| Zweiundzwanzig | Liebe Freunde der dunklen Weisheit, ich habe mich in den letzten Monaten damit beschäftigt einen Artikel über angeblich rechte Tendenzen in der Szene zu schreiben. Vielfach wurde mir vorgeworfen unverständliches Zeug geschrieben zu haben, daher mangelt es mir bisher noch an kritischen Kommentaren und Anregungen. Wäre gespannt Eure Meinungen zu erfahren.... [URL=http://gothic.hu/fascis_negro/fascis_negro.pdf]Der Artikel [Fascis Negro][/URL] ANMERKUNG: Es wird ein PDF–Dokument runtergeladen (Men.) 22 |
| cloudZero | Junge Junge, das ist aber ganz schön wirr, was du da schreibst. Ich hab das Gefühl, dass du dich an einigen Stellen in deinen Gedankengängen verlierst. Versuche, dich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Ein Beispiel: "oder sei es Tilo Wolf, der einer ganzen Generation von Gothics eine gewisse Ästhetik und Sprache anerzogen hat". Also ich bin wahrlich kein Lacrimosa-Fan, aber 1. verstehe ich nicht, was das mit dem Thema zutun hat und 2. hat es diese Ästhetik schon viel früher gegeben. Was deine Ausführungen über Laibach angeht: Ich kann dem ganzen einfach nicht folgen. (Grundidee NSK / Laibach) Entweder bin ich einfach zu dumm oder ich habe einfach keinen Zugang zu dem was du mitteilen willst oder aber du schreibst zu kompliziert. Hoffentlich hab ich dich nicht allzu sehr entmutigt. Grundsätzlich find ich die Idee gut und wünsche dir Alles Gute. Überleg dir, was deine Grundaussage ist und versuch es mit einfacheren Sätzen zu formulieren, damit auch so einfach gestrickte wie ich das verstehen ;-). |
| Zweiundzwanzig | @zero: bzgl Tilo: Tilo hat die fragliche Ästethik personifiziert und hat es den Leuten somit einfacher gemacht sich mit etwas zu identifizieren. Quasi die auflösung des selbst in der subkultur, oder annahme der gottform, um es mal magisch auszudrücken. ;) bzgl. bereits vorhandener Ästethik: Sicherlich, weite hosen gab es auch schon vor Eminem.... Was nun den NSK angeht, was genau verstehst Du denn nicht? ps.: danke für die wünsche.... 22 |
| TheTurningPoint | @ Zweiundzwanzig: Ich kann mich nur den Sätzen von cloudZero anschließen. Die Idee ist gut, aber das Resultat [b]erscheint[/b] als ziemliches Wirrwarr. [QUOTE][i]Original geschrieben von Zweiundzwanzig [/i] [B]bzgl Tilo: Tilo hat die fragliche Ästethik personifiziert und hat es den Leuten somit einfacher gemacht sich mit etwas zu identifizieren. Quasi die auflösung des selbst in der subkultur, oder annahme der gottform, um es mal magisch auszudrücken. [/B][/QUOTE]Du solltest dich einmal näher mit dem [b]Inhaltlichen,[/b] statt mit der Ästhetik und Sprache befassen, zum Beispiel mit den Texten von "Fassade" (u.a. bei [URL]http://www.stolzesherz.de[/URL] zu finden). Dort bringt Tilo Wolff genau das Gegenteil von dem was du hier schreibst zum Ausdruck. Ich bin nicht "Fan" von Lacrimosa, weil sie eine bestimmte Ästhetik "anerziehen", sondern wegen der vermittelten Denkanstöße. Gleiches gilt für Death In June, denen ich anfangs eher skeptisch gegenüberstand. Du hast die Rahmenbedingungen für die Arbeit von Künstlern recht genau umrissen: [QUOTE][B]Letztlich ist es doch soweit gekommen, dass im Groben der kommerzielle Erfolg eines Künstlers gleich seiner Akzeptanz ist. ... Was aber kommerziell erfolgreich ist/ werden kann liegt in den Händen einiger weniger Firmen.[/B][/QUOTE]Da stellt sich doch die Frage, was Künstler unter diesen Bedingungen überhaupt an Denkanstößen vermitteln können, und wie sie das tun können. Da der Spagat zwischen künstlerischem Anspruch und "kommerziellem Erfolg" (a la DSDS etc.) ziemlich groß ist, bleibt fast nur der Weg über Auffälligkeiten und Provokationen. Die Gefahr besteht, daß die Provokationen mißverstanden werden, wenn nicht vom angesprochenen Publikum, dann eben (mehr oder weniger planmäßig) von "fragwürdigen Wenigen" ... Und die Gefahr des Mißverstehens durch die Fans wird um so größer, je stärker deren Zugang zu Informationen und der