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  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: Top-Manager
TheTurningPointBeim Lesen eines [URL=http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,304353,00.html]SPIEGEL-Artikels über den Film "The Corporation"[/URL] bin ich unter anderem auf den folgenden Absatz gestoßen:

[COLOR=skyblue]Da ist zum Beispiel Lucy Hughes vom weltgrößten Werbevermarkter Initiative. Die Managerin hat in einer viel beachteten "Quengel-Studie" dargelegt, wie man kleine Kinder mittels Werbung dazu bringt, ihre Eltern zu nerven - damit diese ein Spielzeug oder eine Süßigkeit kaufen. Ist eine gezielte Manipulation von Kindergehirnen ethisch vertretbar? Die moralische Frage stellt sich für Hughes nicht. Sie sei "stolz auf ihren Job" und bezeichnet ihr Vorgehen als "ein Spiel".[/COLOR]

Weiter unten wird dann eine Frage aufgeworfen, die mich auch schon seit längerer Zeit beschäftigt:
"Wie und warum verleiten die Zwänge eines gewinnorientierten Unternehmens Top-Manager dazu, Moral und Ethik über Bord zu werfen?"

Was kann man im Leben mehr erreichen, was kann noch erstrebenswerter sein, als ein glückliches Leben in Frieden und einer gesunden Umwelt (das für mich auch Meinungs- und Reisefreiheit einschließt)?
Was veranlasst Menschen dazu, irgendwelche Zahlen und Zielvorgaben erfüllen zu wollen (zu müssen), ohne auf das Leben von Menschen (das eigene eingeschlossen) Rücksicht zu nehmen?
Sanna I.S.P.in diesem konkreten fall würde ich meinen, es liegt daran, dass der mensch vor allem und natürlich auch an erster stelle, für sich lebt, und dieses leben, so schön, reich und angenehm wie nur möglich gestalten möchte - und dieser job bringt so ziehmlich alle vorteile, die vielen menschen auf anhieb einfallen, mit sich - dinge die "wirklich" glücklich machen (obwohl das hier schwer so zu nennen ist, weil es für jeden einfach andere kriterien für glück gibt), werden zu oft aussen vor gelassen.

und sollten sie sich doch einmal ins gedächtnis rufen, was sie anderen menschen "antun", hat man schon im vorneherein dafür gesorgt, dass einem die entsprechenden ausreden leicht von den lippen kommen.

langer rede kurzer sinn:

das hemd ist einem näher als der rock.
Gr. Gaulichterhmm, vielleicht noch ein anderer ansatz:

ein managerleben ist kein schönes leben, denn du hast deine persönlichkeit im weitesten aufzugeben. diese leute, wenn sie noch die möglichkeit haben, aufzusteigen, arbeiten bis zu 16 stunden am tag. sie brauchen ein ziel, egal wie schwachsinnig es ist, wenn es nur in zahlen festgesetzt ist. da sie selbst die auswirkungen von dem, was sie tun, in ihrem minikosmos büro nicht realisieren können, haben sie keine rückmeldung im menschlichen, nur über zahlen, die von erfolg oder misserfolg künden. ist natürlich ersichtlich, dass sie sich und ihre umwelt damit verändern, ohne dass jeder vom anderen ein wirklich konkretes bild hat. dahinter steckt natürlich machtgehabe von leuten, die noch eine stufe höher stehen, wobei auch das nicht immer der fall ist. denn es gibt auch unternehmen, in denen der besitzer ein ruhiges leben führt und andere für sich bestimmen lässt.

grüße dunkel
gg
ange gardien[QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i]

Weiter unten wird dann eine Frage aufgeworfen, die mich auch schon seit längerer Zeit beschäftigt:
"Wie und warum verleiten die Zwänge eines gewinnorientierten Unternehmens Top-Manager dazu, Moral und Ethik über Bord zu werfen?"
[/B][/QUOTE]

Weil sie sonst nichts haben, eben nur ihren Job. Und damit identifizieren sie sich. Ich kenne einige Manager ( Mittelstand, keine Großkonzerne - obwohl die Unterschiede da nicht so groß seind dürften ) die haben in etwa die Persönlichkeit eines Wiener Würstchens, wissen nichts mit ihrer Freizeit anzufangen, und verbringen ihr Leben deshalb lieber in der Firma.
Sich mit Zahlen auseinander zu setzen ist einfacher als mit Menschen, deshalb versteckt man sich hinter seinen Zahlen.

Und es gibt ja noch weit schlimmeres als das mit den quängelnden Kindern. Rüstungsfirmen die Streubomben herstellen ( da kam gestern ein interessanter Bericht in "Frontal" ) oder Unternehmen die Chemiekalien in die Dritte Welt verkaufen die bei uns längst verboten sind.
Es wird leider immer Menschen geben die für ihren persönlichen Profit über Leichen gehen.
Ist eine Frage des Charakters.
LaChatteIch unterstelle mal jedem Menschen - auch Managern - dass sie ein kleines Bisschen Idealismus haben, wenn das vielleicht auch tief im Herzen vergraben ist und nur bei der Theateraufführung der Tocher zum Vorschein kommen mag.

Auch hier gibt das System - menschengemacht, gewiss, doch mit einer Eigendynamik, die Umstrukturierungen zu einem gesünderen System schwer macht - den Rahmen der Tätigkeit vor.

"Erfolg haben" ist ein natürliches Bedürfnis aller Menschen, und auch ein gutes Bedürfnis. in einer kapitalistischen Umgebung, die sich grundsätzlich von allen sozialen und ethischen Werten verabschiedet hat, misst sich Erfolg allein am Geld. und tägliche "Sachzwänge" lassen vielen wenig Zeit, darüber nachzudenken, was denn wirklich wichtig wär, das nächste Quartalsergebnis steht schon vor der Tür, also sind viele Manager, genau wie das Fussvolk, in das Hamsterrad des täglichen Geschäfts eingespannt - und unter solchen Umständen bedarf es schon grosser Philosophen, die dann noch ethische Werte und soziales Verhalten hochhalten.

Natürlich gibts Unterschiede - die von TTP zitierte Dame, die das Manipulieren von Kindern als Spiel betrachtet, hat sich wohl kaum oft mit Themen wie sozialer Gerechtigkeit und "was ist überhaupt gut?" auseinandergesetzt. Allerdings würde ein Mensch, der sich solche Fragen ernsthaft stellt, kaum in einer Position verharren, deren Aufgabe es ist, möglichst viele überflüssige und ungesunde Sachen zu verkaufen.

Es gibt sie sicher noch, die Menschen, die Wirtschaft und Ethik zusammen bringen können, aber das sind dann wohl öfters die Unternehmer selbst, und nicht die Verwalter von Unternehmen im Angestelltenverhältnis. Als grosses Schweizer Beispiel sei Gottlieb Duttweiler, Gründer der "Migros" genannt, dessen Ziel es war "qualitativ gute Produkte zu Engros-Preisen verkaufen" - was er auch erreicht hat. Auch wenn heute, wo das Unternehmen gross und auch schwerfälliger geworden ist, es einige Kritikpunkte gibt, so bleibt dennoch zu sagen, dass die Migros ein Prozent ihres Umsatzes als "Kulturprozent" in kulturelle Projekte steckt.

Es ist Aufgabe der Politik und somit des Volkes als Souverän der Politik, Rahmenbedingungen zu schaffen, die ethisches Verhalten belohnen und unethisches Verhalten bestrafen. Auf dass die Manager gar nicht in Versuchung kommen, so irrend-menschlich zu sein, wie sie eben sind... sondern dass sie, wie alle Menschen auch, ihren Stolz darin finden können, im besten Sinne menschlich zu sein.
Orlahm, spontan fällt mir dazu ein, dass der management-sektor ja auch ein typisch männliches berufsfeld ist. denn die eigenschaften, die man als manager mitbringen muss, werden zumeist als „männliche“ eigenschaften betrachtet: rationalität, durchsetzungsvermögen (= rücksichtslosigkeit?), zielstrebigkeit, flexibilität...usw.
der prozentsatz an frauen im oberen management-bereich ist verschwindend gering, obgleich heute „weibliche“ eigenschaften wie kommunikationstalent und einfühlungsvermögen zunehmend mehr gefragt sind... das, was man so schön als „soft skills“ bezeichnet
auffallend ist auch, dass die männlichen manager zumeist kinder/familie haben (wann sehen sie die, einmal im jahr an weihnachten?!), die weiblichen hingegen nicht (scheint also für frauen immer noch die alte entweder-oder-entscheidung zu sein).
fazit: ich bin für mehr frauen im management, was natürlich kein allheilmittel gegen moralischen verfall ist. aber ich denke, dass sich gerade in dem bereich hartnäckig stark hierarchisierte organisationsstrukturen erhalten haben und dass man demokratische strukturen vielleicht eher durch einbringung von mehr kommunikation (frauen => anderer führungsstil) zwischen managern und mitarbeitern fördern könnte (mehr kommunikation-mehr gegenseitige kontrolle-mehr demokratie?!).
wen’s interessiert, zu dem thema hab’ ich einiges an forschungs-material (ist allerdings zumeist auf englisch).
um noch mal auf die anfangsfrage zurückzukommen: ich finde, da müsste sich mehr von unten her was tun. also von der basis, dem verbraucher. in den köpfen der leute müsste sich einfach einiges ändern, was kauf-ethik etc. betrifft. aber in einer zeit, in der geiz geil ist, ist es schwierig, jemandem sowas klar zu machen (versuche gerade selbst, einige leute in der hinsicht zu „bekehren“). die meisten leute sind einfach zu faul und desinteressiert, um sich gedanken darüber zu machen, wie das, was sie konsumieren, eigentlich produziert wurde. beim manager herrscht das gesetz der großen zahlen (maximaler profit), beim verbraucher das der kleinen (minimaler preis).
LaChatte[QUOTE]ich bin für mehr frauen im management[/QUOTE]

