| Omicron | Moin, sry wenns das Thema schonmal gab, aber ich habe gesucht und keins gefunden ;) Ich bin im Moment ziemlich sauer, denn ich hatte grade im IRC eine wirklich geile Aktion Man sagte, das alle Rechts gesinnten Leute Nazis seien, ich hielt zunächst sanft dagegen, aber da niemand darauf reagierte wurde ich etwas lauter und vor allem deutlicher, und sagte ihnen, das sie selber nicht viel besser als die Nazis seien, wenn sie so pauscal über eine Gruppe Leute urteilen, woraufhin ich dann an den Kopp gewirfen bekam, das ich "kleines naziarsch mich doch wieder in mein Loch verkriechen soll" (sry für die Schimpfwörter, ist ein Zitat), das war der Zeitpunkt als ich diese Diskussion aus sinnlosigkeit und 2Kindergartenlevel" verliess, weil die "Diskussionspartner" in keinster Weise auf meine Argumentation eingingen und einfach laut brüllend ihren Standpunkt weiter "vertraten" (d.h. sie brüllten alle, die etwas anderes Sagten einfach nieder). Was sagt ihr denn nun dazu? Ist auch für euch einfach "rechts = nazi", und stempelt ihr mich dann auch hiermit als Nazi ab, weil ich "gesund rechts" orientiert bin, wie ich finde? Oder wie definiert ihr rechts, und nazis, usw? Ich persöhnlich finde, das "rechts" einfach ein politischer Schwerpunkt auf "Nation" bedeutet, und das der Nationalsozialismus nur eine extreme (und schon daher eine imo falsche) Position des rechten Lagers ist, und damit auf keinen Fall gesagt werden kann, dass alle rechten Nazis sind (das hiesse ja, das Merkel durch ihre Parteizugehörigkeit so gesinnt ist ;) )... Also, was sagt ihr dazu? MfG, Omicron. |
| Shawn | Rechts bedeutet für mich nationalistisch/konserativ eingestellt zu sein. Das ist etwas ganz normales, ebenso wie es halt auch die Liberalen gibt - die nennt ja auch niemand gleich Hausbesetzer, Zecken oder Autonome, oder? Bei solchen Leuten fällt mir nur das ein -> :rolleyes: Lass dich bei solchen Leuten auf keine Diskussion ein - bringt ja doch nichts. [i]Don't argue with idiots - they draw you down to their level and beat you with experience![/i] |
| Alexis | Es gibt schon einige Leute, auf die dieses Schema rechts = nazi zutrifft und Leute, die eben dieses denken, aber es gibt genausogut Ausnahmen. Ich denke mal, dass ich so eine bin. Ich toleriere Rechte, solange man vernünftig mit ihnen reden kann, sie mich und angere in Ruhe lassen und sie nicht lauthals antisemitische oder allgemein ausländerfeindliche Aüßerungen von sich geben oder sogar aktiv werden. Ich versuche eigendlich immer den Menschen erst kennen zu lernen, bevor ich mir ein Urteil bilde, weswegen ich eigendlich auch relativ offen diesbezüglich bin. |
| Duion | immer dieses rechts und links gelaber dabei weiß ich nichtmal was damit gemeint ist. wieso müsst ihr diese schönen orientierungsbegriffe mit so welchen asoziationen vergewaltigen? |
| Duion | jemand der nur rechts oder nur links orientiert ist geht immer im kreis |
| Nachtelfchen | hm...kann mich an meine vorgänger eigentlich anschliessen. rechtsgelagerte politik bedeutet für mich in erster linie konservativ, es muss nicht unbedingt mal nationalistisch sein. ich lebe ja in der schweiz, und da macht zb die fdp liberale, wirtschaftsorientierte, aber konservative politik, setzt aber keinen wert auf das nationalistisch sein, während die svp völlig nationalistisch und konservativ ist (fdp schweiz ist so ne mischung aus cdu und fdp-deutschland, einfach nicht so christlich orientiert, halt sone bürgerliche rechts der mitte partei, svp hingegen sind am rechten rand, teilweise wirklich schon fast faschistoid, zu vergleichen mit den republikanern oder mit haiders fpö): man sieht also rechte politik ist nicht gleich rechte politik. nur: was heisst "gesund rechts"? |
| Duion | ich hab dabei nicht an politik gedacht *g* |
| Shirley McVeigh | Jojo, heikles Thema...ich werd auch ständig in solche Diskussionen verwickelt. Ich bemerke immer wieder das sämtliche Rechte und Rechtsradikale die ich kenne um einiges toleranter und offener sind als die Linken die ich kenne. Immer wieder werd ich gefragt warum ich div. Leute zu meinen Freunden zähle obwohl sie so eine Einstellung haben. Mir is es eigentlich egal, solange deswegen keiner zu schaden kommt. Die Rechten mit denen ich verkehre haben meist eine konservative Einstellung bzgl. Nation und Werte. Die Linken haben leider in ihrem Gleichheits und Toleranz-Wahn den Sinn für die Realität verloren. Die richten sich ihre Ansichten immer so wie sies gerade brauchen. Ich bekomm auch ständig sowas wie "Ausländerfeind", "Nazi" usw. zu hören. Ich mein, es is nun mal ne Tatsache das kein Wochenende vergeht, ohne das ich oder Freunde von mir mit Mord und/Vergewaltung o.ä. bedroht werden. Und in 9 von 10 Fällen sind das Menschen mit dunklerer Haut und gebrochenem deutsch, meist im Hip Hop-Style. Und da regt sich noch wer auf das ich gewissen Gruppen etwas ....misstrauischer gegenüber stehe. Auch zig andere Geschehnisse haben mich entscheidend geprägt. Aber bin ich deswegen ein Ausländerfeind, Rassist oder gar ein Nazi ??? Anscheinend schon ! Ich hab viele Freunde aus Deutschland, Belgien, Japan, Italien, Skandinavien und und und.....doch trotzdem gekomme ich ständig von den toleranten Linken Kritik entgegengeschleudert. Soda, ich fürchte ich bin a bissl vom Thema abgewichen, aber sorry, das musste raus ;) lg |
| Nachtelfchen | duion: ? was ists denn sonst, wenn nicht ne politische einstellung? oder hab ich da was entscheidendes verpasst? shirley mcveigh: genau deine meinung ist etwas, was ich oft bei eher rechts-konservativ gesinnten leuten antreffe: man hat keine probleme mit dem individuum (wie du sagst, du hast viele ausländische freunde), aber man hat probleme mit "gewissen gruppen". warum ist das so? |
