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  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: Recht und Unrecht in D-Land
StonehengeLiebes Nachtvolk!

Gerade vorhin stolperte ich über einen Zeitungsartikel der Freien Presse, der bei mir zwar nicht zum ersten Mal, aber ziemlich extrem Wut und Verärgerung über die Arbeit eines gut Teiles der dt. Justiz und die dahinterstehende Gesetzgebung ausgelöst hat. Da es unter
[url]http://www.freiepresse.de/TEXTE/THEMA/THEMA_DES_TAGES/HP_THEMA_DES_TAGES/TEXTE/706621.html[/url]
vermutlich nicht allzu lange stehen wird, erlaube ich mir einmal, zu zitieren:

[QUOTE]
[B]
Geklärt, aber ohne Sühne
Doppelmörder von Torgau erhängte sich - Vorbestraft wegen Mordes und Totschlags

Torgau. Der jetzt nach neun Jahren aufgeklärte Mord an Antje Köhler und ihrer Cousine Sandy Hofmann bleibt ungesühnt. Die Polizei präsentierte am Donnerstag in Leipzig der Öffentlichkeit zwar den mutmaßlichen Täter: Gerhard D., 45 Jahre, [SIZE=3]vorbestraft wegen Mordes und Totschlags.[/SIZE] Aber Gerhard D. lebt nicht mehr. «Er hat sich am 13. Oktober in seiner Zelle das Leben genommen», sagte Leipzigs Oberstaatsanwalt Norbert Röger. «Er kann leider - und ich betone: leider - für die Morde nicht mehr zur Rechenschaft gezogen werden.»
Neun Jahre war die Polizei in Torgau dem Täter auf der Spur, der im September 1994 die beiden Mädchen umgebracht hatte. Die 17 Jahre alte Antje und ihre 18 Monate alte Cousine Sandy verschwanden am 8. September nahe eines Waldstücks bei Torgau , als sie im Auto warteten, während Sandys Mutter Pilze suchen ging. Gerhard D. hatte da gerade vor 14 Tagen seine Lebensgefährtin in der Nähe von Dessau umgebracht und war auf der Flucht. Wohl eher zufällig, so vermutet Oberstaatsanwältin Claudia Laube, stieß er während seiner 20 000 Kilometer langen Odyssee durch Deutschland dann auf die beiden im Auto wartenden Mädchen. Am 27. September fand ein Pilzsucher die Leichen der beiden südlich von Hamburg - Sandy wurde erdrosselt, die Todesursache von Antje lässt sich auch heute nicht eindeutig feststellen. Auch das Motiv der Tat ist noch immer unklar.

Acht Jahre lang tappte die Torgauer Polizei mit Unterstützung von Bundes- und Landeskriminalamt mehr oder weniger im Dunkeln. Mehrere Verdächtige mussten wieder freigelassen werden. Erst 2002 konnten mit neuester Kriminaltechnik eine DNA-Spur und ein Fingerabdruck des Täters vom Tatort isoliert werden. Die Polizei entschloss sich darauf zu einem «mutigen» Schritt, wie es der Chef der Torgauer Polizei, Wolfram Thiele, heute nennt: Sie rief den größten Massengentest in der sächsischen Polizeigeschichte ins Leben. Bis 15. November beteiligten sich daran 15 460 Männer, lediglich 217 verweigerten sich laut Staatsanwaltschaft dem Test. Unter ihnen war auch Gerhard D. - 1977 wegen Mordes und versuchter Vergewaltigung vom Bezirksgericht Halle zu lebenslanger Haft verurteilt, nach der Wende aber im Rahmen einer Amnestie zu 15 Jahren Haft begnadigt - der [SIZE=3]wegen des Totschlags an seiner Lebensgefährtin im Maßregelvollzug[/SIZE] in Uchtspringe einsaß. D. sei am 9. Oktober erkennungsdienstlich behandelt worden, sagte Laube. «Einen Speicheltest hat er verweigert.»

Warum die Speichelprobe D.´s im Zentralregister des Bundeskriminalamtes nicht bereits vorgelegen hatte, ist laut Röger zurzeit noch unklar. Die Staatsanwaltschaft Dessau erklärte am Donnerstag, die Entnahme eines DNA-Tests sei 1995 noch nicht üblich gewesen. Seit 2000 würden bestimmte Tätergruppen aber rückwirkend erfasst. Ob eine Probe von Gerhard D. dabei ist, lasse sich nicht sagen. Die entsprechenden Akten seien gerade auf dem Weg nach Leipzig.
Am 13. Oktober erhängte sich Gerhard D. mit einem Schal in seiner Zelle. Aus seinen persönlichen Sachen habe aber DNA gewonnen werden können, die keinen Zweifel an der Täterschaft im Fall des Doppelmords erkennen lasse, erklärt die Polizei. (Quellen: Staatsanwaltschaft Dessau auf ddp-Anfrage; Rest vor Journalisten in Leipzig)

(ddp)
6.11.2003
[/B][/QUOTE]

