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  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: Krieg gegen den Blitzkrieg ?
uthoDer War On Terrorism ist in Aller Munde , aber irgendwie kann ich mich des Gefühls nicht erwehren das der Begriff „Krieg gegen den Terror“ von kaum jemandem hinterfragt wurde .

Dieses interessante Wortkonstrukt wurde kommentarlos von Medien und der Öffentlichkeit übernommen ; in Europa und in den USA .
Verblüffenderweise kam die einzige (linguistische) Kritik an diesem Begriff von einem Amerikaner namens Zbiginiev Brezinski , einem ehemaligen Berater mehrer US Präsidenten - und berüchtigten kalten Krieger (der im Auftrag der CIA in den 80 ´ern mit Ben Laden verhandelte) .
Diesen Ausspruch finde ich so bemerkenswert daß ich ihn hier wiedergeben möchte . Mr Brezinski wurde ungefähr so zitiert : „Terrorismus ist eine Form der Kriegsführung , wie Blitzkrieg , Elektronische Kriegsführung - oder auch Guerilliakrieg . - Die Aussage „Krieg gegen den Terror“ ist daher gleichzusetzten mit etwas wie „Krieg gegen den Blitzkrieg“ und deshalb wiedersinnig .“
- Dem kann ich nur voll zustimmen .

Jemand ne Meinung dazu ?
DarketKrieg ist generell widersinnig.
DarqueKrieg mit Krieg zu bekämpfen ist sinnlos. Es ensteht ein Teufelskreis, denn der neue Krieg muss dann wiederum mit einem anderen Krieg beantwortet werden. Terror kann nicht mit Terror vergolten werden, oder wir schaffen uns unsere eigene Hölle (wenn wir das nicht schon haben).
gekitsupraeventivschlaege sind meines erachtens nirgends widersinnig... nicht im sport, nicht im spiel... und auch nicht im krieg.
im krieg gibts bestenfalls das problem der rechtfertigung (beweise mal dass eine gefahr von X besteht) - aber das ist nach den twin towers auch irgendwo hinfaellig.

sicher laesst sich das problem nicht allein militaerisch loesen, aber ein teil davon leider NUR. auch wenns den pazifisten wider den strich geht ;)

und terrorismus mit krieg gleichzusetzen halte ich fuer sehr gewagt. krieg ist eine situation - und die ist beim terrorismus nicht zwingend gegeben. auch die zielsetzung ist komplett anders: im krieg geht es ums gewinnen - dem terroristen geht es ums pure schaden anrichten, denn ein sieg ist ihm de facto nicht moeglich. in kriegen hingegen wird versucht, den kollateralschaden so niedrig wie moeglich zu halten. terrorismus besteht quasi nur aus kollateralschaden.
DarketJeder Ausbruch an gewalt beinhaltet Mangel an intellektuellen wie rethorischen Fähigkeiten auf mindestns einer der beteiligten Seiten (meist derjenigen, die Gewalt anwendet, wenn auch nicht immer).
absolut_death[QUOTE][i]Original geschrieben von gekitsu [/i]
[B]in kriegen hingegen wird versucht, den kollateralschaden so niedrig wie moeglich zu halten. [/B][/QUOTE] Dann kommt es wohl darauf an wer den Krieg führt und aus welchen Gründen. Mir fällt jetzt als Beispiel nur der Bürgerkrieg ein, die Schäden die dabei entstehen sind gewaltig.

Terrorismus ist Krieg, es wird bei beiden Gewalt eingesetzt um zum Ziel zu kommen.
ApexTerrorismus ist die Kriegsführung der Armen und Verzweifelten. Der 11.9. war defacto nichts anderes als ein unzweifelhaftes Zeichen für das, was uns schon seit den 60ern prophezeit wurde, eine radikalisierung des Nord-Süd-Konfliktes. Mit dem Unterschied, dass man damals annahm, der Krieg würde von Afrika ausgehen und nicht aus den islamischen Ländern.

Aber es war nur zu logisch. Die Menschen in den Entwicklungsländern sehen sich großen Bedrohungen gegenüber. Zum einen dem imperialistisch-kapitalistischen Systemen die ihre Länder und ihre Rohstoffe ausbeuten wo sie nur können und sie damit in Armut stürzen, zum anderen sehen sie sich in ihrer kulturellen Identität bedroht. Man hat nicht ohne Grund das WTC angegriffen, welches immerhin ein Symbol für den weltweiten Kapitalismus war. Diese Leute haben nichts zu verlieren, denn sie haben meistens schon alles verloren. Und daran haben die westlichen Staaten durchaus eine nicht unerhebliche Mitschuld dran. Dass der Islam quasi als Symobol für diesen Terrorkrieg benutzt wird ist schade, aber auch nicht überraschend. Der Islam ist nämlich das, was diese Menschen die teilweise aus ganz unterschiedlichen Kulturen kommen eint. Der Islam ist quasi, man entschuldige den Vergleich, die Internationale der Nah- und Fernoststaaten.

