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  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: USA mal (wieder) "historisch"
kis_punciAlso irgendwie stinkts mir. Ich muss das jetzt mal loswerden-weiß nicht, ob es schonmal diskutiert wurde, wenn ja einfach löschen.

Angefangen hats mit einer Geschichtsstunde vor etwa einer Woche, wir schwanken von der 1848 Revolution und deren Folgen zur Entwicklung der USA in jener Zeit. Da hab ich ja nichts dagegen gehabt. Finde sowas sollte man auch wissen. Als Hausaufgabe sollten wir dann ein paar Seiten im Buch lesen, um zumindest uns mal teilweise zu informieren.
Dann schlag ich mein tolles Buch auf und lese,.... und was ich da lese lässt mir einfach den Hutdeckel hochgehen.
Sowas kontroverses habe ich noch niiiiie gesehen. Finde es gerade so "pervers" schon irgendwo, weil es ja um einen Staat geht, der "so groß und so wichtig usw" ist.
Mal genauer :
Die pilgrims flüchten aus England, auf Grund von Unterdrückung.
Sie kämpfen einen Unabhängigkeitskrieg, mit dem Motto "no taxation without representation", weil sie sich diesen Schikanen nicht weiter ausliefern wollen, die vom englischen Königshaus ausgingen. (*wuah ich bekomm die krise! *brodel*)
Sie sind unter anderem geleitet vom Gedanken der Aufklärung, nämlich das Recht zur freien Entfaltung des Individuums etc. und dass sie von Gott auserwählt wurden, einen vorbildhaften Staat zu gründen, sonst hätte "Gott ihnen ja nicht so viel Land zur Verfügung gestellt".
Irgendwann stellt dann mal ein kleines Grüppchen von Leuten mit den selben (wirtschaftlichen) Interessen sowas wie eine Verfassung auf und sie sind stolz auf sich.
Dann kommt noch ein Nord- Südstaaten Krieg, bei dem es angeblich um die Befreiung der Sklaven geht. uswusw...

Was da jetzt IMO absolut FEHLT, nicht nur in in meinem Geschichtsbuch (da wird es kurz angesprochen und das wars dann), sondern auch im Bewusstsein so mancher Leute, ist:
1. Die pilgrims flüchteten vor Unterdrückung und unterdrückten selbst die Natives, die Farbigen, Mexikaner, Südamerikaner usw usw...
2. Der Widerspruch zwischen dem Aufklärungsgedanken und der Schlachtung und Vertreibung ganzer Volksstämme;
3. Bis heute finde ich die "Zugeständnisse", die die amerikanische Regierung den Natives (nur als Beispiel) macht lächerlich. Es ist einfach nur ein Witz! Immernoch sind sie in Reservationen verdrängt, in denen es keinen nutzbaren Fleck Land gibt. Dies Reservationen sind größtenteils unter aller Sau (entschuldigt), und zusätzlich wird es einem verdammt schwer gemacht sich irgendwie eine Existenz aufzubauen. Da lobt mein Geschichtsbuch doch zum Beispiel, dass die "Indianer heutzutage vor Gericht gehen können, um Wiedergutmachung einzuklagen"! Um das zu tun, musst du dich erstmal als ein Indianer ausweisen können! Und wie soll man das machen, wenn kaum Geburtsurkunden vorhanden sind, da man lange Zeit keine Indianer in Krankenhäusern haben wollte?! Dann kommt noch das Problem des Alkoholismus dazu. Die Leute haben keine andere Wahl, das ist ein Teufelskreis. Niemand will sie einstellen, weil man meint sie seien alle Säufer etc, und natürlich , was bleibt ihnen noch aus lauter Trauer und Scham außer sich solchen Dingen zuzuwenden??? *da könnte ich platzen vor Wut*
Mir wird schlecht, wenn ich sehe, dass man teilweise noch STOLZ darauf ist, dass man doch schon "ein gutes Stück weiter" diesbezüglich gekommen ist. Die tätscheln sich die Schulter mit dem Gedanken, sie hätten was Gutes getan, wenn sie einem Indianer ein paar Dollar zahlen, bzw-das üblichere: Casinorechte einräumen! WIE GROßZÜGIG !!!
4. Weniger als 1/6 der damaligen Bürger war direkt an der WAHL zu den Leuten, die die Verfassung überhaupt aufstellen sollten, beteiligt. Da Stimmrecht nach Besitz ging und viele nichts besaßen. Also bestimmen wieder die "reichen" Gurus was gut für eine Masse Menschen sei. (mal davon abgesehen: Natives, Farbige usw. wurden ja garnicht als Menschen anerkannt)
Find ich kontrovers.
5. Dieser Scheiß (entschuldigt nochmals) Sezessionskrieg !
Es ging - damals wie heute *grrrrr* - wiedermal NUR um wirtschaftliche Interessen! Die Befreiung der Sklaven durch Lincoln war ja bloß ein Vorwand und Hilfsmittel zur Schwächung der Südstaaten...

DA FLIEGT MIR DOCH EIN EI AUS DER HOSE !
Vorallem wenn man beigebracht bekommt, wie toll doch eigentlich die Idee der USA war, mit der Verfassung und all dem Schmodder....
und wie stolz die auf sich sind... *heul*

So, das ist schon viel zu viel was ich hier geschrieben habe... wahrscheinlich bin ich eh wieder die letzte der solche ungereimtheiten auffallen , aber egal. DAS musste raus...

