| Cycle of Death | Hallo! Ich weiß, es gibt viele dieser Threads, doch ich werde mir trotzdem die Mühe machen viel zu schreiben, und vor allem viel Sinnvolles. Ein Thema, welches mich immerwieder aufregt, ist die Kirche. Es beginnt schon eigentlich harmlos in der Schule, beim Morgengebet. Sei es Latein, Englisch, Deutsch oder welche Sprache auch immer. Das monotone Runterrattern auswendig gelernter Wörter und Sätze. Es gleicht mehr einer Gehirnwäsche, als einem Gebet. Für mich ist ein Gebet, ein Hoffnungsstoß, egal zu welcher Gottheit. Doch durch das monotone Runterrattern der Wörter, Tag für Tag, Woche für Woche, stumpft das Gehirn ab. Es sind immer die selben Zeilen, als wolle die Kirche uns zu abgestumpften Gläubigen machen. Auch in den Gottesdiensten, Messen und ähnlichem. Sie haben nur einen Text: die Bibel. Es ist das selbe wie bei dem Gebet. Es ist wie beim 3. Reich. Es mag vieleicht absurd klingen die Kirche mit dem Nationalsozialistischem Reich zu vergleichen, aber es ist im Grunde genommen nicht sehr viel Unterschied vorhanden. Bei beiden gibt es einen großen Anführer. Bei der Kirche ist es Gott, im 3. Reich der Führer. Und jetzt der springende Punkt: Bei beiden wird man monoton mit immer den selben Parolen vollgepumpt. Im 3. Reich mit antisemitischen und antibolschewistischen Parolen, in der Kirche mit Parolen, dass Jesus ein und alles ist. Beides hat zwar unterschiedliche Bedeutungen doch im Grunde genommen ist es das selbe. Es führt zur geistigen Abstumpfung. Meiner Meinung nach ist die Wortwahl im folgendem Satz nicht ohne Grund so genommen worden: [QUOTE]"Mein Kampf" war die Bibel des 3. Reiches.[/QUOTE] Besonderes Augenmark richte ich auf das Wort "Bibel" in diesem Satz. Denkt bitte selbst darüber nach. Ich habe schon mal einen Text über die Kirche geschrieben, jedoch werde ich diesmal nicht so sarkastisch sein. Die Kirche viele Widersprüche in der Bibel und viele Fehler gemacht. Ich beginne bei der Geburt Jesu. Laut der Bibel soll Maria eine Jungfrau gewesen sein. Nun, wie ist das möglich? Laut der heutigen Forschung sind wir schon soweit, dass wir sagen können, dass dies nicht möglich ist. Denn ohne den Geschlechtsverkehr werden bestimmte chemische Reaktionen nicht freigesetzt, welche zum Zeugen eines Kindes nötig sind. Gehen wir ein bisschen weiter. Viele behaupten, Jesus habe mit der Kirche nichts zu tun und dass Jesus der Gründer der Kirche sei wäre ein Hirngespinst. Nunja, in Wahrheit hat er jedoch eine Menge mit der Kirche zu tun und wahrscheinlich ist er laut seinem Satz auch der Gründer: [QUOTE]Du bist Petrus, der Fels. Auf dir will ich meine Kirche errichten.[/QUOTE] Demnach war es Jesu Ziel eine Kirche zu errichten. Jedoch, wenn er so allmächtig war, warum hat er dann etwas errichtet, was über viele Jahrhunderte lang von Machtmissbrauch, Intrigen und vorallem Gotteslästerlichkeiten geprägt war? Weiter zu den Fehlern der Kirche. Wie ihr wisst, ist die Kirche ja angeblich sehr tolerant anderen Religionen gegenüber. Satanismus wäre eine Religion, keine Sekte, da es laut der Kirche auch Satan gibt ( Himmel-Hölle-Prinzip). Im Mittelalter wurden Millionen von Menschen hingerichtet, weil sie angeblich Hexen waren. Angeblich beteten diese Hexen Satan an und waren demnach ledeglich Anhänger einer anderen Religion. Doch auch hier wurde die Intoleranz der Kirche sichtbar. Wurde man als Hexe angeklagt, gab es kein Entrinnen mehr. Entweder man gab es freiwillig vor Gericht zu und wurde verbrannt oder man bekam eine "peinliche Befragung" was nichts anderes als Folter war. Hielt man 10Stunden durch, wurde man als Hexe verbrannt, da diese Person von Satan die Macht erhalten habe, solange durchzustehen. Warum fielen alle diese Menschen? Dann gab es noch die Ablässe. Eine Methode die von der Verweltlichung der Kirche gerade zu geprägt war. Das Fegefeuer wurde erfunden. Nach dem Tod musste man je nach Sünden dort im Fegefeuer schmoren, bis man in den Himmel kam. Dies konnte man jedoch verkürzen oder gar ganz verhindern, in dem man einen Ablass kaufte. Diese Ablässe waren sehr teuer und nur auf die Reichen bezogen. Und von diesem Geld wurden im Vatikan Feiern veranstaltet und selbst der Papst war mehr als frevelhaft. Dann noch Galileo Galilei. Ein genialer Mann, bekannt durch zahlreiche Erfindungen und Entdeckungen, wie dem Thermomether oder dem Teleskop. Die Kirche stempelte seine Entdeckungen als Gotteslästerung ab, da es das zentrische Weltbild in Frage stellte und so wurde Galilei in den Kerker geschmissen bis er dort starb. Ihr sieht, die Kirche gaukelt uns ledeglich etwas vor, doch hinter dem Schleier aus Lügen verbirgt sich etwas anderes. Mein kleiner Text, warum ich nicht an die Kirche glaube. In diesem Sinne Mfg Cycle |
| Jandoe | Du sprichst sehr viele Punkte an über die es sich zu dikutieren lohnt, ich hoffe mal für uns, dass kein übereifriger Mod kommt und das Thema mit der Begründung schließt, hats schon gegeben. Ich fang mal mit dem Punkt an, der chronologisch am Anfang steht. Dann können wir uns ja langsam ins Mittelalter und die Neuzeit vorarbeiten. [QUOTE]Demnach war es Jesu Ziel eine Kirche zu errichten. Jedoch, wenn er so allmächtig war, warum hat er dann etwas errichtet, was über viele Jahrhunderte lang von Machtmissbrauch, Intrigen und vorallem Gotteslästerlichkeiten geprägt war?[/QUOTE] Er hat eine Kirche Gegründet, nur nicht die katholische. Damals wurde sie Nazoräer Sekte genannt. Relativ bald nach Christi Tod haben sich viele Streitpunkte entwickelt, die schnell dazu führten, dass es mehrere Abspaltungen gab. Ich weiß nicht wirklich etwas über die russisch und griechisch Orthodoxe Kirche, aber ich könnte mir Vorstellen, dass sie sich ähnlich aus der Nazoräer Sekte entwickelt haben wie die katholische. Vielleicht sogar mit dem gleichen Anspruch, dass sie ihre Vollmacht auf Petrus zurück verfolgen. Was den zweiten Teil deiner Aussage angeht: Hierbei muss man sich vielleicht Gottes Eigenschaften anschauen, um zu verstehen, warum er den Dingen so ihren Lauf gelassen hat. |
| Cycle of Death | Das mit den Abspaltungen ist richtig allerdings gibt es im Grunde genommen bloß 1 einzige Abspaltung: Die, des Christentums, vom Judentum. Jesus war Jude und Juden glauben nicht an die Wiederauferstehung Jesu, Christen schon. Verschiedene "Splittergruppen" wie die russisch-orthodoxe Kirche gab schon schon lange vor der Zeit Jesu. Diese haben keinen anderen Glauben und leben nichts anders, als zum Beispiel die griechisch-orthodox Gläubigen. Der einzige Unterschied ist ledeglich, wie sehr sie die Vorschriften einhalten. Jesu hat demnach nichts neues gegründet. Er hat sich ledeglich vom Alten abgesplittert, aber die meisten Sachen übernommen. Das Christentum hat mit dem Judentum viele Gemeinsamkeiten. Letzteres mit den Intrigen bezog sich nun eher auf die europäische Kirche und dort gab es wirklich vieles, was nur zur Verweltlichung der Kirche führte. Hohe Ämter der Kirche wurden einfach aufgekauft, so musste man keine Ahnung von der Bibel haben, dafür der Vater genug Geld, und schon war man Abt eines Klosters. Ein großer Aspekt von Gott ist doch angeblich, dass er überall ist. Wenn das wahr ist, warum hat er es dann zugelassen, dass die Kirche, praktisch sein eigener Grundsitz, vieles gegen seine Vorschriften getan hat. Von Gottes Einfluss habe ich bisjetzt nichts mitgekriegt. |
| Darque | Ich glaube du hast die heiligen Kriege noch nicht mit einbezogen. Sie wurden als Kreuzzug für Gott und die heiligen Ziele der Kirche gepriesen, waren aber einfach nur angezettelt worden um Gebietsvergrößerungen und Machtzuwachs zu erlangen und auch um das Volk von vorhandenen Missständen abzulenken. Ich respektiere und toleriere es ja, wenn Menschen an ihrem Glauben festhalten wollen, denn er bietet ihnen Halt in dieser mehr als sinnlosen Welt, aber die Kirche ist eine nutzlose Institution, deren einziges Ziel es ist, die Massen zu manipulieren. Für mich gehört so etwas abgeschafft, denn es behindert den freien Geist und die Individualität. PS: Ich finde den Vergleich von "Mein Kampf" und der Bibel sehr gelungen. Aber genauso gut kann man sie aber auch mit dem "Kommunistischen Manifest" o.ä. vergleichen. |
