| Pelloquin | [list]Eingedenk der Signatur von Rüsi [quote][b]All -isms and ideologies are a prison. [/b] [/quote] möchte ich euch nun einen Mann vorstellen, der in naher Zeit für einige Unruhe sorgen könnte. Wenn er nämlich die Verteidigung von Saddam Hussein übernimmt und sich eimal mehr daran macht das Böse gegen die Einheitsfront der Moralisten zu verteidigen und ihnen vorzuführen, wie wackelig ihre Grundüberzeugungen sind. [size=6]Tyrannosaurus Lex[/size] [i]Von Alexander Smoltczyk[/i] [SPIEGEL-ONLINE] [font=times new roman][size=3,5]Der Pariser Anwalt Jacques Vergès kündigt an, er wolle die Verteidigung von Saddam Hussein übernehmen. Der Prozess wäre die Krönung seines Lebens: die Verteidigung des Bösen gegen die Einheitsfront der Moralisten. Seine Liebe gehört den Monstren des letzten Jahrhunderts. [img]http://www.spiegel.de/img/0,1020,315997,00.jpg[/img] Staranwalt Vergès: "Ein Strafprozess ist ein Kunstwerk" Saddam Hussein habe seine ganze Sympathie. Das erklärte Jacques Vergès dem SPIEGEL schon, als die Folterkeller seines künftigen Mandanten noch gefüllt waren. "Ich mag Staatschefs, die an den Säulen der Tempel rütteln", erklärte der Pariser Staranwalt. Seither war es nur eine Frage der Zeit, bis Frankreichs prominentester Anwalt sich in der Causa Saddam zu Wort melden würde. Vor zehn Tagen bereits, so teilte er heute mit, hätte die Familie des ehemaligen irakischen Außenminister Tarik Aziz ihn gebeten, die eventuelle Verteidigung von Saddam zu übernehmen. Kommt es zum Prozess, wäre das die Krönung seines Lebens: Die Verteidigung des Bösen gegen die Einheitsfront der Moralisten - im vollen Rampenlicht. Jacques Vergès trägt gerne Schwarz, und sein Gesicht ist wie das perfekte Verbrechen: aufgeräumt und unergründlich. Das Leben hat scheinbar keine Spuren hinterlassen. Die Freundschaft mit den Schlächtern auch nicht. Jacques Vergès ist ein heiterer Mensch. Es heißt, er nehme täglich ausgiebige Schaumbäder. Abends gehe er in die Restaurants der großen Pariser Boulevards und knacke Meeresfrüchte und Schalentiere. Er sei ein Stalinist, Faschist, Antisemit, Terrorist, heißt es. Aber sehr kultiviert. "Ein Strafprozess ist ein Kunstwerk", sagt er. "Allein gegen das Gericht zu stehen und einer Tat ihren Sinn zu geben - das ist der Stoff eines Romans, einer Tragödie. Jeder baut sich die Elemente zusammen und erzählt eine Geschichte. Ohne ihren Prozess wäre Jeanne d'Arc als verrückte Schäferin vergessen worden. Durch ihre Verteidigung wurde sie zur Heiligen." Und auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Für Jacques Vergès ein akzeptables Ergebnis. Zu seinen Mandanten gehörten der Nazi-Schlächter Klaus Barbie, der togolesische Diktator Eyadema, der Holocaust-Leugner Roger Garaudy und Slobodan Milosevic. Zu seinen persönlichen Freunden gehörten Pol Pot und Mao tse-Tung. Vergès bewegt sich jenseits von Gut und Böse. Moral sei etwas für Trotzkisten, sagt er, für Sozialdemokraten und sonstige Weichlinge: "Meine Moral ist, gegen jede Moral zu sein, weil sie das Leben festzerren will." Vergès spricht mit einer für einen fast 80-jährigen ungewohnt jungen Stimme. Stets leicht gehoben im Ton. Mehrere Biografien sind über ihn geschrieben. Kaum ein französischer Anwalt ist bekannter, keiner skandalöser. Sein Gespür für mögliche Tabubrüche ist untrüglich. Er hasse Heuchelei. Bevorzugt legt Vergès sich mit unumstrittenen moralischen Instanzen an. "Ich bin angezogen von Leuten, die anders sind als ich. Je unterschiedlicher, desto faszinierender sind sie. Es geht nicht darum, die Ideologie seines Klienten zu übernehmen. Käme Adolf Hitler in mein Büro und sagte: Maître, ich werde zur Höchststrafe verurteilt werden, aber geben Sie meinem Leben seine ästhetische Dimension - glauben Sie, ich würde den Fall ablehnen?" Er blendet mit Brillanz. Es bereitet ihm Vergnügen, anderen vorzuführen, wie wackelig ihre Grundüberzeugungen sind. Alles ist relativ. Gesetze werden gebrochen, wenn sie sich dem Gang der Geschichte in den Weg stellen, und dann vergessen. Kabila, Castro, Mao - den "Terroristen" von gestern wird morgen der rote Teppich ausgerollt und übermorgen stehen sie als Staatsväter in den Geschichtsbüchern. Oder umgekehrt. "Ich habe", sagt Vergès, "dem Präsidenten Milosevic gesagt, dass Frankreich nur widerwillig bei diesem Tribunal mitmacht. Ein Gericht, das 1993 eingerichtet wurde, um Vorkommnisse von 1991 zu richten? Auf Geheiß der USA? Mit diesem Gericht gibt es keinen Dialog. Hier soll ein Mann verurteilt werden und verteufelt." Und das wird er auch im Fall Saddams verhindern. Wie schon so oft. Jacques Vergès wurde 1924 im heutigen Laos geboren, als unehelicher Sohn einer einheimischen Lehrerin und eines französischen Arztes: Skandal. 1943 meldet er sich als Kriegsfreiwilliger bei den Auslandstruppen de Gaulles. Nach dem Krieg wird er Jugendfunktionär der KP. In diesen Jahren lernt er die Blüte der unterdrückten Völker kennen. Junge, ehrgeizige Männer, die später zu den Herrschern Afrikas und Asiens werden. Nelson Mandela, Pol Pot ("es fehlte ihm nicht an Humor"), Félix Houphouët-Boigny aus der Elfenbeinküste. 1952 ist Vergès führender Funktionär der Internationalen Studentenvereinigung, der Studenten-Komintern. Es ist die Welt der Geheimtreffen, der abrupten Kurskorrekturen und der Abweichler, Volksfeinde und Verräter. Eine Welt, in der Wörter das Gewicht von Taten hatten und falsche Sätze den Tod bedeuten konnten. Vergès war glücklich. Er spürte, das war seine Welt. Wer das Wort führen konnte, hatte die Macht. Advokaten, sagt Vergès, herrschten mit der Sprache nicht weniger wie Literaten. Ein gutes Plädoyer fächere, wie ein Roman, wie ein Theaterspiel, eine Geschichte und einen Charakter auf. Solange, bis sich Gut und Böse, Schuld und Schicksal ineinander auflösen und zuletzt nur noch eine Textur von Ursachen, Einflüssen, Zufällen übrigbleibt, angesichts derer jedes Urteil als Willkür erscheinen muss. Und hinter dem Wust ein Mensch. Und heiße er Saddam Hussein. Ecce homo. Im Algerienkrieg verteidigt er die Bombenleger. "Strategie des Bruches", nennt er es: "Kein Einverständnis über die Prinzipien, in deren Namen geurteilt wird." Algerien, ruft Vergès immer wieder, sei nicht Frankreich, das französische Recht daher ohne Belang. Seine