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  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: 500.000 Arbeitslose ab 2005 ohne Staatliche Hilfe
Senecabei der allmorgendlichen Sichtung der Tageszeitung (Hessische Allgemeine) fiel mir doch das hier ins Auge:
Ich denke das dürfte jeden zeigen, das die Zeiten Utopias bei uns vorbei sind...!

[i][b]HANNOER.[/b]Rund 500.000 der knapp 2,2 Millionen Bezieher von Arbeitslosehilfe werden am 1. Januar 2005 [b]jegliche Arbeitslosenunterstützung[/b] verlieren. Eine Sprecherin des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit [i](ist das jetzt also Eins geworden ?)[/i] bestätigte am Montag in Berlin entsprechende Medienberichte. Die Zahl entspreche den Berechnungen der Kommission zur Reform der Gemeindefinanzierung.
Danach werde bei etwas 23% der Betroffenen das Haushaltseinkommen wegen des Einkommens weiterer Angehöriger (also nicht außschlielich Ehepartner ?) über der Sozialhilfegrenze liegen. (wie weit darüber ?)
damit entfalle der Anspruch auf das Arbeitslosengeld II.
In Ostdeutschland soll für 31% der Langzeitarbeitslosen der Anspruch auf das Arbeitslosengeld entfallen.[/i]



So langsam zeigt sich auf plötzlich sehr radikale Weise, an was für einer Art von Reform da still gewerkelt wurde...!!!
Kimrahhe, alles halb so wild, wenn auch trotzdem beschissen :mad: :

wer arbeitslosengeld verliert, bekommt sozialhilfe... is halt nur weniger.

utopia heißt so, weils unerreichbar ist, eben utopisch
SenecaHalb so wild...eben nicht...das Arbeitslosengeld II ist die Sozeilhilfe gewesen...es geht ja darum, das im Haushalt noch genug Geld vorhanden ist (für die gesammte Hausgemeinschaft) um über dem Sozialhilfesatz zu liegen... eine Totalkürzung ist geplant...!

gemessen an dem was noch folgen wird, wird man später sagen können: "Wir waren Utopia"...!

Diese Kürzung wird z.B. in starken Maße volljährige Jungendliche treffen, die bei ihren Eltern wohnen, aber nach Ende der Ausbildung ohne Arbeitsplatz dastehen...!
(weil oft über Bedarf ausgebildet wird)

PS:
Die Idee Utopia ist nicht per se mit dem Begriff "Unrealiseirbarkeit" gleichzusetzen...!
Man war schon sehr oft nahe dran, z.B. in den skandinavischen Ländern.
KimrahOk, das is nu echt das letzte... weitere kommentare erübrigen sich eigentlich
Kimrah...
BeettyWenn ich so ein *piiiieep* schon lese könnt ich mich aufregen, aber nein, ich muss mich ja schonen hat der Arzt gemeint.
Bin selber ab 16 von zu Hause ausgezogen, habe nicht ein Cent in der Tasche und versuche mich so durchzuschlagen.
Weil die Eltern zuviel verdient haben, krieg ich eigentlich keine Unterstützung.
Arbeitslosengeld ist auch mehr als ein Witz.
Ab Dezember werd ich auch keins mehr kriegen, nur noch die Hilfe und das wären dann 100 Euro im Monat.
Ob die Sozialhilfe wirklich so das wahre ist, wage ich zu bezweifeln.
Da ist das nicht mehr so toll wie früher.
Du kriegst für jeden Scheiß irgendwelche Marken damit du dir irgendwelche gebrauchte Sachen kaufen kannst.
Obs Kleidung oder sonstwas ist.
Extra Geld kriegste keins. Du kriegst nur Wohnung und die Einrichtung gestellt. Und sobald du über einen mind. Lohn mehr verdienst musst du alles wieder zurück zahlen.
Außerdem musste mitlerweile auch so div. Schulungen machen, wo du kein Geld bekommst.
Zum Glück versuch ich ab August wieder mit der Schule anzufangen, sonst kann ich mich auch aufhängen.
Und mit dem Spruch, der wo Arbeit sucht, krieg auch, braucht man mir garnicht zu kommen.
Ich sehe normal aus, bin intelligent, habe mittelmäßige Noten und krieg immer nur Absagen.
hagzissa13wie soll das nur weitergehen... ich könnte k*tzen...


~ nachdenklich ~
Hagzissa

- per aspera ad astra -
BlackskyDas wird letzendlich zu einer verarmung "grosser" teile der Gesellschaft führen. Der Abau des "Sozialstaates" ist im vollen gange.

[QUOTE]Seit Beginn der 90er Jahre - ohne Systemkonkurrenz mit den sozialistischen Staaten in Europa - herrscht der Kapitalismus hemmungslos. Eines seiner erklärten Ziele ist die Abschaffung der paritätisch finanzierten Sozialversicherung und eine "existenzsichernde Mindestsicherung") in Höhe der Sozialhilfe.[/QUOTE]
[SIZE=1]Quelle: Giessener Echo[/SIZE]



Bosse fordern: runter mit der Sozialhilfe!

Im letzten Echo schrieben wir: "Auch der Sozialhilfe-Regelsatz ist nicht garantiert." Schneller als wir dachten wird nun die Kürzung der Sozialhilfe, das Gnadenbrot der Arbeitslosen, ins Visier genommen.

In der Diskussion um einen Mindestlohn ließ Unternehmerpräsident Hundt wieder einmal seine asoziale Sau raus: "durch einen Mindestlohn würden die Arbeitskosten künstlich nach oben getrieben" und "mit der Sozialhilfe gibt es schon eine Art Mindestlohn". Beifall erhält er vom Münchner Ifo-Insitut für Wirtschaftsforschung; dort wird knallhart gefordert: "Um mehr Jobs für Langzeitarbeitslose zu schaffen, sollte die Sozialhilfe gesenkt werden."
[SIZE=1]Quelle: Giessener Echo[/SIZE]



Der Kanzler hat ein Problem

Die SPD ist die größte Regierungspartei und hat da ein Problem, natürlich nur ein Kommunikationsproblem. Sie kann die Erfolge ihrer Arbeitsmarktpolitik und die Notwendigkeit des Sozialabbaus dem Volk einfach nicht richtig vermitteln. Deshalb hat sie nun den biederen Sauerländer Müntefering, dessen linke Gesinnung am roten Schal zweifelsfrei zu erkennen ist, zwischen Kanzler und Basis geschoben. Der sagt deutlich, dass an der Regierungspolitik nichts geändert wird - aber die Vermittlung wird verbessert.

1975 gab es zum ersten Mal seit den 50er Jahren wieder mehr als 1 Million Arbeitslose. Kanzler Helmut Schmidt sagte damals: "Vorrangige Aufgabe der Bundesregierung ist die Wiederherstellung der Vollbeschäftigung." Schon damals lief in der Kommunikation etwas schief und Schmidt musste 1982 seinen Hut nehmen. Die Arbeitslosenzahl war auf fast 2 Millionen gestiegen.

CDU und FDP kamen an die Regierung. Kanzler Kohl versprach in seiner Regierungserklärung vollmundig: "Aufgabe Nummer eins ist die Beseitigung der Massenarbeitslosigkeit." Nur konnte er sein Programm den Menschen nicht richtig vermitteln und die Arbeitslosigkeit stieg auf fast 3 Millionen allein in Westdeutschland. Um besser verstanden zu werden, sagte Kohl, er wolle die Arbeitslosigkeit bis zum Jahr 2000 halbieren. Man verstand ihn aber immer noch nicht und bevor er sein Ziel erreicht hatte, wurde er 1998 abgewählt. Die Arbeitslosigkeit in Deutschland betrug nun ca. 4,5 Millionen.

Seit 1998 regiert Kanzler Schröder. Um nicht missverstanden zu werden wie seine Vorgänger, versprach er lediglich, die Zahl der Arbeitslosen bis Ende 2002 auf 3,5 Millionen zu senken. Am Erreichen dieses Zieles wollte er sich "jederzeit - nicht erst in vier Jahren" messen lassen. Das Volk verstand ihn leider nicht und nahm außer 5 Millionen Arbeitslosen nur wahr, dass die Leistungen der Arbeitslosen-, Kranken- und Rentenversicherung bei erhöhten Beiträgen kontinuierlich gekürzt werden. Und da haben Regierung und SPD wieder ein Kommunikationsproblem. Sie müssen nun millionenschwere Verträge mit Werbeagenturen schließen, um diesem zu Leibe zu rücken. Ja, und dann ist da noch diese ehrliche Haut aus dem Sauerland mit dem roten Schal gegen die Halsschmerzen der Basis...

