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  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: Gibt es morgen noch die Rente??
Pitch-BlackNein, so wie die jetzigen Renter sie kennen, auf keinen Fall. Kürzungen an allen Ecken machen die Gewohnheitsrente untragbar. Schon die derzeitige Rente, kann durch den Bund nicht mehr "wirklich" finanziert werden. Normalerweise sollte es so sein, das die Steuerzahler einzahlen und der Bund ein überlappen von 2 Monaten hat, bevor er das eingezahlte Geld wieder auszahlt an die Empfänger. Aber aber, so siehts nicht aus, denn sogar das eingezahlte Geld reicht nicht mehr aus, die derzeitigen Renten auszubezahlen. Knapsen ohne Ende.

Privat versichern, Einheitsrente, Grundrente, was wird werden???
DragonAscendantAls Versicherungsbetrü.. Versicherungsmensch meld ich mich mal zu Wort.

Nächstes Jahr werden Sparzulagen beschnitten, das heisst es gibt weniger Geld auf Verträge.

Die Banken geben generell weniger Prozente als Versicherungen.
Internet Versicherungen sind wegen der tollen Konditionen gefragt wie nie, aber es kommt nicht zu den versprochenen Auszahlungen, manchmal verlieren Sparer sogar das Geld, da Inet Versicherer pleite gehen.

Die Riester Rente war im Ansatz eine gute Idee, aber die Ausführung miserabel, und die Planung bescheiden. Riester selbst sagte zu meinem Dozenten, das er sich da wohl verkalkuliert hat.
Ausserdem benachteiligt die Riester Rente Männer, sie ist nur sinnvoll für Frauen mit Kindern.

Rentenabsicherung ist am sinnvollsten mit einer guten Rentenversicherung ODER einem Fondsparplan, oder am besten noch mit einem Aktienfonds, die aber erst nach 10 Jahren Geld einbringen-aber dann richtig.
Ich berate meist auf letztere, da sie meiner Ansicht nach das beste sind- allerdings muss man schon zu Beginn genügend hineinstecken um am Ende ausreichend Geld zu haben.

Lebensversicherungen sind einer der Deutschen größten Fehler.
Geldvernichtungsverträge. Die Prozente sind mies, die Konditionen schlecht und wenn man mit 65 in Rente geht..wie lange halten da beispielsweise 50.000 Euro? Hat man Pech und wird 80 Jahre alt, hat man die letzten Jahre am Existenzminimum gelebt, da die Lebensversicherungssumme längst verbraucht wurde.

Die letzten Jahre zeigen, das sich Deutschland auf amerikanische Verhältnisse zubewegt- keine Staatsleistungen mehr, jeder muss entweder arbeiten bis zum Tode, oder einen sehr guten Rentenplan haben.

Ich habe Arbeit bis zum Arsch, um die Leute davon zu überzeugen, das sie ihre Rente in Armut verbringen werden- und das nichtmal, weil ich was abschliessen will, sondern weil es so ist.
ICH hab mich schon damit abgefunden, das ich arbeite, bis ich tot bin.

Die Rente besteht aus DREI Teilen: Staatliche, betriebliche und private Rente.
Die staatliche wird ständig herabgestuft.
Die betriebliche ist wacklig da sich viele Betriebe das nicht mehr leisten können (wegen der staatlichen lage)
Und die private wird vernachlässigt.

Nun ratet mal, was einer, der sich nicht drum kümmert, im Alter an geld bekommt?

Und ich bekomm immer zu hören, wie wenig Geld alle haben. Wartet mal ab bis ihr in die Rente kommt.

Ich könnt mich hier noch ewig auslassen. Wer ne Frage hat..ich antworte gern.. aber ne Beratung mach ich hier nicht ;)

Meine Meinung: Es sieht sehr sehr schlecht aus für alle, die mal alt werden möchten...

^^v^^
Gattopardo_NeroDieses schöne Märchen begann vor ca. 35 Jahren, als ein Aufschrei des Jubels durch das Abendland ging:

Die Pille ist da! Juchhu, es lebe die sexuelle Selbstverwirklichung!
Und Hausfrau sein ist sowas von doof, alle Frauen müssen auf den Arbeitsmarkt, sich in Großraumbüros den Popo platt sitzen!
Und jedes Jahr muß die moderne Zweipersonenfamilie viermal in den Urlaub fliegen, Kinder stören da nur!

Jippie ist das Leben schön.