Danke fürs zuhören ,
liebe Grüße,
k
RagnarWillkommen im Club;)

Tjaja die ach so tollen Amerikaner.
dark.existencewie Recht ihr doch habt!!!
Das gleiche Thema haben wir auch vor kurzem behandelt, glücklicherweise ist mein Lehrer da etwas kritischer was das Unterrichtsmaterial anbelangt...
ich weiß nicht, aber im moment kann ich mich nichtmal mehr über sowas aufregen, habe ich in letzter Zeit zu oft getan irgendwie ist die Luft raus ;)
was vielleicht nochmal erwehnt werden könnte sind die Western Filme, in denen die "bösen" Indianer als wilde und agressive Bedrohung dargestellt werden die es zu bekämpfen gilt :mad:
das ist mir alles sowas von zuwider........ die und ihre Pseudo-Demokratie, mal abgesehen vom konfusen Wahlsystem beherrschen sie es meisterlich, ihre Bevölkerung im Glauben zu lassen, sie verfüge über volle Kontrolle und werde über alle Vorgänge informiert. Doch sind es wirklich relevante Informationen mit denen sie dort bombardiert werden?? Soweit ich weiß hat jeglicher verabscheuungswürde TV Dreck seinen Ursprung in den USA, von den Teletubbys mal abgesehn ;)
Hab mal davon gehört dass ein Großteil, ich möchte keine Zahlen nennen da ich mir nicht sicher bin, nicht weiß wo genau, geographisch gesehn, sicher der Irak befindet, den es zu befreien galt.
kis_punciha! zu dem georaphischen fällt mir sofort eine tolle story ein von meiner freundin. die war in der 11. ein jahr dort auf der schule.
was die mir da erzählt hat,..haha.. eigentlich kann man da nicht mehr lachen. mal von den "tyopischen" fragen abgesehen, ob die deutschen immernoch nazis seien und ob wir fenster in unseren schulen hätten...
in einer geography stunde tippt die lehrerin auf die weltkarte um den schülern deutschland zu zeigen, findet allerdings "nur" frankreich und bittet dann eine andere austauschschülerin (aus D) doch bitte deutschland auf der karte zu zeigen, sie würde es gerade nicht finden...
soviel dazu
ich hab ja nix direkt gegen die amis, kenne genügend, die nicht so stumpf (?) sind. aber diese verarsch (sry) ist ja wirklich unerträglich.
da fällt mir immer wieder das buch brave new world ein, ...
aber aufregen darüber lohnt sich schon fast garnicht mehr.
was ich bei meinem lehrer zu bemängeln habe ist einfach, obwohl ich das thema anspreche, geht er nicht darauf ein und meint nur "wen sowas interessiert, der solle sich halt danach erkundigen, das sei nicht gegenstand der stunde"... ich finde das ist brainwashing.
bloodymina[QUOTE][i]Original geschrieben von kis_punci [/i]
[B]Also irgendwie stinkts mir. Ich muss das jetzt mal loswerden-weiß nicht, ob es schonmal diskutiert wurde, wenn ja einfach löschen.

Angefangen hats mit einer Geschichtsstunde vor etwa einer Woche, wir schwanken von der 1848 Revolution und deren Folgen zur Entwicklung der USA in jener Zeit. Da hab ich ja nichts dagegen gehabt. Finde sowas sollte man auch wissen. Als Hausaufgabe sollten wir dann ein paar Seiten im Buch lesen, um zumindest uns mal teilweise zu informieren.
Dann schlag ich mein tolles Buch auf und lese,.... und was ich da lese lässt mir einfach den Hutdeckel hochgehen.
Sowas kontroverses habe ich noch niiiiie gesehen. Finde es gerade so "pervers" schon irgendwo, weil es ja um einen Staat geht, der "so groß und so wichtig usw" ist.
Mal genauer :
Die pilgrims flüchten aus England, auf Grund von Unterdrückung.
Sie kämpfen einen Unabhängigkeitskrieg, mit dem Motto "no taxation without representation", weil sie sich diesen Schikanen nicht weiter ausliefern wollen, die vom englischen Königshaus ausgingen. (*wuah ich bekomm die krise! *brodel*)
Sie sind unter anderem geleitet vom Gedanken der Aufklärung, nämlich das Recht zur freien Entfaltung des Individuums etc. und dass sie von Gott auserwählt wurden, einen vorbildhaften Staat zu gründen, sonst hätte "Gott ihnen ja nicht so viel Land zur Verfügung gestellt".
Irgendwann stellt dann mal ein kleines Grüppchen von Leuten mit den selben (wirtschaftlichen) Interessen sowas wie eine Verfassung auf und sie sind stolz auf sich.
Dann kommt noch ein Nord- Südstaaten Krieg, bei dem es angeblich um die Befreiung der Sklaven geht. uswusw...

Was da jetzt IMO absolut FEHLT, nicht nur in in meinem Geschichtsbuch (da wird es kurz angesprochen und das wars dann), sondern auch im Bewusstsein so mancher Leute, ist:
1. Die pilgrims flüchteten vor Unterdrückung und unterdrückten selbst die Natives, die Farbigen, Mexikaner, Südamerikaner usw usw...
2. Der Widerspruch zwischen dem Aufklärungsgedanken und der Schlachtung und Vertreibung ganzer Volksstämme;
3. Bis heute finde ich die "Zugeständnisse", die die amerikanische Regierung den Natives (nur als Beispiel) macht lächerlich. Es ist einfach nur ein Witz! Immernoch sind sie in Reservationen verdrängt, in denen es keinen nutzbaren Fleck Land gibt. Dies Reservationen sind größtenteils unter aller Sau (entschuldigt), und zusätzlich wird es einem verdammt schwer gemacht sich irgendwie eine Existenz aufzubauen. Da lobt mein Geschichtsbuch doch zum Beispiel, dass die "Indianer heutzutage vor Gericht gehen können, um Wiedergutmachung einzuklagen"! Um das zu tun, musst du dich erstmal als ein Indianer ausweisen können! Und wie soll man das machen, wenn kaum Geburtsurkunden vorhanden sind, da man lange Zeit keine Indianer in Krankenhäusern haben wollte?! Dann kommt noch das Problem des Alkoholismus dazu. Die Leute haben keine andere Wahl, das ist ein Teufelskreis. Niemand will sie einstellen, weil man meint sie seien alle Säufer etc, und natürlich , was bleibt ihnen noch aus lauter Trauer und Scham außer sich solchen Dingen zuzuwenden??? *da könnte ich platzen vor Wut*
Mir wird schlecht, wenn ich sehe, dass man teilweise noch STOLZ darauf ist, dass man doch schon "ein gutes Stück weiter" diesbezüglich gekommen ist. Die tätscheln sich die Schulter mit dem Gedanken, sie hätten was Gutes getan, wenn sie einem Indianer ein paar Dollar zahlen, bzw-das üblichere: Casinorechte einräumen! WIE GROßZÜGIG !!!
4. Weniger als 1/6 der damaligen Bürger war direkt an der WAHL zu den Leuten, die die Verfassung überhaupt aufstellen sollten, beteiligt. Da Stimmrecht nach Besitz ging und viele nichts besaßen. Also bestimmen wieder die "reichen" Gurus was gut für eine Masse Menschen sei. (mal davon abgesehen: Natives, Farbige usw. wurden ja garnicht als Menschen anerkannt)
Find ich kontrovers.
5. Dieser Scheiß (entschuldigt nochmals) Sezessionskrieg !
Es ging - damals wie heute *grrrrr* - wiedermal NUR um wirtschaftliche Interessen! Die Befreiung der Sklaven durch Lincoln war ja bloß ein Vorwand und Hilfsmittel zur Schwächung der Südstaaten...

