| Darket | So, ich hoffe mal dieses Thema gibt es noch nicht, aber aus aktuellem Anlass und weil die Diskussionen hier am Board teilweise in diese Richtung gehen, mach ichs einfach mal auf. Neulich lief im Bundestag mal wieder eine Debatte über Gleichbehandlung von Homo- und Heterosexuellen Menschen. Dabei war wieder einmal auffalend bemerkbar, dass manche Politiker (auf der konservativen Seite) unser Grundgsetz gern nach Belieben auslegen. Ein Abgeordneter der Christdemokraten echauffierte sich gewaltig über die Gleichstellung, da auf diese Art der Art.6 des Grundgesetzes (Schutz der Familie) ausgehöhlt würde. Mir kam gleich wieder die Galle hoch, da der Artikel wörtlich folgendes besagt: "Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutz der staatlichen Ordnung." Mir erschließt sich der kausale Zusammenhang zwischen der Aussage des Abgeordneten und dem gesetzestext nicht wirklich. Ich sehe nicht wo die soziale und juristische Gleichstellung die Familie beeinträchtigt, es wird doch niemand schwul, weil es plötzlich legal und anerkannt ist, es ermöglich nur allen Beteiligten ein ehrlicheres Dasein mit sich selbt und anderen. Worauf ich hinaus will ist die Debatte um ein Adoptionsrecht für Kinder von Homosexuellen Paaren. Wieso ist es in Deutschland immernoch möglich (wenn auch schwierig) als Single ein Kind zu adoptieren, als glückliches, wohlmöglich schon jahrelang zusammenlebendes Paar jedoch nicht? Es heißt immer das Kinder beide Elternteile brauchen, wenn ein Kind nunmal keine Eltern hat, dann braucht es dennoch ein gutes familiäres Umfeld, da sind sich doch die allermeisten einig. Von konservativer Seite kommen so lachhafte Argumentationen wie dass Kinder, die von einem homosexuellen Paar großgezogen werden leicht selbst homosexuell werden. Nun ja, abgesehen davon, dass ich das für zweifelhaft halte, die allermeisten Homosexuellen sind schließlich auch in Hetero-Haushalten großgeworden, ist das doch keine Begründung, oder? Selbst wenn das Kind sich auch gleichgeschlechtlich orientiert ist das seit 1973 (glaub ich) legal und völlig in Ordnung. Ein anderes angeführtes Argument ist der besagte Schutz der Familie, aber das mutet im Fall von Adoptivkindern doch eher lächerlich an, schließlich haben diese Kinder nichteinmal eine Familie. Wer kann es sich erdreisten diesen Kindern ein mögliches, glückliches Familienumfeld vorzuenthalten? Ich finde das unverschämt allen Beteiligten gegenüber. Ich will im Leben nicht behaupten, dass Homosexuelle die besseren Eltern wären, aber schlechter mit Sicherheit auch nicht. Wieso zur Hölle schafft man es in diesem ach so freien Land nicht enige längst überfällige Regelungen dahingehend durchzusetzen? Selbst wenn Art.6 in diesem Fall irgend eine bedeutung hätte (was ich bestreite), stünden dem die Artikel 1-3 gegenüber. Das Verfassungsgericht fällt in Fällen sich widersprechender GG-Artikel in aller Regel eine Entscheidung danach, welcher im individuellen fall höher wiegt. Ich frage daher ob Menschenwürde, persönliche Freiheit und Gleichheit vor dem gesetz nicht schwerer wiegen sollten, als eine an den Haaren herbeigezogene Interpretation des Art.6? |
| atra_umbra | Ist es nicht so, dass es in Deutschland überhaupt extrem schwer ist, ein Kind zu adoptieren? Ich habe schon etliche Reportagen gesehen, in denen es darum ging, dass sich wohlhabende Deutsche (verheiratet) Kinder aus dem Ausland (Osten, Thailand,...) holen. Aber davon mal abgesehen (also dass es allgemein schwer ist) ist eine Regelung, dass homosexuelle Paare mit Kinderwunsch diesen in Deutschland nicht verwirklichen können natürlich Schwachsinn. Da es aber eh alles Theorie ist - wer "kriegt" schon überhaupt ein deutsches Adoptivkind - müssen jene, die sich ein Adoptivkind wünschen, ob homosexuell, single, verheiratet etc. auf das Ausland ausweichen. Deutsche Adoptivkinder werden - so habe ich es mal gehört - in der Regel (wenn vorhanden) an nahe Verwandte, wie Großeltern, Tante oder Onkel "vergeben". So war es auch bei einem mir bekannten Kind der Fall. atra_umbra |
| Darket | Stimmt es ist nicht einfach, aber es ist möglich, selbst als Single. |
| atra_umbra | Ja... wie ich schon sagte: Diese Gesetze ("Du darfst - Du nicht") in diesem "toleranten" Land sind sehr armselig:confused: Denn jedem, der sich von Herzen Kinder wünscht, sei es auch vergönnt, die Möglichkeit zu bekommen, dies auch zu verwirklichen. Dabei zählt meiner Meinung nach der MENSCH und nicht sein Label (homo, hetero oder weiß die Katz!). atra_umbra |
| Tiberon | Homosexuelle Paare sollen adoptieren dürfen? Da krieg ich Gänsehaut. so ein Thema gabs im Kaiser aber schonmal (habs auf die schnelle aber nicht entdeckt) |
| Darket | [QUOTE]Homosexuelle Paare sollen adoptieren dürfen?[/QUOTE] Da würd mich aber doch deine Begründung interessieren |
| atra_umbra | @ Tiberon Da ich nicht homosexuell bin, fühle ich mich durch deine Worte nicht angegriffen. Aber ich denke doch, dass sie sehr verletzend sein können. Hast du schlechte Erfahrung mit dieser Thematik gemacht? Es geht doch im Endeffekt "nur" um ein Gesetz, da es - wie bereits erläutert wurde - ohnehin extrem schwer ist, in Deutschland zu adoptieren. Ist es von Belang, ob ein Kind mit Liebe von einer Frau, zwei Frauen, einem Mann, zwei Männern aufgezogen wird? Oder ist es dein Klischee vom "Vorzeige-Schwulen", dem tuffigen, transigen Weibskerl, das dich erschaudern lässt? atra_umbra |