Wenigstens kriegen die Schlaumeier nun keine Rente...
Gattopardo_Nero@Raven
Soso, wenn Familien Kinder bekommen, es ausreicht ,wenn einer arbeiten geht und der/die andere genügend Zeit für die Kinder hat, dann ist das die Steinzeit.

Da hat sich wohl jemand den Schuh angezogen, der ihr paßt, gelle?:p
Dark_FN@ DragonAscendant: Stimme Dir in vielem zu, wobei ich es zu einem gewissen Teil etwas entspannter sehe:

Denn wenn ich erstens zusehe, dass ich Wohneigentum besitze, dann habe ich das Thema für die Rentenzeit zum Beispiel durch.

Zweitens, und das ist eigentlich der Hauptgrund, warum ich (noch) wenig panisch bin: wird die gesetzliche Rente zwar runtergestuft, aber schliesslich bleibt die g. Rente ja noch ans Brutto gebunden. Muss man halt nur zusehen, dass das Brutto stimmt;)
Wobei das natürlich sehr individuell ist. Für niedrige Einkommen mit Familie sieht das schon wieder ganz anders aus...
absolut_deathSchreibverbot??? Ich hab aber lange nicht gelesen (<- uninformiert)

Sorry, aber das mit den Kindern ist doch Schwachsinn... Ich kann doch niemanden zwingen Kinder zu bekommen in einem Staat, der kinderfeindlicher nicht sein kann! KiGa-Plätze werden gestrichen, Schwangere gekündigt oder nach der Schwangerschaft gekündigt und stehen dann mit Sozialhilfe da. Also ganz ehrlich, wenn der Staat möchte das mehr Kinder geboren werden sollte er aufhören die zu strafen die keine haben, sonder die begünstigen, die diese Verantwortung auf sich nehmen. Soviel dazu.

Zur Rente: Solange wir noch die Gesetzliche bezahlen müssen wird wohl den meisten das Geld für einen private Vorsorge fehlen. Und genau da hinkt das System! Wenn ich Rentenversicherung nicht gesetzlich zahlen müsste hätte ich massig Geld für Altersvorsorge übrig. Aber so? Wie Odessa schon schrieb: ich bin froh die Fixkosten zahlen zu können!

absolut_death
Dark_FN@ adeath: Eine rein private Rentenvorsorge hat natürlich den ganz entscheidenden nachteil, dass einkommensschwache dadurch benachteiligt werden. und bis zu einem gewissen teil ist es natürlich die absicherung des staates gegen fehlende private vorsorge, ansonsten: nie vorsorgen und dann später sozialhilfe beatragen... wobei das natürlich durch eine gezwungene private vorsorge möglich wäre...

@ odessa: stimme dir in vielem zu. sicher sind politikerrenten im gespräch und vielleicht auch zu hoch. ich sehe das problem jedoch noch sehr viel mehr in diesem gesamten rundum sorglos beamtenstaat den wir mit uns schleppen. da müsste mal angestzt werden... nur das ist politisch nicht durchsetzbar und würde die arbeitslosigkeit nur noch mehr in die höhe treiben...
Allanon@Dark-fn, wäre interessant zu wissen, was du unter dem Sorglos-Beamtenstaat verstehst.

Vielleicht wäre es ja besser für uns alle, auf eine private Rentenvorsorge zu pochen, allerdings müßte der Staat im Gegenzug auf die Rentenversicherung verzichten.
Wird natürlich nicht passieren, denn wie sollte der Staat auch die Posten finanzieren, die auch über die Rentenversicherung laufen, ohne unser Wissen natürlich.
absolut_death[QUOTE][i]Original geschrieben von Allanon [/i]
[B]Wird natürlich nicht passieren, denn wie sollte der Staat auch die Posten finanzieren, die auch über die Rentenversicherung laufen, ohne unser Wissen natürlich. [/B][/QUOTE]Ich denke nicht das der Staat die finanziellen Mittel hat, aus der Rentenkasse andere Dinge zu bezahlen als Renten. Eher wird er sich Geld aus dem Steuersäckel nehmen müssen um alle Rentner bezahlen zu können.