Mandanten seien Kombattanten, keine Verbrecher. Angeklagt gehörten die Ankläger, die einen Kolonialkrieg führten. Seine Mandanten, erklärt Vergès, stünden fest zu ihrer politischen Haltung und zu ihrer Tat. Jeder Kompromiss mit der Staatsanwaltschaft, jeder Vergleich wird abgelehnt. In seinen Prozessen ging es Vergès nie um Freispruch. Die Fälle waren von vornherein verloren. Der einzige Gewinner war er selbst. Als sein größtes Kunststück betrachtet Maître Vergès den Prozess gegen den ehemaligen Gestapo-Chef von Lyon, Klaus Barbie, im Sommer 1987. Innerhalb kurzer Zeit hatte Vergès die Nation vereint gegen sich. Er allein gegen die guten Seelen der Nation. Mit einigen Auftritten gelang es ihm, den so selbstverständlichen Prozess gegen Barbie zu einer nationalen Selbstbefragung, einer quälenden Selbstbefragung zu machen, in der alte Wunden aufgerissen und nationale Mythen zerstört wurden. Beobachter irritierte die Kälte, mit der Vergès die Aussagen der Überlebenden in Frage stellte. Die offensichtlich völlige Unempfindlichkeit gegenüber Leiden. Und die demonstrative Wertschätzung des greisen SS-Manns. Der Prozess kostete Vergès die letzten Sympathien der Linken. Seine Liebe gehört den Monstren des letzten Jahrhunderts. Allen, die mit schmutzigen Händen aus dem Maschinenraum der Macht hervorgezerrt werden und zu viel wissen, um an moralische Grenzziehungen zu glauben. Das gefällt ihm. Er bewundert, wie Milosevic sich die Technik der Konflikt-Verteidigung zu Eigen gemacht hat. Vergès sagt, er sei sich sich sein Leben lang politisch treu geblieben. Er verachtet Amerika, den Zionismus, die Sozialdemokratie und alle Menschenrechtelei. Vergès lebt in einer mythischen Gegenwart. Er hängt einer vagen Idee von Visionärem, Rebellentum, Bonapartismus und Nationalpathos nach. Er ist angezogen von den Fürsten und Übermenschen, von Mao und de Gaulle. Er spricht mit Achtung von den Desperados wie dem Terroristen Carlos, die ihre eigene bürgerliche Karriere für eine Sache aufgaben. "Was ist abscheulicher: Eine Bombe in einem Café zu zünden oder vom Flugzeug aus ganze Städte auszuradieren? Der Terrorismus ist die letzte Waffe der Unterdrückten." Mancher sähe die Schlagfertigkeit dieses Anwalts, seine Geistesgegenwart lieber an anderer Stelle. An der Seite jener, die in Bagdad dem Tyrannen ins Gesicht sagen müssen, wie sie gemartert, wie ihre Liebsten gemordet wurden. Aber einen Amoralisten fasziniert das bloße Opfer nicht. Es fehlt die Gewalt, das Wasserzeichen des Tragischen. Nur wenn das Opfer selbst Blut an den Händen hat, nimmt dieser Anwalt Witterung auf. Das ist seine Lehre. Alles ist Spiel, und nur das Tragische ist interessant. Vergès hat in einige Abgründe des 20. Jahrhunderts blicken dürfen und kam mit versteinertem Gesicht zurück, zu einem Lächeln erstarrt, wie die Khmer-Köpfe seiner Kanzlei. "Nicht doch. Ich bin immer ein glücklicher Mensch gewesen", sagt Jacques Vergès, bevor er sich erhebt, um sich wieder dem Bösen zuzuwenden.[/size][/font][/list] |
| Rücksitzpunk | ich bewundere diesen mann... und zwar schon lange. |
| Pelloquin | ;) Du hast schon von ihm gehört? Ich habe heute zum ersten Mal von ihm gelesen. Hat mich wirklich beeindruckt, was er da von sich gegeben hat. Wenn er das Mandat bekommt, dann dürfte das noch recht spannend werden... Kannst du von ihm noch etwas erzählen bzw. hat er Bücher verfasst o. ä.? "Ein Strafprozess ist ein Kunstwerk", sagt er. "Allein gegen das Gericht zu stehen und einer Tat ihren Sinn zu geben - das ist der Stoff eines Romans, einer Tragödie. Jeder baut sich die Elemente zusammen und erzählt eine Geschichte. Ohne ihren Prozess wäre Jeanne d'Arc als verrückte Schäferin vergessen worden. Durch ihre Verteidigung wurde sie zur Heiligen." Irgendwie erinnere ich mich dabei an "Im Auftrag des Teufels" mit de Niro und Reeves... Edith: de Niro? Wie komme ich auf de Niro... Es war natürlich Pacino! |
| Shiva | Faszinierend - irgendwo Aber das "Er verachtet (...)alle Menschenrechtelei"(-ism:D) find ich doch ein wenig herb. Mich würde interessieren, wie der Mann darüber denken würde,wenn er auf offener Strasse von hirnlosen,egal welcher Gesinnung, halb tot geschlagen würde. MfG |
| Wardog20k | [QUOTE]Mich würde interessieren, wie der Mann darüber denken würde,wenn er auf offener Strasse von hirnlosen,egal welcher Gesinnung, halb tot geschlagen würde. [/QUOTE] Vermutlich: "Scheiße!" |
| BlueBird | @shiva Das würde ihm zwar keine Freude machen, aber moralisch eben würde ihn das kalt lassen: "C'est la vie, et rien plus que ca," wäre sein Kommentar. Du hast den Mann sicher nicht verstanden. |
| Rücksitzpunk | [QUOTE][i]Original geschrieben von BlueBird [/i] [B]@shiva Das würde ihm zwar keine Freude machen, aber moralisch eben würde ihn das kalt lassen: "C'est la vie, et rien plus que ca," wäre sein Kommentar. Du hast den Mann sicher nicht verstanden. [/B][/QUOTE] zustimmung. @pelloquin: [quote]Kannst du von ihm noch etwas erzählen bzw. hat er Bücher verfasst o. ä.?[/quote] ich habe zum ersten mal in verbindung mit dem milosevic-prozess von ihm gehört... und mich ein wenig über ihn informiert... neues kann ich dir allerdings nicht berichten, der artikel deckt eigentlich so ziemlich das ab, was ich auch weiss, werdegang und so betreffend. und das, was ich weiss, weiss ich von mr. google ;) literatur von oder über ihn würde mich allerdings auch brennendst interessieren... da ist mir nichts bekannt (ich gebe zu, meine recherche war nicht besonders gründlich...) |
| Pelloquin | Hallo Rüsi! Ich google mal, vielleicht finde ich noch was. |
| fragment | [QUOTE][i]Original geschrieben von Rücksitzpunk [/i] [B]ich bewundere diesen mann... und zwar schon lange. [/B][/QUOTE] Ich hoffe, dass diese Aussage eine gehörige Portion Ironie enthält. Wenn nicht, dann hast du mich schwer in sprachloses Erstaunen versetzt. |
| katzzzenpisse | Der typ ist einfach nur ein kranker idiot, der in unserer Langeweile und der Suche nach etwas neuem mal schnell zum Kult erklärt wird. Genausogut brüll ich mal fröhlich "Heil Hitler", und, bin ich jetzt auch der coole Anti, oder doch nur der rechte Spinner, der vom Board gebannt wird? Wer diesen Mann toll findet, ist ein Depp oder einfach selbstmordgefährdet. Seine verschiedenen überzeugungen widersprechen sich, und haben sich im Laufe der Geschichte bereits bekriegt. |
