann wäre ich schön blöd, wenn ich mir dieses Bedürfnis auch noch künstlich schaffen lasse.

Meine sexuellen Erfahrungen bisher waren alle schön, aber auch nur deshalb, weil ich genau wusste, was ich wann und mit wem und warum mache. Hätte ich damals dem Drängen einiger Leute nachgegeben (lass dich mal untersuchen... überdenke deine Prioritäten etc.), könnte ich dies heute sicherlich nicht behaupten, denn beim Sex ist es das Wichtigste, ohne Druck und völlig frei handeln zu können.

Es gibt genug Dinge auf der Welt, die manche oder viele Leute "schön" finden, mit denen ich nichts anfangen kann und gar nicht will... und in meinem Leben misse ich es deshalb noch lange nicht. Es ist nicht mal einen Versuch wert, wenn man mehr wert auf die eigene Identität legt als auf irgendein vages Konzept von "das könnte auch für dich schön sein". Mein Gott, auch ein LSD-Trip mag sich möglicherweise gut anfühlen, aber nein danke. Selbiges gilt für irgendwelche religiösen Transzendenz-Anwandlungen, die für Insider vermutlich auch das Nonplusultra sind, mir aber rein gar nichts geben, nicht mal der Gedanke daran.
Ich weiß, dass es für Menschen, die sich für etwas begeistern können, sehr schwer zu verstehen ist, dass andere das unter Umständen nicht nachvollziehen können, beziehungsweise diese Begeisterung lächerlich finden. Aber so ist es nun mal... damit muss man leben.

Azurite
Pseudo-Gruftiiiund wieder jemand der nicht gscheid lesen kann. 1. grillo hat meinen beitrag nicht falsch verstanden, er hat sich dazu nicht mal geäussert. 2. habe ich es so gelassen, weil es mir bei ihr oft so geht und es meistens keinen sinn hat. ich werde nicht auf SO ein topic von ihr antworten, solange sie nicht verstanden hat was ich damit sagen will. ich schreibe hier schließlich auch nicht rein nur um sie zu belehren. ich habe meine meinung geäussert, wer sie versteht oke. wer sie nicht versteht ist mir auch egal *nichtmeinproblem* 3. schließe nicht von dir auf alle asexuellen. wie schon gesagt, wikipedia hilft da einen schon weiter...

es ist in ordnung wenn jemand meine meinung nicht teilt, wie gesagt, es gibt verschiedene typen von asexualität und die eine oder andere kann man ändern. darum ist auch der begriff nicht so richtig festgelegt. aber angegriffen muss sich hier keiner fühlen, denn nur weil der eine auf so eine art und weise asexuell ist heisst das noch lange nicht, dass alle asexuellen genauso empfinden. darum auch die 4 typen (die 4 ganz groben, es gibt bestimmt noch mehr typen, aber wie gesagt ist ja nicht mal der begriff an sich so richtig bestimmt).
rosenkind[QUOTE]Typ A
Personen, die einen sexuellen Trieb verspüren, [b]sich aber sexuell nicht von anderen Personen angezogen fühlen.[/b] Diese Personen haben eine Art biochemisches Bewusstsein von Sex, praktizieren vielleicht auch Masturbation, würden aber nie mit einer Person sexuell interagieren.

Typ B
Personen, die sich von anderen angezogen fühlen, [b]aber keinen Sexualtrieb verspüren[/b]. Sie haben tiefe emotionale Verbindungen zu anderen, sie lieben vielleicht auch eine andere Person – aber ohne jedes Bedürfnis, mit ihrem oder ihrer Geliebten sexuell zu interagieren. Das heißt nicht, dass es in ihren Partnerschaften nicht Zärtlichkeit und Körperlichkeit gibt, nur eben keinen Sex.

Typ C
Personen, die sowohl sexuelle Triebe verspüren als auch die emotionale Anziehungskraft anderer Personen, die jedoch trotzdem nicht sexuell interagieren. Sie masturbieren im Zweifelsfall und lieben eine andere Person. [b]Aber sexuelle Interaktion mit ihrem oder ihrer Geliebten und die „reine“ Liebe zu dieser Person sind für sie etwas völlig verschiedenes, das nicht zusammengeht.[/b]

Typ D
Personen, [b]die weder einen sexuellen Trieb verspüren[/b] noch die emotionale Anziehungskraft anderer Personen. Das heißt jedoch nicht, dass diese Personen keine engen und emotionalen Freundschaften kennen oder haben, aber sie verspüren keinen Reiz an Liebe oder sexueller Interaktion.[/QUOTE]

einzig und allein das "zusammengeht" ist etwas uneindeutig formuliert. Nach grillos (der sich ja als Typ C sieht) Blog und seinen Aussagen hier zu urteilen aber, dürfte dieses "zusammengeht" wohl weniger einem "ich kann nicht" (was neurotisch wäre), denn mehr einem "ich will nicht" bzw einem "ich habe kein Bedürfnis danach" entsprechen.