| Apex | [QUOTE]Ein Thema, welches mich immerwieder aufregt, ist die Kirche. Es beginnt schon eigentlich harmlos in der Schule, beim Morgengebet. Sei es Latein, Englisch, Deutsch oder welche Sprache auch immer. Das monotone Runterrattern auswendig gelernter Wörter und Sätze. [/QUOTE] Du gehst auf eine öffentliche deutsche Schule? Seit wann darf man da Gebete sprechen ausßer vielleicht im Religionsunterricht? Natürlich ist die katholische Kirche alles andere als demokratisch in ihren Strukturen, aber das ist doch nichts neues. Die Kirche entstand in einer Zeit als an Demokratie noch nicht zu denken war und hat sich, zumindest in meinen Augen, innerhalb der letzten 100 Jahre sehr zu ihrem Vorteil verändert. Sie unterstützt heute die Menschenrechte und die Demokratie auf der ganzen Welt und der jetzige Papst hat sich ,einmalig in der Geschichte, für die Fehler der Kirche, unter anderem die Inquisition, entschuldigt. Ich denke, dass die Kriche sich auch in den weiteren Jahren modernisieren wird. Über die Hexenverbrennung ann man sagen was man will. Aus heutiger Sicht gesehn war sie ein ganz normales Mittel in dieser Zeit um seinen Machtbereich zu erweitern. Fürsten haben Kriege geführt um ihren zu erweitern und die Kirche hat andersdenkende verfolgt. Da ist kein großer Unterschied, vor allem weil es wohl so war das auch viele Inquisitoren geglaubt haben das richtige für die Menschen zu tun. Man spricht ja nicht umsonst vom finsteren Mittelalter. Und das der Papst auch nicht mehr als ein Fürst war steht ja wohl heute außer Frage. Achja ich glaube Galileo hat das Teleskop nur nachgebaut, nicht erfunden. Und die Orthodoxen Kirchen entstanden bei der Teilung des Römischen Reiches in Oströmisches und Weströmisches Reich, zumindest soweit ich weiß. [QUOTE]PS: Ich finde den Vergleich von "Mein Kampf" und der Bibel sehr gelungen. Aber genauso gut kann man sie aber auch mit dem "Kommunistischen Manifest" o.ä. vergleichen.[/QUOTE] Also ich muß doch sehr bitten! Das ließe ja auch den Schluß zu, dass man das "Kommunistische Manifest" mit "Mein Kampf" vergleichen könnte. Was ja wohl kaum dein Ernst sein kann. |
| Cycle of Death | @darque: Die heiligen Kreuzzüge waren nicht für Gott. Gott war ledeglich ein Vorwand um diese Kreuzzüge zu begründen. Ich toleriere es ebenfalls, dass Menschen sich an ihrem Glauben zu Gott festhalten, aber es ist deren Sache und ich vertrete meine Meinung, aber ich würde nicht sagen, dass die Kirche nutzlos ist. Sie gibt vielen Menschen halt. Ich halte mich lieber daran: [QUOTE]Die Kirche ist die größte, legale Sekte der Welt.[/QUOTE] @Apex: Ja, ich gehe auf eine öffentliche Schule und dort gibt es in jeder Klasse zu Beginn der 1. Stunde ein Morgengebet. Demokratie gab es damals auch schon. Griechenland hatte eine Demokratie. Dort wurde ihr Anführer gewählt. Er wurde zwar als Tyrann bezeichnet, doch Tyrann ist nicht unbedingt etwas schlechtes. Ein Tyrann ist ledeglich jemand der allein herrscht, ob gut oder schlecht. Man spricht HEUTE vom finsteren Mittelalter, doch wie sah es damals für die Leute aus? Für die Armen finster, für die Kirche und die Reichen extrem gut. Stimmt, aber Galileo hat es soweit verbessert, dass man es auch richtig benutzen konnte. Wenn die orthodoxen Kirchen erst dort entstanden, wie kam sie dann nach Russland, oder in die Länder die dort damals waren. Rom ist bis zur Türkei und bis zur Oder vorgekommen, weiter nicht. |
| Julya | [QUOTE][i]Original geschrieben von Cycle of Death [/i] Ja, ich gehe auf eine öffentliche Schule und dort gibt es in jeder Klasse zu Beginn der 1. Stunde ein Morgengebet.[/QUOTE] Du kannst nur in Bayern wohnen! :rolleyes: Also, [b]das[/b] finde ich ja mal wirklich heftig und ich würde mich, wenn ich Schülerin auf solch einer Schule wäre, strikt weigern, an diesem Beten teilzunehmen! *kopfschüttelnd* ~Julya~ |
| Jandoe | [QUOTE][i]Original geschrieben von Apex [/i] [B] Und die Orthodoxen Kirchen entstanden bei der Teilung des Römischen Reiches in Oströmisches und Weströmisches Reich, zumindest soweit ich weiß. [/B][/QUOTE] Das scheint mir logischer, als deine Ausführung Circle. Nach dir wären die russisch und griechisch Orthodoxen Kirchen ja Juden und keine Christen. Bei der griechischen bin ich nicht sicher, aber die russische trägt auch das Kreuz Christi, ihrs sieht nur etwas anders aus, als das katholische oder das evangelische. Und das es nur eine Abspaltung gab ist falsch. Aus dem christlichen Ursprung her ist es sicher schwer zu belegen, aber wenn man etwas weiter in der Geschichte geht trifft man zum Beispiel auf die Katharer und Kainiten, die von ihrer Mutter Kirche schwer verfolgt wurden, wie einige Mönchorden auch. |
| Cycle of Death | Ja, ich wohne in Bayern Ich bete auch mit Aber was dabei zählt sind bei mir die Gedanken, nicht das tun. Ich werde nie daran glauben, wenn ich diese Worte monoton runterratter und dabei im Hinterkopf daran denke, wie propagandistisch das Ganze doch eingestellt ist. @jan: Es gibt aber nunmal nur 1 aber dafür große Abspaltung, welche von Jesu bewirkt wurde. Der Rest war von Menschenhand |
| Julya | Ja, da hast Du natürlich recht! Nur das, was in Deinem Kopf vorgeht, ist wichtig. Sie froh, daß Du Dich davon so abwenden kannst. Das Ganze erinnert mich wirklich fast an Gehirnwäsche... [size=1]Aber jetzt halte ich meine Klappe, da ich nichts sonderlich Zuträgliches zum Thema schreibe... :rolleyes:[/size] |
| Apex | Eben das Morgengebet ist auf einer öffentlichen Schule eigendlich nicht zulässig und schon gar nicht verpflichtend. Also...die Christianisierung der ostslawischen Völker begann erst im 10. Jhd. , nachdem der Kiewer Großfürst WladimirI. die Taufe empfangen und das Christentum zur Staatsreligion des Kiewer Reichs erklärt hatte. Dieses unterstand kirchenrechtlich dem orthodoxen Patriarch in Konstantinopel und wurde bis 1448 meist von griechischen Bischöfen geleitet. Lang lebe der Brockhaus. Demokratie gab es zu dieser Zeit wirklich nicht. Die Demokratie der Griechen oder die der Römer war schon lange untergegangen. Und bis sich die Eidgenossenschaft bildete gab es auch meines Wissens keinen demokratischen Staat. [QUOTE]Man spricht HEUTE vom finsteren Mittelalter, doch wie sah es damals für die Leute aus? Für die Armen finster, für die Kirche und die Reichen extrem gut.[/QUOTE] Nunja heute isses net viel anders, nur die Bezeichnungen haben sich geändert :rolleyes: Eben deswegen kam es ja auch zu Reformation und Bauernkriegen und schließlich zur französischen Revolution die dort zu der totalen Entmachtung der Kirche, aber dann auch in Deutschland, führte und der wir wohl unser heutiges Rechts- und Staatssystem verdanken. |
| Sandfrau | du sprichst bei gebeten von einer monotonie, um jetzt nochmal auf den anfang zurückzukommen. bei gebeten.. nunja. das sehe ich nicht so, eben bei gebeten kannst du ja im stillen selber für dich beten. es schreibt dir keiner etwas vor. aber sonst stimmt ich dir zu, mit dem ablauf eines gottesdienstes. immer das gleiche schema, immer dort wird gesungen, dann dort die predigt etc. ich glaube kaum, dass jesu es so vorgeschrieben hätte bzw. hat. oder steht das irgendwo geschrieben aus früheren zeiten, wie man einen gottesdienst zu halten hat? wenn ich mich recht entsinne gab es zu dieser zeit nur die predigen und keine richtigen gottesdienste wie man sie heute kennt?! aber seien wir mal ehrlich.. was könnten sie denn anders machen? die kirchengemeinden meine ich jetzt. es ist stumpf, es ist monoton, ich weiß. aber mittlerweile hat doch leider alles seine regeln, seine abfolge, seine zeit. auch was mich immer an gott zweifeln lässt... warum lässt gott zu wenn z.b. ein kind quietschvergnügt auf einer wippe sitzt und dann plötzlich abrutscht, mit der kehle auf den griff der wippe fällt und stirbt? auch in familien wenn die eltern sterben.. dann kommt wieder die kirche ins spiel mit ihren worten wie, ja es war gottes wille. meinen sie, so wird es besser? es war gottes wille.. dieser eine satz und schon soll es gut sein. auch ein punkt was ich bei der kirche nicht für gut halte, ihre einfachkeit. und das mit den ablässen.. damals war es ja luther der dies dann beendete?! er öffnete den meisten menschen die augen, nicht nur den adligen. er überzeugte sie davon dass man nur allein mit gottes gnade ins paradies kommen wird und nicht mit den briefen. so far... sandfrau |
| Cycle of Death | @apex: sag das alles unserem religionslehrer O_o klar die demokratie der griechen ist mit den römern untergegangen, doch auch bei den römern gab es eine art demokratie, schließlich wurden die mitglieder des senats gewählt und auch die Konsulen wurden gewählt. @sandfrau: dieses "es war gottes wille". War es Gottes wille das die Eltern sterben und das Kind alleine in der trauer bleibt? Wenn das Gottes Wille ist, dann ist es nicht gerade ein guter gott wenn er Leute in Trauer zurücklässt |
