German Gothic Board
 
Boardansicht: Klick HIER und betrachte das Thema mit allen Funktionen direkt im Board.

 
  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: Defizit-Strafverfahren gegen die BRD
AllanonHeute hat sich die EU hinsichtlich des neuen Verstoßes gegen den Stabilitätspakt durch die BRD beraten.

Sie kam zu dem Entschluß der BRD ein Sparprogramm mit verschiedensten Auflagen aufzutragen, an das sich die BRD bis zum Jahr 2005 zu halten habe, um endlich das Stabilitätskriterium von 3,0% Neuverschuldung einzuhalten.

Von der deutschen Regierung wurde seitens des Finanzministers eine zunächst passive Haltung der Forderung gegenüber eingenommen. Nach dem Motto, die deutsche Regierung lässt sich von nichts und niemanden den Haushalt vorschreiben.

Unnötige und falsche Arroganz, da wir schließlich ein wertvoller Bestandteil der EU sein wollen (vor allem als Gründungsmitglied = Vorbildfunktion)? Oder hat die BRD von vornherein eine Sonderstellung, da schließlich zwischen 30-40% Prozent des EU-Potts von deutschem Geld gefüllt wird?

Könnte die EU auf die BRD bei ständigen Verstößen gegen die Stabilitätskriterien verzichten, müßte die EU dann nicht konsequent handeln, oder wäre dies dann das Ende eines Traums?
DaintyWenn Deutschland (ist der Ausdruck BRD nich irgendwie veraltet?) nicht das Ziel erreicht, was soll dann passieren? Deutschland wird aus der EU ausgeschlossen? Wie schade....:rolleyes:
Das wird wohl nicht eintreten.
Selian[QUOTE][i]Original geschrieben von Dainty [/i]
[B]Wenn Deutschland (ist der Ausdruck BRD nich irgendwie veraltet?) nicht das Ziel erreicht, was soll dann passieren? Deutschland wird aus der EU ausgeschlossen? Wie schade....:rolleyes:
Das wird wohl nicht eintreten. [/B][/QUOTE]

Nein, sie müssen Strafgelder zahlen. Nicht besonders praktisch wenn man eh finanzielle Probleme hat!
2NaChTwAnDlEr8allerdings wie will man denn den deutschen staat auch adners zur rechenschafft ziehen , wenn wie schon erwähnt er einen großteil der eu gelder finanziert ?? *beiße nie die hand die dich füttert * oder wie heißt das genau ??? und mal eine ehrliche frage wen würde es stören wenn wir aus der eu austreten ???

ich meine gefragt hat uns ja auch keiner als wir eingetreten sind , aber naja es wird sich zeigen wie es weiter geht weil lange kann sich das die eu nicht leisten für deutschland und frankreich immer ausnahmen machen und eine sonder behandlung für diese beiden staaten schaffen

berichtigt mich wen ich eine falsche aussage getroffen haben sollte

gruß der nachtwandler
CaligoCavusSeid gegrüßt!

Wirtschaftspolitische Diskussionen sind mir eher fremd, darum bitte ich um Nachsicht für etwaige inhaltliche Fehler.
Ich bin der Meinung, der (Zwangs-) Austritt der BRD wäre, wenn es jemals soweit kommen sollte, eine vor allem wirtschaftliche Katastrophe. Die Europäische Union hat ihren Ursprung in diversen Wirtschaftsbündnissen (z.B. EWG) und auch heute noch kann es für einen Staat nur von Vorteil sein, ihr anzugehören. Kein Wunder also, dass im Zuge der Osterweiterung 2004 immerhin 10 neue Länder hinzukommen sollen. Auch wenn wir dadurch eine Flut von osteuropäischen Arbeitern, die nach Deutschland drängen, zu erwarten haben, wäre ein Austritt verheerend.
Die Konvergenzkriterien halte ich im Allgemeinen für angemessen und Deutschland täte gut daran, sich in Zukunft innerhalb der Grenzen zu bewegen.
Abschließend möchte ich noch sagen, dass eine Geldstrafe auch meines Erachtens nach keinen Sinn macht.
Selian[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
[B]WÄRE es denn wirklich so schlimm für Deutschland, wenn "es" aus der EU austreten würde/müsste?
[/B][/QUOTE]

Wirtschaftlich oder Politisch gesehen?
Wirtschaftlich gesehen wäre es derzeit kein Problem, das [b]kann[/b] sich aber auf lange Sicht ändern.
Politisch ist es nicht denkbar!

