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  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: Black Box BRD
ange gardienGestern kam auf 3 Sat der Doku-Film "Black Box BRD" in
dem u. a. über den Lebensweg des RAF Terroristen Wolfgang
Grams berichtet wurde. Sein Ziel, und das der anderen
RAF Angehörigen, war die Vernichtung des "Schweinesystems,
das auf der Ausbeutung der einfachen Menschen durch die
Obrigkeit beruht" ( in etwa so haben diese Leute ihren
"Kampf" beschrieben ).

Ich war Ende der Siebziger noch zu klein um wirklich etwas über
die Verhältnisse damals zu wissen.
Wenn ich mir unsere heutige Zeit anschaue habe ich aber
das Gefühl das es mit der Vera****erei des "kleinen Mannes"
durch Politik und Wirtschaft noch nie so schlimm war wie
heute.
Die dritte Welt wird ausgebeutet wie eh und je und wenn
die Entwicklung der Aktienkurse nicht ganz den Erwartungen
entspricht entlässt man halt mal schnell ein paar tausend
Leute. Derweil schieben sich Manager Gehälter ein die nichts
mehr mit der Realität zu tun haben und unsere Politiker
tun nichts dagegen weil sie viel zu sehr damit beschäftigt
sind ihre eigene Machtposition auszubauen.

Meine ( ganz provokante ) Frage: War die RAF 30 Jahre zu
früh aktiv bzw. ihrer Zeit voraus?

Wenn es mit unserem Land aus og. Gründen noch weiter
bergab geht, hätte die RAF heute den Rückhalt in der
Bevölkerung den sie damals nicht hatte?


( Ich möchte klar stellen das ich weder RAF Sympathisant
bin noch ihr nachttrauere. Ich verurteile jegliche Form
terroristischer Gewalt gegen Menschen. Mein Ziel
ist es nur eine Diskussion zu diesem Thema anzukurbeln ).
Duiondieses ausbeutungsprinzip gibt es wohl schon sehr lange, der unterschied zwischen früher und heute besteht darin, dass früher eher mit gewalt ausgebeutet wurde und heute mit manipulation, psychologie so dass diejenigen nichts davon mitkriegen.
du bist wohl auch ein opfer dieser manipulation, denn wenn du jegliche form von gewalt verurteilst so hast du wenig chancen diese system zu zerstören, es wird gerne mit dem schlechten gewissen gespielt. nun gut zugegeben ich finde es auch keine elegante lösung mit terror zu antworten, aber wenn einem keine wahl gelassen wird muss man es wohl aktzepieren. viel eleganter wäre hingegen die unterdrücker mit den eigenen waffen zu schlagen. beides ist schwierig da die machthaber halt die größte macht darüber haben.

ich finde es gut dass es leute gibt die sich nicht verarschen lassen und die selbst denken können. heutzutage gibt es ja auch leute die sich das nicht gefallen lassen, siehe die terroranschläge die jeden tag viele menschen töten.
joyJa, das stimmt, heute wird viel mehr mit Psyche manipuliert.
Wir hatten gestern noch die Diskussion über Aufstand des Volkes.
Ich denke, das deutsche Volk ist einfach zu faul geworden. Man siehe im Gegensatz Frankreich die im moment auch wieder was anzetteln.
Wenn dem Volk in diesem Land etwas versprochen wird, sind sie zufrieden, jammern, weil man sie belogen hat aber letztendlich ändern sie nichts daran.
Ehrlich gesagt, ich hätte nichts dagegen, wenn es sowas wie die RAF noch einmal gibt. Klar, Gewalt ist nicht der beste Weg, aber langsam aber sicher scheint es anders auch nicht mehr zu funktionieren.
Das Land hat 80 Milliarden Euro Schulden, bezahlt Polizeiautos neue Sirenen, wo es einen doch ziemlcih egal sein kann, welchen Klang die Sirenen haben, sparen aber am Gesundheits - und Schulwesen. Wo ist der Sinn? Alle jammern, doch keiner tut etwas.
RobertoSmithoNur mal so am Rande:

Die Leuts von der RAF (Baader, Meinhof und Konsorten) waren generell mal wohl nicht die schlauesten Individuen denen ich ein verantwortungsvolles Handeln und jegliche Logik in der Vorgehensweise mal absprechen würde.

Die hier in einer neuen Zeit positionieren zu wollen find' ich echt mal nicht minder unterbelichtet......