| Apex | War Rom nicht zur Zeit des aufkommenden Christentums schon ein Kaiserreich? Immerhin wurde das Christentum im römischen Reich nur deswegen Staatsreligion weil sich ein Kaiser, ich glaube Theodosius I. taufen ließ und das Christentum dazu machte. Wie dem auch sei, demokratische Strukturen wären zu dieser Zeit ziemlich revolutionär gewesen. |
| Sandfrau | @cycle of death meine rede... aber ich glaube nicht dass sie es so meinen, dass es gottes wille war insofern es das trauern betrifft, sondern das sterben des kindes. was totaler stuss ist meiner meinung eben weil man es falsch verstehen kann und nicht wirklich ein grund ist nicht zu trauern. aber auch wirklich manchen menschen gibt es die daran glaube und auch so besser mit ihrer trauern umgehen können. wenn dann das der fall ist, ist es wohl nicht das schlechteste aber meiner meinung nach eine illusion.. |
| Cycle of Death | @Apex: wenn man allerdings bedenkt, dass damals in Rom am Anfang der kaiserzeit die Christen verfolgt wurden. Aber es ist schon richtig dass sich ein römischer Kaiser taufen ließ und es dann Staatsreligion wurde @sandfrau: ich finde es schlimm, die wahrheit hinter illusionen zu verbergen. Wenn die Illusion auffliegt wird alles viel schlimmer |
| Tiberon | [QUOTE][i]Original geschrieben von Sandfrau [/i] [B]und das mit den ablässen.. damals war es ja luther der dies dann beendete?! er öffnete den meisten menschen die augen, nicht nur den adligen. er überzeugte sie davon dass man nur allein mit gottes gnade ins paradies kommen wird und nicht mit den briefen.[/B][/QUOTE] uhm .. naja, also wenn du mich fragst, hat Luther (leider) eine schon immer toten Religion, die nun endlich am Ende war, doch wieder irgendwie wieder zum 'Leben' erweckt Eine Tat, für die man ihn hätte verbrennen sollen. Und die Christen hat man durchaus zu Recht verfolgt, waren sie doch eine Sekte, die mit allen Mitteln nach Macht strebte und zudem eindeutig gegen weltliche Obrigkeiten gleich welcher Art gerichtet war. |
| Traumlos | Ich habe im Grunde kein Problem mit (monoton) betenden, singenden, meinetwegen auch tanzenden oder sonst wie Gott verehrenden Menschen - im Gegenteil: jeder soll tun und lassen, was er will. Sie sollen ihm alle ihre Probleme und Wünsche vortragen, alles was sie bedrückt und meinetwegen sollen sie das auch zu Hunderten in der Kirche tun. Vielleicht gehen die meisten allerdings zu großzügig mit dem Begriff ihres Retters etc. um: Schwerlich kann ich mir einen zufriedenen Gott vorstellen, dessen Volk seine Probleme gen Himmel heult... Vielleicht sieht sieht das der Betende anders - mir als Gott (jetzt ist es raus... :D ) wären diese Kinder viel zu passiv, zu unsouverän. Was habe ich von ihren Glaubensbekenntnissen an mich? Ich habe sie doch geschaffen... Stolz wäre ich auf Menschen, die ihre Probleme selbst in die Hand nehmen können. Noch etwas zur Spaltung: Nach neueren (lauten!) Stimmen ([URL=http://www.taz.de/pt/2004/04/10/a0265.nf/text][B]klick[/B][/URL], seeehr interessant) stammt der Islam gänzlich vom Christentum ab (evtl. haben sie sogar große Teile der Bibel abgeschreiben...) - wir haben einen dahingehend überengagierten Religionslehrer (natürlich evangelisch... :rolleyes: ) - das hieße dann, es gab drei (große) Spaltungen: Stichwort abrahamitische Religionen. |
| Montrose | [QUOTE] Ein Thema, welches mich immerwieder aufregt, ist die Kirche. Es beginnt schon eigentlich harmlos in der Schule, beim Morgengebet. [/QUOTE] Ich empfinde das als ein Vesrtoß gegen die Menschenwürde. Der Glaube ist etwas persönliches. Die Menschen müssen selbst entscheiden können, ob, wann und in welcher Form sie sich auf dieses doch sehr ernste Thema einlassen. Eine öffentliche Angelegenheit ist der Glaube nur unter bestimmten Bedingungnen, z.B. Aufnahme in die Gemeinde durch die Kommunion. Auch den Amtseid für Politiker finde ich korrekt, denn immerhin vertrauen tausende von Menschen diesen Amtsträgern, und da sollte dann schon auch mal an das Gewissen appelliert werden. Es ist aber eine Sauerei, das Gebet dazu zu mißbrauchen, in öffentlichen Schau-Ritualen Untergeordnete zu irgendwelchen Erklärungen zu zwingen und runterzuducken . Das ist in etwa so ekelhaft und bösartig wie wenn sich Schüler jeden Morgen nackt ausziehen müßten. Bayrische Schulen, bayrische Lehrer: Pfui Teufel, schämt euch so etwas jungen Menschen anzutun. |
| Cycle of Death | Ich liebe es ein Bayer zu sein, nur von euch fertig gemacht zu werden -.-' Klar, wir Bayern unterscheiden uns schon am meisten vom generellen Hochdeutschen als andere Bundesländer, aber was kann das Volk dafür wenn wir von Idioten regiert werden? Naja, hat mit dem Thema nichts zu tun. Ich finde es auch eine Sauerei das Morgengebet so zu missbrauchen, dass es gebetet werden muss. Zum glück sind viele Lehrer liberal und fragen am anfang des jahres ob man das morgengebet halten möchte oder nicht. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i] [B]Es ist aber eine Sauerei, das Gebet dazu zu mißbrauchen, in öffentlichen Schau-Ritualen Untergeordnete zu irgendwelchen Erklärungen zu zwingen und runterzuducken . [/B][/QUOTE]... und sich dann über Fahnenappelle und ähnliche Rituale in der ehemaligen DDR aufzuregen (die ich als Betroffener im übrigen genauso bescheuert fand). |
| OLED | [QUOTE][i]Original geschrieben von Cycle of Death [/i] [B] Ich beginne bei der Geburt Jesu. Laut der Bibel soll Maria eine Jungfrau gewesen sein. Nun, wie ist das möglich? Laut der heutigen Forschung sind wir schon soweit, dass wir sagen können, dass dies nicht möglich ist. Denn ohne den Geschlechtsverkehr werden bestimmte chemische Reaktionen nicht freigesetzt, welche zum Zeugen eines Kindes nötig sind. [/B][/QUOTE] Ganz recht allerdings ist das ein Übersetzungsfehler. Aus junge Frau wurde Jungfrau. Btw.: Warum wird Jesus auf Bildern immer hellhäutig Europäisch mit glatter Haut dargestellt. Der Menschentypus in seiner Heimat sieht doch ganz anders aus. Und die Haut? Er war doch als Wanderprediger viel in der Sonne unter freiem Himmel unterwegs. [QUOTE][i]Original geschrieben von Cycle of Death [/i] [B] Wie ihr wisst, ist die Kirche ja angeblich sehr tolerant anderen Religionen gegenüber. [/B][/QUOTE] Damit war spätestens als das Christentum in Rom zur Staatsreligion erklärt wurde Sense! [QUOTE][i]Original geschrieben von Cycle of Death [/i] [B] Warum fielen alle diese Menschen? [/B][/QUOTE] 1. De Inquisitoren des Mittelalters es als ihre heilige Pflicht sahen die Seele der Ketzer mit allen nötigen Mitteln zu retten, ob sie wollten oder nicht. (Natürlich gab es auch Sadisten und Geldggierige unter ihnen aber die meisten dachten wirklich sie könnten die Seelen der Ketzer retten.) 2. Weil die Kirche die immer zahlreicher werdenden Ketzer als Bedrohung ansah. (Die sie auch waren.) 3. Das mit dem Hexenwahen hat andere Ursachen und gehört in die Neuzeit, ich komme gleich dazu. Hexenwahn: Der Hexenwahn als Wahnsystem hat viele Ursachen. 1. Alte Geister,Götter etc. wurden von der Kirche dämonisiert, ihre Diener wahren daher Teufelsdiener. 2. Es gab Kräuterkundige, Heiler aber auch Quacksalber die vor dem aufkommen der Ärzte unbedingt nötig waren. (Der Kirche waren sie natürlich recht suspekt.) Z.b gab es Ammen die aus Erfahrung wussten wie man ein Kind in der Gebärmutter der Frau mit der Hand drehen konnte, falls es sich nicht von selbst gedrecht hatte. Das kahm den Leuten natürlich unheimlich/magisch vor. 3. Gab es zum Beginn des Hexenwahnes die "kleine Eiszeit", die Ernten wurden zerstört, es herrschte Hungersnot. Die Leute fragten sich: Warum? 4. Gab es zu dieser Zeit Krieg. Spanische Truppen fielen in Deutschland ein. 5. Wütete zu dieser zeit die Pest und forderte tausende Opfer. 6. Wurde um 1450 also etwa in dieser Zeit die Druckpresse erfunden und die Nachrichten von solchen Tragödien kamern Schneller voran und wurden weiter verbreitet. 7. War die Kirche gespalten; Martin Luther war am Werk. 8. War der Klerus immer noch dekadent, reich und Machtgierig. Die Leute fragten sich: Solche geistliche sollen uns zum ewigen Seelenheil führen? Alles in allem Herrschte Endzeitstimmung und in einer solchen Stimmung ist der Mensch bereit alles zu glauben und sei es noch so weit hergeholt, wenn es nur eine Erklärung liefert. Ein Sündenbock ist dabei natürlich besonders praktisch und macht es einfacher alles zu ertragen. Übrigens wurden Hexen vorallen in England, Dtl, Österreich, Schweiz, und in Frankreich verbrannt, in Italien und in Spanien waren die Katholiken damit beschäftigt Lutheraner zu verheizen und Wissenschaftler zu verdammen (siehe Galileo Galilei). Und außerdem gab es in der Bibel schon fast eine Aufforderund die Ketzer zu verbrennen (oder zumindestens wurde es so interpretiert.) "Wer nicht in mir bleibt, der wird weggeworfen wie eine Rebe und verdorrt, und man sammelt sie und wirft sie in das Feuer, und sie muss brennen." (Die Bibel, Johannes XV, 6) Alles in allem ist die Kirche meiner Meinung nach eine sehr scheinheilige Vereinigung. OLED |
