| Gabriel-chan | Irgendwie wird in den Medien und in der Gesellschaft Liebe total glorifiziert. Ich frage mich:warum?Wozu das ganze? Ich meine,man kommt doch auch ohne aus,ja hat sogar ein Leichteres Leben. |
| PatheticConfidence | kommst DU ohne Liebe aus? Confidence |
| Gabriel-chan | Jepp,tu ich |
| PatheticConfidence | was ist für dich Liebe? Confidence lestat danke für das Kompliment... |
| Gabriel-chan | Das ist Liebe: Jeder Mensch liebt sich selbst am meisten. Man tut nur deshalb etwas für andere und kümmert sich um sie,weil man sich selbst dadurch besser fühlt. Eine kleine Metapher: Man kann das mit haustieren,wie zb Katzen vergleichen:Man füttert sie und nimmt sie auf.Im Gegenzug dazu schnurrt sie und lässt sich streicheln. Dumme Menschen bilden sich ein,die Katze würde das von sich aus tun,dabei tut sie es nur weil sie sich Belohnung verspricht. -So ist das auch bei den Menschen,nur,dass es statt Futter Gefühle gibt. |
| PatheticConfidence | du "fütterst" also keine Menschen mit deinen Gefühlen...interessant... wirklich, denn wenn du magst erzähl mir, wie es "funktioniert", dass man/du nichts für andere fühlt... oder fühlst du, aber zeigst es denjenigen nicht, für die du es fühlst? was passiert/ist eigentlich, wenn du von jemandem geliebt wirst? Confidence |
| Gabriel-chan | Ich finde die menschliche Psyche eben generell ziemlich abstossend.Und mir fällt auch niemand ein,der anders ist. Mich liebt auch neimand,und ich könnte mir auch nicht vorstellen,dass es anders sein könnte. |
| PatheticConfidence | abstossend? inwiefern... fass das bitte nicht als ein stupides Ausfragen auf, denn ich möchte dich nur ansatzweise verstehen können, denn du bist mit deiner Lebensweise sehr interessant... was wäre, wenn, rein utopisch, dich doch jemand liebt... Confidence |
| Sarcan | @Gabriel-chan Tut mir wirklich leid, wenn du so denkst... nein, jetzt kommt nicht die Grundsatzpredigt, nur so viel: Die Liebe ist gleich mit dem Hass das stärkste Gefühl, das wir in uns tragen, sie liegt irgendwo in uns verankert. Wenn du sagst, daß die Liebe für dich keinen Wert hat, dann folge mal einem kleinen Gedankengang: Was bitte hat denn Wert? Welche deiner 'Erfolge' sollen denn bitte noch zählen, wenn du mal als lebloser Zellhaufen drei Fuß tief unter der Erde liegst? Alles ist vergänglich, absolut alles, wobei die Liebe durchaus ein ganzes Leben dauern [b]kann[/b]... aber bei all dieser Vergänglichkeit... fühlt sich die Liebe, solange sie denn andauert, noch bei weitem am besten an... ------------------ --- And every prayer we pray at night has somehow lost it's meaning |
| Black Spike | Liebe kann was wunderschönes sein, aber leider sorgt sie bei den meisten nur für Leid, wenn Beziehungen zerbrechen oder gar nicht erst zustande kommen......oder bin ich da einer der zuviele schlechte Erfahrungen macht? |
| VampyreBK | Zitat: |
| Mac | ein grosser irrtum in der menschlichen psyche. oder ein angelernter wie auch immer. man erinnert sich nur sehr viel leichter an die schlechten momente. man kann mit den schönen viel leichter leben. nimmt sie nur all zu leicht als selbstverständlich. die liebe ist für den menschen das einzig wirklich wichtige. jeder will geliebt werden. ohne liebe sind wir nichts. liebe von freunden. die eine wahre liebe die wir statistisch 3-4 mal im leben treffen. es ist unser schicksal. gabriel, sorry aber ich glaube dir einfach nicht. wenn du in das anlitz jenes einen menschen schaust dann wirst du verstehen. im moment belügst du dich meiner meinung nach einfach selbst. |
| PatheticConfidence | Black Spike... welche schlechte Erfahrungen... wenn du magst, ich höre dir zu...und dann werde ich mit meinen "klugen" Ratschlägen und Kommentaren deine Ohren (Augen) quälen...aber nur wenn du magst Confidence |
| Mac | ach und glaubst du die menschliche psyche so gut zu kennen? so gut zu verstehen? |
| VampyreBK | Zitat: |
| Gabriel-chan | Es tut mir leid,wenn sich meine Kommentare kalt und verbittert anhören,aber das ist nun mal so. Was mich an den Menschen stört,ist einfach die absolute Ignoranz,die Dummheit und die verschlossenen Augen,mit denen sie durch's Leben gehen. Ich finde die Menschen einfach wiederlich;sie sind grausam zueinander und töten sich gegenseitig. Natürlich ist das alles jetzt ziemlich verallgemeinernd,aber ich habe es aufgegeben nach Ausnahmen zu suchen. Und 'Liebe' ist auch wieder nur ein Vorwand;sie bringt Eifersucht und Verletzung hervor. Ich kann das einfach nicht übersehen,und alles durch eine rosarote Brille betrachten,was ich allerdings gerne würde,weil es einem viel erspart... |
| PatheticConfidence | Gabriel... glaub mir, wenn es die LIEBE ist, dann brauchst du keine rosarote Brille und all das Leid, die Schmerzen, Eifersucht, oder was dich jetzt sonst noch stört, wird unwichtig und wird durch das Gefühl ersetzt, dass niemand in Worte fassen könnte... Wünscht du dir Liebe? |
| SIG- TIU | Hi Gabriel, doch, ich verstehe Deinen Frust. Die Gesellschaft ist kälter geworden, der Mensch muß um existieren zu können nun einmal immer zuerst an sich selber denken. Dieses Gesellschaftsystem belohnt vor allem die besonders rücksichtslosen. Ich meine auch, es sind keine guten Zeiten für Gefühle. Aber dennoch sind wir dazu fähig, naja die meisten zumindest. Liebe zu geben und zu empfangen muß man erlernen. Sie zu finden ist ebenso nicht einfach. Wer weiß wie wenige Menschen sie jemals wirklich fanden. S.T. |
| PatheticConfidence | Gefühlen lassen sich doch nicht von Zeiten beeinflussen? kann man sie einstellen, nur weil die Zeiten schlecht sind? wenn, dann wären es doch keine richtigen Gefühle... vielleicht war das jetzt einfach nur Quatsch, aber das sind nun mal meine ersten Gedanken gewesen... Confidence |
| SIG- TIU | @ Lestat und P.C. Ich denke, die Möglichkeiten der Selbstverwirklichung des einzelnen waren noch nie so hoch wie heute. Diese Tatsache und der Weg zu dieser Selbstverwirklichung, nämlich der harte Weg über Karriereleitern haben viele Menschen zu Einzelgängern gemacht, die zu höheren Gefühlen oft nicht mehr in der Lage sind. Die Singlegeneration, dieses Schaffen eines ganz und gar eigenen Lebenskosmos in welchen kein Prtner mehr paßt ist typisch für unsere Zeit. Wie schwer tun sich viele, mit dem Partner zusammenzuziehen. Wie wenig wird auf die Probleme des anderen eingegangen, oft ist man dazu auch gar nicht mehr befähigt. Wär ich nicht so müde, ich könnte noch viele Beispiele nennen. Dies meinte ich mit schlechten Zeiten für Gefühle, für die Liebe. Und dies glaubte ich auch aus Gabriels Worten herauszuhören. S.T. |
| manto | @lestat die grenzen waren fester...heute gibt es kaum noch grenzen in bezug auf beziehungen meiner erfahrung nach, braucht man grenzen, egal auf welchem gebiet, um etwas zu bewegen/erreichen/erschaffen... ------------------ Erwarte mich, ich will dich nicht verfehlen, dich wiedersehen in dem hohlen Tal der Schatten. |
| manto | @lestat normen, gesetze, restriktionen... bsp.: der platz des einzelnen in der gesellschaft war wesentlich klarer definiert...die form, die art und weiße wie man sich gegeneinander zu verhalten hatte war geregelter...die rollen waren klar... heute kann je nach veranlagung und ausbildung jeder so ziemlich alles machen...du kannst dir deine partner selbst aussuchen...du mußt dir deine eigenen regeln und verhaltensweisen schaffen... ist ein ziemlich ausuferndes thema...schreib eine mail, wenn du es genauer möchtest, sonst wird's zu ot ------------------ Erwarte mich, ich will dich nicht verfehlen, dich wiedersehen in dem hohlen Tal der Schatten. |
| myhna | @gabriel findest du dich auch abstossend? ich meine, auch du hast eine psyche, eine menschliche... @lestat zeit für gefühle... hm... immer? wir fühlen immer, irgendetwas liebe ist... liebe ist gleichzeitig das egoistischste und doch aufopferndste was es gibt... zwiespältig, schön, grausam, aufreibend, weitertreibend, all in one ... *lächel* was es uns bringt? hm, es macht das leben interesanter... wie alles, wie alle gefühle, wie alles was mit uns, in uns, um uns herum geschieht... also WHY NOT? mýhna ------------------ >>>funktionless art is just tolerated vandalism<<< |
| Jeretik | @all: eigentlich kann ich Gabriel-chan's Sichtweise recht gut verstehen. Es gibt nichts im Menschen, das zu seiner grundsätzlichen Unterscheidung von anderen Organismen und Körpern berechtigt. Er ist zwar frei in seinen Entscheidungen aber letztendlich ist sein Ziel vorbestimmt. Dieses Ziel ist die Selbsterhaltung des Menschen; alle selbst gewählten Handlungen sind darauf ausgerichtet. Hinzu kommt allerdings ein Verlangen des Menschen nach Geltung und Ansehen etc. Durch gegenseitiges Misstrauen entsteht Machtkonkurrenz, Misstrauen und Ruhmsucht. Deshalb betrachtet der Mensch die anderen Menschen als seine natürlichen Feinde, ("Homo homini lupus"- Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf" Thomas Hobbes)und befindet sich letztendlich in ständigem Krieg aller gegen alle. Wo ist da Platz für die Liebe; Ist sie Aufrichtig oder nicht nur aus dem Bedürfniss nach Geltung oder Bewunderung entstanden? ------------------ Dunkler Gruß Jeretik |
| Spawn | Zuerst einmal gebe ich Gabriel recht. Sehe ds eigentlich genauso und bin zu folgendem Schluss gekommen. Der Mensch ist ein Ungeheuer der zu gerne alles zerstören würde wenn er einen Vorteil dadurch hätte. Sowas wie "die Liebe" gibt es nicht. Gefühle sind nur überflüssiger Ballast. ------------------ Höllische Inquisition Hail to the Darkness and the Night |
