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  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: Bisexualität als Trend?
psychochickenlangsam habe ich das gefühl, dass es als "cool" gilt, bisexuell zu sein! plötzlich meint jeder, der nichts gegen bisexuelle und homos hat, dass er deswegen auch bi ist.
ich finde, es macht schon einen unterschied, ob man es nicht dür ausgeschlossen hält, oder das definitiv über sich sagen kann.

im klartext, es kotzt mich an das alle davon reden, wie toll es ist bi zu sein und was für tolle erfahrungen sie wieder gesammelt haben.
es ist ja offenbar ne tatsache, das männer frauen mit solchen erfahrungen heiß finden. macht es das jetzt notwendig, dass wir alle diesen trend mitmachen?

ich habe nichts gegen bisexuelle, aber es ist doch dämlich, nur deswegen einer sein zu wollen, weil es in ist...!?!
DarketDa gibts nen schönen Thread in D&L, genau [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=18867]hier[/URL]
:)
LaChatteUnd gemäss C.G. Jung ist es jeder Mensch, von Geburt auf... die Frage wär eher, warum sich alle so lang auf ihr hetero-sein versteiften und sogar noch stolz drauf sind...
psychochickenah ja? da kenn ich niemand der sich geil fühlt, weil er hetero ist. nicht das ich das gern hätte. ich hätte gern das jeder das ist was wirklich sein möchte, und nicht das was am besten ankommt! ich finde es einfach nicht richtig, das die eigene sexuelle einstellung überlall so lang und breit hervorgetan wird.

und darket, es gibt viele threads über homo und bisexualität, das hier aber eine bestimmte frage!
DarketDer ist aber eh schon mit anderen zusammengeführt, aber naja soll das Caralein sich damit rumschlagen.
In dem von mir angesprochenen Thread hab ich folgendes zu dem Thema geschrieben:

[QUOTE]Am Anfang dieses Thread wurde sich ein wenig darüber mokiert, dass Bi-sein ja inzwischen in der schwarzen Szene zu einer Art Modeerscheinung geworden ist. Ich zweifle das ein wenig an, da sich doch niemand ohne das wirkliche Bedürfnis dazu entschließt sich all den Problemem auszusetzen, die das außerhalb der schwarzen Gesellschaft leider immernoch nach sich zieht. Und selbst wenn dem so wäre, würde ein solcher Trend nicht eher mehr Toleranz mitbringen? Je mehr Leute sich zu einer echten oder eingebildeten Neigung bekennen, desto größer wird doch die Akzeptanz, schon allein, weil der Rest der Gesellschaft dadurch immer ein Stück kleiner wird.[/QUOTE]
Darket[QUOTE]"Jungs so scharf macht wenn man bi ist"...[/QUOTE]
So ungern ich es zugebe: Es funktioniert aus irgend einem bizarren Grund :rolleyes:
SmeaGollum1[QUOTE]"Jungs so scharf macht wenn man bi ist"...[/QUOTE]

Muss vor nem Jahr gewesen sein, zwei Mädels hinter mir, müssen so um die 14 gewesen sein, ich weiß auch nicht wen die damit angesprochen haben (ich hab sie ignoriert):

"Wir sind fei lesbisch!"

Versteht man "fei" eigentlich außerhalb Bayerns? Ich wüßt nicht wie ich dass übersetzen soll. Egal.

Hab mir nur gedacht:
"Wenn ihr lesbisch seid, hat ein Mann doch sowieso keine Chance!"
DarketDas stimmt schon, aber irgendwoher kommt es doch, dass viele Männer, ich selbst eingeschlossen, (muss Mann sich dafür schämen?) die Vorstellung von zwei Frauen vorsichtig ausgedrückt interessant finden oder? Ich hab keine Ahnung woher das kommt, aber als ich in irgend nem Film (könnte Eiskalte Engel gewesen sein) zwei rumknutschende Frauen gesehen hab, ist mir fast die Kinnlade runtergefallen, wieso eigentlich? Ich habe keine Ahnung, aber ich bin mir sehr wohl bewusst, dass ich da nicht der einzige bin.
Mysteraeigentlich reicht es ja schon, wenn man mal zur konkurrenz geht (ich denke, alle wissen wohl welche seite ich meine...fängt mit g an und hört mit chat auf :D )... schaut euch da mal die profile der frauen an (jaja...die meisten FRAUEN dort behaupten von sich bisexuell zu sein)... ich würde mal sagen,dass mind. 50% der frauen dort angegeben haben bi zu sein. ich hab nix dagegen,wenn jemand bi oder homo is - im gegenteil! es ist nur so: warum gerade nur die frauen? warum in letzter zeit so verstärkt? und wieso zum donnerwetter bitte soviele 13 oder 14-jährige???? :eek: woher sollen die in dem alter denn schon wissen, dass sie bisexuell sind? haben die etwa schon soviele sexuelle erfahrungen in dem alter, dass sie das von sich behaupten können??? und wenn ja: dann finde ich gerade das traurig und man sollte an anderer stelle weiter diskutieren... ich finde das echt ein bisschen krass...:rolleyes:
Darket[QUOTE]woher sollen die in dem alter denn schon wissen, dass sie bisexuell sind[/QUOTE]
Naja es gibt menschen, denen in dem Alter klar wird, dass sie schwul/lesbisch sind, warum nicht auch bi? Je weiter die Toleranzschwelle glücklicher Weise verschoben wird, desto eher trauen sich auch Jüngere ihre Sexualität offen auszuleben, Bisexualität hat nichts mit Erfahrung zu tun, entweder man ist es oder nicht, natürlich brauchen einige länger als andere um sich darüber klar zu werden, aber warum geht das nicht schon mit 13?
kagemushasich in "dem" alter für bisexuell zu halten, wär an und für sich relativ normal. sexualentwicklung läuft nun mal über autoerotische und homoerotische zur heteroerotischen phase, so im durchschnitt. und bei vielen ist die homoerotische phase früher sehr verschämt oder nebenbei oder wieauchimmer mitgelaufen, weils ja pfuibäh war. insofern könnte es einfach eine etwas offenere, freiere, bewusstere sexualentwicklung mit einer übergangsphase von homo- zu heteroerotisch sein. keiner weiß von geburt oder kindesalter an, wes sexes kind er ist ...

ich habe aber auch genauso das gefühl, dass es ein trend ist, und der ist nicht mal neu - in den "roaring twenties" gabs das auch, inklusive crossdressing etc.
es ist halt einfach schick, anders zu sein, und irgendwie schockierend - ob das nun homo- oder bisexuell, SM'er, vampyre oder gothic oder ... ist. und ja, die mädelz im feeeeeernsääähn machens vor.

*achselzuck* ich guck zu, lächel ein bissel, warte bis ein neuer trend kommt und mach ansonsten mein eigenes ding.

[offtopic]
noch ein wort an Odessa: es ist ein weitverbreitetes gerücht, das von den bisexuellen als königen/innen der sexualität. leider auch nicht mehr als das. denn um bisexualität so richtig leben zu können, braucht es eigentlich auch noch polyamore neigungen dazu, und die sind rar gesät .... und auch wenn heterosexuelle männer gleichgeschlechtlichen seitensprüngen ihrer frauen wesentlich toleranter (und vielleicht sogar ein wenig angetörnt *g @Darket*) gegenüberstehen, nutzt das wenig ... zum einen ist seitensprung was anderes als wirkliche bisexuelle beziehung(en), und entgegen aller gerüchte gibt es nämlich nicht so arg viele "echt" bisexuelle frauen, und für die allermeisten lesben sind bi-frauen dasselbe wie schwule für homophobe männer. (wie das mit schwulen und bi-männern ist, weiß ich nicht). [/offtopic]
LaChatte[QUOTE]Ich hab keine Ahnung woher das kommt, aber als ich in irgend nem Film (könnte Eiskalte Engel gewesen sein) zwei rumknutschende Frauen gesehen hab, ist mir fast die Kinnlade runtergefallen, wieso eigentlich?[/QUOTE]

Mir ist das Gleiche mal passiert, als ich in einer Disco zwei knutschende Männer beobachtete... einfach schön, zärtlich, verliebt...

und ganz ohne daran zu denken, dass hier beide sich um mich kümmern sollten (nicht mal in der Fantasie), einfach zuschauen war viel viel schöner...

[QUOTE]sexualentwicklung läuft nun mal über autoerotische und homoerotische zur heteroerotischen phase, so im durchschnitt.[/QUOTE]

Ich frag mich nur, woher diese Ding mit den "Phasen" kommt und dann auch die Idee, es sei unanständig, diese Phasen auch weiter zu leben. Frappant aufgefallen ist mir dies in einem sehr christlichen Forum, wo es um Masturbation ging und die Hardliner *Masturbation ist SAAAATAAAAANS* diese gerade noch als pubertäre Phase akzeptierten, so knapp, aber die Idee von Masturbation als gleichwertiger sexueller Form neben Sex mit einem Partner ablehnten... und was hier über bi steht, scheint mir ein wenig in die gleiche Richtung zu gehen.

Wenn wir schon Phasen haben, warum nehmen wir das Gute Schöne daraus nicht mit? Und warum soll etwas, das uns einmal Spass gemacht hat, nicht später wieder Spass machen?
kagemusha[offtopic]
hi LaChatte,

äm, nachdem du hier ein zitat von mir reinstellst und im folgenden schreibst, dass hier bisexualität als deinem gefühl nach "schmutzig" o.ä. dargestellt werden soll, poste ich mal präventiv, dass ich den teufel (sic!) tun würde, meine eigene sexualität zu verdammen ...

was die phasen der sexualentwicklung angeht, müsste ich mal nach den quellen suchen *ömpf* das kann aber was dauern, hab im moment ne menge stress.


übrigens, ich fühle mich weder von sich selbst befriedigenden männern, frauen, schwulen oder lesbischen oder hetero-paaren "in action" angetörnt. allerdings kann ich beim anblick eines einzelnen ästhetischen körpers gewaltig in gedanken abschweifen ...
[/offtopic]
MorriIch finde es einfach nur unendlich lästig, wenn Leute denken, daß sie sich einer Mode anpassen und mir ihre sexuelle Orientierung ins Gesicht schreien müssen.

Und damit meine ich NICHT Leute die (in welcher Zusammenstellung auch immer) in der Öffentlichkeit herumknutschen oder mäßig handgreiflich werden.

Mich nerven diese Leute:
"Huhu, ich bin die Schaaanin... ich bin BIIIHIIII*gröhl*!"

Das ist das Extrem, aber die Mädels mit dem "wir sind fei lesbisch" gehören definitiv in diese Kategorie.

Morri
AmnesiaVielleicht liegt's daran, daß schwul, lesbisch oder eben bi zu sein, im Moment erstmalig eine gewisse öffentliche Akzeptanr erlebt. In den Medien ist es derzeit DIE Masche, um per se unspektakuläre Musik zu verkaufen oder als Talk-, bzw. Soapthema.
Dann ist es eben neu, hat den Reiz des "Fast verbotenen", ist anrüchig, und mensch ist nun mal von Grund auf neugierig.
Außerdem machen laut diversen Studien nicht ganz wenige Jugendliche auch homoerotische Erfahrungen. Jetzt gibt's auf einmal ein Etikett dafür, und das trägt man 'ne Weile vor sich her...

Laßt die Kids doch spielen....ob man mit 13 schon Sex haben muß, sei mal dahingestellt, aber wenn sie denn wollen, dann ist an'nergleichgeschlechtlichen Liebschaft doch auch nichts SChlimmeres dran als am üblichen Brimborium, alle paar Wochen den Hetero-Partner gegen ein neues Modell einzutauschen.
Jetzt ist es eben in aller Munde, und da man sich gerade in einer Experimentierphase befindet, wird in alle Richtungen ausprobiert.
Wie beim Thema Sex generell würde ich mal sagen: Wenn's beide wissen wollen, so what?
Und wenn siwe's jedem, der es nicht wissen will,demonstrativ auf die Nase binden- tja. Viel Lärm um wahrscheinlich nichts. Wird siech, wie alle Trends, bald wieder von selbst erledigen.
Wenn am Ende die Akzeptanz für die tatsächlich homo- oder bisexuell Veranlagten bleibt, war's am Ende nicht gar so verkehrt, auch, wenn's akut nervt.

Knutschende Kerle, *schwadronier, sentimental werd*
Mein ALLERERSTER Besuch im Fall vor 11 Jahren...zwei super-leckere Kerls, beide irre auf Vampir gemacht. Einer im Kutchermantel nebst Zylinder und Gehrock, der andere in mehreren Lagen zerfetzten Netzstoff und Lederhose à la abends Dosenöffner gehüllt.
Allein auf der Tanzfläche, total versunken. Nichts außer ihnen beiden schien für sie noch zu existieren...für kaum wen sonst noch!
Uih, hatte ich schwache Knie...

Jemand neben mir meinte etwas von: "Also, wenn DAS schlimm oder eklig sein soll, weiß ich auch nicht weiter..."


In diesem Sinne,

noch so eine, die sich nicht entscheiden mag und immer alles will
LaChatte@kagemusha

sorry, ich hab dich nicht persönlich gemeint... aber das Wort "Phasen", das du benutzt, hat mich nur gerade an jene christliche Diskussion über Selbstbefriedigung erinnert (die übrigens rege besucht wird:D ), und mich zum Nachdenken über eben "Phasen" gebracht.:)
rainravenIch hab natürlich gleich (m)einen Mann gefragt, warum zwei Frauen, die mit einander erotisch beschäftigt sind, auf Männer so anturnend wirken. Die Antwort war tatsächlich, so platt es klingen mag: "Das ist halt diese Phantasie. Diese Frauen sind bi, und man kommt dann dazu und kann mit beiden Spaß haben. Eine Frau ist gut, aber zwei sind noch besser. Und es turnt halt an, wenn sie vorher noch aneinander rummachen."


Echt! Diese verdammte selbstgefälige "Ich-bin-Euer-Herr-und-ihr habt-nur-auf-einen-Kerl-wie-mich-gewartet-und seid-zu-meinem-Vergnügen-da"-Masche. Ich könnte nur den Kopf schütteln. Wie kommt man eigentlich auf die Idee, daß zwei miteinander beschäftigte Frauen gerade auf einen MANN warten sollten (und dann vor allem noch noch auf gerade DIE Männer, die sowas phantasieren..*LOL*)? Ich würde denken, die sind lesbisch und sind sich selbst genug...aber ich bin ja auch kein Mann und habe eigentlich nie Phantasien von mehreren Männern, die sich miteinander vergnügen und dann nur auf MICH warten...
(ich finde es süß, wenn Männer schwul sind, mehr nicht)


Ich habe auch schon ein paarmal Komplexe bekommen, weil ich "einfach nur" hetero und monogam bin und nicht mit Bi-Sein aufwarten kann, also vermutlich in den Augen/Ohren mancher Szenegänger "langweilig"und "spießig" bin. Das kotzt mich an. Ich bin doch so auf die Welt gekommen! Oder sagen wirs mal so, ich habe mich noch nicht körperlich von einer Frau angezogen gefühlt. Obwohl ich als Jugendliche auch meine beste Freundin "liebte", wie man wohl den ersten Freund liebt, hatte das nicht im geringsten was mit Sex oder Erotik zu tun, eher mit Zusammenseinwollen, Eifersucht und In-den-Arm-Nehmen. Und ich habe sowas nie mit Bi-Sein verwechselt und auch nicht das Bedürfnis gehabt, ihr die Zunge in den Hals zu stecken.
Mußte es gerade auch wieder bei zwei Siebzehnjährigen beobachten, die sich einerseits abknutschten und andererseits von ihrem Freund redeten, da dachte ich mir auch: wißt Ihr denn überhaupt schon, was Ihr wollt?

Mich kotzt diese Hypersexualisierung und Zurschaustellung in allen Bereichen (Medien, Stars, Musik, Trend, Mode...) sowieso so an, daß ich privat überhaupt keinen Bock mehr auf Sex habe, weder mit Mann noch mit Frau, und ich schäme mich meines nicht so perfekten, nicht tätowierten, "nur" am Nabel gepiercten Körpers. (doch das gehört hier nicht rein...)


Ganz zuletzt: Ich habe überhaupt nichts gegen "echte" Bisexualität oder Homosexualität, aber ich glaub, daß die "echten" Bisexuellen auch nicht so mit ihren Neigungen "hausieren" gehen müssen/wollen und sich Arm in Arm bzw. abwechslend knutschend mit einem Freund und einer Freundin zeigen müssen, sondern daß sie einfach ihr Leben so leben, wie es daherkommt und noch andere Dinge als Sex im Kopf haben. So wie ich auch nicht demonstrativ lauter Kerle abschleppe, weil ich zeigen will, wie "toll hetero" ich bin...:)


T.R.
Liv-Christine"Hypersexualisierung" ist ein klasse wort, rainraven! *zustimm*

Ich bin zwar offensichtlich von Natur aus hier die Oberspießerin *zwinker*, aber ich habe meine ablehnenden Gefühle aufgrund des Bi-Trends (genauso wie die bezüglich des SM-Trends, Transen-Trends und was da sonst noch für Trends gibt) mittlerweile überkommen.

Ich bin ich, so hetero, monogam, an-diegroße-Liebe-glaubend, an-das-geheimnisvolle-des-gewisse-stellen-des-körpersbedeckens-was-klamotten-angeht-glaubend :p ,wie ich nun mal bin, und ich muss sagen, dass ich das noch keine Minute bereuen musste.

Sollen andere machen was sie wollen, ich kann mich weder über einen Mangel an Verehrern noch über einen Mangel an Respekt noch über sonstwas beklagen. Und einen Freund hab ich auch noch. ;)

Liv
Darket[QUOTE]Ich-bin-Euer-Herr-und-ihr habt-nur-auf-einen-Kerl-wie-mich-gewartet-und seid-zu-meinem-Vergnügen-da"-[/QUOTE]
Hmmmm mir würds darum nicht gehen, aber zu leugnen, dass ich die Vorstellung erotisch finde hieße zu lügen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich zwei attraktive Frauen noch weniger von der Bettkante stoßen würde als nur eine. Das hat nichts mit Dominanz zu tun (wie da die Hierarchie ist, darüber könnte man ja vorher reden :D ), das ist irgend eine eigenartige Geschichte, die da im Kopf vieler Männer vorgeht, ich verstehe sie nicht, aber ich bin auch nicht frei von ihr.
gekitsuhmm, also ich wunder mich ueber diese bisexualitaetswelle gar nix mehr. es scheint doch in allen bereichen schick zu sein, sich zu keiner klaren aussage mehr hinreissen zu lassen auf die man mal festgenagelt werden kann (denn das waere ja ungemuetlich).
also bevor ich heut sag ich bin hetero und morgen laeuft mir n kerl uebern weg und bei mir schlaegt der blitz ein sag ich doch lieber gleich ich bin bi, dann kann mir nix passieren. zeitgeist ;)

aber darket: mach dir kein kopf, ich find auch es gibt nicht viel schoeneres als zwei verliebten (schoene natuerlich, nicht son mannweib und n lastwagen) frauen beim turteln zuzusehen.
DarketMeinst Du echt das hängt damit zusammen, dass keiner sich mehr klar festlegen möchte? Ich weiß nicht das klingt für mich ein bißchen schwammig, weil dann doch das Ausleben der Bisexualität garnicht nötig wäre, oder? ICh könnte dann von mir sagen ich sei bi, obwohl ich noch nie etwas mit einem Kerl hatte, einfach um auf Nummer sicher zu gehen, warum machen das dann nicht alle? Dann würde man doch nicht in jedem schwarzen Club rumknutschende Frauen sehen, oder?
Ich glaube eher daran, dass in den letzten JAhren soetwas wie eine erneute sexuelle Revolution stattgefunden hat (also wenn die nicht sogar dauerhaft stattfindet). Es ist einfach leichter geworden offen mit seiner Sexualität umzugehen und immer mehr finden immer früher den Mut dem Ausdruck zu verleihen und wagen sich in die Öffentlichkeit.
Trends gehen logischer Weise mit dem einher, ende der 90er war es in der New Yorker High Society absolut in schwul zu sein, aber diese Trends sind nur kurzfristige Symptome einer offener werdenden Gesellschaft, deswegen verstehe ich auch die Aufregung darum nicht so richtig, ich finde das durchweg positiv, auch wenn einen die kleinen auf und abs ab und zu nerven.
darkprincessIch glaub das sich die Jugend nicht wirklich im kalrtext ist ab wann man als bi gilt,

nicht das man nur einmal ne frau/mann geküsst hat und gleich auf sich stolz ist und meint bi-sein zukönnen!!!!