Ich denke nicht das es ernsthaft zur Diskussion steht ob Deutschland aus der EU autritt bzw ausgeschlossen wird. Weder von deutscher noch von EU Seite aus.
BürgermeisterUnsere Regierung soll das Geld bezahlen und Maßnahmen in Gang setzten, die unserer Wirtschaft wieder auf die Beine helfen.
Selian[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
[B]Danke Selian :-)
Das wirtschaftliche also - wäre machbar. Und für die Zukunft kann man ohnehin nichts vorausplanen, das sehen wir ja nach unseren "Wirtschaftswunderjahren" jetzt sehr schön grad...[/b][/quote]
Man kann es zwar nicht planen aber abschätzen. Und wenn die Schätzung aus plausiblen Gründen ergibt das es sich auf lange Sicht negativ auswirkt, wäre es unvernünftig.

[quote][b]Das politische - wäre es denkbar dass wir auch ohne EU eine Rolle spielen können, in den Bereichen die für uns - und dann aber eben nur für uns - wichtig wären? [/B][/QUOTE]
Für Deutschland ist es aufgrund seiner Vergangenheit undenkbar eine ähnlich arrogante und egoistische Politik zu betreiben wie es z.b. die Staaten oder auch Frankreich hin und wieder tun. Bei der deutschen Aussenpolitik geht es seit 50 Jahren nicht darum was für uns am besten ist, sondern darum einen "freundlichen" Eindruck vom guten deutschen zu hinterlassen.
CaligoCavus[B]Odessa[/B] Ihr spürt mich, so scheint es, überall auf. *lacht*
Ich stimme [B]Selian[/B] vollkommen zu; unsere Vergangenheit lässt es keinesfalls zu, dass wir auch nur an einen freiwillgen Austritt aus der EU denken, da uns wohl noch auf lange Zeit hin der Ruf eines hegemonischen Staates anheften wird. Wir [B]müssen[/B] zu allem "Ja und Amen" sagen, um nicht bei Widerspruch sofort unsere, zugegeben grausige Geschichte vor Augen gehalten zu bekommen. Ein Feldzug wie gegen Afghanistan oder den Irak wäre für Deutschland ebenso undenkbar, wie ein Austritt aus der Europäischen Union.
Die BRD würde sich innerhalb Europas komplett isolieren, anders, als es bei der Schweiz der Fall ist. Man kann diese beiden Staaten nicht so einfach miteinander vergleichen.
Von einer wirtschaftlichen Unabhängigkeit gegenüber der EU würde ich nicht sprechen. Ob nun Zollfreiheit innerhalb der Mitgliedsstaaten oder die gemeinsame europäische Währung - Deutschland braucht die EU in ökonomischer Hinsicht.
ApexEin Austritt aus der EU bzw. ein Rauswurf mit all seinen Konsequenzen (Schengener Abkommen, Währungsunion) würde, in meinen Augen, in kürzester Zeit zu einer wirtschaftlichen Katastrophe für den gesamten europäischen Wirtschaftsraum führen. Deutschland ist genauso auf die EU angewiesen wie die EU auf Deutschland. Wenn die Devisenmärkte schon bei dem Einsturz von zwei Türmen zusammenbrechen was passiert dann erst wenn einer der größten Mitgliedsstaaten der EU beschließt seine Grenzen dicht zu machen, den europäischen Gerichtshof, europäische Standarts und das europäische Parlament nicht mehr anzuerkennen und seine Nationale Währung wieder einführt? Aus der EU auszutreten is absoluter Quatsch wir brauchen sie und sie braucht uns.
Any BodyDie Stabilitätskriterien wurden für alle teilnehmenden Staaten gemacht, da kann sich Deutschland nicht von ausnehmen.

Soweit ich mich erinnere, wurde die Teilnahme an der Europäischen Union ziemlich im Alleingang von unserer damaligen Bundesregierung durchgezogen. Eine Volksbefragung wie in Dänemark fand nicht statt, weil Unkenrufe zu hören waren, daß die Mehrheit der damaligen Deutschen Bundesbürger gegen einen Beitritt waren. So kurz nach der Deutschen Wiedervereinigung hieß es doch, noch tiefer in die Taschen greifen und den Staaten helfen, die noch weniger haben, als Deutschland.

Andererseits der internationale Druck, die Allmacht der USA, die sich gegen Asien behaupten um noch einen Teil vom Kuchen abzubekommen. Um überhaupt im großen Tauziehen der Weltnationen überleben zu können, ist die Europäische Union notwendig, hätten wir anders eine Chance, würde ich persönlich es mir wünschen, nicht daran teilzuhaben um diesen ganzen Druck und den Folgezwängen zu entgehen.