Ich bin mir der Lage durchaus bewusst und habe das für mich maximale rausgeholt. Eine private Berufsunfähigkeit, die mir irgendwann mal einen niedlichen kleinen monatlichen Betrag auszahlt wenn ich alt bin. Alles andere muss ich dann wohl die nächsten Jahre aufbauen. Ich habe halt nicht so viel Geld übrig um monatlich 300 Euro zur Seite zu legen. Doch warten wir einfach mal ab und schauen was kommt.

absolut_death

edit: Beim Gedanken ans Alter wird mir mittlerweile nur noch schlecht!
Trinity GothWenn die Frauen nicht arbeiten ghen würden, könnten kaum noch Familien überleben - ich könnte mir zu Beispiel keine Kinder leisten, da der Staat nicht gerade sehr viel dazu beisteuert, um ein Kind anständig zu erziehen.
Frauen zum Kinderkriegen zu zwingen verstößt gegen sätliche Menschenrechte und der Kerl, der mich dazu zwingen würde, der könnte seinen besten Stück Lebwohl sagen. Die netten CSU Politiker, die dies wieder aufgebracht haben sollte man mal fragen in welchem Jahrhundert, die da unten im Gebirge noch leben.

Ich glaub nicht mehr an die Rente, ich denke auch die ganze private Vorsorge ist für die Katz (wer garantiert dir das die Versicherung nicht pleite geht).
Offen gestanden hab ich keinen Bock auf amerikanische Verhältnisse hier, aber darauf läuft es leider hinaus. Noch viel weniger freue ich mich darauf bis zu meinem Lebensende zu schuften.

[Zyn] Ich sehe uns schon mit der Schrottflinte Geld abheben in der Zukunft- und wenn man erwischt wird - was soll's im Knast gibt es wengistens was zu essen und ne Pritsche zum Schlafen[/zyn]

Gruss
Trinity
Pitch-BlackDas Ganze läuft darauf hinaus, das man früher oder später noch mit 70 buckeln darf, damit man dann doch noch ein wenig Rente genießen kann. Dank moderner Heilmethoden lebt der Mensch im Durchschnitt immer länger, was leider auch wiederum dazu beiträgt, das die Rente länger und immer länger gezahlt werden muss. Sie sägen an ihren eigenen Stuhlbeinen.

Ich glaube schon lange nicht mehr, das ich jemals eine staatliche Rente sehen werde, die Zeiten des Goldrausches sind schon lange vorbei. Wie schön war doch die Zeit, als die Idee mit der staatlichen Rente aufgeworfen wurde. In die Tat umgesetzt, klappte es auch erstmal ganz gut.

Dabei wurden aber nicht alle Faktoren bedacht,

1. Gab es Geburtenschwache Jahrgänge

2. Stieg die Zahl der Rentner dramatisch an

3. Immer weniger Familien haben Kinder, Kindererziehung ist einfach zu teuer

4. Alles wird teurer und teurer, die Diäten erhöhen sicht stetig

5. Die Zahl der Beitragszahler sinkt mit den Jahren mehr und mehr

6. Die demographische Entwicklung wurde nicht in die Planung mit einkalkuliert, was zu enormen Liquiditätsdefiziten im Staatssäckel führt


Sie hätten schon vor vielen Jahren die Rente an das neue Niveau von Arbeitnehmer und Renter angleichen müssen, nur Problem dabei ist, an dieses heikle hochpolitische Thema wagt sich keiner ran. Es bietet einfach zu viel Zündstoff für die Gegenpartei, so dass jeder fürchtet er steuert in die eigenen Untergang wenn er dahin gehend, das Wort eröffnet.
SiriusSpätestens die Generation meines Alters (also die End-Zwanziger) sollte sich lieber damit abfinden, das sie später garantiert keine Rente vom Staat bekommen werden, jedenfalls nicht nach dem derzeit bestehenden System. Wie schon richtig gesagt wurde, stehen die Zeichen so, das wir solange arbeiten, bis wir irgendwann Tot umfallen.
Private Vorsorge ist ja schön und gut, aber welcher Normalverdiener kann sich das leisten? Schließlich handelt es sich um die mindestens doppelte Belastung.
Und die zweite Frage ist, warum sollte ich mir das antun?
Ich weiß ja nicht, wie alt ich werde, ich soll 35 oder 40 Jahre zusätzlich Kohle abdrücken, für vielleicht 10 Jahre Rente? Ich sag es ganz ehrlich: Da lebe ich lieber die nächsten 35 oder 40 Jahre so, das ich mir auch den einen oder anderen Luxus leisten kann oder jeden Euro 27mal umdrehen zu müssen!
DragonAscendant[QUOTE][i]Original geschrieben von Dark_FN [/i]
[B]@ DragonAscendant:

Denn wenn ich erstens zusehe, dass ich Wohneigentum besitze, dann habe ich das Thema für die Rentenzeit zum Beispiel durch.