DA FLIEGT MIR DOCH EIN EI AUS DER HOSE !
Vorallem wenn man beigebracht bekommt, wie toll doch eigentlich die Idee der USA war, mit der Verfassung und all dem Schmodder....
und wie stolz die auf sich sind... *heul*

So, das ist schon viel zu viel was ich hier geschrieben habe... wahrscheinlich bin ich eh wieder die letzte der solche ungereimtheiten auffallen , aber egal. DAS musste raus...

Danke fürs zuhören ,
liebe Grüße,
k [/B][/QUOTE]

also zunächst wundert es mich gerade etwas, dass in eurem geschichtsbuch/unterricht anscheind nicht auf die kontroversen der geschichtlichen entwicklung amerikas eingegangen wird, zumindest war das bei uns der fall, sehr ausführlich sogar.
zu punkt 1: du hast schon recht, ich versuche jetzt bloss einmal das ganze von zwei seiten zu beleuchten, denn es gab sicher auch menschen, die dies nicht befürworteten, so zum beispiel die "anti imperialistische liga" , welche gegen aggressiven imperialismus öffentlich vorgingen. es ist nur ein beispiel auf den amerikanischen imperialismus, aber man kann es nicht in einen topf werfen...natürlich hast du recht, dass es paradox ist vor unterdrückung zu fliehen und diese selbst zu vollziehen, aber sehen wir uns doch einma england an: in der "glorious revolution" kämpften sie gegen die unterdrückung/beseitigung des parlamentarismus durch die monarchie bzw den absolutismus, unterdrückten jedoch im gegenug die kolonien..was ich damit sagen will: in jedem land entdeckt man diese wiedersprüche.
zu punkt 2: da muss ich dir recht geben, aber diese art der unterdrückung, also von minderheiten, gab es nicht nur in der amerikanischen geschichte.man siehe dazu die apartheit oder auch das dritte reich in deutschland.
zu punkt 3: ich muss hierzu sagen, dass ich mich mit den heutigen lebensumständen der indianer in amerika nicht genau auskenne...dazu müsste ich mich ersteinmal gründlicher informieren. und dass die "zugeständnisse" die du erwähnst eigentlich keine wirklich bedeutenden sind, dennoch so stark betont werden mag wohl daran liegen, dass es im vergleich zu der vorigen situation ein fortschritt ist, wenn auch nicht ein wirklich guter und grosser.
zu punkt 4: es stimmt schon, dass die ursprüngliche verfassung noch keine demokratie begründete, dh zb durch das zensuswahlrecht, die grosse autonomie der einzelstaaten und die tatsache, dass nur eine kleine elite das politische wie gesellschaftliche geschehen in der hand hatte, stark eingeschränkt wurde, aber demokratie kann nun einmal nicht von heute auf morgen entstehen, man siehe dazu die deutsche geschichte, die 48er revolution, danach bismarck, der wiederum einen obrigkeitsstaat begründete, die weimarer republik, die jedoch wiederum scheiterte, da dritte reich und auch nach 45 musste erst viel zeit vergehen, bis endlich ein demokratischer staat enstehen konnte und die mentalität der menschen sich auch von einem formalen demokratieverständnis abgewendet hat. was ich damit sagen will: demokratie braucht zeit und man kann nicht erwarten, dass theoretische ideale der aufklärung sofort umgesetzt werden können. und ausserdem wurde auch etwas umgesetzt in der amerikanischen verfassung, was man auch sehen muss, auch wenn es zugleich wiederum eingeschränkt wurde. und mit andrew jackson wurde dieses zensuswahlrecht immer weiter herabgesetzt und eine zunehmende demokratisierung eingeleitet. (wie es heute um die demokratie in amerika steht...no comment..denn hier geht es so wie ich sehe um die geschichte und nicht die gegenwart, oder?)zu punkt 5: sezessionskrieg, du hast recht, dass die sklaverei damals nur ausdruck, jedoch nicht ursache des konflikts war, dh dass es den nordstaatlern grösstenteil nicht wirklich um die befreiung der sklaven ging, sondern um verfassungsrechtliche auseinandersetzungen, dh um die erhaltung einer starken zentralgewalt. aber diese einstellung kann man nicht auf die gesamte bevölkerung beziehen: es gab sehr viele organisationen (die abolitionisten etc....) die sich gegen die sklaverei aussprachen. und dass wirtschaftliche gründe moralisch überhöht werden ist nicht nur in der amerikanische geschichte der fall, auch wenn es in dieser sehr offensichtlich auftritt.
so, und zum verfassungstolz der amerikaner: begründet sich eben aus der geschichte, sie haben ja auch etwas geschaffen, was in der weite in europa zunächst nicht möglich war, bzw sie hatten den traum.....theorie und praxis liegen oft weit auseinander, nicht nur in amerika, der demokratie.

