| VerlorenerJunge | ich weiß net ob es das hier schon einmal gab ... aber wenn ja kann man es ja löschen ;) also mir fällt auf das in klassischen Handwerks berufen wie Bäcker, Metzger usw .... immer mehr Discountmärkte den makt einnehmen - im ausland prodzierte gegenstände die hier günstig verkauft werden, da die produktion im ausland billiger ist ... mal einige fragen: weh ihr das auch so? wo kauft ihr ein: klassisch oder discount? wenn ih durch wenig gehalt zum discount kauf gezwungen werdet, würdet ihr lieber in klassischen häusern einkaufen? |
| GenocideMachine | hast du grad focus tv gesehen? *g* naja, ich geh lieber zu nem bäcker, ich habs lieber wenn ich von der frische der waren überzeugt bin... |
| Pitch-Black | Und auf was willst Du jetzt hinaus?? Ob es in Zukunft noch Handwerker gibt, oder ob das klassische Handwerk(wobei zu definieren wäre, was das ist) ausstirbt, oder ne Gegenüberstellung vom Ausland zu Deutschland oder oder?? |
| Julya | ich habs auch gerade auf pro7 gesehen ;) ich habe nicht viel geld und bin dadurch gezwungen, sehr günstig einzukaufen. da ich, was nahrung angeht, nicht sonderlich anspruchsvoll bin, macht mir das selten was aus, aber wenn ich die wahl hätte, würde ich lieber in kleinen persönlichen läden einkaufen gehen. elektrogeräte kaufe ich lieber 'klassisch', da man da einfach eine nette persönliche beratung bekommt.... |
| GrauerWolf | Auf dem Häuserblock in Berlin, wo ich meine ersten Lebensjahre verbracht habe, gab es alles, was man zum Leben brauchte: Metzger, Bäcker, Schneider, Zeitungsladen, Friseur, Raumausstatter und auf allen vier Ecken die berühmten Berliner Eckkneipen. Sind heute alle verschwunden, weg, perdu. Dafür stapeln sich auf der Straße die Autos, man fährt in die Märkte. Klar wären mir die Läden um die Ecke lieber, der Alltag verarmt, ohne Auto sieht man alt aus, wenn überhaupt neue Geschäfte, dann Ramsch, Billig, Blöde oder Kopierläden und höchstens mal ein Bäcker dazwischen.:( |
| VerlorenerJunge | @ GenocideMachine: ja auch dabei wurde mir erst bewusst das in den letzten 6 monaten hier 4 bäckereien geschlossen haben und vor gut einem jahr hat der discount bäcker bei uns im schlecker aufgemacht ... @Pitch-Black: unter klassischem handwerk verstehe ich einfach dinge die im alten genauso gut sind wie im neuen ... einfach berufe die keine wirkliche neuerung brauchen ... und worauf ich hinauswill? nirgends ... ich will nicht sagen das das klassische handwerk ganz austirbt - überreste wird es immer geben (es gibt ja sogar noch kaffee rost häuser) ... es ist einfach eine frage - grad auch in einer situation mit arbeitsplatzmangel sind solche punkte interessant, das man solche alltäglichen dinge lieber im ausland produziert ... |
| Sirius | Das klassische Handwerk scheint definitiv auszusterben. Das liegt natürlich zum einen daran, das der Kunde heutzutage alles aus einer Hand haben möchte und dies auch bekommt. Zum anderen fehlt der Nachwuchs - kaum jemand interessiert sich für einen klassischen Ausbildungsberuf als Tischler oder Bäcker. In einer Großbäckerei kann ich hingegen sozusagen jeden auch ungelernten an die Maschine stellen und ihn einweisen, welche Knöpfe er zu drücken hat, damit hinten das Brot herauskommt - mit Handwerk hat das natürlich nichts mehr zu tun. Zum dritten treiben viele Betriebe den Ausverkauf ihrer Tradition auch selbst voran, indem sie die Angebotspalette immer mehr ausdehnen, bis das ursprüngliche Kerngeschäft zur Nebensache wird. Beispiel Tchibo: Da kann man mittlerweile fast alles kaufen und so ganz nebenbei auch Kaffee. Ich würde es auch begrüßen, hier einen kleinen gemütlichen Bäcker zu haben, wo man morgens in Ruhe nen Kaffee schlürfen kann - gibt es hier in der Ecke überhaupt nicht. Bestenfalls könnte ich mich bei Kaisers an so nen Stehtisch neben dem Eingang stellen und die ersten Alkies begrüßen... |