| Gabriel-chan | @Myhna ja,auch ich bin ein Mensch,und bin nicht mehr oder weniger wert als jeder andere. Und genauso abstossend finde ich auch meine Psyche.Irgendwie habe ich aber immernoch die falsche Illusion,dass ich meine Menschlichen Züge unterdrücken könnte... Etwas,dass mich auch an der 'Liebe' stört,ist dass in richtig und Falsch unterteilt wird.Was mel eben nicht in unsere Normen passt ist 'falsch'. Ausserdem ist es lächerlich was alles unter den Begriff Liebe fällt: Da beten 12 Jährige Schulmädchen irgendwelche Popstars an,oder Menschen verschwenden ihr Halbes Leben in einer unglücklichen Ehe,aus Bequemlichkeit,oder Angst vor ihrem Partner. |
| myhna | liebe ist ja nicht unbedingt das was man daraus machen kann... es ist nicht die liebe die zwischen gut und böse unterscheidet.... es ist immer der mensch der dahintersteht... was 12-jährige kiddies im fan-wahn daraus machen, kann ICH nicht liebe nennen, es ist fanatismus, ich hatte (leider) ein paar freundinnen die diesem total verfallen waren/sind! unangenehm... liebe hat viele auswüchse, auch grausame, ja, aber das muss nicht so sein! vielleicht is sie auch nur flüchtig, aber wer weiss das schon... ich kann deine ansicht schon nachvollziehen, aber ich finde sie etwas pauschaul. öffne dich, versuch andre erfahrungen zu machen... und gib nicht auch -es ist möglich- (tschakka [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif[/img] ) mýhna ------------------ >>>funktionless art is just tolerated vandalism<<< [Dieser Beitrag wurde von myhna am 19. Juli 2001 editiert.] [Dieser Beitrag wurde von myhna am 20. Juli 2001 editiert.] |
| Dracus | Ich kann an der menschlichen Psyche nichts abstossendes finden. Ihc finde sie im gegenteil äusserst interessant, und was wäre grossartiger als sie verstehen zu können? Liebe ist ein Gefühl. Gefühle haben keinen tatsächlichen Sinn in Natursystem. Alles dient nur der Erhaltung. In so fern stimmen wir vielleicht überein, Gabriel. Aber wir können gefühle haben; und was sollte uns demnach hindern, sie auch zu benutzen? Eine der besten Aussagen ist meiner Meinung nach: Auf die Frage hin "Warum hast du das gemacht?" "Weil ich es kann." Der Mensch ist bis jetzt das einzige Wesen der Welt das imstande ist zu Lächeln. Es kann sehr glücklich machen, andere glücklich zu sehen. Wer das nie kann, ist in meinen Augen ein mißgünstiger, lebensunwerter Mensch. Wenn du dich beklagst, dass andere nur an sich denken, warum schliesst du dich ihnen auch noch an? Warum nicht erst der Versuch, zu lieben oder geliebt zu werden? Wenn du es nicht schon versucht hast, solltest du es tun, vorher darfst du nicht aufgeben. Du wirst niemals alle ändern können, aber deine Umgebung kannst du erziehen - wenn du nur nach Romeos Grundsatz handelst, wenn er sagt, dass die Liebe nichts als Schmerz und Tränen ist, wirst du nicht annähernd so viel Spass am Leben haben wie andere, die lieben. Um auch deine grundfrage zu beanworten, was an Liebe so toll ist: Dein Leben scheint einen Sinn zu haben, wenn du liebst. Du hast etwas auf das und über das du dich freuen kannst. Wenn dich das noch nicht überzeugt, lebt man auch gesünder aufgrund der Endorphine und sonstigen Ausschüttungen von gesunden kreislauffördenden Sachen im Körper. Das ist duchaus toll an Liebe. Und wenn man sich nicht an die schönen Dinge erinnert, dann hat man sein Leben wirklich verschwendet und könnte genauso gut nicht sein wie sein. Ales was du sein kannst ist jemand zu sein, den man lieben kann. Alles andere liegt an den anderen. Ich hoffe nur dir jetzt nicht den Lebensmut genommen zu haben... ------------------ Submit the present evil, lest greater befall you. |
| witchking | Dunkle Grüsse Leider muss ich Gabriel in manchem Recht geben. Was ist denn Liebe? Meiner Meinung nach ist sie eine Gegenüberstellung von "Marktwerten". Du wirst nur dann von jemandem "geliebt", wenn du einen hohen "Marktwert" besitzt. Dieser "Marktwert" wird heutzutage nach äußerlichen Oberflächlichkeiten bewertet. Die Seele des Menschen ist unwichtig geworden. Das was eigentlich geliebt werden sollte. Der Zauber der Liebe ist in der heutigen "entmysthifizierten" Welt abhanden gekommen. Gerade weil die menschen so viel Wert auf Nichtigkeiten legen gehen so viele Ehen und Partnerschaften kaputt. Und was Frustrationen angeht... Seht es doch mal so... Wenn ein kleines Kind auf die heisse Herdplatte greift, wird es sich die Finger verbrennen und dann die Herdplatte nie mehr anfassen. Nichts kann uns so verletzen wie die Liebe. Sollte unsereiner nicht gescheiter sein als das Kind? Und anstatt sich die Finger zu verbrennen lieber die Finger davon lassen?Macht doch irgendwie Sinn, oder? Warum muss ich etwas mögen, was mir Schmerz zufügt? Schön ist die Liebe nur wenn sie aufgrund eines hohen "Marktwertes" erwidert wird...Wenn nicht...bedeutet es eine Qual. Tut wieder weh. Muss ich nicht haben... An sich hat Liebe auch nichts mit Menschlichkeit zu tun. Der Verstand macht uns menschlich. Er gibt uns die Möglichkeit unabhängig von unseren Gefühlen und Instinkten zu denken und zu handeln. Die Liebe ist nicht nur schön zu allen Menschen. Für manche ist sie äußerst brutal, ungerecht und zeigt ihre Krallen. Aber das lässt sich nunmal nicht ändern. Ist nunmal so. Was hat man dann eigentlich für eine andere Wahl als ohne Liebe zu leben? Habe ich die Pflicht nach etwas zu suchen was schmerzt? Muss ich lieben, wenn mein verstand sagt: NEIN! ------------------ Wenn das Leben ein Traum ist, dann hüte Dich vor dem Erwachen. Carpe Noctem! |
| Jeretik | Du liebst und wirst sogar wieder geliebt - aber die Liebe zebricht und du wirst zurückgeworfen in die Einsamkeit Du liebst ohne Gegenliebe - und in dir ist nur Verzweiflung Also warum diese "Schmerzen" nicht versuchen zu vermeiden und die Herdplatte nicht mehr angreifen ------------------ Dunkler Gruß Jeretik |
| witchking | Dunkle Grüsse Das mit der Herdplatte ist ja auch nur ein Vergleich (vielleicht...zugegeben...kein besonders guter), um das was ich meine deutlich zu machen. Ich könnte es auch mit einer Rose vergleichen, die ja bekanntermassen Dornen hat. Habe ich mich gestochen, lasse ich sie los. Eine Rose ist doch etwas schönes, oder? Mit dem "Misstrauen" bin ich bisher besser gefahren als mit meiner früheren "Offenheit". Glaube nicht das ich das leichtfertig sage. Ich habe 10 Jahre nach "Liebe" gesucht. Bekommen habe ich Demütigungen, Betrug, Verrat, Spott und noch mehr Einsamkeit als vorher. Jede Enttäuschung kostete mich einen Teil meiner selbst. Warum nicht lieber damit aufhören anstatt irgendwann auch noch den rest zu verlieren, der noch von mir übrig ist. |
| Jibriel | Lohnt es sich an Tetanus zu erkranken nur um eine Rose anzufassen? Ps. Ich bins's Gabriel-chan.Hab' mich eben umgenannt |
| Spawn | @Dracus Der Mensch ist nicht das einzige Wesen auf der Welt das lächeln kann. Der Mensch ist dafür aber das einzige Wesen auf der Welt beim dem Lächeln nicht nur ein zeichen von Fröhlichkeit ist, sondern auch Lüge, Hinterlist und Falschheit. @Witchking Der Vergleich mit der Rose ist schon nicht schlecht, zumindest von Sinnbild her. Wenn ich eine Rose sehe weis ich ja was ich erwartet, bei nem Menschen nicht. Stimme dir aber ansonsten von der Meinung zu. @Celtvis Hoffnung ist was für Träumer die die Realität nicht erkennen. Oder sie flüchten in ihr weil sie sonst keinen Sinn am weiteren Leben sehen würden. Du sagtest ausserdem das negieren von Gefühlen macht einen unmenschlich. Der Satz ist erstmal falsch zumindest aus meiner Sicht, denn Negieren bedeutet ihre Wirkung umdrehen. Denke du meinst aber das auslassen der selbigen. Also wenn Hass, Verzweiflung, Angst, Hinterlist, Folter, Ausnutzung menschlich sind so kann ich gerne darauf verzichten. Denn diese machen den Grossteil der Gefühle auf der Welt aus. ------------------ Höllische Inquisition Hail to the Darkness and the Night |
| nachtwesen | weil man dadurch Menschenkenntnis gewinnen kann evtl.?weil man in der nächsten Beziehung weiß was man tun darf,und was dann unter den Begriff "abhängig"fallen würde?deswegen vielleicht,oder nicht?Liebe hat ja nicht nur etwas mit einer Partnerschaft zu tun,du liebst doch sicher auch deine Eltern?IRGENDWEN liebt jeder,und wenn nicht,dann ist es ein äußerst negativer Mensch. |
| Jeretik | Zitat: |
| myhna | verlasst doch einmal die vordefinierten pfade: erfindet die liebe für euch neu! mýhna ------------------ <<<NO HOPE-NO FEAR>>> |
| Blackadder | Hmmmmm... Bin eigentlich auch nicht gerade der emotionalste Mensch und halte den Verstand für nützlicher als mein Gefühlsleben. Trotzdem befinde ich mich in einer langjährigen, glücklichen Beziehung, die mir sehr viel gibt, eben weil ich weiß, es gibt da einen Menschen, dem ich alles bedeute, ebenso wie dieser Mensch mir, der Austausch, das Gefühl... Nun, Liebe...wie mit allem im Leben geht man ein Risiko ein. Auch Freunde liebe ich auf eine gewisse Art, auch sie können mich entäuschen. Aber ganz ohne Freunde deswegen? Jedes Gefühl hat seine zwei Seiten, auch Haß muss nicht unbedingt negativ sein. Natürlich wird man enttäuscht im Leben, ob von der Liebe, vom Job, egal eigentlich. Wir können niemals 100%ig sicher sein in einer Beziehung, aber meines Erachtens nach können wir auch an den Enttäuschungen wachsen, uns weiterentwickeln. Wenn eine Liebe zerbricht liegt es nicht nur an einer Person. Und betrachtet man eine gescheiterte Beziehung nach einer Weile nochmal respektiv kann man vielleicht seine Fehler erkennen um sie nicht nochmal zu wiederholen. Liebe ist wichtig, denke ich. Die Alternative ist Einsamkeit, und ist die auf Dauer nicht unendlich schmerzvoller? Beste Wünsche, BLACKADDER ------------------ _________________________ Auf jede Frage dieser Welt findet man die Antwort in einem Buch. In omnibus requiem quaesivi et nusquam inveni nisi in angulo cum libro. |
