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  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: Regierungsformen
herz23[I]Ich würde gerne wissen nach welcher Regierungsform ihr am liebsten leben würdet und warum. Würdet ihr lieber nach Monarchie, Anarchie, Demokratie . . . leben, warum?[/I]
sanguismein traum ist und bleibt der anarchismus-nein, ich spreche nicht von chaos, ich spreche von anarchismus...auch wenn diese beiden begriffe nur zu oft in zusammenhang gebracht werden.

jede soziale bewegung entsteht aus dem volke, so sollte es auch der anarchismus, denn er kann nur so lange er seine schöpferische kraft bewahren, als er eine volksbewegung bleibt.

dabei wäre die anarchistische gesellschaft für mich vorallem eine überaus soziale gemeinschaft, welche sich gegen die gerichte und gesetze der regierung so wie gegen die organe seines staates richtete und die souveränität der menschenrechte verkündet.

man stelle sich eine gesellschaft vor die auf freiwillig eingegangenen und zu jedem zeitpunkt wieder auflösbaren GEGENSEITIGEN verpflichtungen basiert sowie auf freiwillig bejahte gewohnheiten und bräuche, eben nicht mehr auf gesetze, autortiäten (ob gewählt oder ererbt) aberglaube oder unterdrückung.
diese verpflichtungen sollten sich in einer ständigen weiterentwicklung befinden, sich neuen erfindungen, neuem wissen und neuen gegebenheiten gegenüber mehr oder weniger anpassen.
jedenfalls nichts und niemand der einer gesellschaft seinen willen aufzwingt wie zb. in einer monarchie.
es gibt hiermit keine herrschaft der menschen ÜBER die menschen mehr,....

es stimmt dass er bis heute niemals eine gesellschaft gab die diese grundsätze auf dauer praktizierte, aber es gab immer eine tendenz diese zu verwirklichen;
jedes mal wenn autoritäten abgeschüttelt wurden oder die entstandene ungleichheit ( skalverei, leibeigenschaft, autokratie...) auzulöschen versucht wurde versuchte das volk d.h. die unterdrückten zumindest einen teil der anarchistischen grundsätze in die tat umzusetzen.

es wäre zweifellos ein langer weg vom ideal bis zur verwirklichung, aber darauf kann ich nur sagen, wer dachte am ende des 18 jhd., als sich gerade die vereinten staaten von amerika konstituierten dass man eine gesellschaft in solcher grösse OHNE monarchie begründen könne?
GrauerWolfIch möchte doch die Anarchie-Fans bitten, mir mal mitzuteilen,
wie das in der Realität funktionieren soll:

Nehmen wir eine kleine Stadt, wie im Mittelalter, die so eine Art Mikrokosmos darstellen soll.
Ich gehe einkaufen, ohne zu bezahlen, schlage Leute auf dem Marktplatz nieder und pinkle zur Mittagszeit vom Kirchturm.

Das geht alles einfach so durch???
herz23@Gottes Zorn
Du hast es erraten, nein mal im ernst, nenne mir doch bitte eine bessere Regierungsform und sag mir warum?
sanguisich bitte dich einfach meinen beitrag noch mal zu lesen, entweder hast du dies nämlich noch nicht getan sondern dich einfach nur auf anhieb im wort anarchie verbissen und 'losgeschimpft' oder aber es ist für mich so plausibel dass ich deine einwände nicht verstehen kann...
dennoch ich versuch mein bestes deine 'fragen' zu beantworten.

also, da du schon aufs mittelalter anspielst fange ich wohl fürs erste ganz von vorne an:
schon seit der steinzeit, wenn du es so willst, hat die menschheit immer die nachteile wahrgenommen die immer dann auftraten wenn einige unter ihnen eine persönliche autorität einräumten, jetz ganz unabhängig davon um wen es sich dabei handelte (die tapfersten, die intelligentesten..)
unsere vorfahren bemühten sich immer schon institutionen zu schaffen die ihnen gegen die einrichtung derartiger autoritäten zu kämpfen erlaubten... zb. im MITTELALTER die gilden ( nachbarschaftsgilden,gilden des handwerks und der künste, der kaufleute, der jäger...)
ihr ziel war es der autorität zu wiederstehen die sich immer mehr ausbreitete.
diese strömungen setzten sich fort bis in die arbeitervereine die sich vorallem in england und frankreich TROTZ verbote
in der zeit der industrialisierung entwickelten.

mit dem anarchismus stimmt man einer egalitären gesellschaft zu, die keinen zwang irgenteiner art ausübt und trotz des fehlens von zwang nicht die geringste befürchtung vor asozialen handlungen hegt.
warum?
weil ich der meinung bin dass ein freier mensch, ein individuum das nicht unter anordnung einer wie auch immer gearteten sozialen sanktion oder 'strafe' dazu gezwungen ist sich einer autorität unterzuordnen, besser als die jetzige gesellschaft mit ihrer freiheit umzugehen wissen wird, welche immernoch ihren schutz der 'sozialen moral' der polizei, den spitzeln, den gefängnissen ('den hochschulen der kriminalität' wie man so schön sagt) anvertraut.

ich kann mich nur wiederholen, es handelt sich beim anarchismus um freiwillig eingegangene, jeder zeit auflösbare verpflichtungen, also würde ein anarchist nie auf die idee kommen zu klauen...
GrauerWolf@herz
Trotz meines Namens bin ich leider nicht Jesus....:D
Wofür ich Ambitionen hegen könnte, wären entweder

- eine echte Demokratie nach Schweizer Vorbild;
das Element einer Volksabstimmung in wichtigen Fragen (siehe
Euro-Einführung) wäre mir auch sympathisch, sowie ein parteienunabhängiger Staatspräsident, der erweiterte Befugnisse erhalten sollte, ähnlich einem Monarchen

- von einer Monarchie würde ich mir erhoffen, daß sie ein
besseres sittliches Vorbild für die Menschen abgeben würde,
aber ob es funktioniert, steht auch in den Sternen.
Wenn ich die öffentliche Baukunst betrachte, so stand diese
noch im neunzehnten Jahrhundert noch im Einfluß der jeweiligen
Monarchen, siehe die Förderung von Architekten wie Schinkel und seiner Epigonen in Preußen oder Klenze und Gärtner in Bayern.

Also ich kann auch nichts aus dem Ärmel schütteln, weil ich mir über dieses Thema lange keine Gedanken mehr gemacht habe,
aber ich denke, daß wir vor allem die Parteien abschaffen sollten und ein reines Personenwahlsystem einführen; davon getrennt einen Beamtenapparat, der zur strikten Neutralität verpflichtet wäre und unter jeder Regierung weiterarbeitet.

Das jetzt mal so mit der schnellen Nadel gestrickt.
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Zorn Gottes [/i]
[B]- eine echte Demokratie nach Schweizer Vorbild;
das Element einer Volksabstimmung in wichtigen Fragen (siehe
Euro-Einführung) wäre mir auch sympathisch, sowie ein parteienunabhängiger Staatspräsident, der erweiterte Befugnisse erhalten sollte, ähnlich einem Monarchen [/B][/QUOTE]Das sehe ich so ähnlich, abgesehen von den erweiterten Befugnissen des Präsidenten. Wozu erweiterte Befugnisse? [QUOTE][B]ich denke, daß wir vor allem die Parteien abschaffen sollten und ein reines Personenwahlsystem einführen; davon getrennt einen Beamtenapparat, der zur strikten Neutralität verpflichtet wäre und unter jeder Regierung weiterarbeitet. [/B][/QUOTE]Gar nicht so schlecht. Bei dem Beamtenapparat wäre noch anzumerken, daß die Leute nach Kompetenz ausgewählt werden sollten, damit man nicht im wahrsten Sinne "den Bock zum Gärtner macht" (oder Scharping zum Kriegsminister :D ).

Das klingt alles sehr verlockend, aber ich denke daß die Regelung der wirtschaftlichen Bedingungen noch wichtiger ist als die Staatsform. Die beste Staatsform taugt nichts, wenn sie durch Korruption und Lobbyismus untergraben werden kann, bzw. wenn sich große Firmen einfach ihre eigene Militärmacht aufbauen können und dann tun können was sie wollen.
GrauerWolf@the raven
Soll das ganze eine Neuauflage der letzten siebzig Jahre werden?
Zuerst wird die Bevölkerung umgezüchtet (NS), danach wandern die "Unpassenden" aus (Flucht und Vertreibung), anschließend kommen Minderqualifizierte zuhauf (Asyl + Co.).

Als Du feststellst, daß das doch nicht das gelbe vom Ei ist, wird der KOmmunismus rausgezottelt. Hmmh , ich freue mich schon auf Todesstreifen und Stacheldraht, denn anders läßt sich das leider nicht verwirklichen.
herz23Also,
es scheint mir als haben sich irgentwie noch nicht viele mit diesem Thema richtig auseinander gesetzt.
Ich selbst habe erst vor kurzem damit angefangen mich mit Politik auseinander zusetzten und wollte durch diesen Thread einfach mal schauen, wie es den anderen so geht, was sie für Meinungen und Interessen haben.
GrauerWolf@herz23
Das ist ja völlig in Ordnung. Wir sollten nur sehen, daß wir uns vor blutigen Utopien hüten, das letzte Jahrhundert war voll davon.
herz23Ja gut, aber wurde im letzten Jahrhundert nicht aus Demokratie eine Diktatur die im endefeckt eine Monarchie ähnelt und somit das groß Blutvergießen gestartet hat?
Also was bleibt uns dann noch?
Anarchie, gesetztlos und einfach!!!
GrauerWolfLiebes Herz, so einfach ist Geschichte nun doch wieder nicht.
Weimar war von niemandem gewollt, eine politische Mißgeburt, von innen her abgelehnt, von außen den größten Widrigkeiten ausgesetzt, wäre ein Wunder gewesen, wenn das gut gegangen wäre.
Und der Führerstaat hatte nun aber rein gar nichts mit einer Monarchie zu tun.
Wir haben doch weiter oben festgestellt, wohin die Anarchie ganz schnell führt:

ich gehe mit dem Revolver einkaufen, wer mich daran hindern will, den schieße ich nieder. Bald werde ich als "starker Mann" seitens der geängstigten Massen Zulauf erhalten, die von mir beschützt werden möchten - wir erhalten dann so eine Art mafioses System.
Wenn Du gerne für mich rackern möchtest , so sieht die Sache natürlich anders aus.
herz23Wer hat gesagt, dass ich für dich arbeite, nur damit du mich beschützt?
Glaube mir ich weiß mich bestens zu verteitigen und wenn das nichts nützt, sterbe glaube ich lieber!
Wie sangen die Onkelz so schön:
[QUOTE]Ich will lieber stehend sterben,
als kniend leben,
lieber tausend Qualen leiden,
als einmal aufzugeben!!!!!!!!!!![/QUOTE]
GrauerWolf@herz23
War ja nur ironisch und nicht persönlich gemeint;)
Manchmal kann ich leider keine Smilies setzen:(
Was die Onkelz singen, ist ja gut und nett, aber die verdienen ihr Geld damit und haben noch ein langes Leben vor sich - hey, ich möchte von Dir ja auch noch in dreißig Jahren was lesen!
Also bleib' mal schön gesund!
herz23@Zorn Gottes
Keine Bange, so schnell kriegt mich keiner klein, ich werde auch noch in dreißig Jahren hier sitzen und in irgentwelche diversen Threads texten, es sei Nachtwelten gibt es dann nicht mehr, aber daran möchte ich nur zweifeln!!!
GrauerWolfthe raven
Erst lesen , dann posten? Kennst Du das Gleichnis vom Splitter und dem Balken im Auge, guck mal in den Spiegel.
Ich habe nicht von den 70gern, sondern von den letzten 70 Jahren geschrieben.

Wer nicht dafür ist , kann gehen!
Wenn das nicht verachtenswert ist!

Wie wäre es denn, wenn die Damen und Herren Anarchisten sich irgendwo eine Insel suchen und dort ihr Experiment ausleben?
DiscipleIch halte Anarchie und diesen 'perfekten' Kommunismus nur für utopische Wahnvorstellungen. Was ist so schlecht an Demokratie? Eigentlich ein gutes Konzept, funktionieren tut es leider, ähnlich wie der Kommunismus, auch nicht so wirklich.
Ich würde das ganze nur umändern. Wer wählt heutzutage denn noch eine Partei, weil sie die eigenen Ideale vertritt? So gut wie niemand, es gibt im Grunde nur zwei Auswahlmöglichkeiten die sich so ähnlich im handeln und tun sind, dass es keine Rolle spielt, wen man wählt. Und sowas ist gefährlich, so fangen viele Leute an, sich nicht mehr für Politik zu interessieren und so haben Rechte wieder eine Chance, an die Macht zu kommen.
Ich wäre für simplere Lösungsvorschläge:
Weniger Macht für Politiker, ein verändertes System, mehr verschiedene Parteien mit anderen Ansichten, mehr Macht dem Volke. Was kann das Volk denn heutzutage tun? Man gibt sein Kreuzchen auf einem Zettelchen ab und kann dann 4 Jahre warten, wie die von einem gewählte Partei nur Mist baut. Ich wäre dafür, dass das Volk öfters seinem Unmut ausdruck verleiht. Was spricht dagegen, Politiker, Präsidenten, Bundeskanzler zu stürzen wenn das Volk meint, das diese sie nichtmehr vertreten?
Ich wär sofort dabei.
Da wäre mir auch eine Diktatur oder Monarchie recht, solange sich die Mentalität mal ein wenig ändern würde und die Leute sich mehr für das, was sie wollen, einsetzen würden, zur Not auch mit Gewalt, hauptsache die Leute in Anzügen da oben haben genug Angst vor dem Volk.
herz23@TheRaven
Es ist eine wunderbare Idee von dir auf dieser wunderschönen Insel Irland unseren Anarchismus auszuleben.
Ich denke ich werde irgentwie mal einen Antrag darauf stellen lassen, dass wir Irland bekommen und die Iren dann nach Deutschland kommen.
Ein paar Iren können ja mein Zimmer haben.:D
sanguis@disciple
also bei deiner idee noch mehr parteien 'einzuführen' kann ich nur leicht die stirn runzeln.
erstens gibt es für so gut wie jede politische gesinnung die passende partei, um es mal sehr simpel auszudrücken, und dazu kommt, umso mehr parteien um so schwieriger wird es ja auch zu regieren, am schluss stehen sich die parteinen sich selbst im weg und es wird noch weniger durchgebracht als jetzt schon...
mehr parteien halte ich für unnötig...
oder an was für pateien dachtest du, ich meine welche inhalte sollten sie vertreten ( von verwirklichen will ich hier gar nicht erst sprechen)?

dir wäre ein diktator recht für einen umsturz? und was machst du nach dem umsturz mit dem diktator, der wird wenn er an der macht ist wohl kaum nach dem umsturz seine macht wieder 'zurückgeben'...oder wie hast du dir das gedacht?
ich werde nie verstehen wie man totalitäre regierungsformen, selbst in notsituationen, gutheissen kann....
GrauerWolf@sanguis
Ich wäre eher dafür die Parteien abzuschaffen,
denn die haben sich diesen Staat zur Beute gemacht,
vom Bundespräsidenten bis zur Verteilung der Sitze im Rundfunkaufsichtsrat kungeln sie alles miteinander aus.

@raven/herz
Die armen Iren, ob die wirklich alle nach Bottrop und Chemnitz möchten, die haben es über Jahrhunderte schon mit den Engländern schwer genug gehabt. Außerdem machen viele Deutsche auf Irland Urlaub, weil ihnen die Mentalität dort zusagt und nun sollen sie nur noch auf Sachsen und Saarländer treffen?
Fangt doch mal eine Nummer kleiner an, auf einer Nebeninsel des Galapagos - Archipels vielleicht.
sanguisich habe schon länger mal über diese insel geschichte philosophiert mit einigen anderen und wir mussten feststellen dass auch diese idee nicht realisierbar ist, denn nehmen wir einmal an man fände eine geeignete insel auf der niemand wohnt, die dann von den 'anarchisten' bevölkert werden kann, rein freiwillig, dann ist eines sicher:
die erste zeit wird schwer, wie jeder neuaufbau, d.h. im klartext die hälfte der menschen wandet wieder ab in die gewohnte bequemheit der zivilisation mit strom, fliessend wasser, und einkaufspassagen,
der rest der bleibt schuftet für ihre ideale, und angenommen sie schaffen es ihren traum zu verwirklichen-wird ihnen doch dann die insel sofort eingerannt wenn bekannt wird dass dieses system funktioniert weil dann jeder der immer noch denkt anarchie=faulheit+chaos sich dort niederlassen will und damit innerhalb von tagen dass zerstört was andere mühsam erschaffen haben.
man mag jetzt sagen, bauen wir nen zaun um die insel, aber das würde dem anarchismus in sich selbst wiederlegen, denn eine staatsform wie diese schliesst keinen aus....

bei der diskussion damals hatten wir noch viel mehr hindernisse für diese idee gefunden aber sie wollen mir im moment nicht mehr in den sinn kommen....dennoch fazit: insel idee ist wohl wirklich utopie
YehovaIch würd mal sagen, jede Regierungsform hat systemimmanente Vor- und Nachteile:

Monarchie
Von mir aus. Lieber Einen regieren lassen, der es auch kann und dafür ausgebildet ist als Hunderte von egozentrischen Parteilobbyisten. Der Nachteil ist halt: der eine Monarch ist meistens auch nur´n Idiot.

Kommunismus
Hört sich nett an. Endet aber in der praktischen Umsetzung immer in einer kriminell motivierten Oligarchie.

Anarchie
Schöne Lebensweise bei konsequenter Umsetzung. Wird gern propagiert, aber nie gelebt.

Demokratie
Die Pöbelherrschaft schlechthin. Wer den Mob am Besten manipuliert, hat die meiste Macht. Demzufolge größter deutscher Demokrat : Joseph Goebbels


Mir persönlich sagt ideell die Anarchie am ehesten zu. Ich hab kein Problem damit, mich nur und ausschließlich um mein eigenes Überleben zu kümmern, aber wie sanguis schon erwähnte : die parasitären Geier kreisen schon.
Praktisch für die westliche Gesellschaft ist nur die Militärdiktatur. Dann sind alle zufrieden: die Konformisten, die Feiglinge, die Opportunisten und die Denunzianten. Und alle anderen wissen wenigstens, wogegen sie sind, anstatt sich vom Salbadern der Parteioligarchen das Hirn trüben zu lassen. Die größte Motivation für den menschlichen Geist ist blanker Haß. Gebt den Leuten einen Feind, und sie fangen wieder an zu denken.
herz23@GrauerWolf
Ich werde gleich böse, ich wette die Iren haben die Engländer gerne ertragen, nur zur Info ich bin Engländer.
Sei bitte demnächst mit deinen Aussagen über andere Völker etwas zurückhaltender, ich fand deine Aussage sehr unpassend!!!!!!!:q
Disciple@Sangius:

Du hast mich falsch verstanden, ich probiere mal, dass was ich meine besser auszudrücken:

Ich will keine Diktatur oder dergleichen, was ich gerne sehen würde wäre mehr Einsatz der Bevölkerung. Alle sind am meckern und unzufrieden aber macht jemand was? Nein.
Ich will, dass das "Volk" öfter für das Eintritt, was es will, zur Not auch mit Gewalt eine Regierung umzustürzen.
Die Mentalität der Menschen (in Deutschland) soll sich ändern.
Das mit den Parteien war so gemeint, dass es zur Zeit nicht die Bohne unterschied macht, welche Partei man wählt, da alle im Prinzip die selbst Scheiße produzieren und sich nur geringfügig unterscheiden. Ich wäre z.B. für 4 große Parteien anstatt nur 2 und dafür weniger oder keine kleinen.
Das mir eine Diktatur auch recht wäre meinte ich in dem Zusammenhang, dass wenn sich die Einstellung der Menschen ändern würde. Da wäre mir auch ein Diktator oder König recht, solange er die Sache gut macht, ok, wenn er anfängt Mist zu bauen wird er mit Gewalt seines Amtes enthoben.
Mäs GgG Ed M&SSeid gegrüßt,

Vorweg muß ich sagen, dass ich nicht oft schreiben kann aber wenn dann versuche ich es. Ach und das Thema ist auch Klasse. Also:
Die Demokratie ist nur dann gut, wenn das Volk auch politisch gebildet ist. In Deutschland ist das aber absolut nicht der Fall. Politiker werden gewählt aufgrund ihrer Medienwirksamkeit und ihrer schauspielerischen Fähigkeiten (Schwarzenegger wäre ein amerikanisches Beispiel) und nicht wegen ihrer politischen Fähigkeiten. Das hat man davon wenn man diese Demokratie will, die unfähigsten schaffen es dann an die Macht. In Deutschland und den USA haben wir eine demokratische Diktatur. Die Regierenden können machen was sie wollen das Volk akzeptiert es völlig. In einer normalen Diktatur sagt das Volk nichts, weil es Angst. In einer Demokratischen Diktatur sagt das Volk nichts, weil es politisch desinteressiert ist. Also wenn Demokratie dann die Skandinavische, also mit gebildeten Volk und einem Wohlfahrtsstaat.
SelianMal am Rande, sind [i]Zorn Gottes[/i] und [i]Grauer Wolf[/i] eine Person?

Zum Thema:

[U]Anarchie[/U]
Sorry, sie wird es niemals geben. In der Theorie würde eine Anarchie mit lauter Anarchisten vielleicht funktionieren aber wo nehmt ihr die Leute her? Wieviele [b]echte[/b] Anarchisten gibts wohl in Deutschland?...auf der Welt? Man bedenke, schon ein "falscher" Anarchist kann und wird alles zerstören. Hat jemand eine Ahnung mit wievielen Nachbarschaftsstreitigkeiten die deutschen Gerichte jeden Tag zu tun haben? Was machen die Leute denn alle in einer Anarchie, ohne Gericht? Ganz zu schweigen von allen anderen Verfahren, Verbrechen usw.
Was machen Anarchisten mit ihren Kindern, wenn diese nicht wirklich anarchistisch denken? Verstoßen?
Ein vernünftiges, funktionierendes System muß mit allen Sorten von Menschen klar kommen. Ein System das nur für eine bestimmte Sorte von Mensch geschaffen ist kann einfach nicht funktionieren.

[U]Demokratie[/U]
Meiner Meinung nach die vernünftigste Regierungsform. Wenn auch die Umsetzung erheblich zu wünschen übrig läßt. Einiges wurde ja schon genannt, 2 große Parteien die kaum zu unterscheiden sind, viele kleine Splitterparteien, die nie irgendetwas bewegen werden. Dazu ein sich neutralisierender Bundestag/Bundesrat. Das ist Stillstand pur.
Direkte Demokratie mit Volksabstimmungen wie es in der Schweiz praktiziert wird, wäre sicherlich schon ein Fortschritt. Außerdem würde ich der Regierung mehr Macht zugestehen. Eine Blockadepolitik der Opposition darf im derzeitigen Ausmaß nicht möglich sein.