Zweitens, gesetzliche Rente zwar runtergestuft, aber schliesslich bleibt die g. Rente ja noch ans Brutto gebunden.
[/B][/QUOTE]

Ja sicherlich.. Was hast du, eine Wohnung oder ein Haus?
Bist du Hausbesitzer zahlst du Grundstückssteuer.
Gehört dir das Haus in dem du deine Wohnung hast, NICHT, besteht immer das Risiko, die Wohnung dennoch zu verlieren, wenn das Haus Schaden nimmt, bzw. die Stadt oder die Hausgemeinschaft etwas beschliesst, was zu Ungunsten der Bewohner gilt. Ich habe Enteignungen wegen Bebauung schon mitbekommen.

Ja...NOCH.

************************************************

Ich hatte heute erst den Fall, das ich einem Kongonesen das deutsche Rentenrecht erklären musste. Das gefiel ihm garnicht.
Nächstes mal muss ich ihm einen Altersplan erstellen. Auch recht.

Wisst ihr, was der Euro noch wert ist, wenn ihr in Rente geht? Sind 500.000 Euro Lebensversicherungssumme dann das selvbe wert, was sie heute sind? Nein...sicher nicht...

@absolute death: Deine Berufsunfähigkeitsversicherung ist was sehr gutes...Nur wird sie dich im Alter nicht versorgen können, sondern dir lediglich ein zusätzliches Taschengeld zukommen lassen können. Soviel ist das nicht...

Früher galten Kinder als die Altersversorgung.
Das Problem mit dem niemand rechnete war, das man immer weniger verdient, und alles immer mehr kostet. Dazu kommt, das ich nur noch wenige Leute kenne, die wirklich Kinder WOLLEN.
Kinder gelten heute als Last, finanziell und privat.

Wohneigentum ist in Deutschland noch nicht so verbreitet als Altersversorgung wie in anderen Staaten. Südlich von uns haben sehr viele ein kleines Haus oder eine Wohnung. Leider hängt es den Deutschen sehr tief drin das die beste Altersversorgung die Lebensversicherung wäre- was ich allen meinen Kunden predige, das die das mieseste dafür ist.
Aktienfonds sind besser..aber da haben ja Ron Sommer und der neue Markt das Volk allzu sehr entwöhnt.

Ich gedenke, wenn meine persönliche Flaute überstanden ist, Geld zu sparen, und eben dies zu tun: Aktien. Einen Batzen in einen Fond und 20 Jahre liegen lassen..passt. Anders gehts wohl nicht...
Oder ein karges Leben in einem kleinen Haus.. Sparsamkeit als Lebensabend..

^^v^^
DragonAscendant...genau. Und in der Türkei ist es nicht SO unüblich wie hier, Haus oder Wohneigentum als Altersversorgung anzusehen.

Und man kann sich auch prima rächen, indem man 15 Jahre lang dort lebt, aber kein Wort türkisch lernen will...hehe..

^^v^^
demelza@Dark_FN
Wieso hast du das Thema für die Rentenzeit durch, wenn du Wohneigentum besitzt? Du mußt ein Lebenlang für die Instandhaltung selbst aufkommen,was für manche Rentner eine echte Schwierigkeit darstellt, wenn ihre Rente dazu nicht mehr ausreicht. Im Schlimmsten Fall werden solche alten Leutchens im hohen Alter dann obdachlos.

Und zum Thema Familie möchte ich an einen anderen User loswerden (Name hab ich grade vergessen), daß in manchen Familien die Frau das Geld verdient, weil der Mann entweder arbeitslos ist oder gerade dabei ist, sich eine eigene Firma aufzubauen - was auch Zeit und Geld kostet. Aber meistens ist es so, daß beide Ehepartner gezwungen sind, einer Arbeit nachzugehen, weil das Geld hinten und vorne nicht reicht. Abgesehen von den Schulden, die immer mehr Familien aufbauen
demelza@Pitch-Black: du hast die Renten der politiker vergessen, die übersteigen nämlich das, was sie momentan "verdienen", um einiges, und das monat für monat, bis an deren lebensende
demelza[QUOTE][i]Original geschrieben von DragonAscendant [/i]
[B]

Früher galten Kinder als die Altersversorgung.
Das Problem mit dem niemand rechnete war, das man immer weniger verdient, und alles immer mehr kostet. Dazu kommt, das ich nur noch wenige Leute kenne, die wirklich Kinder WOLLEN.
Kinder gelten heute als Last, finanziell und privat.

