German Gothic Board
 
Boardansicht: Klick HIER und betrachte das Thema mit allen Funktionen direkt im Board.

 
  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: Die Eliteunis kommen
Pitch-BlackWas haltet Ihr von der Idee, ein paar Eliteunis in Deutschland zu schaffen. Die Idee, das die Unis untereinander konkurieren ist ja schon ein alter Hut, aber so ganz und gar hat sich in der Hinsicht noch nicht viel getan. Ich finde die Idee an sich gar nicht schlecht, hoffe aber auch, das das nicht gleichzusetzen ist, mit enormen Studiengebühren, denn das würde wieder eine Selektion bedeuten und das will ich ganz und gar nicht.


Die besten 6 Unis bekommen jeweilig einen Etat von 50 Millionen Euro, so ist die Bedingung. Nun müssen die Unis zeigen, was sie leisten und was sie wert sind.


Was haltet Ihr von der Idee der Elite Uni??
DarketIch halt die Idee für blödsinnig! Wo gibbet denn sowas wie Elite-Unis mit Weltruf? Die Amis ham welche, die Engländer ham welche und es gibt bestimmt noch genug andere, aber die alle haben eins gemeinsam: Sie haben z.T. eine jahrhunderte alte Tradition und haben Goth-was-weiß-ich wieviele andere Unis überlebt, die eben nicht das selbe geleistet haben. Ergo: Man kann doch so eine Bildungseinrichtung nicht mit Geld vollstopfen und hoffen innerhalb von nen paar Jahren eine international anerkannte Elite Hochschule zu haben. Man kann vielleicht die Unis konkurrieren lassen, so wie in diesem Land mit dem Abitur um sich geworfen wird funktioniert das natürlich nicht. Wenn die Nachfrage soviel größer ist als das Angebot kann man keinen vernünftigen Wettbewerb aufbauen. Aber das nur am Rande. Wenn man also einen ordentliche Wettbewerb aufbauen will, kann man das ja tun, müsste man noch mal Vor- und Nachteile ausdiskutieren, aber prinzipiell ok, dann aber bestimmte Institute dabei extra zu fördern widerspricht meiner Definition von Wettbewerb.
AthaIch finde die Idee eigentlich ganz okay. Solang die Aufnahmebedingung ein super Abiturzeugnis ist, und nicht das dicke Konto von Papa. Wenn diese Eliteunis finanziell mehr gefördert werden, dann fehlt es da auch nicht an Lehrmaterial, Dozenten, etc. Und dies wiederrum fördert eine bessere, umfassendere Bildung... Allerdings treiben die Eliteunis auch das Niveau an umliegenden Unis hoch, denn alle, die es nicht auf die Elite schaffen, wollen zur anderen, nächstgelegenen Uni, was die Nachfrage und somit auch den NC steigert. Letztlich werden Unis entweder etwas für Leute mit den nötigen finanziellen Mitteln oder einem 1,... Durchschnitt werden.
TiberonDie Idee ist total schwachsinnig!
Denn was soll sich dadurch denn groß ändern?
Man hat dann ne Handvoll Uni's wo es genug Dozenten usw. gibt und das wars.
Hilfreich wäre es, in jede Uni Geld reinzuschaufeln ..
IrrenderAls Student kommt man an dem Thema wohl kaum vorbei und dabei fällt auf, dass die grosse Mehrheit der Kommilitonen und Dozenten sich negativ zu diesem Vorschlag äußern.

Zurecht, wie ich finde, denn die Zustände an deutschen Unis sind teilweise wirklich erbärmlich - anders kann mans net ausdrücken - und Aeonen davon entfernt zum Niveau amerikanischer / britischer Eliteunis aufzuschliessen. Damit mein ich jetzt kaum die geistigen Fähigkeiten der Studierenden, sondern vielmehr finanzielle und in Folge davon räumliche, personelle, materialtechnische Engpässe ... wer kennt das nicht =/

Was also kaum zum umgehen ist, ist eine Erhöhung der Bildungsetats, wobei dieser dann aber allen Unis zugute kommen sollte. Desweiteren sollten die Unis eine wesentlich grössere Freiheit haben, was den Umgang mit eben diesen Geldern angeht ... das wäre mal ein Schritt in Richtung Harvard und Co.
Bildlich gesprochen kommt mir der momenten diskutierte Entwurf vor, als ob man einfach an einige bestehende Unis ne Aufschrift Elite machen will und fertig ... das wird so nicht funktioniern, weil sowas wie Darket richtig sagte, seine Zeit braucht, bis sich die Strukturen der Unis entsprechend entwickelt haben ...

