| Alterkelte | Mit dem Aufkommen der Falschbegriffe Schuld und Sühne u.a. durch das Christentum kamen unerfüllbare Hoffnungen und Erwartungen in die Welt. Aber auch nicht zu beziffernde Gewalt. Das war meiner Meinung nach das Ende der Unschuld. Nicht erst seit "ADAM und EVA", die wohl nie existiert haben. Es gibt Ursache und Wirkung, im Kosmos nichts ungewöhnliches.... |
| Lizzy | Ich denke das es schon Gewalt gab bevor man überhaupt für irgendetwas Begriffe hatte...oder wie hätten sonst unsere Vorfahren, der Sprache noch nicht mächtig, überleben sollen? - Ihre Jagdbeute und Fressfeinde hypnotisieren? Aber ich glaub ich hab das Thema verfehlt - erklärt mir vielleicht irgendjemand mal den Begriff "Sozialromantik" ? Der sagt mir nämlich garnichts. |
| VerlorenerJunge | ich denke damit meint er hippie träume: eine welt in der jeder gleich ist usw ... soziale gerechtigkeit ... die oft durch und oft leider nur durch gewalt geholt werden konnte ... |
| Alterkelte | Sozialomatik: an den Realitäten des Lebens vorbei existierende "Vorstellung" von Gleichheit, Brüderlichkeit usw., denn die Menschen sind nicht gleich oder wie Konrad Lorenz sagte:"In der Tat gibt es Menschen unterschiedlicher Qualität(en!" |
| Lizzy | [QUOTE][i]Original geschrieben von Alterkelte [/i] [B]Sozialomatik: an den Realitäten des Lebens vorbei existierende "Vorstellung" von Gleichheit, Brüderlichkeit usw., denn die Menschen sind nicht gleich oder wie Konrad Lorenz sagte:"In der Tat gibt es Menschen unterschiedlicher Qualität(en!" [/B][/QUOTE] ...hört sich ja an wie ne Definition vom Marxismus/Leninismus - nicht das ich davon ne Ahnung hätte... |
| Alterkelte | Kann sein, dass Marxismus usw. eine Rolle spielt, es kommen auch die unerfüllbaren Vorstellungen der Herz-Jesu-Christen hinzu. Sozialromantik ist eine etwas dickflüssige Philosophiesuppe aus verschiedenen Einflüssen, die suggeriert, das soziales Wohlverhalten letztendlich dazu führt, dass es allen Menschen besser ginge, weil ja alle gleich sind usw. Dieser Ansatz ist nicht erfüllbar, es wird immer reiche und arme, dumme und schlaue Menschen geben. Der Mensch ist des Menschen Wolf und das wird immer so bleiben. |
| Montrose | [QUOTE]Der Mensch ist des Menschen Wolf und das wird immer so bleiben.[/QUOTE] Gerade weil das so ist, muß man dafür sorgen, daß sich nicht alle einander totschlagen, sondern daß auch der schwächere, ärmere und dümmere überleben kann. Was Du Sozialromantik nennst, ist die tägliche Aufgabe von Menschen in leitenden Positionen. In einer untergeordneten Position muß man sich über Gerechtigkeit, Freiheit etc. keine Gedanken machen. Dafür sorgen ja andere. Wenn man aber eine leitende Position einnimmt, muß man sich mit dieser "Sozialromantik" beschäftigen. Du benutzt bestimmte Begriffe falsch und Deine Schlußfolgerungen sind nicht besonders stringent. Ich gehe mal davon aus, daß Politik und Co nicht Dein Ding sind. |
| Nachtelfchen | hm...Alterkelte...die frage ist...was schlussfolgerst du daraus? und zum thema abrechnung mit der hippie-gesellschaft kann ich wärmsten michel houellebecq empfehlen, liest sich gut... |
| Crow Girl | Natürlich ist nicht jeder Mensch gleich, sonst würde ich hier ja nicht mit Dir diskutieren, da wir dann immer die selbe Meinung vertreten würden, aber wenn jemand dickere Muskeln als ein anderer hat, heißt das noch lange nicht, daß er das Recht hat, einen schwächeren Menschen zu verletzen. Wenn es in diesem Staat keinerlei Förderungen wie Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld gäbe, dann würde zwangsläufig auch die Kriminalität zunehmen, das wäre dann auch für die sogennanten "stärkeren" Menschen nicht gut. Mit Gleichheit ist auch eher Gleichwertigkeit gemeint, denn was immer ein Mensch auch für Stärken und Schwächen