[/B][/QUOTE]

dazu kommt, dass in den nächsten jahren immer mehr menschen pflegebedürftig werden - und die verwandten sich alleine um die pflege ihrer angehörigen kümmern werden müssen. kinder wären in der tat in diesem fall eine "altersversorgung".

eine frau, die pflegebedürftige eltern, kinder und einen job hat, käme da allerdings schnell an die grenzen ihrer körperlichen leistungsfähigkeit und mentalen ressourcen.
BlueBird@demelza
Früher war fast überall noch in der Wohnung ein Zimmerchen für Oma oder Opa reserviert, die sicher auch einen guten Einfluß auf die Kinder ausgeübt haben, heute müssen sie abmarsch! ins Altersheim, stören doch nur.
Wenn man sich dann auch noch erfolgreich vor Kindern drückt, glaubt man es geschafft zu haben.
Bis die Leere zum Partnerkrach führt und man als greiser Single Selbstgespräche beim Gassigehen mit dem Dackel führt.:)
DragonAscendantDa ist sich aber jemand sehr sicher, was seine Meinung angeht...
;)

Original von Raven:
[Zyn] Ohja, und dann wieder schön täglich 12 Stunden (oder mehr) raus auf's Feld und ackern. Natürlich alles bei einem Holz- oder Kohleofen und ohne Elektrizität. [/Zyn]

Weisst du, das wär mir sogar lieber. Da wüsste ich wenigstens, WOFÜR ich arbeite, was aus meiner Hände Kraft ensteht.
Holz für Feuer und Nahrung. Jagen für Essen. Ackerbau für Vorräte.

Leider bin ich als Stadtmensch so weit vom Landwirtschaftlichen, alternativen Leben entfernt, wie es nur geht. Ich glaube nicht, das ich es schaffen würde, "auszusteigen", wenn 5 Kilometer weiter Fernseher, Computer und Supermärkte zur Verfügung stehen.
Aber generell bin ich mir sicher, das mich eine Arbeit die mich wirklich direkt wärmt und ernährt sehr erfüllen würde.

Und zu früheren Zeiten lebten die Menschen ja nicht so lange wie heute, und alte menschen lebten im Familienhaus bis zu ihrem Ende. Heute ist alles nur noch Geldbezogen.
Altersheim=Geld.
Essen=Geld
Medizinische Versorgung=Geld

Alles kostet nur noch, auch wen man alt ist und nicht mehr arbeiten möchte. Dann muss man entweder Glück haben in dem man sich gut abgesichert hat, oder man arbeitet bis man stirbt.

Wird wohl leider darauf hinauslaufen.. Nichts mit ruhigem Lebensabend.
Aber alt wollte ich sowieso noch nie werden.

^^v^^
Allanon[QUOTE][i]Original geschrieben von TheRaven [/i]
[B][Zyn] Ohja, und dann wieder schön täglich 12 Stunden (oder mehr) raus auf's Feld und ackern. Natürlich alles bei einem Holz- oder Kohleofen und ohne Elektrizität. [/Zyn]

Kinder sind [b]kein[/b] Lebenszweck an sich - wenn Du welche möchtest, bitte. Aber bedenke bei Deinen Vergleichen die Lebensbedingungen der damaligen Zeiten und die Altersverteilung. Im Allgemeinen waren mehrere Erwachsene vorhanden, die sich um einen pflegebedürftigen Alten gekümmert haben (wenn der/die es überhaupt geschafft hat die 60 deutlich zu überschreiten ... :rolleyes: ), während heute 2 Alte auf einen pflegenden Angehörigen kommen (ausgehend von der Familie mit einem Kind). Das daher alleine die Möglichkeiten zur Leistung einer solchen Pflege nicht gegeben sind sollte nicht vergessen werden bei all dieser 19 Jh. - Romantik.
Und es wäre auch keine Lösung, wenn die Geburtenraten künstlich so hoch gehalten werden würden wie zur damaligen Zeit - Überbevölkerung macht der Erde sowieso schon zu schaffen und zur Aufrechterhaltung des familiären Pflegesystems würde ein permanentes hohes Bevölkerungswachstum nötig sein...