"Solang die Aufnahmebedingung ein super Abiturzeugnis ist, und nicht das dicke Konto von Papa."
Natürlich darf das Scheckbuch da keine Rolle spielen, aber dann bitte Aufnahme- bzw. Eignungstests, keine NCs ... dafür sagt das Abi einfach nicht genug über ne Studiumsbefähigung aus.Ich befürworte unumstößlich Aufnahmetests für ALLE Fächer, ohne Ausnahme ... ;)


Was man noch in dem Zusammenhang diskutiern könnte, die Uni Mannheim z.B. lässt sich meines Wissens seit einiger Zeit durch Firmen mitfinanziern und im Gegenzug dafür kriegen jene Firmen dann dort Gratiswerbung ... Haltet ihr sowas für bedenklich / sinnvoll / angesichts der schlechten finanziellen Lage für zwar nicht gut, aber vertretbar / etc. ?

Auch das geht ja in Richtung dessen was in den USA Gang und Gebe ist ... ehemalige Studenten unterstützen ihre Unis später mit teilweise umfangreichen Spenden, auch lange nach dem Studium besteht bei vielen noch ein enges Verbundenheitsgefühl ... Vergleichbares kenn ich hierzulande praktisch nicht ... ( von Burschenschaften mal abgesehn, aber die Spinner sind wieder en anderes Thema ;) )
Pitch-Black@ Irrender Sprichst aus der Sicht eines Studenten, merkt man gleich, hab ich recht?

Ich finde die Idee an sich, nicht schlecht. Denn derzeit ist es so, das einerseits, die Unis kein Geld haben, ihre Bibliotheken auf dem neuesten Stand zu halten, sie müssen da um jeden Cent betteln, auf der anderen Seite, verpulvern aber auch ein paar Fachgebiete das Geld mit beiden Händen. Die machen sich gar keine Sorgen darüber, was das so kostet, was sie da verbrauchen, z.B. bei E-Technik, Maschinenbau. Da werden Versuche gestartet, egal, wie wirtschaftlich oder wie sinnig sie sind, die kosten nen Haufen Geld, aber wir habens ja. Da müßte mal ein wenig mehr die Realität aufschlagen. Wenn sie auf dem Niveau der freien Wirtschaft arbeiten würden, dann wäre dieser Geldrausschmiss nicht dermaßen hoch.

Eine Aufnahmeprüfung generell, wäre keine schlechte Idee. Denn sowas wie das Nordrheinwestphalen-Abitur, kann einfach nicht sein. Da gibt es doch Leute die bekommen mit 3 Fünfern im Zeugnis noch den Abschluss. Gibts doch nicht und die studieren dann und nehmen anderen, die sich abmühen gute Noten zu bekommen den Studienplatz weg. Unfair im Quadrat.

Insgesamt betrachtet muß an dem Vorschlag noch fleißig gefeilt werden, aber die Grundidee sollte man weiter verfolgen. Elite Unis entstehen nicht über Nacht, aber irgendwo muss man auch da mal anfangen. Die Konkurrenz der Unis untereinander ist ne tolle Idee. Das würde mal die Attraktivität steigern, denn derzeit verlassen sie sich doch zu sehr auf die ZVS. Sie bekommen ja ihre Studtentenquote und können arbeiten, aber wenn sie jetzt für ihre Studentenquote selbst arbeiten müssen, sprich, durch ihre eigene Attraktivität um die Studenten werben müßten, dann würden doch so manche anders arbeiten. Es gibt so einige Kapitalleichen bei den Unis. Da wird schon so manch Geldbatzen verpraßt, für Nonsens.

