| Thalmos | N Abend, folgendes Thema möchte ich mal kundtun, und würd mich über viele Meinungen freuen: Was macht Drogen so interessant für die Leute? Beispielsweise kiffen fast alle Leute aus meiner Klasse, und sind anscheinend wahnsinnig stolz drauf. Wobei Cannabis und dergleichen jetzt als harmlos gesehen wird, aber ich möchte hier alles abdecken, auch die hauptsächlichen Volksdrogen Nikotin und Alkohol (die natürlich auch ganz harmlos sind...). Man fragt mich dann immer, warum ich nicht derartiges Zeug brauche. Diese Frage sollte man meiner Meinung nach umdrehen, "was bringt dir das?" Ich möchte einfach wissen wieso die Leute z. B. rauchen, steht da irgendein tieferer Sinn dahinter? Klar fängts irgendwann mal mit Gruppenzwang, Erwachsenengetue und "cool-sein" an, aber sobald man mal aus seiner Pubertät raus ist sollte man finde ich sich selbst die Fragen nach dem Sinn des ganzen stellen. |
| Nosphertaru | Was Drogen so interssant macht. keine Ahnung, schätze es ist ähnlich wie beim Alk. Es ist einfach lustig mal gut gelaunt mit Freunden einen saufen zu gehen, aber Drogen würd ich auch nicht nehmen und rauchen von zigaretten macht mir auch kein spaß, zu ich also auch nicht. Was noch ganz cool ist, ist meine Wasserpfeife aus Ägypten. Da hab ich 20 verschiedene Geschmacksrichtungen und es macht spaß wenn man mit Freunden zu Hause rumhängt dabei ne Wasserpfeife zu rauchen. Aber Drogen sind und bleiben für mich tabu. |
| Haevion | Die Gegenfrage, wiedermal äußerst polemisch, könnte ich Dir auch stellen: "Warum nüchtern sein, wenn ich das Ganze auch im Rausch ertragen kann?". Der Rauschzustand ist einfach ein sehr angenehmer und befriedigender, er erweitert die Sinne und entspannt. Das nur als ganz kurze, subjektive Erörterung meinerseits. Ich bin sicher, da kommt noch irgendwas persönliches als Konter zurück. ;) |
| Trauerwesen | Drogenkonsum, insbesondere pflanzlich, war schon immer verbreitet, bei Naturvölkern usw. Es geht darum um sich und seine Umwelt anders wahrzunehmen. Die Hinduisten beispielsweise hatten Soma, was aus Fliegenpilzen gewonnen wurde, um ihren Göttern näher zu sein. Ich denke auch, dass man durch die Überbrückung seiner rationalität dinge anders sehen kann, udn wer das will, soll es eben tun. Klar, heute sieht das anders aus, gerade beim Alkohol, welches irgendwie nur gebraucht wird, um Spass zu haben (wenn man ohne halt nicht kann). Rauchen ist so eine andere sache, weiss auch net warum ich damit anfing, und loskommen ist ja wohl eine andere sache dann, will wirklich, aber meine nerven schreien nun einmal danach. |
| Thalmos | Sinneserweiterung also...ich finde aber es bringt nichts sich durch Drogen (was auch immer jetzt) mal kurz in eine andere Welt zu schalten um seine Sorgen und Ängste zu betäuben, weil es ja nur vorübergehen ist. Das wär für mich nur eine schwache Flucht vor mir selbst. Ich will jetzt keinem ans Bein pinkeln für das was er tut, aber so denke ich nunmal drüber. |
| Haevion | Sovieles im Leben ist sinnlos. Sieht man einmal von der Selbstschädigung (Die jeder für sich selbst erkennen und verantworten muss) ab, so ist es schlichtweg ein gutes Gefühl, das ich nicht missen möchte. Dabei geht es primär nicht um Sorgen oder Ängste... |
| Caranaldion | [QUOTE][i]Original geschrieben von Thalmos [/i] Sinneserweiterung also...ich finde aber es bringt nichts sich durch Drogen (was auch immer jetzt) mal kurz in eine andere Welt zu schalten um seine Sorgen und Ängste zu betäuben, weil es ja nur vorübergehen ist. Das wär für mich nur eine schwache Flucht vor mir selbst. [/QUOTE] In meinen Augen sind Sinneswerweiterung und Angst-/Sorgenbetäubung zwei verschiedene Dinge. Sinneserweiterung heisst Verschiebung der persönlichen Wahrnehmungsgrenzen nach oben, Angst-/ Sorgenbetäubung meint Probleme "wegkonsumieren" . Darüber hinaus kann man nicht mit jeder Suchtsubstanz Probleme zweitweilig ausblenden, im Gegenteil. V.a. halluzionogene Substanzen können noch verstärkend wirken, meines Wissens nach. |
| Seneca | [QUOTE][i]Original geschrieben von Trauerwesen [/i] [B]Drogenkonsum, insbesondere pflanzlich, war schon immer verbreitet, bei Naturvölkern usw. Es geht darum um sich und seine Umwelt anders wahrzunehmen. Die Hinduisten beispielsweise hatten Soma, was aus Fliegenpilzen gewonnen wurde, um ihren Göttern näher zu sein. [/B][/QUOTE] Ja richtig, ich sehe schon wie sich wikingerhafte Metaller Hektoliter von Bier hinter die Binde kippen, um den Göttern näher zu sein. |
| Trauerwesen | [QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i] [B]Ja richtig, ich sehe schon wie sich wikingerhafte Metaller Hektoliter von Bier hinter die Binde kippen, um den Göttern näher zu sein. [/B][/QUOTE] Ich sagte, das war damals, bei den naturvölkern, gutes beispiel wären verschiedenste Indianerstämme. und jeder hat andere Motive, aber ich denke, man sollte nicht ausser acht lassen, dass sowas für die bewusstseinserweiterung schon immer genommen wurde, und nicht verwerflich war. und ich habe deutlich differenziert zwischen Spass-saufen und den damaligen Motiven für Drogenkonsum. Von daher.... |
| Seneca | Wieso nicht... ich kenne ein paar von den Viking- Metallern die genau so argumentieren. |
| gekitsu | na endlich mal jemand der das aehnlich zu sehen scheint wie ich :) wenn jemand sich wohler fuehlt mit alk im blut, kippe in der klappe oder beim kiffen, naja, wegen mir. nur was daran so cool sein soll dass man die quantitative ausdehnung seines alkkonsums beispielsweise zum statussymbol erhebt, das erschliesst sich mir nicht wirklich. aehnlich isses mit dem kiffen. okay, wers mag soll wegen mir, aber was zum teufel is daran so cool oder toll dass es sinn macht, damit anzugeben? ich weiss net... ich behaupte einfach mal dass man sich in einem normal gearteten bewusstsein problemlos weit genug verlaufen kann. dass die erweiterung der wahrnehmung eine reine trainingssache ist is eh klar. drogen sind bestenfalls eine bequeme, aber schlecht kontrollierbare abkuerzung die zumindest meiner ansicht nach lange nicht so befridigend ist, wie die selbe leistung bei voller zurechnungsfaehigkeit zu vollbringen. die absolute kroenung find ich persoenlich die klientel deren idee von einem tollen wochenende die ist, dass man sich moeglichst schnell moeglichst sternhageldicht saeuft, so dass man am naechsten tag nix mehr vom vorabend weiss. wie [i]die[/i] kosten-/ nutzenrechnung aufgehen soll versteh ich schlichtweg nicht. kurz und gut: ich kann meine wahrnehmung selbst erweitern ohne psychoaktive substanzen zu mir nehmen zu muessen. ich kann nuechtern mehr bloedsinn ausbrueten (und im regelfall sogar hochqualitativeren) als in jedem suff und ich kann auch als vollwertige person auftreten ohne dass mir ne kippe im mundwinkel rumbaumelt. ich hab ein hirn in meinem kopf, wozu brauch ich drogen? sind eh nur schweineteuer... |
| 2378 | Dazu mal hier eine Frage: Meine Schwester hat mir gesagt sie nimmt paar Sachen um klarer zu sehen und mehr zu denken. Ernsthaft... Drogen zu nehmen um mehr zu denken oder zu sehen? Ich muss gestehen ich stelle es mir schrecklich vor, träume ich doch davon, dass ich mal weniger nachdenken würde oder so. Sonst... Nichtraucher, nehme eigentlich keine Drogen, Trinke gerne etwas ohne irgendetwas zu merken (jaja, dann sollte man wohl mehr trinken *g* aber wenn der Rest besoffen ist, höre ich auf) und habe so meine anderen Süchte... Sehe deswegen absolut keinen Sinn im Drogen nehmen, aber denke da gehen die Meinungen sowieso auseinander. |