und mehr sag ich dazu nicht. denn ich glaube nicht, dass wir auch in dieser Diskussion zueinanderfinden werden, was im Übrigen auch mir klar war. Ich hatte mir schon überlegt, ob ich überhaupt antworte, weil ich über die Sinnlosigkeit wusste. Aber in Anbetracht der Tatsache, dass es sicher noch mehr stille Leser mit deinem Standpunkt geben dürfte, habe ich mich doch dafür entschieden. Weitere Diskussionen mit dir mag jemand anderes weiterführen. Das hat nichts mit deinem Standpunkt zu tun, sondern damit, dass zumindest wir beide einfach nicht miteinander diskutieren können.
Azurite[QUOTE][i]Original geschrieben von Pseudo-Gruftiii [/i]
[B]und wieder jemand der nicht gscheid lesen kann. 1. grillo hat meinen beitrag nicht falsch verstanden, er hat sich dazu nicht mal geäussert. 2. habe ich es so gelassen, weil es mir bei ihr oft so geht und es meistens keinen sinn hat. ich werde nicht auf SO ein topic von ihr antworten, solange sie nicht verstanden hat was ich damit sagen will. ich schreibe hier schließlich auch nicht rein nur um sie zu belehren. ich habe meine meinung geäussert, wer sie versteht oke. wer sie nicht versteht ist mir auch egal *nichtmeinproblem* 3. schließe nicht von dir auf alle asexuellen. wie schon gesagt, wikipedia hilft da einen schon weiter...

es ist in ordnung wenn jemand meine meinung nicht teilt, wie gesagt, es gibt verschiedene typen von asexualität und die eine oder andere kann man ändern. darum ist auch der begriff nicht so richtig festgelegt. aber angegriffen muss sich hier keiner fühlen, denn nur weil der eine auf so eine art und weise asexuell ist heisst das noch lange nicht, dass alle asexuellen genauso empfinden. darum auch die 4 typen (die 4 ganz groben, es gibt bestimmt noch mehr typen, aber wie gesagt ist ja nicht mal der begriff an sich so richtig bestimmt). [/B][/QUOTE]

1. Gut, dann habe ich eben nicht auf den Namen geschaut... das hat aber nichts damit zu tun, wie ich deinen Beitrag aufgefasst habe. Im Endeffekt ist es doch egal, wem du damit geantwortet hast, der Inhalt war ja derselbe.

2. Ok, das ist eure Sache...

3. Ich schließe nicht notwendigerweise auf alle Asexuellen, aber was ich weiß, ist, dass der Großteil der Asexuellencommunity im Internet etwas gegen solche Anspielungen hat (ich lese oft genug die Foren und Blogs), und viele hören das eben zu oft, manchen wird dadurch richtiggehend das Leben schwergemacht (vor allem wenn solche Sprüche aus der Familie kommen). Es mag ja sein, dass sich die Leute nur Sorgen machen und es gut meinen... aber es heißt nicht umsonst: Das Gegenteil von "gut" ist "gut gemeint". Die meisten wollen einfach nur so akzeptiert werden, ohne Wenn und Aber, und in Ruhe damit gelassen werden.
Es ist ganz einfach ein widerliches Gefühl, bemitleidet zu werden, für etwas, das einem selbst vollkommen normal und richtig erscheint.
Pseudo-Gruftiii@azurite: das glaube ich schon, habe es sogar erwartet. aber wie gesagt kann ich nichts dafür, wenn sich solche leute so derbe angegriffen oder beleidigt fühlen, weil ich mit einem guten gewissen sage, dass das eben gut gemeint ist. und wer das wirklich so heftigst negativ auffasst, der wirkt auf mich schon von vornherein so, als ob man ihn an einem wunden punkt getroffen hätte....nämlich an dem punkt, dass er vielleicht doch nicht so zufrieden mit seiner asexualität ist. wie gesagt es gibt solche und solche asexuelle. als asexueller ist man definitiv nicht immer damit zufrieden. und der ein oder andere wird vielleicht doch nicht mit seinem zustand sooo zufrieden sein. kann man abstreiten, aber letztendlich kann man trotzdem nicht von einem asexuellen auf alle schließen. das wollen irgendwie viele nicht verstehen. obwohl ich schon die ganze zeit versuche das zu erklären.

abgesehen davon, dass diese 4 typen nur die grobe zusammenfassung sind. das feld ist noch viel weitfächriger. und wenn mann mal mehr ins detail geht sind eigentlich auch impotente männer oder frigide frauen auf eine ANDERE art und weise asexuell. es wird bloß nicht als asexuell bezeichnet, weil es eben schon diese anderen begriffe dafür gibt. aber es ähnelt den anderen typen doch auch ziemlich.

und "normal" ist es nicht. nicht dass es jetzt so verstanden wird, dass ich damit sagen will, dass es fast schon eine art (psychische) krankheit ist (und das schließe ich von vornherein aus, denn das wäre sonst sicherlich noch gekommen) aber das wort normal bedeutet ja der norm entsprechen. nicht normal heisst halt nun mal, dass etwas von der alltäglichen norm abweicht. und das tut es nun mal. willst du mir tatsächlich sagen, dass sich asexuelle nie einen kopf darüber machen oder auch jemals gemacht haben, warum sie gerade so denken und empfinden? und das obwohl sex doch normalerweise dermaßen in unserer gesellschaft überbewertet wird?

aber bemitleiden tu ich sie ganz bestimmt nicht. denn ich machen einen fehler nicht, welchen die meisten machen. ich schere nicht alle über einen kamm. leute die damit glücklich sind, ok. bzw. leute die es wenigstens schon mal probiert haben und jetzt sagen können dass es nicht ihr ding ist ist ok. aber ich kenne auch leute, die haben es noch nie ausprobiert, wollen auch nicht. das finde ich einfach nur schade, weil ich dann wirklich wortwörtlich sagen kann, dass sie eben nicht wissen was ihnen entgeht. und vielleicht würden sie doch irgendwann einen gefallen daran finden, also warum nicht erstmal ausprobieren, bevor man so eine entscheidung fürs leben fällt? mir völlig unverständlich. es kann halt dann doch sein, dass sie eventuell was schönes verpassen.
FayveFinde den Tread sehr interessant und will mich auch mal dazu äußern.