Außerdem wieß kaum ein Jugentlicher was es genau bedeutet etc.

meine meinung
DarketIch glaube schon das sich die allermeisten Menschen, die von sich sagen bisexuell zu sein gründlich Gedanken darüber gemacht haben, auch mit 14! Es ist doch nicht zu leugnen, dass die Akzeptanz immernoch nicht so groß ist, wie sie sein sollte, WARUM sollte sich jemand freiwillig dieser Schwierigkeiten aussetzen, die das zwangsweise mit sich bringt, wenn er nicht dahinter steht?
LaChatte[QUOTE] Meinst Du echt das hängt damit zusammen, dass keiner sich mehr klar festlegen möchte? [/QUOTE]

Warum sollte man sich denn festlegen müssen? Ich sehe nicht das Vergnügen ein, mich gerade in diesem Bereich einzuschränken... Vielfalt ist doch immer spannend, nicht?
darkprincesssich einzuschräncken udn somit auf spaß zu verzichten wäre naiv
Caranaldion[QUOTE][i]Original geschrieben von darkprincess [/i]
sich einzuschräncken udn somit auf spaß zu verzichten wäre naiv[/QUOTE]

Das einem wegen weniger Vielfalt u.U. auch einiges an Spass verloren geht, erscheint mir noch nachvollziehbar, aber was ist naiv an der Einschränkung ?
rainravenaber warum soll ich jetzt einerseits Frauen abknutschen, wenn mir das nichts gibt, außer vielleicht Aufsehen?

und zweitens, bin ich dann auch gleich ein Sodomit, wenn ich mich in ein Tier, z.B. Pferd, Hund, Vogel... "verlieben" kann und mit diesem herumschmuse und es küsse und ich so ein Muttergefühl für es in meiner Brust habe, wenn ich es sehe, rieche, höre, anfasse?
(hat aber wie die schon genannte "Liebe" zu einer Freundin NICHTS mit Sex zu tun!!)


*verwirrtsei*:eek:


T.R.
Caranaldion@ Odessa

Daß Verzicht oder einschränkung zweifelsohne als Bereicherung wirken kann, ist auch meine Sichtweise, mir wird nur in o.g. Zitat der Zusammenhang zwischen der Einschränkung und der nicht Naivität klar.

[edit: Vergessenes Wort eingefügt (danke @ Odessa ;))]
DrachenzeitenOha, mal wieder das leidige Thema...

Ich könnte zu jedem Posting eine ellenlange Antwort verfassen, aber ich versuche mal mich zu beschränken.

@Odessa: ja, schön gesagt. Mir geht diese Beliebigkeit und dieses „Ich nehme alles mit“ auch ganz schön auf den Keks. Im Prinzip ist es mir relativ schnurz, wer mit wem und warum, in welcher Stellung, ob mit oder ohne Spielzeug, aber inzwischen habe ich den Eindruck, Beziehungen, Erotik, Sex, Intimität, das Universum und der ganze Rest werden nur noch konsumiert und nach Befriedigung des gerade aktuellen Bedürfnisses weg geworfen (ich pauschalisiere jetzt mal unerlaubterweise).

Und Bisexualität ist Teil eines trendy Lifestyle. Mann ist eben metrosexuell und Frau fummelt ein bisschen mit einer Freundin – die natürlich ebenso Modelmaße haben muß wie sie selbst – kotz!

Das bringt zum einen „wirklich“ Bisexuelle in eine recht prekäre Position, da die sich permanent verteidigen müssen wie sie
fühlen.
Zum anderen bringt es nach meiner Meinung nicht wirklich Vorteile für die Akzeptanz von Schwulen, Lesben, Transidenten etc., weil das immer noch was anderes ist und nicht ganz so trendy wie bi sein. Und glaubt mir, es ist gerade als Frau ein Riesenunterschied, ob Du Dich als Bisexuelle oder als Lesbe bezeichnest. Als ich noch längere Haare hatte, wurden meine Freundin und ich regelmäßig von irgendwelchen Volltrotteln „eingeladen“ (Ihr könnt Euch denken zu was) – inzwischen bin ich rein äußerlich doch für viele als Lesbe zu „erkennen“ (und falle vielleicht sogar unter gekitsus Mannsweib und LKW..) und siehe da, die Einladungen werden nicht weniger, doch deutlich weniger freundlich und reichen von Spott über die Androhung, mir die Fresse zu polieren bis hin zur Einladung, mich doch mal vergewaltigen zu lassen – um dadurch endlich zu einer „echten Frau“ zu werden. Eine „echte Frau“ wäre für solche Kreaturen natürlich eine trendig bisexuelle, ein bisschen SM-angehauchte Gruft-Tante, die ihrer besten Freundin mal die Zunge in den Hals steckt. Danke, aber da bleibe ich doch lieber wie ich bin...
Mein dritter Kritikpunkt an Bisexualität als Trend ist der, dass er durchzogen ist von Machtverhältnissen entlang des Geschlechtes. Für Männer wird es nie „in“ sein, bi zu sein (oder behaupten, es zu sein), für Frauen ja. Und das hat ganz sicher etwas damit zu tun, dass es v.a. für Männer viel weniger bedrohlich als eben antörnend ist.

Mich nervt das ehrlichgesagt, ganz schön. Zum einen wird da natürlich immer schön unterschieden, zwischen den putzigen oder geilen, gutaussehenden Frauen und den hässlichen Mannsweibern, die Euch vielleicht nur so hässlich vorkommen, weil sie nicht in ein bestimmtes Schönheitsideal passen. Ich kann nur aus eigener Erfahrung sagen, dass es ganz schön verletzend ist, im einen Moment verliebt mit der Freundin zu knutschen und im nächsten Moment von irgendwelchen Leuten beschimpft wird weil mensch nicht in irgendsoein dämliches Schönheitsideal passt oder passen will.
Zum anderen möchte ich zu bedenken geben, dass es die Frauen vielleicht stört, in Gedanken von irgendeinem Mann gefickt zu werden – tschuldigung, ich drücke mich gerade ein bisschen krass aus.

@darket: Insofern muß ich Dir leider widersprechen. Das Ganze hat durchaus was mit Dominanz und Machtgeflechten zu tun – auch wenn es Dir vielleicht anders erscheint. Ich weiß, dass sich nur wenige Männer der Erotik von zwei Frauen entziehen können, aber ich denke, als Mann solltest du Dir auch bewusst sein, dass das eine Form der Erotik ist, die als Stilmittel seit Jahrzehnten zum Antörnen von Männern eingesetzt wird – insofern kann diese Art des Angetörntseins gar nicht frei von Machtverhältnissen sein!

Und was diese ganzen knutschenden 14-jährigen Girlies sowie die trendigen schwarzen Bi-Tanten angeht – ich schlage, Ihr solltet Ihnen den nächstbesten – furchtbar prolligen - Gay- oder Lesbenladen als das Partyevent des Monats empfehlen. 95% werden dann ganz schnell die Kurve kratzen und solche dummen Spielchen in Zukunft unterlassen –
und die anderen 5% werden wahrscheinlich ein AHA-Erlebnis haben...

Das N. (das sich gerade überlegt, mal wieder in einen Gruftschuppen zu gehen und Bi-Tanten zu ängstigen)
LaChatte[QUOTE]Für Männer wird es nie „in“ sein, bi zu sein (oder behaupten, es zu sein), für Frauen ja. [/QUOTE]

Obwohl die allermeisten Männer, die ich kenne, in ihrer hintersten Schublade irgend ein homosexuelles Erlebnis verstecken... Jugend"sünden" und so (Und sie hättens ja kaum getan, wenn sie nicht erregt gewesen wären). Und auch in vielen Scherzen spielen viele Männer gerne den "homo", aber zugeben, NEIIIN, nie im Leben...

Bi muss ja für den Mann nicht unbedingt Analsex heissen, sondern könnte eine Möglichkeit sein, die weibliche, zärtliche, knutschende Seite intensiver zu leben. Und ich bin überzeugt: erst wenn es sich allgemein herumgesprochen hat, dass ALLE Menschen GRUNDSÄTZLICH bi sind, dann wird Friede herrschen auf Erden...

und die Frage @Hetero-Männer:
Wie schafft ihr es, in der Selbstbefriedigung Freude am eigenen männlichen Körper zu finden, aber andere männliche Körper sind Pfui? Das geht mir nicht in den Kopf, das scheint mir eher schizophren zu sein...

[QUOTE]Eine lesbische Frau muss sich doch verkohlt ohne Ende vorkommen, wenn sie diese besch... Filmchen sieht worin Lesben/Bi-Frauen natürlich nur an sich rummachen bis ein Mann erscheint der sie dann endlich so richtig rannimmt.[/QUOTE]

Ist wahr. Das disqualifiziert aber eher diese Filmchen, und nicht das Bi-Sein an sich... und da dürfen sich ruhig alle Frauen, und auch alle Männer verkohlt vorkommen... denn im Grunde sind solche Machwerke ebenso Männer- wie Frauenfeindlich.

Welcher Mann hat schon einen Dauerständer und kann zehn Frauen hintereinander befriedigen? Diesem Anspruch werden wohl nur höchst seltene Ausnahmen gerecht...
Darket@Drachenzeiten
Hmmm also mit dem jahrzente alten Stilmittel mag stimmern oder nicht (ich hab erst zwei hinter mir), aber ich weiß, dass ich das bewusst erst in oben genanntem Film wahrgenommen habe. Ih hab mir vorher nie Gedanken dazu gemacht und trotzdem rollte meine Zunge (ich war glaub ich 15 oder 16) auf den Boden des Kinosaals um mal bildlich zu sprechen ;)
Wenn Du so argumentierst geht jede Fom der erotischen Darstellung, ob in Wort oder Bild in eine dominante Richtung und diese Anschauung halte ich persönlich für ziemlich anachronistisch.
Darstellungen nackter Frauen werden seit noch sehr viel längerer Zeit zu dem genau selben Zweck eingesetzt, da einen Dominanzwunsch der Männer generell festzumachen halte ich für einen Fehler, schon allein weil die Phantasien bei der Betrachtung einer solchen Darstellung möglicher Weise in eine ähnliche Richtung gehen, im Detail aber sehr individuell sind.
DoppelkopfIch stürze mich mal unangekündigt in den Thread...

Eins muß ich direkt zu Anfang mal feststellen: Vielleicht laufe ich mit geschlossenen Augen durch die Stadt, aber ich bin etwas überrascht von dieser ganzen Diskussion. Mir ist nicht aufgefallen, dass in jüngster Vergangenheit das Bi-sein im "Alltag" als "in" gilt. Zweifellos haben die Medien Bi-sein als neuen "Skandal" entdeckt, (Madonna/Britney Spears) aber das jetzt deswegen 14-jährige behaupten, sie wären lesbisch oder was auch immer, höre ich hier zum ersten Mal.


Der Gedanke, "out" zu sein, wenn man heterosexuell ist, kam mir auch noch nie! Solche Aussagen/Meinungen würde ich höchstens auf irgendwelchen Dekadenten High-Society-Parties erwarten, aber als "Normalsterblicher" betrifft einen sowas doch nicht.

Ich frage mich auch die ganze Zeit, wie man aus "Trendgründen" seine sexuelle Ausrichtung ändern kann?! Nennt mich verklemmt, aber ich würde nicht mal so aus Spaß oder als Gag einen anderen Mann küssen, das wäre mir doch äußerst zuwider.

[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]
und die Frage @Hetero-Männer:
Wie schafft ihr es, in der Selbstbefriedigung Freude am eigenen männlichen Körper zu finden, aber andere männliche Körper sind Pfui? Das geht mir nicht in den Kopf, das scheint mir eher schizophren zu sein...
[/B][/QUOTE]
Ehem, ich weiß nicht, inwiefern meine Aussage jetzt repräsentativ ist, aber ich glaube die allermeisten (Hetero-)Männer nicht wirklich "Freude" im dem Sinne haben, sondern dass das eher eine "technische" Angelegenheit ist.


Noch ein Thema zu männlichen Phantasien über lesbische Frauen: Fand ich in der Pubertät auch toll, das hat sich aber inzwischen geändert. Allerdings hat das nichts damit zu tun, dass ich mir sage "Die wollen eh keinen Mann dabei haben" was ja hier auch jemand festgestellt hat :) .


doppelkopf
gekitsuodessa:
das mit dem lkw ist son ausdruck der sich hier irgendwie mal eingebuergert hat nachdem eine mail rumging mit so putzigen aussagen von kindergarenkindern. ein knirps hat gesagt, das geheimnis zu einer funktionierenden ehe ist, dass der mann der frau ganz oft sagt dass sie wunderschoen ist, auch wenn sie aussieht wie ein lastwagen. der ausdruck ist halt geblieben (weil ichs so herrlich drollig fand), wohlgemerkt mit einem nicht ganz bierernsten unterton.

zum festlegen/sinn des festlegens:
naja, also mir ist aufgefallen dass konkrete auf-den-punkt aussagen immer seltener zu hoeren sind. egal worums geht, hauptsache es sind genug hintertuerchen offengehalten durch die man sich verduennisieren kann wenn da mal doch was nicht so gemeint war wies haette aufgefasst werden koennen.
dabei ist gerade im bereich liebe/erotik diese aussagen/regel-geschichte doch recht vage.. aehnlich wie die auffassung von kunst oder musikgeschmack.
jeder wird fuer sich irgendwelche "regeln" aufgestellt haben, je nach vorlieben und abneigungen. regeln, die im falle eines ploetzlichen missfallens ohne jeden rechtfertigungsbedarf veraendert werden koennen.
dieses "von vorneherein mal alle moeglichkeiten offenhalten" seh ich als eine art von rechtfertigung. man muss ja belegen koennen wie das sein kann wenn man auf einmal eine andere richtung einschlaegt als die gewohnte.
ich finds sinnlos.. es gab mal ne zeit da hab ich punk als ne tolle musikrichtung empfunden. da hatte ich noch keine ahnung von metal, neofolk, ritual, orchestral und so weiter, aber fuer die damalige zeit kann ich auf den punkt behaupten dass ich punk mochte. warum nicht festlegen, warum keine aussage machen und warum immer schwammige aussagen machen die alles und nichts bedeuten? hat auch so geklappt mit dem fortschritt. (und davon abgesehen waere es gelogen, wenn ich im nachhinein behaupten wuerde ich haette damals auch anderes gehoert, weil ich punk zu dieser zeit als das musikalische nonplusultra empfand.)
neptuniakurzer blick zurück:
vor einigen jahren war es totchic, schwul zu sein, es gab endlos viele schwulenfilme (mit hetero-schauspielern, z.b. daniel day-lewis, al pacino), jede/r wollte nen schwulen freund zur bereicherung der sozialen kompetenz, es wurde überall in den medien breit getreten und hatte den höhepunkt bei den coming-outs von x prominenten und den leuten, die mit rotem aids-schleifchen rumliefen ...

und heute versucht man einen ähnlichen trend mit diesem pseudo-bi künstlich herzustellen, drückt so pipi-mädchen wie tatu den stempel auf, und alle mädels, die zu zweit auf's klo gehn denken, sie sind dann auch bi.

nachdem alle tabus gebrochen sind, und sogar im nachmittags-programm sich alle wechselseitig und jeder mit jedem im bett rumwälzen, ist es natürlich schwer, da noch was draufzusetzen.
und trotzdem find ich diese "bi-geschichte" immer noch harmloser als die ganzen pädo-storys. solange man niemanden damit wirklich schadet ist es einfach dampfplauderei. so what.

ich weiß nicht, aber es stumpft so furchtbar ab, wenn man ständig alle sexuellen variationen und spielarten vor die nase gehalten bekommt. zwei frauen, drei männer, ein paar kinder und dann noch der nachbarhund ---- äääh. ich mag es einfach nicht, wenn man mir meine eigenen phantasien damit verdirbt ...

und ich bleib standhaft und äußere mich weder zum von mir bevorzugten geschlecht noch zu meinen liebsten spielchen.

aber um ehrlich zu sein, das ganze vorspielchen ist viel zu spannend, herauszufinden, wer wie weit gehen kann/will. und ich finde, jeder hat das recht alles mal auszuprobieren. erst dann kann ich wirklich sagen, ob's gut oder schlecht für mich ist.
Blooddragondas mit den lesben-filmchen, also ich bin zwar (wahrscheinlich) noch in der pupertät, aber bei mir und allen leuten die ich kenne sind slche filme das non-plus ultra. Ich weiß nciht ob es was mit dieser Dominanz zu tun hat, abere s ist einfach so.
Ronin47Vollkommen Korrekt, und ich würde was dafür geben noch mal mit der gleichen ungebremsten agressiven Euphorie auf ein NoFX Konzert zu gehen wie damals! Aber der Mensch unterliegt nun mal ner permanenten Entwicklung, und man kann die Zeit nicht zurückdrehen. Und es stimmt meiner Ansicht nach, dass zur zeit Bi-Mädels Trendy sind, und die jüngere Generation eher Trends nachläuft als die Älteren Exemplare. Aber lasst den Leuten doch mal ein bisschen Zeit Erwachsen zu werde! Denn die, welche anscheinend schon wußten warum sie als Säuglinge schwarze Windeln trugen habe das Schicksal der Dinosaurier nicht besser verdient.

Und Was die Frage an Heteromänner angeht:
Als Säugetier mit 9 Monaten Tragzeit liegt evolutionär ein Rudelschema nahe, mit vielen Frauen die die Arbeit machen und einem Mann der gähnend in der Sonne liegt, die Weibchen begattet und jedem Konkurrenten die Hölle heiß macht der es wagt sein Revier zu betreten. Kommt das Bild Irgenjemanden bekannt vor?

Aber zum Topic: Anscheinend hat sich rumgesprochen, dass es Männer anspricht wenn 2 Frauen miteinander rummachen. Und wer ist nicht gern vom anderen Geschlecht begehrt? Aber Mädels sucht die Schuld nicht immer nur bei uns, wenn ihr euch nicht bei jeder Gelegenheit rein zufällig cliquenweise in den gleichen Kerl verlieben würdet, würden auch bei so manchem Muckibudenbesitzer die Tränchen kullern.....
neptuniaum noch so ne olle kamelle rauszukramen:

"don't dream it - be it!"

oh, und:
"t't't't'touch me, i wanna be dirty!"