Ich bin für die Elite Unis, unter der Bedingung, das Geld für die Aufnahme keine Rolle spielt, sondern nur das Können, festgestellt per Aufnahmetest.
Irrender@ Irrender Sprichst aus der Sicht eines Studenten, merkt man gleich, hab ich recht? Jo haste =)

Ok, um ausnahmsweise etwas entgegenkommend zu sein, ich bin nicht generell und für alle Zeiten gegen Elite Unis ...
Aber man sollte nicht versuchen, Elite Unis zu erzwingen, sondern einen fruchtbaren Nährboden schaffen, auf dem dann Elite Unis wie Pilze ausm Boden schiessen können ... mehr oder weniger =)


Zum Thema Konkurrenz untereinander, auch hier denke ich, könnten Eignungstests in Verbindung mit Aufnahmebeschränkungen nen Unterschied machen, da die Unis dann vielleicht versuchen würden, sich attraktiver zu machen, um gute Studenten anzuziehen ... denn hier is auch wieder ein grossen Problem zur Zeit, dass viele Unis in vielen Fächern hoffnungslos überfüllt sind ... z.B. Uni HD, Studiengang Politikwissenschaft: 700 Studienanfänger dieses Semester aufgrund des Wegfalls des NC => Nix geht mehr

Auch das gibts ja an den Elite Unis im Ausland nicht, da kommen etwa 10 Studenten auf einen Dozenten ... und das da ein angenehmeres und folglich effizienteres Lernen und Schaffen möglich ist, als bei einer Einführungsveranstaltung in der Uni-Aula muss man wohl nicht extra erwähnen ... da bin ich echt froh, dass meine Fächer kaum überlaufen sind =)


Was du ansprichst, dass einige Fachbereich Gelder verschwenden, mag stimmen oder auch nicht, dazu kenn ich mich mit den verschiedenen Fachbereichen noch zuwenig aus ... denke mal, das ist auch ziemlich Auslegungssache, was jetzt Verschwendung ist und was nicht ... ;)

Aber ich werd mal drüber schlafen ... jetzt ... tief und fest, süss träumend ... So denn, geruht Euch wohl da draussen
TiberonJa, das "sozial" ist der ?PD irgendwie abhanden gekommen.
Naja, eigentlich ist die Idee an sich so aberwitzig, daß es kaum lohnt sich damit auseinanderzusetzen. Ich hoffe, die ziehn das nicht ernsthaft in Betracht.

PS: 30% aus der 4. Klasse, die nicht richtig schreiben und lesen können scheint mir etwas ... also das kann ich nicht so ganz glauben
DarketDie dreißig Prozent sind glaub ich nicht national-flächendeckend, sondern die Extrembeispiele bestimmter Regionen.

@Montrose *lol* haste was gegen Leute, die in LAtein ne Fünf hatten *mal betont unauffällig in die Luft guck*

Und mal ganz ehrlich, wer in diesem Land ist denn in der Lage ne ordentliche Bildungspolitik auf die Beine zu stellen? CDU? Hat versagt, ham mer gesehen. SPD? Versagt grade, können wir bei zuschauen. FDP? Passt ma auf die privatisieren gleich das ganze Schulsystem. Die Grünen? Die reden zwar drüber, aber was konstruktives haben die noch nicht beigetragen. PDS? Wer?
Irrender"Der Trick an guter Lehre und Wissenschaft besteht jedoch in Flexibilität. Wo eine brillante Idee auftaucht, läßt sich nicht vorhersagen. Aber wenn sie auftritt, dann muß man sie schnell und vorbehaltlos unterstützen, damit so etwas wie Elite entsteht. Von dieser Flexibilität ist Deutschland mit seiner bürokratischen Schwerfälligkeit noch sehr sehr weit entfernt."

