| BlackDawn | Ich finde es zum Teil einfach abartig. Schüler sind Masse, eine graue, wabernde Masse. Nein, wieso sollten sie denn eine Vielzahl von Individuen sein? Schüler sind ja Masse. Der Lehrer ist der Einzelne. Einer unterrichtet alle, einer erklärt jedem alles gleich, auch wenn in einer Klasse von 27 Schülern nur 60 % diese Erklärung begreifen. Unser Schulsystem ist mit dem Grundgedanken aufgebaut, dass die Schüler daran schuld sind, wenn sie nicht begreifen was der Lehrer redet. Dann gelten die Schüler als 'zu dumm'. So etwas existiert nicht. Es gibt kein 'zu dumm'. Woran will man Dummheit denn festmachen? IQ? Ich kenne Leute die einen IQ von 150 haben und LKW-Fahrer sind, ist das ein 'intelligenter Beruf'? Sich keine Mühe geben und dadurch nichts lernen? Das ist doch bescheuert. Das ist doch ein Motivationsproblem von seiten der Lehrer. In anderen Ländern sind Schulsysteme ganz anders aufgebaut. Da lautet der Grundgedanke anders: Die Lehrer sind daran schuld, wenn die Schüler etwas nicht begreifen. Das führt zu einer großen Motivtationsbereitschaft der Lehrer. Das wiederrum zu Spaß am Unterricht von seitens der Schüler. Und das wiederrum zum Lernen und Wissen. Es hat also viel mehr mit Motivation zu tun, als mit Dummheit. Dummheit ist relativ. Motivation existiert bei einem Schüler oder sie existiert nicht - ganz einfach. Da gibt es keine blöden Zahlen, keine Werte. Kein IQ. |
| Suicide-Smurf | mh Weiss nich was du hast. Die ersten 10 Jahre schafft wohl so ziemlich jeder der nur anwesend war. Ab der 11ten Klasse sollte man dann begriffen haben, dass man nich fuer jemand anders lernt sondern für einen selber. Ob der lehrer gut ist oder nich spielt keine rolle. Bring es dir eben selber bei... ->nich(nur) die lehrer sollten motiviert sein sondern die schüler... Bei Schulystemen &Ländern stimm ich dir zu. Hier jedoch kann das nix werden solange ein gammliger Sport lehrer das gleiche verdient wie ein Mathe lehrer.... |
| Duion | das einzigste problem ist nur dass die meisten keinen bock drauf haben und desshalb auch nichts lernen das kommt davon weil es ne schulpflicht gibt und wenn man jemanden zu etwas zwingt das er nicht will bringt es auch so gut wie nichts |
| gekitsu | faehige lehrer waeren eine abhilfe... ich habs am eigenen leib erlebt dass ein lehrer der dumm wie brot war mir mein lieblingsfach vermiest hat (kunst) und dass ein wirklich kompetenter lehrer (zu dem ich im uebrigen jetz nach abi immernoch guten kontakt hab - treffen uns regelmaessig auf schwarzen feten :)) mir ein brottrockenes fach wie geschichte als das spannendste auf der welt verkauft hat. des weiteren faende ich es begruessenswert wenn die faecher etwas besser aufeinander abgestimmt waeren. zusammenhaenge lassen sich so viel besser begreifen wenn man ein umfassendes bild einer zeit hat - politik, zeitgeist, kunstgeschichte, wirtschaftliche stroemungen, religionsgeschichte, ethische vorstellungen, zeitgeist... je mehr man ueber einen zeitpunkt weiss umso eher fallen alle ereignisse in einen platz der vollkommen logisch erscheint - wie puzzleteilchen. stattdessen kocht jeder lehrer sein eigenes sueppchen, unabhaengig was in anderen faechern grade drangenommen wird. ausserdem ist die bildung die wir bekommen total verzerrt. mit dem dritten reich wird man ueberfuettert bis es einem zu den ohren rauskommt (ob das noch sinnvoll ist, sprich eine auseinandersetzung mit dem thema foerdert wage ich stark zu bezweifeln) und andere themen werden entweder ganz uebergangen oder nur gestreift, je nachdem wie relevant sie der lehrkraft erscheinen. generell scheint ja eher schwerpunkt darauf zu liegen mit dem stoff nach schema f durchzukommen und nicht die schueler fuer den stoff zu begeistern. an sich grotesk, bekommt man doch eingetrichtert dass leistung alleine heute nichts mehr nutzt sondern auch die praesentation eine rolle spielt. warum nehmen sich die herren lehrer das nicht selbst zu herzen? |
| Darket | Jep Schule funktioniert nur als Ansammlung einzelner Fächer, es gibt kein aufeinander abgestimmtes lernen. Ich bin auf nem Gymnasium mit dem Schwerpunkt Wirtschaft, auf unserem Schultyp wird das Fach Politische Weltkunde z.B. nach der 12.Klasse nicht mehr unterrichtet, weil angeblich Überschneidungen mit dem Fach Wirtschaft vorhanden wären. Ja stimmt an sich, ließe sich wunderbar kombinieren, aber es passiert natürlich nicht. Anderes Beispiel: Ich hatte in der fünften Klasse den selben Lehrer in Geschichte und Latein, der konnte seine beiden Fächer wunderbar kombinieren, das hat wirklich einiges gebracht. Das heißt die Schule muss als ganzes betrachtet werden, da sie ja prinzipiell an der Allgemeinbildung ihrer Schüler arbeitet dürfen Sachen, die z.B. mal aus dem gerade unterrichteten FAch rausfallen nicht unter den teppich gekehrt werden, weil der Lehrplan es grad nicht hergibt und zu wenig Zeit ist (deswegen ist das Zentralabitur auch der größte Mist). |
| in vino veritas | es liegt aber nicht nur an den Lehrern, auch unser Schulsystem trägt seinen Teil dazu bei ich glaube, das wir unser Schulsystem zu sehr zersplittert haben, in der Hoffnung jedem Schüler die "richtige" Schule zu ermöglichen. Aber es hat nicht funktioniert. Schule kann nur funktionieren, wenn die Mischung unter den Schülern stimmt und die Klassen nicht zu groß sind. Beispiel Gymnasium: Heute ist es doch fast so, das nur noch der Wille der Eltern entscheidet, er sollte schon berücksichtigt werden aber warum spielt die Leistung des einzellnen eine so untergeordnete Rolle? Es kann doch auch nicht im Sinner eines Schülers sein, mit einem Durchschnitt von 3,5 (oder schlechter) plötzlich auf einer Schule mit höheren Anforderungen zu sein und dann zwangsläufig in den Noten weiter abzurutschen. Warum gibt es kaum noch Zulassungstests fürs Abitur? Würde man das Abitur wieder zu dem machen, was es einmal war, nähmlich zur einer Vorbeitung auf ein anschliessendes Studium (Hochschulreife) würden glaube ich alle davon profitieren. Warum auch schon ab der 6. Klasse? Würde es nicht reichen zu sagen ab der 9. ? und wer da noch nicht wollte/konnte kann nach der 10. sich immer noch fürs Abi entscheiden? Und dazu nur 2 Schulformen vorher, eine allgemeine und eine für Menschen mit besonderem Förderungsbedarf. Dann würden wir wieder Klassen haben, in den eine Mischung aus Schülern mit guter und weiniger guter Auffassungsgabe haben. Die Lehrer müsten sich dann evtl. nicht um 15 Schüler mit Lernschwierigkeiten kümmern sondern "nur" um 7. Denen dadurch natürlich besser geholfen werden könnte. *grübel* liege ich mit meinen Gedanken eigentlich sehr neben der Spur? |
