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  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: warum wird "ungläubigen" immer unterstellt sie hätten die bibel nicht gelesen?
HerrDerSchattenkann mir das jemand erklären?
Ich habe die Bibel geklesen und sie im Konfirmations-Untericht behandelt und trotzdem wirft mir jeder christ vor ich würde sie nicht verstehen...
Es heisst dann ich hätte nicht richtig gelesen oder mein Pfarrer könnte die bibel nicht erklären..
Warum können diese verblendeten christen nicht einfach mal akzeptieren das man nicht unbedingt den schluss "gott gibt es" ziehen muss wenn man die bibel liesst?
SorrowOfDarknessBin Christin, allerdings habe ich andere Vorstellungen, wie man christlich leben sollte,als die...ich nennen sie mal..."bibeltreuen Christen".
Meine frühere beste Freundin hatte die Bibel schon öfters durchgelesen ohne dass sie an Gott glaubte oder ihn verehrte (nur weil man an Gott glaubt, heißt das noch lange nicht, dass man sofort christlich ist). Mir ist aufgefallen, dass sie sich viel viel besser sich in der Bibel auskannte als meine früheren christlichen Bekannten. Eher konnte meine "ungläubige" beste Freundin mir bei Fragen weiterhelfen, mir Antworten geben, die zum einen "logischer" waren und mir besser geholfen haben als die Antworten meiner damaligen "christlichen Bekannten".

Ich bin als Christin kein STück der Meinung, dass jeder, der die Bibel gelesen hat, sich zum Glauben bekennen muss. Ich glaube auch nicht, dass du sie nicht richtig gelesen hättest oder so :-) Ich seh das nicht so eng...
Durch das Lesen der Bibel hast du dir mehr Wissen angeeignet und hast somit die Möglichkeit, dich besser an Diskussionen zum Thema christliche Glaube zu beteiligen! Ist doch gut, sehe das eher positiv.
SorrowOfDarknessOk, Rechtschreib- und Grammatikfehler *g* Bitte nicht beachten :-)
HerrDerSchattenhmmm... ich glaube wir haben uns etwas missverstanden :)
was mich eher stört ist das viele christender meinung sind das man automatisch an gott glaubt wenn man die bibel verstanden hat... und sie sind der meinung das man die bibel nicht versteht wnen man weitehrin nicht an gott glaubt

btw: ich sehe gerade das du aus bremen kommst, darf ich dich in icq aden?
SorrowOfDarknessJa, kannst du gerne machen @ICQ.
Hm, zum Thema....ich weiß nicht so recht, ob ich dann wirklich mitredenkann, da ich als "andere Christin" (lol) nicht unbedingt die Meinung der "bibeltreuen Christen" vertrete...
Ich sehe die Bibel nicht nur als gottes werk an, sondern als ein Buch, das von menschenhand geschrieben worden ist, das die damaligen Traditionen widerspiegelt...nicht nur, ich lese sie dennoch zwischendurch gerne. Der christliche Glaube ensteht nicht dadurch, dass man tausendmal die Bibel gelesen hat und sie so gut versteht, sondern durch die Liebe zu Gott, duchr die Beziehung mit ihm, etc.
Ok, moment, das passt gerad nicht hierher, merk ich.....

Ich sollte erst mal schweigen, bis ich meine Gedanken richtig geordnet habe *g*
rata negraHi!