Damit das geht musst du zuerst mehr weibliche Qualitäten im Management verankern... einfach mehr Frauen ins Management hieven, bringt wenig, da solche Frauen, die sich in einem so männlich geprägten Umfeld durchsetzen, in der Regel noch männlicher, direkter, härter, dominanter sind als Männer, die rein schon durch ihr Geschlecht genug Männlichkeit beweisen, dass sie sogar ab und zu auch weibliche Fähigkeiten durchschimmern lassen können.
Desenganoalso ich arbeite momentan sehr an meiner skrupellosigkeit, um es in den medien zu was zu bringen. mit heulen bleibt man halt auf der strecke. *g*
Orla@LaChatte: nee, ich meinte das auch nicht im sinne von irgendeiner frauenquote, oder so.
sondern das gezielte nachfragen (z.b. in irgendwelchen stellenanzeigen) nach "weiblichen" qualifikationen...mehr gegenseitige kommunikation, mehr einfühlungsvermögen gegenüber den mitarbeitern, flachere hierarchien (und nochmal: ich will jetzt nicht sagen, dass das nur mit "frauen an der macht" möglich wäre).
ich bin der meinung, dass man nicht weiter "wegrationalisieren" und kontrollieren kann, als es schon zum gegenwärtigen zeitpunkt getan wird. und die 5% der mitarbeiter, die unehrlich sind, klauen, sich auf kosten der anderen mitarbeiter ausruhen, kriegst du eh nicht weg... die finden immer irgendwelche "schlupflöcher". aber man kann den 95% die jeden morgen pünktlich zur arbeit trotten und ihren job so gut wie möglich machen, vielleicht mal ein bisschen mehr vertrauen entgegenbringen, ihnen zuhören. denn oft wissen die, die in der produktion sitzen oder mit kunden zu tun haben, am besten, was ihre firma noch verbessern könnte.
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Orla [/i]
[B]fazit: ich bin für mehr frauen im management, was natürlich kein allheilmittel gegen moralischen verfall ist. aber ich denke, dass sich gerade in dem bereich hartnäckig stark hierarchisierte organisationsstrukturen erhalten haben und dass man demokratische strukturen vielleicht eher durch einbringung von mehr kommunikation (frauen => anderer führungsstil) zwischen managern und mitarbeitern fördern könnte (mehr kommunikation-mehr gegenseitige kontrolle-mehr demokratie?!). [/B][/QUOTE]Ich kann dir nur zustimmen, Orla. Es sollten viel mehr Frauen mit in Entscheidungsprozesse einbezogen werden, auf allen Ebenen. Frauen haben durch ihre Erfahrungen beim Führen des Familien-Haushaltes meist ein besseres [b]Gespür[/b] für Gesamtzusammenhänge, für zur Verfügung stehende Ressourcen und deren optimale Nutzung. Das erinnert mich an den Spruch aus dem Film "Metropolis":
[b][COLOR=limegreen]"Der Mittler zwischen Hirn und Händen muss das HERZ sein !"[/COLOR][/b]

[QUOTE][B]um noch mal auf die anfangsfrage zurückzukommen: ich finde, da müsste sich mehr von unten her was tun. also von der basis, dem verbraucher. in den köpfen der leute müsste sich einfach einiges ändern, was kauf-ethik etc. betrifft. [/B][/QUOTE]Wieder meine Zustimmung. Alle Revolutionen nützen nichts, wenn hinterher das gleiche oder noch schlimmeres Chaos folgt. Bevor die Leute auf die Barrikaden gehen und Alles kurz und klein schlagen, müssten sie sich erst einmal darüber klar werden, [b]was sie selbst eigentlich wollen.[/b]

[QUOTE][B]aber in einer zeit, in der geiz geil ist, ist es schwierig, jemandem sowas klar zu machen (versuche gerade selbst, einige leute in der hinsicht zu „bekehren“). die meisten leute sind einfach zu faul und desinteressiert, um sich gedanken darüber zu machen, wie das, was sie konsumieren, eigentlich produziert wurde. [/B][/QUOTE]Ich glaube, an Letzterem, und überhaupt an der Tatsache [b]"Jeder ist sich selbst der Nächste"[/b] wird man nichts ändern können. Das sind Urinstinkte, und alle Versuche, diese zu unterdrücken, haben bisher nur zu unermesslichem Leid geführt. Was ich allerdings immer noch für möglich halte ist, die Menschen dazu zu bringen dass sie sagen "[b]ICH[/b] will mir etwas gönnen, will Freude haben und mein Leben mit allen Sinnen genießen", und aus dieser Motivation heraus gemeinsam nach optimalen Lösungen für das Zusammenleben in der Gemeinschaft suchen.
Und gerade das schätze ich an den Frauen, dass sie auch aus der kleinsten und ärmlichsten Hütte meist noch ein urgemütliches Zuhause zaubern können. :cool:

[QUOTE][B]beim manager herrscht das gesetz der großen zahlen (maximaler profit), beim verbraucher das der kleinen (minimaler preis). [/B][/QUOTE]Wobei ich da das Verhalten des Verbrauchers noch am ehesten nachvollziehen kann, zumal er eben (in dieser Geld-Gesellschaft) nicht mehr Geld ausgeben kann, als er zur Verfügung hat, und schon allein aus diesem Grund rechnen muss. Deswegen ja meine wiederholte Forderung, die unteren Einkommen anzuheben oder sogar ein "Bürgergeld" pro Nase auszuzahlen. Wenn "der kleine Mann" genug Geld zur Verfügung hat, sollte es nicht all zu schwer sein, ihm sein Motto "Geiz ist geil" wieder abzugewöhnen. :)

Warum aber der Manager unbedingt nach großen Zahlen streben muss, leuchtet mir immer noch nicht ein. Als Vertreter eines Betriebes sollte er nur eins im Sinn haben: dass sein Betrieb (inklusive seiner Beschäftigten) so lange wie möglich und so gut wie möglich (über-)lebt. Das würde aber eigentlich bedeuten, dass es nicht darum geht, aus den abgeschlossenen Verträgen Maximalprofite zu ziehen, sondern möglichst langfristige Verträge zum beiderseitigen Vorteil abzuschließen. Das klappt auch bei einigen Unternehmen ganz gut, die vor allem darauf bedacht sind, Produkte in gleichbleibend hoher Qualität zu produzieren.

Wenn ich so darüber nachdenke, ist wohl [b]"Qualität statt Quantität"[/b] der Schlüssel zum Ganzen. Mir fallen da jetzt gute Musiker, gute Köche, gute Gärtner, gute Förster und vieles mehr ein ... Manche Handwerksbetriebe existieren schon seit mehreren hundert Jahren und haben immer ihr Auskommen. :rolleyes:
OLLIEinige Manager der brutalsten Sorte waren mal auf einem BWL Seminar und ich hab die mal so gefragt........

Einige Sätze habe ich aufgeschrieben...........

Zitate :

Wichtig sind die Zahlen, denn nur Sie zählen, Menschen sind ersetzbar, der Planet ist voll genug.

Geld und Macht ist das wonach wir streben. Ohne das gibt es Deinen Stuhl nicht.

Mit äußerstem Druck die Menschen zum Ziel bringen.

Setze Sie solange unter Druck, bis Sie das machen was Du willst.

Gib Ihnen den kleinen Finger und reiße Sie auf Deine Seite.

Wenn Sie alle sind, schmeiß Sie raus.

Gib Ihnen Verantwortung, damit Du aus der Verwantwortung bist.

Verachte Deine Untergeben, den Sie wollen auch nur an Deinen Stuhl.

Schür die Angst um den Arbeitsplatz und die Sache läuft von selbst.

Investiere in Sie nichts, denn Sie können gar nicht soviel mehr bringen, denn Sie haben schon Ihre beste Zeit verschlafen.

Wenn jemand kündigt, nutze die Zeit um die restlichen Mitarbeiter im glauben zu lassen es kommt jemand. Es kommt jemand, aber erst viel später, in der Zwischenzeit hast Du Geld gespart.

Wenn Du jemand loswerden willst, beobachte Ihn, finde einen Verstoß und schmeiß ihn raus. Zur Not hilft man nach..........

Laß Sie träumen, anschließend räumen wir die Bude.

Ersetze jeden Mitarbeiter durch einen anderen, damit Du den ersteren teueren schnell wieder los wirst.

Schüre Intrigen und hetze die Frauen auf, es gibt keine besseres Propaganda Sprachrohr als Weiber. Denn Sie lassen am schnellsten jemanden Ihre Verachtung spüren. Sie können gut zicken bzw. mobben und bleiben in der Legalität. Besssere Mobber gibts es nicht. Die gemobbten werden das Feld alsbald räumen.

Zicken sind geil. Mach Sie gefügig mit Geld und sie tanzen nach Deiner Pfeife. Setze Sie dann als Detektiv ein. Laß Sie fallen, wenn Sie von Dir mehr wollen als nur das Geld. Der Stuhl ist wichtiger. Sei auf der Hut vor Zicken, aber sie sind unersetzbar, wenn es um das schnüffeln geht.

Setze Mobber ein um einzuheizen.

Analysiere die negativen Fähigkeiten von Mitarbeitern und setze Sie für Deine Zwecke ein.

Der Mensch ist ein Kostenfaktor. Es gilt Ihn niedrig zu halten.

Mitarbeiter die Gehorsam und Loyal sind, setze Sie als Leiter ein. Sie werden immer das tun was Du willst. Halte Sie aber auf Distanz um selbst dann gegen Sie losschlagen zu können wenn es Hart auf Hart kommt, werde brutal und zeige Deine Mißachtung.

Mißachte alles was Geld kostet.

Setze alles unter Druck, damit am Ende nur noch Angst herrscht. Diese Stille ist der beste Erfolg. Mitarbeiter die reden arbeiten nicht.

Raucher müssen vor die Tür zum rauchen. Laß Sie ausstechen. Die Zeit fürs qualmen wird abgezogen. Manch einer wird weniger rauchen und mehr arbeiten.

Mißachte alles. Dein Atem wird immer länger sein als der der Mitarbeiter.

Betriebsrat darf nie gewählt werden. Ist er da, setze Ihnen die Pistole auf die Brust. Druck und immer wieder Druck.

Sei stark und werde autark.

Rede nie privates.

Gute Zahlen sind wie ein Orgasmus. Zahlen geben mehr Befriedigung als es je ein Mensch kann. Sie lügen nie. Erstelle immer wieder Zahlen damit Du weißt woran Du bist.

