| Pitch-Black | Der Staat muss sparen und wo fängt er an, natürlich an der Bildung zu sparen. Ist ja auch logisch. Jetzt gehts los, die ersten Studiengänge fallen den Sparmaßnahmen zum Opfer. Wie kann man an der Bildung sparen. Bücher weden eh nur alle Jubeljahre neu gekauft, manche sind so alt, wie meine Großeltern. Die Kapazitäten werden zusammen gelegt. Wie sehr ihr die Sparmaßnahmen am Beispiel Bildung, ist es nötig oder gräbt sich der Staat damit ein Loch und fällt selbst hinein??? |
| Rising Sun | Bei mir an der Schule genauso. Ich gehe seit September wieder zur Schule, und mache dort die schulische Ausbildung mit Dualqualifikation (Ausbildung + FHR) Ausbildungsbereich: Informationstechnischer Assistent (ITA) habe vorher 2 Ausbildungsstellen gehabt, die aber scheiterten (lange geschichte, lag aber am betrieb ;) ) jedenfalls haben wir in der Schule so gut wie nur sehr schlechte Rechner, müssen viele Bücher selber kaufen, der Eigenanteil ist von 33% auf 49% angehoben worden, die Bezahlung der Lehrer ist (laut einer derer Aussagen) gesunken. Die Ausbildung selbst ist nicht gerade prickelnd, da, aufgrund der Lage im Berufskolleg, keine Ausbildung eigentlich an modernen Systemen stattfindet, sondern eher an älteren Systemen (Access 97, Windows 98, generell office 97), etc. und das im Jahre 2003. Dazu noch kommend, haben wir Lehrer, die wirklich in der Tat nicht dazu geeignet sind, zu unterrichten. Darüber haben wir heute (ich in Form von stellv. Klassensprecher, der eigentlich die Oberhand hat :D ) 2 Stunden diskutiert. Ich versuche zuzusehen, dass sich das, zumindest an meiner Schule, etwas ändern kann (Schulrats {oder wie das wieder heisst :rolleyes: } Mitglied ;) ) Ich selbst sehe es als ein Riesenloch, was sich der Staat da gräbt. So kann es absolut nicht weitergehen, doch wie üblich kann der kleine Mann nichts ändern, egal, was man versucht :( |
| Ianus | ich vertraue dem staat nicht, was bildung angeht. und meine eltern haben es auch nicht getan und mich dabei unterstützt, als ich mich für das private gymnasium entschieden habe. klar ist das teurer, aber meine eltern haben begriffen, dass bildungdas wichtigste ist, in das man investierne muss, es wird sich rentieren, 100%ig. und jetzt? jetzt bin ich auf einer privaten universität, die sich nicht vom staat finanzieren lässt, sondern als gemeinnützige gmbh arbeitet, finanziert durch studiengebühren (60%), sponsoren (30%) und schenkungen dankbarer alter absolventen sowie irgendwelche anderen mittel (10%). und weil wir unabhängig von sparmaßnahmen des staates sind, haben wir hier nur das beste. leidr ist es sehr teuer, hier zu sein, so dass es sich natürlich nicht jeder leisten kann. und genau da ist das problem. bildung sollte nich für die arschlöcher (dazu zähle ich mich auch) reserviert sein, die das glück haben, dass ihre eltern reich sind. denn das ist ja nicht gerade die mehrheit (obwohl der durchschnittliche lebensstandart schon recht hoch ist). das volk muss geschult werden, nicht die "upper class". der staat spart hier eindeutig am falschen ende, wenn man mich fragt. wo soll denn das hinühren? wieder eine solide arbeiterschicht bilden? warum kein volk von spezialisten? die banken haben bereits reagiert: investitionen in die bildung soll es nun genauso wie bausparverträge geben. und das finde ich echt gut. das volk darf nicht so blind sein und voll aund ganz dem staat vertrauen, er würde für einen schon das beste machen. der mensch ist auf sich selbst gestellt. andererseits: wo soll der staat sonst noch geld rausholen? und warum sehen wir von dem geld so wenig? manchmal (leider immer häufiger) ist mir die politik einfach nicht transparent genug. in trauriger vorahnung euer ianus |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Pitch-Black [/i] [B]Wie sehr ihr die Sparmaßnahmen am Beispiel Bildung, ist es nötig oder gräbt sich der Staat damit ein Loch und fällt selbst hinein??? [/B][/QUOTE]Das Gegenteil wäre eigentlich richtig, die Bildung kann nicht gut genug sein. Aber der Staat gräbt sich damit kein Loch: Dumme lassen sich besser beherrschen. :eek: |
| Veron | Tja, wenn der Staat weiter spart, dann kann er sich ja wieder IT-Spezialisten aus Indien holen, weil - 4,5Mio Arbeitslose sind faul und ungebildet,alle!? Der Industrie kann das auch nur recht sein, Ausbildung ist teuer, Ausländer billig - ist halt wie in der Bundesliga. Und Privatunis und "Bausparverträge" fürs Studium - Willkommen im Mittelalter. Na macht nix, spätestens wenn wir hier chinesische Autos fahren und indonesische Raketen benutzen, wissen wir, moderne Gesellschaften sollten in Bildung investieren. |