[U]Monarchie[/U]
Gut und schön wenn da ein cleverer und Rechtschaffener Mensch regiert. Die Wahrscheinlichkeit das irgendwann ein Depp an die Macht kommt ist allerdings relativ groß und das kann verheerend sein. Deswegen halte ich da auch nicht viel von.

[U]Sozialismus/Kommunismus[/U]
Da braucht man nicht viel zu sagen. Es gibt genug Beispiele dafür das es nicht hinhaut (DDR, RUßland, Ostblockstatten).

Ansonsten halte ich es mit Sokrates:
[i]"Wenn nicht entweder die Philosophen Könige werden in den Städten, oder die, die man heute Könige und Machthaber nennt, echte und gründliche Philosophen werden, und wenn dies nicht in eines zusammenfällt: die Macht in der Stadt und die Philosophie, und all die vielen Naturen die heute ausschließlich nach dem einen oder dem anderen streben, gewaltsam davon ausgeschlossen werden, so wird es mit dem Elend kein Ende haben, nicht für die Städte und auch nicht, für das menschliche Geschlecht."[/i]
GrauerWolf@Selian
Stimmt, ich habe eine Metamorphose durchgemacht.
Mein Name war mir auf die Dauer zu bracchialisch.
Mäs GgG Ed M&SHabt ihr euch schon mal Gedanken gemacht über eine neue Regierungsform?
Wie wärs wenn nur die Regieren die die nötige Ausbildung dazu haben. Genauso wie ein Arzt der nur dann behandeln darf wenn er die Ausbildung dazu hat. Ärzte und Politiker sind doch fast das Gleiche, der einzige Unterschied ist der das ein Arzt einem einzelnen hilft, währenddessen ein Politiker vielen also der Gesellschaft helfen sollte.
Selian[QUOTE][i]Original geschrieben von Mäs GgG Ed M&S [/i]
[B]Habt ihr euch schon mal Gedanken gemacht über eine neue Regierungsform?
Wie wärs wenn nur die Regieren die die nötige Ausbildung dazu haben....[/B][/QUOTE]

Keine schlechte idee. Aber was sollte so eine Ausbildung beinhalten? Volkswirtschaftslehre, Politik, Geschichte, Jura, Umweltschutz oder doch einfach Philosophie?
Ich denke mal das die Berater im jeweiligen Fachausschuß entsprechend qualifiziert sind, somit würde für die Politiker vermutlich schon eine Ausbildung zum Schauspieler reichen. ;)

Ich hab beim stöbern im Internet eine kurze und knackige Erklärung der verschiedenen Regierungsformen gefunden. Sehr anschulich anhand eines konkreten Beispiels. Der Autor ist unbekannt, viel Spaß damit:

Sozialismus:
Du besitzt zwei Kühe. Die eine Kuh mußt du deinem Nachbarn abgeben.

Kommunismus:
Du besitzt zwei Kühe. Die Regierung nimmt dir beide weg und verkauft dir die Milch.

Liberalismus:
Du besitzt zwei Kühe. Die Regierung nimmt dir beide weg und schenkt dir die Milch.

Nationalsozialismus:
Du besitzt zwei Kühe. Die Regierung nimmt dir beide weg und erschiesst dich.

Bürokratismus:
Du besitzt zwei Kühe. Die Regierung nimmt dir beide weg und läßt eine Kuh schlachten. Die andere wird gemolken und die Milch vernichtet.

Kapitalismus:
Du besitzt zwei Kühe. Du verkaufst beide und kaufst dir dafür einen Bullen. Den Bullen vermietest du für Rodeoveranstaltungen, von den Einnahmen kannst du dir nach ca 8 Jahren und Abzug aller Steuern eine Kuh kaufen.

Anarchie:
Du besitzt zwei Kühe. Beide laufen Dir weg.

Postkapitalismus:
Du besitzt zwei Kühe, die Du aber entlassen mußt. Milch bekommst Du jetzt aus dem Ausland.

Thatcherismus:
Du besitzt 200 Kühe, mußt sie aber schlachten, weil sie BSE haben.

Maoismus:
Du besitzt keine Kuh, dafür aber auch kein Schwein. Dein Haus wird von roten Garden verbrannt.

Stalinismus:
Deine Kühe haben Genosse Poppow beleidigt und sind in Sibirien.

edit: Kapitalismus abgeändert und Rächtschraibvehler korrigiert ;)
GrauerWolfPolitiker müßten zumindest zehn Jahre in einem ordentlichen Brotberuf gearbeitet haben. Parteien gehören abgeschafft.
Mäs GgG Ed M&SZu der Ausbildung müssen gehören Verantwortungsbewußtsein, Menschenrechte, Rhetorik, Finanzpolitik, Konsenspolitik, Psychologie, politische Philosophie, Toleranz, Jura(vor allem internationales Recht),Wissen über andere Kulturen und Philosophien.
Diese politisch gebildeten Berater sind undemokratisch. Man nennt so etwas Schattenkabinett. In einer Demokratie hat das Volk das volle Recht, genau denjenigen zuwählen der auch wirklich die Macht inne hat. Und nicht so wie derzeitig das man wählt und die sich ein paar Leute die sie gebrauchen können einfach bestimmen.
Die Parteien in ihrer derzeitigen Form sind unbrauchbar. Sie sind zu Groß. Sie sind zu Reich. Mehr Parteien wären besser, wobei nicht mehr als 9 Menschen in der Partei sein dürfen. Zuviele Köche verderben den Brei. In den Parlamenten sind also 600 Abgeordnete völliger Schwachsinn. Es reichen 80 gut ausgebildete Politiker völlig aus, also 8 Parteien die Konsenspolitik betreiben. Es muß auch so etwas geben wie Schiedsrichter die diese Parteien zur Konsenspolitik zwingen.
DiscipleNaja, die Idee mit einer "Ausbildung" für Politiker ist ja nicht gerade brandneu. Ich weiß ja nicht ob jemand mit Platos Idee vertraut ist, mal eine kurze Beschreibung (ich persönlich halte die ganze Idee für Absurd):

Erst besteht Chancengleichheit für alle, dass beginnt in der Schule. Doch nach und nach werden die besten der besten herausgefiltert. Das geht immer weiter bis zum -ich glaube- 20. Lebensjahr. Dann besteht erstmal eine elitäre Gruppe, die weiter auf eine Akademie geschickt wird, weitergebildet wird usw. Dann müssen die "Besten der Besten" weitere Stadien durchlaufen, eins davon ist 10 Jahre durch die Welt reisen und Erfahrung zu sammeln usw.
Die ganze "Ausbildung" über ist es verboten, die Familie zu sehen geschweige denn eine eigene zu gründen (höchstens Kontakt zu Frauen käuflicher Zuneigung ist gestattet). Dann, im Alter von 50 Jahren haben sich die besten und würdigsten herausgefiltert und werden den Staat leiten.
Ich hoffe ich habe das ungefähr korrekt wiedergegeben.

Ich persönlich halte diese Idee für Schwachsinnig, man setzt quasi 50 jährige Kinder ein, um einen Staat zu leiten. Niemand kann sagen wie sich soein Mensch, sein halbes Leben über abgeschieden von der Aussenwelt, entwickelt.
NARRatorsozialistischer anarchismus!

jeder tut zum allgemeinwohl und damit zum eigenen das was in seiner macht, beziehungsweise in seinen fähigkeiten liegt und bekommt dafür alles was er braucht von der gemeinschaft zurück. und das ganze nicht unter dem zwang von gesetzten, bzw. regierungen, sondern unter der erkenntnis, das dies seines bzw. das überleben der gemeinschaft sichert. und wenn der mensch jemals dieses stadium erreichen sollte braucht es auch keine gesetzte mehr, da dieses handeln aus der notwendigkeit erwächst und nicht auf dem befriedigen der eigenen bedürfnisse...
GrauerWolfNarrator
Tut mir leid, hat sooo'n Bart und bitte, die Mehrheit möchte kein System, das nur mit Wachtturm und Stacheldraht funktioniert.
HerrDerSchattenIch weiß nicht einerseits mag ich die Demokratie sehr gerne, andererseits halte ich sie für die schlechtmöglichste Regieerungsform
Mein Problem ist das durch das Verhältnis ein mensch=eine stimme stets der dümmstmögliche Teil der BEvölkerung das sagen hat, es ist ja leider nunmal so das der größte Teil der BEvölkerung NULL ahnung von Politik hat und nach stammtisch Kriterien wählt
daher wäre ich für eine Art neues ZEnsus Wahlrecht, allerdings basierend auf einer Kombination von Intelligenz und wissenstests, die große masse des volkes sollte so bei einer Stimme blieben, während die geistige Elite eines Volkes bis zu 100oder so bekommt..das würde dieses permanente "auf der Stelle treten da keiner Änderungen will" verhindern
Ungerecht möglicherweise Unfair?
Ja, aber immernoch fairer ls unser momentanes System
ApexIch möchte mal so einen kleinen Anstoss geben weil einige hier wohl eine ziemlich seltsame Aufassung vom Kommunismus haben...Kommunismus muß nicht undemokratisch sein. Ich meine eine Demokratie kann auch mit einer Planwirtschaft funktionieren. Kommunismus mit Stacheldraht und Wachturm wies der Graue meint nennt sich Bolschewismus und den finde ich auch nicht gerade Erstrebenswert. Aber eine Planwirtschaft auf demokratischer Grundlage sehe ich für mich schon als Ziel auf das es sich lohnt hinzuarbeiten.

Apex
GrauerWolf@Apex
Ich verstehe ja Deine gute Absicht, aber es wäre mal wieder ein Experiment und da die Wahrscheinlichkeit, daß es schiefgeht und in Blut, Tränen und allgemeiner Verwahrlung endet recht groß ist, stemme ich mich dagegen.
Selian[QUOTE][i]Original geschrieben von TheRaven [/i]
[B]@Selian: Die Auflistung ist süss :D Obwohl der Kapitalismus da ja erstaunlich gut bei weg kommt ... da fehlt noch das "aber Du kannst Dir beide nicht leisten", oder so ;) [/B][/QUOTE]

Hast Recht Raven, der kam zu gut weg hab das direkt geändert ;)
Mäs GgG Ed M&SEs gibt wirklich gute Ideen im Kommunismus. So wäre es gut wenn der Staat eigene Betriebe besitzt, damit fähig um geht und sich somit eine weitere gute finanzielle Grundlage schafft neben den Steuern. Damit kann wieder schon Geld in den Wohlfahrtsstaat stecken. Die Idee des Wohlfahrtsstaates wie in Skandinavien ist ja wenn man es genau betrachtet ein Mix mit großen Teilen aus der Demokratie und kleineren Teilen, in Bezug auf die Bevölkerung, aus dem Kommunismus. Der Mix wo mehr Kommunismus drin ist akzeptiert fast gar keiner vorallem nicht die Mächtigen (so geschehen beim Prager Frühling oder bei Allendes Chile)
Die angesprochene Ausbildung muß in der Grundschule beginnen. Desweiteren erlauben die heutigen Bildungsmöglichkeiten ein schnelleres Erlernen der politischen Fähigkeiten. Deshalb denke ich das bei einer guten Ausbildung man mit 26 schon ein guter Politiker werden kann. Um gegen das hohe Alter zusteuern kann man auch eine Vertrauensperson schaffen direkt zwischen der Jungend und den Herrschenden.
herz23Ich muß mich in meinem Thread leider noch einmal zu Potte melden!!!!!
Ich fand die Idee mit dem soziallen Anarchismus gar nicht mal so schlecht und fände es echt cool wenn diese Regierungsform, als etwas neues unsere Welt führen könnte!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Gruß der Threadöffner!!!!!!;)
LaChatteWie wärs mal damit, einfach mal alle Geldflüsse sichtbar zu machen? Jeder Mensch auf der ganzen Welt hat das Recht, alle Konten von allen anderen Menschen, alle Finanzbewegungen einzusehen. Jeder weiss, wieviel der andere verdient, welche Kosten er hat, was eine Firma an Profit hat....

Das würde mal einen grossen Skandal geben, wenn man mal die Unterschiede ansehen würde, und dann gäbs wohl mal etwas ausgleichende Gerechtigkeit...
Selian[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]Wie wärs mal damit, einfach mal alle Geldflüsse sichtbar zu machen? Jeder Mensch auf der ganzen Welt hat das Recht, alle Konten von allen anderen Menschen, alle Finanzbewegungen einzusehen. Jeder weiss, wieviel der andere verdient, welche Kosten er hat, was eine Firma an Profit hat....

Das würde mal einen grossen Skandal geben, wenn man mal die Unterschiede ansehen würde, und dann gäbs wohl mal etwas ausgleichende Gerechtigkeit... [/B][/QUOTE]

Ööööhm, zum Glück gibt es noch etwas, das nennt sich Datenschutz!
herz23Ich verstehe nicht, wie diese Welt so zu Grunde gehen konnte, wir streiten uns darüber wie man sie am besten regiert, doch wirklich ändern wollen wir nichts, warum??????????

[QUOTE]Die Ärzte
Es ist nicht deine Schild das die Welt ist wie sie ist,
es wär nur deine Schuld wenn sie so bleibt!!!!!!!![/QUOTE]

Taten verändern diese Welt, nicht gut gesprochene Worte!!!
ApexAber gut gesprochene Worte können den Anfang bilden...
herz23[QUOTE]Aber gut gesprochene Worte können den Anfang bilden...[/QUOTE]

Danke!!
GrauerWolfWar einige Tage in Brandenburg, dort sind in einer Woche Kommunalwahlen. Wenn man die Plakate liest, fragt man sich ernstlich, wo die Inhalte bleiben, so heißt es bei einer Kandidatin:
"Doris kann es" (SPD), was mich an die Plakate von Frau Pieper (FDP) erinnert "Sie kann es".
Die PDS schreibt "Miteinander verändern", die CDU schreibt gar nichts, am lustigsten waren noch die von der DVU "laß Dich nicht zur Sau machen", eine Wählergruppierung verlangte "Hüpfburg statt Traumschloß" (es geht um das wiederaufzubauende Potsdamer Stadtschloß; der Aufbau ist politisch beschlossen, soll aber von einem Investor durchgeführt werden, also ist der Spruch Krampf, weil unsachlich).
herz23Ich verstehe nicht, warum die Menschen hier in Deutschland immernoch der Demokratie folgen, denn wie hieß es noch:
[QUOTE]Die dümmsten Schweine wählen ihre Metzger selber.[/QUOTE]
An diesem Punkte muß ich echt sagen, dass die Deutschen echt dumme Schweine sind, oder?
Pagsheepich muss mich jetzt mal einschalten...
interessante diskussion, die hier geführt wird! viele genannten ideen sind ganz prima, doch recht utopisch. sicher sind gedanken und worte der anfang einer jeden umstrukturierung, doch viele der "dummen deutschen schweine" (oink- zitat) sind vielleicht viel zu resigniert, um politisch zu handeln. es ist traurig...
ein grossteil der gesellschaft macht sich zu wenig gedanken um politik, vielen ist die urprüngliche bedeutung dieses begriffes nicht mehr bekannt. politik sind wahlen, an denen sich kaum jemand beteiligt und wenn, dann sowieso nicht ausrichten kann. in die politik gehen? man kann dort einiges verwirklichen, aber bestimmt kaum eigene ideen. unterwefung bis hin zur totalen einschränkung des persönlichen lebens ist dann angesagt.
tut mir leid - so funktioniert das system nicht!
bevor man zu den sternen greift, sollte man sich erst mal umblicken, wo man auf erden steht!
LaChatte@Selian

Datenschutz ist wichtig, um ein Ungleichgewicht an Wissen (Macht) zu verhindern, was ja heute tatsächlich das Problem ist--- wenn es aber im Gleichgewicht wäre, was wäre dagegen einzuwenden?

Transparenz und Offenheit sind wichtigste Voraussetzungen für eine gerechte Welt.
Rücksitzpunkdie von dir vorgeschlagene offenlegung der finanziellen situation von jedem führt nur zu einem: [b][size=4][color=yellow]NEID[/B][/size][/color].

es würde imho definitiv nicht zu ausgleichender gerechtigkeit führen...

transparenz und offenheit müssen ihre grenzen haben, dafür gibts den datenschutz... zum glück, um selian zu wiederholen.
LaChatteIst denn der heutige Datenschutz so gut?

Ich bin absolut FÜR den Datenschutz, wenns darum geht, dass nicht jede Firma mehr über mich weiss als ich selber.

Andererseits: Wie viele Schweinerein grossen Stils passieren nicht auf so diskreten Konten, mit denen wir alle wohl gar nicht einverstanden wären? Existieren diese Dinge weniger, nur weil wir nix davon wissen? Als Beispiel nur mal die Musikindustrie, die ja nun diese Sache mit den kopiergeschützen CDs bringt - gäb das nicht einen riesigen Aufschrei, wenn wir deren Profite anschauen könnten?

Dann wär wohl die Folge davon, dass sie sich /wir uns neu organisieren müssten, und dass ein System gefunden würde, wo vor allem a) die Musiker und b) die Musikhörenden den grössten Gewinn hätten...

Und das ist wohl noch ein harmoses Beispiel!

edit @rüsi

Neid kann eine wunderbare Energie sein, die hilft, Missstände abzubauen, wenn sie richtig eingesetzt wird...
Rücksitzpunk@kontenoffenlegung:
redest du jetzt von allen konten oder nur von firmen- oder parteikonten? bei zweiterem würde ich dir im grundsatz zustimmen, allerdings nicht wenn es um den kleinen schreinermeister mit seinen zwei angestellten geht. aber die konzerne könnten schon die bücher aufmachen, und die parteien sowieso.


@neid:
neid wird im seltensten fall zu etwas positiven führen...
nach neid folgt hass... hör dir doch mal nur die meisten "sozialneid"-äusserungen an... willst du diese trends noch verstärken, indem jeder alle konten einsehen könnte?

ich meine, mir könnts ja egal sein... auf mich ist sicher keiner neidisch ;)
LaChattenein, ich meine ALLE Konten - weltweit alle Transaktionen. Gleiches Recht für alle, also.

Und Rüsi, sei dir da nicht so sicher - du verdienst in einem Monat vermutlich deutlich mehr als ganze afrikanische Familien in einem JAHR...

Ja, und da möchte ich den Neid verstärken - denn was ist Neid? Der Glaube "der andere hat was was ich nicht habe aber auch will" - und wenn dieser Neid dazu dienen kann, dass du dir etwas aneignest (Geld, Wissen, Bildung, was auch immer) kann das schon produktiv sein...

Es kann neben Neid ja auch Verständnis entstehen in gewissen Fällen - wieso nun ein Produkt halt teurer ist als das andere, etc.

Ich behaupte mal, dass wir hier auf dem Board in den allermeisten Fällen zu den Gewinnern einer solchen Lösung gehören würden.
Rücksitzpunk@lachatte:
[QUOTE]nein, ich meine ALLE Konten - weltweit alle Transaktionen. Gleiches Recht für alle, also. [/quote]
nein. unmöglich, das ist ein zu extremer eingriff in die privatsphäre jedes einzelnen.

[quote]und wenn dieser Neid dazu dienen kann, dass du dir etwas aneignest (Geld, Wissen, Bildung, was auch immer) kann das schon produktiv sein...[/quote]
hm, und wenn ich mir geld widerrechtlich aneigne? also, der herr müller verdient mehr als ich, habe ich ja in seinem konto gesehen... und in einer dunklen gasse... usw.

das führt doch zu anarchie! glaubst du denn, das die menschen so vernünftig sind, demjenigen, der mehr hat, nicht einfach was wegzunehmen?

ausserdem:
diejenigen, die genügend schotter haben, könnten sich freikaufen, hundertprozentig. diese kluft kriegst du damit nicht weg, das führt nur zu chaos. und chaos und anarchie ist eine ganz schlechte idee als regierungsform, um mal auf das ursprüngliche thema zurückzukommen.


p.s.:
wer kann die zeit erübrigen, sich alle kontenbewegung anzuschauen? also müssen kontrollinstanzen eingesetzt werden... und diese instanzen können geschmiert werden (s.o.)...
Wardog20kWozu führt aber Neid in seiner negativen Form "Der andere hat was was ich haben will, also nehme ich es dem anderen weg oder mache es kaputt." Und das sind leider nicht einzelfälle
Rücksitzpunkeben, wauzi... das wollte ich ausdrücken.
und ich traue den menschen im allgemeinen eben eher das negative zu...
LaChatteWIE man das auslebt, ist dann wieder das andere - und ich glaub, es gäb genug Leute, die neugierigerweise mal die Konten anschauen - die von den Mitarbeitern, aber auch das von Herrn Bush oder Herrn Schröder würd mich interessieren...

Und man müsste das Ganze natürlich schon in ein vernünftiges System einbinden: eine weltweite, demokratisch gewählte Regierung zum Beispiel, die jedem Menschen einen Grundlohn bezahlt, der da beinhaltet: eine Wohnung gratis bis zu einer bestimmten Fläche, (vielleicht so 30-40 m2 pro Person), gratis Essen, gratis Kleidung, gratis medizinische Versorgung, gratis Bildung.

Finanziert wirds durch die heutigen Rüstungsausgaben, da man weltweit eine internationale Armee einrichtet, die in Krisenherden interveniert, der Rest stünde dann für solches, soziales zur Verfügung.. Da dürften enorme Summen frei werden.

Und wenn dann alle Menschen mal ihre Grundbedürfnisse abdecken können, dann gäbs auch schon viel viel weniger Grund zu Kriminalität und Neid und Terrorismus, so mehr als die Hälfte davon würde garantiert wegfallen. Dann hättest du auch keinen Grund mehr, den Herrn Müller zu überfallen - wozu auch? Du hast ja alles, was du zum Leben brauchtst....

edit: diese Ideen sind nicht von mir, die habe ich gefunden in: Neale Donald Walsch, Gespräche mit Gott, Band 2... wenn sich da jemand etwas detaillierter einlesen möchte;)
Wardog20k[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]Und man müsste das Ganze natürlich schon in ein vernünftiges System einbinden: eine weltweite, demokratisch gewählte Regierung zum Beispiel, die jedem Menschen einen Grundlohn bezahlt, der da beinhaltet: eine Wohnung gratis bis zu einer bestimmten Fläche, (vielleicht so 30-40 m2 pro Person), gratis Essen, gratis Kleidung, gratis medizinische Versorgung, gratis Bildung.

Und wenn dann alle Menschen mal ihre Grundbedürfnisse abdecken können, dann gäbs auch schon viel viel weniger Grund zu Kriminalität und Neid und Terrorismus, so mehr als die Hälfte davon würde garantiert wegfallen. Dann hättest du auch keinen Grund mehr, den Herrn Müller zu überfallen - wozu auch? Du hast ja alles, was du zum Leben brauchtst....
[/B][/QUOTE]

Ja und wozu soll ich dann arbeiten gehen, Staat bezahlt ja alles, ich stimme dir oben zu, aber ist halt Utopie (die am Menschen scheitert)
LaChatteMusst du ja nicht - es ist ja eh so, dass immer mehr Produktionsarbeitsplätze verloren gehen - die Menschheit ist heute so weit, dass unsere gesamten Bedürfnisse von der Arbeit von vielleicht 10% der Weltbevölkerung abgedeckt werden können - kannst also ruhig daheim bleiben. Oder endlich mal das tun, was du schon immer wolltest - Musik machen, Freunde treffen, spazieren gehen, einen Töpferkurs besuchen....