Wenn Ihr was ändern wollt' dann malt Plakate und versammelt Euch auf der Strasse. Aber ruft bitte nicht den unsinnigen blinden Terror der 70er herbei.
joyVielleicht war der Weg der RAF nicht der interlektuellste, aber das hat ja auch keienr Behauptet.
Aber glaubst du wirklich, das Plakate malen und auf die Straße gehen heute noch fruchtet. Natürlich wäre es schön...aber ich glaub nicht, das soetwas die Politiker dazu bewegt irgendetwas anders zu machen.
uthoAnhand von diversen Informationen und Gerichtsverfahren muß man doch fast davon ausgehen das der Verfassungsschutz den überwiegenden Teil der 3. Generation der RAF stellte .
Betrachtet man das Szenario mit den ersten Beiden RAFs unter der Zuhilfenahme der Thesen Macchiavellis - stellt sich mir die Frage wieviel echte RAF es wohl wirklich gab .
Duiondie politiker würde dich nur auslachen wenn du plakate malen und dich versammeln würdest.
ich glaube auch kaum dass du weit kommst wenn du zb im irak mit nem plakat umgehängt weit kommst ohne übern haufen geballert zu werden. :D

du musst schon etwas tuen was wirklich schmerzhaft ist für die führungssysteme, auch eine gute methode abgesehen von terror ist in aller öffentlichkeit wo es möglichst viele mitkriegen (zb fernsehen) grade diese probleme anzusprechen.
ist ja auch nicht so wichtig ob diejenigen von der raf so clever waren, heutzutage zählt eher quantität, hauptsache ist der störfaktor ist groß genug.
RobertoSmitho[QUOTE][i]Original geschrieben von joy [/i]
[B]Vielleicht war der Weg der RAF nicht der interlektuellste, aber das hat ja auch keienr Behauptet.
Aber glaubst du wirklich, das Plakate malen und auf die Straße gehen heute noch fruchtet. Natürlich wäre es schön...aber ich glaub nicht, das soetwas die Politiker dazu bewegt irgendetwas anders zu machen. [/B][/QUOTE]
Es klingt jetzt vielleicht ein wenig naiv, aber erst das falsche wählen und danach im eigenen Kämmerlein vor sich her jammern ist wohl auch nicht der richtige Weg.

Beim "Plakatemalen" und "auf die Strasse gehen" ist's eine Frage der Quantität. Leider ist sich auch hierfür der Deutsche etwas zu bequem.

Dieses Land braucht radikale Reformen. Dafür braucht's keine Gewalt und schon gar keine RAF (die wohl meinte daß sie obige Quantität durch qualitativ hochwertige Gewalt ersetzen konnte).

Es braucht nur eins: Mutige Politiker die sich nicht laufend herumdrehen und ängstlich nachfragen ob das was sie machen richtig und medienwirksam ist.
Duionich bin immer noch für entmachtung dieser politiker usw, denn macht und vernunft schließen sich gegenseitig aus.
RobertoSmitho[QUOTE][i]Original geschrieben von Duion [/i]
[B]ich bin immer noch für entmachtung dieser politiker usw, denn macht und vernunft schließen sich gegenseitig aus. [/B][/QUOTE]
Macht und Vernunft schliesst sich keineswegs aus.

Leider sind's immer wieder Deppen die in unserem Land die Macht "bekommen".

Helmut Schmidt war der einzig "vernünftige". Was draus geworden ist wissen wir ja......er wurde entmachtet......
Duiones ist ja wohl eindeutig, dass diejenige mit der meisten macht für das meiste unheil verantwortlich sind: hitler,sadam,stalin,bush,mao usw

und wenn dieser vernünftige entmachtet wurde war er halt nicht mächtig genug
du sagst erst das diese theorie nicht stimmt und direkt danach gibts du einen weiteren anhaltspunkt für diese theorie
RobertoSmitho[QUOTE][i]Original geschrieben von Duion [/i]
[B]es ist ja wohl eindeutig, dass diejenige mit der meisten macht für das meiste unheil verantwortlich sind: hitler,sadam,stalin,bush,mao usw[/B]
[/QUOTE]
Es ist nicht eindeutig. Es ist nur offensichtlicher. Jeder kann "die Axt im Walde" spielen. Der eine im grossen Wald mit grosser Axt, der andere mit kleiner Axt direkt vor seiner Tür. Jeder so wie er kann.....

Die Gleichung Macht=Unheil ist völliger Blödsinn. Wenn Du ein Volk regieren musst wirst Du immer ein paar Idioten finden denen etwas nicht passt.

[QUOTE][B]
und wenn dieser vernünftige entmachtet wurde war er halt nicht mächtig genug
[/B][/QUOTE]
Ich habe ja auch keineswegs behauptet daß Helmut Schmidt allmächtig war, oder?

[QUOTE]
du sagst erst das diese theorie nicht stimmt und direkt danach gibts du einen weiteren anhaltspunkt für diese theorie [/B][/QUOTE]
s.o.
Duionich finde schon dass macht die vernunft so ziemlich ausschließt, denn wenn es nichts gibt was einen aufhält dann kann man ja alles machen ohne irgendwas befürchten zu müssen. wenn ich genug macht hab kann ich mal eben so millionen von menschen abschlachten lassen weil ich bock dazu hab, genau wie ein kind das ameisen zertritt... also vernünftig würde ich das nicht nennen
Loup de nuitProblem "Macht und Vernunft":

Die Frage ist doch wohl eher was macht die Macht aus dem Vernünftigen?

Problem "Plakate malen und auf die Straße gehen":

Die Quantität wird leider allzu selten erreicht und wenn doch? Wen kümmert´s?? (siehe weltweite Demos gegen den Irakkrieg Anfang letzten Jahres)

Die größte Aufgabenstellung um politisch etwas zu verändern lautet doch eigentlich: Bewegt so viele Menschen wie nur möglich zu eigenständigem Denken und Handeln!!! Ohne das wird sich nichts ändern. Allerdings bemüht sich unsere Politik kräftig den Menschen diese Selbstständigkeit immer mehr abzugewöhnen - siehe Bildungswesen, Gesetzes- und Verordnungsflut, etc.