| GalacticSurfer | Warum sollen sie es denn eigentlich dürfen? Ist denn schon mal wissenschaftlich untersucht worden, wie es einem Kinde bekommt, wenn es von zwei Schwulen oder Lesben großgezogen wird? |
| cloudZero | Ich wäre lieber von zwei zum Mitgefühl und Liebe fähigen Schwulen oder Lesben grossgezogen worden anstatt von meinen Eltern. Ein Kind braucht Liebe, Geborgenheit und Respekt. Da ist das Geschlecht und die sexuelle Ausrichtung der Erziehungsberechtigten unwichtig. |
| Tiberon | Tja, wie soll ich sagen ... Ich betrachte Homosexualität als 'Fehler' der Natur. Ein Paar, das eben dieser Neigung nachgeht, tut nichts zum Erhalt und Fortbestehen der menschlichen Rasse (biologisch gesehn) In einem Stammbaum wäre ein Schwuler eine Sackgasse. Und mir wiederstrebt es, denen das Recht einzuräumen, Kinder erziehen zu dürfen. Aber vielleicht bin ich auch nur altmodisch. |
| herbstliebe | Tiberon, angenommen ein heteropaar kann keine kinder bekommen, weil einer der beiden durch einen fehler der natur dazu nicht fähig ist. würdest du den beiden eher das recht zusprechen, ein kind zu adoptieren? |
| GalacticSurfer | Er würde, glaube es mir.... ;) |
| Azurite | Genaugenommen haben es die Schwulen ja in dieser Hinsicht am schwersten, denn als Lesbe kann man immer noch selbst ein Kind bekommen und ich glaube nicht, dass man da was dagegen machen könnte. Genausowenig glaube ich, dass Lesben besser als Schwule zur Kindererziehung geeignet sind, also wäre es schon mal aus Gründen der Fairness angebracht, ihnen das nicht auch zu verwehren. Und ich hätte auch lieber ein schwules Pflegeelternpaar, als in einem Heim zu versauern. Azurite |
| Tiberon | [QUOTE][B]Er würde, glaube es mir.... ;) [/B][/QUOTE]nun ja, wahrscheinlich wobei sich mir auch die frage stellt, wieso ich ein wildfremdes kind adoptieren sollte |
| Darket | [QUOTE]wobei sich mir auch die frage stellt, wieso ich ein wildfremdes kind adoptieren sollte[/QUOTE] Darüber kann man ja reden, Du würdest es vielleicht nicht tun, ich wahrscheinlich auch nicht, aber es gibt doch die Fälle, in denen Kinder in eine intakte, liebevolle Familie adoptiert werden und so eine Zukunft bekommen, von der sie andernfalls bestenfalls träumen könnten. Ich finde das ist absolut in Ordnung. ein Homosexuelles Pärchen? Wieso denn nicht? Ich bin von einer alleinerziehenden Lesbe großgezogen worden, ich kann natürlich nicht beurteilen wie es ausgesehen hätte, wenn dem nicht so gewesen wäre, aber ich bin nicht unzufrieden. Nebenbei bin ich heterosexuell und zumindest kein dramatischer Fall für den Psychologen ;) Jaja ich weiß, das ist mein subjektiver Eindruck, aber auch Subjektivität bietet zumindest Anhaltspunkte. |
| GalacticSurfer | Nun ja, dann will ich mal auch mein Quentchen Subjektivität beisteuern: im Bekanntenkreis kann ich nicht mit Homosexuellen aufwarten, aber in der Gastronomie und Hotellerie bin ich öfters auf sie gestoßen und habe jedesmal erleben müssen, daß diese Herrschaften sehr distanziert und unbeholfen auf Kinder reagieren. Insofern möchte ich erst einmal vom Gegenteil überzeugt werden. |
| Darket | Ich glaube das ist auch eine Frage des Zusammenlebens. Ich glaube, dass eine Pärchen, gleich welcher Geschlechterkombination, anders damit umgeht als eine Einzelperson. Ich tu mich mit Kindern auch oft schwer und ne ganze Menge anderer Leute ebenfalls, meinst Du echt das liegt an der sexuellen Orientierung? Glaube ich für meinen Teil nicht wirklich. |
| GalacticSurfer | "Sexuelle Orientierung", irgendwie kann ich mich an diese PC-Begriffe nicht gewöhnen, na sei es drum... Ich habe nur meine Beobachtungen dargestellt, die sich auf Homos bezogen. Nicht mehr und nicht weniger und die kollidieren nun mal mit der Behauptung, daß diese gute "Eltern" wären. |
| Azurite | @ GalacticSurfer: Naja, es macht ja auch nicht viel Sinn, von denen auszugehen, die sich von Kindern eher schon freiwillig distanzieren... denen muss man die Kinder ja auch nicht aufzwingen. Hingegen, diejenigen, die gerne Kinder adoptieren würden, da sie einfach fürsorglichere Persönlichkeiten sind, werden sich dann wohl kaum extra distanziert verhalten, und wenn doch, dann glaub ich nicht, dass es unter Heteros weniger solche gibt. Wenigstens gibt es bei Homos keine ungeplanten Schwangerschaften... ich denke der Spruch mit den besseren Eltern kommt ja auch irgendwie daher, dass man bei den Heteros die ganzen Rabeneltern die die Kinder gar nicht wollten dazuzählen muss, während ein Homo-Paar ein Kind wohl nicht im Zweifel adoptieren würde. (Gilt natürlich auch für Hetero-Adoptiveltern) Ich denke mal, wenn ich die Wahl hätte, hätte ich lieber ein Homo-Adoptivelternpaar, das mich auch will (naja logisch), als ein ungewolltes Kind einer Heten-Teenie-Mutter zu sein, die wahrscheinlich noch lieber andere Dinge in ihrem Leben gemacht hätte. Azurite |
| GalacticSurfer | @Azurite Klingt ja alles in der Theorie ganz hübsch. |