Nebenbei sind eine Familie nicht zwangsläufig 1 Mann und 1 Frau (und evtl. noch Kinder), nur als Anmerkung am Rande :rolleyes: [/B][/QUOTE]


Wie würdest du eine Familie noch definieren?

Hinsichtlich des Hinweises auf de Überbevölkerung möchte ich darauf hinweisen, daß ides ausßerhalb jeglichen bezugs steht. Denn die Überbevölkerung geht nicht von den Industrieländern, sondern von den ärmsten Ländern auf dieser Welt aus. Einige wenige der Reichen dieser Industriestaaten leben auf Kosten dieser armen Ländern. Diese armen Länder benötigen finanzielle u.ä. Hilfe, diese muß finanziert werden. Dies geschieht aber nicht mit dem Geld der Reichen, sondern mit dem der Arbeitskräfte der Industriestaaten.

Wissenschaftliche Studien belegen, daß der Europäer dabei ist auszusterben, da er nicht mehr für genügend Nachwuchs sorgt. Gründe hierfür sind aber nicht nur die fehlende Unterstützung des Staates, sondern auch die fehlende Einstellung von uns selbst. Wir sind heutzutage schon so verwöhnt, daß wir auf die Freiheiten die wir haben, gar nicht mehr verzichten. Viele wollen nach einem Kind noch denselben Lebensstandard haben, wie zuvor. Da dies meist nicht angehen kann, will man auch kein Kind haben. Ende vom Lied, sind schon heute viele vereinsamte alte Menschen, die lieblos zugrunde gehen. Wir haben im Gegensatz zu vielen anderen Nationen zum Teil verlernt starke Familienbande zu knüpfen, vielleicht solten wir uns da an den Südländern, Türken u.ä. wieder ein Beispiel nehmen und uns selbst und unseren wachsenden Egoismus auch wieder ein wenig zurücknehmen.
BlueBird@Allanon
So sieht es aus, das einzige Land in Europa, Rußland inbegriffen, dessen Bevölkerung nicht drastisch schrumpft, ist -
Albanien!
NnordyAußerdem ist eine FAmilie heutzutage auch häufig eine alleinerziehende Mutter (in selteneren Fällen auch der Vater) plus Kind oder Kinder. Und die sind so richtig angeschissen. Seh ich bei meiner Schwägerin, die auch von Sozialhilfe plus kärglichem Zubrot leben muß. Und die Anrechnung von Kindererziehungszeiten auf die Rente... Bis die sich da mal geeinigt haben... Sind wir alle schon tot.
Ich zahle seit ich 19 bin in die Rentenversicherung. Ich werde dieses Geld nie wieder sehen, dessen bin ich mir bewußt. Glücklicherweise haben meine Eltern für mich, als ich 20 wurde, eine Zusatzrentenversicherung abgeschlossen, die ich ab nächstes Jahr - wenn ich fertig bin mit dem Studium - auch selbst zahlen werde. Sind 40 Euro im Monat, die ich mir momentan nicht leisten könnte. Obs reicht, weiß ich allerdings auch nicht. Man muß sich ja eh bald gegen alles selbst versichern, und dann kann man von mir aus auch gleich diesen ganzen staatlichen Kram abschaffen. Dann schließt jeder eigene Versicherungen ab (die man sich "aussuchen" kann) und hat davor netto mehr in der TAsche (fast 17%).
Ich finde es falsch, an den heutigen Renten zu sparen. Mein Opa wird nächstes Jahr 80 und ist einer von denen - und das wird häufig vergessen - die auch geholfen haben, Deutschland wieder mit aufzubauen nach dem Krieg. Die Hälfte seiner Rente geht für Miete drauf. Er lebt also nicht wirklich im Überfluß. Man kann davon ausgehen, daß eine Menge Rentner in ähnlichen oder noch schlechteren Verhältnissen leben. Klar gibts auch die Kehrseite...
Naja, egal. Klar ist nur, daß WIR hier keine Rente mehr kriegen werden - oder die Einheitsrente- 325 Euro monatlich, das war's.
BlueBird@The raven
Das Problem liegt schlicht darin, daß die "multikulturelle Gesellschaft" mittlerweile überall als gescheitert betrachtet wird.
Komischerweise kommen nur die Nordeuropäer auf solche Ideen, wie Du sie stellvertretend vertrittst.
Vor wenigen Jahren hatten wir auf dem Balkan einen blutigen Krieg, als die Serben, Kroaten und bosnischen Moslems nach 80 Jahren des Zusammenlebens in ihre eigenen Staaten strebten;
im Irak können sich die Sunniten, Schiiten und Kurden nicht aufs Fell schauen; die Korsen wollen fort von Frankreich, die Sarden fort von Italien, die Basken fort aus Spanien.
Wir sollten gewarnt sein.
BlueBird@raven
Frage mich nur , wo all' die Arbeitsplätze herkommen sollen. Zur Zeit haben wir knapp fünf Millionen Arbeitslose, hinzu kommen noch die Sozialhilfeempfänger.
Bei dem größten Teil dieser Betroffenen handelt es sich um gering qualifizierte, mit hohem Ausländeranteil.
Bei den "Zuwanderern" handelt es sich überwiegend um schwach qualifizierte, die gut ausgebildeten gehen gleich in die USA oder nach Kanada.
Trägt das nicht eher zur Problemverschärfung bei?
BlueBird@raven
Das mit der Arbeitszeitverringerung ist ein immer wieder gern erzähltes Märchen, denn dadurch werden MEHR Arbeitslose geschaffen, nicht weniger.
BlueBirdMärchen?
Weshalb steigen denn seit 30 Jahren die Arbeitslosenzahlen unaufhörlich?
DU stehst doch eher in der Pflicht, zu erklären, weshalb es dann besser werden soll.
Im richtigen Leben ist es doch so, daß derjenige beweispflichtig ist, der etwas behauptet oder?
Allanon@TheRaven