Ratlose Grüße,

Loup
SofieDas ist wirklich ein trostloses Thema. Demos sind wahrhaftig eher sinnlos wenn es um das große politische Ballspiel der Supermächte bzw. Global Players geht. Ob das Volk dagegen ist interessiert da recht wenig. Es geht um unglaubliche, unaussprechliche Geldsummen, da läßt man sich nicht von Demos aus der Ruhe bringen.

Das RAF Thema ist wirklich schwierig, ich denke schwarz und weiss gibt es da nicht, nur viele Grauzonen. Zumindest was die sog. 1.Generation betrifft. Ich kann deren Motivation durchaus verstehen - mal abgesehen von einem völlig durchgeknallten Baader. Vor dem Hintergrund eines 2.Weltkrieges und der Angst, ähnliche Fehler durch Wegsehen wieder zu begehen ist es verständlich, dass sich eine Gruppe von Leuten quasi zum Handeln gezwungen sah. Und hat die 1.Generation sich nicht gegen Gewalt ausgesprochen? Soweit ich weiss war es die 2. und 3.Generation die wirklich bewusst Menschen gefährdet und getötet hat.

Aber alles ist das Spiegelbild dessen , was wir uns ausgesucht haben. Es schockt mich z.B. dass manche Menschen Protest gegen das System durch Nicht-Wählen zeigen möchten! Ist das zu fassen? Freiwillig auf das Wahlrecht verzichten und damit automatisch dem Establishment in die Hände spielen? Und unsere Gehirne werden durch Soaps und Reality TV weichgeklopft - aber niemand beschwert sich. Keiner steht auf und protestiert gegen die Medienmaschine -die ja letztlich unsere Meinung bildet. Gerade hat sie zum Bsp. sehr erfolgreich Angst vor "dem Terror" geschürt - und eh man sich's versieht sind die Menschen gerne bereit auf Grundrechte, persönliche Freiheit usw. zu verzichten - im Kampf gegen den Terror -was auch immer das ist. Derweil können die Global Players in aller Ruhe ihren Teil der Sahnetorte einstecken. Powell kann in aller Ruhe seinen Ölgeschäften im Irak nachgehen, naja usw. Übles Thema, alles in allem.

Meine ganz persönliche Meinung ist, dass der Mesch die nächste Stufe der Evolution einfach noch nicht erreicht hat. Er wird noch viel zu sehr von Instinkten beherrscht, er ist nicht in der Lage Moral und Vernunft vor das eigene "Revier-mit-möglichst-großen-Haufen-markieren" zu stellen. Und die Alpha Tiere nutzen ihre Position aus um für sich selbst und ihre eigenen Nachkommen zu sorgen.

Aber es gibt Hoffnung: trefft ihr nicht auch manchmal Menschen die was ganz Besonderes ausstrahlen, die irgendwie anders sind und wahnsinnig viel positive Energie besitzen? Ich glaube, das ist vielleicht schon die "next generation".....(((-:=

So, nun ist's genug, bevor euch die Augen tränen....
Es grüßt
Sofie
ApexEs ist schon traurig was in diesem Land passiert...da werden friedliche Demonstranten diverser Organisationen (Gewerkschaften, Friedensbewegung, kirchliche Gruppen, linksorientierte Gruppen) anlässlich der NATO Konferenz in München zusammengeschlagen einige werden schwer verletzt und ihnen wird die ärztliche Hilfe verweigert.
Abmachungen mit den verantwortlichen Stellen werden von eben diesen nicht eingehalten und das Recht auf Demonstrationsfreiheit mit Füßen getreten.
Polizisten dürfen sich auf Demos vermummen damit man sie nicht zur Verantwortung ziehen kann, auf Nachfrage wird einem keine Auskunft über Dienstnummer und Name erteilt damit man sich an die juristischen Stellen wenden kann...die demokratische Gewaltenteilung wird hiermit außer Gefecht gesetzt da sich die Exekutive der Kontrolle durch die Judikative entzieht. Eine Stadt wird zur polizeistaatlichen Festung...

Da stellt sich doch eine Frage...wenn es einem nicht mehr möglich ist auf demokratischem und zivilem wege Widerstand zu leisten, wenn demokratische Grundrechte mit Füßen getreten werden...was bleibt einem dann anderes übrig als sich zu radikalisieren?

[URL=http://kanalb.de/index.php]Kanal B[/URL]
joy[QUOTE][i]Original geschrieben von RobertoSmitho [/i]
[B]Es klingt jetzt vielleicht ein wenig naiv, aber erst das falsche wählen und danach im eigenen Kämmerlein vor sich her jammern ist wohl auch nicht der richtige Weg.
( ....)
[/B][/QUOTE]
Wenn ich wählen dürfte, würd ich das für mich richtige wählen und danach nicht im Kämmerlein vor mich in jammern. Ich werde mich bei den nächsten Wahlen gewiss voher informieren bevor ich etwas " falsches" wähle.