| OLED | So ein langer Beitrag und ich hab trotzdem was vergessen. Naja die kirche hat ja schon ne lange (Trauer)Geschichte. Also da wären noch: - die Kreuzzüge (vorallem der Kinderkreuzzug!!!!) - der damit verbundene Völkermord. - die Zwangschristianisierungen in Spanien (Juden und Mauren) in Süd - und in Nordamerika. Fällt jemandem noch etwas ein? Ach ja zum Thema Inquisition im Mittelalter ein Buchtipp von mir: H.C.Lea Inquisition im Mittelalter Band I - III. (Für die anwesenden Wiener: gibts in der Hauptbücherei zum aulseihen.) OLED |
| Apex | [QUOTE]- die Kreuzzüge (vorallem der Kinderkreuzzug!!!!)[/QUOTE] Man nimmt heute an, dass die Kreuzfahrer der Kinderkreuzzüge nicht wirklich Kinder waren. Vielmehr denkt man, dass es ein Zug von armer Leute (Knechte, Tagelöhner) war, welcher aber schon in Italien scheiterte. Die Legende um die Kinder scheint wirklich nur eine Legende zu sein. |
| Darket | Die Kirche wird generell überschätzt, am meisten von sich selbst. Ihre eigentliche Funktion ist die eines Wächters über die Religion, das eigentliche Problem ist die Religion, diese ist es, die den Menschen die Luft zum atmen nimmt, die versucht den menschlichen Geist in ein vorgefertigtes Gefängnis zu sperren, das man Dogma nennt. Die Religion hat dem menschlichen Geist eine Menge Entfaltungspotential genommen, die Kirche wacht nur darüber, dass es so bleibt, die Religion ist ja schließlich keine weltliche Instanz, die das selber könnte. Die Religion nimmt dem Menschen schlicht und ergreifend die Fähigkeit zu glauben und damit nimmt sie ihm eine der wichtigsten Fähigkeiten überhaupt! |
| BoneWalker | [QUOTE][i]Original geschrieben von OLED [/i] Also da wären noch: - die Kreuzzüge (vorallem der Kinderkreuzzug!!!!) - der damit verbundene Völkermord. - die Zwangschristianisierungen in Spanien (Juden und Mauren) in Süd - und in Nordamerika. OLED [/B][/QUOTE] Also ich würde es nicht nur auf den amerikanischen Kontinent und die Mauren alleine beschränken. Schliesslich wurde diese Religion in die ganze Welt verfrachtet, und in den seltensten Fällen freiwillig und begeistert von allen angenommen! Die Zwangschristianisierung fand letztendlich überall statt, leider... Mit Religion und echter Sorge um die Seelen der Mitmenschen hatte das gar nichts mehr zu tun, sondern um Machterweiterung der Kirchenelite und der schon dazugehörenden politischen Elite. Das Schlimme an der Sache ist noch, dass dadurch der Forschritt stagnierte, die geistigen und wissenschaftlichen Errungenschaften nutzlos zerstört wurden und viele gute und intelligente Menschen ermordet wurden. Fragt sich nur, wer wohl die abergläubischen und neidischen Idioten waren.... |
| OLED | Jepp. btw. Das waren bloss die berühmtesten Beispiele. Mehr fiel mir in diesem Augenblick nicht ein. Man könnte noch diverse Entdeckte Inseln etc hinzufügen. @Apex betreffs Kinderkreuzzüge: Wirklich ich habe in Geschichte dieses Jahr noch gehört die Kinder wären in Italien auf Schiffe geladen und irgendwo als Sklaven verkauft worden. Muss mal mit meinem Geschichtslehrer darüber reden... War das mit dem Zug der Armen nicht der Bauernkreuzzug vor dem 1. Offiziellen? hmmm... |
| Apex | Der vor dem 1. war der sogenannte Volkskreuzzug...die Sache mit dem Kinderkreuzzug wird seit neuestem für eine Legende gehalten. Trotz allem muß man auch sagen das es ja verschiedene Kinderzüge gegeben haben sollen, dieses wurden gegen den offiziellen Willend er Kirche geführt und es heißt einer wurde von einem italienischen Bischof aufgehalten. Aber wie gesagt man nimmt heute an, dass der Kinderkreuzzug nicht aus Kindern bestand. Meine Quelle hierzu ist der Brockhaus. |
| atrum | Hi. Also, nach dem ich hier einige Beiträge gelesen hatte, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass einige hier wohl eine traumatische Erfahrung mit den christlichen Kirchen gemacht hatten. Ich weiß nicht ob man euch in einem dunklen Verlies eingesperrt und gezwungen hat sich Bibelverse anzuhören, es kommt mir aber so vor. Ich bin in Polen aufgewachsen, einem recht streng katholischen Land, der Religionsunterricht fand in der Kirche statt, und es wurde schon überwacht ob man bestimmte Gottesdienste besucht hat oder nicht, trotzdem empfinde ich nicht diese Antipathie gegenüber der kath. Kirche wie einige hier. Es wird immer auf die Inquisition, Kreuzzüge, Hexenverfolgung hingewiesen, dabei wird vergessen, es immer im Kontext zur damaligen Zeit zu sehen. Dabei werden die weltlichen Institutionen damaliger Zeit nicht erwähnt, die genauso grausam und rücksichtslos waren, wenn es darum ging ihre Interessen zu verteidigen. Dass die Kirchen sich im Laufe der Jahrhunderte gewandelt haben wird auch nicht zur Kenntnis genommen, auch nicht, dass Kirchen Träger vieler Einrichtungen sind, Caritas, Diakonie, Altersheime. Kindergärten, Krankenhäuser. Da wurde Galileo Galilei erwähnt: [QUOTE]Ein genialer Mann, bekannt durch zahlreiche Erfindungen und Entdeckungen, wie dem Thermomether oder dem Teleskop. Die Kirche stempelte seine Entdeckungen als Gotteslästerung ab, da es das zentrische Weltbild in Frage stellte und so wurde Galilei in den Kerker geschmissen bis er dort starb.[/QUOTE] Also, die Sache mit dem Kerker stimmt nicht, zwar blieb er Gefangner der Inquisition, allerdings nicht im Kerker, sondern, der Papst hat ihm erlaubt sich auf sein Landgut Arcetri zurückzuziehen, wo er dort weiter forschte bis er starb. Ich bin der Meinung, dass, wenn man etwas behauptet es auf Tatsachen beruhen sollte, statt etwas zu erfinden. Übrigens, 1992 wurde Galilei von der päpstliche Kommission rehabilitiert, das mag euch als nichts besonderes erscheinen, ist es aber, denn damit hat der Papst den Irrtum der kath. Kirche zugegeben. [QUOTE]Mittelalter wurden Millionen von Menschen hingerichtet, weil sie angeblich Hexen waren[/QUOTE] Das Glaubten noch die Menschen im 18 und 19 Jh., nach neuesten Recherchen geht man davon aus, dass es wohl 120 000 Opfer gab, davon 20 000 in Deutschland, in einem Zeitraum von 150 – 200 Jahren, die genaue Zahl wird man wohl nie rausfinden. [QUOTE]die Zwangschristianisierungen in Spanien (Juden und Mauren) in Süd - und in Nordamerika[/QUOTE] Man sollte nicht vergessen, dass Spanien, bevor die Mauren dort einfielen, christlich war und von Westgoten beherrscht wurde. Sicherlich sind im Namen des Christentums viele Verbrechen begangen worden, doch es gibt auch viele positive Beispiele dafür, dass Menschen mit festem Glauben zu großen Taten fähig sind. Ich möchte hier Maximilian Kolbe erwähnen: „Konzentrationslager Auschwitz, Ende Juli 1941. Aus den zum Appell angetretenen Häftlingen des Blocks 14 wählt der Lagerkommandant willkürlich 10 Häftlinge aus, die als Strafe für die Flucht eines anderen zum langsamen, qualvollen Tod verurteilt werden, unter ihnen der Familienvater Gajowniczek. Der 47-jährige polnische Franziskaner Maximilian Kolbe verlässt seine Reihe und bietet den eigenen Tod im Austausch für das Leben des Anderen. Nach zwei Wochen im fensterlosen Hungerbunker, nackt, ohne Wasser und Nahrung, wird der noch lebende Häftling 16670 am 14. August 1941 durch eine Phenolspritze getötet und im Krematorium von Auschwitz verbrannt.“ Gruss |