-> rocky horror picture show
Allanon[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]
Und ich bin überzeugt: erst wenn es sich allgemein herumgesprochen hat, dass ALLE Menschen GRUNDSÄTZLICH bi sind, dann wird Friede herrschen auf Erden...[/quote]

Das ist ein Ammen-Märchen, das vor ein paar Jahren in die Welt gesetzt wurde, ein Beweis hierfür wurde aber noch nicht geliefert und würde ich auch aus eigener Erfahrung anzweifeln. Wenn ich meiner Fantasie es erlaube, daran zu denken einen Mann zu küssen, wird mir schon ganz mulmig zumute und zwar nicht im positiven Sinne. Und den Weltfrieden an der Klärung dieser These festzumachen halte ich für nicht realitätsbezogen.


[quote]und die Frage @Hetero-Männer:
Wie schafft ihr es, in der Selbstbefriedigung Freude am eigenen männlichen Körper zu finden, aber andere männliche Körper sind Pfui? Das geht mir nicht in den Kopf, das scheint mir eher schizophren zu sein...[/quote]

Wo ist hier die Logik in deiner Fragestellung? Wenn ich mir selbst in der Nase bohre oder mich am Hintern kratze, muß ich das doch nicht in gleicher Art und Weise bei jemand anderen tun, sondern verspüre möglicherweise ekel davor. Desweiteren muß man beides aus einem anderen Blickwinkel heraus betrachten. Fummle ich an mir selber rum, dann mit dem Hintergrund der Selbstbefriedigung, wobei ich mich dabei durch eine Fantasievorstellungen, durch Pornos oder durch meinen Partner antörnen lasse. Dabei finde ich es also nicht geil an mir rumzufummeln, sondern geil mich antörnen zu lassen, um dann zum Höhepunkt zu kommen, wird mir dann aber nichts anderes übrig bleiben, als selbst Hand anzulegen (wenn niemand anderes in der Nähe ist). Würde ich aber am Körper eines anderen Mannes herumfummeln, dann mache ich das, um ihn und damit mich selber anzutörnen und da besteht nunmal seitens eines hetero-Mannes keine Interesse. Du siehst, mit schizophren hat das alles gar nichts zu tun.



Jetzt zum Topic:

Allgemein denke ich, daß es für unsere Gesellschaft ein großes Problem darstellt, daß die Sexualität als solches, in den vorherrschenden Maßen verkauft wird. Ich ziehe es vor, die Sexualität mit mir selber und meiner Partnerin auszukosten. Was wir dabei tun, ist ganz allein unsere Sache und ich habe auch keine Interesse daran, es der Öffentlichkeit preiszugeben. Es ist nunmal eine mit der Sachen, die mich mit meinem Partner verbinden. Daher ist es mir auch völlig egal, wie es andere tun.

Da liegt aber auch wieder ein Problem, die Sensationsgeilheit der Leute und der daraus entstehenden Vorbilder der neuen Leitkultur, die vornehmlich durch unsere Medien verbreitet werden. Der Mensch scheint nie satt in seinem Konsumwahn und der bestenden Sache schnell überdrüssig, auch eines bestehenden Trends. So ist es heute schwul, gestern lesbisch, morgen bi usw., usw. Wer sich dieses Trends anschließen will, der er ist heute "in" und morgen "out", um dann wieder auf der Suche "in" zu sein. Auf der Suche nach Selbstbestätigung durch andere. Sicher, auf einer gewißen Weise, sucht jeder ein bischen danach, aber dann doch lieber als eigene Persönlichkeit.

Kleine Anmerkung an die @Weiblichkeiten:

Was die Sexualität betrifft, ist Mann sein nicht immer einfach. Seht das Verhalten von männlichen Tieren in der Wildbahn, vom Trieb geleitet scheinen sie geradezu Willenlos zu sein. Dieser Trieb ist bei Menschen nicht weniger vorhanden, daher auch meine These, daß Männer eher sexueller orientiert sind als Frauen, genauso wie Frauen eher materialistischer orientiert sind als Männer. Dafür hat die Natur gesorgt. Es liegt nun an beiden Geschlechtern ihre in diesem Bezug "schwächliche" Natur zu akzeptieren, lernen damit umzugehen und ganz wichtig, nicht nur Sex zu machen, sondern auch darüber zu reden, aufeinander einzugehen. (=> im partnerschaftlichen Verhältnis)

Wie schon gesagt und ich bin weiß "Gott" kein verklemmter Moralprediger, aber diese ständige exhibitionistische Verhaltensweise von einem großen Teil unserer Gesellschaft halte ich für den falschen Weg und zunehmend langweilig.


;)
neptunia[QUOTE][i]Original geschrieben von Allanon [/i]
Allgemein denke ich, daß es für unsere Gesellschaft ein großes Problem darstellt, daß die Sexualität als solches, in den vorherrschenden Maßen verkauft wird. [/QUOTE]
das ist der punkt. sex ist geld ist macht.
[QUOTE]Kleine Anmerkung an die @Weiblichkeiten:

Was die Sexualität betrifft, ist Mann sein nicht immer einfach. Seht das Verhalten von männlichen Tieren in der Wildbahn, vom Trieb geleitet scheinen sie geradezu Willenlos zu sein. Dieser Trieb ist bei Menschen nicht weniger vorhanden, daher auch meine These, daß Männer eher sexueller orientiert sind als Frauen, genauso wie Frauen eher materialistischer orientiert sind als Männer. Dafür hat die Natur gesorgt. Es liegt nun an beiden Geschlechtern ihre in diesem Bezug "schwächliche" Natur zu akzeptieren, lernen damit umzugehen und ganz wichtig, nicht nur Sex zu machen, sondern auch darüber zu reden, aufeinander einzugehen. (=> im partnerschaftlichen Verhältnis)
[/QUOTE]
teil eins ist richtig (harte selbsterkenntnis, hm?), der trieb bei männern ist wohl manchmal schwer zu unterdrücken und das scheint oft sehr quälend zu sein ...
teil zwei ist falsch. es ist nicht besitz den frauen suchen - einer der großen mißverständnisse - es ist die suche nach verbundenheit. gibst du mir einen teuren ring, kann ich dich damit an mich binden, weil du ihn nicht wieder hergeben willst. hast du mich, hast du auch den ring. schlau, nicht?

und so sind beide geschlechter ständig damit beschäftigt ihre schwächen als stärken zu vertuschen ...

und in einem weiteren punkt stimme ich dir zu, meine leidenschaften leb ich lieber, als sie vor breiten publikum totzureden ...

und trotzdem, was hämmert die ganze zeit in meinem kopf?:
ein bißchen bi schadet nie
rainraven[quote] Mir ist nicht aufgefallen, dass in jüngster Vergangenheit das Bi-sein im "Alltag" als "in" gilt. Zweifellos haben die Medien Bi-sein als neuen "Skandal" entdeckt, (Madonna/Britney Spears) aber das jetzt deswegen 14-jährige behaupten, sie wären lesbisch oder was auch immer, höre ich hier zum ersten Mal. [/quote]

Mir (Heterofrau) fällt schon auf, zumindest, seit ich mich in schwarzen Kreisen bewege, daß die Mehrzahl der mir bekannten Mädchen und Frauen aus dieser "Szene" zumindest gerne mal in der Öffentlichkeit einer Freundin an die Brust fassen, eine Freundin erotisch antanzen oder sich Zungenküsse geben (wahrscheinlich auch, damit alle ja sehen, daß sie zungengepierct sind...) oder ich höre aus dem Gespräch heraus, daß sie eine Freundin im Sinne von Beziehung haben oder zärtlich zu anderen Frauen sind. Dabei gibt es aber in den meisten Fällen auch noch bei jeder meiner Freundinnen einen männlichen Partner und diese Frauen hatten auch in der Vergangenheit heterosexuelle Beziehungen. Von manchen höre ich auch, sie "wären gerne" bisexuell oder "versuchen, herauszufinden, ob ihnen das Zusammensein mit einer Frau etwas gibt".

Irgendwie komme ich mir da in so einer Gesellschaft furchtbar langweilig und spießig vor, so, als ob ich nichts zu melden hätte und uninteressant wäre (sowohl für Männerblicke, denn ich mache ja nicht sexuell mit einer anderen Frau herum, als auch für die andere Frauen, denn ich habe nicht über Geschichten mit anderen Frauen oder überhaupt anderen Liebhabern-denn ich bin in festen Händen- zu berichten.).
Meine Freundinnen, die ich nicht aus der Szene kenne, sind alle heterosexuell und für sie spielt auch das "Sich-Sexuell-Geben" oder Erotik-Ausstrahlen nicht so eine übergeordnete Rolle im Alltag oder Privatleben.



T.R.
LiebesAlso dieses demonstrative "rumknutschen" finde ich auch sehr ätzend.
Ich erinner mich da an ein Pärchen, dass in einer Disko sowas von dermaßen nervte. Meine Freundin und ich waren uns einig, das wollen wir nicht sehen.
Na ja man konnte das schon fast Vorspiel nennen, vor allem wie arm ist das, als Pärchen in der Öffentlichkeit nichts besseres zu tun zu haben, als an sich rumzukrabbeln. Wozu verlassen die dann überhaupt das Bett?
Aber hauptsache man war nochmal aus! *kotz*

@odessa
Bei diesen Lesbenfilmchen geht es ja nicht um etwas Reales.
Es ist einfach eine sehr verbreitete Fantasie von Männern, daran kann ich nichts schlimmes finden. Dass Lesben sicher nichts Männern wollen, ist klar keine Frage.
Aber deshalb ist es eine Fantasie, da gelten einfach andere Regeln.
Und da man sich Fantasien auch gerne an sieht, werden diese Videos gekauft.
Solange den Männern klar ist, dass es sich um eine Fantasie handelt, die mit der Wirklichkeit nicht viel zu tun hat, finde ich das wie gesagt vollkommen in Ordnung.
Es gibt ja auch einige Frauen die Vergewaltigungsfantasien haben, aber keine von denen möchte jemals vergewaltigt werden.
LaChatte@Hetero-Männer:
ich lese heraus, dass ihr keine Freude an eurem Körper habt? Wenn das wahr ist, finde ich das höchst traurig...:( Männerkörper sind doch sowas Schönes.

[QUOTE]Bei diesen Lesbenfilmchen geht es ja nicht um etwas Reales.[/QUOTE]

so unreal ists nun auch wieder nicht... es gibt viele, die das zumindest einmal in ihrem Leben erlebt haben. Udn noch mehr, die dafür bezahlt haben...

[QUOTE]Ich habe kein Problem damit, zwei Schwule beim Knutschen zu sehen, fein - aber es macht mich absolut nicht an. Denn ich weiss dass diese beiden Schwulen mich nicht mal eines Blickes würdigen würden, somit setzt mir mein Verstand da doch schon von vornherein eine Grenze, noch bevor ich überhaupt "angemacht" werden könnte.[/QUOTE]

Träumen ist doch erlaubt, oder? Wenn ich einen Film schaue, der mich erregt/anregt, weiss ich ja auch ganz genau, dass ich diesen Personen in RL vermutlich niemals begegnen werde... und trotzdem törnt es an. von Rubens-Gemälden oder Michelangelos David ganz zu schweigen.

[QUOTE]Wenn ich meiner Fantasie es erlaube, daran zu denken einen Mann zu küssen, wird mir schon ganz mulmig zumute und zwar nicht im positiven Sinne.[/QUOTE]

Warum denn? Ist doch auch nur ein Mensch... und nehmen wir mal an, einer mit gesunden und geputzten Zähnen, ohne Mundgeruch. warum, um himmels willen, soll einem dabei "mulmig" werden? *grübel*

[QUOTE]Seht das Verhalten von männlichen Tieren in der Wildbahn, vom Trieb geleitet scheinen sie geradezu Willenlos zu sein. [/QUOTE]

Sind es aber nicht Männer, die in den letzten zweitausend jahren 99% aller zivilisatorischen Leistungen vollbracht haben, in Literatur, Architektur, Malerei, Ingenieurswesen und und und... und die die Frau als "animalisch, unersättlich" verteufelt haben? Frauen haben einen mindestens so starken Sextrieb wie Männer... und auch Männer können sich selbst kontrollieren. Wir sind ja zivilisiert.;)
Doppelkopf[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
[B]Das mit dem "angemacht sein von Lesbenfilmen": ich komm einfach nicht dahinter was für ein Film da bei manchen Jungs oder auch tatsächlich schon erwachsenen Männern abläuft, aber nochmal: Euch ist doch klar dass eine lesbische Frau KEINERLEI Bock auf Euch und Eure Fantasien hat? Dass sie Euch in die Eier treten würde wenn Ihr auf die Idee kämt, das zu tun was Ihr Euch in Eurer Pornofilmchen-Scheinwelt da so "rausnehmt" dann? [/B][/QUOTE]

Obwohl ich mich -wie gesagt- nicht dazuzähle:
Wieso macht dich das denn SO wütend? Bist du lesbisch? (hab´ gerade keine Lust nochmal den ganzen Thread zu lesen) Kann könnte ich´s irgendwo verstehen, wenn sich deine Emotionen gegen uns Testosteronmonster richten ;).

Zu Thema:
Männer wissen auch genau, dass die Mädchen in der Telefonsexwerbung oder im Bordell keine Lust haben, mit ihnen zu schlafen. Wie viele Vorredner hier auch schon sagten geht´s hier "nur" um Phantasien.
Doppelkopf[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B][/B]@Hetero-Männer:
ich lese heraus, dass ihr keine Freude an eurem Körper habt? Wenn das wahr ist, finde ich das höchst traurig...:( Männerkörper sind doch sowas Schönes.
[/QUOTE]
IMHO bezeichnet man die Frau es nicht umsonst "das *schöne* Geschlecht".
[QUOTE]
Warum denn? Ist doch auch nur ein Mensch... und nehmen wir mal an, einer mit gesunden und geputzten Zähnen, ohne Mundgeruch. warum, um himmels willen, soll einem dabei "mulmig" werden? *grübel*
[/QUOTE]
Ich sage jetzt mal, dass es für heterosexulle Menschen normal ist, eine Abneigung gegen solche Kontakte mit gleichgeschlechtlichen zu haben.
Du hättest also kein Problem damit, eine Frau zu küssen? Dann unterstelle ich mal, dass du bi bist. Oder nein, du tust nur so um in zu sein ;) SCNR.
neptuniaodessa, es ist aber auch nicht übel, von frauen angemacht zu werden, die können das manchmal besser als männer ... was danach passiert, hängt halt dann von den persönlichen vorlieben ab ...

und lachatte, erklär mal den männern, daß man triebe kontrollieren kann. sie nutzen dieses deckmäntelchen aus, um ihre manchmal wirklich plumpe gelüste zu rechtfertigen. aber daß wir frauen genauso starke triebe haben könnten, die wir auch noch beherrschen, das würde sie ja zum "schwachen geschlecht" machen ...
aber sind sie das nicht sowieso?
LaChatteDarum haben ja die Männer seit zweitausend Jahren die Frau unterdrückt... weil sie Angst vor einem übermächtigen weiblichen Trieb haben... für eine Frau ist es grundsätzlich kein Problem, in einer Nacht zwanzig oder noch mehr Männer zu haben. Ein Mann käme im gegenteiligen Fall ziemlich sicher an seine körperliche Grenze...
FeenwindHallo zusammen
Also ich finde den Trend auch schrecklich auf der anderen Seite, gibt es jetzt mehr Möglichkeiten, für Leute die früher nur insgeheim bi waren, oder ihre Bisexualität verdreängt haben, das offen zu leben.
Natürlich muss man unterscheiden, aber nicht allen"neuen" bis sind bi, weil es trendy ist.
ich habe zb auch nicht lange her meine Bisexualität entdeckt, bzw angefangen sie nicht mehr zu verdrängen ud für mich ist es KEIN Trend
LG Feewind
DrachenzeitenMoin, moin.
Also bevor sich nicht mindestens die Queen als bisexuelle SMlerin outet (Ja, ich habe Di töten lassen *schnief*, sie wollte mich nicht...*heul*), müssen wir doch eigentlich gar nicht über Bisexualität als Trend diskutieren ;-)

@darket: Wieso hälst du meine Meinung für anachronistisch? Ich finde das sogar sehr aktuell – gerade im Hinblick auf Internet und die Massen von Porno-Popups und Spam, mit denen der Durchschnittuser zu kämpfen hat. „We’re oversexualized and underfucked“ hat mal jemand gesagt und in solch einer hypersexualisierten Gesellschaft ist es völlig normal, daß auch und gerade Machtunterschiede erotisiert werden – und dazu gehört für mich eben auch Deine Vorstellung (und die vieler anderer Männer) von zwei Frauen mit dem utopischen Potential, beide ins Bett zu kriegen.
Mir geht es nicht um eine ideologische Diskussion, sondern darum, daß ich versuche, als mit davon „Betroffene“ (als Frau und als Lesbe) sowohl meine Gefühle, als auch meine politischen Reflektionen dazu zu äußern. Natürlich hoffe ich dabei auch, daß sich die Menschen (in diesem Fall v.a. die Männer) auch ihre Gedanken dazu machen, warum etwas so ist und warum sie vielleicht gerade so und nicht anders fühlen/handeln etc.
[Äh, ja, ich bin so eine verdammte Idealistin, die glaubt, daß Miteinander-Sprechen noch etwas verändern kann.]

@neptunia:

[QUOTE] erklär mal den männern, daß man triebe kontrollieren kann. [/QUOTE]

Stimmt, das mußte endlich mal gesagt werden! Meine Theorie ist ja, daß die Mehrzahl der Männer schlicht und ergreifend zu faul ist, etwas an sich zu ändern. Ist soviel einfacher, alles beim Alten zu lassen und Kritik zu kontern mit der essentialistischen Vorstellung, Männer sei „eben so“. Das glaube ich absolut nicht.
Was ich allerdings glaube, ist, daß es ziemlich schwer ist, Privilegien einfach so aufzugeben und wenn ich ganz ehrlich bin, weiß ich nicht, ob ich als Mann nicht auch eine gewisse Angst vor tiefgreifenden Veränderungen hätte – ich hätte dabei soviel zu verlieren...
(Genau wie mir die Vorstellung, meine Privilegien als weiße, gebildete Frau aus einem der reichsten Ländern der Welt zu verlieren logischerweise Angst macht)

Und Darket: Ich bin eine Gegnerin jeglicher Vorstellung, Frauen und Männer seien „von Natur aus“ so, anders oder irgendwie, aber einige Jahrtausende patriarchaler Sozialisation hinterlassen tiefe Spuren in unser aller Denken. Insofern glaube ich nicht, daß der Gedanke an zwei knutschende Frauen für einen Mann „natürlich“ ist, aber er mag so erscheinen, weil das einfach auch Teil unserer Sozialisation ist, wer was und wen in welchem Kontext erotisch zu finden hat (was nicht heißt, daß mensch sich daraus überhaupt nicht befreien kann).

@gekitsu: Ich glaube das mit dem Nicht-Festlegen könnte als Segen und Fluch der Postmoderne bezeichnet werden (aber vielleicht ist das ja auch schon post-post-modern und ich habe nur den Überblick verloren)...

Aber um zum Thema zurückzukommen: Ich lese aus einigen Beiträgen heraus, daß sich die Schreibenden irgendwie unter Druck gesetzt fühlen, weil sie nicht so hip scheinen wie vielleicht eine transidentische, bisexuelle SMlerin (nur so als Beispiel).
Natürlich ist der Zeitgeist ein nerviges Stück unserer Kultur, aber ich denke, einfach einfach ehrlich man/frau selbst zu sein in diesen Zeiten ist schon einiges wert.
Natürlich besteht da ein gewisser gesellschaftlicher Druck, entlang entsprechender Konventionen zu leben um nicht als langweilig und/oder altmodisch zu gelten, aber das sind genau geregelte Konventionen, die nächsten Sommer schon wieder ganz anders sein können.
[Einschub: Aber dabei sollte auch bedacht werden, daß z.B. oben genannte SMlerin nicht unbedingt trendy sein will, sondern daß das ihr Leben ist und wer sind wir, ihr das abzusprechen?]