| RobertoSmitho | Wenn alle Rechten Nazis wären wäre wohl kein Platz mehr für Patrioten.. :D @Omicron: Das Problem über das man diskutiert ist in Foren oftmals nicht der eigentliche Kern. Ich habe in Foren beobachtet und auch miterlebt daß es oftmals eine gewisse Thread-Entwicklung gibt. - Thema wird bekanntem Community-Mitglied A eröffnet - Alle anderen Community-Mitglieder stimmen zu - Neuer User B ist objektiv und weist auf Fehler in der Argumentation hin - Community-Mitglied A erklärt die Argumentation von User B für falsch - Alle anderen Community-Mitglieder stimmen zu - Die Community rottet sich zusammen und macht den neuen User B "fertig" Ein schönes Beispiel dafür ist edas Forum auf [url]www.schwarzes-nrw.de[/url]. Dort gibt's einige interessante Threads im Politik-Forum die genauso ablaufen. Eröffne dort mal diesen "Rechts=Nazi"-Thread. Es wird nicht lange dauern und alle Deine Argumente werden ad absurdum geführt und Du wirst zum Idioten erklärt. Du musst nur lange genug am Ball bleiben!!! Einige Foren sind schon vorneherein auf Klischees ausgelegt und jeder versucht dort diesem gerecht zu werden. Objektivität bleibt dort natürlich gänzlich auf der Strecke. Ich denke daß Du genau so ein Forum erwischt hast. |
| Darket | [QUOTE]Wenn alle Rechten Nazis wären wäre wohl kein Platz mehr für Patrioten.. [/QUOTE] Darauf hoffe ich immernoch! Das Problem bei so ner Debatte ist einfach, dass es keine Graustufen gibt. Ein Rechter ist ein hohler Nazi, dessen Lieblingsbeschäftigung darin besteht arme kleine Ausländerkinder zu verprügeln und auf jüdische Friedhöfe zu pinkeln und ein Linker ist ein nicht weniger blöder Steineschmeißer, der jedes Jahr nach Berlin fährt um ma so richtig auf den Putz zu hauen. Ist natürlich beides Quatsch, das erkennt man schon daran, dass z.B. unser geschätzter (oder auch weniger) Bundesinnenminister von sich behauptet ein Linker zu sein. Ich kann von mir immernoch behaupten dass mir insgesamt betrachtet linkes Gedankengut eher zusagt als rechtes. Selbst bei Bundestagsparteien, von denen ich behaupte, dass der Extremismus nicht sehr verbreitet ist ( es gibt Ausnahmen). Ich würde aus Prinzip nie im Leben mein Kreuzchen bei den Unionsparteienmachen (die behaupten von sich ja nichtmal rechts zu sein). Ich würde allerdings weit Abstand nehmen von der Behauptung Frau Merkel sei ein Nazi. Ich kann das rechtskonservative Gedankengut einfach nicht nachvollziehen und halte es für falsch und schädlich, aber deswegen trau ich eigentlich niemandem aus dieser politischen Richtung zu irgendwelche Arbeitslager für unliebsame Mitbürger aufzubauen. |
| Shirley McVeigh | [QUOTE]shirley mcveigh: genau deine meinung ist etwas, was ich oft bei eher rechts-konservativ gesinnten leuten antreffe: man hat keine probleme mit dem individuum (wie du sagst, du hast viele ausländische freunde), aber man hat probleme mit "gewissen gruppen". warum ist das so?[/QUOTE] Aufgrund negativer Erfahrungen mit (vielen !) einzelnen Personen aus gewissen Gruppen habe ich einfach im Laufe der Zeit eine Abwehrhaltung entwickelt. Wenn ich da Leute sehe mit nem gewissen Muster in Sachen Outfit und Bewegung is es schon fast automatisch das ich da abblocke. |
| RobertoSmitho | [QUOTE][i]Original geschrieben von Shirley McVeigh [/i] [B]Aufgrund negativer Erfahrungen mit (vielen !) einzelnen Personen aus gewissen Gruppen habe ich einfach im Laufe der Zeit eine Abwehrhaltung entwickelt. Wenn ich da Leute sehe mit nem gewissen Muster in Sachen Outfit und Bewegung is es schon fast automatisch das ich da abblocke. [/B][/QUOTE] Wunder' Dich dann aber auch nicht wenn die Dir direkt auf die Fresse kloppen... :D :D Also wenn Du schon eine negative Grundhaltung zu sowas hast dann gibtst Du einer positiven Erfahrung schon im Vorfeld keine Chance. Ich persönlich finde diese linke "Rundum-Wohltäter-Politik" echt zum Kotzen. Wenn die Wanne mit Problemen bis zum Überlaufen voll ist dann muss man eben erstmal den Hahn zudrehen. Aber Nein, in Deutschland wird erstmal geguckt, ob man den Rand der Wanne nicht vielleicht noch ein klitzekleines bisschen höher machen kann damit noch mehr Probleme reinpassen. Hier noch etwas Arbeitslosengeld mehr, dort noch ein bisschen mehr Sozialhilfe und Oma kriegt zudem noch das morgendliche Gespräch beim Onkel Doktor für lau. Dazu dann noch eine Portion lachende Ausländer die fleissig beim Sozialamt die Hand aufhalten aber todkrank sind wenn sie mal die Strasse kehren sollen. Fertig ist der Cocktail der aus einem objektiven Beobachter einen abgrundtief schlechten Menschen macht...... |
| LaChatte | [QUOTE]Dazu dann noch eine Portion lachende Ausländer die fleissig beim Sozialamt die Hand aufhalten aber todkrank sind wenn sie mal die Strasse kehren sollen. [/QUOTE] Wo alle diese lachenden Ausländer sehen, ist mir echt ein Rätsel... ich sehe viel mehr, die bekümmert sind, arbeiten möchten aber nicht können, und generell nicht viel zu lachen haben... [QUOTE]: man hat keine probleme mit dem individuum (wie du sagst, du hast viele ausländische freunde), aber man hat probleme mit "gewissen gruppen". warum ist das so?[/QUOTE] Das ist eine Frage, die ich mir auch schon oft stellte... und zum Schluss kam: es gibt Leute, die WOLLEN einfach nicht differenziert denken - sondern fühlen sich irgendwie bedroht, wenn sie nicht ihr festes Mäuerchen um sich haben können. Und wenns nur eins im Geist ist, und die Realität längst anders aussieht... |