Bis zu meinem 14ten Lebensjahr war ich mit voller Seele Christin - römisch-katholisch. Ich war zur Kommunion, war beim Unterricht, ging in die Kirche. Als mir dann mein damaliger Religionslehrer verkündete, dass meine Schwester und ich laut dem Unfehlbaren in Rom Kinder des Satans sind habe ich mir doch Gedanken gemacht, wer von uns da nicht ganz sauber ist. Mittlerweile sind wir Satanskinder in 2ter Generation ;-)
Ich führe heute immernoch gerne Gespräche mit anderen über das Christentum. Viele bemitleiden mich, weil mein Glaube ja durch andere zerstört worden sei...aber mal ehrlich, ich habe meinen Weg jetzt gefunden. Viele setzen das Christentum mit der Rettung der Menschheit gleich, man muss sozusagen zwangsbeglückt werden. Und wenn man nicht will, dann hat man es nicht verstanden.
Schade eigentlich, dass die wenigsten verstehen, dass man das Christentum auch scheisse finden kann, weil man eben verstanden hat worum es geht. Aber ich denke, dass manche es einfach nicht hören wollen. Für manche hat Religion nichts mit Argumenten zu tun, sondern mit Glauben. In gewisser Hinsicht kann ich das auch verstehen, ich habe auch einen Glauben und manche halten mich für verrückt und wollen mir argumentativ beibringen dass das Quatsch ist. Aber ich lasse wenigstens mit mir diskutieren :-)
Ich will hier keinem zu nahe treten. Ich kann sehr gut mit dem Glauben anderer leben, solange sie damit leben können.

greetz

rata negra
Schwarze_TränenIch habe die Bibel gelesen.
Ich habe sie verstanden.
Ich habe mich Konfirmieren lassen.

-Es gibt mir einfach nichts und wenn mir jemand erzählen würde ich hätte die Bibel nicht verstanden/gelesen dann ist mir dass egal. Es ärgert mich schon lange nicht mehr mir so etwas anhören zu müssen. Von mir aus können die Leute das denken.
Die Menschen die mir wichtig sind wissens besser und nur dass ist für mich wichtig.
LaChatteich hab sie gelesen (einen grossen Teil, immer wieder)
verstanden - zum Teil
habe sogar die Ausbildung zur Religionslehrerin, bezeichne mich aber nicht als erz-christlich, bin zwar katholisch, aber durchaus nicht immer mit dem Papst oder der katholischen Lehre einverstanden...

Für mich ist das Kernstück, das mir wichtig, ist, die Evangelien, und "verstehen" heisst für mich "leben", also "liebe deinen Nächsten wie dich selbst", nur schon das zu leben, ist eine riesige Aufgabe... und ich denke, die wenigsten können von sich behaupten, sie setzen diesen Grundsatz zu 100 % um, ich also sicher nicht...

Und "an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen" - was nützt die gelehrteste Abhandlung über die Bibel, wenn der Betreffende das darin Gesagte nicht in seinen Alltag umsetzt? Da bezeichne ich einen ungebildeten, aber herzlichen und freundlichen Menschen als besseren Christen als der Dr. theol., der privat ein unangenehmer, egoistischer, böser Mensch ist.

Nicht auf die Kenntnis der Buchstaben kommt es meiner Meinung an, sondern, was man daraus macht!

Und grundsätzlich finde ich die Lehre der Evangelien etwas sehr weises, und wenn alle danach leben würden, hätten wir wohl viel weniger Leid und viel weniger Krieg. Doch was die Kirche daraus gemacht hat, ist wieder eine andere Geschichte, und sollte demzufolge auch separat betrachtet werden...
NARRatores wird gemeint. das man die bibel verstanden hat, wenn man w weiß, das es gott gibt und es deshalb keinen zweifel mehr an ihm hat...
bin übrigens heide
:D
Phoenix-Arcanawürde mich jetzt echt wundern, wenn es tatsächlich leute gibt, die die bibel verstanden haben...mit all den parabeln, gleichnissen und übersetzungsfehlern...
selbst wenn man das alles umgehen kann heißt das noch lange nicht, dass man dann automatisch an gott glaubt . ich bin christlich getauft...würde ich die bibel als grundlage meines glaubens nehmen, würde ich wohl eher garnichts mehr glauben. so war sie nur hilfreich, den für mich richtigen glauben zu suchen...
@narrator:hmmm. schwierige sache. glaub ich eigentlich nicht.
-..ist wohl.. glaubenssache????;)
RealgeistNicht nur Christen sind verblendet, es gibt auf beiden Seiten lächerliche Argumente.
DiodatisIhr werdet die Bibel verstehen, wenn Ihr in Ihr versucht zu erkennen, was nicht oder nur im Ansatz geschrieben steht. Es war immer ein Zeichen der Bibel, dass die späteren Verfasser einzelner Bibelschriften (man vergleiche hierzu das hellenistische, sowie das Lukasevangelium mit dem Mattheusevangelium), mehr und detaillierter von Ereignissen, Personen und Namen zu berichten wußten, als die Schriften der in der Bibel angegebenen, zeitlichen Erst-Verfasser selbst. So ist es nicht verwunderlich, dass aus dem Buch der Bücher ein Buch voller Widersprüche geworden ist, welches nicht nur davor zurückschreckte, Prophezeihungen die original Jahrhunderte zuvor aus dem griechischen kamen, einem "christlichen Propheten" zuzuschreiben, sondern gleichfalls selbst dem Mensch Jesus, Worte und Taten hinterher schrieben, die er nachweislich zu seinen Lebzeiten weder so gesagt noch getan hat. Ein Beispiel dafür ist der Begriff Jesus Christus. Christus ist kein Name sondern bedeutet in der Übersetzung = Märtyrer. Der Mensch Jesus hat sich ausdrücklich jedoch dagegen ausgesprochen.