Es gibt nur ein Ziel : Geld und Macht. Alles andere ist Dreck.

Brutalstmögliche Aushebungen erzeugen viel Produktivität. Verheize sie schnell. Denn nur kurze Zeit gibts es diese starke Produktivität bevor die ersten ausfallen.

Mitarbeiter gibts es genug. Aber nicht genügend die ausbeuten können. Sie zu finden ist das Ziel. Ein Ausbeuter steigert hunsgemein die Produktivität.

Die Buchhaltung darf nie aus den Augen verloren werden. Setze alles daran den Buchhalter immer jeden Freitag alles offen zu legen. Wenn Du es nicht machst, wirst Du böse erwachen.

Rede vom Osten, dann laß die Mitarbeiter kotzen.




Es reicht denke ich.............................
ApexWieso kommt mir grad der Gedanke dass es vielleicht doch keine so schlechte Idee wäre mal wieder eine Revolution zu machen???
ange gardienHallo OLLI

Die von Dir beschriebenen Sätze kenne ich aus meinem Studium . "Management by punishment" nennt man das, und wird ( zumindest von meinen Dozenten ) als Beispiel dafür gezeigt wie man es nicht machen soll.

Firmen die es schaffen ihre Mitarbeiter positiv zu motivieren sind nachweislich erfolgreicher als solche die meinen durch Druck und Angsterzeugung das Letzte aus dem Mitarbeiter raus zu holen. Nur hat sich das leider noch nicht bei allen Chefs rumgesprochen, zur Zeit wird es genauso gemacht, mit dem Ergebnis das solche Läden früher oder später vollends den Bach runter gehen.
Aber ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben...
TheTurningPointHallo OLLI,

viele deiner Zitate kommen mir ziemlich bekannt vor und erinnern mich an [URL=http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3351022476]ein Buch, das ich mal gelesen habe.[/URL] :(

Zahlen, Zahlen, Zahlen, ...
LaChatteNeu in der UBS: von nun an müssen sich aus Spargründen drei oder vier Mitarbeiter einen Abfallkübel teilen. Das hat zu Protesten geführt, und gewisse Abteilungsleiter haben sich glatt geweigert. Fringe Benefits wie die Beiträge an die Krankenkasse, Gutscheine für sportliche Aktivitäten werden gestrichen, da man sich den angelsächsischen Systemen mit "kleiner Grundlohn, hohe Boni, keine Nebenleistungen" anpassen will. Schritt 1 ist vollbracht, die Fringe Benefits gestrichen - Schritt 2, die Erhöhung der Boni, noch nicht da.

Clear Desk Policy: die Anonymisierung des Arbeitsplatzes ist en vogue. Familienfotos, Briefbeschwerer aus farbigem Glas, der Kalender von Tante Emma oder eine Pflanze mit einem Topf, dessen Farbe dem Firmenlogo nicht angepasst ist, haben nichts mehr in Firmen zu suchen. Wenn am Abend die Leute nach Hause gehen, darf nichts darauf hindeuten, dass da gearbeitet wird - nur leere Flächen, die trostlos vor sich hin starren.

Was bin ich froh, in einem KMU angestellt zu sein mit einem echten Patron alter Schule, der zwar auch seine Macken und Meisen hat (wer hat das nicht?), der sich selbst aber durchaus als Vaterfigur der Firma versteht - einer, der menschlich und korrekt ist, einer, mit dem man diskutieren kann - und einer, dem es nie in den Sinn kommen würde, Abfallkübel limitieren zu wollen.
Ianusihr merkt schon, dass ihr euch da ein paar extrema heraussucht und darauf rumreitet, oder?

nicht jeder manager ist auf zahlen fixiert, nicht jeder manager vernachlässigt seine familie, nicht jeder manager hat kein profil, nicht jeder manager lebt für seinen job.

als bwl-gruftie möchte ich mich da mag ganz klar gegen wehren. mag sein, dass sie zum teil arrogant, verbohrt und engstirnig sind, aber es sind nach wie vor menschen. nur weil sie mit größeren zahlen jonglieren, mehr geld machen und mehr geld verdienen sind sie doch keine schlechteren menschen.

ich glaube zwar nicht, dass hier der neid auf positionen spricht, die der breiten bevölkerung nur schwer zugänglich sind, aber was ist an menschen zu hassen, die nunmal am geld verdienen interessiert sind? backt der bäcker seine brötchen aus nächstenliebe?

und überhaupt zur revolution: was wollt ihr denn ändern? der mensch an sich rückt immer weiter in den mittelpunkt der unternehmen, nicht die leistung. und deutschland ist ein riesen vorbild für die ganze welt.

ich finde solche hetzerreien einfach nur zum kotzen, sorry, musste jetzt einfach mal sein...
LostGhostDanke, danke wenigstens Dir Ianus,

es scheint mir, als unterhält sich eine Herde Kühe über die Arroganz und Dummheit von Tieren, die Fliegen können, anstatt Gras zu kauen.

Um mich einmal zu outen, ich bin Vize in einem Unternehmen mit über 500 Beschäftigten und natürlich bin ich stets bemüht, die Mitarbeiter klein zu halten, sie zu kündigen und notfalls rauszumobben. Nebenbei in der Pause, wenn meine Sekretärin zum Mittag ist, verkaufe ich Sondermüll nach Afrika oder Drogen an dicke Kinder in der Schule. Ich habe die Persönlichkeit eines „Wiener Würstchens“, wobei wir das natürlich „Frankfurter“ nennen, denn in Frankfurt heißen diese Würstchen so und Frankfurt ist unser Mekka. Ich verstecke mich hinter Zahlen, weil Menschen zu kompliziert sind, keine Frage. Außerdem komme ich mit der Welt dort draußen nicht zurecht und bin lieber 16 Stunden im Büro, denn hier bin ich wer. So ist es!

Es geht mir nur ums Geld. Mich interessiert der Umsatz, Millionen müssen fließen, denn an jedem Monatsende wollen die Gemobbten, Gequälten, Erniedrigten, Gedemütigten und Ausgespielten ihren Lohn haben. Und den kann ein Unternehmen nur durch seine ökonomisch sinnvollen Aktivitäten herbeischaffen. Sicher ist es schöner, wenn ab morgen alle in den Wald gehen und dort behutsam kleine Setzlinge auf die Lichtung umsetzen. Nur leider hätte solch tolles Engagement für das Gute in der Welt zur Folge, dass wir ab nächsten Monatsersten alle sehr viel Tagesfreizeit zum Umtopfen hätten. Alle! Die Gemobbten, Gequälten, Erniedrigten, Gedemütigten, Ausgespielten und die Unterdrücker.

Eure Argumentationen sind die von BILD-lesern, die sich über Managerpfründe aufregen, weil sie selber weniger verdienen. Kleingeister, neidisch und nicht willens, die Frage wirklich offen zu diskutieren. Und so läuft dieser Thread auch auf ein Abgleich von Vorurteilen hinaus. Streubomben (die heißen übrigens CBU’s ClusterBombUnit’s), Umweltvernichtung, Ausbeutung der dritten Welt, Manipulation usw., eigentlich ist trotz der Kürze des Threads so ziemlich jede Dummheit zusammengekommen, die die BILD-Zeitung und minderjährige Kinderzimmerrevoluzzer mit sattem Bauch zu verstreuen pflegen.

Nur Unternehmen, deren Marge groß genug ist, um sowohl Personalkosten (das sind bis zu 2/3 der Gesamtkosten) als auch Sachkosten und darüber hinaus auch noch Gewinne erwirtschaften, werden auch morgen noch existieren. Aber für wen? Die Verbraucher der Personalkosten sind letztlich nur die Eltern dieser selbstzufriedenen, denkfaulen Kinder, die sich einstweilen sozialrevolutionäre Gedanken in deutschen Foren machen. Und die Sachkosten? Das sind vom Unternehmen eingekaufte Produkte, Halbprodukte oder Leistungen, die von Menschen in anderen Unternehmen produziert wurden und die ihrerseits Eltern von solchen Schlaumeiern sind. Und dann natürlich noch der Gewinn. Der ist selbstredend für die fetten Manager und Aktionäre, damit sie weiter auf Kosten der hart arbeitenden Bevölkerung prassen und verschwenden können. Das Geld wird nicht in Form von Rücklagen im Unternehmen zur Zukunftssicherung eingesetzt, um neue Projekte anzuschieben, um Investitionen zu realisieren, um Forschung und Entwicklung zu forcieren. Meine lieben Schmalspurökonomen, ein Unternehmen ohne Gewinn geht mittelfristig kaputt, weil es nicht flexibel sein kann und damit keine Entwicklungsmöglichkeiten hat. Erst wenn man ständig das Unternehmen anpasst, umbaut, weiterentwickelt, hat man auch auf längere Sicht einen Platz am Markt und damit die Mitarbeiter eine Anstellung.

Und wer Gewinn sagt, meint zuerst Effizienz, denn man kann Gewinn nicht erzielen, in dem man auf das Produkt etwas draufschlägt, denn der Konsument, egal ob Individuum oder Großkonzern, kauft das günstigste Produkt. Also heißt es Straffen und ständig die Unternehmensstrukturen überdenken.

Und ihr glaubt, diese Managertypen sitzen 16 Stunden im Büro, weil sie zu Hause Angst vor der Welt haben? Und ihr Geld haben sie auch nicht verdient! Stimmts?

gruß

-lg-
LaChatteAch, LostGhost, warum gerade so ausflippen?;)

Die Manager an sich sind nicht das Problem - das sind Menschen, die halt einfach den Fleiss, die Intelligenz, das Beziehungsnetzwerk, die Durchsetzungskraft, die Ausbildung und das nötige Quentchen Glück hatten, in eine solche Position zu geraten. Und Manager sind Menschen wie alle andern auch, mit ihren Qualitäten und ihren Schwächen.

Das Problem ist das System, dass solche Stellen wie "Manager" erst ermöglicht - ein System, das Menschen oft viel Macht und wenig Verantwortung gibt. Wenn ein Unternehmer sein Unternehmen Konkurs gehen lässt, haftet er persönlich dafür. Bei Managern hats allzu oft noch eine tolle Abfindung für eine miserable Leistung gegeben.