| sternenfeuer | im saarland werden jetzt urlaubs- und weihnachtsgeld u.a. für lehrer gestrichen und sie müssen länger arbeiten. protestform der lehrer: sie tun einfach nur das, was sie tun müssen, sonderaktivitäten wie klassenfahrten (an meiner ehemaligen schule fallen alle klassenfahrten aus), AGs usw. fallen weg. ich denke, wenn das so weitergeht, werden nur noch private schulen/unis/fachhochschulen einen halbwegs international vergleichbaren standard bieten. staatliche schulen haben ja jetzt schon privaten einrichtungen gegenüber einen schlechteren stand, was wissensvermittlung und unterrichtsmaterial (in unseren mittelstufen-geschichtsbüchern gab es noch die DDR und das war 1999 oder 2000) angeht. wenn die angelegenheit sich so weiterentwickelt, wird es ein immer extremer werdendes gefälle zwischen staatlichen und privaten schulen/unis geben, so wie es in amerika ja teilweise schon ist (wenn man dort wert auf eine gute schulbildung legt, schickt man sein kind auf eine privatschule). wer sich dann keine schul-/studiengebühren leisten kann, und auch kein stipendium bekommt, hat ein problem... kinder einkommensschwächerer familien werden damit automatisch diskriminiert, und stipendien werden auch nicht an jeden vergeben. (frage: hatten wir das nicht schon mal, schulbildung nur für reiche?) ich denke auch, dass sich der staat damit ins eigene fleisch schneidet. wie viele schulabsolventen beherrschen nicht mal ihre eigene sprache? (schüler 11. klasse gymnasium: "verdammen? was isn das?") es gibt genug abiturienten, die probleme mit rechtschreibung oder einfachen mathematischen operationen haben. na bitte... |
| entropie | Also Baden Würtemberg ist mal wieder das beste Beispiel für die Sparmaßnahmen : -9jähriges wieder auf 8jähriges Gymnasium Ich weiß nicht, wie sich unsere Kultusminister :q das vorstellen... schreiben sich groß eine breite Algemeinbildung auf die Fahnen, und machen dann so was... Dann die reformierte Oberstufe, in der es keine Kurse, sondern wieder teilweise Klassenverbände und dann Neigungs-/Profilkurse gibt. Alles mit dem Vorwand, dass die Wahlmöglichkeiten größer werden - glatt gelogen - die Mindestanzahl an Schülern für das Zustande kommen eines Kurses wurde von 7 auf 10 hochgesetzt. Das bedeutet, das es deutlich weniger Kurse gibt und auch weniger Lehrkräfte benötiget werden... Beste Beispiel dafür ist ein sehr kleines Gymnasium, an dem die Schüler nachher die Wahl zwischen Erdkunde und Erdkunde als Neigungsfach (Leistungskurs) hatten... Wir haben teilweise immernoch nicht die Bücher, die wir für den Unterricht benötigen und das ein halbes Jahr vor dem ABI ... [QUOTE]im saarland werden jetzt urlaubs- und weihnachtsgeld u.a. für lehrer gestrichen und sie müssen länger arbeiten.protestform der lehrer: sie tun einfach nur das, was sie tun müssen, sonderaktivitäten wie klassenfahrten (an meiner ehemaligen schule fallen alle klassenfahrten aus), AGs usw. fallen weg. [/QUOTE] Da kann ich mich nur anschließen, wobei ein solches Programm in Zukunft überflüssig sein wird, da in dem achtjährigen Zug ein 6.Klässler 36 Wochenstunden Unterricht haben soll... und das alles soll ohne einen erhöhten Lehrerbedarf funktionieren... Das Ausweichen auf Privatschulen sehe ich als ein wirkliches zukünftiges Problem. Die besseren Lehrer werden dort hingehen, die Klassen sind kleiner, der Unterricht besser... In meinen Augen würde eine solche Entwicklung, wieder in Richtung Zweiklasengesellschaft laufen. Der, der Geld hat kann sich die Privatschule leisten, der andere muss sich damit abfinden "nur" auf eine staatliche Schule gehen zu können. Und Schulbildung hängt nicht nur vom Engagemant des einzelnen Schülers ab. Firmern und Universitäten werden auch darauf achten, welche Schule besucht wurde. Klar irgedwo muss gespart werden, nur, Bildung ist Zukunft und jeder hat das Recht auf Bildung... Wir leben doch in einer Demokratie :rolleyes: oder ?!? |
| alphaquadrant | eindeutig am falschen ende gespart. warum sparen die nicht erstmal bei sich selber ??? warum ein dicker benz statt einem golf ? warum soviele abgeordnete ?? warum teure gebäude die nur teilweise o. gar net benutzt werden ? warum gehen die politiker und wirtschaftbosse ( manager ) nicht mal mit gutem beispiel voran ? ebenso ist es falsch bei der sicherheit ( polizei ) zu sparen, habe einen artikel in der lokalzeitung gelesen, die polizei hätte tlw. nicht genug sprit f. streifen fahrten. hilet das erst f. einen april scherz, bis mir auffiel, daß wir ja oktober haben :D |
| LadyGwendoline | In Mecklenburg Vorpommern soll nun wieder eingeführt werden, dass alle in der Oberstufe im Klassenverband unterrichtet werden. D.h. Es gibt kein Kurssystem mehr und jeder schreibt in den selben Fächern (Mathe und Deutsch werden ein Muss sein!!!) sein Abi! Es gibt dann also keine Leistungskurse mehr! Ist das nicht eine Schweinerei? Mir kann keiner erzählen, dass diese Maßnahmen dem Wohle der Schüler dienen, denn die werden so ganz sicher nicht gefördert. Aber dieses Vorhaben erweist sich immerhin als äußerst kostengünstig! :mad: Mich wird es ja nicht mehr betreffen, aber was tun die anderen? |