| Tiberon | Nunja, da wir es hier nun schon öfters in der einen oder anderen Form hatten, werde ich fast etwas müde, doch: man muß dazu nicht irgendwelche schlechten Erfahrungen gemacht haben. Die Kirche als Institution muß dabei imo kaum noch Gegenstand des Interesses sein, da es offenkundig ist, daß ihr Fundament aus den Knochen abertausender Menschen besteht. Sie gehört von daher also einfach nur geächtet. Und nicht nur das, nein, jeder institutionalisierte Glaube sollte verboten werden. Wird dadurch doch etwas geschaffen, das an Macht interessiert sein könnte und dazu noch die Obhut über eine Glaubensgemeinschaft inne hat. In der Wandlung der Kirche, die zweifelsohne stattgefunden hat, sehe ich auch nur bedingt positives, da es unterm Strich aufs selbe rauskommt - man hat viele gläubige Christen, man verzichtet nur darauf, die Unbeugsamen und Unwilligen zu verbrennen. Ok, das ist schon Fortschritt - soviel sei zugegeben. Als 'Andersgläubiger' sehe ich 2000 Jahre Christentum und sehe nichts als Seelenmord und -vergewaltigung. Wohin auch immer ich meinen Blick richte, sehe ich nichts als Sch****. Vorne, Hinten und mittendrin siehts auch nicht anders aus. Nehmen wir nurmal die Heiligen. So sie nicht fremde Götter sind und so den wahren Glauben des Volkes wiederspiegeln, sind es zu einem guten Teil einfach nur Bekloppte; Verrückte, die man zu anderen Zeiten in eine Gummizelle gesteckt hätte, denn: [size=1]"Einige flehen mit gen Himmel gerichteten Augen, mit Seufzen und Winseln, Barmherzigkeit; andere, mit auf den Rücken gebundenen Händen, halten sich in der Angst ihres Gewissens nicht für würdig, den Himmel anzuschauen; andere sitzen auf der Erde, auf Asche, verbergen ihr Gesicht zwischen die Knie und schlagen ihren Kopf gegen den Boden; andere heulen laut wie beim Tode geliebter Personen; andere machen sich Vorwürfe, nicht Tränen genug vergießen zu können. Ihr Körper ist, wie David sagt, voll Geschwüre und Eiter; sie mischen ihr Wasser mit Tränen und ihr Brot mit Asche; ihre Haut hängt an den Knochen, vertrocknet wie Gras. Man hört nichts als Wehel Wehel Vergebung! Barmherzigkeit! Einige wagen kaum, ihre brennende Zunge mit ein paar Tropfen Wasser zu erfrischen, und kaum haben sie einige Bissen Brot genossen, so werfen sie das übrige von sich, im Gefühl ihrer Unwürdigkeit. Sie denken nichts als Tod, Ewigkeit und Gerichtl Sie haben verhärtete Knie, hohle Augen und Wangen, eine durch Schläge verwundete Brust und speien oft Blut; sie tragen schmutzige Lumpen voll Ungeziefer, gleich Verbrechern in Gefängnissen oder wie Besessene. Einige beten, sie ja nicht zu beerdigen, sondern hinzuwerfen und verwesen zu lassen wie das Vieh!" [i][url=http://www.humanist.de/religion/pfaffe.html]Quelle[/url][/i][/size] Ok, heutzutage reicht es nicht mehr, sich verhungernd in die Wüste zu stellen oder sich allein von Ungeziefer oder schlimmeren zu ernähren. Die Zeiten ändern sich ... da muß man schon "Mutter Theresa-like" die ärmsten der Armen krepieren lassen, obwohl man jedem Hund einen gnadenvolleren Tod gönnen würde. Dein Beispiel mit Kolbe ist imo auch schlecht gewählt, ist für die Christenheit der Tod doch das einzige wofür man lebt. Wenn er dann noch mit Schmerz, Leid und die Chance auf Märtyrertum verbunden ist geht dem wahren Christen doch einer ab. Auch dein Versuch die Hexenverbrennung zu apologetisieren ist äußert dürftig. Demnach darf ich jederman übern Haufen schiessen, da es überall auf der Welt passiert und in dem Kontext einfach sowas wie unseren Zeitgeist wiederspiegelt ... ich bitte dich. Das einzig wirklich brauchbare Aushängeschild der Kirche ist wie Caritas, Kindergärten, Heime ... zu 90% vom Staat finanziert ?! Hab die Zahlen vergessen, ist mir aber auch egal, da es kaum mehr als eine Form der Rekrutierung darstellt. (erst der Zucker, dann die Peitsche) Das Kreuz als Symbol ist wirklich treffend gewählt. Ist Leid doch der Kern in allem was christlich ist. Das Christentum ist ein traumatisches Erlebnis für die ganze Welt geworden. Zeit sich dieses Geschwürs zu entledigen! |
| Black Reaper | [QUOTE][i]Original geschrieben von Apex [/i] [B]Du gehst auf eine öffentliche deutsche Schule? Seit wann darf man da Gebete sprechen ausßer vielleicht im Religionsunterricht? [/B][/QUOTE] Ich bin auf einer öffentlichen deutschen Schule... wird nur vom Erzbistum geführt, daher sprechen wir jeden Morgen ein Gebet... (so sollte es zumindest sein :rolleyes: ) Also um auf den Ursprungspost Bezug zu nehmen... die Bibel darf auf keinen Fall wörtlich genommen werden, da die heutigen bedeutungen der verwendeten wortwahl zu widersprüchen führen können, wie z.B. der Begriff "Jungfrau". Dieser Ausdruck wurde auch für Frauen verwendet, die nach heutiger Bedeutung nicht mehr diesen "Status" haben. zudem sollte man nicht vergessen, dass die Kirche aus Menschen besteht und dass diese verantwortlich zeichnen für Missbräuche ihrer Privilegien, für Kreuzzüge, für Inquisition etc. Bitte versteht mich nicht falsch, ich hab' ziemlich wenig mit der Kirche am Hut, aber man sollte meines Erachtens nicht eine Glaubensgemeinschaft als schlecht abstempeln, weil die Führer dieser Gemeinschaft in der Vergangenheit Fehler begangen haben. Denn ohne die Kirche gäbe es weit weniger wohltätige Organisationen wie Caritas etc. und dies sollte man keinesfalls vergessen. Im übrigen gibt es auch Leute, die sich als gläubig bezeichnen, aber trotzdem sich sehr genau mit der Kirche beschäftigen und sehr genau auf die Entscheidungen der geistigen Führer achten. Für meine Begriffe hat jeder Mensch, der sich mit seinem Glauben kritisch auseinandersetzt, ein Stück weit seine eigene Religion, daher kann man von "Gedankenvergewaltigung" oder "Gehirnwäsche" nicht sprechen. Ich kenne einige Christen persönlich, die gewisse Passagen in der kirchlichen Liturgie nicht akzeptieren oder Teile des Vaterunsers auslassen, weil sie sich nicht damit identifizieren können... Sind diese Leute nun willenlose Sklaven der Kirche? (müssten sie ja sein, wenn die "Gehirnwäsche" zutreffen würde) Daher würde ich sagen, wer die Dogmen kritisch betrachtet und sich derer nicht zwangsläufig verpflichtet fühlt, kann sehr wohl seinen eigenen christlichen Glauben leben. Wie es scheint, hatten einige Leute hier sehr bewegende (im negativen Sinne) Erlebnisse mit der Kirche, man könnte auch von traumitischen Ereignissen sprechen... all diese sollten beachten, dass es auch Personen gibt die solche Erlebnisse im positiven Sinne hatten und dadurch zu diesem Glauben gekommen sind. Und ich halte diese Leute für ebenso wenig willenlose Sklaven, wie alle die eine starke Antipathie gegen die Kirche hegen... Soweit, der Sensenmann |
| Tiberon | ach, da es grad so schön passt: [url=http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/mein/18006/1.html]Wie modern der Vatikan doch geworden ist ...[/url] |
| Black Reaper | Alt, wie Versuche des Vatikans, die Neuzeit zurückzudrängen... ich erinnere nur an die Verurteilung von Kondomen... auch in AIDS-Hochgebieten... Daher betone ich noch einmal: Christen sollten IHREN Glauben leben, und nicht den der Kirche, der doch mal einer deutlichen Umstrukturierung bedarf (meiner Meinung nach). |
| atrum | @Tiberon Du solltest genauer überlegen bevor Du was schreibst, das Beispiel mit den Heiligen ist mehr als dürftig, und zu behaupten die meisten Heiligen wären Schwachsinnige, Verrückte oder was auch immer, ist einfach nicht seriös. [QUOTE]Dein Beispiel mit Kolbe ist imo auch schlecht gewählt, ist für die Christenheit der Tod doch das einzige wofür man lebt. Wenn er dann noch mit Schmerz, Leid und die Chance auf Märtyrertum verbunden ist geht dem wahren Christen doch einer ab. Auch dein Versuch die Hexenverbrennung zu apologetisieren ist äußert dürftig. Demnach darf ich jederman übern Haufen schiessen, da es überall auf der Welt passiert und in dem Kontext einfach sowas wie unseren Zeitgeist wiederspiegelt ... ich bitte dich. [/QUOTE] Mag sein, dass für den gläubigen Christen das „wahre Leben“ nach dem Tod beginnt, das bedeutet aber nicht, dass alle gläubige Christen Lebensmüde sind. Du sugerierst, dass Kolbe sich geopfert hat, weil er Märtyrer werden wollte und scharf auf das Paradies war. Warum hat er sich dann aber nicht schon früher geopfert? Er hätte auch die polnische Hymne Lauthals singen können, Heldenhaft oder Märtyrerwürdig wäre es ja auch, auf jeden hätte es für die Gaskammer oder eine Kugel in den Kopf gereicht. Nein, er hat es getan als man die zehn Männer zum Tode verurteilt hat, als man den Familienvater Gajowniczek verurteilt hat, Kolbe war kein Familienvater, er war Franziskanermönch, er hatte keine Frau oder Kinder für die er hätte überleben müssen, meiner Meinung nach war es Nächstenliebe die ihn bewogen dies zu tun, was er dann auch tat, und keine masochistische Veranlagung. Du siehst das natürlich ganz anders, er war ganz einfach geil auf den Tod und die Schmerzen, wie alle Christen. Deshalb suchen die Christen andauernd nach einer Möglichkeit, sich zu erst foltern und danach abmurksen zu lassen. Also, was die Hexenverfolgung angeht, da hatte ich mich auf die Zahlen bezogen, ich bin