| Darket | Die Schulabschlüsse haben in Deutschland doch eh jede Grundbedeutung verloren. Aus meinem Jahrgang, der dieses Jahr das Gymnasium verlässt wollen von 70 Leuten vielleicht 10 auf die Uni (wieso sind eigentlich die Unis so überfüllt???) Das ruiniert natürlich die Chancen für die Leute mit anderen Abschlüssen, in Berlin gibt es Friseurläden, die inzwischen nurnoch Azubis mit Abitur wollen! Als Verkäufer bei Aldi brauchste inzwischen auch schon Abi! Ist aber auch kein Wunder, ich habe grade Abitur geschrieben und ich hatte mir das schwieriger vorgestellt. Als ich meine Grundkursklausur vor mir liegen sah musste ich fast lachen, mein Kommentar zu meinem Nachbarn war: "Ich wusste es, hier darf doch wirklich jeder Depp Abi machen" Wenn du heute nen ordentlichen Realschulabschluss machst hast du vielleicht noch Chancen, wenn du von der Hauptschule kommst kannste ja schon mal rechnen was du denn vom Arbeitsamt kriegst, das kann es doch nicht sein! |
| Fuck up Evil | [QUOTE][i]Original geschrieben von BlackDawn [/i] [B]... Unser Schulsystem ist mit dem Grundgedanken aufgebaut, dass die Schüler daran schuld sind, wenn sie nicht begreifen was der Lehrer redet. Dann gelten die Schüler als 'zu dumm'.... [/B][/QUOTE] Aha, Hast Du Dir diesen Blödsinn selbst zusammengereimt ? Oder kannst Du auch ein paar Fakten nennen ? |
| Suicide | Lehrer sind Beamte und können darum nicht entlassen werden also brauchen sie sich auch nich besonders anzustrengen den Schülern etwas beizubringen.Ich finde sowas wie Beamte dürfte es garnicht geben.Dann wäre nämlich auch die Motivation solcher Berufsklassen größer. |
| Kampfsau | Also bisher wurden "immer"die Lehrer zu Buße gezogen seit der Pisa-Studie und schon davor.Daran das die Schüler einfach faul sind hat keiner gedacht.Es ist ja immer die Schuld des Lehrers.Das kannte ich noch aus der 5ten Klasse.Nur weil der Lehrer ein etwas härteres Niveau hat als das alte Grundschulniveau und viele nicht damit leben konnten das Hausaufgaben und Lernen jetzt nicht mehr einfach so vergessen werden können.Die Typen die sich damals alle beschwert haben sind jetzt alle auf der Berufsschule und eine Klasse unter mir.Manche waren wirklich dumm und manche waren einfach faul bis zum geht nicht mehr.Nicht wenige waren auch beides gleichzeitig.Und an eine mangelnde Motivation von Seiten der Lehrer glaub ich da auch nicht so recht.Natürlich gibt es extrem demotivierte Lehrer auf die das wirklich zutrifft aber es gibt auch Fälle in denen Lehrer erst über Jahre so geformt werden.Ich hab noch nie einen Lehrer in seinen 20ern oder frühen 30ern gesehen der absolut demotiviert war.Und diese demotivation kommt nicht selten von kleinen,dummen,neunmal klugen Schülern die sich über den Lehrer und seinen Unterricht stellen.Ich kann gut verstehen dass viele Lehrer nach ein paar Jahren keine Lust mehr haben sich irgendwie umsonst Mühe zu geben . Ich will aber auch nicht die in Schutz nehmen die einen wirklich schlechten Job abgeben oder nicht für den Beruf geschaffen sind aber dieses ständige "alle Lehrer sind inkompetent und deswegen ist Deutschlands Jugend so dumm und wir haben natürlich keine Schuld an irgendwas"Einstellung nervt mich gewaltig.Aber das Schulsystem und der Lehrplan auf den Lehrer keinen oder kaum Einfluss haben ist teilweise schon schlecht durchdacht und ineffektiv.Z.B. die 3Schulformenn,die sind im moment absolut ungeeignet.Was soll den noch der Scheiß mit der Hauptschule?Damit erreicht man heute rein gar nichts,sondern verschwendet nur seine Zeit.Ich würde lieber zwei Schulen nutzen also quasi nur Realschule und Gymnasium. Eigentlich wärs besser nur ein Schulsystem einzuführen aber das hat persönliche Gründe.Ich war heil froh bestimmte Ärsche auf dem Gymnasium nicht mehr sehen zu müssen.Jedenfalls sollte man bis zur zehnten Klasse zusammen arbeiten.Dann sollte man sich mit guten Noten für die Oberstufe qualifizieren wo man dann sein Abitur abschließen kann ählich wie Realschüler die mit einem Schnitt von 2.0 in die elfte des Gyms kommen.(Obwohl ich zugeben muss das viele die vom Gymnasium aus in die Oberstufe kommen nicht in der Lage gewesen wären auf der Realschule einen so guten Schnitt zu erzielen).Ausserdem sollten die Schüler schon in früheren Klassen stärker belastet werden.In Bio ,Geschichte,Physik und Chemie z.B.könnten Schüler durchaus mehr und schneller lernen.Jedenfalls halt ich das für eine bessere Alternative als die Schüler dann in der Oberstufe aufeinmal richtig durchzuwringen.Aber vor allem in der Grundschule wäre einiges mehr drinnen gewesen als man uns da zugemutet hat.Es wird soviel Potential der Schüler verschenkt es ist eine Schande.Natürlich sollte man keine japanischen Maßstäbe ansetzen aber es geht eben doch mehr. |