Ich denke, diese Utopie kann wirklichkeit werden, wenn sich nur genug Menschen dafür entschliessen. Gewinner dabei wären wir alle.
Wardog20kAber warum sollten die 10 % dann auch noch arbeiten gehen?

Ich arbeite sehr gerne (das will ich jetzt mal so einfach in den Raum stellen), aber solange wir keine völlige Automatisierung hätten die auch noch völlig autark und umweltschonend ist, werden sich wohl kaum alle Menschen (ich behaupte mal frech die Mehrheit) dafür entschliessen.

Meine Meinung ist nunmal das der Mensch für den Überlebenskampf gebaut ist und diesen auch braucht.

Ich würde mit Freude in deiner Welt leben (in vielen Punkten stimme ich mit dir auch überein), aber meiner Meinung nach wird sie mit Sicherheit nicht in dieser und auch in den nächsten Generation realisiert werden. Es werfen sich mir immer noch viele Fragen auf für die es einfach für mich (noch) keine vernünftige Lösung gibt. Deshalb lehne ich dieses System (momentan) ab.
LaChatteBrauchen wir den Überlebenskampf?

Ich persönlich also nicht. Was ich aber brauche, ist: gutes Essen, Liebe, Freundlichkeit, eine Wohnung, warme Kleidung im Winter, und viel "Seelennahrung" wie Musik, gute Bücher und Kunst generell.

Und warum sollte noch jemand arbeiten?

Weil Menschen, die den ganzen Tag faul herumhängen, in der Regel eine Depression entwickeln und gar nicht glücklich sind. Und wenn arbeiten freiwillig ist, machst du es wohl auch mit einer ganz anderen Einstellung, als vielleicht heute, wo es ein absolutes Muss zum überleben ist.
herz23Wir arbeiten für unser Überleben und denoch bekommt der Staat mindestens ein drittel, dadurch, dass wir Steuern zahlen, selbst Kinder sind Steuerzahler, sie gehen sich zB Süßigkeiten einkaufen und wissen nicht einmal, das der Staat für jede gekaufte Sache Geld kassiert, dass ist doch irgendwo Ausbeuterei, oder etwa nicht?
Wardog20kNun dafür zahlt der Staat ja auch gewisse Sachen (bzw. unterstützt) ob die jetzt unbedingt immer in deinem Interesse sind ist eine andere Sache. Ich hau mal jetzt das Schlagwort Polizei (1 Beispiel von vielen) raus, oder subventionierung der Bauernwirtschaft usw..

zum Überlebenskampf:
Nun ich denke schon, zumindest macht uns das scheinbare "überleben" einer Situation glücklich. Darum gibt es ja auch soviele Sportarten (survivaltrainings, Bundeswehr [okay warn joke] bei denen Menschen den "Kick" suchen. (Die ja auch nicht unbedingt immer harmlos und gesundheitsfördernd sind.)

Arbeiten gehen ist in Deutschland (Gott sei Dank) auch nicht überlebenswichtig, wenn ich meine Ansprüche zurückschraube kann ich hier ganz gut überleben. Ich muss halt nur um mein Geld kämpfen.

Ich sach mal ÜberlebensKAMPF bracht der Mensch. Das Überwinden von Hindernissen (kämpfen darum) macht glücklich.
LaChatteVielleicht mag ich einfach das Wort "Kampf" nicht so, das lässt an Blut, Schweiss und Tränen denken. Und an Verlierer.

Herausforderungen braucht der Mensch bestimmt, nur an Herausforderungen wachsen wir. Und bei "Herausforderungen" kann es eben auch nur Gewinner geben, im Unterschied zum "Kampf"...

Und ich fänds schön, wenn auch jeder Mensch das Recht hat, ihm gemässe Herausforderungen zu suchen und zu leben - der Kampf ums tägliche Geld ist tatsächlich eher mühsam...
herz23Alles schön und gut, aber der Staat will Kindergelder für Pflegekinder absetzten und Arztkosten müssen wir demnächst auch zum Großteil selbstbezahlen.
Zu den Arztkosten:
Ja gut, wenn ich selbst schuld an einer Erkältung bin oder ähnliches, dann ist es schon richtig,
aber was ist mit den Leuten, die vom Auto angefahren wurden oder ärlergisches Astma oder ähnliches haben.
Die Krankenhaus und Arztkosten steigen in die Höhe und die Leute bleiben lieber krank.
Selbst beim Zahnarzt zur entfernung von Zahnstein (hat jeder) mußt du ab jetzt blechen, und mal ganz ehrlich, ist das noch fair?
Wardog20kDas in unserem Staat was nicht stimmt ist absolut richtig, Fair war das leben noch nie (so ist halt evolution)
(Und wir leben noch in einem (relativ) fairen Staat)

[QUOTE]Und ich fänds schön, wenn auch jeder Mensch das Recht hat, ihm gemässe Herausforderungen zu suchen und zu leben - der Kampf ums tägliche Geld ist tatsächlich eher mühsam...[/QUOTE]
Ja schön wärs, klar.

ABER
Was ist eine angemessene Herausforderung? etwas das ich schaffen kann? etwas das ich nur schwer erreichen kann? oder etwas was fast unmöglich ist? Die erste ist auf dauer langweilig. Die zweite macht wahrscheinlich glücklich. Die Dritte macht glücklich für den Rest deines Lebens.

Was ich euch sagen möchte ist das der Mensch ein Ziel braucht um das er kämpft (zur Not auch mit Blut, schweiss und tränen) und wenn du den Überlebenskampf abstellst brauchst du neue höhere Aufgaben. Und das ist ein Wandel der sehr langsam vonstatten gehen muss, weil der Mensch erst neue Pfade gehen lernen muss...
GrauerWolf@Wardog
Interessanter Beitrag, so ist das Leben.
Entweder kämpfen die Menschen miteinander (bei Einbehaltung gewisser Spielregeln, sprich Konkurrenz), damit die Besten den Karren weiterziehen oder man füttert sie mit Unterhaltung
(Brot und Spiele bei den Römern, TV und Freizeitparks in der Neuzeit).
LaChatteoder, dritte Möglichkeit, es macht eben jeder genau das, was in diesem Moment das Richtige für ihn ist.

Für kleine Kinder ist Laufen lernen eine Herausforderung - und jedes Kind stellt sich ihr ganz allein, von sich aus. Für Erwachsene wär dann vielleicht zwei Meter Hochsprung die angemessene Herausforderung, oder irgend etwas anderes - wir sind alle verschieden, und was eine "dir gemässe Herausforderung" ist, kannst, darfst und sollst du ganz allein entscheiden.

Und Gewinner und Verlierer muss es nicht unbedingt geben - wenn du eine Sprache lernst, Theater spielst, einen Tisch zimmerst oder Unterricht gibst, kann das sehr wohl eine grosse Herausforderung sein, auch wenns eine ohne Gewinner und Verlierer ist.

Wenns bis jetzt nur "Kampf" und "Brot und Spiele" gab, ja und? Muss ja nicht so bleiben...
Wardog20k@grauer Wolf
Ein Altes aber immer noch funktionierendes Konzept.

Um mal zurück aufs Thema zu kommen:

Momentan empfinde ich das deutsche System als gar nicht mal so schlecht. Allerdings ist für mich das Parteiensystem überholt. Jeder Wahlkreis sollte (losgelöst von Parteien) seinen Politiker wählen (nicht nach Parteien, sondern nach seinen Handlungen und auch Versprechungen) und dieser Politiker sollte die Interessen seines Wahlkreises vertreten (nicht die seiner Partei). Gesetze müssen dann nach dem Ja/Nein Prinzip durchgesetzt werden.

Es wird ein Vorschlag gemacht -> dieser wird geprüft -> und dann für gut oder schlecht befunden (Der Politiker entscheidet nach den Bedürfnissen seines Wahlkreises) Er muss natürlich für seinen Wahlkreis "greifbar" bleiben und ggf. Rechenschaft über seine (Un-) Taten ablegen.
Das erfordert natürlich engagierte und gewissenhafte, vor allem überlegte gut informierte Politiker.

@la chatte

Und wenn du nur MIST baust z.B. Tische die nach 2 Tagen umfallen (es dir aber spass macht solche zu bauen) dabei aber grosse Ressourcenmengen verschwendest? (Weil du 40 Tische am Tag baust) :p
LaChatteGlaubst du wirklich, dass es irgend jemandem Spass machen könnte, ständig so unbefriedigendes Zeugs herzustellen? Ausserdem hat niemand gesagt, dass das Material dazu gratis ist - also nur los!
Wardog20kNun ich habe Menschen kennengerlernt die äusserst unproduktiv waren (über sehr lange Zeiträume unproduktiv), damit sehr glücklich waren und auch noch sehr gut dafür bezahlt wurden.

Edit: Und damit hast du ja auch schon wieder einen Verlierer, der der sich das Material nicht leisten kann mit dem er gerne Arbeiten möchte, folglich muss er eine Tätigkeit ausüben die ihm nicht soviel spass macht um das Geld zu verdienen um die Tätigkeit auszuüben die ihm spass macht. Nun da sind wir fast wieder bei unserem System. ;-)
Er kann natürlch auch aufgeben und Hanfbauer werden und sein leben zugedröhnt zu ende bringen. ;)
LaChatteHanf anbauen ist doch auch etwas sehr schönes, oder nicht? Das sind wunderbare Pflanzen...

Noch anders gesehen: einer hängt siebzig Jahre herum, und am Schluss seines Lebens schreibt er ein äusserst ergreifendes Gedicht, das viele Menschen berührt. Ist das nun ein vergeudetes Leben oder nicht?

Wir sollten wohl etwas weniger urteilen... Und auch wackelige Tische können Kunst sein, geh ruhig mal in ein modernes Museum und schau dir an, was da alles als "Kunst" präsentiert wird:rolleyes:
GrauerWolfNaja, mit der modernen "Kunst" ist das so eine Sache....
Erinnert mich an Robinson Crusoe, wo sein Gehilfe Freitag den Braten am Freitag kurzerhand "Fisch" taufte, damit er ihn mit gutem Gewissen verzehren konnte.
LaChatteNaja. Aber grundsätzlich glaube ich schon daran, dass die Welt auf einen Schlag deutlich besser wird, wenn sich niemand mehr Sorgen machen muss um Ernährung, Kleidung und Wohnung...

Und jeder mit seiner Zeit anfangen kann, was er will und was ihm Freude macht.
GrauerWolfLa Chatte
Das Wort "Sorgen" ist schwammig. Natürlich sollte bittere Not überflüssig werden, aber ein gewisser Existenzkampf ist vonnöten, ansonsten verdumpfen die meisten Menschen.
LaChatteDas glaube ich nicht - gerade im heutigen Existenzkampf verdummen doch die Menschen: den ganzen Tag eine Rackerei in einem monotonen, öden Job, und am Abend reicht die Energie gerade noch so knapp, die Fernbedienung zu stemmen... Ist das etwas nicht verdummend?

Alle Bedürfnisse des Körpers sollten befriedigt werden - dann kann man sich nämlich interessanteren Sachen zuwenden, und ich bin überzeugt, dass die meisten das dann auch gerne täten. Und wenns ein paar gibt, die nichts machen, na und? Selbst schuld, wenn sie den schönsten Teil des Lebens verpassen - mit solchen Leuten wird man höchstens etwas Mitleid haben, das ist alles.
Selian@LaChatte

Neben dem von Rüsi bereits erwähnten Neid, hätte das eine Transparenz der Bürger zur Folge, die sich so manche Firma nur wünschen würde. Was den Kreditkarteninstituten oft unterstellt bzw vorgehalten wird, wäre dann für jeden möglich. Nämlich über jeden Bürger ein sehr genaues Verhaltens und Konsumprofil zu erstellen. Das wäre der nächste Schritt zum gläsernen Bürger.

Noch zu dieser anderen Idee, vonwegen keiner (oder nur 10%) braucht mehr zu Arbeiten. Ich frag mich echt wie das in der Realität funktionieren soll, das gleiche Thema hatten wir letztens schon in dem Geld-abschaffen Thread. Selbst wenn es in irgendeiner Art realisierbar wäre, so wäre die Folge eine deutliche Verlangsamung des technischen Fortschritts, denn Konkurrenz gibts dann nicht mehr. Ganz zu schweigen davon das wir alle in einem Einheitsbrei leben würden. Jeder die gleiche Wohnung, gleiche Klamotten, gleiches Auto...alles gleich zumindest gleichwertig. Denn es soll ja Gerecht sein!?

Ehrlich gesagt, ist mir da das derzeitige System lieber, in dem ich es selber in der Hand habe was ich aus meinem Leben mache und was ich mir schaffe.
Rücksitzpunk@grauerwolf und selian:
stimme euch zu.

lachatte, das klingt ja alles ganz toll... klassenlose gesellschaft, jeder kann das machen was er will...

nun, es wird personen geben, die über die verteilung von gütern wachen müssen... und da wird die korruption anfangen.
diese utopie ist unerreichbar, da würde ich meine seele drauf verwetten, wenn ich eine hätte.

und warum?
weil wir [b]menschen[/b] sind. besitz ist wichtig für die rangfolge... und rangfolge ist bei säugetieren nunmal essentiell wichtig.
GrauerWolf@Rücksitz
Man braucht nur "Farm der Tiere" von George Orwell zu lesen, dann weiß man , was einen in etwa erwartet.
Gleichheit aller Menschen ist schon deshalb nicht zu verwirklichen, weil schlicht und ergreifend eben nicht alle gleich sind.
Wir haben es heute mal wieder an einem recht harmlosen Beispiel erlebt, mit den Kindern an einem öffentlichen Park vorbeigekommen, der gerade vom Grünflächenamt umgegraben worden war und für das nächste Frühjahr vorbereitet wurde.
Ich hatte eine Eingebung und habe die Kinder zu den dort gerade tätigen Frauen geschickt, damit sie sich erkundigen, was dort geschieht.
Von der ersten kamen sie mit der Auskunft zurück, daß "Blumen" gepflanzt würden, die zweite entgegnete schon etwas präziser, daß es sich um "Stiefmütterchen" handelt und die dritte zeigte ihnen den kompletten Bepflanzungsplan.
Rücksitzpunk@wolf:
ja, orwell hatte recht. hoffen wir, dass es nie so kommt wie in 1984.
GrauerWolf@Rücksitzpunk
Was mich an "1984" seinerzeit am meisten fasziniert hat, war das eingeschobene Kapitel mit dem Buch der Untergrundorganisation, wo die Manipulation der Menschen durch die Veränderung und bewußte Verarmung der Sprache geschildert wurde, erinnerst Du Dich? Die Adjektive sollten z.B. alle ausgemerzt werden, alle positiv besetzten sollten auf "good" ,alle negativ besetzten auf "bad" reduziert werden.
Solche Strömungen sind doch jetzt schon auszumachen, wenn viele Menschen überwiegend alles als "Cool" oder "Geil/ungeil" bezeichnen, haben sie sich doch schon freiwillig aller Differenzierungsmöglichkeiten beraubt.
Oder die Ministerien, so das "Ministry of Plenty", das den Mangel verwaltet oder das "Ministry of Love", das für die Haßpropaganda zuständig ist.
Heutzutage gibt es ja keine "Kriegs-"ministerien mehr, heißen alle nur noch Verteidigungsministerien, "Stillstand" heißt Nullwachstum.
Wir sind mitten drin.
LaChatteJa, wir müssen aufpassen, dass Orwell nicht Realität wird. Aber wenn man die USA anschaut - ist da nicht schon ganz viel davon verwirklicht? Gleichgeschaltete Medien, eine kleine Gruppe um die Familie Bush und Konsorten die die Macht haben, sehr viele "Proletarier", die nur so vor sich hinleben, und eine Sprache, die auch zu Orwell zielt - so dass dicke Menschen als "horizontal herausgefordert" bezeichnet werden, zum Beispiel.

Und wenn ich sage, dass jeder Mensch das Anrecht auf die gleiche Basis hat, die die Grundbedürfnisse abdecken, so heisst das ja nicht, dass alle verpflichtet sind, dort stehenzubleiben. Wem die Kleider aus den Läden nicht gefallen, der näht sich selbst welche (Zeit hat man ja)... Wer weiterhin arbeiten will, und mehr Geld verdienen will, als zum Leben nötig ist, der darf das auch.

Und gute Ideen würden wohl auch eher realisiert werden - die Pläne eines umweltfreundlichen Wasserstoffautos, zum Beispiel, die gibts schon lange, nur die Ölindustrie (wen wunderts) hat eben kein riesiges Interesse an deren Produktion - und dass es einen Placebo-Effekt gibt, das wissen wir auch schon lange, aber die Pharma-Industrie (wen wunderts) ist auch nicht daran interessiert, auf der Basis von Placebos zu forschen...

Und ja, es gibt Hierarchien, und sie sind auch gut. Ich fänds aber besser, wenn man darauf schaut, wo ein Mensch seine Talente hat, was er gut kann, und jeden Menschen für seine Arbeit in diesen Bereichen schätzt und würdigt, und nicht nach dem Lohn...Ich schätze zum Beispiel die Arbeit eines guten Lehrers als wichtiger für die Gesellschaft als die eines Managers - allerdings spiegelst sich diese Wertschätzung nicht im finanziellen Bereich.
Rücksitzpunk@wolf:
ich glaube, ich muss den guten george mal wieder lesen... mal sehen, wieviel seiten keine fiktion mehr sind...

wobei ich immer noch glaube, dass dies in der ganz schlimmen konsequenz wie in 1984 nicht eintreten wird, zumindestens nicht in europa. so blöd sind wir nicht. und selbst in amerika sehe ich wieder land... immerhin wird rumsfeld gerade geopfert, der relativ vernünftige powell hat mehr einfluss... und georgieboy hat miese umfragewerte. vorrangig zwar, weil es wirtschaftlich mies läuft und nicht wegen der hinterfragung seiner sonstigen politik, aber immerhin.


@lachatte:
warum sollten gute ideen realisiert werden, wenn es sich nicht mehr lohnt? und warum sollten weitere gute ideen entwickelt werden, wenn es sich nicht mehr lohnt? den ansatz, den du hier propagierst, gab es schon mal, und der ging schief.
Wardog20kIm Endeffekt ist der Kommunismus lieber RSP am Kapitalismus gescheitert da dieser definitiv aggressiver und stärker ist als der Kommunismus. (ich denke mal das ist klar) Wenn überhaupt läßt sich dieser ansatz nur weltweit (später vielleicht Universumsweit) durchsetzen. ;) Und zwar auch nur (fast) auschließlich friedlich (frei nach dem Motto: Völker der Welt vereinigt euch)
LaChatteWarum sollte es sich nicht mehr lohnen, gute Ideen zu verwirklichen? Du kannst irgend etwas erfinden, herstellen und verkaufen, um dein Grundgehalt aufzubessern. Die Motivation "Geld verdienen" wäre also immer noch gegeben.

Und schliesslich sind sehr viele Erfindungen aus reiner Faulheit entstanden - ich würde zum Beispiel einen Haushaltroboter sehr begrüssen, um nicht mehr selbst aufräumen zu müssen - und den gibts heute noch nicht zu einem vernünftigen Preis. (Aber bald, hoffe ich doch sehr)

Ich stelle einfach fest, dass unsere ach so fortschrittliche Welt eben immer noch sehr viele Bretter vor den Köpfen hat. Andere Bretter als vor zweihundert oder tausend Jahren, aber eben immer noch Bretter - sag mal irgend einem Menschen, dass die Krankheit Aids nicht von einem Virus verursacht wird, und beobachte mal die Reaktion... und bring dich dann ganz schnell in Sicherheit...

edit:
Der Kommunismus ist schliesslich an der orwellschen Gleichmacherei gescheitert, und nicht an der Idee, dass die Ressourcen allen Menschen zur Verfügung stehen sollten. Wer gibt einem Menschen überhaupt das Recht, selbstverständlich mehr Ressourcen für sich selbst in Anspruch zu nehmen, nur weil er das Glück hat, in Europa und nicht in Afrika auf die Welt gekommen zu sein?

Menschen sind verschieden, und das muss respektiert werden, sonst funktioniert das Ganze natürlich nicht.
LaChatteSie wären möglich, sicher - aber da jeder und jede genug zum Leben hat - und zum anständig leben - wäre die Motivation dafür natürlich deutlich geringer. Oft sind Verbrechen ja Verzweiflungstaten - warum sollte jemand seine Niere verkaufen wollen, einfach so? Und Raubüberfälle bringen ja in der Regel nur gerade das Geld ein, dass das Opfer auf sich trägt, also eher kleinere Beträge, und garantiert nicht Millionen...
Rücksitzpunklieber wauzi, es ist bei weitem nicht [b]nur[/b] so, dass der kommunismus am kapitalismus kaputt gegangen ist... ein wenig ist er auch selbst schuld.

marx hat ja eigentlich ganz recht, aber er hat vergessen, das besitz etwas erstrebenswertes für die meisten menschen ist... mehr zu haben als andere lässt einen sich gut fühlen (--> rangfolge halt, wie schon erwähnt)

und warum soll ich mir einen kopf machen, etwas zu erfinden und dadurch das grundgehalt aufzubessern, wenn ich "einfacher" (z.b. betrug) an geld kommen kann, vor allem, wenn ich in einer hierarchisch begünstigten position bin? und ohne hierarchie gehts nunmal nicht.

der kommunistische ansatz ist auch weltweit nicht durchführbar... [b]weil du die menschheit nicht ändern kannst.[/b] wir sind immer noch mehr tier, als wir selbst glauben. und im tierreich gilt: [b][i]"survival of the fittest."[/b][/i]
und das widerspricht dem gleichschaltungsgedanken, der dem kommunismus innewohnt.
Wardog20kokay hab vergessen das Wort "auch" reinzuschreiben
LaChatte@rüsi

Warum gehört es denn heute noch nicht zu deinen Lieblingsbeschäftigungen, alten Damen die Handtasche zu entreissen?

Warum lernst du einen Beruf, damit du so schlecht und recht über die Runden kommen kannst, und wirst nicht Heiratsschwindler?

Die Probleme, die du da ansprichst, existieren heute schon, und sie existieren viel zu sehr. Ich halte daran fest: wenn kein Mensch sich mehr darüber Sorgen zu machen bräuchte, wo er die nächste Mahlzeit bekommt, gäbs deutlich weniger Kriminalität. Nicht gar keine - aber sicher weniger als heute.