| Pelloquin | Herzlichen Dank, katzzzenpisse ... |
| Rücksitzpunk | [QUOTE][i]Original geschrieben von katzzzenpisse [/i] [B]Wer diesen Mann toll findet, ist ein Depp oder einfach selbstmordgefährdet.[/B][/QUOTE] :rolleyes: ich habe mich ehrlich gesagt schon gefragt, wie lange es wohl dauert, bis so ein posting kommt. ist genauso wie in einer diskussion zum thema neofolk... in den ersten zehn postings ist mindestens eins dabei, in dem sich fürchterlich über die angebliche unterwanderung der schwarzen durch die braunen aufgeregt wird. ich würde doch einige der werten leserschaft bitten, zur kenntnis zu nehmen, dass bewunderung nicht gleich hirnloses nachplappern bedeutet. ich teile bei weitem nicht alle seine überzeugungen, aber so jemand ist mir immer noch lieber als eine gesichtslose, beliebig austauschbare person. wenn ich aufgrund meiner meinung über den herrn vergès nun in einigen augen ein selbstmordgefährdeter depp bin, dann ist dem eben so. bringt mich nicht um den schlaf. @fragment: in meiner aussage war kein fünkchen ironie. |
| Pelloquin | [i]ich würde doch einige der werten leserschaft bitten, zur kenntnis zu nehmen, dass bewunderung nicht gleich hirnloses nachplappern bedeutet. ich teile bei weitem nicht alle seine überzeugungen, aber so jemand ist mir immer noch lieber als eine gesichtslose, beliebig austauschbare person.[/i] *Pelloquin schließt sich dem an und läuft fahnenschwenkend und braune Parolen gröhlend hinter Rüsi her* |
| cocrea | apropos BEWUNDERUNG, ich setze sie bewusst sehr sparsam ein - eingedenk des folgenden: "Der Männlichkeitsmythos verspricht den Männern persönliche Macht, entzieht sie ihnen aber sofort wieder durch den Zwang, »sich (systemgerecht) beweisen« zu müssen. … Da aber das Versprechen von Macht von vorn herein eine Farce ist und nur wenige Männer jemals bis an die »Spitze« gelangen, ist die Kehrseite der Medaille des »Sich beweisens« die »Bewunderung der Angepasstheit«. Abhängigkeit von Bewunderern ist genau das Gegenteil von Autonomie." S. 42 Quelle: Bonnie Kreps, s.u. Der konstruierte Weiblichkeits-Wahn (Begriff von Betty Friedan) ist die Folge des konstruierten Männlichkeitsmythos (lt. Pleck), der ff Regeln befolgt: 1) Nichts Weichliches; alles Weibliche vermeiden 2) Jagd nach Erfolg, Status und Prestige (bewundert zu werden) 3) männliches Auftreten mit Härte, Selbstsicherheit und Selbstvertrauen 4) Aura aus Aggression, Gewalt und Wagemut S. 42 (sinngemäß zitiert) Quelle: »Abschied vom Märchenprinzen - Eine Abrechnung mit der romantischen Liebe« Bonnie Kreps, Wolfgang Krüger Verlag "Die Umkehrung von Liebe und Hass zeigt sich auf politischer Ebene immer wieder: Wir bewundern und unterwerfen uns gerade jenen, die die Menschheit am meisten verachten." S. 31 Quelle: »Falsche Götter« Arno Grün, ECON Verlag, 1991 "Das Spiel mit dem Tod, in das ganze Völker hineingerissen werden, existiert Seite an Seite mit einer grandiosen Selbstüberschätzung und mit einem Größenwahn, der immer wieder als Kraft bewundert wird." S. 117 Quelle: »Falsche Götter« Arno Grün, ECON Verlag, 1991 "Menschen mit falschem Selbst zeigen: o Betroffenheit und Anteilnahme, wenn es Vorteile hat, einem Trauernden beizustehen o Wertschätzung, wenn es günstig erscheint, einem anderen zu schmeicheln o Unterwerfung, wenn von der Macht und dem Glanz eines anderen profitiert werden kann o Überbelastung, wenn es darum geht, andere zu beeindrucken oder sich vor weiterer Arbeitszuteilung zu schützen o Trauer, wenn es Vorteile hat, Mitleid bei anderen zu wecken o Macht und Stärke, wenn sie die Bewunderung anderer erreichen können" S. 106 Quelle: »Narzißmus« Das innere Gefängnis, Heinz-Peter Röhr, Walter Verlag "Die im Grunde Hilfsbedürftigen //Narzissten// haben keinerlei Leidensdruck, solange die Zufuhr von Bewunderung und Machtgefühlen ausreicht." S. 162 Quelle: »Narzißmus« Das innere Gefängnis, Heinz-Peter Röhr, Walter Verlag "Nach Otto Kernbergs Worten zeigen Narzissten in verschiedener Zusammenstellung starken Ehrgeiz, Größenfantasien, Minderwertigkeitsgefühle und eine übergroße Abhängigkeit von Bewunderung und Beifall von außen. Außerdem sind nach seiner Meinung chronische Unsicherheit und Unzufriedenheit mit sich selbst, die bewusste oder unbewusste Tendenz zur Ausbeutung und Unbarmherzigkeit gegenüber anderen charakteristisch für sie." S. 16 Quelle: »Narzißmus« Die Verleugnung des wahren Selbst, Alexander Lowen, Goldmann Verlag, 1984 es grüßt, cocrea |
| Pelloquin | Ich kann nicht mit allen Ansichten Vergès übereinstimmen; was ich an ihm aber bewundere, ist seine Verneinung jenes bigotten Gutmenschentums, dass heute nicht zuletzt von den Lenkern des neuen Amerika allüberall propagiert wird. Jenes bigotte, sich in seiner Selbstherrlichkeit suhlende Gutmenschentum, an das Nietzsche wohl dachte als er sprach: "Welche Mißgeburt von Falschheit muß der moderne Mensch sein, wenn selbst Politiker, sonst Antichristen der Tat durch und durch sich nicht scheuen, heute noch Christ zu heißen." Vergès ist der Stachel im Nacken der (selbst)Gerechten. Möge er dort noch lange sitzen... |
| cocrea | apropos gutmenschentum »Wer ins Visier gerät, wird einsam. Denn Sympathisanten und Freunde machen immer die gleiche Erfahrung: Wer nicht mit den Wölfen heult, wird ebenfalls ausgesondert und bestraft. Ab einem gewissen Punkt einer Debatte oder eines Skandals ist es schädlich, nach der Wahrheit zu fragen, Argumente anzuführen, die nicht in das Schema der Verfolgung passen. Es nutzt ohnehin nicht mehr, Argumente in die Debatte einzuführen, denn sie werden nicht sachlich nach richtig oder falsch sortiert, sondern emotional nach politisch korrekt oder politisch unkorrekt, nach gut oder böse. (...)« Quelle Buch "Stigmatisiert. Der Terror der Gutmenschen", hrsg. von Klaus J. Groth und Joachim Schäfer, Aton Verlag, Unna, erscheint Ende 2003 |