Das System zwingt viele Manager geradezu dazu, verantwortungslos zu handeln - Nolls satirische Analyse "der kleine Macchiavelli", Martins Suters Kolumnen "Business Class" und Fredmund Maliks Sachbuch "Führen Leisten Leben" zählen da so einige Dinge auf, die schief gehen können und oft auch tatsächlich schief gehen - ein Manager im heutigen System müsste ein moralischer und überhaupt Übermensch sein, um allen Versuchungen zu widerstehen, die da so kommen können. Und für die Herstellung von gewissen Produkten (das gilt allerdings für alle Angestellten) braucht man schon eine gewisse moralische Unbedenklichkeit - wenns um Waffen geht, zum Beispiel. Oder um Grundstoffe für die Heroinproduktion.

[QUOTE]Und wer Gewinn sagt, meint zuerst Effizienz[/QUOTE]

Es gab mal die goldenen Wirtschaftswunderjahre, da konnte sogar ein unfähiger Mensch Gewinn machen - heute brauchts tatsächlich ein bisschen mehr dazu. Und neben vielen fähigen und integren Menschen gibts unter den Managern aus solche, die dem Konkurrenzdruck nicht standhalten und damit oft auch der Versuchung nicht, die Zahlen ein bisschen zu frisieren, die Situation zu verschönern, und auch kurzfristigen Massnahmen vor langfristigen Massnahmen den Vorzug zu geben - die, wie man "eigentlich" genau wüsste, als Einzige ein Unternehmen langfristig sichern könnten.
OLLIMeine Gedanken sind anders.

Was nützen einem Freiheit und Demokratie, wenn Mann / Frau nur noch zu Hause sitzen kann, weil die Arbeit fehlt und man außer ein paar Cents nichts mehr hat ? Nichts. Das ist gefährlich. Eine Demokratie funktioniert nur mit zufriedenen glücklichen Bürgern. Ohne dies wird sie alsbald kippen.

Fakt ist, daß in diesem Land 4,3 Millionen Menschen auf der Straße stehen und wir über 1 Million Sozialhilfeempfänger haben. Von der Dunkelziffer und Asylanten etc. ganz zu schweigen. Tendenz weiter steigend.

Nächstes Jahr tritt Hartz IV in Kraft. Viele werden auf der Strecke bleiben. Dieses Jahr wird es ruhig sein. Dieses Land steht an einem Scheideweg. Entweder es gelingt, Menschen an Arbeit heranzuführen, oder wir werden wieder sehr stark anfällig für populistische Gedanken. Der Wind hat gedreht. Manchmal habe ich das Gefühl viele sehen nur, daß Sie weniger Geld bekommen werden. Da steckt noch mehr dahinter.

Die Außenseiter werden immer mehr und wir haben 6 Millionen Menschen, die nichts mehr haben außer von dem was der Staat Ihnen bietet. Der bietet ja bekanntlich ja Stütze, nur damit wird man nicht weit kommen, denn der ist Pleite. Aber er macht absolut nichts, dieses Land auf Vordermann zu bringen. Was er macht ist vielleicht in Zukunft tragend, aber wir brauchen jetzt Lösungen nicht was in 10 Jahren ist.

Wir brauchen Arbeitsplätze. Die Top Manager sollten langsam wieder menschliche, sachliche und vernünftige Grundzüge annehmen. Sie sind auch für diesen Staat mit verantwortlich, auch wenn Sie es sich nicht eingestehen wollen. Ihre Unternehmen und Ihr Standort ist hier. Sie sind ein Teil eines Systems und nicht der Staat im Staat.

Es gibt soviel talentierte Manager die eigentlich in die Politik müßten und für 80 Millionen Menschen Entscheidungen treffen sollten. Leider ist der dort der Verdienst nicht so hoch wie in der Wirtschaft. Deswegen scheitert es.

Shareholder Value und Sprüche das die Zahlen stimmen müssen sind auch langsam langweilig. Man hört nur noch BWL und den ganzen Kram.

Vielen von denen da oben fehlt vor lauter BWL die Weitsicht. In die Ferne schauen, nicht nur in seinem kleinen Planet, wo man sich gerade aufhält, aber der Geist ist nicht riesig genug, damit diese Menschen das erfassen können.

Wenn Menschen dann in Rente gehen wollen, rationalisieren wir Sie dann auf den Friedhof. VWL gesehen ist das beste was einem VWLer passieren kann. Keiner geht mehr in Rente...............

Soweit ist es schon gekommen.

Das soll der Sinn des Daseins sein ?

Dann ist die Menschheit richtig arm geworden.
TheTurningPoint@ Ianus, LostGhost:

Mir ging es mit meinem Thread nicht darum, gegen irgendwelche Berufsgruppen zu hetzen und zu polarisieren, sondern im Gegenteil darum, gemeinsame Ziele von Wirtschaftsleitenden und ihren "Untergebenen" zu finden: [QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i]
[B]Was kann man im Leben mehr erreichen, was kann noch erstrebenswerter sein, als ein glückliches Leben in Frieden und einer gesunden Umwelt (das für mich auch Meinungs- und Reisefreiheit einschließt)?
Was veranlasst Menschen dazu, irgendwelche Zahlen und Zielvorgaben erfüllen zu wollen (zu müssen), ohne auf das Leben von Menschen (das eigene eingeschlossen) Rücksicht zu nehmen? [/B][/QUOTE]Ich habe das Leben der Manager selbst, das ich in der heute oft anzutreffenden Form gar nicht so erstrebenswert finde, ausdrücklich mit in meine Betrachtungen einbezogen. Warum kann ein Manager, der ein weit höheres privates Einkommen hat, als er auf vernünftige Art ausgeben kann, sich nicht Arbeitszeit und Gehalt mit einem Zweiten teilen, so dass er mehr Zeit für sein Privatleben hat und trotzdem noch genügend Einkommen? Warum muss er 16 Stunden arbeiten, statt nur 8 oder 9 Stunden zu arbeiten und zusätzlich einen weiteren Arbeitsplatz zu schaffen?

Kürzlich habe ich [URL=http://www.heise.de/newsticker/foren/go.shtml?read=1&msg_id=6120285&forum_id=61691]ein schönes Beispiel[/URL] gefunden, das meine Frage mit einfachen Worten darstellt:

[COLOR=limegreen]Ein deutscher Urlauber beobachtet einen griechischen Fischer, wie er jeden Morgen vom Fischfang zurückkehrt, seine Fische verkauft, seine Netze flickt und ab mittags am Strand sitzt.
Nach einiger Zeit geht der deutsche Tourist zum Fischer.
Deutscher: "Warum fährst Du nicht nochmal auf's Meer?"
Grieche: "Wozu?"
Deutscher: "Um mehr Fische zu fangen."
Grieche: "Wozu?"
Deutscher: "Um mehr Geld zu verdienen."
Grieche: "Wozu?"
Deutscher: "Um Dir noch ein Boot zu kaufen."
Grieche: "Wozu ?"
Deutscher: "Um NOCH mehr Geld zu verdienen."
Grieche: "Wozu ?"
Deutscher: "Um Dir für dein erstes Boot eine Mannschaft zu leisten, die für Dich rausfährt und Fische fängt."
Grieche: "Wozu ?"
Deutscher: "Damit Du mehr Zeit für Dich hast."
Grieche: "Wozu ?"
Deutscher: "Na ja, also ... äh ... Du könntest zum Beispiel entspannt am Strand sitzen und auf's Meer hinausschauen..."
Grieche: "Aber ich SITZE doch entspannt am Strand und schaue auf's Meer hinaus !" [/COLOR]
OLLI@ Turning Point

Das ist das was ich auch meine und denke.

Lieber weniger Kohle, aber dafür mehr Zeit für Anderes, was weiß Gott wichtiger im Leben ist als auf dem Stuhl zu sitzen. Den muß man sowieso verlassen und dann ist man verlassen.

Am Ende bleiben nur Erinnerungen an das was war und gewesen ist. Keiner fragt mehr ob Du Geld hast oder gehabt hast, sondern was für schöne Dinge man erlebt hat. Nicht wie lange man im Stuhl saß, denn am Ende laufen andere Uhren.............................

Aber diese südländische Lebensart wie in Italien wünsche ich mir manchmal sehr. Wenn ich nur an meine italienischen Bekannten denke...........Mailand bei Nacht am Kanal, die Luft, die Diskussionen, das Essen .......................

kaum ist man hier......................die rechnungen müssen noch heute fertig werden wegen dem jahrtausendabschluss..................

Aber das verstehen manche leider nicht.

Zum Glück habe ich nen Chef der ist auf der Linie wie ich.

So sei es....................
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von LostGhost [/i]
[B]Es geht mir nur ums Geld. Mich interessiert der Umsatz, Millionen müssen fließen, denn an jedem Monatsende wollen die Gemobbten, Gequälten, Erniedrigten, Gedemütigten und Ausgespielten ihren Lohn haben. [/B][/QUOTE]Ungeachtet dessen, dass der erste Teil deines Absatzes vermutlich Sarkasmus ist, frage ich mich, ob nicht viele Menschen auf die Plackerei und den Lohn am Monatsende verzichten würden, wenn sie die Dinge, die sie zu einem Leben nach ihren Vorstellungen brauchen, auch ohne Geld bekommen würden.

[QUOTE][B]Und den kann ein Unternehmen nur durch seine ökonomisch sinnvollen Aktivitäten herbeischaffen. [/B][/QUOTE]Hier stellt sich die Frage, was "ökonomisch sinnvoll" ist. Ist alles ökonomisch sinnvoll, was nur irgendwie Geld einbringt, oder vielleicht doch nur das, was für Menschen Gebrauchswerte schafft, zu einer höheren Lebensqualität beiträgt? Ist die kontinuierliche Steigerung der Produktion von Tabakwaren, alkoholischen Getränken und anderen Drogen inklusive der Millionenausgaben für die zugehörige Werbung ökonomisch sinnvoll? Ist die Einrichtung und ständige Erweiterung von Sex-Callcentern (wieder inklusive Werbekosten) ökonomisch sinnvoll, und ist es ökonomisch sinnvoll, Frauen das Arbeitslosengeld zu verweigern, wenn sie nicht dort arbeiten wollen?