| Azurite | Habe auch nie behauptet, das wäre allgemeingültig und bedürfte keinerlei genaueren Prüfung. Ich vertrete lediglich die Meinung, dass auf das selbe Geschlecht zu stehen nicht zwingend bedeutet, unfähig zur Kindererziehung zu sein. Und weil ich sagte, 'bessere' Eltern... wie schon gesagt, ich denke dabei halt auch an Heteros die als Eltern absolut ungeeignet sind, aber denen keine Steine in den Weg gelegt werden. Weil es ja so "normal" ist und die ach so heilige Familie ja nur in der Form "Vater, Mutter, Kind(er)" die psychosenfreie Erziehung letzterer garantiert. Klingt in der Theorie auch ganz nett. Azurite |
| Lordlachdoch | Dass die deutschen Regelungen zur Adoption mehr als bescheiden sind ist kein Geheimnis. Ich weiss von Bekannten, die nach mehreren Fehlgeburten ein Kind adoptieren wollten. Sie bekamen keines mit der Begründung: zu alt! (die Frau war 38) Naja ich denke es ist verständlich, dass junge Frauen zunächst versuchen eigene Kinder zu bekommen bevor sie eines adoptieren... aber das nur nebenbei. Zum eigentlichen Thema: Ich stehe dem sehr zwiespältig gegenüber. Wie geht ein schwules Pärchen mit den ersten Problemen des Kindes im Kindergarten um, wenn die Fragen kommen wieso hast du keine Mama aber 2 Papas? bzw. schon mit den Problemen bei der Anmeldung, wenn der Kindergarten aus welchen Gründen auch immer die Aufnahme verweigert, weil das zu unabsehbaren Folgen führen könnte, ganz zu schweigen davon was die anderen Eltern sagen... Was machen die 2 Väter in der Pubertät mit einer Tochter, wenn die ganzen weiblichen Sorgen und Probleme auftauchen, die sie ja nun naturgemäß nicht beurteilen können? Oder sollten Schwule nur Jungs adoptieren dürfen? Ich denke spätestens ab dem Pubertätsalter werden diese Kinder ein erhebliches Problem haben ihre Familiensituation vor den Klassenkameraden zu verteidigen, die bestimmt schnell das Urteil: dann bist du doch auch schwul! fällen werden. Die Kinder werden es in der heutigen Gesellschaft nicht leicht haben, vollkommen unabhängig von Fürsorge und Liebe ihrer Adoptiveltern ist doch diese Familienform nicht normal und das wird man sie spüren lassen. Ich habe die Situation für Lesben absichtlich aussen vor gelassen, da sie naturgemäß die Möglichkeit haben ein eigenes Kind großzuziehen ohne es adoptieren zu müssen... |
| Darket | Ich stimme Dir völlig zu, das kann große Probleme für das Kind mit sich bringen, allerdings nur so lange, wie es noch als unnormal betrachtet wird Homosexuell zu sein. Aber würde ein solches Recht für homosexuelle Paare nicht dazu führen die Homosexualität ein Stückchen weiter in Richtung Normalität zu bringen? |
| Tiberon | [quote]... Was machen die 2 Väter in der Pubertät mit einer Tochter, wenn die ganzen weiblichen Sorgen und Probleme auftauchen, ...[/quote] Genau solcher Art sind auch meine Bedenken. Es wird natürlich irgendwie gehn - für alles findet sich ne Lösung Doch ist es imo z.Z. (und ich für meinen Teil hoffe, daß sich das nicht ändert, was aber ein anderes Thema wäre) für Kinder eine Belastung der Umwelt über das 'unnormal' Elternhaus Rechenschaft abzulegen. An manchen Schulen werden Kinder zusammengeschlagen, wenn sie nicht Schuhe von Nike oder sonstwas haben, was passiert wohl, wenn da ein Kind von 2 Vätern abgeholt wird ... |
| GalacticSurfer | @Darket Da kräuseln sich aber doch meine Schmunzelfalten: "Solange es noch als unnormal betrachtet wird..." HerrGott, es ist und bleibt unnormal von Adam und Eva an bis zum jüngsten Gericht. Das siehst Du doch schon an Deiner Existenz, wie wurdest Du denn gezeugt? Eine Welt voller Homos überlebt genau eine Generation lang, danach übernehmen die Stachelschweine und Blindschleichen die Herrschaft über diesen Globus. |
| cloudZero | Ich wiederhole mich zwar, aber diesmal als Frage formuliert: Was hat denn die Sexualität etwas damit zutun, ob ein Mensch ein Kind lieben und ihm Respekt entgegenbringen kann? Ihr macht euch Sorgen, was denn die Umwelt dazu sagen wird und ob das Kind ausgegrenzt bzw. benachteiligt wird. Wo sind denn eure Bedenken, wenn "normale" Eltern zu Hause im heimlichen Kämmerlein ihre Kinder schlagen, erniedrigen, misshandeln? Hauptsache nach aussen hin ist der Schein des "Normalen" gewahrt, nicht wahr? |
| Tiberon | dein beitrag denkt nichtmal von 12 bis mittag wer sagt, das schwule nicht auch zuschlagen? und lesben können auch bis zur besinnungslosigkeit saufen. GalacticSurfer hat vollkommen recht es war, ist und bleibt anormal bis zum weltuntergang |
| Tiberon | [quote]... aber es gibt doch die Fälle, in denen Kinder in eine intakte, liebevolle Familie adoptiert werden und so eine Zukunft bekommen, von der sie andernfalls bestenfalls träumen könnten. Ich finde das ist absolut in Ordnung.[/quote]ja, mit sicherheit. Doch stellt sich da mri erstmal die frage, inwieweit ein homosexuelles paar als familie gilt. den imo wird sie es nie sein und zu versuchen, dies mit einem kind zu 'kaschieren(?)' will ich nicht gut heisen. |
| Nnordy | Naja, in Japan haben sie jetzt bei Mäusen den Mann überflüssig gemacht - durch die Verschmelzung von zwei Eizellen entsteht das erste Mäusekind mit zwei Müttern, ganz ohne Vater... Nur als Einwurf zum Punkt "anormal". |