| Nachtelfchen | hm...nun dann...auf die gefahr hin gesteinigt zu werden, out ich mich jetzt hier mal: ich kiffe seit über 10 jahren, hab damit abitur gemacht und werd nächstens mein studium abschliessen, es hat mir also meines wissens nicht geschadet, liegt aber vielleicht daran, dass ich es nie zum exzess getrieben und abgesehen von wenigen extrem-phasen nie jeden tag gekifft habe...keine ahnung. (dazu muss gesagt werden, ich bin nichtraucherin, schon seit eh und je, also keine zigaretten). was es mir bringt? ich hab es nie als cool angesehen, ich bin einfach durch meinen damaligen freundeskreis reingerutscht, es war aber nie sonderlich wichtig für mich und ab einem bestimmten alter sowieso nicht mehr. es war auch kein statussymbol. vielmehr einfach nur gemütlich. sich im wald zurücklehnen, spüren, dass alles um einen herum lebt und dass man zur natur dazugehört. das waren jedenfalls immer meine gedanken, meistens hab ich auch draussen gekifft, also auch eher im sommer als im winter. bewusstseinserweiterung? keine ahnung...da ich den vergleich mit mir selbst, hätte ich fast die gesamte pubertät durch ned gekifft nicht habe, weiss ich natürlich nicht, wie ich gewesen wär, hätt mir diese erfahrung gefehlt. zu anderen drogen: beim kiffen bliebs. vor allem anderen hatte ich entweder immer zuviel respekt (zB lsd) oder es interessierte mich nicht (koks, xtc, speed ect.). nun dann, nur meine kleine meinung ;) |
| Nachtelfchen | odessa: du musst dich dafür nicht entschuldigen, ich find das gut, dass du das sagst!!! viele leute bekommen die negativen folgen nur am rande oder gar nicht mit, oder verschliessen vorsätzlich davor die augen. |
| Shawn | Ich bleib, abgesehen vom Alkohol, lieber bei Drogen, die meinen Körper nicht schwächen... Es gibt soviel, nachdem man süchtig werden kann und was einem den Kick bringt - ohne das man was schlucken, rauchen, spritzen, schnüffeln muss. Suum Cuique. Solange man anderen damit nicht schadet. |
| 2378 | @Odessa: Guter Beitrag :) Überlege mir gerade auch was die Leute kosten... bringt aber nichts weil die meisten werden die Gefahren nicht sehen und nicht sehen wollen. |
| Inpwet | Will mich jetzt mal massiv outen: Ich kann mich weder mit Rauchen noch mit Alkohol anfreunden. Trinke wenig bis gar nicht und hatte noch nie eine Zigarette in der Hand. Zur Verteidigung: Ich finde betrunkene Menschen ( in fast Komazustand ) unästhetisch. Mein kleiner Stolz ist einfach zu groß, als dass ich mich unkontrolliert zusaufe, nur um Spaß zu haben ( den kann man auch anders haben) . Habe nichts gegen das gesellige Bier am Abend oder auf der Party. Aber ich verabscheue Menschen , die am nächsten Morgen diesen berühmten Satz äußern : Wer ist die Frau neben mir? oder Was hab ich gestern noch gemacht? Hab nichts dagegen , Spaß zu haben oder andere über mich lachen zu lassen, aber bin für eine Saufaktion einfach zu stolz. Gucke jetzt nicht arrogant auf die anderen, die trinken, würde es aber nie selber machen. Beim Rauchen steht es mit der Abneigung genau so. Ist meine Meinung..... Gruß Inpwet |
| Nachtelfchen | odessa: danke, glaub aber ned, dass du dir sorgen um mich machen musst ;) dafür ist mir mein leben und all die dinge, die ich in meinem leben tue und noch tuen möchte viel zu wichtig, als dass ich sie einer droge wegen aufgeben würd. es mag sein, dass manche menschen das gefühl haben, man "verderbe ihnen den spass", wenn man sie auf die gefahren von drogen hinweist, aber wer verantwortungsvoll mit einer droge umgehen möchte, sei dies auch "nur" alkohol, der sollte wissen, was alles dabei rauskommen kann, und welche abgründe hinter drogen lauern können. ich hab selbst eine äusserst destruktive beziehung mit einem alkoholiker (der zwar ned einsah, dass er ein problem hatte, aber sich jeden zweiten abend 3l bier hinter die binden kippen musste :( ) hinter mir, und ich kann jedem aus dieser erfahrung heraus nur empfehlen, mit jedwelchen drogenartigen substanzen vorsicht walten zu lassen. |
| Haevion | [i]"Manchmal kommt in einem Traum, in Phantasien oder wenn der Betreffende betrunken ist, etwas von dem ursprünglichen Selbst zum Vorschein - Gefühle und Gedanken, die er jahrelang nicht mehr gehabt hat. Oft handelt es sich um schlimme Dinge, die er verdrängte, weil er Angst davor hatte oder sich schämte. Manchmal handelt es sich aber auch um das Beste in ihm, das er verdrängt hat, aus Angst, man würde ihn auslachen oder angreifen."[/i] - Erich Fromm --- Des weiteren sollte jeder Mensch selbst entscheiden, in wie weit er sich mit Drogen abgeben möchte. Ob verantwortungsbewusst oder nicht, niemandem obliegt Gerichtsbarkeit darüber, was für einen anderen Menschen "besser oder schlechter" wäre. Odessa, Höflichkeit, die ich nicht besitze, in allen Ehren, aber Du projizierst Deine eigenen negativen Erfahrungen auf ein Gesamtbild, das Du absolut nicht erfassen kannst. Diese Aussagen sind pauschalisiert und polemisch. Aus 100 Junkies kannst Du nicht ableitend sagen, dass 100.000 weitere Menschen zwangsläufig genauso enden müssen. [quote][...]und DU zeigst die wahre Stärke![/quote] Ich finde es immer schön, dass somit dem Rest der Allgemeinheit (impliziert) Stärke und Vernunft abgesprochen werden. Ich frage mich, was bedauernswerter ist. Diese Haltung, oder Menschen, die Drogen konsumieren? Vielleicht auch beide Seiten in gleichen Maßen. Trotz allem spricht dir das jegliche Edukativmöglichkeit ab, wenn Du eine solche Haltung zeigst - anderorts würde ich es vielleicht intolerant nennen. |
| Nachtelfchen | hmmm...ich glaub das wörtchen "brauchen" fassts ziemlich gut zusammen... |
| Caranaldion | Zu meiner Schulzeit startete die Drogenberatungsstelle hier ein Projekt, um die Drogenprophylaxe im Rahmen der Schule effektiver und interressanter zu gestalten . Bis dahin bestand Drogenprophylaxe aus einem Menschen, der 2 x 45 Minuten mit dem erhobenen Zeigefinger und der Moralkeule einseitig agierte. Zu eben jenem Projekt wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, die zu der jeweils zwei SchülerInnen kamen. Alles in allem waren das ca. 20 Leute. Relativ schnell bildeten sich zwei Gruppen : Zum einen jene, die Drogen verteufelten, und darauf aus waren,der Drogenprophylaxe einen noch stärker "verbietenden" Anstrich zugeben, und zum anderen diejenigen, die die Auffassunf vertraten , "Wenns chon Drogenkonsum, dann sollte man Das und das wissen und darauf und heirauf achten - riskioarmen Gebrauch "lernen" , Missbrauch vermeiden" . Das Projekt verlief in der Form im Sande, es war den dran Beteilligten nicht möglich, beide Ansichten unter einen Hut zu bekommen. Wenn sich jemand über die Risiken, Gefahren und möglichen Folgen eines Drogenkonsums im Klaren ist, und damit verantwortungsbewusst umgeht (was für mich auch heisst, ein dem Suchtpotential einer Substanz angemessener Konsum) , ist der Konsum für mich absolut ok. Wer sich dann wider besseren Wissens trotzdem selber in ärgere Probleme stürzt, selber schuld (das meine ich im Bezug auf Menschen, die mit dem heutigen Wissen Drogenkonsum betreiben.) Natürlich gibt es keine "ungefährliche" Droge, aber wie gesagt, ich denke, das Handlen des Risikos und der Gefahren ist der Knackpunkt. |
| Caranaldion | Ich kann verstehen, dass es nicht angenehm ist, die eigenen Freunde beim "abrutschen" hilflos mitansehen zu müssen. Viele sind es wohl nicht, die verantwortungsbewusst konsumieren, da hast Du recht, aber warum ist das so ? Ich kann mir das nicht erklären,es ist doch nicht wirklich schwierig, sich damit auseinanderzusetzen, was sicherer Umgang bedeutet. |
| Haevion | [QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i] [B]@ "Stärke" - es ist nun mal eine medizinische TATSACHE dass Menschen, die süchtig sind, NICHT stark sind sondern emotional labil, instabil, in keinster Weise gefestigt und ohne Halt in ihrem Leben. Das spricht ihnen doch keinerlei Gefühl, Intelligenz oder sonstwas ab - es ist einfach der GRUND dass sie süchtig werden. Wer stark ist im Sinne von "stabil und gefestigt", braucht keine Drogen, da kannst Du jeden "Fachmann" fragen.[/B][/QUOTE] Und Menschen, die Drogen konsumieren? Was für Gründe haben Deiner Meinung nach solche Menschen? Auch, aus einer "instabilen Situation" zu entkommen? Laut Deiner Aussage gibt es anscheinend keine andere Möglichkeit. |
