| SolPreto | These 3D-Shooter sind brutal und das schadet unseren Kindern. Sie gewöhnen sich an Gewalt, Splatter und Waffen. Deswegen müssen wir die brutalen Spiele herunterschrauben, sie spielbar machen. Kinder und Jugendliche sehen doch schon genug Tote im TV! ... MOMENT! Gegenthese 3D-Shooter sind brutal... okay. Aber sollten sie nicht brutal sein? Ist nicht das Töten eine brutale Handlung? Ist es nicht falsch, diese zu verharmlosen? Anstatt auf Menschen zu schiessen, die ein eigenes Ziel verfolgen, einen Charakter haben könnten, Familie haben könnten, "tötet" man Roboter und Monster. Und die dürfen ja ruhig sterben! Nebenbei lernen Kinder gleich wie cool Waffen sind. Damit kann man dem Monster den Kopf wegschiessen und hiermit zerfetzt man den Bauch. Aber es ist ja Kopf und Bauch eines Monsters! Also ist es doch okay! Es ist tot! Das grüne Blut spritzt, das Motoröl läuft aus, oder Blut und Leiche der Menschlichen OPFER verschwinden einfach, aus den Augen aus dem Sinn. Ist das in Echt auch so? |
| Duion | ich hab mich auch immer gefragt was das soll wenn man durch indizierung das töten, die brutalität dabei und den krieg verharmlost. |
| rochus | Kurzer Zwischenruf: Ist euch schonmal aufgefallen, dass Indizierungen fast ausschließlich bei Spielen auftreten, die mit aktuellen Themen handeln? Du kannst nen Egoshooter im Mittelalter spielen lassen und die Gefahr vor einer Indizierung sinkt. Nutzt du allerdings mehr als drei Projektilwaffen, vielleicht auch noch eine Geschichte, die einen aktuellen Hintergrund hat (C&C Generals..) und die Indizierung ist fast sicher. Ich habe lange Zeit ein indiziertes Spiel gespielt (Beben3, ca. 5 Jahre lang!) und bin nicht gewalttätig davon geworden. Das ganze Thema wurde ja schon oft durchgekaut (zumindest in den Foren, in denen ich damals las) und im Endeffekt ist es so, dass wieder mal die Symptome bekämpft werden, nicht die Ursache: Damit jemand von so einem Spiel gewalttätig wird, muss vorher schon etwas schief laufen, und zwar in der Erziehung oder in dem näheren Umfeld (sprich Schule, Gewaltbereitschaft von Mitschülern). Das Spiel selbst ist dann nur noch einer von vielen Auslösern. Zudem lernt man bei einem Spiel nicht, wie sich eine Waffe in einer Hand anfühlt und wie es ist, zu schießen. Wer mal ne Runde gezockt hat und dann zum Schützenverein ist um auch nur 1 mal zu schießen, merkt, von was ich spreche.. Aber in Deutschland ist es doch inzwischen üblich, dass die Mehrheit aufgrund von Vorfällen einzelner in Schranken gewiesen wird, die sie nicht möchte (und zudem das über sich ergehen lässt bzw. gar keine Chance hat, dagegen anzutreten). gruß rochus |
| rochus | achja, ich wär ja immer noch für ein spiel mit folgender geschichte: schleichen ist hauptsache. Wenn man jemanden umbringt, dann sollte das möglichst realistisch aussehen, gleichzeitig rufen aber solche aktionen so eine art albträume hervor, sprich, wenn der charakter läuft tauchen auf einmal irgendwelche szenen ganz blitzartig auf, die sehr unapetitlich sind. damit dürfte vorm töten abgeschreckt sein.. noch was: far cry wurde ja wieder aus dem laden genommen (für eine woche) weil es möglich war, anzuschalten, dass die toten körper der gegner bei einschuss von projektilen sich physikalisch korrekt verhalten.. ich frag mich da wirklich hin und wieder, warum man die wirklichkeit derart verändern muss. wenn jemand tot ist, ist er nicht starr (zumindest noch nicht sofort) *seufz* |