Wie man diesem Problem begegnen kann? Nun auf keinen Fall mit Gewalt, diese wird diese Menschen nicht beruhigen oder satt machen oder ihnen ein Haus über dem Kopf geben oder eine Arbeitsstelle, in der man so viel verdient, dass man davon überleben kann.
ange gardienAn den Ausführungen von Apex ist sicher was dran. Nur geht von den Menschen die wirklich an der Ausbeutung ihrer Länder durch die Industrienationen zugrunde gehen interessanterweise die wenigste Gewalt aus. Ich denke hierbei vor allem an Afrika, aber auch große Teile Asiens und Süd- und Mittelamerikas.
Die sind nämlich inzwischen von uns so arm gemacht worden das es nicht mal mehr zum Terrorismus reicht. Höchstens zu Aufständen im eigenen Land, von denen wir hier aber nur was mitkriegen wenn es mal wieder ein paar Touris erwischt oder irgendwo ein Flüchtlingsboot angeschwemmt wird.
Aber ich schweife vom Thema ab.

Der gegenwärtige Krieg den der Westen gegen den Terrorismus führt hat andere Ursachen. Wir hier in Deutschland können und konnten ihn nicht verhindern. Und es wird uns auch nicht helfen sich aus ihm raus zu halten, weil er nämlich schon längst in unserem Land selbst tobt, wenn auch noch unter der Oberfläche.

Die Al Kaida und ihr Gründer Osama Bin Laden haben ihre Wurzeln in Saudi Arabien. Einem der reichsten Länder der Erde. Dem Land in dem der Wahabismus, eine der radikalsten Strömungen des Islam, zuhause ist.

Dieser Terror ist keine Antwort auf die Ausbeutung der Dritten Welt durch den Westen ( die wurde und wird von den Arabischen Ländern nämlich selbst kräftig ausgebeutet, man denke nur an die Sklaverei, die es in manchen arabischen Ländern heute noch gibt) .

Dieser Terror ist nichts anderes als ein Glaubenskrieg. So wie das Christentum zur Zeit der Kreuzzüge, ist heute der Islam auf "Expansionskurs".
Und wir sollten uns möglichst schnell von dem Gedanken verabschieden das alle Menschen auf der Welt so ticken wie wir hier. Das tun sie nämlich nicht.
Eine Ursache für Al Kaida ist die Präsenz von US Truppen auf "heiligem Boden", nämlich in Saudi Arabien.
Der zweite Grund ist der Kampf gegen die Ungläubigen ( uns ).

Auch wenn es sich für uns total verrückt anhört, es gibt nicht wenige Islamisten die heute noch sauer sind das die Mauren damals aus Spanien wieder vertrieben wurden.
Diese Menschen denken in völlig anderen Kategorien als wir.

Und unser "ich tue dir nichts - dann tust Du mir auch nichts" Wunschdenken wird bei ihnen nicht funktionieren.

Das Erstarken dieser radikal-islamischen Kräfte wird gerne auf den Westen geschoben. Eine der Hauptursachen dürfte vielmehr hausgemacht sein. Die Korruption und Misswirtschaft in vielen dieser Länder, die die Bevölkerung in Armut hält, keine Bildung ermöglicht und die Menschen in die Arme radikaler Prediger treibt.

Und auf diese Entwicklung können wir, selbst wenn wir wollten, keinen Einfluss ausüben.

Um einige Fragen gleich vorweg zu beantworten:

Nein, ich habe mein Wissen nicht aus der "Bild - Zeitung". Dieses Blatt lese ich nicht. Ich bevorzuge z.B. Peter Scholl-Latour, oder auch Udo Ulfkotte, der ein sehr interessantes Buch über Islamismus in Deutschland geschrieben hat.

Und ich habe im Prinzip nichts gegen Moslems. Ich habe nur Probleme mich mit einer Religion anzufreunden, in deren Namen Frauen unterdrückt und entrechtet werden und die zum Kampf gegen "Ungläubige" aufruft. Und kommt mir bitte nicht mit "der wahre Islam ist ja sooo tolerant usw.". Der "wahre Islam interessiert mich nicht. Mich interessiert der Islam der zur Zeit auf der Welt gelebt wird.
Und wenn ich mir den so anschaue halte ich es nicht unbedingt für erstrebenswert wenn dessen Einfluss in der Welt noch weiter ansteigt...