| Jibriel | Man darf/Darf alles und jeden grenzenlos Hassen,aber mit der Liebe ist es viel schwieriger. Es ist einfach hart,sich sein ganzes Leben lang der Hoffnung hinzugeben;irgendwann sieht man alles objektiver. Eigendlich ist doch alles gleich...Schmerz oder Leid,biedes erinert uns mehr oder weniger sanft daran,dass wir noch leben... |
| black-rose | Tachchen, klar ist es schwer zu lieben. Aber wenn man ganz langsam damit anfängt und erst einmal objektiv betrachtet kann man schon so einigen Enttäuschungen aus dem Weg gehen. Irgendwann erkennt man dann, ob der Mensch, den man gerade ins Auge gefasst hat auch wirklich ein "guter" Mensch ist. Das weiß ich aus Erfahrung. Außerdem wird die Liebe meiner Meinung nach sowieso immer größer, anstatt kleiner, wenn man es richtig angeht. Irgendwann merkt man, ob die Freunde oder der anvisierte Partner es wirklich ernst mit einem meint. Solange sollte man auf jeden Fall noch objektiv bleiben. Aber danach kann man sich dann auch mal fallen lassen. Klar, es dauert lange, bis die Angst vor einer Enttäuschung weg ist, wenn man schon mal richtig auf die Schnauze geflogen ist. Aber Schmerz ist vergänglich. Kleiner Gruß von mir black-rose |
| Jeretik | Sicher wäre es vernünftig zunächst objektiv zu bleiben, nur leider ist die Vernunft gerade wenn es um Gefühle geht in der Regel ausgeschaltet. Man schwebt doch dann erst mal sehr hoch oben, und je höher man fliegt, desto tiefer der Absturz. ------------------ Dunkler Gruß Jeretik |
| black-rose | Hmmm...ich hab mal ne ziemlich schlimme Erfahrung gemacht. Danach konnte ich nicht mehr lieben, weil ich wußte, dass meine Gefühle im Endeffekt nur mich selbst verletzen. Also hab ich gelernt, erstmal alle Gefühle beiseite zu lassen (was auch gut ging, weil ich sowieso viel zu viel Angst vor ihnen hatte) um dann objektiv den Menschen kennenzulernen und ganz langsam Gefühle zu entwickeln. Das klappt eigentlich ganz gut. Zwar ist es für mich schwer, Gefühle zu entwickeln, aber nach drei Jahren Übung krieg sogar ich das wieder hin. Ich würde jedem empfehlen erstmal versuchen objektiv zu beobachten, bevor er liebt und so auf die Schnauze fällt wie ich. Gruß black-rose |
| Jeretik | @black-rose Das mit dem "auf die Schnauze fallen" kann ich gut nachvollziehen und nicht nur einmal (leider). Bei mir hat das halt dazu geführt, daß ich mich abschotte. Vielleicht nicht der beste Weg, aber man arrangiert sich und wird evtl. nicht so leicht verletzt ------------------ Dunkler Gruß Jeretik [Dieser Beitrag wurde von Jeretik am 24. Juli 2001 editiert.] |
| black-rose | Ja, das "auf die Schnauze fallen" kenn ich auch zu genüge. Habs auch des öfteren schon erlebt. Aber das abschotten ist auch keine Möglichkeit. Mir hat es auf jeden Fall nicht geholfen. Ich hab zwar sau viele Bekannte, aber wahre Freunde hab ich dadurch nicht gewonnen. Einsam bin ich trotzdem noch. Aber wie kommt man von diesem abschotten weg? Muß man ganz neu lernen sich zu öffnen? Ich hab das Gefühl, dass ich das gar nicht mehr kann. Gerade, wenn ich denke, ich habe es wieder erlernt, kommt ein heftiger Einbruch und ich krieche mich mehr in mein Schneckenhaus, als vorher. Wenn man erstmal damit angefangen hat, kann man schlecht wieder damit aufhören. So hab ich auf jeden Fall das Gefühl. Seit drei Jahren versuche ich schon, mich wieder irgendwie zu öffnen. Ich kriegs nicht hin. Man sollte wohl erst gar nicht damit anfangen, sich abzuschotten. Das bringt eigentlich nur noch mehr Kummer, als man vorher eh schon hatte. Gruß black-rose |
| Morpheus | Das wichtige an der Liebe ist der Schmerz... Denn im Schmerz erfährst Du was Liebe ist. |
| black-rose | Willst du denn unbedingt Schmerz erfahren. Seelischer Schmerz ist doch der schlimmste Schmerz, den man erfahren kann. Ich bin da nicht unbedingt scharf drauf mich von meinen eigenen Gefühlen verletzen zu lassen. Gruß black-rose |
| Jeretik | Zitat: |
| black-rose | Ich habe damit gemeint, dass ich mich gar nicht mehr geöffnet habe. Irgendwie ist mein Körper durch die Welt gewandert (zur Arbeit, zu Freunden, zur Schule, etc.) aber meine Seele war in ihrer eigenen Welt. Meine Probleme hab ich keinem erzählt, alles in mich reingefressen, wenn ich durch Freunde neue Leute kennengelernt habe, hab ich keinen an mich rangelassen. Ich wollte keinem einen Zugang zu meiner Seele mehr geben. Letzendlich ist es so weit gekommen, dass ich meinen Leuten wohl irgendwie scheiß egal geworden bin. Auf jeden Fall interessieren die sich nicht mehr sonderlich für mich. Die ganze Abschottung hat mir nur geschadet. Ich bin gerade dabei, einen Weg für meine Seele in die Welt zurück zu finden. Wenn ich diesen Weg gegangen bin und auch Erfolg hatte kann ich dir das gerne mitteilen. Öffnen und über Probleme reden kann ich ja schon wieder. Nur mit den Gefühlen hapert es noch ein wenig. Mal gucken, was kommt. Gruß black-rose |
| Jeretik | @black-rose: Irgendwie ist es hier in der Quasi-Anonymität auch leichter über manche Probleme zu reden als in RL. Aber vielleicht schaffe ich das ja auch mal noch. Jedenfalls viel Erfolg auf Deinem Weg ------------------ Dunkler Gruß Jeretik |
| witchking | Dunkle Grüsse Da wäre ich auch sehr für einen guten Tip dankbar. ------------------ Wenn das Leben ein Traum ist, dann hüte Dich vor dem Erwachen. Carpe Noctem! |
| black-rose | Besten Dank. Für´s erste würd ich es mal mit positivem Denken versuchen. Und versuch deinen Gegenüber an seiner Mimik und seiner Körpersprache mal etwas zu durchschauen. Mit der Zeit klappt das ganz gut. Und man kann einen Menschen danach eigentlich wirklich gut beurteilen. Was er sagt kann gelogen sein, aber der Körper, und vor allem die Augen, zeigen immer (!) die Wahrheit. Gruß black-rose |
| Jibriel | 'Auf die Schnautze fallen'ist doch gar nicht mal so schlecht...das gehört auch zum Leben. Mir tut es am meisten weh,dass ich so ziemlich jedem egal bin,keinen Schmerz und keine Freude meher empfinde. Ich habe auch gedacht,dass Abschottung der beste weg wäre,und jetzt komme ich aus dem Teufelskreis nicht mehr heraus. |
| SEIROMEM | Leichteres Leben ohne Liebe? zeitweise vielleicht, aber ohne Liebe ein Leben lang - kann ich mir nicht vorstellen. ...wie bei den kleinen Freuden - ein Lächeln zu jemandem der es nicht erwartet und es strahlt zurück.... Fühlst Du sie kannst Du eine Menge davon abgeben. Gruß SEIROMEM Zitat: |
| Rayo Del Luz | Liebe ist für mich das Kostbarste der ganzen menschlichen Existenz! Mit Liebe, und ich spreche von wahrer, reiner & selbstloser Liebe, kann ich so vieles geben. Liebe kann u.a. stärken, heilen, berühren, das Leben positiv gestalten. Meiner Erfahrung nach ist sie auch immer auf mich zurückgekommen - nicht zwingend von dem jeweiligen "Empfänger". Die Möglichkeiten sind unbegrenzt. Es ist nur eine andere Form der Wahrnehmung. Denn hätte ich geliebt mit der Erwartungshaltung unbedingt auch Liebe zu empfangen wäre es abseits des Selbstlosen. Ich denke, darin liegt ein Unterschied. Natürlich hofft man, wenn man jemanden liebt (z.B. in der Partnerschaft) daß man auch (zurück-)geliebt wird. Aber wieso immer dieser Anspruch (Sicherheit für das eigene Ego?)dahinter??? Ich habe doch immer eine Wahl. Wenn mich der Mensch "meines Begehrens" nicht liebt, so kann ich ihn doch weiterhin lieben. Es gibt doch mehr als eine "Form" der Liebe. Wenn ich es nicht wenigstens versuche, wie soll ich dann erfahren? Vielleicht läuft man noch Gefahr vor lauter Vorsicht seinen Gegenpol zu "verpassen"? Muß Liebe denn immer so verbissen gesehen werden? Das harmoniert doch gar nicht mit dem ursprünglichen Gefühl. Wo geliebt wird empfinden wir gelegentlich auch Schmerz - aber ist das denn so negativ? Es besteht doch die Möglichkeit daraus Erfahrungen zu schöpfen, die wir ohne nicht machen würden. Ich persönlich wollte nicht eine davon missen. Im Laufe der Jahre sind es viele geworden, aber Liebe ist doch immer wieder das Einzige was zählt. Wenn sie erst gewachsen oder gereift ist - es gibt so viele Facetten - und wie schön ist es sie mit jemandem zu teilen, zu (er-)leben. Dieses tiefste aller Gefühle, nein, ich könnte ohne nicht leben. Irgendwann wird die Zeit nahen in der jemand für mich da sein wird("Ich habe Ozeane der Zeit überquert um Dich zu lieben" - Remember?) Und sollte es noch dauern, diese Liebe trage ich aber schon jetzt in mir und durch meine Erfahrungen weiß mehr denn je was sie bedeutet. Wenn es "soweit" ist und wir uns erkennen werde ich in der Lage sein sie zu geben und dann wird es auch genau so "richtig" sein. Nein, ich fürchte mich nicht und habe auch keine Lust mir selbst dabei im Weg zu stehen. Was immer der Weg der Liebe für mich bereit hält oder von mir verlangt: Ich gehe diesen Weg! |