haben mag oder nicht, er ist trotzdem gleichwertig. Und da die meisten Menschen nun einmal dazu neigen, andere Menschen auszunutzen, ist es doch sinnvoll, Maßnahmen zu ergreifen, das dies nicht ausufert. Sonst gäbe es hier bald rund um die Uhr Mord und Totschlag. Außerdem darfst Du nicht vergessen, daß auch Du eines Tages einmal in eine Lage kommen könntest, in der Du der Hilfe anderer bedarfst. Denn auch wenn Du heute noch jung und gesund bist, morgen könnte das doch schon anders aussehen. Niemand weiß, was die Zukunft bringen mag, also sollten wir die anderen so lange unterstützen, wie wir es können, anstatt uns über andere zu erheben, nur weil wir das Glück hatten, momentan nicht auf der Straße zu leben, krank zu sein etc. |
| Alterkelte | Tja was sie 68er & Co gründlich missverstanden haben, das ist das Thema rund um die Chancengleichheit......... Denn nicht der Schwächere wird hierzulande gestärkt, sondern eigentlich nur der Stärkere geschwächt. Der Einheitsbrei denn man dann bekommt, sorgt für Ruhe im Land, nützt aber niemand. Es gibt nur noch eine Soziale Bürokratie, resultierend aus diesem "Gerechtigkeitsbegriff", der nur darin besteht "Stärke" in der Gesellschaft zu dämonisieren....... Dass der Mensch des Menschen Wolf ist, hat nicht zwangsläufig mit Totschlagen zu tun, man kann Menschen auch mit Worten manipulieren... |
| Crow Girl | :) Das versuchst Du hier wohl, Leute mit Worten zu manipulieren.... Wie gesagt, Du versuchst es....... Aha, und Du bist wohl hier der Stärkere, sag, mal, Alterkelte, wieso hälst Du Dich für besonders stark? Zähl doch mal endlich Deine Stärken auf, damit wir wissen, warum wir Dich anbeten müssen!;) |
| Alterkelte | Crow Girl, du scheinst auch ziemlich von dir selbst überzeugt zu sein... ausserdem geht es nicht um meine persönlichen Schwächen und Stärken. Stärken kann man fördern in der Schule usw., was aber nicht getan wird. Es ging um die Frage der Wertigkeit von Stärke als Kulturbegriff. Diese fällt hinten runter, zugunsten des Mainstreams. |
| Crow Girl | Dann definiere nun einmal den Begriff Stärke. Was ist in Deinen Augen Stärke? Und wieso behauptest Du, daß Stärken nicht gefördert werden? Ist dies bei Dir so gewesen oder kennst Du Leute, bei denen dies so gewesen ist? Wenn ja, wie könnte man es Deiner Meinung nach besser machen? |
| Alterkelte | Man könnte Schulkinder zu selbstbewussten Menschen erziehen, statt sie mit Blödsinn zu überfrachten und sie zu verunsichern. |
| Crow Girl | Deinen Vorschlage finde ich grundsätzlich gut, da wird Dir wohl auch keiner widersprechen, allerdings finde ich es schade, daß Du bei Deinen Vorschlägen nicht etwas konkreter wirst. Schreibe doch einmal, was genau man am Schulssystem ändern sollte. |
| Montrose | @AlterKelte [QUOTE][SIZE=1]Denn nicht der Schwächere wird hierzulande gestärkt, sondern eigentlich nur der Stärkere geschwächt. Der Einheitsbrei denn man dann bekommt, sorgt für Ruhe im Land, nützt aber niemand. Es gibt nur noch eine Soziale Bürokratie, resultierend aus diesem "Gerechtigkeitsbegriff", der nur darin besteht "Stärke" in der Gesellschaft zu dämonisieren....... Dass der Mensch des Menschen Wolf ist, hat nicht zwangsläufig mit Totschlagen zu tun, man kann Menschen auch mit Worten manipulieren... [/SIZE][/QUOTE] Da hast Du sogar recht. Stärke ist wichtig um frei sein zu können und was zu ändern. |