| Alterkelte | @Cocrea es ist nicht so falsch, was du sagst, falscher Männlichkeitswahn zieht zwangsläufig falschen Weiblichkeitswahn nach sich und wir alle stehen irgendwann wieder am Anfang, quasi bei Null. Das deckt sich mit meiner Ansicht, dass die Mann- oder Frauwerdung nur ein Teil des Lebens ist, wenn auch kein unwichtiger. Tatsächlich sollte ich als Individuum die Menschwerdung anstreben, ob mir das irgendwann gelingt, sei dahingestellt, nobody's perfect.... Gerne bin ich bereit mit Dir darüber zu diskutieren, du wirst auch nicht ausgegrenzt oder gemobbt. In der Tat fällt es manchmal schwer, Deinen relativ langen Beiträgen zu folgen. Nun, zitieren muss man auch können, was ich Dir als positiv anrechne, ich kann das nämlich nicht, denn ich behaupte lieber etwas, bevor ich versuche es zu belegen. Schon weil es mir dabei mehr darum geht, Diskussionen anzuheizen, statt sie mit "geklauten" Worten zu erschlagen. Meine Postings sind sicher Beweis dafür, dass ich keine Lust habe, immer alles belegen zu wollen, also ein Form der Selbstgerechtigkeit, für die ich mich auch hasse. Allerdings ist blosses Zitieren, ein Zeichen dafür, dass jemand keine eigene Meinung hat oder sich nicht traut, diese kundzutun. Kannst Du denn vertreten, was Du frei behauptest (ohne Krücken; der hat gesagt, jener, dieser usw....) |
| katzzzenpisse | [QUOTE]Es geht nicht darum, alle Ansichten dieses Herrn zu teilen, sondern darum (ok, für mich zumindest), die Art wie er Prozesse führt, zu verfolgen und die LOGIK darin gut zu finden. Den Aufbau. Das kann ich auch bei jemand, dessen "Ideologien" im ganzen ich vielleicht nicht nachvollziehen kann.[/QUOTE] Das hört sich schon besser, und weniger missverständlich an. Ich will ja nur nicht, dass man so etwas wie Faschismuss mit Anerkennung würdigt. Sry, wenn sich jmd. auf den Schlips getreten fühlte, aber bei nicht ganz klaren Aussagen hab ich immer so ein kleines Problem. (und das, obwohl ich selber die inkarnation der Missverständlichkeit bin). |
| Pelloquin | Hallo Katzzzenpisse! Ich hoffe, du glaubst nicht im ernst, dass ich nur irgendeinem Faschisten Anerkennung zolle. Wenn du das glaubst, kann ich dir versichern: Ich tue es nicht. Was mir immer wieder bitter aufstößt: Die Menschen suchen immer einen Verantwortlichen für ihre eigenen Unzulänglichkeiten. Und sie finden ihn jedes Mal, und opfern ihn der eigenen Selbstgerechtigkeit. Wie hätte Hitler jemals all das tun können, was er tat, wenn er nicht die Unterstützung von Millionen erhalten hätte? Und was ist mit Stalin? Mit all den anderen? Ohne die sie Unterstützenden wären sie ein NICHTS gewesen und sang- und klanglos in der Geschichte verschwunden. Nun geht es um Saddam. Nicht in allzuweit entfernter Zukunft wird man uns seinen Kopf auf dem Silbertablett servieren, garniert mit allerlei Lügen, die uns Vergessen machen sollen, wie er überhaupt so mächtig werden konnte. Doch dieses Monster wurde erschaffen (wie so viele andere auch) von einem Dr. Frankenstein. Und dieser Dr. Frankenstein ist niemand geringerer als der Personenkreis, der momentan die amerikanische Regierung bildet und sich anschickt über das von ihm geschaffene Ungetüm zu Gericht zu sitzen. Das ist es, was mir bitter aufstößt. Dass, wie damals 1945 in Nürnberg, nicht alle Verbrecher auf der Anklagebank, sondern eben auch auf der Richterbank sitzen... [center][img]http://www.msnbc.com/news/1639839.jpg[/img] [size=1]US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld und Saddam Hussein im Jahre 1982[/size] [/center] Wie ich bereits weiter oben erwähnte: Vergès ist der Stachel im Nacken der (selbst)Gerechten. Möge er dort noch lange sitzen... EDIT: Ich hoffe, dass Vergès im Laufe des Prozesses auf oben erwähnte Hintergründe verweist und schließlich nicht nur Saddam Hussein der Prozess gemacht wird... (Ja ja, ich weiß, ich bin ein naives Kind... und Justitia eine Hure aus bestem Hause...) |
| fragment | @Odessa und Rüsi Laßt es uns doch Faszination nennen...dann bin ich gleich etwas weniger sprachlos. Bewunderung hat in dem Fall so einen verherrlichenden Beigeschmack. |
| cocrea | von der bewunderung zur faszination vom regen in die traufe die wortbedeutung von faszinare ist FESSELN wer be-wundert wirft das wunder in und um ihn auf einen fokus (menschen). wer sich fesseln lässt, naja, hat vielleicht einen hang zu sm oder unselbständigkeit. nächster wortvorschlag gefällig? |
| Pelloquin | Sei gegrüßt, werte Cocrea! Was bin ich froh, dass ich damals nicht gelebt habe und du nicht zur Rechten Richelieus gesessen hast, denn... ... bei deinem Scharfsinn (~Züngigkeit *g*) wäre das ein verdammt kurzer Prozess geworden!!! fg Pelloquin (hang 'em higher!) |
| Rücksitzpunk | [QUOTE][i]Original geschrieben von fragment [/i] [B]@Odessa und Rüsi Laßt es uns doch Faszination nennen...dann bin ich gleich etwas weniger sprachlos. Bewunderung hat in dem Fall so einen verherrlichenden Beigeschmack. [/B][/QUOTE] einspruch. ich schreibe bewunderung, wenn ich bewunderung meine. ich bin von der konsequenz, mit der vergès seine lebenseinstellung durchzieht, beeindruckt. ich bewundere dies, weil ich selber diese konsequenz nicht besitze. in gewisser weise ist er eine art vorbild. @katzzzenpisse: faschismus.... was ist für dich faschismus? interessiert mich, einfach nur, weil du diesen begriff in die diskussion eingebracht hast. @odessa: ich bin jetzt mal bewusst provokant.... wenn ich sage, man sollte jedes volk seinen eigenen weg wählen lassen, sich aber gleichzeitig gegen jegliche einwanderung und auch einflussnahme verwehren... bin ich dann ein rassist? (zur verdeutlichung: schweden den schweden, norwegen den norwegern, finnland den finnen, irak den irakern.... etc. pp. ... ich lasse deutschland bei dieser aufzählung jetzt mal bewusst raus...) wenn ein volk "es nicht gebacken" bekommt, soll man dann noch ewig und drei tage helfen und zusehen, wie es trotzdem immer schlimmer wird? |
| fragment | @cocrea Mag sein, dass du recht hast. Ich bin auf dem Gebiet weniger wissend. Trotzdem ist die Bedeutung des Wortes Faszination heutzutage nicht die, die du hergeleitet hast! Man kann sich auch ohne Handschellen faszinieren. Wir haben es hier eindeutig mit einer Halbwahrheit zu tun. ...du Haarspalter... :q ;) |