Wir alle müssen unterscheiden lernen zwischen einer erst im Laufe der nachfolgenden Jahrhunderte entstandenen Kirche / Religion (welche mehr das Matyrium und Kreuz interessierte, als die Person Jesus selbst) und den tatsächlichen christlichen Grundaussagen, die durch die Bibel und die Kirche verdreht, untergraben oder gar beseitigt wurden.


Erst wenn wir diesen Unterschied klar erkannt haben erkennen wir, dass unsere Ärgernisse nicht gegen das Christentum oder gar gegen einen reinen Grundglauben selbst gehen, sondern einzig und allein gegen die Kirche und alle gleichgelagerten, religiösen Fanatiker.

Ein empfehlenswerter Lesetip dazu: Uta Ranke-Heinemann mit ihrem Buch "Nein und Amen!"


Meine persönliche Meinung dazu ist, dass es sehr wohl im Laufe der Menschheit sogenannte "Lehrer" gab, die nicht nur ihrer jeweiligen Zeit bis über das Heute hinaus voraus waren, sondern die gleichsam sehr wohl die wichtigsten Grundfundamente der friedlichen, menschlichen Koexistenzen aufgezeigt haben.

Diese Lehrer waren keine Götter oder Gottes Söhne, sondern Menschen wie wir alle, mit einer Weisheit in sich, nach der wir alle streben und wieder suchen sollten. Zwei dieser Lehrer möchte ich in diesem Bezug nennen: Der Mensch Jesus aus Nazereth und der Mensch Mahadma Ghandie aus Indien.

Noch für nachfolgende Menschen wird es unbegreiflich bleiben, dass je auf Erden zwei solche Seelen wandelten.
Um so mehr sollte es unsere Verpflichtung sein, nicht unser Leben mit den Verfehlungen anderer Religionen zu vergeuden, sondern es zu nutzen, ihre wahren Pfade wieder neu für uns zu entdecken.



Diodatis
l'ange obscur[QUOTE][i]Original geschrieben von HerrDerSchatten [/i]
[B]Ich habe die Bibel geklesen und sie im Konfirmations-Untericht behandelt und trotzdem wirft mir jeder christ vor ich würde sie nicht verstehen...
Es heisst dann ich hätte nicht richtig gelesen oder mein Pfarrer könnte die bibel nicht erklären..
Warum können diese verblendeten christen nicht einfach mal akzeptieren das man nicht unbedingt den schluss "gott gibt es" ziehen muss wenn man die bibel liesst? [/B][/QUOTE]

wenn jemand an gott glaubt, liest er die bibel "aus seiner sicht".
er findet also viele hinweise, die "widerspruchslos" die existenz gottes beweisen. ( dazu bräuchte er aber eigentlich die bibel nicht, da er ja schon vorher davon überzeugt war, dass es gott gibt)
er ist also - voreingenommen.

jemand der nicht daran glaubt, liest sie ein bischen anders und hat ja vorher in sich verankert, dass er eben nicht daran glaubt.

jeder glaubt aber vom anderen, er wüde die bibel genauso lesen, wie er selber. ( man ist ja nicht bewusst voreingenommen. der glaube ist mit im unterbewusstsein verankert und das gehirn schafft - ohne dass einem das bewusst ist - assosziationen, verbindungen, "beweise")

also kann natürlich der "gläubige" nicht verstehen, dass der "ungläubige" nicht auch diese hinweise auf die existenz gottes in der bibel findet.

l'ange
Pytual-the-blackWill mich mal einklinken...