[QUOTE]Die Gleichung Macht=Unheil ist völliger Blödsinn. Wenn Du ein Volk regieren musst wirst Du immer ein paar Idioten finden denen etwas nicht passt.[/QUOTE]
Ich glaube mittlerweile sind es nicht nur ein paar Idioten, die unzufrieden mit dem Rechtssystem sind. Jeder kann doch sehen, das unser Land zugrunde geht. Seis das Rechtssystem oder das Sozialwesen. Es muss sich nicht jetzt auswirken, aber ich mache mir ernsthaft Sorgen um meine Zukunft. Ich will nicht 14 Stunden am Tag arbeiten, damit ich wenigstens ein Teil von meiner Rente sehe.
DarketHmmmm die RAF war tot bevor irgendwer verstanden hat, was die überhaupt wollten. Baader war nen Abenteurer der neuzeit, so ne Art Robin Hood II, der intellektuell garnicht abschätzen konnte, was er eigentlich tat. Ganz im Gegensatz zu Ulrike Meinhof, die hat nur nicht verstanden, dass sie als Publizistin ihrer Sache doch nen größeren Gefallen getan hätte.
Der Rest war, so wie Baader entweder nicht clever genug oder hat seinen eigenen Intellekt gnadenlos überschätzt. Die waren zum Großteil nicht blöd, die haben sich selbst nur zu ernst genommen, der schlimmste Fehler, den intelligente Menschen überhaupt machen können!
Ich gehöre zu den Leuten, die die Geschichte vom Stammheim-Selbstmord nicht wirklich glauben, ohne, dass ich glaube das die RAF was gutes gemacht hat. Das ist wieder die Geschichte mit der Idologie, wenn das was hinten bei rauskommt nicht funktioniert ist die Ideologie wenig zu gebrauchen. Meine Theorie über Sozialismus im allgemeinen ist, dass er eher zu spät als zu früh umgesetzt wurde um zu funktionieren, davon ausgehend ist die RAF ihrer Zeit eher hinterhergelaufen.
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Duion [/i]
[B]dieses ausbeutungsprinzip gibt es wohl schon sehr lange, der unterschied zwischen früher und heute besteht darin, dass früher eher mit gewalt ausgebeutet wurde und heute mit manipulation, psychologie so dass diejenigen nichts davon mitkriegen. [/B][/QUOTE]Kann man das denn voneinander trennen? Ist das nicht schon immer eine Mischung aus beidem gewesen, "Zuckerbrot und Peitsche"? [QUOTE][B]du bist wohl auch ein opfer dieser manipulation, denn wenn du jegliche form von gewalt verurteilst so hast du wenig chancen diese system zu zerstören, [/B][/QUOTE]Dem System mit Gewalt beikommen zu wollen ist ein Kampf gegen Windmühlen. Oder wie es die deutsche Band GILA ausgedrückt hat "Unnachgiebiges unnachgiebig zu bekämpfen ist Kampf gegen sich selbst".
[b]"Stetes Wasser höhlt den Stein"[/b]
Am besten kannst du dich gegen die Einschränkung deiner Freiheit wehren, wenn du deine Freiheit selbst lebst wo immer es nur geht. Etwas zu zerstören ist einfach. Schon ein Baby kann einen Turm aus Bausteinen umwerfen. Etwas aufzubauen, etwas Konstruktives zu tun ist wesentlich schwieriger, dennoch macht es viel mehr Spaß, bringt Selbstvertrauen und Kraft. [QUOTE][B]es wird gerne mit dem schlechten gewissen gespielt. nun gut zugegeben ich finde es auch keine elegante lösung mit terror zu antworten, aber wenn einem keine wahl gelassen wird muss man es wohl aktzepieren. [/B][/QUOTE]Hat man wirklich keine andere Wahl? Ist es nicht schon wieder ein Teil der Manipulation, daß man dir suggeriert, du hättest keine andere Wahl? [QUOTE][B]viel eleganter wäre hingegen die unterdrücker mit den eigenen waffen zu schlagen. beides ist schwierig da die machthaber halt die größte macht darüber haben. [/B][/QUOTE]Wer sagt, da? "die Machthaber" die größere Macht haben? Wie schon gesagt, zu den "Waffen" gehört auch die Manipulation. Wenn es möglich ist, durch Manipulation Kriege anzuzetteln, warum sollte es dann nicht möglich sein, mit ähnlichen Mitteln Frieden zu stiften, noch dazu, wo [b]Frieden ein wirkliches Interesse der Menschen[/b] ist? [QUOTE][B]ich finde es gut dass es leute gibt die sich nicht verarschen lassen und die selbst denken können. heutzutage gibt es ja auch leute die sich das nicht gefallen lassen, siehe die terroranschläge die jeden tag viele menschen töten. [/B][/QUOTE]Und? Haben solche Terroranschläge schon mal irgendeinen positiven Effekt gehabt? Wenn dir nur ein einziger einfällt, bin ich darauf gespannt ... [QUOTE][B]es ist ja wohl eindeutig, dass diejenige mit der meisten macht für das meiste unheil verantwortlich sind: hitler, sadam, stalin, bush, mao usw [/B][/QUOTE]Nein, es sind die Menschen verantwortlich, die diesen Leuten so viel Macht eingeräumt haben. [QUOTE][B]du musst schon etwas tuen was wirklich schmerzhaft ist für die führungssysteme, auch eine gute methode abgesehen von terror ist in aller öffentlichkeit wo es möglichst viele mitkriegen (zb fernsehen) grade diese probleme anzusprechen.