nämlich der Meinung, dass, wenn man was schreibt das einigermaßen korrekt sein sollte. Aber um es klar zu stellen, egal wie viele am Ende starben, jeder der starb war einer zu viel. Und natürlich muß man es im Kontext zu der damaligen sehen, die meisten Menschen damals waren ungebildet, viele Naturereignisse konnte man sich nicht erklären, die Angst vor der Hölle war sehr Real, dies alles hat das Leben im Mittelalter bestimmt. Abgesehen davon, dass die Hexenverfolgung in die Neuzeit fällt und, dass nicht kirchliche sondern weltliche Gerichte(Stadtrat, Bürgermeister) darüber entschieden ob man den Feuertod starb oder nicht. Es gibt auch Fälle wo sich die Inquisition dafür eingesetzt hat, der Hexenverfolgung ein Ende zu machen, kaum zu glauben, aber tatsächlich wahr. [QUOTE]Das einzig wirklich brauchbare Aushängeschild der Kirche ist wie Caritas, Kindergärten, Heime ... zu 90% vom Staat finanziert ?! Hab die Zahlen vergessen, ist mir aber auch egal, da es kaum mehr als eine Form der Rekrutierung darstellt. (erst der Zucker, dann die Peitsche) [/QUOTE] Naja, die Zahlen würde ich schon gerne wissen, und was das Andere angeht, meine Freundin lag eine Zeitlang in einem kath. Krankenhaus, sie hat nichts davon berichtet, dass man sie versuchte zu rekrutieren, Bibel musste sie nicht lesen und ansonsten hat man sie auch zu nichts gezwungen. Mir ist auch nicht bekannt, dass Kinder in christlichen Kindergärten einer Gehirnwäsche unterzogen wurden, und wen man in einem Altersheim rekrutieren sollte ist mir auch nicht ganz klar. @Black Reaper [QUOTE]Alt, wie Versuche des Vatikans, die Neuzeit zurückzudrängen... ich erinnere nur an die Verurteilung von Kondomen... auch in AIDS-Hochgebieten... Daher betone ich noch einmal: Christen sollten IHREN Glauben leben, und nicht den der Kirche, der doch mal einer deutlichen Umstrukturierung bedarf (meiner Meinung nach).[/QUOTE] Leute rafft es doch mal, der Papst un der Vatikan stehen nicht stellvertretend für die ganze Christenheit, die evangelischen oder orthodoxen Christen haben mit dem Papst und dem Vatikan nichts am Hut, genauso wie die Altkatholiken. Ich hab mal einen Bericht gesehen, über einem kath. Priester, der trotz der Papstaussagen die jugendlichen aufgefordert hat Kondome zu benutzen, er war eben pragmatisch. Es ist ganz einfach, nicht alle Christen, oder besser gesagt Katholiken, sind der selben Meinung wie der Vatikan, deshalb ist es nicht in Ordnung alle zu verurteilen. Ich bin einfach der Meinung, dass man an die ganze Sache objektiv gehen sollte. So zu tun als ob es vor dem Christentum keine Gewalt gäbe ist nicht seriös und entspricht nicht der Wahrheit. Ich finde es auch nicht so sinnvoll immer auf die alten Fehler hinzuweisen. Was kann ein Pfarrer der heute Lebt dafür, was vor 500 Jahren geschehen ist? Nichts, finde ich. Wenn man danach gehen würde, dürfte es eigentlich den dt. Staat nicht mehr geben, wenn man bedenkt was im Namen Deutschlands alles geschehen ist und wie viele Menschen deswegen sterben mussten. Ich bin vor einigen Jahren aus der kath. Kirche ausgetreten, nicht wegen der Vergangenheit der Kirche, oder, weil ich das Christentum so scheiße finde, einige Regeln gefallen mir nicht(Zölibat, Ausschluss der Frauen vom Priesteramt..), würde sich diesbezüglich was ändern, würde ich darüber nachdenken der Kirche wieder beizutreten. gruß |
| Tiberon | [QUOTE]Du solltest genauer überlegen bevor Du was schreibst, das Beispiel mit den Heiligen ist mehr als dürftig, und zu behaupten die meisten Heiligen wären Schwachsinnige, Verrückte oder was auch immer, ist einfach nicht seriös.[/quote] Wie würdest du es bezeichnen, wenn man sich tote Tiere in den Mund steckt oder Dreck aufleckt oder ...? Bei Interesse kann ich ein wenig aus dem Pfaffenspiegel zitieren, demnach gibt es kaum wichtige Heilige, die noch ganz bei Trost gewesen sind. [quote]Du siehst das natürlich ganz anders, er war ganz einfach geil auf den Tod und die Schmerzen, wie alle Christen. Deshalb suchen die Christen andauernd nach einer Möglichkeit, sich zu erst foltern und danach abmurksen zu lassen.[/quote] Das habe ich nicht gesagt. Zu allererst sind Christen ja auch Menschen - haben also sowas wie den natürlichen Trieb zur Selbsterhaltung. Von daher foltert man lieber erst andere und nur die wahrhaft frommen Christen fangen direkt bei sich selbst an. Auch finde ich persönlich z.B. Armin (den Cherusker) um Längen heldenhafter als Kolbe. [quote]Und natürlich muß man es im Kontext zu der damaligen sehen, die meisten Menschen damals waren ungebildet, viele Naturereignisse konnte man sich nicht erklären, die Angst vor der Hölle war sehr Real, dies alles hat das Leben im Mittelalter bestimmt.[/quote] Ein Zustand, dessen Ursprung man [b]ohne jegliche[/b] Umschweife dem Christentum auf die Fahne malen kann. [quote]Leute rafft es doch mal, der Papst un der Vatikan stehen nicht stellvertretend für die ganze Christenheit, ...[/quote] Ich habe nicht den Papst angeklagt; ich klage alles an wo Jesus drin vorkommt. [quote]Was kann ein Pfarrer der heute Lebt dafür, was vor 500 Jahren geschehen ist?[/QUOTE]Er gehört einer Religion an, die sich in 1000 Jahren nur unwesentlich, bzw. in der Grundideologie garnicht geändert hat (was man von Deutschland nicht behaupten kann) PS: es kommt bisweilen vor, daß ich vorm posten nachdenke. Eine extra Aufforderung deinerseit erachte ich für unnötig. |
| TheDark | Hi miteinander, nur damit ich nicht über das ziel hinaus schiße: was genau ist mit "die Kirche" genau gemeint ??? - Der vatian und die katholische kirche - die evangelichse kirche - die grichisch orthodoxe kirche - frei evangeliche kirchen gemeinden Aus dem ganzen kontzext in verleich zu anderen Probagandistischen regiemen die existierten und moch existieren ist dei Hexen verbrennung sowie Keurzzüge doch eigedlich als agumentation absurd ( da diese meits auch nur vor gebetet wird, das die kirche kreuzzüge veranstaltet hat oder die Inqusition, frauen verbrennend über die länder zog ) |
| OLED | [QUOTE][i]Original geschrieben von Tiberon [/i] [B] Ich habe nicht den Papst angeklagt; ich klage alles an wo Jesus drin vorkommt.[/B][/QUOTE] Deine Gründe dafür würden mich mal interessieren. @atrum betreffs Hexenverbrennung: Inetwa das hatte ich mit meiner Aufzählung der Gründe versucht auszudrücken. Nichtsdestotrotz finde ich auch die Heutige (katholische) Kirche viel zu konservativ. Sicher nicht alle (es sind NIE alle) aber eindeutig zuviele. |
| Black Reaper | @atrum: ich bezog das ganze auf die katholische kirche... vorher war so einiges von wegen kreuzzügen etc gesagt worden, da war die evangelische kirche etwa noch gar nicht gegründet... oder bei der hexenverbrennung... da steckte die ev. kirche in den kinderschuhen... darüber vergaß ich, den hinweis dazuzuschreiben, dass sich mein kommentar auf die katholische kirche beschränkte... |
| Tiberon | [QUOTE][i]Original geschrieben von OLED [/i] [B]Deine Gründe dafür würden mich mal interessieren.[/B][/QUOTE] Ja, wo darf ich denn anfangen? Da kommt ein Sohn eines Tischlers daher und fordert und droht und redet den Menschen komische Sachen ein und das klappt auch noch. Familienbande soll man brechen, sich selbst verleugnen, um diesem Scharlatan zu folgen?! Eine abstruse Schuld wird einem eingeredet. Allein duch das Menschsein ist man wohl schon befleckt und kann sich, obgleich er ja angeblich dafür am Kreuz starb (ich denke man hat ihn eher wegen gefährlicher Aufwieglerei daran genagelt), nur dadurch 'erretten', indem man ein bußfertiges, asketisches, liebloses (die egomanisch zu ihm befohlene Liebe mal ausgenommen) Leben führt. Für alle Widerspenstigen hält er ein flammendes Schwert bereit. Und beschränkt sich mit all dem nicht wie sein Mythologischer Vater nur auf die Juden, Nein, er meint, sich mit diesen Abartigkeiten an und über die ganze Welt richten zu müssen. ******* Leben zählt ihm Nichts. Was bei seiner Herkunft auch nicht verwunderlich ist. Und soetwas bewunder? Vergöttern? Nicht in tausend Jahren Bekämpfen? zu jeder sich bietenden Gelegenheit Denn ich sehe mich um und überall belästigt mich die Gegenwart seiner Religion. |
| TheDark | Heute heisen die "aufwigler" politiker, Anachisten, Probagandisten, sekten führer ...... ob jemand glaubt oder nicht bleibt jedem selbst überlassen, jedenfalls brauch niemand eine Kirche da für. @Black Reaper alle kreuzüge vor 1400 waren katholisch ;o) |