| Darket | [QUOTE]Eine Welt voller Homos überlebt genau eine Generation lang, danach übernehmen die Stachelschweine und Blindschleichen die Herrschaft über diesen Globus.[/QUOTE] Wer redet denn von einer Welt voller Homos? Der Begriff Normalität bezog sich auf die gesellschaftliche Normalität. Das die Natur das vorgesehen hatte, halte ich auch für unwahrscheinlich, aber es ist ein Phänomen mit dem die menschliche Gesellschaft leben muss und meiner Meinung nach auch leben kann. |
| cloudZero | [QUOTE][i]Original geschrieben von Tiberon [/i] [B]dein beitrag denkt nichtmal von 12 bis mittag wer sagt, das schwule nicht auch zuschlagen? und lesben können auch bis zur besinnungslosigkeit saufen. GalacticSurfer hat vollkommen recht es war, ist und bleibt anormal bis zum weltuntergang [/B][/QUOTE] Sorry, aber du hast entweder meinen Beitrag nicht aufmerksam gelesen oder nicht verstanden. Noch mal: Was hat denn die Sexualität etwas damit zutun, ob ein Mensch ein Kind lieben und ihm Respekt entgegenbringen kann? |
| decay73 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Tiberon [/i] [B]GalacticSurfer hat vollkommen recht es war, ist und bleibt anormal bis zum weltuntergang [/B][/QUOTE] Nun ja. Homosexualität mag zwar nicht der Norm entsprechen, ist aber in der Natur ein [i]völlig[/i] normales, wenn auch nicht häufiges Phänomen. ~decay~ |
| GalacticSurfer | @decay Ich sage es ja ungern, aber auch bei Tieren ist Homosexuelles Verhalten nicht "normal". Nach den Revierkämpfen der Hirsche wird der Sieger zum Platzhirsch und die anderen Junghirsche legen vorübergehend "homosexuelles" Verhalten an den Tag, wohl um ihr aufgestautes Brunftverhalten abzureagieren, ohne sich den Zorn des Leithirsches zuzuziehen. |
| decay73 | Dann defniniere mir erst mal 'normal', bevor wir aneinander vorbei reden... |
| Apex | Ähm also ich glaube mich erinnern zu können das Homosexualität im Tierreich auch durchaus verbreitet ist...da gabs mal diverse Studien mit Säugetieren drüber glaube ich nach dieser Studie neigen viele Tierarten zu homosexuellem Verhalten. Und selbst wenn dem nicht so ist...vielleicht ist Homosexualität bei Menschen die Art der Natur uns davon abzuhalten die Erde zu übervölkern... |
| cloudZero | Ich frage mich, wie sich wohl die Schwulen und Lesben bei dieser Diskussion fühlen. Ich meine, nichts gegen Diskussionen. Aber sind wir schon auf so einem Niveau angekommen, dass wir darüber diskutieren müssen, ob Homosexualität normal ist? Und das in unserer Szene? |
| Kildare | Das Argument, dass Homosexuelle biologisch nicht ein der Lage sind als Paar ein Kind hervor zu bringen, ist wirklich nicht sehr schlagend, denn dies gilt, wie schon erläutert, für die meisten Paare, die ein Kind adoptieren möchten. Abgesehen davon, dass eine Adoption in Deutschland "zum Schutz des Kindes" tatsächlich aberwitzig schwierig ist und deshalb eine Menge, vor allem ältere, Kinder in Pflegefamilien und Heimen unterkommen, die nicht unbedingt eine ideale Lösung darstellen, sehe ich kein wirkliche Problem inder Adoption eines Kindes durch ein schwules Paar. Natürlich wird das Kind von seinen Klassenkameraden e.c.t. gefragt werden, wie das bei ihm zu Hause ist. Wenn diese wirklich etwas mitbekommen. In den meisten Fällen wird es wahrscheinlich nur von einem Papa abgeholt. Es hat ewig gedauert, bis meine Klassenkamerade oder zumindest ein paar davon, die nicht mit mir befreundet waren, bemerkten, dass mein Vater schon eine ganze Weile tot ist. Ich hätte genauso gut Adoptivtochter eines Lesbenpaares sein können, zu mir gab's nur eine Mutter. Meiner Meinung nach ist ein schwules Paar -so dass denn gesetzlich möglich wird-, welches bereit ist, die juristische Tretmühle zu durchlaufen, durchaus qualifiziert, sich um ein Kind zu kümmern. Schließlich haben sie durch ihr Bemühen und ihre Hartnäckigkeit bewiesen, wie wichtig ihnen dieses Kind ist. Das Problem mit den Pubertätsschwierigkeiten von etwaigen Adoptivtöchtern kommt mir nicht so unlösbar vor. Alleinerziehende Väter -die soll es ja auch geben- werden damti schließlich auch fertig. Und ein Platz in einem Privathaushalt ist, denke ich, in den meisten Fällen wesentlich angenehmer als ein Heimplatz. Fazit: Gleiches Recht für alle. Der Einzelfall muss sowieso eingehend betrachtet und bewertet werden. |
| Darket | Das ist es doch! Wir müssen nicht darüber diskutieren wer denn jetzt die besseren Eltern sind, die Frage ist doch (unter anderem) ob es gegenüber einem Kind fair ist, ihm eine intakte Familiensituation vorzuenthalten. Es gibt auch immer wieder Kinder, die adoptiert werden und in einer absolut unmöglichen familie landen. Die Kontrollen sind doch recht scharf, aber natürlich nicht perfekt. Wenn ein homosexuelles Paar ein Kind adoptieren will, ist es keine Frage, dass die Situation für dieses Kind schwieriger werden kann, als bei einem hetero-Paar. Die Frage ist doch die ob diese Schwierigkeiten nicht eher in Kauf genommen werden, als diejenigen, die ein Aufwachsen im Heim ohne Familie mit sich bringt. Ich halte die letztere Alternative für die bessere, es ist doch nun auch wissenschaftlich eindeutig erwiesen, dass ein Kind eine intakte Famliensituation braucht. |