Die Schweiz war schon immer unabhängig und hat auch den großen Vorteil, daß sie mit Ihrer Steuer-und Finanzpolitik gern die Millionäre sich an Land ziehen. Ist nicht kürzlich der allseits beliebte ehemalige deutsche Tennisstar in dieses Steuerparadies entflohen, nachdem es mit Monaco nicht klappte?
CaligoCavus[B]Apex [/B]Ich finde gerade die Aussage "Die EU braucht Deutschland und Deutschland braucht die EU" recht treffend. Deutschland als zentraler Staat in Mitteleuropa ist ein gern genutzter Transportweg für ost- und westeuropäische Güter. Man denke an die zahlreichen LKWs aus beiden Richtungen, die täglich über Deutschlands gut ausgebautes Autobahnnetz fahren.
Eine Schließung der Grenzen wird es wohl auch bei einem Austritt nicht geben, jedoch werden Ein- und Ausreise erheblich erschwert werden.
GrauerWolfDas Schlimme ist, daß es gerade Deutschland war, daß (wenn auch nur , um der eigenen Bevölkerung Sand in die Augen zu streuen, die strikt mehrheitlich gegen den Euro war und ist) es gerade die Bundesregierung war, die auf die Einhaltung von Stabilitätskriterien und im Falle der Nichtbeachtung, von Sanktionen bestand.

--------------------------

Meiner Meinung nach könnte uns nichts besseres passieren, als dieser EU den Rücken zu kehren. Nur würden die anderen Staaten das kaum zulassen und es käme vermutlich eher zu einem Kriege. Deutschland zahlt jedes Jahr 20 Milliarden DM mehr ein, als es erhält, in Brüssel hat sich ein riesiger Wasserkopf festgesetzt, der dringend auf unsere Gelder angewiesen ist, die er dann in dubiose Kanäle versickern lassen kann.
Wer soll denn die kommenden EU-Mitgliedsstaaten finanzieren, wenn nicht wir?
Die EU, das ist Versailles mit sanftem Zügel.
Gegen die Angleichung von Basisnormen ist ja nichts einzuwenden, so ist es durchaus praktisch, daß eine Schraube in Spanien das gleiche Gewinde hat, wie in Österreich, aber darüber hinaus?
CaligoCavus[B]GrauerWolf[/B] Gerade im Hinblick auf die Länder, welche im nächsten Jahr in die EU aufgenommen werden sollen, ist ein (eigentlich) so wirtschaftsstarkes Land wie die BRD für die Union unabdingbar. Doch hat man damals in Bonn mit der Zustimmung zu den Konvergenzkriterien wohl damit begonnen, sein eigenes Grab zu schaufeln. Deutschland ist pleite und jeder Cent, den wir an Strafe bezahlen müssen, treibt den Staat noch näher an den Rand des Abgrundes. Man sagt, nur tote Fische schwimmen mit dem Strom (der EU). Nun, wenn Deutschland angesichts über 1 Billion € Gesamtschulden nicht zu diesen Fischen gehört, dann weiß ich auch nicht mehr.
GrauerWolf@Odessa
Weil wir an politischen Ketten liegen.
Ich bin ernsthaft der Ansicht, daß wir damit einen Krieg auslösen würden und die USA würden sich daran beteiligen.
So drängt Amerika seit Jahren unverhohlen darauf, daß die Türkei, ihr wichtiger NATO-Partner, EU - Mitglied wird.
Und die Türkei wird ein wirklich schwerer Brocken, die bringt mehr STrukturprobleme mit sich, als alle möglichen anderen Länder zusammen, wobei man sich auch darüber streiten kann, ob ein asiatisches Land zur "Europäischen" - Gemeinschaft gehört.
Egal, wie auch immer, ohne Finanzwart Deutschland funktioniert das nicht, da sind höhere Interessen im Spiel.
Allanon[QUOTE][i]Original geschrieben von GrauerWolf [/i]
[B]@Odessa
Weil wir an politischen Ketten liegen.
Ich bin ernsthaft der Ansicht, daß wir damit einen Krieg auslösen würden und die USA würden sich daran beteiligen.
So drängt Amerika seit Jahren unverhohlen darauf, daß die Türkei, ihr wichtiger NATO-Partner, EU - Mitglied wird.
Und die Türkei wird ein wirklich schwerer Brocken, die bringt mehr STrukturprobleme mit sich, als alle möglichen anderen Länder zusammen, wobei man sich auch darüber streiten kann, ob ein asiatisches Land zur "Europäischen" - Gemeinschaft gehört.
Egal, wie auch immer, ohne Finanzwart Deutschland funktioniert das nicht, da sind höhere Interessen im Spiel. [/B][/QUOTE]


Wenn du tatsächlich ernsthaft der Ansicht bist, daß ein Austritt ein Krieg zur Folge hätte, würde mich interressieren, wie du meinst, würden die Kriegsgruppierungen aussehen. Bzw. wer würde gegen wen kämpfen?