| atrum | @Tiberon [QUOTE]Wie würdest du es bezeichnen, wenn man sich tote Tiere in den Mund steckt oder Dreck aufleckt oder ...? Bei Interesse kann ich ein wenig aus dem Pfaffenspiegel zitieren, demnach gibt es kaum wichtige Heilige, die noch ganz bei Trost gewesen sind. [/QUOTE] Tote Tiere in den Mund stecken? Das trifft wohl auf die große Mehrheit der Menschen auf diesem Planeten zu, denn, die meisten essen Fleisch oder eben, tote Tiere. Ich kann nur sagen, dass es recht viele Heilige und Märtyrer gibt, allesamt als verrückt zu bezeichnen, ohne sie gekannt zu haben, finde ich ignorant und empfinde es als Quatsch. Demnach sind für Dich wahrscheinlich auch die Sadhus Indiens verrückt und durchgeknallt, denn auf der Suche nach Erleuchtung machen sie ziemlich merkwürdige Sachen, manche von ihnen schwören lebenslang stehen zu wollen, andere wiederum schwören nie wieder zu sprechen, oder sie hängen sich dicke Steine an die Hoden. Für mich wäre das nichts, deshalb aber, würde ich sie nicht als verrückt bezeichnen. [QUOTE]Auch finde ich persönlich z.B. Armin (den Cherusker) um Längen heldenhafter als Kolbe.[/QUOTE] Als Helden habe ich den M. Kolbe nicht bezeichnet. Ich verstehe auch nicht ganz, was ein Cheruskerfürst der gegen die Römer kämpfte gemein hat mit einem Mönch, der sein Leben für das eines anderen Menschen gegeben hat, das passt doch nicht zusammen. Ich verstehe auch nicht, warum der gute Armin ein Held sein soll, nur weil er gegen die Römer gekämpft hat? Das taten viele Menschen so ungewöhnlich war es wirklich nicht. [QUOTE]Er gehört einer Religion an, die sich in 1000 Jahren nur unwesentlich, bzw. in der Grundideologie garnicht geändert hat (was man von Deutschland nicht behaupten kann)[/QUOTE] Was meinst Du mit Grundideologie? Sollen etwa die beiden Kirchen(evangelisch, katholisch) Jesus verleugnen, oder die Bibel neu schreiben? Hat sich etwa das Judentum, Hinduismus oder Buddhismus verändert? Religionen die deutlich älter sind als das Christentum, so schlecht finde ich das Christentum nicht, dass es sich Grundlegend verändern müsste, vielmehr erwarte ich, dass die Kirchen bestimmte Standpunkte neu überdenken. Und, wenn einem das nicht passt muss er/sie eben eine eigene Religion/Kirche gründen wie der Mohammed dies tat, scheinbar war er mit keiner der Religionen zufrieden, die Folge war die Entstehung des Islam. Und natürlich hat sich was in den letzten 1000 Jahren was getan, ich möchte nur an Luther und die Reformation erinnern. [QUOTE]Bekämpfen? zu jeder sich bietenden Gelegenheit Denn ich sehe mich um und überall belästigt mich die Gegenwart seiner Religion. [/QUOTE] Da wünsche ich Dir viel Glück, ich befürchte allerdings, dass Deine Lebensspanne kaum dafür reichen wird, diese apokalyptische Mission erfolgreich zu beenden. Mt 5,44 „Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen“ Joh 15,12 „Das ist mein Gebot, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch liebe“ Amen |
| Tiberon | [quote]Tote Tiere in den Mund stecken? Das trifft wohl auf die große Mehrheit der Menschen auf diesem Planeten zu, denn, die meisten essen Fleisch oder eben, tote Tiere. ...[/quote] Das es nicht so gemeint war, sollte doch auf der Hand liegen. :rolleyes: Ein Sadhu, der sein ganzes Leben nur stehen will, hat aber ganz eindeutig einen an der Waffel. Mir ist bewußt, daß man durch Schmerz, Entzug usw durchaus ... hmm .. 'anormale' Bewußtseinszustände herbeiführen kann; sowas aber auf das ganze Leben auszudehnen, heißt eben jenes mit Füßen zu treten. Entzückung/Entrückung durch [u]permanentes[/u] Schmerzleiden oder Hungern (kurz all dem, was für gemeinhin als negativ betrachtet wird) zu erreichen, halte ich für absolut verrückt und zudem auch widernatürlich. Ständiger Verzicht ist Schwachsinn. [quote]Sollen etwa die beiden Kirchen Jesus verleugnen, oder die Bibel neu schreiben?[/quote] Mir ist es egal, was die Kirche macht, solange Sie dadurch keinen Zuwachs findet. (Mir geht es nciht darum, die Kirche zu verbessern) [quote]ich befürchte allerdings, dass Deine Lebensspanne kaum dafür reichen wird, diese apokalyptische Mission erfolgreich zu beenden.[/quote]Das soll allein mein Problem sein Ich möchte nicht unbedingt einen 'Schlagabtausch' mit Zitaten, doch da du auf die Heiligen so abfährst: [i]Nichts Schändlicheres gibt es als das Weib, durch nichts richtet der Teufel mehr Menschen zugrunde als durch das Weib. (Der heilige Anselm von Canterbury)[/i] [i]Würde es nur Erbrechen verursachen, Weiber anzuschauen... Da wir nicht einmal mit den äußersten Fingerspitzen Kot und Schleim anrühren mögen, warum begehren wir so eifrig das Schmutzgefäß selbs zu umfassen? (Der heilige Odo 878-942)[/i] und aus Im Namen der Rose: [i]Das Lachen ist ein teuflischer Wind, der die Gesichtszüge aufs unnatürlichste verzerrt und die Menschen wie wilde Affen aussehen läßt.[/i] ps: [u][url=http://www.humanist.de/religion/canet.html]hier[/url][/u] ein Link bzgl Finanzierung von Heimen usw. Inwieweit die Quelle als vertrauenswürdig einzustufen ist, will ich nicht beurteilen. |
| crimson death | Ich finde, dass das größte Problem mit der Kirche is, dass wir uns es im Grunde nicht aussuchen können, ob wir ihr beitreten wollen oder nicht. Bei Die meisten werden schon getauft, bevor sie gehen od. sprechen bzw. richtig denken können. Damit wird dann einen eine Ideologie aufgedrückt, die man dann sein ganzes Leben lang verfolgen soll/muss, ohne das man jemals die Chance gehabt hat sich dafür freiwillig zu entscheiden. In der Schule geht dann die Hirnwäsche weiter. Im Grunde ist man ja machtlos dagegen. Wenn wir es uns aussuchen könnten, würden wahrscheinlich die meisten eh nicht beitreten. Weil das Christsein sich bei den meisten eh nur aufs Kirchensteuer zahlen beschränkt . Man sollte uns halt von jeder Religion was in der Schule lernen. Wenn man dann alt bzw. reif genug dazu ist, kann man sich ja dann die Religion aussuchen die einem am besten gefällt. Außerdem find ichs wirklich schlimm, dass uns bis heute noch kein Lehrer - Ich geh in die 7.Klasse - etwas über Nietzsche od. LaVey erzählt hat. Da die meisten meines alters nie von selber ein Buch in die Hande nehmen würden (außer vielleicht Harry Pottter), werden die auch nie die andere Seite des Christentums sehen. |
| Apex | Naja Nietzsche wäre auch ziemlich hart für die 7. Klasse, ich find den so schon schwer genug. :rolleyes: Im übrigen kann man sich ab 14 frei entscheiden ob man in der Kirche bleibt oder nicht. Ich sehe da keinen großen Zwang, gut ich hab meine Konfirmation noch gemacht, interessant wars, außerdem gabs Kohle. Jaja ich weiß es ist verlogen es nur des Geldes wegen zu machen und sicher net die feine Art nen Monat nach der Konfirmation aus der Kirche auszutreten aber was solls. Is lange her. |
| Darket | [QUOTE]Im übrigen kann man sich ab 14 frei entscheiden ob man in der Kirche bleibt oder nicht[/QUOTE] Das ist so nicht ganz korrekt. Mit 14 hat man Religionsfreiheit, das stimmt, aus der Kirche austreten kann man allerdings erst in dem Moment, in dem man Steuern zahlt und das ist ja die Härte schlechthin wie ich behaupte: Man muss austreten, nicht etwa umgekehrt, dass jeder der gern möchte eintreten könnte, nein wenn die Eltern drin sind ist man auch drin und muss erst wieder raus. Ich bin theoretisch auch noch drin und werds zumindest dieses Jahr auch noch bleiben, als Zivi versteuere ich mein Einkommen nicht, ergo ich kann nicht austreten :mad: |
| Apex | Echt jetzt? Aber wie konnte ich dann mit 14 austreten??? Ganz Ohne Flax ich bin bei uns zum Ordnungsamt die machen das, hab nen Wisch ausgefüllt und die Sache war geklärt. |