| GalacticSurfer | Vermutlich ist der Diskussionsgegenstand eh' ein recht hypothetischer, denn irgendjemand hat schon weiter oben geschrieben, daß es schon für ein normales Paar reichlich schwierig ist, ein Kind zur Adoption zu erhalten. Übrigens, um nicht mißverstanden zu werden, ich benutze den Begriff "normal" nicht als Opposition zu "pervers", sondern es gefällt mir nicht, daß ich und andere in Opposition zu Homos auf einmal ein sogenannter "Hetero" bin. Genausowenig, wie ich ein "Nichtbehinderter" oder "Nichtraucher" bin. Ich habe einfach keine Lust, sozusagen über die Ausnahmen redifiniert zu werden und hoffe, daß ich mich verständlich machen konnte. |
| decay73 | Oh ja, du hast dich absolut verständlich ausgedrückt und bist damit absolut nicht zu beneiden. |
| GalacticSurfer | @decay Mir geht es glänzend, mein Bester..... Danke der Nachfrage.:cool: |
| decay73 | Dann bin ich ja beruhigt. Aber so ganz ihne das Wort 'nicht' zu leben, ist doch nicht so ganz einfach, oder? |
| Mac | ES REICHT! Die homosexuellenfeindlichen Äusserungen in diesem Thread gehen mir gewaltig gegen die Hutschnur, wenn ich auch nur etwas entfernt ähnliches nochmal lese gibt es dauerhaftes Schreibverbot (ungeachtet von eventuellen Familienbanden!). Homosexuelle SIND NORMAL! Darüber wird es in diesem Forum überhaupt keine Diskussion mehr geben und ich finde es gerade zu widerlich das wir im Jahre 2004 immer noch darüber reden. Und Schwarze müssen im Bus stehen und Juden sind mit der Weltverschwörung beschäftigt. Alles das selbe. Nur weil einige so sehr mit ihren diffusen Ängsten überfordert sind oder Sündenböcke brauchen gibt das NIEMANDEM!!! das Recht andere zu diskriminieren. Ich finde es durchaus legitim die Adoption durch ein homosexuelles Paar WERTFREI! zu diskutieren. Alle "unnormalen", "von Natur aus" und "sowieso komisch bis zum Weltende" Vornhereinausschlüsse bleiben aber gefälligst draussen! Mac Moderator vom Barte des Kaisers |
| atra_umbra | @ Odessa Deine Argumentation ist sehr einleuchtend und dennoch sträubt sich irgendwas in mir, Dir in allen Punkten zuzustimmen. Ich bin ganz Deiner Meinung, dass letztendlich das Kind zählt, dass das Kind -welches ja mit dieser zugegebenermaßen sehr unüblichen Elternkonstellation leben muss (darf?)- auf keinen Fall darunter leiden darf. Doch ob Kinder damit später, wenn sie fähig sind, dieses Urteil zu fällen, ein Problem haben werden, sei dahingestellt. Du berichtest von einem Fall, in dem ein Kind eben Mama und Papa haben will und nicht zwei Papas etc. Ich habe -hingegen- kürzlich eine Reportage im TV gesehen (leider habe ich keine Quellenangabe parat), in denen eben dieses Thema behandelt wurde. Es ging um einen Jungen, dessen leibliche Mutter verstarb. Der Vater des Jungen entdeckte später (der Junge war zu dem Zeitpunkt im Kindergartenalter) seine homosexuelle Neigung und zog mit jenem Mann zusammen. Der Junge -zum Zeitpunkt der Reportage 13 Jahre alt- gab an, seine "Familie" klasse zu finden... Auch meine beste Freundin wuchs durch den frühzeitigen Tod ihrer Mutter alleine bei ihrem Vater auf. Auch sie sehnte sich (manchmal) nach einer Mutter, wie das Kind, von dem Du sprachst. Naja, möglicherweise dreht sich nun alles im Kreis. Die klassische Familie, wie sie noch vor Jahren Bestand fand, ist ohnehin von sog. Mischfamilien (Stief-..., Alleinerziehende Männer und Frauen,...) abgelöst worden. Möglicherweise nehmen wir hier auch wirklich Ausnahmefälle "in Beschuss". Wie viele homosexuelle Männer werden es wohl sein, die sich ein Kind wünschen? Und, zu guter Letzt: Ist es nicht über alles hinaus am Wichtigsten, dass einem Kind Liebe widerfährt, was leider auch in den besten Vorzeigefamilien nicht unbedingt die Regel ist? Was also, wäre es wirklich möglich für Schwule, Kinder zu adoptieren? Ist es prädestiniert, dass das Kind damit später Probleme haben wird? Mehr Probleme als andere Kinder mit ihren Eltern haben? So lassen wir die Sonne Sonne, den Mond Mond und die Sterne Sterne sein. Doch in dieser Frage möchte ich den Sachverhalt doch etwas differenziert betrachten... eine "abwägende" atra_umbra |
| Mac | Als ich gestern nach geschaut habe hatte die Natur weder ein eigenes Bewusstsein noch hat sie mir gesagt wie ich Kinder bekommen sollen. Differenziertes Betrachten gelingt in dem Fall wenn man, wie du es getan hast, das Kindeswohl und die Gefühle aller Beteiligten betrachten. Soziale Probleme, die Entwicklung des Kindes usw usw....Ein ganzer Berg von Streitpunkten. Das Argument das die Natur "es nicht wollte" ist allerdings wie ein religiöses Glaubensbekenntnis weil niemand die Natur fragen kann was sie davon hält. Es ist imho eine Ausrede die für die eigenen Befindlichkeiten und negativen Gefühle bezüglich dieses Themas gerade stehen muss. Keinesfalls kann das allerdings als Argumentation gelten! Mac |