Der Mensch ist nicht nur Tier, er ist auch Engel, und in diesem Zwiespalt verheddern wir uns heute schon. Und es sind oft gerade unsere tierischen Eigenschaften, die uns heute blockieren. Wenn dein Chef dir kündigt, ist eben weder Flucht noch Kampf die angemessene Reaktion, sondern da wird heute von dir erwartet, auf dein englisches (>Engel) Verhaltensrepertoire zurückzugreifen. Sonst landest du recht schnell im Gefängnis.

Und ich gebe dir recht: Gleichmacherei bringts nicht. Menschen sind verschieden, und Menschen sollten die Chance haben, ihre Verschiedenheit zu kultivieren und zu pflegen. Was heute in unserer standardisierten Gesellschaft auch allzu oft nicht gut möglich ist: In einem Konzern hat jeder Manager genau die gleichen Kompetenzen - aber nicht jeder hat die gleichen Fähigkeiten, die diesen Kompetenzen entsprechen sollten. Jede Putzfrau erhält genau den gleichen Besen - obwohl genau dieser Besen für die eine zu gross, und für die andere zu klein ist. Sehr grosse und sehr kleine Menschen haben Mühe, angemessene Kleidung zu finden, da alles für den Standardmenschen produziert wird. Gleichmacherei haben wir heute wahrlich schon mehr als genug...

Und gleiche Chancen für alle muss nicht Gleichmacherei bedeuten, im Gegenteil, es wäre eine gesunde Basis, auf der wir alle unsere Verschiedenheit leben können.
GrauerWolf@La Chatte
Wer alten Damen Handtaschen entreißt, ist verroht und nicht sozialisiert.
Für übergroße Menschen gibt es Spezialgeschäfte , Kleinwüchsige bekommen das Passende in der Kinderabteilung, das weiß ich von ehemaligen Mitarbeitern, die mir das erzählt haben.
Den Putzfrauen bleibt es doch unbenommen, den Besen weiter oben oder weiter unten anzufassen.
Ich weiß nicht so recht, worauf Du hinaus möchtest?
LaChatteIch will damit sagen: die Dinge, die rüsi für eine Gesellschaft befürchtet, die jedem Menschen seinen Lebensunterhalt garantiert, sind heute schon Realität.

Denn ich behaupte, dass auch dann die Menschen sozialisiert bleiben werden, wenn sie sich keine Sorgen um ihre Grundbedürfnisse machen würden.

Und die Gleichmacherei und Gleichschaltung ist heute schon überall vorhanden, als Folge der Massenproduktion von Gütern - und massenproduzierte Güter kann man nicht so einfach auf die Bedürfnisse eines Einzelnen anpassen.

Natürlich gibt es Läden für grosse Grössen oder kleine Grössen - die haben aber deutlich weniger Auswahl als die andern Läden. Und sehr kleine und grosse Leute haben auch Mühe, ein Auto zu finden, in das sie bequem hineinpassen, zum Beispiel. Linkshändermäuse für den PC gibts immer noch nicht (vielleicht in Spezialgeschäften, aber ich hab noch kein solches gefunden...). Die Nachrichten in allen Zeitungen sind mehr oder weniger das Gleiche, halt einfach in rechts oder links gefärbt, und von den Depeschenagenturen vorgegeben.

Man muss auch mal die Missstände heute anschauen, und sie nicht einfach als selbstverständlich hinnehmen - so gut ist unsere Welt nämlich nicht, dass man sie nicht verbessern könnte. Und ein garantierter Lebensunterhalt für alle wäre eine eindeutige Verbesserung, und mit etwas politischem Willen wäre das auch ohne weiteres realisierbar.
Wardog20k[QUOTE]Und ein garantierter Lebensunterhalt für alle wäre eine eindeutige Verbesserung, und mit etwas politischem Willen wäre das auch ohne weiteres realisierbar.[/QUOTE]

Also rechnen wir mal

Es leben glaube ich ca. 6,5 Mrd. Menschen auf der Erde
Gehen wir mal von einer Grundversorgung mit nahrung aus von 1€ am Tag (ich denke mal das ist realistisch)

sind wir bei ca. 2400 Mrd. € im Jahr

Versorgung mit Wohnraum (und Unterhalt dieses, Stromversorgung etc.) 5€ am Tag? (ich denke mal das es noch tief angesiedel ist.

12000 Mrd. €

medezinische Versorgung schwer zu sagen nochmal 5 € am Tag?

also nachmal

12000 Mrd. €

So mal zum Vergleich die Rüstungsausgaben Weltweit im Jahr 2000 betrugen:

ca. 811 Mrd. € (gegen 26400 Mrd. €)

Wie willst du das Finanzieren? So einfach ist es bestimmt nicht und geht nur mit umgreifenden Gesellschaftlichem Wandel.

Edit: Also allein die Versorgung mit Nahrung der "3-Welt"-Länder liesse sich vielleicht durch die Rüstungsausgaben decken. Wobei da noch ganz andere Probleme auftauchen (wenn man im Erdkundeunterricht ein bischen aufgepasst hat.)
GrauerWolf@LaChatte
Autos haben heutzutage verstellbare Sitze, aber wenn jemand nur 1,20 m groß ist, dann fährt er eben nicht Auto.

Mein PC-Spezi ist Linkshänder, er kommt mühelos mit der Maus zurecht.

Jimi Hendrix war Linkshänder und hat die Saiten einfach andersherum aufgezogen - klar, die Knöpfe und Schalter waren für ihn schwerer zu erreichen, aber alle verneigen sich heute noch vor seinem innovativen Spiel, man könnte ihn neben Miles Davis als den revolutionären Musiker der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts bezeichnen.

Daß es heute so viele gleichförmige Produkte gibt, ist doch den Konsumenten zuzuschreiben, die in die Großmärkte laufen, oder nicht? Der Markt ist ungemein sensibel und würde sich alsbald umorientieren. Viele Leute schauen aber nur auf den Preis und ein niedriges Preisniveau ist eben nur bei Massenproduktion möglich.
LaChatteNein, ganz einfach ist es nicht - die weltweiten Rüstungsausgaben betragen umgerechnet ca 130 - 145 Euro pro Kopf der Weltbevölkerug, um mal von diese Milliarden zu etwas anschaulicheren Zahlen zu kommen....

Aber noch eine andere Rechnung:

In den Industrieländern, wenn da der Staat die Unterkunft, das Essen und die Kleidung organisieren würde, könnte man folgendes rechnen für eine einzelne Person pro Monat

Wohnung 500 Euro
Krankenversicherung 250 Euro
Kleidung 50 Euro
Essen 600 Euro
Verkehrsmittel 100 Euro
Versicherungen (Privathaftpflicht) 20 Euro
Taschengeld 200 Euro

gibt total 1720 Euro, die dem Arbeitnehmer nicht als Geld ausbezahlt werden. Sondern er kriegt so eine Art Kreditkarte, auf der die entsprechenden Beträge jeden Monat gutgeschrieben werden. Nicht gebrauchte Beträge werden nach bestimmten Perioden abgebucht, zum Beispiel zweimal jährlich und dem Staat gutgeschrieben. Und der Rest des Geldes wird den Leuten zur freien Verfügung ausbezahlt, mit Ausnahme der üblichen Steuern für Infrastruktur und für die Renten der Nicht-Arbeitenden.

Man könnte durchaus eine Vermögens-Obergrenze festlegen, für Einzelpersonen wie auch für Firmen - diese Obergrenze darf auch ziemlich hoch sein, 20 Mio Euro zum Beispiel, und alles, was darüber ist, gehört der Allgemeinheit.

Das würde schon mal den Staatsapparat entlasten, denn anstelle einer Arbeitslosenentschädigung, einer Pension, einem Krankentaggeld, einem Unfalltaggeld, usw gäb es einfach nur noch eine Rente für alle - das würde die Verwaltungskosten drastisch senken, die Berechnung ist einfacher, da für alle gleich...

Das ist nun nur mal ein paar Ideen zu Faden geschlagen, sicher noch nicht ausgegoren, aber ich denk, in dieser Richtung wäre noch sehr sehr viel zu erreichen...
LaChatte@grauer Wolf

ich komm auch mit meiner Maus zurecht, aber sie ist eben ergonomisch nicht ideal, wie eine Rechtshändermaus für Rechtshänder...

Und warum sollen 1.20 kleine Leute nicht Auto fahren dürfen? Haben die kein Recht dazu? Für 2-m-Menschen wirds übrigens auch schwer, die finden fast keinen Platz...

Und warum kaufen die Leute Massenproduktion? Erstens, weil sie sich Handgemachtes oft nicht leisten können, und zweitens weil das Angebot an Massenproduktion einfach viel grösser und leichter, zeitsparender zu erreichen ist... wer hat denn heute schon Zeit im Überfluss?
Rücksitzpunk[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]Nicht gebrauchte Beträge werden nach bestimmten Perioden abgebucht, zum Beispiel zweimal jährlich und dem Staat gutgeschrieben.[/B][/QUOTE]
nur beispielhaft rausgenommen:
jemand, der sparsam ist, wird bestraft und verliert das gesparte.
besten dank, aber nö.


kontigent an leistungen für alle gleich.
gebucht über eine art kreditkarte.

spinnen wir weiter. buchungen lassen sich zurückverfolgen und die kreditkarte ist immer mitzuführen.... ---> das führt zu einem gläsernen menschen. und irgendwann zu einem überwachungsstaat... die leute werden anhand ihres kaufverhaltens analysiert und später manipuliert...


und nochwas zu einer vorherigen äusserung:
[quote][b]Der Mensch ist nicht nur Tier, er ist auch Engel[/b][/quote]
definitiv nicht.
grauer wolf hats schon gesagt, das zauberwort heisst sozialisation. du kannst es auch über-ich nennen.
Vamp 666Hi,

auch wenn ich mich jetzt wohl selber in Abseits stelle: Mir wäre eine elitäre Diktatur das liebste! :cool:

Die Gründe dafür sind relativ einfach:

Demokratie: Die Leute sind erstens leider nciht ind er Lage sie umzusetzen, wir sehen es jeden Tag. Da wo sie wählen dürfen wählen sie nicht und da wo sie wählen müssten dürfen sie nicht. Außerdem hätte eine totale Demokratie zur Folge das wir uns zu Tode diskutieren aber nie Entscheidungen treffen.

Anarchie: Funktioniert einfach nicht! der Mensch ist ein Herdentier und braucht gewisse regeln um nicht sich und seine Herde zu vernichten.

Monarchie: Zu gewagt! Es besteht die Gefahr, dß der Mensch an der Spitze nur seinen eigenen Interessen nachgeht aber das Volk mißachtet.
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von Vamp 666 [/i]
[B]Monarchie: Zu gewagt! Es besteht die Gefahr, dß der Mensch an der Spitze nur seinen eigenen Interessen nachgeht aber das Volk mißachtet. [/B][/QUOTE]

Aber das ist bei einer Diktatur genauso gut möglich, und sei sie zunächst noch so "elitär".

~decay~
Vamp 666@ decay73 Es gibt in unserem Grundgesetz einen wichtigen Artikel den wir beibehalten sollten. Sinngemäß: Sollte die Regierung nciht im Sinne des Volkes handeln hat das Volk das Recht diese Regierung wenn nötig auch mit Waffengewalt zu beseitigen!!! (sollte man heute auch mal drüber nachdenken) ;)
Wardog20kwo stehjt das denn?:)
Vamp 666@ Wardog20k

Also wenn Du bis morgen warten kannst suche ich Dir heute Abend den Artikel raus. :p
decay73@Vamp: Da wäre mir aber eine Abwahl um einiges lieber.
Denn soche Revolutionen spiegeln ja nicht automatisch den Willen der Mehrheit wieder, und die nächste Revolution wäre vorprogrammiert.
Das wird meiner Meinung nach einfach nicht funktionieren.

~decay~
LaChatte@rüsi

Erinnerung: ALLE Transaktionen sind öffentlich. Gläserner Bürger ja, aber gleichzeitig auch gläserne Konzerne, gläserne Regierung - da ist das Gleichgewicht wieder hergestellt.

Und warum werden Leute bestraft, die ihre Beträge nicht aufbrauchen? Das ist ganz allein ihre Wahl, ob sie es tun oder nicht... informiert sind sie ja darüber.

@sozialisation: Woher kommt denn das, diese Sozialisation? Doch genau aus dem Bewusstsein heraus, dass wir etwas mehr sind als nur Tiere - gilt für das Über-Ich genauso...

@vamp666
Diktatur? Hilfe! Die Praxis in den weltweit beobachtbaren Diktaturen zeigt ja auch, dass es nicht funktioniert: eine kleine Elite lebt im Überfluss, der Rest geht vor die Hunde - nein danke.
GrauerWolf@LaChatte
Ich will das Thema ja nicht zu Tode hetzen, aber ich bin der Ansicht, daß nicht jeder alles können/dürfen/sollen muß.
Was vermißt denn der 1,20 Mensch, wenn er stattdessen mit dem Zug fährt? Aber verbieten wird ihm das Autofahren sicherlich niemand, er muß sich eben spezielle Sitze und Armaturen in seinen Wagen einbauen lassen.
Es ist eher so wie mit dem Ritz oder dem Adlon - jeder hat das Recht dort zu übernachten.
Und was die Qualität der Alltagsprodukte anbelangt, so muß man nicht gleich auf Handgefertigtes umsteigen, ich bekomme doch schon eine ganz andere Ware, wenn ich meine Kleidung nicht bei Woolworth , sondern im Kaufhof erwerbe und wenn ich noch bessere Qualität wünsche, geht es zum Herrenausstatter.
Darüber hinaus steht mir der Gang zum Maßschneider offen.
Genauso steht mir beispielsweise die Möglichkeit offen, meinen Fußboden daheim mit Billigstteppichboden von der Teppichdomäne für 2,50 qm zu belegen oder Eichenparkett nach meinen speziellen Musterwünschen vom Parkettstudio verlegen zu lassen, dazwischen liegt der für jeden Wunsch und Geldbeutel alles parat.
Wobei das Problem, das Du wahrscheinlich meinst, über hundert Jahre alt ist, die Massenfertigung hat sich seit der industriellen Revolution entwickelt und immer drastischere Züge angenommen.
Noch zu Goethes Tod dürften die Menschen bei dem Wort "Müll" verständnislos mit den Schultern gezuckt haben, fast ein jeder wurde im Hause seiner Eltern geboren, die meisten dürften dort wieder gestorben sein. Das ganze Leben über wurden sie von denselben Möbeln und Einrichtungsgegenständen begleitet, Kleidung hielt lange, wurde geschont und repariert.
Rücksitzpunk[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]Erinnerung: ALLE Transaktionen sind öffentlich. Gläserner Bürger ja, aber gleichzeitig auch gläserne Konzerne, gläserne Regierung - da ist das Gleichgewicht wieder hergestellt.[/b][/quote]
wer viel geld hat (z.b. konzerne) wird sich von dieser pflicht "freikaufen" können... es gibt genügend leute, die so etwas frisieren könnten... ergo, nur der "kleine mann" ist der gearschte.

[quote][b]@sozialisation: Woher kommt denn das, diese Sozialisation? Doch genau aus dem Bewusstsein heraus, dass wir etwas mehr sind als nur Tiere - gilt für das Über-Ich genauso...[/b][/quote]
das ist uns anerzogen, aber nicht in uns drin. menschen können auch "verwildern", wenn sie nicht in einer sozialstruktur leben...

[quote][b]Diktatur? Hilfe! Die Praxis in den weltweit beobachtbaren Diktaturen zeigt ja auch, dass es nicht funktioniert: eine kleine Elite lebt im Überfluss, der Rest geht vor die Hunde - nein danke. [/B][/QUOTE]
die elite sind in deiner utopie die leute, die an den schaltstellen sitzen. ausserdem ist der gedanke, jeden zur offenlegung seiner finanziellen verhältnisse zu zwingen und das geld, was einem zusteht, zu rationalisieren, ausgesprochen diktatorisch.

dein konzept ist nichts anderes als eine verkappte diktatur. und diktaturen funktionieren nunmal nicht.
LaChatteVoraussetzung ist natürlich, dass alle Menschen damit einverstanden sind und dass es Organe (Gerichte, Polizei, Revisionen etc) zur Durchsetzung dieser Massnahmen gibt. Demokratisch gewählte, und solche, die nicht einer Person eine riesige Entscheidungsgewalt geben, wie es heute in vielen Firmen üblich ist. Sondern solche mit ganz klaren Kompetenzen, und deren Tätigkeiten wiederum von jedem eingesehen werden können.

Und ich will das Geld ja gar nicht rationalisieren? Wie kommst du denn da drauf?

Und wegen Sozialstruktur: Es gab eine Evolution, und wir waren mal Affen, und noch früher mal Bakterien. Wer soll uns denn diese sozialen Dinge gezeigt haben, wenn nicht wir selbst? Da sind wir Menschen ganz allein drauf gekommen, dass sowas noch ganz nützlich wäre - und wenns nicht in uns drin wäre, irgendwie, könnten wir ja auch nicht daran gedacht haben...
Selian[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]Denn ich behaupte, dass auch dann die Menschen sozialisiert bleiben werden, wenn sie sich keine Sorgen um ihre Grundbedürfnisse machen würden.
[/B][/QUOTE]

Den Zustand haben wir doch derzeit!? Zumindest in Deutschland. Wenn jemand überhaupt nichts hat, bekommt er Sozialhilfe, die Wohnung wird ebenfalls vom Sozialamt bezahlt, genauso wie alles andere was man zum Leben braucht. Damit sind die Grundbedürfnisse abgedeckt. In den meisten Industrienationen gibt es eine Grundversorgung der Bürger, wenngleich die auch nicht überall so umfassend ist, wie in Deutschland. In den dritte Welt Ländern sieht die Sache natürlich wesentlich schlechter aus.

Aber bleiben wir mal bei Deutschland, mittlerweile merken wir alle das unser Sozialsystem schon bei 4,3 Millionen nichtarbeitenden Menschen unbezahlbar wird. Nun soll ein System her, das allen Menschen eine Grundversorgung bietet, obwohl nur noch 10% der Menschen arbeiten.

@LaChatte's Rechenbeispiel:

[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]In den Industrieländern, wenn da der Staat die Unterkunft, das Essen und die Kleidung organisieren würde, könnte man folgendes rechnen für eine einzelne Person pro Monat

Wohnung 500 Euro
Krankenversicherung 250 Euro
Kleidung 50 Euro
Essen 600 Euro
Verkehrsmittel 100 Euro
Versicherungen (Privathaftpflicht) 20 Euro
Taschengeld 200 Euro

gibt total 1720 Euro, die dem Arbeitnehmer nicht als Geld ausbezahlt werden....[/B][/QUOTE]

1720 Euro netto, haben sehr viele Menschen heute noch nicht zur freien Verfügung. Ich frag mich allen ernstes wo soll dieses Geld herkommen? Ob das Geld ausgezahlt wird oder als Wert auf Kreditkarte gutgeschrieben wird, spielt keine Rolle. Der Wert ist schließlich da und der muß in irgendeiner Weise realisiert werden.

Der Staat gibt 90% der Menschen Geld zum Leben. [b]Wo bekommt der Staat das Geld her?[/b] Jegliche Steuer oder sonstige Abgabe wäre ein Witz, denn dann würden die Menschen dem Staat ja nur sein Geld zurückgeben. Demnach müßten 10% der Menschen (die arbeitenden) soviel an Steuern und Abgaben zahlen, das der Staat genug Geld hat um den 90% ihre Grundbedürfnisse zu erfüllen.

Der nächste Haken sind die 10%, was macht der Staat wenn sich jeder mit der Grundversorgung zufrieden gibt und niemand mehr arbeitet? Es ist etwas vage darauf zu spekulieren das die meisten Leute ja doch gerne Arbeiten würden um sich zu verwirklichen.

[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]Erinnerung: ALLE Transaktionen sind öffentlich. Gläserner Bürger ja, aber gleichzeitig auch gläserne Konzerne, gläserne Regierung - da ist das Gleichgewicht wieder hergestellt.
[/B][/QUOTE]
Wenn das aufdecken von Betrügerischem Vorgehen auf Kosten der persönlichen Freiheit jedes einzelnen geht, sollte man sich schon überlegen was einem wichtiger ist. Im Grunde ist es genau das gleiche wie beim Lauschangriff. Zum "Wohle" des Bürgers und natürlich nur um das Leben für die Bürger sicherer zu machen, sollten am besten alle Bürger "abgehorcht" werden können um potenzielle Straftäter zu fassen.

Nein, ganz klar, darauf Verzichte ich auch wenn das Spielraum für Kriminalität läßt.

Bei der Forderung nach Gleichheit für alle, frage ich mich die ganze Zeit ob es denn okay ist, wenn es allen Menschen gleich schlecht geht!?
LaChatteNa, ich hab das Gefühl, mein Ding ist noch nicht so ausgegoren....:rolleyes: Das hat man vom Idealismus...

Das Problem bei den heutigen Sozialempfängern (zumindest in der Schweiz) ist, dass sie erstens stigmatisiert sind als faule Säcke und wenig Chancen haben, da wieder herauszukommen, und zweitens, dass das organisatorisch furchtbar schlecht geregelt ist und haufenweise verschiedene Ämter jeweils zuständig sind - die sich, wie es sich für Ämter halt so gehört, nicht miteinander absprechen.

Aber totale Transparenz im finanziellen fänd ich trotzdem gut, daran halt ich fest...
herz23zum Thema Sozialempfanger/Arbeitslose:
Ich finde es unfair, dass man Geld fürs Nichtstuen bekommt, ich hätte da einen Veränderungsvorschlag:
Wie wäre es, wenn man für Arbeitslosen und Sozialhilfeempfänger eine Einrichtung macht in denen Jobs vermittelt werden, die sonst keiner haben will.
So Jobs für (entschuldigung) Arschlöcher:
zB Parkreinigungen oder Müllsammler in Städten.
Denn schließlich wird uns Kindern immer beigebracht, dass wir was für unser Geld tuen sollen und die liegen uns auf der tasche mit ihrer faulen Art.
Wir sollen Steuern zaheln, für Leute die nicht arbeiten wollen?
Nein, das halte ich nicht für fair und es treibt die Menschen ja noch nicht einmal zum arbeiten, wenn sie dass geld in den Hintern geschoben bekommen, fürs Nichts-tun.
So meine Meinung!!!!!!!!!!!!!
(Verzeihung falls ich zu ausfallend war!!!)
GrauerWolfWobei ich Parkreinigung nicht mal als Stigmatisierung betrachten würde, den ganzen Tag an der frischen Luft, keine körperliche Anstrengung. Wo ist das Problem?
decay73@herz23:

Findest du das nicht ein bischen zu pauschal, was du da geschrieben hast?
Willst du jetzt etwa den größten Teil der Sozialhilfeempfänger (Alte, Kinder, Behinderte) zu Arbeit zwingen?

Was machen mit einem über 50-jährigen, den keiner mehr haben will, obwohl er sich ständig bewirbt?