| witchking | Dunkle Grüsse @Rayo Del Luz Kann die Liebe uns nicht auch schwächen? Macht sie uns nicht verletzbar? Meinst du nicht das sie bleibende seelische Wunden reissen kann, die NIEMALS heilen? Ich habe am eigenen Leib erfahren wie grausam sich Menschen gegenüber jemandem verhalten können, der seine Liebe eingestanden hat. Ich spreche hier wirklich nicht davon "verschmäht" zu werden. Wenn es nur das wäre würde ich mich hier gar nicht darüber auslassen. (Glücklich ist wer eines findet...die wahre Liebe. - Mein Leben bedeutet bestenfalls Qualen. Remember?) Ich spreche hier auch nicht nur von eigenen Erfahrungen. Sorry, aber was du schreibst klingt mir zu sehr nach Friede, Freude, Eierkuchen, Blümchen, Schmetterlinge. Daraus besteht das Ganze laut meiner Erfahrung nicht hauptsächlich. Ich habe einmal fest an die Liebe geglaubt. Diesen Glauben habe ich verloren. Ich glaube nicht das irgendwann irgendjemand kommen wird der sich die Mühe macht oder den Willen hat mir diesen Glauben zurückzugeben. Du meinst es ist schön sie zu teilen? So selbstlos teilt in der heutigen Zeit keiner mehr etwas. Egal was. Du musst schon etwas zu bieten haben das dem "Marktwert" entspricht, sonst kriegst du nix. (Sorry das ich mich so darüber auslasse, aber dafür ist dieser Thread ja im Kaiser) ------------------ Wenn das Leben ein Traum ist, dann hüte Dich vor dem Erwachen. Carpe Noctem! |
| Rayo Del Luz | @ witchking: Hi, sei gegrüßt. Du hast absolut recht; es ist nicht nur Friede,Freude, Eierkuchen... Haha, das wär' prima ;-) Aber ich habe für mich beschlossen, auch aus diversen Anlässen, daß ich den Glauben erhalten möchte. Glaub' mir, ich wurde mehr als 1 x verletzt und nicht nur oberflächlich, aber ich lasse nicht mehr zu, daß jemand, der dieses Gefühl - aus welchen Gründen auch immer - nicht empfindet oder damit nicht umgehen kann (!!) mir alles ruiniert. Ich stand auch kurz davor, den Glauben zu verlieren, aber ich hab mich gewehrt. Das meinte ich auch mit der Wahl die ich habe. Wenn ich es zulasse verletzt zu werden... Tja, aber wenn ich das Ganze von mehreren Seiten beleuchte finde ich doch meistens einen Weg, der mir zumindest zeigt warum es nun grad so ist. Diejenigen, die mir auch noch gezielt weh tun wollen, ehrlich gesagt, die tun mir nur noch leid, weil sie doch anscheinend nicht begriffen haben worum es geht. Ich verzeihe ihnen! Ist bestimmt nicht immer einfach - aber ich glaub' eben feste daran, daß es einen Seelenpartner gibt. Warum soll ich mich durch andere ruinieren lassen, wenn es doch die "Falschen" sind. Es liegt in meiner Verantwortung wie ich damit umgehe. Vielleicht liegt es auch daran,daß ich nicht von anderen erwarte, sie müssen mich nun glüclich machen. Das "funktioniert" eher selten. Die eigenen Unzulänglichkeiten lassen einen noch empfindlicher reagieren als es sonst (im ausgeglichenen Zustand) der Fall wäre. Ich möchte dieses Thema gerne vertiefen; mir tut es unendlich leid, daß Du durch jemanden Deinen Glauben verloren hast und soviel Schmerz erlitten hast. Ich weiß nicht ob ich Dir eine positivere Sicht vermitteln kann, fände ich etwas anmaßend!! Bin ja nun auch nicht die Sachverständige für "Liebe". Und schreib bitte immer was Du denkst - sonst bringt das hier nichts, oder? Sei versichert: ich ziehe mir ja auch nicht alle Schuhe an, die am Wegesrand rumstehen. ;-) Offene Meinungen sind was zählt. Schicke Dir beigefügt etwas "Liebe" von mir (in Form von lieben Gedanken für Dich). Nun muss ich mich beeilen; der Freitag abend wartet (mit seinen unendlichen Möglichkeiten - hihi). CU :-) Rayo Del Luz |
| SEIROMEM | _____________________________________Zitat: |
| Jibriel | Gute frage...Ich habe mir gedacht,dass(wie man auch sieht)die Meinungen bie diesem Thema sehr weit auseinander gehen,und hab's einfach hierher geschmissen... |
| Spawn | Zuerstmal gehen die Meinung sogar sehr auseinander. Wie kommt ihr auf die Idee der großteil sei eurer Meinung das man nicht ohne Leben kann. Also ich würde sagen die Meinung gehen so 50 zu 50 auseinander anteilhaft an die anwesenden. Ich gehöre übrigens zur Sorte Liebe braucht man nicht, sie ist nur ein überflüssiges Relikt das mehr Nachteile als Vorteile hat. ------------------ Höllische Inquisition Hail to the Darkness and the Night |
| Blackadder | Ich denke, bei einem überwältigendem Gefühl wie dem Mysterium Liebe, das, wenn es denn eintritt, einen Großteil unserer Existenz einnimmt, ist es nur natürlich, das die Abwesenheit derselben einen Riss hinterlässt, der uns mindestens genauso, wenn nicht sogar doppelt so schlimm quält, wie vorher das Gefühl der Liebe. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass die Genesungszeit nach einer verlorenen Liebe immer doppelt so lange dauert wie die eigentliche Beziehung. Aber egal, wie wir es drehen und wenden: Wir BRAUCHEN Liebe, auch wenn wir es nicht wahrhaben wollen und versuchen uns dagegen zu wehren, tief innen hat jeder den Wunsch nach Liebe und Geborgenheit. Wir müssen nur immer aufs neue lernen, mit vorherigen Enttäuschungen abzuschliessen und uns auf etwas neues einlassen. Grundvorausetzung dafür ist natürlich das Vertrauen. Aber ist die Gefahr nicht viel zu groß, möglicherweise DEN Menschen, den wir wirklich suchen, zu verpassen, weil wir uns nicht mehr eingestehen wollen zu lieben? Das fände ich noch wesentlich schlimmer als eine gescheiterte Beziehung. Beste Wünsche, BLACKADDER ------------------ _________________________ Auf jede Frage dieser Welt findet man die Antwort in einem Buch. In omnibus requiem quaesivi et nusquam inveni nisi in angulo cum libro. |
| SEIROMEM | @Blackadder, exakt getroffen Blackadder, schwierig ist es jedoch mit der Zeit, wenn der Riss zu gross geworden ist. Auf der Suche nach anderen Alternativen, diese Schmerzen oder das Alleinsein zu überwinden, verdrängt alles, was eigentlich Liebe so ausmacht. Bei einer Konfrontation dieser doch durchaus positiven Gefühle nach langer Zeit der Abstinenz wie sollte man sich Deiner Meinung nach verhalten? Die Gefahr daneben zu liegen oder mit voller Wucht in die Fettnäpfe springen, sich blutige Nasen holen etc.etc ist doch sehr groß. Damit verbunden wieder einmal negative Gedanken und Erinnerungen, des verletzt werdens - ab zurück ins Schneckenhaus ? Nachtschwarze Grüße SEIROMEM ------------------ Der Schmerz ist der große Lehrer des Menschen. Unter seinem Hauch entfalten sich die Seelen |
| witchking | Zitat: |
| SEIROMEM | witchking, erlaubst Du eine Stellungnahme zu Deiner Frage an Celtvis? Mein Eindruck ist, daß ihr 2 von ganz unterschiedlichen Standpunkten die Angelegenheit betrachtet. Ist aber nur eine Vermutung. Ich glaube nachempfinden zu können, wie schlimm es sein kann, wenn man nach Ende einer Beziehung, die möglicherweise über längere Jahre dauerte, feststellt, daß man möglicherweise gar nicht mehr seiner selbst oder gar jemand anderes ist. Dennoch, m.E. hat das nichts damit zu tun, daß es möglich ist, nach einem Schlußstrich ein anderes Glück zu finden. Wie auch immer.. die Frage galt nicht mir... Wenn ich von Schneckenhaus spreche, dann ist bzw. war das wohl eher meine Vorgehensweise, ziehe mich zurück, stillschweigend mit meinen Gedanken..fresse/fraß immer mehr Unmut in mich hinein..so lange bis es nicht mehr geht und es eigentlich nur noch 2 Richtungen gibt, die man einschlagen kann, leben oder ... Ich stellte fest, wie hoch und fast undurchdringbar die Mauer um mich herum geworden ist...habe mich entschlossen, diese aufzubrechen, darum bin ich hier. Marktwert? Nun - ehrlich gestanden, habe ich die Stelle nicht gefunden, auf die Du Dich beziehst. (vllt etwas oberflächlich von mir, nicht weiter danach zu suchen) Solltest Du damit meinen nur nach Äußerlichkeiten eine mögliche Seelenverwandtschaft zu suchen, muß ich gestehen, wäre das wohl nicht der richtige Weg, denn die wahren Schätze liegen im Verborgenen.Vllt findest Du sie auch hier im Board? Alleinsein ist auf Dauer m.E. nicht auszuhalten. Der Gedankenaustausch mit anderen ist zwingend erforderlich, wenn ergo 2 Seelen erahnen können, was oder wie der eine oder andere agieren oder reagieren würde in der einen oder anderen Situation, dann denke ich kann man von Seelenverwandtschaft sprechen. Hat man jemanden gefunden, der bereit ist ein derartiges Vertrauen einem zu Teil werden zu lassen, finden, so meine Erfahrung, wesentlich tiefgreifendere Gespräche miteinander statt. Das Gegenteil hiervon ist dann wohl die Oberflächlichkeit- stellt sich nur die Frage, wer heute diese befürwortet oder gar ein Liebender dieser ist? Gruß SEIROMEM [Dieser Beitrag wurde von SEIROMEM am 03. August 2001 editiert.] |
| Blackadder | Zitat: |