also, ich möchte mit meinem beitrag auf keinen fall diese paradoxen der amerikanischen geschichte entschuldigen bzw auch noch sagen, dass das so gut gelaufen ist.
ich wollte damit nur zeigen, dass man dabei nicht vergessen darf, dass es diese kontroversen in der geschichte jedes landes gab, ob deutschland, frankreich(man siehe die zweite phase der revolution..) oder russland oder sonst ein land.
und vor allem, dass man bedenkt, dass diese geschichte, bzw das verhalten heute wie gestern nicht auf die gesamte bevölkerung eines landes zu münzen ist.
womit, um es noch einmal zu sagen und missverständnisse zu vermeiden, ich diese entwicklungen keinesfalls gut heisse.

liebe grüsse
mina
bloodyminanoch etwas zu meinem beitrag: ich habe lange dafür gebraucht, deswegen war er fertig, als die anderen zwei dastanden, dh ich konnte auf diese in meinem beitrag nicht genau eingehen:
aber mal eine kleine frage an den threadersteller:
in welche richtung soll dies nun laufen? diskussion über die amerikanische geschichte oder doch wieder "diese doofen amis heutzutage" (sorry, wenn ichs etwas pauschal ausrücke, aber in diese richtung scheint es ja wohl wieder zu laufen....?)?
liebe grüsse
mina
kis_puncidass man das immer von zwei seiten sehen muss ist klar.
ich weiß ja auch, dass es ähnliche Dinge eignetlich in jedem lang gegeben hat,... dennoch kann ich nicht verstehen, wie man diesen nationalstolz so hinausposaunen kann, wenn man doch eigentlich wissen sollte-mal logisch gedacht- dass es "nicht wirklich" so richtig ist.
andere länder haben ja auch ihren stolz usw. aber bei den usa ist es eben so "auffällig"...
kis_puncihuch, sry, jetzt hab ich deinen beitrag wieder zu spät gesehen.
nein, über die doofen amis heutzutage will ich eigentlich nicht schimpfen. sonst hätte ich das ja von anfang an so geschrieben...
eigentlich wollte ich bloß meinem ärger darüber mal luft machen, und kucken, wie andere leute das sehen---
dark.existence[QUOTE]ich weiß ja auch, dass es ähnliche Dinge eignetlich in jedem lang gegeben hat,... dennoch kann ich nicht verstehen, wie man diesen nationalstolz so hinausposaunen kann, wenn man doch eigentlich wissen sollte-mal logisch gedacht- dass es "nicht wirklich" so richtig ist. [/QUOTE]

wahrscheinlich ist es der Stolz auf ihre mutigen und verwegenen Ahnen, die die Tyrannei ihrer alten Heimat hinter sich ließen um neue, ihnen unbekannte Gefilde zu besiedeln um aus dem Nichts einen Staat zu gründen... und da sie sonst keine Vergangenheit haben auf die sich zurückblicken lässt wird eben das wenige, was es überhaupt zu verzeichnen gibt an die große Glocke gehängt. Die Unabhängigkeitserklärung und eben die Bürgerkriege... selbstverständlich ins beste Licht gerückt. Und wenn sich das Volk nur an diesem festhalten kann, wird es dies dann eben auch tun und bis ins unermeßliche beschönigen. is meine meinung zu dem thema.
VeronAlso zu unseren sympathischen Verbündeten aus Übersee fällt mir immer nur ein Spruch ein, der, glaub ich, auf fast alles in diesem Zusammenhang zutrifft:

"Die Geschichte wird von den Siegern geschrieben"
LaChatteNun, jedes Land hat seine Fehler gemacht, und die Amis haben in Japan zum Teil Menschenexperimente durchgeführt, die denen im 3. Reich in nichts nachstanden, und diverse andere Schweinereien.

Dennoch finde ich diesen Stolz auf das eigene Land grundsätzlich ein sympathischer Zug, der in den deutschsprachigen Ländern leider fehlt .... wer da nicht mir aller Kraft auf sein eigenes Land einknüppelt, und sogar noch stolz darauf ist, wird gleich als Landesverräter gebrandmarkt. Was soll das?

Ich als Schweizerin bin stolz auf mein Land, weil die Schweiz es fertigbringt, auf engstem Raum verschiedene Kulturen zu integrieren und ein friedliches Zusammenleben zu ermöglichen, weil sie eine stabile Umgebung bietet, weil das Rote Kreuz von hier kommt, weil die direkte Demokratie hier gelebt wird... Und natürlich finde ich diverse Sachen, wie zum Beispiel die Geschichte um das Gold der Nazis, einfach scheusslich. Na und?

Jedes Land hat seine guten und schlechten Seiten, doch ich stecke meine Energie lieber darin, das Gute zu verbessern, anstatt ständig über das Schlechte zu lamentieren.

Dass man sich informieren soll ist gut und recht, aber entweder handelt man nachher und tut etwas Konstruktives, oder aber man schweige. Ich bin auch nicht besonders amifreundlich, aber dass ihre Kultur auch ihre guten Seiten hat, muss man ihnen einfach lassen. Wie die Europäer auch.
Distroia[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]Nun, jedes Land hat seine Fehler gemacht, und die Amis haben in Japan zum Teil Menschenexperimente durchgeführt, die denen im 3. Reich in nichts nachstanden, und diverse andere Schweinereien.

Dennoch finde ich diesen Stolz auf das eigene Land grundsätzlich ein sympathischer Zug, der in den deutschsprachigen Ländern leider fehlt .... wer da nicht mir aller Kraft auf sein eigenes Land einknüppelt, und sogar noch stolz darauf ist, wird gleich als Landesverräter gebrandmarkt. Was soll das?