Da fragt mer sich doch, sind die noch ganz dicht mit ihrer Verbrecherbehandlung? Wie kann man denn jemanden wegen Totschlag nur in Maßregelvollzug setzen, noch dazu wenn er vorher schon seine Strafe für Mord halb erlassen bekommen hat? Für solche Täter darfs nur eine Möglichkeit geben, lebenslang unter Sicherheitsverwahrung!
Passend dazu hörte ich neulich einen sehr ausführlichen Radiobericht über die Sicherungsverwahrung. Da sitzen (wohl ein paar 100 in Deutschland) Leute nicht nur wegen Mord und/oder Kinderschändung, sondern auch einige wegen immer wiederholtem Diebstahl lebenslang unter Verschluß. Das auftretende Ungleichgewicht paßt so richtig in eine vom Kapital bestimmte Gesellschaft: Da werden werden einige wegen Verbrechen gegen das Geld für immer weggesperrt, während sich Mörder im Maßregelvollzug fast frei bewegen können und noch fleißig weiter umbringen. Na gute Nacht, da ist wohl einigen Verantwortlichen der Wert des Geldes höher als der eines Menschenlebens. In diesem Zusammenhang bekommt der Begriff (Schreibtisch-)tätervolk eine ganz andere, traurige Deutung.
Hoch anrechne ich die Arbeit der Polizei, die alles in Bewegung zu setzen solche Verbrecher dingfest zu machen, und durch derart lasche Urteile von Justiz/Gesetzgeber ja regelrecht demoralisiert werden müssen.

Gruß & auf Reaktionen gespannt seiend,
Stone
SenecaSteruerhinterziehung wird in allen Nationen dieser Welt strenger geandet als Straftaten wie Körperverletzung oder gar Totschlag...

In den USA gibt es ab der drittem Wiederholungtat, und sei es ein einfacher Diebstahl, immer Lebenslänglich...!

Der Staat versucht sich natürlich durch entsprechenden Strafen davor zu schützen, unterwandert oder ausgehebelt zu werden...!

Nach wie vor steht auf Mord eien Höhere Strafe als auf Diebstahl, nämlich max. Lebenslänglich (15-25 Jahre) gegen 3 Monate bis max. 10 Jahre in besonders schweren Fällen.
scorpio666Naja es kommt auf den Einzelfall an.Jemand der vielleicht einmal in seinen Leben Scheiße gebaut hat sollte schon eine zweite Chance bekommen.
Aber mit der Gerechtigkeit ist schon so ne Sche,wer sich leisten kann nen guten Rechtsverdreher zu beauftragen,wird wohl immer besser davon kommen als jemand der nur einen Pflichtverteidiger hat.Aber wie hat slime schon gesungen:"Ich glaube ehr an die Unschuld einer Hure,als an die Gerechtigkeit der deutschen Justice."

@Seneca
Hier muß man sich nur aufs Ehrenwort berufen,und Kanzler gewesen sein,das reicht dann fürn Freispruch.
Demon17Also bei Totschlag ist das so eine Sache, so können Fälle, die eigentlich eher etwas mit Nitwehr zu tun haben ebenso darunter fallen wie sehr gemeine Verbrechen. Vergewaltigung mit Todesfolge z.B. Das Strafmass wird auch nach der vermuteten Resozialisierbarkeit eines Täters bemessen. Schliesslich sollte eine Strafe in der Theorie der Besserung des Täters dienen und ist nicht als Rache gedacht. Ob die Justiz. was Gewaltverbrechen angeht zu lasch ist will ich mal dahingestellt lassen. Für die Bewertung solcher Straftaten ist insbesondere die "Kaltblütigkeit" also ob sie geplant oder ungeplant, affektiv entstanden ist entscheidend.


never surrender


demon17
Julya[QUOTE][i]Original geschrieben von scorpio666 [/i]
Naja es kommt auf den Einzelfall an.Jemand der vielleicht einmal in seinen Leben Scheiße gebaut hat sollte schon eine zweite Chance bekommen.
[/QUOTE]



ich nenne eine vergewaltigung, einen kindesmißbrauch oder einen mord nicht gerade 'scheiße bauen'!
was ist denn, wenn der arme geläuterte mörder bei seiner zweiten chance wieder jemanden umbringt?
meiner meinung nach darf man dieses risiko nicht eingehen!
scorpio666@Julya
Ich gebe Dir Recht.Ich sagte ja auch kommt auf den Einzelfall drauf an.Aber was wenn jemand wirklich in einer Situation gerät,indem er sich einmal zu Gewalt hinreissen lies,der andere unglücklich fiel,und er so einen Mord aufs Gewissen hat.
Sicher er hat scheiße gebaut und sollte dann auch bestraft werden.Aber hätte er nicht eine 2. Chance verdient.
Jeder im Leben macht mal was was erst hinterher schwerst bereut.Vergewaltiger und Kinderschänder,ist hingegen was anderes da sie ja abartig krank sind.Das einzigste was da wohl,neben einer Sicherheitsverwahrung helfen würde wäre wohl eine Kastration.
Eine Vergewaltigung ist wie Mord,sogar noch schlimmer ,denn nicht selten Zerstört man den Rest des Lebens des Opfers.
Mac[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]In den USA gibt es ab der drittem Wiederholungtat, und sei es ein einfacher Diebstahl, immer Lebenslänglich...!

[/B][/QUOTE]


Das ist nicht ganz richtig. Diese Gesetzesverschärfung gibt es meines Wissens nach derzeit nur in Californien. Andere Staaten wollten das wohl prüfen mir ist aber noch keiner bekannt der es so übernommen hat.


Mac
rubberhydeDas ist mal wieder blanker Unfug, wie er nur von juristischen Laien stammen kann.
Im Großen und Ganzen ist es schon okay wie es gehandhabt wird.
Julya[QUOTE][i]Original geschrieben von scorpio666 [/i]
@Julya
Ich gebe Dir Recht.Ich sagte ja auch kommt auf den Einzelfall drauf an.Aber was wenn jemand wirklich in einer Situation gerät,indem er sich einmal zu Gewalt hinreissen lies,der andere unglücklich fiel,und er so einen Mord aufs Gewissen hat.[/QUOTE]


das ist natürlich was anderes. wenn jemand 'dumm fällt' aufgrund der schuld eines anderen, ist das ja auch kein mord. mord hat immer was mit vorsatz zu tun....
AsheCorvenWas genau ist Unfug bei dem ganzen?