Fiete Krümel
[SIZE=1]Quelle: Giessener Echo[/SIZE]
StrapsenKindis doch sozial man. die spd is doch voll links und toll, ne. und die grünen sind auch dufte, weil die wollen das kiffen einführen.

mal im ernst, das was wir hier als parteien (auch der konservative flügel) in dtl. haben stinkt zum himmel.

scheiß pseudo-demokratie. die leute schauen im allgemeinen auf ne das wohl und nicht auf den willen des volkes. die regierungen müssen endlich einsehen, dass sie EIN volk regiert und keine einzelnen interessengruppen. es wird immer unzufriedenheit über irgendwas geben... aber bitte. das was hier herrscht ist keine demokratie. nicht im entferntesten maße.
PaladinDer Sozialabbau wird keine Entlastung schaffen. Es wird immer mehr Forderungen von der Arbeitgeberseite geben und mit der angeblich nicht vorhandenen Konkurrenzfähigkeit argumentiert. Und Schröder wird wieder drauf angehen in der Hoffnung sich noch eine Amtszeit zu erkaufen. Aber was für Alternativen gibt es hier? Keine Wirklichen. Wenn es so weiter geht, ahben wir bald komplett den Sozialdarwinismus und keiner kann es sich mehr leisten auf andere Rücksicht zu nehmen.


MfG Arne
BlackDragon[QUOTE]scheiß pseudo-demokratie[/QUOTE]
Demokratie? IMHO kann man das ganze mittlerweile als Aristokratie Bezeichnen.

Falls es jemanden interessiert:

[B]Tragischer Tod eines nierenkranken Sozialhilfeempfängers[/B]
Der Mann aus Hameln hatte nach Angaben der Krankenkasse DAK eine Dialysebehandlung mit der Begründung ausfallen lassen, er könne die Zuzahlung zu den Fahrkosten nicht aufbringen. Stattdessen habe er aus Protest gegen die Gesundheitsreform in der Hamelner Fußgängerzone gebettelt. Der Mann ist verstorben.
Nun ist kaum vorstellbar, dass jemals Anklage erhoben wird. Kein Richter wird je ein Urteil über die Gesundheitsreform fällen, denn politisches Versagen ist nur sehr selten justiziabel. Dennoch war vergangenes Wochenende viel von Schuld die Rede, von der Schuld an den fatalen Folgen einer unzulänglichen Reform. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt gab sie den Ärzten, Krankenkassen und Apothekern und die wiesen sie zurück. Keiner wollte die Verantwortung übernehmen für eine in der Tat grob fahrlässige und massenhafte Verunsicherung von Patienten. Eine Verunsicherung, die in einem besonders tragischen Fall vielleicht sogar tödlich endete.

Bye
MissPan[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]Danach werde bei etwas 23% der Betroffenen das Haushaltseinkommen wegen des Einkommens weiterer Angehöriger (also nicht außschlielich Ehepartner ?) über der Sozialhilfegrenze liegen. [/B][/QUOTE]

will heißen, wenn ich in einer eheähnlichen gemeinschaft lebe, diese aber weder steuerlich geltend machen kann, noch sonst nennenswerte vorteile davon habe, werde ich trotzdem von vater staat in die pflicht genommen und muß zahlen???
:mad:

DAS halte ich für einen ausgesprochen schlechten witz.
StrapsenKindhmm, dann behaupte du wärst schwul und heirate nen guten kumpel von dir. is nett, dass man sowas berücksichtigt, aber ehe ähnliche gemeinschaften nicht...
MissPan[QUOTE][i]Original geschrieben von StrapsenKind [/i]
[B]hmm, dann behaupte du wärst schwul und heirate nen guten kumpel von dir. is nett, dass man sowas berücksichtigt, aber ehe ähnliche gemeinschaften nicht... [/B][/QUOTE]

da ich weiblich bin und auf männer stehe, trifft das durchaus zu. ;)
allerdings haben ich und mein freund derzeit noch nicht die absicht, zu heiraten, schon gar nicht aus dem steuer-grund.

ich finde es nur eine unverschämtheit, daß wir von vater staat nichts bekommen, er aber immer mehr fordert.
DarketDie Ehe zeigt meiner Ansicht nach genau in diesem Punkt ihre völlige Überkommenheit. Dieser Begriff der Eheähnlichen Gemeinschaft wird im juristischen Bereich grundsätzlich zum Nachteil der Betroffenen verwendet und das ist es, was nicht sein kann. Die Ehe wird in religiöser und sozialer Hinsicht überschätzt, heutzutage heiraten viele Paare aus Prinzip nicht mehr, setzen dennoch Kinder in die Welt und zahlen brav ihre Steuern, warum sollten solche Leute heutenoch benachteiligt werden?
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von Paladin [/i]
[B] Es wird immer mehr Forderungen von der Arbeitgeberseite geben und mit der angeblich nicht vorhandenen Konkurrenzfähigkeit argumentiert. [/B][/QUOTE]

Eigentlich warte ich ja nur darauf, daß die Arbeitgeber Geld vom Staat verlangen, wenn sie großzügiger Weise jemanden einstellen.

Erschreckend finde ich allerdings auch, wie dieses [b]kurzfristige[/b] Profitdenken zu einem allgemeinen Gedankengut in der Bevölkerung wird.


~decay~
SephiIch finde es etwas schade dass auch hier so einseitig diskutiert wird. "Sozialabbau ist schei**e, korrupte Politiker, Pseudo-Demokratie, geldgierige Manager" usw.
Das ist auch das was ich in der Bild lesen kann. Sicher jeder ist gegen Kürzungen die den sozialen Bereich bzw. einen selber betreffen.
Nur sollte man da auch darüber überlegen was es für Alternativen gibt. Der Fakt ist doch dass das Geld nunmal nicht mehr vorhanden ist wie vor 20 Jahren und der soziale Standard so nicht zu halten ist.
Durch die globalisierung ist es auch schlichtweg nicht möglich Reiche oder Unternehmen endlos zu belasten, da diese ohne Probleme ins Ausland abwandern können (und dies auch tun), so dass es lertztendlich auch nicht mehr Einnahmen bringt, also müssen Ausgaben gekürzt werden.
Nun gibt es da sicher viele Ansätze und man kann überlegen ob der gewählte der beste ist aber einfach "bin dagegen" ist keine sinnvolle Position.

Ich persöhnlich finde die Überlegung die Hilfe bei Personen zu kürzen deren Haushalt über "genug" Geld verfügt besser als eine generelle Kürzung der Sozialhilfe o.ä.
Darket[QUOTE]Eigentlich warte ich ja nur darauf, daß die Arbeitgeber Geld vom Staat verlangen, wenn sie großzügiger Weise jemanden einstellen.[/QUOTE]
Ha, du wirst lachen, vorhin hb ich beim Durchschalten sowas ähnliches gehört. Ich glaub die Grünen wollen gerne Arbeistplätze in sogenannten Problemregionen staatlich subventionieren, das heißt die Arbeit für den Arbeitgeber billiger machen. D.h. Arbeitgeber bekommen vollwertige Arbeitskräft, müssen dafür aber nur einen Bruchteil zahlen.
Bin mir nicht sicher, ob ich nicht was falsch verstanden hab, kam aber so ähnlich rüber.
decay73@Darket:

Ja, habs auch gerade in den Nachrichten gesehen. Grauenhaft.

Und das hauptsächlich im Osten, wo eh schon im Schnitt 30% weniger verdient wird. Als ob das dort jemals zu mehr Arbeitsplätzen geführt hätte.

Aber es geht heute ja auch nicht mehr darum, Arbeitsplätze zu schaffen, sondern Arbeitsplätze zu erhalten. :rolleys:

~decay~
MissPan[QUOTE][i]Original geschrieben von Sephi [/i]
[B]

Ich persöhnlich finde die Überlegung die Hilfe bei Personen zu kürzen deren Haushalt über "genug" Geld verfügt besser als eine generelle Kürzung der Sozialhilfe o.ä. [/B][/QUOTE]

was ist genug?
warum soll ich mein hartverdientes geld zwangsweise für zwei aufwenden, so daß ich am ende auch nur noch auf alohi-niveau lebe, und daß obwohl mir vater staat schon bei der steuer mit lk 1 verdammt tief in die tasche greift???
dann kann ich auch gleich kündigen und mit meinem hintern zu hause bleiben, noch eine weniger, die sich für´s steuersäckle krumm macht...
absolut_deathAlso auf diese Entwicklung war ja nur noch zu warten. Man bedenke ich aktuelle Diskussion, den Kündigungsschutz zu lockern... Die Arbeitgeber sind dafür (auch klar, oder?) und die Regierung wird wohl nachziehen.
Das damit (und auch mit dem Sozialabbau) die Probleme und Schulden nur von einem auf den anderen geschoben werden ist erst einmal egal. Schließlich hat man dem Bürger das Gefühl gegeben etwas zu tun. :rolleyes:

Das etwas getan werden muss und das unter anderem die Arbeitslosen Abstriche machen müssen ist schon nachvollziehbar (immerhin bekommen/bekamen einige über Jahre hohes Arbeitslosengeld). Der Staat wird sehen was er davon hat, bei den Ärmsten der Armen in die Tasche zu greifen.