ist ja auch nicht so wichtig ob diejenigen von der raf so clever waren, heutzutage zählt eher quantität, hauptsache ist der störfaktor ist groß genug [/B][/QUOTE]Und welchen Störfaktor hat dein Terror? Ist das nicht der gleiche wie der von Kriegen: es bringt der Waffenindustrie und der Bauindustrie eine menge Kohle, ist also für deine Feinde nicht störend, sondern stärkend. Schon mal darüber nachgedacht? [QUOTE][i]Original geschrieben von Apex [/i]
[B]wenn es einem nicht mehr möglich ist auf demokratischem und zivilem wege Widerstand zu leisten, wenn demokratische Grundrechte mit Füßen getreten werden...was bleibt einem dann anderes übrig als sich zu radikalisieren? [/B][/QUOTE]Das Gegenteil von radikalisieren? Das Näher-Zusammenrücken? [QUOTE][i]Original geschrieben von Darket [/i]
[B]Das ist wieder die Geschichte mit der Idologie, wenn das was hinten bei rauskommt nicht funktioniert ist die Ideologie wenig zu gebrauchen. Meine Theorie über Sozialismus im allgemeinen ist, dass er eher zu spät als zu früh umgesetzt wurde um zu funktionieren [/B][/QUOTE]Im fernen Osten gibt es die Lebensweisheit [b]"Der Weg ist das Ziel".[/b] Das kann man in beide Richtungen betrachten. Einerseits kann man an dem heutigen Handeln der Ideologen ablesen, wohin ihre Geschichte führen wird. Andererseits bedeutet das auch: Wenn du eine friedliche Gesellschaft mit großem Freiraum für die einzelnen Menschen schaffen willst, dann handle schon heute friedlich und lasse anderen Menschen Freiraum. [QUOTE][i]Original geschrieben von Sofie [/i]
[B]Keiner steht auf und protestiert gegen die Medienmaschine -die ja letztlich unsere Meinung bildet. Gerade hat sie zum Bsp. sehr erfolgreich Angst vor "dem Terror" geschürt - und eh man sich's versieht sind die Menschen gerne bereit auf Grundrechte, persönliche Freiheit usw. zu verzichten - im Kampf gegen den Terror -was auch immer das ist. [/B][/QUOTE]Wie willst du gegen "die Medienmaschine" protestieren? Die beste Möglichkeit die ich sehe ist, sie weitgehend zu ignorieren. Schalte doch einfach den Fernseher und das Radio aus, treff dich mit Freunden, macht zusammen Musik, schreibt Gedichte, näht euch ein paar schöne Kleider - kurz: lebt und seid frei. Je mehr Leute du vom Fernseher wegholst, desto weniger Einfluß hat "die Medienmaschine". [QUOTE][B]Meine ganz persönliche Meinung ist, dass der Mesch die nächste Stufe der Evolution einfach noch nicht erreicht hat. Er wird noch viel zu sehr von Instinkten beherrscht, er ist nicht in der Lage Moral und Vernunft vor das eigene "Revier-mit-möglichst-großen-Haufen-markieren" zu stellen. [/B][/QUOTE]Warum kann man den Menschen nicht einfach so akzeptieren wie er ist und die "Moral und Vernunft" so festlegen, daß er beim Abstecken des eigenen Reviers niemand anderem schadet? Das wäre doch mal ein lohnenswertes Forschungsprojekt. Warum muß man den Menschen denn unbedingt verändern, ohne ihn überhaupt richtig erkannt zu haben, ohne entdeckt zu haben welche Schätze in ihm stecken? [QUOTE][B]Aber es gibt Hoffnung: trefft ihr nicht auch manchmal Menschen die was ganz Besonderes ausstrahlen, die irgendwie anders sind und wahnsinnig viel positive Energie besitzen? Ich glaube, das ist vielleicht schon die "next generation" [/B][/QUOTE]Warum auf die "next generation" hoffen? Hast du schon mal in dir selbst nachgeschaut, was da so alles an Besonderheiten und positiven Energien schlummert? Gib ihm die Chance sich zu entfalten. [b]Du allein kannst strahlen in der Welt ![/b]