| atrum | Salute. @alterkelte [QUOTE]wie Konrad Lorenz sagte:"In der Tat gibt es Menschen unterschiedlicher Qualität(en!"[/QUOTE] Dieser Satz gefällt mir absolut nicht, klingt sehr rassistisch, für mich zumindest. Ich nehme an Du stimmst K.Lorenz zu, dann würde ich gerne wissen, Alterkelte, welche Qualitätsnote von 1 bis 6(1 sehr gute Qualität 6 keine Qualität)Du Dir geben würdest. [QUOTE]Denn nicht der Schwächere wird hierzulande gestärkt, sondern eigentlich nur der Stärkere geschwächt.[/QUOTE] Was willst Du uns eigentlich damit sagen, daß wir die Behinderten, zum Beispiel, die nunmal schwächer sind als nicht Behinderte, beiseite schaffen sollten damit die Starken nicht geschwächt werden? Das selbe gilt natürlich auch für die Alten, und andere Schwächlinge die es halt so gibt. [QUOTE]Der Einheitsbrei denn man dann bekommt, sorgt für Ruhe im Land, nützt aber niemand.[/QUOTE] Also, ich fühle mich wohl in dem Einheitsbrei, und die Ruhe im Land ist für mich Nutzen genug, es sei denn, man steht auf Aufstände, Revolutionen, Kriege, u.s.w. atrum |
| decay73 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Alterkelte [/i] [B]oder wie Konrad Lorenz sagte:"In der Tat gibt es Menschen unterschiedlicher Qualität(en!" [/B][/QUOTE] Das ist ja grundsätzlich gar nicht so falsch. Jeder hat andere Stärken und Schwächen. Sinnvoll wäre es tatsächlich, die Stärken eines Menschen zu fördern, wobei diejenigen mit gleichen Stärken auch gleiche Chancen bekommen sollten und eine Schwäche auf einem anderem Gebiet nicht dazu führen sollte, daß er seine Stärken nicht entfalten kann. Und dabei brauchen manche Menschen aufgrund von Begleitumständen, für die sie nichts können und die auf seine Stärken keinen direkten Einfluß haben, eventuell auch etwas mehr Unterstützung als andere. ~decay~ |
| scorpio666 | Nicht Stärke oder Schwäche,verhindert eine solche Gesellschafft,sondern der alzu menschliche Egoismus. Die Schwäche des Einen könnte man ja kompensieren durch die Stärke des anderen,und umgekehrt,ähnlich wie in einer gut funktionierenden Partnerschaft. Was in unseren Ellenbogengesellschaft doch stark gefördert wird ist doch gerade der Egoismus.Wer was werden will darf und kann auf andere keine Rücksicht nehmen.Was im nachhinein zu immer mehr Vereinsamung führt,da niemand mehr den anderen vertrauen kann,oder sich gar in Oberflächligkeiten flüchtet. |
| Lizzy | [QUOTE][i]Original geschrieben von scorpio666 [/i] [B]Nicht Stärke oder Schwäche,verhindert eine solche Gesellschafft,sondern der alzu menschliche Egoismus. Die Schwäche des Einen könnte man ja kompensieren durch die Stärke des anderen,und umgekehrt,ähnlich wie in einer gut funktionierenden Partnerschaft. Was in unseren Ellenbogengesellschaft doch stark gefördert wird ist doch gerade der Egoismus.Wer was werden will darf und kann auf andere keine Rücksicht nehmen.Was im nachhinein zu immer mehr Vereinsamung führt,da niemand mehr den anderen vertrauen kann,oder sich gar in Oberflächligkeiten flüchtet. [/B][/QUOTE] Ja, genau so ist es!!! |
| Alterkelte | Es ist eine Sache, wenn man egoistisch ist. Allerdings entwickelt man sich individuell oder man entwickelt sich nicht wirklich....... Die Verantwortung an sich selbst zu arbeiten, was immer das im einzelnen heissen mag, nimmt einem niemand ab. @Crow Girl ich kann schon konkreter werden: was das Schulsystem betrifft, so sollte es keine 16 verschiedenen Möglichkeiten geben, einen Schulabschluss zu machen (16 Bundesländer). Einer Allgemeinbildung sollte Vorrang gegeben werden, vor einer zu starken Spezialisierung. Die Ganztagesschule ist so verkehrt nicht: man hat seine Hausaufgaben gemacht, man hat evtl. in der Schule etwas halbwegs vernünftiges gegessen und man kann um 16h ohne Belastungen nach hause gehen (so kenn ich das zumindest auch). Es sollte mehr Ehrlichkeit herrschen. Lehrer sollten den Mumm haben, Schülern zu sagen, dass sie bei dem entsprechenden Leistungen eher nicht das Schuljahr schaffen, statt "Hand aufzulegen" und am Ende des Jahres nichts mehr davon wissen zu wollen.. usw. Die grössten Probleme hatte ich wirklich mit den "kumpelhaften" Lehrern, denn diese haben dich trotzdem im Regen stehen lassen, wenn es 5er prasselte. Da waren mir die "knallharten" lieber, die mir nach vier Wochen in der 8. Klasse gesagt haben, dass bei meinen Leistungen (damals) ich das Jahr vergessen könnte |