| cocrea | @ odessa: ich denke ebenfalls nicht, dass jemand fasziniert = behext, "gefesselt" oder unselbständig zu sein braucht, der Vorbilder hat oder der jemand anderen in irgendeinem Verhalten "gut" findet. ich trachte danach, dinge, verhalten, menschen ganz zu betrachten - und das gut-böse-raster hintanzustellen. ich würde es so formulieren, wenn mir etwas/jemand wohltut / auffällt: ich AN-erkenne person x bes. in ihrer haltung zu ... ich re-spektiere (= 2x hinschauen) person x bes. in ihrer haltung zu ... ich nehme mir ... zum vorbild. ich strebe selbst ... verhalten an, das ich bei ... wahrnehme. ich bekenne, mich im ... verhalten, der haltung von ... wiederzuerkennen. zumindest an meinen besten/schlimmsten tagen. [COLOR=tomato]Wir haben alle Maßstäbe in uns selbst, nur werden sie viel zu selten beachtet. Vielleicht auch deshalb, weil es die härtesten Maßstäbe sind. Sophie Scholl †[/COLOR] ich bin eine mehrfach-personenkultgeschädigte und -genesende. und habe gelernt, auf diverse sich steigernde suchtkennzeichen zu achten: objekt-kultstatus methoden-kultstatus personen-kultstatus hier geht es um die methode und die person verges, der ein verteidiger der bösmenschen in einem dominierten feld der angeblichen gutmenschen ist. dass Gandhi, MLK, du und ich vorbilder hatten / haben, zweifle ich nicht an. im gegenteil, ich gehe davon aus. der mensch ist ein soziales nachahmungswesen. tut er es möglichst unbewusst, so ahmt er auch kritiklos mitläufertum nach. (und das entspricht dem allg. massenbewusstsein der "alle"-leute.) reiht sich in die reihen von buhrufern und nichtstuern oder pc-wegschauern ein, und fühlt sich gut dabei, weil es doch ´alle´ so machen. verges fällt auf, er handelt und denkt nicht wie "alle". wer sich zu verges als person, zu seiner denke oder teilen seiner denke BEKENNT, läuft gefahr vom geist der "alle"-leute gelyncht zu werden (siehe ansätze davon hier), die schon schabloniert zu wissen glauben, was "richtig" und "falsch" ist. zu verges habe ich dzt. nichts sagen, er ist mir (zu) wenig bekannt. ich empfände es als (subtilen oder groben) ´gruppendruck´, falls hier jeder mitdiskutant ein votum für-gegen verges abzugeben hätte. und dieser gruppendruck IST DA - immer und überall, teilweise entwachsen wir, nein ich, ihm (upps, edith. es ist so bequem schienendenkig, mit der ´wir´-verstärkung zu argumentieren - ist mir hier grad passiert ), teilweise agiere ich nach wie vor als instrumentalisierer und instrumentalisierter des gruppenminds. ich halte mein auge auf verges, seit ich auf ihn aufmerksam geworden bin, durch diesen strang. [COLOR=tomato]Zweifle nicht an dem, der dir sagt, er hat Angst. Aber hab Angst vor dem, der dir sagt, er kennt keinen Zweifel. Erich Fried[/COLOR] re: [quote] Wenn man dann etwas/Jemanden findet, der in ähnlichen Bahnen denkt, braucht man nicht Wörter zu zerpflücken "nach ihrer Bedeutung", das hat relativ wenig mit der Sache zu tun.[/quote] was ´man´ tut, zähl ich selten zu meiner sache. ich zerpflücke bisweilen wörter/aussagen - gerade bei den leuten, die in ähnlichen bahnen denken wie ich - oder auch nicht, um den wörtern usw. evtl. einen tieferen oder hinter-sinn zu verleihen, es gibt sprache und metasprache-n. ich stehe mit dem hui-pfui in resonanz und mit dem dazwischen. ob es etwas mit "der Sache" (wer definiert sie?) zu tun hat, liegt im auge des betrachters. eine kommunikation verläuft nie linear, sie verläuft rhizomorph, wie ein pilzgeflecht (siehe guattari/deleuze). naturwissenschaftlich und philosophisch (nur nicht in den konsens-orientierten köpfen und herzen von "allen") steht fest, dass ALLES mit ALLEM verbunden ist. daher ist eine sache, eine methodik (herangehensweise), personen stets mit allen anderen denkbaren und nicht denkbaren sachen, methoden, personen verbunden. [quote] Manche Leute z. B. zitieren seitenlang ständig irgendwas aus irgendwelchen Büchern oder Schriften, haben somit wohl auch Vorbilder und Ideale denen sie hinterher"eifern"....?[/quote] upps, odessa, ´haben somit ...´ ist D-eine herleitung, interpretation, die im einzelfall stimmen kann, doch nicht muss. in je-dem betreffenden fall würde ich - bei zeit, interesse - stets nachfragen, was ersiees damit meint, falls mich der zitategeber im unklaren über s-eine absicht/en lässt. ob ich antwort kriege, ist seine sache. zitate sprechen für sich, (manchen haben sie viel, anderen wenig zu sagen - die empfänger bestimmen die botschaften, die sie wahrnehmen können/wollen). zitate können neutralisierend, verstärkerd, jedoch auch verwirrerd, derailing sein. comme tu veux. mir liegt daran, zitate zu verwenden, um (einen) weitere/n aspekt/e einzubringen. zu meinen "Vorbildern" zählt Mutter Theresa nicht. sie ist ein schabloniertes vorbild geworden - und es gab eine zeit, in der ich sie - dem massmind folgend - hochachtete: willst du wissen, warum sich das geändert hat? dann lies ff: [url]http://www.mutter-teresa.info/[/url] [url]http://www.rationalistinternational.net/article/20031021_de.htm[/url] [url]www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/15888/1.html[/url] Mutter Teresas Millionen kritische links zu mutter teresa "todesengel von kalkutta" Hermann Hesse zähle ich zu meinen vorbildern. ggg [COLOR=tomato]Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden. Hermann Hesse [/COLOR] übrigens, odessa et al. , jesus hat heute NICHT geburtstag. das ist ein hingedeichselter geburtstag. astrologen haben jesus´ geburt auf den september berechnet - den stern von bethlehem rückfolgend. es beginnen mit heute die 13 geweihten nächte (raunächte), und nach 3 tagen (vom 21.12. - bis heute), in denen die sonne scheinbar stehen geblieben ist (sie ging am gleichen punkt auf und unter, was nur zu den sonnwenden 2x im jahr der fall ist - für je drei tage) - ist uns das licht wiedergeboren. ab nun werden die tage wieder länger und lichtvoller. tscha. ein heilsames julfest wünsch ich allerseits. nochwas: ist jesus (für dich, derdie sich angesprochen fühlt) ein vorbild, ein idol, ein ... [fill in the blanks] ?;) |