| LaChatte | Die Frage, die ich mir eher stelle, ist, warum solche Spiele reizvoll sein können... ich habe einige Bekannte, die sich mit Quake vergnügen (und eine äusserst potente Soundanlage installiert haben), und nur schon allein von den Geräuschen wurde mir halb schlecht, als ich da mal mitging und dann viel länger als erwartet mitten auf dem Land stecken blieb... Die Energie von solchen Spielen tue ich mir seither freiwillig wirklich nie nie nie mehr an.... da erinnere ich mich mit Nostalgie an "sonic the hedgehog" in seinen lieblichen Landschaften;) |
| Duion | der jugendschutz bei indizierungen ist oft nur ein vorwand dafür um politische kritik oder zweifel niederzuschlagen |
| rochus | [QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i] [B]Die Frage, die ich mir eher stelle, ist, warum solche Spiele reizvoll sein können... ich habe einige Bekannte, die sich mit Quake vergnügen (und eine äusserst potente Soundanlage installiert haben), und nur schon allein von den Geräuschen wurde mir halb schlecht, als ich da mal mitging und dann viel länger als erwartet mitten auf dem Land stecken blieb... Die Energie von solchen Spielen tue ich mir seither freiwillig wirklich nie nie nie mehr an.... da erinnere ich mich mit Nostalgie an "sonic the hedgehog" in seinen lieblichen Landschaften;) [/B][/QUOTE] oh was war der reiz damals daran ;) quake3 ist verdammt schnell und ich glaube mein wunsch war es, noch schneller zu werden als die anderen. meine reflexe sind dadurch unheimlich gestiegen.. an sich ist es eigentlich nur das messen mit den anderen. im endeffekt hab ich eigentlich nur noch gezockt, um meinen gegner mit irgendwelchen neuen trickjumps zu überlisten, die hammer schwer waren, und von denen ich heute keinen einzigen mehr hinkriegen würde.. es ist im endeffekt das "messen" am gegner, wobei ich auch sagen muss, dass quake nix für kleine kiddies ist, wirklich zu schnell, zu blutig (okay, blut kann man ausschalten, aber trotzdem..). außerdem ist quake lediglich eine tech-demo, die zum spiel umfunktioniert wurde. |
| LaChatte | Reflexe üben und spielen finde ich ja auch toll... aber das könnte ja genauso in einem Blumengarten möglich sein.... das Blut fand ich nicht mal so schlimm (und die heutigen Kiddies sind in der Regel oft schneller als dreissigjährige Kompostis wie ich), was mich so fertig machte, sind diese düsteren Landschaften, die mich so an Bahnhofsunterführungen erinnern (Gott sei Dank - oder vielleicht nicht? - haben sie es noch nicht geschafft, in Computerspielen die passenden Gerüche zu erzeugen...) Andere Ballerspiele kenne ich mangels Interesse leider nicht. und der sportliche Aspekt würde mich durchaus auch ansprechen, nur halt eben nicht in einem solchen Setting. |
| rochus | Gerade das düstere ist es, was Quake/Doom von anderen Spielen abhob. Und mich hat das auch fasziniert, da in gewisser Weiße die Architektur in Quake selbst sehr schön und detailverliebt ist (kommt auf die karten an, manche sind nur ätzend..). es ist halt wirklich fernab der realität, denn bei den meisten anderen spielen ist es entweder eine mission in der zukunft oder irgendwelche fabrikhallen. da kam sowas anderes mal richtig gut. |
| Roadkiller | [url]http://www.bundespruefstelle.de/[/url] Bitte lesen und staunen.Ob eine indizierung sinnig ist oder nciht, darüber lässt sich wirklich streiten... |