| Lizzy | Gleichheit wird es niemals geben - weil jeder Mensch anders ist und anders sein will und weil sich alles nur ums Geld dreht. In einer solchen Gesellschaft die nur auf wirtschaftliche und Leistungsaspekte aufgebaut ist, ist es sehr schwer, wenn nicht gar unmöglich, nach anderen Idealen leben zu wollen. Jeder Mensch ist Egoist und will besser sein als all die andern und Vorteile aus den Fehlern der Anderen ziehen - muß man ja auch in der heutigen Gesellschaft. |
| Montrose | @Lizzy. Die Sache ist etwas komplizierter. Geld hat eine eigene Dynamik: daß nämlich, wer hat, noch viel viel mehr bekommt, weil er mehr Zinsen bekommt und weil er sein Geld in lukrativere Dinge investieren kann. Geld vermehrt sich nicht linear, sondern exponential. Umgekehrt, wenn jemand schlechte Startchancen hat (arme Eltern zum Beispiel, längere Arbeitslosigkeit etc.), dann geht es entsprechend rapide abwärts. Verstehst Du und die anderen, was ich sagen möchte? Daß in der Logik von Geldgeschäften selbst ein Mechanismus drinsteckt, der Ungerechtigkeit fördert. Wenn Du mal Monopoly gespielt hast, kapierst Du, was ich meine. Gegen Ende des Spiels, wenn der eine Hotels besitzt und der andere nicht, strebt das Spiel schnell dem Ende zu. Die Schlußphase ist kürzer als die Aufbauphase. Derjenige ohne Hotels hat nicht mal einen Hauch von einer Chance, noch irgendwie mitmischen zu können. Das Problem ist, daß es ja nicht nur um Geld geht. Sondern das Geld bestimmt auch, welche Freiheiten jemand hat. So kann jemand mit viel Geld morgens ausschlafen, der arme ist gezwungen, auf irgendeine Behörde zu rennen. Der Reiche hat auch im hohen Alter tolle Zähne, den Armen wirst Du demnächst daran erkennen, daß er mit Zahnlücken rumläuft, weil er sich den Zahnersatz nicht leisten kann. Der Reiche kann bestimmen, was andere für ihn tun sollen, der arme wird bestimmt. Um Gleichheit geht es gar nicht, Lizzy, es geht darum, daß die Schere zwischen Arm und Reich nicht so weit aufgeht, daß die Armen ihre Würde verlieren. Das muß politisch gesteuert werden. Nicht zu steuern und alles dem Markt zu überlassen, das wurde in der Frühzeit der Industrialisierung ausprobiert (Manchestertum). Die Arbeiter sind für den Profit verreckt, und das kann's wirklich nicht sein. |
| Lizzy | Du hast mit allem recht was du sagst, Montrose. Es fehlt mir halt an Worten und Intelligenz um verständlich auszudrücken was ich meine. Es ist doch aber so das den Reichen scheißegal ist ob die sogenannte Schere weit auseinanderklafft oder nicht und die armen Schreihälse die daran interessiert sind, würde es auch nicht mehr interessieren wenn sie auf der reichen Seite wären. Alles ist falsch und nur auf die eigenen Interessen ausgerichtet. |
| Alterkelte | @Lizzy das Problem an den Menschen generell scheint jenes zu sein, dass ein armer Schreihals irgendwann durchaus zum reichen Arschloch werden kann und dann seine Herkunft vergisst. Man kommt ja nicht reich auf die Welt, zumindest nicht alle von uns. |
| Montrose | Sehe ich auch so. Nur auf den guten Willen der Leute vertrauen, das bringt sowieso nichts. |
| Alterkelte | Tja, damit wären wir wieder bei der Schule.... Eine Schule, die es wenigstens nicht verhindert, dass man an sich selbst glaubt, wäre schon ein Gewinn. Bisher zerstört man dort jeglichen Eigensinn, mit dem dummen Argument, dass man verhindern will, dass dieses Kind egoistisch ist. Aber das sind zwei paar Stiefel. Sich bereichern heisst nicht an sich arbeiten.. ausserdem sind Kinder heutzutage eh' schon von völlig überforderten Eltern total verwöhnt... |