| cocrea | @ rüsi [QUOTE] faschismus.... was ist für dich faschismus? interessiert mich, einfach nur, weil du diesen begriff in die diskussion eingebracht hast.[/QUOTE] egal, wer diesen begriff hier eingebracht hat - er steht im raum. faschismus und faszinieren sind vom wortstamm her gleich - sie gehen auf fascis = bündel = faszien = bindegewebe zurück. so wohltuend ein festes bindegewebe, das eingebundensein sein kann, so erstickend, beengend kann es auch sein. knecht rupprecht hat wohl auch mit dem gebündelten besen zugeschlagen, wenn die kinder nicht artig (= faschistoid = eingebunden = faschiert = bündelkinder, rudelgetreue kinder waren). hier das google-angebot einer definition zu ´faschismus´ (kommt von Rutenbündel mit Beil = strafgewalt) : Faschismus [Q3 S.376] Aus dem latein. Wort "fascis" = Bündel - den höchsten römischen Staatsbeamten wurde als Zeichen ihrer Strafgewalt über die Bürger ein Rutenbündel mit Beil vorangetragen - ist das italienische Wort "fascismo" entstanden. Es bezeichnet ursprünglich die von Benito Mussolini in Italien 1922 zur Macht geführte politische Bewegung und ihr bis 1945 ausgeübtes Herrschaftssystem. Es wurde zum Sammelbegriff für nationalistische Bewegungen mit streng hierarchischem Aufbau, antiliberaler und antidemokratischer Grundhaltung. Im heutigen Sprachgebrauch bezeichnet man mit "faschistisch" auch eine extrem autoritäre und undemokratische Einstellung. Ihr entsprechende Verhaltensmuster sind Anpassung, Unterordnung, Verstellung und Angst. Unmittelbar nach dem Krieg wurde die Auseinandersetzung mit dem Faschismus in beiden Teilen Deutschlands nur ansatzweise geleistet. Erfolgreich waren Werke, die menschliches Verhalten in einer von Grund auf unmenschlichen Welt darstellen: So hatte Carl Zuckmayers Stück "Des Teufels General" (1946), in welchem die Bindung an Hitler als tragische Verstrickung eines ritterlichen Menschen erscheint, großen Erfolg. Auch die Romane von Anna Seghers "Das siebte Kreuz" (deutsch 1946) und Theodor Plivier "Stalingrad" (deutsch 1946) hatten v.a. deswegen Erfolg. Dagegen stieß Thomas Manns Roman "Doktor Faustus" (1947), der den Weg in den Faschismus kritisch und selbstkritisch beschreibt, nicht zuletzt deswegen auf Unverständnis. Vereinzelt erschienen in den nächsten Jahren bemerkenswerte Bücher zur Epoche des Dritten Reiches und zu den in dieser Zeit verübten Verbrechen - so z.B. von Bruno Apitz "Nackt unter Wölfen" (1958) -, aber erst vom Beginn der sechziger Jahre an, in der DDR fast 10 Jahre später, wurde der Faschismus, wurden seine Ursachen, seine Verbrechen und seine Nachwirkungen zu einem dominanten Thema in der Literatur. Die Frage nach der Schuld wurde bis dahin zwar als abstraktes Problem, u.a. als Vorwurf der Kollektivschuld des ganzen deutschen Volkes, erörtert, die Frage nach der Verstrickung des Einzelnen, nach persönlich begangenem Unrecht, nach Versäumnis und Versagen wurde zumeist verdrängt. quelle: [url]http://www.netschool.de/deu/schulw/oberst/gloss_f.htm[/url] |
| Pelloquin | Wow, Cocrea... man lernt doch immer noch einmal dazu Ein faschistoider Knecht Ruprecht... *g* In Deckung gehend (und freundlich-weihnachtlich grüßend) Pelloquin |
| cocrea | @pelloqueen-roi-... datt war von cokräh-a [QUOTE]wenn die kinder nicht artig (= faschistoid = eingebunden = faschiert = bündelkinder, rudelgetreue kinder waren[/QUOTE] unn datt iss von pelle [QUOTE]Ein faschistoider Knecht Ruprecht... *g*[/QUOTE] nu iss die fraache: ich sprech davon, dass die nich aatigen kinner, weil nicht so doll gebündelt, gezwiebelt, ERzogen und SIEgeschoben, gefatschte kinder (=extrem gewickelte kinder), eine standpauke und eins auf die rübe bekommen vom extra1ximjahr-ERzieher, dem knecht rupprecht, der als bösmann gilt (ist allerdings göttin bertas, perchts glänzender knecht), weil er straf(maßnehm)end die rute, den sack (ogott *g*, alles sexualisierte begriffe) betätigt - und womöglich noch das hackebeilchen dabei hat. (doch für letzteres ist ein anderer zuständig: warte, warte noch ein weilchen, dann kommt ... ) die ur(bild)faschisten waren römischen Staatsbeamte mit strafgewalt. doch stino-eltern haben/nützen dieselbe strafgewalt auch. mal mit streng hierarchischem Aufbau, antiliberaler und antidemokratischer Grundhaltung, mal weniger. und stino-eltern holten sich den angstmacher, den ersatzstrafer, ins haus, um selber die guten sein zu können. allso: bleibt das faschi-stigma doch am knecht rupprecht bzw. am bullemann, bibabutzemann >> teufel >> ziu-fal = gefallener gott (verkörpert dzt. durch: saddam h., weil nun gefangen, greifbar, fokus für das böse von allüberall) hängen. der gefallene gott ansich ist wenig greifbar. und wollen ´wir´ nun den nachbarn verhauen (in faschi-rupprechtischer manier), der doch NUR IM AUFTRAG der eltern GEHANDELT, faschiert, gef(w)atscht, hat. kopfkratz, den satz hab ich schon mal gehört. von wem war das doch gleich? knecht rupprecht, der schwarz/dunkel gekleidete, ist heute bei stadtkindern nicht mehr in. als kind hab ich ihn noch erlebt und - wie es sich für brave kinder gehört - angst vor ihm gehabt, bin in keller und unter die spüle geflüchtet. und angst ist das zügelmittel des faschismus, der kk und ... und der gute, der rotweiß-gewandete, der bischof nikolaus war uns kindern lieber, weil der die geschenke, die köder, brachte - nach seinem einstudierten sermon. die mittel für unterdrücker/unterwerfer sind: zuckerbrot und peitsche, wie schon nietzsche u.a. sagte/n. es ist ein unding, dem einen, jedoch nicht dem anderen den faschi-stempel aufzudrücken, denn zu einem fasch-ismus (schon wieder ein ISMUS), der was hermacht, seinem namen ehre macht, gehören mehrere zutaten: gut faschierte kinder > groß gewordene bündelkinder = massen(un)bewusste und die knechte mit der rute, die mords-eindruck machen, mit und ohne rutenaufdruck und indensackstecken, die wiederum dem/der oberfaschi, dem auftraggeber dienen, der/die mal bekannt ist und mal im hintergrund bleibt. kurzum: ein hierarchisch-dualistisches oben:unten-system der eingebundenen mit verbundenen augen, ohren, mund getreu des 3-affen-mottos: nichts sehen, nichts hören, nichts sagen. grützevoll, cocrea |
| Alterkelte | Odessa, was mich betrifft, so finde ich, dass dein Beitrag sehr gut zu verstehen ist, letztendlich würde ich alles so unterschreiben, mit dem Zusatz, dass sich die drei monotheistischen Religionen sehr ähnlich sind und schon deshalb untereinander sich oft in Konflikten verhadern, weil es so schwer ist, Noah, Moses, Mohammed und Jesus exakt voneinander abzugrenzen. Abgesehen davon ist es ja nicht, im Geiste des Friedens, diese Abgrenzung zu betreiben...... Irgendwo in den heiligen Schriften befindet sich eine Unwucht, ich habe noch nicht herausgefunden wo.... |