[QUOTE][B]Sicher ist es schöner, wenn ab morgen alle in den Wald gehen und dort behutsam kleine Setzlinge auf die Lichtung umsetzen. Nur leider hätte solch tolles Engagement für das Gute in der Welt zur Folge, dass wir ab nächsten Monatsersten alle sehr viel Tagesfreizeit zum Umtopfen hätten. [/B][/QUOTE]Warum sollte das nicht funktionieren, wenn man die Sache langfristig und planmäßig angeht? Es muss ja nicht jede Veränderung in solchen Aktionismus ausarten, wie ihn die gegenwärtige Bundesregierung betreibt. :D
Immerhin bringt das Bäume-Anpflanzen wertvolle Rohstoffe für die Zukunft, und der Anbau anderer Pflanzen kann Nahrungsmittel oder Bio-Energie bringen.

[QUOTE][B]Nur Unternehmen, deren Marge groß genug ist, um sowohl Personalkosten (das sind bis zu 2/3 der Gesamtkosten) als auch Sachkosten und darüber hinaus auch noch Gewinne erwirtschaften, werden auch morgen noch existieren. Aber für wen? Die Verbraucher der Personalkosten sind letztlich nur die Eltern dieser selbstzufriedenen, denkfaulen Kinder, die sich einstweilen sozialrevolutionäre Gedanken in deutschen Foren machen. [/B][/QUOTE]Apropos [b]denkfaul:[/b] Wie wäre es damit, über eine Wirtschaft nach-zu-[b]denken,[/b] die ohne Geld funktioniert? Denn genaugenommen hat doch Geld nicht wirklich einen Gebrauchswert. Selbst zum Hintern-Abwischen sind die meisten Geldscheine zu klein. Im Zeitalter von Internet und eCommerce, wer braucht da noch Geld?

[QUOTE][B]Und dann natürlich noch der Gewinn. Der ist selbstredend für die fetten Manager und Aktionäre, damit sie weiter auf Kosten der hart arbeitenden Bevölkerung prassen und verschwenden können. [/B][/QUOTE]Der Gedanke scheint ja auch [URL=http://www.heise.de/tp/deutsch/special/eco/17988/1.html]nicht ganz abwegig[/URL] zu sein. Und dabei arbeiten die (wenn überhaupt) auch nur maximal 24 Stunden am Tag, also maximal dreimal so lange wie ein Arbeiter mit 8-Stunden-Tag. :rolleyes:

[QUOTE][B]Das Geld wird nicht in Form von Rücklagen im Unternehmen zur Zukunftssicherung eingesetzt, um neue Projekte anzuschieben, um Investitionen zu realisieren, um Forschung und Entwicklung zu forcieren. [/B][/QUOTE]Dumme Frage: Sollte das Geld [b]dafür[/b] nicht in den betrieblichen Aufwendungen bereits enthalten sein?

[QUOTE][B]Meine lieben Schmalspurökonomen, ein Unternehmen ohne Gewinn geht mittelfristig kaputt, weil es nicht flexibel sein kann und damit keine Entwicklungsmöglichkeiten hat. Erst wenn man ständig das Unternehmen anpasst, umbaut, weiterentwickelt, hat man auch auf längere Sicht einen Platz am Markt und damit die Mitarbeiter eine Anstellung. [/B][/QUOTE]Hat man den Platz am Markt nicht vor allem dadurch, dass man Güter anbietet, die (hier oder anderswo) [b]gebraucht[/b] werden? Ich kenne viele Handwerker, die schon jahrzehntelang nach den gleichen, altbewährten Methoden arbeiten und gleichbleibend gute Qualität liefern und sogar Gewinn machen - nicht exorbitanten Gewinn, aber so viel, dass notwendige Veränderungen und Erweiterungen vorgenommen werden können.

[QUOTE][B]Und wer Gewinn sagt, meint zuerst Effizienz, denn man kann Gewinn nicht erzielen, in dem man auf das Produkt etwas draufschlägt, denn der Konsument, egal ob Individuum oder Großkonzern, kauft das günstigste Produkt. Also heißt es Straffen und ständig die Unternehmensstrukturen überdenken. [/B][/QUOTE]Aber die Effizienz erhöht man garantiert nicht dadurch, dass man die Löhne drückt oder die Anzahl der zu leistenden Wochenstunden erhöht, wie das von einigen "Managern" gerade vorgeschlagen wird.
ZealotOhne den ganzen Thread gelesen zu haben: Top-Manager sind ************. Moderne Vollstrecker einer Ideologie, die so unfair und brutal ist, wie sie nur sein kann. Ein gieriger Haufen ************, die in ihren Büros sitzen, über hunderttausend Arbeitsplätze und somit das Leben tausender proletarischer Familen mit einer Unterschrift entscheiden und womöglich kaltherzig und gierig auf die Kinder in Indien sehen, die in ihren Fabriken zu Billiglöhnen unter Vorrausetzungen, wie es sie nur in der Industrialisierung gab arbeiten, nur damit die Familien essen KAUFEN kann. Da stellt sich doch die Frage, wer sich erdreistet auf eins der Grundbedürfnise der Menschen einen Preis auszusetzen. Die Antwort: Wieder irgendwelche Topmanager von irgendeiner Lebensmittelkette.

[i][color=red] editiert !
Caranaldion[/i][/color]
Zealot[QUOTE][i]Original geschrieben von Celtvis [/i]
[B]Topmanager sind Menschen wie andere auch.
[/B][/QUOTE]

Ich würde eher sagen sie sind ein arroganter Haufen von Kindern der sogenannten Demokratie, die sich an ihrer unverdienten Freiheit ergötzen und andere dafür tausendfach in Hunger und Elend laufen lassen.
Zealot[QUOTE][i]Original geschrieben von Celtvis [/i]
[B]Wären nicht irgendwelche selbstgedruckten Kampf-Flyer viel schicker?
[/quote]

Chicer ja, aber die sind teurer und die meisten Leute schmeißen sie eh weg.

[quote]
Woher willst Du wissen, daß sie arrogant sind, kennst Du auch nur einen einzigen persönlich? Nein? OK, Argument abgeschmettert.[/quote]

Dummerweise kenn ich einen, und zwar der neue Mann meiner Oma. Dumm gelaufen, was? Desweiteren reicht schon ihr schleimiges, selbstgefälliges Auftreten, das sie zB im Fernsehen abliefern.

[quote]
Wie begründest Du "unverdiente Freiheit"? So bleibt es einfach nur eine sinnentleerte hohle Phrase, die man auch an Stammtischen hören könnte - wenn sich die Leute da auf solches Niveau herablassen würden.[/quote]

Unverdiente Freiheit? Sie haben nichts zu ihrer Freiheit beigetragen, ganz einfach. Sie tragen nichts zum Staat und seiner Stabilität bei, sie sind sicher nicht eine tragende Säule. Ich glaube ich würde eher ohne Top-Manager auskommen als ohne Bäcker oder Bauarbeiter, wobei die Manager ein vielfaches der Jahresgehälter der Bäcker im Monat verdienen.

[quote]
"Tausendfach in Hunger und Elend laufen lassen" - nicht jeder Großkonzern produziert in sweat shops in der Dritten Welt, ergo: Argument abgeschmettert.[/quote]

Es hat auch nicht jeder SS-Mann Juden vergast, macht es den Verein dadurch besser?
Komm mal lieber runter von deinem hohen Ross und hör auf voreilig was von wegen Argument entkräftet zu schreiben.
Zealot[QUOTE][i]Original geschrieben von Celtvis [/i]
[B]Und in einem Forenboard gibt's eventuell genügend andere, die einem applaudieren?
[/quote]

Nein, aber offensichtlich lesen es einige und machen sich gedanken drüber ( zumindest du )

[quote]
Wie "top" ist denn der Topmanager?
Eigentlich egal, weil es keinen Sinn macht, von einem auf alle zu schließen - ebenfalls dumm gelaufen, was?
[/quote]

Ich hab auch nicht von ihm auf alle geschlossen, sondern nur dein Argument entkräftet.


[quote]
Nichts zu ihrer Freiheit beigetragen - hört sich wieder nach Phrasendrescherei an...
Sie tragen nichts zur Stabilität des Staates bei? OK, dann entlassen alle AG#s sofort sämtliches Management und dann schauen wir zu, wie die Firmen zerbrechen und geschluckt werden und dadurch ein paar wenige tausend Leute arbeitslos werden. Dann will ich hinterher aber nichts von "drückenden Sozialabgaben" und "zu hohen Steuern für Ottonormalbürger" hören.[/quote]

Natürlich sind Manager in manchen Bereichen nötig, aber müssen sie so viel mehr Gehalt bekommen, als der "Ottonormalbürger"? Was rechtfertigt das? Arbeiten sie mehr als ein Maurer oder ein armer Kerl, der irgendwo in Panama Bananen pflückt?

[quote]
Der Vergleich ist ziemlich daneben, willst Du damit tatsächlich Topmanager mit SS-Leuten gleichstellen?
Was für eine Perversität.[/quote]

Natürlich will ich sie nicht gleichstellen. Ich will nur damit zeigen, dass es auch in einer Masse durchaus "weiße Schafe" geben kann.
LaChatteIn einer Herde von schwarzen Schafen ist das weisse Schaf das schwarze Schaf...

Mein Philo-Erguss des Abends.:rolleyes:

Aber, wie schon gesagt: unser System zielt unweigerlich darauf hin, dass sich Reichtum bei einigen Wenigen konzentriert, und Armut bei den vielen Vielen. Manager sind Menschen, mit Stärken und Schwächen - und einige dieser Schwächen dürfen sie dank ihrer Position innerhalb des Systems auch hemmungslos ausleben.