[QUOTE][i]Original geschrieben von Darque [/i]
[B]Krieg mit Krieg zu bekämpfen ist sinnlos. Es ensteht ein Teufelskreis, denn der neue Krieg muss dann wiederum mit einem anderen Krieg beantwortet werden. . [/B][/QUOTE]

Es sei denn man schafft es seine Feinde zu vernichten...
gekitsu[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
[B]Krieg IST für mich Terror/ismus, weil er zielgerichtet Unschuldige verletzt, tötet und "straft" - für irgendetwas, was irgendein Idiot in irgendeiner Regierung falsch gemacht hat. [/B][/QUOTE]

es sieht aber so aus, dass seit dem aeltesten stueck fachliteratur ueber krieg und kriegsfuehrung das ziel des krieges ist, schnell und mit dem geringst moeglichen blutvergiessen den gegner zu bezwingen. den gegner wohlgemerkt, nicht die gegnerische zivilbevoelkerung.
dass im krieg auch zivilisten umkommen ist ein zwar schwerlich verhinderbarer, aber dennoch unerwuenschter nebeneffekt.

krieg ist im uebrigen nicht alles, wobei gewalt zum durchsetzen eigener ziele angewandt wird, absolut_death. auch wenn das gerne behauptet wird und nur zu gut ins konzept passt.

pazifismus hin oder her... es muss soviel pragmatismus da sein, dass die moeglichkeit des krieges zumindest in jedem fall rational abgewaegt wird - und nicht von vorneherein kategorisch abgelehnt wird.
LaChatte[QUOTE]praeventivschlaege sind meines erachtens nirgends widersinnig... nicht im sport, [/QUOTE]

Da kommt mir spontan die Eisläuferin Tonya Harding in den Sinn, die per Präventivschlag mit einer Eisenstange das Knie ihrer Gegnerin vor dem Wettkampf zerstört hat... und nachher kriegte sie eine Menge Ärger. Sinniger hätte ich da tatsächlich den sportlichen Wettkampf gefunden, den die eine oder andere dann tatsächlich gewonnen hätte...

[QUOTE]Wir hier in Deutschland können und konnten ihn nicht verhindern.[/QUOTE]

Jeder Mensch kann etwas für oder gegen den Frieden tun... die Abstimmung geschieht in den Supermärkten, zum Beispiel. Und es gibt keinen einzigen einzelnen Menschen und keine Organisation, die den Frieden per Machtwort erzwingen könnte.

[QUOTE]Ich habe nur Probleme mich mit einer Religion anzufreunden, in deren Namen Frauen unterdrückt und entrechtet werden und die zum Kampf gegen "Ungläubige" aufruft.[/QUOTE]

Naja, unsere hiesigen Religionen sind da um gar nichts besser, heissen sie nun Christentum oder Kapitalismus.

Krieg irgendwelcher Art kann nur dann ein Ende haben, wenn Menschen - und zwar alle Menschen - sich friedlich verhalten. Und jeder Krieg bringt Terror/Schrecken im wörtlichsten Sinn des Wortes mit sich, Krieg gegen den Terror erzeugt nur noch mehr davon.
ApexIch schließe mich da LaChatte an, im Krieg leiden immer Unschuldige. Und, dass darauf geachtet wird keine unschuldigen zu verletzen erfolgt meistens aus ökonomischen Gründen oder aus Gründen der PR. Menschlichkeit im Krieg oder gar ein "sauberer" Krieg ist ein Märchen der Moderne...Krieg ist immer gleich. Und es liegt in der Verantwortung jedes einzelnen Kriege zu verhindern.

Das es sich bei dem Terror gegen den Westen um einen Glaubenskrieg handelt denke ich nicht wirklich. Sicher der Glaube gibt den Armen die Kraft sich zu erheben...wer nichts mehr hat, hat immer noch Gott. Viele Attentäter kommen aus armen Verhältnissen. Viele haben Angst ihre kulutrelle Identität zu verlieren. Das zusammen ist eine gefährliche Mischung. Den Menschen in Afrika fehlt das einigende Element, der Islam (abgesehen von Nordafrika).
utho[QUOTE][i]Original geschrieben von gekitsu [/i]
[B]
...dass im krieg auch zivilisten umkommen ist ein zwar schwerlich verhinderbarer, aber dennoch unerwuenschter nebeneffekt.
[/B][/QUOTE]

Sorry , aber was ist mit den Flächenbombardements des Zweiten Weltkrieges , Koreas und Vietnams ?
Vielleicht ist es dir nich bekannt , aber Kriegsführung gegen Zivilisten hat in der Neuzeit sämtliche Rekorde gebrochen .
Airmarshall "Bomber" Harris und der Amerikanische Held General LeMay bezogen ihren ganzen Ruhm aus der gezielten Massentötung von Zivilisten , die von ihnen zur Strategie erkoren wurden um den Wiederstandswillen des Feindes zu brechen .