[QUOTE][i]Original geschrieben von rubberhyde [/i]
[B]Das ist mal wieder blanker Unfug, wie er nur von juristischen Laien stammen kann.
Im Großen und Ganzen ist es schon okay wie es gehandhabt wird. [/B][/QUOTE]
rubberhyde@AsheCorven:

Fast jeder zweite Satz!

Im Einzelnen:
-------
1.

Steruerhinterziehung wird in allen Nationen dieser Welt strenger geandet als Straftaten wie Körperverletzung oder gar Totschlag...


Bullshit !


-----
2.


Aber mit der Gerechtigkeit ist schon so ne Sche,wer sich leisten kann nen guten Rechtsverdreher zu beauftragen,wird wohl immer besser davon kommen als jemand der nur einen Pflichtverteidiger hat.Aber wie hat slime schon gesungen:"Ich glaube ehr an die Unschuld einer Hure,als an die Gerechtigkeit der deutschen Justice."


Quatsch !

------------

3.

Also bei Totschlag ist das so eine Sache, so können Fälle, die eigentlich eher etwas mit Nitwehr zu tun haben ebenso darunter fallen wie sehr gemeine Verbrechen.

Unfug !
Notwehr ist Notwehr und bleibt straffrei.


-------

4.

Aber was wenn jemand wirklich in einer Situation gerät,indem er sich einmal zu Gewalt hinreissen lies,der andere unglücklich fiel,und er so einen Mord aufs Gewissen hat.


Ebenfalls Quatsch.
Das ist dann Körperverletzung mit Todesfolge.
Mildere Bestrafung.

--------


Es wird immer so getan als seien in der Justiz nur Schwachköpfe.
Das Rumgejammer nervt.
Die Regelungen machen schon Sinn.
Bei Sicherheitsverwahrung muß man sich schon die Frage stellen, ob man jemanden der wiederholt Straftaten begeht noch frei rumlaufen lassen kann.
Ob Mord oder mehrfacher Raub oder Berufsdieb.
Im Endeffekt sind solche Leute unbelehrbar. Ich kann auf sie verzichten.
Im Ausgangsfall gab es eben damals noch keine DNA Analyse.
Das wird sich in Zukunft aber verbessern.
rubberhydeHinter vorgehaltener Hand kann ich aber sagen, daß ein teurer Anwalt nicht unbedingt besser ist.Und einem Richter ist es auch egal. Der macht sein Urteil wie er es für richtig hält.


aber pssst.
Ich hab nichts gesagt.
rubberhydeIch will damit sagen, daß es beispielsweise bei Bagatellen einen "Standardkatalog" gibt.
Also bei der ersten Straftat 30 Tagessätze, bei der zweiten 60, dann 90 usw.
Wenn die Sache klar ist, kann ein guter Anwalt dann auch nicht viel rausholen.
Natürlich sieht es bei größeren Sachen anders aus. Da kann man dann schon nach Verfahrensfehlern suchenund in Revision gehen.
Oder den Richter mit Einspruch nerven und einen Deal aushandeln.

Aber bei Kleinkram nützt das nicht viel.
Beim Amtsgericht braucht man gar keinen Anwalt.


Im Zivilrecht ist ein Vergleich auch nicht das Schlechteste.
Der Anwalt wird den Mandant vorher fragen, ob er einverstanden ist. Bei solchen Sachen geht es halt auch immer darum, ob man seinen Anspruch beweisen kann.
Und ein Vergleich ist dann besser als nix.
Stonehenge[QUOTE][i]Original geschrieben von rubberhyde [/i]
[B]
Bei Sicherheitsverwahrung muß man sich schon die Frage stellen, ob man jemanden der wiederholt Straftaten begeht noch frei rumlaufen lassen kann.
Ob Mord oder mehrfacher Raub oder Berufsdieb.
Im Endeffekt sind solche Leute unbelehrbar. Ich kann auf sie verzichten.
Im Ausgangsfall gab es eben damals noch keine DNA Analyse.
[/B][/QUOTE]

Die DNA-Analyse hat aber nichts damit zu tun, daß dieser Mann, der schon vorher wegen Mordes einsaß nach einem Totschlag in den Maßregelvollzug kam. Ich weiß zwar nicht genau, wie streng solch ein Vollzug gehandhabt wird, aber der Fall Schmökel (damals war es wohl ein Freigang) hatte gezeigt, daß bei wirklich gefährlichen Tätern ein zu laxer Vollzug ein schlimmes Risiko darstellt.
Vor allem bin ich der Meinung , daß selbst unendlich oft wiederholter Diebstahl nicht schwerer bestraft werden sollte als Mord (besser sogar Totschlag, nicht Notwehr oder fahrlässige Tötung versteht sich). Sitzt daher auch nur ein Verbrecher lebenslang in Verwahrung wegen Verbrechen gegen das Kapital (Diebstahl), dann bitteschön jeder Mörder. Ich trete dabei ein für die Logik, daß Kapital nicht wertvoller sein darf als ein Menschenleben. Noch trauriger sieht die Bilanz beim Vergleich Diebstahlsdelikte - Tierquälerei aus.

Gruß
Stone (kein Jurist)
Seneca[quote][i]geschrieben von rubberhyde[/i]

"Steuerhinterziehung wird in allen Nationen dieser Welt strenger geandet als Straftaten wie Körperverletzung oder gar Totschlag..."