Ich persönlich halte einen Austritt für völlig unwahrscheinlich, den die Vorstellung und das Bestreben unserer Regierenden Deutschland als vorbildliches Partnerland zu verkaufen, geht soweit, daß man schon damals (beim EU-Beitritt) "vergessen hatte", daß alle Macht vom Volke ausgeht. Hätte man ´sich daran erinnert, so hätte man sich verpflichtet gefühlt, ein Volksentscheid durchführen zu lassen. Dies war weder zu diesem Zeitpunkt, noch zum Zeitpunkt der EURO-Einführung der Fall, womit bewiesen wäre, wieviel die Meinung unser Bürger den Herrschaften da oben wert ist.

Genauso unwahrscheinlich ist aber auch der Ausschluß, den dann könnte sich die EU als ganzes auflösen, den ohne die BRD-Gelder würde ein Fortbestehen im jetzigen Sinne aus finanziellen Gründen nicht mehr möglich sein.

So wird es sich weiter darum drehen, wieviel Geld man den Deutschen noch abknöpfen kann und man gleichzeitig verdeutlicht, daß jeder vor dem EU-Rat gleichbehandelt wird. Die Streitigkeiten drumherum sind die übliche Politik-Show, die wohl zum Business gehört.
GrauerWolf@allanon
Um mir einen genauen Kriegsverlauf auszudenken, bin ich zu müde und es wäre mir auch etwas zu makaber.
Ich vermute aber, daß der Hauptdruck aus Amerika käme, daß man hinter den Kulissen mit dem BuKaz offen Tacheles reden würde und für die Öffentlichkeit einen Buhmann aus der Retorte zaubern würde (Rechtsextremismus oder sonst irgend etwas).
Allanon[QUOTE][i]Original geschrieben von GrauerWolf [/i]
[B]@allanon
Um mir einen genauen Kriegsverlauf auszudenken, bin ich zu müde und es wäre mir auch etwas zu makaber.
Ich vermute aber, daß der Hauptdruck aus Amerika käme, daß man hinter den Kulissen mit dem BuKaz offen Tacheles reden würde und für die Öffentlichkeit einen Buhmann aus der Retorte zaubern würde (Rechtsextremismus oder sonst irgend etwas). [/B][/QUOTE]


Das man nicht erfreut wäre, über die Entscheidung Deutschlands ist klar und man würde viele Gespräche suchen um dies letztendlich zu verhindern. Aber das man dann Deutschland quasi einnehmen oder mittels Krieg bekämpfen würde, halte ich für deutlich übetrieben. Und auch eine Unterstellung, wie die braune Brut ist wieder in Deutschland eingekehrt, wäre völlig ungalubwürdig und die USA würden in den europäischen Ländern keine Verbündete finden, die sie darin unterstützen würden. Zumal ich glaube, daß die Unterstellung an die USA, solch ein Konstrukt zu entwerfen, in diesem Fall zu weit hergeholt wäre.
Hasturdavon abgesehen, dass die usa nicht lieber sehen würden als wenn die eu zerfällt.

mein liebstes szenario waere immer noch wenn der oelpreis an den euro statt an den dollar gekoppelt waere :-)
Allanon[QUOTE][i]Original geschrieben von Hastur [/i]
[B]davon abgesehen, dass die usa nicht lieber sehen würden als wenn die eu zerfällt.

mein liebstes szenario waere immer noch wenn der oelpreis an den euro statt an den dollar gekoppelt waere :-) [/B][/QUOTE]

Dann könnte ich allerdings auch nachvollziehen, wenn die USA das Kriegsbeil auspacken. :eek:

Wo soll ich mich da dann nur verstecken, bzw. flüchten???:(
GrauerWolf@allanon
Soso, Du glaubst also nicht, daß es möglich wäre, daß Uncle Sam einfach behauptet, bei BASF oder Hoechst würden chemische Kampfstoffe hergestellt und man schickt mal ein paar Bomber her?
Zumal wir uns immer noch mit den USA im Kriegszustand befinden!
Dark_FNDie BRD sollte sich nicht gegen Starfmassnahmen, die aus der Nichteinhaltung des Stabiltätspaktes resultieren wehren.
Der Satbiltätspakt war damals ein grosses Anliegen derDeutschen regierung um einen starken Euro zu garantieren. Die Angst war, dass gerade Südeuropa auf langfristig defizitäre und somit inflationäre geldpolitik setzen würde. Diesem sollte ein Riegel vorgeschoben werden.
Nun ist es allerdings so, dass es die BRD selbst nicht schafft, eine anständige Finanzpolitik zu machen. Entsprechend sollten die Massnahmen des Stabilitätspaktes entsprechend durchgesetzt werden. Alles andere zeugt von einer unglaublichen Arroganz, die man einem Italien oder gar einem Polen von Deutscher Seite her sicherlich nicht zugestanden hätte...

Was Deutschland und den Zahlemann angeht, so sollte man nicht vergessen, dass Deutschland zwar der grösste Beitragszahler ist, es aber durchaus positive Impulse für die Deutsche Wirtschaft aus der EU Mitgliedschaft ergeben haben und auch weiterhin ergeben. Ganz so einfach ist die Rechnung also nicht...

Man sollte auch nicht unterschätzen, was die EU für die Stabilität in Europa gebewt hat. Wenn man bedenkt, dass auch Länder wie Spanien und Griechenland bis vor gar nicht so langer zeit noch ganz arge Demokratie Defizite hatten...
Ausserdem wäre vor allem eine Harmonisierung der Steuerpolitik auf EU Ebene wünschenswert um den zerstörerischen Druck der Global Players auf die Besteuerung von Unternehmen entgegen zu wirken...
Genauso wichtig ist es, die Umwelt in Europa anchhaltig zu schützen und entsprechende Standards europaweit einzuführen. Bleiben solche Vorhaben Stückwerk, dann geht die Umwelt vor dem Kostendruck zugrunde...

In Anbetracht der aktuellen Stahlzölle, wäre den USA wohl jede Schwächung der EU ganz lieb...
Vor allem gibt es dann auch keine Instanz mehrm, die die USA bei ihrer wahnsinnigen Aussenpolitik stört...
Allanon[QUOTE][i]Original geschrieben von GrauerWolf [/i]
[B]@allanon
Soso, Du glaubst also nicht, daß es möglich wäre, daß Uncle Sam einfach behauptet, bei BASF oder Hoechst würden chemische Kampfstoffe hergestellt und man schickt mal ein paar Bomber her?
Zumal wir uns immer noch mit den USA im Kriegszustand befinden! [/B][/QUOTE]