Das Töten von Zivilisten war immer schon untrennbarer Teil von Kriegen , blicke einfach nur in die Geschichte (Feldzüge der Römer , 30 Jähriger Krieg , ...)
gekitsulachatte: ich meinte systemintern im sport: wartest du (als boxer) bis du geschlagen wirst dass du kontern kannst oder knockst du nicht lieber bei der ersten sich bietenden gelegenheit aus? oder wartest du (als sprinter) bis jemand dir mit einer bombenzeit den kampf ansagt und du dann versuchst diese zeit zu brechen oder laeufst du gleich zu anfang eine zeit die kein anderer mehr unterbietet?

voraussetzung ist natuerlich die wettkampfsituation: dass ueber kurz oder lang kein weg am direkten messen vorbeifuehrt. und in dem moment in dem die politisch gegeben ist ist ein krieg, weil unabwendbar, auch praeventiv zum schutze der eigenen bevoelkerung (im boxen: der eigenen nase) gerechtfertigt und noetig.

apex: sicher ist der saubere krieg der theoretische idealfall. aber wenn du die wahl in einer situation die absehbar sicher auf einen militaerichen konflikt hinauslaeuft hast zwischen einer eigenen offensive (es sterben menschen in einer auseinandersetzung) oder dem warten bis was passiert (es sterben menschen) damit du danachzum kriegseintritt gezwungen bist (es sterben mehr menschen), was machst du? waehlst du die zweite moeglichkeit rein aus pazifistischen prinzip?

mein punkt ist, dass ein vorausverturteilen von krieg sinnlos ist. es gibt situationen in denen kein weg daran vorbeifuehrt, wie pazifistisch man auch immer ist. und in den situationen ist der meines erachtens einzig gangbare weg der des mindesten schadens - und das ist im regelfall eine wohlgeplante, zuegige offensive gegen einen noch moeglichst nicht vorbereiteten gegner (wenig kampfhandlungen => wenig tote)
Loup de nuit**************************************************
Zitat:
sicher ist der saubere krieg der theoretische idealfall.
**************************************************

Sollte die Menschheit jemals so weit sein, diesen Idealfall einzuhalten gibt es keine Kriege mehr. Denn in genau diesem Moment sind keine Kriege mehr "erforderlich"! In genau diesem Moment haben alle Menschen dieser Welt verstanden, dass man mit Kriegen nichts erreichen kann. Vor allem keinen Frieden.

Loup
Red_Sparrow[QUOTE][i]Original geschrieben von gekitsu [/i]
[B]und terrorismus mit krieg gleichzusetzen halte ich fuer sehr gewagt. krieg ist eine situation - und die ist beim terrorismus nicht zwingend gegeben. auch die zielsetzung ist komplett anders: im krieg geht es ums gewinnen - dem terroristen geht es ums pure schaden anrichten, denn ein sieg ist ihm de facto nicht moeglich. in kriegen hingegen wird versucht, den kollateralschaden so niedrig wie moeglich zu halten. terrorismus besteht quasi nur aus kollateralschaden. [/B][/QUOTE]

"Terrorismus" an sich ist entstanden in der Zeit um die französische Revolution und bezeichnete eigentlich staatliche Gewalt. Im Terrorismus, wie im Krieg geht es um Macht. Machterhaltung, Machtgewinn, Machterweiterung.

Terrorismus nur mit Kollateralschaden gleichzusetzen ist totaler SCHWACHSINN. Was hat denn die RAF gemacht? Wenn das Kollateralschäden waren, was ist dann Krieg?

Terrorismus ist der kleine Krieg. Wenn Terroristen die Möglichkeit HÄTTEN, dann würden sicher nur "Auserwählte" bei draufgehen.
Da sie dieses Mittel nicht haben, wählen sie einfach DAS Mittel, was Staaten genauso anwenden. Was zum Henker sind Massenvernichtungswaffen? WAS FÜR EINE SCHEISSE IST DAS BITTE??!?!?!? Was für eine GOTTVERDAMMTE Zielsetzung hat dieser DRECK?!?!? Hm?