Ich würde mich bei alle dem liebend gern selbst versichern, da kann ich mir wenigstens die Versicherung (und damit die Leistungen) selbst aussuchen...
Aber dank der hohen Abgaben ist mir das leider nicht möglich.
Sephi[quote]was ist genug?[/quote]
Genug = Genug zum überleben und zum wohnen.

[quote]warum soll ich mein hartverdientes geld zwangsweise für zwei aufwenden,[/quote]

Provokativ gefragt: Warum soll ich mit meinen hartverdienten Geld, was ich an Steuern abführe, deinen Haushalt untersützen obwohl eigentlich genug Geld zum Leben da ist und das Geld anderswo viel nötiger gebraucht wird?

[quote]dann kann ich auch gleich kündigen und mit meinem hintern zu hause bleiben,[/quote]
Ja um dies zu vermeiden sollte schon mehr Geld übrig bleiben bei dieser Regelung als dem Haushalt zusammen durch Sozialhilfe zustände.

@raven
[quote]weshalb soll Vermögen nicht besteuert werden?[/quote]
Weil das Vermögen dann ins Ausland wandert und garnicht mehr besteuert werden kann. Und dass lässt sich heutzutage nunmal nicht verhindern außer der Staat kapselt sich komplett ab wie die DDR früher.

[quote]Was die Abwanderung ins Ausland angeht: schlichtweg nur ein Vorwand zum weiteren Kürzen der Lohnkosten.[/quote]
Sicher ist es oft auch nur ein Vorwand. Nur: die Unternehmen interessiert es im Grunde kein bisschen wo sie arbeitsplätze schaffen und wo nicht. Die haben eine einfach Rechnung von Vor- und Nachteilen für einen Standort und wenn die Nachteile überwiegen dann werden diese sicher keine Sekunde überlegen und abwandern.
Deutschlands Vorteile (u.a.) ist die gut Ausgebaute Infrastruktur, das hohe Bildungsniveau, die Lage usw. Nur wenn ich mir in Indien für das selbe Gehalt 4 statt einen gut ausgebildeten Informatiker leisten kann, dann überlege ich mir schon zweimal wo ich Programmieren lasse.
Eine entsprechende Wirkung hat die Erhöhung der Steuerlast auf Unternehmen.
absolut_death@Sephi
[B][QUOTE] Eine entsprechende Wirkung hat die Erhöhung der Steuerlast auf Unternehmen. [/B][/QUOTE] Das ist aber noch lange kein Grund, die komplette Steuerlast auf die Bevölkerung abzuladen!

[B][QUOTE]Genug = Genug zum überleben und zum wohnen.[/B][/QUOTE] Wer legt fest was überleben ist? Das ich am Tag 2 Liter Wasser und 1/2 Brot zur Verfügung habe?
Das nächste Problem: Wo nimmst du den Wohnraum her? Ok, in Dresden (und somit mal Grüße an dich und meine alte Heimat ;) ) gibt kostengünstige Wohnungen. Hier, im Westen und in kleineren Orten sind Wohnungen beinahe unerschwinglich! Muss ich dann zu zwei in einer 37 qm Wohnung mein Dasein fristen?
Weil das irgendein Politiker festgelegt hat, der noch nie so eine kleine Wohnung bewohnt hat?

Es ist schlimm, das der kleine Bürger (und vorzugsweise arme) alle Kosten und Lasten tragen soll.
Einem nackten Mann greift man nicht in die Tasche...
MissPan[QUOTE][i]Original geschrieben von Sephi [/i]
[B]Genug = Genug zum überleben und zum wohnen.[/B][/QUOTE]

ich gehe aber nicht mehr als 40h/woche arbeiten, um gerade so überleben zu können... sorry, aber DAS sehe ich überhaupt nicht ein.
wenn das so weitergeht und arbeit sich gar nicht mehr lohnt, dann verzichte ich dankend.
ich verdiene nämlich beileibe nicht die welt, und wenn ich mir dann nicht mal mehr kleine freuden wie kino oder essengehen leisten kann, hat arbeiten für mich keinen sinn mehr...



[B][QUOTE] Provokativ gefragt: Warum soll ich mit meinen hartverdienten Geld, was ich an Steuern abführe, deinen Haushalt untersützen obwohl eigentlich genug Geld zum Leben da ist und das Geld anderswo viel nötiger gebraucht wird?[/B][/QUOTE]

wo wird´s denn nötiger gebraucht?
bei den managern oder politikern, damit deren abfindungen gesichert sind, wenn sie mal wieder ihren auftrag nicht erfüllt haben und entlassen werden??

[B][QUOTE]

Weil das Vermögen dann ins Ausland wandert und garnicht mehr besteuert werden kann. Und dass lässt sich heutzutage nunmal nicht verhindern außer der Staat kapselt sich komplett ab wie die DDR früher.[/B][/QUOTE]

schon klar.
und weil wir kleinen, dummen bürger nicht die möglichkeit haben, uns / unsere kohle ins ausland zu schaffen, dürfen wir wie immer bluten.
wunderbar, genau so sollte es laufen...


[B][QUOTE]Die haben eine einfach Rechnung von Vor- und Nachteilen für einen Standort und wenn die Nachteile überwiegen dann werden diese sicher keine Sekunde überlegen und abwandern. [/B][/QUOTE]

vor- und nachteile für die aktionäre meinst du sicher.
was mit den menschen geschieht, die die firma am laufen gehalten haben und durch ihren einsatz für umsatz sorgten, ist natürlich zweitrangig.
Sephi[quote]wo wird´s denn nötiger gebraucht?
bei den managern oder politikern, damit deren abfindungen gesichert sind, wenn sie mal wieder ihren auftrag nicht erfüllt haben und entlassen werden??[/quote]
Manager-Abfindungen werden aber selten von Steuergeldern bezahlt sondern von den Unternehmen. Wenn du dagegen vorgehen willst hilft halt nur das boykottieren entsprechender großer Unternehmen, was aber äußerst schwer sein dürfte heutzutage.
Wo das Geld eher gebraucht wird? Bildung, Schuldenabbau, Infrastruktur, Kulturangebot, "tatsächlich" bedürftige Sozialfälle (sprich die nicht genug Geld zum leben alleine haben).

[quote]und weil wir kleinen, dummen bürger nicht die möglichkeit haben, uns / unsere kohle ins ausland zu schaffen, dürfen wir wie immer bluten.[/quote]
Ja so ist es.

[quote]wunderbar, genau so sollte es laufen...[/quote]
Das habe ich nicht behauptet, nur sehe ich keinen realistischen verwirklichbaren Weg wie es anders laufen kann. Und wenn dann ist nunmal einiges mehr nötig als "ich bin dagegen", nämlich ein komplett neues Regierungs- und Wirtschaftssystem.

[quote]vor- und nachteile für die aktionäre meinst du sicher.
was mit den menschen geschieht, die die firma am laufen gehalten haben und durch ihren einsatz für umsatz sorgten, ist natürlich zweitrangig.[/quote]
Ja genau das meinte ich. Ansonsten siehen eine Antwort höher.
MissPan[QUOTE][i]Original geschrieben von Sephi [/i]
[B]Manager-Abfindungen werden aber selten von Steuergeldern bezahlt sondern von den Unternehmen. Wenn du dagegen vorgehen willst hilft halt nur das boykottieren entsprechender großer Unternehmen, was aber äußerst schwer sein dürfte heutzutage. [/B][/QUOTE]

es geht nicht nur um steuergelder, sondern auch darum, daß die oberen uns erklären, wir müßten gefälligst sparen und sich gleichzeitig noch ´nen nachschlag genehmigen, als wäre es daß selbstverständlichste von der welt, daß mist bauen auch noch honoriert wird.

[B][QUOTE]
"tatsächlich" bedürftige Sozialfälle (sprich die nicht genug Geld zum leben alleine haben). [/B][/QUOTE]

mein freund hat nicht genug geld, um allein zu leben, von daher trage ich bereits jetzt den großteil der kosten - wieviel mehr soll ich denn noch zahlen?
ich darf steuern zahlen für einen single-haushalt, soll aber wie in einer ehe für meinen partner aufkommen? die logik versteh ich nicht.
Paladin[QUOTE][i]Original geschrieben von Sephi [/i]
[Durch die globalisierung ist es auch schlichtweg nicht möglich Reiche oder Unternehmen endlos zu belasten, da diese ohne Probleme ins Ausland abwandern können (und dies auch tun), so dass es lertztendlich auch nicht mehr Einnahmen bringt, also müssen Ausgaben gekürzt werden.
[/QUOTE]

Ähhmm, Großunternehmen werden in Deutschland oftmals nicht groß Belasted. So hat Daimler Chrysler 2003 nach über 10 Jahren zum erstenmal wieder Steuuern bezahlt. Bis etwa 2000 haben die sogar Subventionen bekommen (obwohl sie profitabel arbeiteten).

