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  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: Trügerischer Anschein des Scheinbaren
PelloquinVerehrte Freunde des gehobenen Streitgesprächs:

Hier ein kleines Update in Rhetorik, damit ein gut gezielter Blattschuss sich nicht als Rohrkrepierer herausstellt.

[url="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,druck-276326,00.html"][/url]
Julyaherrlicher text! *g*

wie oft rege ich mich auf, weil die leute zu doof sind, ihre eigene muttersprache zu gebrauchen....

nur werden das wieder wahrscheinlich nicht die richtigen lesen.... :rolleyes:
PelloquinJa, was soll man machen :rolleyes:

:)
charunaWirklich guter Text! Nervt es doch immer wieder, wenn manche Wörter ohne auf die Bedeutung deren zu achten, verwenden. Besonders beliebt ist dies bei Fremdwörter, bei denen man sich dann fragt, ob der Verwender schon jemals etwas von einem Fremdwörter Duden gehört hat, geschweige den ihn einmal verwendet. Ich für mich halte es so, dass ich nur Wörter in meiner Sprache verwende, deren Bedeutung ich kenne.
Heutzutage ist doch Rethorik das A und O unserer Sprache, ab und zu ein eingeworfenes Fremdwort erhöht die scheinbare Intelligenz einer Aussage!

Doch ob der Sprechende diese Intelligenz tragen kann, bleibt dahin gestellt.
GothfriedDeutschland muss es wirklich gut gehen, wenn die richtige Verwendung der Wörter "scheinbar" und "anscheinend" es einem Journalisten des Spiegel Wert zu sein scheinen, ein solches Pamphlet zu schreiben und ausführlichst darüber zu philosophieren .... :mad:
charunaWieso nicht man muss im Kleinen anfangen um das Ganze zu erfassen und ausserdem ist das eine Kritik an unserer heutigen Sprache und diese Wortvertauschungen sind eben ein Teil davon. :rolleyes:
Pelloquin*Gothfried ein mit kaltem Wasser getränktes Tuch reich, um das erhitzte Gemüt abzukühlen*

Beruhige dich. Zwiebelfisch schrieb diesen Text nicht als Leitartikel, sondern nur in seiner Kolummne.

;)

Im übrigen ist es manchmal ganz sinnvoll, sich noch einmal den Sinn verschiedener Worte in Erinnerung zu rufen.

So wird ja heute gerne Krieg für Frieden gehalten, unter der Unterwerfung aller Werte unter das Diktat des Marktes hingegen versteht man "Freiheit". Und ja: Unwissenheit ist Stärke...
AllanonDass allzu oft Wörter außerhalb ihres sinngemäßen Inhalts verwendet werden, ist Fakt, aber nicht unbedingt unbeabsichtigt.

Denn ist es nicht leichter manche Dinge auf eine Schiene zu führen, auf die man diese Sache gern haben möchte, anstatt sie mittels ausführlicher Erläuterungen zu erklären?!

Ob es da so wichtig ist, die Wörter scheinbar und anscheinend miteinander zu vergleichen ist fraglich. Da würde ich es für wichtiger halten, Begriffe wie "antisemitisch" von den Anwendern im Bezug zur Sache näher erläutern zu lassen.
Denn die fälschliche Anwendung solcher belastender Worte, nur um eine Sache oder einen Mensch/Gruppierung ins Abseits zu manövrieren halte ich für viel gefährlicher:

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