Mein Fazit hat Loup de nuit schon vorweggenommen:
[QUOTE][i]Original geschrieben von Loup de nuit [/i]
[B]Die größte Aufgabenstellung um politisch etwas zu verändern lautet doch eigentlich: Bewegt so viele Menschen wie nur möglich zu eigenständigem Denken und Handeln!!! Ohne das wird sich nichts ändern. [/B][/QUOTE]@ ange gardien:
Sorry, daß ich nicht direkt etwas zu deinem Eröffnungsbeitrag geschrieben habe. Aber ich hoffe, meine Meinung zu dem Gesamtkomplex Widerstand-Gewalt-Manipulation ist einigermaßen klar geworden.
AlterkelteIn der ARD lief gestern ein Portrait über Manfred Rommel,
ehem. Oberbürgermeister von Stuttgart
und Sohn des Generals/Widerständler.
Er hatte vor mehreren Jahren einige Terroristen auf
den Stuttgarter Waldfriedhof beisetzen lassen.......

Die daraufhin einsetzenden heftigen Proteste aus der
Bevölkerung konterte er mit dem Spruch:
"Im Tod endet jede Feindschaft!".

Hat mir irgendwie gefallen.............
TheTurningPointSchöner wär's, wenn die Feindschaften schon im Leben endeten.

[URL]http://www.initiative-dialog.de[/URL]
TheTurningPoint... und weil es so gut zum Thema paßt:

[URL=http://www.inidia.de/raf.htm]"Ein ehemaliges RAF-Mitglied wird Friedensfachkraft"[/URL]
Duionich hab ja nicht gesagt dass ich terror gutheisse, sondern das es das letzte mittel ist was den leuten zur verfügung steht, es ist ein zeichen von verzweiflung, denn niemand macht soetwas freiwillig.
heutzutage kann man schon "unachgiebiges" so bekämpfen
dass es aufhört (wäre aber schade wenn das passiert)
DarketArtikel 20 des Grundgesetzes sagt, dass Widerstand gegen alle, die die verfassungsmäßig garantierte Ordnung bekämpfen legal ist. Das heißt wenn man die ersten drei Absätze dieses Artikels für sich selbst umdeutet, ist der Widerstand sogar legal. Inhalt dieser drei Absätze ist:

1. Die BRD ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.

bedeutet also, dass Widerstand gegen reformen wie beispielsweise die jetzigen von der Verfassung gedeckt und legalisiert wird. Man müsste eben nur argumentieren sie seien unsozial, was ja vielfach auch getan wird.

2.Alle Staasgewalt geht vom Volke aus.

Meine Definition davon ist, dass das Volk die Staatsgewalt nur verteilt, selbst aber keinen Anspruch darauf hat. Wenn man das nicht so sieht ist es nicht schwer zu beweisen, dass dem nicht so ist, schließlich hält sich unser aller Mitspracherecht doch stark in Grenzen.

3.Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtssprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.

Und was das Verfassungsgericht so in letzter Zeit entschieden hat, inwieweit die Gesetzgebung halt doch noch (angeblich) verfassungskonform ist, würd ich behaupten, dass zumindest über den ersten Teil noch diskutiert werden könnte.

VErsteht mich nicht falsch, ich fordere niemanden zum gewaltsamen Widerstand auf (ich hasse Gewalt, is nur was für Idioten), ich weise aber darauf hin, dass er mit der Verfassung der Bundesrepublik durchaus nicht unvereinbar ist und das find ich schon interessant (kommt halt davon, dass man sich gegen Hitler II in der Verfassung gut absichern wollte).
RobertoSmitho1) kannst Du nicht anwenden da es darauf abzielt gescheiterte Sozialsysteme zu rehabilitieren.
Man kann nicht ein Sozialsystem rehabilitieren und gleichtzeitig jedem garantieren daß er keinerlei Abstriche machen muss.

Und wenn Deutschland schon bei den berüchtigten 10 € für die Gesundheitsreform auf die Barrikaden geht dann scheint alles unsozial zu sein was ans Portemonnaie geht........

Sozial ist wenn der Staat Kohle rausrückt ohne daß man dafür was machen muss. Unsozial ist's wenn er Kohle haben will. So ist das eben bei uns in Deutschland.

Paradox ist aber daß man als umso asozialer gilt desto mehr Geld man hat (in den Mündern der "Armen").
DarketMooooment, ich habe mit keinem Wort gesagt, dass es meine Meinung sei, dass Schröders (&co) Reformpaket unsozial sei, ich habe nur gesagt, dass es durchaus Leute gibt, die in diese Richtung argumentieren könnten und dies auch tun. Somit stellt sich für diese Personen nach der verfassungsmäßigkeit sozialer Reformen wie dieser, für mich selbst weniger.
Allanon[QUOTE][i]Original geschrieben von ange gardien [/i]
[B]
Wenn es mit unserem Land aus og. Gründen noch weiter
bergab geht, hätte die RAF heute den Rückhalt in der
Bevölkerung den sie damals nicht hatte?

([/B][/QUOTE]

Niemals, zumal die Angst in der Bevölkerung vor Anschlägen durch Terroristen noch nie so hoch war wie heute, da würde man nur noch eine zusätzlich Gefahr fürchten müssen.

Außerdem glaube ich, daß heutzutage einige der intelligenten RAF-Terroristen (sollte man Gewaltbefürworter als solche bezeichnen können), heute erkennen würden, daß das System als solches, vermutlich an sich selbst scheitert, bzw. scheitern wird und daher gar nicht mehr eingegriffen werden muß. Zum damaligen Zeitpunkt war diese Trendwende, Kritik an dem Kapitalsmus, noch nicht abzusehen. Im Gegenteil, der Kapitalismus hatte seine Hochphase.