| rainraven | das [quote] na endlich mal jemand der das aehnlich zu sehen scheint wie ich wenn jemand sich wohler fuehlt mit alk im blut, kippe in der klappe oder beim kiffen, naja, wegen mir. nur was daran so cool sein soll dass man die quantitative ausdehnung seines alkkonsums beispielsweise zum statussymbol erhebt, das erschliesst sich mir nicht wirklich. aehnlich isses mit dem kiffen. okay, wers mag soll wegen mir, aber was zum teufel is daran so cool oder toll dass es sinn macht, damit anzugeben? ich weiss net... ich behaupte einfach mal dass man sich in einem normal gearteten bewusstsein problemlos weit genug verlaufen kann. dass die erweiterung der wahrnehmung eine reine trainingssache ist is eh klar. drogen sind bestenfalls eine bequeme, aber schlecht kontrollierbare abkuerzung die zumindest meiner ansicht nach lange nicht so befridigend ist, wie die selbe leistung bei voller zurechnungsfaehigkeit zu vollbringen. die absolute kroenung find ich persoenlich die klientel deren idee von einem tollen wochenende die ist, dass man sich moeglichst schnell moeglichst sternhageldicht saeuft, so dass man am naechsten tag nix mehr vom vorabend weiss. wie die kosten-/ nutzenrechnung aufgehen soll versteh ich schlichtweg nicht. kurz und gut: ich kann meine wahrnehmung selbst erweitern ohne psychoaktive substanzen zu mir nehmen zu muessen. ich kann nuechtern mehr bloedsinn ausbrueten (und im regelfall sogar hochqualitativeren) als in jedem suff und ich kann auch als vollwertige person auftreten ohne dass mir ne kippe im mundwinkel rumbaumelt. ich hab ein hirn in meinem kopf, wozu brauch ich drogen? sind eh nur schweineteuer... [/quote] und das [quote] Haevion, ich denke "intolerant" kann ich gut und gerne sein, wenn es darum geht dass Menschen ihr Leben wegwerfen, um sich mit Drogen zu ruinieren. Und vor allem wage ich mir ein Urteil darüber an, wie zu Zeiten leerer Kassen mit MEINEN (denn ich zahle 360 Euro Steuer jeden Monat und 200 Euro Krankenkassenbeitrag) "Zwangs"-Beiträgen für dieses System umgegangen wird; da gibt es Menschen die haben so Sachen wie Krebs, Multiple Sklerose etc. - und da ist kein Geld dafür da, um ihnen ein adäquate Behandlung zukommen zu lassen...und diese Krankheiten sind NICHT selbstverschuldet, weisst Du - das regt mich schon auf, aber vielleicht muss man wirklich jeden Tag das Leid SEHEN, um so "intolerant" zu werden wie ich es beim Thema Drogen tatsächlich bin (obwohl die Hälfte meiner Freunde kifft, imagine!) Und wenn Du schreibst dass doch jeder machen kann was er will (@Drogen), dann solltest Du noch mal lesen was ich dazu schrieb - ich UNTERSTÜTZE genau das. Ich habe niemanden verboten Drogen zu nehmen (wie könnte ich?). Es soll tatsächlich jeder machen was er will (auch ohne ein Zitat von Fromm dazu zu benötigen, um Rausch literarisch zu "verklären"...Fromm musste die Opfer sicher nicht täglich behandeln). Ich verbitte mir dann allerdings - und das ist MEINE Freiheit und das erwarte ich an Toleranz mir gegenüber -, dass diese Drogies nach Jahren dann "zu mir" (= Gesellschaft) kommen und plötzlich NICHTS mehr wissen wollen von ihrer auch von Dir so gerühmten persönlichen Freiheit, "Drogenerfahrung" gesammelt zu haben. Wer A sagt, muss auch B sagen. Ich bin so ein altmodischer Fan von "Eigenverantwortung" und "Konsequenz", aber auch damit kann ich den Rest meines Lebens noch gut klarkommen ;-) Dass ich WARNE heisst nicht dass ich diese Menschen verurteile, sonst hätte ich kaum Kontakt mit diesen Menschen sowohl in der Arbeit als auch privat (geschweige denn dass ich noch heute einem Junkie nachweinen würde aus Liebe...) Zu meinem NEIN zu Drogen steh ich nach wie vor, ich werd den Teufel tun und im Namen einer von Dir falsch verstandenen Toleranz oder "Freiheit" der Sucht, der Krankheit, der Droge, dem Tod so vieler liebenswerter Menschen "das Pro" reden. Dazu sehe ich zu viele jeden Tag leiden und auch sterben. @ "Stärke" - es ist nun mal eine medizinische TATSACHE dass Menschen, die süchtig sind, NICHT stark sind sondern emotional labil, instabil, in keinster Weise gefestigt und ohne Halt in ihrem Leben. Das spricht ihnen doch keinerlei Gefühl, Intelligenz oder sonstwas ab - es ist einfach der GRUND dass sie süchtig werden. Wer stark ist im Sinne von "stabil und gefestigt", braucht keine Drogen, da kannst Du jeden "Fachmann" fragen. Nochmal: ich "verallgemeinere" nicht, aber ich erlaube mir - in einem wissenschaftlich belegbaren "Rahmen" (durchsuch das Netz nach Drogen, Rückfallquoten etc.) - zu "sagen" dass relativ WENIGE es schaffen, nicht süchtig zu werden, wenn sie mit nem Joint anfangen. Auch das aber schrieb ich bereits in Vorposts hier @Nachtelfchen, es entging vermutlich Deiner Aufmerksamkeit, Verehrtester . Und wenn ich Thalmos, einem jungen Mann, "Mut zuspreche" und ihm zeigen will dass nicht ER der Schwache/Feige whatever ist (so wie manche ja die Leute bezeichnen, die NICHT "mitrauchen", "mitsaufen" etc.) , dann hat das nix mit einer "Abqualifizierung" aller Anderen (der Süchtigen) zu tun, sondern nur damit dass er auf der - tatsächlich - richtigen Seite ist, was Gesundheit und "Willensstärke" angeht, und auch das habe ich klar geschrieben. [/quote] ist genau meine Meinung, deswegen brauche ich mich darüber nicht mehr so ausführlich äußern. Ich verstehe nicht, warum sich ein Lebewesen vorsätzlich schaden möchte (also ein Mensch seinen Körper und Geist ducrh Drogen schädigen) , denn das ist ja ein der Natur entgegenwirkendes Verhalten. Und ich bin stolz darauf, wenigstens in diesem einen Punkt so konsequent zu sein und zu sagen: nein, schon alleine das mutwillige Einatmen von etwas Verbranntem ist völlig widersinnig und hat mich noch nie gereitz, und ich glaub auch nicht, daß auch nur irgendjemand deswegen "Coolness" ausstrahlt, wenn er so ein lästiges qualmendes Ding (Zigarette) in der Hand oder dem Mund hat . Eher Unsicherheit, Wilensschwäche, Figur- oder Konzentrationsprobleme, denn andere Gründe gibt es dafür nicht. Droegn: Schon allein der Begriff "Bewußtseinserweiterung" klingt für mich unheimlich arrogant und affig. Bewußseinsverwirrung oder -trübung kommt schon eher hin. Ich halte es wie Odessa und sehe das Wunderbare und Besondere von alleine in den Dingen und Menschen. Vielleicht ist das aber auch eine besondere "Begabung" und andere, sachliche Menschen würde mich als "zu verträumt, zu weltfremd, zu fantasievoll" einstufen. Ich habe auch einen sehr geliebten Menschen durch Drogen und Wahnvorstellungen/Psychosen verloren, habe auch das Innere einer Nervenheilanstalt sehen "dürfen", als er dort war und all diese kaputten Leute gesehen, die bedauerten, was sie sich angetan hatten. Ein junges Mädchen, durchscheinend wie Glas, total autistisch und entfrendet, ein alter Hippie, der vom LSD immer noch Halluzinationen hatte und freiwillig in der Anstalt war weil er draußen nicht mehr klar kam mit seinen Ängsten, Gestalten, die nur sabbernd an die Wand gelehnt da standen oder mich irr anstarrten...das reicht einem fürs Leben, echt. Deswegen darf es keine Drogen mehr unter den Menschen geben, die ich liebe, denn noch so einen Verlust will ich mir nicht antun. T.R. |
| Haevion | [QUOTE][i]Original geschrieben von rainraven [/i] [B]Deswegen darf es keine Drogen mehr unter den Menschen geben, die ich liebe, denn noch so einen Verlust will ich mir nicht antun.[/B][/QUOTE] Und unter den Egoisten entstand die Nächstenliebe, von Verantwortung und Mündigkeit ward ein jeder entbunden. ;) |
| rainraven | [quote] Und unter den Egoisten entstand die Nächstenliebe, von Verantwortung und Mündigkeit ward ein jeder entbunden [/quote] auch wenn es von Dir sarkastisch gemeint ist, ich glaube, Du hast mich nicht richtig verstanden. Da ich - wie wohl meist anzunehmen ist-niemanden dazu zwingen kann, keine Drogen zu nehmen, muß ICH die Konsequenzen ziehen und mich einfach nicht auf eine Freundschaft mit solchen Menschen einlassen, wen ich verhindern will, daß es mir wieder weh tun wird. Glücklicherweise sehen es meine jetzigen Freunde nicht so wie mein Ex und nehmen keine Drogen außer Alkohol, aber den auch nicht, um besoffen zu sein. Und Zigaretten sind ja okay, solange es nicht der Mann tut, mit dem ich eine Wohnung teile und solange man mich nicht zum "passiven" Mitrauchen zwingt. Ich finde es zwar nicht geil, daß sich meine Freunde die Lungen kaputtmachen, aber es ist ihre Gesundheit, da kann ich nicht reinreden. T.R. |