MfG Arne
Commanderjo sozialhilfe bleibt also was solls

wollte eigentlich auch nur meine Signatur sehen
Lunar Light[QUOTE]mein freund hat nicht genug geld, um allein zu leben, von daher trage ich bereits jetzt den großteil der kosten - wieviel mehr soll ich denn noch zahlen?[/QUOTE]

auch wenn ich sonst in vielerlei hinsicht mit dir übereinstimme: niemand zwingt dich, mit deinem freund zusammenzuwohnen und ihn zu unterstützen. du bist ja dumm, wenn du auf so einer basis eine solch enge beziehung (gemeinsame wohnung etc.) aufbaust.


gruß~
ll
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Lunar Light [/i]
[B]auch wenn ich sonst in vielerlei hinsicht mit dir übereinstimme: niemand zwingt dich, mit deinem freund zusammenzuwohnen und ihn zu unterstützen. du bist ja dumm, wenn du auf so einer basis eine solch enge beziehung (gemeinsame wohnung etc.) aufbaust.


gruß~
ll [/B][/QUOTE]
Tolle Aussage, pass bloß auf das Du nicht mal plötzlich von Angehörigen abhängig wirst...!
Oftmals ergibt sich eine solche Situation auch in einer bestehenden Beziehung...schneller als man es annehmen möchte.
Es zeugt natürlich von hoher Treue und Ehrenhaftigkeit, wenn man den Partner dann als "zu teuer" "outsourcen" will...

Schöne neue Welt...

Ist Dir schon mal in den Sinn gekommen, das Menschen auch nicht-monetäre Gründe für eine Beziehung haben können...?

Wie heißt es so schön: "...in guten wie in schlechten Zeiten..."
MissPan[QUOTE][i]Original geschrieben von Lunar Light [/i]
[B]auch wenn ich sonst in vielerlei hinsicht mit dir übereinstimme: niemand zwingt dich, mit deinem freund zusammenzuwohnen und ihn zu unterstützen. du bist ja dumm, wenn du auf so einer basis eine solch enge beziehung (gemeinsame wohnung etc.) aufbaust.


gruß~
ll [/B][/QUOTE]

tut mir leid, aber die entscheidung, ob ich jemanden liebe und mit ihm zusammenleben möchte, habe ich noch nie vom geld abhängig gemacht.
mir diesbezüglich dummheit zu attestieren, empfinde ich als ziemlich unpassend.

fakt ist, daß der staat bei eheähnlichen gemeinschaften zwar auf die (zahlungs-)pflichten pocht, jedoch keine rechte einräumt.
MissPan[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]
Es zeugt natürlich von hoher Treue und Ehrenhaftigkeit, wenn man den Partner dann als "zu teuer" "outsourcen" will...

[/B][/QUOTE]

vollste zustimmung, seneca. danke dafür!

ich würde mir auch wünschen, daß mein partner zu mir hält, wenn ich mal finanziell schlecht dastehe.
jemanden nach seinen geldwert abzuschätzen, ist me nach indiskutabel, liebe läßt sich nicht kaufen.
ansonsten könnte ich ja gleich bei einer dieser "millionär sucht.." shows mitmachen, wo von vorneherein gleich klar ist, daß etwaige gefühle nur berechnung sind und bezahlt werden wollen...

solche aussagen bestärken wieder nur die auffassung vieler männer, daß frauen sich nur für den status des mannes interessieren, nicht für seine menschlichen qualitäten.
Tiberon[QUOTE][i]Original geschrieben von Darket [/i]
[B]...Ich glaub die Grünen wollen gerne Arbeistplätze in sogenannten Problemregionen staatlich subventionieren, ...[/B][/QUOTE]So ich nicht völlig falsch liege, ist das hier im Osten zumindest schon ewig so. Als ich mit dem Bund fertig war, hätte der Arbeitgeber 6 bis 12 Monate (kann mich nicht mehr erinnern) nur die Hälfte zahlen müssen - der Rest käme dann vom Staat ..
(Zahlen ohne Gewähr - ich merk mir sowas einfach nicht)

Und auch wenn es keinen anderen Weg gibt (bzw sie einfach nicht gegangen werden), ist es doch eigentlich schon fast Pflicht solche Mißstände - und es sind Mißstände - anzuprangern.
Soll man in dumpfer Gleichgültigkeit versinken, nur weil man von oben gesagt bekommt es muß gemacht werden?
Solange Reiche reicher werden darf es eig. keinen Grund geben armen Leuten immer und immer wieder ein überzubraten.
BlutigesMähIch beziehe mich mal konkret auf den ersten Beitrag und werfe mich dann in die Zoff- und Diskussionsschlacht, nach dem ich alles gelesen habe, ja?
Also, meine Ma ist nun schon Ewigkeiten arbeitlos und bemüht sich, so gut sie kann. Das Problem ist, dass sie auf Grund eines Traumas kein Auto fahren kann und wir verdammt weit vom Schuss wohnen.Desweiteren musste sie sich auf dem Arbeitsamt sagen lassen, dass sie zwei Makel hätte: Sie wäre zu alt (mit 47) Und hätte zwei schulpflichtige Kinder. Das wäre dumm, aber sie könne ja umziehen und imWesten ihr Glück versuchen. Das war vor zwei MOnaten (also kurz jetzt vor meinem Abi-bei der Alten Huppts wohl :mad: ).
Jedenfalls wird auch sie das mit der neuen Regelung betreffen und wirkommen so schon kaum über die Runden. ICh wollte eigentlich studieren und musste mir jetzt aber sagen lassen, dass ich mich lieber um Arbeit bzw. eine Ausbildungsstelle bemühen sollte, um meine Familie zu unterstützen. Habe selten so gelacht.
ICh finds zum Kotzen und hab schon wieder schlechte laune.. *Argh*
Tiberonpasst nur auf ..

in 5, 6 Jahren wird von einem erwartet, daß man wirklich alles tut, nur um sich bei nem Sklaventreiber ausbeutenz ulassen.
Fuck up Evilnein, Nein, ca. 10 Jahre wird sich der Mist noch halten, aber es geht bergab, das merkt man an jeder Ecke.
SenecaWenn man sich die Demographie vor Augen hält, erscheinem einem die derzeitigen Schwierigkeiten als geradezu nichtig.

Das "schöne an der Demographier ist allerdingsm daß man kein Prophet sein muss um sie deuten zu können, man verschiebt die Schräglage einfach nach oben...

Ab 2020 wird der Großteil der Bevölkerung über 50 sein...!
BlutigesMäh@Tiberon.Darf ich dann bei dir putzen und kochen? :D
Ich sehe es fast genau so, auch wenn ich hoffe, dass Mensch noch so viel Menschlichkeit besitzt und nicht zum Sklaventreiber wird.. Auch wenn da soviel nicht mehr zu fehlen scheint..
Duionich frag mich wie es überhaupt solche probleme wie arbeitslosigkeit geben kann, es ist doch nur ein künstlich geschaffenes problem, durch gesetze die einem verbieten anders zu arbeiten (zb schwarzarbeit) als es der regierung passt, zu tun gibt es doch immer mehr als genug
VergeltungMan darf mal eins nicht aus dem Auge verlieren: Ein großes Problem das wir haben ist, dass unwahrscheinlich viele Menschen Berufe erlernen oder studieren, für die es keine, aber auch gar keine, berufliche Perspektive gibt. Das liegt wohl hauptsächlich daran, dass wir gerne die Peace-Mentalität der 70er weiterführen und nach dem Motto "hauptsache glücklich, meinetwegen auch ohne Geld" leben. Und wenn wir dann einen riesigen Überschuss an Juristen, Germanisten und Betriebswirten haben, kann noch so viel zutun sein: Es landen trotzdem alle in der Arbeitslosigkeit.
Deutschland bildet falsch aus. Und zu viele Deutsche bilden sich selbst falsch aus. Die Hauptsache-glücklich-Mentalität hat an genau dieser Stelle eben ihren Preis.


Vergeltung
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von TheRaven [/i]
[B]Verzeihung, aber das ist in einem Zuwanderungsland (was wir de facto bereits sind und das ist auch gut so :) ) einfach nur Schwachsinn. Zudem fehlen [i]jegliche[/i] zuverlässigen Prognosen über die Kinderanzahl der Folgegenerationen der bereits Zugewanderten (wie Spätaussiedler & andere). [/B][/QUOTE]

Es ist die Fortsetzung eines Trends, auch zugewanderte könne sich im System nicht bedeutend mehr Kinder leisten als Deutsche...
Es ist zu bezweifelnm, das sich an der Geburtenrate von 1,28 Kindern pro Frau, hierbei plötzlich etwas ändert...!

Äußländer stellen nur ca. 9 Prozent der Bevölkerung....und nicht alle bleiben für immer hier...!