Warum macht man überhaupt eine Ausbildung oder ein Studium, wenn man eh für jeden Job eingesetzt werden kann?

Ich finde es doch etwas zu platt, was du schreibst, auch wenn ich gar nicht leugnen will, daß es sich manche durchaus zu einfach machen, ihre 'Freiheit' genießen und durch z.B. Schwarzarbeit ihre finanzielle Lage aufbessern wollen. Aber das ist sicher nicht die große Mehrheit...

~decay~
GrauerWolf@decay
Dein Beitrag ist aber nicht minder pauschalisiert und mit etwas schlechtem Willen könnte fast Arroganz heraushören:

Erstens hat ja niemand von Kindern und Querschnittsgelähmten gesprochen.
Zweitens studiert jemand auf ein Ägyptologie oder vermehrt das Heer der Soziologen und weil er nun keinen Arbeitsplatz findet, ist die Gemeinschaft bis zum Jüngsten Gericht verpflichtet, die Leute ohne Gegenleistung durchzufüttern?
Da müßte sich ja jede Putzfrau verarscht fühlen, daß sie eine Tätigkeit ausübt, mit der sie nie arbeitslos wird.
decay73Richtig, GrauerWolf, herz23 hat nicht von Kindern oder Querschnittsgelähmten o.ä gesprochen, sondern ganz allgemein von Sozialhilfeempfängern.

Und das finde ich halt doch etwas zu platt.
Und ich glaube nicht, daß das etwas mit Arroganz zu tun hat.

~decay~
GrauerWolfdecay
Du bist doch sonst von schneller Auffassungsgabe, mach doch dem ollen Wolf das Leben nicht so schwer:
Du hattest geschrieben, wozu man studiert, wenn man für jeden x-beliebigen Job eingesetzt werden kann.
Das finde ich arrogant, genauso könnte ja die Putzfrau denken, wozu soll ich diesen Schnösel durchfüttern, der erst jahrelang auf Kosten der Allgemeinheit studiert und jetzt auch noch von mir Sozialhilfe haben möchte.
herz23@decay73
Damit du nun endlich zufrieden bist:
Kinder, Behinderte (wirklich behinderte) und Alte mit Bewegungsproblemen oder ernsthaften Krankheiten werden rausgenommen.
Zu den Behinderten:
ich habe auch eben erst etwas ganz vernünftiges im fernsehen gesehen, behinderte werden ab nächstes Jahr auch in normale Alltagsjobs aufgenommen solange dies ihrer Gesundheit nicht schlecht kommt.
Man kann sich doch schnell als Behinderter einstuffen lassen, nur weil man körperlich ein bisschen anders ist als andere.
Nur weil einem Beispielsweise ein finger fehlt und sich deshalb mit unseren Steuern das Leben zu finazieren ist unfair.
Überleg mal, wer alles schon zu behinderten zählt!
Ich habe einen Bekannten, dem fehlt an der rechten Hand der Zeigefinger und der Ringfinger, Jobmäßig wird er als Behinderter eingestuft, obwohl er mit seinen drei finger fast genauso viel tun kann wie ein Mensch mit fünf finger es kann.
Rücksitzpunk[QUOTE][i]Original geschrieben von GrauerWolf [/i]
[B]Das finde ich arrogant, genauso könnte ja die Putzfrau denken, wozu soll ich diesen Schnösel durchfüttern, der erst jahrelang auf Kosten der Allgemeinheit studiert und jetzt auch noch von mir Sozialhilfe haben möchte. [/B][/QUOTE]

gegenfrage:
wofür "verschwende" ich jahre meines lebens, um mich für eine anspruchsvolle tätigkeit zu qualifizieren, wenn ich doch dann nen "scheiss-job" machen muss. den hätte ich auch vier oder fünf jahre vorher haben können.

die forderung, das jede arbeit zumutbar sein muss, finde ich unverschämt. zumal studierte häufig selbst diese jobs nicht bekommen, weil sie überqualifiziert sind.


@herz23:
so ists recht. weg mit den sozialschmarotzern... ich glaub, mir wird schlecht. :mad:
herz23@Rücksitzpunk
Danke dass dir mmeine Meinung gefällt, obwohl ich mich ja eigentlich nicht so viel mit Politik am Hut hab mich denoch ein wenig schlau gemacht und habe mir eine eigene Meinung gebildet.:D
decay73Es fahren doch schon genug Physiker Taxi.

Und bevor jemand Sozialhilfe bekommt Jobt er in der Regel erst mal (anstatt den Eltern auf der Tasche zu liegen), um sich um einen wirklich guten Job zu kümmern, der dann auch das nötige Geld in die Sozialkassen bringt.

Aber weshalb ich eigentlich gepostet habe ist, daß wieder einmal generell auf Sozialhilfeempfäner rumgehackt wurde und sogar von "Arschlöchern" geredet wurde.
Eine sinnvolle Diskussion über die Thematik ist dann eigentlich gar nicht mehr möglich - oder auch gar nicht mehr gewollt.

Mag aber auch sein, daß ich aufgrund meiner persönlichen Zukunftperspektiven ein wenig empfindlich reagiere.
Es gibt genügend, die auf Unterstützung angewiesen sind, und die sollte man niemals vergessen, oder mit sochen platten Aussagen diskreditieren. Darum gehts mir; nicht darum, daß es tatsächlich (zu) viel Mißbrauch gibt.

~decay~
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von herz23 [/i]
[B]@decay73
Damit du nun endlich zufrieden bist:
Kinder, Behinderte (wirklich behinderte) und Alte mit Bewegungsproblemen oder ernsthaften Krankheiten werden rausgenommen.[/QUOTE]
Ach, Alte bekommen nur Hilfe, wenn sie wiklich krank sind, und nicht dadurch, daß sie 40 oder 45 Jahre den Buckel krumm gemacht haben, oder habe ich dich jetzt falsch verstanden?

[QUOTE]Zu den Behinderten:[/QUOTE]
Bedinderte werden nicht ohne weiteres in Jobs übernommen. Ich kenne sehr viele, die aufgund der Behinderung wegen einer chronischen Krankheit überhaupt keine Chance mehr bekommen, einen Job zu übernehmen um sich selbst zu finanzieren, obwohl sie alles andere als dumm sind.

[QUOTE]Überleg mal, wer alles schon zu behinderten zählt![/QUOTE]
Ja, und es ist gerechtfertigt. Aber es ist nicht gerechtfertigt, daß solche Menschen kaum noch einen Job bekommen, obwohl sie könnten. Da kenne ich leider zu viele, die wirklich, trotz ihrer Behinderung, in einem Job ihre Aufgabe suchen, sich einbringen wollen, und ihren Lebensunterhalt selbst finanzieren wollen.
Und zu oft höre ich von denen, die noch einen Job haben, von Mobbing und ähnlichen Dingen, hauptsache, die Firma bekommt sie irgendwie los.
Das kann es dann ja wohl auch nicht sein.

[QUOTE]Ich habe einen Bekannten, dem fehlt an der rechten Hand der Zeigefinger und der Ringfinger, Jobmäßig wird er als Behinderter eingestuft, obwohl er mit seinen drei finger fast genauso viel tun kann wie ein Mensch mit fünf finger es kann. [/QUOTE]
Anscheinend hat er doch einen Job, oder interpretiere ich das falsch? Wenn er einen hat, so ist das doch gut, denn eine Behinderung sollte nicht automatisch ein Hindernis für einen Job darstellen. Ich denke, da sind wir uns einig.
Und aus meinem weiteren Umfeld kann ich sagen, daß die meisten so lange arbeiten wollen, bis es nun wirklich nicht mehr geht...wenn sie die Chance dazu bekommen würden...

~decay~
ApexNun mal so als Anstoss...das Problem liegt in keinem Fall bei der Vermittlung es ist ganz einfach so das es so gut wie keine freien Stellen gibt. wenn man sich mal die Mühe macht sich ein paar Statistiken anzuschaun, gegebenenfalls auch mal ins örtliche Arbeitsamt zu gehn und mal dort einen Mitarbeiter zu fragen man wird überall die selbe Antwort finden: Es gibt zu wenige freien Stellen. Ich selbst war jetzt ein Jahr arbeitslos und es hat mir nicht an Vermittlungsangeboten gefehlt (auf die man sich natürlich bewerben muß denn sonst is erst nix mit Kohle vom Amt) auch wenn sie noch so komisch waren. Ich wurde vom Amt zu privaten Arbeitsvermittlern verwiesen aber auch da das Ergebniss: "zur Zeit leider nicht Vermittelbar". Auch Kleinjobs oder gesellschaftlich eher schlecht angesehene Tätigkeiten sind im Moment einfach nicht zu bekommen. Von daher finde ich lohnt sich die Diskussion nicht was jetzt zumutbar ist ob sich ein Soziologe jetzt in seinem üblichen Umfeld bewirbt oder als Putze er wird schlicht und einfach kaum ne Stelle finden. Das Problem ist nicht bei der vermittlung zu suchen sondern ganz einfach in der Stellensituation allgemein.

Apex
herz23@decay73
[QUOTE]Ach, Alte bekommen nur Hilfe, wenn sie wiklich krank sind, und nicht dadurch, daß sie 40 oder 45 Jahre den Buckel krumm gemacht haben, oder habe ich dich jetzt falsch verstanden?[/QUOTE]

Nein nicht so ganz, ich denke nur, dass es leider viele gibt, die mit 40/45 aus ihrem Job rausgeflogen sind und sich jetzt auf die Faule Haut legen, sie bekämmen angeblichen keinen Job mehr, dabei kenne ich locker zwanzig Leute die dass nur als Vorwant nehmen um Sozi zu kassieren und wenn dass nicht reicht, gibt´s immernoch die gute alte Schwarzarbeit.

[QUOTE]Bedinderte werden nicht ohne weiteres in Jobs übernommen. Ich kenne sehr viele, die aufgund der Behinderung wegen einer chronischen Krankheit überhaupt keine Chance mehr bekommen, einen Job zu übernehmen um sich selbst zu finanzieren, obwohl sie alles andere als dumm sind.[/QUOTE]

Stimmt schon, aber wie ich schon sagte, eine Organisation hat sich bereit erklärt, Arbeitsplätze speziell für Behinderte zu finden, in dennen sie nicht gemoppt oder ähnliches werden.
ist doch ganz in Ordnung, oder?

[QUOTE]Ja, und es ist gerechtfertigt. Aber es ist nicht gerechtfertigt, daß solche Menschen kaum noch einen Job bekommen, obwohl sie könnten. Da kenne ich leider zu viele, die wirklich, trotz ihrer Behinderung, in einem Job ihre Aufgabe suchen, sich einbringen wollen, und ihren Lebensunterhalt selbst finanzieren wollen. [/QUOTE]

Stimmt schon, aber wie ich schon auf deinehn Vorigen Beitrag geschrieben habe, gibt es eine Organisation, die sich für Arbeitswillige Behinderte einsetzt.

[QUOTE]Anscheinend hat er doch einen Job, oder interpretiere ich das falsch? Wenn er einen hat, so ist das doch gut, denn eine Behinderung sollte nicht automatisch ein Hindernis für einen Job darstellen. Ich denke, da sind wir uns einig. [/QUOTE]

Er hatte, nachdem er einmal rausgeflogen ist, wegen drogen am Arbeitsplatz, genießt er jetzt die Arbeitslosenhilfe und macht auf ach so sehr behindert und dass finde ich nicht in Ordnung, in dem Punkte kannst du mir nur recht geben.
Er würde wieder einen Job kriegen, er bekommt auch ständig angebote vom Arbeitsplatz, dann geht er ein bis zwei Tage arbeiten und gibt vor gemoppt zu werden, obwohl dass gar nicht der Fall ist.
Und selbst wenn es so wäre, ich kenne ihn, mit sowas hällt der sich gar nicht auf oder gibt dass passende zurück.

Ich hoffe ich habe nichts vergessen!!!!!!!!!!!
decay73Na dann bin ich ja mal gespannt, was die Organisation so hinbekommt.
Es gibt tatsächlich auch Firmen, die sowas hinbekommen. Aber es scheinen zu wenig zu sein, und lieber wäre es mir tatsächlich, wenn Behinderte in den üblichen Firmen integriert werden würden.

Was deinen Bekannten angeht: Ja so gehts natürlich nicht ;)


Nur Verallgemeinerungen kann ich eben nicht mehr ausstehen, weil ich mitbekomme, was sie bei Betroffenen auslösen...das macht mich dann doch wütend...ich hoffe, das kannst du verstehen.

~decay~
SelianEhrlich gesagt verstehe ich die Diskussion um Behinderte jetzt nicht so ganz. Behinderte bekommen auch ganz "normale" Arbeitsplätze. Entscheidend ist nur das die Behinderung die erforderliche Tätigkeit nicht einschränkt.
5% der Arbeitnehmer in einem Unternehmen müssen Behinderte sein. Das ist gesetzlich festgelegt.
herz23@decay73
Also nochmals entschuldigung, für die Verallgemeinerung am Anfang, aber es freut mich natürlich sehr dass wir mittlerweile auf einen Nenner gekommen sind und verstehe es natürlich.
decay73Ja, es sei denn, man kauft sich frei.
Und das ist vielen doch lieber, als einen chronisch Kranken einzustellen. Gerade chronisch Kranke haben erhebliche Schwierigkeiten (größere als z.B ein "normaler" Rollifahrer), obwohl sie duchaus noch in der Lage sind zu arbeiten und es auch wollen.

~decay~

edit: @herz23: o.k. :)
Rücksitzpunk[QUOTE][i]Original geschrieben von herz23 [/i]
[B]Nein nicht so ganz, ich denke nur, dass es leider viele gibt, die mit 40/45 aus ihrem Job rausgeflogen sind und sich jetzt auf die Faule Haut legen, sie bekämmen angeblichen keinen Job mehr, dabei kenne ich locker zwanzig Leute die dass nur als Vorwant nehmen um Sozi zu kassieren und wenn dass nicht reicht, gibt´s immernoch die gute alte Schwarzarbeit.
[...]
Er hatte, nachdem er einmal rausgeflogen ist, wegen drogen am Arbeitsplatz, genießt er jetzt die Arbeitslosenhilfe und macht auf ach so sehr behindert und dass finde ich nicht in Ordnung, in dem Punkte kannst du mir nur recht geben.
Er würde wieder einen Job kriegen, er bekommt auch ständig angebote vom Arbeitsplatz, dann geht er ein bis zwei Tage arbeiten und gibt vor gemoppt zu werden, obwohl dass gar nicht der Fall ist.
Und selbst wenn es so wäre, ich kenne ihn, mit sowas hällt der sich gar nicht auf oder gibt dass passende zurück.[/B][/QUOTE]
klasse, dass du aufgrund dieser einzelschicksale wieder verallgemeinerst.

du kennst welche, die das sozialsystem ausnutzen ---> alle sozialhilfe-empfänger und arbeitslose sind schmarotzer.

danke schön, das nehme ich als persönlichen angriff.
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Rücksitzpunk [/i]
[B]der kommunistische ansatz ist auch weltweit nicht durchführbar... weil du die menschheit nicht ändern kannst. wir sind immer noch mehr tier, als wir selbst glauben. und im tierreich gilt: "survival of the fittest."[/B][/QUOTE]"survival of the fittest" schließt in der Natur aber nicht aus, daß sich schwächere Lebewesen zusammenschließen, um gemeinsam "fitter" als stärkere Lebewesen zu sein. Das schließt also auch nicht prinzipiell aus, daß sich die Menschen zusammenschließen, um gemeinsam überleben zu können. Wir sind mehr Tier, als es Marx berücksichtigt hat, OK. Aber auch Tiere ändern ihr Verhalten, abhängig von den Umgebungsbedingungen. Warum sollten sich die Menschen also nicht ändern? Sie werden sich nicht auf Befehl ändern, aber sie können sich ändern, wenn sie selbst es wollen. [QUOTE][B]und das widerspricht dem gleichschaltungsgedanken, der dem kommunismus innewohnt. [/B][/QUOTE]Du solltest Marx noch mal genauer lesen. "Jeder nach seinen Fähigkeiten. Jedem nach seinen Bedürfnissen." heißt nicht, daß alle Menschen die gleichen Fähigkeiten haben müssen, oder daß alle Menschen die gleichen Bedürfnisse haben müssen. Wo ist da Gleichschaltung?
GrauerWolf@Turning Point
Diese Aussage von Marx (der beileibe kein Dummkopf war) ist aber eine Hohlformel.
Wie will man denn feststellen, ob man jemandes Fähigkeiten gerecht wird und ob einer berechtigte oder unberechtigte Bedürfnisse anmeldet?
Dann könnte man ebensogut mit Leibniz sagen, daß dies doch die beste aller Welten ist, weil der , welcher oben steht, eben die Fähigkeit und das Bedürfnis hatte, dort hinzukommen.

Vielleicht hat jemand wunderbare Fähigkeiten als Pianist, müßte dabei aber verhungern, weil er vier Kinder großziehen muß und bleibt deshalb in seinem ungeliebten Beruf als Handelsreisender für Baumarktmöbel...
TheTurningPoint@ LaChatte :
Ich find's irgendwie lustig, wir scheinen langsam die Rollen zu tauschen. Ich als "gebürtiger Kommunist" beginne an Gott zu glauben und du wirst wohl noch zum begeisterten Marxisten. :)

Im Prinzip ist deine "Grundversorgung" von 1700 Euro etwas ähnliches wie das "Bürgergeld" (monatliche Pro-Kopf-Auszahlung zur Grundversorgung), und die Idee, das über Kreditkarten zu organisieren, habe ich auch schon mal irgendwo geäußert. Ein kleines Problem sehe ich aber bei der ganzen Sache: [QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]ALLE Transaktionen sind öffentlich. Gläserner Bürger ja, aber gleichzeitig auch gläserne Konzerne, gläserne Regierung - da ist das Gleichgewicht wieder hergestellt. [/B][/QUOTE]Da vergißt du das gläsern sein der Menschen untereinander. Das halte ich für ziemlich gefährlich. Ich bin dafür, daß alle Organisationsformen durchsichtig sind, aber die einzelnen Menschen brauchen ihre Geheimnisse, ich denke, das gehört zu Individualität einfach dazu. Bei "gläsern" muß ich immer an das Buch [URL=http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3462016075]"Wir" von Jewgenij Samjatin[/URL] denken, das mir in dieser Hinsicht die Augen geöffnet hat. Schon allein aus dem Grund, zu sehen welche Fehler man beim "Planen und Leiten" einer Gesellschaft machen kann, lohnt es, sich genauer mit den Verhältnissen in den ehemaligen "sozialistischen Ländern" zu befassen. Anhand der gemachten Fehler erkannt man dann aber auch, welche Potentiale eine solche Gesellschaft bieten kann, wenn man weitsichtig genug plant.
TheTurningPoint@ GrauerWolf :
Wer ist [b]"man"[/b]?
Jeder muß und soll für sich selbst herausfinden, welche Fähigkeiten und Bedürfnisse er hat. Die Gesellschaft ist um so besser, je besser er seine Fähigkeiten ausschöpfen kann und je besser er seine Bedürfnisse befriedigen kann. Es soll also jeder vorwiegend die Tätigkeiten machen dürfen, die ihm Spaß machen. Und wenn wir nicht zu engstirnig an die Sache herangehen, können wir die meisten dieser Tätigkeiten als Arbeit ansehen. Auch heute schon bekommt ein Pianist für sein Spiel eine Entlohnung (oder sollte sie eigentlich bekommen), schließlich ist seine Tätigkeit gemeinnützig, weil sie den Menschen Freude bereitet. Und was nun, wenn alle Leute anfangen, Klavier zu spielen? Ich denke, das regelt sich von selbst. Wenn alle Klavier spielen, gibt es garantiert irgendwelche Leute, die etwas Besonderes sein wollen und [b]nicht[/b] Klavier spielen, sondern lieber etwas anderes tun. :rolleyes:
LaChatte@herz23

zur Sozialhilfe: als Mitarbeiterin einer privaten Stellenvermittlung kriege ich die Situation auf dem Arbeitsmarkt so ziemlich mit. Tatsache ist:
- es gibt je länger je weniger unqualifizierte Hilfsarbeiten - sogar für Leute, die sich ernsthaft darum bemühen
- gerade unqualifizierte Leute sind ab dem Alter von vierzig oder fünfzig in der Regel kaputt, körperlich, weil sie ein ganzes Leben lang schwere und ungesunde Arbeit leisteten. Und dann werden sie in die Invalidenversicherung abgeschoben (ich rede von der Schweiz), die ihnen sehr wenig bezahlt, zuviel zum Sterben, zuwenig zum Leben.
- Generell haben Leute über fünfzig, auch gut und sehr gut qualifizierte, enorme Schwierigkeiten, eine Stelle zu finden - trotz Bemühungen und tausenden von Bewerbungen, und ohne heikel zu sein.

Und diese Entwicklung wird sich mit zunehmender Rationalisierung und Automatisierung eher fortsetzen - wir brauchen neue Lösungen.

Schmarotzer gibts natürlich auch, aber das ist eine Minderheit, und nicht eine Mehrheit

@Turning Point

Wo soll die Gefahr sein beim Gläsernen Menschen? Solange es auf Gegenseitigkeit beruht, sehe ich keine - und in allen bisherigen Systemen war es ja so, dass die Menschen "gläsern" waren, der Staatshaushalt und die grossen Firmen aber nicht - und ich kann auch andere "Geheimnisse" haben als finanzielle - und übrigens denke ich auch, dass der Mensch keine Geheimnisse braucht, wofür denn? Um besser oder klüger zu sein als die andern? Weil Wissen Macht ist?

@all

es gäb ja Massnahmen, die man heute ohne weiteres verwirklichen könnte, denn im Pflege- und Erziehungsbereich fehlen tonnenweise Leute.

zum Beispiel: Rentner und Sozialhilfeempfänger anfragen, ob sie freiwillig eine gemeinnützige Arbeit leisten wollen - so für einen Tag Grossmutter sein für ein Kind, dessen Eltern beide arbeiten müssen, oder in Spitälern Leute besuchen, sich mit ihnen unterhalten, und Dinge anbieten wie Schachspielen, Diskussionen, Musikunterricht - halt jeder, wie ers gerade kann.

Wichtig finde ich, dass diese Arbeiten erstens absolut freiwillig sein sollten, und zweitens auch keine finanziellen Vorteile bringen sollten, und drittens, dass die Arbeit Spass machen soll.
Wardog20kIch denke auch das ein Großteil der sogennannten "Schmarotzer" die sagen "Warum soll ich denn arbeiten?", einfach nur frustriert sind. Aufgrund jahrelanger vergeblicher Suche. Und irgendwann gewöhnt man sich nunmal auch diesen Lebensstil an, und da fällt arbeiten gehen in der ersten Zeit unheimlich schwer. Womit man teilweise die Leute erklären kann die nur 2 - 3 Tage arbeiten kommen und dann nicht mehr, scheinbar keine Lust haben usw.
LaChatteIn der Schweiz ist es auch so (leider, ist wirklich mehr als dumm) dass es für viele Leute finanziell vorteilhafter ist, weiter bei der Fürsorge zu bleiben und nicht arbeiten zu gehen... Und das versteh ich sogar. Warum soll ich mich in einem Job abplagen, wenn ich dann WENIGER verdiene, als wenn ich einfach bei der Fürsorge bleibe?