| Bürgermeister | Die Regierung sollte die Subventionen runterfahren und ein Teil des eingesparten Geldes in die Bildung investieren. Mir fallen dazu spontan zwei Beispiele ein: 1. Die Kohlesubventionierung kann ganz wegfallen. Hat eh kein Zweck mehr. 2. In der Landwirtschaft könnte man einen Teil der Subventionierung streichen. Die kleinen Bauern, die es nötig hätten, haben ihre Betriebe schon aufgegeben. Und wofür muß Mais subventioniert werden? Ich denke das der Staat am falschen Ende spart. Bei der nächsten Pisa-Studie werden alle wieder aufschreien und den Lehrern oder den Schühlern die schuld geben. Aber mit Kürzungen in der Bildungspolitik wird man das Problem wohl nicht lösen können. |
| coxaaa | bei meiner alten schule hat man auch gemerkt, dass geld gefehlt hat. unsere wirtschaft und recht bücher waren über 10 jahre alt und es lief darauf hinaus, dass wir in jeder stunde ~5 kopien vom lehrer aus einem aktuellen buch bekommen haben. papiergeld war anscheinend da... |
| Der_Hattifnatte | Die Sparmaßnahmen sind schon obersch####. vor allem, wenn man bedenkt, daß Bildung und Wissen wohl einer der wenigen Recourcen ist, die Deutschland hat. Aber wer in der Polotik will schon auf seine königlichen Diäten verzichten, wenn man woanderst sparen kann? In Hannover ist jetzt ein komplette Arbeitsgruppe aus dem Bereich Gehirnforschung in die USA abgewandert. Alles Spitzenkräfte. Es war kein Geld mehr da, sie zu halten. Danke Staat! |
| hagzissa13 | ... vielleicht sollten unsere verehrten Politiker erst mal an Dingen wie "Diäten", "Sterbegeld für Abgeordnete", "unsinnigen Verschwendungen von Steuergeldern" und sonstigen finanziellen Vergünstigungen ihrer eigenen Gattung sparen... ... sicher würde das nicht alles gut machen, aber es wäre sicherlich ein guter Anfang und würde sicherlich auch die Politikverdrossenheit ein wenig eindämmen, bzw. die Eigeninitiative der Bevölkerung stärken... Manchmal habe ich das Gefühl, Politiker werden nur Politiker, um ihr eigenes Leben ab zu sichern... Die Zukunft der Nation: vollkommen Latte! Nach dem Motto: Die Ersparnisse und die Beziehungen werden schon reichen, um wenigstens die eigene Brut voran zu bringen und ab zu sichern... was mit den anderen der nachfolgenden Generation passiert... wen interessiert's??? Armes Deutschland... Hagzissa - per aspera ad astra - |
| GrauerWolf | Im Evergreen "Summertime Blues " von Eddy Cochran gibt es die ironische Passage: "I'm gonna take my problems to the United Nations. But my congress man said: Sorry man, can't help you, but you're to young to vote..." Eine schöne Sparmöglichkeit bestünde in der Auflösung von Zwergbundesländern, wie Bremen , Hamburg, Saarland und Berlin. Es spräche auch nichts dagegen, Hessen und Thüringen zusammenzulegen oder SH und MVP. |
| Pitch-Black | @ GrauerWolf Ob das die Lösung ist, ich weiß nicht. Das klingt so wie die Zusammenlegung der Ministerien und Erschaffung von verschiedenen Superministerposten. Und was kam dabei herum, das sie jetzt weder das eine noch das andere so richtig machen. ...An Bildung darf man einfach nicht sparen. Man sägt sich selbst die Beine weg, auf denen man steht, denn die nächste Generation ist die, die uns tragen soll, wenn deren Bildung allerdings Lücken aufweist, woher soll dann das qualitativ Hochwertite Personal kommen? Wieder aus dem Ausland per GreenCard?? Na ob das klappt. Das bedeutet, das die Einheimischen vermindert Jobs finden, weil die Wirtschaft, gezwungen durch Sparmaßnahmen der Regierung, vermehrt auf ausländisches Fachpersonal setzt. Das kanns doch nicht sein. |
| hagzissa13 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Pitch-Black [/i] [B] @ GrauerWolf Ob das die Lösung ist, ich weiß nicht. Das klingt so wie die Zusammenlegung der Ministerien und Erschaffung von verschiedenen Superministerposten. Und was kam dabei herum, das sie jetzt weder das eine noch das andere so richtig machen. [/B][/QUOTE] Sicherlich ist der Vorschlag von GrauerWolf nicht die Lösung aller Probleme, genauso wenig wie die von mir angeführten Lösungsansätze, aber: Wenn ich mir überlege, wieviel Kohle man durch die Zusammenlegung von Bundesländern allein duch den Wegfall von Gehältern und Diäten nun überflüssiger Angestellter und Abgeordneter sparen könnte, würde schon einiges an Büchern, Pc's, Lehrmaterial und ähnliches dabei herausspringen... Hagzissa -per aspera ad astra - |
| GrauerWolf | Aus dem Ausland erwächst uns kein Heil, die Green-Card Inder waren nur ein populistischer Schnellschuß von Onkel Schröder. Der gute Mann war übrigens kurz zuvor als Ministerpräsident von Niedersachsen noch für die Schließung der Fachhochschule für Informatik in Hildesheim zuständig gewesen. Die Spezialisten aus Indien und anderswo gehen lieber in die Vereinigten Staaten, wo sie Englisch sprechen können und sich leichter in die multinationalen Firmenverbände einordnen können. Es wäre schon besser, wenn wir auf Ressourcen aus dem eigenen Land setzen. |