Trend sind im Normalfall eine seltsame Mischung: Zum einen spiegeln sie die sich verändernden gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse und zum anderen werden sie natürlich auch konstruiert. Das gibt zwar teilweise auch Aufschluß darüber, wie sich die Normen betreffs bestimmter Themen wandeln (an oberster Stelle wohl Dinge wie Geschlechterverhältnisse, Partnerschaften, Initimität und zwischenmenschliche Beziehungen allgemein), aber im Grunde kann doch jede/r selbst entscheiden, wie er oder sie leben will.
Fällt mir selbst auch nicht immer leicht, aber Widerstand gegen Konventionen macht nicht nur interessant (und wer will schon langweilig jedem Trend hinterhasten), sondern trägt auch zu dazu bei, sich selbst zu positionieren und zu reflektieren.
In diesem speziellen Fall führt es hier vielleicht zu einer weitergehenden Beschäftigung mit Geschlecht, Macht, Sexualität und den ganzen dazugehörigen Ge- & Verboten – und damit ist denke ich, schon viel erreicht.

Oder um es mit Leslie Feinberg zu sagen: I DESERVE MY RIGHT TO BE COMPLEX!

Nada
Darket@Drachenzeiten
Vergib mir, ich habe deine Aussage gleich wieder in irgend so eine überemanzipierte Ideologie-Ecke geschoben, die ich für völlig daneben halte, dementsprechend ziehe ich das "anachronistisch" zurück.

[QUOTE]Deine Vorstellung (und die vieler anderer Männer) von zwei Frauen mit dem utopischen Potential, beide ins Bett zu kriegen. [/QUOTE]
Ich weiß nicht ob es angebracht ist mich zu rechtfertigen, aber sexuelle Phantasien hat doch jeder, ob sie nun umsetzbar sind oder nicht. Und nur weil ich der Probe aufs Exempel ob sie nun utopisch ist oder nicht, nicht ganz abgeneigt wäre (bin noch jung, habe ja noch Zeit) bedeutet das nicht, dass ich irgendein Machtgefälle auskosten möchte, diesen Begriff verstehe ich in dem Zusammenhang einfach nicht. Was unterscheidet die erotische Vorstellung von einem Mann und einer Frau von der von zwei Frauen und einem Mann? Ist da dieses Machtgefälle deutlicher? Hat Darstellung von Erotik damit nicht grundsätzlich irgendetwas zu tun?
Wenn ich zwei nette Mädels kennenlerne, die dazu bereit wären, würde ich nicht nein sagen, wer weiß vielleicht würds mir auch garnicht gefallen, ich wär auch der letzte, der mit zwei wildfremden Frauen für diesen Kick ins Bettchen hüpfen würde (nennt mich altmodisch, aber Sex hat für mich, wenn auch nicht unbedingt mit großer Liebe, aber doch mit Zuneigung und sehr viel Vertrauen zu tun), aber der Wunsch es auszuprobieren ist durchaus da. Ich kann zwar nicht genau beurteilen inwieweit dieser Wunsch durch Gesellschaft und Medienwelt beeinflusst ist, aber ich schäme mich nicht dafür, ich will niemandem etwas aufzwingen und wenn ich niemanden finde, mit de ich diese Phantasie ausleben kann, hab ich halt Pech gehabt, aber an dem einfachen Wunsch es zu tun sehe ich nichts verwerfliches.
DrachenzeitenDarket, bist Du Dir sicher, daß ich nicht wirklich in die überemanzipierte Ideologieecke gehöre?
Ich glaube, das ist auch eine Definitionssache. Ideologie hat für mich persönlich auch immer etwas mit einer gewissen Starrheit zu tun und mit einem Nicht-Eingehen auf die Argumente anderer - in diesem Sinne verstehe ich mich als nicht ideologisch. Auf der anderen Seite bin ich vieles, was Angst macht und damit auch Aggressionen auslöst - und für viele Männer und Frauen ist eine lesbische Feministin eben immer noch etwas ziemlich Widerliches - so etwa wie wie ein riesengoßer schleimiger Wurm mit Giftzähnen oder so ;-)
Ich will mich mit diesen Vorurteilen einfach nicht abfinden - auf der anderen Seite will ich aber auch Dinge nicht hinnehmen, die ich als diskriminierend empfinde, bloß um nicht als Feminstin geoutet zu werden.
Jetzt mußt Du entscheiden, ob ich doch in die Ideologie-Ecke gehöre...
Übrigens geht es mir auch gar nicht darum, daß Du oder jemand anderes sich für Phantasien rechtfertigen muß - ich will nur, daß sie reflektiert werden. Vielleicht ist das zuviel verlangt, aber ich denkem, daß solche Reflektionen durchaus Aufschluß geben können über die eigenen Wünsche und das was in der Gesellschaft so passiert.
Als Beispiel: Allen Trends zur Promiskuität zum Trotz baut unsere Gesellschaft auf dem Kern der heterosexuellen, monogamen Kleinfamilie auf. Da finde ich es nicht verwunderlich, wenn jemand in einer solchen Beziehung Phantasien hat, die das genaue Gegenteil sind. Ob er oder sie das dann auch auslebt, hängt von vielen Faktoren ab - und vielleicht sind manche Sachen in der Phantasie auch besser aufgehoben...andere sollten aber ausgelebt werden.
Insofern sehe ich ich auch kein "moralisches Prooblem" in Deinen Phantasien - wenn Du in eine solche Situation gerätst und ja sagst, hast Du vielleicht das Erlebnis Deines Lebens. vielleicht bleibt es aber auch "nur" Wunschvorstellung.

Machtgefälle ist nicht automatisch deswegen da, weil du oder ein anderer Mann davon träumt, mal mit zwei (bisexuellen) Frauen ins Bett zu gehen - aber nach meiner Meinung ist an dem "potenter Mann, der zwei Mädels befriedigen kann" wie es irgendwo weiter oben hieß, einfach was dran. Und wenn dann lesische Sexualität den Platz des Vorspiels zum Antörnen des Mannes einnimmt, dann steckt da aber ganz schön Machtgefälle drin.

Aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, daß es für einen Großteil der Gesellschaft im Groben nur drei Arten (besser Stereotype) von Sex zwischen Frauen gibt:
Einmal der Sex zwischen zwei Frauen, die aufgrund kurzer Haare, fehlender "Schönheit" etc. als "eche Lesben" (synonym: Mannsweiber, häßliche Emanzenschlampen etc.) abgetan werden und deren Sex völlig uninteressant ist, weil die Frauen an sich nicht als antörnend empfunden werden.
Dann gibt es die pseusolesbischen Porno-Queens mit ihren Riesendildos, deren Rumgefummel anscheinend nur dazu dient, den Betrachter solcher Pornos aufzugeilen und ihm dabnn das Gefühl zu geben, SEIN Schwanz wäre jetzt die richtige Abwechslung zu diesem popeligen Dildo. Stereotyp Nummer Drei ist dann das Klischee von den süßen, irgendwie unschuldig wirkenden jungen Lesben, die ganz doll zärtlichen Vanillesex haben. Da gibt es dann noch Variante A und B. Die die keinen Mann dabei haben wollen, bleiben wahrscheinlich auf Ewigkeiten in den Phantasien vieler Männer (und seltsamerweise auch einiger heterosexueller Frauen) ein Bild von unschuldiger Erotik, Zärtlichkeit und Liebe. Und Variante B - naja, das ist wohl die Phantasie all der Männer die nicht so primitiv sind, auf die dildoschwingenden Porno-Queens zu stehen.
Übrigens ist das nicht nur meine ganz private politische Analyse sondern wird mir immer von den Menschen bestätigt, mit denen ich spreche.

Die Gemeinsamkeit all dieser Stereotype über Sex zwischen Frauen ist aber der Defizit. Irgendetwas fehlt immer, sei es nun ein "echter" Penis, der Mann an sich, das wichtige Quentchen sogennanter Weiblichkeit, welches an Körpermerkmalen und sogenannter "Schönheit" (im Auge des Betrachters) festgemacht wird oder die Leidenschaft, die animalische Wildheit die in der Phantasie der beiden unschuldigen jungen Lesben völlig fehlt.
Also ist lesbischer Sex entweder uninteressant, dämonisch-erotisch-gefährlich oder unschuldig-ungefährlich.

Diese Reduktion finde ich ehrlichgesagt zum Kotzen und das Machtgefälle ist da ganz deutlich zu spüren. Unschuldige Frauen sind keine Bedrohung und die Porno-Lesben wirken zwar erstmal dominant und vielleicht auch bedrohlich, aber zu guter Letzt liegt die Macht im Auge des Betrachters für den dieser Film gedreht wurde, denn diese Frauen würden höchstwahrscheinlich nicht aus Spaß erst mit einer, dann mit einem Mann und zwischendrin mit Tonnen von Toys komische Sexspielchen betreiben - sie tut das für Geldund daß darin eine wahnsinnige Macht liegt muß ich ja nicht extra betonen...

Naja, ich hoffe, ich habe damit wenigstens ein bißchen klargemacht, worum es mir geht und vielleicht auch, warum so viele lesbische und bisexuelle Frauen eher ungehalten auf diesen Teil männlicher Phantasien reagieren - und trotzdem bleibe ich natürlich dabei, daß nicht jede Wunschvorstellung "politisch korrekt" sein kann. Wir sind ja keine Correctness-Roboter.

Nada
aka Missionarin für die Verständigung der Geschlechter
neptuniaso, und jetzt fall ich mal eben allen frauen hier in den rücken und sag:
darket, probier's aus!
aber - und damit mach ich alles wieder gut - die realität wird wahrscheinlich weniger prickelnd als du denkst.
ernsthaft, in meiner sturm- und drangzeit hab ich viiiel ausprobiert, und ich hatte ne freundin und wir hatten nen gemeinsamen guten freund und wir ...
jedenfalls war's eigenlich nur lustig und unglaublich unerotisch ...
die dinge im kopf funktionieren besser ...
- ende outing -
Darket[QUOTE]Irgendetwas fehlt immer, sei es nun ein "echter" Penis, der Mann an sich, das wichtige Quentchen sogennanter Weiblichkeit, welches an Körpermerkmalen und sogenannter "Schönheit" (im Auge des Betrachters) festgemacht wird oder die Leidenschaft, die animalische Wildheit die in der Phantasie der beiden unschuldigen jungen Lesben völlig fehlt.[/QUOTE]
Neee mir fehlt an diesem Bild eigentlich nichts, ganz ehrlich nicht, ich suche auch nach nichts bestimmtem. Schon allein, weil ich wiegesagt nicht vorhabe mit irgendwem in die Kiste zu hüpfen (da müsst ich schon arg betrunken für sein), d.h. ich muss die betroffene(n) Person(en) schon so gut kennen, dass ich eigentlich nicht mehr in falschen Vorstellungen verhaftet bin.
Und zu der Ideologie-Ecke: Ich bin von einer lesbisch-feministischen Mutter erzogen worden, ich neige recht schnell dazu jemanden in diese Ecke zu stellen, deshalb ist meine Urteilskraft in diesem Bereich ein wenig getrübt.

@flosse (hihi immernoch lustig)
Ich habe über die Realität auch keine idealisierten Vorstellungen, ich kenne Leute, die es probiert haben und die sagen alle das selbe: Zwar gut, aber anders als sie es sich vorgestellt hatten. Ich lasse mich überraschen, vielleicht klappts irgendwann mal, vielleicht auch nicht.
neptuniahave fun, darket!
ich denke immer noch, man muß es ausprobiert haben um etwas abzuhaken ...
und es gibt immer noch einiges, das noch nicht abgehakt ist ...
in spielfreudiger erwartung ...
cocrea[QUOTE][i]Original geschrieben von Drachenzeiten [/i]
[B] „We’re oversexualized and underfucked“[/B][/QUOTE]
zustimmung ggg
[QUOTE][i]Original geschrieben von Drachenzeiten [/i]
[B]daß ich versuche, als mit davon „Betroffene“ (als Frau und als Lesbe) sowohl meine Gefühle, als auch meine politischen Reflektionen dazu zu äußern.[/B][/QUOTE]
dz, warum VERSUCHST du es? ich sehe es dich tun. fragt sich, wie lange?

manche nw-platzhirsche, die wiederholt (damit) ´angeben´, ihre fixe rollenzuschreibung lässig über bord werfen zu können, reagieren - je nach subforum und strang - auf diesbezügliche ´versuche´ von userinnen und ähnlich gesinnten usern mE ´eingefahren´, intolerant, diskrimierend -- das entspricht exakt der eingefahrenen männlichen rollenzuschreibung im umgang mit schwarzfrauen, mit ´drachinnen´.
bei fortgesetzter insubordination und wider-einspruch mit schmackes (ihnen gegenüber), wenn ihre beschämungsattacken nichts bringen, ziehen sie gar kriegerisch über´s ganze forum ´andere seiten auf´ und bekommen mithilfe von verleumdung, peer group support und einer genervt-w(b)illigen(den) modschaft ihren machtwillen samt strangbesitzERanspruch ERfüllt.
(selbst wenn es danach keinen spaß mehr macht, der einst aktive strang dümpelt, weil die luft raus und die interessanten ausgetrieben ist)
[QUOTE][i]Original geschrieben von Drachenzeiten [/i]
[B]ich bin so eine verdammte Idealistin, die glaubt, daß Miteinander-Sprechen noch etwas verändern kann.][/B][/QUOTE]
bis auf das das beiwort ´verdammte´ stimm ich dir wieder zu. dito.
[QUOTE][i]Original geschrieben von Drachenzeiten [/i]
[B]Meine Theorie ist ja, daß die Mehrzahl der Männer ... zu faul ist, etwas an sich zu ändern. Ist soviel einfacher, alles beim Alten zu lassen und Kritik zu kontern mit der essentialistischen Vorstellung, Männer sei „eben so“. Das glaube ich absolut nicht.[/B][/QUOTE] dito - ich füge den zusatz ´und frauen´ hinzu und streiche das beiwort ´absolut´.
ich setze auf die minderheit der männer ... und frauen, die echt sind, statt der pose (zu) ver(ge)fallen.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Drachenzeiten [/i]
[B]meine Privilegien als weiße, gebildete Frau aus einem der reichsten Ländern der Welt zu verlieren logischerweise Angst macht[/B][/QUOTE]
[COLOR=pink]"Wandel ist etwas, das die Menschen sich am meisten wünschen und am heftigsten fürchten. Das ist der Grund für alle Vorwärtsbewegungen und alle Kehrtwendungen, die bei Änderungsversuchen auftreten." Caitlin Fullword, feministische Aktivistin

"Alle Formen von menschlicher Blindheit [Sexismus, Rassenhass, Klassenschranken, Homophobie] entspringen derselben Wurzel - einer Unfähigkeit, die Idee der Andersartigkeit als dynamische menschliche Kraft zu begreifen, eine Kraft, die für die eigene Persönlichkeit bereichernd und nicht bedrohlich wirkt, wenn es gemeinsame Ziele gibt ." Audre Lorde, Sister Outsider = ´Schwester Außenseiterin´, S. 45

"Wenn Frauen zusammenkommen, sollten wir, statt so zu tun, als seien wir einig, uns eingestehen, dass wir gespalten sind und Strategien entwickeln müssen, um Ängste, Vorurteile, Abneigungen, Konkurrenz etc. zu überwinden." (hooks, Feminist Theory, S. 63

"Des Rätsels Lösung heißt fortgesetzter Widerstand. Das bedeutet zunächst einmal, dass alles, was zwischen Müttern und Töchtern, zwischen Frauen, aber auch zwischen Frauen und Männern bislang unausgesprochen blieb, ans Licht und damit an die Macht gebracht wird. S. 361 quelle su

Solidarität über Schranken hinweg "ist schwierig. Als Mädchen haben wir gelernt, dass wir nur bei Männern und in deren System sicher sind. Wir haben Schwierigkeiten, einander zu trauen, weil unsere tiefsten Verletzungen uns von den Frauen zugefügt wurden, die wir am meisten liebten." S. 369

"Durch das Recht der Mittelschicht-Frauen, in die höheren Befehlsebenen des Machtgebäudes einzudringen, ging die umfassendere Solidarität unter Frauen verloren." S. 370

"Frauen zu lieben, Frauen im Mittelpunkt unseres Lebens zu behalten, ist aus Sicht der männlichen Vorherrschaft ein ungeheuerlicher Mangel an Loyalität." S. 371

"Lesbisch zu sein birgt die Gefahr, von der Macht und Protektion von Männern vollständig abgeschnitten zu werden." S. 371

"Frauen zu lieben, bedeutet nicht, Männer zu hassen, und Frauen gegenüber loyal zu sein, ist nicht nur für Töchter, sondern auch für unsere Söhne wichtig." S. 371

"Wenn wir trotz unserer Verschiedenartigkeit engen Kontakt zu anderen Frauen suchen, können wir diese Liebe in die Welt tragen. Das ist eine schwere, schmerzhafte und dynamische Arbeit, die unser Gemeinschaftsgefühl stärkt und uns selbst belebt. Sie beinhaltet den hartnäckigen Widerstand gegen billige Allgemeinplätze und unüberbrückbare Unterschiede. Eine radikale Liebe sagt die Wahrheit, selbst wenn sie verletzt. ... Eine radikale Liebe spricht Wahrheiten aus, die keinen Gegensatz zur eigenen Lebenserfahrung darstellen. " S. 372
quelle: »Die Mutter-Tochter-Revolution« Elizabeth Debold, Idelisse Malavé, Marie Wilson, Rowohlt Verlag, 1994 [/COLOR]