Ich als Schweizerin bin stolz auf mein Land, weil die Schweiz es fertigbringt, auf engstem Raum verschiedene Kulturen zu integrieren und ein friedliches Zusammenleben zu ermöglichen, weil sie eine stabile Umgebung bietet, weil das Rote Kreuz von hier kommt, weil die direkte Demokratie hier gelebt wird... Und natürlich finde ich diverse Sachen, wie zum Beispiel die Geschichte um das Gold der Nazis, einfach scheusslich. Na und?

Jedes Land hat seine guten und schlechten Seiten, doch ich stecke meine Energie lieber darin, das Gute zu verbessern, anstatt ständig über das Schlechte zu lamentieren.

Dass man sich informieren soll ist gut und recht, aber entweder handelt man nachher und tut etwas Konstruktives, oder aber man schweige. Ich bin auch nicht besonders amifreundlich, aber dass ihre Kultur auch ihre guten Seiten hat, muss man ihnen einfach lassen. Wie die Europäer auch. [/B][/QUOTE]


Wie kann man denn Stolz darauf sein, aus einem bestimmten Land zu kommen? Ich finde man kann nur Stolz auf etwas sein, was man selbst erreicht hat. Wenn ich aus Deutschland komme, komme ich eben daher, hab aber selbst nichts dafür getan.

Noch schlimmer finde ich es aber, dass hier viele von anderen verlangen sich dafür zu schämen ein Deutscher zu sein. Für was denn? Klar hat Deutschland eine dunkle Vergangenheit, was im 2. Weltkrieg passiert ist war schlimm und ist nichts zu entschuldigen. Aber was kann ich dafür?

An dem Patriotismus (eigentlich ist es ja schon Nationalismus) der Amerikaner kann ich nichts Gutes finden. Die Grenze ist dann überschritten, wenn man sein eigenes Land für so überlegen hält, dass man blind für jegliche Kritik gegen das eigene Land ist, wenn das Leid in anderen Ländern in Kauf genommen wird, solange es dem eigenen Land zu Gute kommt, oder auch, wenn ein Lehrer nichtmal in der Lage ist Deutschland auf der Weltkarte zu finden.
dark.existencealso ich habe schon des öfteren festgestellt, dass personen die stolz auf ihr heimatland deutschland sind sofort als rechts oder zumindest rechtsgerichtet angesehen werden. ist natürlich schwachsinn, aber so wird es eben von den medien (jaja die bösen, bösen medien..) rübergebracht, nicht zuletzt von amerikanischer seite. was würdet ihr sagen wenn euer nachbar eine deutschlandflagge auf dem hof stehen hätte?
ich bin ganz sicher auch nicht stolz darauf deutscher zu sein, dafür gibt es aus meiner sicht auch überhaupt keinen anlass. wie bereits von Disroria erwähnt könnte ich nur auf sachen stolz sein, die ich persönlich vollbracht und selbst zu verantworten hatte.
und was in amerika abläuft geht wirklich weit über patriotismus hinaus...
auch wenn's nicht ganz reinpasst: habt ihr schon von den seit der bush-ära stattfindenden täglichen zerenonien im weißen haus gehört? dort wird unter kontrolle der segen gottes erbeten, jeder der sich dem entziehen versucht hat mit konsequenzen zu rechnen. so viel zum thema christlicher fundamentalismus.... naja das thema wurde sicher schon in diversen anderen treats angeschnitten.
kis_puncialso generell finde ich patriotismus bzw nationalstolz -natürlich nur für mich selbst gesprochen- eher unangebracht bzw unnütz.
man wird doch [I]bloß[/I] irgendwo auf der welt, per zufall, geboren, hat eigentlich nichts mit der geschichte eines landes zu tun und deshalb auch nichts worauf man stolz sein könnte.
im prinzip bin ich doch [U]nur[/U] ein wesen auf einem globus, wie jeder andere auch, habe auch nicht "mein" land, auf das ich stolz sein kann... aber ich schweife ab ...

@dark.existence: davon habe ich noch nichts gehört; das ist aber auch wieder sowas, wo ich sagen würde: typisch. vorurteilsbehaftet, wer weiß...
aber dieser fanatische glaube basiert ja auch wieder nur auf der alten überzeugung, sie (die einwanderer aus england) seien von gott dazu beauftragt usw usw.
fanatismus macht sowieso immer alles kaputt
dark.existencenaja bush soll mal gesagt haben, gott habe ihn auf den richtigen weg geleitet, weg vom alkohol etc. und dass er dazu berufen sei, die ganze welt an diesen christlichen tugenden teilhaben zu lassen. naja weltmachten waren in der geschichte immer für ihr übertriebenes sendungsbewusstsein berüchtigt. solange dies nicht ausartet habe ich auch garnichts dagegen, es hätte uns auch weitaus schlimmer treffen können... auch wenn ich nicht unbedingt anhänger des christentums bin, halte ich es (heutzutage) immer noch für weitaus tolleranter als viele andere religionen. allerdings sind nicht die religionen gefährlich, sondern die staaten, die sie für ihre zwecke missbrauchen, sprich fundamentalisten bzw. eben extremisten.