Ich bin mir sicher, daß Terroristen nie eine breite Zustimmung in der Bevölkerung erhalten werden. Der normale friedliche Bürger verlangt nach Transparenz und ärgert sich lieber über Dinge, die er vor Augen hat, seien sie ihm auch noch zuwider, aber er kann sie erkennen. Eine terroristische Vereinigung aus dem Untergrund gewinnt/genießt aufgrund ihrer Vorgehensweise ebenso wenig Vertrauen wie all die Geheimdienste diese Welt. Alles nur ein Kinderspielplatz für Erwachsene, denen das Leben als Normalbürger einfach zu langweilig ist.
DarketEs gibt sie kaum noch, die ehemaligen RAF leute, die das was sie getan haben heute noch gutheißen, gut die meisten (Horst Mahler ist eine unrühmliche Ausnahme) sind immernoch linke, aber das is ja auch nicht verboten, aber die distanzieren sich heute fast alle von dem was sie damals getan haben.
Und ob sie heute Zustimmung finden würde wage ich auch stark anzuzweifeln, ganz abgesehen von der ohnehin vorhandenen Terrorangst, hat heute fast jeder mehr Angst vor Linksextremismus als vor Rechtsextremismus und das muss sich die Linke sagen lassen, nicht ganz zu Unrecht. Es kommt viel zu viel sinnlose Gewalt von links, wieso eigentlich? Es ist eine kaum zu leugnende Tatsache, dass die Geistesgrößen überall auf der Welt eher links als rechts zu finden sind, warum rennen hier irgendwelche bekloppten Teenager Antifas hier bei anti-NPD Demos übern Kudamm und schmeißen das Mobilar von Cafes kaputt? Ich finds schon bekloppt ne Mac D Filiale zu zerkloppen, aber mit viel gutem Willen könnte man ja noch nen (sehr fragwürdigen) politischen Hintergrund reininterpretieren, aber was an Cafes, Imbissen oder Gemüseläden so verwerflich ist hab ich noch nicht verstanden. Da sollte sich kein Mensch mehr wundern, wenn das Angst schürt, was aber los wäre, wenn wieder so nen paar Deppen auf die Idee kommen Bomben zu legen möcht ich garnicht wissen.
Sebitarmh die lange ind eutschland finde ich persöhnlich zum kotzen

sachen die verboten sind werden gutgeheissen udn sachen die man machen darf werden gestopt
der kleine man wird ausgebeutet und die grossen weredn immer reicher, terrorismuss is keine lösung unschuldige zu töten durch bomben usw. das is keine lösung oder will man das den als kollerteralschaden bezeichenen das sind menschen leben und keine häuser.

warum linke immer gewahlt bereiter werden weil sie immer auf deckel kriegen ihr bösen linken ihr im mom. schaut das so aus ja
aber muss das den so sein ? es is schon frustrierend wenn man von der polizei geräumt wird und die rechten weiter maschieren dürfen und ihr parolen und sinnlosen lieder singen dürfen und die hackekreuzflagge schwenken.ich muss zugeben da baut sich dann eine wut auf die auch ich gespürt habe und ich habe mich dann zuwehr gesetzt. ich bin eigentlich nenf riedlicher mensch
kannst mir eine auf die mütze geben und ich sach komm lass das nach das hat doch keinen sin lass uns reden.aber es frustet

und die rechten sind was das thema angeht auch nciht besser
nur darüber wird nicht gesprochen was dran goil mit fünf rechten auf frauen loszugehen die ihren unmut mit transpareten kuntgeben das die rechten an ihren haus vorbei maschieren was darn gut bzw friedlicher ?


''Pöbel erhebt euch es is euer land macht was das es besser wird '' (aber auf friedlichen wege)

es is eigentlich nur traurig wie es im mom. alles ist ich denke es wird auch nciht mehr lange so weitergehn und davor habe ich angst was dann passieren wird.(also nicht das es nciht mehr so weiter geht aber wie es passieren wird) :(
RobertoSmithoKeine Ahnung was Du da jetzt so traurig findest:

- Bürger Meier jammert daß er keinen Job hat und geht, nachdem er ausgeschlafen hat, schwarz arbeiten um eben die Grundlage für seine Arbeitslosigkeit wieder zu stützen.
- Bürger Meier geht jedesmal zum Doc wenn er sich abends mal wieder einen über den Durst getrunken hat und sich seltsamerweise morgens über Kopfschmerzen beklagt. Die werden plötzlich besser wenn er dafür 10 € berappen soll !?
- Bürger Meier schimpft wenn er in der Zeitung liest daß es auch Leute geben soll die mehr haben als er. Diese gilt es generell zu schröpfen weil die ja das Übel alles Bösen sind...... :rolleyes:
- Bürger Meier ist's aber auch scheissegal wieviel Obdachlose es in Deutschland gibt. Die sind nämlich natürlich immer alle selber daran schuld und sollen sich mal schön selber aus der Scheisse helfen......