[b]Bullshit ![/b]
[/quote]




[b]§ 370 AO Steuerhinterziehung[/b]

(1) Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer

1. den Finanzbehörden oder anderen Behörden über steuerlich erhebliche Tatsachen unrichtige oder unvollständige Angaben macht,
2. die Finanzbehörden pflichtwidrig über steuerlich erhebliche Tatsachen in Unkenntnis lässt oder
3. pflichtwidrig die Verwendung von Steuerzeichen oder Steuerstemplern

und dadurch Steuern verkürzt oder für sich oder einen anderen nicht gerechtfertigte Steuervorteile erlangt.

(2) Der Versuch ist strafbar.

(3) [b]In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren.[/b] Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter

1. aus grobem Eigennutz in großem Ausmaß Steuern verkürzt oder nicht gerechtfertigte Steuervorteile erlangt,
2. seine Befugnisse oder seine Stellung als Amtsträger missbraucht,
3. die Mithilfe eines Amtsträgers ausnutzt, der seine Befugnisse oder seine Stellung missbraucht, oder
4. unter Verwendung nachgemachter oder verfälschter Belege fortgesetzt Steuern verkürzt oder nicht gerechtfertigte Steuervorteile erlangt.


[b]§ 223 Körperverletzung[/b]

(1) Wer eine andere Person körperlich mißhandelt oder an der Gesundheit schädigt, wird mit[b] Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.[/b]

(2) Der Versuch ist strafbar.


[b]StGB § 226 Schwere Körperverletzung[/b]


(1) Hat die Körperverletzung zur Folge, daß die verletzte Person1. das Sehvermögen auf einem Auge oder beiden Augen, das Gehör, das Sprechvermögen oder die Fortpflanzungsfähigkeit verliert,
2. ein wichtiges Glied des Körpers verliert oder dauernd nicht mehr gebrauchen kann oder
3. in erheblicher Weise dauernd entstellt wird oder in Siechtum, Lähmung oder geistige Krankheit oder Behinderung verfällt,so ist die Strafe Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren.

(2) Verursacht der Täter eine der in Absatz 1 bezeichneten Folgen absichtlich oder wissentlich, so ist die Strafe Freiheitsstrafe nicht unter drei Jahren.

(3) In minder schweren Fällen des Absatzes 1 ist auf Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren, in minder schweren Fällen des Absatzes 2 auf Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren zu erkennen.


Fazit: man muss schon ganz schon zuhacken, um auch für die Verletzung eines Anderen mit einer hohen Haftstrafe rechnen zu müssen....bei Steurerhinterziehung geht das viel leichter....

Schnell mal ein paar Unterlagen gefälscht, schnell mal 250.000 € gespart...schnell mal mehr als fünf Jahre aufgebrummt.
rubberhydeSchön, daß die Paragraphen zum Vergleich gepostet werden.
Man sieht , daß Steuerhinterziehung erhebliche Strafe nach sich ziehen kann. Das Strafmaß ist gleich hoch wie bei der Körperverletzung. Aber nicht so hoch wie bei Totschlag( wie fälschlich behauptet).

Es ist für mich auch logisch, daß ein schwerer Fall der Steuerhinterziehung schwerer bestraft wird, als eine einfache Körperverletzung.
Die kriminelle Energie ist höher. Und der Schaden auch.
Ein Beispiel: Es wäre doch wohl jedem lieber eine Ohrfeige zu bekommen als um 250 000 Euro betrogen zu werden,oder?
-----
Zum Fall Schmökel:

Man dachte eben, er sei resozialisierbar. Ein Irrtum.
Man will eben jedem eine zweite Chance geben.
SenecaLediglich Augenaustechen oder Arme abhacken oder Kastrieren zieht eine vergleichbare Strafe wie schwere Steuerhinterziehung nach sich....eien Ohrfeige wird in der Praxis ja kaum noch geandet....

Jemanden krankenhausreif zu schlagen, ohne bleibende Schäden, wird milder bestraft als Steuerhinterziehung, da wollen wir uns mal nichts vormachen....

Totschlag:



§ 212
Totschlag
(1) Wer einen Menschen tötet, ohne Mörder zu sein, wird als Totschläger mit Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren bestraft.

(2) In besonders schweren Fällen ist auf lebenslange Freiheitsstrafe zu erkennen.


Wobei ich mich frage was ein besonders schwerer Fall von Totschlag wäre, man geht dann von einer in Kauf genommenen Tötung aus, was näher am Mord zu werten ist, also kein einfacher Totschlag....


Sagen wir also mal. das ein Verbrechen gegen den Staatshaushalt ebenso geandet wird, wie Totschlag oder schwere Körperverletzung...stimmt dennoch nachdenklich

Womit die Behauptung also nicht stimmt....
absolut_deathAlso, das deutsche Rechtssystem ist doch im Großen und Ganzen in Ordnung (ich meine die Gesetze). Sicherlich gibt es an vielen Ecken und Enden Verbesserungen zu machen, doch wie viele Mörder werden weggesperrt und resozialisiert von denen wir nie wieder etwas hören weil sie sich nichts mehr zu Schulden kommen lassen???

Ich denke das Ganze müsste einfach mal "überarbeitet" werden.