| Apex | Nunja also was mich angeht...ich bin Gelegenheitsschnorrer was mal ne Zigarrete angeht, richtig Rauchen tu ich nicht....warum auch? Kostet zuviel und der Nutzen is mir dann doch ehrlich gesagt zu gering. Vom gesundheitlichen Aspekt her wäre es mir eigendlich egal ich wohne seit jetzt bald 21 Jahren in einem Raucherhaushalt meine Lunge muß inzwischen einer Teergrube gleichen. Im übrigen lebe ich dazu noch in der Einflugschneiße des Rhein-Main-Flughafens, ich will gar net wissen wieviel Kerosin jährlich auf mich herabregnet und wie hoch mein Krebsrisiko inzwischen ist. Wenn ich mir wirklich schaden wollte würde ich vor die Tür gehen und mal genüßlich tief einatmen aber naja im Gegensatz dazu denke ich halt das eine Zigarette alle paar Wochen zu verschmerzen ist. Alk? Klar! Ich liebe unseren hessischen Äbbelwoi....diese zart saure Aroma... lecker. Oder irisches Stout, is auch was feines, ich freu mich schon auf meinen Irland Urlaub. Aber die Zeiten wo ich auf pubertäre Art und Weise mich absichtlich ins Koma gesoffen habe sind vorbei heute trinke ich eher aus Genuß weil ich finde das es gut schmeckt. Klar kommt es auch mal vor das ich einen zuviel trinke aber dann meistens eher unabsichtlich. Illegale Drogen? Hm also hin und wieder rauche ich auch mal bei nem Joint mit. Warum auch nicht? Ich finds hin und wieder ganz entspannend aber auch net soooo toll das ich mir jetzt Gras kaufen müßte. Da geb ich mein Geld lieber anders aus. Eigendlich denke ich das mich mein Wohnort gesundheitlich mehr belastet als mein eigener Drogenkonsum von daher mache ich mir ehrlich gesagt auch net allzu große Sorgen darum. |
| Thalmos | @Odessa: Mach dir da mal keine Sorgen, ich habe nicht vor und werde nie vor haben es auszuprobieren. Es ist wirklich so, dass ich, aufgrund meiner Einstellung gegen Drogen, schon oft dumm angeschaut wurde ("was, du rauchst nicht??!?" in vielen neuen Bekanntschaften). Viele lassen sich dann dadurch in Versuchung bringen, weil man eben keine Lust mehr darauf hat, ständig solche Kommentare an Kopf geknallt zu bekommen. Die Sache mit der Labilität, also ich kann nur aus Erfahrung sprechen. Die Leute, die ich kenne, haben zum größten Teil schon einiges in der Birne, aber ich habe auch immer den Eindruck dass ihnen etwas Leben fehlt, eine gewisse Zufriedenheit. Gut, die habe ich zwar auch nicht immer, aber meine Droge heisst Hoffnung. |
| LaChatte | Ich schliesse mich Apex an... obwohl, ich konsumiere etwas mehr als er - und als ich angefangen hab zu rauchen, da gings mir tatsächlich nicht sehr gut. Heute gehts mir besser, aber das Zeugs wieder los zu werden, ist nicht ganz einfach (jaja, man muss einfach keine Zigarette mehr anzünden, ich weiss!) Dazu kommt, dass ich den Flash einer Tüte tatsächlich liebe - obs das Bewusstsein erweitert, weiss ich nicht - auf alle Fälle verändert es aber das Bewusstsein, und das auf eine Weise, die mir wirklich sehr gut gefällt. Und den Preis, nachher einen Tag lang benebelt zu sein, gut, den akzeptiere ich... und dass hier bei mir eine Sucht ist, ist mir auch klar - aber ich organisiere mich so, dass mir das nicht mit dem Rest meines Lebens in die Quere kommt - die Zeiten, wo ich wirklich nichts anderes machte als kiffen, sind definitiv vorbei - und andere Drogen probiere ich nicht, weil ich vermute stark, es würde Spass machen - und ich hab genug schlechte Gewohnheiten für mein ganzes Leben, ich brauche echt keine weiteren mehr... Love, peace and happiness the kitten |
| Zurimor | Hallo! Verallgemeinerungen waren noch nie gut und sind es auch in diesem Fall nicht. [quote]@ "Stärke" - es ist nun mal eine medizinische TATSACHE dass Menschen, die [i]süchtig[/i] sind, NICHT stark sind sondern emotional labil, instabil, in keinster Weise gefestigt und ohne Halt in ihrem Leben. Das spricht ihnen doch keinerlei Gefühl, Intelligenz oder sonstwas ab - es ist einfach der GRUND dass sie süchtig werden. Wer stark ist im Sinne von "stabil und gefestigt", braucht keine Drogen, da kannst Du jeden "Fachmann" fragen.[/quote] Hier bringst du zwei Dinge durcheinander, der Konsum von Drogen hat per se nichts mit Sucht zu tun. Wenn Menschen, die süchtig werden labil, instabil, ohne Halt sind, bedeutet das nicht, daß Gleiches für jeden Drogenkonsumenten gilt. Demzufolge halte ich es für falsch, jedem Drogenkonsumenten Stärke abzusprechen. Umgekehrt kann man auch argumentieren, daß gerade der verantwortungsvolle Umgang mit Drogen und Nichtabrutschen in die Sucht von einer gefestigten Persönlichkeit zeugt. Desweiteren ist auf jeden Fall zwischen harten und weichen Drogen zu unterscheiden. Ich denke, die meisten, die Erfahrungen mit Drogen gemacht haben, werden nicht Heroin, Crack oder sonstige wirklich gefährliche Substanzen konsumiert haben, sondern sich eher auf Cannabisprodukte und ähnliche beziehen. Im folgenden beziehe auch ich mich nur auf die sogenannten weichen Drogen. Der Rausch ist ein menschliches Grundbedürfnis. Das "Recht auf Rausch" ist auch im Grundgesetz durch das Recht auf freie Persönlichkeitsentfaltung verankert. Rausch ist erstmal ungleich Sucht. Das Eine hat nicht zwingend mit dem Anderen zu tun, süchtig machen können viele Dinge, auch solche, die objektiv gesehen gar keine berauschenden Inhaltsstoffe haben. Wenn es nun nur um den Rausch allein geht ohne anschließende Sucht, finde ich dagegen gar nichts einzuwenden. Jeder wie er mag. Ich kenne etliche Leute, die seit Jahren, bald Jahrzehnten, Cannabis konsumieren, und das ohne bisher feststellbare soziale oder gesundheitliche Folgeschäden. Der Grund dafür liegt in dem [i]verantwortungsvollen Umgang[/i] dieser Leute mit der Droge. Und diese Verantwortung liegt nunmal bei jedem Einzelnen. Ich persönlich schätze übrigens die Gefahr, von Alkohol abhängig zu werden, höher ein als die einer Cannabisabhängigkeit, denn bei Alkohol spielen auch noch die sozialen Faktoren (teilweise scheint es schon unormal zu sein [i]keinen[/i] Alkohol zu trinken) und die körperliche Abhängigkeit sowie die Tatsache, daß Alkohol eine sozial anerkannte Droge, ist mit rein. Ich selbst würd lieber eine Tüte rauchen, wenn mich mal nach einem Rausch gelüstete, denn Alkohol hat die unangenehme Eigenschaft, daß man nach einem Rausch noch den ganzen folgenden Tag mehr oder minder beduselt ist, während bei einer Tüte Gras die Wirkung nach 2-3 Stunden nachläßt und man recht schnell wieder auf einem normalen Level ist. Aber die Entscheidung, ob Drogen oder nicht liegt bei jedem Einzelnen, und jeder muß da für sich den besten Weg finden. Tja, was die Kosten angeht: Auch Schokolade kann süchtig machen und nicht wenige Leute sind davon abhängig. Einige sind dadurch so übergewichtig, daß sie sich kaum mehr erheben können, und die Folgekosten sind beträchtlich. Und für manche ist es sogar ein Rauschgefühl, Schokolade zu konsumieren. Muß nun der Verkauf von Schoko verboten werden? :D vg Zurimor [size=1]der sich jetzt schnell ein paar Tafeln Ritter Sport kaufen geht[/size] |