Das Problem ist zudem kein rein deutsches, in allen Europäischen Ländern gibt es diesen trend zu Vergreisung, außer in Albanien.

[url]http://www.thomasgransow.business.t-online.de/Grundbegriffe/Demographische_Luecke.htm[/url]
Montrose[QUOTE]Deutschland bildet falsch aus. Und zu viele Deutsche bilden sich selbst falsch aus. Die Hauptsache-glücklich-Mentalität hat an genau dieser Stelle eben ihren Preis.[/QUOTE]
Es gibt keine "richtige" und "falsche" Ausbildung. Nicht die Ausbildung, sondern der Bedarf in der Wirtschaft reguliert. Dumm für die Arbeitnehmer, daß sie Jahre in eine Ausbildung oder Studium investieren, und zwischenzeitlich sagen die Arbeitgeber: ätsch, euch brauchen wir nicht mehr.

[QUOTE]Ein großes Problem das wir haben ist, dass unwahrscheinlich viele Menschen Berufe erlernen oder studieren, für die es keine, aber auch gar keine, berufliche Perspektive gibt.[/QUOTE]
Das sind alle Berufe. Auch die angeblich "handfesten" Fächer wie Technik oder Physik usw. bieten keinen Schutz vor Arbeitslosigkeit. Die Löhne sind zu hoch, gleichzeitig sinkt der Bedarf. Und für die weniger qualifizierten Jobs braucht man weder Abitur noch Studium ... die Leute in Deutschland sind für solche Jobs überqualfiziert. Könnte man locker nach der 10. Klasse allgemein Schluß machen, dreijährige Lehre, und dann hast Du Neunzehnjährige Kaufmänner, Facharbeiter usw. Das ändert aber nichts daran, daß wir diese Leute gar nicht brauchen. Lange Ausbildungszeiten haben den Vorteil, daß diese Leute nicht so schnell in der Arbeitslosenstatistik auftauchen.

[QUOTE]Das liegt wohl hauptsächlich daran, dass wir gerne die Peace-Mentalität der 70er weiterführen und nach dem Motto "hauptsache glücklich, meinetwegen auch ohne Geld" leben.[/QUOTE]
Ich glaube sogar, daß diese peace-Mentalität die einzige Überlebenschance ist. Die Politiker und Arbeitgeber sagen derzeit: "arbeite 50 Stunden in der Woche, reiß Dir den Arsch auf, und alles wird gut." Nichts wird aber gut. Die Leute, die sich den Arsch aufreißen, werden genauso entlassen werden und genauso keine Rente bekommen wie alle anderen auch. Daß dieser Betrug so reibungslos klappt, liegt an den vielen Deutschen, die an die Märchen der Politiker glauben und meinen, gerade sie werden in schweren Zeiten verschont. Warum sollten sie ...

[QUOTE]Juristen, Germanisten und Betriebswirten haben, kann noch so viel zutun sein: Es landen trotzdem alle in der Arbeitslosigkeit.[/QUOTE]
Ich habe in meinem ganzen Leben noch keinen arbeitslosen Germanisten getroffen. Diesen Blödsinn von "guten" und "schlechten" Fächern hört man von Berufsberatern... und deren Behauptungen haben in der Regel kaum etwas mit der Realität zu tun.

[QUOTE]Ab 2020 wird der Großteil der Bevölkerung über 50 sein...![/QUOTE]
Darin sehe ich auch die Lösung des Problems: die Biologie. Irgendwann so ab 2030 sterben die Deutschen wie die Fruchtfliegen im Spätherbst. Und dann haben die Deutschen massig Wohnraum, massig Arbeitsplätze, unendliche Möglichkeiten. Arbeitslosigkeit, keine Rente, Überalterung ... das sind ja nur die Probleme unserer Generation. In dreißig Jahren sieht die Welt wieder ganz anders aus.

Was ist zu tun?
Meine Meinung: die vorhandenen Dinge besser verteilen. Manager und Angestellte weniger Löhne, statt Arbeitszeitverlängerung die Arbeitszeit auf mehr Menschen verteilen. Und die materiellen Einbußen kompensieren wir mit geistigem Wachstum "Peace-Mentalität". Glück muß ja nicht immer in Euro ausgedrückt werden, oder? Für Familien mit Kindern Vergünstigungen wie Arbeitsplatzgarantie und finanzielle Vorteile.
SenecaUnstrittig ist: Der demographische Wandel führt zu einem deutlichen Rückgang der Bevölkerungszahl in den meisten europäischen Ländern.

Es kam nach den Geburtenstarken Jahrgängen in den 50ern und 60ern zum berühmt berüchtigten Pillenknick...seit 1975 ist die schon damals niedrige Geburtenrate von 1,4 weiter gesunken....nach der Wiedervereinigung sank sie im Osten sogar auf 1.1...

In den Nächsten 20 Jahren verschiebt sich die Altersgruppe der Potentiellen Eltern aus den Jahrgangsstarken vor 1975 auf die nachfolgenden kleinen Jahrgänge, dadurch nehmen die Geburten bis 2020 um weitere 25% ab.

Bis 2020 lässt sich das sehr gut prognostizieren, da die derzeitige Demographie [b]keinen andere Möglichkeit zulässt[/b]
Zudem stagniert die Zuwanderung aus den Ausland seit Jahren, Weil Deutschland an Attraktivität verliert.

dafür steigt aber die Abwanderung von Deutschen ständig...!

Beruhend auf diese Prognose sinkt die Bevölkerung bis 2050 auf nur noch 54 Millionen, mit einen hohen Anteil von alten Menschen.

Das ist keine Panikmache, das ist einfache Auswertung der Demographischen Realität...!

Ich selbst habe das Problem mit meiner Frau schon seit langem durchgespielt, wie könnten und ein Kind wohl erst "leisten" wenn sie 33 ist, und sie wäre sicher nicht begeistert, die folgenden Jahre nur noch als Gebärmaschine zu fungieren, zumal wir uns den Ausfall ihres Einkommesn dann erst recht nicht leisten könnten.
Dazu kommt eben daß man sich mehr als ein Kind auch leisten könne muss, dieses Problem trifft auch Zuwandere aus dem Ausland...

Selbst wenn wir dutzende Neue Moscheen bauen, heißt das nicht, daß wir in der Zukunft mehr Leistungsträger haben werden, die unseren Lebensabend finanzieren...

Zumal Studieren gerade sehr teuer wird, was es für Famileien mit mehreren KIndern fast unmöglich macht, allen eine hochwertige Ausbildung zukommen zu lassen.

Mit Hilfsarbeitern werden wir unseren Standart nicht halten können, und die Ölscheichs werden wohl eher im sonnigen Arabien bleiben...


detailiert auch hier nachzulesen:

[url]http://www.naila.de/demo.pdf[/url]
Duionalso ich wäre froh wenn die bevölkerung weniger wird, vielleicht gibt es dann wieder orte hier wo man nicht direkt sieht dass sich dort die menschen breitgemacht haben mit den ganzen ekelhaften neubauten und asphaltierten flächen.
und eigentlich sollte man froh sein wenn es so abläuft wie es prognostiziert wird, denn so dinge wie plötzlich auftretende kriege, hungersnöte ,rohstoffmangel usw werden warscheinlich garnicht mitberechnet... wenn man so dinge mit einkalkuliert kann man damit rechnen dass die menscheit zu großen teilen ausgelöscht wird
alphaquadrant[QUOTE][i]Original geschrieben von MissPan [/i]
[B]es geht nicht nur um steuergelder, sondern auch darum, daß die oberen uns erklären, wir müßten gefälligst sparen und sich gleichzeitig noch ´nen nachschlag genehmigen, als wäre es daß selbstverständlichste von der welt, daß mist bauen auch noch honoriert wird.
[/B][/QUOTE]

sparen würde ich nicht empfehlen !

ausser du hast einen 100% sicheren arbeitsplatz.

denn solltest du mal plötzlich arbeitslos werden und
hast rel. viel gespart musst du ja das geld erstmal alles
ausgeben f. lebensunterhalt ( bis zu einer rel. niedrigen grenze )
bevor du geld vom staat bekommst.

also mach party, kauf dir allen möglichen scheiß ( damit kurbelst du
ja auch die wirtschaft an ) etc. blos nicht zuviel sparen !

nur ein tip am rande.
MissPan[QUOTE][i]Original geschrieben von alphaquadrant [/i]
[B]sparen würde ich nicht empfehlen !