Schnell und flexibel neue Ideen unterstützen, davon ist der Mensch als solches weit entfernt ... und das man neue Ideen vorbehaltlos unterstützen soll ... äh erläuter bitte nochmal was genau du damit meinst, denn ich kann mir aufgrund des restlichen Beitrags net vorstellen, dass du das so meinst, wie ich es versteh =)


"Elite ist an Personen und nicht an Unis gebunden. Wenn man Unis mit Geld vollstopft, hat man einen schwerfälligen Moloch herangezüchtet." ... "Wenn es die SPD mit der Elite ernst meinte, würde sie sich aus der Hochschulordnung weitgehend raushalten, den Universitäten Autonomie und das Recht, Studiengebühren zu erheben, geben und die Wirtschaft auffordern, sich an den Ausbildungskosten von Akademikern zu beteiligen. Die Allgemeinheit zahlt die Ausbildung von Akademikern, Konzerne schlagen aus der Ausbildung Profit.... da stimmt was nicht ganz."

Da stimm ich dir voll und ganz zu, aber darüber hinaus kann die Politik trotzdem versuchen, wie oben gesagt einen entsprechenden Nährboden zuschaffen bzw. ein gutes Arbeits- / Lern- / Forschungsumfeld, woraus sich dann personelle Eliten entwickeln können ...


"Es wird keine Elite-Universität in Deutschland geben, es gibt keine Elite, es gibt immer mehr geistig Verblödete in Deutschland. 30 % aller Grundschüler der vierten Klasse kann nicht richtig lesen und schreiben"

Bezieht sich das jetzt auf die IGLU Testreihe kürzlich ? Da haben nur 7 unsrer 13 Bundesländer ( oder so ;) ) an diesem kürzlich erfolgten Test mitgemacht und die Unterschiede dabei waren immens. Folglich ist das Ergebnis kaum repräsentativ für Gesamtdeutschland ... ohne jetzt zu weit vom Ursprungsthema abschweifen zu wollen ...
Wardog20kMal ne frage zwischendurch wer beurteilt eigentlich und vor allem wonach wird beurteilt welche Uni die "BESTE" ist? Ich habe mich mit dem Thema persönlich nicht so ganz auseinandergesetzt.
MontroseIch hab mein Geschreibsel von gestern Nacht gelöscht, um meine Meinung sachlicher darzustellen.

1. Unter Elite verstehe jetzt einfach mal, daß jemand eine besonders bedeutende Entdeckung oder Erfindung macht. So etwas kann man nicht planen, sondern es passiert oder passiert nicht.

2. Es gibt zwei Möglichkeiten, "Elite" zu fördern. Entweder man buttert in Institutionen sehr viel Geld in der Hoffnung, daß dadurch die Rahmenbedingungen für Entdeckungen besser werden. Die andere Möglichkeit besteht darin, zu schauen, wo sich eine entsprechende Entdeckung anbahnt, und erst dann reinzubuttern.

3. In Institutionen vorab reinzubuttern (1. Möglichkeit) braucht Zeit zur Planung etc. Wenn die SPD-Regierung so scharf darauf gewesen wäre, diese Schiene zu fahren, hätte sie damit gleich bei Regierungsantritt anfangen müssen. Tatsächlich wird Bildung erst jüngst zum Thema, ohne daß Forschungsgelder nennenswert aufgestockt worden wären. Immer mehr Studienabgänger gehen aufgrund der derzeitigen Propaganda in die Forschung, die Stipendien/Stiftungen etc. sowie die Ausstattung steigt hingegen nicht. Die Folge ist: die Forschungssituation hat sich durch die SPD-Propaganda drastisch verschlechtert, weil mehr Leute sich die Einrichtungen teilen müssen.

4. Die sogenannten Elite-Universitäten in den USA können nicht als Vorbild dienen, weil sie in einem ganz anderen kulturellen Umfeld in langer Tradition entstanden sind. Wir können nicht einfach unser Bildungssystem --- das ich prinzipiell gar nicht so schlecht halte --- völlig umkrempeln und mal hundert Jahre warten. Das deutsche Bildungssystem ist nicht schlechter als das amerikanische, aber es wurde heruntergewirtschaftet und vernachlässigt. Ein deutscher Abiturient wäre, vorausgesetzt die Lehre hätte das entsprechende Niveau, fast so gut wie ein amerikanischer Bachelor. Diesen neuen Bachelor-Mist bräuchte man an der Uni also gar nicht. Sondern ich würde exakt das Gegenteil wie die SPD machen: Das Abitur so verlängern -- z.B. auf 14 Jahre Schulzeit -- daß die Leute gleich zum Abitur den Bachelor erwerben.