| RobertoSmitho | [QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i] [B]Wo alle diese lachenden Ausländer sehen, ist mir echt ein Rätsel... ich sehe viel mehr, die bekümmert sind, arbeiten möchten aber nicht können, und generell nicht viel zu lachen haben...[/B][/QUOTE] Also wenn's ihnen hier nicht passt und sie ach soooo traurig sind frage ich mich aber trotzdem warum sie dann hier sind? Manchen Leuten kann man's aber auch gar nicht recht machen.... :rolleyes: Im Gegensatz dazu könnte ich Dir aus meiner Umgebung einige Orte und Stadtteile nennen in denen man als Deutscher nix zu lachen hat. :rolleyes: |
| Darket | Die Diskussion entwickelt sich in eine Richtung, die wir schon tausend mal hatten, wir könnten uns jetzt wieder die Köppe einschlagen ob Ausländer oder nicht-Ausländer das Sozialamt betrügen oder nicht betrügen, aber irgendwie hat das ganze mit dem Thema nix mehr zu tun. |
| RobertoSmitho | @Darket: Ja, da hast Du schon recht. Es geht aber eigentlich nicht primär darum daß einigen Leute etwas nicht passt, sondern eher darum daß es genügend Leute gibt die jegliche Objektivität in dem Bereich mit 08/15-Nazi-Floskeln als absurd "abtun". Und genau dieses Verhalten ist IMHO das was aus einem guten Politiker einen schlechten macht... |
| Darket | Es ist überhaupt keine Frage, dass die Begriffe links und rechts in diesem Land jegliche Grundbedeutung verloren haben. Es gibt Menschen, die das eine oder andere als das politische Urböse ansehen ohne zu verstehen worum es geht (und die gibt es auf beiden Seiten, auch wenn es mehr gibt, die sagen rechts=böse). Ich persönlich gehöre auch mehr oder weniger dazu, ich behaupte im politischen: rechts=schlecht (wenn auch in Abstufungen, wie gesagt ich behaupte nicht, dass die CDU eine Partei voller Nazis ist). Ich behaupte mich dadurch zu unterscheiden, dass ich im Gegenzug auch nicht denke, dass die politische Linke gute Konzepte hätte. Allerdings hilft es uns bei der Debatte auch nicht weiter irgendwelche Neo-Liberalen Floskeln, wie die von der überlaufenden Badewanne zu zitieren... Liberal ist übrigens auch ein Wort, das hierzulande jegliche, eigentlich positive Bedeutung verloren hat (vielen Dank FDP). Es ist nicht die Frage ob links oder rechts besser sind, die Frage ist die nach der Benutzung dieser Begriffe. |
| Shirley McVeigh | [QUOTE]Wunder' Dich dann aber auch nicht wenn die Dir direkt auf die Fresse kloppen... [/QUOTE] Wieso ??? Ich mach ja nix. Ich schau den weder böse an noch mach ich abfällige Gestiken noch gebe ich akustische Beleidigungen von mir. Das spielt sich ausschliesslich in meinem Kopf ab ! [QUOTE]Also wenn Du schon eine negative Grundhaltung zu sowas hast dann gibtst Du einer positiven Erfahrung schon im Vorfeld keine Chance.[/QUOTE] Und ? Wenn die eine Person so scharf auf meine Sympathie is (was ich mir bei den Personen die in mein Schema passen ehrlichgesagt ned wirklich vorstellen kann....) wird sies schon zeigen. Ansonsten kann ich auf diese Bekanntschaft eh verzichten. |
| Nachtelfchen | vielleicht sollt man auch ein bisschen von diesem ganzen links-rechtsschema wegkommen. wie schon mal gesagt, ich lebe nicht in deutschland, meine info-kanäle sind täglich die deutsche politik via nachrichten verfolgen und deutsche zeitschriften und mein freund, der aus süddeutschland kommt. erfahrungen hab ich aber nur schweizerische zu bieten. aber warum ist es nicht möglich, dinge zu tun, die für wirtschaft und gesellschaft gut ist. problem aber: sind die cdu am ruder wird allerlei für die wirtschaft getan usw. aber dann kann man noch ewig auf krippenplätze, homoehe und legale abtreibungen bis zum 3ten monat warten. wenn die spd das sagen hat, buttert man x gelder in soziale einrichtungen, aber wirtschaft geht vor die hunde. isch es bissl müesam das ganze...nur, hier in der schweiz, wo ja alle an der regierung beteiligt sind, funzts eben au ned wirklich... ich weiss auch nicht. |
| RobertoSmitho | Die die eine "rechte" Ansicht pauschal verurteilen sind zum grossen Teil auch die Leute die generell mal die Welt als ganzes retten wollen (-> blinde Pauschal-Wohltäterei!). Ein Lösungsvorschlag ist bei diesem Personenkreis weder vorhanden noch in naher Zukunft in Sicht, aber man zieht es eben einfach mal vor "nett" zu sein. So ein Verhalten ist genauso bescheuert wie der Fascho der seine Nazi-Parolen auf dem Heimweg von der Kneipe trällert. Wenn die Leute mal von diesen Klischees abrücken würden dann wäre vielleicht auch eine objektivere Herangehensweise möglich. Und Lösungen für die Probleme die wir derzeit haben kommen leider eher von rechts. Die Notwendigkeit dafür gründet auf den eher linkspolitischen Entscheidungen der letzten Jahrzehnte. |
| Nachtelfchen | öhm...die cdu unter kohl war linkspolitisch? |
| Shawn | :D Wenn Kohl links war, dann gibts bei mir heute Rudolph das Rentier zum essen... Die Probleme liegen einfach darin, dass Rot-Grün reformiert wie blöd & dabei die Reformen der alten Regierung, die mitten am laufen waren, einfach über den Haufen geschmissen hat. Wobei mir bitte mal einer zeigen soll wo die SPD noch sozial ist... Ich sag nicht das die CDU es besser machen würde, aber deren Weg ist mir lieber als der Rote. |
| Fuck up Evil | [QUOTE][i]Original geschrieben von Shawn [/i] [B]... Ich sag nicht das die CDU es besser machen würde, aber deren Weg ist mir lieber als der Rote. [/B][/QUOTE] Den Karren werden wohl beide nicht mehr aus dem Dreck ziehen können, mal schauen wann wir den Grund erreichen. |