| GrauerWolf | Tja , wem das fehlt, der sollte sich wirklich überlegen, ob er bei Aldi, Döner, McSchwein & Co. gut aufgehoben ist. Das Geld, das ich dort ausgebe, fehlt eben dem Bäcker oder Lebensmittelladen. |
| GrauerWolf | @Odessa Auf dem Land ist das auch noch möglich, hatte bekanntermaßen viel in Bayern, aber auch anderweitig mit dem Handwerk zu tun und wenn vorne der Laden geschlossen war, dann haben die Kunden / Nachbarn hinten geklingelt, wenn es eilig/wichtig war und wenn ich beim Raumausstatter in Amerang Gardinen aussuchen möchte und rufe an, daß ich das aber nur ab 19.00 Uhr kann, möchte ich den mal sehen, der mich dann nicht reinläßt.:cool: |
| Bloodrayne | Habe den Bericht gestern auch gesehen,also glaubt mir ich würde mir auch meine Lebensmittel lieber beim Bäcker oder Metzger kaufen,aber das ist teilweise ja wegen dem lieben geld nicht möglich.Zum Glück muss ich mich aber nur zwei tage die Woche selber verpflegen,da ich ja in der Gastronomie arbeite essen ich fünf tage kostenlos in dem restaurant in dem ich arbeite.Aber ich merke es auch selber teilweise in dem Restaurant,die Leute haben einfach nicht mehr das Geld dazu so oft essen zu gehen und bei uns ist der Umsatz bis jetzt aufs Jahr gesehen um 100000 Euro zurück gegangen. |
| Sirius | Naja es ist wirklich schwierig, sowohl für die kleinen Einzelhändler als auch für die Verbraucher. In der Nähe meiner Schule ist eine Bäckerei, die gab es vom Aussehen her bestimmt bereits vor dem 2. Weltkrieg - ist auch alles ganz schick dort, aber teuer teuer teuer!!! Ich kann mir diesen Laden echt nicht leisten. Hinzu kommt, quasi als direkte Konkurrenz direkt gegenüber der Schule ein Döner-Laden, ziemlich schmuddelig. Dieser bietet auch Kaffee an, der zum brechen schmeckt, aber genau so viel kostet, wie der Kaffee vom Bäcker 500 Meter weiter - na jetzt ratet mal, wo die Leute in den Pausen hingehen?! Na klar, der Dönerladen brummt, das Teil ist eine Goldgrube und olle Ali kann in den Ferien ganz getrost seinen Laden zu machen und in Urlaub fliegen. Bei dem Bäcker hingegen ist es eigentlich immer ziemlich leer... Seit kurzem bietet der Dönerladen auch Kuchen an... Tja... so isses |
| Bloodrayne | Aber sorry da würde ich doch lieber zu dem Becker gehen als den Kaffe in dem Dönerladen zu trinken der zum kotzen schmeckt,da würde ich doch lieber die 500 meter laufen. |
| GrauerWolf | Ich habe sowieso nie kapiert, was die Menschen zu Döner und Co. treibt, wie ich es überhaupt verwerflich finde, auf der Straße oder gar im Gehen zu fre..., äh "essen". Ebenso die absolut lachhafte Angewohnheit, im Gehen zu telefonieren, es sieht so affig aus, mir fehlen jedes Mal die Worte. :confused: :eek: |
| gray | was sagte man mir noch am ende meiner ausbildung: in deutschland kostet ein band arbeiter 26€ in der stunde und in tschechien 2,60€. da deutschland keine rohstoffe hat, kann das land nur durch seine ideen überleben |
| GrauerWolf | Diese Unterschiede haben natürlich auch Gründe, ich habe mal in Karlsbad eine Glasbläserei besichtigt, ein ganz bekannter Name, leider vergessen. Die Leute arbeiten dort unter Bedingungen, bei denen die Gewerbeaufsicht in Deutschland den Laden sofort versiegeln würde. |
| GrauerWolf | @Odessa *noch längere Leitung hab* Man kann sich doch leckere Brote/Salate auf die Arbeit mitnehmen?! Hmmh, und ob ich Dönerbuden unterstützen muß, da bin ich stark im Zweifel, habe dort noch nie ein Pfennig gelassen... *tief-in-mich-hinein-horch*: NEIN. Aha. Es gibt Dinge, die man nicht unterstützen sollte, wie soll ich meine Kinder zu Kultur und Lebensart erziehen, wenn ich mit ihnen Schnellfutter an 'ner windigen Straßenecke "verzehre"?;) |