| SEIROMEM | Blackadder, vielen Dank für Dein Posting. Darf ich zitieren? [QUOTE]Original erstellt von Blackadder: [B] Andererseits, was ist ein dauerhafter Ersatz für Liebe? ____________________________________________ Sicherlich hast Du recht, dauerhafter Ersatz für Liebe, welcher Art auch immer gibt es wohl kaum. Ablenkung heißt dann dieses Zauberwort, Beruf, Sport, Parties... Schlimm wird es nur, wenn eines der oben genannten Ablenkungsmanöver mehr als 50% des Daseins ausmachen. Näheres dazu an anderer Stelle. ------------------ Zitat: "wie gesagt, es ist unmöglich allen Verletzungen im Leben aus dem Weg zugehen. Und wenn man sich gegen die Liebe entscheidet verletzt man sich letzten Endes doch irgendwie auch selber, denn es bleibt trotzdem der bittere Nachgeschmack, denn das Gefühl ist dann ja nicht weg." --------------------------------------------- Bin mir nicht so sicher, ob dieses Gefühl nicht irgendwann aufhört zu existieren. Es wird doch ziemlich tief vergraben und entdeckt man es wieder löst es doch meistens Missverständnisse & Chaos aus. Sachlich betrachtet hätte man unter normalen Umständen sicherlich anders reagiert und ist die Liebe dann wieder verschwunden, ist doch meist das Sachliche in einem, welches Überhand gewinnt und all diese Fragen stellt, warum es so gekommen ist und man macht sich Vorwürfe, es so und nicht anders getan zu haben...Ergebnisorientiert betrachtet lehrt diese Fragerei am Ende des Zusammenbruchs letztendlich die Positive Erfahrung, weil man es vermutlich zukünftig nicht mehr so handhaben wird. Was aber, wenn dieser Vorsatz einmal zu häufig Grundlage für eine neue Basis, ein erneutes Miteinander getroffen wurde und dennoch sich herausstellt, daß es auch keine bessere Alternative war? Beste Wünsche auch Dir, Blackadder SEIROMEM ------------------ Der Schmerz ist der große Lehrer des Menschen. Unter seinem Hauch entfalten sich die Seelen |
| Blackadder | @Seiromem Ich verstehe die Problematik. Aber ich denke nicht, das Liebe auf Dauer aufhört zu existieren. Man kann seine Gefühle zupacken, einschliessen, wegsperren, eine Mauer drumherumbauen, sicherlich. Aber irgendwann beginnt auch die beste Mauer zu bröckeln, Risse zu kriegen, ganz davon abgesehen, das meistens noch wesentlich schlimmer ist, ständig gegen Gefühle anzukämpfen als sie zuzulassen. Ich denke, der „Trick“ sollte sein, sein Gegenüber, seine „Liebe“ erst innerlich zu erforschen. Wenn man das Innere eines Menschen besser kennengelernt hat, ist es einfacher zu entscheiden, ob sich das Risiko lohnt, sein „Schneckenhaus“ zu verlassen. Der Abkapsel-Effekt ist ja eigentlich auch nicht nur negativ, oftmals sogar notwendig, um wieder zu sich selber zu finden. Man muss halt nur irgendwann wieder hervorkommen und sich selber beweisen, daß es auch anders geht. Ein Fehler ist vielleicht, das wir irgendwann in einer Beziehung den Partner als selbstverständlich hinnehmen. Wenn wir uns nicht immer wieder selber bemühen, in den anderen hineinzusehen kriegen wir Veränderungen nicht mit, die auf ein erlischen seiner Gefühle hinweisen. Es gibt immer Zeichen, ehe eine Beziehung endet, wir wissen sie nur nicht zu deuten. Natürlich ändert das nichts an der Bitterkeit der Erfahrung, aber ich denke doch, wir können negative Beziehungen nutzen, um uns in zukünftigen nicht mehr so leicht überraschen zu lassen. Aber ich schweife ab... Das Problem ist: Je öfter ich mir die Finger verbrenne umso eher bin ich bereit aufzugeben, weil mich meine Erfahrung lehrt, das es die Mühe nicht wert ist. Aber: Ist eine Beziehung, weil sie beendet ist, immer nur schlecht? Es gibt viele Momente in denen wir glücklich waren in einer Beziehung. Viele Erinnerungen, die uns sicherlich einerseits traurig machen, aber auch wärmen können. Darauf müssten wir sehen und daraus sollten wir unsere Motivation holen weiterzusuchen, nicht aufzugeben. Ich habe irgendwo mal gelesen, „Es gibt nicht den oder die Richtige, nur viele Falsche die man sich zurecht biegen muss.“ Ich finde, das trifft es sehr gut. Wir sind immer fixiert auf unsere letzte Liebe, weil es die grösste, schönste, beste Beziehung war. Aber es gibt hunderte, tausende anderer Wesen da draussen, die uns das Gegenteil beweisen können, die mit ebensolcher Inbrunst geliebt werden wollen und bereit sind Liebe zu geben. Warum wegen einem oder mehreren Menschen, mit denen es nicht geklappt hat, sich die Chance nehmen lassen den richtigen zum „zurecht biegen“ zu finden? Ich weiß, es schreibt sich einfach, und es ist ein langer Prozeß, ein langer, schmerzvoller Weg. Die Welt ist schlecht, und für viele ist eine Beziehung nur ein netter Zeitvertreib, aber ich kann aus eigener Erfahrung sagen, das es die Mühe wert ist lange zu suchen und die Schmerzen in Kauf zu nehmen, denn wenn man den Menschen gefunden hat, der einem alles bedeutet und der für einen selber das gleiche empfindet, entschädigt das für alle vorher durchlebten Schmerzen. Beste Wünsche, BLACKADDER ------------------ _________________________ Auf jede Frage dieser Welt findet man die Antwort in einem Buch. In omnibus requiem quaesivi et nusquam inveni nisi in angulo cum libro. |
| SEIROMEM | Blackadder, wenn Du gestattest eine persönliche Frage, die sich nach dem Lesen Deiner Worte bei mir stellt? Kann es sein, daß Du seit einiger Zeit in einer sehr glücklichen Beziehung steckst und denjenigen/diejenige Deines Herzens bereits gefunden hast? Mir fallen nach Deiner Beschreibung die Worte meiner Zwillingsschwester ein, die bereits seit einigen Jahren glücklich verheiratet ist. Die Gründe, warum sie so glücklich sind liegen darin, daß jeder seine Freiheit geniesst, keine Eifersucht aufkommt, wenn sie sich unabhängig voneinander mit Freunden/Freundinnen verabreden. Jeder die Kritik des anderen zulässt, und jeder sehr aufmerksam auf die Veränderungen im Leben des Partners eingeht, ja offen miteinander bespricht und gemeinsame Lösungen zu finden versucht. Darüber hinaus gibt es den Rückhalt der Schwiegereltern, denn wahrlich, meine bzw. unsere Eltern - wir hatten keine. Wie Du vllt an anderer Stelle erfahren hast und ich bereits auch innerhalb dieses Threats sagte, habe ich vor, in meinem Privatleben "gross Reine zu machen". Die Mauer um mich herum abzubauen, ein wahrlich nicht einfacher Weg. Wenn Du mir dabei hilfst, in dem Du mir zuhörst, so erfreut mich das sehr. Meine letzte große Liebe oder vllt die Einzige? Es war nicht meine letzte Beziehung und dennoch ich hatte mich den anderen die ihr folgten nicht verschlossen. Werde und habe auch niemals versucht jemand anderen zu ändern auf mich anzupassen, denn ändern kann man sich nur selbst. Ich vermag es nicht, andere zu manipulieren, denn jeder Mensch ist ein Individuum und seiner selbst. Hat man den Weg zueinander gewählt, so sollte man jedoch stets offen miteinander umgehen und miteinander reden. Wenn meine Mauern soweit abgerissen sind, die Vergangenheit bewältigt ist, hoffe ich auch wieder meine Liebe mit jemandem teilen zu können. Denn mittlerweile ist mir klar geworden, daß davon einen ganze Menge in mir steckt, die nur darauf wartet mit jemand anderen geteilt zu werden. Es geht nicht ohne, nicht bei mir. Momentan brauche ich nur diese Kraft für mich allein, kann nicht teilen - im Gegenteil, will noch mehr von anderen haben, weil meine Kraft nicht ausreicht... Wenn Du Deine Gedanken mit mir hier teilst, habe ich das Gefühl, daß Du mir ein Teil Deiner Kraft abgibst. Vielen Dank dafür. Gruß SEIROMEM |
| Blackadder | SEIROMEM, nun, so furchtbar persönlich ist die Frage eigentlich nicht. Tatsächlich bin ich schon relativ lange in einer glücklichen Beziehung, war aber eine sehr, sehr lange Zeit auch abgeschottet was den Bereich Liebe angeht...ehrlich gesagt, ich glaube erst meine Freundin hat mir wirklich gezeigt was es bedeutet. Es war auch für mich ein weiter Weg bis dahin und unsere Beziehung war nicht immer einfach, aber unsere „Feuerprobe“ haben wir durchstanden und sind uns beide unserer Verbindung zueinander sicher, denke ich. Ich freue mich, wenn ich dir ein bisschen helfen kann und dein Ansinnen, deine Mauern zu senken ist noch erfreulicher, ich weiß schließlich, welch komplizierter Prozeß das ist. Und deine Einstellung zur Liebe zeugt eigentlich nicht von einem Menschen, der keine Beziehung führen kann, im Gegenteil, es klingt nach jemanden, der bereit wäre, alles zu investieren in eine Beziehung. Wichtig ist, sich Zeit zu nehmen, sich nicht selber unter Druck zu setzen. Ich weiß nicht, wie lange du dich schon „abschottest“, aber je länger man Mauern um sich baut desto behutsamer muss man bei ihrem Abbau vorgehen, ansonsten riskiert man, von seinem eigenen Gefühlsleben überwältigt zu werden...meiner Meinung nach. Ich finde, du tust gut daran, Kraft zu sammeln bevor du dich auf eine Beziehung, in welcher Form auch immer einlässt, je mehr desto besser, dass ich dabei eine Hilfe sein kann, ehrt mich sehr, danke dir. Ich bin sicher, du schaffst es. Beste Wünsche, BLACKADDER ------------------ _________________________ Auf jede Frage dieser Welt findet man die Antwort in einem Buch. In omnibus requiem quaesivi et nusquam inveni nisi in angulo cum libro. |