| Darket | Reformen der Ära Kohl? Wo? Seit zwanzig Jahren is in diesem Lande nix passiert, deswegen schreien doch jetzt alle, weil ausgerechnet diejenige Partei, von der mans nicht erwartet mal das tut, was eigentlich die (wirtschaftspolitisch) liberaleren Parteien tun würden. Ich will hier nicht unsere doch ein wenig verwirrte Regierung schön reden (obwohl ich wohl diese Woche meinen SPD-Mitgliedsantrag wegschicken werde, köpft mich doch :D), aber irgendwie war die letzte auch nicht toll. Jetzt fangen nur alle an zu weinen, weil es diesem Land nicht sooo fürchterlich gut geht( auch nur ne Frage des Betrachters). Als es anfing haben alle nach Reformen geschrien und die Umfragewerte für die Regierung gingen runter, dann passiert mal was und alle fangn an zu flennen, weils nicht so läuft wie sie das gerne hätten, das ist keine rechts-links Frage, das ist Parteipolitik. Und das zur Zeit gute Vorschläge von rechts kommen würden ist doch bei Betrachtung des Regierungskonzeptes der Unionsparteien blanker Hohn, was die da bringen ist die effektive Abschaffung von Rechten des Arbeitnehmers, sowas auch nur in Betracht zu ziehen zeugt von totaler sozialer Inkopetenz! |
| RobertoSmitho | [QUOTE][i]Original geschrieben von Nachtelfchen [/i] [B]öhm...die cdu unter kohl war linkspolitisch? [/B][/QUOTE] Nein das habe ich nicht behauptet. Wo steht das? Der Punkt ab dem wir Entscheidungen und Meinungen als "Rechts" einordnen ist einfach zu weit links. Man braucht heutzutage doch nur zu erwähnen daß einem die Nase des ausländischen Nachbarn um die Ecke nicht passt und schon gilt's als "Rechtes" Statement. Die Politik der letzten Jahrzehnte war vorrangig dadruch geprägt Wählerstimmen zu sichern anstatt vernünftige Entscheidungen zu treffen. Das hätte durchaus etwas rabiater und konsequenter sein können. - Warum kann sich jeder faule Sack in diesem Land hier gemütlich auf die Couch legen um zu Überlegen was er dem Arbeitsamt demnächst als Ausrede präsentiert - Warum wird das Gesundheits-System nicht mal soweit umgekrempelt daß man nur noch dannzum Arzt geht wenn's wirklich notwendig ist? - Warum kann hier jeder einmarschieren und sich mal eben so Kohle holen? - Warum gibt's nicht einfach ein paar fette Studiengebühren für Dauerstudenten? usw.usw. Erziehung zur Eigenverantwortlichkeit hat eben was "Rechtes". Mit "Wir retten die Menschheit" und "das is aber nicht fair"-Gelaber kommt man manchmal einfach nicht mehr weiter. Derjenige der was leistet soll auch dafür entlohnt werden. Und wenn man solche Themen anschneidet und so etwas, meiner Meinung nach, zu Recht einfordert ist man eben "Rechts"....... |
| Omicron | Hm.. DA die Diskussion nu in diese Richtung geht, klink ich mich da mal wieder ein ;) Wenn ich ehrlich bin kriege ich solangsam Angst in Europa - jawohl, Angst in unserem "sicheren" Europa... Man sehe sich einmal die deutsche Geschichte an.. Erst Kaiserreich, da war der Deckel druf, man hatte ne alleinherrschaft und das lief halt so ziemlich.. Dann kam die Weimarer Republik, alles war happy juchei, dann ging das ganze langsam aber sicher den Bach runter... und dann kam der [ironie]nette[/ironie]Herr mit dem Schnäuzer, und baute seine Alleinherrschaft auf - mit dem Ergebnis, das am Ende Europa zum Grossteil in Schutt und Asche lag... Und nun habe wir wieder eine happy-freu demokratie gehabt, die nun langsam aber sicher den Bach runtergeht... Ich weiss, das man in der Geschichte nicht von Regelmässigkeiten sprechen sollte, aber das scheint mir doch ziemlich augenscheinlich, und man hat ja am Herrn Schill schon gesehen, wie sowas gehen kann - und wenn man nun noch weiter an heutige Waffentechniken denkt, werden mit die Finger klamm... Man stelle sich dann das einfach mal vor - die Industrienation unter einem ahnlichen Schauzbart-herrn geeint, mit dem momentanen STand der Technik - entweder würde D sofort in Schutt und Asche gelegt, oder zumindest der Bereich um diesen Herrn (man denke an die USA), oder aber das ganze besteht lange genug, um dann wieder einen WW zu starten - und das wäre imo eines der schlimmsten Dinge, die passieren könnte... Und ich finde auch, das im Moment in D ohne massive Reformen wirklich nichts mehr gehen wird - wie oben gesagt, der Karren steckt zu tief im Dreck... |
| Nachtelfchen | [QUOTE][i]Original geschrieben von RobertoSmitho [/i] [B]Nein das habe ich nicht behauptet. Wo steht das?[/b][/QUOTE] da du von jahrzehnten gesprochen hast, und schröder grad mal seit 98 kanzler ist. [QUOTE] [b]Erziehung zur Eigenverantwortlichkeit hat eben was "Rechtes".[/b][/QUOTE] weshalb bedeutet erziehung zur eigenverantwortlichkeits rechts zu sein? man kann auch eigenverantwortliches handeln fördern und trotzdem soziales für die gesellschaft tun. krippenplätze, nur so als beispiel. [QUOTE] [b] Derjenige der was leistet soll auch dafür entlohnt werden. Und wenn man solche Themen anschneidet und so etwas, meiner Meinung nach, zu Recht einfordert ist man eben "Rechts"....... [/B] [/QUOTE] natürlich soll wer leistet entlohnt werden. ganz klar. nur: was tut man mit denen, die leisten tag für tag und nicht entlohnt werden, weil familienarbeit nicht entlohnt wird? was tut man mit denen, die zwar schulausbildung haben und gerne leisten würden, aber keinen job kriegen, weil man eben nur noch realschüler nimmt, da hauptschüler den ruf haben, zu doof zu sein (und wenn 40% der leute gymnasium machen, und der rest realschule, wer geht dann noch auf die hauptschule?). oder diejenigen, die unverschuldet irgendwo hinkommen, wo sie von alleine nicht wieder rauskommen. nicht jeder ist an seinem eigenen unglück selbst schuld. ich red jetzt ned von junkies oder berufskriminellen, sondern von müttern, die von ihren männern verlassen wurden, oder vätern, die von ihren frauen verlassen wurden, mal so als beispiel. |