| Pitch-Black | @ GrauerWolf Das weiß ich noch, als Schröder das mit der FH Hildesheim verzapft hat und in nachhinein, hat er ihn wieder aufgemacht, und präsentiert und so dargestellt, das er ein Förderer moderner Technik ist. @ hagzissa13 Ich glaube gar nicht mal, das man dadurch so viel Geld einsparen würde, denn würde man diesen Schritt gehen, wäre eine grössere Regierung in den einzelnen Bundesländern von Nöten, alles müßte neu überarbeitet werden, teilweise müßten sie die Gesetzeslage ändern. Es ist ja schon ein schwerer Schritt, wenn man zwei Städte zusammen legen will, aber gar ganze Bundesländer? Ich glaube nicht, das das mal passieren würde. Zu Mal es auch sehr große wirtschaftliche Konsequenzen hätte, für die einzlenen Firmen. Denn in einem Stadtstaat liegt die Steuerlast meist niedriger als in einem normalen Bundesland. Das schätzen Firmen sehr. Der Anziehungspuntk wäre dahin, das wäre der Verlust von vielen Arbeitsplätzen. |
| alphaquadrant | [QUOTE][i]Original geschrieben von Pitch-Black [/i] [B]@ GrauerWolf Das weiß ich noch, als Schröder das mit der FH Hildesheim verzapft hat und in nachhinein, hat er ihn wieder aufgemacht, und präsentiert und so dargestellt, das er ein Förderer moderner Technik ist. [/B][/QUOTE] jau, der schröder ist ein ganz übler populist. ich könnte zwar sagen " ich habe ihn nicht gewählt " aber das hilft ja auch net weiter :D frage ist aber, wo ist die alternative bei der nächsten wahl ? die cdz/csu finde ich auch net supertoll.....kommt also nur eine kleine partei in frage. |
| Shiva | Die Politiker graben sich selber, und uns gleich mit, das Wasser ab. Dtschld. ist (oder war) nun mal das Land der Dichter und Denker(Spiegel"der Dieter und Denker"), wir haben kaum natürliche Ressourcen, unser Exportschlager ist das Wissen und die Bildung. Hier wird vollends am falschen Ende gespart. Und dann heisst es wieder:Oh nein wir haben wieder mehr Arbeitslose!Wie kommt das? (Ironie)Tja liebe Politiker, die Betriebe sind nun mal meist geneigt ihre Jobs an qualifiziertes Personal zu vergeben, als an Leute denen durch idiotische Sparpolitik der Weg zu Wissen und Bildung erschwert bzw. verwehrt wurde. Das ist doch alles ein Kreislauf, in dem nicht der Kern des Problems,sondern lediglich die Symptome bekämpft werden. MfG P.S. Hoffentlich versteht das jetzt einer. |
| GrauerWolf | @Shiva So halbwegs.... Allerdings sollte dann endlich auch mal den Unis das Recht erteilt werden, sich ihre Studenten per Aufnahmeprüfung auszusuchen, solange das Studium kostenlos ist. |
| Shiva | @GrauerWolf Hmm, vielleicht sollte das getan werden. Aber grade hier in den nördlichen Gefilden ist es meiner Meinung nach so, das die Unis und Hs'sen jeden nehmen müssen um vorm Kultusministerium mit einer möglichst grossen Studentenzahl dazustehen. |
| Shiva | D'oh! |
| Pitch-Black | Ich bin ja mal gespannt, wann es einsetzt mit den Studiengebühren, was heißen soll, das jeder Student pro Semester das er studiert so ca. 500 Euro und mehr löhnen darf. Dann wirds noch richtig schwer für so manch einen, denn in diversen Studienfächern ist es mit jobben doch recht schwer. Wenn man den Unis und FHs die Selektion ihrer Studenten überläßt, könnte das auch bedeuten, das sie sich ihr Volk nach dem vermeintlichen Potenzial aussuchen, was sehr zum Nachteil wäre für diverse Studenten, aber natürlich für die Uni/FH wiederum gut, denn derzeit gibt es schon so einige Studenten, bei denen ich gar nicht weiß, was die dort überhaupt zu suchen haben. Die Selektion seitens der Hochschule hätte vielleicht, in Anlehnung an die Staaten, die Werbung um die einzelnen Studenten zur Folge. Dann wäre allerdings die ZVS als Entscheiderorgan bei der Studienplatzvergabe außen vor(überflüssig). |
| sternenfeuer | im saarland ist es entweder schon so oder geplant, dass studenten, die länger als 12 oder 14 semester studieren, für jedes weitere semester 500€ zahlen müssen, ausnahmen sind härtefälle wie schwere krankheit oder schwangerschaft. gilt übrigens nicht nur für langzeitstudenten (in deren fall ich das 100% gerechtfertigt finde, die regelstudienzeit ist ja schon so kalkuliert, dass man das studium in dieser zeit absolvieren kann), sondern auch für zweitstudenten. wenn ich jetzt also ein fach studiert habe und will mich noch in einem zweiten fach qualifizieren, muss ich, nachdem ich insgesamt 14 semester studiert habe, auch für jedes semester bezahlen. ach wie gut, dass ich nicht im saarland studieren kann... weiß jemand, wie das in HH mit den studiengebühren ist? aufnahmeprüfungen an unis würde ich begrüßen, vielleicht auch ein persönliches gespräch. jedoch müsste man dann die lehrpläne so vereinheitlichen, dass definitiv alles, was an der uni vorausgesetzt wird, in ganz deutschland auf dem lehrplan steht. ein mitschüler (12. klasse gymnasium), der jetzt ein juniorstudium in mathematik absolviert, hat mir erzählt, dass das, was er in diesem studium lernt, zwar im normalen studium vorausgesetzt wird, aber nicht auf dem lehrplan steht (zB imaginäre zahlen). und weiß ich, wie die voraussetzungen/die lehrpläne in anderen bundesländern sind? |