[QUOTE][i]Original geschrieben von Drachenzeiten [/i]
[B]einige Jahrtausende patriarchaler Sozialisation hinterlassen tiefe Spuren in unser aller Denken. [/B][/QUOTE] dito
[QUOTE][i]Original geschrieben von Drachenzeiten [/i]
[B]Widerstand gegen Konventionen macht nicht nur interessant, sondern trägt auch zu dazu bei, sich selbst zu positionieren und zu reflektieren ... hier vielleicht zu einer weitergehenden Beschäftigung mit Geschlecht, Macht, Sexualität und den ganzen dazugehörigen Ge- & Verboten.[/B][/QUOTE] dito
[QUOTE][i]Original geschrieben von Drachenzeiten [/i]
[B]... bin ich vieles, was Angst macht und damit auch Aggressionen auslöst [/B][/QUOTE]
dito
[QUOTE][i]Original geschrieben von Drachenzeiten [/i]
[B] will ich aber auch Dinge nicht hinnehmen, die ich als diskriminierend empfinde[/B][/QUOTE] dito
[QUOTE][i]Original geschrieben von Drachenzeiten [/i]
[B] Also ist lesbischer Sex entweder als uninteressant, dämonisch-erotisch-gefährlich oder unschuldig-ungefährlich.[/B][/QUOTE] ich erweitere ff: (hetero-homo) frauen gelten in ausübung ihrer
1) weißen sexualität als ´uninteressant´, harmlos, jung-fräulich, ´ungefährlich´
2) ihrer roten sexualität als ´erotisch´, reif
3) ihrer schwarzen sexualität als ´dämonisch-[i]eingeschränkt[/i] erotisch-gefährlich, alt, schwer zu kontrollieren, den rahmen des ERlaub(ch)ten sprengend, insubordinat, drachin

die kurzfassung von frauentyp 1-3 lautet
heilige - hure - hexe.
püppchen - sinnliche - magierin -- und there is more außer spaltung

gruß, cocrea
(hetera, zum hier ungenannten typ 4 t-end-ier-end
insubordinat, daher subforal mit schreibverbot belegt, ein-, nicht untergeordnet)

edit
neptuniaodessa, muß ich antworten?
(scheiße, das spiel funktioniert ja mit frauen genauso ... :D )
psychochickenwie sieht es denn mit einer frau und zwei männern aus?
diese dreier-spielchen brauchen ja immer auf einer seite bisexuelle tendenzen, d.h., zumindest wäre es für jemand der stock-hetero ist wohl nicht so besonders.
tatsache: auf 2 frauen 1 mann hätte ich keine lust, weil ich nicht bi bin (und zu monogam).
auf 2 männer und 1 frau hätte ich keinen bock, weil ich angst hätte! und jetzt sag mir nochmal, das hätte nichts mit macht zutun!
Darket@psychochicken
Ich persönlich kann die umgekehrte Situation nicht nachvollziehen, ich bin hetero und würds nicht machen, muss ich auch nicht, genauso wenig wie eine Frau mit noch ner Frau und nem Kerl was anfangen muss. Ich weiß nicht inwieweit es da eine Seite schwerer hat, ich weiß nur, dass Macht beim Sex allenfalls spielerisch etwas verloren hat.
cocrea[QUOTE][i]Original geschrieben von Darket [/i]
[B]ich weiß nur, dass Macht beim Sex allenfalls spielerisch etwas verloren hat.[/B][/QUOTE]
darket,
alles ist mit allem verbunden. macht (energie) ist ebenfalls in, mit und um alle dingen/menschen. und sex ist gewöhnlich ein hochenergetisches geschehen.
es gibt menschen, die ein stäubchen von dem gott zugedachten allwissen und seinerihrer allliebe ab-haben (sein) möchten.
mit der göttlichen allmacht tun sich menschen gewöhnlich ach so schwer. sie genießt einen schlechten ruf (ob des allfälligen machtmissbrauchs)
in dem begriff schwingt die assoziation der ÜBERmacht, des unter(n)LIEGENS mit.
wenn sich menschen nicht an das buhthema MACHT rantrauen bzw. dies via alibis und schönmäntelchen tun, sei es drum. sie haben ANGST - davor.

neulich hörte ich jmd sagen: dort wo du am verletzlichsten bist, ist der sitz deiner macht - gemeint ist nicht die so problematische ÜBERmacht, sondern das eigene vermögen.
(ein herrliches paradox, was genau genommen nicht mal widersinnig ist.)

wie schrieb dz oben?
ihr wesen, ihre art, rufe bei gewissen leuten angst hervor.
jmd sagte mir neulich, dass allein ihr NEIN dem betroffenen angst macht.

edit: für dich wie für jeden sohn einer (für ihn ehemals als) über-mächtig empfundenen mutter (mit der du/er je in d(s)einem leben am intimsten - in ihr - war/st) ist die intime begegnung mit einer frau (oder in der phantasie gleich mit zwei frauen) eine (meist unbewusste) rückerinnerung
a) an die geborgenheit / einheit / verschmelzung u n d
b) den kampf, dich (bereits nach 6 wochen im mutterleib von ihrer vorherrschenden x-chromosomenanlage) als heranwachsender in stufen von ihr loszusagen, um (überhaupt) ein mann zu werden, eine männliche identität auszubilden.

frauen haben mit frauen mehr ähnlichkeit, nichtsdestoweniger leiden töchter des patriarchats meistens sehr unter ihrer mutter, es sei denn sie gehen - wie manche söhne auch - in überhöhende projektion, um ihr mutterbild/inkl. selbstbild nicht in frage stellen zu müssen.

ja, in wirklichkeit sind besonders männer bi.
sie waren die ersten 6 wochen ihres lebens im mutterleib weiblich - chromosomal gesehen.
im zuge der geschlechter-gleichwertigkeit werden sich mE künftig noch viel mehr bi (sowohl als auch) tendenzen abzeichnen.

gruß, cocrea


... denn die Dummheit ist der Mantel aller Macht. Konstantin Wecker

Die Macht der Frau kann man unterschätzen, nie überschätzen. Jean Paul

Ohne Unterschied macht Gleichheit keinen Spaß. Dieter Hildebrandt

"Die Härte ist die bessere Form der Liebe." Reinhard Mohn, Bertelsmann-Konzernchef

Der Kampf des Menschen gegen die [COLOR=coral]Macht [Übermacht][/COLOR] ist der Kampf der Erinnerung gegen das Vergessen. Vergangenheit ist voller Leben. Ihr Gesicht reizt, erzürnt, beleidigt uns, so dass wir es entweder zerstören oder neu malen möchten. Milan Kundera

Wo der Wille zur [COLOR=coral]Macht [Übermacht][/COLOR] ist, existiert ein Mangel an Liebe. C. G. Jung

Das Geheimnis der [COLOR=coral]Macht [Übermacht][/COLOR] besteht darin, zu wissen, dass andere noch feiger sind als wir. Ludwig Börne

"Ohne [COLOR=coral]Macht [Übermacht][/COLOR] ist nichts zu machen." Edmund Stoiber (1993)

[COLOR=coral]Macht [Übermacht][/COLOR] wird einem nicht gegeben, Macht muss man sich nehmen. Jock Ewing, Patriachenfigur aus »Dallas« (amerikanische soap-serie)

[SIZE=1] Lilith – die Nächtliche
Auf hebräisch bedeutet der Name Lilith die Nächtliche.
Laut jüdischen Legenden erschuf Gott Adam und Lilith aus dem gleichen Staub, um Lilith zu Adams gleichberechtigten Partnerin zu machen. Lilith war also Adams erste Frau. Diese Gleichberechtigung wurde von Adam nicht akzeptiert und er forderte, Lilith solle beim Geschlechtsakt unter ihm liegen. Dies wollte Lilith nicht akzeptieren und floh aus dem Paradies. Adam beschwerte sich bei Gott über Liliths Verhalten und Gott erschuf ihm Eva aus seiner Rippe. Diesmal erschuf Gott Adams Frau etwas kleiner als Adam und verwarf somit den ursprünglichen Schöpfungsplan, Mann und Frau als gleichberechtigte Wesen zu erschaffen. Eva ordnete sich Adam willig unter.
[url]http://www.net-lexikon.de/Lilith.html[/url]

Einer der Schöpfungsmythen besagt, dass Adam (der Mann) zuerst erschaffen worden sei und Eva (die Frau) ein Ableger von ihm sei und als seine Gehilfin (Untergeordnete) vorgesehen. (Siehe 1. Mose 1.24 bis 2.7)

Wenn einer von beiden zuerst da war und den anderen als Ableger hervorbrachte, dann war bzw. ist es das Weibliche als das sich (aus sich) selbst Vermehrende (sog. Jungfernzeugung), das sich das Männliche als das Begattende und Gestaltende für größere Effektivität zulegte.
Diese Beziehung zwischen Frau und Mann ist erkennbar an der Aufgabenteilung (sexuelle und psychische Abhängigkeit des Mannes von der Frau).
Die sexuelle Abhängigkeit bringt die Verführungsszene zwischen Adam und Eva zum Ausdruck. In der griechischen Mythologie ist die unter männer favorisierte Aphrodite (bei paris die schöne menschenfrau helena) die einzige göttin, die den mann führt, indem sie ihn ver-führt. sie als einzige fiel nicht der vereinnahmung bzw. vergewaltigung durch das männliche in irgendeiner form zum opfer.

die genetische Basis für die Dominanz des Weiblichen ist heute bekannt.
Am 26. 1. 97 meldete dpa: [B]>Nicht Adam, sondern Eva war der erste Mensch.[/B]
Die Natur, so haben Biologen herausgefunden, bevorzugt das Weibliche. Schon kleine Störungen im Wachstumsprozeß eines männlichen Embryos stellen das Programm wieder auf 'weiblich'."

Ursache ist die Erbsubstanz in Gestalt der Chromosomen: Das weibliche X-Chromosom dominiert auch den Mann: Er hat ein X-Chromosom und statt des zweiten X-Chromosoms wie die Frau ein kleineres Y-Chromosom. Die komplizierte Entwicklung zum Mann gelingt nur, wenn absolut keine Störung passiert. ´Jeder Fehler in dieser Ereigniskette kann die Natur wieder auf den von ihr bevorzugten weiblichen Kurs bringen´, so der amerikanische Hormonphysiologe Prof. Lawrence Crapo.
Dieses Mißverhältnis von weiblich und männlich spitzt der Molekularbiologe Prof. Jens Reich auf die These zu: "Ein Mann zu sein, ist der häufigste genetische Defekt in der Natur."<
[/SIZE]
Darket@cocea
Zu dem Posting von Dir fällt mir nur ein schöner Songtext einer meiner Lieblingsbands, In Extremo ein:

Ich kenne Rom in seiner Macht
Ich kenne die Träume in der Nacht
Ich kenne alles auf Punkt und Strich
Ich kenne nur einen nicht - und der bin ich

Sorry, soll nicht persönlich sein, aber gerade zu dem was Du hier und schon bei anderen Gelegenheiten geschrieben hast werde ich das Gefühl nicht los, dass dieser Text durchaus nicht unzutreffend ist.


P.S. Nein, bitte keine Grundsatzdiskussion darüber wer sich denn eigentlich selbst kennt!
cocrea[QUOTE][i]Original geschrieben von Darket [/i]
[B]Ich kenne Rom in seiner Macht ...
Ich kenne nur einen nicht - und der bin ich

bitte keine Grundsatzdiskussion darüber wer sich denn eigentlich selbst kennt! [/B][/QUOTE]
darket,
dass du oder x rom in seiner macht und die träume bei nacht wirklich kennst, glaub ich nicht.
vielleicht krieg ich ne bekanntschaftsanzeige, die mich vor jahren schon zum schmunzeln gebracht hat, noch aus dem gedächtnis zusammen.
...
... sucht bi und
bi sucht tri
und wer sucht mi?

selbsterkenntnis ist letzten endes NUR über den spiegel des (v.a. des intim nahen) anderen möglich.
grundsatzdiskussionen führ ich gern - und mit ´unvorsichtigen´ wie deinereiner, der du persönliche anzüglichkeiten in allgemeine forendiskussionen und quer durch die foren einstreust, statt die einrichtung der pn für pers. mitteilungen zu nutzen - besonders gern. sei getrost, heut und hier ver´schon´ ich dich.

da du selbst bzw. deine l-band den bezug ROMA (macht) - AMOR (liebe) benennt, ist der punkt, den ich zuvor noch ansprechen wollte, bereits angeschrieben.
in ROMA - AMOR spiegeln sich macht und liebe in form von einer aliteration.

gruß, cocrea (amüsiert)
Darket*lol*
So nach diesem Posting werde ich hier nur noch ontopic schreiben.
Aber das die Meisterin der Zitate und Aphorismen versucht ausgerechnet dieses hier wörtlich zu nehmen amüsiert MICH jetzt wirklich, find ich niedlich.
Ich möchte außerdem nur ganz kurz und bewusst öffentlich darauf hinweisen, dass ich verdammt nochmal keine persönliche Abneigung gegen Dich habe, auch wenn ich gestehen muss, dass mir mit Zitaten gespickte Postings manchmal ganz gehörig auf die Nerven gehen. Aber DU müsstest doch am besten wissen, dass DU mir nie irgendwas getan hast oder? Anzüglich bin ich immer, aber bei dem letzten, von mir angesprochenen Posting ist Deine Leidenschaft für psychologische Ferndiagnosen und Unterstellungen für mich besonders deutlich geworden, deshalb das Zitat aus dem InEx Song, der mir in diesem Bezug sofort eingefallen ist.

Gruß
Darket (edit: nicht weniger amüsiert)
LaChatte*amüsiert mitles*

LaChatte, Erfahrungen suchend... so viel wie möglich.
Cagliostro[QUOTE][i]Original geschrieben von psychochicken [/i]
[B]langsam habe ich das gefühl, dass es als "cool" gilt, bisexuell zu sein! plötzlich meint jeder, der nichts gegen bisexuelle und homos hat, dass er deswegen auch bi ist.
ich finde, es macht schon einen unterschied, ob man es nicht dür ausgeschlossen hält, oder das definitiv über sich sagen kann.

im klartext, es kotzt mich an das alle davon reden, wie toll es ist bi zu sein und was für tolle erfahrungen sie wieder gesammelt haben.
es ist ja offenbar ne tatsache, das männer frauen mit solchen erfahrungen heiß finden. macht es das jetzt notwendig, dass wir alle diesen trend mitmachen?

ich habe nichts gegen bisexuelle, aber es ist doch dämlich, nur deswegen einer sein zu wollen, weil es in ist...!?! [/B][/QUOTE]

Da gebe ich Dir recht, wie kann man sein, was man nie war???
Auf die Gefahr hin, dass ich mich als Spiesser oute,
aber ich finde Männer hässlich und wüsste keinen Grund,
einen Mann über ein freundschaftliches Mass hinaus
anzufassen.......Brrrrr
psychochicken[QUOTE][i]Original geschrieben von cocrea [/i]
[B]

da du selbst bzw. deine l-band den bezug ROMA (macht) - AMOR (liebe) benennt, ist der punkt, den ich zuvor noch ansprechen wollte, bereits angeschrieben.
in ROMA - AMOR spiegeln sich macht und liebe in form von einer aliteration.
[/B][/QUOTE]

kann mir das mal einer erklären?
wenn es so gemeint ist, wie ich es zu verstehen glaube - bin ich dann ein rassist, wenn ich ein lied über REGEN schreibe?!
DrachenzeitenIrgendwie landen wir immer wieder bei den Frauen...
Gibt es denn hier gar keine bisexuellen Männer - die das vielleicht auch noch zugeben würden?
Nicht trendy genug? Nicht so antörnend wie zwei Frauen?

Ehrlichgesagt, hätte ich gar nichts dagegen wenn der gemeine Berliner Bauarbeiter bisexuell würde - dann würde er mir nur die Hälfte der Zeit auf die Titten glotzen...

Wie wohl ein Mann reagieren würde, wenn ihm ein anderer Mann hinterpfeift und mit seinen Kumpels über Größe und Knackigkeit diverser Körperteile diskutiert?
DrachenzeitenNun gut, ich versuche es mal wieder mit Ernsthaftigkeit!

@darket: Ich glaube, eine lesbisch-feministische Mutter wäre mir lieber gewesen als die alkoholabhängige, jammernde Masochistin mit dem schlechten Männergeschmack die mir das Schicksal als "Mutter" präsentiert hat. Aber ich kann mir nicht wirklich vorstellen, daß es selbst als Junge so schlimm ist, von so einer Frau aufgezogen zu werden.

[QUOTE] ich weiß nur, dass Macht beim Sex allenfalls spielerisch etwas verloren hat.[/QUOTE]
Da stimme ich Dir natürlich zu, aber ich denke nicht, daß es möglich ist, die Machtverhältnisse in unserer Gesellschaft völlig aus dem Bett etc. rauszulassen.

Eines meiner Lieblingsbeispiele dazu stammt vom Berliner CSD vor 3 oder 4 Jahren. Da gab es einen Wagen asiatischer Schwuler und Lesben und die Männer die neben mir am Straßenrand standen diskutierten in keinster Weise über deren politische Forderungen sondern nur über ihre Vorliebe für "knackige, unbehaarte Thai-Stuten". Das fand ich so dermaßen widerlich, daß ich mich echt zurückhalten mußte, nicht handgreiflich zu werden.

Die Machtunterschiede die schon qua Hautfarbe hergestellt werden, werden hier dermaßen erotisiert, daß es Männer gibt, die mit niemand anderem mehr als asiatisch-stämmigen Strichern Sex wollen - und das in einer Zeit, in der es vermehrt zu Diskussionen in der Szene kommt über den dort vorhandenen Rassismus un die dummen Klischees über bestimmte Gruppen von Schwulen (Lesben weniger, oder ich habe es nicht mitbekommen).

Deswegen bin ich da auch skeptisch gegenüber der Vorstellung, Macht ließe sich aus dem Intimleben raushalten und nur dort eingebracht werden wo es gewünscht weil erotisch ist.

Und um noch nervig-theoretischer zu werden: Identität konsituiert sich auch durch Abgrenzung und bei besonders heftigen Ausfällen heterosexueller gegen homosexuelle Männer und deren Sex stelle ich mir dann doch die Frage nach der Stabilität ihres Selbstbildes bzw. desssen Fehlen (ist jetzt übrigens nicht unbedingt auf die hier Postenden bezogen).

Wie das Identitätsproblem dann aber mit der Phantasie von den bisexuellen Frauen zusammenhängt, habe ich noch nicht herausgefunden. Jemand vielleicht eine nette psychoanalytische Theorie dazu parat?

@cocrea: Hach, ich dachte schon, ich bin die einzige Gendertheoretikerin hier... Stimme mit den meisten Deiner Ausführungen überein (auch die äh, Platzhirsche oder so hatten mich schon auf dem Kieker)

Und aus dem Austausch kleiner Spitzen werde ich mich brav raushalten, weil ich sowieso nicht weiß, worum es eigentlich geht.

Nada aka armes Identitätsfragmenthascherl
LaChatte[QUOTE]Ehrlichgesagt, hätte ich gar nichts dagegen wenn der gemeine Berliner Bauarbeiter bisexuell würde - dann würde er mir nur die Hälfte der Zeit auf die Titten glotzen...[/QUOTE]

Ach nein, die Bauarbeiter die ich kenne, sind alle sehr nett...und wenn sie pfeifen, nehm ich es als Kompliment.

[QUOTE]Wie wohl ein Mann reagieren würde, wenn ihm ein anderer Mann hinterpfeift und mit seinen Kumpels über Größe und Knackigkeit diverser Körperteile diskutiert?[/QUOTE]

Ziemlich pikiert... und viel entnervter als Frauen. Hab ich auf alle Fälle bei meinen Heteros beobachtet, die mal per Zufall in einer Gay-Veranstaltung gelandet sind und dann völlig entsetzt waren:D

[QUOTE]Deswegen bin ich da auch skeptisch gegenüber der Vorstellung, Macht ließe sich aus dem Intimleben raushalten und nur dort eingebracht werden wo es gewünscht weil erotisch ist.[/QUOTE]

In jeder Beziehung, in jedem menschlichen Kontakt ist Macht drin. Die Frage ist eher, wie man dies bewusst leben kann, und nicht, wie mans vermeiden kann. Und schliesslich ist Macht eines der grössten Aphrodisiaka... ähnlich wie Geld.
Darket@Drachenzeiten
Naja homosexuell zu sein bedeutet ja nicht jedweden Sexismus abzustellen....zum CSD werd ich dies Jahr auch wieder kommen, schon aus politischen Gründen unterstütze ich diese Veranstaltung....außerdem will ich unbedingt so nen tollen Autoaufkleber auftreiben: "CSD statt CSU" den find ich herrlich :D

Meine Erfahrungen in Bezug auf Schwulenparties und ähnliche Veranstaltungen halten sich in Grenzen, aber was ich festgestellt habe ist, dass auch ein nochso betrunkener homosexueller Mann deutlich leichter von seinem Objekt der Begierde abzuhalten ist, als ein heterosexueller im gleichen Geisteszustand. Jedenfalls hat das bei den Erlebnissen, die ich da hatte und bei anderen beobachten durfte sehr deutlich gezeigt. Der Satz: "Sorry ich steh nicht auf Männer" zieht jedenfalls meistens außerordentlich gut, inmeinem Fall hat sich die betroffene Person ausdrücklich entschuldigt (was eigentlich auch nicht nötig gewesen wäre, ich war schließlich auf einer Schwulenparty, da liegt der Gedanke natürlich nahe) und wir haben uns noch nett unterhalten.
Allanon[QUOTE][i]Original geschrieben von Drachenzeiten [/i]
[B]Irgendwie landen wir immer wieder bei den Frauen...
Gibt es denn hier gar keine bisexuellen Männer - die das vielleicht auch noch zugeben würden?
Nicht trendy genug? Nicht so antörnend wie zwei Frauen?