Zum Thema Steuerhinterziehung... Richtig so, was denkt ihr was passiert wenn man solche Verbrechen zu gering bestrafen würde??? Und ich finde nicht das es auf den Vergleich ankommt sondern auf die Strafhöhe allein und die find ich in beiden Fällen (Steuerhinterziehung wie Körperverletzung) gerechtfertigt. Man kann beide Verbrechen auch nicht vergleichen!

absolut_death

PS: Das alles ist mir tausendmal lieber als amerikanische Verhältnisse wo Unschuldige als Sündenböcke für die Öffentlichkeit sterben müssen...
Mac[QUOTE][i]Original geschrieben von rubberhyde [/i]
[B]Das ist mal wieder blanker Unfug, wie er nur von juristischen Laien stammen kann.
Im Großen und Ganzen ist es schon okay wie es gehandhabt wird. [/B][/QUOTE]


Danke! Nicht jeder von uns juristischen Laien hat jederzeit einen Anwalt zur Hand um alles sofort zu verifizieren.

Ich erwarte das du derartig blumige Meinungsäusserungen (ebenso "Bullshit" etc.) unterlässt. Das trägt weder zur Diskussion noch zu einem positiven Meinungsbild über Juristen (du scheinst ja einer zu sein) bei.


Ich persönlich halte weder eine Verteufelung noch eine Idealisierung des deutschen Rechtssystem für angebracht. Es gibt sicherlich sehr sehr gute Aspekte aber auch sehr sehr große Löcher.


Mac
rubberhyde@ Mac

was mich an der Sache nervt, ist daß sich Leute anmaßen Dinge beurteilen zu können von denen sie nichts verstehen.
Und vor allem , wenn Vermutungen als Tatsachen hingestellt werden, die zudem auch noch falsch sind.
Und dann behauptet ein Laie, daß in der Justiz alle bekloppt sind usw.

So nicht !
------
Zitat Mac:

Es gibt sicherlich sehr sehr gute Aspekte aber auch sehr sehr große Löcher.


Schon wieder so eine aus der Luft gegriffene Behauptung.
Woher weißt Du das?
Welche Löcher gibt es denn ?

-------

Ich rege mich auch nicht über ärztliche Kunstfehler auf, weil ich kein Arzt bin und es deshalb nicht beurteilen kann.


-----


Zur Steuerhinterziehung:

Es ist schon richtig, daß hier bei größeren Summen hart durchgegriffen wird.
Es ist eine Frechheit, daß sich Promis einen Zweitwohnsitz in Monaco zulegen und damit hier keine Steuern zahlen müssen.
Der kleine Fabrikarbeiter, dem kaum das Geld zum Leben reicht muß sich doch verarscht vorkommen.
MacHey ganz langsam, tritt doch ruhig nen Gang zurück. Du musst nicht das deutsche Rechtssystem verteidigen. Ich will das System an sich auch gar nicht angreifen.

Es gibt Löcher die ich im täglichen Alltag, in den Medien und durch Selbststudium für mich denke gesehen und entdeckt zu haben. Ich halte wiederum das GG (ich habs als Laie gelesen, 1 Semester Jura NF bringt nur dürftig in die Materie) für wirklich gut und kann mir auf diesem Planeten kein Land vorstellen in dem ich meine persönlichen Rechte so gut geschützt weiss. Eine Laienmeinung.

Die deutsche "Entfaltungsfähigkeit" hat aber auch Schattenseiten. Die Etablierung radikal-islamistischer Gruppen und Bildungseinrichtungen (siehe den persönl. Hintergrund der guten Frau Ludin). Gleichsam sind mittlerweile in meiner Straßenbahn Kameras angebracht. Meine Nahverkehrsgesellschaft hat mich nach einer Mahnung vor Gericht geschleift und angezeigt was mir beinahe auch noch einen Eintrag in meinem Führungszeugnis verschafft hätte. Als Azubi der gerne mal Rettungsassistent werde will hätte man mir deshalb die Berufszulassung verweigert. Wegen einer Mahnung. Da fehlt imho die Verhaltnismäßigkeit.

Die jetzige Überprüfung von Bafögempfängern. Scheint ja rechtlich in Ordnung zu sein oder ist dir ein Urteil bekannt in dem die "Stichprobe" gekippt wurde? Ich finde die Ausmaße erschreckend.

Weiterhin, die rechtliche Reglung von Vergewaltigung und Kindesmissbrauch scheint angemessen?

§ 176 StGB: Sexueller Mißbrauch von Kindern.

(1) Wer sexuelle Handlungen an einer Person unter vierzehn Jahren (Kind) vornimmt oder an sich von dem Kind vornehmen lässt, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu 10 Jahren, in minder schweren Fällen mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.


Klingt nett stellt aber letztlich Kindesmißbrauch auf die selbe Stufe wie Steuerhinterziehung, für den Laien zumindest. Und mir persönlich fehlt in dem Fall das MUSS der therapeutischen Unterbringung nach Abbüßen der Strafe. Natürlich kann der Richter das noch Verhängen. Er muss es aber nicht. Schmökel könnte ein Einzelfall gewesen sein? Weiss ich aber nicht. Kann ja sein das es noch andere, weniger medieninteressante Fälle gegeben hat. Kann also sein dass das Maßregelvollzugssystem gut ist. Wenn ich mich aber recht an die Erfolgsraten solcher integrierter Therapien erinnere dann ist das wohl aber irgendwie nicht der Fall.


Wo ist der rechtliche verankerte Opferschutz für vergewaltigte Frauen, missbrauchte Kinder, misshandelte Kinder? Organisation wie der "Weiße Ring" oder der "Kinderschutzbund" kämpfen zu guten Teilen auf eigene Faust u.U. gegen das Jugendamt. Wo klafft da die Lücke? In den Bestimmungen fürs Jugendamt? Im StGB? Richtig, ich kann es als Laie nicht fachlich beurteilen. Aber auch als Laie weiss ich das der Fehler im Rechtssystem oder in dessen Umsetzung liegt, liegen muss! (Ich schließe der Einfachheit halber gesetzwidriges Verhalten aus.) Das ist imho eine große Lücke.