| Clytie | Mich stört, dass allgemein immer mehr darauf geguckt wird, ob sich ein Studien- oder Schulfach irgendwie wirtschaftlich nutyen lässt - so nach dem Motto: Kann man damit Kohle machen? Fächer wie Philosophie, Theologie oder auch musische Fächer werden eher als Ballast betrachtet, den es loszuwerden gilt - schließlich sind sie (oberflächlich betrachtet) nicht wirtschaftlich relevant. Wobei zu fragen wäre, ob es sinnvoll ist, Leute heranzuziehen, die zwar in naturwissenschaftlich-technischer Hinsicht prima ausgebildet sind, andererseits aber nicht die ethischen Voraussetzungen mitbringen, um mit den neu gewonnenen Erkenntnissen verantwortungsvoll umzugehen.... *schüttel* Clytie. |
| Shiva | Noch etwas zum Thema: [url]http://www.sueddeutsche.de/jobkarriere/berufstudium/artikel/81/20061/[/url] |
| Bürgermeister | @sternenfeuer du hast geschrieben, das die Regelstudienzeit so kalkuliert ist, das man das Studieum in dieser Zeit schaffen kann. Dann hast du wohl noch nicht versucht Maschinenbau zu studieren. Da schafft es grade mal 1/5 der Studenten, das Studium in der Regelstudienzeit zu beenden. Die meisten werden wohl 9-10 Semester brauchen (FH). An den Unis dauert das Studium laut Stern Studienführer noch länger. Meiner Meinung nach ist die Regelstudienzeit zu kurz. Ein durchschnittlich Intelligenter (ich) hat kaum eine Chance das Studim in der Vorgegebenen Zeit zu schaffen. |
| Pitch-Black | @ Bürgermeister Da sprichste ein wahres Wort. Der Stoff wird immer mehr, aber die Regelstudienzeit bleibt die gleiche, wie schon vor Jahrzehnten. Wer es in der Regelstudienzeit schafft, gehört einer Minderheit unter den Studenten an. Seminare und Kurse überlagern sich, Prüfungen laufen gleichzeitig, Professoren machen Forschungssemester, etc, etc. Derlei gibt es viele Beispiele. |
| Nnordy | @Sternenfeuer: Dir ist ja schon klar daß die sog. "Regelstudienzeit" ein Relikt aus den 70ern ist und überhaupt nichts mit der lebenswirklichkeit eines Studis im Jahr 2003 zu tun hat, oder? Bsp. DA: Hier zahlst Du für ein Zimmer in einer WG oder für eine Mini-Wohnung von 20 qm min. 300 Euro. Dazu kommt der Strom, der sauteuer ist (min. 25 Euro nur für Dich - pro Monat), dazu kommt Telefon. Dann muß man ev. auch mal jeden 2. Tag was Essen oder Trinken - und selbst jemand wie ich, der schon nur noch superbillig bei Plus, Aldi und Co. kauft löhnt im Moment dafür 150 Euro. Dazu kommen Kosten für Bücher und andere Lehrmittel. Dann braucht man vielleicht mal einen neuen Pullover, das Fahrrad wird geklaut und man braucht wieder eins, oder - sofern man wie ich eine alte Schrottkarre von Auto hat (stammt noch aus den Zeiten als ich eine Ausbildung gemacht habe) - halt die Kosten für das Auto. Und schwuppdiwupp siehst Du - man braucht so etwa 700-800 Euro im Monat. Und wenn man nun - wie ich - nicht die reichen Eltern hat, die einem monatlich das Geld rüberschieben und den A-Klasse Benz vor die Tür stellen, dann mußt Du halt arbeiten gehen, und das nicht zu knapp. Denn dazu fallen noch KK-Gebühren an (100 Euro), Rentenversicherung zahlst Du auch, und damit noch was übrig bleibt mußt Du 75-80 h im Monat arbeiten. Unter diesen Bedingungen in der Regelstudienzeit zu studieren ist völlig unmöglich. Ganz zu schweigen davon, daß bei uns im Institut 3 Professorenstellen vakant sind und nur noch 2 Prüfer da. Ich soll ab nächstes Semester 900 Euro bezahlen, von denen ich keine Ahnung hab, wo ich sie hernehmen soll. Das Argument "sparen" ist zwar toll, aber erfahrungsgemäß kannst Du, wenn Du am Existenzminimum rumkrebst, nix ansparen. So auch bei mir. Und wenn kein Wunder geschieht, dann muß ich mein Studium nächstes Semester abbrechen. Soviel nur dazu... |
| Sirius | Ich finde auch, das hier an vollkommen falscher Stelle gespart wird. Schließlich könnte das (mal 2 Generationen weiter gedacht) auch internationale Auswirkungen haben. Das hohe Bildungsniveau verschafft Deutschland ein gutes Ansehen in der Welt. Deutschland verfügt über know how, deswegen siedeln sich ausländische Konzerne als Arbeitgeber hier an, deswegen können sich Deutsche Firmen über Aufträge aus dem Ausland freuen. Senkt man das Bildungsniveau gewaltsam ab, wird dies unweigerlich Folgen haben. Das zweite Problem ist die tw. sehr schwachsinnige Verteilung der Geldmittel auf die Schulen, meine Schule bekommt für jeden Blödsinn ein festes Budget zugewiesen, egal ob es aufgebraucht wird oder nicht. Es gibt z.B. ein Budget zum Kaufen von neuen Computern, dieses ist viel zu hoch, die Schule verfügt bereits über hochmoderne Rechneranlagen und ist dennoch gezwungen dieses Budget auszuschöpfen, also noch mehr Rechner zu kaufen. Gleichzeitig fehlt das Geld an anderen Stellen, aber das Budget ist ja immer Zweckgebunden, so das das Geld nicht für andere Sachen eingesetzt werden darf - so kommt es, das die Schule keine Kopien mehr anfertigen kann, weil kein Geld für Papier mehr da ist... Wenn man das mal so ansieht, braucht man sich wirklich nicht wundern, das die Bildung so teuer geworden ist. |