| Darket | Ohhh ja die tolle vielzitierte Eigenverantwortlichkeit, wunderbar willkommen Totalkapitalismus. Der Begriff Eigenverantwortlichkeit klingt nett oder? Ja Freiheit für alle is toll oder nicht? Mann oh Mann ich kann dieses Neoliberale Gelaber fast genausowenig mehr hören wie das Geseiere, dass die deutschen Gewerkschaften so gern von sich geben. Wer schreit denn in der politischen Diskussion nach Eigenverantwortlichkeit? Jaaah richtig das sind die, die gerne viel reden und deren größtes Glück es war 2002 die Wahl "verloren" zu haben, Herr Stoiber hatte doch recht: "Wir haben die Wahl gewonnen!" Aber bitte gibt es denn echte Gegenvorschläge? Also außer dem den Kündigungsschutz in Deutschland effektiv abzuschaffen... |
| RobertoSmitho | [QUOTE][i]Original geschrieben von Nachtelfchen [/i] [B]weshalb bedeutet erziehung zur eigenverantwortlichkeits rechts zu sein? [/B][/QUOTE] Sorry, aber auch das habe ich nicht gesagt. @Darket: Deine Statements entsprechen übrigens auch exakt dem von mir angesprochenem Klischee. Sobald jemand für strengere Richtlinien plädiert kommt der nächste Wohltäter daher und fürchtet den Totalkapitalismus. GENAU DAS IST ES DOCH WAS WIR BEI UNS ABSTELLEN SOLLTEN. Übrigens: Der Sozialstaat ist gerade langsam dabei zu scheitern. Akzeptiere dies. :D |
| Nachtelfchen | roberto: du hast gesagt: erziehung zur eigenverantwortlichkeit hat eben was rechtes. ergo: diejenigen, die danach schreien "müssen" eher rechts einzuordnen sein. und auf den rest bist du nicht eingegangen. sozialstaat: gut, er soll angeblich am scheitern sein. was ist also die alternative? früher gabs keinen sozialstaat, den sozialstaat haben die kirche, die zünfte oder sonstige bruderschaften und sozietäten übernommen. aber der lebensstandard war sowas von viel tiefer für die meisten leute, und diese leute haben geackert wie sau, die sind nicht faul rumgesessen, sondern haben 12 stunden am tag an den maschinen der fabriken geschuftet. woher meinst du kommt die spd? genau aus der ecke: weil es den arbeitern der damaligen gesellschaft so unglaublich schlecht ging und sie ausgebeutet werden konnten. vielleicht müssen wir uns daran gewöhnen, den lebensstandard nicht halten zu können. was ist denn die alternative zum heutigen modell. sozialstaat nur für diejenigen, die sichs auch leisten können? keine gleiche grundversorgung mehr für alle (die reichen haben doch eh mehr möglichkeiten)? |
| RobertoSmitho | [QUOTE][i]Original geschrieben von Nachtelfchen [/i] [B]roberto: du hast gesagt: erziehung zur eigenverantwortlichkeit hat eben was rechtes. ergo: diejenigen, die danach schreien "müssen" eher rechts einzuordnen sein. [/B][/QUOTE] Wenn ich den Sozialstaat in seinen Leistungen deutlich beschneiden will dann hat's was "Rechtes". [QUOTE]sozialstaat: gut, er soll angeblich am scheitern sein. was ist also die alternative? [/QUOTE] Es würde mir schon reichen wenn einige Leute wenigstens das begreifen würden. Dann könnte man gemeinsam nach Lösungen suchen. [QUOTE] vielleicht müssen wir uns daran gewöhnen, den lebensstandard nicht halten zu können. [/QUOTE] Das Problem ist daß stetig versucht wird den Lebensstandard derer zu halten die es nicht für notwendig halten die Gesellschaft mitzutragen und eigenverantwortlich zu handeln. Nimm' als Beispiel den Arbeitlosen Bauarbeiter der vor lauter Schwarzarbeit nicht mal Zeit hat um persönlich beim Arbeitsamt reinzuschauen. Das ist nur ein Beispiel, aber da würde von mir OHNE JEGLICHE RÜCKSICHT der Rotstift angesetzt. [QUOTE]was ist denn die alternative zum heutigen modell. sozialstaat nur für diejenigen, die sichs auch leisten können? keine gleiche grundversorgung mehr für alle (die reichen haben doch eh mehr möglichkeiten)? [/QUOTE] Die Alternative heisst Fairness und Konsequenz. Und Konsequenz wäre mir derzeit wichtiger als Fairness!!! |
| LaChatte | Diese Eigenverantwortlichkeit, die von rechts propagiert wird, macht mir schon den Eindruck "wir wollen nicht solidarisch sein" - Rechts sind traditionell Kapitalbesitzer und Unternehmer, die sich alle möglichen privaten Versicherungen leisten können - was kann denen schon passieren? [QUOTE]Die Alternative heisst Fairness und Konsequenz. Und Konsequenz wäre mir derzeit wichtiger als Fairness!!![/QUOTE] Konsequenz ohne Fairness heisst schnell Ungerechtigkeit. Und ist in der heutigen Situation gar nicht zu empfehlen... besser Lösungen suchen, bevor Schaufenster eingeschlagen und Autos angezündet werden. |
| Apex | [QUOTE]Nimm' als Beispiel den Arbeitlosen Bauarbeiter der vor lauter Schwarzarbeit nicht mal Zeit hat um persönlich beim Arbeitsamt reinzuschauen. Das ist nur ein Beispiel, aber da würde von mir OHNE JEGLICHE RÜCKSICHT der Rotstift angesetzt.[/QUOTE] Bei wem? Beim Schwarzarbeiter der unter Tarif bezahlt wird? Oder beim Arbeitgeber der unseren Staat ein Vermögen kostet durch das was er am Fiskus vorbeiwirtschaftet anstatt den Bauarbeiter zu normalen Konditionen einzustellen? [QUOTE]Die Alternative heisst Fairness und Konsequenz. Und Konsequenz wäre mir derzeit wichtiger als Fairness!!![/QUOTE] Bei soviel Konsequenz sehe ich schon die hungernden Kinder und bettelnden Frauen vor meinem geistigen Auge. Naja warum nicht amerikanische Verhältnisse einführen...die paar Slums...die sieht doch keiner. |