Integration von Einwanderern? Das Gesetz ist ja gekippt. Auch eine Lücke im System. Auch meine Laienmeinung.


Worauf ich unter anderem hinaus will, du kannst an eine Laienmeinung keinen Fachmaßstab legen. Und wenn es dich annervt, gut, kann ich verstehen. Willst du dem aber entgegen wirken ist die Trotzreaktion der falsche Ansatz.

Und das das deutsche Rechtssystem Fehler hat bräuchte ich noch nicht einmal per Fakten zu hinterlegen denn es ist von Menschen geschaffen und damit fehlerbehaftet und nicht perfekt.



Mac
Laie
rubberhydeHi Mac,

das ist jetzt endlich mal ein Beitrag mit Substanz. Behauptungen werden belegt und man kann darüber diskutieren.
Okay.

Also, die Löcher, die Du nennst sind mM nach keine Gesetzeslücken, die beispielsweise Bestrafung verhindern, sondern eher Probleme politischer Natur- die Art wie man die Gesetze anwendet.

Ich gebe zu, daß einiges bei uns zu liberal gehandhabt wird, anderes vielleicht zu streng. Darüber kann man streiten.
Aber grundsätzlich sind die Probleme bekannt und man versucht es in den Griff zu kriegen.

1)Die Entfaltungsmöglichkeit radikaler Organisationen ist mM nach auch zu liberal. Da stimme ich zu.

2)Kameras in der Bahn. Ist wohl leider notwendig. Es regt mich auch auf, wenn in neue Bahnen Sitze aufgeschlitzt werden.

3)Bafögüberprüfung. Sehe kein Problem darin. Offenbar gibt es viele die tatsächlich gar keinen Anspruch haben.

4) §176 - Täter die sexuelle Straftaten begehen werden jetzt in einer Kartei erfasst und DNA Probe genommen.
Ich denke , daß man solche Täter sehr genau beobachtet.

5)Opferschutz- Der weiße Ring leistet hier sehr gute Arbeit.
Es ist nicht Aufgabe der Justiz Nachbetreung zu leisten.
Man könnte Geldfonds bereitstellen- Ist aber wie immer ein finanzielles Problem. Zu wenig Geld vorhanden.
Worauf willst Du genau hinaus?

6) Integration von Einwanderern.
Ist etwas schwerer als in anderen Ländern, weil es bei uns nach dem Abstammungsprinzip läuft.
Auch hier wieder ein finanzielles Problem- Wer soll das alles bezahlen?
Mac*ächz*

nachdem mir jetzt dreimal der neue beitrag plus computer bzw andersherum abgestürzt ist geb ichs glaub ich für heute auf. aber nicht wegrennen. da kommt schon noch was :).



Grußle
Mac
Rücksitzpunkaus aktuellem anlass nach oben geholt:
[URL=http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,283173,00.html]http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,283173,00.html[/URL]

[quote]Im schleswig-holsteinischen Elmshorn hat ein 14-Jähriger gestanden, ein sechsjähriges Mädchen vergewaltigt zu haben. Er hatte das Kind auf dem Weg von einer Schule zu einem Kindergarten überfallen.

Elmshorn - Der Jugendliche habe nach seiner Festnahme ein Geständnis abgelegt, berichtete Oberstaatsanwalt Friedrich Widuwild. Nach Polizeiangaben war das Mädchen am Donnerstag von dem Täter angesprochen und mit vorgehaltenem Messer zum Mitkommen gezwungen worden. Hinter einem Gebäude mit Garagen habe sich der 14-Jährige dann an dem Kind vergangen. Nach dem Verbrechen flüchtete der Jugendliche. Die Sechsjährige schlug im Kinderhort Alarm.
Der 14-Jährige sei auf Grund der Beschreibung des Opfers gefasst worden, berichtete der Oberstaatsanwalt weiter. [b][color=red]Der Jugendliche sei bereits früher "auffällig" gewesen. Einzelheiten dazu wollte Widuwild unter Verweis auf die Strafunmündigkeit des Jugendlichen vor seinem 14. Geburtstag nicht nennen. [/color][/b][/quote]

man beachte den markierten teil. zum k****n.
ein leben zerstört, bevor es richtig angefangen hat, nur weil dieser staat unfähig ist, straftäter unabhängig von ihrem alter hart genug zu behandeln. und jetzt? was wird der 14jährige kriegen? mit sicherheit zu wenig.... :(

ich sehs schon vor mir: "der junge ist auch nur das produkt der gesellschaft, blablabla .... " ich kanns nicht mehr hören. :mad:
DesiraNatürlich wird das so kommen, bei welchem Triebtäter packen das die vetreidiger nicht aus? Ich wohne da dicht bei (bei Kiel) und als mein Vater mir das heute morgen (oder wars gestern abend?) aus der Zeitung vorgelesen hat, war ich erst total geschockt. Den auch in unserer Nachbarschaft hatte es in letzter Zeit immer Vorfälle gegeben, wo Kinder an einen bestimmten PKW rangewunken wurden usw.
Aber zurück zum Thema: Wenn ich mir vorstelle, daß der sich an meiner kleinen Schwester.............allein der Gedanke macht mich rasend!!! :mad:

ich hoffe, er bekommt eine saftige Strafe, Gefängnis ist für solche Menschen einfach zu harmlos. Obwohl...Vergewaltiger werden ja nicht so hoch geschätzt im Knast, da wird das schon unter den Sträflingen geregelt (hoffentlich).
Aber in diesem Fall der Strafgebung gilt einfach das falsche Gesetz (Jugendstrafrecht - hah!)...!
Allanon[QUOTE][i]Original geschrieben von rubberhyde [/i]
[B]Also, die Löcher, die Du nennst sind mM nach keine Gesetzeslücken, die beispielsweise Bestrafung verhindern, sondern eher Probleme politischer Natur- die Art wie man die Gesetze anwendet.