| Lizzy | Wieso kommst du immer wieder auf das Thema Schule, Alterkelte? Meistens sind doch die Eltern schuld wenn ihre Kinder keine Menschen - wirkliche, die diese Bezeichnung auch verdienen - werden sondern irgendwas anderes. |
| Montrose | Da kommt halt manchmal mehreres zusammen. Wenn die Eltern versagen, könnte ein guter Lehrer halt doch manches auffangen. Ich hatte mal eine Deutschlehrerin, die beschäftigte sich in der Klasse auch mit den Leistungsschwachen, und plötzlich hatte so einer eine Eins. Der konnte das gar nicht fassen. Der war total glücklich. |
| Alterkelte | Dann war er im Grunde nicht leistungsschwach, nur im weitesten Sinne orientierungslos... |
| Alterkelte | @Lizzy trennen wir uns von dem Begriff "Schuld", er ist nicht zielführend. Es gibt aber Ursache und Wirkung. Jedes Tun hat seine Wirkung, auch das der Eltern. Aber zu sagen, dass Kinder gross werden, um dann "keine Menschen" zu werden, wie du meinst, diese Aussage ist wohl etwas pauschal. Bis zu einem gewissen Punkt ist jeder Mensch irgendwie sinnvoll.... Von Ausnahmen abgesehen ist jedes Leben etwas wert. Auch wenn es in etwas schräger Weise daherkommt.. |
| Crow Girl | @ Alterkelte Stimmt, mit den kumpelhaften Lehrern hatte ich meist auch Probleme, auch wenn ich wirklich nicht schlecht in der Schule war. Aber man wußte bei Ihnen nie, woran man ist und was sie eigentlich von einem verlangen. Eine Ganztagsschule hätte mir dagegen nicht zugesagt, ich fand es immer sehr wichtig, Zeit für mich selbst, meine Freunde, meine Familie und für meine Fantasien und Sehnsüchte zu haben. Denn es hat mir schon immer gereicht, meinen Geist für 6 Stunden am Tag in ein Korsett schnüren lassen, länger, das wäre nichts für mich gewesen, den Geist frei zu entfalten, das macht Menschen viel kreativer als ihn mit der Peitsche zu züchtigen. Noch heute nervt es mich, wenn ich am Tag länger als 6 Stunden in der Uni bin, danach werde ich lustlos und träume mich nach Hause. |
| Alterkelte | Crow Girl verstehe... Bei mir war es so, dass ich z.t. in einer Ganztagesschule war (mir gings eigentlich so wie dir...aber irgendwann waren meine Leistungen ziemlich schlecht usw..). dort war "gemütlich" eine Stunde Mittag und am Nachmittag um 15:30 war schluss, dafür hatte ich meine Hausaufgaben fertig und konnte frei von Verpflichtungen meinen Träumen nachgeben.........das fand ich gar nicht so schlecht... |
| Nachtelfchen | jup, kumpelhafte lehrer warn mühsam...aber eher, weil ich nicht wollte, dass die sich so in mein privatleben mischen...die sollten mir spiegel meiner schulleistungen sein, nicht psychotherapeuten. |
| Lizzy | [QUOTE][i]Original geschrieben von Alterkelte [/i] [B]... das soziales Wohlverhalten letztendlich dazu führt, dass es allen Menschen besser ginge... [/B][/QUOTE] ..um noch mal darauf zurückzukommen...glaubst du denn wirklich die Menschen wären so uneigennützig soziales Wohlverhalten auch wirklich zu leben..du müßtest doch eigentlich wissen wie egoistisch die (wenn auch nicht alle, so doch die meisten) Menschen sind... Was definierst du genau unter sozialem Wohlverhalten? Ich hab da zwar so meine Vorstellungen, würde mich aber interessieren was du darunter verstehst. |
| Lizzy | [QUOTE][i]Original geschrieben von Alterkelte [/i] [B]Bis zu einem gewissen Punkt ist jeder Mensch irgendwie sinnvoll.... Von Ausnahmen abgesehen ist jedes Leben etwas wert. [/B][/QUOTE] Bist du wirklich dieser Meinung? Meiner Meinung nach hat nichts und niemand einen Sinn........... |
| Alterkelte | Soziales Wohlverhalten ist der Sinn für gewisse Hirarchien. Bei den Wölfen funktioniert das ganz ordentlich, aber nicht beim Menschen. Bei uns sowieso nicht, denn in Deutschland gibt es nur nominelle Autorität, natürliche Autoritäten werden hier untergraben. Man könnte es aber auch mit Schleimen übersetzen.... |