[/B][/QUOTE]

sparen meinte ich vor allem in bezug auf altersvorsorge, d.h. private rentenversicherung, denn wie uns in letzter zeit ja immer wieder gern unter die nase gerieben wird, dürfen wir zwar weiter fleißig einzahlen, sollen aber keine allzu großen erwartungen haben, daß uns später mehr als ein notgroschen ausgezahlt wird.

wie das mit dem ankurbeln der wirtschaft durch konsum funktionieren soll, wenn
uns immer weniger vom gehalt übrig bleibt und zudem konsequent panik geschürt wird, daß wir im alter mal ohne unterstützung dastehen werden, wenn wir nicht alleine vorsorgen, ist mir schleierhaft. :rolleyes:
alphaquadrant[QUOTE][i]Original geschrieben von MissPan [/i]
[B]sparen meinte ich vor allem in bezug auf altersvorsorge, d.h. private rentenversicherung, denn wie uns in letzter zeit ja immer wieder gern unter die nase gerieben wird, dürfen wir zwar weiter fleißig einzahlen, sollen aber keine allzu großen erwartungen haben, daß uns später mehr als ein notgroschen ausgezahlt wird.

wie das mit dem ankurbeln der wirtschaft durch konsum funktionieren soll, wenn
uns immer weniger vom gehalt übrig bleibt und zudem konsequent panik geschürt wird, daß wir im alter mal ohne unterstützung dastehen werden, wenn wir nicht alleine vorsorgen, ist mir schleierhaft. :rolleyes: [/B][/QUOTE]

hier liegt das problem:

sparen bzw. altervorsorge lohnt nur wenn du nicht arbeitslos wird.

ausser du machst nur riester rente ( weil diese glaube ich nicht in die berechnung einbezogen wird, was sich aber ja auch schnell ändern kann. heutzutage werden ja alle möglichen regelungen v. heute auf morgen geändert sogar ohne, dass ein großteil der bevölkerung das erfährt, bevor sie selber plötzlich davon betroffen sind ! ).....

denn das geld was du gespart hast wird ja angerechnet. sagen wir du hast aktien o. ein festgeldkonto o. einen bausparvertrag - was auch tlw. der altersvorsorge dient, davon kannst du dann erstmal einen großteil auflösen, ausser zu einer rel. niedrigen grenze ( weiß die werte aber im moment nicht genau ).

wobei das natürlich sinnvoll ist f. leute die wirklich vermögend sind, aber es ist die frage wo hier die grenze zu ziehen ist und was "vermögend" heutzutage ist. da man v. der staatlichen rente ja wohl nicht mehr viel erwarten kann - obwohl man gezwungen ist einzuzahlen - sollte eigentlich jeder irgendwie vorsorgen. und diese vorsorge kann einem halt rel. schnell genommen werden im falle der arbeitslosigkeit. vermute aber die meisten hier haben einen sicheren arbeitsplatz und machen sich nicht viele gedanken darum.

zu konsum:
ich halte das ganz system, was nur auf kaufen, konsumieren beruht schon seit jahren f. überholt. ausserdem wird viel zu viel crap produziert was eigentlich keiner braucht ( kosmetik, schmuck, luxusautos, handys mit vielen funktionen die total überflüssig sind zb. ). durch diese überproduktion und die herstellung von gütern die eigentlich überflüssig sind wird zudem die umwelt stark belastet und auch tiere müssen tlw. dafür leiden. naja, kann man eh nicht ändern - aber mag ja sein, dass jemand versteht was ich meine.

andererseit hängen natürlich v. diesem ganzen crap der produziert wird eine menge arbeitsplätze ab. wahrscheinlich wird diese produktion solcher güter aber bald zurückgehen, da sich dann nur noch ein kleiner teil der bevölkerung diese überhaupt leisten kann ( sieht man am beispiel überschuldeter jugendlicher - denn heutzutage sind ja teures handy,markenklamotten, die neuesten dvd´s + consolen games etc. pflicht für diese, sonst wär man ja "out" )
alphaquadranthier noch eine aktuelle meldung von arcor.de

"2.04.2004, 13:20 Uhr
Siemens plant angeblich Rückzug aus Deutschland
Erlangen (dpa) - Der Elektro-Konzern Siemens plant nach Darstellung des Gesamtbetriebsrates den systematischen Rückzug aus Deutschland. Durch die Verlagerung in Niedriglohnländer seien im Inland 74 000 der 170 000 Stellen in Gefahr, heißt es in einem Positionspapier. Der Gesamtbetriebsrat kündigte harten Widerstand gegen die Vorstandspläne an. Es handle sich um ein groß angelegtes Programm zur Arbeitsplatzvernichtung, sagte der GBR-Vorsitzende Ralf Heckmann auf einer Kundgebung der IG Metall. "
MissPan[QUOTE][i]Original geschrieben von alphaquadrant [/i]
[B]hier noch eine aktuelle meldung von arcor.de

"2.04.2004, 13:20 Uhr
Siemens plant angeblich Rückzug aus Deutschland
[/B][/QUOTE]

tja, wie es aussieht, habe ich wohl von der falschen firma eine neue waschmaschine erstanden, aber daß nur nebenbei. :rolleyes:

was die sicherheit des arbeitsplatzes anbelangt, so können das wohl wenige von sich behaupten.
ich bin z.bsp. bin bei einem privaten unternehmer angestellt. sollte mein chef mal auf die idee kommen, er habe genug gearbeitet und genießt jetzt das leben, sieht es schlecht aus.

daß vorsorge nötig ist, dürfte mittlerweile jedem bewußt sein, nur stellt sich mir die frage, wie man als normalverdiener bei steuerklasse 1 jeden monat noch geld locker machen soll für zusatzversicherungen?
es würde für mich einen ziemlich drastischen einschnitt in puncto lebensqualität bedeuten, weil ich mein "taschengeld" dann nur noch dafür aufwenden müßte, einen finanziell halbwegs gesicherten lebensabend verbringen zu können.
was sind das für besch.... aussichten?!
die nächsten jahrzehnte (!) wie ein sparfuchs leben, nur damit man im alter nicht unter der brücke landet.

ich kann ja schlecht meinem chef sagen, daß ich ab sofort bitte das doppelte verdienen muß/möchte....

okay, könnte ich schon - aber DAS gesicht möchte ich dann mal sehen. ;)
Seneca@ MissPan

Als Junggruftie hatte ich ich eine hervorragenden Lösung für das Alters u. Renteproblem, ich wollte mich mit spätestens 30 umbringen...!

Ich hab's mal wieder verschoben....aber wer weiß...!
Montrose@Nachtrag. Manchmal hat man was geschrieben und denkt weiter drüber nach. Also es ging um Osterweiterung Europas und die Auswirkung auf Arbeitsplätze. Längere Zeit habe ich sogar mit dem Gedanken "Radikalkur" ... Grenzen schließen, gespielt. Nun die neueste Version:

Ein wesentlicher Grund für die Wirtschaftsprobleme Deutschlands ist das Zusammenbrechen der ostddeutschen Industrie (laut SPIEGEL). Ein Faktor dabei war, daß der ostdeutschen Industrie der Handel nach Osten weggebrochen ist.

Mit der Osterweiterung wäre es denkbar, daß der Ostabsatz zunimmt und dadurch deutsche Firmen profitieren. Möglicherweise hat Schröder darauf spekuliert. Dazu hätte man die Ostexpansion aber in zweifacher Hinsicht vorbereiten müssen:
#Anreize schaffen, daß die Industrie ihre Stammwerke in Deutschland beläßt
#Innovation hier ankurbeln, so daß man zweifach Arbeitsplätze schafft: für die Entwicklung in Deutschland, für die Produktion Polen etc..

Warum scheitert das? Erstens wurde von KOHL/SCHRÖDER versäumt, die notwendigen Vorbereitungen zu treffen. Da hätte es Fachgremien zwischen Industrie und Politik bedarft, um die optimalen Rahmenbedingungen für eine Stärkung deutscher Wirtschaftsstandorte auszutarieren. Eine durchdachte Wirtschaftspolitik Ost fand ja aber in den vergangenen 15 Jahren überhaupt nicht statt.
Zweitens: mit der mangelhaften Bildung der Deutschen ist nicht zu erwarten, daß die Polen für uns die Bimbos spielen und wir sitzen in den Planungsbüros. Auch in der Bildungspolitik hätte man schon seit zwanzig Jahren die Weichen ganz anders stellen müssen.

Kann die Osterweiterung dennoch Stellen in Deutschland schaffen? Ja, aber in umgekehrter Richtung. Großfirmen verlagern ihren Sitz in den Osten. Dort finden sie hochintelligente Menschen vor. Die Osteuropäer entwickeln Innovationen, und die Deutschen sitzen am Fließband und übernehmen die Produktion. Das ganze läuft auf eine Erpressung hinaus: entweder ihr nehmt jeden Jobs um jeden Lohn oder ihr landet auf der Straße.
.... mal sehen, wie sich das Szenarium weiterentwickelt.