| Allanon | Herr Verges scheint intelligent, weitsichtig, hinterfragend, selbstbewußt und rebellisch. Seine Gedankengänge sind interessant und bei näherer Betrachtungsweise durchaus angebracht. Trotzdem halte ich ihn, oder gerade deswegen, für einen gefährlichen Mann, der meines Erachtens zwei große Fehler hat: Er scheint zu selbstverliebt und man hat den Eindruck, als würde ihm das menschliche Leben als solches nicht besonders viel bedeuten. Daher von mir keine Bewunderung. Keiner kann sagen, ob er diese Prozesse tatsächlich führt, um die Menschheit in den besagten Dingen zum Nachdenken zu bringen oder ob der Drang im Mittelpunkt zum Stehen und die Menschheit aus reiner Freude daran und zur eigenen Belustigung zu provozieren, im Vordergrund steht. Mich überkommt da auch die Frage, ob es notwendig ist solche Verbrecher der Menschheit (was nicht ausschließt, daß die Ankläger selbst welche sind) zu verteidigen und in in ihrem Fall die ihm zuwideren Systeme in unserer Gesellschaft anzuprangern?! Ich denke es verläuft im Nichts, denn hier wird er nicht verstanden werden, bzw. man will es nicht. Aber letztenendes würde nur ein persönliches Zusammentreffen eine wirklich zutreffende Aussage über seine Person zulassen. |
| xxxzinixxx | [QUOTE](...sich immer noch ablacht über die 666-Newbie-threads) ...[/QUOTE] hmmm... auslachen oder anlachen? |
| xxxzinixxx | ja, das hab ich schon mitbekommen, aber irgendwie... ich weiß nicht... find sowas nicht wirklich lustig... gerade weil manche klischees ja nicht umsonst entstehen, verstehst du? sorry, bin manchmal n echter spielverderber... aber wenns gegen menschen geht, die sich nicht richtig wehren können, oder wollen, dann krieg ich immer ne krise... auch wenn diese menschen rein fiktiv sind!!! ich weiß nicht, was sowas soll... ja, jetzt bestätige ich auch sicher wieder irgendwelche hypothesen über reaktionen, die folgen... aber gerade jetzt wird mir auch klar, warum so viele das board verlassen... es ist der lächerlichkeit preisgegeben, aufgrund solcher oberflächlichkeiten... diejenigen, die zu lange hier sind, machen sich nur noch lustig... naja... was ich damit sagen will: machs gut, nachtwelten, es war schön hier, aber es ist nicht wirklich [b]meine[/b] welt der nacht... |
| Allanon | [QUOTE][i]Original geschrieben von xxxzinixxx [/i] [B]ja, das hab ich schon mitbekommen, aber irgendwie... ich weiß nicht... find sowas nicht wirklich lustig... gerade weil manche klischees ja nicht umsonst entstehen, verstehst du? sorry, bin manchmal n echter spielverderber... aber wenns gegen menschen geht, die sich nicht richtig wehren können, oder wollen, dann krieg ich immer ne krise... auch wenn diese menschen rein fiktiv sind!!! ich weiß nicht, was sowas soll... ja, jetzt bestätige ich auch sicher wieder irgendwelche hypothesen über reaktionen, die folgen... aber gerade jetzt wird mir auch klar, warum so viele das board verlassen... es ist der lächerlichkeit preisgegeben, aufgrund solcher oberflächlichkeiten... diejenigen, die zu lange hier sind, machen sich nur noch lustig... naja... was ich damit sagen will: machs gut, nachtwelten, es war schön hier, aber es ist nicht wirklich [b]meine[/b] welt der nacht... [/B][/QUOTE] Soviel zu depressiv, da bleibt der Humor gänzlich auf der Strecke! Schade sowas, wirklich schade.:confused: |
| Allanon | [QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i] [B]Vor allem: wer konnte sich denn nicht wehren, versteh ich jetzt ned..es wurde doch gar niemand angegriffen?!?!?! [/B][/QUOTE] Doch, irgendwelche fiktiven Persönlichkeiten und auch die haben schließlich ein Recht auf Toleranz!:rolleyes: Jeder Spaß hat seine Grenzen und das war eindeutig zu viel!:rolleyes: |
| xxxzinixxx | oh, schublade zu gemacht? war nur die falsche... schublade "übersteigertes helfersyndrom" ist doch öfter die meine... passend für deine schublade "dauerdepressiv" bekomme ich natürlich jetzt noch den tritt in den hintern, der mich aufwecken soll... aber, allanon, ich bin immer noch der meinung, daß es auch der dolch in den rücken sein könnte, den du damit verteilst... da werden wir uns aber wohl nie einigen... während sich ein paar der "alten" hier über die ganzen neuen dummen bravo-goths mokieren, betrachte ich mir die ganze angelegenheit mal von der andere seite und denke: es gibt soviele liebe menschen hier, aber, und das muß kein gegensatz sein, es gibt auch viele, die sich zu sehr darin gefallen einzigartig zu bleiben und deshalb pauschal alle klischees verdammen und sich darüber lustig machen. nun gibt es aber noch die, die tatsächlich einigen klischees entsprechen und damit auch sofort verdammt werden... so entstehen feindschaften... arroganz und selbstgefälligkeit auf der einen seite, gruppenzwang auf der anderen... welche seite ist besser? ich kann mich nicht entscheiden und werde, allein indem ich es erwähne, zum spielverderber. miteinander lachen ist imho viel lustiger, als übereinander... |
| Allanon | [QUOTE][i]Original geschrieben von xxxzinixxx [/i] [B]oh, schublade zu gemacht? war nur die falsche... schublade "übersteigertes helfersyndrom" ist doch öfter die meine... passend für deine schublade "dauerdepressiv" bekomme ich natürlich jetzt noch den tritt in den hintern, der mich aufwecken soll... aber, allanon, ich bin immer noch der meinung, daß es auch der dolch in den rücken sein könnte, den du damit verteilst... da werden wir uns aber wohl nie einigen...[/quote] Keine Angst, ich werde keinen Dolch zücken, bei mit geht es gänzlich Schmerzfrei mittels Genickschuß. [quote]während sich ein paar der "alten" hier über die ganzen neuen dummen bravo-goths mokieren, betrachte ich mir die ganze angelegenheit mal von der andere seite und denke: es gibt soviele liebe menschen hier, aber, und das muß kein gegensatz sein, es gibt auch viele, die sich zu sehr darin gefallen einzigartig zu bleiben und deshalb pauschal alle klischees verdammen und sich darüber lustig machen. nun gibt es aber noch die, die tatsächlich einigen klischees entsprechen und damit auch sofort verdammt werden... so entstehen feindschaften... arroganz und selbstgefälligkeit auf der einen seite, gruppenzwang auf der anderen... welche seite ist besser?[/quote] Keine, nur deine eigene. [quote]ich kann mich nicht entscheiden und werde, allein indem ich es erwähne, zum spielverderber. miteinander lachen ist imho viel lustiger, als übereinander... [/B][/QUOTE] Kann beides lustig sein, solange ich den anderen nicht in seiner Persönlichkeit verletze, bzw. verletzt sehe. Humor hat insbesondere der, welcher auch über sich selber lachen kann. Lässt einen das Leben auch freundlicher erleben. ;) |