Asexualität steht, wie ich finde, im totalen Gegensatz zu dem gesellschaftlichen Zwang so früh wie möglich Sex zu haben. Viele Jugendliche machen sich Probleme, weil sie dem Zwang nicht nach kommen können. Ich finde es toll, wenn es Menschen gibt die so frei sind zu sagen das sie das nicht brauchen.
So ein gesellschaftlicher Zwang würde nicht bestehen, wenn einem die Option das es anderes geht bewusst wäre.
Man muss kein Sex haben, man kann Sex haben.

Noch was anderes, ein Kumpel von mir meint jetzt er will jetzt asexuell Leben. Er meint ein asexuelles Leben sei wesentlich stressfreier und er bräuchte kein Sex mehr(mal sehen wie lange das anhält). Aber es gibt auch Gründe dafür das er so was sagt, er hatte ein paar schlechte Erfahrungen mit Freundinnen.
Ich denke das es von denen die von sich behaupten asexuell zu sein einen Teil gibt die einfach nur dazu gekommen sind, weil sie gewisse Probleme nicht verarbeitet haben.
Also nicht falsch verstehen, ich glaube das es bei einem Teil so ist. Man könnte ja nachher noch meinen ich wäre asexuellfeindlich.^^
rosenkindnaja, aber Fayve, so ein Asexueller aus Trotzreaktion istgenauso wenig asexuell wie eine gefärbte Blondine naturblond oder eine "Lesbe", die meint, nun lesbisch zu sein, weil sie auf einer Party mal eine Freundin geküsst zu haben oder jemand, der sich Borderliner nennt, obwohl er noch nichtmal den Unterschied zwischen Borderline und SVV kennt. Zwischen Irrglauben (also dass wirklich jemand denkt, asexuell zu sein, aber ganz andere Gründe dahinter stecken) und eine bewusste falsche Aussage zu treffen, weil man sich mit der Definition kein Stück auseinander gesetzt hat, ist auch nochmal ein Unterschied. Ich finde, es gebietet einfach der Respekt vor der Sache, sich erstmal halbswegs zu informieren, bevor man solche Aussagen tätigt. Wenn man sich trotz Information für asexuell hält, aber etwas ganz anderes dahintersteckt, was man vielelicht gar nicht beachtet, okay. Aber mal so mir nichts dir nichts zu sagen "ach, ab heute bin ich asexuell", finde ich schon ziemlich daneben. Was Definitionen angeht, bin ich der Meinung, entweder, man ordnet sich in die Schubladen ein und zwar korrekt oder man pfeift auf das ganze Schubladensystem. Aber bitte kein Missbrauch von Begriffen. Bei Wikipedia steht nirgendwo etwas dabei, egal ob Typ a,b,c oder d, dass Asexualität bedeute, dass man nun aus schlechten Erfahrungen auf Sex verzichten würde. Vielmehr geht es doch immer überhaupt um den Sexualtrieb. Wo der anfängt und aufhört, kann man sich streiten (siehe Grillos Beitragum den Definitionsstreit keine sexuelle Anziehung/keine sexuelle Interaktion). Aber zwischen Bock auf Sex haben, es aber nicht tun, weil man schlechte Erfahrungen machte und keinen Bock auf Sex überhaupt haben, ist schon ein Unterschied.
Pseudo-Gruftiii@fayve: mach dir nichts draus, manche wollen dich nicht verstehen weil sie zu verbohrt in ihrer meinung sind. aber ich bin wenigstens noch meiner fähigkeit des anständigen lesens mächtig und habe verstanden dass du nur einen teil der asexuellen gemeint hast. worte wie "meist" "ein teil" "manche" "einige" "ein paar von ihnen" musst du extra groß und in >>> <<< solchen pfeilen schreiben, weil sie sonst absichtlich von leuten überlesen werden, die dann zwanghaft an leuten wie dir ihre toleranz demonstrieren müssen.

im übrigen kenne ich auch so jemanden. also verspürt keine lust, wills auch nicht, hat auch noch nie, hat aber auch ansonsten kein problem mit der sexualität bei anderen menschen. hat aber auch sonst einiges an problemen, hat mit ihren 25 jahren fast die hälfte von ihrem leben in psychiatrien verbracht. sie glaubt dass das daher kommt, dass angeblich schon am wickeltisch bestimmte sachen mit ihr gemacht wurden. allerdings kann sie sich da nicht dran erinnern. also kann sie auch nicht sicher sein, dass ihre asexualität von daher kommt. aber natürlich behaupte ich jetzt dass alle asexuellen psychisch krank sind, weil ich so jemanden kenne oder?