@Seneca.
[QUOTE]Ich selbst habe das Problem mit meiner Frau schon seit langem durchgespielt, wie könnten und ein Kind wohl erst "leisten" wenn sie 33 ist, und sie wäre sicher nicht begeistert, die folgenden Jahre nur noch als Gebärmaschine zu fungieren, zumal wir uns den Ausfall ihres Einkommesn dann erst recht nicht leisten könnten.[/QUOTE]
Kinder setzt man nicht aus politischen Gründen in die Welt. Und man läßt sich das Kinderkriegen auch nicht aus politischen Gründen verbieten. Entgegen allen noch so schlimmen Realitäten, Kinder sind Herzensache. In meinem Umfeld sind drei Familien, bei denen sieht es mit Geld und Job etc. sehr unsicher und mau aus. Aber sie haben Kinder, und das klappt - trotz allem.
Die Frage ist nicht das Geld, sondern ob ihr nicht noch ein paar Jahre ohne Kinder Spaß haben wollt. Und mit 33 ist es nicht zu spät... was heißt denn Gebärmaschine, zwei oder drei würden doch reichen ;).


@alphaquadrant/MissPan
[QUOTE]sparen würde ich nicht empfehlen ! ausser du hast einen 100% sicheren arbeitsplatz. denn solltest du mal plötzlich arbeitslos werden und hast rel. viel gespart musst du ja das geld erstmal alles ausgeben f. lebensunterhalt ( bis zu einer rel. niedrigen grenze ) bevor du geld vom staat bekommst.[/QUOTE]
[QUOTE] daß vorsorge nötig ist, dürfte mittlerweile jedem bewußt sein, nur stellt sich mir die frage, wie man als normalverdiener bei steuerklasse 1 jeden monat noch geld locker machen soll für zusatzversicherungen?[/QUOTE]

Das ganze Sozialsystem inklusive Neuerungen ist ein einzigartiger Pfusch.
alphaquadrantdann füge ich auch noch hinzu , dass der plan ( sollte es denn umgesetzt werden ) singles o. kinderlose noch stärker zu belasten als bisher schon.

was soll das , ist doch meine sache ob ich heiraten w+ kinder will. in der derzeitigen lage hier sicher nicht. anscheinend kommen wir langsam wieder bei kommunismus o. faschismus an, wo einem alles vorgeschrieben wird.

warum werden eigentlich die ganzen erungenschaften der letzten jahrzehnte einfach weggeworfen ?
alphaquadrant[QUOTE][i]Original geschrieben von MissPan [/i]
[B]tja, wie es aussieht, habe ich wohl von der falschen firma eine neue waschmaschine erstanden, aber daß nur nebenbei. :rolleyes:
[/B][/QUOTE]

naja, siemens ist ja schon lange nicht mehr das was es mal war.
das telefon was ich hatte v. denen hielt nicht lange. :(
Montrose[QUOTE]was soll das , ist doch meine sache ob ich heiraten w+ kinder will. [/QUOTE]

Nein, das war's noch niemals in der Geschichte und ist es auch heute nicht. Dieses Märchen von "ist doch meine Sache" hängt mir langsam wirklich schon zu den Ohren raus. Nein, es ist nicht alleine Deine Sache und nein, sich da einzumischen ist kein Faschismus ... oder wir leben schon die gesamte Zeit im Faschismus. Denn Dir ist anscheinend überhaupt nicht bewußt, wie ja auch in der Gegenwart Männer und Frauen ideologisch manipuliert werden, so daß es eben nicht "ihre Sache ist".

Dieses ganze Single/Ehelosigkeit/Ehe von Homosexuellen etc, ob Kinder in Sicherheit aufwachsen oder verwahrlosen oder wie in afrikanischen Staaten in einen Krieg gejagt werden .... das ist eine Frage der gesamten Gesellschaft und nicht alleine des Einzelnen.

Ulla Schmidt und die ganzen Linken haben auf die klassische Familie langezeit zugunsten von Karriere abgeschissen. Deshalb auch soviel Patchwork-Durcheinander, wo die Kinder nicht mal mehr wissen, wer jetzt Vater, Stiefvater oder böser Onkel ist. Solange das mit der Karriere und wir werden alle reich und berühmt geklappt hat, war das ja eine wunderschöne Ideologie.

Mittlerweile aber tönt es: unsere Kinder sind seelische Krüppel (Zappelphillip), die sind blöd und außerdem haben wir eh zu wenige davon. Und mit Karriere ist auch Essig. Anders ausgedrückt: die Ideale der letzten zwanzig Jahre haben nirgendwohin geführt.

Der Punkt ist doch der: die Lebensumstände des Einzelnen werden von den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen bestimmt. Dieses "ist doch meine Sache" ist glatter Selbstbetrug, weil andere Deine Lebensumstände dahingehend manipulieren, daß Du für die eine Handlung belohnt und für die andere bestraft wirst. So frei nach dem Motto: "Sie dürfen tun und lassen, was sie wollen, aber die Konsequenzen tragen sie bitteschön selbst."

Die Leute müssen wegkommen von dieser Lüge "Ist doch meine Sache" zu "Ist doch UNSERE Sache." Als einzelner kann man nichts ändern, aber viele können was tun.
TiberonWomit du mir aus dem Herzen sprichst Monstrose.
MissPan[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]@ MissPan

Als Junggruftie hatte ich ich eine hervorragenden Lösung für das Alters u. Renteproblem, ich wollte mich mit spätestens 30 umbringen...!

Ich hab's mal wieder verschoben....aber wer weiß...! [/B][/QUOTE]

solche gedanken haben mittlerweile sogar eine echte existenzberechtigung.
war es früher nur das schnöde leiden am leben, so ist es heutzutage die nackte angst vor einem lebensabend unter der brücke. ;)
alphaquadrantnaja, es geht aufwärts, wie man an folgender seite:

[url]http://home.knuut.de/EWKberater/Meinung/12700cFrame-SetAlmanach.html[/url]

sehen kann, hat das konzept der bundesregierung hand und fuss und die arbeitslosigkeit wird bald ein nur noch ferner albtraum sein :mad:
Tiberon[QUOTE][i]Original geschrieben von BlutigesMäh [/i]
[B]@Tiberon.Darf ich dann bei dir putzen und kochen?[/B][/QUOTE]Öhm ist das ein Angebot? mein Magen knurrt nämlich schonwieder und ich hab das grad etwas Kaffee verschuettet ... ;)

aber um nicht ganz offtopic zu geraten..
das heisst heut nichtmehr Sklaventreiber, sondern
[b][i]human ressource manager[/i][/b]
dunklefee@all
so lange es sich sehr gut von stütze und schwarzarbeit leben lässt und das noch mehr geld bringt als ehrliche arbeit kann die regierung kürzen soviel sie will. dann geh ich eben 3 tage in der woche arbeiten und nicht nur 2 tage.

dunklefee
Fledriich hab Hass!! die Reich behalten ihren Stand wie s schon immer in der Geschichte verlief und die Armen werden immer weiter ausgebeutet! ich denke es wird nicht besser werden es wird sich zu Amerika 2 entwickeln auf längere Sicht. Und eine Revolution wird auch entfachen. Noch gehts Deutschland zu gut . Aber diese Wirtschaft geht den Bach runter ...
Tolle Aussichten!!!
würrrgghhhhh
SenecaNun, die Rückkehr das Sozialismus in einem anderen (globalen) Gewandt scheint sicher...!
Im übrigen ist die Geschichte Europas seit dem alten Rom von solchen Zyklischen Epochen duchzogen...mit Höhepunkten wie den Bauernaufständen, gefolgt von der Renaissance, der emanzipation der Städte über die Französische Revolution, über die Industrialisierung und die Arbeiterbewegung, die Sozialistenaufstände der 20er und die Oktoberrevolution bis hin zur Wiedergeburt des Kapitalismus in der Globalisierung.
MontroseDer Sozialismus ist auch nur eine andere Form der Diktatur.
ApexNaja die Diktatur des Proletariats...aber da man die Mehrheit der Bevölkerung zum Proletariats zu rechnen ist kann man eigendlich sagen das es nicht anders läuft als Demokratie.

Wobei ich die Meinung habe das ein moderner Sozialismus oder Kommunismus in einem modernen Dienstleistungs- und Industriestaat mit einer Demokratie nicht mehr auf dem Weg einer gewalttätigen Revolution erreicht werden kann. Naja näheres dazu habe ich ja im Rotstern-threat in Dies&Das geschrieben...
Montrose[QUOTE]Naja die Diktatur des Proletariats...aber da man die Mehrheit der Bevölkerung zum Proletariats zu rechnen ist kann man eigendlich sagen das es nicht anders läuft als Demokratie.[/QUOTE]
Das ist definitiv falsch.

Das "Proletariat" ist erstens kein soziologischer Begriff, sondern ein ideologischer Kampfbegriff bzw. eine Fiktion. Zweitens, wenn man diesen Begriff dennoch ernst nimmt, so bezeichnet er in etwa folgendes: kinderreiche, verarmte Arbeiter.