| La Voisin | Hallo Thalmos, Ich kann nur den Hut vor dir ziehen, dass du ein gut funktionierenden Bollwerk gegen Drogen für dich errichtet hast. Damit meine ich auch die volksdrogen nr. 1 Alkohol und Zigarreten, die in unserer gesellschaft ja toleriert bzw sogar deren Konsum mit "dazugehören" assoziiert wird. ich schaffe das leider nie so ganz wie du schon bemerkt hast,... Mir jedoch stellt sich die Frage warum ausgerechnet so viele erfolgreiche und berühmte persönlichkeiten sich mit Drogen zugrunde gerichtet haben, zb Jim Morrison um nur einen zu nennen. Zu meinen persönlichen erfahrungen kann ich nur sagen, dass ich meistens auch ein Bier trinke und eine zigarrette rauch, wenn ich kreativ was mach ( malen, schreiben, fotos). ob ich desegen süchtig bin weiß ich nicht genau, aber ich kann dann viel mehr meinen Gedanken und Gefühlen freien lauf lassen. komischerweise bin ich dann am nächsten Tag mit dem erschaffenen sehr zufrieden. gleichzeitig weiß ich aber, dass es ohne diese bewußtseinsveränderung ( zulassen bestimmter gedanken und gefühle) nie dazu gekommen wäre, zumindest nicht so intensiv. |
| Allanon | [QUOTE][i]Original geschrieben von Haevion [/i] [B][i Des weiteren sollte jeder Mensch selbst entscheiden, in wie weit er sich mit Drogen abgeben möchte. Ob verantwortungsbewusst oder nicht, niemandem obliegt Gerichtsbarkeit darüber, was für einen anderen Menschen "besser oder schlechter" wäre. [/B][/QUOTE] Falsch, zumindest solange wir das bestehende Sozial-/Krankensystem haben. Wenn sich das System aber mal ändern sollte, so daß ein Drogenkonsument (egal ob legal oder illegal) auch finanziell für sich selbst verantwortlich ist oder deshalb stirbt, dann Pech für Paul, interessiert mich nicht weiter. Der Mensch ist ein Suchttier, weshalb er ger zu Drogen greift, bzw. es daher auch legale Drogen gibt, die in ihrer Substanz und Auswirkung oft nicht schlimmer und gefährlicher sind als die illegalen Drogen. Nimmt er diese Drogen nur ab und zu, beispielsweise bei gesellschaftlichen Zusammenkünften heiterer Art, na bitte. Es sollte aber grundsätzlich ausgeschlossen sein, daß dadruch jemand gefährdet oder zu Schaden kommt. Da kommt aber leider die Unvernunft des Menschen ins Spiel und die Überheblichkeit des Gedankens sich stets im Griff zu haben. Raucher sind für mich dann noch eine spezielle Gruppe, denn das Rauchen bringt zum einen nicht einmal einen Rauschzustand mit sich und weiterhin, sind Raucher nur all zu oft (nicht alle) sehr rücksichtslos in ihrem Verhalten den Nichtrauchern und der Umwelt gegenüber. Ergo ist Rauchen schlichtweg dumm. (s.u.) Ich war leider selber mal so dumm, aber es kam der Tag der Erkenntnis. Hoffe bei euch auch bei Gelegenheit.;) |
| Haevion | [QUOTE][i]Original geschrieben von Allanon [/i] [B]Falsch, zumindest solange wir das bestehende Sozial-/Krankensystem haben. Wenn sich das System aber mal ändern sollte, so daß ein Drogenkonsument (egal ob legal oder illegal) auch finanziell für sich selbst verantwortlich ist oder deshalb stirbt, dann Pech für Paul, interessiert mich nicht weiter.[/B][/QUOTE] Demnach bitte ich, dass alle Menschen, die nur indirekt Schuld an ihrem Leiden sind, sprich unter psychologisch begründbaren Krankheiten leiden, ebenfalls zu exekutieren, da sie den Staat und die Steuerzahler belasten, bzw. ihrer eigenen Verantwortung zu überlassen. Wenn sie das nicht können: "Pech für Paul". Ein Sozialsystem sollte daher bitte nur bei eindeutig unverschuldeten, direkt nachweisbaren Krankheiten und Problemen angewandt werden, nicht bei Sekundärfolgen. ;) |
| Sternenstaub | Hallo. Ich bin natürlich gegen Drogen. Aber Alli, Deine Ausführungen über "Aenderung des Sozialsystems" und so sind einerseits richtig, andererseits...was ist mit den Soziempfängern die dem Staat auf der Tasche liegen? Sollte man nicht eher die "exekutieren"? Sucht ist immerhin noch eine Krankheit...Faulheit nicht. Sterni |
| Trauerwesen | Ich wünsche mir im ganzen mehr toleranz von diversen drogen. quasi eine gleichstellung von alk, nikotin, gras usw. denn es kann nicht sein, dass alle stolz sind betrunken zu sein, aber gras so verpöhnt ist. denn im endeffekt muss jeder das selbst entscheiden und gras kann nicht wirklich soviel schädlicher sein als alk und/oder nikotin. wieviele alkoholkranke gibt es denn, und da ist das suchtpotenzial umso einiges grösser. bei marihuana etc ist es mehr psychisch. denn mit den argumenten, die gegen eine legalisierung von marihuana sprechen, müsste man erstmal alkohol direkt verbieten. jedem soll es freigestellt sein, was er mit sich macht, und ich toleriere jede meinung, wenn sich diese gegen drogen ausspricht, jedem das seine. nur soll man auch akzeptieren, dass sich einige mal gerne eine tüte rauchen. trotzdem sollen die wirklich gefährlichen drogen (heroin, kokain etc) weiterhin verbannt werden. denn die sind schädlich und machen einen kaputt. |
| Thalmos | [QUOTE][i]Original geschrieben von Trauerwesen [/i] [B]trotzdem sollen die wirklich gefährlichen drogen (heroin, kokain etc) weiterhin verbannt werden. denn die sind schädlich und machen einen kaputt. [/B][/QUOTE] Meiner Ansicht nach gibt es keine "wirklich gefährlichen Drogen", in dem Sinne, nur die von dir genannten so zu bezeichnen und andere aussen vor zu lassen. Alle Drogen sind gefährlich, nur viele verschliessen die Augen davor. Wenn Kokain den sozialen Spass-Gesellschafts-Standard wie Alkohol hätte, würde es auch nicht als so gefährlich wie im Moment angesehen werden. Es kommt auf den Konsum der Mehrheiten und ihren Umgang damit an, ob etwas als gefährlich oder nicht eingestuft wird. Viele verschließen eben gerne die Augen vor den Lungenkrebs- oder Alkohol-am-Steuer-Toten. Das aber nur weil Alkohol und Rauchen eben ihren Stellenwert (warum auch immer) in der Gesellschaft haben. |
| Haevion | Odessa, ich weiß nicht, ob Du, oder ich selbst meinen Beitrag nicht richtig verstanden haben. In dem dort angeführten Beispiel ging es mir lediglich darum, dass hier eine Separation innerhalb unserer sozialen Anschauung stattfindet, die so unhaltbar ist. Menschen, die Drogen nehmen, sind für sich selbst verantwortlich, das stelle ich [i]nicht[/i] in Frage. Leute, die sich ritzen jedoch auch. Ohne äußere Einwirkung (die zweifellos als negativ zu beurteilen ist) wäre es bei beiden Parteien nicht zu einem solchen Einfluss und Handeln gekommen. Ich habe noch keinen psychisch kranken Menschen gesehen, der sein Handeln begründen muss. Leute, die Drogen konsumieren, müssen sich jedoch ständig rechtfertigen, und seitenweise Legitimationen verfassen. Eine Sichtweise, wie Du sie an den Tag legst, halte ich daher für beschränkt, eben weil Du letzten Endes [i]nur[/i] aus Erfahrung sprichst. Ich denke, Menschen, die massive Probleme im eigenen Umkreis erfahren haben, können einfach keine völlige Toleranz mehr entwickeln, und lassen dabei wichtige (o.g.) Dinge außer acht. |
| hagzissa13 | Meiner Meinung nach kann man in unserer Gesellschaft wohl kaum von einer DrogenKULTUR sprechen! Von Kultur in diesem Zusammenhang würde ich sprechen, wenn z.B. Naturvölker in ihrer Tradition gewisse Drogen gebrauch(t)en, um z.B. bestimmte Rituale zu vollziehen. In unserem Kulturkreis würde ich in den meisten Fällen eher von MISSbrauch, denn von GEbrauch sprechen! Hagzissa - per aspera ad astra - |
| Bürgermeister | Ich kann mich hagzissa13 nur anschließen. Ich würde auch nicht von einer Drogenkultur sprechen. Ich würde es Drogenmissbrauchskultur nennen. |
| Allanon | [QUOTE][i]Original geschrieben von Sternenstaub [/i] [B]Hallo. Ich bin natürlich gegen Drogen. Aber Alli, Deine Ausführungen über "Aenderung des Sozialsystems" und so sind einerseits richtig, andererseits...was ist mit den Soziempfängern die dem Staat auf der Tasche liegen? Sollte man nicht eher die "exekutieren"? Sucht ist immerhin noch eine Krankheit...Faulheit nicht. Sterni [/B][/QUOTE] und auch @haevion, wenn ihr meinen Beitrag nochmal richtig duchliest, dann werdet ihr feststellen müssen, daß ich nicht unbedingt davon ausgehe, daß das Sozialsystem geändert werden müßte, sondern nur, was meine Reaktion ist/wäre, wenn es geändert würde. Nun haben wir aber ein bestehendes System, das solche Menschen schützt und unterstützt, auch wenn sie es gar nicht mehr verdient haben. Übrigens gilt das für mich, auch für dauerhafte Suizidgefährdete, die sich ständig massakrieren müssen. Da wird's halt Zeit, daß sie es richtig machen, dann gibt es eine Abschlußrechnung und gut ist. Ich bin's leid, auch nur einen Funken Mitleid mit diesen Menschen zu haben, noch einen Cent für diese zu investieren. Suizidgefährdung, sowie Drogenmißbrauch sind vor allem Gefahren für labile Menschen; wenn diese Labilität krankhafte Züge annimmt, dann gebe ich Darwin eine Chance. Dies klingt zwar hart und für manche vielleicht auch unmenschlich, aber irgendwann liegt es auch in der Verantwortung eines jeden selbst was er aus seinem Leben macht, nur der eigene Wille zählt am Schluß. Und wie @Odessa schon sagte, man sollte sich hinsichtlich der persönlichen Freiheit nicht immer nur die Rosinen rauspicken, es gibt nunmal immer eine Kehrseite der Medaille. |