| gekitsu | ich schliess mich rochus mal unverhohlen an :) hab auch seit 99 ziemlich aktiv q3 gespielt, bin allerdings relativ schnell auf ein mod dazu umgestiegen der das gameplay etwas weiter verfeinert und beschleunigt (weil an sich war q3 pupslangsam). der witz ist das direkte messen mit einem gegner. praezision, augen/hand koordination, geschwindigkeit.. eine funktionierende taktik ausdenken in einer geschwindigkeit in der denken schwierig wird, situative gewaertigkeit (wo ist der gegner, welche waffen kann er aufgesammelt haben, wie viele und welche items kann er haben, wo will er wahrscheinlich hin und wie halte ich ihn am geschicktesten davon ab)... es war schon eine verflucht interessante art, sich zu duellieren. ausserdem tat es niemandem weh, der umgang is im regelfall sehr locker und freundlich und wir hatten einfach nur ne riesenmenge spass. was auch relativ schnell kam war das anpassen der grafik an das ganze spektakel: ueberfluesiger input muss weg. wandtexturen werden soweit heruntergerechnet dass sie einfarbig ockerbraun werden. lichteffekte stoeren im zweifelsfall nur, ergo aus. blut ist nur im weg, ergo aus. items und waffen muessen nicht schoen leuchten, auf und ab hopsen und sich drehen... ein simples 2d symbol reicht auch. schlussendlich sah das ganze nicht mehr wirklich schoen aus aber es erfuellte seinen zweck. fazit meiner "karriere": gewalttaetig hats mich nicht gemacht, ebenso wenig wie irgendein anderes spiel. und ehrlich gesagt halte ich die folgerung: "ich hab grad in dem spiel jemanden umgebracht, das is in echt bestimmt auch cool" fuer genauso sinnvoll wie "ich hab grad in dem film n hakenkreuz gesehen, ich glaub ich werd jetz n nazi" chatte: bist du dir sicher dass du quake 3 gesehen hast? q3 sieht nicht duester aus sondern eher bonbonbunt ;) nochmal n edit: bei spielen ist ja der meist aufgefuehrte grund einer indizierung dass gewalt das einzige und das hauptmittel zum spielziel ist - aber hat je jemand gemosert bei nem film ala rambo (ganz zu schweigen von harmlosen splatterfilmchen), wo vor einer fadenscheinigen story -die man genausogut weglassen koennte- ein bissel geballer oder wahlweise gemetzel passiert bis der obermotz dem zum opfer fiel und somit das happy end eintritt? |
| DarkHaze | ich denke es gibt an dieser stelle eine allgemeine fehlinterpretation. das, was von pädagogen und psychologen gefürchtet wird, ist NICHT, dass sich die brutalität eines computerspiels wie ein impuls auf den jungen spieler überträgt. vielmehr schadet die interaktive auseinandersetzung mit besagter brutalität. in erster linie bekommen solche jungen spieler angst, sogar recht große angst, die dann jedoch umkehrt in aggressivität, um sowohl probleme aus dem leben als auch psychische probleme (als folge des spiels) zu kompensieren und eine distanz zur realität aufrecht zu erhalten, so weit, bis dass die umkehrung der angst gefühle die realität und das bewusstsein des jungen spielers einnimmt. und dadurch wird der spieler in erster linie psychisch progressiv und latent geschädigt. hier schafft oft nicht das blut eine verbindung zur realität des spielers, sondern vielmehr, wie von einigen angesprochen, die eindrücke, die sich während des spielens ergeben; meist durch fremdwirkenden ton oder durch surreale, eindrucksstarke umgebungen. fraglich ist natürlich die art, wie indiziert wird. ich erinnere mich als die indizierung in den startlöchern war und in "tomb raider" das kreuz auf den healthpacks von rot in grün gewandelt werden musste, da rot ja eine blutige farbe sei... ich bin mir auch nicht sicher, ob das der richtige ansatzpunkt ist. Zum Verharmlosen: es geht denke ich, wie gesagt, nicht um das töten, sondern um die erzeugten eindrücke und deren folgen... in der hinsicht kann verharmlosung nichts beschwerendes sein. |