| kagemusha | ja klar gibt es faule beamtensäcke. klar gibt es die, die schüler als masse sehen. klar gibt es die, die indeed einen bequemen halbtagsjob abziehen und zwanzig jahre lang klasse ein, klasse aus dasselbe programm abspueln. aber glaubt mir, das sind weniger als man denkt. da geht also sowohl entsprechend ausgebildeter als auch entsprechend motivierter lehrer voll guten willens mitsamt spannenden, lebendigen, lebensweltnahen, motivierenden usw. dingen im gepäck in seinen unterricht. zwei schlafen. fünf rennen durch die klasse. dreizehn nehmen das arbeitsblatt mitsamt darauf enthaltener arbeitsanweisung soweit zur kenntnis, dass sie wissen, dass sie eins bekommen haben. "ich kann das nicht!!" "was sollen wir hier denn machen??" "ich versteh das nicht!!" "Sie haben das gar nicht erklärt!" wie gesagt, ohne das ding auch nur ansatzweise gelesen zu haben. als nächstes folgt dann "Sie MÜSSEN!!!!! uns das aber erklären!!!" all das in nölig-bis-herrscherischem Tonfall, mitnichten gesprochen, sondern gebrüllt. und, nicht vergessen, das ganze mal dreizehn. gelegentlich auch mal mal achtundzwanzig. einer muss unbedingt über sinn und zweck von unterricht und schule im allgemeinen diskutieren bzw brüllen bzw. den lehrer niedermachen. allgemeine grundeinstellung vieler schüler: lehrer muss mir persönlich individuell alles so lange vorkauen, bis es in mein hirn geht. von alleine natürlich. ich muss dazu gar nichts tun. und zwar muss er das sofort augenblicklich dann tun, wenn ICH nach ihm brülle. wohlgemerkt, brülle. "frau XY!!!!" dass da nicht "bei fuß" oder so folgt, ist ein wunder. ob da jetzt gleichzeitig noch zwanzig andere brüllen, ist mir egal. ICH bestimme hier, und ICH habe jetzt einen anspruch auf den lehrer und der HAT GEFÄLLIGST ANZUTRETEN ABER PRONTO!! wenn ich schlechte noten schreibe, ist der lehrer schuld. und es ist bloß gerechtfertigt, wenn ich ihn dafür annöle, oder sogar übelst beschimpfe. und dann meine eltern losschicke, oder den anwalt. damit die diesem kleinen fiesen beamtenarsch mal so richtig in die eier treten. wo sind wir denn. ich habe einen naturgegebenen anspruch auf meine zwei!! guck mal, lehrer will was "schönes" machen [i]für "schönes" insert here alle die motivierenden, spannenden usw. dinge, die gewünscht/gefordert werden ...[/i] Neeneenee, so mal gleich gar nicht. pfff, das ist ja gar kein unterricht ... originalzitate "wofür ist das denn gut, da lern ich ja gar nichts" und "was soll das denn, das ist kein unterricht" ohrenbetäubendes chaos, stunde komplett geschmissen. wann hat man die schüler wenigstens einigermaßen konzentriert, ruhig und aufmerksam? wenn man ihnen genau den scheißdreck vorsetzt, der einem von anfang an als blödsinnig und unpädagogisch und antididaktisch erklärt wird. und indem man gnadenlosen druck macht. danach stehen die schüler natürlich da und beschweren sich, dass man so einen scheißdreck macht. und hassen den unterricht. und hassen den lehrer. zu recht. ich würde es auch lieber anders machen. wenn mir mal einer verraten könnte, wie. nein, ich gebe nicht auf. ich fange jeden gottverdammten tag wieder von vorne an. und hoffe, dass sich irgendwann was bewegt. und hole mir jeden gottverdammten tag meinen arschtritt von den klassen ab. und hoffe, dass sich irgendwann was bewegt. arbeite mir jeden gottverdammten abend und beinahe jedes wochenende den arsch auf, um neue ideen zu finden, "kreativen unterricht" zu machen. und hoffe, dass ich diese ideen & planungen nicht wieder in die tonne treten muss. ziehe mich jeden gottverdammten abend wieder zum positiv denken hoch um am nächsten tag freundlich und geduldig in die schule zu gehen. und hoffe, dass ich an diesem tag nicht völlig fertig nach hause gehe. siehe auch den "freche kinder" Thread (und wen die stimmung interessiert: siehe auch die aktuelle pflanze in meinem poesiegarten.) |
| La Voisin | Hm , es liegt wohl an lehrern und Schülern. Ich hatte gute Lehrer, da machte das Lernen Spaß. und ich hatte auch schlechte Lehrer. ein schlechter Lehrer schrieb mal in seine Korrektur meines Aufsatzes " Ihr Aufsatz ist ein Armutszeugnis und eine zumutung für den Korrektor," Ist man nach solchen Kommentaren nicht gehemmt bei darauf folgenden Referaten und schriftlichen Arbeiten? Ich war es zumindest da mein Selbstvertauen zu dem Zeitpunkt nicht das beste war. generell bin ich der Meinung, dass Lehrer Pädagogen sind und somit auch die Aufgabe haben ihre Schüler zu fördern und aufmerksam zu beobachten. dies ist kein Beruf bei dem man mit lebloser materie hantiert, jeder schüler hat andere Fähigkeiten und begabungen die gefördert werden können. Wenn ich mich entscheide lehramt für bestimmte fächer zu studieren würde mir glaube ich sehr daran liegen, mich mit den Schülern auseinanderzusetzen und sie zu ermutigen. |
| Darket | Pädagogik ist keine wissenschaft, im grunde ist sie ein schlechter Scherz. Da wo die Soziologie bewusst verallgemeinert um das Verhalten des Menschen in der Gruppe zu analysieren, verallgemeinert die Pädagogik das Verhalten einer gruppe und legt das dann auf das Individuum um, das kann ja nicht gutgehen. Man überschätzt daher oft die zwischenmenschlichen Kompetenzen von Lehrern. Diejenigen, die fordern Lehrer sollten mehr Verantwortung für ihre schüler zeigen sind meistens die, die nicht in der Lage sind ihre Kinder zu erziehen und das dann der Schule überlassen möchten. Ich bin kein freund dieser überengagierten Pädagogen, die sich ständig auf Verdacht in das Privatleben ihrer Schüler einmischen, das sie im grunde garnichts angeht. Ein Lehrer sollte sich mit Sicherheit auch um außerschulische Probleme seiner Schüler kümmern, aber doch nicht gegen den willen dieser Schüler. Aus dieser "Ich weiß eh viel besser was gut für dich ist"-Haltung kann doch nix werden. |
| La Voisin | @ Darket: sicherlich bin ich auch der Meinung, dass die Lehrer nicht das recht haben, sich in private Dinge wie Familienleben, Hobbies, etc der Schüler einzumischen. aus privater Mitarbeit in einer Jugendgruppe habe ich auch erlebt, dass gerade diejenigen kinder aus sogenannten Problemfamilien sich in der Schule auffällig verhalten manchmal einfach nur etwas Hilfe brauchen. Verhaltensauffälligkeiten sind oft nur ein Hilfeschrei nach aufmerksamkeit und Toleranz bzw Anerkennung. damit meine Ich nicht die von dir angesprochene " Ich weiß eh viel besser was gut für dich ist " Haltung. Dies ist ein schwieriges Thema für das man keine allgemeingültigen Aussagen treffen kann. Ich habe jedoch in der Jugendarbeit viele deklarierte "Störenfriede" als sehr intelligent, nachdenklich und auf eine gewisse weise orientierungslos erlebt. Man kann als lehrer nur ein Angebot machen, aber die Schüler nicht zwingen. |