Stimme dir hinsichtlich deiner Aussagen über Deutschlands Produktivität zu. Aber wie du schon sagtest, Arbeitsmarkt und Rentenkasse hängen zu sehr miteinander zusammen.

Das Problem ist doch, daß je weniger in die Rentenkasse vernünftig einbezahlen können, je größer wir das Problem. Was nützt es mir also, wenn die Arbeitslosezahlen stetig wachsen und wir mit Lügen hingehalten werden, daß diese Zahlen besser werden würden. Wenn eine Firma eine neue Halle bat mit neuen Maschinen, aber ein Jahr später Hunderte Leute entlässt, dann ist da doch irgendwas falsch gelaufen.

Wir modernisieren und modernisieren. Maschinen vertreiben Menschen von ihren Arbeitsplätzen. Kann mir mal z.B. jemand sagen, wozu wir computergesteuerte Einkaufsläden brauchen?

Zu dem Punkt Einbürgerung möchte ich noch darauf hinweisen, daß viele überhaupt nicht eingebürgert werden wollen. Und solange noch genug deutsche Staatsbürger egal welcher ethnischen Herkunft ungewollt arbeitslos sind, solange bedarf es auch nicht weiterer Arbeitskräfte aus dem Ausland.

Wir Arbeitnehmer müssen uns aber auch daran gewöhnen, daß es notwenig sein muß länger zu arbeiten. Wir leben länger, also muß auch mehr eingezahlt werden. Dabei sollte allerdings jede einzelne Berufsgruppierung einzeln bewertet werden. Manche Berufsgruppen wie Beamte(bin selbst einer) kann man abverlangen in Zukunft länger zu arbeiten, von manchen kann man und sollte man das nicht verlangen(wie ein Arbeiter z.B. im Kohlebergwerk o.ä.).
Aber natürlich bringt es nichts, wenn man von allen verlangt, länger zu arbeiten, wenn keine Arbeitsplätze da sind und durch die längere Arbeitszeit keine neuen geschaffen werden können. Solllte in diesem Punkt wohl die Wirtschaft gefragt sein.

Schon komisch, daß kaum hat man eine Frage oder ein Problem in unserer freien Marktwirtschaft gelöst, tun sich immer neue auf. Aber ist es nicht so, daß solange die Schere zwischen reich(wenige Menschen) und arm(viele Menschen) sic weiter auftut, solange haben die wenigen Menschen keine Bereitschaft gezeigt, an diesen Problemen was zu ändern. Das gilt auch für unser Rentenproblem, denn es ist einTeil des ganzen.
hagzissa13Also, ich bin mir sicher, daß die Renten nicht sicher sind... Man möge mich einen Zweckpessimisten nennen, aber was soll denn aus leeren Kassen heraus bezahlt werden können? Das Geld in den Kassen löste sich ja nicht in Luft auf, aber weg isses wirklich...