| RobertoSmitho | [QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i] [B]Diese Eigenverantwortlichkeit, die von rechts propagiert wird, macht mir schon den Eindruck "wir wollen nicht solidarisch sein" - Rechts sind traditionell Kapitalbesitzer und Unternehmer, die sich alle möglichen privaten Versicherungen leisten können - was kann denen schon passieren? [/B][/QUOTE] Ich bin nicht "von rechts". :mad: Damit sind wir dann eigentlich wieder direkt bei dem was Omicron gesagt hat..... Schade... Auch Solidarität hat übrigens einen Anspruch auf Gerechtigkeit. Und Kapitalbesitzer und Unternehmer sind auch nicht Rechts? Nur weil man etwas nicht hat ist nicht automatisch der Schuld daran der es hat! Auch ein Problem unserer Gesellschaft. Die Bösen sind immer die Reichen. Was soll der Quatsch??? [QUOTE][B] Konsequenz ohne Fairness heisst schnell Ungerechtigkeit. Und ist in der heutigen Situation gar nicht zu empfehlen... besser Lösungen suchen, bevor Schaufenster eingeschlagen und Autos angezündet werden. [/B][/QUOTE] Du willst also allen Ernstes behaupten daß derzeit alles gerecht ist? :rolleyes: Urteile mal objektiv statt hier mir "political correctness" aufzufahren..... |
| Nachtelfchen | [QUOTE][i]Original geschrieben von RobertoSmitho [/i] [B]Wenn ich den Sozialstaat in seinen Leistungen deutlich beschneiden will dann hat's was "Rechtes". [/b][/quote] das mag sein, nur: die frage ist nur, auf wessen kosten geht das? wem schadet beschneidung von sozialleistungen am meisten? eigentlich denen, die eh schon nix haben. das ist eben die krux an der ganzen sache. [quote][b] Auch Solidarität hat übrigens einen Anspruch auf Gerechtigkeit. Und Kapitalbesitzer und Unternehmer sind auch nicht Rechts? Nur weil man etwas nicht hat ist nicht automatisch der Schuld daran der es hat! Auch ein Problem unserer Gesellschaft. Die Bösen sind immer die Reichen.[/B][/QUOTE] also mal so zum voraus, pauschalisierungen liegen mir nicht. manche reiche mögen schuld an der armut anderer sein (im globalen kontext gilt dies sehr wohl), aber sicherlich nicht alle. genausowenig, wie alle unternehmensführer politisch rechts gesinnt sind. problem hier: derjenige, der was hat, möchte es nicht mehr verlieren, sprich, er wird so wählen, dass er möglichst nichts weggeben muss. derjenige, der nichts hat, der möchte was haben, also wählt er so, dass er das gefühl hat, es könnte ihm helfen, etwas zu bekommen. letztendlich zählt nämlich in unserer gesellschaft nur noch eines: geld. |
| Fuck up Evil | [QUOTE][i]Original geschrieben von Nachtelfchen [/i] [B] ... letztendlich zählt nämlich in unserer gesellschaft nur noch eines: geld. [/B][/QUOTE] Herzlichen Glückwunsch mit dieser Erkenntnis sind Sie schon mal einen Schritt weiter. |
| RobertoSmitho | [QUOTE][i]Original geschrieben von Nachtelfchen [/i] [B]das mag sein, nur: die frage ist nur, auf wessen kosten geht das? wem schadet beschneidung von sozialleistungen am meisten? eigentlich denen, die eh schon nix haben. das ist eben die krux an der ganzen sache. [/B][/QUOTE] Na und? Was machst Du denn wenn es nix mehr zu verteilen gibt? Von Luft und Liebe leben? Wenn man ein Sozialsystem retten will dann sollte man auch innerhalb dieses Systems sparen. Oder wäre es fair wenn man den Benzinpreis um einen weiteren Euro besteuert um ein Gesundheitssystem zu finanzieren daß verantwortungslos über Jahrzehnte ausgebeutet wurde? Die "Besucher"-Zahlen sind seit der Einführung der 10 Euro-Pauschale drastisch gesunken. Deutschland gesundet auf seltsame Art und Weise durch den Griff ins Portemonnaie. Bravo! Weiter so!! 30 Euro pro Quartal wären noch besser! [QUOTE][B] also mal so zum voraus, pauschalisierungen liegen mir nicht. [/B][/QUOTE] Mir auch nicht, aber man kann wohl kaum für jeden Einzelnen die Politik machen die ihm gefällt. [QUOTE][B] manche reiche mögen schuld an der armut anderer sein (im globalen kontext gilt dies sehr wohl), aber sicherlich nicht alle. genausowenig, wie alle unternehmensführer politisch rechts gesinnt sind. [/B][/QUOTE] Kannst Du dir vorstellen daß die meisten von denen sich das auch ehrlich verdient haben? Also wenn sich Fleiss und Arbeit nicht mehr auszahlt dann wären wir schon wieder beim nächsten "Pauschal-Glücklich-Macher". Dem Sozialismus. [QUOTE][B] problem hier: derjenige, der was hat, möchte es nicht mehr verlieren, sprich, er wird so wählen, dass er möglichst nichts weggeben muss. [/B][/QUOTE] Formuliere es mal anders: Derjenige der was hat hat auch ein Recht darauf es zu behalten. [QUOTE][B] derjenige, der nichts hat, der möchte was haben, also wählt er so, dass er das gefühl hat, es könnte ihm helfen, etwas zu bekommen. [/B][/QUOTE] Auch hier anders formuliert: Derjenige der nix hat, möchte etwas haben, verlässt sich dabei allerdings auf die Gesellschaft ohne auch nur einen Gedanken an Eigeninitiative zu verschwenden. [QUOTE][B]letztendlich zählt nämlich in unserer gesellschaft nur noch eines: geld. [/B][/QUOTE] Nenne eine Alternative. Der Kapitalismus ist eine Form in der jeder "seines eigenen Glückes Schmieds" ist. Die die daran scheitern erklären immer wieder die Staatsform und den Maßstab dessen (<- Geld) als Schuldigen. Meine Oma spielt auch seit 20 Jahren Lotto und hat bisher noch nichts gewonnen. Schuld ist wahrscheinlich die Lottogesellschaft...... Geld ist ein stummes Instrument zur Klassifizierung einer Gesellschaft. Solche Mittel zur Klassifizierung hat es immer gegeben und wird es wohl auch weiterhin geben. Ob das nun Muscheln, Geld oder Waren sind. Trotzallem ist nicht das klassifizierende Instrument an sich "schlecht". Es wird nur immer von den Leuten als "schlecht" eingestuft weil es sie eben in eine gesellschaftliche Klasse steckt die ihnen nicht passt! |