Da kann ich nur entgeistert den Kopf schütteln bei einem solchen System...
herz23@Rücksitzpunk
[QUOTE]klasse, dass du aufgrund dieser einzelschicksale wieder verallgemeinerst.

du kennst welche, die das sozialsystem ausnutzen ---> alle sozialhilfe-empfänger und arbeitslose sind schmarotzer.

danke schön, das nehme ich als persönlichen angriff..[/QUOTE]

Ich will nicht unbedingt verallgemeinern, ich finde es nur ungerecht, dass der Staat sich für solche Leute nichts einfallen lässt. Wir müssen für solche dann zahlen.
Gegen die Leute bei denen dass nicht so ist sage ich ja auch nichts, ich wollte nicht verallgemeinern und es sollte auch kein persönnlicher Angriff sein.

@LaChatte
[QUOTE]Und diese Entwicklung wird sich mit zunehmender Rationalisierung und Automatisierung eher fortsetzen - wir brauchen neue Lösungen.[/QUOTE]

Sag ich doch!!!!
herz23@xxxzinixxx
Es scheint unlogisch was du schreibst,
denoch versteh ich die Logik deiner Worte, ...
... du hast ja recht!!!;)
herz23Da war die Diskussion gerade in vollem Gange und jetzt schreibt keiner mehr! Is ja doof.:confused:
herz23@All
Auch wenn wir manchmal vom Thema etwas abweichen, möchte ich denoch gerne wissen, welche eurer Meinung nach die beste Regierungsform ist.
Ich bleibe immernopch bei dem Punkt, dass wir es mal mit Anarchie oder einer ganz neuen Regierungsform versuchen sollt.
Denn wie ich finde ist die heute Demokratie nutzlos.
Denn wir sitzten auf einem Berg voller Schulden und zahlen Steuern in der Hoffnung das es Bald weniger Schulden sind, aber was pasiert?
Die scheiß (entschuldigung) Demokraten geben es fröhlich aus und wofür?

Naja, wie ist eure Meinung?
Los posten!!!!!!!!!:p
Wardog20kDemokratie ist derzeit immer noch die beste Staatsform die wir kennen. (nur die Umsetzung ist z.Zt. halt nicht die Beste) das Hauptproblem das ich sehe ist der Kapitalismus aber dazu wurde, denke ich, mehr als genug gesagt.
LaChatteFür noch mehr Demokratie - denn überall, wo eine kleine Elite das Wohl des Volkes zu vertreten versucht, geht über kurz oder lang die Bodenhaftung etwas verloren..

Wie sagte schon Marie Antoinette "Sollen sie doch Kuchen essen!" - und wahrscheinlich war es noch nicht mal böse gemeint...
Selian[QUOTE][i]Original geschrieben von herz23 [/i]
[B]
Ich bleibe immernopch bei dem Punkt, dass wir es mal mit Anarchie oder einer ganz neuen Regierungsform versuchen sollt.
[/B][/QUOTE]

Gute Idee, wir führen Anarchie ein, nach 1-5 Jahren versuchen wir dann wieder auf Demokratie umzusteigen, sind die Arbeitslosigkeit los und erleben das was man einen Wirtschaftsaufschwung nennt. Hoffentlich klappt der Rückumstieg... ;)

edit: Achja, eins versteht sich von selbst, sagt mir Bescheid wenn's losgeht, dann verlaß ich das Land und komme zum Wiederaufbau zurück.
Rücksitzpunk[QUOTE][i]Original geschrieben von herz23 [/i]
[B]Ich bleibe immernopch bei dem Punkt, dass wir es mal mit Anarchie oder einer ganz neuen Regierungsform versuchen sollt.
Denn wie ich finde ist die heute Demokratie nutzlos.
Denn wir sitzten auf einem Berg voller Schulden und zahlen Steuern in der Hoffnung das es Bald weniger Schulden sind, aber was pasiert?
Die scheiß (entschuldigung) Demokraten geben es fröhlich aus und wofür? [/B][/QUOTE]

anarchie führt zum recht des stärkeren... los führen sozialdarwinismus ein, dann ändert sich vielleicht endlich mal was... oder wie wärs mit ner diktatur, dann herrscht wieder zucht und ordnung... *achtung, ironie*

die scheiss demokraten sorgen zum beispiel für eine kostenlose schulbildung... und verhindern, das du als kleinkind als billige arbeitskraft ausgenutzt wird.... nur ein beispiel.

freilich liegt vieles im argen, aber deswegen gleich die ganze demokratie zu verdammen...

bring doch mal konkrete lösungsvorschläge, anstelle hier die ganze zeit so stammtisch-parolen loszulassen...
herz23Ich hätte da einen Vorschlag, weiß nur noch nicht, wie es nenne soll.
Und zwar:
Wir haben hier in Deutschland und weltweit sämtliche Castingshow, wo zuerst der beste ausgewählt wird und dann wird er zur Probe auf die Menschen losgelassen.
Wie wäre es, wenn man Politiker castet und sie dann auf Probe Deutschland mal regieren lassen, sprich so eine Art Casting-Monarchie für Deutschland.
Einer der wirklich weiß wie man ein Volk richtig regiert.
Aber sich selbst auch an die Gestzte halten muß, die für uns alle gelten.
Weil wie oft kommt es gerade in der Demokratie vor, dass die Politiker die Gesetzte verstoßen, weil swie eine gewisse Gewalt darüber besitzen diese Gesetztesverstoße zu verstoßen, da frage ich mich nur noch, ob dies dem Volk gegenüber gerecht ist!
Selian[QUOTE][i]Original geschrieben von herz23 [/i]
[B]Ich hätte da einen Vorschlag, weiß nur noch nicht, wie es nenne soll.
Und zwar:
Wir haben hier in Deutschland und weltweit sämtliche Castingshow, wo zuerst der beste ausgewählt wird und dann wird er zur Probe auf die Menschen losgelassen.
Wie wäre es, wenn man Politiker castet und sie dann auf Probe Deutschland mal regieren lassen, sprich so eine Art Casting-Monarchie für Deutschland.[/b][/quote]
Genial, wieso ist da noch niemand drauf gekommen? Wenn dann noch Dieter Bohlen und DJ Bobo beim Casting mitmachen kann nix mehr schief gehen.

[QUOTE][b]Einer der wirklich weiß wie man ein Volk richtig regiert.
Aber sich selbst auch an die Gestzte halten muß, die für uns alle gelten.
Weil wie oft kommt es gerade in der Demokratie vor, dass die Politiker die Gesetzte verstoßen, weil swie eine gewisse Gewalt darüber besitzen diese Gesetztesverstoße zu verstoßen, da frage ich mich nur noch, ob dies dem Volk gegenüber gerecht ist! [/B][/QUOTE]

Politiker müssen sich genauso an Gesetze halten wie jeder andere auch. Das sie das nicht tun ist eine andere Sache die sich auch mit deiner Castingshow nicht auflösen läßt.
LaChatteBei den Wahlen gibts ja wirklich mehr als genug Shows für jeden interessierten - und ich bin doch noch glücklich drüber, dass am Schluss die Bevölkerung castet, und nicht eine fünfköpfige Jury....

@Selian
He, sag mir nichts gegen den DJ Bobo! Der wär wohl ein besserer Politiker als viele andere...
Selian[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]@Selian
He, sag mir nichts gegen den DJ Bobo! Der wär wohl ein besserer Politiker als viele andere... [/B][/QUOTE]

Naja schlechter geht ja auch nicht... [img]http://www.handykult.de/plaudersmilies.de/yellows/laughing.gif[/img]
Immerhin wäre er für manche Unterhaltsamer...
herz23@Selian
Man sollte die Politiker einfach besser beobachten, unter ständiger Kontrolle, dann würden selbst diese sich an die Gesetzte halten.
Es sollten auch härtere Strafen eingeführt werden.


@LaChatte
Finde ich ja auch schon mal vernünftig, damit würde denoch etwas Vorteilhaftes bleiben, die Bevölkerung hat somit immernoch eine Gewaltmacht daran, wer denn Deutschland regiren soll.
Denn bei unseren demokratischen Wahlen, stellt sich jemand vor, der sowieso nur lügt und man kann ihm nur vertrauen, wo ist das denn bitte gerecht.

Wie ich schon oft sagte, die dümmsten Schweine wählen ihre Metzger selber.
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von herz23 [/i]
[B
Wie ich schon oft sagte, die dümmsten Schweine wählen ihre Metzger selber. [/B][/QUOTE]

Das hat etwas - aber ernsthaft: jeder Mensch hat vor den Wahlen genug Zeit, die in Frage kommenden Politiker gründlich unter die Lupe zu nehmen und anzuschauen, wen man da eigentlich wählt - die meisten sind ja keine unbeschriebenen Blätter.

Und wenn die Leute das nicht tun, dann sind sie wohl selber schuld.

Und ausserdem bin ich sehr für Sachabstimmungen, und nicht nur für Wahlen, auch da kann das Volk durchaus ein Wörtchen mitreden.. und meist gar nicht so schlecht, eben. In der Demokratie kriegt auf jeden Fall das Volk genau die Politik, die es verdient.
Selian[QUOTE][i]Original geschrieben von herz23 [/i]
[B]@Selian
Man sollte die Politiker einfach besser beobachten, unter ständiger Kontrolle, dann würden selbst diese sich an die Gesetzte halten.
Es sollten auch härtere Strafen eingeführt werden.[/b][/quote]
Dabei solltest du aber auch bedenken das Politiker die gleichen Menschenrechte haben wie du und ich. Ständige Kontrolle ist da nicht. Sicherlich gäbe es trotzdem einiges zu verbessern. Ich würde mir wünschen das Politiker genauso konsequent angeklagt und bestraft werden wie jeder andere auch. Das bleibt wohl ein frommer Wunsch.




[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]Das hat etwas - aber ernsthaft: jeder Mensch hat vor den Wahlen genug Zeit, die in Frage kommenden Politiker gründlich unter die Lupe zu nehmen und anzuschauen, wen man da eigentlich wählt - die meisten sind ja keine unbeschriebenen Blätter.

Und wenn die Leute das nicht tun, dann sind sie wohl selber schuld.
[/B][/QUOTE]
Aber was nützt eine Wahl ohne Auswahl?
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von Selian [/i]
[B]
Aber was nützt eine Wahl ohne Auswahl? [/B][/QUOTE]

Da hilft nur eins: selber aktiv werden, und es selber besser machen... "Volksregierung" heisst eben auch, dass das Volk aktiv wird, dass jeder etwas Zeit und Energie investiert...
Selian[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]Da hilft nur eins: selber aktiv werden, und es selber besser machen... "Volksregierung" heisst eben auch, dass das Volk aktiv wird, dass jeder etwas Zeit und Energie investiert... [/B][/QUOTE]

Ja, das wird oft und gerne angeführt. Ist ja auch erstmal nicht falsch. Aber wie sieht die Realität aus? Würde ich nun in die Politik gehen, schätzungsweise wann und vor allem auf welchem Wege wäre ich in der Position sinnvoll etwas zu ändern?

Nehmen wir mal den einfachsten Weg, ich würde in eine bestehende Partei gehen. Würde ich in der Partei ernsthaft weiterkommen wollen, müßte ich so manchen Deal eingehen, der meiner Überzeugung zuwider läuft. Mit viel Glück und jahrelangem Arschkriechen könnte ich so immer weiter nach oben steigen. Die Verstrickungen die ich im Laufe der Jahre eingegangen bin, ziehen sich immer fester um meinen Hals. Ich fürchte je länger ich das mitmachen würde, desto wengier wüßte ich was damals (also heute) noch meiner Überzeugung entsprach.

Ich habe vor einiger Zeit mit einem Bekannten eine Diskussion geführt da ging es um ein ähnliches Thema. Er meinte, laß uns doch eine Partei gründen um selber etwas zu ändern. Ich habe versucht ihm klar zu machen das man sich diesen zwangsläufigen Strukturen in einer Partei nichtmal dann entziehen könnte, wenn man die Partei selber gegründet hat. Spätestens wenn sie größer würde, gäbe es die gleichen Probleme wie überall. Mal ganz abgesehen vom finanziellen Aufwand einer Partei.

Ne, der Fehler liegt für mich eindeutig im System, wie sich ein System aber selber ändern soll ist mir nicht klar. Für gewöhnlich ändern sich Systeme nur durch Chaos, was wohl auch nicht wünschenswert ist. Zumindest zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht.

Glaubt eigentlich irgendwer, die Politiker die heute nur noch leer rumfasseln, sich im Kreis drehen und den Lobbyisten in den Allerwertesten kriechen, hätten bei ihrem Einstieg in die Politik keine Ideale und guten Vorsätze gehabt?

Joschka Fischer hätte sich vor 20 Jahren selber gehaßt, wenn er 20 Jahre in die Zukunft hätte gucken können, glaubts mir. Auch wenn Joschka sicher noch einer von den angenehmeren Zeitgenossen ist.
LaChatteParteiarbeit ist bestimmt nicht jedermanns Sache - aber es gibt doch auch immer Beispiele von Menschen, die ihren eigenen, persönlichen Weg gingen, keine Kompromisse machten und heute als grosse Staatsmänner gefeiert werden? Ghandi, Martin Luther King und Nelson Mandela als Beispiele zu nennen... Doch das Problem, dass dich die Struktur der Partei mit der Zeit auffrisst, besteht ganz bestimmt.

Aber es gibt ja noch die Möglichkeit, einfach dem Herrn Schröder einen Brief mit Verbesserungsvorschlägen zu schreiben, Leserbriefe an Zeitungen zu schreiben, deine Kommentare auf den Homepages von politischen Organisationen zu hinterlassen.... Grundsätzlich: das Recht zu jammern sollten nur diese haben, die tatsächlich auch etwas tun, um einen Missstand zu verbessern.
herz23Hab mich vertan, tschuldigung, überseht diesen Post einfach, danke!!!!!!:D
Selian[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]Parteiarbeit ist bestimmt nicht jedermanns Sache - aber es gibt doch auch immer Beispiele von Menschen, die ihren eigenen, persönlichen Weg gingen, keine Kompromisse machten und heute als grosse Staatsmänner gefeiert werden? Ghandi, Martin Luther King und Nelson Mandela als Beispiele zu nennen... Doch das Problem, dass dich die Struktur der Partei mit der Zeit auffrisst, besteht ganz bestimmt. [/b][/quote]

King und Ghandi waren ja genaugenommen keine Staatsmänner, eher Widerstandskämpfer aber egal.
Allen 3 gemeinsam ist das sie für Freiheit gekämpft haben. Eins der höchsten Güter für das man kämpfen kann. Die Quittung war das Mandela und Ghandi nicht wenig Zeit im Gefängnis verbracht haben und King und Ghandi ermordet wurden. Kennst du jemanden der so etwas auf sich genommen hat um Arbeitslosigkeit zu bekämpfen? Ich mein, versteh mich nicht falsch, die 3 haben sicherlich großes geleistet, aber das ist kaum vergleichbar in der Frage nach einem neuen oder anderen Regierungssystem.

Du mußt auch bedenken das die Leute nur deswegen soviel erreicht haben, weil sie wenig bis nichts zu verlieren hatten. Ghandi z.b. hat sehr viel damit bewegt, das er die Leute einfach dazugebracht hat den britischen Apparat zu boykottieren. Die Leute hatten nichts zu verlieren, also haben alle mitgemacht.
Wenn ich morgen meine Arbeit boykottiere und rausfliege, habe ich ein ernstes Problem.

[Quote][b]Aber es gibt ja noch die Möglichkeit, einfach dem Herrn Schröder einen Brief mit Verbesserungsvorschlägen zu schreiben, Leserbriefe an Zeitungen zu schreiben, deine Kommentare auf den Homepages von politischen Organisationen zu hinterlassen.... [/b][/quote]
Das kann man machen, auch wenn ich von der Effektivität alles andere als Überzeugt bin.

[QUOTE][B]Grundsätzlich: das Recht zu jammern sollten nur diese haben, die tatsächlich auch etwas tun, um einen Missstand zu verbessern. [/B][/QUOTE]
Nein, das ist ein Irrtum, Grundsätzlich hat jeder das Recht seine Meinung zu äußern, ob er in der Angelegenheit aktiv wird oder nicht spielt dabei keine Rolle. Abgesehen davon würde ich auch nicht jede Kritik als Jammern abtun, denn manches ist einfach berechtigt, auch wenn man es selbst nicht ändert.

Außerdem verlangt es hier nach unterschiedlichen Fähigkeiten. Es ist eine Sache Dinge zu erkennen und eine andere sie zu verändern. Somit kann man dies niemandem zum Vorwurf machen.
LaChatte[QUOTE]Du mußt auch bedenken das die Leute nur deswegen soviel erreicht haben, weil sie wenig bis nichts zu verlieren hatten. [/QUOTE]

Richtig. So gesehen, gehts uns ja auch noch ziemlich gut - trotz allen Ärgernissen. Und so schlecht kann unsere Staatsform ja auch nicht sein... Offenbar ist sie ziemlich resistent gegen Unfähigkeit Einzelner, und das ist gut so.

Was ich damit eigentlich sagen wollte: Es gibt immer Leute, die es schaffen, auch in der Mühle einer Organisation ihre Ideale zu verwirklichen und zu leben - und nein, ich wünsche mir nicht, dass irgend jemand dafür ins Gefängnis muss...

[QUOTE]Abgesehen davon würde ich auch nicht jede Kritik als Jammern abtun, [/QUOTE]

Zustimmung...
herz23Ich für meinen Teil finde, dass unsere Demokratie von Jahr zu Jahr immer schlechter wird.
Sie ist wie ein Buch, aus dem immer mehr Seite rausgerissen werden.
Es könnte meiner Meinung nach etwas frischeres her, aber Demokratie bitte nicht mehr!!!!!!!!
Selian[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]Richtig. So gesehen, gehts uns ja auch noch ziemlich gut - trotz allen Ärgernissen.[/b][/quote]
Genau das ist es, den meisten Leuten geht es einfach immernoch gut genug, einschließlich mir selber. Worum es eigentlich zur Zeit geht ist Besitzstandswahrung. So richtig übel wird es wohl erst in einigen Generationen.

[QUOTE][B]Und so schlecht kann unsere Staatsform ja auch nicht sein... Offenbar ist sie ziemlich resistent gegen Unfähigkeit Einzelner, und das ist gut so.[/b][/quote]
Naja, wie man's nimmt. Sie ist anscheinend ziemich resistent gegen jede Art von Veränderung, das ist manchmal gut aber im Moment eher schlecht.

[quote][b]Was ich damit eigentlich sagen wollte: Es gibt immer Leute, die es schaffen, auch in der Mühle einer Organisation ihre Ideale zu verwirklichen und zu leben - und nein, ich wünsche mir nicht, dass irgend jemand dafür ins Gefängnis muss...
[/B][/QUOTE]

Ja, wo sind sie hin, die Idealisten...?
LaChatte[QUOTE]Naja, wie man's nimmt. Sie ist anscheinend ziemich resistent gegen jede Art von Veränderung, das ist manchmal gut aber im Moment eher schlecht.[/QUOTE]

Dafür gibts aber eine gewisse Garantie, dass einmal Erreichtes auch nicht so schnell wieder aufgegeben wird, auf Launen reagiert sie nicht so schnell... Ich finde das langsame Tempo gar nicht so schlecht - wenns denn eine gravierende Veränderung wirklich schafft, ist sie dann auch in den Köpfen und Herzen verankert, und nicht nur auf dem Papier.

Das Frauenstimmrecht wurde in der Schweiz erst 1971 angenommen *schäm*, aber heute hat es doch so viele Politikerinnen, dass man den Vergleich mit keinem Land mehr zu scheuen braucht...

[QUOTE]. So richtig übel wird es wohl erst in einigen Generationen.[/QUOTE]

So lange wirds wohl nicht mehr dauern - wenn du die ganze Immigration aus dem Süden und Osten anschaust, dann werden wir das Problem der Regierungsform so oder so für die ganze Welt lösen müssen, sonst gibts ein Riesenchaos.
Rücksitzpunk[QUOTE][i]Original geschrieben von herz23 [/i]
[B]Es könnte meiner Meinung nach etwas frischeres her, aber Demokratie bitte nicht mehr!!!!!!!! [/B][/QUOTE]

und was?

diktatur? nö, hatten wir schon, hat nicht geklappt. egal obs jetzt eine rechte oder ne linke diktatur war.

monarchie? nö, hatten wir schon, hat nicht geklappt.

bleibt die anarchie... hmm, wenn du dann einfach mal so verdroschen und beraubt wirst, und die täter nicht bestraft werden, wirst du dir sicher sagen: nö, das will ich nicht.

oder habe ich was vergessen?
Selian[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]Dafür gibts aber eine gewisse Garantie, dass einmal Erreichtes auch nicht so schnell wieder aufgegeben wird, auf Launen reagiert sie nicht so schnell... Ich finde das langsame Tempo gar nicht so schlecht - wenns denn eine gravierende Veränderung wirklich schafft, ist sie dann auch in den Köpfen und Herzen verankert, und nicht nur auf dem Papier. [/b][/quote]
Mir kommts manchmal vor wie ein Flugzeug, das zu Boden stürzt und die Piloten schlagen vergeblich mit den Armen...


[quote][b]So lange wirds wohl nicht mehr dauern - wenn du die ganze Immigration aus dem Süden und Osten anschaust, dann werden wir das Problem der Regierungsform so oder so für die ganze Welt lösen müssen, sonst gibts ein Riesenchaos. [/B][/QUOTE]

Ich vermute die Reihenfolge wird eine andere sein, nämlich erst gibts Chaos und dann eine neue Regierung, global gesehen.

Wieso schaffen es eigentlich nicht einmal die Länder sich zusammenzuschließen, denen es so richtig Dreckig geht? Das muß einem doch ernsthaft zu Denken geben, oder?
LaChatte[QUOTE]Ich vermute die Reihenfolge wird eine andere sein, nämlich erst gibts Chaos und dann eine neue Regierung, global gesehen.[/QUOTE]

Da wirst du wohl leider recht haben... aber man kann ja immer noch hoffen...

[QUOTE]Wieso schaffen es eigentlich nicht einmal die Länder sich zusammenzuschließen, denen es so richtig Dreckig geht? Das muß einem doch ernsthaft zu Denken geben, oder?[/QUOTE]

Nein, das finde ich eher normal - da sind zu viele Leute nur mal damit beschäftigt, sich das Notwendigste zum Leben zusammenzukratzen, die haben keine Energie, um noch für das Ganze zu schauen... schlimm finde ich eher, dass wir, die Erste Welt, das nicht auf die Reihe kriegen...