| Nnordy | Ilo (huhu! :D ) kurzer Einspruch: Ich erwähnte weiter vorn schon, daß es demnächst das erste Mäusebaby mit zwei Müttern geben wird, da es aus der Verschmelzung zweier EIZELLEN entstanden ist. Nix mit Vater, nix mit männlichem Erbgut. Das mag zwar von der Natur nicht so vorgegeben sein, aber da ja derzeit eh die Diskussion um "Retortenbabys" in vollem Gange ist, sollte man das doch nicht so ganz außer Acht lassen, was das für uns bedeutet - und, je nach Urteil der Ethikkommissionen - und in Zukunft bedeuten könnte... Um was zur Diskussion beizutragen: Ich kann mich atra_umbrae weitgehend anschließen. Natürlich steht das Kindeswohl an erster Stelle. Und man kann nicht von vornherein davon ausgehen, daß ein Hetero-Pärchen die besseren Eltern abgibt, das hängt nunmal doch von jedem einzelnen Menschen ganz persönlich ab. Wenn ein kleines Kind im Bewußtsein aufwächst, daß es zwar - rein biologisch gesehen - eine Mutter und einen Vater hat, seine Familie aber aus zwei Vätern/MÜttern besteht, die ihm alle Liebe der Welt zukommen lassen - warum sollte es darunter leiden? Ich glaube, daß hier Kinder heranwachsen könnten, für die Toleranz nicht bloß ein paar Buchstaben sind, sondern die sie kennen und leben... Kann natürlich bloßes Wunschdenken sein, klar. |
| Tiberon | [quote]Als ich gestern nach geschaut habe hatte die Natur weder ein eigenes Bewusstsein noch hat sie mir gesagt wie ich Kinder bekommen sollen.[/quote]da mach die augen auf. die natur hat per Existenz von Mann und Frau festgelegt, wie man kinder bekommt [QUOTE][B]... daß es demnächst das erste Mäusebaby mit zwei Müttern geben wird,[/B][/QUOTE]aber was soll uns das zeigen? das es möglich wäre, daß in 200jahren nurnoch mutanten rumrennen? [quote]...vielleicht ist Homosexualität bei Menschen die Art der Natur uns davon abzuhalten die Erde zu übervölkern...[/quote]wenn dem so wäre (was ich aber in frage stellen möchte), kommt die natur leider 6mrd Menschen zu spät |
| Nnordy | Nein, sondern daß es in 50 Jahren biologisch gesehen keine Männer mehr "braucht", um die Fortpflanzung zu gewährleisten - willkommen auf dem Planet der Amazonen! :D (weibliche Wesen als "Mutanten" zu bezeichnen, finde ich dann doch ein wenig arg übertrieben...) Im ERnst: Bei der derzeitigen Geschwindigkeit in der Forschung halte ich das gar nicht mal für so unwahrscheinlich, allerdings steht das auf einem anderen Blatt, zugegeben. Und selbst wenn die ganze Natur - bis auf die Menschen, was nicht stimmt - rein "hetero" wäre - was sagt das darüber aus, ob ein heterosexuelles oder ein homosexuelles Pärchen die besseren Eltern sind? Was sagt es darüber aus, wer das "Recht" haben sollte, ein Kind zu adoptieren? Wenn man sagt "nur Heterosexuelle dürfen Kinder adoptieren" - wie weit ist der Schritt bis zu dem Punkt wo man sagt "körperlich Behinderte dürfen kein Kind adoptieren" - weil das Kind ja rein hypothetisch drunter leiden könnte das seine Eltern ein biologisches "Defizit" aufweisen? Ein schmaler Grat... |
| GalacticSurfer | Ich muß schon sagen, es ist doch interessant, daß lediglich bei Odessa das Kindeswohl im Vordergrund steht. Ansonsten lese ich nur "das Recht der Homos", "das Recht der Behinderten". Im Klartext heißt das doch, es reicht den Homos nicht, daß sie bar jeder Schikane nun offiziell gemeinsam unter die Decke schlüpfen dürfen, es reicht den Behindeten nicht, daß ihnen Rolli-Rampen allüberall eingerichtet werden. Nein, sie müssen sich die letzten Instanzen erobern - oder sind es nur die "Gutmenschen", die hier ihre Fürsprecher aus egoistischen Gründen mimen? Also, jetzt ganz im Ernst, falls hier Homos/Behinderte oder sonstige sich angesprochen fühlende an Board sind und mitlesen, outet Euch und schreibt mal ungeniert, was Ihr PERSÖNLICH zu diesem Thema meint. Seid Ihr willens in voller Verantwortung Kinder und zwar fremde, großzuziehen? |
| ange gardien | Hier muss ich GS Recht geben. Mir scheint es so als ob Kinder ( nicht nur bei Homos ) so eine Art Selbstverwirklichung darstellen. So einfach ist es aber nicht. Es geht schlicht und ergreifend darum ein menschliches Wesen groß zu ziehen und ihm gewisse Werte zu vermitteln. Ihr könnt mich jetzt ruhig für altmodisch halten, aber meiner Meinung nach ist das Optimum für die Entwicklung eines Kindes immer noch die klassische Familie mit Vater und Mutter. *Zyn. an*: Wie fühlt sich wohl ein Kind in der Schule oder im Kindergarten wenn es zu seinen Freunden sagen muss: Also das sind meine Eltern - Papa Detlef und Mama Dieter *Zyn. aus*. Irgendwas hat sich die Natur wohl doch dabei gedacht das halt nunmal Mann und Frau zusammen Kinder kriegen. |
| decay73 | [QUOTE][i]Original geschrieben von GalacticSurfer [/i] [B]Ich muß schon sagen, es ist doch interessant, daß lediglich bei Odessa das Kindeswohl im Vordergrund steht. Ansonsten lese ich nur "das Recht der Homos", "das Recht der Behinderten". Im Klartext heißt das doch, es reicht den Homos nicht, daß sie bar jeder Schikane nun offiziell gemeinsam unter die Decke schlüpfen dürfen, es reicht den Behindeten nicht, daß ihnen Rolli-Rampen allüberall eingerichtet werden. [/B][/QUOTE] Was hat denn plötzlich die Frage der Behinderung überhaupt mit diesem Thema zu tun? Dürfen die jetzt auch keine Kinder mehr bekommen, weil es das ästhetische Empfinden des werten GS (oder soll ich schreiben 'GW') stört? Und was meinst du in diesem Zusammenhang mit "outen"? Glaubst du wirklich, daß solch eine Frage überhaupt eines 'outings' bedarf, bzw. daß dies überhaupt jemand nötig hat? Oder machst du dich dann [b]endlich[/b] hier vom Acker, wenn es jemand tut? Das wäre mal wirklich konsequent! ~decay~ |