| Lizzy | Soziales Wohlverhalten ist der Sinn für gewisse Hierarchien? - Klingt ziemlich abstrakt, wär nicht schlecht wenn du diesen Satz konkretisieren würdest, nur um auszuschließen, das ich dich falsch verstehe, denn für mich hat Hierarchie und der Sinn dafür weder mit Sozialität oder Wohlverhalten, noch mit einem Mix aus beidem zu tun. Und soziales Wohlverhalten und Autorität? - Halt mich für vollblöd, aber das versteh ich wirklich nicht. |
| Alterkelte | @Lizzy es geht letztlich in unserer Gesellschaft um unter-/überordnungsverhältnisse Und sonst leider nicht viel. Dies alles wird aber gerne auch religiös verbrämt als soziales Wohlverhalten und dass Gott wolle, dass man sich stets so verhalte. usw.usw. Im Grunde sagt auch Kants kategorischer Imperativ nichts anderes aus. Letztendlich ist es aber das Einfordern von Unterwürfigkeit und mit Hilfe von Schuldgefühlen, die man Menschen einredet, kann man diesen Anspruch durchsetzen...... |
| Othniel | ...ich glaub wenn ich jetzt nen Vers hier reinwerfen würde, könnte ich den alten Kelten zur weissglut bringen :D darum mach ich das mal net.. ;) der freundliche oth |
| Lizzy | @Alterkelte "...das Gott wolle das man sich stets so verhalte..." - das mag bei euch in Bayern so sein das die Religiösität eine etwas übergeordnete Rolle spielt und man ihr in allen Aspekten des täglichen Lebens Bedeutung beimisst, du vergißt dabei aber das es in Deutschland nicht überall so ist, ich z.B. komme aus einer Ecke D.s die eher atheistisch ist. Aber mit den Schuldgefühlen die man den Menschen einredet hast du mehr als recht, nur das dabei nicht unbedingt Gott und der Glaube an ihn herhalten muß sondern an das Gewissen in uns appeliert wird. ..und bitte nicht mehr so Wörter wie "kategorischer Imperativ" - das überfordert meine drei Gehirnzellen nämlich total... |
| Alterkelte | @Lizzy du scheinst Bayern wohl nur aus dem Fernsehen zu kennen.... anyway Abgesehen davon ist es für den Zeitablauf unerheblich, ob es Regionen gibt, in denen es vielleicht 40 oder 50 Jahre keine organisierte Form von Religion gab. Im Mittelalter war das, was man heute Deutschland nennt, unter der Knute der Kirche.... Atheismus ist quatsch und meiner Meinung nach gibt es so etwas gar nicht. Es mag sein, dass ein Mensch an keine bekannten Formen glaubt, aber im Endeffekt glaubt er an sich, das ist auch eine Form des Glaubens. Allerdings ist sehr arm, nichts zuzulassen was nicht mit 1+1=2 zu tun hat........... Was die Thesen Kants betrifft, so sind diese von den preussischen Königen und späteren deutschen Kaisern immer Missbraucht worden. Nach dem Prinzip "Ruhe ist die erste Bürgerpflicht" haben sie Deutschland regiert, auf Dauer zum Nachteil........... Begründet haben sie es immer mit Gott. Damals gab es in der Mark Brandenburg sehr wohl sehr viele gläubige Menschen, auch wenn es sich um "Protestanten" handelte.................. |
| cloud | Es gibt einen Kinderspruch: Was ich nicht will was man mir tu füg ich auch keinem anderen zu. Für eine schöne, heile Weltfantasie. Interessant ist daß Phädofile nicht gern mit einem Monsterdildo mißhandelt und erniedrigt werden wollen. Daß Sadisten nicht gern auch selbst gefoltert werden wollen. Konrad Lorenz spricht von einer pervertierung unseres Jagttriebs zur Gewalt und ist selbst einer der im Kriegsgefangenenlager einem anderen gern mal an die Gurgel will oder Schläge für ein durchaus nützliches Erziehungsmittel hält. Warum strebt der Mensch dann nach Liebe und Geborgenheit und wird mit diesen Bedürfnissen von den Religionen geködert? |
| Alterkelte | Der Mensch will diese Liebe nur für sich... ungeteilte Aufmerksamkeit! Wie in den ersten 12 Monaten des Daseins. Dahin wollen wir zurück! Wir alle! |
| Montrose | !!! |