Staaten, und besonders die Mächtigen würden zur Verteidigung ihrer Systeme auch Massenvernichtungswaffen einsetzen. Wenn ich Slogans wie "BETTER DEAD THAN RED" aus dem Nachkriegsamerika höre, dann weiss ich genau wo ich dran bin. Das ist Terrorismus. Lieber alles kaputtmachen, als andere an die Macht lassen...

Oder Guantanamo Bay - das ist auch Terrorismus.

Kriegstreiber wie Bush, Rumsfeld und auch treudoofe Lügner und Mitläufer wie Tony Blair und Terroristen sind auf einer Stufe - auf einer sehr Niedrigen...
DarketIn einem Konflikt zweier relativ gleichwertiger Staaten ist das, was man in den zwei Weltkiegen als die Heimatfront bezeichnet hat der entscheidende Faktor. Die kämpfende Truppe bezieht von ihr NAchschub an Waffen, Munition, Nahrung und nichtzuletzt:Soldaten. Im 2.WK haben sowohl die Nazis wie auch die Alliierten erkannt was es für ein strategischer Vorteil ist diese Heimatfront zu schwächen, Coventry, Dresden und Schweinfurt sind die besten Beispiele dafür wie man das am besten tut, man bombardiert es platt, zerstört Industrie, Infrastruktur und vor allem: Moral.
In einem solchen Konflikt gibt es keinen Kollateralschaden mehr, Verluste an der Zivilbevölkerung sind eingeplant und erwünscht. 1000 Zivilisten wegzubomben ist mittelfristig effektiver als 1000 Soldaten.
ShivaBowling for Columbine

Die Tafel des B52 Bombers:"dieses Flugzeug bombardierte an Weihnachten 197* Vietnamesen."
Zivile Opfer werden in Kriegen mit eingeplant, um die Moral zu brechen, das stimmt.
WMD sind doch der real existierende Beweis dafür.Oder warum setzten die USA im Irakkrieg zum Beispiel international geächtete Waffen ein, nämlich solche die wie Splitterbomben wirken? Sauberer krieg "Smart Bombs"? Von wegen.
Warum erfindet das US-Militär die MOAB(Massive Ordnance Air Burst Bomb,"Mother of all bombs")?
"Vom Himmel
kommend, aus großer Höhe, langsam sich nähernde Zerstörung. Aluminiumpulver,
das sich mit der gigantischen Druckwelle ausbreitet, alles Leben
vernichtend, im Umkreis von 1500 Metern."
utho[QUOTE][i]Original geschrieben von Shiva [/i]
[B]

Warum erfindet das US-Militär die MOAB(Massive Ordnance Air Burst Bomb,"Mother of all bombs")?
[/B][/QUOTE]

Das Konzept wurde schon von den Nazis eingesetzt , die dann aber darauf verzichteten - wegen der grausamen Wirkung der Waffe - und weil Stalin mit C-Waffeneinsatz drohte .

Seit dem ersten Krieg in Tschetschenien ist diese Kategorie der Aerosolbomben - durch die Hintertür - salonfähig geworden ; denn der Westen ignorierte den konzentrierten Einsatz dieser Waffen in Grozny wo sie unzählige Zivilisten massakrierten .
Diese Lektion über PR und Taktik ist in den USA verstanden worden - und sie reagierten mit dem Bau der MOAB , für die sich ja dann auch bald Einsatzmöglichkeiten finden sollten .
LaChatte[QUOTE]und in dem moment in dem die politisch gegeben ist ist ein krieg, weil unabwendbar, auch praeventiv zum schutze der eigenen bevoelkerung [/QUOTE]

Sun-Tsi meint in der "Kunst des Krieges": "Der beste General ist jener, der der siegt, ohne zu kämpfen"

Präventivkriege zeugen von einem traurigen, weil misstrauischen Menschenbild - man geht automatisch davon aus, dass einem "die andern" Böses wollen. Und eine solche Einstellung ist grundsätzlich nicht dazu geeignet, andere Lösungen (auf dem Verhandlungsweg) zu finden und zu suchen.
ShivaZur Zeit geht nicht "man"davon aus,sondern good ole Uncle Sam (Gods own Country,Weltpolizei,USA was auch immer suchts euch aus).
Und das Volk steht dahinter, weil die Bush-Administration über die Medien es dem Volk eingebläut hat. Sie werden alle verarscht, bis sie schliesslich überhaupt nicht mehr wissen was sie denken sollen. Vor dem Irakkrieg dachten 80% des amerikanischen Volkes, Saddam hat direkt was mit Bin Laden und dem WTC zu tun. Und schon hat die Regierung ihren Krieg ("Präventivschlag"),
kann ihr Militäretat aufstocken und die "Boys" losschicken, die sich dann zu Hauf abknallen lassen, und natürlich selber massenweise töten. Das ist einfach menschenverachtend, die interessieren sich nicht mal fürs eigene Volk, der Präventivschlag ist ein Witz, geschaffen um bis an die Zähne aufzurüsten.
LaChatte[QUOTE]Zur Zeit geht nicht "man"davon aus,sondern good ole Uncle Sam (Gods own Country,Weltpolizei,USA was auch immer suchts euch aus).[/QUOTE]