| LaChatte | äh Quake bonbonbunt? Da hab ich was verpasst... das war alles, nur nicht bonbon... Nun, was ja ganz sicher passiert bei solchen Spielen: der Körper schaltet auf "Stress" (was ja nicht schlecht ist) und schüttet sein Adrenalin und all die andern Hormone des Stress-Programms aus. Und diese Stress-Geschichte müsste nun von Natur aus mit einer Kampf-oder-Flucht-Reaktion wieder heruntergeholt werden, das heisst, der Körper müsste sich bewegen, rennen (selber, und nicht der im Bildschirm), sonst wird sich dieser permanente Stresszustand irgendwann irgendwie in irgendwelchen Problemen manifestieren - muss nicht Gewalt sein, sondern es kann genauso sein, dass der Körper Gewalt gegen sich selbst wendet und krank wird. Die Symptome kennt man ja von allen Arten Stress, auch Beziehungsstress, Berufsstress etc... und die Lösung wär einfach nach jeweils einer Stunde spielen zehn Minuten joggen gehn. [QUOTE]die eindrücke, die sich während des spielens ergeben; meist durch fremdwirkenden ton oder durch surreale, eindrucksstarke umgebungen.[/QUOTE] solche Eindrücke prägen, da bin ich mir sicher... und auf eine nicht gesunde Weise. Was aber auch nicht heissen muss, dass automatisch Gewalt gegen andere daraus resultiert. |
| HeiligerGeist | Es kommt meiner Meinung nach auf die Person an und wie gut sie mit der darstellung des spiels klar kommt. Zur indizierung möchte ich sagen, wenn ein sehr sehr brutales spiel indiziert wird. Indem eine darstellung von Blut gedärm und einschüssen in den gegnern gezeigt wird, ist es einerseits richtig zu indizieren andererseits nicht. Den : Als das frühere Jugendschutzgesetz draußen war kam man trotzdem auch mit 12 an sachen ab 18 ran (nicht an indizierte sachen), jetzt im neuen gesetz wird noch viel leichter indiziert oder zumindest beschlagnahmt und man kommt nicht mehr an die spiele ab 18 ran. Früher war die warscheinlichkeit das ein spiel "ab 18" indiziert wird aber verdammt hoch. Eine indizierung hat vor und nachteile: ein vorteil soll ja sein: Das die Jugend an solche spiele überhaupt nicht mehr ran kommt da sie die jugend gefährde. erwachsene jedoch die das betreffende spiel haben wollen, haben dann aber größte schwierigkeiten an das spiel überhaupt ran zukommen. Indiziert heißt nicht gleich "verkaufsverbot", sondern "werbeverbot", die meisten händler nehmen dann die indizierten spiele aus den regalen und es wird schwierig wenn man über 18 ist an besagte spiele ran zu kommen. Ich bin der meinung das indizierung doch eh keinen sinn macht. Wenn man ein spiel wirklich haben will kommt man immer irgend wie ran. Je später ein spiel indiziert wird, desto weniger sinn macht es eigentlich, da es dann "im umlauf" ist. Meine Meiung -> Indizierung muss weg, da sie erwachsene unnötig einschrenkt PS: Die spiele der quake reihe sind ein Kindergarten im gegenzug zu spielen wie Soldier of fortune I und II. ach und Quake 3 hat scheiß maps :D , spielt lieber UT |
| Midwinter | Ich kann HeiligerGeist nur zustimmen. Wie er bereits sagte, kann man, wenn man die "richtigen" Leute kennt (Schwester/Bruder/Freunde über 18) ohne größere Probleme an jedes indizierte Spiel kommen. Generell halte ich Indizierung für wenig sinnvoll, denn die Entscheidung, ob ein Spiel indiziert wird oder nicht, scheint oftmals Willkür zu sein. Weiterhin, wie oben genannt, ist eine Indizierung wenig erfolgreich, bedenkt man, dass in Zeiten von Filesharing praktisch jeder an ein solches Spiel kommt. Allerdings macht Indizierung teilweise durchaus Sinn, denn es gibt (leider) auch "Spiele" aus der "rechten Szene", in denen ihre politische Meinung und Haltung gegenüber Ausländern auf blutige Weise zum Ausdruck gebracht wird. Die Indizierung solcher Spiele ist nicht nur sinnvoll, sondern (aus meiner Sicht) einfach notwendig. Ob ein 3D-Shooter jemanden wirklich zur Gewalt animiert...schwierig zu sagen, denn es hängt sicherlich von der Person und ihrer Psyche ab. In den Medien (siehe Amoklauf in Erfurt) waren 3D-Shooter der passende Sündenbock, doch leider bedenken die Leute nicht, dass ein solches Spiel / solche Spiele nur ein Bruchstück der eigentlichen Quelle der Gewalt darstellen. *allen eine erholsame Nacht wünscht* /Midwinter |