| BlackDawn | Erst mal möchte ich mich entschuldigen, da mich durch mein wuschiges, aufgebrachtes Statement anscheinend viele missverstanden haben: Ich sah eigentlich eher weniger die Lehrer als die Verantwortlichen für den derzeitigen Bildungsmist. Ich dachte an "Vater" Staat und unser schönes Bildungswesen. Denn ich denke da rührt so einiges her. Denn die Lehrer kriegen ja im Studium auch so einiges eingetrichtert und übernehmen diese angelernte Sichtweise. Ich bewundere Lehrer die es schaffen, diesen Kreislauf zu durchdringen und einen individuellen und kreativen Unterrichten gestalten. [QUOTE]sollte man dann begriffen haben, dass man nich fuer jemand anders lernt sondern für einen selber[/QUOTE] Viele Schüler haben das begriffen, tun aber trotzdem nichts, weil sie ihr Leben sowieso im Arbeitsamt enden sehen. Das passt jetzt eher nicht auf dein Beispiel mit "ab der 11. Klasse", da diese Stimmung sich eher an den Hauptschulen breitmacht, aber auch auf Gymnasien gibt es nicht wenige Leute, die ihr Berufsleben schon aufgegeben haben. [QUOTE]Ob der lehrer gut ist oder nich spielt keine rolle.[/QUOTE] Das Statement finde ich persönlich ziemlich bescheuert, genauso wie "bring es dir eben selbst bei". Damit besiegelst du doch nur, dass es den Lehrern schwerfällt, den Schülern etwas beizubringen. Dann könnte man das gesamte Schulwesen ja abschaffen. @ gekitsu: Ich teile deine Meinung vollkommen. Ich wurde sogar mal dazu gebracht mein Lieblingsfach Deutsch zu hassen, weil wir einen dermaßen unfähigen Lehrer hatten, dass mir die gute Laune echt ausging. Ist schon etwas unpassend andauernd von seinen Darmproblemen zu reden, wenn man in 2 Tagen eine wichtige Klausur schreibt...:rolleyes: Genauso sehe ich es mit Fächer-Übergreifendem Unttericht, das ermöglicht den Schülern sich ein Gesamtbild zu verschaffen. Denn oft ist man als Schüler sehr irritiert die Dinge von dem einen Lehrer als blau aufgetischt zu bekommen, und von dem anderen als grün. Würden die beiden Lehrer zusammenarbeiten in ihrem Stoff, hätte man ein wunderschönes grün. :) Zu der Bedeutung des Abiturs: Ich finde zwar nicht, dass die Bedeutung ganz abhanden gekommen ist, aber sie hat auf jeden Fall eine starke, sichtliche Veränderung erlebt, jepp. @ Fuck Up Evil: Meine Fakten bestehen aus mir, meinen Erfahrungen und den vielen Leuten die sie mit mir teilen. Wenn du es so siehst, könnte man ja nicht mehr disskutieren, sonst wäre ich ja unwiderlegbar und wir könnten den ganzen Thread sofort als erledigt und "stimmt" wegschmeißen. @ Suicide: Kann ich nur unterstreichen. @ Kampfsau: Leute die Einen als Spiegelung der Masse annehmen, mag ich auch nicht. @ Kagemusha: Wie gesagt, es ist eine große Herausforderung beliebter, "guter" Lehrer zu sein und ich kann nur immer wieder meine Bewunderung aussprechen für die, die es wenigstens versuchen. Es stimmt die "harten oldschool" Lehrer, sind die bei denen es mucksmäuschenstill ist, die wo alle aufpassen, wo alle lernen... mucksmäuschenstill, weil sie Angst vor der nahenden Autorität haben.... sie lernen und passen auf, weil sie Angst haben ausgequetscht zu werden... Das erfüllt nicht den Zweck. Das ist kein "gutes" Lernen. Und die leisen Stimmen die über denjenigen Lehrer schlecht reden, reden dafür umso böser. @La Voisin: Selbstvertrauen kommt auch durch Motivation. (Da haben die Eltern aber auch viel Mitschuld.) [QUOTE]jeder schüler hat andere Fähigkeiten und begabungen die gefördert werden können[/QUOTE] Ja, und das muss endlich von unserem netten System erkannt werden und dementsprechend gehandhabt werden. [QUOTE]Pädagogik ist keine wissenschaft, im grunde ist sie ein schlechter Scherz. Da wo die Soziologie bewusst verallgemeinert um das Verhalten des Menschen in der Gruppe zu analysieren, verallgemeinert die Pädagogik das Verhalten einer gruppe und legt das dann auf das Individuum um, das kann ja nicht gutgehen[/QUOTE] Schöne Definition, darf ich mir dir irgendwo mit Rotstift hinkritzeln? *rotstiftzückt* :) |
| Kampfsau | Wo nehme ich einen als Spiegelung der Masse?Okay ich hab ein Beispiel genannt aber ich wollte nur klar machen das Lehrer nicht an allem Schuld sind.Natürlich gibts auch die,die nichts können aber alle erwarten immer soviel von Lehrern.Da hat man 30 Schüler pro Klasse und dann noch mehrere Klassen in verschiedenen Jahrgängen.Und da sollen Lehrer auf jeden einzelnen Eingehen und diesen alles Haarfein erklären.Natürlich sollten Lehrer auf fragen einzelner antworten aber man darf nicht vergessen das man nicht alleine Unterrichtet wird.Unsere Lehrer sagen uns auch immer sie hätten lieber kleinere Gruppen von 12 Schülern auf die sie besser eingehen können.Und ausserdem muss man einem Lehrplan hinterherkommen obwohl dieser oft fraglich ist. Ausserdem kann man doch unter sich also die Schüler sich gegenseitig Dinge erklären die man nicht gleich versteht.Ich habe bisher die Erfahrung gemacht das wenn man sich als Schüler etwas mehr arrangiert mindestens befriedigende Noten schreiben kann.Mit Fleiss kommt fast jeder voran.Ich bin eher froh das es nicht noch schlimmer ist und Schule nicht so wie früher ist.Damals hat man wirklich keine Rücksicht genommen auf das was Schüler wollten.Schläge,der Lehrer hat immer Recht, Fehlverhalten war unentschuldbar,wenn du schlecht warst,war das dein Problem.Natürlich gibt es immer positive und negative Ausnahmen egal zu welcher Zeit aber eigentlich haben wir es ziemlich leicht im Vergleich zu anderen Schülern der Welt.Wir können nicht sagen wir sind absolut überfordert und versinken in Arbeit.Natürlich könnte man private Probleme die die eigene Lernfähigkeit einschränken haben aber im normalfall müssten viele Schüler einfach nur fleißiger werden. Na gut vielleicht reflektiere ich jetzt Einzelfälle auf die Maße ab aber das ist mir egal.Wer hat schon alle Schulen in Deutschland besucht?Jeder kann das Schulsystem nur von seinen Erfahrungen aus beurteilen. |