Ehrlichgesagt, hätte ich gar nichts dagegen wenn der gemeine Berliner Bauarbeiter bisexuell würde - dann würde er mir nur die Hälfte der Zeit auf die Titten glotzen...[/quote]

Ich hätte auch nichts dagegen, aber auch nichts dagegen, daß er so bleibt wie er ist. Und das selbiger dir auf die Brust starrt, ist nunmal das instinktiv denkende Tier im Mann. Und Frauen machne diesbezüglich auch nicht unbedingt eine Ausnahme, oder warum glaubst du wohl, hat eine Sendung wie "Sex in the City" einen solch durchschlagenden Erfolg?! Nicht weil sich Männer diese Serie reinziehen.

Ich kann diesbezüglich nur sagen, Frauen die lockerer mit dieser Unart und den teilweise unflätigen Sprüchen der Männer umgehen und zu kontern wissen, gewinnen das Spiel und ruckzuck hat sie den Kerl um den Finger gewickelt. Denn wenn Männer eines nicht ausstehen können, dann ist es das ewige Genörgle gegenüber ihrer Natur. Zudem man nicht vergessen darf, daß diese Machtspielchen von beiden Seiten genutzt werden und eine Frau kann in gekonnter Art und Weise einen Mann eher sexuell von sich abhängig machen, als andersherum.


[quote]Wie wohl ein Mann reagieren würde, wenn ihm ein anderer Mann hinterpfeift und mit seinen Kumpels über Größe und Knackigkeit diverser Körperteile diskutiert?[/QUOTE]

Hinterherpfeifen ist zwar nicht weiblicher Natur, aber wie bereits schon erwähnt, die Diskussionnen und das Getuschel über diverser Körperregionen bleibt auch da nicht aus. Also sag ich mir, keep cool. Und wenn mir ein Schwuler hinterherpfeift ist mir das völlig wurscht, weil dadurch noch nichts passiert und man über solch niveauloses Verhalten(in jedem Fall) stehen sollte, denn es stellt sich die Frage: "Wer macht sich hier zum Affen?!" ;)
Caranaldion[COLOR=red][i]Die bereits angesprochenen "persönlichen Spitzen" von einem User gegen den anderen sind bitte im weiteren Verlauf aussen vor zu halten, selbiges gilt für "psychologische Analsyen" von Usern. Weder das eine noch das andere nimmt Einfluss auf die Thematik des Threads.
Mir ist klar, daß dieses Thema nicht sachlich-emotionslos "abgehandelt" werden kann, und Provokationen wohl dazu gehören. Trotzdem sollten Selbige ein gewisses Level nicht unterschreiten, der "Bauarbeiter-Abschnitt" ist da haarscharf an der Grenze, und wird in anderer Form kein weiteres Mal stehen bleiben bzw. ggf. entfernt.

Caranaldion
[/i][/COLOR]
WinterlichtHi! Nun misch ich mich auch mal ein:D

Und grüsse mal in die Runde, vor allem, Darket, gell?:p

Zum Thema Bi und Trend: Ich habe auch beobachtet, daß es momentan "normal" scheint, sich als bi zu bezeichnen. Was auch immer der Einzelne uns damit mitteilen möchte.

Ich kenne die Homo-Szene als Teil dessen ganz gut und muß feststellen, daß sich die Grenzen langsam verwischen. Und das finde ich gut! Man sieht einem Mädel nicht mehr so wie früher auf einen Kilometer Entfernung das Lesbischsein an. Heutzutage überlege ich eher: Was will mir der Blick nun sagen? Was will die Langhaarige gutaussehende Schöne mir damit sagen? Daß sie mich "erkannt" hat? Oder das ich was im Gesicht habe?

Ich muß gestehen, ich laufe seit einigen Jahren ausdrücklich nicht mehr homoszenemäßig gekleidet herum, es kotzte mich einfach an, sofort von jedem in die Lesbenschublade gestopft zu werden und meine eigentliche Identität darüber zu verlieren. Ich spiele mit dem Aussehen heute ganz gerne. Natürlich erkennt man mich noch immer an meinem Habitus, also das geschulte Auge, aber eben nicht mehr der Stino, der mich auf der Strasse sieht. :q

Wenn ich heute Frauen treffe, ist es manches Mal noch so: Ohoh, na die ist doch 100%.... und dann lerne ich sie besser kennen und nein: Sie ist hetero. Wie oft habe ich mich da schon in der letzten Zeit geirrt. Auch bei Männern. Aber ich finde das gut, damit habe auch ich das Schubladendenken verloren. Es gibt sicherlich auch einige, die davon bi sind, aber eben nicht ausdrücklich homo. Und ich muß sagen, mittlerweile ist es mir auch wurscht, was der einzelne ist. Hauptsache ich komme gut mit ihm aus.

Und die richtige Homoszene ist mir eh zuwider, diese glatten oberflächlichen Menschen in einschlägigen Diskos törnen doch mehr ab als alles andere. Und ich frage mich, ob ich beim CSD auch als Lesbe nicht die Freiheit haben darf, Kampfpanzer, die denken ihre hängenden Titten nur in einem Lederharnisch darstellen zu müssen, nicht wie jeder andere einfach abstossend finden zu dürfen. Ich finds abstossend und völlig überflüssig und wieder mal ein Beispiel schlechten Gschmacks.

Zum Thema Männer und Geilheit: Tja, laßt es Euch gesagt seit: Sie sind noch so, wie zu Neandertalerzeiten.
Nein im Ernst: Es gab vor kurzem eine interessante BBC-Serie zum Thema Mensch wo eben diese Triebe ausgeleuchtet wurden. Der Mensch hat sich in den Jahrmillionen zwar entwickelt, kann aufrecht laufen, ausgesprochen geistreich sprechen, ist künstlerisch hochbegabt aber: Er hat noch das gleiche primitive Gehirn, wie damals! D.h. wir alle fallen noch immer auf die einfachsten Reize rein. Großer gutgebauter Mann: Guter Jäger, Verteidigung vor Feinden, gesund: Laß uns po....!!! Und dann gehts los!

Und genauso ists natürlich bei den Männern, die haben ihre Schlüsselreize und wenn sie sich nicht zusammennehmen würden, würden sie vielleicht sogar die Frauen noch anspringen. Das ist halt alles eine Frage der Disziplin.
Aber grundsätzlich kann keiner was für sein Triebverhalten, das konnte der Entwicklung der Menschen nicht standhalten.
Nur scheint es damals wie heute halt auch Vorlieben für das eigene Geschlecht zu geben.

Soviel erstmal von mir dazu.:D
Darket@Winterlicht
Ja, auf Dich hab ich in diesem Thread eigentlich nur gewartet ;)

Nee, aber diese "Der ist doch 100%ig homo"-Debatte ist wirklich nichtmehr ganz einfach. Ich habe einen Lehrer (Kunstlehrer um genau zu sein :D ) an meiner Schule, von dem ich SOFORT gedacht habe, der Mann kann eigentlich nur schwul sein, aber wie mir ein anderer Lehrer beim 4. Gläschen Wein eines Tages verriet ist der alles andere, aber nicht schwul! Ich hätte wirklich einiges darauf gewettet. Es gibt aber auch noch die Fälle in denen man sich garnicht irren kann, die Besitzerin eines Copyshops bei mir in der Nähe trägt ganz offen ein Schnauzbärtchen....gut ich muss es ja nicht attraktiv finden.... :rolleyes:
Aber was Bi- und Homosexualität gerade in der schwarzen Szene angeht verwischen die äußerlichen Grenzen wirklich langsam....und das ist auch gut so (ich liebe unseren Regierenden Bürgermeister :D ). Es ist doch eigentlich schön zu sehen, dass gerade "unsere" Kultur eine Art Vorreiterstellung innerhalb einer Entwicklung inne hat, die längst überfällig ist. Ich finds jedenfalls schön in einen Club zu gehen, in dem man knutschende Pärchen in jeder möglichen Geschlechterkombination sehen kann, das macht mich jedenfalls ein wenig stolz :)
Winterlicht*Darket mal knuddel* Oops:rolleyes:

Ja, auch wenn es ein Trend zu sein scheint, entweder bin ich zu naiv oder es wirklich so: Ich glaube auch, daß u.a. durch den Trend die Toleranz gewachsen ist.

Ok, Berlin ist vermutlich wirklich anders als Kleinstädte oder gar Dörfer, wo es dann halt nur die üblich verdächtigen und stadtbekannten Homos/Bi`s/und was weiß ich noch alles gibt.
Hier ist man sich halt immer noch selbst der Nächste und man guckt kaum noch hoch, wenn die Feuerwehr an einem vorbeitrötet.
Aber gerade das ist halt auch die Situation: Was kümmert mich, was mein Nachbar privat treibt? Leben und leben lassen. Ist jetzt für mich von Vorteil, für einsame Menschen von Nachteil.
Aber jeder ist seines eigenen Glückes Schmied.

Und ich gebe Dir recht: Gerade die schwarze Szene ist durch ihre vielen unterschiedlichsten Gesichter und Einflüsse ein Vorreiter. Gerade deswegen habe ich mich schon immer in der "Familie" wohl gefühlt. Sie ist halt doch toleranter und hat vor allem eine mir entgegenkommende Lebensphilosophie. Von der Musik mal ganz abgesehen.

Und Darket: Ich wünsch dir viel Spaß mit den Mädels, so Du sie denn mal finden solltest. Jeder sollte das ausprobieren, wozu er Lust hat.:D ;)
Winterlichtoff-topic: Schnauzbart? Das muß ja aussehen..:eek: Aber wenn sie es mag *Schulterzuck*:rolleyes:
Lady FrancesTja ja, Bisexualität ist eindeutig ein Modetrend.. Es gibt viele Klischees über Lesben (männerverachtende Furien oeder ähnlichen Müll) und über Schwule erst recht, aber über Bis nicht wirklich... obwohl das stimmt nicht. Einer guten Freundin habe ich vor kurzem erzählt dass der Typ in den ich verliebt bin mit ner anderen geschlafen hat (auf ner Party) und sie meinte Na jetzt weißt du wenigstens dass er hetero ist und ich sagte "Vielleicht ist er bi" :-)
und dann sagte sie zu meiner Verärgerung "Na dann f**** er alles was kommt"
Solche dummen Klischees existieren also noch. Aber zum Thema zurück: ehrlich gesagt find ichs billig Männer durch Pseudo- Bisexualität scharf zu machen. Umgekehrt na ja...gibts nicht so oft...obwohl das bestimmt auch noch zum Trend wird, spätestens wenn sich Justin Timberlake und Robbie Williams bei nem Auftritt küssen
WinterlichtIch glaube, das nimmt dann keiner mehr ernst oder?

Aber der liebe Robbie spielt ja auch schön mit seiner Ausrichtung, scheint zu funktionieren, so hält er sich wenigstens auch die Schwulen warm;) (na das passte ja nun gut)

Das einzig Gute daran ist: Trends kommen und gehen ja bekanntlicherweise....:rolleyes: :D
DrachenzeitenHimmel, ich komme mit dem Analysieren und Antworten produzieren gar nicht mehr hinterher!

Ein Versuch, meine vielen Assoziationen zu Euren Postings logisch nachvollziehbar abzuarbeiten (da macht sich doch so ein Seminar über Wissenschaftliches Arbeiten sehr bezahlt...):

1. Postmoderne Beliebigkeit vs. Neue Freiheit

Das was ich immer gerne als die Postmoderne bezeichne (u.a. die Veränderung relativ starrer Konzepte von Identität, Geschlecht, Familie etc., die Kritik an Denkstrukturen, die Reflexion vermissen lassen) birgt für mich sowohl Chancen als auch „Risiken“ – und ich denke, da ist das „Positive“ und „Negative“ eben schlecht zu trennen. Positiv ist für mich natürlich auch, daß Homo- und Bisexualität enttabuisiert werden und vielleicht leistet da der „neue Trend bi zu sein“ wirklich einen entscheidenden Beitrag. Wie Winterlicht schrieb, ist es gut gegen Schubladendenken.
Ein androgyner „Star“ wie Mr. „Placebo“ Molko kann öffentlich verkünden, „Heterosexuality is not normal, it is just common“ und wird trotzdem weiter gefeiert, der CSD ist ein Großerereignis wie die Love Parade und an der Uni gibt es Gender & Queer Studies mit öffentlich lesbischen und schwulen Lehrenden. Das ist ein großer Fortschritt, wie ich finde.
Die negativen Begleiterscheinungen sind für mich z.B. der Trend zur Beliebigkeit wie hier jemand schrieb. Jeder tut’s mit jedem und Sexualität wird zum Konsumobjekt – natürlich inkl. der Menschen, die für diesen Konsum ge-/ver-/mißbraucht werden. Ist natürlich nur meine persönliche Meinung, aber damit stehe ich sicher nicht alleine da.

Aber was spricht dagegen, sich nur das rauszugreifen, was sinnvoll erscheint? Ich kann mich ja an gewonnenen bzw. erkämpften Freiheiten erfreuen und zugleich Begleiterscheinungen des Konsumterrors und der Verantwortungslosigkeit zurückweisen.

2. Identität und Outfit

[Ich finde ja, da sollte mal jemand eine Doktorarbeit dazu schreiben, schließlich wurde Kleidung ja mal als „Außenhaut der Seele“ bezeichnet]

@ Winterlicht: Die Diskussionen über das „Präferenzen an Äußerlichkeiten erkennen“ sind ja schon uralt und laufen sich irgendwie auch nie tot. Ich habe eine gegenteilige Entwicklung durchgemacht: Von „überhaupt gar nicht nach Lesbe aussehend, geschminkt und mit Schmuck behängt“ zu etwas, daß nach ironischen Aussagen anderer aussieht wie die „autonome Kreuzberger Durchschnittslesbe mit Grufti-Touch“. Nun ja, mir gefällt es so – auch wenn sich da einige wieder in ihren Vorurteilen über feministische Hardcorelesben (was ein dämliches Wort) bestätigt fühlen. Aber ist ja meine eigene Vorliebe und im Großen und Ganzen finde ich es auch ganz gut und v.a. spannend nicht mehr auf den ersten Blick erkennen zu können, auf wen oder was mein Gegenüber so steht.
Und daß die wunderschöne zierliche Gothicfrau mit den langen Haaren und dem bodenlangen Kleid eben auch lesbisch sein kann, hat das Potential so manchen Horizont zu erweitern...

Allerdings hatte in puncto Androgynität und Geschlechtsidentitätsverwirrung die Gothic-Szene lange die Nase vorn. Ich glaube, so viele androgyne Männer die „trotzdem“ hetero sind, gibt es nirgendwo sonst (zumindest nicht in dieser Masse).
In den letzten Jahren hatte ich zwar den Eindruck, daß eher wieder die „metallischen Ritter“ und „samtigen Burgfräulein“ im Kommen sind, aber trotzdem scheinen mir hier die gesellschaftlichen Vorgaben gerade in Bezug auf Männlichkeit recht lustvoll-provokant verweigert zu werden.

[Wenn meine Finger nachher noch funktionieren könnte ich ja einen Thread zu Geschlechtsidentität in der Szene veröffentlichen...]

3. Natur, Neandertaler, Männer und Frauen

Ich muß gestehen, bei Verweisen auf die „Natur“ von Männern und Frauen und das Argument, das seien Überbleibsel der Neandertaler, des Australopithecus oder anderer unserer „Vorfahren“, kriege ich das kalte Gruseln! Zum einen halte ich das Heranziehen von „Natur“ für die am besten funktionierenste, aber auch gefährlichste Erklärung sogenannter geschlechtsspezifischer Unterschiede und zum anderen halte ich eine gewisse Skepsis gegenüber den Errungenschaften und „Ergebnissen“ der (Natur-)wissenschaften fürdurchaus angebracht. Wissenschaft ist kein abgeschlossenes System und warum sollte ein Forscher/eine Forscherin nicht durch seine/ihre eigenen Vorurteile beeinflußt werden?
Jahrhundertelang haben Forscher versucht zu beweisen, daß Frauen die studieren, die „Lebenssäfte eintrocknen“ und die Gebärmutter schrumpft (nicht zu vergessen, die große Gefahr für intellektuelle Frauen, lesbisch zu werden!), warum Schwule gemeingefährlich sind und warum Gewalt gegen Frauen unabänderlicher Teil des Mann-Seins ist. Dann gab es da noch die Herren und Damen Rassetheoretiker, die nach 1933 ihr Biologie- oder Anthropologie-Studium in den Dienst eines Rassenwahns stellten und teilweise mit ihren Gutachten zur „Rassereinheit“ über Leben oder (industrielle) Vernichtung eines Menschen entschieden.

Und solchen Leuten sollte ich jetzt glauben, wenn ihre Forschungen angeblich belegen, der angebliche Hang der Männer zur Promiskuität sei genetisch oder wasweißichwas bedingt? – Nein danke, kann ich da nur sagen.

Natürlich ist mir klar, daß uns eingeimpft wird, die Wissenschaft als Autorität anzuerkennen und daß meine Herangehensweise für viele befremdlich ist, aber ich denke, die Auseinandersetzung mit den liebgewonnenen Vorurteilen bringt uns weiter (und da schließe ich mich selbst nicht aus).

Und um noch mal zum Thema Bisexualität zurückzukommen: Die politischen und gesellschaftlichen Veränderungen beweisen ja, daß nicht nur die Genetik, sondern auch die Gesellschaft Einfluß hat auf die Veränderungen im Umgang mit Intimität, Sexualität und Beziehungen. Das was heute möglich ist, wäre noch vor 100 Jahren als biologisch falsch, pervers, krankhaft, abnorm bewertet worden.
But the times, they are achanging...

Sonnige Grüße von der Vielschreiberin


P.S.: @caranaldion: Ich hoffe, mein Wechsel zum elaborierten Code nach Bernstein bewahrt mich und meine Postings vor etwaigen Löschungen ;-)
Und ja, bei persönlicher Betroffenheit ist Provokation durch ironische Sprüche manchmal recht befreiend – davon abgesehen war das Ding mit den Bauarbeitern durchaus ernst gemeint...
Winterlicht@Drachenzeiten: Wie bitte schön sieht die gruftige X-Berger-Durchschnittslesbe aus? Sind die mir bisher noch nie über den Weg gelaufen?Kaum zu glauben!!!;)

Witzig ist, daß ich "uns Schwarze" kaum unterscheide, denn gerade hier hab ich die Schubladen ganz verloren (wo sindse nur? Ich hoffe auf dem Müll!). Seit dem letzten WGT, bei dem ich mehr Gruft-Punk-Queens-und-doch-Hetero-Männer oder auch ganz normale Jungs in Röcken wie Sand am Meer gesehen habe, betrachte ich die "schwarze Masse" noch viel mehr als Pool aller Ausrichtungen und Einflüsse. Ich finde das sooo spannend! Tatsächlich scheinen die Schwarzen ihrer Zeit wieder mal weit voraus zu sein.