| xxxzinixxx | [u]das ende des unterdrückers[/u] "hab ich dich schon wieder einmal gefunden, unterdrücker, trotz deiner wohlüberlegten tarnungen, wie z.b. "spaß"..." "das hast du, na und?" "hast du deine arroganz und deine selbstverherrlichung mitgebracht?" "ohne sie bin ich nichts" ich nahm meine waffe aus ihrem versteck unter meinem pullover, zielte zwischen seine augen und bemerkte nur kurz, wie sich seine augen weiteten, bevor ich abdrückte. sein gehirn veteilte sich in alle richtungen. auch in meine... es machte mir nichts aus... ich schoß nochmal. diesmal auf sein herz. aus dem loch quoll etwas blut, aber nicht lange... er war längst tot, schon bevor sein körper den boden erreichte... ich schoß wieder und wieder und wieder.... am ende betrachtete ich seine leiche, und ich war mir bewußt, was ich getan hatte. so richtete ich den lauf auf meinen bauch, nach oben gerichtet, so daß die kugel die lunge zerfetzen würde und drückte ohne lange zu überlegen ab. blut quoll aus meinem mund, ich mußte husten... ich ließ die waffe fallen und setzte mich langsam... der schmerz war erträglich... ich hatte schon schlimmeres erlebt... ich lehnte mich an die wand und wartete. eine wohlige wärme breitete sich in meinem körper aus. das blut war ein tröstlicher anblick... so warm und dunkelglänzend bahnte es sich seinen weg, unaufhaltsam... ich wurde müde und machte die augen zu... für immer... ein unterdrücker weniger... aber es gibt soviele von ihnen... die meisten haben angst vor ihnen und sagen nichts! manchmal handeln sie... irgendwann... und alle wundern sich... ich kann sie so gut verstehen! ich kann sie fühlen! |
| düsterdrache | wie bunt es hier doch ist und alles nett getrennt. "dies und das" ist für die "pseudos", menschenverachtung, oder auch versteckter humor genannt, also in den "kaiser"? dabei sucht vielleicht nur jemand ein bisschen humor, wie eben gefordert? realität ist auch immer das, was man selbst als solche erlebt hat. sie kann durchaus schon bei fiktiven gestalten beginnen, die ja teilweise ersatz sein könnten für real existierende personen. ich glaube entdecken zu können, daß nicht jeder hier über den auch für mich recht fragwürdigen humor lachen konnte. in einem thread war es ein einzelner, über den sich lustig gemacht wurde, in den hier erwähnten spaß-threads waren es ganz verallgemeinernd neue, von denen jeder etwas klischee mitbringen könnte. die "alten" (nur dieses boardes wohlgemerkt) sind dann, ebenso allgemein ausgedrückt, also die "spaßgesellschaft" über die es hinwegzusehen gilt? ich hoffe nicht, daß es so ist. ein wirklich beeindruckendes studienobjekt ist das hier. wer ist täter, wer ist opfer? |
| Allanon | [QUOTE][i]Original geschrieben von düsterdrache [/i] [B] ein wirklich beeindruckendes studienobjekt ist das hier. wer ist täter, wer ist opfer? [/B][/QUOTE] Nicht wahr, schön das es dir gefällt. Sei willkommen.;) Täter oder Opfer, du darfst es dir raussuchen. Niemand wird gezwungen eine dieser Rollen zu übernehmen, es sei denn er will es selbst.;) |
| düsterdrache | danke für das willkommen. das mit den rollen ist in gewisser weise wahr. viele menschen werden allerdings auch einfach in eine rolle gedrängt, ohne es selbst wirklich beeinflussen zu können, oder zu wollen, auch, weil sie es teilweise einfach ablehnen, sich auf jeden fall durchzusetzen. mag es aus mangelnder selbstsicherheit sein, oder aufgrund der allzu deutlichen gewißheit, sowieso nichts an dem menschen verändern zu können, der ihnen gegenübersteht, weil er etwas repräsentiert, daß allzu gegenwärtig ist. hier ist es gerade gut zu beobachten: spaß gegen menschen steht in der gesellschaft heutzutage leider immer mehr im vordergrund, vor allem bei punks, die ich jetzt auch in diesem falle einfach mal als spaßmacher vermute, da sie doch der gothic-szene recht nahe stehen und deshalb sicherlich eher hier anzutreffen sind, als skinheads, oder rocker, die teilweise einen recht ähnlichen humor besitzen. sie haben die goths durch diese oberflächliche art erst entstehen lassen. es gab keine alternative. so ist dieser spaß zur normalität geworden. niemand stört sich mehr daran, außer vielleicht den betroffenen. und die goths, die sich aber meist nicht dagegen wehren, sondern es nur wie eine bestätigung zur kenntnis nehmen und schweigend protestieren. jemand wehrt sich gegen die art des humors und schon ist er in diesem falle in eine depressive rolle gedrängt, die nicht einmal zu beweisen ist, wie mir die beiträge gewisser person zeigen. und die, ich behaupte jetzt einmal, größtenteils doch noch (?) zu "bunte" masse dieses boards schaut, wie auch auf der straße beobachtbar, einfach zu, will sich nicht einmischen, oder will sogar einen gewissen humor erkannt haben, der ja zu tolerieren ist. weil es so normal ist? weil es ein bisschen "farbe" ins leben bringt? es ist alles eine sache der sichtweise. jeder nimmt seine, ihm wie ein gefängnis anhaftende rolle ein. nun ist noch die frage, welche rolle ist die nettere? die muß aber jeder für sich entscheiden. und zum thema dieses threads durchaus alles sehr gut passend: alle gesellschaftsvorstellungen sind gefängnisse. die gruppierungen selbst sind ihre eigenen gefängnisse, indem sie sich immer wieder selbst bestätigen. hier zum beispiel durch den typischen humor, der doch so klar immer wieder gegen die menschen im allgemeinen geht. sie sind sozusagen gefangen im eigenen gefängnis, in ihrer "schublade", in die sie eigentlich nie hinein wollten. |
| decay73 | Nun ist er wohl tatsächlich mit der Verteidigung von Saddam beauftragt worden und fängt schon mal gut an. Er wirft den USA nämlich gleich Verstöße gegen die Genfer Konvention vor. [URL=http://de.news.yahoo.com/040328/12/3yl5g.html](Meldung in den Yahoo-Nachrichten)[/URL]. Man darf also gespannt sein...vielleicht kommen dann doch noch einige von ihrem hohen Ross runter...:) ~decay~ |
| Pelloquin | Das ist ja mal erstaunlich. Verges übernimmt tatsächlich die Verteidigung Saddam Husseins. Man darf gespannt sein... |