Dass andere solches nicht tun, liegt vermutlich weniger daran, dass sie moralisch so perfekt sind, sondern eher, dass sie nicht die nötige Finanz- und Feuerkraft dazu haben.:rolleyes:
gekitsu[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]Sun-Tsi meint in der "Kunst des Krieges": "Der beste General ist jener, der der siegt, ohne zu kämpfen"

Präventivkriege zeugen von einem traurigen, weil misstrauischen Menschenbild - man geht automatisch davon aus, dass einem "die andern" Böses wollen. Und eine solche Einstellung ist grundsätzlich nicht dazu geeignet, andere Lösungen (auf dem Verhandlungsweg) zu finden und zu suchen. [/B][/QUOTE]

was ich gesagt habe hat mit menschenhild nix zu tun.

ich sprach von der faktischen situation dass in jedem fall ein krieg ausbrechen wird. sobald die gegeben ist wuesste ich nix was einem praeventivkrieg widersprechen sollte.
wenn es andere auswege gibt, ok... wenn aber NICHT, dann ist der einzig richtige weg der, der fuer mich den geringstmoeglichen schaden bringt, sprich, der den feind fruehestmoeglich schachmatt setzt - im besten falle wenn er noch mit heruntergelassenen hosen dasteht.

hoer doch bitte endlich damit auf, mir die worte im mund rumzudrehen wenn dir kein gegenargument einfaellt :/
ShivaStimmt,LaChatte. Würden wir auf der Welt in einer anderen Dimension leben, würde ich mich wahrscheinlich über einen anderen Staat aufregen, aber hier und jetzt liegen die Dinge nun mal so
graziader fernseh-astrologe Winfried Noe schrieb zum 9/11 2001 WTC-anschlag und zum Anschlag in Madrid 3/2004 je einen artikel. den terrorismus setzte er metaphorisch mit der neunköpfigen hydra, einem mythologischen seeungeheuer, gleich, den kampf gegen den terrorismus mit der aufgabe des helden herkules, die hydra unschädlich zu machen. aufrecht, d.h. selbstgerecht, mit willen und verstand kämpfend war der hydra nicht beizukommen.
saddam hussein kam aus der höhle gekrochen wie einst die hydra. irakis wurden gefoltert wie einst die hydra. der irakkrieg – im mai offiziell beendet – geht weiter. gewalt zeugt weiterhin gewalt. der hydra ist mit selbstgerechtigkeit (a la achse des guten vs. achse des bösen) nicht beizukommen.sich knieend im schlamm, im unterirdischen dunkel, mit hydra gemein zu machen, bringt die lösung, fördert sogar ein juwel zutage.

der held Herkules kämpfte mit der neunköpfigen wasserschlange Hydra, die ihn töten will. der verschlüsselte paradox anmutende rat seines weisen lehrers lautete: "Wir erheben uns im Knien, wir erobern durch Hingabe, wir gewinnen durch Aufgabe."
auf sein blindwütendes pfeileabschießen in die hydra-höhle, aus der deckung feuern und keulenschlagen wuchsen der von ihm teilgeköpften Hydra jeweils drei neue köpfe nach. erst als er erschöpft war, änderte Herkules seine strategie im sinne des weisen und kniete im sumpf nieder und wühlte unterirdisch einen der Hydra-köpfe hervor. er hob sie nacheinander mit bloßen händen ans licht des tages, wo ihre zerstörungsmacht, da bewusst geworden, schwand. er schlug alle sichtbar gewordenen köpfe ab. nur ein zehnter (einziger) kopf wuchs nach. diesen erkannte Herkules als juwel und vergrub ihn unter einem stein.

noe schreibt:
>Der Terrorismus ist das Krebsgeschwür unserer modernen westlichen Zivilisation. Er ist die Antwort auf die Art und Weise, wie wir unsere Probleme verdrängen.

... Wir alle, auch George Bush und die Terroristen, sind mehr oder weniger stark von Trieben und infantilen Komplexen getrieben, die da heißen: Zerstörerische Wut, Neid, Eifersucht, Selbsthass, Wollust und Gier. Sie gären im Sumpf des Unbewussten, treiben dort ihr Unwesen und suchen sich im konkreten Leben Menschen und Gruppen aus, auf die sie diese direkt projizieren.