[B]Wir Deutsche kriegen den Hals einfach nicht voll!!!!!![/B]


Es ist nicht immer die Politik an allem schuld. Viel zu viele Deutsche lassen von viel zu vielen anderen Deutschen verarschen. Das ist das Problem!
Darket@Roberto
*zustimmend mit Kopf nick*
Irgendwie wird es Zeit, dass mal wieder jemand bemerkt, dass der Lebensstandard in diesem Land so hoch ist wie selten irgendwo auf der Welt. Und ich persönlich würde mir auch wünschen, dass es in etwa auf diesem Level bleibt. Man kann getrost darüber diskutieren ob das Geld, das noch da ist richtig eingesetzt wird, daran wage ich auch stark zu zweifeln, aber dass prinzipiell was passieren muss um uns da zu halten, wo es uns gut geht is doch wohl klar.
Ich finds auch nen bisserl seltsam, dass letztes Jahr noch jeder geschrien hat es müsse ganz schnell was passieren und jetzt wo sich spürbar was verändert hat fangen alle Leute an zu flennen.
RobertoSmithoDas Problem bei uns Deutschen ist einfach daß das "Zufriedenheits-Gen" grundsätzlich von der allgegenwärtigen "Ich will alles was ich kriegen kann"-Mentalität ausgeknockt wird.

Eine Korrektur der Wertmassstäbe ist notwendig. Nix anderes.

Kostet nicht mal was. Ausser ein bisschen Verstand.


Wie kann dieser Staat es überhaupt für sinnvoll halten Sozialsysteme aufzubauen wenn er nur aus Egozentrikern besteht??

Das war schon vor Jahrzehnten zum Scheitern verurteilt......
DarketEs fehlt allgemein das Bewusstsein darüber WER dieser Staat eigentlich ist....das sind nunmal wir alle obs uns gefällt oder nicht!
SmeaGollum1Ich habe mal gelesen:

Wenn es den Menschen zu gut geht, tendieren sie nach links (und in den 70ern ging es ihnen ziemlich gut)

Wenn es ihnen schlecht geht, nach rechts.
Allanon[QUOTE][i]Original geschrieben von RobertoSmitho [/i]
[B]Das Problem bei uns Deutschen ist einfach daß das "Zufriedenheits-Gen" [/B][/QUOTE]

Was dazu führen sollte, dass wir stehts bemüht sind, uns weiter zu verbessern, weiterzuentwickeln und in der Evolution voranzukommen.

Das Problem, diejenigen die ihren Unmut und ihre Unzufriedenheit stets zum besten geben müssen, sind leider diejenigen, die es noch nie geschafft haben, es nicht schaffen und wahrscheinlich es auch nie schaffen werden, sich weiterzuentwickeln, sondern werden weiterhin den anderen mit ihren "ich-find-hier-alles-zum-kotzen"-Floskeln auf den Nerv gehen.

Aber außerhalb der Theorien des Enneagramms (Typ neun, der Zufriedenheitstyp, bedeutet Zufriedenheit in schärfster Form gleich Stagnation) bin ich mit meinem Leben sehr zufrieden, ja geradezu glücklich. Habe jeden Tag was zum Lachen, aber auch zum Motzen, juchhu ich lebe. Und der Tisch ist auch jeden Tag gedeckt und ich muß nicht im Regen schlafen.

Aber vielleicht ist das mein Problem, ich halte dies alles schon für so selbstverständlich, daß ich nicht mehr weiß wie gut es mir geht, daß ich das was ich habe auch mal in einem Moment mit Zufriedenheit genießen kann?! Sollte ich für eine Weile in eine einsame Höhle ziehen, um wieder zu erfahren was ich hatte? Hmmm, mal schauen.;)
RobertoSmithoDas was Du da schreibtst klingt ganz in Ordnung, allerdings gibt es einen Unterschied zwischen dem Bestreben des Einzelnen sich zu entwickeln und der Entwicklung einer Gesellschaft.

Unser Problem ist daß die vermeintliche Entwicklung des Einzelnen generell auf Kosten der anderen geht (siehe Sozialsysteme!). Das Einzige was sich dort weiterentwickelt ist die Wut aufeinander.

Der Arbeitslose versucht arbeitslos zu bleiben solange es geht. Andererseits versucht er soviel Geld zu scheffeln wie es ihm möglich ist. Derjenige der Arbeit hat versucht alles um diese nicht zu verlieren. Andererseits wird ihm auch immer mehr genommen, da der Arbeitslose stetig mehr fordert.
Das Resultat ist WUT.

Der Dreh- und Angelpunkt des Ganzen ist IMHO exakt der Zeitraum in dem man arbeitslos wird. Wenn derjenige erkannt hat daß es sich auch vom Arbeitslosengeld und Schwarzarbeit gut leben lässt dann wechselt er einfach die Seite. Bei unserem Sozial-Feudalismus dauert das nicht lange bis man das begriffen hat.

Das ist ein ziemlich naiver Blick auf die Problematik, aber bevor wir dieses nicht in den Köpfen lösen sehe ich da keine Chance. Unser grösstes Übel sind einzig und allein unsere Sozialsysteme. Eine grosse Matratze auf der sich die vermeintlichen Opfer der Gesellschaft vergnügt herumtummeln und stetig fordern.

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