| kagemusha | kleinere lerngruppen wäre wirklich ein riesen fortschritt. dann wäre auch der lehrplan nicht mehr wirklich ein problem ... dieselben rabauken, die es schaffen, eine ganze klasse rebellisch zu machen, sind zwar in einer kleineren lerngruppe immer noch schwierig zu handlen, aber erträglich. und im großen und ganzen läuft es mit den kleinen lerngruppen klasse (pun intended *g*). allerdings, mal-so-eben alle klassen halbieren kostet ne menge geld und raum. und da hakts, gar nicht mal so sehr am geld, sondern zuallererst am raum. also, was tun? der vorschlag mit dem "schüler unterrichten schüler" ist auch ein ziemlich guter. verteilt die last auf ne menge schultern. wie man das effizient machen kann, kann man als lehrer inzwischen auch lernen. und das passiert an vielen schulen auch. muss man nur noch die kids dazu kriegen *grins* ... |
| in vino veritas | [QUOTE]kleinere lerngruppen wäre wirklich ein riesen fortschritt.[/QUOTE] dem stimme ich voll und ganz zu, ich fand das zu meiner Schulzeit schon ziemlich erstaunlich, welche Problemlösungen sich Schulverwaltungen einfallen lassen um letztendlich Geld zu sparen Am unserem Gymnasium herschte totaler Raummangel, das Schulgebäude war für ca. 400 Schüler konzipiert, als ich mein ABi gemacht habe waren es schon 700 SChüler an dieser Schule. Da die Räume nicht ausreichten wurden neue gesucht und auch gefunden. Allerdings fein in der Stadt verteilt, da hieß es bei einer 10 min Pause zwischen den Stunden die Beine in die Hand zu nehmen um den nächsten Unterrichtsraum zu erreichen. Weiterhin hat man in der Not in der Berufsschule ehemalige Internatszimmer im Dachgeschoss (3 PErsonenzimmer) zu Kursräumen (15 bis 20 Schüler) umfunktioniert und als das immer noch nicht reichte wollte die Schulverwaltung die Anzahl der Schüler in den Klassen bzw. Kursen erhöhen. Das ganze betraf natürlich auch die Lehrer, die ja auch immer wieder die Gebäude wechseln mussten. Und in den Kursräumen wurde schon das Aufstellen eines Polylux (Auch Overhead-Projektor) zum Problem (warmer Sommer - DAchgeschoss -enge Räume - warme Abluft *yeah* da macht Unterricht Spass ) Solange in Deutschland die Politik und die Wirtschaft nicht begreifen, das Investitionen in die Bildung nur kurzfristig Kosten verursacht und am Ende Geld dann spart, wird sich PISA immer wieder wiederholen. Das ist wie bei der Gesundheit und auch bei der Kriminalität, vorbeugen kostet zwar erstmal, aber später spart man das Geld an anderer Stelle wieder ein. |
| BlackDawn | @ Kampfsau: Ja, du hast Recht im Grunde spricht jeder für sich. Es stimmt schon, durch Fleiß kann man durchkommen und es ist sicherlich auch ein Weg. Aber Fleiß allein ist auf Dauer auch irgendwie blöd. Eine Kombination aus Fleiß und Interesse mit einer Portion Ehrgeiz... Aber da wären wir wieder bei dem ursprünglichen Problem: Wie erreicht man das? Die Idee mit den Lerngruppen und einem Teil der Verantwortung bei den Schülern finde ich ziemlich gut. Das stärkt auch irgendwie das Gemeinschaftsgefühl. Außerdem werden so auch zwischenmenschliche Werte vermittelt, schließlich hilft man seinen Mitmenschen. [QUOTE]Das ist wie bei der Gesundheit und auch bei der Kriminalität, vorbeugen kostet zwar erstmal, aber später spart man das Geld an anderer Stelle wieder ein.[/QUOTE] Ich finde nicht das Vorbeugen kommt an erster Stelle sondern die Ursachenforschung. Bis man sich da nicht einig ist, bringen auch irgendwelche Maßnahmen nichts, denn die müssen auf die Ursache ausgerichtet sein. Erst die Ursachenbeseitigung, dann regelt sich die Beseitigung des Erscheinungsbildes von selbst. (Das blödeste Beispiel für das Gegenteil war ja wohl der Vorschlag, Kameras in Schulen anzubringen, um Gewalt an Schulen zu vermeiden...) |
| in vino veritas | [QUOTE]Ich finde nicht das Vorbeugen kommt an erster Stelle sondern die Ursachenforschung. Bis man sich da nicht einig ist, bringen auch irgendwelche Maßnahmen nichts, denn die müssen auf die Ursache ausgerichtet sein.[/QUOTE] da hast du Recht, ich beziehe mein Vorbeugen auch auf die Ursachenbekämpfung und nicht auf eine Symptombehandlung (mag manchmal nicht anders gehen, sollte aber nicht das Ziel sein) [QUOTE]Die Idee mit den Lerngruppen und einem Teil der Verantwortung bei den Schülern finde ich ziemlich gut. Das stärkt auch irgendwie das Gemeinschaftsgefühl. Außerdem werden so auch zwischenmenschliche Werte vermittelt, schließlich hilft man seinen Mitmenschen.[/QUOTE] Sollte nicht in Idealfall die Klasse eine solche Lerngruppe sein? Nicht zu viele Schüler in einer Klasse, mit möglichst breiter Mischung der Interessenlagen und Fähigkeiten |
| kagemusha | och, ursachen haben wir körbeweise ... nur, was nutzen alle bekannten ursachen, wenn sich keiner traut, da mal wirklich dranzugehen? ist wie mit steuer- und sozialreform *denk*. |