| rainraven | @ Allanon: dito. T.R. |
| gekitsu | schoen gesagt allanon. hart aber herzlich. ich mein, es ist irgendwo der sinn einer gesellschaft, dass sie auch auffaengt, sprich im falle eines drogenproblems die chance gibt, einen "professionellen" entzug, betreuung etcetera zu bekommen. und wenns sein muss vielleicht auch noch nen zweiten wenn der erste nicht geklappt hat. aber danach sollte meines erachtens schluss sein. dann soll der den goldenen schuss bezahlt kriegen oder selber sehen wie er mit den weiteren folgen klarkommt. ein bissel eigenverantwortung muss auch dabei sein, nicht nur staendig das geld aus der gemeinschaftskasse nehmen und es ein ums andere mal in den sand setzen. |
| Kaija | die meisten benutzen die antwort,das sie wegen der guten laune trinken doch nr als vorwand um saufen zu können. das ist wiedermal typsich einer der weitverbreitenden vorwände die es so auf der erde gibt. kein mensch kann mir weis machen,das er nur wenn er under alkoholeinfluss steht gute laune hat und lustig sein kann. ausserdem gibt es leute die ganz und gar nicht lustig werden,sondern das gegenteil und was nehmen diese dann als ausrede? die können mir wohl kaum erzählen das wegen der guten laune alk trinken. da kommt mir doch einfach nur das lachen und wärhend die angeblich ihren spass haben,haben die lieben mitmenschen die alkohol nicht für gut halten,ihre schwere not. denn wenn einer besoffen ist,ist er meiner meinung nach nicht lustig sondern einfach nur stroh dumm und mit dem kann man keine anständige unterhaltung mehr führen. mich beginnt das einfach zu nerven. kiffen ist genau so dumm,und die meisten haben wieder diesen tollen vorwand,man hat das gefühl zu fliegen und das gefällt jedem,genau wie bei drogen es toll ist nur das wenn sie nicht aufpassen ,diese wirklich bald das gefühl haben zu fliegen,denn dann sind sie engelchen. jetzt werd eich wieder zu hören bekommen das ich nicht so übertreiben soll,obwohl ich das nicht tu.aber bitte dann untertreiben wir doch alle,weil wiso sollte man dieses thema noch mehr runter spielen,als es sowieso schon ist?! dann ist es halt normal das eure kinder mal mit 10 schon akloholabhänig sind und kiffen und was weiß ich was alles.denn dann wird das alles schon normal sein. wenn ihr eure kinder das erlaubt und euch das nichts ausmacht,dann gibt es ja kein problem. |
| düsterdrache | [QUOTE][i]Original geschrieben von Allanon [/i] [B]Falsch, zumindest solange wir das bestehende Sozial-/Krankensystem haben. Wenn sich das System aber mal ändern sollte, so daß ein Drogenkonsument (egal ob legal oder illegal) auch finanziell für sich selbst verantwortlich ist oder deshalb stirbt, dann Pech für Paul, interessiert mich nicht weiter.[/B][/QUOTE] mich würde interessieren, wie dieses system aussehen könnte. nur schuldlos erkrankte werden kostenlos behandelt? alle anderen zahlen, bis sie nichts mehr haben und die sozialhilfe greift? aber das gehört hier vielleicht nicht so hin...? allerdings denke ich deshalb daran, weil die gründe für eine solche sucht ja auch manchmal in der gesellschaftlichen struktur zu suchen sind. wieviele suchtkranke sind erst krank geworden, [b]nachdem[/b] sie ins soziale abseits gefallen sind? |
| Allanon | [QUOTE][i]Original geschrieben von düsterdrache [/i] [B]allerdings denke ich deshalb daran, weil die gründe für eine solche sucht ja auch manchmal in der gesellschaftlichen struktur zu suchen sind. wieviele suchtkranke sind erst krank geworden, [b]nachdem[/b] sie ins soziale abseits gefallen sind? [/B][/QUOTE] Das mag wohl so sein, aber wie dir jeder gesundete Ex-Suchtkranke sagen wird, ist die Flucht in die Sucht, nicht die Lösung, um aus dem sozialen Abseits zu kommen, sondern das Gegenteil. Jeder Ex-Suchtkranke hat eine harte Meinung, was den Konsum der Drogen angeht, warum können die Menschen nicht von denen lernen, die beides durchgemacht haben, die Zeit der Schwäche und die Zeit der Stärke. Aber wenn man der Ansicht ist, seine eigenen Erfahrungen auf Biegen und Brechen machen zu müssen, na bitte, schön wenn jemand etwas aktiv gegen die Überbevölkerung tun will, hat man schon mehr Zeit und Geld, sich um die wirklich Bedürftigen zu kümmern. |
| Trauerwesen | [QUOTE][i]Original geschrieben von Thalmos [/i] [B]Meiner Ansicht nach gibt es keine "wirklich gefährlichen Drogen", in dem Sinne, nur die von dir genannten so zu bezeichnen und andere aussen vor zu lassen. Alle Drogen sind gefährlich, nur viele verschliessen die Augen davor. Wenn Kokain den sozialen Spass-Gesellschafts-Standard wie Alkohol hätte, würde es auch nicht als so gefährlich wie im Moment angesehen werden. Es kommt auf den Konsum der Mehrheiten und ihren Umgang damit an, ob etwas als gefährlich oder nicht eingestuft wird. Viele verschließen eben gerne die Augen vor den Lungenkrebs- oder Alkohol-am-Steuer-Toten. Das aber nur weil Alkohol und Rauchen eben ihren Stellenwert (warum auch immer) in der Gesellschaft haben. [/B][/QUOTE] ja, also alles weg oder alles tolerieren. mir ist nur diese unterscheidung der akzeptanz in der gesellschaft unklar; Alkohol ist ja sooooooo toll und cool, aber wenn man sagt man rauche ne tüte, ojhe, der penner, wie kann der nur. Das gefällt mir nicht. Ich persönlich finde sogar, dass die Wirkung von marihuana positiver ist als die von alkohol, denn niemand wurde bisher aggressiv, weil er stoned war, und wieviele werden aggressiv wenn sie betrunken sind? DARUM geht es mir.... |
| rainraven | ICH sag auch, Alkohol ist scheiße... Ich hab manchmal das Gefühl Drogenkonsumenten schieben krampfhaft die Schuld von sich und wollen bewußt von ihrer Thematik ablenken und sich rechtfertigen, indem sie immer den "Normalo/Proll, der sich mit Alkohol zusäuft und dann auch noch "toll und cool" gefunden wird und eigentlich viel schlimmer ist, Schlimmeres anrichten kann und sich viel mehr schadet als die armen, unschuldigen Kiffer" anpragern. Aber viele Leute sagen: Drogen UND Alkohol sind scheiße und nicht:"Drogen sind Mist und Alk ist natürlich was GANZ anderes..." T.R. |
| Haevion | Naja rainraven, sie werden eher dazu gedrungen, sich rechtfertigen zu müssen, sonst gäbe es diese Diskussion nicht. ;) [img]http://www.rp-guide.net/misc/horus.gif[/img] |