| HeiligerGeist | Fascho spiele und solcher müll darf nicht indiziert werden, sie müssen verboten werden und dürfen gar nicht mehr zum kauf angeboten werden. Mich regt halt an der Indizierung auf das man praktisch den erwachsenen nen stein in den weg legt an indizierte spiele zu kommen, da es ohnehin schwer ist an index games zu kommen. ->man bevormundet die erwachsenen spieler die gängigen Index-games sind meistens unter der ladentheke vorrätig, aber wer sich was ganz spezielles indiziertes holen will, wird es schwer haben überhaupt erst mal nen laden zu finden, unter umständen zum importeur gehen. So gut wie immer zahlt man sehr viel mehr als normal... |
| Drachenkind | Hallo erstmal! Ich halte die ganze Sache für absolut aufgebauscht (was schuld der Medien ist). Ich meine, es war/ ist nun mal modern und in, Ego-Shooter zu spielen und das hat auch durchaus seine guten Seiten: - es werden Gruppen (Clans) gebildet (und jetzt möchte ich einen Pädagogen sehen, der sagt, Gruppenbildung sei etwas schlechtes ;) ) - die Kreativität wird gefordert: sei es durch das Gestalten von Mods oder Maps oder einfach nur durch das Ausdenken neuer Strategien... -wenn ich alleine zocke, habe ich immer die Macht zu sagen, wie weit der Spielspaß (oder auch die Brutalität) gehen soll... wo kann man das schon im echten Leben?? Ausserdem empfinde ich Ego-Shooter und andere Spiele mit Gewaltinhalten als aggressionsabbauend (das mag nicht für jeden gelten, aber es gibt bestimmt Leute die mir hier zustimmen werden...). Und Hand aufs Herz (oder gleichwertiges Organ): wer von euch, die regelmäßig zocken sieht in den "achsoschlimm-ermordeten" (vorsicht Ironie) noch was anderes als nen weiteren Fragg/coole neue Items etc.?? Und wenn wir das mal weiterspinnen: die nächste Generation von ComputerKiddies, die aufgrund von Spielen Amok läuft sind die MMORPGler.... Uuuups, heisst das jetzt, wir werden von einer ganzen Generation elfenohriger Compositbogen-Scharfschützen bedroht??? (auch das wieder Ironie) Wenn man sich das mal vorstellt, wird jeder sagen, es ist albern und wird nicht geschehen, was mich zur Annahme verleitet, dass auch das Ego-Shooter-Amoklauf-Problem albern ist... punktaus...ende... GNutwS Drachenkind |
| Kampfsau | Bei mir kommt es immer auf die Art der Gewalt an.Es darf niemals zu reinem Selbstzweck verkommen.Ich darf auch nicht das Gefühl haben,das Spiel ist nicht mehr so wie es Gedacht war.Und ausserdem wird eine gewisse Atmosphere durch Gewalt erzeugt. Man hat irgendwie mehr das Gefühl von Angst oder Angespanntheit.Ausserdem werden die Spiele immer realistischer. Ich will in die Handlung eintauchen und wenn dann meine Gegner trotz Gewalteinwirkung einfach zu Boden fallen und wegblinken finde ich das nervig.Ausserdem,so makaber es klingt kann man sich anhand von Leichen in den immer komplexer werdenden 3D bauten besser orientieren.Aber eigentlich reicht es mir dann auch wenn die Gegner bluten und zu Boden gehen.In Stücke muss ich sie nicht unbedingt reissen können.Das ist mir auch eher in Storybezogenen Spielen wichtig,in Spielen mit Mehrspieler kommt es nur auf das Spielen an sich an und hier kann ich auf visuelle Gewalt klar verzichten.Ausserhalb von Egoshootern ist mir Gewaltdarstellung auch nicht wirklich wichtig.Alle anderen Genres können mich auch ohne viel Gewalt begeistern. |