noch was zum thema USA :mad: :
kürzlich wurde vom senat das verbot für den einsatz von "kleineren" atomwaffen aufgehoben, da nur mit solchen mitteln unter der erde liegende bunker ausgehoben werden könnten. diese waffen dürften auch vorsorglich eingesetzt werden, um die "gefahr" neutralisieren zu können bevor sie zu einer wird. ich weiß nicht, wieso bunker zerstören? wäre doch min. ebenso zweckmäßig ihre verbindung zur aussenwelt abzuschneiden oder? ich meine es gibt immer friedvollere alternativen zur bloßen zerstörung..... das wettrüsten möge von neuem beginnen :mad:
kis_punciwuahhh, wie will man denn mit atombömbchen gefahr neutralisieren ??????
seelenschandeBei Odins weißem bart
die Amis....:mad:
ich hab nix gegen amis.....aber wieso sollen wir deutschen nazis sein...schwarze hatten sogar nach dem 2.Weltkrieg keine ´Rechte in den USA..Schwarze wurden immer noch scheisse behandelt und wurden diskriminiert...
ich hasse A.Hitler........aber ist das nicht mindestens genau so ???....
nur dass die gepeinigten als noch grössere Qual damit weiterleben mussten.....
UND WIR DEUTSCHEN sollen den amis ihren dreck im irak wegräumen und auch noch die kosten dafür übernehmen?????
nein ........wenn Die USA doch schon meint sich schon über die UN-entscheidungenhinwegstzen zu können ...dann sollen sie dann auch die kosten dafür zahlen......wahrscheinlich war afgahnistan eh nur ein Vorwand fur den ach so tollen präsidenten Bush um mal es wieder im Irak krachen zu lassen......und für was???
täglich hört man ja von Anschlägen und getöteten US-Soldaten...
ich kenne amis die sind auch ganz ok
aber wenn die amis meinen sie könnten machen was sie wollen haben sie sich geschnitten....
siehe Vietnam .............
:mad:
Moredhel@ Dark Existence
Schneide mal aus der Luft die Verbindungen eines Bunker zu Aussenwelt ab, das ist nicht ganz so einfach. Eine kleine taktische Nuklearwaffe ist da einfach viel effektiver, preiswerter und man muss nicht so genau zielen. Ausserdem werden die Bomben irgendwann "schlecht", wenn man sie nicht benutzt und bevor man den Müll irgendwo endlagern müsste...
Ich bin bloss heilfroh, das die Amis die Idee des Bevölkerungsbonusses nicht wieder ausgegraben haben.

Und nun zu den Amis allgemein:
Ist doch toll, wenn man seine fiese Vergangenheit einfach unter den Teppich kehrt, wenn wir das machen würden, würden uns eine Menge politischer Entscheidungen aus unserer Kollektivschuld heraus, erspart bleiben.
GrauerWolfEin sehr lesenswertes Buch von Joachim Fernau:

"Hallelujah - Die Geschichte der USA" (1977)

Kostprobe:

...daß es die Vereinigten Staaten von Amerika gibt, verdanken wir vor allem den Briten. Hätten sie nicht die Idee gehabt, die Indianer auszurotten, so würde Nordamerika ein ganz anderes Schicksal erfahren haben. Es hätte das Schicksal Afrikas gehabt. Das heißt: Es wäre jetzt so weit, daß die Weißen das Land räumen und 20 oder 30 Indianerstaaten ihre Befreiung vom Joch des Kolonialismus feierten. Die neuen Staatspräsidenten würden statt Lumumba und Mobutu "Wiehernder Mustang" und "Listige Schlange" heißen und in Bonn wäre für sie, wenn sie ihr Entwicklungsgeld abholten, eine Ehrenkompagnie angetreten."

ULLSTEIN TASCHENBUCH
Donn[quote]Willkommen im Club

Tjaja die ach so tollen Amerikaner.[/quote]

Ich will auch nen Club... Ich glaube, ich mache einen auf:

Ein Club für alle, die wie ich vom plumpen Antiamerikanismus einiger Leute, die durch ihre Anschuldigungen, die wir alle schonmal besser und lustiger bei Micheal Moore gesehen bzw. gelesen haben, intellektuell wirken wollen und eigentlich nur auf der Welle der Dummheit mitreiten, die im Moment Amerikaschelte in Deutschland en Vogue erscheinen lässt.

Wer bereit ist, das Visier der europäischen Arroganz mal ein kleines Stückchen zu öffnen und einen nicht gänzlich durch Vorurteile verstellten Blick auf die USA zu werfen, soll sich bei mir melden.

An alle anderen:

1. Wenn Ihr "Amerika" sagt und die USA meint, dann seid Ihr schon auf eben jene "Amerikaner" hereingefallen, die Euch gerade noch so aufgeregt haben. Zu Eurer Information: es gibt auf dem amerikanischen Doppelkontinent eine Reihe von Staaten, von denen die USA zwar der reichste und mächtigste, aber nicht der einzige ist.

2. Alles, was über US-amerikanische Arroganz gesagt wird stimmt. Und eben auch nicht. Die USA wird im Moment von einer Clique von reichen Männern regiert, die sich typischer Mentalitäten der konservativen unteren Mittelschicht bedienen, um an der Macht zu bleiben.
Der Großteil der Bevölkerung, wenn er denn überhaupt politisch interessiert ist, hat ein wesentlich differenzierteres Bild von den Geschehnissen in der Welt als ihre eigene Führung.

3. Alle diese Verweise auf die ach so blutige US-Geschichte lassen ein Verständnis für die damalige Lebenswirklichkeit vermissen, das man bei einer historischen Analyse eigentlich erwarten müsste. Im übrigen ist Deutschland meines Wissens nach das einzige europäische Land, das seine Geschichte derart kritisch beleuchtet und das auch nur, weil uns nach dem 2. Weltkrieg gar nichts anderes übrig geblieben ist.

4. Die "Founding Fathers" waren zu einem großen Teil eben doch Idealisten. Nur war ihr Idealismus durch die damals verbreitete Sicht der Welt gefärbt, so dass er uns heute vielleicht etwas zynisch oder verlogen erscheinen mag.

5. Die USA mögen zwar ein hoch kompliziertes, fehleranfälliges, leicht zu manipulierendes und längst nicht mehr zeitgemäßes Wahlverfahren für ihren Präsidenten haben. Nichtsdestotrotz funktionieren die USA als Demokratie schon weit länger als es viele der europäischen Staaten überhaupt gibt.

6. Nur weil wir in Europa eine längere ungebrochene Entwicklung in der Geschichte haben als die USA, haben wir noch lange nicht das Recht, den USA sämtliche Kultur und Bildung abzusprechen, wie das auch in diesem Thread mehrfach geschehen ist.