| Bloodrayne | Na ja Döner sind auch zwiespaltige Sache.Man,und frau natürlich auch,weiss ja nie so genau was da drin ist.In Darmstadt haben sie viele Dönerbuden geschlossen,erstmal wegen der Hygiene und ausserdem war der Hauptgrund der das in Die Knoblauchsauce onaniert wurde.Und ausserdem kann man die Dinger echt schlecht essen,der ganze Krempel klebt an den Händen und schmecken tut es auch nicht so berauschend und es ist ganauso schlimm wie McDonalds und Co!Und ich als Koch würde sowas eh net essen! |
| GrauerWolf | @bloodrayne Nicht schlecht, Herr Specht, bon appetit!:D |
| Bloodrayne | Ja klar es gibt viele schwarze Schafe in der Gastronomie,das weiss ich aber wenn es bei uns in der Küche so aussehen würde,unser Chef würde uns die Hölle heiss machen.Bei uns gibt es jede Woche eine komplette Grundreinigung der Küche,wo alles rausgräumt wird und ein tag nur geputzt wird.Und haändewwaschen ist doch eigentlich Standard und geraucht wird bei uns auch nicht. |
| rainraven | Ich kaufe mein Brot da, wo ich gerade vorbeikomme, wenn es nicht gerade der teuerste Bäckerladen ist. Der Einfachheit halber kaufe ich es zwar im Supermarkt, wenn ich da sowieso schon einkaufe, aber zum Glück ist ja inzwischen fast überall so ein Frischbäckerstand integriert. Vom Geschmack her ist mir natürlich das frische Brot vom Bäcker lieber, aber das Geld spielt inzwischen leider auch schon eine wichtige Rolle bei mir. :( Ich lebe in einem noch ziemlich "ländlichen" Großstadtviertel, wo es noch Schuhmacher (und einen superguten! Der hat meine Dockers gerettet!), Bäcker, kleine Elektroläden, Schneiderei, die Gemüsetürken und -griechen gibt und an jeder Ecke einen kleinen Penny oder Plus oder sonstigen Supermarkt. Ab und zu fahren wir auch zum Großmarkt in der Nähe, aber wir haben z.B. auch den Bäcker und Zeitschriftenkiosk im Haus und alles, was man sonst so braucht, in unmittelbarer Nähe, also kann ich mich nicht beklagen. Das "Aussterben" des kalssischen Handwerks habe ich noch nicht bemerkt, aber es gibt auch ein paar Straßen weiter einen Holzhandel, wo ich dachte, da lasse ich mich über das Holz für den geplanten Volierenbau beraten und hätte dann satte 270 Euro NUR für das Holzmaterial geblecht. Gut, da gingen wir doch lieber zum Baumarkt und haben das Zeug selber gehobelt, geschliffen und geschnitten und sind so auf wenigstens 150 Euro INSGESAMT (also mit Metallteilen und Draht) gekommen. Mir fällt nur auf, daß immer wieder so kleine Läden zumachen und in diesen entweder sofort ein Call-a-Pizza/Sushi/wasauchimmer aufmacht oder eine Dönerbude (dabei gibts sowas bei uns im Viertel gar nicht *wunder*). T.R. |
| Sirius | Die 500 Meter waren jetzt nur grob geschätzt, man würde es locker schaffen, in der Pause zu dem Bäcker zu gehen und einige machen das ja auch, aber der Großteil der Leute steht lieber in dem Dönerladen an, da wird es in der Pause meistens richtig böse voll. Den Kaffee dort (schmeckt, als wäre er bereits am Vortag aufgebrüht und mehrfach gemikrowellt worden) trinke ich schon lange nicht mehr, ich hatte mir einmal dort ne Minipizza geholt, davon wurde mir schlecht, seitdem kauf ich dort sowieso nicht mehr. Wenn da mal irgendsoein Behördentyp unangemeldet auftauchen sollte, dann gute Nacht, so keimig wie die Bude ist... Es ist halt einfach die Bequemlichkeit aus der Schule direkt in den Laden zu fallen und dort alles zu bekommen. Natürlich ist dieser Dönerladen auch ein Familienbetrieb, Vater und Tochter wirtschaften dort (die Tochter ist für den widerlichen Kaffee verantwortlich) aber ich glaube es ging hier eher um den Verfall des deutschen Traditionshandwerks. |