| Cthugha | [QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i] [B] Nun, was ja ganz sicher passiert bei solchen Spielen: der Körper schaltet auf "Stress" (was ja nicht schlecht ist) und schüttet sein Adrenalin und all die andern Hormone des Stress-Programms aus. Und diese Stress-Geschichte müsste nun von Natur aus mit einer Kampf-oder-Flucht-Reaktion wieder heruntergeholt werden, das heisst, der Körper müsste sich bewegen, rennen (selber, und nicht der im Bildschirm), sonst wird sich dieser permanente Stresszustand irgendwann irgendwie in irgendwelchen Problemen manifestieren - muss nicht Gewalt sein, sondern es kann genauso sein, dass der Körper Gewalt gegen sich selbst wendet und krank wird. Die Symptome kennt man ja von allen Arten Stress, auch Beziehungsstress, Berufsstress etc... und die Lösung wär einfach nach jeweils einer Stunde spielen zehn Minuten joggen gehn. solche Eindrücke prägen, da bin ich mir sicher... und auf eine nicht gesunde Weise. Was aber auch nicht heissen muss, dass automatisch Gewalt gegen andere daraus resultiert. [/B][/QUOTE] Ich denke, das hängt stark von der Persönlichkeit des Spielers ab. Es gibt genauso Leute, die gerade, wenn sie Streß im Privatleben oder im Beruf haben, eine Runde spielen, ein Paar Monster umbringen und dadurch Streß und Aggressionen abbauen. Natürlich gibt es auch Leute, die durch Spiele aggressiv werden. Die Wirkung hängt auch stark davon ab, wie gut der Spieler und wie schwer das Spiel ist. Aber allgemein halte ich die Aussage, dass solche Spiele die Auslöser für Amokläufer seien, schlicht für falsch. Ich denke, der Zusammenhang ist andersrum. Psychisch labile und generell aggressive Menschen bevorzugen aggressive Spiele. In diesem Fall können Spiele vielleicht die Tendenz verstärken, aber sie machen sicher nicht aus einem friedlichen Menschen einen Amokläufer. |
| Black Reaper | @SolPreto: Genau diese These vertrete ich auch. Diese ständigen Verstümmelungen von Spielen halte ich für gefährlicher als das Spiel selbst, weil es eine nicht mehr so schlimme Handlung darstellt. Also ist es ja nicht schlimm, auf Menschen zu schießen, die hocken sich ja einfach hin (Beispiel: Counterstrike...) |
| Drachenkind | Bedenklicher finde ich da schon eher die Sprachentwicklung. Besipiel D2: Hey ich such ne buri Was offerste? ka na dann... komma game p/p und hol dein mule nimmste auch pgs? biste bekloppt? noob usw.... also, wenn sich da mal ein Deutschlehrer hin verirrt, dann begeht der noch am selben Tag Selbstmord oder so.... |
| HeiligerGeist | jo diablo hab ich auch ne weile fanatisch gezockt... is scheiße.... |
| Black Reaper | [QUOTE][i]Original geschrieben von Drachenkind [/i] [B]Bedenklicher finde ich da schon eher die Sprachentwicklung. Besipiel D2: Hey ich such ne buri Was offerste? ka na dann... komma game p/p und hol dein mule nimmste auch pgs? biste bekloppt? noob usw.... also, wenn sich da mal ein Deutschlehrer hin verirrt, dann begeht der noch am selben Tag Selbstmord oder so.... [/B][/QUOTE] Diese Sprache ist aber nur für die ganz harten 08312-12|_|l012 ... :rolleyes: Wenn ich das höre, muss ich eher lachen. Obwohl ich mich schuldig bekenne, mich manchmal etwas von solchem Sprahgebrauch mitreißen zu lassen (bestes beispiel: "gecancelt"; wenn das nicht vom rechner kommt). @HeiligerGeist: Warum ist D2 scheiße? Nur weil's stupides Kloppen ist? ich hab erstmal auch nicht gedacht, dass es so toll sein kann, aber dann hab ich's auch stundenlang gezockt... ;) |