So, lieber Apex, die Anzahl der Industriearbeit ist durch die Robotik/Automatisierung sehr stark zurückgegangen. Die noch in diesem Bereich Tätigen sind gut bezahlt. Die Mehrheit der Menschen würde ich eher als "bürgerlich" denn als "proletarisch" bezeichnen. Denn sie haben Vermögen, einen white-collar-Job .... und viele Kinder hat eh kaum noch jemand. Fazit: es gibt keine Proletarier mehr, deswegen können sie auch nicht Grundlage unserer Gesellschaft sein.

Demokratie zeichnet sich dadurch aus, daß jede soziale Schicht Zugang zur Macht hat. Wenn Du nur dem "Proletariat" Zugang zur Macht erlaubst, ist das keine Demokratie mehr, sondern eine Diktatur.

Sozialismus und Kommunismus sind eine totalitäre Diktatur und somit Unfreiheit der Menschen, weil sich der Staat in alles einmischt. Man kann kein Eigentum mehr erwerben. Die Belohnung erfolgt nicht nach Leistung, sondern nach ideologischer Rechtgläubigkeit. Alles wird von staatlichen Stellen gesteuert.

Was wir brauchen, ist eine Wiedererweckung der sozialen Marktwirtschaft. Den Wohlstand für alle in der Bundesrepublik Deutschland wurde nicht von Sozialisten/Kommunisten erreicht (schau Dir mal die Verhältnisse der damaligen DDR an), sondern durch moderate bürgerliche Regierungen, sei es nun CDU/CSU oder SPD. Daß das mittlerweile nicht mehr funktioniert, hängt damit zusammen, daß die moderaten Parteien mittlerweile nicht mehr die Fähigsten als Kandidaten aufstellen, sondern jene, die am besten lügen können. Und so zerstört sich die Demokratie selbst ...
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i]
[B]Sozialismus und Kommunismus sind eine totalitäre Diktatur und somit Unfreiheit der Menschen, weil sich der Staat in alles einmischt. [/B][/QUOTE]

Sozialismus war auch der Grundgedanke der auf die Skandinavischen Welfare economy beruht, die oh Wunder, auch heute noch relativ intakt ist...

Der Kommunismus ist nichts weiter als das, was viele Dörfer in Afrika am Leben erhält, insbesondere wenn ich da an die gemeinsame Nutzung von Produktionsmittel a.k.a Traktoren etc denke.

Der Sozialismus unter Ulbrichts und Honecker, sowie der Kommunismus unter Stalin und Chruschtschow waren ebenso nur Auslegungen einer Idee, wie der selbstverzehrende Turbo- Kapitalismus in den USA.

Ich meine mit der Wiederkehr des Sozialismus auch nicht eine Neuauflage der DDR.

Sozialismus kann unabhängig von Regierungsform und Wirtschaftssystem sein...!
Apex@Montrose

Sicher hast du recht, die Definition des Proletariers von 1840 ist auf heutige Verhältnisse in Deutschland nicht übertragbar. Doch warum sollte man denn nicht versuchen den Begriff Proletarier für das 21. Jahrhundert neu zu definieren? Klar ist das wir heute aufgrund der sozialen Marktwirtschaft eine sehr breite Mittelschicht haben die man zum niederen Besitzbürgertum zählen könnte, aber warum sollte man das tun? Diese Leute arbeiten auch hart für ihr Geld, sind Arbeitnehmer die im Endeffekt heute auch nur der Gnade der großen Arbeitgeber, der wahren Besitzbürger unterworfen sind. Warum also nicht den Begriff des Proletariers auf diese arbeitende Mittelschicht ausweiten und so versuchen eine Brücke zwischen der Unterschicht und der Mittelschicht zu schlagen?

Niemand spricht davon die DDR neu zu beleben...obwohl ein, zwei Ansätze vielleicht nicht so schlecht wären. Und Sozialismus und Kommunismus sind nicht das Gegenteil zu Demokratie. Ich bin der Meinung das ein funktionierendes gemeinschaftliches Staatssystem auch, nein, eigendlich nur dann wirklich existieren kann wenn es auf demokratischen Prinzipien beruht. Die Diktatur des Proletariats ist heute, um einen sozialistischen Staat zu Formen in meinen Augen nicht mehr Notwendig. Eher der Wille des Proletariats zu Veränderung der herrschenden Zustände.

Was die freie Marktwirtschaft angeht so könnte man in meinen Augen auch sehr gut auf eine Planwirtschaft umsteigen, doch wären solche Pläne wohl eher als utopisch zu bezeichnen. Doch und da gebe ich dir Recht eine Rückbesinnung auf eine soziale Marktwirtschaft sollte möglich sein. Eine radikale Umverteilung des Vermögens ist de facto nicht machbar aber eine durch Förderprogramme sowie Vermögens- und Tobinsteuer langsame Umschichtung des Vermögens wäre durchaus einen Versuch wert. Auch eine stärkere solidarisierung mit den Staaten der 3. Welt und eine Politik gegen eine nur auf Gewinn ausgerichtete Konzernpolitik sollte in der in der Zukunft eine richtlinie nicht nur des deutschen Staates sein.

Ich denke man kann durchaus gleichzeitig Demokrat und Sozialist sein.
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Apex [/i]
[B]Ich denke man kann durchaus gleichzeitig Demokrat und Sozialist sein. [/B][/QUOTE]

Nannte man das nicht einst einen Sozialdemokraten...?
Ist nicht viel davon übrig geblieben, im Berufs-Politiker(Poker)-tum.
ApexMan könnte wenn man wollte, aber als ehemaliges SPD-Mitglied trage ich leiber den Namen demokratischer Sozialist um mich abzugrenzen *g*
MissPanzitat frank-jürgen weise, bezogen auf seinen job als chef der BA:

"ich bin finanziell unabhängig. da fand ich es durchaus sinnvoll, auf zeit einen beitrag für die gesamte gesellschaft zu leisten, auch wenn das jetzt schrecklich hochgestochen klingt."

hochgestochen?! ach iwo, herr weise - soviel selbstlosigkeit muß doch belohnt werden!
ein jahreseinkommen von 250.000 euro ist da vollkommen angemessen.
[SIZE=1](andere müssen sich für diese summe 10 jahre krumm machen - aber wir wollen ja nicht kleinlich sein, oder?)[/SIZE]

wenn sie ihren job aber wirklich aus einer sozialen verantwortung heraus angenommen haben, dann sollte es doch auch ein symbolischer euro im lohnsäckel tun, oder?
schließlich müssen sie ja nicht auf´s geld schauen.

und da sie den job eher aus wirtschaftlicher denn politischer sicht zu tun gedenken, schlage ich hiermit vor, den aufgeblähten verwaltungsaparat ins kostengünstige ausland zu verlagern - den steuerzahler wird´s freuen.
nehmen sie sich doch ein beispiel an den großen firmen wie siemens und co., die haben doch bereits vorgemacht, wie´s gehen kann. und flexible und noch dazu billige arbeitskräfte zu finden, sollte für sie doch kein problem darstellen.
ScheolIch habe mir hier nicht alles durchgelesen demnach kann es sein das mein Beitrag einfach unpassend reinplatzt.
Aber ich habe hier was von diesem Eheähnlichen Verhältnis gelesen.

Letztens bekam ich ein Brief vom Arb.-Amt in dem sie mir vorgeworfen haben das ich mit meiner Mutter in einem Eheähnlichen Verhältnis lebe :D

Ich habe daraufhin angerufen und erstmal gefragt ob sie Schmerzen hätten.
Daraufhin kam nur ein gestammel und keiner konnte sich das dort erklären.

Nunja, was will man auch von einem Amt erwarten.
Wie oft musste ich schon feststellen das diese Leute einfach nur dumm sind.
Alle arbeiten sie im selben Haus, aber nicht miteinander sondern nebeneinander her. Alles ist miteinander verbunden, aber scheinbar ist dort keiner in der Lage den Flur 5 Meter runter zugehen um dort mit dem Kollegen in der anderen Abteilung zu reden....tztz.... :rolleyes:

bb
Scheol
neeChristScheol
Also beim Arbeitsamt muss ich dir zustimmen. Da weiß die rechte Hand nicht was die linke macht. Da haben wir schon ein paar Anekdötchen zusammengetragen und überlegt, ob man die nicht veröffentlichen sollte.
Mich ängstigt der Gedanke, dass auf allen Ämtern so willkürlich verfahren wird.

Ein vieldiskutiertes Thema ist zum Beispiel die Tatsache, dass man einem unverheirateten Arbeitslosen nun zumuten kann, in Bayern seine Zelte abzubrechen, um nach Hamburg arbeiten zu gehen (z.B.). Wie es da mit den eheähnlichen Gemeinschaften aussieht weiß ich nicht genau. Wäre aber interessant zu wissen, ob man für seinen Partner auch noch aufkommen muss, wenn man ans andere Ende von Deutschland geschickt wurde, oder ob dann ein Schreiben kommt: "Da wir ihre eheähnliche Beziehung aufgelöst haben..." :D

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