In der Weltwoche war ein Artikel drin über die grossen Slums, und es wurde postuliert, dass die neue Organisation der Welt von diesen Slums kommen könnte - und diese Leute wollen nicht weniger, sondern mehr Kapitalismus, sie wollen die Chance, ein eigenes kleines Geschäft aufmachen zu können, und von den Banken auch einen kleinen Kredit dafür zu bekommen... (der Artikel ist online leider nur Abonnenten zugänglich) - wir müssen wohl oder übel unsere Vorstellung, was die Welt ist, mal was auf den Kopf stellen...
herz23@Rücksitzpunk
Ich sag ja, wir könnten es ja mal mit meiner Casting-monarchie versuchen, würde mich persönlich sehr ansprechen, dann würde ich auch wählen gehn!!!;)
Selian[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]Nein, das finde ich eher normal - da sind zu viele Leute nur mal damit beschäftigt, sich das Notwendigste zum Leben zusammenzukratzen, die haben keine Energie, um noch für das Ganze zu schauen... schlimm finde ich eher, dass wir, die Erste Welt, das nicht auf die Reihe kriegen...[/b][/quote]

Na ich mein ja weniger den kleinen Mann im Slum, aber jedes Land auch wenn es noch so arm ist hat eine Regierung (was man manchmal so Regierung nennt). An denen liegt es sich mit anderen ärmlichen Ländern zu verbünden. Zeit und Energie hätten die dafür genug. Das sie es nicht tun spiegelt für mich ihre Unfähigkeit wieder. Daraus würde jedes der Länder seinen Nutzen ziehen, das sollte denen mal einer sagen.

Der ersten Welt geht es gut, da besteht keine Notwendigkeit und Bündnisse gibt es da ja genug.

[quote][b]In der Weltwoche war ein Artikel drin über die grossen Slums, und es wurde postuliert, dass die neue Organisation der Welt von diesen Slums kommen könnte - und diese Leute wollen nicht weniger, sondern mehr Kapitalismus, sie wollen die Chance, ein eigenes kleines Geschäft aufmachen zu können, und von den Banken auch einen kleinen Kredit dafür zu bekommen... (der Artikel ist online leider nur Abonnenten zugänglich) - wir müssen wohl oder übel unsere Vorstellung, was die Welt ist, mal was auf den Kopf stellen... [/B][/QUOTE]

Die neue Organisation der Welt von den Slums? Darunter kann ich mir nicht viel Vorstellen. Wenn die sich einmal aufraffen und über Kredite etwas schaffen (ohne geht's nicht), hängen sie von Anfang an in der Zinsschraube, die heute sogar den meisten westlichen Ländern Probleme bereitet. Das sind keine guten Vorraussetzungen...
Kommst du an den Artikel ran? Würde mich schon interessieren, vielleicht kannst du ihn mir ja per pn oder mail schicken, wenn das geht...
LaChatte@Selian

ich bin zwar Abonnentin der Weltwoche, aber die Online-Registrierung bockt wie wahnsinnig - sonst würde ich dir den Weg zum nächsten Bahnhofskiosk empfehlen, die dieswöchige Ausgabe lohnt sich... Es hat sogar eine dreiäugige Katze drin, und der Grund, warum Frau Abdel Farrag unter dem Logo "naddel" zwar Brathähnchen, aber keinen Schmuck verkaufen darf... und noch einiges Tiefgründigeres...

@all

Offenbar gehts den Regierungen der armen Länder einfach zu gut, sodass sie nur gerade ihre Villa behalten wollen und an Kooperation nicht wirklich interessiert sind - und an der Lage der Bevölkerung auch nicht.
Selian[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]@Selian

ich bin zwar Abonnentin der Weltwoche, aber die Online-Registrierung bockt wie wahnsinnig - sonst würde ich dir den Weg zum nächsten Bahnhofskiosk empfehlen, die dieswöchige Ausgabe lohnt sich... Es hat sogar eine dreiäugige Katze drin, und der Grund, warum Frau Abdel Farrag unter dem Logo "naddel" zwar Brathähnchen, aber keinen Schmuck verkaufen darf... und noch einiges Tiefgründigeres...[/b][/quote]

Okay, werd da mal einen Blick rein werfen und hoffe das Naddel mich nicht zu sehr ablenkt ;)

[quote][b]@all

Offenbar gehts den Regierungen der armen Länder einfach zu gut, sodass sie nur gerade ihre Villa behalten wollen und an Kooperation nicht wirklich interessiert sind - und an der Lage der Bevölkerung auch nicht. [/B][/QUOTE]

Das gab's in Europa früher auch, dagegen muß sich das Volk schon wehren, anders geht es nicht.
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von Selian [/i]
[B]

Das gab's in Europa früher auch, dagegen muß sich das Volk schon wehren, anders geht es nicht. [/B][/QUOTE]

Offenbar findets das Volk einfacher, in das gelobte Land Europa oder USA auszuwandern, als zu rebellieren... was ich sogar noch verstehen kann, irgendwie - nach fünfhundert Jahren Kolonisation müssen die doch endlich davon überzeugt sein, dass sie lauter wilde primitive sind und wir hier einfach super...

irgendwie läufts, egal wie man es dreht, darauf heraus, dass Europa und seine kulturellen Anhängsel von der anderen Seite des Atlantik hier wohl die Führung übernehmen müssen...
herz23Echt interessant, was hier alles zusammen kommt, aber was sagt ihr denn nun zu meiner neuen Regierungsform?
Eine Casting-Monarchie . . .
Selian[QUOTE][i]Original geschrieben von herz23 [/i]
[B]Echt interessant, was hier alles zusammen kommt, aber was sagt ihr denn nun zu meiner neuen Regierungsform?
Eine Casting-Monarchie . . . [/B][/QUOTE]

Wo ist denn da der gravierende Unterschied zu anderen Monarchien? Außer das die potenziellen Monarchen vorher im TV auftreten?
herz23Der Unterschied besteht darin,
dass damals die monarchen alle immer aus einer Familie kamen, ob sie ein Land nun gut oder schlecht regieren konnten.
Mit einer casting-Monarchie will ich die besten für diesen Job suchen.
Vor allem, da ja jeder dieses Castingprinzip kennt, kommt man auch nicht mehr damit durcheinander, wenn es darum geht:
Wen wähle ich den jetzt blos????
herz23[COLOR=deeppink]Lebt ihr noch?
Oder wählt ihr schon?[/COLOR] :D
Selian@herz

Dann wäre Gerhard Schröder nun König statt Bundeskanzler, würde das irgendwas ändern? Und wenn ich an das "TV Castingduell" zwischen Gerhard und Edmund denke wird mir heute noch schlecht.
herz23Wer sagt, dass Gerhard Schröder, wirklich durchkommt, er muß ja nicht der beste sein, denn auch er erzählt ziemlich viel Scheiße, ich glaube, wenn er Deutschland auf Probe regieren würde, würde er ganz schön ablosen!!!
Selian[QUOTE][i]Original geschrieben von herz23 [/i]
[B]Wer sagt, dass Gerhard Schröder, wirklich durchkommt, er muß ja nicht der beste sein, denn auch er erzählt ziemlich viel Scheiße, ich glaube, wenn er Deutschland auf Probe regieren würde, würde er ganz schön ablosen!!! [/B][/QUOTE]

Die letzten 2x ist er durchgekommen. Und ja er regiert Deutschland auf Probe und das er abloost ist auch nicht ganz abwegig ;)
herz23Siehste!!!:q
herz23Das Besitzen zweier Kühe in verschiedenen Regierungsformen





Kommunismus: Du besitzt zwei Kühe. Die Regierung nimmt dir beide weg und schenkt dir die Milch.

Sozialismus: Du besitzt zwei Kühe. Die eine Kuh musst du deinem Nachbarn abgeben.
Kapitalismus: Du besitzt zwei Kühe. Du verkaufst eine und kaufst dir dafür einen Bullen.
Anarchie: Du besitzt zwei Kühe. Entweder du verkaufst die Milch zu einem fairen Preis, oder deine Nachbarn versuchen dich zu töten und dir die Kühe wegzunehmen.

Revolution: Deine Kühe brennen dein Haus und deinen Stall nieder. Richten dich hin und muhen eine neue Zeit ein.
Militarismus: Du besitzt zwei Kühe. Die Regierung nimmt dir beide weg und zieht dich ein.
Purer Sozialismus: Du besitzt zwei Kühe. Die Regierung nimmt sie dir weg und steckt sie mit allen anderen Kühen zusammen in eine Scheune. Du musst für alle Kühe sorgen. Die Regierung gibt dir soviel Milch wie du brauchst.


Bürokratischer Sozialismus: Du besitzt zwei Kühe. Die Regierung nimmt sie dir weg und steckt sie mit allen anderen Kühen zusammen in eine Scheune. Sie werden von Ex-Hühnerzüchtern gepflegt. Du musst die Hühner pflegen, die die Regierung von den Hühnerzüchtern genommen hat. Die Regierung gibt dir soviel Milch und Eier, wie es durch die Vorschrift geregelt ist.



Faschismus: Du besitzt zwei Kühe. Die Regierung nimmt dir beide weg, heuert dich an sie zu pflegen und verkauft dir die Milch.

Purer Kommunismus: Du besitzt zwei Kühe. Dein Nachbar hilft dir sie zu pflegen und alle teilen sich die Milch.

Russischer Kommunismus: Du besitzt zwei Kühe. Du hast für sie zu sorgen, aber die Regierung zieht die ganze Milch ein.

Diktatur: Du besaßt zwei Kühe.
Feudalismus: Du besitzt zwei Kühe. Dein Lehnsherr nimmt sich von der Milch.
Singapurische Demokratie: Du besitzt zwei Kühe. Du musst an die Regierung ein Bußgeld zahlen, weil du zwei unlizenzierte landwirtschaftliche Tiere in einem Appartement hältst.

Pure Demokratie: Du besitzt zwei Kühe. Deine Nachbarn entscheiden wer die Milch bekommt.
Repräsentative Demokratie: Du besitzt zwei Kühe. Deine Nachbarn wählen jemanden, der dir sagt, wer die Milch bekommt.

Amerikanische Demokratie: Die Regierung verspricht dir zwei Kühe, wenn du sie wählst. Nach der Wahl ist der Präsident für Spekulationen in der Kuhzukunft angeklagt. Die Presse nennt die Affäre „Cowgate“.

Britische Demokratie: Du besitzt zwei Kühe. Du fütterst sie mit Schafshirn und sie werden verrückt. Die Regierung tut nichts.
Bürokratie: Du besitzt zwei Kühe. Als erstes regelt die Regierung, dass du sie füttern und melken kannst. Dann schreibt sie dir vor, dass du sie nicht melkst. Danach nehmen sie dir beide weg, erschießen eine, melken die andere und schütten die Milch den Abfluss runter. Dann verlangen sie, dass du Formulare für die fehlenden Kühe ausfüllst.



Umweltschutz: Du besitzt zwei Kühe. Die Regierung verbietet dir die sie zu melken, oder zu töten.

Feminismus: Du besitzt zwei Kühe. Sie heiraten und adoptieren ein Kalb.
Totalitarismus: Du besitzt zwei Kühe. Die Regierung nimmt sie dir weg und bestreitet, dass sie existiert haben. Milch ist verboten.
Polnische Demokratie: Du besitzt zwei Kühe. Morgen nicht mehr.
Hong Kong Kapitalismus: Du besitzt zwei Kühe. Du verkaufst drei von ihnen an deine öffentlich-gelistete Firma, dazu benutzt du Schreiben von Krediteröffnungen durch deinen Schwager auf der Bank, dann führst du eine Schuld/Billigkeit durch, tauschst mit verbundenen allgemeinen Angebot so, dass du all deine vier Kühe zurück bekommst, mit einer steuerlichen Absetzung für das Halten von fünf Kühen. Die Milchrechte von sechs Kühen sind durch einen Panamanischen Vermittler an eine Kaiman Insel Kompanie, im geheimen Besitz des volljährigen Aktionärs übertragen, der die Milchrechte aller sieben Kühe wieder an die gelistete Firma verkauft. Der jährliche Bericht sagt aus, dass die Firma acht Kühe besitzt, mit einer Option auf eine Zusätzliche. In der Zwischenzeit tötest du die zwei Kühe, da dich deine Frau verlassen hat und du zwei Schuldige gesucht hast.







Maoismus: Du besitzt keine Kuh, dafür aber auch kein Schwein. Dein Haus wird von roten Garden verbrannt.
Stalinismus: Deine Kühe haben Genosse Popow beleidigt und sind in Sibirien.
Postkapitalismus: Du besitzt zwei Kühe, die du aber entlassen musst. Milch bekommst du jetzt aus dem Ausland übers Internet.
Surrealismus: Du hast zwei Giraffen. Die Regierung fordert dich auf Harmonika Lektionen zu nehmen.
Thatcherismus: Du besitzt 200 Kühe, musst sie aber schlachten, weil sie BSE haben.
Selian[QUOTE][i]Original geschrieben von herz23 [/i]
[B]Siehste!!!:q [/B][/QUOTE]

Was heißt denn hier siehste? Der ist doch gecastet, damit ist dein Castingprinzip schon fehlgeschlagen. ;)
herz23Vergiss es, du hast mich mißverstanden, ich erkläre es dir vielleicht morgen, man hab ich kopping!
Selian[QUOTE][i]Original geschrieben von herz23 [/i]
[B]Vergiss es, du hast mich mißverstanden, ich erkläre es dir vielleicht morgen, man hab ich kopping! [/B][/QUOTE]

Okay, mach das. Und gute Besserung, ich hoffe das ist jetzt nicht meine Schuld ;)
herz23@Selian
Nein, es ist nicht deine Schuld.
Ich meinte mit dem siehste,
weil du gesagt hattest:
und das er abloost ist auch nicht so ganz abwegig.
herz23Hat vielleicht irgentjemand noch eine Idee, was für Regierungsformen es geben sollte, oder nach welcher wir leben sollten?
herz23[COLOR=deeppink]Welche Regierungsform ist eurer Meinung nach die Efektivste???????????[/COLOR]
Selian[QUOTE][i]Original geschrieben von herz23 [/i]
[B][COLOR=deeppink]Welche Regierungsform ist eurer Meinung nach die Efektivste???????????[/COLOR] [/B][/QUOTE]

Das ist leicht, die Effektivste ist sicherlich die Diktatur ;)
LaChatteDie Frage ist nur, effektiv in Bezug auf was...??
herz23@Selian
Diktatur?
Ist das dein ernst?
Warum?
*schokiertbin*
Selian@LaChatte

In Bezug auf die Vorgabe.

@herz

Brauchst net schockiert zu sein.
Du fragst warum? Na weil sich Entscheidungen sofort und ohne Umschweife umsetzen lassen.
herz23@Selian
Aber Diktatur würd doch nur ausgenutzt, alles leidet unter der Hand des Diktator und wo sollte Diktatur denn dann gut sein?
LaChatte@Selian - ich nit verstan..

In bezug auf welche Vorgabe ist eine Diktatur am effektivsten?
Selian[QUOTE][i]Original geschrieben von herz23 [/i]
[B]@Selian
Aber Diktatur würd doch nur ausgenutzt, alles leidet unter der Hand des Diktator und wo sollte Diktatur denn dann gut sein? [/B][/QUOTE]

Ob sie dann gut ist, hängt vom Dikatator ab. In den allermeisten Fällen wird es eher schlecht sein. Aber die Frage war ja welche am effektivsten ist und nicht welche "Gut" ist ;)
Selian[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]@Selian - ich nit verstan..

In bezug auf welche Vorgabe ist eine Diktatur am effektivsten? [/B][/QUOTE]

Na auf das, was der Diktator sich für das Land vorgenommen hat.
LaChatteIch würde sagen, dass die meisten Diktaturen am effektivsten sind in Bezug auf das persönliche Wohl des Diktators und seiner Familie... aber das sollte ja nicht die Idee eines Staates sein.

Am effektivsten in Bezug auf das Wohl eines ganzen Volkes ist meiner Meinung nach immer noch die direkte Demokratie - auch wenns oft schwerfällig ausschaut;)
Selian[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]Ich würde sagen, dass die meisten Diktaturen am effektivsten sind in Bezug auf das persönliche Wohl des Diktators und seiner Familie... aber das sollte ja nicht die Idee eines Staates sein.[/b][/quote]
Wie ich schon sagte auf das was der Diktator sich für das Land vorgenommen hat. Wenn er sich überlegt das ihm das Land am allerwertesten vorbeigeht, so wird er das Effektiv durchsetzen.
Wenn er die Steuern senken möchte, wird er das Effektiv durchsetzen.

[quote][b]Am effektivsten in Bezug auf das Wohl eines ganzen Volkes ist meiner Meinung nach immer noch die direkte Demokratie - auch wenns oft schwerfällig ausschaut;) [/B][/QUOTE]
Auch wenn sich ein Diktator das Wohl des Volkes vorgenommen hat?
herz23@Selian
Ich meinte denoch damit, das wenn eine Regierungsform effektiv sein soll, sollte sie das Volk auch für gut befinden.
Denn wenn einer dafür ist, nur weil es nützlich ist, aber alle anderen dagegen sind.
Wo bleibt dann noch der Effekt auf ein besseres Deutschland?
Effektive aber nicht für gut geheißene Regierungsformen bewirken doch nur Chaos, Demonstrationen und Unzufriedenheit!!!
Selian[QUOTE][i]Original geschrieben von herz23 [/i]
[B]@Selian
Ich meinte denoch damit, das wenn eine Regierungsform effektiv sein soll, sollte sie das Volk auch für gut befinden.
Denn wenn einer dafür ist, nur weil es nützlich ist, aber alle anderen dagegen sind.
Wo bleibt dann noch der Effekt auf ein besseres Deutschland?
Effektive aber nicht für gut geheißene Regierungsformen bewirken doch nur Chaos, Demonstrationen und Unzufriedenheit!!! [/B][/QUOTE]

Du hattest ursprünglich nur nach der Effektivsten gefragt und genau darauf hab ich geantwortet ;)
herz23Jaein.
Ganz am Anfang habe ich danach gefragt welche Regierungsform die beste sei und warum, später habe ich nach der effektivsten gefragt, meinte aber denoch immernoch die beste.
Ist Diktatur deiner Meinung nach wirklich die beste?
Selian[QUOTE][i]Original geschrieben von herz23 [/i]
[B]Jaein.
Ganz am Anfang habe ich danach gefragt welche Regierungsform die beste sei und warum, später habe ich nach der effektivsten gefragt, meinte aber denoch immernoch die beste.
Ist Diktatur deiner Meinung nach wirklich die beste? [/B][/QUOTE]

Nein, eine beste Regierungsform hab ich noch nicht gefunden, ich sehe nur überall Vor und Nachteile. Die Nachteile der Diktatur sind hinlänglich bekannt.

Ich wollte dir nur verdeutlichen das Effektivität nicht zwangsläufig gut oder böse sein muß.
herz23@Selian
Gut, dann denkle ich sind wir soweit schon mal auf einen gemeinsamen Nenner gestoßen ...
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von Selian [/i]
[B]
Auch wenn sich ein Diktator das Wohl des Volkes vorgenommen hat? [/B][/QUOTE]

Diktatoren haben leider die Tendenz, die Bodenhaftung zu verlieren... Wie soll einer wissen, was das Beste für das Volk ist, wenn er nicht einmal weiss, was ein Kilo Brot kostet?
Selian[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]Diktatoren haben leider die Tendenz, die Bodenhaftung zu verlieren... Wie soll einer wissen, was das Beste für das Volk ist, wenn er nicht einmal weiss, was ein Kilo Brot kostet? [/B][/QUOTE]

Woher weiß denn der Bundeskanzler was das beste für's Volk ist? Weiß er es?

Ein Diktator hat genauso seine Berater, wie jedes andere Staatsoberhaupt auch. Alleine die Entscheidungsfindung funktioniert anders.
herz23@Selian
Blöde Frage ...
Er geht aufs alljährliche Oktoberfest und setzt die Biersteuer ab!!!!!!!!!!!!!!!!
Selian[QUOTE][i]Original geschrieben von herz23 [/i]
[B]@Selian
Blöde Frage ...
Er geht aufs alljährliche Oktoberfest und setzt die Biersteuer ab!!!!!!!!!!!!!!!! [/B][/QUOTE]

Dafür wäre ich ihm schonmal äußerst dankbar ;)
herz23@Selian
ich auch,
entschuldige bitte, dass ich irgentwie keine klaren und vernünftige Antworten geben kann, aber ich versuche mir seid gestern Nachmittag das rauchen abzugewöhnen.
Schwere Sachen, aber ich bräuchte ja eigentlich nicht aufzuhören wenn diese scheiß zigis billiger wären:

Nieder mit der Zigarettensteuer!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Rücksitzpunknein, die tabaksteuer sollte bleiben. aber das thema gehört wohl kaum in den kontext "regierungsformen"... dem ihr euch eventuell doch wieder zuwenden solltet.

@diktatur:
sie kann effizient sein, wenn die befehlswege kurz und das land überschaubar ist.... je grösser der machtbereich des diktators wäre, umso grösser wäre auch die korruption.... und das ginge zu lasten der effizienz.
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von Selian [/i]
[B]Woher weiß denn der Bundeskanzler was das beste für's Volk ist? Weiß er es?

Ein Diktator hat genauso seine Berater, wie jedes andere Staatsoberhaupt auch. Alleine die Entscheidungsfindung funktioniert anders. [/B][/QUOTE]

Allerdings sucht sich ein Diktator seine Berater selbst aus - beim Bundeskanzler, wenn der wieder mal Mist baut, kriegt bestimmt auch Feedback von Gewerkschaften, Verbraucherverbänden, Parteien, Greenpeace, Vereinen und und und... Die Stimme des Volkes ist da schon etwas lauter.

In der Schweiz geht jedes neue Gesetz durch das "Vernehmlassungsverfahren", wo alle betroffenen Organisationen zum Gesetzesentwurf Stellung nehmen können, bevor er definitiv formuliert wird - des Volkes Stimme muss auf vielfältige Weise institutionalisiert werden, damit eine Regierung sogar mit einem abgehobenen Bundeskanzler funktionieren kann - politische Systeme müssen tolerant für menschliche Fehler und Schwächen sein, das heisst, die einzelnen Verantwortungen müssen so breit wie möglich (aber dennoch klar) gestreut sein.
Selian[QUOTE][i]Original geschrieben von Rücksitzpunk [/i]
[B]@diktatur:
sie kann effizient sein, wenn die befehlswege kurz und das land überschaubar ist.... je grösser der machtbereich des diktators wäre, umso grösser wäre auch die korruption.... und das ginge zu lasten der effizienz. [/B][/QUOTE]

Je größer der Verwaltungsapparat, desto größer die Korruption.
Das gilt für jede Regierungsform.