| Drachenkind | Ich oute mich mal, zocke nämlich immer noch (eigentlich seit release mit größeren Pausen) D2, mittlerweile allerdings nur noch mit ner Mod.. Nezeramontias, wenn es wem was sagt... Das Spiel hat schon nen extremen Suchtfaktor, gerade das Itemsammeln; bis jetzt hab ich noch kein Spiel gefunden, das mich ähnlich süchtig gemacht hat, obwohl ich schon recht viele geniale Games gezockt hab... Mit der D2-Sprache wollte ich nur andeuten, dass es durchaus Nachteile haben kann, wenn man exrem viel zockt, dass aber Amoklaufen und dergleichen nicht dazu gehören... GNutwS- Drachenkind |
| Setesh | zu diesem thema gibt es eien guten Spruch: Dorch Fernsehen und games werden keine mörder geschaffen, dadurch bekommen sie ihre ideen. (oder so ähnlich...) weis jetzt nicht ob das schonmal kam, hab nur den eingangsthrat gelesen. wenn ja, möchte ich mich entschuldigen! |
| HeiligerGeist | Hmm, ich fand ja Diablo2 auch zuerst gar net schlecht. aber immer nur die gleiche scheiße.... sammeln, ramsch finden, wegwerfen/vertraden. Und das am laufenden band. |
| Drachenkind | @ Setesh: meinst du, die kids von heute bräuchten noch Games und Fernsehen, um auf brutale Ideen zu kommen? Gewalt in der Familie ist heutzutage schon fast etwas normales; die meisten Kinder werden schon misshandelt, wenn sie sich noch gar nicht der Existenz von PC&Co. bewusst sind... Nein, ich denke, es gibt zwei Möglichkeiten, wie man mit erwähnten Medien umgehen kann: 1. der Inhalt der Spiele und Filme wird von den Eltern kontrolliert und gegebenenfalls wird darüber geredet (wenn man einem Kind absoluten Umgang mit brutalen Inhalten verbietet, kann das dazu führen, dass das Kind sich dann nur noch intensiver damit beschäftigt- bestes Beispiel: heimlich rauchende Kinder, da die Eltern es verbieten). Das erfordert natürlich Zeit und welche Eltern kümmern sich heute noch um ihre Kinder (das war jetzt arg ironisch, sry) 2.man lässt das Kind tun und machen, wie es will. Das Kind bekommt keine "Medienkompetenz" vermittelt und das dies schwere Folgen haben kann, ist ja wohl allgemein bekannt... |
| Castrop | @Drachenkind "Gewalt in der Familie ist etwas Normales, die meisten Kinder werden schon mißhandelt..." Wie kommst Du denn auf so eine eigenwillige Aussage? |
| Drachenkind | ich habe damit nur ausdrücken wollen, dass Gewalt anerzogen wird. Mit misshandeln meine ich übrigens auch seelische Grausamkeiten. Es ist nicht die allseits verschrieene "Presse", die Kinder und Jugendliche gewalttätig macht; es ist der allgemeine Umgang miteinander. Wie soll ein Kind wissen, wie man einen Streit friedlich schlichtet, wenn es vom Elternhaus nicht beigebracht bekommt, wie das geht? Und das schlimme ist, das ja oft schon die Eltern nicht mehr wissen, wie das geht.... Meine Aussage war übrigens gewollt so provokant formuliert, ich wollte, dass genau dazu jemand was sagt. Danke :) |
| BlackDragon | Also meiner Meinung nach ist indizieren blödsinn. Shooter gehören generell einfach nicht in die Hände von Kindern! Bitte macht nicht den Fehler als halbwegs Erwachsene und gefestigte Personen, die Shooter als "Sport" ansehen, zu sagen sie seien harmlos. Das fatale dabei ist das Belohnungsprinzip - gerade bei "Ich metzele einfach mal drauf los"-Spielen. Und die Gewöhnung an das Töten. Kleiner Exkurs: In den fünfziger Jahren erforschte ein Psychologe (wenn ich die Abhandlung finde, kann ich euch auch die genauen Daten geben) das Phänomen, dass Berichten zufolge 40% der Soldaten im Krieg selbst dann Hemmungen hatten zu schiessen, wenn sie dem Feind Auge in Auge gegenüberstanden. Der Grund dafür ist - man höre und staune - dass die meisten Menschen einen natürlichen Vorbehalt dagegen haben, andere Menschen zu töten, welcher nur in extremen Ausnahmefällen überwunden