Ich halte dieses Phantasiegebilde für schlicht übertrieben.
Dann erklär mir doch bitte, wie dieser Kriegszustand aussieht.
GrauerWolfAch Allanon, natürlich ist es Phantasie und ich bin ja auch nicht scharf drauf.
Aber das in dieser Welt so manches möglich ist, müßte Dir doch auch schon aufgefallen sein. Falls Du Dich noch an den ersten Golfkrieg erinnern kannst, da hat die Tochter des kuwaitischen Botschafters in den USA sich die erstunkene Horrorgeschichte mit den Babies aus den Brutkästen ausgedacht und damit hat Bush senior die Kongreß zur Bewilligung der Kriegsgelder auf seine Seite bekommen. So funktioniert das nunmal in der besten aller Welten.
Was glaubst Du denn was geschieht, wenn wir uns aus der EU verabschieden möchten?
CaligoCavusUm GrauerWolfs Theorie in aller Kürze fortzuführen: ...die USA würden die Behauptung aufstellen, Deutschland plane einen erneuten Schlag gegen das restliche Europa, zum Zwecke territorialer Ausdehnung. Frankreich, als der Deutschen liebster Feind, wäre nach einigem Zögern (und in Gedenken der großen Schlachten zwischen diesen beiden Völkern) bereit, sich den USA anzuschließen, schließlich erhielt man damals im Murora-Konflikt ja keine Hilfe von Seiten der arroganten Deutschen. England und Russland täten an vergangene, glorreiche Bündnisse erinnnern (es ist ausserdem ein offenes Geheimnis, dass Mister Blair sich nur zu gern mit seinem Compagnon Bush ins Schlachtgetümmel stürzt) und daraufhin ebenfalls zu den Waffen greifen. Schröder würde untertauchen und nach Kriegsende in den Katakomben des Berliner U-Bahn-Systems von amerikanischen Spezialeinheiten gejagt werden. Indessen ernennt man Stoiber zum Kanzler der Übergangsregierung. Den Rest kann man sich denken.
DaintyTja, das Strafverfahren ist ja nun erstmal aufgehoben und Deutschland muss keine Strafe zahlen mit der Maßgabe fleissig zu sparen. Mich wundert das Ergebnis ehrlich gesagt nicht.
Das passt jetzt natürlich den kleinen Staaten nicht, was ich widerum auch verstehen kann. Soviel zum Thema Einheit...
Macht sich auch ganz toll nach aussen so eine grosse starke stabile EU.
Dark_FN@ Dainty: Volel Zustimmung! So schaufelt sich die Deutsche Regierung das eigene Grab in der Währungsstabilität. Denn, die Freiheit, die sich Deutschland jetzt genommen hat, die werden sich auch die andereb Mitgliedsländer leisten. Und womit? Mit Recht... Dieses Verhalten wird der Bundesregierung noch Leid tun... Denn auch den Kapitalmärkten wird es nicht gefallen...
SiriusDas ganze Strafverfahren ist völlig albern. Wenn ich das richtig verstanden habe, sollte Deutschland 10 Milliarden Euro bezahlen -woher soll die Kohle denn kommen, wenn die Neuverschuldung schon so immens ist? Die Staatsschulden wären doch im nächsten Jahr dann logischerweise mindestens um diesen Betrag nochmals erhöht und ein Teufelskreis entsteht.
Die anderen EU-Länder, die (mehr oder weniger) die 3-%-Grenze eingehalten haben, fühlen sich jetzt natürlich auch verschaukelt, das mehrmalige deutliche Überschreiten der Hürde scheint ohne ernsthafte Konsequenzen zu bleiben - na schaun wir mal, wieviele Ländern nächstes Jahr die Vorgabe nicht einhalten.

Die EU ist schon eine seltsame Konstruktion.
Dark_FNNa ja, dass die Strafen so hoch ausfallen können war ja allen Mitgliedsländern bekannt, sollte also weder die Deutschen noch sonst jemanden überraschen. Deutschland hat sich, dadurch dass es notwendige Reformen nicht umgesetzt hat in diese Lage gebracht. Wer mutwillig gegen aufgestellte Regeln verstößt, dass Strafmaß aber schon voher kennt, sollte sich am Ende nicht darüber beschweren... Offensichtklich waren die Strafen dennoch nicht hoch GENUG, denn ansonsten hätte Duetschland ja mehr Grund gehabt, die Regeln einzuhalten...
^schwarzseel^ich würde sagen, wenn deutschlande nicht die halbe eu finanzieren würde, dann wäre es auch möglich den stabilitätspakt einzuhalten. von oben beschriebenen kriegs-und-hoororszenarien halte ich nicht viel, wobei ich mir der verantwortung d. dt. außenpoltik bewußt bin. das heißt aber in meinen augen nicht, daß deutschland derartig viel im gegensatz zu manch anderen staaten mit gleichen rechten zahlen muß. oder ist es nicht so???
Dark_FNklar ist duetschland der grösste netto zahler innerhalb der eu. keine frage. nur darf man diesen fakt halt nicht ohne den bezug auf das sehen, was die eu für deutschland bringt. erstens sichert die eu den zusammenhalt und die sicherheit in europa. historisch gesehen absolut erstaunlich und einmalig! zollfreiheit innerhalb der eu ist für deutschland als absolute export nation von besonderem vorteil. eu umweltrichtlinien können in zukunft dafür sorgen, dass zum beispiel die elbe weiterhin sauberer wird. eine harmonierung der umwelt- und qualitätsrichtlinien stellt einen sauberen wettbewerb her und unterstützt die deutsche exportindustrie gegen qualitativ minderwertige dumpingware, eine möglich harmonisierung der steuergesetzgebung könnte die staaten europas vor der massiven abwärtsspirale in der unternehmensbesteuerung schützen....
dieses sind nur ein paar ausgewählte aspekte. es ist also durchaus so, dass es sehr reale vorteile gibt, die sich deutschland durch die eu mitgleidschaft "erkauft."

German Gothic Board
 
Boardansicht: Klick HIER und betrachte das Thema mit allen Funktionen direkt im Board.

 

German Gothic Board

Startseite Chat Grüße SchwarzKultur