Machen wir das beste draus...
Vorsorgen und gegenseitige Hilfe wird wohl wieder hoch im Kurs stehen!


Hagzissa

- per aspera ad astra -
minddiverMan gut Eure Sorgen hab ich nicht mehr - ich bekomm' seit letztem Jahr EU-Rente !:cool:
VergeltungWenn man über so ein schwieriges Thema diskutieren will, sollte man sich m.E. schon mehr als 3 1/2 Zeilen nehmen um etwas dazu zu sagen.

Nach Gründung der BRD hat sich ein System etabliert, das wir "Gesellschaftsvertrag" nannten. Nach diesem Prinzip finanziert die junge Generation die Rente der alten. Das System ging auf, solange wir relativ nahe an der Vollbeschäftigung waren und die typische Familienform (Vater, Mutter, 2 Kinder) im Durchschnitt eingehalten wurde, was bedeutet: Vater macht Ausbildung bzw. studiert und arbeit anschließend den ganzen Tag, während seine Frau die häusliche Arbeit übernimmt.
Nun wurde das System aber durch verschiedene Faktoren gestört, unter anderem die zunehmende Industrialisierung und das Wirtschaftswachstum. Viele Arbeiten wurden und werden heute durch Maschinen ersetzt. Die Folge: Für eine Arbeit, für die früher 40 Arbeiter gebraucht wurden, reichen heute eine Fertigungsstraße und 3 Techniker für die Wartung.
Die Arbeitslosigkeit nahm zu und es wurde vielfach einfach notwendig, dass die Frau sich Arbeit sucht und die Kinder tagsüber irgendwo unterbringt.
Ein gesellschaftliches Umdenken (die Emanzipation) hat auf soziologischer Ebene das System gestört und dazu geführt, dass Frauen

1. beruflichen Erfolg wollen und
2. auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt werden wenn sie sich nebenbei um Kinder zu kümmern haben.

Die Folge davon? Das ursprüngliche Familienmodell wird durch kinderlose Ehen bzw. Partnerschaften und häufige Scheidungsfälle ersetzt. Man kann nicht sagen "Die Emanzipation ist Schuld", denn das Problem ist nicht die Emanzipation, sondern die veraltete Denkweise, auf dem unser soziales Netz bis heute aufbaut.
Heute ist es nicht mehr relevant ob man es geschafft hat 5 Kinder großzuziehen, wobei aus allen auch noch etwas geworden ist. Viel wichtiger ist, was man auf beruflicher Ebene vorzuweisen hat. Unsere Gesellschaft hat sich zu einer leistungsorientierten Single-Gesellschaft entwickelt, die zunehmend von Individualisierung in allen Bereichen durchsetzt ist. Wir werden uns mit dem Gedanken anfreunden müssen, dass wir im Falle von Langzeitarbeitslosigkeit in Zukunft kein Handy und keinen Fernseher mehr haben können. Viel eher wird sich die Gesellschaft in Richtung der USA entwickeln, sodass man von hier auf jetzt auf der Straße landen und obdachlos werden kann. Wir sind hier in Deutschland immernoch den Luxus gewohnt, dass niemand verhungern muss und jeder ein Recht auf einen Fernseher hat. Diesen werden wir uns künftig nicht mehr leisten können. Eine weitere Erscheinung wird dann eben sein, dass die staatliche Rente auf Dauer komplett wegfallen wird oder nur noch einen kleinen Teil der Gesamtrente ausmacht und nicht zum leben reicht, sondern mehr unterstützend wirken soll.


Gruß,

Vergeltung
MissPan[QUOTE][i]Original geschrieben von Vergeltung [/i]
[B] Eine weitere Erscheinung wird dann eben sein, dass die staatliche Rente auf Dauer komplett wegfallen wird oder nur noch einen kleinen Teil der Gesamtrente ausmacht und nicht zum leben reicht, sondern mehr unterstützend wirken soll.

[/B][/QUOTE]

womit ich kein problem hätte, müßte ich nicht weiterhin fleißig in die rentenkasse einzahlen, so daß ich mir den luxus einer teuren zusatzversicherung kaum leisten kann.
brav bezahlen, wenig/nichts rausbekommen - das die begeisterung sich angesichts dieser zukunft in grenzen hält, ist wohl verständlich.
SelianAh, gut das ihr das Thema nochmal anschneidet, ich wollte ja noch eine Mail mit einigen Fragen zu meiner Rente an die LVA schicken, hätte ich fast vergessen... ;)

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