werden kann. (Jaja, die Vertreter der These "die Menschheit ist ja sooo böse und hätte nie entstehen dürfen" werden mir das jetzt sowieso nicht glauben) Wie auch immer: durch Simulationen, die auf das [B]Belohnungsprinzip[/B] zurückgreifen, wurde diese Hemmschwelle in der US-Armee auf weniger als 0,5% gedrückt. Eure Schlüsse dürft ihr jetzt selber ziehen. [QUOTE](und jetzt möchte ich einen Pädagogen sehen, der sagt, Gruppenbildung sei etwas schlechtes )[/QUOTE] Hier haste einen! Bin zwar noch im Studium, werde aber in ein paar Jahren höchstwahrscheinlich das selbe behaupten: Gruppenbildung zu dem Zweck andere zu schädigen, unterdrücken, anzugreifen oder ähnliches [B]ist[/B] etwas schlechtes! |
| HeiligerGeist | Ich hab sogar das ganze Buch gelesen von dem du da schreibst. Naja, zumindest das meiste. Das mit den Soldaten fand ich auch erstaunlich. Meine meinung ist dennoch: Solang man mit dem gesehenen umgehen kann is doch alles okay ! |
| Shirley McVeigh | Wenn ich mir das so durchlese bin ich wieder mal froh Österreicher zu sein. Es is einfach gut wenn man sich einfach alles kaufen kann was man will ohne das extra mal wieder nachfragt werden muss. Also ich bin absolut gegen das Indizieren. Heute wärs ma sowieso wurscht, bin alt genug, aber ich hab auch mit 15 scho gerne geballert und habe bis heute noch keine Schlägerei angefangen. Wenn ein Kind durch sowas immer mehr agressiver wird ist mMn eher mangelnde Erziehung daran schuld ! |
| Black Reaper | Die jüngsten Blüten der deutschen Zensur-Kunst bekam ich jüngst wieder präsentiert... Beispiel: Das PC-Spiel "Codename: Panzers" Vielleicht hat's noch irgendwer außer mir gespielt... In diesem Spiel, welches in der Zeit des zweiten Weltkriegs angesiedelt ist, kann man seltenerweise auch mal deutsche Truppen befehligen, also der Überfall auf Polen, die Belagerung von Königsberg oder Stalingrad... Womit wir beim Thema wären: Irgendein meiner Meinung zensurwütiges Hirn hat sich ausgedacht, der Angriff auf die Stadt Königsberg wäre wohl zu hart für 16-Jährige... also wurde der Name in Königsberck geändert. Die Einführung in die Mission enthält leider eine gesprochene Textpassage, in der auch dieser Name vorkommt, also heißt es da etwa: "Heute rücken wir nach *piiiieeep* vor..." Ich meine, die Altersbeschränkung "ab 16 Jahren" geht angesichts der deutschen Taten im Krieg in Ordnung, 12-Jährige könnten evtl. den Krieg in Polen und die Geschehnisse dort noch nicht richtig einordnen... Aber diese Verstümmelung muss doch bitte wirklich nicht sein. Jeder 16-Jährige, der sich ansatzweise mit dem thema beschäftigt hat (was durch die Schule gewährleistet ist), weiß, dass der zweite Weltkrieg durch den Überfall auf Polen begann... Andererseits wurde der Name "stalingrad" in der ursprünglichen und real korrekten Form belassen. Da sprich noch jemand von Konsequenz und Stringentem Handeln... Wollte ich nur nochmal loswerden... |
| Astatos | Mir ist es egal, was jemand spielt, solange es ihm Spaß macht und er die virtuelle Welt von der realen Welt unterscheiden kann und das Spiel nicht auf die Realität umsetzt. Ich denke, dass das Gewaltpotenzial nicht davon abhängt, welche Spiele man spielt, sondern von den jeweiligen echten Lebenserfahrungen. Ich selbst spiele allerdings sogut wie nie irgendwelche Egoshooter, ich finde einfach keinen Gefallen daran, ständig auf irgendwas zu schießen... Aber jedem dem das Spaß macht, soll sie von mir aus spielen, solange es bei einem Spiel bleibt... Und das ist fast immer der Fall, aber Ausnahmen bestätigen ja die Regel. Auch wenn bei vielen der wahre Auslöser wahrscheinlich ein ganz anderer ist... |