Ich bin absoluter Ateist, denn ich glaube werder an Gott, noch an Budda oder an Satan.
Ich habe die Bibel gelesen. Und ich find das Buch nicht schlecht. Aber für mich ist es einfach nur ein Buch, etwas komisch geschrieben aber halt nur ein Buch. In dem an manchen stellen schöne Dinge stehen, die Hand und Fuß haben. Ich will nicht behaupten das ich sie die Bibel je verstanden habe. Denn ich bin der Meinung das kann keiner 100%ig. Aber dieses " Du glaubst nich, also hast Du sie nicht gelesen, oder verstanden" ist sehr weit verbreitet.
Ich frag mich dann immer in wie weit wir wirklich frei sind, in unserer Gesellschaft. Wenn man nicht gläubig ist, ist man gleich komisch. Rennt man dazu noch schwarz herum wie ich das tue ist man in den augen vieler gleich noch komischer, wenn nicht sogar sofort Satanist.
Ich dachte immer hier herrscht sowas wie glaubensfreiheit. Und das sollte auch für die ungläbigen unter uns gelten. Von mir aus kann jeder glauben was er will. Ich kanns nur nicht vertragen wenn man auf gedeih und verderp versucht andere zu bekehren...
LaChatteNun, IRGENDETWAS glaubt ja schliesslich jeder, sei es Gott, der Osterhase oder nur an sich selber.

Doch was am Thread-Thema so störend ist, ist die dahinter stehende Intoleranz. Jeder Mensch hat seine eigene Sicht der Welt, sei die nun mehr oder weniger reflektiert, doch mit solchen Unterstellungen kommt man bestimmt nicht weiter. Und die Intoleranz ist auch nichts spezifisch christliches...

wie schon (Friedrich, glaub ich) sagte: "in meinem Reich darf jeder nach seiner Fasson selig werden" - wenns doch nur mehr Friedrichs gäbe!
Julyahu, zu behaupten, die bibel verstanden zu haben, find ich ganz schön vermessen.
der pfarrer des dorfes, wo ich lange wohnte, behauptet das nichtmal von sich! und er ist wirklich ein kluger, intelligenter und weltoffener mann.
ich glaube nicht, daß man die bibel verstehen kann, wenn man sie ein- oder mehrmals gelesen hat und vielleicht im konfi-unterricht ein paar stellen behandelt hat.
es gibt nicht umsonst bibelwochen, glaubenskurse, usw...
GlassplitterAve!
Will mich hier auch mal mit Feder und Tinte (haha) gütlich tun. Ich habe die Bibel gelesen, soweit verstanden, wie es nötig ist und beschlossen, dass ich den Gott der Christen irgendwie nicht leiden kann. Das mag klingen, wie es will, rein theoretisch stimmt es mit meiner Religion nicht überein, wo jeder Gott und jede Göttin ein Teil des Ganzen ist. Wer sich damit beschäftigt, weiß vielleicht, was ich meine. Ich habe auch dieses Problem wie Herr der Schatten: Ich meine, ich habe die Bibel auch gelesen, bin auch liebnettfein Religionsschüler und trotzdem hatte ich schon einige Diskussionen durch, dass ich mit der Bibel nicht klar käme... Naja, ich find es irgendwo auch doof, wie intolerant manche Christen Hexen und Gothics gegenüber sind. Meine Reli-lehrerin sieht das dagegen ganz locker...
Naja, wie auch immer... ich hoffe, ihr kennt zumindest die Bedeutung der Bibel, hm?
B.I.B.L.E. - basic instructions before leavin' earth... *smile
In Tiefster Unterwürfigkeit Und Erfürchtiger Verneigung
KristallGlassplitteR

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