| Raytracer | [QUOTE][i]Original geschrieben von Thalmos [/i] [B]Sinneserweiterung also...ich finde aber es bringt nichts sich durch Drogen (was auch immer jetzt) mal kurz in eine andere Welt zu schalten um seine Sorgen und Ängste zu betäuben, weil es ja nur vorübergehen ist. Das wär für mich nur eine schwache Flucht vor mir selbst. Ich will jetzt keinem ans Bein pinkeln für das was er tut, aber so denke ich nunmal drüber. [/B][/QUOTE] Da liegst du falsch. Die Welt ist keine andere, sondern genau die gleiche wie immer. Es ändert sich lediglich die Wahrnehmung der Welt. Man kann Töne intensiver hören, Farben intensiver sehen oder gar Töne sehen. Probleme lassen sich damit nicht lösen. Darum geht es auch nicht. Es geht um angestrebte Veränderung des Bewusstseins - vielleicht um kreativ zu sein oder Inspirationen und Ideen zu sammeln, welche dann in Kunstwerke umgesetzt werden können. Vielleicht aber auch einfach nur um andere Aspekte der Wahrnehmung zu genießen. Das klappt zwar nicht mit Alkohol, wohl aber mit manchen Naturdrogen. Ich kenne keinen, der vor sich selbst flieht. Es gibt viele Dinge, vor denen man fliehen kann und auch sollte :-) aber das eigene Selbst gehört meiner Ansicht nach nicht dazu. Seit etlichen tausend Jahren gibt es dieses Phänomen, dass in allen Kulturen Drogen benutzt werden. Ganz sicher ging es dabei eher um Selbstfindung als um irgendeine Flucht. Manche dieser Kulturen sind um ein vielfaches älter, als unsere. Wir haben nicht das Recht, dies einfach als schlecht zu bezeichnen. Unsere Chaos-Kultur ist noch lange nicht reif, nach lächerlichen 2000 Jahren ein solches Urteil zu fällen. Mir fällt sofort eine Kultur ein, die mehr als zehnmal so alt ist (und auch dort nutzt man Drogen). Manche Ureinwohner können Krankheiten und Leiden heilen, die unsere besten Ärzte vor ein Rätsel stellen. Sie bedienen sich dazu der Kraft der Natur (Pflanzen mit Wirkstoffen) Es gibt sicher auch Menschen, die Drogen missbrauchen. Sie nehmen zu viel, zu oft und die falschen Drogen, um ihre Probleme zu verdrängen - bis sie merken, dass es gar nicht wirklich funktioniert. Das liegt aber an den Menschen, nicht an den Drogen. Diese Menschen sind jedoch in der Minderheit. Übrigens sind auch Tee, Kaffee, Zimt und Aspirin Drogen. |
| LaChatte | [QUOTE]relativ selten wird man Kaffeetrinker finden, die Beschaffungskriminalität in ihren Akten stehen haben oder die an Halluzinationen leiden.[/QUOTE] Kaffee als legale Droge ist überall erhältlich - wenn du gleich neben dem Kaffe die Dosis Heroin zum ähnlichen Preis bekämest, hättest du auch da keine Beschaffungskriminalität... und Kaffee gibt keine Halluzinationen, aber Magenprobleme;) [QUOTE], denn so wie die Natur meine Sinne gemacht hat, so sind sie in Ordnung. [/QUOTE] Man kann analog argumentieren: wenn die Natur bewusstseinsverändernde Stoffe herstellt, ist es in Ordnung, diese zu konsumieren. Drogenkonsum ist, wie alles andere auch, eine Frage des Masses und der verantwortungsvollen Umgangs - und es ist möglich. (Ist nicht Schokolade auch eine Droge, Odessa;) :D ??) |
| Raytracer | Jeder, der die Junkies in Frankfurt gesehen hat wird auf sehr unangenehme Weise mit diesem Thema konfontiert. Da kann ich die leicht agressive Haltung mancher Leute schon verstehen. Trotzdem würde ich es gut finden, wenn der eine oder der andere auch weiss, wovon er spricht, wenn er einen Drogenuser herabwürdigt. Man kann über dieses Thema am ehesten dabattieren, wenn man sich auf eigene Erfahrungen beziehen kann. |
| Raytracer | [QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i] [B]Übrigens sind auch Tee, Kaffee, Zimt und Aspirin Drogen. ----- Da hast Du völlig recht, ich trink z. B. auch keinen Kaffee und nehm keine Tabletten, wenns nicht wirklich im Notfall sein muss (z. B. Herztabletten). Wobei ich denke dass z. B. Zimt oder Tee halt nicht DIE Suchtsymptome auslösen wie Heroin *g*...relativ selten wird man Kaffeetrinker finden, die Beschaffungskriminalität in ihren Akten stehen haben oder die an Halluzinationen leiden. Mit den Naturvölkern - das Argument möchte ich eigentlich nicht so richtig gelten lassen...wie gesagt, wir wissen NICHT wie viele dabei "draufgingen", wie viele sich "blödgeraucht" whatever haben... Zur Bewusstseinserweiterung Drogen zu nehmen, find ich nach wie vor falsch, denn so wie die Natur meine Sinne gemacht hat, so sind sie in Ordnung. Ich möchte die Welt bzw. die Farben gar nicht anders sehen, auch nicht intensiver, denn das ist in dem Moment NICHT natürlich, in dem ich dazu Drogen brauche...die Schäden sind viel zu gross, die Gefahr auch, als dass es diese Art von "Bewusstseinserweiterung" wert wäre :-). Seine Sinne kann man auch ganz anders "schärfen", indem man mehr "in sich" hört, in sich geht, Dinge ganz bewusst erlebt... [/B][/QUOTE] Deine Einstellung ist OK. Doch es gibt halt Menschen, die das Bedürfnis haben, in dieser Richtung zu forschen. Und das ist auch gut so. Viele Medikamente sind so entdeckt worden. Übrigens ist die Realität eine durch Serotonin erzeugte "Halluzination". Serotonin ist einer der Botenstoffe im Gehirn :D Das jedoch nur als Scherz... |
| Raytracer | [QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i] [B];-).... weisst Du, ich stellte mir oft vor wie es wäre, wenn ich mal "nen Joint" rauchen würde..meine Freunde (die wie gesagt überwiegend dem Zeugs schon zusprechen) meinten dann, ich wäre schon OHNE Drogen so unerträglich "gut drauf" und würde "spinnen wie ein Hochhaus", ich glaub ich bin natur-bekifft oder so *G* Grüsse, die O. [/B][/QUOTE] Wenn man schlecht drauf ist, ändert daran auch keine Droge etwas. Im Gegenteil - das psychologische Material wird verstärkt. Man ist dann also noch schlechter drauf, als vorher. Ist man allerdings richtig guter Dinge, kann es nicht schaden, diesen Zustand zu intensivieren. Man kann es aber auch einfach dabei belassen. Der Glaube, eine Droge bringt auf Abruf "gut drauf" ist sogar unter den Drogenusern ein weit verbreiteter Irrglaube. |
| obscuritas | Es wird ja auch oft vergessen, dass Drogenkonsum Depressionen verursachen kann. Alle im Körper verfügbaren Glückshormone, hauptsächlich Serotonin werden auf einmal ins Blut gegeben. Nach einer Zeit ist der Bestand verbraucht. Man wirft noch mehr ein, um wieder "gut draufzukommen", der Körper kommt mit der Produktion aber einfach nicht nach. Und irgendwann stellt sich der Körper darauf ein. Es wird weniger Serotonin gebildet, wenn sich keine dieser Substanzen im Blut befinden. Ich war einige Zeit Patient in einer psychisch, psychosomatischen Klinik; und es waren auch einige Jugendliche dort aufgrund von Drogenproblemen, kaum welche älter als 16/17. Wenn die Sucht einmal begonnen hat, kann der Absturz schon sehr bald folgen. Ich kann mich daran erinnern, dass einer von ihnen nach einigen Wochen weglief und nach einigen Tagen tot aufgefunden wurde. Es gibt [U]keine[/U] "Ausrede" für Drogenkonsum...Es gibt [U]keine[/U] harmlosen Drogen... obscuritas |
| Raytracer | [QUOTE][i]Original geschrieben von obscuritas [/i] [B]Es gibt [U]keine[/U] harmlosen Drogen... [/B][/QUOTE] Doch Pfefferminztee :D |
| rainraven | Mein einer Grund, so radikal gegen Drogen zu sein, ist der angesprochene, daß ich meinen geliebten Exfreund durch sie (an Psychosen und aus meinem Leben) verloren habe, und ich habe um ihn gekämpft und verloren und vermutlich habe auch ich einen Schaden davongetragen. Mein Leben ist nicht mehr dasselbe. ich bin nicht mehr so stark. Und es ist verständlich, daß ich Angst um meine mir verbleibenden Freunde habe, denn unter Umständen haben wir vielleicht auch eine weitere Person wegen Drogen verloren, aber das ist nicht sicher. Deswegen ist es doch durchaus eine vertretbare Meinung, zu sagen, ich freunde mich nicht mehr mit jemandem an, der Drogen benützt, weil ich Angst habe, wieder Schmerzen, Enttäuschung, Spott, Ängste, Gefahr und zu frühen Verlust durchmachen zu müssen. Die andere Seite ist, daß ich auch so wie Odessa denke, daß ich mir sehr gut Dinge und Zustände vorstellen kann (also, wie ein Mensch sich fühlt oder erlebt, der "zu" ist) und mich schon im frühen Alter mit der Theorie von Sucht-und Rauschmitteln sehr befaßt habe, es hat mich einfach interessiert. Das Bedürfnis, so etwas selber auszuprobieren, hatte und habe ich jedoch nie verspürt, denn mir "reicht" diese Welt, die ich mit all meinen Sinnen sowieso schon manchmal extremer oder anders wahrnehme als die meisten Menschen. Ich neige zur Synästhesie ("Farben "hören" oder Töne "schmecken" können ) und glaube zwar nicht an Esotherisches, aber halte durchaus manch übersinnliche Phänomene für möglich und bin auch nicht überrascht, wenn ich z.B. manchmal die Anwesenheit meines toten Vogels bei mir spüre. Nicht lachen, das sind ja auch nur Bewußtseinszustände, verursacht durch irgendwelche Neurotransmitter. Und mir ist das bei weitem genug. Deswegen brauche ich keine Drogen und finde sie überflüssig. Und die "Drogen" Schokolade, Kaffee, Tee und Zimt machen ja keine Halluzinationen, ich wage zu behaupten, daß ich immer noch "ich" bin und alles um mich klar warnehme nach ein paar Tassen Kaffee oder einer Tafel Schokolade. Deswegen werde ich da vermutlich nie "auf einem Trip hängenbleiben" können und einen Hirnschaden davontragen. "Breit" werde ich davon allerdings auch, aber eher um die Hüften und Oberschenkel, jammer....:D T.R. |