habe ich eigentlich schon erwähnt, dass diese 4 typen bei wikipedia nur eine grobe zusammenfassung sind und das feld um einiges weitfächriger ist? vielleicht sollte man sich bei wikipedia auch mal den rest und nicht nur das wichtigste durchlesen...
rosenkind@pseudo-gruftiii

ich möchte dich bitten, wenn du keine Diskussion mit mir fühen willst, auch statements zu meinen Beiträgen bleiben zu lassen. Ich denke, Fayve kann sich dazu selber äußern, Kritik aussprechen und mit mir diskutieren und benötigt keinen extra Hinweis darauf, dass mein Beitrag intolerant ist. Darüber wird sie sich ihre eigene Meinung bilden können. Mich aber provozierst du damit, mich zu rechtfertigen und damit in eine Diskussion einzutreten, die weder du, noch ich wollen.
Ich habe die weiteren Beiträge von dir, die Diskussion zwischen Azurite und dir, nach meiner Erklärung, warum ich den Text vorher geschrieben habe und der Aussage, dass ich mit dir ebenfalls nicht mehr diskutieren möchte auch nicht kommentiert und möchte dich darum bitten, dass auch ich einfach mit anderen Usern hier eine Diskussion führen kann, ohne Seitenhiebe auf meine Beiträge, auf die ich nicht regieren kann, ohne wieder eine Diskussion mit dir zu beginnen.
Und mit diesen Worten beziehe ich mich lediglich auf den ersten Absatz deines Postings.

Meine Meinung stört dich und das beruht auf Gegenseitigkeit, wohin Diskussionen zwischen uns aber führen, wissen wir: ins Leere. Besser wäre es also, sich aus dem Weg zu gehen. Ich möchte dich nicht auf ignore setzen, um keine Beiträge mehr von dir zu lesen, die sich auf mich beziehen, sondern hoffe, dass sich dieses Thema auch so klären lässt.

Ich hoffe, wir können uns darauf einigen, dass in Zukunft werder ich, noch du Bezug auf die Beiträge des jeweils anderen in einer Form, die zur Rechtfertigung anstachelt, nehmen und uns zukünftig einfach ignorieren.
FayveWerde kurz auf Rosenkind antworten:

@Trotzreaktion
Du hast mich falsch verstanden, ich meine keine Kurzschlusshandlung Ach-Sex-interessiert-mich-jetzt-nichtmehr. Ich rede von Asexuellen die ein psychologisches Problem haben.(wie Pseudo-Gruftiii es richtig verstanden hat)

[QUOTE]bewusste falsche Aussage zu treffen, weil man sich mit der Definition kein Stück auseinander gesetzt hat[/QUOTE]
Das widerspricht sich. Wenn man eine bewusste Falschaussage macht dann weiß man das die Aussage die man gemacht hat falsch ist. Jemand der sich aber nicht richtig informiert hat weiß es nicht besser und trifft keine bewusste Falschaussage.
rosenkind[QUOTE]Das widerspricht sich. Wenn man eine bewusste Falschaussage macht dann weiß man das die Aussage die man gemacht hat falsch ist. Jemand der sich aber nicht richtig informiert hat weiß es nicht besser und trifft keine bewusste Falschaussage.[/QUOTE]

okay, in dem Punkt hast du mich erwischt. Ich meinte, dass man eine Aussage trifft, ohne sich vorher über das Thema informiert zu haben. Ich bin vorgeschädigtdurchzu viele Leute, die ritzen nur cool fanden (das gaben einige im übrigen selbst zu), sich lesbisch nannten, aber "nei ne beziehung mit ner Frau führen könnten" und dergleichen.

was den anderen Punkt angeht, so bezog ich mich einzig auf die Aussagen deines Kumpels "stressfrei" hört sich nämlich nicht nach dem Fehlen eines Sexualtriebes in der Form an, sondern lediglich nach einem kein Bock haben, sich mit den zickigen Weibern rumzuschlagen. In so einem Fall würde ich schon sagen, sich erstmal zu informieren, weil Enthaltsamkeit nicht dasselbe wie Asexualität ist.

Was die andere Sache angeht, hab ich auf der Seite zuvor geschrieben:

[QUOTE]Sicher mag es Leute geben, die sich fälschlicherweise asexuell nennen, deren Sexualtrieb in diesem Sinne vorhanden ist, aber durch irgendwelche Sachen ziemlich unterdrückt, evtl. traumatische Erlebnisse, wie sex. Missbrauch oder aber durch die Ausklammerung von Sexualität, weil sich jemand seiner homosexuellen Neigung noch nicht bewusst ist, aber merkt, dass ihm heterosex nichts bringt. Ich wage aber zu behaupten, dass man diese Menschen beim näheren kennenlernen durchaus gut von den "Echten" differenzieren kann.[/QUOTE]