| Nnordy | Nebenbei bemerkt gehört Bildung auch zu den Grundrechten... Aber hier in Hessen wird daraus gerade ein Privileg für Reiche gemacht... Und das Witzigste an Kochs Sparplänen ist, daß das Geld, was die Unis mehr eintreiben sollen, nicht den Unis zufließt, sondern dem Hessischen Landeshaushalt. Die Unis sollen lediglich die Mehrkosten, die ihnen durch Eintreiben der Gebühren anfallen, erstattet bekommen. Das zeigt doch wohl ganz klar woher der Wind weht. Ich sitze momentan jeden MO in einem Lehrsaal für 40 Leute mit ca. 80 Leuten. D.h. ich sitze immer auf der Fensterbank, mit dem Ordner auf den Knien, und versuche, etwas mitzubekommen. Das ist wirklich toll. Und in anderen Seminaren und Kursen siehts teilweise nicht besser aus. Im übrigen werden zur gleichen Zeit die vorstandsgehälter des Fraports Vorstands kräftig angehoben - und hier brachte Hr. Koch doch tatsächlich den Vergleich, daß man ja international mithalten müsse, auch im Bereich der Gehälter für "Spitzenleute"! So eine Oberfrechheit hab ich lange nicht gehört. Nimmt 75% der Bevölkerung mehr Geld weg, und 25% - wenns überhaupt so viele sind - dürfen noch mehr bekommen. Der Rest geht vor die Hunde. Tolles "Bildungsland" - auf dem Weg zurück ins 17. Jhd., wo Bildung ein Privileg des Adels und des Klerus war. Juchhu! |
| Bürgermeister | Leute mit niedrigem Bildungsstand lassen sich leichter beeinflussen. Hat also auch einen Vorteil für unsere Politiker. ;) |
| Papierdrache | @Nnordi: In Berlin gibt es genau dasselbe Problem. Die geplanten Studiengebühren sollen im Berliner Haushalt verwendet werden, die Unis würden davon nie 'nen Pfennig sehen. :mad: @Bürgermeister: Genau dazu hab ich heute mal nen Streikplakat gesehen. :D "Dummes Volk regiert sich leichter" Genau solche Provokativität liebe ich. Und ich hoffe das die Streiks im Bundesgebiet wenigstens ansatzweise was bewirken können. Wenn die meisten Finanzierungspläne durchgesetzt werden ist der Ruf als Dichter und Denker wohl endgültig dahin. Aber wir haben ja Greencards... MfG! |
| Mars | Nnordy Überfüllte Hörsäle sind ein alter Hut, das war vor 20 Jahren schon nicht anders. Dafür gibt es auch Veranstaltungen, wo der Prof. vor drei Studenten sitzt, ist das nicht auch eine Frechheit??? @all Kann denn das Bildungsniveau überhaupt noch weiter sinken? Seit Jahren klagen die Unis darüber, daß die Erstsemester elementare Grundlagen vermissen lassen, einfachste Kenntnisse in Mathematik oder Latein müssen heutzutage auf der Uni nachvermittelt werden. Wird doch Zeit, daß mal ausgesiebt wird, wer wirklich was auf dem Kasten hat. |
| Nnordy | @Mars: Mir persönlich ist noch NIE ein Hörsaal mit nur 3 Leuten untergekommen. Das kann aber durchaus passieren, wenn der Prof im 5. Semester hintereinander das selbe dröge Thema anbietet, das nicht in ein Gebiet fällt für das man einen Schein braucht und der Prof hart und ungerecht ist. Und ist ist, das kann ich Dir versichern nach 7 Jahren Uni, die ABSOLUTE Ausnahme!!! Im übrigen war es vor 20 Jahren a) noch nicht sooo schlimm b) war das Studium noch bezahlbarer c) war die Lebenswirklichkeit anders. Wie gesagt, versuch Du mal in der sog. "Regelstudienzeit" zu studieren, wenn Du 80h im Monat schaffen gehen mußt. Und zwar nicht Regale einräumen, sondern möglicherweise sogar einen Job mit Verantwortung (das gibts!). Ich hab einen Job wo ich weiß daß ich nach meinem Studium übernommen werde. Das ist doch toll! Und anstatt daß der gute Koch sagt - jep, in Ordnung - soll ich löhnen, weil ich ja anderen Studis den Platz wegnehme (da mein Fach an der Uni keine Aufnahmebeschränkung hat, ist das natürlich absoluter Humbug). Im übrigen denkst Du nicht wirklich daß nur die Kinder reicher Leute was "auf dem Kasten haben", oder? Darum geht es nämlich - Leute mit weniger vermögenden Eltern werden nicht mehr studieren können, weil es nicht mehr bezahlbar ist. D.h. nur noch Kinder reicher Eltern dürfen. Ich bezweifle stark, daß jemand mehr dafür geeignet ist, zu studieren, bloß weil ihm oder ihr Papi zum 18. einen A-Klasse Benz vor die Tür gestellt hat. Ich hab bis heute keinen einzigen Schein schlechter als mit "2" gemacht, und in der Zwischenprüfung hatte ich ne 1. Ich komme aber aus einer nicht wohlhabenden Familie. Es gibt also durchaus auch die MÖglichkeit, daß man intelligent ist, auch wenn man nicht reich ist. Nur so... |
| coxaaa | [QUOTE] Seit Jahren klagen die Unis darüber, daß die Erstsemester elementare Grundlagen vermissen lassen, einfachste Kenntnisse in Mathematik oder Latein müssen heutzutage auf der Uni nachvermittelt werden[/QUOTE] das liegt daran, dass jeder mit abitur studieren darf. und wenn ich mir so anschau, was für leute das abitur schaffen... da wundert mich nix mehr. |