| Allanon | [QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i] [B]Drogenkonsum ist, wie alles andere auch, eine Frage des Masses und der verantwortungsvollen Umgangs - und es ist möglich. [/B][/QUOTE] Dann spritz dir doch einmal Heroin, mal schauen wie verantwortungsbewußt du danach bist. Es ist nichts gefährlicher als der menschliche Irrglaube, sich ständig kontrollieren zu können. Aber genau diese überhebliche Einstellung und Naivität ist wohl unsere angeborene Dummheit.;) |
| LaChatte | Als Ex-Zuckersüchtige, aktuell Nikotinsüchtige sag ich mir, ich hab schon genug schlechte Gewohnheiten, ich brauch keine neuen... Allerdings hindern mich meine Süchte nicht daran, das Leben zu führen, das ich will.... immerhin esse ich Zucker nur noch in vernünftigen Mengen, das ist ja der Vitamin-Klauer par excellence und verschafft ein kurzes Hoch, gefolgt von einem langen Tief (bis zum nächsten Bonbon)... Und wenn schon Süchte, dann lieber solche, die mir auch noch ein paar schöne Bildchen bescheren! |
| Raytracer | [QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i] [B]Als Ex-Zuckersüchtige, aktuell Nikotinsüchtige sag ich mir, ich hab schon genug schlechte Gewohnheiten, ich brauch keine neuen... Allerdings hindern mich meine Süchte nicht daran, das Leben zu führen, das ich will.... immerhin esse ich Zucker nur noch in vernünftigen Mengen, das ist ja der Vitamin-Klauer par excellence und verschafft ein kurzes Hoch, gefolgt von einem langen Tief (bis zum nächsten Bonbon)... Und wenn schon Süchte, dann lieber solche, die mir auch noch ein paar schöne Bildchen bescheren! [/B][/QUOTE] Hm... aber da ist Nikotin wohl eher ungeeignet. Da würd ich doch lieber zur Musik greifen. |
| LaChatte | Nun, ich bin ja auch nicht wirklich stolz darauf... und versuche es langsam aber sicher durch anderes zu ersetzen. Massagen, zum Beispiel, sind was ganz tolles... da kann man auch nicht genug davon kriegen, und tut wirklich gut....:) |
| alphac | Mich verwundert nur, dass es für die meisten Leute nur "die Drogen" gibt. Einige unterscheiden dann noch in legale und illegale, andere in harte und weiche Drogen. Jede Droge ist spezifisch, hat ihre eigene Wirkung und ihre eigenen Risiken sowie Gefahren. Die Behauptung, dass alle (illegalen) Drogen automatisch glücklich machen, Probleme verdrängen und damit eine Realitätsflucht ermöglichen, kann auch nicht unwidersprochen stehenbleiben. Sicher ist es mit einigen Stoffen durchaus möglich, Alltagsängste zu unterdrücken. Opiate und diverse, in der Psychotherapie eingesetzte Benzodiazepine etwa sind in entsprechenden Dosen durchaus dazu geeignet, während jemand mit persönlichen Problemen bei Psychedelika wie LSD oder Psilocin in aller Härte mit seinen Problemen konfrontiert werden kann. Nichts mit "die Drogen helfen, zu vergessen". Damit möchte ich sagen, dass, wenn man sich gegen Drogen ausspricht und Argumente vorbringt, man sich doch bitte auf eine Droge beziehen möge, zumindest aber auf eine Stoffgruppe. Ansonsten hat eine solche Diskussion das Niveau wie eine Diskussion mit dem Thema "Alle Polen klauen Autos". Eher belustigend als ernstzunehmend empfinde ich es, wenn jemand meint, sich auch ohne die spezifische Droge den dadurch erreichten Bewusstseinszustand vorstellen zu können, speziell vor ebend dem Hintergrund, dass jede Droge anders wirkt und die Wirkung dazu noch von einigen anderen Faktoren beeinflusst wird. Ich selbst kann nicht einmal einen Pilztrip ausreichend in Worte fassen, geschweige denn vor der Einnahme sagen, wie die Reise verlaufen wird. Weiterhin schreiben einige, dass alle Drogen schlecht seien und dass sie keine Drogen brauchten. Diese Leute scheinen zu vergessen, dass die komplette Psyche des Menschen auf einem Zusammenspiel unterschiedlicher Substanzen beruht, von denen viele, wenn sie isoliert vorliegen, selbst als Droge missbraucht werden können. Extremsportler machen sich diese Tatsache zunutze, auch der Kick eines Bungeesprunges kommt durch das Verschieben der Verhältnisse zustande. Ich weiß nicht, was daran besser sein soll, als bei extern zugeführten Substanzen. Auch das Gefühl der Liebe ist meiner Erfahrung nach ein anhaltender Rausch durch endogene Drogen. Soll die Liebe nun verboten und mit Medikamenten bekämpft werden, weil sie rationales Denken beeinträchtigt und, je nach Verlauf, zu ernsten psychischen Problemen führen kann? An Odessa: Du hast mehrfach betont, dass bei deiner Arbeitsstelle die Leute auflaufen, die mit Drogen nicht klarkamen, und dass du deine Antidrogeneinstellung darauf aufbaust. Du bist dir aber bewusst, dass du so nur einen kleinen Teil und dazu noch einen extremen Teil siehst? Für mich liest sich deine Argumentation etwa wie die eines Arztes, der häufig mit Verkehrsunfallopfern zu tun hat und deswegen Autos komplett ablehnt. Ich möchte den Drogenkonsum hiermit nicht verherrlichen und schon gar nicht jemanden animieren, es mal auszuprobieren. Ich möchte auch mit meinem Beitrag nicht versuchen, die Drogengegner zu bekehren, lediglich deren herablassende, oft schlicht falsche, teilweise überhebliche und intolerante Art zu argumentieren, empfinde ich als unangemessen. Einfach erstmal informieren und mit Fakten argumentieren, man muss damit ja nicht automatisch seine ablehnende Haltung aufgeben. Dass Drogen Risiken mit sich bringen, bestreitet ja keiner. Risiken können aber minimiert werden Noch kurz was zum Thema Canabis: Bei etwa monatlichem oder auch wöchentlichem Konsum und psychisch gereiften Konsumenten würde ich es durchaus als harmlos bezeichnen. Bei täglichem Konsum jedoch ist der Körper dauerhaft den Wirkstoffen ausgesetzt, und das ist bei keiner Substanz gut. Bei zu jungen Konsumenten ist THC hinderlich bei der Entwicklung der Psyche. 16 ist, unabhängig von der individuellen Entwicklung, zu jung. |
| Raytracer | Zum Thema Psilocybin habe ich hier einen interessanten Textabschnitt aus einem Buch über Zauberpilze: ...Doch noch ein dritter Aspekt der Nutzung von Psilocybin soll genannt werden. Es handelt sich um die Resozialisierung inhaftierter Personen. Zu diesem Thema, welches wie zu erwarten ein psychologisches ist, wurde 1961 eine Studie im Gefängnis von Concord, Massechusetts, USA durchgeführt. Man setzte eine Reihe von Häftlingen nach Persönlichkeitstests unter Leitung eines Psychologen auf Psilocybin und ließ sie ihre Erfahrungen machen, sie sollten sich unterhalten und mit dem Psychologen ins Gespräch kommen. Jeweils nach einer Sitzung wurden weitere Persönlichkeitstests durchgeführt, und es stellte sich heraus, daß die Häftlinge verantwortungsbewußter, nachdenklicher und weniger agressiv wurden. Viele der Gefangenen bekamen Bewährung (in diesem Falle waren es 32), von denen statistisch gesehen 64% hätten zurückkehren müssen, weil sie wieder rechtsbrüchig geworden waren. Dies geschah nicht, es kamen nur etwa 30% zurück, also knapp die Hälfte, von denen die meißten nur wegen formaler Verstöße wieder im Knast landete (hatten sich vom Bewehrungshelfer beim Biertrinken erwischen lassen oder ähnliches). Dies zeigte überdeutlich, daß mit dieser Droge eine weitgehende Persönlichkeitsformung möglich war. Als der leitende Psychologe (Tim Leary) seine Ergebnisse dem Gefängnisdirektor vortrug unterbrach der ihn und zeigte ihm Entwürfe eines neu zu bauenden Gefängnistraktes. Man war an einer wirkungsvollen Resozialisierung nicht interessiert, somit blieben auch weitergehende Forschungen auf diesem Gebiet aus. |