Die Homoszene jedoch lebt z.T. leider noch immer in und mit den Busche-Lesben-Outfits von vor Jahren, die ich echt nicht mehr sehen kann. Und diese Einheitsfrisuren..nee, danke. Da kommt nur so langsam über die Underground-Szene (die wir ja auch wieder mit beeinflussen) ein Umdenken auf. Lesben besinnen sich wieder darauf, daß man auch mal lange Haare haben kann. Warum nicht? Mancher steht dies doch viel besser, als kurz. Furchtbar ist nur, daß man dort immer noch in Butch und Feminette unterscheidet. Naja, vielleicht ändert sich ja da auch langsam mal etwas.

Zum Thema zurück: Richtig, wieviel wurde schon widerlegt, was Wissenschaftler einst für die einzig wahre Antwort hielten. Der BBC unterstelle ich aber, daß sie gut recherchiert. Und es war alles relativ logisch und nachvollziehbar, denn man behandelte das Treibverhalten nur mit am Rande. Andere Verhaltensweisen von früher stecken ja auch immer noch in uns, obwohl wir sie nicht mehr brauchen müßten, wie z.B. einige Instinktreaktionen.

Ich habe übrigens auch eine langhaarige Gruftfreundin, von der wohl eher keiner glaubt, daß sie ne Lesbe ist.:D
cocreaad drachenzeiten heute 10:45 - well done, tkx ;-)

"Die Männlichkeit fällt einem nicht in den Schoss" "Um seine männliche Identität kundzutun muss das männliche Kind sich und die anderen gleich dreifach überzeugen: dass es keine Frau, kein Säugling, kein Homosexueller ist."
Elisabeth Badinter

"Man schätzt, dass zwischen 80 und 85 Prozent aller Männer hauptsächliche ›männliche‹ Verbindungen im Gehirn aufweisen und dass 15 bis 20 Prozent aller Männer mehr oder weniger weibliche Gehirne haben. Viele aus dieser zweiten Gruppe werden im Erwachsenenalter homosexuell.
15 bis 20 Prozent aller Männer aller Männer haben ein feminisiertes Gehirn, etwa zehn Prozent aller Frauen ein maskulinisiertes.
Das Gehirn von neunzig Prozent aller Frauen und Mädchen ist überwiegend auf weibliches Verhalten programmiert. Etwas zehn Prozent aller Frauen haben ein Gehirn, das in mehr oder weniger starkem Ausmaß über einige männliche Fähigkeiten verfügt, weil es in dem Zeitraum von sechs bis acht Wochen nach der Empfängnis eine Dosis männlicher Geschlechtshormone erhalten hat." S. 101

"Im Viktorianischen Zeitalter leugnete man die Existenz der Homosexualität; sollte es sie dennoch geben; dann musste sie das Werk Satans sein und wurde dementsprechend hart bestraft. Selbst jetzt, wo wir auf das 21. Jahrhundert zusteuern, glauben die meisten Mitglieder der älteren Generation, dass die Homosexualität ein modernes Phänomen und ein ´unnatürliches Treiben´ sei.
In Wirklichkeit gibt es sie, seit es männliche Embryonen gibt, die – aus welchem Grund auch immer – nicht die erforderliche Menge an männlichen Geschlechtshormonen während ihrer Entwicklung im Mutterleib erhielten." S. 270

"Die Träger des ´Schwulengens´ (engl. ´Gay Genes´) haben eine Wahrscheinlichkeit von 50 bis 70 Prozent homosexuell zu werden; das erklärt, warum nicht alle eineiigen Zwillingsgeschwister homosexuell werden. Schätzungsweise tragen etwa zehn Prozent aller Männer das ´Schwulengen´ in sich, und grob die Hälfte wird aufgrund des Penetranzfaktors von fünfzig bis siebzig Prozent des betreffenden Gens homosexuell werden. Laborexperimente mit Ratten und Affen haben bestätigt, dass dieses Phänomen auch bei anderen Spezies auftritt." S. 278

aus: »Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken – Ganz natürliche Erklärungen für eigentlich unerklärliche Schwächen«, Allan und Barbara Pease, Ullstein Verlag, 2000, 15. Aufl. 2002


[COLOR=deeppink]"Früher war Sex tabu, weil einige Frauen sich insgeheim schuldig fühlten, wenn sie nicht so funktionierten, wie die Männer es fälschlicherweise erwarteten. Jetzt haben die Frauen ein schlechtes Gewissen, wenn sie nicht so glücklich sind, wie sie sein sollten. Jede Frau ist für ihr Glück ebenso verantwortlich wie für ihre Sexualität. Niemand sonst ist für dein Leben verantwortlich - nur du. Der Gedanke kann erschreckend sein, weil du keinem anderen die Schuld aufhalsen kannst. Shirley Conran[/COLOR]

zur Machtfrage - in Beziehungen:
-----------------------------------------
Es ist schlechterdings unmöglich in der heutigen Zeit, über Liebe, Sex, Zweisamkeit oder Ehe nachzudenken, ohne dabei an Macht zu denken.
Michael Vincent Miller

Zwischen jedem Punkt eines gesellschaftlichen Körpers, zwischen einem Mann und einer Frau, in einer Familie, zwischen einem Lehrer und seinem Schüler, zwischen dem, der weiß, und dem, der nicht weiß, verlaufen Machtbeziehungen, die nicht die schlichte und einfache Projektion der großen souveränen Macht auf die Individuen sind; sie sind eher der bewegliche und konkrete Boden, in dem die Macht sich verankert hat, die Bedingungen der Möglichkeit, damit sie funktionieren kann. [...] Damit der Staat funktioniert, wie er funktioniert, muss es vom Mann zu Frau oder vom Erwachsenen zum Kind sehr spezifische Herrschaftsverhältnisse geben, die ihre eigene Konfiguration und ihre relative Autonomie haben. (Michel Foucault, >Dispositive der Macht. Über Sexualität, Wissen und Wahrheit<, 1979)


Die Antwort auf Dr. Freuds verblüffende Frage »Was will das Weib?« lautet nicht: Unterwerfung, Demütigung und Leiden. Und ihre Bereitschaft zu sexueller Hingabe bedeutet auch kein masochistisches Aufgeben ihrer sexuellen Selbstbestimmung. Judith Viorst, »Mut zur Schwäche – Der Weg zur inneren Balance«, S. 100


BI-sex aus anderer sicht - der da-zwischensicht:
-------------------------------------------------------------
"Die einzige Möglichkeit, aus den Dualismen herauszukommen, ist dazwischen sein, dazwischen hindurchzugehen, Intermezzo, niemals aufhören zu werden."
Deleuze-Guattari

gruß, cocrea (zit-irritierend)
Darket*lol* dat mit der x-berger Gruftlesbe würde mich auch mal interessieren, vor allem als X-Berger :D
Caranaldion[i]
@cocrea

Der Thread dreht sich um Bisexualität unter Betrachtung eines möglichen Trendfaktors, nicht um Homosexualität , deren Pyhsiologie und Geschichte.
Darüber hinaus erscheint mit eine bloße Zitatsammlung, insbesondere dieser Grössenordnung, ohne jede weitere Bemerkung nicht sehr konstruktiv, da der Lesende m.E. nicht nachvollziehen kann, was Du mit diesen Zitaten sagen möchtest [/i]
cocrea[QUOTE][i]Original geschrieben von Caranaldion [/i]
[B]Der Thread dreht sich um Bisexualität unter Betrachtung eines möglichen Trendfaktors, nicht um Homosexualität, deren Pyhsiologie und Geschichte.[/B][/QUOTE]
cara, merci fürs aufmerksame mitlesen.
bi ist da-zwischen, in der ausrichtung sowohl homo als auch hetero.
und es diskutieren straighte lesbe(n) und straighte heteros (selbst geoutete BIs hab ich bislang im strang nicht gelesen - bi ist schwer zu er-fassen).

um bi satt betrachten zu können, ist auch der homosexuelle pol einzubeziehen. DAHER GEHT ES auch UM HOMOSEXUALITÄT und das drumrum, ebenso um die hier aufgeworfene machtfrage in der (bi)sexualität. den blickwinkel zu verengen (nur um vorgeblich dem schwierigen topic gerecht zu werden) und das noch dazu ohne selbst offenbarte praktizierende, ist mE kleinkariert und führt geradewegs WEG vom thema.
[QUOTE][i]Original geschrieben von Caranaldion [/i]
[B]Darüber hinaus erscheint mit eine bloße Zitatsammlung, insbesondere dieser Grössenordnung, ohne jede weitere Bemerkung nicht sehr konstruktiv, da der Lesende m.E. nicht nachvollziehen kann, was Du mit diesen Zitaten sagen möchtest [/i] [/B][/QUOTE] das mag dir als user so erscheinen. prima.
was der leser nach-vollziehen kann oder nicht, sehe ich als verantwortung des lesers. nicht als deine.
mir als user erscheinen zitate, zu denen ich mir gedanken machen kann, jedoch nicht muss, konstruktiv, wenn auch gewöhnungsbedürftig für jene, die es gern ´vorgekaut´ bekommen. es ist in ordnung weiterzuscrollen, wenn die zitate nicht sprechen mögen.
zitate sprechen für sich - für manche. sie zu kommentieren oder auch nicht ist mE die mögliche sache des beteiligten userkreises.
reaktionen wie deine sind bereits kommentar (den du bei meinen zitat(fast)pur-posts vermisst). und diese (deine zitate) kommentiere ich gern.
wenn nun ein aufmerksamer leser partout nix nachvollziehen kann, dies jedoch möchte, so ist ersie eingeladen, (mich) zu fragen, was (ich) speziell zu xyz gemeint sein kann. auf respektvolles nachfragen antworte ich - aus meiner sicht - meist gern. es ist jedoch interpretation.

falls du oben als moderator geschrieben hast, und (mir) eine (geheime?) kb- oder gar nw-verhaltensnorm subtil nahelegen wolltest, so hab ich weder dich noch sie verstanden. normen und (gewohnheits)normverstärker an sich hinterfrage ich gern. (mit verweis auf ´meine´ geliehene signatur)
falls obiges keine moderat(iv)e anmerkung war, dann ist´s ok, mit diesem meinem kommentar (nehm ich an).

lg, cocrea
Caranaldion[i]
[QUOTE][i]Original geschrieben von cocrea [/i]
was der leser nach-vollziehen kann oder nicht, sehe ich als verantwortung des lesers. nicht als deine.
[/quote]

Stimmt genau, ja :) .
Weswegen ich ja auch [i] m. E. [/i] schrieb, was Abkürzung für [i]meines Erachtens[/i] ist , den betreffenden Kontext damit eindeutig als persönliche Meinungsäusserung dar-/klarstellt, und daher auch keine Rückschlüsse auf Versuche der Verantwortungsübernahme für Andere zulässt . Ich wollte lediglich ein "Kippen" in Richtung eines Poles verhindern, bzw. aufdie potentielle "Gefahr" aufmerksam machen.

Zitate ohne Kommentierung des sie Anbringenden können einiges heissen, z.B. "Ich bin sehr belesen, weil ich viele Zitate kenne" (optional: "Ich kann mit Google und der Copy&Patse-Funktion gut umgehen"). Sie können Denkanstoß sein, sie können spam sein, sie können auch bereichernder Anteil sein.
Wie man sieht sie können eine ganze Menge sein - und keiner ausser dem das Zitat anführenden kann ohne Kommentar mit Sicherheit wissen, was davon gemeint ist. Das kann zu unnötigen Missverständnissen führen, und hält den Threadverlauf auf,da man unter Umständen erstmal ewig und drei Tage an der möglichen Intention rumrätselt, bevor man vielleciht fragt, wie selbige denn nun aussieht.

Das heisst im Klartext :
Massenhaft Zitate ohne Stellungnahme des sie Anführenden gehören hier aus o.g. (oben gennanten) Gründen möglicher Irrungen, Wirrungen und Missverständnisse [b]nicht[/b] hin , ebenso wenig wie die Diksussion über deren generellen Sinn & Zweck.
[/i]

[edit:Wort vergessen]
LaChatteNa, dann oute ich mich mal. Ich liebe Männer. Ich liebe Frauen. Ich liebe Körper. Ich liebe Leben. Ich liebe.

Ich Bi-n Grenzgängerin. Ich liebe Schmerz und Zärtlichkeit. Ich liebe heiss und kalt, und die Lauen spei ich aus aus meinem Munde...

na, bevor ich riskiere, Unsinn zu schreiben: guten Abend...:)
cocreawenn ich Zitate einstelle, die zu 95% aus meiner pers. sammlung stammen (google bemüh ich nur in sonderfällen), dann ist meine intention, Denkanstöße zu geben für diejenigen inkl. mir selbst, die sich die mühe des nach-re-denkens machen wollen. in diesem fall darf von einer bereicherung ausgegangen werden. die anderen von dir genannten ´könnteseins´ sind der spekulation und ab-urteilung des betrachters überlassen. jeder, der schreibt unterliegt diesem risiko des vorSCHNELLEN interpretiert werdens.

gruß, cocrea (exemplarisch-intensiv, grenzenbegehend)

edit: @lachatte, bekennende grenzgängerin,
hast du deinen ausgesprochenen hang zu pro-contra-vorgabe´pflicht´ hinterfragt, gar aufgegeben?

[COLOR=red][i]Editiert, Begründung folgt als eigenständige Antwort

Caranaldion
[/i]
[/COLOR]
DarketIch glaub ich hab ein Dejavu... :rolleyes:
neptuniaich schließe mich dem dejavu an (und freue mich über die scrollfunktion).

und bin trotzdem der meinung, daß das kein neuer trend ist. gab's nicht schon mal dieses "jedermitjedem" tamtam in den zwanziger jahren?

und die wirkliche vorliebe für welche/s geschlecht/er auch immer liegt in einem, egal, was man nach außen zeigt.

ist es also nur ein zeichen von dekadenz?
(@chattie, dekadent ist doch hübsch, nicht?)
(äh, und "die lauen spei ich aus dem mund" ist auch genial! da kann auch ilo zustimmen, nicht?)
Caranaldion[COLOR=red][i]
Ich habe cocrea's vorhergehendes Posting editiert, begründet dadruch, dass die editierten Partien schlicht und ergreifend am Thema vorbei waren.
Daher eine Wiederholung, nochmal extra dick, damit es gelesen und hoffentlich auch verstanden wird :

[b]
[quote][i]Original geschrieben von Caranaldion[/i]
ebenso wenig wie die Diksussion über deren generellen Sinn & Zweck.[/quote]

[quote]Regeln für des Kaisers Bart
kritik an der moderation bitte in der BOARD-ZENTRALE, in TRAUM UND SPIEGELGLAS oder in einer PN an mich äussern[/quote]
[/b]

Zwei ganz einfache Sätze, die doch wirklich nicht so schwer zu verstehen sind, daher bitte ich nocheinmal um deren BEACHTUNG.

Caranaldion




[/i][/COLOR]
LaChatteDekandent, grenzenlos, extatisch, pionierisch, kompliziert, anspruchsvoll, hauptsache, einfach verrückt.

edit, weil edit.
cocrea[COLOR=deeppink]der trend zu bi(sex), der trend zur haltung des sowohl-als-auch, ist ein sich abzeichnender trend des aufkommenden wassermannzeitalters, das zweigeschlechtliche züge trägt.
er ist schlicht unangenehm für gewohnheits´tiere´, die auf entweder-oder (hetero ODER homo, pro ODER kontra) eingeschworen sind, jedoch BI, das grenzgängertum per se, widerlich, unbequem, beunruhigend finden. [/COLOR]<<

gruß, cocrea

@ cara,
mod-edit zur kenntnis genommen ;-)
eine pn-aw auf meine einwände wüsste ich vorab sehr zu schätzen.
ich werde d(ein)em vorschlag, meine einwände/fragen an geeigneterer stelle selbst nochmals zu setzen zu gegeb. zeit nachkommen - es dauert noch was.

[COLOR=red][i]editiert weil erneut Offtopic
Caranaldion
[/i]

[/COLOR]
neptunia--- und endlich hab ich ein gerücht über mich selber in die welt gesetzt zu dessen aufklärung ich nichts beitragen werde! ---

ilo, muß dich enttäuschen, alle sagen, ich werd so knochig ... das alter ...
LaChatte@odessa

meine Kiddies haben mich gefeedbackt in die von dir gewünschte Richtung, ich bin offenbar am zunehmen... müsste wieder mal jemanden besuchen, der eine Waage hat, um das zu verifizieren.... allerdings entwickelt sich bei mir eine klassische Birnenform:(

nochmals edit, weil edit
EINoriginalFinde es allgemein Schade, dass soviel zur Mode verkommt sei es Bisexuallität oder Schwarz sein was ja mittlerweile auch "Trend " ist und sich alle darauf stürzen um cool zu sein:mad: Aber jedem das seine ICH BIN BI UND FINDE ES SOLLTE JEDER FÜR SICH ENTSCHEIDEN
Caranaldion[COLOR=red][i]Da sich der Thread immer weiter verfährt bzw. zu verfahren droht, werde ich die "OnTopic"-Regel in diesem Thread relativ straff handhaben, was an Off-Topic Postings folgt, wird gelöscht.
Da ich den Thread nur ungerne schliessen möchte, werden mehrfache weitere Off-Topics ein und desselben Users ein auf diesen Thread begrenztes Schreibverbot nach sich ziehen.

Caranaldion [/i] [/COLOR]
Ragnarokmich nervt,dass die meisten Jugendliche das tun,was in den Medien als cool dargestellt wird,dazu gehört auch Bisexualität.Manchmal glaube ich,dass viele überhaupt kein eigenes Ich mehr haben,sondern,dass tun,was in den Medien auch passiert.Ich habe nichts gegen Bisexualität,aber dann doch bitte nur,wenn es auch ernst gemeint ist und nicht,um cool zu sein.
kagemushahm.

die definition "grenzgängertum per se" mag vielleicht dazu beitragen, dass um des kicks des grenzgängertums, sozusagen, bisexualität zum trend wurde?

ich empfinde mich alles andere als eine grenzgängerin, genauso wenig wie ich mich als eine homo plus hetero frau empfinde. für mich ist bi-sein anders als homo plus hetero - wie so oft eine "das ganze ist mehr als die summe seiner teile" geschichte.