[u]Exkurs: amerikanisches Schulsystem und Austauschschüler:[/u]

[i]Die Schule in den USA ist eine Gesammtschule. Austauschschüler sind in Deutschland normalerweise (Ausnahmen gibt es immer) Gymnasiasten. Und von den Gymnasiasten in Deutschland sind die Austauschschüler idR. nicht die ausgesuchtesten Schnarchnasen, sondern die, die eh schon ein gewisses Interesse an der Welt mitbringen. Es trifft also eine Art Elite auf einen bunten Querschnitt der Gesellschaft. Und da man als Austauschschüler idR auch keine AP- oder honors-classes besuchen kann (das ist eine reine Verfahrensfrage), bleibt man eben in Kursen auf einem Niveau stecken, das weit unter dem gewohnten ist.
Zumal ich auch im heimischen Gymnasium mehrfach fast an die Decke gestiegen wäre, weil irgendwelche Graupen von Schülern und Lehrern die simpelsten Selbstverständlichkeiten nicht beherrschten.[/i]

7. Ein Land ist nicht gleich seiner Bevölkerung und die ist nicht gleich ihrer Regierung. Zumal wenn diese Regierung nicht repräsentativ gewählt ist, sondern mit Tricks an die Macht gemauschelt wurde.

8. Ich habe selten einmal so viele politisch interresierte und kulturell gebildete Leute auf einem Haufen gefunden wie in den USA. Arroganz der Europäer ist hier vollkommen unangebracht. Wer fragen sollte warum, ist von mir herzlich eingeladen, auf seine eigenen Kosten mal nach Malle oder Zypern zu fliegen und dort die europäischen Kulturnationen live und in Farbe zu erleben.

9. Michael Moore hat recht. In den USA läuft irgendwas falsch. Aber Ihr habt unrecht, wenn Ihr Moore zu Eurem Zeugen der Anklage macht. Moore liebt sein Land und will es verbessern. Er glaubt an die Ideale der amerikanischen Verfassung. Er ist, genauso wie Marilyn Manson, kein vom eigenen Land angeekelter Linker, der uns Europäern gerade gut ins Konzept passt. Er schreibt zwar Sachen, die gerade gut ins öffentliche Bild von den USA passen, aber eben nicht nur. Der Rest wird gerne überlesen.

So, Ende des Sermons (zumindest für jetzt)

Nachtrag: Wer in den 80ern provozieren wollte, konnte sich unter anderem nen Iro schneiden und ne Sicherheitsnadel durch die Nase stecken. Heute reicht da anscheinend ein einfacher "I love USA" - Aufkleber. Ich glaube, so einen lege ich mir mal zu...
GrauerWolf@Donni
Besonders originell sind Deine abgekauten Allgemeinplätze aber auch nicht, sowas in der Art können wir seit dem 11.09. 2001 (Schnaaarch) täglich in der Springerpresse lesen.
kis_punci@Donn

Punkt 2 streiten glaub ich niemand ab und dessen sind wir uns bewusst.

[QUOTE]3. Alle diese Verweise auf die ach so blutige US-Geschichte lassen ein Verständnis für die damalige Lebenswirklichkeit vermissen, das man bei einer historischen Analyse eigentlich erwarten müsste. [/QUOTE]

da musst du mir jetzt erstmal erklären, was du für ein verständnis erwartest. (btw.: sollen die beiträge keine verweise auf die geschichte sein, das eigentlich thema war die geschichte des landes und für mich vorallem, was für zugeständnisse und fortschritte die usa im bereich der minderheiten machen)

[QUOTE]4. Die "Founding Fathers" waren zu einem großen Teil eben doch Idealisten. Nur war ihr Idealismus durch die damals verbreitete Sicht der Welt gefärbt, so dass er uns heute vielleicht etwas zynisch oder verlogen erscheinen mag.[/QUOTE]

Sicherlich, da hast du recht, dass man den damaligen zeitgeist nicht außer acht lassen darf. trotzdem kann ich die taten von damals nicht mit mir vereinbaren. ich finde sie einfach zu schwerwiegend. (und ja, das gab es in jedem land, aber da ich mich sehr viel mit natives beschäftige und auch viele bekannte dort habe, ist mir die situation in den usa eben präsenter.)

zu 5.: da hast du auch wieder recht

[QUOTE]6. Nur weil wir in Europa eine längere ungebrochene Entwicklung in der Geschichte haben als die USA, haben wir noch lange nicht das Recht, den USA sämtliche Kultur und Bildung abzusprechen, wie das auch in diesem Thread mehrfach geschehen ist. [/QUOTE]

Moment! ich denke, niemand hier will der usa und dessen bürgern vollständig ihre bildung und kultur absprechen.
dass sie eine kultur haben ist nicht zu bestreiten auch, dass sie ein bildungssystem haben.
es ist doch vielmehr so, dass überhaupt kein interesse der [b] schüler [/b] daran besteht, irgendwie "weltoffen" zu sein. dass sie deutschland mit frankreich verwechseln, heißt für mich nicht dass sie alle ungebildet sind, sondern dass sie das was außerhalb ihres eigenen riesigen landes passiert eigentlich nciht wirklich interessiert. *vermut*
(und auch hier gilt wieder: nicht alle sind so..)

und noch ein anekdötchen zum schluss:
ein freund von mir war in den USA, auch zum austausch, und nachdem er 100mal gefragt wurde, ob man denn kühlschränke, warmes wasser usw in den D hätte, meinte er aus spaß, dass er nach dem aufstehen ersteinmal mit dem speer ein reh erlegen gehen würde, danach zum baden den nächsten fluss suchen müsse ...
am nächsten tag kam der sportlehrer auf ihn zu, sie würden noch jemand für die speerwerfmannschaft suchen und er habe gehört, er sei dort sehr gut drin... *lol*
GrauerWolfkis punci
Ist das wirklich wahr, daß jemand aus Deutschland immer wieder nach fließend Wasser gefragt wird?
Was haben denn diese Leute für ein Bild vom Rest der Welt?
Mittlerweile soll es ja sogar auf Papua-Neuguinea elektrischen Strom geben, wenn man das diesen Fragebolzen mitteilt, fallen sie vermutlich in Ohnmacht (oder andererseits auch nicht, weil sie noch von P.N. gehört haben).
kis_punci@zorn gottes... ja, das ist wirklich war, ich wäre auch fast vom sockel geflogen, als ich das erzählt bekommen habe... :(
QuothHallo erst mal

@Zorn Gottes

Das Bild der Welt der Amis?
Düster.