Ich gebe zu, daß einiges bei uns zu liberal gehandhabt wird, anderes vielleicht zu streng. Darüber kann man streiten.
Aber grundsätzlich sind die Probleme bekannt und man versucht es in den Griff zu kriegen.

[/B][/QUOTE]

Genau da liegt der Hase in Pfeffer.

Unser Rechtssytem ist meiner Ansicht nach sehr vorbildlich und gut durchdacht. Auch die festgeschriebenen Strafandrohungen sind zumeist angemessen, leider werden diese durch die Gerichte nicht in dem Maße genutzt wie es desöfteren sinnvoll wäre. Leider. Diesbezüglich sollte man sich auch nicht immer auf die oft pseudowissenschaftlichen Psycho-Gutachten verlassen, welche manch realitätsfremden Psychlogen entwerfen und zum besten geben.

Es sollten öfters Gremien zusammensetzen, bestehend aus Judikative, Legislative und Exekutive um manches Problem in dieser Hinsicht zu lösen. Die Politier allein lösen diese Probleme sicher nicht, aus Unkenntnis und fehlendem Praxisbezug.
cocrea[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
[B] Ich hätt oft gut Lust, sowas an eine Zeitung zu geben (womit ich dann aber meinen Job los wäre, von wegen "mangelnde Loyalität zum Arbeitgeber"), denn es kann einfach nicht sein dass solche Leute auf die Menschheit losgelassen werden, tickende Zeitbomben, die ihre Taten auch noch ankündigen vorher .... und die Psychiater sitzen da und betreiben "Täterschutz" anstatt Opferschutz. [/B][/QUOTE]

ja, wir leben seit jahrtausenden in einer verkehrten welt. und die verkehrten in der verkehrten welt, kriegen erst mal satt und immer wieder satt auf die rübe, damit sie pc-mäßig (wieder) schweigen.

odessa, deine zeitung ist das internet, und du bist selbst die interviewerin/interviewte und zus.fasserin. du plauderst ordentlich ausm nähkästchen --- und es ist NOT-wendig. das laufenlassen von jungen und alten gewalttätern ist fahrlässig, sie wegzusperren eine methode, notwendig!!, doch keine lösung. sie sind wirklich die produkte einer kranken, täterverherrlichenden, menschenverachtenden gesellschaft.

folgende erfahrung hatte ich mal an der sog. open house pinn eines mainstream boards, an dem ich mir erlaubt habe, sog. dornen-bulletins zu gesellschaftlichen misständen (unter quatschposts) zu posten. doch die pietisten und andere unangenehm berührte, die nur ihren spaß und ihre bayrische rua haben wollten, reagierten unwirsch bis rauswerferisch darauf. die board admin hat derlei unschöne postings aus dem angeblich offenen haus in die ´GEDICHTEECKE u n d m e h r´ verwiesen. das undefinierte ´u n d m e h r´ wurde der lyrikpinn aufgepfropft - nur nominell.
unter den schöngeistigen poeten wurde das ´u n d m e h r´ ähnlich behandelt wie eine ´saubere´ umgebung mit akws, psychiatrien oder schwerverbrechergefängnis umgeht, die sich ausgerechnet vor ihrer haustür ansiedeln wollen. keiner will sie in nächster nähe haben.

**Fr25 Jan 2002 15:48 cocrea oh pinn
Das Dornen-Bulletin im Rosenbeet
********************************
In Simbach (Bayern) ist der (Offenbarungs vs. Verleugnungs)Teufel los, weil die Mutter eines Mädchens, das der dort ansässige Herr Pfarrer (30 J. älter als sie) (ua Vertrauens- und sexuell) missbraucht hat, Alarm geschlagen hat. Die befragten Gemeindemitglieder sind sich bis auf wenige Ausnahmen einig: Ich hätt´s nicht öffentlich gemacht. Das ist existenzvernichtend für Herrn Pfarrer. Seine Übergriffe (sog. Seelenmord) zählen nicht, denn die jeweiligen ´Lolitas´ sind s c h u l d.

Die mitbetroffene Mutter Frau Heidi Schmid-Eder meint: "Nur wenige stehen zu mir. Sie sagt JA zu ihrer Tochter, denn ´meine Tochter hat sich nicht zu schämen, sie trägt n i c h t die Schuld."
"Die Verbündeten, die den Pfarrer decken und deckeln sind für mich die Mittäter." Christoph Süss, der Moderator des BFS-Magazins >quer<, hat darüber berichtet und meinte im Schlusskommentar: ´Eine tapfere Frau!´
Ab Februar erscheint das Buch von Heidi Schmid-Eder, da sie auch weiterhin keine Ruhe geben wird: *Die Mädchen des Pfarrers*
Zur Erinnerung: Die Buben des Kardinals Groers haben über 30 Jahre kein Gehör gefunden und bis heute kein Geständnis, weil es ihnen ua an hartnäckigen Mitträgern von Schmid-Eders Art fehlte. die zeitungen weigerten sich 20 jahre nach dem missbrauch die geschichte der missbrauchten zu drucken, von denen nur 1-2 endlich so weit waren, sie publik zu machen. erst 5-10 jahre später war betroffenheitsjournalismus en vogue, der groers gemeinsam verschwiegenes jahrelangens verbrechen an schutzbefohlenen bekannt machte.
Die Zeiten ändern sich - langsam.
Zurück zum Rosenduft. :´-))