| SEIROMEM | Hey Blackadder, ja, zu dem Entschluß erst einmal die Vergangenheit zu bewältigen, die Mauern abzubauen ich habe ihn gefasst. Es hier öffentlich zu tun, ist wie bereits an anderer Stelle gesagt, eine Gratwanderung. Dass ich hierbei auch Verluste erleide, ist mir durchaus bewußt, wenn auch sehr schade. Gestern sprach ich nach langer Zeit wieder mit einer Freundin, die ich bereits seit einigen Jahren kenne. Ich erzählte ihr von meiner neuen Art der Vergangenheitsbewältigung, sie erwähnte bereits aufgrund ähnlicher Probleme in Therapie zu sein. Eine Therapie, das Wort habe ich in den letzten Tagen von verschiedenen Seiten gehört. Nein, nach Durchlesen der ersten Lehrbuchseiten, mit dem sie arbeitet, kann ich nichts anfangen, da sind mir offene Worte hier 1000 mal lieber. Ist wohl auch eine Art Therapie, hier - und ich habe festgestellt, daß es mir nicht allein so geht. Es motiviert und ich komme mittlerweile schon besser klar. Sollte ich eine neue Beziehung anfangen, würde ich alles daran setzen dafür zu sorgen, daß ein täglicher Trott, eine Routine nicht eintreten mag. Würde Freiräume lassen wollen und andererseits auch eigene Freiräume beanspruchen. Ich glaube eine ganze Menge Wärme abgeben zu können, welche auch durchaus gern schon angenommen wurde. Es ist nur schwierig in Situationen wie meiner derzeitigen. Missverständnisse, Überreaktionen sind vorprogrammiert, diese wieder zu beseitigen erscheint schier unmöglich. Nun denn, wie heißt es so schön, Zeit heilt alle Wunden - mal sehen, was alles noch so passiert. Habe ein sehr angenehmes Wochenende gehabt und durch das Setzen meines Threats im Hospital, die niedergeschriebenen Worte, ja sie haben mich auch etwas befreit. Jedes Wort, welches ich hier schreibe hilft mir sehr im Augenblick. Denke aber, daß ich über kurz oder lang mich auch wieder weniger intensiv auf diesen Seiten einloggen werde. Vllt bleibt der eine oder andere Emailkontakt, würde mich zumindest freuen. Es gibt durchaus auch Personen, mit denen ich gern über dieses Maß hinaus in persönlichen Kontakt treten möchte. Brieffreundschaft oder ab und zu ein Telefonat, wäre schon nicht schlecht. Das ist aber Zukunftsmusik und derzeit weiß ich einfach noch nicht, wohin mich dieser Weg einmal bringen wird. Schaun wir mal. Wenn wir weiterhin diesen regen Gedankenaustausch hegen, würde es mich sehr freuen. Bis bald SEIROMEM |
| Blackadder | Hi SEIROMEM, ja, ich denke auch, darüber reden und "sich selber finden" wenn ich das so platt ausdrücken darf ist das wichtigste und die einzige Hilfe. Insbesondere die Gedanken anderer können einem manchmal eine Hilfe sein. Therapien...nunja, die machen zumeist nur dann Sinn, wenn man einen guten Therapeuten hat, andernfalls wird mehr kaputtgemacht gemacht als gerettet. Und mir persönlich sind viele dieser Ansätze doch zu abstrakt. Deine Offenheit zu diesem persönlichen Thema ist bewundernswert. Bin leider etwas unter Zeitdruck, werde heute abend hoffentlich ausführlicher Zeit haben. Beste Wünsche, BLACKADDER ------------------ _________________________ Auf jede Frage dieser Welt findet man die Antwort in einem Buch. In omnibus requiem quaesivi et nusquam inveni nisi in angulo cum libro. |
| SEIROMEM | Hey Blackadder, die Zeit streicht dahin, unfassbar. Es passiert so viel an bzw. in 24 Stunden... Hast Du noch so viel Stress? Ja, meine Offenheit - sie wird nicht immer so verstanden, wie sie gemeint ist. Bin nicht immer so gewesen, denke jedoch, daß man langfristig damit besser fährt, wenn alles auf den Tisch gebracht wird und auch wenn möglichst direkte Kommunikationswege gesucht werden. (Dabei fällt mir auf, daß ich mir selbst diesbezüglich einmal an die Nase fassen muß) Nun ja, wie gesagt - ich arbeite daran. Heute ist ein Tag, bei dem es so gelaufen ist und ich ein breites [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif[/img] auf dem Gesicht trage. ?? Gehört das jetzt eigentlich hierher ?? Wie auch immer - ich hoffe, man nimmt mir diese Stellungnahme an dieser Stelle nicht übel. Es hat zwar weniger mit Liebe zutun, mehr mit dem "Miteinander" - daher Dank für das Verständnis an dieser Stelle. Das Thema mit den Therapien und Therapeuten, sollten wir vllt an anderer Stelle bereden. Beste Wünsche auch an Dich Gruß SEIROMEM |
| Blackadder | SEIROMEM, Nein, Streß habe ich weniger, nur ein sehr instabiles Netz in letzter Zeit... [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/frown.gif[/img] Weiß auch nicht was da los ist. Ich denke, deine Stellungnahme passt trotzdem hierher, denn was ist Liebe anderes als ein intensives Miteinander? Aus dir klingt heute ja der pure Optimismus....wundervoll, noch ein Mensch dem es gut geht??? [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif[/img] Was mir noch einfiel...(auch wenn ich wieder ein paar Schritte zurück gehe, fürchte ich...*g*) Ich habe bei vielen Menschen in meinem Bekanntenkreis festgestellt, wie unfähig man sein kann, einen Menschen gehen zu lassen. Ist die Liebe in die Brüche gegangen neigten viele zu spontanem Telefonterror, exzessivem Warten an Haltestellen auf den/die Verflossene und ähnlichen. Ist es nicht merkwürdig, wie schwer es uns fällt, jemanden wieder gehen zu lassen, den wir vorher nie gekannt haben? In welch schwarzes Loch wir fallen, wenn wir feststellen, das wir nicht unersetzbar sind? Ich glaube, das macht den Schmerz aus....Das Gefühl, „irgendein Ex...“ zu sein, oder? Nun, nicht alleine, aber mit etwas Abstand betrachtet glaube ich, das dieser Punkt einer der schmerzvollsten ist. Wir waren für einen Moment alles, und im nächsten sind wir nur noch Jemand während wir unsere Liebste/n noch immer auf einem Podest halten, anbeten und vergöttern. Sollten wir jemanden hassen, der uns verlässt? Obwohl es unfair wäre? Wenn es uns hilft? Unsere Emotionen, die an diesem Menschen festhalten sind schon merkwürdig, denn im Grunde lieben wir glaube ich gar nicht mehr den Menschen, der uns verlassen hat. Nein, wir lieben den Menschen von vorher, während der Beziehung. Das ist in Ordnung, wenn wir nicht unser ganzes Leben nach ihm ausrichten, uns selbst aufgeben, da liegt die Gefahr. Ist es ein Mensch wert, sich selbst aufzugeben? Liebe gibt einem Menschen alles, warum sollte sie weniger als das nehmen? Es gibt IMMER ein später, einen neuen Anfang, wenn man daraufhin arbeitet. Wir können niemanden zwingen, uns zu lieben, wir können uns nur selber liebenswert machen... (Ein Zitat, glaube ich, aber frag mich nicht wo ich das wieder gelesen habe....) Konfuse Gedankengänge und Fragen, die ich jetzt einfach mal zusammengetragen habe, auch wenn sie nichts zur Klärung beitragen können. Beste Wünsche, BLACKADDER ------------------ _________________________ Auf jede Frage dieser Welt findet man die Antwort in einem Buch. In omnibus requiem quaesivi et nusquam inveni nisi in angulo cum libro. |
| SEIROMEM | Blackadder, ehrlich gesprochen geht es mir immer besser. Meine Aufenthalte hier im Board, die Verweildauer, sie nimmt ab. Gut oder schlecht? Denke ich an all diejenigen und deren Meinung hier muß ich hierher, weniger eigentlich wegen meiner Instabilität. Ein besseres Gefühl. Der/die Ex... und loslassen können, ich denke es ist sehr schwer. Trotzdem bleibt es der Mensch, für den ich mal sehr viel empfunden habe, schöne oder schlechte Zeiten erlebt habe. Erinnerungen, die ich selten abstellen kann - bei negativen Erinnerungen ist es mehr der Versuch des Verdrängens oder Vergessens. Offene Worte oder zumindest der Versuch, daß der andere die Entscheidung des einen besser versteht ist mittlerweile der Weg, den ich für Trennungen am besten halte. Wenn ich das Gefühl habe, das der Grund meines Handelns verstanden ist, geht es mir besser. Über diese Brücke zu gehen ist nur sehr schwer, da viele es doch bereits im voraus ablehnen, einen derartigen Weg zu beschreiten. Spontaner Telefonterror nicht nur wegen dem/der Ex, sondern auch anderer Problembewältigungsaktionen, ja - dazu offen gestanden neige ich auch. Ohne es zu bemerken, passierte es mir ebenfalls, daß ich Freunde derartig "vergewaltigt" habe. Ich danke ihnen sehr, daß sie so viel Verständnis für mich aufgebracht haben und mich nicht fallen ließen. So etwas ist schon sehr wertvoll und denke ich, zeichnet gute Freunde aus, differenziert sie von denjenigen, die man sonst noch beiläufig als "Freunde" bezeichnet.. Mein Posting fällt heute etwas kürzer aus. Wenn Du erlaubst, komme ich zu einem späteren Zeitpunkt noch mal hierauf zurück. Wochenende steht vor der Tür ... Darf ich noch eine abschließende Frage stellen? Mein Magen meldet sich ein wenig, wenn ich Dein Posting hier lese und es kommt mir vor, als wenn Dich irgendetwas sehr bewegt.. Gruß SEIROMEM [Dieser Beitrag wurde von SEIROMEM am 10. August 2001 editiert.] |
| Blackadder | SEIROMEM, keine Sorge, mir geht es gut, das waren einfach nur Dinge, die mir schon eine ganze Weile zum Thema im Kopf herumschwrrten und die ich einfach kurz loswerden wollte. Ja, man merkt wie es dir immer besser geht, du scheinst richtig aufzublühen...*g* Ob es gut oder schlecht ist, das du weniger auf dem Board bist.... nun, ich denke, gut in Hinsicht auf dein Gefühlsleben, schlecht für uns Board-Nutzer, denn mir zumindest würden deine Postings fehlen. Und man kann ja auch posten, wenn es einem gut geht, nicht wahr? Wäre also schade, wenn man dich hier ganz missen müsste. Bevors ganz Off-Topic wird: Ich dachte mir, das du so denkst, ehrlich gesagt, mir geht es nicht anders. All diese Dinge sind wohl teil des "Heilungs-Prozesses" wie bei jeder Wunde, die noch schmerzen kann obwohl sie verheilt. Ich hatte vor kurzem ein langes Gespräch mit einer Person, die nach langen Jahren von ihrem Liebsten verlassen wurde und mit dieser Situtaion nur so gerade eben klarkam (ich glaube, deshalb auch mein etwas konfuses Posting weiter oben [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif[/img] ). Sie sagte im Laufe unseres Gespräch einen Satz, den ich sehr passend fand: "Egal wieviel Zeit vergeht, egal wieviel neue Beziehungen kommen, ich werde seelisch immer eine Narbe behalten, die mich an diesen vergangenen Schmerz erinnert." Dem stimme ich zu, aber man sollte lernen, nicht immer in alten Wunden zu rühren. Freue mich, das es dir besser geht, ich hoffe, du bleibst trotzdem bei uns [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif[/img] Beste Wünsche, BLACKADDER ------------------ _________________________ Auf jede Frage dieser Welt findet man die Antwort in einem Buch. In omnibus requiem quaesivi et nusquam inveni nisi in angulo cum libro. |