| Bürgermeister | [QUOTE][i]Original geschrieben von Mars [/i] [B]Nnordy Überfüllte Hörsäle sind ein alter Hut, das war vor 20 Jahren schon nicht anders. Dafür gibt es auch Veranstaltungen, wo der Prof. vor drei Studenten sitzt, ist das nicht auch eine Frechheit???[/B][/QUOTE] Das hat mit Frechheit nichts zu tun, sondern ehr mit der Tatsache, das es Bereiche gibt, die keiner mehr studieren will. Wir sind in manchen Vorlesungen nur 10 Leute. Wir waren schon mal mehr, aber da man im Bereich Maschinenbau was "tun muß", ist die Hälfte schon abgesprungen. |
| Mars | Nnordy Gute Noten haben wenig mit Intelligenz zu tun, da bewirfst Du Dich umsonst mit Weihrauch. Es gibt genug Leute, die lernen wie die Schwämme und sind nicht in der Lage einfache Zusammenhänge zu erkennen.:cool: |
| Nnordy | Es war ein Beispiel und keine Selbstbeweihräucherung, aber egal. Umgekehrt: Reichtum ist kein Garant für Intelligenz oder bessere Eignung für ein Studium. Darum gehts hier. Im übrigen weiß ich ja nicht wie gut Du Dich in punkto Studium auskennst, aber Du fliegst recht schnell raus wenn Du weder einfache noch komplexe Zusammenhänge erkennen kannst. Ich habs im übrigen nicht nötig mich selbst zu beweihräuchern, weil ich weiß, was ich kann (und was nicht). :D |
| Mars | @Nnordy Na, dann bin ich ja beruhigt.:) Kannte halt nur eine Menge Leute, die sowohl ihr Abi und ihr Diplom mit Sahnenoten hingelegt und im "richtigen" Leben kläglich untergegangen sind. Aber im Ernst, wir erleben das alte Trauerspiel, erst wenn der Krug vorm Brechen ist, wird ans Kitten gedacht: seitdem die Sozis Anfang der Siebziger festgestellt hatten, daß der Mensch erst beim Abiturienten anfängt und auf Teufelkommraus all und jeden durch die Reifeprüfung peitschten, mit entsprechendem Überlauf auf die Universitäten, die sich nicht wehren konnten, müssen nun heutzutage die Dämme geschlossen werden, denn die Massenuni ist nicht mehr finanzierbar. Schade drum, hätte man es vor Jahren den Universitäten überlassen sich ihre Studenten selbst auszusuchen und das nicht auf den anonymen Apparat ZVS abgewälzt, müßten die Einschnitte heute sicher nicht so drastisch sein. Nebenbei neulich eine Statistik gesehen, wie viele Nobelpreisträger noch aus Deutschland kommen, im Vergleich zu den 20ger Jahren eine lächerlich geringe Anzahl. Woran liegt es? Deutschland produziert Masse statt Klasse und die wirklichen Koryphäen wandern aus, siehe Glosse "Bye-Bye-Germany" , "Die Welt" von heute, Seite 8. P.S.: Was studierst Du denn? |
| xxxzinixxx | [QUOTE][i]Original geschrieben von Mars [/i] [B]seitdem die Sozis Anfang der Siebziger festgestellt hatten, daß der Mensch erst beim Abiturienten anfängt[/B][/QUOTE] ist das so? wenn ja, warum? dazu hätte ich gerne genauere informationen... nach welchen kriterien suchen denn die unis jetzt aus, und nach welchen vor den 70gern? masse statt klasse ist doch in der gesamten wirtschaft nur noch gang und gebe, damit da die mittel hinfließen. das scheint den wirtschaftsbossen deutlich wichtiger zu sein, als vielleicht mal abgaben für die bildung zu zahlen, z.b. wenn sie mehr als ne million auf dem konto haben... |
| Mars | 'Äh, wie meinen? "Masse statt Klasse ist doch in der ganzen Wirtschaft nur noch gang und gäbe"??? Kannst Du das mal übersetzen, was Du damit meinst? Vasteh ick nich... |
| xxxzinixxx | du zuerst ;) |
| Mars | Was gibt es denn da nicht zu verstehen? Seit dreißig Jahren haben wir eine Studentenschwemme und Facharbeitermangel. Bist Du selbst mal auf der Uni gewesen, dann weißt Du doch , wie viele unqualifizierte Leute dort rumlaufen oder nur studieren, um den Eintritt ins Berufsleben zu verzögern. |
| xxxzinixxx | also, du meinst: weil "die sozis" (kennst du alfred tetzlaff? da musst ich grad so dran denken...) vor 30 jahren festgestellt haben, dass der mensch erst beim abiturienten anfängt, haben wir seitdem studentenschwemme wegen berufsverzögerern und gleichzeitig facharbeitermangel??? wie haben sie das wann genau und aus welchem anlaß festgestellt und warum war das für sie scheinbar wichtig das festzustellen? was wollten sie damit erreichen? nach welchen kriterien wurde davor ausgesucht, nach welchen danach? |
| Bürgermeister | [QUOTE][i]Original geschrieben von Mars [/i] [B] seitdem die Sozis Anfang der Siebziger festgestellt hatten, daß der Mensch erst beim Abiturienten anfängt und auf Teufelkommraus all und jeden durch die Reifeprüfung peitschten, mit entsprechendem Überlauf auf die Universitäten, die sich nicht wehren konnten, müssen nun heutzutage die Dämme geschlossen werden, denn die Massenuni ist nicht mehr finanzierbar. [/B][/QUOTE] Es gibt doch noch den NC um überlaufene Fächer zu "deckeln" . Werden die NCs nicht sogar von den Unis bzw. den FHs gesetzt? Bin mir da jetzt aber nicht sicher. |