Es gibt in allen sexuellen Gruppierung immer welche, die ein gewisses Verhalten zeigen, weil sie irgendwelche Probleme nicht verarbeitet haben. Es gibt auch einige, die sich lesbisch nennen, weil sie "auf die Männer keinen Bock mehr" haben. Aber diese zusammen mit denjenigen, die es einfach sind, ohne solche Vorgeschichte und glücklich damit, in einen Topf zu schmeißen, halte ich für sehr gefährlich, weil daraus leicht das Vorurteil entsteht, alles würde auf diesen Problemen beruhen. Mal abgesehen davon, dass in den allermeisten Fällen wie sexueller missbrauch oder dergleichen, die Libido durchaus vorhanden ist, aber nur verschüttet unter traumatischen Erlebnissen oder in meinem zweiten beispiel eben untr der Annahme, heterosexuell zu sein oder bei anderen Dingen eben unter anderen Sachen. Da besteht schon ein Unterschied zwischen dieses Verlangen einfach nicht zu besitzen. Die Differnezierung bearfdabei aber einem sehr langen und intensiven Gesprächskontakt mit dem, um den es geht.
Azurite[QUOTE][i]Original geschrieben von Pseudo-Gruftiii [/i]
[B]@azurite: das glaube ich schon, habe es sogar erwartet. aber wie gesagt kann ich nichts dafür, wenn sich solche leute so derbe angegriffen oder beleidigt fühlen, weil ich mit einem guten gewissen sage, dass das eben gut gemeint ist. und wer das wirklich so heftigst negativ auffasst, der wirkt auf mich schon von vornherein so, als ob man ihn an einem wunden punkt getroffen hätte....nämlich an dem punkt, dass er vielleicht doch nicht so zufrieden mit seiner asexualität ist. wie gesagt es gibt solche und solche asexuelle. als asexueller ist man definitiv nicht immer damit zufrieden. und der ein oder andere wird vielleicht doch nicht mit seinem zustand sooo zufrieden sein. kann man abstreiten, aber letztendlich kann man trotzdem nicht von einem asexuellen auf alle schließen. das wollen irgendwie viele nicht verstehen. obwohl ich schon die ganze zeit versuche das zu erklären.

abgesehen davon, dass diese 4 typen nur die grobe zusammenfassung sind. das feld ist noch viel weitfächriger. und wenn mann mal mehr ins detail geht sind eigentlich auch impotente männer oder frigide frauen auf eine ANDERE art und weise asexuell. es wird bloß nicht als asexuell bezeichnet, weil es eben schon diese anderen begriffe dafür gibt. aber es ähnelt den anderen typen doch auch ziemlich.

und "normal" ist es nicht. nicht dass es jetzt so verstanden wird, dass ich damit sagen will, dass es fast schon eine art (psychische) krankheit ist (und das schließe ich von vornherein aus, denn das wäre sonst sicherlich noch gekommen) aber das wort normal bedeutet ja der norm entsprechen. nicht normal heisst halt nun mal, dass etwas von der alltäglichen norm abweicht. und das tut es nun mal. willst du mir tatsächlich sagen, dass sich asexuelle nie einen kopf darüber machen oder auch jemals gemacht haben, warum sie gerade so denken und empfinden? und das obwohl sex doch normalerweise dermaßen in unserer gesellschaft überbewertet wird?

aber bemitleiden tu ich sie ganz bestimmt nicht. denn ich machen einen fehler nicht, welchen die meisten machen. ich schere nicht alle über einen kamm. leute die damit glücklich sind, ok. bzw. leute die es wenigstens schon mal probiert haben und jetzt sagen können dass es nicht ihr ding ist ist ok. aber ich kenne auch leute, die haben es noch nie ausprobiert, wollen auch nicht. das finde ich einfach nur schade, weil ich dann wirklich wortwörtlich sagen kann, dass sie eben nicht wissen was ihnen entgeht. und vielleicht würden sie doch irgendwann einen gefallen daran finden, also warum nicht erstmal ausprobieren, bevor man so eine entscheidung fürs leben fällt? mir völlig unverständlich. es kann halt dann doch sein, dass sie eventuell was schönes verpassen. [/B][/QUOTE]

Nur weil einen gewisse Kommentare aus der Fassung bringen, heißt das noch lange nicht, dass man deshalb mit sich selbst nicht im Reinen ist... tatsächlich kann es auch so sein, dass manchereines Problem wirklich nur in der Meinung des "Diskussionsgegners" liegt, der versucht, ihn zu überzeugen.
Das Argument "da hab ich wohl einen wunden Punkt getroffen" ist sehr beliebt (wenn auch nicht fair)... da man es immer anwenden kann wenn sich jemand über eine Sache ereifern kann. Dabei gibt es so viel mehr Gründe für sowas...

Wenn das einer so heftig auffasst, dann auch oft deshalb, weil er deine anfängliche Argumentation schon zum Erbrechen gehört hat. (egal wie es gemeint ist...)
Und ja, es gibt natürlich auch Asexuelle, die das nicht gerne sind, weil es ihnen Probleme mit ihren Beziehungen bereitet, aber das macht sie auch nicht weniger asexuell, weil sie es sicht nicht ausgesucht haben. Diese Leute versuchen ja oft auch, etwas zu ändern... aber auch nicht immer erfolgreich. Für mich klingt das alles nach sich selbst quälen, sich zu etwas zwingen wollen das man nicht ist.
Auf jeden Fall, wie du sagst, sollte man nicht von einem auf alle schließen, und nur weil einige unzufrieden sind, sind es auch noch lange nicht alle. Diejenigen, die gut damit fahren, ein Grundbedürfnis weniger zu haben, werden sich deinem Argument von wegen, sie verpassten was Schönes, höchstwahrscheinlich immer entgegenstellen (außer es geht ihnen alles am Arsch vorbei, was andere so denken).

(Ich glaube übrigens wir reden aneinander vorbei, so unterschiedlich sind die Standpunkte gar nicht... nur dein "man sollte versuchen es zu ändern" klang eben so allgemein wie wenn du eben schon alle über einen Kamm scheren würdest. So war es nun mal formuliert.)