| SEIROMEM | Blackadder, Danke für Dein Kompliment. Du siehst, dieses Wochenende, speziell heute komme ich einfach nicht umhin meine postings überall dort zu setzen, wo ich gestern nicht mehr war. Es tut sich sehr viel hier. Okay bleiben wir im Thema. Narben sie bleiben, ich denke auch manchmal an meine letzten Beziehungen und an diejenigen, die eine hätten werden können. Die Zeit heilt alle Wunden, ein Spruch den mir mein Grossvater mit auf den Weg gab. Ist es so? Ich denke schon, mit der Zeit fängt das vergessen an und wenn es jmd neues gibt, dann kommen bittere Gedanken nur auf, wenn man miteinander nicht glücklich ist. Es werden Vergleiche angestellt insgeheim, obwohl man es vllt gar nicht will, dennoch es kommt hoch. Aber Liebe, nein wirklich nicht, ich kann nicht ohne sie und ich hoffe, dieses Gefühl bald wieder mit jmd teilen zu können. Das kann man dann auch als aufblühen bezeichnen. Ich fühle den Puls...das Glück..obwohl..fehlt dazu noch der notwendige Gegenpart... Mitte des Monats bzw. Ende des Monats werde ich beruflich nach Berlin verschlagen, da wird es schwierig mit posten..wie ich das dann ohne aushalten soll, weiß ich noch nicht...die Zeit vergeht.. Gruß SEIROMEM |
| Blackadder | SEIROMEM, ja, der Gegenpart....glücklich wer ihn findet, abr ich bin sicher, du wirst ihn finden. Sicher, Narben werden bleiben und Vergleiche wird man wohl auch immer ziehen, aber kein Mensch ist wie der andere, daher bringen Vergleiche selten etwas. Wichtig ist, den Ausgleich zwischen geben und nehmen zu halten, sich fallen lassen können und Vertrauen. Insbesondere Vertrauen, das muß man wieder finden. Eine Frage, die mich zum Thema beschäftigt: Glaubst du, es macht Sinn, eine einmal beendete Beziehung wieder neu zu beginnen? Beste Wünsche, BLACKADDER ------------------ _________________________ Auf jede Frage dieser Welt findet man die Antwort in einem Buch. In omnibus requiem quaesivi et nusquam inveni nisi in angulo cum libro. |
| SEIROMEM | Blackadder, hast Du ihn schon gefunden? Woher nimmst Du die Zuversicht, daß ich ihn jemals finden werde? Wenn ich nur in I-Café's herumhänge, Einladungen zu Parties nicht annehme, wird das nie was....jetzt vllt noch nicht..das ist dann das Positive, wenn ich mit dem Posten aufhöre...Zeit für mich, mich auf die Suche begeben... Suche? - Nein, keine Suche, es muß einfach so passieren, denn wie sagte ich bereits, wenn ich zu engagiert suche, finde ich es sowieso nicht... Ein ewiger Kreis, die Ausgewogenheit ist wohl hier gefragt. Von jedem ein bischen. 1h im Café statt 2 oder 3h. Party machen, nicht jedes Wochenende vllt. im 2 wöchigen Rhythmus, obwohl Standardisieren sollte man tunlichst vermeiden, sonst wird es langweilig. Zitat: |
| Blackadder | SEIROMEM, warum ich mir so sicher bin.... Hm, nun, es spricht etwas aus deinen Postings, das mich zu der Überzeugung bringt, du scheinst nicht der Mensch zu sein, der alleine bleiben wird. Ich glaube, wenn jemand wirklich wieder will und sich selber die Zeit gibt die er braucht für die Suche, wird er Erfolg haben. Nicht zuletzt dein Wille wieder am "aktiven Leben" draussen teilnehmen zu wollen ist ein deutliches Zeichen. Du bist auf dem Weg, und das ist das wichtigste, der Rest wird, wie du sagst, kommen, wenn die Zeit reif ist. Ich selber habe meine Liebste auch auf Umwegen kennengelernt, entgegen allen Erwartungen hat es mit uns geklappt obwohl es zeitweise sehr, sehr schlecht aussah und fast alles zu Ende ging. Aber ein Ende kann auch ein neuer Anfang sein... Beste Wünsche, BLACKADDER ------------------ _________________________ Auf jede Frage dieser Welt findet man die Antwort in einem Buch. In omnibus requiem quaesivi et nusquam inveni nisi in angulo cum libro. |
| Fee | Nach langer Zeit melde ich mich auch mal wieder zu Wort. Ich habe mir die bisherigen Postings nur auszugsweise durchgelesen und mußte feststellen, daß einige die Liebe scheinbar für unwichtig oder gar lästig empfinden. "Liebe - was ist so toll daran" - das können m.E. nur Leute fragen, die bisher keine richtige Liebe empfunden haben/empfinden durften. Eine Liebe, die auch erwidert wird, ist das stärkste und kraftgebendste Gefühl überhaupt. Ohne Liebe wäre für mich das Leben absolut freudlos und nicht lebenswert. |
| LostGhost | @ Fee *kopfnick* gruß -lg- PS: Hallo Fee, schön wieder mal von Dir zu hören, habe Dich ganz schön vermißt! [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif[/img] ------------------ Am interessantesten ist die Innenseite der Aussenseiter. -Jean Genet- |
| GwendolYnn | zuerst möcht ich sagen, das ich mir den ganzen thread (alle 7 seiten) nicht durchgelesen habe, will aber trotz allem stellung nehmen weil ich mich in einer ähnlichen situation befinde. Für was liebe? sicher ist sie präsent doch ich versuch sie einfach wegzustellen, weil ich sie einfach nur lächerlich finde.stattdessen hasse ich immer leidenschaftlicher. "ich liebe es zu hassen" ich spiele gern mit menschen tu ihnen weh.besonders einem menschen. warum ich das tue? mir ist einfach langweilig (welch fadenscheinige aussage)aber naja... es wäre wohl zu lang wenn ich die umstände näher beschreiben müsste. trotzallem, er hat mir weh getan also muss er bluten...ich bin immer faszinierter von der vorstellung eine person in den wahnsinn zu treiben, sie solange zu foltern bis sie wirklich wahnsinnig wird und sachen macht, die sie vorher niemals gemacht hätte zB (gewalttätig werden) soll ich stolz darauf sein, dass ich einer person schaden zu füge,geistig als auch körperlich? ja, besonders einer person! ja, es gibt mir innerlichen frieden. da hatt das wort liebe niemals platz. ich verabscheue dieses wort...ICH HASSE! "We hate love, we love hate" dunkle grüsse V. |
| SEIROMEM | GwendolYnn, Hass ist doch eine Folge von sehr starker, enttäuschter Liebe. Irgendwie stellen sich meine Nackenhaare auf beim Lesen Deiner Zeilen. Wie auch immer die Vorstellung bleibt hinter der Realität zurück. Das gibt es immer wieder. Füttere nur diese ganzen abscheulichen Klatschspalten in irgendwelchen niveaulosen TV Kanälen - irgend jemand muß es ja tun, sonst hätten die nichts mehr, worüber sie sich ihre Mäuler zerreissen können. Nachtschwarze Grüße SEIROMEM |
| GwendolYnn | ich werde nicht trauern, es zerstört mich, oder bin ich vielleicht schon längst zerstört? hat mich die vergangenheit eingeholt weil meine erste große liebe im auto verbrannt ist? ja, ihr habt alle so recht wenn ihr sagt ihr wisst was ich fühle. |
| Blackadder | Haß ist eine überaus mächtige Triebfeder, insbesondere wenn er Hand in Hand mit Liebe geht, oja... Ich möchte nicht sagen daß ich weiß, was du fühlst, GwendolYnn. Aber ich denke, ich kann es zumindest im Ansatz nachvollziehen, da es auch in meinem Leben eben den Menschen gibt, den ich am liebsten vor mir im Staub sähe, den ich hasse und verachte. Doch ich habe mich, statt ihn zu "vernichten" ferngehalten, meinen Hass begraben. Warum? Weil ich Liebe dauerhaft für das schönere Gefühl halte, wenn auch der Hass beständiger ist. Zudem...Gleichzeitig würde ich damit einen Teil meiner selbst vernichten, glaube ich, etwas in mir selber unwiderbringlich auslöschen. Wenn dieser "Feind", Objekt dieses Hasses fort, besiegt wäre...ich glaube, es wäre ein Schritt zuviel für mein Selbst, meine eigene Vernichtung. Das soll kein Ratschlag sein, denn dein Hass ist mit Sicherheit anders und nur du verstehst, mit ihm umzugehen. Und ich weiß, wie stark der Haß brennen kann, einen fast verzehrt. Ich wollte nur kurz meine Gedanken loswerden. Beste Wünsche, BLACKADDER ------------------ _________________________ Auf jede Frage dieser Welt findet man die Antwort in einem Buch. In omnibus requiem quaesivi et nusquam inveni nisi in angulo cum libro. [Dieser Beitrag wurde von Blackadder am 14. August 2001 editiert.] |
| GwendolYnn | ich kenne meinen jetzigen freund 2 jahre. ich hab ihm alles erzählt von meiner vergangenheit, dass ich in dieser zeit mehr tot als lebendig war.seitdem benutzt er dieses Wissen als waffe. "Alle die da vor ihm waren haben mich verändert, mein herz kopf und seele vernichtet." "niemals mehr werde ich richtig lieben können", sagt er. ich hab jemdanden 2 jahre, dann muss ich, wie ein ritual, ein nächstes herz brechen. ich will mich von ihm trennen. jedesmal beschreibt er mir wie gern er es gesehen hätte wie er verbrannt ist wie er gegen den lkw geprallt ist. ich hasse ihn! er weiß nicht was wirklicher schmerz ist, dieser schwächling! er hat keine liebe auf diese art und weise verloren, denn ich bin seine erste. er verurteilt mich wegen meiner vergangenheit. er ist derjenige der leiden wird. nicht mehr ich, meine zeit des trauerns ist vorbei. er gibt mir gleichermaßen liebe als auch hass.ich habe verlernt ihn wirklich zu lieben weil wir beide angefangen haben zu spielen...wer reißt dem anderen die größere wunde?? ich werde gewinnen weil er eine hülle ohne inhalt ist (wie seine mutter es mir zu sagen pflegte) ich bin erfüllt von abgrundtiefen hass, meine leidenschaft. ich werde alles zerstören, das letzte fünkchen liebe, der letzte funken emotion soll sterben. krieg. LEIDENSCHAFT ich schaffe LEIDEN! [Dieser Beitrag wurde von GwendolYnn am 14. August 2001 editiert.] |