5. Anstatt ständig neue, völlig idiotische Reglementierungen einzuführen (das neue Hochschulrahmengesetz ist ein dirigistischer Rohrkrepierer, die Einmischung des Bundes in Ländersache widerspricht der Idee des Wettbewerbs, "Elite"-Universität" ist eine bürokratistische Festlegung, welche nicht auf mögliche Veränderungen --- eine gute Universität wird schlechter, eine schlechte Universität wird besser --- reagieren kann), müßte man das Ganze flexibilisieren. Da müßte ein richtig großer Geldpool her, aber man wartet mit Investitionen erst mal ab, wo sich was entwickelt. Wie schon gesagt, wo sich etwas Außergewöhnliches ereignet, kann man nicht vorausplanen. Also erst mal Zurückhaltung. Wenn aber klar ist, daß an irgendeiner Universität (ob Elite oder nicht, ist scheißegal), sich was interessantes abzeichnet, dann muß die Förderung sofort und ohne viel bürokratische Hemmnisse erfolgen.

6. Konkurrenz kann sich nur dann ergeben, wenn sich der Bund aus der Reglementierung von Universitäten heraushält. Die Universitäten brauchen größtmögliche Autonomie, wie sie ein bestimmtes Budget ausgeben und welche Gebühren sie erheben. Politiker des Bunds sind keine Experten, was Vorort notwendig ist.

7. Zur Auswahl von Studierenden: Ich hab mal gehört, daß in Frankreich alle mit höherer Schulbildung das erste Jahr studieren dürfen, aber in diesem Jahr extrem nach Leistung ausgesiebt wird. Das wäre der richtige Weg. Da könnte man sich Auswahlgespräche, NC usw. sparen, das Verfahren wäre also ökonomisch. Zweitens, die Auswahl wäre angemessener. Abitur, NC, aber auch Auswahlgespräche sagen relativ wenig über den Studienerfolg aus. Die Studienleistung in den ersten zwei Semestern ist ein besserer Indikator. Drittens, die Leute würden von Anfang an viel lernen, anstatt rumzubummeln.

8. Finanzierung. Da müßte ein Mischmodell her, bei dem alle etwas zahlen. Der Studierende (auf der Grundlage eines Darlehens), aber auch das Land und die Wirtschaft. Zwei Dinge sollten dabei im Zentrum stehen:
a. die Studierenden müssen finanziell aureichend ausgestattet werden. Wenn die Leute noch nebenher Jobben müssen, dann hat die Förderung ihr Ziel verfehlt. Studium ist Full-time-job. Da darf es nichts nebenher geben (außer Praktika o.ä.).
b. Es müssen finanzielle Anreize geschaffen werden, flott abzuschließen. Wer schnell studiert, soll weniger zurückzahlen müssen.

@Darket. Ja, ich hab was gegen Leute, die in Latein eine Fünf haben, weil die gar nicht begreifen, was ihnen eigentlich entgeht. Latein ist der Einstieg in viele Fächer (Jura/Rechtsgeschichte, Philosophie, Geschichte, Politik, Kunst, Theologie, Medizin). Wenn man Latein kapiert, kann man viel über den Menschen lernen. Ich halte es für verplemperte Lebenszeit, wenn die Leute ihr Abi bloß absitzen, ohne sich für was zu begeistern. Da wäre Realschulabschluß besser. Wenn Latein nicht Deine Stärke ist, dann bist Du hoffentlich in einem anderen Fach spitze.
IrrenderNa toll, jetzt find ich fast nix an deinem Beitrag, wo ich nicht zustimmen kann ... wie soll man denn auf sowas antworten ? =)

kurz zu deinem 2. Punkt:
Wie bei so vielen Dingen, wo es zwei Extrempositionen gibt, liegt das Optimum wohl auch hier irgendwo dazwischen, sprich in einer Mischung von guten Rahmenbedingungen und gezielter Förderung einzelner Forschungsprojekte.