| Darket | Moment ich hab nie gesagt, dass ich grundsätzlich gegen strengere Richtlinien wäre, ich bin keiner von diesen Spinnern, die sich in gute alte Zeiten zurückwünschen, weil das da alles noch funktioniert hat(ja klar, glaub ich sofort), ich rede davon, dass der Begriff der "Eigenverantwortlichkeit" mindestens so überstrapaziert ist wie das ewige Gelaber über Sozialraubbau. Und es tut mir ja leid, dass ich kein Anhänger Kapitalistischer Grundsätze bin (ist ma jemandem aufgefallen, dass Kapitalismus=Anarchie ist???). Die Sache mit dem Sozialstaat, der am untergehen ist, ist auch wieder eine dieser Verallgemeinerungen, an die die Leute grad mal wieder glauben, weil es im Moment eben nicht rosig aussieht. Den Reformbedarf bestreitet niemand(also ich jedenfalls nicht), aber man kommt in beide Richtungen (Um wieder auf den Ursprung zurückzukommen) nicht weiter, weil man wieder irgendwelche Parolen ausgräbt, die so an und für sich noch nie gestimmt haben. |
| RobertoSmitho | [QUOTE][i]Original geschrieben von Darket [/i] [B].... ich rede davon, dass der Begriff der "Eigenverantwortlichkeit" mindestens so überstrapaziert ist wie das ewige Gelaber über Sozialraubbau. [/B][/QUOTE] Das "Gelaber" ist deswegen überstrapaziert, weil keine Umsetzung erfolgt. [QUOTE][B] Und es tut mir ja leid, dass ich kein Anhänger Kapitalistischer Grundsätze bin [/B][/QUOTE] Ich glaube noch daran daß sich Arbeit bezahlt macht. Das Problem ist das sich bei uns in der Gesellschaft auch Faulenzen bezahlt macht. Da geht der Glaube bei mir auch langsam aber sicher verloren. Nichtdestotrotz werde ich es mir ab April erst mal mit 1400 € Arbeitslosengeld gemütlich machen..... [QUOTE][B](ist ma jemandem aufgefallen, dass Kapitalismus=Anarchie ist???). [/B][/QUOTE] Sorry, aber das ist Quatsch. Nur weil Geld die Welt regiert ist es noch lange nicht so daß der Geld hat machen kann was er will.... [QUOTE][B]Die Sache mit dem Sozialstaat, der am untergehen ist, ist auch wieder eine dieser Verallgemeinerungen, an die die Leute grad mal wieder glauben, weil es im Moment eben nicht rosig aussieht. [/B][/QUOTE] Ein Sozialstaat der Faulenzerei subventioniert ist ein ganz grosser Scheiss. Und das es ohne Probleme möglich ist weiß wohl jeder. Und wenn Person X keine Kohle in der Tasche hat ist seit jeher immer das System schuld. Man selber steckt die Hände in die Tasche und verlässt sich auf andere.... Die soziale Hängematte muss mal langsam so weit runtergeschraubt werden daß Faulenzer X mal beim Schaukeln mit dem Arsch über den Boden kratzt und es für NOTWENDIG hält aufzustehen und seine Dose Bier aus der Hand zu stellen und mal selber was an seiner Situation zu regeln. Helmut Schmidts Aussage kann man ohne Probleme auf die ganze BRD transportieren: Die Deutschen jammern nur! [QUOTE][B]Den Reformbedarf bestreitet niemand(also ich jedenfalls nicht), aber man kommt in beide Richtungen (Um wieder auf den Ursprung zurückzukommen) nicht weiter, weil man wieder irgendwelche Parolen ausgräbt, die so an und für sich noch nie gestimmt haben. [/B][/QUOTE] Es geht nicht um Parolen sondern um die Umsetzung von objektiv erarbeiteten Lösungen die als Fixpunkt die Reperatur eines maroden, auf Dauer nicht funktionalen Systems haben sollte und nicht um das Schicksal des Einzelnen der es verpasst hat sich etwas aufzubauen. |
| Nachtelfchen | roberto: ja, arbeit/resp. leistung sollte sich bezahlt machen, aber ist es leistung, die jemanden irgendwo hinbringt? Oftmals stecken doch da ganze netzwerke dahinter, so nach dem motto: papi sitzt im verwaltungsrat von firma x, onkel im verwaltungsrat von firma y, kollege von papi ist chef von firma y. und jetzt guckt man, dass sohn ja bei firma x oder y, oder notfalls auch z, wo der golfpartner von onkel ein hohes tier ist, untergebracht wird. ist das leistung? ich bestreite nicht, dass es menschen gibt, die auf eigene faust wohin kommen, aber das ist imho eher die ausnahme. zum geld: geld per se ist neutral, natürlich, keine diskussion. viel wichtiger ist aber, dass viel geld besitzen natürlich alles einfacher macht. man kann nicht machen, was man will, aber man hat viel mehr möglichkeiten. was nicht schlecht wär, wenn man sagen kann, ich habe mir diese möglichkeiten mit eigener arbeit verdient. aber grad auf die globale situation bezogen muss man sagen, dass das, was westliche industrieländer mit ländern wie brasilien ect. macht, alles andere als fair ist. unser luxus gründet sich ja eigentlich darauf, dass in solchen ländern zb lockerere gesetze bezüglich arbeit, umwelt ect. gelten, das lohnniveau tiefer ist, und wir den handel kontrollieren. wie kommst du eigentlich darauf, dass jeder, der kein geld hat, nichts macht? mit hauptschule, lehre als gabelstaplerfahrer, frau und zwei kindern kannst es vergessen, deine familie über die runde zu bringen (jedenfalls hier in der schweiz). und ich red hier nicht von dickem auto, fernseher, urlaub ect., sondern, die schaffen es nicht mal, genug geld zu haben am ende des monats, um die krankenkasse zu zahlen. und die arbeiten jeden tag, oft auch im schichtdienst. zum gesundheitssystem kann ich nix sagen, da in schweiz es wohl etwas anders ist. |