| Isuam | Also bei den Äußerungen über Jesus, die hier gefallen sind, bleibt mir echt die Spucke weg. Um Himmels willen, wo hast du DAS denn her ??? Jesus verlangt doch keine "Selbstverleugnung, Askese oder gar "Lieblosigkeit". Ganz im Gegenteil, er hat immer jeden Menschen ganz genau so angenommen, wie er ist und ihm das gegeben, was er brauchte. Daher die - scheinbar - widersprüchlichen Anweisungen, die er den Menschen gibt. Das sind keine Dogmen, es gibt bei Jesus keine starren Verhaltensregeln, die für alle richtig sind. Es stimmt schon, daß er zu manchen gesagt hat:"Schmeiß alles hin, verlaß deine Familie und komm mit mir." Aber das ist nicht für alle das richtige. Zu einem anderen (der sich ihm anschließen wollte) hat er gesagt: "Das Leben, das ich führe, ist zu hart und zu unbequem für dich, bleib lieber hier." "Bußfertigkeit" und "Büßen" hat nichts mit "Das mußt du büssen, jetzt geht's dir an den Kragen" zu tun, es bedeutet im biblischen Sinne nichts weiter als eine Umkehr zu Gott. Das heißt NICHT unbedingt (wie es leider oft mißverstanden wird), daß du dein äußerliches Leben ändern mußt (nach dem Motto: jetzt soll ich wohl alles anders machen -umkehren-. Hmm soviel mach ich doch gar nicht falsch ? Was soll ich ändern ? Na, vermutlich ist alles, was Spaß macht, Sünde sein, also lasse ich das weg, dann bin ich wohl auf dem "richtigen" Weg). Sauertöpfische Askese kann bestimmt nicht auf Jesus zurückgeführt werden. Das erste Wunder, was er tat, bestand darin, auf einer Hochzeitsfeier die Stimmung zu retten (indem er für Alk-Nachschub sorgte). Und sein Dauerthema war es doch, gegen die Angst zu predigen und Mut zum Leben zu machen. Okay, die Geschichte mit der Sünde (=getrennt sein von Gott) und Jesu Sühneopfer, das uns rettet, wenn wir sein Angebot annehmen, das finde ich ehrlich gesagt nicht so glaubwürdig. "Niemand kommt zum Herrn als durch mich" - das kann ich nicht glauben. HMM, soviel zu meinem Glauben. Ist wohl etwas wirr geraten, sorry. Achso, etwas fällt mir noch ein. Was soll nur immer dieses "wie kann Gott zulassen, daß ein Kind stirbt ?" ? Na, guckt euch doch mal die Natur an, die er geschaffen hat, ein einziges Fressen und gefressen werden. Er ist nicht "lieb" im Sinne unserer Maßstäbe, dieser Gott. Und der Mensch hat ganz ausdrücklich die freie Wahl, sich für gut oder böse zu entscheiden. Und je mehr Macht Menschen haben, desto umfangreicher wird der Schade, den sie anrichten können. Das galt eben auch und leider für die christliche Kirche - aber das sollte nicht dem Glauben und der Religion angelastet werden. Viele Grüße Isuam |
| crimson death | [QUOTE]Naja Nietzsche wäre auch ziemlich hart für die 7. Klasse, ich find den so schon schwer genug. [/QUOTE] 1. Vielleich hast du das mit der 7. Klasse nicht so verstanden wie ichs gemeint hab. Ich hab die 4 Grundschuljahre nicht dazugezählt! Deshalb gilt: 7+4=11 Ich gehe also in die 11. Klasse und bin somit -zwar erst seit einem knappen Monat- 16. 2. Ich finde schon, dass man in diesem alter Jugendlichen Nietzsche zumuten kann. Außerdem haben wir schon im letzten Schuljahr Kant (teilweise) durchgenommen. Wir haben zwar nur einen Absatz (aus dem Original) gelesen, aber ich finde sowieso, dass Kant schwieriger is als Nietzsche. 3. Ich habe nur gemeint, dass sie uns ja nicht gleich ein ganzes Buch lesen lassen soll, sondern es würde ja auch genügen wenn sie uns nur seine Ideologie näher bringen würden. Außerdem glaub ich kaum, dass eine öffentliche Schule den Schülern ein Buch (egal welches) von A. S. LaVey zum lesen geben würde. |
| Darket | [QUOTE]Und der Mensch hat ganz ausdrücklich die freie Wahl, sich für gut oder böse zu entscheiden. Und je mehr Macht Menschen haben, desto umfangreicher wird der Schade, den sie anrichten können. Das galt eben auch und leider für die christliche Kirche - aber das sollte nicht dem Glauben und der Religion angelastet werden.[/QUOTE] Der Mensch hat ganz eindeutig nicht die freie Wahl zwischen gut und böse, denn zu einer freien Wahl gehört zumindest die Möglichkeit zu erkennen was man wählt, dazu müsste man in diesem Fall allerdings wissen was gut und was böse ist. [QUOTE]Jesus verlangt doch keine "Selbstverleugnung, Askese oder gar "Lieblosigkeit"[/QUOTE] In letzter Zeit mal die Evangelien gelesen? Jesus ist als eine völlig gesichts und charakterlose Gestalt dargestellt. Ob er es verlangt ist eine andere Frage, er, der Heiland und Gestalt Gottes war es (wobei lieblos würde ich dahingehend ausklammern). [QUOTE]Und sein Dauerthema war es doch, gegen die Angst zu predigen und Mut zum Leben zu machen[/QUOTE] Akzeptiert, allerdings handelt der Thread von der christlichen Kirche, der man bei aller Gutwilligkeit (die ich nicht habe) nicht bescheinigen kann, dass sie Angst nimmt. [QUOTE]aber das sollte nicht dem Glauben und der Religion angelastet werden.[/QUOTE] Nicht dem Glauben, der Religion allerdings schon (s.o.) |
| Isuam | Hab leider nicht verstanden, wie man hier das mit dem Zitieren macht (steht das irgendwo?)... muß ich halt freihändig antworten. Zur Freiheit des Menschen/gut und böse: Du hast recht, der Mensch hat keine Gewißheit über die Frage, was gut und was böse ist - er muß das für sich selbst entscheiden. Jede Gesellschaft entwirft ihren "Minimalkonsens" (bei uns z.B.mit dem StGB), jede Groß-/oder Kleingruppe innerhalb der Gesellschaft (Familie, Kirchen etc.) hat nochmal ihre Privatmoral und jeder einzelne Mensch muß sich anhand dieser Vorgaben und anhand seiner eigenen Gedanken und Gefühle sein eigenes Gewissen bilden. Ich denke, das ist das, was in der Geschichte über die Vertreibung aus dem Paradies geschildert wird: Der Mensch ist -als einziges Wesen- aus der göttlichen Ordnung gefallen, indem er selber göttliche Züge hat (nach seinem Bild geschaffen ist..). Jedes Tier folgt einfach seinen Instinkten und lebt im vollkommenen Gehorsam gegenüber Gott (=ohne Sünde/Fernsein von Gott). Für den Menschen gibt es diese Möglichkeit nicht mehr, denn er kann und muß seine Umwelt frei gestalten, (= "Erbsünde", grundsätzliches Getrenntsein von Gott) und damit sitzt er ziemlich in der Patsche: Du hast Recht, der Mensch WEIß nicht, was Gottes Wille für ihn ist, er kann nur versuchen, es zu erraten. Die Frucht vom "Baum der Erkenntnis" hat ihn einerseits über die Tiere erhoben, andererseits aber auch aus ihrem seligen Nicht-Wissen herausgerissen. Ein Tier lebt in der Gegenwart und tut einfach das, wozu es geschaffen wurde (z.B.sich paaren, brüten, töten...), es kennt keine Zweifel, weiß nicht um seine Sterblichkeit, empfindet Schmerz und Angst nur als unmittelbare Reaktion auf Umwelteinflüsse - der Mensch dagegen besitzt die Fähigkeit, sich selber mit Gedanken und Befürchtungen über Vergangenheit und Zukunft zu martern. Also, Kompromiß: Ich bleibe dabei, der Mensch ist frei, sich für gut oder böse zu entscheiden - mit der Einschränkung, daß er dabei natürlich eine große Irrtumswahrscheinlichkeit hat. Mir fällt dazu der Satz von Mephistoteles im Faust ein (den ich noch nie verstanden habe, der mich aber fasziniert): "Ich bin die Macht, die stets das Böse will und stets das Gute schafft". Zu Jesus/den Evangelien: Ja, ich lese regelmäßig in den Evangelien. Sicher, die Schilderung der Personen und Ereignisse in der Bibel ist sehr holzschnittartig, das gilt auch für Jesus. Aber ich widerspreche dir energisch in dem Punkt, daß Jesus sich selbst verleugnet habe oder besonders asketisch gewesen sei. Er ist im Gegenteil mit Volldampf, Courage, Kopf-durch-die-Wand und ohne Kompromisse seinen Weg gegangen (sowas nennt man heutzutage Selbstverwirklichung). Wenn es ihm zuviel wurde, hat er sich auch mal vor den Heilsuchenden zurückgezogen, sich geweigert, "Wunder auf Bestellung" zu tun, sich (vermutlich) mit den Leuten geprügelt, die ihn aus Wut darüber von einem Berg werfen wollten. Er hat seine Gefühle nicht unterdrückt, sondern offen gezeigt - in aller Öffentlichkeit geweint (Tod seines Freundes Lazarus), vor Wut ordentlich Krawall gemacht (im Tempel), manchmal über seine unverständigen Zuhörer und die Jünger geklagt, sie oft ausgeschimpft. Und Askese ? Natürlich, ein Wanderprediger lebt nicht im Luxus. Aber Jesus hat sich doch z.B. mit den Pharisäern gestritten, weil die seinen hungrigen Jüngern am Sabbat das Ähren-Abrupfen verbieten wollten und erklärt, daß "Vorzeige-Askese" (auffällig Fasten) nicht gottgefällig sei. Jesus muß ein ungeheures Charisma besessen haben. Das wird zwar nicht explizit erwähnt, aber sieh dir die Reaktionen der Menschen auf ihn an ! Was deine Bemerkung zu Kirche/Angst betrifft: Ja, da muß ich dir leider zustimmen. Vor allem die katholische Kirche beschäftigt sich anstelle der Glaubensvermittlung wesentlich mit Angstmache und moralischen Urteilen. Manchmal habe ich den Eindruck, daß vor lauter weltfremder (Sexual)moral überhaupt kein Raum bleibt für das, worum in der Religion eigentlich geht.Jesus hat sich mit den Pharisäern oft genug darüber gestritten, daß die Gebote Gottes dazu da sind, uns zu helfen - und nicht dazu, zu rigiden und unerbittlichen Prinzipien umgebastelt zu werden, an denen Menschen zerbrechen. Religion definierst du, glaube ich, anders als ich, aber den Punkt lasß ich mal beiseite, sonst wird mein Posting zu lang. Viele Grüße Isuam |
| Tiberon | [url=http://www.nachtwelten.de/vB/misc.php?s=&action=bbcode#quote]So[/url] macht man das mit dem Zitieren. |
| Isuam | Danke ! Isuam |