zu 7.:
"Die Studienleistung in den ersten zwei Semestern ist ein besserer Indikator. Drittens, die Leute würden von Anfang an viel lernen, anstatt rumzubummeln."
Dafür gibts bei uns ja die Orientierungsprüfung, das Problem dabei ist nur, dass der praktisch keine Bedeutung beigemessen wird und sie mehr eine Formsache als eine echte Prüfung ist ...
Noch was zum Rumbummeln ... mir haben diverse Dozenten aller möglichen Fächer gesagt, ich soll lieber ein Semester länger machen und dafür mehr mitnehmen, als nur so schnell wie möglich das Grundgerüst aufzubauen und nen Abschluss zu machen. Ich muss sagen, dass ich dem voll und ganz zustimm, denn man merkt das echt vielen Leuten an, dass sie ihr Studium nicht wirklich interessiert, sondern nur ein Abschluss auf Teufel komm raus ...

Ebenfalls kurz zu 8.:
"b. Es müssen finanzielle Anreize geschaffen werden, flott abzuschließen. Wer schnell studiert, soll weniger zurückzahlen müssen."
Auch hier sollte Schnelligkeit nicht alles sein. Sinnvoll wäre hier ein Mittelweg zwischen Intensität und Schnelligkeit ... kurz, das Studium sollte vor allem effizient sein, nicht vor allem schnell

... und zu Latein ... es is ne interessante Sprache, aber auch nicht das non plus ultra ... also man kann durchaus auch ohne Latein ein halbwegs brauchbarer Mensch sein =)
Aber ernsthaft, wozu brauch ich Latein für Politik ? Oder Medizin ?
Die Fachbegriffe kann ich auch ohne Wissen über Deklinationen, Konjunktionen etc. lernen oder nicht ? Sicher ist es für z.B. Philosophie sinnvoll und oft auch wichtig den Quellentext zu untersuchen anstatt sich blind auf eine Übersetzung zu verlassen, aber die Liste der Fächer, in denen gute Lateinkenntnisse unabdingbare Vorraussetzung sind, ist doch recht .... überschaubar.
Duionkommt mir alles vor wie ein schlechter scherz was die politiker da alles veranstalten
Darket@Montrose
Die Zeiten in denen ich ne Fünf in Latein hatte sind auch vorebi, abgesehen davon, dass ich garkein LAtein mehr hab....naja aber es gibt so nen paar Sachen, die sogar ich kann....erstaunlicher Weise nen Großteil von den Sachen, die du genannt hast.... Recht, Politik, Geschichte, Philosophie....aber der ganze Latein-Kram hilft wirklich weiter, da haste schon recht, aber von mangelnden Latein-Kenntnissen auf mangelnde Qualifikation als Ministerin zu schließen halte ich für ein wenig gewagt (was nicht heißt, dass ich an der Qualifikation von Frau Bulmahn nicht auch meine Zweifel habe).
Aber dem was du gesagt hast stimme ich prinzipiell zu, ich habe allerdings auch meine Zweifel daran, dass das französische Prinzip, der einjahres Studienberechtigung so optimal ist. Ich habe den starken Eindruck, dass gerade die ersten Semester an der Uni weit stärker motiviert sind und weit mehr zu härterer Arbeit bereit sind als die späteren. Nicht umsonst sehnen sich extrem viele Erst- und Zweitsemester nach der bequemen Schulzeit zurück. Die meisten Studienabbrecher stammen erstaunllicher Weise nicht aus den ersten Semestern, die nach nem halben Jahr gemerkt haben, dass das gewählte Fach doch nicht ihres ist (was ja durchaus vorkommen kann), sondern , soviel ich weiß aus den mittleren, so ab dem fünften Semester.
Aber ich denke du hast unzweifelbar recht, dass es ein zumindest sinnvolleres System ist als dieser schwachsinnige Monster-NC, der völlig fern jedweder Realität ist. Es kann doch nicht sein, dass man, so wie ich, aus einer Stadt mit drei(!!!) Universitäten kommt und es ohne einen Abiturschnitt von 1,3, den ich einfach nicht schaffe nicht möglich ist ein Lehramtsstudium anzufangen. Da kann irgendwas nicht funktionieren!
Ok jetzt hab ich wieder persönliche Frustration rausgelassen ;) , aber prinzipiell funktioniert da was nicht und nach dem Prinzip das du genannt hast wäre es ja immerhin möglich es zu schaffen und die entsprechende Motivation gleich voll einzusteigen würde gratis mitgeliefert. Is also zumindest sinnvoller, als das derzeitige System (auf das nach meiner Ansicht nach nicht ganz unwichtige Beispiel ICH bezogen :D ).
DemonOfLove(nur den eröffnungsbeitrag gelesen)