"grenzgänger" sind für mich leute [i]zwischen[/i] zwei gebieten (hier: hetero und homo). ich empfinde mich aber als in beiden gebieten angekommen. mit offenen, d.h. nichtexistenten "grenzen".

na egal. ich empfinde meine sexualität jedenfalls als gänzlich unaufregend, was dann auch dieses ziemlich am anfang des threads gepostete achselzucken gegenüber des "trends bisexualität" auslöst.
übrigens, da, ziemlich am anfang, hatte ich mich auch geoutet, aber eher beiläufig im text, was sich natürlich leicht überlesen lässt.
DarketWas ich immernoch net verstehe ist worin sich dieser angebliche Trend denn äußert? Darin, dass man mehr glecihgeschlechtliche Pärchen sieht? Ist das ein Anzeichen für einen Trend oder nur eine längst überfällige gesellschaftliche Entwicklung?
cocrea[QUOTE][i]Original geschrieben von kagemusha [/i]
[B] "grenzgängertum per se"
für mich ist bi-sein anders als homo plus hetero - wie so oft eine "das ganze ist mehr als die summe seiner teile" geschichte.
"grenzgänger" sind für mich leute [i]zwischen[/i] zwei gebieten (hier: hetero und homo). ich empfinde mich aber als in beiden gebieten angekommen. mit offenen, d.h. nichtexistenten "grenzen". [/B][/QUOTE]
kagemusha, bitte erläutere noch genauer, was du unter offenen nichtexistenten "grenzen" verstehst, wie du das erlebst. ist bi eigentlich tri, das dritte, oder nicht zählbar?

bei den dagara, einem afrikanischen stamm, gelten homosexuelle als ´heilig´, was besonderes, werden geachtet, haben narrenfreiheit, sie nehmen die rolle der sog. gatekeeper, torhüter zu der anderswelt, ein. ich kenne einen dagara-medizinmann, der erst mit 21 seine männerinitiation gemacht hat, und als kind mit 4 von einem jesuitenpater gekidnappt wurde, um dann eine kaderschulung mit neuer sprache und kultur im priesterseminar zu bekommen, bis er floh, weil er einen lehrer, der ihn noch als jungen erwachsenen demütigte, beinah erschlagen hatte. er verfügt über 6 akademische titel und gilt in der ersten welt als gelehrter primitiver. sein name malidoma bedeutet: sei ein freund dem fremden und dem feind. sein schicksal war seiner familie bekannt, deshalb ließen sie ihn stehlen. bei seiner rückkehr in den stamm, wurde er kaum mehr erkannt und galt als mutante, die den stamm verderbe. er hatte nur einen fürsprecher unter den ältesten. er ist kulturvernetzender brückenmensch und aus dem schwarzen und weißen rassenraster gefallen, in einer schwierigen lage.

der griechische gott merkur (mercury = giftiges quecksilber = wird als katalysator zur scheidung von gold aus masse eingesetzt) hatte als einziger unter den oberweltgöttern zugang zum hades, denn er war zweigeschlechtlich. ihm öffnete sich ein tor, das für seine geschlechtlich festgelegten mitgötter verschlossen blieb. sei beiname götterbote. ein bote ist mittler, da-zwischen. sein sohn ist hermaphrodite.

ich betrachte mich und akzeptiere mich als einen da-zwischen-menschen, als brücke, als vernetzerin. meine sexuelle neigung ist allerdings eindeutig. meine merkurstellung im horoskop ist betont.
für meine (apartei)politische einstellung erfahre ich tw verfolgung von männern und frauen, die auf parteipolitik festgelegt sind.

bin als dolmetscherin im ständigen wechsel zwischen zwei sprach- und zugleich mentalitätsebenen.
im körper sind die dazwischenstellen die knie, gelenke bzw. hals, die dazwischen sind, und ob ihrer besonderen beanspruchung eher krankheitsanfälliger sind.

als 2.geborene von insgesamt 3 kindern bin ich das mittelkind, ich bezeichne mich - aus erfahrung - als schwer vermittelbare, sich schwer vermittelnde mittlerin.

den frauen sagt man im vgl. zu männern eine deutlich ausgeprägte brücke (pons) zwischen beiden, sonst strikt getrennten, gehirnhälften nach. logisch-linear und bildhaft zugleich denken zu können.
[QUOTE][i]Original geschrieben von kagemusha [/i]
[B]ziemlich am anfang, hatte ich mich auch geoutet, aber eher beiläufig im text, was sich natürlich leicht überlesen lässt. [/B][/QUOTE]
hab nachgelesen und konnte kein explizites outing von dir feststellen. dein ´beiläufigsein´ entbehrt mE des erkennbaren ...läufigseins. ;) - comme tu a dit.
in deinem anfangspost entdeckte ich obendrein ein als [offtopic] gekennzeichnetes segment, dass trotz jüngst verstärkter offtopicregelung in diesem strang ungeschoren blieb, vlt weil so beiläufig. im übrigen find ich dein [/offtopic] keinesfalls offtopic, eine einschätzung, die ich der denkart des sowohl-als-auch zuschreibe:
[QUOTE][i]Original geschrieben von kagemusha 22-04-2004 um 19:50 [/i]
[B]sexualentwicklung läuft nun mal über autoerotische und homoerotische zur heteroerotischen phase, so im durchschnitt. und bei vielen ist die homoerotische phase früher sehr verschämt oder nebenbei oder wieauchimmer mitgelaufen, weils ja pfuibäh war. [/B][/QUOTE] vom eigengeschlecht zum gleichgeschlecht zum andergeschlecht zum ... vom ich zur entdeckung der eigenen geschlechtlichkeit (wachset) zum andersex-du (mehret euch) zur ... der entwicklung ist noch kein ende gesetzt.

[COLOR=orange]"Die einzige Möglichkeit, aus den Dualismen herauszukommen, ist dazwischen sein, dazwischen hindurchzugehen, Intermezzo, niemals aufhören zu werden." Deleuze-Guattari [/COLOR]
dieser satz ist mir eine kostbarkeit, ich mag ihn nicht kommentieren, er spricht ... selbst.

gruß, cocrea (inter pares - interpret - zwischen parteien, stühlen)

[i][COLOR=red]editiert

Caranaldion[/i][/COLOR]
kagemusha@Darket

ich hab das gehäuft auftretende je-öffentlicher-desto-besser -Herumgeknutsche zwischen bis dato als heterosexuell bekannten Damen als Zeichen für den "Trend Biesexualität" gesehen ... ich krieg nicht viel mit, werwaswo sonst so macht - ein weiteres Indiz ist vielleicht auch das lustige Jedermitjedem im Big-Brother-Container ... das sind so die zwei Dinge, die mir auf Anhieb einfallen.


@cochrea

ich bin mehr ein Fühl-und Tun-Mensch als ein Darüber-Nachdenk-Mensch ... wie soll ich dir das beschreiben ... ?
es ist nicht "das gleiche" oder "das andere" Geschlecht.
Es ist ein Mensch, auf den ich Lust bekommen habe, dessen Haut, Haare, Duft, Geschmack, Zärtlichkeit .....
ich genieße und dem ich Genuss gebe ....
es ist völlig egal, ob dieser Mensch dasselbe biologische Geschlecht hat wie ich, oder das andere, oder eines der noch anderen Geschlechter .... insofern empfinde ich keine grenzen.

ich bin nicht "zwischen" etwas. ich bin da, wo ich bin, sehr ganz und sehr einfach. das mag für andere irgendein "zwischen" sein, unbenommen.
WinterlichtJep, das im BB-Haus nun mittlerweile fast alle Frauen sich als "bi" bezeichnen finde ich auch etwas bedenklich...und schon wieder langweilig.

Es stellt sich tatsächlich selbst mir langsam die Frage, ist es ein vorübergehender Trend? Wollen sich die Menschen nur austesten oder lieben sie DEN Menschen, egal welches Geschlecht er hat?

Ich als Lesbe (seit ca. 13 Jahren lebe ich so) würde allerdings nicht ausschließen, daß ich ggf. später mit einem Kerl zusammen kommen würde. Ich habe mit Männern kein Problem. Finde einige sogar anziehend, nur den Sex könnte ich mir derzeit nicht mehr mit ihnen vorstellen. Merkwürdigerweise jedoch durchaus öfter in Träumen. Was bin ich nun? Latent bi?

Ich glaube wir Menschen sind alle in beide Richtungen ausgelegt, manche Lebenerfahrungen und -Normen drängen manche in die eine Richtung, andere werden durch ihre Persönlichkeit zu dem, was sie sind. Es gibt so viele Einflüsse. Also gibt es auch Menschen zwischen den "Normen". Hat man im Altertum wirkliche Unterschiede gemacht? Zu Zeiten der Griechen und Römer muß es auch schon einmal "Trend" gewesen sein, "bi" zu sein, nur hätten sie sich dort wohl anders bezeichnet. Es ist also eine "Lebensform", die immer mal wieder großen Zuspruch findet. Kann es sein, daß es oft auch politisch und wirtschaftlich schlechte Zeiten betrifft? Nach dem Motto: Und jetzt leben wir erst recht? Ich denke da an die "goldenen Zwanziger" des letzten Jahrhunderts, die so gar nicht golden waren...

Nervend finde ich nur, wenn die Sexualität wirklich so im TV verrissen wird: Ich bin bi und damit kann ich mit allen und jedem.
Da fragt man sich dann wirklich: Mit wem meinen es manche Leute ernst? Bi erscheint mir also momentan zumindestens im den TV-Bereich momentan ein Trend zu sein, der mich nur noch langweilt und sogar abstößt. Womit ich die Menschen, die wirklich bi sind, nicht beleidigen möchte.

Vielleicht könnt Ihr ja weiterhelfen: Ist das nur eine Phase und machen sich Leute damit wichtig und interessant zu behaupten: Ich bin bi und sind es eigentlich doch nicht?
DarketBisexualität im TV steigert ganz einfach die Einschaltquoten! Wie oben schon erwähnt finden viele Männer die Vorstellung von zwei Frauen sehr erotisch=>viele Männer schalten da ein, wo sie knutschende Frauen sehen können. Das hat für mich noch nichts mit Trend zu tun, das ist das einfache Prinzip Sex sells.

Und das mit den bekannt heterosexuellen Frauen kenne ich so garnicht. Vielleicht hat es mit meiner Einstellung zur Sexualität genrell zu tun, dass ich den Gedanken daran sich dahingehend zu verbiegen um einem fiktiven oder realen Trend nachzulaufen überhaupt nicht nachvollziehen kann. Warum sollte jemand so etwas tun?
Tantorius[QUOTE][i]Original geschrieben von Darket [/i]
[B]Bisexualität im TV steigert ganz einfach die Einschaltquoten! Wie oben schon erwähnt finden viele Männer die Vorstellung von zwei Frauen sehr erotisch=>viele Männer schalten da ein, wo sie knutschende Frauen sehen können. Das hat für mich noch nichts mit Trend zu tun, das ist das einfache Prinzip Sex sells.

Aber damit wird es zum Trend. Weil alle Firmen es mit sex sells versuchen. Sowas macht doch einen Trend aus. Und pseudolesbensex sells halt noch etwas besser.


Allerdings gibt es glaube ich auch diese Magarinewerbung wo 2 Männer und eine Frau im Bett liegen....
Ansonsten stimme ich dir ganz zu. Männer finden es aus den unterschiedlichsten Gründen toll zwei Frauen miteinander beschäftigt zu sehen (will mich nicht ausschließen). Da unsere Gesellschaft mittlerweile nicht mehr ganz so Konservativ ist setzen es die Medien nätürlich ein weil sie wissen das es dadurch für die Männer interessant wird ( sind ja auch fast 50 % der Bevölkerung). Und im BB Haus. Ist doch ganz klar warum die Frauen alle sagen das sie Bi sind. Damit kein Mann anruft um sie rauszuvoten. Wollen doch alle das Geld gewinnen...
WinterlichtHmmm.... da könnte was dran sein: Lieber eine Frau mal schnell begrabschen und so tun als ob und schon ist man interessant.
Ich bekenne mich hier mal als BB-Gucker (nicht als Fan!) und werfe mal eine Frage auf:

Warum "outen" sich da nur die Frauen nach 2 Std. und sagen, sie sind bi? Die Männer (wie z.B. Mark, den ich sogar eher für schwul halte) sind da sehr zurückhaltend. Liegt das am Geschlecht und weil Heteromänner sich das nun nur eklig vorstellen?

Oder wollen Sie dies einfach nur nicht öffentlich machen, nur um Publikumsstimmen zu erhaschen?

Wie seht Ihr Heteromänner das so? Könntet Ihr Euch das vorstellen? Mit einem Mann zu knutschen? Sex zu haben? Eine Beziehung zu führen?

Frauen sollen angeblich ja experimentierfreudiger sein, viele stellen vermutlich irgendwann fest: Alles gut und schön, aber bei einer Frau fehlt mir halt doch was oder ich will Kinder...
Tantoriusalso ich hätte da kein problem mit. mir ist halt noch nicht der richtige begegnet und außerdem bin ich in einer Beziehung. Aber wenn ich da an den Peter Plate von Rosenstolz denke *träum*

;-)
Tiberon[QUOTE][i]Original geschrieben von Winterlicht [/i]
[B]Wie seht Ihr Heteromänner das so? Könntet Ihr Euch das vorstellen? Mit einem Mann zu knutschen? Sex zu haben? Eine Beziehung zu führen?[/B][/QUOTE]brrrr auf keinen Fall
Tantoriuswobei du dir die antwort ja selber schon gegeben hast:

Zitat: Wie seht Ihr [B]Heteromänner[/B] das so?
Winterlicht*lol* ok, ich berichtige mich: Wie seht IHR MÄNNER das so?:D
DarketHmmm ich nicht (mehr). Ich hab an dem Gedanken mal was gefunden, so mit 14 oder so, aber inzwischen bin ich sozusagen stock-hetero und bin so auch ganz glücklich. An Männern kann ich nichts erotisches finden.
Wieso in der Öffentlichkeit (Big Brother, was ich allerdings nicht schaue) keine Männer zu finden sind, die sich zu homo/bisexualität bekennen ist relativ leicht in der zumindest teilweise immernoch homophoben Gesellschaft zu erklären. Lesben und Bifrauen sind auf Grund der Geilheit vieler Männer (ich eingeschlossen) sehr gefragt und weit akzeptierter, als schwule/bi Männer, die von vielen immernoch als eklig und abstoßend empfunden werden.
Tantorius@Darket

da kann ich dir nur zustimmen. sogar in swingerkreisen, wo man ja eigentlich denkt das die sehr tolerant sind, wird man immer noch von den meisten schief angeguckt.
WinterlichtTja, es fragt sich, inwiefern sie so aufgeschlossen sind in diesen Kreisen, daß die Männer doch eher nur 2 oder mehr Frauen gleichzeitig haben wollen?

Eigentlich dann auch wieder nur das Ausleben männlicher Phantasie oder? Aber natürlich geschickt gemacht unter dem Deckmäntelchen der Toleranz wird Mutti dann mitgenommen
Und Papi ergötzt sich dann...

Naja, ich könnte das hier noch ausführen, aber lassen wir das:D :rolleyes:

Ist ein Großteil der Swinger-Frauen nun bi? Oder versuchen sie nur mal was "verbotenes"? Hmm...ob mir darauf jemand hier eine Antwort geben kann:rolleyes:
Tantoriusich denke mal das es viele sind. bei manchen merkt man allerdings das sie nur mitgehen um ihm eine freude zu machen.
LaChatte[QUOTE]Eigentlich dann auch wieder nur das Ausleben männlicher Phantasie oder? [/QUOTE]

Neinnein, es gibt durchaus auch den umgekehrten Fall - Mami amüsiert sich und Papi sitzt schüchtern in einer Ecke und fühlt sich nicht so wohl...

Allerdings ist der Fall, dass sich beide gleichermassen köstlich amüsieren, eher selten.

[QUOTE]Tja, es fragt sich, inwiefern sie so aufgeschlossen sind in diesen Kreisen, daß die Männer doch eher nur 2 oder mehr Frauen gleichzeitig haben wollen? [/QUOTE]

Die Männer sind meist nicht besonders aufgeschlossen - die Frauen viel eher.
Darket[QUOTE]Die Männer sind meist nicht besonders aufgeschlossen - die Frauen viel eher. [/QUOTE]
Das kann ich als Mann ganz allgemein einfach mal unterschreiben :D
WinterlichtSchön mal was über die "Swinger"Szene zu erfahren, bin da eher unbewandert, weiß auch nicht, ob das so mein Fall wäre, ich glaube eher nein.

Wie alt ist man denn da so im Durchschnitt? Sind es eher Langzeitpärchen, die sich da einen neuen Kick geben?
Männer -so hörte ich mal- sind oft eher in der Überzahl oder? Scheinen sich also auch Singles dorthin zu "verirren".;)
LaChatteDie guten Clubs lassen grundsätzlich nur Paare hinein, sonst gibts sehr bald ein sehr unangenehmes Männer-Übergewicht... Wer mag schon von dreissig gierigen Blicken verfolgt werden? Meist sind es auch Paare, die die Dreissig schon hinter sich haben und etwas Abwechslung suchen, aber auch immer wieder Männer, die sich für diesen Abend eine Frau "mieten", nun, man kanns ihnen nicht verbieten... und auch oft Paare, wo zwar beide verheiratet sind, aber nicht miteinander...
Evil Minded[QUOTE][i]Original geschrieben von Winterlicht [/i]
[B]
Wie seht Ihr Heteromänner das so? Könntet Ihr Euch das vorstellen? Mit einem Mann zu knutschen? Sex zu haben? Eine Beziehung zu führen?

Frauen sollen angeblich ja experimentierfreudiger sein, viele stellen vermutlich irgendwann fest: Alles gut und schön, aber bei einer Frau fehlt mir halt doch was oder ich will Kinder... [/B][/QUOTE]

Ich muß jetzt auch mal was dazu schreiben.
Also auch wenn man jetzt absolut nicht auf Männer steht (oder man glaubt es zumindestes) dann kann man vielleicht auch nicht immer gleich alles ausschließen.
Denn es könnte ja sein, das man mal auf ner Party im besoffenen Zustand mit einem Typen rum macht:D .
Durch den Alkohol den man dann Intuss hat, verliert man vielleicht alle Hemmungen.
Oder die immer unterdrückte bisexuele Ader kommt zum Vorschein.
Oder man probiert es vielleicht auch mal im nüchternen Zustand aus, einfach nur aus Neugierde.
Und entweder merkt man dann das es absolut nix für einen ist, bzw. man findet es total ekelhaft.
Oder vielleicht empfindet man auch gar nix dabei (also halt keinen richtigen Ekel aber es ist auch nicht gerade so toll).
Und es könnte schon sein das die Bisexualität zum Trend wird. Manche Menschen machen es vielleicht nur um die Aufmerksamkeit anderer zu erregen.
Aber vielleicht sind da auch so einige darunter, die noch nicht wissen was sie sind und halt son bisschen rum probieren.
Evil Minded[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]Obwohl die allermeisten Männer, die ich kenne, in ihrer hintersten Schublade irgend ein homosexuelles Erlebnis verstecken... Jugend"sünden" und so (Und sie hättens ja kaum getan, wenn sie nicht erregt gewesen wären). Und auch in vielen Scherzen spielen viele Männer gerne den "homo", aber zugeben, NEIIIN, nie im Leben...

Bi muss ja für den Mann nicht unbedingt Analsex heissen, sondern könnte eine Möglichkeit sein, die weibliche, zärtliche, knutschende Seite intensiver zu leben. Und ich bin überzeugt: erst wenn es sich allgemein herumgesprochen hat, dass ALLE Menschen GRUNDSÄTZLICH bi sind, dann wird Friede herrschen auf Erden...

und die Frage @Hetero-Männer:
Wie schafft ihr es, in der Selbstbefriedigung Freude am eigenen männlichen Körper zu finden, aber andere männliche Körper sind Pfui? Das geht mir nicht in den Kopf, das scheint mir eher schizophren zu sein...




[/B][/QUOTE]

Dazu muß ich jetzt aber auch noch was schreiben:) .
Also das mit der Selbstbefriedung heißt zwar das man sich selber was gutes tut.
Aber wenn man jetzt zu 100 % heterosexuell ist, dann denkt man dabei natürlich nur an Frauen.
Na klar der eigene Körper macht einem zwar Freude. Aber eben nicht in dem Sinne, das man auch einen anderen Männerkörper atraktiv finden würde.
Und auch wenn man homosexuelle Fantasien mit anderen Männern hätte, so müßten diese ja auch nicht so stark sein das man sie auch ausleben möchte.
Denn wenn ein man z.B. selber total hetero ist, dann kann man es vielleicht auch als Mann nicht so ganz nach voll ziehen, warum überhaupt jemand auf Männer steht.
Und so könnte das auch umgekehrt sein.
Also jemand der z.B. zu 100 % bisexuell ist, versteht es vielleicht dann auch nicht so ganz, wie jemand nicht auf Männer und Frauen gleichermaßen stehen kann.

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