| Darket | *lol* Roberto ich werd das Gefühl nicht los, das unsere Positionen garnicht so weit weg voneinander sind... Das mit Kapitalismus=Anarchie ist ne Theorie, die ich schon ewig mit mir rumtrage, ich will seit zwei Wochen mal nen Thread dazu aufmachen, irgendwie fehlt mir nur grad der Nerv, aber was lange währt wird bestimmt noch :D Ich habe allerdings ein Proble mit der ebenfalls recht häufig wiederkehrenden Platitüde vom Faulenzer-Sozialstaat. Ich streite nicht ab, dass es sie gibt, diese Leute, die sich auf Kosten des Staates (und damit mir) nen faulen Lenz machen, ich glaube allerdings, dass inzwischen durch Medien und Politik der Eindruck erweckt wird das die überwiegende Mehrzahl eben jener 4,3 Mio Arbeitsloser den Staat bescheißt, vielleicht ist mein doch recht weitreichender Bekanntenkreis einfach zu ehrlich, aber mir fallen spontan ein Dutzend Leute ein, die ne Menge dafür geben würden arbeiten zu können (ist vielleicht nicht representativ, aber mein Erfahrungswert geht in die Richtung). Dabei bleibt es keine Frage, dass es nicht geht das der Staat überhaupt die Möglichkeit für das Faulenzen gibt, aber die Behauptung, dass es ach so oft passieren würde halte ich für fragwürdig (überprüfbar ist es allerdings nicht fürchte ich). Der Begriff der "Eigenverantwortlichkeit" ist im politischen Sprachgebrauch eine reine Floskel um dem Bürger zu verkaufen, dass es weniger Geld vom Staat gibt. Das an sich mag ja noch nicht falsch sein, was mich stört ist die Unehrlichkeit des ganzen. Man benutzt ein Wort das einfach hübscher klingt als "weniger Geld für alle". Das Problem is doch, dass damit eine Gleichsetzung von Freiheit und eben weniger Kohle geschieht und das ist nunmal ganz einfach nicht richtig. Eigenverantwortung ist schön und gut und ich fordere sie in vielen Bereichen auch (wobei mir da gesellschaftspolitische Themen eher einfallen), das Problem ist die euphemistische Nutzung des Begriffes. Und nagut das Helmut Schmidt ein weiser Mann ist und die Aussage über die "Ossis" eigentlich auf ganz Deutschland erweiterbar ist, ist auch meine Meinung, man muss sich nur mal die politische Entwicklung der letzten zwei Jahre anschauen. In zwei Jahren hat sich einiges verändert und Deutschland weint vorher und nachher....irgendwas stimmt da nicht... |
| RobertoSmitho | [QUOTE][i]Original geschrieben von Nachtelfchen [/i] [B]ja, arbeit/resp. leistung sollte sich bezahlt machen, aber ist es leistung, die jemanden irgendwo hinbringt? [/B][/QUOTE] Der der die Leistung bezahlt wird Dir erzählen können wo es ihn hinbringt, oder nicht? [QUOTE][B] Oftmals stecken doch da ganze netzwerke dahinter, so nach dem motto: papi sitzt im verwaltungsrat von firma x, onkel im verwaltungsrat von firma y, kollege von papi ist chef von firma y. und jetzt guckt man, dass sohn ja bei firma x oder y, oder notfalls auch z, wo der golfpartner von onkel ein hohes tier ist, untergebracht wird. ist das leistung? ich bestreite nicht, dass es menschen gibt, die auf eigene faust wohin kommen, aber das ist imho eher die ausnahme. [/B][/QUOTE] Ich vermag es nicht die Leistung anderer wertmässig zu beurteilen. [QUOTE][B] zum geld: geld per se ist neutral, natürlich, keine diskussion. viel wichtiger ist aber, dass viel geld besitzen natürlich alles einfacher macht. man kann nicht machen, was man will, aber man hat viel mehr möglichkeiten. was nicht schlecht wär, wenn man sagen kann, ich habe mir diese möglichkeiten mit eigener arbeit verdient. aber grad auf die globale situation bezogen muss man sagen, dass das, was westliche industrieländer mit ländern wie brasilien ect. macht, alles andere als fair ist. unser luxus gründet sich ja eigentlich darauf, dass in solchen ländern zb lockerere gesetze bezüglich arbeit, umwelt ect. gelten, das lohnniveau tiefer ist, und wir den handel kontrollieren. [/B][/QUOTE] Was sollen wir denn meiner Meinung da machen? So traurig wie es klingt, aber es ist mir ehrlich gesagt wurscht was in Brasilien abgeht. Ich fordere nur daß ich die Leistung die ich erbringe entlohnt bekomme. Das ist wohl auch nicht zuviel verlangt, oder? [QUOTE][B] wie kommst du eigentlich darauf, dass jeder, der kein geld hat, nichts macht? [/B][/QUOTE] Habe ich auch nicht behauptet. Hier bei uns in Deutschland fängt das Lotterleben mit dem Eintritt in die Arbeitslosigkeit erst an! Und das ist alles andere als richtig oder fair. Mit 1400 Euro Arbeitlsosengeld die ich ab April kriege kann ich 1 Jahr lang jeden Abend Party machen. Dieses Recht habe ich mir allerdings erst mit 100.000 Euro Steuer in 4.5 Jahren erkaufen müssen. Daher habe ich auch kein Problem damit. Hoch die Tassen! :D [QUOTE][B] mit hauptschule, lehre als gabelstaplerfahrer, frau und zwei kindern kannst es vergessen, deine familie über die runde zu bringen (jedenfalls hier in der schweiz). und ich red hier nicht von dickem auto, fernseher, urlaub ect., sondern, die schaffen es nicht mal, genug geld zu haben am ende des monats, um die krankenkasse zu zahlen. und die arbeiten jeden tag, oft auch im schichtdienst. [/B][/QUOTE] Also ich habe in meinem Leben (ich bin 31) auch schon ziemlich viel geschuftet. Übelste Arbeitszeiten und Bedingungen, 20-Stunden Tag und 1 Tag Urlaub im Jahr waren keine Seltenheit. Trotzallem hatte ich immer das Ziel vor Augen daß es mal besser wird. Und es wurde besser! Wenn man vor seinen Zielen die Augen verschliesst und sich ins soziale Netz fallenlässt sollte man wohl auch nicht meckern, oder? Ein Gabelstaplerfahrer X mit Frau und zwei Kindern wird auch in Deutschland unterstützt und das ist auch richtig so. Aber wenn Gabelstapler X arbeitslos wird und sich langsam aber sicher an diesen Zustand gewöhnt dann ist es nicht die Aufgabe der Gesellschaft dieses Loch zu stopfen. [QUOTE][B] zum gesundheitssystem kann ich nix sagen, da in schweiz es wohl etwas anders ist. [/B][/QUOTE] Hier bei uns wurde jahrzehntelang jeder Mist von der Krankenkasse bezahlt. Jetzt wundert man sich daß die Pötte leer sind und es wird übelst auf eine 10-Euro Pauschale geschimpft die quartalsweise fällig wird.. Aber es geht aufwärts! Diese Pauschale hatte bereits in den ersten 2 Monaten dazugeführt daß die Arztbesuche drastisch zurückgegangen sind. Im Gegensatz dazu kam es aber im Dezember 2003 zu Medikamenten-Hamsterkäufen..... Tja das ist Deutschland. Der Deutsche nimmt alles! Aber wehe du willst auch nur einen Cent von Ihm zurück! |