Ich habe mir oft genug Gedanken darüber gemacht, warum ich so bin... aber worauf sollte ich da kommen, wenn es nichts hervorstechendes gibt, außer dass ich schon immer so war? Ich würde es ja einsehen, wenn ich als Kind irgendwie missbraucht worden wäre oder andere negative Erfahrungen mit dem Thema gesammelt hätte, aber das ist nun mal nicht so...
Ich bin extrem introspektiv, nicht nur auf dieses Thema bezogen, sondern auf vieles... Aber ich habe keine Ahnung, wie andere über sich selbst denken. Glaube aber, dass man schon fast nicht anders kann, als sich selbst kritisch zu betrachten und zu hinterfragen, wenn einem mal auffällt, dass man anders ist.

Impotente Männer und frigide Frauen: Was frigide Frauen angeht, kann ich nichts dazu sagen, aber normalerweise wollen auch impotente Männer noch vögeln und können es nur nicht. Das ist in keinster Weise asexuelle Veranlagung... es ist ja auch keiner asexuell, der nur keinen Sex hat, weil er keine abkriegt... (ich weiß, das ist wieder was anderes, aber es geht da ja allein um den Willen, das Interesse, den Trieb, Geschlechtsverkehr mit jemandem zu haben)

Zum Ausprobieren: Das ist doch zum Scheitern verurteilt... wenn man Desinteresse an bzw. Abneigung gegen Sex hat wird dieser sicher nicht schön sein... und dann wird das Desinteresse womöglich irgendwann zu Ekel, und vielleicht sogar noch krankhaft...
Asexualität ist übrigens keine Entscheidung... was du ansprichst, ist lebenslanges Zölibat, was etwas vollkommen anderes ist. Es ist einfach da oder nicht da. Und außerdem behaupte ich nicht, dass dies lebenslang so bleiben wird... wer weiß das schon?

[QUOTE][i]Original geschrieben von Fayve [/i]
[B]Finde den Tread sehr interessant und will mich auch mal dazu äußern.

Asexualität steht, wie ich finde, im totalen Gegensatz zu dem gesellschaftlichen Zwang so früh wie möglich Sex zu haben. Viele Jugendliche machen sich Probleme, weil sie dem Zwang nicht nach kommen können. Ich finde es toll, wenn es Menschen gibt die so frei sind zu sagen das sie das nicht brauchen.
So ein gesellschaftlicher Zwang würde nicht bestehen, wenn einem die Option das es anderes geht bewusst wäre.
Man muss kein Sex haben, man kann Sex haben.

Noch was anderes, ein Kumpel von mir meint jetzt er will jetzt asexuell Leben. Er meint ein asexuelles Leben sei wesentlich stressfreier und er bräuchte kein Sex mehr(mal sehen wie lange das anhält). Aber es gibt auch Gründe dafür das er so was sagt, er hatte ein paar schlechte Erfahrungen mit Freundinnen.
Ich denke das es von denen die von sich behaupten asexuell zu sein einen Teil gibt die einfach nur dazu gekommen sind, weil sie gewisse Probleme nicht verarbeitet haben.
Also nicht falsch verstehen, ich glaube das es bei einem Teil so ist. Man könnte ja nachher noch meinen ich wäre asexuellfeindlich.^^ [/B][/QUOTE]

Nö, das meine ich nicht.. es ist eigentlich gut verständlich.
Ich weiß, dass es immer und überall gewisse Leute gibt, die sich selbst belügen... sei es nun bei Homophoben, die damit homosexuelle Neigungen verdrängen, oder selbsterkorenen Asexuellen, die Sex allgemein verteufeln. Aber ich glaube, das lernt man, zu unterscheiden... Ein Asexueller hat normalerweise kein Problem damit, wenn andere Sex haben, das Problem fängt erst damit an, wenn man selbst einbezogen wird und dann Erwartungen an einen gestellt werden.
Aber einer, der einfach nur verklemmt ist, wird sich erst recht über andere aufregen... und wie gesagt, das gilt nicht nur für dieses Thema, sondern für vieles, weil es einfach nur menschlich ist. Normalerweise kommt das aber früher oder später zu Tage...

Azurite
rosenkind[QUOTE]Und ja, es gibt natürlich auch Asexuelle, die das nicht gerne sind, weil es ihnen Probleme mit ihren Beziehungen bereitet, aber das macht sie auch nicht weniger asexuell, weil sie es sicht nicht ausgesucht haben. Diese Leute versuchen ja oft auch, etwas zu ändern... aber auch nicht immer erfolgreich.[/QUOTE]

das erinnert mich schon stark an die Leidensgeschichte vieler homosexueller in Zeiten, als man homosexualität noch als psychische Störung sah. Ich denke, die wichtigste Frageist, woher das Leiden kommt, leider wer unter der Sache oder den Umständen? bei einem "ich leide, weils so wenige gibt", istdie Sache klar. bei einem "ich leide, weil ich gerne Sex hätte, aber jedesmal, wenn ich davor bin, hab ich keine Lust" sollte man nachbohren, denn das deutet dochstark auf ein trauma und dergleichen hin.

im Übrigen habe ich heute auf wikipedia was sehr interessantes herausgefunden, man lese und staune:

[color=skyblue][b]Die Libido des Mannes ist sehr stark abhängig von der Produktion des männlichen Sexualhormones Testosteron. Ohne Testosteron gibt es keine Libido.[/b] Dieser Mangel wird allerdings von kastrierten Männern (Eunuchen) als nicht allzu schlimm empfunden ("Man will nicht und man kann nicht"). Auch die weibliche Libido ist hormonabhängig. Viele Frauen berichten von regelmäßigen Schwankungen der Libido im Rahmen des weiblichen Zyklus.[/color]

insbesondere den Teil über die männliche Libido finde ich sehr interessant. Dass legt die These nahe, dass es dafür biologische Ursachen gibt. Eine weitere Parallele zur Homosexualität, bei der biologische Ursachen auch wahrscheinlich sind.

Ob diese Herkunft, sollte sie stimmen, positiv oder negativ gewertet wird, hängt vermutlich hauptsächlich vom ideologischen Klima der jeweiligen Kultur ab. biologischbedingt kann sowohl bedeuten "natürliche Spielweise der Biologie" ebenso wie "Mutation, Krankheit". hoffen wir für alle das Beste.
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von rosenkind [/i]
[B]Im Übrigen habe ich heute auf wiki was sehr interessantes herausgefunden, man lese und staune:

[color=skyblue][b]Die Libido des Mannes ist sehr stark abhängig von der Produktion des männlichen Sexualhormones Testosteron. Ohne Testosteron gibt es keine Libido.[/b] Dieser Mangel wird allerdings von kastrierten Männern (Eunuchen) als nicht allzu schlimm empfunden ("Man will nicht und man kann nicht"). Auch die weibliche Libido ist hormonabhängig. Viele Frauen berichten von regelmäßigen Schwankungen der Libido im Rahmen des weiblichen Zyklus.[/color]

[/B][/QUOTE]

Aber Rosie...das sind doch keine Neuigkeiten...!
Die weibliche Libido wird unter anderem Ebenfalls von Testosteron gesteuert, welches Frauen allerdings in viel geringeren Mengen Produzieren...

[url]http://www.netdoktor.de/laborwerte/fakten/hormone/testosteron.htm[/url]

Noch interessanter dabei ist vielleicht die Erkenntniss, warum Blonde Frauen mit den Jahren "dunkler" werden...je heller das Haar, desto höher der Östrogenpegel...!
rosenkind[QUOTE]
Aber Rosie...das sind doch keine Neuigkeiten...! [/QUOTE]

für mich schon. zumindest der Part mit den Männern. auch ich bin manchmal unwissend ;)
Pseudo-Gruftiii[quote] Für mich klingt das alles nach sich selbst quälen, sich zu etwas zwingen wollen das man nicht ist.[/quote] sollte es nicht, sorry.
GrilloHallo!

Oops, hätte nicht gedacht, dass das Thema so eine interessante Diskussion auslöst! Freue mich aber sehr über das Interesse und dass es nicht mit ein paar ironischen Bemerkungen "weggedrückt" wird.:)

@rosenkind, azurite, Pseudo-Gruftiii, Fayve:

Als "normal" empfinde ich meine Veranlagung schon. Wo ist denn der Krankheitswert? Ich verletze andere nicht mit meiner Veranlagung. Und ich habe wahrscheinlich ein leichteres Los als jemand, der unbedingt Sex haben will, aber dafür keine Partnerin findet - solche Menschen gibt es, und die haben es bestimmt schwerer als ich!

Wie sollte ich denn meine Veranlagung ändern? Es ist so, wenn jemand homosexuell ist...der kann doch auch nicht "an seinen Gefühlen arbeiten" und sich umpolen! Das Letzte, was ich für mich persönlich behaupten würde, ist, dass meine Veranlagung mir eine Vereinfachung war! Also ich nehme mich so an, wie ich bin, fühle mich wohl in meinem Körper, aber hatte immer wieder das Gefühl, aus etwas ausgeschlossen zu sein, was für andere zu den wichtigsten Dingen im Leben gehört. Nur, deshalb habe ich nicht die Sache selber, den Sex, vermißt, sondern den Bezug zu einer "Welt", die nicht die meine ist und die sich mir nie erschließen wird. Da ist einfach das Gefühl, ich bewege mich zwischen anderen, gehe zur Schule/studiere/mache Ausbildung, habe Freundschaften, aber immer, wenn dieses Thema kommt, bleibe ich "vor der Türe", weil ich dazu keinen Bezug habe. Und ich muß es nicht ausprobiert haben, um das zu wissen.

Und dass über die Medien immer wieder das Gefühl vermittelt wird, das "erste Mal" sei etwas ganz Besonderes, hat mich insofern verunsichert, als ich in dem Widerspruch steckte, "etwas zu vermissen, das ich nicht haben wollte". Aber ich habe, und deshalb bin ich asexuell, das sexuelle Verlangen nie gehabt. Da ich mich trotzdem nach einer Beziehung sehnte, hat mich das im Umgang mit Frauen, besonders welchen, die mir gefielen, doch sehr verunsichert.