| Darket | Hmmmm, ich hatte bisher durchaus das Gefühl, dass das Kindeswohl nicht allzusehr in den Hintergrund gedrängt wird, es gibt da offenbar unterschiedliche Meinungen zu, aber von denjenigen, die meine Ansichten nicht teilen, was ja durchaus legitim ist, habe ich ehrlich gesagt noch keine sachlichen Antworten bekommen. Tiberon und Galactic Surfer, ihr habt eure Meinung, schön und gut, aber in der Lage über das Wohl eines Kindes, wie immer man das definiert, zu schreiben wart ihr bisher auch nicht. Sagt mir doch ob ihr denkt, dass es besser ist ganz ohne Eltern und Famlie aufzuwachsen, als liebende und fürsorgliche Adoptiveltern zu haben. Ja, natürlich, niemand garantiert eine intakte Familiensituation in der Adoptivfamilie, aber das ist ja unabhängig davon ob homo oder hetero, Arschlöcher gibts schließlich überall. |
| Tiberon | Da ich mich nicht in die Lage eines Waisen versetzen kann , fällt es mir schwer zu beurteilen, was dem Wohl des Kindes dienlich ist. Doch um deine Frage direkt zu beantworten: mit Sicherheit ist eine liebevolle Familie dem Heimleben vorzuziehen. Nach längerem Nachdenken glaube ich nun aber die Ursache meiner Abneigung entdeckt zu haben. (es handelt sich aber nur um ein Gedankenexperiment) Warum tun sich 2 Menschen denn zusammen? Egal was man glaubt warum und egal ob es erfolgreich ist, Ziel jeder Zusammenkunft ist die Fortpflanzung. Liebe ist nur ein biochemisches Verfahren, um die genetische Komatibilität auszutesten. Wenn nun 2 homosex. Menschen eine "Familie" gründen wollen, muß dem nicht ein hedonistisches Prinzip zu Grunde liegen? @Nnordy: jaja, der Wunschtraum aller Kampfemanzen. Als ob die Gesetze der Natur nicht schon genug gef**** würden Ich gehe davon aus, daß irgendwann die Rechnung kommt, würde man diese Möglichkeit in Betracht ziehen - zudem wäre ich nicht bereit einem auf dieser Art entstandenen 'Menschen' das Recht zuzugestehen, zur Spezies Homo Sapiens Sapiens gezählt werden zu dürfen. |
| Sirikith | wieso denn nicht...er wird wahrscheinlich "ganz normal" von einer frau ausgetragen, hat die üblichen 46 chromosomen, kann halt per genetik nur weiblich sein, hat also zwei x-chromosomen ubd ein wesentlich geringeres risiko, an erbkrankheiten wie der bluterkrankheit zu leiden...zumal laut wisseb´nschaftlichen testsw das y-chromosom immer mehr gene verliert...insofern könnten männer in ein paar hundert oder tausend jahren sowieso aussteren ;) zum thema adoption durch homosexuelle. das kindswohl in ehren, aber wer testet werdennde heteroeltern, ob sie dem kind ein angenehmes leben bieten können. ich denke mal hier auf dem bioard gibt es genug members, die der lebende beweis sind, dass viele heteroeltern nicht die besten sind. adoptionseltern werden auf jeden fall "geplant" zu eltern, und ncht etwa bspw durch überraschende verhütungspannen-insofern immer eine bewusste entscheidung FÜR die familie. und sie werden in aller regel scharf auf ihre "qualifikation überprüft..eigentlich ganz gute vorraussetzungen für ein funktionierendes familienleben. zumindest meiner meinung nach spricht das auch für die erlaubnis von adoptionen durch homo-paare. aus eigener erfahrung muss ich aber eine einschränkung machen: sie sollten immer nur kinder des eigenen geschlechts adoptieren dürfen, es sei denn sie könnten eine "bezugsperson" vorweisen, die dem geschlecht des kindes angehört. nur mit vätern aufzuwachsen, wäre eben für mich die hölle gewesen, da männer unfähig sind, frauen zu verstehen, wil sie biologisch einfach anders funktionieren. ich würde zb nie auf die idee kommen, mit einem kerl über menstruationsbeschwerden reden zu wollen... gerad in der pubertät braucht jedes kind einfach einen ansprechpartner, der dasselbe durchgemacht hat und einem daurch zur seite stehen kann.... |
| Tiberon | [QUOTE][i]Original geschrieben von Sirikith [/i] [B]wieso denn nicht...er wird wahrscheinlich "ganz normal" von einer frau ausgetragen, hat die üblichen 46 chromosomen, kann halt per genetik nur weiblich sein, hat also zwei x-chromosomen ubd ein wesentlich geringeres risiko, an erbkrankheiten wie der bluterkrankheit zu leiden...zumal laut wisseb´nschaftlichen testsw das y-chromosom immer mehr gene verliert...insofern könnten männer in ein paar hundert oder tausend jahren sowieso aussteren ;)[/B][/QUOTE]Wie ich schon schrieb .. der wunschtraum aller kampfemanzen ... mal davon abgesehn, daß auch die dann an einem geschlossenen gurkenglas verzweifeln, wäre es die krönung des unnatürlichen und so per definition schon verdammungs- und verachtungswürdig das gelaber von der minderwertigkeit der 'männlichen genetik' entspringt auch bloß wirren phantasten, die sich in ihrer rolle als frau irgendwie zurückgesetzt fühlen, von daher geb ich darauf keinen pfifferling (und wer will schon ein retortenkind auf seinem schoß sitzen lassen) |