| BlackGuest | Ich habe zwar alles nur überflogen aber eine Sache habt ihr vergessen. Kluge, gut gebildete Menschen stellen Fragen, geben sich nicht mit dem Ist zufrieden sondern wollen eine bessere Welt! Ist das in unserem System erwünscht?????????? Wohl nicht. Das ganze Bildungssystem ist ein einziger Krampf. Keine Noten in der 1. Klasse.? Beurteilungen dürfen nicht zu hart ausfallen.? : Dann: Noten .... Oh mein Gott, warum hat vorher keiner mit mir über die Leistungen meines Kindes gesprochen? Damit ir mich nicht falsch versteht, ich habe mein Studium schon lange hinter mir und mein ältester Sohn hat sich jetzt (zum Glück) für´s Gym entschieden (die Leistungen hat er). Meine Mutter ist übrigens (eine der wenigen beliebten) Grundstufenlehrerin. Das Schulsystem an sich ist absoluter Müll. Die Lehrplähne an sich sind so unlogisch und falsch aufgebaut, dass es teilweise dem Lehrer gar nicht mehr möglich ist logische Zusammenhänge zwischen den einzelnen Stoffteilen beizubringen. Als kleines Beispiel: Der Sohn unseres Nachbars ist 15. Trotz des Altersunterschiedes von 17 Jahren verstehen wir uns recht gut. Er hilft mir ab und zu bei Arbeiten am Haus und kommt auch mal mit seinen Matheproblemen. Einmal war es Geometrie. Ich mussste mich natürlich auch erst mal kurz einlesen (ist ja doch schon eine Weile her). Hätte ich mich nicht an die Zusammenhänge der einzelnen Formeln und Konstruktionsmethoden erinnert, dann hätte ich ihm auch nicht helfen können. Alles war absolut zusammenhanglos im Lehrbuch nacheinander aufgeführt. Ich hab ihm die Zusammenhänge dann erklärt. : : In der Arbeit am nächsten Tag hat er seine erste 1 geschrieben. Klar, ein fähiger Lehrer hätte das auch vermitteln können aber bei 32 Kindern/Klasse.? Hat der Lehrer da noch ein Interesse? Wenn ja, kanner das auch umsetzen? NEIN! Wie gesagt gebildete Menschen sind in unserem System nicht erwünscht. Gebrauch werden nur Fachidioten. Darauf ist unser Bildungssystem ausgerichtet. |
| BleedingHeart | Es wurde das Thema "Präsentation" angeschnitten. Meine ehemalige Geschichtslehrerin sagte mal zu mir:" Das ist so seltsam, dass ein Großteil von euch jetzt Vorstellungsgespräche(wo wir wieder beim Thema wären, dass das Abi net genutzt wird) führt. Wir Lehrer mussten das nie tun." Vielleicht bekommen die Lehrer ihre Jobs schlicht zu leicht. Warum muss keiner seine Qualifikationen in Sachen Präsentation des Lehrstoffes und sich selbst beweisen? |
| BlackDawn | @ in vino veritas: Ja, eigentlich sollte eine Klasse eine Lerngruppe und eine Gemeinschaft sein, leider kenne ich gerade mal eine Klasse die das wirklich ist. Es gibt soviele "Faktoren" die das bilden einer Gemeinschaft stören... Erst einmal natürlich, wenn zuviele Schüler in einer Klasse sind. Da sinkt schon mal die Gruppenstimmung. Was ich auch immer häufiger erlebe: ein regelrechter "Kampf der Jugendsubkulturen". Da gibt es natürlich erst mal die "bösen Satanisten", die keiner mag. Dann die Leute aus der Hip-Hop Szene, die gerne mal ein paar miese Sprüche reißen. Dann die Popleute, die alle total kitschig und "uncool" finden. Und dann die, die man nirgends einordnen kann, das ist ja noch beschissener... Es ist echt arm zu sehen, wie sich all diese Leute täglich niedermachen und gar nicht auf die Idee kommen, das man sich auch auf friedliche Weise austauschen könnten - ja - es sogar schön finden könnte, das in einer einzigen Klasse soviele Meinungen vereint werden. Stattdessen ballert man sich mit Vorurteilen zu... Aber ich drifte ab. Also wieder zurück. @ BlackGuest: Du hast es auf den Punkt gebracht. Zu Lehrern bei denen man sich fragt, wie sie es geschafft haben durch das Studium zu kommen: Es gibt da einen Lehrer an unserer Schule - Hr. P. Nunja, er ist kath. Religionslehrer und man fragt sich wirklich wie er das geschafft hat. Sein Unterricht ist keiner, denn er redet mit sich und alle anderen bewerfen ihn mit Müll, essen & trinken, schauen sich Filme an, lesen, was auch immer. Fassen wir es kurz, man nennt es das reine Chaos. Jetzt könnte man argumentieren, dass der Lehrer einfach nur nicht sehr dominant ist und sich schlecht durchsetzen kann, aber es geht noch weiter... Auf die Frage eines Schülers (der gerade ein Kreuzworträtsel falsch ausfüllte), welcher Kontinent außer Europa mit E anfange antwortete er: "Espanol."... Vor einiger Zeit ist er mal total ausgeflippt und meinte, er hätte keinen Bock mehr, weil er schon fast 62 ist und immer noch keine Frau hat und auch nie haben wird, weil er ein Zölibat hat. Nunja, er hat aber keins, da er kein Priester ist. Dann erzählt uns seltsame Sachen aus seinem Privatleben, z.B. das er das erste und einzige Mal in seinem Leben mit 28 gef***t hat, etc. Ich weiß, dass es an Religionslehrern (vor allem katholischen) mangelt, aber wie hat er das geschafft? |
| kagemusha | Lehrer, sofern sie nicht über blödsinnige Listenverfahren eingestellt werden, müssen sehr wohl Vorstellungsgespräche führen. Und zwar genauso harte wie in der freien Wirtschaft. Über Sinn und Zweck des zweiten Staatsexamens und insbesondere die Notenvergabe da lässt sich diskutieren *seufz*, da kommt es auf die Vorstellungen der Prüfer an und die sind leider allzu oft sehr realitätsfern. Was dann auch zum Teil die unfähigen Lehrer erklärt. Kath. Religion ist ein Sonderfall, da genügt u.U. die missio, insbesondere wenn der Herr Lehrer schon fast pensionsfähig ist ... da lief die Einstellung wohl noch nach etwas anderen Methoden *vermut* Lehrerausbildung als solche ist auch noch nicht das Gelbe, zumindest bis zum 1. Staatsexamen ... es sollte eben [i]nicht[/i] Anglistik sein (ist nicht böse gemeint, der Begriff war nur grad n gutes beispiel), sondern "Englisch für [insert Altersklasse here]". Und das ist an den Unis nicht der Fall, weil's viel zu teuer wäre, also werden die Lehrämtler mit den Anglisten zusammengeworfen und lernen Kram, den sie später so nie wieder brauchen. Anderes fehlt ihnen dann. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von in vino veritas [/i] [B]Solange in Deutschland die Politik und die Wirtschaft nicht begreifen, das Investitionen in die Bildung nur kurzfristig Kosten verursacht und am Ende Geld dann spart, wird sich PISA immer wieder wiederholen. Das ist wie bei der Gesundheit und auch bei der Kriminalität, vorbeugen kostet zwar erstmal, aber später spart man das Geld an anderer Stelle wieder ein. [/B][/QUOTE]Ja, sparen würde man dabei eine ganze Menge ... ... nur könnte man dann nicht mehr so viel Kohle machen mit dem Bau von Gefängnissen, Überwachungs- und Sicherungsanlagen, Krankenhäusern, Drogen usw. und man könnte auch nicht mehr so viel Kohle machen mit dem ganzen Kram, den einigermaßen gebildete Leute nicht kaufen würden. :mad: |