Wer etwas ändern will, versuche, das System zu ändern, und nicht, die Manager schlecht zu machen. Ein oft gehörter Spruch von der Baustelle lautet "mach irgend einen netten Typen zum Vorarbeiter, zwei Tage später wird er ein Arschloch". Its human...:p
Zealot[QUOTE][i]Original geschrieben von Celtvis [/i]
[B]Einmal ist es ein doch erhebliches "mehr" an Verantwortung, zum anderen schlicht die Möglichkeit, sich dieses "mehr" genehmigen zu können, was völlig menschlich ist. (LaChatte, Dein Zitat ist zwar der Umgebung angepasst, aber es sagt aus, was ich sagen will: Es ist rein menschlich, mehr nicht.)[/quote]

:rolleyes:


[quote]
Danke für das nicht gleichstellen-wollen.
Weiße oder schwarze Schafe wird es überall geben, das macht sie aber nicht zu schlechteren Menschen als andere.

Celtvis [/B][/QUOTE]

Nein, sie sind nur Raffgieriger und scheren sich nicht um das Wohl anderer.
Suicide-Smurfêigentlich wollt ich mich ja raushalten..

Mich würde gern mal interessieren wie alt du bist Zealot.
Ferner wäre noch interessant was für ein Beruf du ausübst oder vorhast auszuüben.

Vielen dank für deine Antwort
Zealot[QUOTE][i]Original geschrieben von Suicide-Smurf [/i]
[B]êigentlich wollt ich mich ja raushalten..

Mich würde gern mal interessieren wie alt du bist Zealot.
Ferner wäre noch interessant was für ein Beruf du ausübst oder vorhast auszuüben.

Vielen dank für deine Antwort [/B][/QUOTE]


16
und
weiß noch nicht. Ich bin ein persepktivenloser Teenager, der irgendwann 11 Jahre Sozialpädagogik studiert, musst du wissen.
Suicide-SmurfWie kannst du dir dann mit 16 Jahren ein Urteil erlauben ohne je irgendwo in einem grossen Unternehmen gearbeitet zu haben (nich in der Produktion oder auf den Büro... :) )oder dich mit Literatur auseinander gesetzt zu haben :confused:

Das man mit 16 nicht genau weiss was man machen will ist nichts schlimmes. Meiner Meinung nach besser als diejenigen die schon im alter von 15 ihre Bestimmung finden...

Das manche Manager raffgierig sind :wayne: das ist ihre aufgabe. So wie es die AUfgabe eines Metzgers ist unter anderem Tiere abzuschlachten ....
Vielleicht hast du es noch nicht begriffen durch die raffgierigheit sichert er vielen Menschen den Job und mutiert dadurch sogar zu einem Menschen... :rolleyes:

Ferner gibt es auch alle Arten von Managern. Die bösen was weiss ich Ackerman und Co....davon gibt es eine handvoll. Darüber lohnt es sich nciht den Kopf zu zerbrechen. Es ist halt so~
Ianusunglaublich, ich finde es einfach nur seltsam, wie man berufsgruppen so verteufeln kann. können wir nicht über metzger reden, die leichenteile von tieren in ihrer raffgiereigen art an menschen verkaufen? die das töten von lebewesen kommerzialisieren? die so unglaublich böse sind, dass sie kleine kinder durch gratis-wurstscheiben zu späteren konsumsklaven machen? sind solche menschen nicht mindestens genauso schlimm, wie die bösen manager, die ihre produkte im billigeren ausland herstellen lassen, um kosten zu sparen, damit das unternehmen international weiterhin bestehen kann und somit sämtliche deutschen arbeitsplätze (des unternehmens) gesichert werden? die durch ihre steuerabgaben, ihre arbeitsplätze und ihre weiterbildungsmöglichkeiten den staat zwar nicht unterstützen, aber der großartigen anarchie trotzdem im weg stehen?

zealot, es tut mir leid, das jetzt so offen und unverbümt zu sagen, aber ich halte deine ansicht, was wirtschaft und politik angeht für extrem kindisch. denk nochmal bitte in ruhe darüber nach und verurteile nicht die menschen, die für deutschland wichtiger sind als die politiker, nur weil sich deine oma von nem manager ficken lässt, den du nicht leiden kannst.
LostGhostSo, und nun noch ein etwas konstruktiverer Beitrag.

[QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i]
[B]...[COLOR=limegreen]Ein deutscher Urlauber beobachtet einen griechischen Fischer, wie er jeden Morgen vom Fischfang zurückkehrt, seine Fische verkauft, seine Netze flickt und ab mittags am Strand sitzt.
Nach einiger Zeit geht der deutsche Tourist zum Fischer.
Deutscher: "Warum fährst Du nicht nochmal auf's Meer?"
Grieche: "Wozu?"
Deutscher: "Um mehr Fische zu fangen."
Grieche: "Wozu?"
Deutscher: "Um mehr Geld zu verdienen."
Grieche: "Wozu?"
Deutscher: "Um Dir noch ein Boot zu kaufen."
Grieche: "Wozu ?"
Deutscher: "Um NOCH mehr Geld zu verdienen."
Grieche: "Wozu ?"
Deutscher: "Um Dir für dein erstes Boot eine Mannschaft zu leisten, die für Dich rausfährt und Fische fängt."
Grieche: "Wozu ?"
Deutscher: "Damit Du mehr Zeit für Dich hast."
Grieche: "Wozu ?"
Deutscher: "Na ja, also ... äh ... Du könntest zum Beispiel entspannt am Strand sitzen und auf's Meer hinausschauen..."
Grieche: "Aber ich SITZE doch entspannt am Strand und schaue auf's Meer hinaus !" [/COLOR] [/B][/QUOTE]

Danke, TheTurningPoint, das ist eine hübsche Geschichte und ich habe als Schmalspur-VWLer (bin ja eigentlich BWLer) eine Antwort. Wenn der liebe alte Grieche zwei Boote hätte und eine Mannschaft die er bezahlt, dann wären seine Mitmenschen nicht arbeitslos, sondern würden ebenfalls in Lohn und Brot stehen und ihren Familien ginge es besser. Darum sollte er noch ein zweites Mal hinausfahren, darum sollte er ein zweites Boot kaufen.

Und nun zum Rest:

[QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i]
[B]…Apropos [b]denkfaul:[/b] Wie wäre es damit, über eine Wirtschaft nach-zu-[b]denken,[/b] die ohne Geld funktioniert? Denn genaugenommen hat doch Geld nicht wirklich einen Gebrauchswert. Selbst zum Hintern-Abwischen sind die meisten Geldscheine zu klein. Im Zeitalter von Internet und eCommerce, wer braucht da noch Geld? [/B][/QUOTE]

Das ist jetzt zwar eigentlich reines VWL, aber in Ermangelung anderer Probanden versuche ich mich einmal. Nach N. Gregory Mankiw hat Geld drei Funktionen:
1. Wertaufbewahrung,
2. Recheneinheit und
3. Tauschmittel.

Was Du meinst, ist Geld in seiner Funktion als Tauschmittel. In der Tat geht seine Bedeutung zurück und es ist auch denkbar, dass Geld diese Funktion einmal ganz einbüßt. Ich z.B. gebe im Monat ca. 100€ als Bargeld aus. Mehr sicher nicht, weil ich schon größtenteils auf Überweisungen, Kreditkarte, Abbuchung und EC-Kartenzahlung umgestellt habe.

Die beiden anderen Funktionen aber sind viel wichtiger.
Geld als Recheneinheit: Stell Dir vor Du bist Schäfer und brauchst 200m neuen Holzzaun. Du gehst zum Schreiner, der Dir nun sagt, er will zwei Lämmer dafür. Alles kein Problem. Jetzt fragt den Schreiner der Schmied, wie viel er für 600 Nägel zahlen will. Tja, in 200m Zaun (er ist ja zwei Lämmer wert) sind 73 Nägel enthalten und für zwei Blasebälge und einen kleinen Schrank Holz (soviel hat er dem Förster für das Holz bezahlt). Knobelaufgabe: Was kosten die 600 Nägel und in welcher Währung kann man es ausrechnen? … Mit Geld ist die Aufgabe ganz leicht, denn zwei Lämmer kosten 140€ und das Holz hat den Schreiner 130€ gekostet, ergo kosten 600 Nägel 95,24€.

Und Geld als Wertaufbewahrung, einfach weil der Schäfer nur einmal im Jahr Lämmer verkauft, aber über das ganze Jahr Waren und Dienstleistungen kaufen muss. Mit einem halbverwesten Schaf wird er im Herbst keinen Blumetopf gewinnen können.

Nein, TheTurningPoint, ohne Geld geht es nicht.

[QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i]
[b]Dumme Frage: Sollte das Geld dafür nicht in den betrieblichen Aufwendungen bereits enthalten sein?[/b][/QUOTE]

Nein, in den betrieblichen Aufwendungen können nur Kosten enthalten sein, keine zukünftigen Kosten, das würde gegen das Bilanzrecht verstoßen. Aber letztlich ist es egal, denn Fakt ist, dass Überschüsse für Rücklagen benötigt werden und erst nach Bildung der Rücklagen Gewinne erzielt werden. Und auf die Bildung von Rücklagen ist nicht zu verzichten. Und wenn Du ganz romantisch Handwerker kennst, die seit Ewigkeiten nach den gleichen Methoden arbeiten, so werden sie trotzdem Rücklagen bilden müssen. Erstens weil sich selbst bei der reinen Ersatzbeschaffung (z.B. neuer Hammer) eine Preissteigerung gebildet habt, die allein durch Abschreibungen nicht gedeckt ist. Und zum anderen glaube ich nicht, dass irgendein Handwerker immer noch allein nach alten Methoden arbeitet, denn das wäre nur wahr, wenn er auch immer noch mit dem Ochsenkarren zur Werkstatt fährt und kein Handy besitzt. Denn nicht nur die reinen Handwerksmethoden, sondern die Gesamtheit aller eingesetzten Güter beeinflusst die Kostenstruktur und die Höhe der Abschreibungen.

Und man hat auch nur einen Platz am Markt, wenn man Güter oder Dienstleistungen anbietet, die zum einen gebraucht werden und zum anderen nicht von einem Anderen billiger in gleicher Qualität angeboten werden. Und damit muss man effizient sein, wenn man am Markt bestehen will.