| Blackadder | GwendolYnn, ist es das wert? Gehst du nicht dabei genauso kapputt, reisst dir selber Wunden? Und was wäre, wenn du mal verlierst in diesem "Spiel"? Beste Wünsche, BLACKADDER ------------------ _________________________ Auf jede Frage dieser Welt findet man die Antwort in einem Buch. In omnibus requiem quaesivi et nusquam inveni nisi in angulo cum libro. |
| GwendolYnn | wenn ich verliere? dann beginnt das nächste kapitel. dann bin ich meinen prinzipien nicht mehr treu, lasse ihn gewinnen. er hat dann die macht, mich untertan, der ich niemals sein wollte. werde abhängig, lasse ihn spüren, dass ich verletzlich bin, werde gebunden und unselbstständig. es liegt in der natur des menschen sich zu rächen, zufriedenheit in gewalt und sieg zu finden. der mensch kennt keine echte zufriedenheit, stets strebt man nach etwas höheren. |
| Blackadder | GwendolYnn, eine Beziehung ist doch eigenntlich kein Wettkampf oder nervenkrieg? Was bringt dir diese Form der Beziehung, wenn ich eine so persönliche Frage stellen darf? Vorweg: Ich will dich nicht bewerten, nur verstehen. Du tust dir doch selber weh? Beste Wünsche, BLACKADDER ------------------ _________________________ Auf jede Frage dieser Welt findet man die Antwort in einem Buch. In omnibus requiem quaesivi et nusquam inveni nisi in angulo cum libro. |
| GwendolYnn | ja, in gewisser weise hast du recht blackadder...ich möchte auch keinem anderen meine meinung aufzwingen. es ist sicher nicht absolut richtig was ich mache. toleranz, liebe und verständnis ist die sanftere variante, ich weiß. jeder sehnt sich nach geborgenheit und schutz. warum sanftheit wenn doch aggression in einem lodert? ich kann meine gefühle, wie sooooviele andere nicht überspielen. kann mich nicht in zaum halten. bin durch meine provokationen verletzend, warte auf revanche, nicht auf Devotion. |
| Blackadder | GwendolYnn, was wäre denn der finale "Endschlag"? Das Ende der Beziehung, völlige Unterwerfung des einen unter den Willen des anderen oder schlimmeres? Ich kann mir kein Ende vorstellen, wenn beide stets versuchen, den nächsten Hieb zu landen, eine Lücke in der Verteidigung des Gegners suchen. Und dein Partner führt diese Beziehung auf diesselbe Art? Kann es ein Ende haben? Beste Wünsche, BLACKADDER ------------------ _________________________ Auf jede Frage dieser Welt findet man die Antwort in einem Buch. In omnibus requiem quaesivi et nusquam inveni nisi in angulo cum libro. |
| GwendolYnn | ein ende wird es geben, wann weiß ich nicht... er sagt, du wirst immer mein sein. immer...egal was passiert...bis in den tod wenns anders nicht geht. vielleicht fasziniert mich sein fanatismus |
| gin'iro | Nur eines GwendolYnn: Du bist so extrem am Hassen, weil Du in einem Kreislauf steckst, fasziniert bist, von dem, was passiert. Es hält Dich regelrecht am "Leben" und wenn es vorbei ist ... dann, ja dann kehrt nichts als Leere ein - unendliche Leere, die Dich und ihn zermartern wird ... Das ist wie ein Leben für die Rache, wenn man nur noch die Rache für eine Tat sieht. Was ist, wenn gerächt wurde? Was ist, wenn die vermeintliche Genugtuung eingetreten ist? Nichts, außer Sinnlosigkeit und Leere. Was Du Dir schaffst, wird Dich einholen, so, wie ihn auch. "Gleiches zieht Gleiches an" und der Strudel wird immer enger, bis der Knall kommt und danach die Leere, totale Verzweiflung und Du wirst Dich noch mehr so fühlen, wie vor Jahren. Brich aus dem Kreislauf aus und tue etwas Unorthodoxes (für Dich unorthodox) und sieh, was passiert. In Deinem Kopf kreisen die Gedanken, was gewesen wäre wenn ... immer wieder geht in Dir die Vorstellung um, was passiert ist und sie nährt und tötet Dich zugleich. Intelligent genug bist Du, um es zu sehen, mal sehen, ob Du stark genug bist, um es zu überwinden oder ob Du lieber sterben willst in Deinem Herzen... Wie lange soll es denn gehen? 10 Jahre, 20 Jahre, 30 Jahre --> immer? Und dann? Nur so am Rande: Das hier bleibt mein einziger Kommentar auf diesem Thread - vor allem öffentlich - egal, wie auch immer eine Antwort ausfallen sollte, ich werde hierauf nicht mehr schreiben. ------------------ ---> Kaiki <--- Je größer die Insel des Wissens, desto länger die Küste der Verzweiflung. |
| Blackadder | GwendolYnn, ich gebe Kaiki im Grunde recht, wenn sie sagt dass es dich früher oder später in eine Sackgasse führen wird. Denn auch Haß spürt man irgendwann nicht mehr und wenn euer Kampf erstmal ein Ende findet werden beide am Boden liegen. Brauchst du das wirklich? Wie lange kannst du das nervlich durchstehen? Denkst du noch an etwas anderes? Es gibt doch soviel schöneres.... Beste WÜnsche, BLACKADDER ------------------ _________________________ Auf jede Frage dieser Welt findet man die Antwort in einem Buch. In omnibus requiem quaesivi et nusquam inveni nisi in angulo cum libro. |
| GwendolYnn | danke für eure antworten! ich weiß, dass er bald gehn wird, er weiß nicht, dass es noch andere gibt, will es nicht wahrhaben. er will diese "beziehung" unbedingt weiterführen weil er nicht so werden möchte wie ich! (ich, und alle die da waren) doch er wird gehen. ich ´kann mich meiner "leidenschaft" nicht mehr widmen weil es wahrlich wichtigere sachen gibt. ich merke seinen unmut, seine innigkeit verblasst, er fängt an zu lügen, nimmt den "krieg" nicht mehr wahr, beginnt auch andere, wichtigere sachen zu finden. so wird es nie kommen, dass wir beide jemals reglos am boden liegen werden, weil wir beide noch unseren stolz haben der jetzt bald eine riesige kluft zwischen uns sprengen wird. irgendwann werden wir uns vergessen haben und neues kennenlernen, gutes, liebevolles (demnach "die große Liebe)... dunkle grüsze V. |
| Blackadder | GwendolYnn, verzeih, falls die Frage zu privat ausfällt, du musst sie nicht hier beantworten wenn du nicht magst.... aber verlaufen deine Beziehungen immer so? Und würde die nächste auch nach einer Zeit so aussehen? Sehnst du dich wirklich nicht nach einer ruhigeren, vertrauensvolleren Beziehung, manchmal? Niemand kann nur Hass sein... Beste Wünsche, BLACKADDER ------------------ _________________________ Auf jede Frage dieser Welt findet man die Antwort in einem Buch. In omnibus requiem quaesivi et nusquam inveni nisi in angulo cum libro. |
| Lady_Taglys | für mich ist liebe das wichtigste gefühl auf der welt. es gibt nichts erfüllemderes, als endlich jemanden zu haben, zu dem man mit allen problemen und freuden kommen kann. liebe macht einen sehr verletztlich, deshalb ist es schwierig dem richtigen zu vertrauen und sich völlig hinzugeben. ich denke liebe kann man nur "glorifizieren", wenn man sie in allen facetten erfahren durfte. ich kann jede(n) verstehen, der damit nichts anfangen kann... denn, nur wer liebt und geliebt wird kann verstehen, wo der zauber darin liegt. liebe grüsse die Lady ------------------ when you're in yor darkest hours - seek the embrace of the night - open up to all it's powers - i'll show you, what's behind the light. |
| witchking | Dunkle Grüsse Aus gegebenem Anlass (da dieses Zitat an anderer Stelle dieses Boards etwas..naja...unpassend war) möchte ich diesen Thread nochmals durch unten angeführtes Zitat aufleben lassen. Vergesst für einen Moment wer dieses Buch zu welchem Zweck geschrieben hat und sagt mir ob da etwas wahres dran ist, was auf zwischenmenschliche Liebe anwendbar ist. Zitat Anfang: Hieraus entsteht eine Streitfrage, ob es besser sei, geliebt oder gefürchtet zu werden. Die Antwort lautet, man soll nach beidem trachten; da aber beides schwer zu vereinen ist, so ist es weit sicherer, gefürchtet als geliebt zu werden, sobald nur eins von beiden möglich ist. Denn man kann von den Menschen insgeheim sagen, dass sie undankbar, wankelmütig, falsch, feig in Gefahren und gewinnsüchtig sind; solange du ihnen wohltust, sind sie dir ergeben und bieten dir, wie oben gesagt, Gut und Blut, ihr Leben und das ihrer Kinder an, wenn die Gefahr fern ist; kommt sie aber näher, so empören sie sich.... ...Wer sich ganz auf ihre Worte verlässt und keine anderen Zurüstungen gemacht hat, geht zugrunde, denn die Freundschaften, die erkauft und nicht durch großen Sinn und Edelmut erworben sind, erlangt man wohl, aber man besitzt sie nicht und kann in der Not nicht auf sie rechnen. Die Menschen scheuen sich weniger, den zu beleidigen, der sich beliebt macht, als den, der sich gefürchtet macht; denn die Liebe hängt an einem Bande der Dankbarkeit, das, wie die Menschen leider sind, bei jeder Gelegenheit zerreißt, wo der Eigennutz im Spiel ist; die Furcht vor Strafe aber läßt niemals nach. Niccolò Machiavelli Zitat Ende ------------------ Wenn das Leben ein Traum ist, dann hüte Dich vor dem Erwachen. Carpe Noctem! |
| herbstelfe | ich hab mir die ganzen seiten nicht durchgelesen, wollte nur ein statement abgeben. am besten passt dazu ein spruch den ich irgendwo mal gefunden hab. die liebe ist langmütig, ist gütig, ist frei von eifersucht, prahlt nich, sie bläht sich nicht auf, sie ist nicht rücksichtslos, sie sucht nicht nach dem eigenen vorteil, sie freut sich nicht über ungerechtigkeit, sie freut sich vielmehr über die wahrheit, lässt sich nicht erbitten und trägt das böse nicht nach. ------------------ ~herbstelfe~ @->- ..nur tote fische schwimmen mit dem strom. |