Es ist eine Illusion anzunehmen, dass George Bush oder Osama bin Laden und ihre Gefolgsleute den Bewusstseinschritt machen, in den Schlamm ihrer unterbewussten Triebe hinabzusteigen, um in sich den eigentlichen Feind zu entdecken, den es zu besiegen gilt. Erst dann bräuchten beide keine Projektionsfiguren mehr in der äußeren Welt.

Wir erheben uns nicht mehr gegen einen äußeren Gegner, wir bleiben knien und finden ihn in uns selbst, wir erobern unsere äußeren Feinde durch Hingabe und die damit erreichte Auflösung unserer inneren Triebe und Komplexe (wie innen, so außen) und siegen (auf der ganzen Linie innen wie außen) durch Aufgabe der Konflikte, des unbewussten Kampfs in uns, der uns dann nicht mehr durch äußere Kampfhandlungen bewusst gemacht werden muss.
Und das geht solange, bis wir verstanden haben, dass der Feind nicht außen zu besiegen ist.

siehe links zu noes artikeln:
[url]http://www.noeastro.de/Astrologie/Astro_Aktuell/Astro_News/news040315.html[/url]
[url]http://www.noeastro.de/Astrologie/Astro_Aktuell/Astrospecials_Archiv/Terror.html[/url]

noe sagte voraus, dass der terrorismus sich verdichten wird aufgrund der nicht realisierten menschlichen projektionen von innen nach außen, vom inneren auf den äußeren kampf. solange der ´terrorismus´-planet pluto (massive zerstörung bzw. wandlungsbestrebungen aus dem hinterhalt) noch im schützen (öffentlichkeit) steht (bis 2009) dürfte dieser unziemliche kampf mit der hydra wohl kaum nachlassen.

salve
LaChatte[QUOTE]ich sprach von der faktischen situation dass in jedem fall ein krieg ausbrechen wird. sobald die gegeben ist wuesste ich nix was einem praeventivkrieg widersprechen sollte.[/QUOTE]

Worauf beziehst du dich da? Ich glaube kaum, dass die Irakis die USA angegriffen hätten... und die Theorie, dass die Anschläge des 11. Septembers massgeblich vom Irak aus gesteuert wurden, hat sich in Luft aufgelöst, ebenso wie die Massenvernichtungswaffen... Ich sehe keinen Grund, der einen Präventivkrieg der USA gegen den Irak gerechtfertigt hätte.

Und was terroristische Aktionen angeht, so hat der Krieg der USA im Irak solche eher noch gefördert - viele Irakis dürften Familienangehörige verloren haben, was den Hass nur fördern kann und eher neue Terroristen züchtet, anstatt das Problem des Terrorismus zu lösen.

Ich gehe schliesslich auch nicht auf die Strasse und hacke präventiv alle Leute runter, die mir begegnen, mit der Begründung, dass sie mich einmal irgendwann angreifen könnten.
ShivaPräventivkrieg, pah!
So ein Schwachsinn!!! Verarsche!!! Muss mich jetzt ma darüber auslassen. Man nehme den militärisch super ausgerüsteten Staat.
Man füttert die Welt mit falschen Infos. Und schon kann man jedes Land angreifen, was einem grade nicht gefällt.Ich sehe hier nichts vorbeugendes.Ich sehe nur Profitgeilheit. Warum greifen die nicht Nordkorea an,welches viel gefährlicher ist(WMD)? Na?
Richtig,kein Öl da!
Ich sag ma so: Alle Staaten der Welt sollten einen Präventivschlag gegen amerikanische Militäreinrichtungen führen!!!Das wär für mich der einzige Präventivschlag der möglich wäre.Because this America has gone mad.Na ja.Hoffentlich wird Kerry gewählt.Wenn nicht seh ich schwarz(lol).Wie viele dieser Schläge kommen denn dann noch?
Den Terrorismus werden sie jedenfalls nicht beenden.Denn je mehr Menschen sie töten, desto grösser wird der Hass der Hinterbliebenen sein.
gekitsulachatte: ich habe auch von keinem konkreten praeventivschlag gesprochen.
LaChatte[QUOTE]lachatte: ich habe auch von keinem konkreten praeventivschlag gesprochen.[/QUOTE]