Umgang mit diesen reglementiert und eingeschränkt wird (durch "Kopierschutz", "Jugendschutz", "Markenschutz" und allerlei andere Formen der Zensur). [QUOTE][B]Was nun den NSK angeht, was genau verstehst Du denn nicht? [/B][/QUOTE]Abgesehen davon, daß du die "Verlautbarungen" von Laibach und NSK nicht hinterfragst, ob sie nicht auch zu den Auffälligkeiten und Provokationen gehören, die dazu dienen, Denkanstöße zu befördern, hast du einen anfangs in deinen Betrachtungen genannten Punkt danach nie wieder aufgegriffen, der aber m.E. "bezüglich angeblich rechter Strömungen innerhalb der sog. Schwarzen Szene" sehr wichtig ist: [QUOTE][B]Wie diese Verwendung nun auf die Anhänger der jeweiligen Künstler wirkt, ist eine andere Frage.[/B][/QUOTE] |
| discordpAnk | Der Artikel wirkt streckenweise wie eine Rechtfertigung, sich nicht mit dem ausbreiten rechter Tendenzen zu befassen. Provo ist richtig, wichtig und auch nicht das Problem. Das sehe ich dort, wo Veranstaltungen wie das WGT als Rekrutierungsmilieu rechter Gruppen missbraucht werden. (Dass die "Junge Freiheit" hierüber unter der Überschrift "Alteuropäisch und das mit Stolz" berichtet, spricht meiner Meinung nach eine deutliche Sprache.) Damit dieses Problem in die Ecke der gerechtfertigten Provokation, und damit des persönlichen Gusto, zu schieben, nur damit die "Unschuldigen" nicht darunter leiden, mit Nazis verwechselt zu werden, ist zwar ein edeles, jedoch auch gefährliches Ansinnen. Lieber sollten diese in Kauf nehmen, sich einmal mehr für ihr Handeln vor albernen Bürgern rechtfertigen zu müssen, als auf diese Art ein Hintertürchen für rechtes Gedankengut zu öffnen. If the Kids are united. . .! |
| Loup de nuit | Bonjour zweiundzwanzig, verdammt viel Arbeit und Mühe stecken in diesem Artikel, aber wenn Du ihn veröffentlichen willst fehlt noch einiges an journalistischer Überarbeitung. Bis dato handelt es sich eher um einen, sorry, "Aufsatz mit viel Herzblut". Du überforderst den Leser. Das Fazit sollte nach vorne, dann solltest Du die allgemein bekannten Begrifflichkeiten nicht weiter erläutern. Dadurch verliert man den Faden und wer bitte weiß nicht was Faschismus ist? Menschen die das nicht wissen, lesen einen solchen Artikel ohnehin nicht. Du musst Dir darüber klar sein welche Bevölkerungsgruppe dieses Werk lesen soll. Klingt verdammt überheblich, ´tschuldigung ist wirklich nicht so gedacht, zumal ich selbst ähnliche Schwierigkeiten habe. Ein Doz hat mal zu mir gesagt: "Du musst aufhören zu sabbern, wenn Du schreibst." soll heissen, dass ich gefühlsmässig oft viel zu stark an den Themen teilhabe. Abstand gewinnen heisst die Devise. Jetzt habe ich aber genug kluggeschissen - nochmal sorry, Loup |
| Zweiundzwanzig | @Turning.: Nochmals zu Tilo: Ich mochte seine ersten fünf Alben auch, und will sein Schaffen auch nicht schlecht reden. Sollte das so wirken, stelle ich dies hiermit richtig. Ferner meine ich auch nicht dass er Leute bewußt etwas anerzieht, vielmehr sehe ich in ihm eine Ikone. Stichwort Provokation und Zensur: Keine Widerrede, sehe ich nicht anders. NSK: Ich habe den NSK absichtlich nicht schriftlich hinterfragt, dies überlasse ich jedem selbst. Tendenzen: Righty, mag sein dass während der Arbeit etwas vom thema abgekommen bin. Ist eben nur ein Stück schriftlichen Nachdenkens. @Discord: Zugegeben die JF spricht zuweilen eine tendenziöse Sprache. Andererseits stellt sich doch die Frage ob nicht, sowohl unsere 'schwarze' Gesellschaft als auch unsere deutsche Gesellschaft generell im Zuge ihrer Meinungs- und Redefreiheit damit zurecht kommen muss wenn sich auch das rechte spektrum äußert. @Loop.: Danke für die Blumen, und kluggeschissen hast Du nicht. Ich habe tatsächlich den Leser bei der ganzen sache nicht bedacht, aber sei's drum. Aber mal eine fachliche Frage: Wie genau müßte diese Überarbeitung durchgeführt werden? Hättest Du soetwas wie eine Arbeitsanweisung? Danke nochmals an alle für die Kommentare.... 22 |