| Nuadha | Da hab ich wohl mit meinen Lehrern größtenteils Glück gehabt, die waren gar nicht sooo schlimm...meine kleinen Geschwister können schon froh sein, wenn sich der Lehrer an die Namen erinnert... Ich hatte wirklich einige sehr nette, fähige Lehrer, und das waren merkwürdigerweise auch die, die am häufigsten im Kollegium oder bei der Schulleitung angeeckt sind.. Aber eines ist doch seltsam. Mein Mathelehrer war das letzte Ekel, der konnte keinen leiden und keiner konnte den leiden...hat nie was erklärt und war superfies...und ich hab in Mathe bei keinem Lehrer so viel Mathe gelernt wie bei dem... |
| alphaquadrant | ich kann da eigentlich net mitreden, da schon zu alt- aber ich kann zumindest von der abendschule berichten und da ist so, dass eigentlich wirklich nur die schüler schuld sind wenn sie es net begreifen. der stoff der etwas problematisch ist ( mathe, bio.. im moment ) wird eigentlich gut erklärt v. den lehrern - die nehmen sich auch zeit. |
| alphaquadrant | achso: wer bei deutsch u. englisch net mindestens ne 3 hat , der ist IMHO zu faul, desinteresiert o. wirklich zu dumm. soo schwer ist das wirklich nicht ( das ist stoff f.. fachabi, das ich nachmache ) und geschichte fand ich schon immer interesant.... ein bisserl enttäuschend ist natürlich , dass nicht auch näher auf "nicht deutsche" personen u. ereignisse eingegangen wird, zb. bekam man v. wilhelm II stoff ohne ende ( bzw. deutsches reich ) aber zb. von dem zaren, den französichen u. britischen herrschern und verhältnissen erfuhr man fast gar nix - dabei ist das ebenso wichtig in der vorgeschichte des 1. WK. (IMHO) |
| GalacticSurfer | @alphaquadrant Es gibt eine Neuerscheinung auf dem Buchmarkt "Der Krieg, der viele Väter hatte", von Gerd Schultze-Ronhof, ein ehemaliger Bundeswehrgeneral. Kostet zwar 34,- Euro, aber ich halte es für die beste Studie, die jemals zu diesem Thema erschienen ist. Er beleuchtet in flüssigem Stil die Vorgeschichte des WK I und WK II aus englischer/französischer/österreichischer/serbischer/polnischer/tschicher/amerikanischer/deutscher Sicht. Sehr lesenswert, sichert viele "Aha"-Erlebnisse!:cool: |
| Anaximander | @BlackDawn: Ich finde, du machst es dir zu einfach, indem du den Lehrern und dem Schulsystem die gesamte Schuld zuschiebst. Es ist schlichtweg eine Tatsache, dass es Schüler gibt, die geistig weniger leistungsfähig oder schlechter motiviert sind als andere. Deine Gleichmacherei geht daher an der Realität vorbei. Da ändern auch einzelne Ausnahmen wie ein LKW-Fahrer mit einem IQ von 150 nichts dran... Und die Behauptung, wenn ein Schüler schlechte Leistungen bringt, hat das Schulsystem versagt ist nicht weniger schwachsinnig, als die umgekehrte Ansicht, die du ja gerade kritisierst. Der Erfolg der Schüler hängt immer und gleichermaßen von zwei Faktoren ab: Der Fähigkeit des Lehrers, [b]und[/b] dem Potenzial und der Bereitschaft der Schüler. Wenn letzteres nicht vorhanden ist, hilft auch der beste Lehrer nicht. Ich war einige Jahre auf einer Gesamtschule, wo ich genau das erleben konnte: Wir hatten größtenteils hervorragende und sehr motivierte Lehrer (wir waren der erste Jahrgang..) die mit unkonventionellen Methoden gearbeitet haben. Dazu gab es in der ersten Zeit keine Noten, wenig Leistungsdruck, intensive Betreuung..... - tja, und trotzdem war der Unterricht chaotisch und die meiste Zeit auf Hauptschulniveau. Denn mit den meisten Schülern war einfach nicht mehr zu machen. Ich war übrigens heilfroh, als ich auf ein Gymnasium kam. Auch wenn es da vergleichsweise streng und bieder zuging. Versteh mich nicht falsch: Es ist gut, ständig nach einer Verbesserung des Bildungssystems zu streben. Aber dem System die alleinige Schuld zu geben ist Unfug. Das ist so, als würdest du der Polizei die alleinige Schuld für Verbrechen geben. Egal wie man vorgeht, es wird immer schwache Schüler und Verweigerer geben. Außerdem ist nicht alles am jetzigen Schulsystem schlecht. Einen gewissen Druck durch Noten und Konkurenz halte ich z.B. sogar für konstruktiv. |
| alphaquadrant | [QUOTE][i]Original geschrieben von GalacticSurfer [/i] [B]@alphaquadrant Es gibt eine Neuerscheinung auf dem Buchmarkt "Der Krieg, der viele Väter hatte", von Gerd Schultze-Ronhof, ein ehemaliger Bundeswehrgeneral. Kostet zwar 34,- Euro, aber ich halte es für die beste Studie, die jemals zu diesem Thema erschienen ist. Er beleuchtet in flüssigem Stil die Vorgeschichte des WK I und WK II aus englischer/französischer/österreichischer/serbischer/polnischer/tschicher/amerikanischer/deutscher Sicht. Sehr lesenswert, sichert viele "Aha"-Erlebnisse!:cool: [/B][/QUOTE] so ? mal jemand der auch an dem thema interesiert ist. danke f. den tip, leider bin ich pleite. habe aber in bücherei 2-3 gute bücher gefunden. auserdem hier ein webtipp: [url]http://www.pbs.org/greatwar/timeline/[/url] ansonsten muß ich eigentlich lernen, bin aber zu faul. das war schon immer mein problem, naja ist informatik sollte eine 3 so oder so raus springen ( wenn net werde ich mich mal in die ecke des zimmers zum schämem zurückziehen ) :D |
| Tiberon | [QUOTE][i]Original geschrieben von BlackDawn [/i] [B]Wie gesagt, es ist eine große Herausforderung beliebter, "guter" Lehrer zu sein und ich kann nur immer wieder meine Bewunderung aussprechen für die, die es wenigstens versuchen. Es stimmt die "harten oldschool" Lehrer, sind die bei denen es mucksmäuschenstill ist, die wo alle aufpassen, wo alle lernen... mucksmäuschenstill, weil sie Angst vor der nahenden Autorität haben.... sie lernen und passen auf, weil sie Angst haben ausgequetscht zu werden... Das erfüllt nicht den Zweck. Das ist kein "gutes" Lernen. Und die leisen Stimmen die über denjenigen Lehrer schlecht reden, reden dafür umso böser.[/B][/QUOTE] Seit wann ist Schule ein Beliebtheitswettbewerb? Man lernt und das reicht dann eigentlich auch schon. Dieses Rumgejammer wegen schlechter Lehrer soll doch fast immer nur die eigene Faulheit und/oder Dummheit vertuschen. Klar gibt es schlechte Lehrer, habe genug davon selbst gehabt und war auch zu Schulzeiten nie müde, über diese Lehrer zu jammern, doch im Rückblick muß man sagen, das ich mich nur hätte hinsetzen und zuhören brauchen. Ic bin der Meinung, daß es in fast allen Fällen in der Verantwortung des Schülers liegt, was er aus dem Unterricht mitnimmt. Zumal der heutigen Jugend etwas 'oldschool' sicher nicht schaden würde ... |