Könntest du nicht einen finden? (ich bin historisch nicht so gut informiert), es ist immer einfacher, eine Sache an einem konkreten Beispiel anzuschauen...
ange gardienDer Sechstagekrieg 1967 war ein Präventivschlag Israels gegen seine arabischen Nachbarn. Ägypten hatte bereits starke Truppenverbände an der Grenze zu Israel zusammen gezogen.
Mit einem Überraschungsangriff gelang es der israelischen Armee den zahlenmäßig überlegenen Gegner zu vernichten.
ApexMit einem sehr tollen Ergebnis für die beteiligten Menschen und Auswirkungen die bis heute einen Frieden im Nahen Osten unmöglich machen. Israel besetzte das Westjordangebiet einschließlich Ostjerusalem, den Gazastreifen, die Golanhöhen und die Halbinsel Sinai. Das Flüchtlingsproblem verschärfte sich gravierend. Von den 1,3 Millionen palästinensischen Bewohnern des Westjordangebiets und des Gazastreifens flohen infolge der Kriegsereignisse laut UNO-Statistiken etwa 500000 in die arabischen Nachbarstaaten; 220000 von ihnen waren Vertriebene des Kriegs von 1948/49. Am 22.November 1967 verabschiedete der UNO-Sicherheitsrat die Resolution 242, die Israel aufforderte, seine Truppen aus den während des Kriegs besetzten Gebieten zurückzuziehen. Sehr schön gelöst das ganze.

Ein Krieg ist in meinen Augen erst dann unvermeidbar, wenn ein Land ein anderes definitiv angegriffen hat. Wäre die Politik der Präventivschläge schon früher praktiziert worden, dann hätte es vielleicht nie einen kalten Krieg gegeben, keine Abschreckung und wir wären vielleicht heute alle nicht hier. :rolleyes:
ange gardienDie Israelis hatten die Wahl zwischen Angriff und ihrer eigenen Vernichtung. Der ägyptische Diktator Nasser hat nicht nur selbst gigantisch aufgerüstet sondern es auch mehr oder weniger geschafft die sonst so zerstrittenen arabischen Länder zu einigen um "die Juden ins Meer zu treiben" wie es damals von arabischer Seite hieß und auch heute noch heisst.
Tantorius[QUOTE][i]Original geschrieben von Darque [/i]
[B]Krieg mit Krieg zu bekämpfen ist sinnlos. Es ensteht ein Teufelskreis, denn der neue Krieg muss dann wiederum mit einem anderen Krieg beantwortet werden. Terror kann nicht mit Terror vergolten werden, oder wir schaffen uns unsere eigene Hölle (wenn wir das nicht schon haben). [/B][/QUOTE]

feuer bekämpft man auch mit feuer........
utho[QUOTE][i]Original geschrieben von ange gardien [/i]
[B]Die Israelis hatten die Wahl zwischen Angriff und ihrer eigenen Vernichtung. [/B][/QUOTE]
Das sehe ich als unrealistische Einschätzung ; a) wegen des technischen Vorsprungs den die IDF (!) schon damals hatte b) wegen der umfassenden Unterstützung die von den USA auf dem Militärischen und dem Nachrichtendienstlichen Sektor geleistet wurde . Selbiges sogar bis zur Selbstaufopferung - wie die Vertuschung der Bombardierung der USS Liberty durch die Israelische Luftwaffe nahezulegen scheint .
- Die von dir gemachte Aussage wird häufig als Rechtfertigung für jenen Krieg , für die Besetzung ect. genutzt - hat mit den realen historischen Fakten aber nichts zu tun . - Volkspädagogische Interpretation der historischen Tatsachen .
uthoÜbrigens - schon zu der Zeit verfügte Israel über B und C-Waffen ; manche Quellen mutmaßen sogar mit einigen nuklearen Gefechtsfeldwaffen über die die IDF Verfügung gehabt haben soll . - Nicht hiervon klingt nach Verwundbarkeit .
ange gardienMan betrachte sich nur einmal die Verluste welche die zahlenmäßig kleine IDF im Sechstagekrieg und im Yom Kippur Krieg hinnehmen musste.

Wobei Du mit der "volkspädagogischen Interpretation" der Tatsachen nicht unrecht hast.
Selten wird die Täter-Opferrolle so einseitig ausgelegt wie im Nahostkonflikt.
Aber was erwartet man auch wenn selbst unser jetziger Außenminister in seiner "besten Zeit" mit dem Palituch auf dem Kopf durch die Gegend rannte :rolleyes:
uthoSorry , aber soweit ich die Quellenlage sehe ist klar das die Mehrzahl der Verluste der Israelis nicht durch Defensivoperationen - sondern durch offensive Unternehmungen (landgrab) verursacht wurden , die als Gegenstoß dem Angriff folgten .
crimaterrror gegen den krieg
mit waffenvernichtungsmassen

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