| Apex | Oh was bin ich den Sozis dankbar ohne diese würde ich heute kaum mein Abi nachmachen um danach studieren zu können. Zur Info ich besuche ein Kolleg des Landes Hessen, diese Kollegs wurden vor ungefähr 30 jahren eingeführt um auch unterprivilegierten Arbeiterkindern wie mir nach der Ausbildung das Abi und damit den Zugang zu einer Hochschule zu ermöglichen. Danke Sozis! Apex (Kollegiat im ersten Semester) |
| Andhrimnir | Hallo Nachdem ich mir die anderen Beiträge durchgelesen habe möchte ich selbst einen kleinen Beitrag dazu leisten. Ich kann jetzt nur für Österreich sprechen aber auch hier gibt es ähnliche Tendenzen was die (Aus)Bildung angeht. Als Student betreffen mich derzeit die Veränderungen an den Universitäten. Teilweise können die Bibliotheken nicht mehr neue Bücher kaufen oder alte Bücher ersetzen. Die Ausrüstung in manchen Labors sieht aus wie in einem Frankenstein Film der 1930-ger Jahre. Wie auch in Deutschland liegt das Problem in den Ministerien, denn die Professoren bemühen sich zum Teil mit erheblichen Einsatz uns Studenten eine gute Ausbildung zu vermitteln und versuchen auch Mittel locker zu machen wenn es um besondere Projekte geht. Es gäbe jetzt noch viele Dinge zu schreiben die mir nicht passen, aber ich lasse das jetzt mal. Mir hat das Forum schon zwei lange Beiträge weggeschmissen weil ich angeblich nicht eingeloggt war, jetzt fasse ich mich kurz. Wenn man aber den derzeitigen Kurs des Bildungsministeriums weiter geht wird es wohl bald ein leicht regierbares Volk geben. Traurig aber wahr. MfG Andhrimnir |
| Nnordy | @Mars: Ich studiere Germanistik, Nebenfächer Pädagogik und Philosophie. Und bevor Du jetzt die Hände über dem Kopf zusammenschlägst ("jaja die Bummel-Geisteswissenschaftler-Studenten") - ich arbeite seit 5 1/2 Jahren in einem Verlag für wissenschaftliche Fachzeitschriften, wo ich inzwischen ein Projekt (Magazin für SchülerInnen, das für Maschinenbau und Elektrotechnik begeistern soll, weils da VIEL ZU WENIG Studienanfänger gibt) fast allein betreue, inkl. Anzeigenverkauf. DAs ist eine sehr große Verantwortung, aber der Job macht Spaß, ich hab den viel gesuchten "Praxisbezug" und kann nach Abschluß meines Studiums sofort dort anfangen. Viel Verantwortung heißt aber auch - viel schaffen. Und der Tag hat nun mal leider nur 24h... Egal, ich bleibe dabei: Die anstehenden Veränderungen sind sozial ungerecht. Ich hätte überhaupt nichts dagegen, wenn der NC abgeschafft würde und stattdessen die Unis selbst aussuchen könnten wer anfängt bei ihnen. Dann hat jeder eine gerechte Chance. Aber dies von der Finanzierung abhängig zu machen, noch dazu, wo die Bafög-Vergabe auch der reinste Witz ist, ist einfach nur voll daneben und ein Schritt zurück zur Feudalgesellschaft des 18. Jhd. |
| Anger | ich weiß ja nicht wie ihr das alles finazieren wollt . ich weiß noch nicht mal wie die leute an meiner eigenen UNI (TU-Berlin) sich das vorstellen bisher haben sie es zwar vorgerechnet aber das macht nicht viel sinn für mich zu sagen ja bitte bitte nicht kürzen auf gar keinen fall wenn nunmal der staat bankrott ist . bin eigentlich für höhrere studiengebühren aber diese mittel müßen auch der uni zufließen und nicht dem staat . es sei denn der staat pumpt dann noch mehr geld in die uni's . klar ist das mit dme system der höheren studiengebühren gleichzeitig auch soziale komponenten eingeführt werden müßten. das ganze system müßte von grund auf neu ausgerichtet werden was nicht möglich ist . |
| Allanon | Ich finde das ja alles schön und gut, daß ihr euch über das Studentendasein so viele Gedanken macht und wie man die UNI's besser ausrüsten könnte etc, etc. Aber das eigentliche Problem betrifft die Kinder, die neu eingeschult werden und Kinder/Jugendliche, welche die weiterführenden Schulen besuchen. Wenn hier das Geld fehlt, für ausreichende Lehrer, geeignete Gebäude/Räumlichkeiten, aktuelle Lernunterlagen und eine geeignete Migrationspolitik, so werden wir es verpassen unseren Kindern überhaupt eine Basis zu schaffen, auf der sie aufbauen können. Also seid mir nicht böse, aber erst sollte in diesen Bereichen eine Verbesserung stattfinden, dann erhöht sich auch wieder im Gesamten das Bildungsniveau in der BRD. Als geeignete Sparmaßnahme würde ich z.B. den Etat der Bundeswehr auf den minimalsten Betrag wie möglich schrumpfen lassen. Sachen wie den EUROFIGHTER, gibts dann auch nicht mehr. Auch den Personalbestand der Bundeswehr könnte man um einige Personen reduzieren etc., etc. |
| xxxzinixxx | stimme allanon zu. wenn ich allein so betrachte, wieviel unterricht ständig ausfällt und da dann nur irgendwelche aufsichtspersonen (wenn überhaupt) die stunde mit dingen überbrücken, die meist nicht das geringste mit dem ausgefallenen fach zu tun haben... das kann mir keiner erzählen, dass das einfach irgendwie wieder aufgeholt werden kann. da bleibt doch dann sicher was anderes für auf der strecke, z. b. auch allgemeinbildung oder rechtschreibung... bis zur uni hat sich das alles doch schon vervielfacht. |