ich befürchte diese eliteunsis treiben uns in ein2-klassensystem... denn dadurch wird höhere bildung immer teurer und es kann sie sich nicht mehr jeder (was ja nicht einmal jetzt unbedingt der fall ist) leisten

lg Demon
AndhrimnirHallo

Ich kann zwar nicht für Deutschland sprechen, aber als Student in Österreich möchte ich trotz allem meine Meinung dazu kundtun. Soviel Unterschied dürfte im Prinzip nicht sein.
Die Elite-Unis wie ich sie kenne, über Fernsehen und Printmedien, sind wahrscheinlich auch nicht so gut wie es Ihr Ruf glauben machen will. Vor allem sehe ich die Gefahr das man mit der Bildung von "Elite-Unis" eine Spaltung der Studenten in zwei Klassen erreicht. Wer darf denn nun auf die bessere Uni? Der mit mehr Geld, mehr Wissen, besseren Noten?
Über den Notendurchschnitt der Matura zu gehen ist meines Erachtens nicht die schöne Lösung, denn auch Schulen haben in ihrer Benotung eine große Streubreite. Meines Erachtens sollte das Maturazeugnis nur einen Teil der Aufnahmekriterien sein. Ein Aufnahmetest der die allgemeinen geistigen Fähigkeiten wie Kombinationsgabe, Logik und auch noch andere Bereiche abdeckt wäre vielleicht ganz gut. So geht es nicht darum wieviel der Einzelne gelernt hat sondern ob er mit dem was er vor sich hat zurechtkommt.

Im Enderfolg kann man aber den Studenten auch nicht mehr beibringen als an Wissen vorhanden ist. Meiner Meinung nach ist der größte Unterschied zwischen einer normalen Uni und einer wirklich guten Uni die Betreuung der Studenten durch die Professoren. Das Problem an vielen Unis sind wahrscheinlich gar nicht die Professoren sondern die Vielzahl von Studenten. Heutzutage gilt jemand mit einer einfachen Matura nach dem Gymnasium leider nicht mehr sehr viel. Hier wäre wohl der nächste Angriffspunkt der mehr bringen müßte als einzelne hochgejubelte Unis, eine breite solide Ausbildung die etwas wert ist würde vielleicht den Zustrom zu den Universitäten verkleinern.

Weil in anderen Beiträgen auch die Studienabbrecher angesprochen wurden:
Wieder ist hier meiner Meinung nach nicht die Uni schuld sondern schon das Vorfeld in der Schule. Wieviel erfährt man während der Schulzeit über eine Uni? Zu Beginn des Studiums wissen viele Leute noch gar nicht ob sie es auch wirklich interessant finden da sie zuwenig Informationen darüber haben.

Ein weiterer interessanter Punkt der auch in den Beiträgen vor mir schon angesprochen wurde ist die Effizienz und Qualität eines Studiums.
Ich stimme dem voll zu das man hier einen Mittelweg zwischen einem schnellen Studium aber auch einer guten Qualität gehen sollte. Dazu müßten aber die Studienpläne neu konzipiert werden und vor allem die einzelnen Vorlesungen genauer betrachtet werden welchen Inhalt sie haben.

Gut, meiner einer muß nun weiterlernen.
MfG
Andhrimnir

German Gothic Board
 
Boardansicht: Klick HIER und betrachte das Thema mit allen Funktionen direkt im Board.

 

German Gothic Board

Startseite Chat Grüße SchwarzKultur