Erstens, was unterscheidet eine asexuelle Beziehung von einer platonischen Freundschaft? Ich will ja auch gerne für jemand anders der wichtigste Mensch im Leben sein! Ich könnte eszum Beispiel nicht aushalten, mit einer Frau zusammen zu sein, die sich ihren Sex woanders holt, da hätte ich immer das Gefühl, das für sie Wichtigste im Leben würde sie sich von jemand anders holen, und ich wäre nur für das Zweitwichtigste zuständig.

Und zweitens habe ich mich immer gezwungen gefühlt, andere Männer zu "imitieren". Also ich tat irgendwie so wie die anderen Männer, ohne so zu sein und ohne dass die gleichen Gefühle dahinterstanden. Ich war gegenüber Frauen teilweise nicht ich selbst, sondern versuchte, das zu sein, "was eine Frau von einem Mann erwartet". Eins weiß ich immer noch nicht: Soll ich von vornherein nach eine asexuelle Frau suchen? Oder soll ich mir eine sexuelle suchen und darauf bauen, dass sie mich irgendwann so gern hat, dass sie, wenn ich ihr meine Veranlagung eröffne, bereit ist, für mich auf Sex zu verzichten?

Der Selbstfindungsprozeß und mit mir und meiner Veranlagung ins reine zu kommen, war sehr langwierig. Zu sagen "Ich habe meine Veranlagung nie als Belastung empfunden.", wäre gelogen. Und doch, sie ist da, und auf ihr aufbauend und nicht gegen sie muß ich leben, sonst werde ich nicht glücklich! Wie kann ich glücklich werden in einer Beziehung, in der etwas ein wesentliches Fundament ist, das ich lieber nicht tun würde? Um glücklich zu werden, muß ich an der richtigen Stelle ansetzen - ich darf nicht auch noch so tun, als würde ich nach etwas streben, das ich in meinem Inneren gar nicht haben will! Das wäre ja nur ein Leben "nach außen", der Wunsch, anderen sagen zu können, "Schaut mal, ich habe eine Freundin!", der ichbezogene Wunsch, im Alter Gesellschaft um mich zu haben...

Lieben Gruß,
Grillo.
rosenkind[QUOTE] Soll ich von vornherein nach eine asexuelle Frau suchen? Oder soll ich mir eine sexuelle suchen und darauf bauen, dass sie mich irgendwann so gern hat, dass sie, wenn ich ihr meine Veranlagung eröffne, bereit ist, für mich auf Sex zu verzichten?[/QUOTE]

ich glaube, die erste Antwort wäre die bessere Lösung, auch wenn sie schwerer ist. Aus Liebe verzichten natürlich viele Menschen auf etwas, die Frage ist aber, ob sie auch verzichten [B]können[/B]. Und daran scheiterts dann oft. Für eine Weile mag es gut gehen, aber ich zweifel daran, dass das so lange klappt. Verliebtsein und sexuelle Betätigungen gehen doch häufig Hand in Hand, die Sehnsucht nach Körperlichkeit und Liebe zu trennen, dürftefür einen Sexuellen verdammt schwer sein. Ich hab in einer Fernbeziehung die Erfahrung gemacht, dass sich, so doof das jetztauch klingen mag, der Libido irgendwann aufstaut, bis man sich endlich mal wieder sehen kann. hmm, weiß nicht, wie ich es dir erklären soll, aber die Sehnsucht nach der körperlichen Nähe eines Menschen ist meiner Erfahrung nach nirgendwo stärker als beim Verliebtsein. Ich glaube sogar, dass die psychische Gesundheit auf Dauer einen ähnlichen Schaden nehmen würde, wie im umgekehrten Fall, du dich zum Sex zwingen müsstest. Ich denke, große Komplikationen sind da schon vorprogrammiert, die sich nicht so schnell beseitigen lassen. Ich könnte so eine Beziehung bei aller Liebe nicht führen, jedenfalls nicht, ohne einen ganz schönen Schaden davon zu tragen.

Mit einer Frau, die aber ebenfalls asexuell ist, ist das alles ja kein Thema. Aber das finden... das dürfte wohl schon schwerer sein, als wenn man lesbisch, schwul oder bi ist. *seufz*. Aber ich drücke dir von ganzem Herzen die Daumen.

mit Vereinfachung meinte ich eigentlich nur die Kathegoriesierung, nicht die individuelle Identität, die erstmal hart erkämpfen muss, aber das hab ich ja auch schon mal geschrieben.
Celtvis[QUOTE][i]Original geschrieben von Evildoer [/i]
[B]Es tut mir leid mal etwas Negatives hierzu zu sagen:

Erster Beitrag, dabei kein erkennbarer Bezug zum Themengebiet des Forums und direkt ein Link auf die eigene Homepage...

Ich kenne einige Boards, wo das direkt rausgenommen wird, u.U. sogar eine Verwarnung erfolgt, weil dies eindeutig eine direkte Werbung ist.

Das Thema kann ja dabei durchaus interessant sein, aber ein Forum sollte sich schützen. [/B][/QUOTE]

Da hast Du nicht unrecht, aber da ich die letzten zwei Wochen auf der Insel Kreta weilte und absolut nicht an irgendeinen Computer rangegangen bin außer vielleicht an Kreditkartenterminals war es mir nicht möglich, diesen thread zu entdecken und wegen Werbung zu schließen, was ich aber hiermit nachhole.

Werbung für eigene websites bitte nur in der Toplist oder in Deiner Signatur, danke.

Thread geschlossen und link gelöscht.

Gruß,
Celtvis
Moderator

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