[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]Allerdings sucht sich ein Diktator seine Berater selbst aus - beim Bundeskanzler, wenn der wieder mal Mist baut, kriegt bestimmt auch Feedback von Gewerkschaften, Verbraucherverbänden, Parteien, Greenpeace, Vereinen und und und... Die Stimme des Volkes ist da schon etwas lauter.[/b][/quote]
Der Kanzler sucht sich seine Berater auch selbst aus. Okay er muß dabei natürlich berücksichtigen, wem er zuvor was versprochen hat. Die Stimmen der Volksverbände neutralisieren sich im großen und ganzen mit denen der Lobbyisten.
Rücksitzpunk[QUOTE][i]Original geschrieben von Selian [/i]
[B]Je größer der Verwaltungsapparat, desto größer die Korruption.
Das gilt für jede Regierungsform. [/B][/QUOTE]

korrekt. aber bei einem zentralistischen system, und das ist eine diktatur in jedem fall, ist der effekt stärker.

mit zentralistisch meine ich in diesem fall: keine trennung von legislative, judikative und exekutive.... allerdings weiss ich nicht, ob der begriff richtig ist.
LaChatteZentralistische Systeme habens ja so an sich, den Verwaltungsapparat aufzublähen - wenn da im hintersten Dorf ein Bauer eine neue Scheune bauen will, muss das Ganze zuerst den Umweg über die Hauptstadt machen, um dort entschieden zu werden, wo garantiert keiner eine Ahnung von den örtlichen Verhältnissen hat - oder sonst hast du überall kleine Tyrannen, von der Gemeinde bis zur Regierung...

Dezentralität ist wichtig - was die Gemeinde betrifft, soll auch in der Gemeinde entschieden werden etc.
gekitsutjo, diktatur...
theoretisch koennte es einen alleinherrscher geben, der so handelt, dass es dem volk gut geht.
eine diktatur muss im uebrigen nicht zwanghaft komplett zenrtalistisch sein. machiavelli schreibt in "il principe" oft genug von statthaltern (und zuweilen davon, dass sie nach misslungenem werk an zwei verschiedenen orten der stadt gleichzeitig ausgestellt wurden), die sich der lokalen gegebenheiten annehmen sollen.
leider tendiert macht dazu, demjenigen der zuviel davon hat zu kopfe zu steigen.

ach was... ich glaub das bequemste ist eine aristokratie in der man als aristokrat lebt :) wegen mir kann da auch ein koenig vornedransitzen, der kommt in der praxis dann eh nicht ohne den willen der aeistokraten aus (sprich, wenns wichtig ist werden wir gefragt) und ansonsten macht er den regierungskram alleine, sprich, ich hab mehr freizeit ;)
Dunkler HerrscherIMHO:

wäre es wohl gerade nicht schlecht wenn wir so etwas wie eine Diktatur hätten.
Sicherlich nicht von den Leuten die gerade am Machthebel sitzen, aber eine Diktatur von Wirtschafts- und Industrieexperten.
Leute die wissen was uns hilft und dann auch etwas durchsetzen können ohne ständig auf das Gemeker von irgend einer Opposition zu hören die es auch nicht besser weiß.
Leute die den Sozialstaat grundlegend verändern und den Deutschen endlich mal eine andere Menthalität eintrichtern. Uns geht es nicht schlecht, uns wird es nicht schlecht gehen und um aus diesem Wirtschaftstief herraus zu kommen muss JEDER mehr tun, bzw. mehr einstecken.
Eine abolutistische Herrschaft, bzw. Diktatur bis die gröbsten Reformen durch sind würde uns das IMHO erleichtern...

DH
LaChatteDunkler Herrscher, bist du dir sicher, dass du so etwas willst?

Zuerst mal - welche Leute sollen denn wissen, was für mich gut ist??? Am besten weiss ich das selbst, am zweitbesten meine Freunde, und nachher alle andern - sorry, Politiker sind da nicht drunter.

Und ein absolutistischer Herrscher /Diktator wird vermutlich auch keine Lust haben, sein Diktat nach einiger Zeit wieder abzugeben - sieh mal Kuba an, die haben den Fidel, und denen gehts nicht besonders gut. Generell: wo ein absolutistischer Herrscher regiert, dort gehts dem Volk in der Regel schlecht...

Und die Mentalität ändern muss jeder mal bei sich selbst - etwas Konstruktives kann jeder tun - da brauchts keine Politiker dafür. Und schon gar keine Diktatoren.

Wenn ich nur schon das Wort "Diktator" höre, läufts mir kalt den Rücken hinunter...:eek:
herz23[B][SIZE=4][COLOR=skyblue]Ich denke, um dieses Thema mal wieder aufzufrischen, könnten wir mal alle die Vor und Nachteile einer Diktatur auflisten!!!![/COLOR] [/SIZE] [/B]
gekitsuvorteile: sehr direkter einfluss auf alles, keine oppositionsstreitigkeiten, keine ungemuetliche bundesratsmehrheiten etcetera...
die faehigkeit des diktators ist direkt proportional zur faehigkeit der landesfuehrung.

nachteile: verleitet zum machtmissbrauch
kann sich sehr einfach verselbststaendigen (veraenderst wahlrecht und bumsdich kann dir niemand so schnell mehr was)
die faehigkeit des diktators ist direkt proportional zur faehigkeit der landesfuehrung :)

naja, ich hab mir oft gedacht, dass aus wirtschaftlicher sicht die eine oder andere hammermassnahme not taete...
die letzten jahre wurde ja entweder von einer sehr eifrigen opposition unter lafontaine damals brav alles an reformplaenen dichtgemacht, nach dem regierungswechsel kamen dann einige reformen, aber alles herzlich zu spaet und nu siehts fast so aus als ob die schwarzen im bundesrat einfach mal so dicht machen.
schlussendlich kams immer nur zu verschieben von a nach b, dann von b nach c, von c nach d, einen teil zurueck nach a abgezweigt etcetera... nur maengel hin-und hergeschoben aber am problem nix geloest.

wenn man einen hirntumor hat kann man eine ganze zeit lang gut mit aspirin leben, aber irgendwann is die geschichte so verfahren dass entweder ne dicke chemo drauf muss (und die tut weh, es wird einem speiuebel und die haare gehen aus) oder man stirbt halt. aus spontane selbstheilung wuerd ich da jetz weniger vertrauen legen (wie das im moment scheinbar wirtschaftlich verbreitet ist)

vielleicht nicht gleich eine diktatur von wirtschaftsspezialisten, aber das eine oder andere wie eine voruebergehende lohn- und preisbindung ist mir schon oefter durch den kopf gegangen. nur damit sich die ganze sache mal wieder stabilisieren kann und kleine betriebe nicht vollends pleite gehen. im moment koennen wir jedes gramm funktionierenden konsum brauchen :)
herz23Ich selbst finde, das eine Diktatur nur zu sehr ausgenutzt wird, es ist in meinen Augen eine schlechter Kopie der Monarchie.
herz23@GrauerWolf

Ich habe mir nochmal ausführlich deinen Bericht darüber durchgelesen, was du dir von den einzelnen Regierungsformen erhoffst und würde einfach sagen, man sollte alle diese Regierungsformen auseinandernehmen und eine neue machen.
Also aus allen Regierungsformen, das Beste raussuchen und das als neue Regierungsform vorstellen, vielleicht wäre das eine möglichkeit, auf ein besseres Deutschland.
herz23Ist dieses Thema wirklich so uninteressant, dass sich keiner mehr darüber unterhalten will, mit welcher Regierungsform man Deutschland schöner gestalten kann?
Selian[QUOTE][i]Original geschrieben von herz23 [/i]
[B]Ist dieses Thema wirklich so uninteressant, dass sich keiner mehr darüber unterhalten will, mit welcher Regierungsform man Deutschland schöner gestalten kann? [/B][/QUOTE]

Es gibt halt nicht die ultimative Regierungsform. Die Lücken und Tücken der bekannten Regierungen sind hinlänglich bekannt...

Ansonsten schlag ich eine Selianie vor, in der ich das alleinige sagen hab :D
herz23@Selian
Ich weiß, dass es keine perfekte Regierungsform gibt, aber denoch könnte man sich doch über die guten und schlechten Dinge der einzelnen Regierungsformen unterhalten.
Oder etwa nicht?
Selian[QUOTE][i]Original geschrieben von herz23 [/i]
[B]@Selian
Ich weiß, dass es keine perfekte Regierungsform gibt, aber denoch könnte man sich doch über die guten und schlechten Dinge der einzelnen Regierungsformen unterhalten.
Oder etwa nicht? [/B][/QUOTE]

Das haben wir doch hier auf 15 Seiten verteilt schon gemacht.
Wenn du einen noch nicht betrachteten Aspekt oder eine neue idee hast, her damit...
rixenAlso meine liebste Regierungsform (was die ursprüngliche Threadfrage war) wäre der "wohlwollende" Herrscher.
Das ist nichts anderes als die Diktatur fähiger Menschen - aus genau den aufgelisteten Vorteilen.
Leider kann das technisch nie funktionieren, da Menschen nunmal egoistisch sind (immer sein werden) werden auch die besten Diktatoren irgendwann korrumpiert und verfolgen nur noch die eigenen Interessen.
Der wohlwollenden Diktatur am nächsten kommen imho heuer einige arabische Emirate. Das soll nicht heissen, dass die Scheichs dort nicht ihre eigene Vorteile verfolgen (das tun sie sicher), sind aber in der günstigen Öl-induzierten Lage sozusagen nebenbei noch sehr nett zum Volk zu sein.

Da eine Diktatur nicht funktioniert würde ich rational die Demokratie als beste Staatsform wählen.
Allerdings nicht die Demokratie wie wir sie heute haben. Die Probleme unseres Landes sind glaub ich weniger Staatsform bedingt, sondern eher dadurch bedingt wie sich unsere Demokratie entwickelt hat (die geschaffenen Institutionen sind schuld). So wie Politik heute funktioniert hat kaum ein Politiker Interesse wirklich bahnbrechendes zu ändern. Dadurch würde er vielleicht dem Allgemeinwohl nutzen, aber in der Regel seinen kleinen Lobbygruppen (an denen sein Schicksal hängt) nicht. Daher unterlässt er Änderungen, die dem Allgemeinwohl dienen, sondern kümmert sich nur um Partikularinteressen.
Daher wäre eine Demokratie gut, in der die Politiker nur die Aufgabe haben Rahmenbedingungen zu setzen in denen der Markt sich frei entwickeln kann. Diesen Rahmen gilt es zu definieren (z.B. Handelsgesetze sind notwendig, aber braucht man noch Sozialgesetze etc.). Er muss aber enger geschnitten sein als heute.
xxxzinixxxwie jetzt? keine sozialgesetze mehr? aber gesetze für einen funktionierenden handel?
rixenüberspitzt formuliert ja.
Wir brauchen imho beides.
"Handelsgesetze" sind in einer Marktwirtschaft absolut notwendig - darunter verstehe ich z.B. Vertragsrecht etc.
Sozialgesetze sind in Rahmen auch notwendig, aber die Frage ist doch, ob gerade in diesem Bereich so umfangreiche und komplexe Regelungen Not tun.
Meiner Meinung nach müsste hier am ehesten aufgeräumt werden - daher die Formulierung
xxxzinixxxhmmm... welche handelsgesetze stellst du dir da denn so vor?
und inwieweit könnte man die sozialgesetze vereinfachen?
konstruktivistguten abend

durch mehrmalige reisen nach israel
würde ich persönlich einen kibbutz vorziehen
dieser einblick in die welt eines kibbutz hat mich sehr beeindruckt

aber sonst sind alle " ismen" irgendwann mal zu ende

[url]http://www.kibbutz-neuezukunft.de/4.htm[/url]

ANARCHIE WURDE ABER ÜBRIGENDS SCHON MEHRMALS AUF DIESEM PLANETEN ERLEBT UND GELEBT


UTOPIE=an einem anderen ort
TOPIE = hier an diesem ort
der begriff utopie beschreibt also einen zustand der hier und heute nicht existiert,nicht jedoch einen zustand der nicht existieren kann
:D
herz23[QUOTE][i]Original geschrieben von konstruktivist [/i]
[B]

UTOPIE=an einem anderen ort
TOPIE = hier an diesem ort
der begriff utopie beschreibt also einen zustand der hier und heute nicht existiert,nicht jedoch einen zustand der nicht existieren kann
:D [/B][/QUOTE]

Mach es dir doch einfacher:
Utopie (lateinisch) = Nichts
Utopia (lateinisch) = Nirgentwo
LizzyAnarchie, obwohl ich nicht glaube das ich das damit einhergehende ultimative Chaos lange überleben würde..
herz23Ich denke an jeder Regierungsform ist irgentetwas schlechtes dran, darum leben wir ja auch nicht in einer perfekten Welt.
Aber leider wird viel zu viel darüber geredet, als das man etwas dagegen tut.
Es ist wirklich schade, wie schlecht unsere Welt doch ist, wird sie sich denn nie ändern?
Vor allem will kein politiker von heute einsehen, das die Demokratie auch keine gute Regierungsform ist.
Ich zitiere mal wieder die Ärzte:
Es ist nicht deine Schuld, das die Welt ist, wie sie ist,
es wär nur deine Schuld, wenn sie so bleibt.

Taten sind besser als Worte!!!
xxxzinixxxwenn man denn weiß was man will....
herz23@xxx
Was meinst du denn damit????
Ich meine erkläre es mir lieber morgen, bin jetzt weg und dann will ich morgen gerne wissen, was du damit meinst, wenn man denn weiß was man will!!!!!!!
Tschusssssssssss!!!!!!
xxxzinixxxaber schreiben kann ich es doch schon? :)
also: wenn man noch gar nicht weiß, was man denn eigentlich will, dann kann man doch auch keine taten diesbezüglich vollbringen können, oder? also sollte man schon wissen, was man bevorzugt, sich darüber informieren und DANN dafür etwas tun.
konstruktivistoder:
diejenigen,die immer nur das mögliche fordern,erreichen gar nichts.
diejenigen,die aber das unmögliche fordern,erreichen wenigstens
das mögliche

"bakunin"

:D
xxxzinixxxdein link gefällt mir, hast du noch mehr darüber?
herz23Ich weiß, dass ich heute ein wenig durcheinander bin, aber ich denke ich habe es verstanden.
Aber wer sagt, dass das Mögliche auch gut für alle ist oder gar das Unmöglich Gut ist.
Wenn wir etwas unmögliches wollen, so muss es gut für alle sein, wenn wir aber jedoch nur etwas mögliches bekommen so muß es schlecht sein.
Denn möglich ist die Welt von heute, sie ist schlecht und grau.
Unmöglich ist die Welt in der alle Menschen gerne leben würde, wo alles das ist, was uns nur Freude und keinen Kummer schenkt, also ist Unmöglich gleich gut.
Ich glaube, jetzt habe ich mich noch ein wenig durcheinander gebracht, obwohl ich doch eh schon total neben der Kappe war.
Naja ... ^-^
xxxzinixxxfür die, die in der sonne stehen ist es immer gar nicht so schlecht und grau...
wann können aber endlich alle mal in der sonne stehen?
es ist nicht unmöglich, nur nicht gewollt.
herz23Aber heißt es denn nicht, nicht der Wille kann Berge versetzten sondern der Glaube kann Berge versetzten.
Ich hoffe Lieber an eine bessere Welt, als an dem Glauben, dass es sie nie geben wird zu Grunde zu gehen.
Ich weiß, dass ich mir gerade selbst wieder spreche, aber trotzdem.
Lieber Glauben als Wollen und Lieber Hoffen als Glauben!
javiddie beste regierungsform ist meiner meinung nach die anarchie. leider ist sie für diese welt nicht mehr eine utopie.
als nächstes würde ich die monarchie wählen, wo es doch sehr auf den herrscher ankommt. so kann die monarchie das wunderbar oder schrecklich sein. von demokratie halte ich wenig, weil die menschen in der breiten masse etwa so intelligent wie eine kuh sind, die zwischen den politikern hin und her getrieben wird.
Selian[QUOTE][i]Original geschrieben von javid [/i]
[B]die beste regierungsform ist meiner meinung nach die anarchie. leider ist sie für diese welt nicht mehr eine utopie.
als nächstes würde ich die monarchie wählen, wo es doch sehr auf den herrscher ankommt. so kann die monarchie das wunderbar oder schrecklich sein. von demokratie halte ich wenig, weil die menschen in der breiten masse etwa so intelligent wie eine kuh sind, die zwischen den politikern hin und her getrieben wird. [/B][/QUOTE]

Ist die "breite Masse" in einer Anarchie oder Monarchie etwa intelligenter als in einer Demokratie? Sind doch die gleichen Leute!? Anarchie mit Menschen die halb so schlau sind wie eine Kuh ist sicherlich kurzzeitig spannend ;)
javid[QUOTE][i]Original geschrieben von Selian [/i]
[B]Ist die "breite Masse" in einer Anarchie oder Monarchie etwa intelligenter als in einer Demokratie? Sind doch die gleichen Leute!? Anarchie mit Menschen die halb so schlau sind wie eine Kuh ist sicherlich kurzzeitig spannend ;) [/B][/QUOTE]

anarchie, wenn die menschen dazu bereit wären, da sie dass aber nicht sind, bleibt es unmöglich. habe ich geschrieben, dass ich anarchie für eine mögliche regierungsform halte?
monarchie deshalb, weil da ein einziges individuum das ganze volk leitet (im idealfall). es muss immer zum besten des volkes und des landes handeln. so wird das land durch einen klaren und nicht durch viele verwirrte gedanken gelenkt. wie gesagt: ich gehe dabei vom idealfall aus..
Selian[QUOTE][i]Original geschrieben von javid [/i]
[B]anarchie, wenn die menschen dazu bereit wären, da sie dass aber nicht sind, bleibt es unmöglich. habe ich geschrieben, dass ich anarchie für eine mögliche regierungsform halte?[/b][/quote]
Nein, so meinte ich das auch nicht.

Letztlich geht es darum das es ja nicht viel weiterhilft eine Regierungsform für grundsätzlich gut zu halten, wenn sie für die vorhandenen Menschen nicht geeignet ist. So gesehen würde ich Anarchie auch nicht als Regierungsform betrachten denn, es regiert ja niemand. Vor allem sollte man bedenken, das mit solchen Menschen mit denen eine Anarchie funktioniert, jede Regierungsform funktionieren würde, sogar eine Diktatur.
javid@ selian: und ich meinte es so: im idealzustand ist eine regierung gar nicht nötig.

da dieser aber nicht zutrifft, geht es nicht. dann bleiben nur noch die anderen regierungsformen. aristokratie, kommunismus, diktatur oder auch die demokratie haben ganz wunderbare aspekte, die durch den widerlichen faktor mensch leider wieder bedeutungslos werden..
Selian[QUOTE][i]Original geschrieben von javid [/i]
[B]@ selian: und ich meinte es so: im idealzustand ist eine regierung gar nicht nötig.
[/B][/QUOTE]

Aber eine Regierung ist immer nötig, wenn Millionen Menschen zusammen leben. Wenn auch nicht um Gesetze zu gestalten und für die Einhaltung zu sorgen, sondern wenigstens um die Bürger zu verwalten. Wer würde sonst Straßen, Schulen oder Krankenhäuser bauen?
javidich meine gelesen zu haben, dass ich vom 'idealzustand' gesprochen habe und da würden die menschen sehen, was ihnen fehlt und es einrichten. aber leider liegt es nicht in der natur der menschen. also kommen wir wieder dahin, dass es unmöglich zu verwirklichen ist.
Selian[QUOTE][i]Original geschrieben von javid [/i]
[B]ich meine gelesen zu haben, dass ich vom 'idealzustand' gesprochen habe und da würden die menschen sehen, was ihnen fehlt und es einrichten. aber leider liegt es nicht in der natur der menschen. also kommen wir wieder dahin, dass es unmöglich zu verwirklichen ist. [/B][/QUOTE]

Ja, das ist okay aber regieren heißt nunmal auch verwalten, ich gehe auch vom idealzustand aus. Auch wenn die Menschen sehen was ihnen fehlt und es einrichten wollen, werden sie das irgendwie organisieren müssen, anders geht es nicht.
javidklar. irgendwann muss so etwas koordiniert werden. aber nicht von einer regierung. eine regierung ist lediglich zur kontrolle da. im idealzustand ist aber keine kontrolle nötig.
Selian[QUOTE][i]Original geschrieben von javid [/i]
[B]klar. irgendwann muss so etwas koordiniert werden. aber nicht von einer regierung. eine regierung ist lediglich zur kontrolle da. im idealzustand ist aber keine kontrolle nötig. [/B][/QUOTE]
Okay, dann haben wir wohl unterschiedliche Ansichten über die Funktionen einer Regierung und damit lasse ich dich dann auch in Ruhe. ;)
javidwas heisst hier in ruhe lassen? ich hab die diskussion genossen..sie hat auch mich auf neue gedanken gebracht *smile*
herz23@Selian
Warum sollte man denn aufhören zu sprechen, nur weil man unterschiedlicher Meinung ist?
Ein Gespräch wird doch erst dadurch interessant, das man verschiedenen Ansichten vergleichen kann, eventuel dadurch etwas neues lernt.
Wenn man schweigen sollte nur weil jeder eine andere Meinung hat würde unsere Welt zu Grunde gehen, denn jeder Mensch hat seine eigenen Meinungen und Interessen, kein Mensch ist gleich.
Also redet, bevor schweigen uns im Glauben lässt wir sind nicht geschaffen für diese Welt!!!!
Selian[QUOTE][i]Original geschrieben von herz23 [/i]
[B]@Selian
Warum sollte man denn aufhören zu sprechen, nur weil man unterschiedlicher Meinung ist?
Ein Gespräch wird doch erst dadurch interessant, das man verschiedenen Ansichten vergleichen kann, eventuel dadurch etwas neues lernt.
Wenn man schweigen sollte nur weil jeder eine andere Meinung hat würde unsere Welt zu Grunde gehen, denn jeder Mensch hat seine eigenen Meinungen und Interessen, kein Mensch ist gleich.
Also redet, bevor schweigen uns im Glauben lässt wir sind nicht geschaffen für diese Welt!!!! [/B][/QUOTE]

Ich sagte nicht das man generell aufhören soll zu sprechen sobald man unterschiedlicher Meinung ist. Wenn du dem ganzen noch etwas hinzufügen möchtest, dann mach es. Ich bin im Moment nicht der Meinung das ich zum schon gesagten was hinzufügen muß. Wenn mir noch was einfällt, werd ich das sicherlich posten.

Wenn wir uns hier über Regierungsformen unterhalten, es aber schon grundlegend verschiedene Ansichten über die Aufgaben einer Regierung gibt, läßt sich über die Form unmöglich diskutieren. Durch das Gespräch mit @javid ist mir das erst so richtig bewußt geworden. Man stelle sich vor, wir würden über die bestmögliche Autoform diskutieren, ohne zu Wissen ob wir einen Sportwagen, einen Transporter oder ein Cabrio haben wollen.

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