| GalacticSurfer | @alphaquadrant Es gibt ja auch noch Weihnachten und Geburtstag...;) @all Ein "guter" Lehrer wird auch herausfinden, wo die Lernpotentiale eines Schülers liegen. Ich hatte leider jahrelang einen Lehrer, bei dem ich trotz gespanntester Aufmerksamkeit Mathe nicht kapiert habe und ständig zwischen "4" und "5" herumschaukelte. Einmal bekamen wir zur Trigonometrie ein Buch zum Selbststudium, das wir binnen einiger Wochen im Unterricht durchzuarbeiten hatten, der Lehrer saß vorn und führte lediglich die Aufsicht. In der darauffolgenden Arbeit legte ich locker eine "2" hin und niemandem fiel etwas auf. Als der gute Herr Lehrer wieder den Unterricht übernahm, fiel ich prompt wieder ins alte Notengefüge zurück. :mad: |
| BlackGuest | [QUOTE][I]Original geschrieben von Tiberon[/I] Ic bin der Meinung, daß es in fast allen Fällen in der Verantwortung des Schülers liegt, was er aus dem Unterricht mitnimmt.[/QUOTE] Mmmm...? Die Grundlagen werden in den ersten Schuljahren gelegt. Was alleine dort durch dieses sch... System (das Schulsystem, nicht nur die Lehrer) versäumt wird den Kindern beizubringen fehlt ihnen jedes Jahr wieder. Einem 6..10-järigem kannst Du keine Verantwortung in dieser Hinsicht auferlegen. Die Schuld liegt eindeutig an schlechten Lehrplänen wie ich oben schon geschrieben hatte. Meine Meinung ist nach wie vor: [B]Dumme Menschen stellen keine Fragen. Mach mal einen klug. Den bekommst Du nie wieder dumm.[/B] |
| GalacticSurfer | @BlackGuest Eher bekommst Du einen Sattelschlepper durch ein Nadelöphr, als daß Du aus einer Dumpfbacke ein schlaues Kerlchen machst...;) |
| Tiberon | [QUOTE][i]Original geschrieben von BlackGuest [/i] [B]Die Schuld liegt eindeutig an schlechten Lehrplänen wie ich oben schon geschrieben hatte.[/B] [/B][/QUOTE]Aus Kindern, die durch ein bücherloses zu Hause versaut sind (nur z.B.) macht auch der beste Lehrplan in den wenigsten Fällen kluge Köpfe. Das Problem dürfte andere Wurzeln haben als bloß schlechte Schulpolitik - die aber zweifelsohne ihren Anteil daran hat .. |
| godess of fire | Gerade heute habe ich mir auch überlegt einen Thread zum Thema Schlusystem in Deutschland zu schreiben. Ich bin in der 12. Klasse in der ausblidung zur Sozialassistenin und ich habe heute meine Hausarbeit zurück bekommen an der ich ca. Wochen intensiv gearbeitet habe. Die zu erreichende Punktezahl war genau 100. Ich habe 53 geschafft. Und ich habe eine 6 bekommen. Ich fragte die Leherin was das soll ( das Punktesystem stand bereits vorher fest) und sie meinte sie habe das Punktesystem umgeschrieben. MAl ganz ehrlich: Ich bin stinksauer, vorallem weil diese Arbeit so wichtig für meine Prüfung wahr. Und meine Prüfungen sind jetzt ab dem 24. Mai. Was haltet ihr davon? War das Korrekt? Hat der Lehere das Recht, das Punktesystem umzuschreiben? Ich denke NICHT!:mad: |
| GalacticSurfer | @goddess o.f. Kurz mal O.T.: Was ist denn eine Sozialassistentin? |
| godess of fire | @ galactic um erzieherin zu werde ( die Ausbildung dauert 3 Jahre) muß man vorher den Beruf der Sozialassistenin erlernen ( diese Ausbildung dauert 2 Jahre) , also praktisch eine Vorausbildung! Findet ihr das gerecht, das ich für 53 Punkte ´( zu erreichen waren 100 Punkte) eine 6 bekomme? |
| GalacticSurfer | @goddess Entschuldigung, daß ich nochmal nachhake: Erzieherin? Also KIndergärtnerin? Und was ist denn nun eine Sozialassistentin? |
| Kampfsau | Normalerweise kriegt man für mehr als die Hälfte noch eine Vier. Aber ich weiß ja nicht was das für eine Art Test war. Ob jetzt die Ansprüche so gewaltig waren oder ob der Test allgemein keine Probleme bedeuten sollte.Ich glaube eher die Lehrerin wollte die Standarts heben.Naja ich weiß ja nicht ob die Ausbildung so wichtig ist um mit Kindern umzugehen oder ob man nicht eher intuitiv handeln können muss.Vielleicht ist es die Kombi,so das einem die Intuition die richtigen Dinge in einem Test schreiben lässt oder zumindest dabei hilft. |
| BlackGuest | @Tiberon Das auch das Elternhaus eine große Rolle spielt ist klar. Es ging hier aber doch vorrangig um die deutsche Schulpolitik und das deutsche Schulwesen oder? @all Wenn ich mal zurückdenke, was wir wann in der Schule hatten und das mit dem aktuellen Wissensstand meines Sohnes (4. Klasse) vergleiche, dann stehen mir die Haare zu Berge.! Das fängt bei Rechtschreibung an und höhrt bei Mathe auf. Alles beschwert sich über die zu hohen Anforderungen am Gymnasium, obwohl der Stoff bei weitem nicht so tiefgreifend ist wie zu meiner Zeit (bin einer von den überlebenden Ossis). Es fehlen einfach die Grundlagen und die logischen Zusammenhänge. Das liegt weder am Elternhaus noch an den Lehrern sondern an schwachsinnigen Lehrplänen. @godess of fire Ich glaube kaum, dass deine Lehrerin das Recht hat ihr eigenes Punktesystem einzuführen. Auf jeden Fall würde ich das Problem bei der Schulleitung anbringen. Wo kommen wir hin, wenn jeder macht was er will? Es ist doch eindeutig erkennbar, dass deiner Lehrerin dein Gesicht (oder was weiß ich) nicht passt und sie dir desswegen einfach mal so eine 6 reinknallt. |
| Fuck up Evil | passt hier wohl so gerade noch rein : [url]http://ventourizen.ngz-server.de/download/fun/rtl_fnn.asf[/url] den einen wird es amüsieren, den anderen zum heulen bringen. |