Eine Freundin von mir lebte zwei Jahre in den USA. Als sie das erste mal bei einer Freundin in den Kühlschrank schaut, und sich fragte, ob die zum Teil Neo-Farben gesund sein könnten, interpretierte die Mutter das ganz einfach und fragte tot ernst, ob wir in Deutschland keine Kühlschränke hätten. Das erschreckensde an der Frage war die Tatsache, das auf einer der Türen dieses zweiflügeligen Kühlmonsters "Bosch Germany" in der rechten unteren Ecke stand.....

Eine Klassenkamerad fragte sie nach dem sie sich vorstellte, ob er sie mit ausgestrecktem rechten Arm begrüssen solle, er habe im Fehrnsehn gesehen, Deutsche würden das so machen.

Da bekommt man doch Angst, das war auf einer Privatschule!

Jetzt stellen wir uns mal vor, einer der nächsten Präsidenten kommt von einer staatl. Schule, da ist es mit der Bildung doch noch schlechter bestellet. Was passiert dann? Fragt der dann ob der große rote Knopf im Militärbunker zum Pizzabestellen ist????
GrauerWolf@Grüß' Dich Quoth,
wenns die Realsatire nicht so bitter wäre,
habe trotzdem laut gelacht. Nachdem jedes Übel auf der Welt mit "Nazi" gleichgesetzt wird, erstaunt mich die Anekdote mit dem rechten Arm kaum.
Aber das man in God's own country davon ausgeht, daß wir auf den Bäumen wohnen , ist mehr als bedenklich und ich kann mir auch die Ursache beim besten Willen nicht erklären.
Glauben denn die Amis, daß sie jahrelang Krieg gegen ein nomadisierendes Volk von Cro-Magnons geführt haben?:eek:
Donn@Zorn Gottes:

Das mit der Springerpresse hättest Du nicht sagen sollen. Springerpresse zu lesen gilt in der Regel als Armutszeugnis

@Rest:

Entweder, die Deppen in den USA sing ungleich verteilt, oder aber es gibt hier wieder einen Hang zum Pauschalisieren aller erster Güte.

Ich habe ein Jahr in den USA gelebt und bis auf eine wirklich strunzdoofe Mitschülerin hat nie irgendjemand die Gleichsetzung Deutschland=Nazis bemüht.

Diese ganzen Stories sind zum größten Teil schon wahr. Aber es sind Einzelfälle, die aufgebauscht werden... Ein Bekannter von mir wurde gefragt, ob in Europa der Schnee auch weiß sei. Aber die überwigende Mehrheit der US-Amerikaner weiß eben doch, dass es in Deutschland Kühlschränke und Mikrowellen gibt (auch wenn man letztere dem deutschen Gast lieber nochmal erklärt, erstens weiß man nie und zweitens sollen die Deutschen ja sehr konservativ sein, nicht?), Wasser von oben nach unten fließt und Hitler seit langem tot ist (aber gerade letzteres Thema eignet sich hervorragend, um einen Deutschen zu ärgern...).
GrauerWolf@Donni, mein Herzblatt, da bist Du ja wieder, ich dachte schon, Dir sei was passiert..., hätte Dich ernstlich vermißt.

Wie leicht Du in seichte Fallen tappst und Dir dabei so edel vorkommst:

"Die Welt" wird auch von Springer gedruckt und die darf man ohne weiteres in der Öffentlichkeit lesen, ohne als Assi dazustehen.

Bis zum nächsten Mal, Küßchen: Dein ZoGo
:p
TheDarkHI zusammen :D

ICh hab noch was zur historie !!! ( die gegenwart hatten wir glaub ich schon oft genug )

Wir halten fert Die pilger sind in nord amerika eingefallen
( 1620 erreichten die Pilgerväter auf der Mayflower das Land und errichteten die Plymouth Colony in Massachusetts)

am 23. August 1775 erklärte König George III in einer Proklamation, dass die Kolonien sich in einem Zustand der Rebellion befänden

Mal grob 150 jahre wo auch andere "religions verfolgte"
aus ganz europa über nord america herfielen !

ca 10 jahre gab es erst die usa mit 13 starten.

Aber mal abgesehen davon.
Nich europäer und nicht Christen wurden weltweit bis mitte des 20 jahrhunders als Minderwertig und unkultiviert menschen 3 klasse angesehen. Fakt ist davon kann sich bis heute kein statt freisprechen.

Quelle meiner daten: [url]http://www.usembassy.de/usa/geschichte.htm[/url]
OtageIch sag nur Bowling for Columbine, Stupid White Men, etc. etc.
Finde das reicht um mir eine Meinung über die USA zu bilden. Es ist zwar nur ein Mann, der weiß, dass in seinem Land "etwas" nicht stimmt (Michael Moore), aber mir ist er sympathisch genug, dass ich ihm in dieser Hinsicht "vertrauen" kann.
Bevor ich seine Filme gesehen und seine Bücher gelesen habe, war meine Meinung über USA nicht viel anders, nur kannte ich eben nicht genug Fakten. Seit ich das aber tue, habe ich nur noch tausend mehr Bestätigungen für meine Ansichten bekommen.
Ich kenne auch Amis. Die "Masse" tut mir leid, weil sie blind sind, aber dafür können sie nichts, scheiß Medien.

PS: Bush is a Son of a Bush!!! :D

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