| Nnordy | Ach Tiberon, wirf doch nicht gleich mit bitterbösen Ausdrücken um Dich... Minderwertigkeit hat hier keiner behauptet, und Wunschtraum aller Kampfemanzen? Ich hab hier bloß gepostet was heute MÖGLICH ist - versuch doch, das Mäusebaby wegzudiskutieren, weil's unnatürlich, annormal und abscheulich (in deinen Augen) ist... DAß Du der Wissenschaft also de fakto "wirre Phantasten, die sich in ihrer Rolle als Frau zurückgesetzt" unterstellst, finde ich doch ein wenig merkwürdig - mal sehen, ob das Mäusebaby nur von weiblichen Wissenschaftlern "entwickelt" wurde (die evtl. die Übernahme der Weltherrschaft planen? :D) Also ICH krieg meine Gurkengläser auch ohne meinen Schatz auf... Genauso wie ich meine Regale selbst festdübele und die Wasserkästen selbst reintrage... Spaß beiseite, natürlich geht es nicht darum daß diese evtl. mögliche Welt das Nonplusultra ist oder so - aber ich vermiß hier nach wie vor einen guten Grund, warum Homosexuelle schlechte Eltern sein sollen? Der Grund "Selbstverwirklichung" kann man in dem Sinne jedem Paar vorwerfen - ob homo- oder heterosexuell. Was ist mit unfruchtbaren Männern/Frauen? Sind die von der Natur dazu bestimmt, sich nicht fortpflanzen zu dürfen??? Intakte Familienstrukturen gründen sich nicht, wie schon häufig gesagt wurde, auf das Geschlecht... |
| Tiberon | Um mich noch weiter vom eig Thema zu entfernen .. Oh doch! Ihr ahnt ja nicht was solches Gerede anrichtet. Wurde in den letzten Jahrzehnten die Gemeinschaft 'Familie' gründlichst demontiert, fürchte ich nun, das Blutsverwandschaft Opfer der selben Entwertung wird. Lest Huxley's "Schöne neue Welt", dann wißt ihr, was ich fürchte. Und wenn man dem männlichen Erbgut Minderwertigkeit oder Nutzlosigkeit vorwirft (und das tut man)? Was soll man dazu sagen? Es ist Resultat einer Jahrtausende währenden Unterdrückung der Frau, doch was bringt das? Männer sollen aussterben? Noch nie hörte ich von größeren Lächerlichkeiten! Mit der Weltherrschaft ist das sooo abwegig nicht, schliesslich kämpft Frau seit geraumer Zeit um gleichberechtigte Anerkennung (zumindest tut sie so, obwohl viele einfach nur rumheulen und sich in Selbstmitleid suhlen) Eine intakte Familienstruktur gründet sich sehr wohl auf das Geschlecht und setzt voraus, das es Mutter und Vater gibt. Es muß nicht heissen, daß allein dieses Ideal ausreicht um ideal zu sein, noch das in einem anderen Szenario kein vernünftiger Mensch zu Stande kommen kann. Doch rede ich von einem Ideal, dann muß darin ein Vater und eine Mutter vorkommen. |
| Darket | Kinder brauchen Mutter UND Vater, das haben doch so ziemlich alle sozialwissenschaftlichen Fachrichtungen bestätigt, nur reden wir hier doch von Kindern, denen das aus welchen Gründen auch immer nicht geboten werden kann. Ich weiß nicht ob es besser oder schlechter für ein Kind ist zwei Väter/Mütter zu haben oder Vater und Mutter (ich tendiere zu letzterem, kann das aber nicht nachweisen), aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es besser ist zwei Väter/Mütter zu haben, als garkeine Eltern. |
| Tiberon | Nun, allein aus dem Blickwinkel betrachtet schrieb ich ja schon: [QUOTE][B]Da ich mich nicht in die Lage eines Waisen versetzen kann, fällt es mir schwer zu beurteilen, was dem Wohl des Kindes dienlich ist. Doch um deine Frage direkt zu beantworten: mit Sicherheit ist eine liebevolle Familie dem Heimleben vorzuziehen.[/B][/QUOTE] |
| Tiberon | Mag es sein, das in dem Fall dem Jungen häufiger der Vater abhanden kommt, als dem Mädchen die Mutter? |
| Darket | [QUOTE]Das ist so meines Wissens nach nicht richtig. Untersuchungen zeigen, dass Jungen (Mädchen deutlich weniger) unter der Trennung der Eltern leiden. Das ist jedoch etwas Anderes als nur ein Elternteil zu haben (Wegfall der Vertrauensperson bei der Trennung). Aber: unter einem zerrütteten Elternhaus leiden sie noch mehr. Wenn die Eltern sich zerstritten haben ist also Trennung die bessere Alternative.[/QUOTE] Als Scheidungskind würde ich das so unterschreiben ;) |
| Azurite | @ GalacticSurfer: Ich dachte, ich müsste nicht extra erwähnen, dass es in erster Linie um das Kindeswohl geht... ich finde eben auch, dass es für ein Kind sicher noch besser ist zwei Adoptiveltern gleichen Geschlechts zu haben als gar keine Bezugspersonen, sondern immer nur Heimschwestern oder was weiß ich. Ich verstehe allerdings nicht, inwiefern diese Thematik damit zusammenhängt, ob die Homos hier selbst bereit wären, Kinder zu adoptieren. Es geht doch nur um diejenigen, die es sowieso wollen, und nicht um alle. Azurite |
| demelza | [QUOTE][i]Original geschrieben von Tiberon [/i] [B]nun ja, wahrscheinlich wobei sich mir auch die frage stellt, wieso ich ein wildfremdes kind adoptieren sollte [/B][/QUOTE] vielleicht, weil man/frau kein eigenes kind bekommen k a n n - lieber würde ich ein kind adoptieren als mich der prozedur künstlicher befruchtung unterziehen |
| demelza | [QUOTE][i]Original geschrieben von Apex [/i] [B]...vielleicht ist Homosexualität bei Menschen die Art der Natur uns davon abzuhalten die Erde zu übervölkern... [/B][/QUOTE] kompliment - ein ähnlicher gedanke kam mir auch schon angesichts der tatsache, dass die erde bald überbevölkert sein wird |