Soviel zur BWL. Der Kardinalsfehler dieser Diskussion ist aber, dass hier munter BWL, VWL und Gesellschaftspolitik durcheinander geworfen wird. Ein Unternehmen schafft nicht den gesellschaftlichen Rahmen, sondern passt sich ihm an. Unternehmen befriedigen bestehende Nachfragen. Moral ist dabei nicht relevant, denn die moralische Wertigkeit des Produkts entscheidet der Konsument. Der Anbieter produziert was gekauft wird. Ihm ist es egal, ob Granaten oder Kinderwagen. Der Konsument steht hier in der Pflicht. Und wenn der Staat der Konsument ist (z.B. Waffen), dann konsumiert er im Auftrage des Wählers, also des Bürgers. Das sollte man nicht übersehen.

Und wer diskutieren will, was die Arbeit eines Managers wert ist, der muss mir sagen, was es wert ist 500 Menschen in Lohn und Brot zu halten? Wenn jeder dieser Leute, einfach, weil es gut ist, dass er nicht arbeitslos ist, monatlich 20 € gibt, wären das schon 10.000€ monatlich. Zuviel? Wie viel wäre euch es wert 1.200€ zu verdienen? 5€? 10€? 100€? Bei 100€ wären das schon 50.0000€!

Ich finde es schade, dass hier von Leuten, die von der Materie einfach keine Ahnung haben, so tun, als säße ein Manager den ganzen Tag herum und täte nichts. Und die dummen Argumente der Bild-Zeitung nachzuplappern spricht nicht gerade für große geistige Gaben.

gruß

-lg-
Suicide-Smurfohoh ich freu mich ja das noch jemand Bücher von Gregory N Mankiw gelesen hat. Das hätte ich von einem Nw forum nicht erwartet. :)
Was ich nicht ganz verstanden habe warum Geld seine Fkt evt mal verlieren sollte. Selbst wenn alle nur noch mit Buchgeld bezahlen existiert doch das Geld weiterhin?

Bei den Fktnen des Geldes stimm ich dir zu. Hehe wenn ich da an den KinderThread denke. Vllt gelingt es ja dir TheTurningPoint zu überzeugen...


Grüsse von einem Schmalspur Bwler
TheTurningPoint@ LostGhost:

Ich befürchte, du hast den eigentlichen Sinn meiner Geschichte nicht verstanden. Die gante Boote-Kauferei ist doch nur Vorgeplänkel. Die Quintessenz der Geschichte sind die beiden letzten Sätze, auf die du nicht eingegangen bist:
[COLOR=limegreen][B]"Du könntest zum Beispiel entspannt am Strand sitzen und auf's Meer hinausschauen..."
"Aber ich SITZE doch entspannt am Strand und schaue auf's Meer hinaus !"[/B][/COLOR]
[b]Das[/b] ist der Unterschied zwischen Konsum und Lebensqualität. Während beim Konsum ständig neue Bedürfnisse erzeugt werden, die möglichst nie befriedigt werden (man will ja immer wieder Umsatz machen), besteht Lebensqualität darin, die Bedürfnisse einfach zu befriedigen - nicht das zu tun, was man [b]könnte,[/b] sondern das zu tun, was man [b]will.[/b]

[QUOTE][i]Original geschrieben von LostGhost [/i]
[B]Wenn der liebe alte Grieche zwei Boote hätte und eine Mannschaft die er bezahlt, dann wären seine Mitmenschen nicht arbeitslos ... [/B][/QUOTE]Warum nehmen die nicht einfach selbst ein Boot und fahren aufs Meer hinaus? Er könnte ihnen sein Boot leihen ...

[QUOTE][B]Was Du meinst, ist Geld in seiner Funktion als Tauschmittel. In der Tat geht seine Bedeutung zurück und es ist auch denkbar, dass Geld diese Funktion einmal ganz einbüßt. Ich z.B. gebe im Monat ca. 100€ als Bargeld aus. Mehr sicher nicht, weil ich schon größtenteils auf Überweisungen, Kreditkarte, Abbuchung und EC-Kartenzahlung umgestellt habe. [/B][/QUOTE]Da sind wir uns ja schon mal einig. Die meisten Waren und Dienstleistungen kann man sich schon heute in Form von langfristigen Verträgen sichern. Man schließt einen Kreditkarten-Vertrag ab und kann sich überall das nehmen, was man braucht ...

[QUOTE][B]Die beiden anderen Funktionen aber sind viel wichtiger.
Geld als Recheneinheit: Stell Dir vor Du bist Schäfer und brauchst 200m neuen Holzzaun … Mit Geld ist die Aufgabe ganz leicht, denn zwei Lämmer kosten 140€ und das Holz hat den Schreiner 130€ gekostet, ergo kosten 600 Nägel 95,24€. [/B][/QUOTE]Ohne Geld ist die Aufgabe noch leichter: Ich muss mir gar keine Gedanken darüber machen, wieviel die Nägel kosten. Ich bezahle sie einfach mit meiner Kreditkarte. :)

[QUOTE][B]Und Geld als Wertaufbewahrung, einfach weil der Schäfer nur einmal im Jahr Lämmer verkauft, aber über das ganze Jahr Waren und Dienstleistungen kaufen muss. Mit einem halbverwesten Schaf wird er im Herbst keinen Blumetopf gewinnen können. [/B][/QUOTE]Sollte doch mit der Kreditkarte auch kein Problem sein. Der Schreiner hat natürlich auch eine Kreditkarte und kauft das Schaf, wenn er es braucht. Im Übrigen gibt es solche Dinge wie Kühlhäuser ...

[QUOTE][B]Nein, TheTurningPoint, ohne Geld geht es nicht. [/B][/QUOTE]Ich gebe mich noch nicht geschlagen. Warum sollte man (z.B. der Staat) nicht Jedem das Recht einräumen, per Kreditkarte das zu "kaufen", was er braucht, wenn er zum Beispiel den Nachweis bringt, dass er soundsoviele Tage im Jahr arbeitet. Beim heutigen Stand der Produktivität kann Jeder durch Arbeit mehr Wert erzeugen als er selbst braucht. Die einzige mehr oder weniger schwierige Aufgabe die noch bleibt ist, möglichst vorausschauend herauszufinden, ob irgendwo irgendetwas fehlt, und Jemanden zu finden, der diesen Mangel beseitigen kann.

[QUOTE][B]Nein, in den betrieblichen Aufwendungen können nur Kosten enthalten sein, keine zukünftigen Kosten, das würde gegen das Bilanzrecht verstoßen. [/B][/QUOTE]Ich gehe einfach mal ganz blauäugig davon aus, dass Gesetze und Vorschriften geändert werden können, wenn das den Menschen nützt.

[QUOTE][B]Aber letztlich ist es egal, denn Fakt ist, dass Überschüsse für Rücklagen benötigt werden und erst nach Bildung der Rücklagen Gewinne erzielt werden. [/B][/QUOTE]Also gehe ich doch richtig in der Annahme, dass Rücklagen im [b]Gewinn[/b] nicht mehr enthalten sind? Das war ja der eigentliche Streitpunkt.

[QUOTE][B]Und zum anderen glaube ich nicht, dass irgendein Handwerker immer noch allein nach alten Methoden arbeitet, denn das wäre nur wahr, wenn er auch immer noch mit dem Ochsenkarren zur Werkstatt fährt und kein Handy besitzt. [/B][/QUOTE]Wenn er seine Arbeitsmethoden verbessert hat, kann man aber auch davon ausgehen, dass seine Arbeitsproduktivität gestiegen ist, und dass er in der gleichen Zeit mehr herstellen kann als früher. Der Arbeits[b]zeit[/b]aufwand je Produkt(einheit) ist also geringer geworden. Das sollte eigentlich die Mehraufwendungen für die neue Technik aufwiegen, ansonsten waren seine Neuanschaffungen unrentabel.

[QUOTE][B]Und man hat auch nur einen Platz am Markt, wenn man Güter oder Dienstleistungen anbietet, die zum einen gebraucht werden und zum anderen nicht von einem Anderen billiger in gleicher Qualität angeboten werden. Und damit muss man effizient sein, wenn man am Markt bestehen will. [/B][/QUOTE]Wenn das Geld abgeschafft ist, spielt der Preis keine Rolle mehr. Entscheidungskriterium sind einzig und allein Quantität und Qualität. Sprich: Minderwertige Qualität wird nicht mehr nur allein deswegen akzeptiert, weil es [b]billig[/b] ist und weil Geiz geil ist ...
Wäre das nicht schön?

[QUOTE][B]Soviel zur BWL. Der Kardinalsfehler dieser Diskussion ist aber, dass hier munter BWL, VWL und Gesellschaftspolitik durcheinander geworfen wird. Ein Unternehmen schafft nicht den gesellschaftlichen Rahmen, sondern passt sich ihm an. [/B][/QUOTE]Das bezweifle ich mindestens im Falle von großen Unternehmen! Die im September 2003 erfolgten Änderungen am Urheberrechtsgesetz zum Beispiel werden von der großen Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt und sind einzig und allein auf Betreiben der großen Musik-Kopier-Firmen zustande gekommen. Große Konzerne haben also durchaus die Macht, den gesellschaftlichen Rahmen an [b]ihre Interessen[/b] anzupassen.

[QUOTE][B]Unternehmen befriedigen bestehende Nachfragen. Moral ist dabei nicht relevant, denn die moralische Wertigkeit des Produkts entscheidet der Konsument. Der Anbieter produziert was gekauft wird. Ihm ist es egal, ob Granaten oder Kinderwagen. [/B][/QUOTE]Unternehmen befriedigen nicht nur [b]bestehende[/b] Nachfragen, sie können entsprechend den ihnen zur Verfügung stehenden Mittel und Möglichkeiten auch [b]neue Nachfrage schaffen.[/b] Der Produzent von Waffen kann zum Beispiel ein wenig Unruhe stiften, ein wenig Hass und Zwietracht säen, um die Nachfrage nach seinen Waffen zu erhöhen. "Ihm ist es egal, ob Granaten oder Kinderwagen." Nunja, die Nachfrage nach Kinderwagen lässt sich nicht so leicht erhöhen ...

[QUOTE][B]Der Konsument steht hier in der Pflicht. Und wenn der Staat der Konsument ist (z.B. Waffen), dann konsumiert er im Auftrage des Wählers, also des Bürgers. [/B][/QUOTE]Und wenn sich der Bürger darauf besinnt, was [b]er selbst[/b] eigentlich [b]will[/b] (siehe oben), dann kommt er möglicherweise zu dem Schluss, dass er doch lieber Kinderwagen haben will statt Granaten.

So langsam komme ich mehr und mehr zu der Ansicht, dass der Kardinalfehler der meisten Diskussionen gerade der ist, dass BWL, VWL und Gesellschaftspolitik [b]nicht in ihrer Gesamtheit[/b] betrachtet werden, sondern schizophren getrennt voneinander.

[QUOTE][B]Und wer diskutieren will, was die Arbeit eines Managers wert ist, der muss mir sagen, was es wert ist 500 Menschen in Lohn und Brot zu halten? Wenn jeder dieser Leute, einfach, weil es gut ist, dass er nicht arbeitslos ist, monatlich 20 € gibt, wären das schon 10.000€ monatlich. Zuviel? Wie viel wäre euch es wert 1.200€ zu verdienen? 5€? 10€? 100€? Bei 100€ wären das schon 50.0000€! [/B][/QUOTE]Meine Frage wäre dann noch, [b]wie lange[/b] du die 500 Menschen in Lohn und Brot halten kannst. Wenn du sichern kannst, dass ich bis an mein (natürliches) Lebensende immer genügend Mittel zur Verfügung habe, um meinen Bedarf an Nahrung, Kleidung, Unterkunft, Kommunikation und medizinischer Betreuung zu decken, kannst du von mir aus Alles haben, was dann noch übrig bleibt und dir hundert Villen mit goldenen Klodeckeln bauen lassen.

[QUOTE][B]Ich finde es schade, dass hier von Leuten, die von der Materie einfach keine Ahnung haben, so tun, als säße ein Manager den ganzen Tag herum und täte nichts. [/B][/QUOTE]Der Vorwurf ist ja nicht, dass der Manager nichts tut - in dieser Beziehung wäre ihm eher das Zu-Viel-Tun vorzuwerfen.
[COLOR=limegreen][b]Der Vorwurf ist, dass "es ihm egal ist, ob er Granaten oder Kinderwagen herstellt".[/b][/COLOR]
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Suicide-Smurf [/i]
[B]Was ich nicht ganz verstanden habe warum Geld seine Fkt evt mal verlieren sollte. Selbst wenn alle nur noch mit Buchgeld bezahlen existiert doch das Geld weiterhin? [/B][/QUOTE]Nur merkt eigentlich niemand mehr, dass es noch existiert. :)
Die noch notwendigen Buchungen sollen die vernetzten Computer untereinander regeln, dafür sind die da. Wozu sich mit dieser Erbsenzählerei befassen?

Wie schon im letzten Beitrag geschrieben: Die schwierigste Aufgabe wird die bleiben, möglichst frühzeitig zu merken, wenn irgendwo etwas fehlt. Der heutigen Gesellschaft fällt es nicht einmal auf, wenn ein paar Tausend Menschen verhungen - Hauptsache, die sind weit genug weg ... :mad:

[COLOR=limegreen][b]"The essence of so called capitalist society is not an evil volition to subject their people to the power of indoctrination or the power of finance. It is simply the natural ambition of any organism to plan all its actions. In other words, to minimise unknown quantities.
Before, nothing. After, nothing. Everything we project shall be accomplished. Once you understand this, burn it. If you don't understand this, burn it. We insist on your freedom. The chance won't come again.
The only key to your riddle is to accept the absence of a key.
Kapital is the key."[/b]
(Laibach - "Essence", "Kapital" CD Booklet)[/COLOR]
LaChatte[QUOTE]So langsam komme ich mehr und mehr zu der Ansicht, dass der Kardinalfehler der meisten Diskussionen gerade der ist, dass BWL, VWL und Gesellschaftspolitik nicht in ihrer Gesamtheit betrachtet werden, sondern schizophren getrennt voneinander.[/QUOTE]

Das scheint mir auch das Problem zu sein. Wenn der Waffenproduzent alle Kosten, die er mit seinen Waffen indirekt verursacht, bezahlen müsste, dann wäre es bald nicht mehr rentabel, welche herzustellen...

Heute und hier gibt es glücklicherweise immer mehr Gesetze - vor allem im Bereich Umweltschutz - die verlangen, dass eine Firma die Kosten für die Herstellung und Benutzung ihrer Produkte selber trägt, und nicht, dass die Kosten von der Allgemeinheit getragen werden. So ist es sinnvollerweise verboten, industrielle Abwässer ohne Reinigung in Flüsse zu leiten, was für die Allgemeinheit wieder mit Kosten verbunden ist - das Trinkwasser wird schmutziger und muss auf Steuerzahlers Kosten gereinigt werden, die Menschen werden krank und brauchen medizinische Versorgung etc.

Wenn die Waffenproduzenten dazu verpflichtet würden, für alle Kosten, die aus dem Gebrauch der Waffen entstehen, aufzukommen, würds wohl bald nicht mehr viele geben... eine vernünftige medizinische Betreuung ist, wie wir wissen, extrem teuer. So würde eine Handgranate auf einmal nicht mehr 20 oder 50 Euro kosten, sondern schnell einmal ein paar tausend Euro... und das nur, damit die Produzenten ihren Verpflichtungen nachkommen können, anstatt diese Kosten - von ihnen verursacht - auf die Allgemeinheit abzuwälzen. So könnte "Schwerter zu Pflugscharen" bald einmal realisiert werden... aber hier müsste natürlich der Gesetzgeber eingreifen, um solches zu realisieren.

Ein Manager muss in erster Linie an das Wohl und die Rendite seiner eigenen Firma denken können - die Rahmenbedingungen, dass die Ziele der Firma bzw die Produkte der Firma dem allgemeinen Wohl zu gute kommen, muss allerdings die Allgemeinheit setzen, bzw der Gesetzgeber.
ange gardienSchon interessant wie leicht sich ein Unternehmensvize von einigen "Bild"-Lesern und Teenagern aus der Reserve locken lässt...

aber zurück zum Thema:


[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]
Ein Manager muss in erster Linie an das Wohl und die Rendite seiner eigenen Firma denken können - Allgemeinheit setzen, bzw [/B][/QUOTE]

Und genau da liegt doch einiges im Argen. Grundsätzlich kann man natürlich ,wie hier schon oft erwähnt, nicht alle Manager über einen Kamm scheren. Die Extrembeispiele die hier auch genannt wurden sind sicherlich von einer ( leider größer werdenden ) Minderheit unter den Managern zu verantworten. Aber es ist nunmal so das auch Minderheiten ganz beträchtlichen Schaden anrichten können und nur allzuoft die Trendsetter für allgemeine Entwicklungen sind.
Schaut man sich nur einmal die oft zittierte Verantwortung an: Der Vorstandschef eines Telekommunikationsunternehmens lässt zu das die Firma von einem Konkurrenten geschluckt wird und schiebt dafür noch eine millionenschwere Abfindung ein.
Zweites Beispiel Telekom: Hier geht ein Unternehmen mit viel trara an die Börse, ist zunächst erfolgreich bis die Aktien dann irgendwann ins Bodenlose abstürzen. Kann passieren ok. Was aber nicht passieren sollte ist das sich der Vorstandsvorsitzende seinen "Abschied" nach dieser Glanzleistung mit zig Millionen versüssen lässt.
Ein drittes Beispiel aus meiner Heimatstadt: Der Vorstand eines Unternehmens beschließt einen großen Teil seiner Produktion nach Osteuropa zu verlagern. Dem fallen hier natürlich Arbeitsplätze zum Opfer, aber natürlich werden die restlichen Stellen dadurch gesichert :rolleyes: Ergebnis: Die Teile aus Osteuropa müssen alle noch einmal nachgearbeitet werden weil die Qualität nicht stimmt, durch Lieferverzögerungen gibt es Ärger mit Kunden usw. Die Firma geht fast pleite und deshalb müssen noch mehr Stellen gestrichen werden.
Von den Managern die diese ganze Aktion angeleiert haben sind heute noch alle da.
So viel zum Thema Verantwortung der Manager.
Caranaldion[color=red][i]Ich habe mehrere Beiträge editiert sowie einen gelöscht.
Versucht es bitte mit ein bisschen Sachlichkeit.

@Zealot
[QUOTE][i]Original geschrieben von Zealot [/i]
Ohne den ganzen Thread gelesen zu haben
[/QUOTE]

In einem diskussionsforum (wie es der Kaiser nun mal ist), wird wohl von den Meisten vorrausgesetzt, dass man sich wenigstens die Mühe macht, andere Beiträge zu lesen, bevor man schreibt.
Wer nur platt seine unreflektierte, unfundierte und in unzureichendem Masse dargestellte und begründete Meinung herausschreien will, ist hier falsch.
Genauso falsch wie Beleidigungen und Verunglimpfungen.

Caranaldion, Moderation des Kaiser's Bart[/i][/color]
Tiberon[QUOTE][i]Original geschrieben von LostGhost [/i]
[B]Der Kardinalsfehler dieser Diskussion ist aber, dass hier munter BWL, VWL und Gesellschaftspolitik durcheinander geworfen wird. Ein Unternehmen schafft nicht den gesellschaftlichen Rahmen, sondern passt sich ihm an. Unternehmen befriedigen bestehende Nachfragen. Moral ist dabei nicht relevant, denn die moralische Wertigkeit des Produkts entscheidet der Konsument.[/B][/QUOTE]Diu vergißt Werbung.
Wenn man sich das Eröffnungsposting anschaut, wird mittels Werbung ganz masiv der gesellschaftliche Rahmen, bzw das allgemeine Empfinden zur moralischen Wertigkeit eines Produkts beeinflußt. In einem Masse, das es imo schon nötig ist, den Unternehmen entweder Werbung zu verbieten oder aber, durch welche Maßnahmen auch immer, der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen anderweitig gerecht zu werden (Sie zur Verantwortugn zu ziehen)
Seit Werbung von Diplom-Psychologen gemacht wird, zählt die Ausrede, daß der Kunde den Markt bestimmt, keinen Pfifferling mehr.
Und eben deswegen kann man BWL, VWL und Gesellschaftspolitik nicht alleine einzeln für sich betrachten.

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