27.1. 1:37 cocrea an der OH-Pinn
@ ... und sM-(Des)Interessierte
Ich danke euch für eure Reaktionen auf das Dornen-bulletin. Mein Impetus - wie von Dxxx unterstellt - lag nicht darauf, einen kath. Pfarrer fertigzumachen. [Der Simbacher Pastor ist übrigens evangelisch.] Seinen Berufsstand zu nennen, ist Teil der Faktendarlegung. Der Anwurf stammt von den Simbacher Gemeindemitgliedern, dass man mit der Veröffentlichung von SEELENMORD (treffenderes Wort – im wahreren Sinne des Wortes – für Vergewaltigung) die Existenz des jeweiligen Täters gefährde. Wir leben in einer [b] zu 99% täterverliebten Gesellschaft, rl/vl [/b], die diesen Umstand noch nicht mal wahrhaben möchte und alle w e n i g e n, die nur Anstalten machen, diesen Umstand aufzudecken, auf grobe, subtile Weise zurückschlägt, in vielfältigster Weise... .
Mein Impetus lag auf auf ff verschweigesatz: >sind sich bis auf wenige Ausnahmen einig: Ich hätt´s nicht öffentlich gemacht.<

[COLOR=burlywood] »Zu s c h w e i g e n, ist das wahre Verbrechen gegen die Menschheit. Menschen müssen ihren Schmerz verschweigen, weil er den alten Terror wieder zum Leben erwecken würde.« Nadesha Mandelstam Und es klagen einige, dass diese Diskussion ihren Schmerz wieder weckt. Die Wahrheit ist ein zweischneidiges Schwert, doch sie wird freimachen. ... [/COLOR]

nobody has seen the trouble I am in. wenige entschließen sich, den trouble offenbar zu machen. Leider werden die troubleshooter oft und zu gern mit dem trouble verwechselt. Sprich, Kassandra (ua Frau Heidi Schmid-Eder) wird verfolgt, der kirchlich gedeckte Pfarrer verzieht sich – doch der Trouble, die Wurzel des Übels, die Grundkonstellationen bleiben bestehen.
Kassandra / der Überbringer der schlechten Nachricht meint: ´Nur wenige stehen zu mir.´
Dxxx, ernsthafte und durchaus ehrenhafte Verbündete der Institution, der wir großteils ecclesionogen Neurosen verdanken, gehörst du aufgrund deines In-Schutz-Nehmens des Pfarrerberufs per se zu denen, die ´decken und deckeln´ und machst dich daher womöglich zu einer potentiellen ´Mittäterin´?
Wackere Schlusskommentare wie: ´Eine tapfere Frau!´ genügen m i r nicht, ich appelliere indirekt an die MitträgerInnen, deren Los noch ein bitteres ist, nicht an die systemgerechten MittäterInnen, deren Los noch ein wohlgefälliges ist. **


[COLOR=burlywood]Damit "die Gesellschaft nicht verkümmere... , brauchen wir Streit und Widerspruch ..., das Recht auf ätzende Kritik ... unbequemer Denker."
Roman Herzog am 13.12.97[/COLOR]

odessa, in usa gibt es seit ca. 17 jahren einen anwaltverein, der zum existentiellen schutz sog. whistleblower, in einigen staaten gesetze durchgeboxt hat. anhand von paradefällen, leuten, die den mut und die gewissensnot hatten, auszupacken und dafür von vielen seiten repressalien hinnehmen mussten, hat der verein rechtsprechung erwirkt --- und diese fälle pressemäßig im großen stil besprochen. so ändert sich in manchen us-staaten der öffentliche täterorientierte konsens. und es ist ein mühsames geschäft. ich hab den gründer dieses vereins bei der ersten dt. intl. whistleblower-konferenz kennengelernt. bevor er ihn startete, war er über ein jahr im wohnwagen auf sinnfindungsreise - und wollte sich das leben nehmen.

deutschland und europa sind noch jahre von diesem engagement entfernt. in gb und schottland gibt es auch solche vereine. anfangen tut es immer mit der graswurzelbewegung. das sind leute aus m volk, die ihr gewissen sprechen lassen. es findet einen weg.

wenn leute bei unerträglichen missständen nicht nur intern sondern auch extern auspacken (MÜSSEN), werden sie genau wegen dieses angeblichen loyalitätsvergehens "mangelnde Loyalität zum Arbeitgeber" hart angefasst.
die basis der täterverliebtheit ist: der angestellte verkauft sich und sein gewissen dem täter = arbeitgeber (fürs liebe geld und die existentielle sicherheit) und verschweigt kollaborativ, was nach öffentlichem diskurs schreit, der jedoch immer erst und dann nur ein bisschen in gang kommt, wenn ein amoklauf bekannt wird - oder 20, 30 jahre vergangen sind.

ein glück, dass heutzutage 6-jährige missbrauchte nicht 20 jahre in identifikation mit dem (jugendlichen) täter zuwarten, sondern SOFORT ALARM SCHLAGEN (whistle blowen).

gruß, cocrea
CagliostroLetztendlich läuft unsere Gesellschaft immer mehr, nach amerikanischem Vorbild, auf totalen Missbrauch raus...

Missbrauch der Arbeitskraft, missbrauch von positiven Gefühlen,
Missbrauch der Sexualität usw.

Wozu das alles....?

Nun, schwarzmagische Kräfte, wie sie z.B. Wallstreet
bevölkern, sind dabei die Welt schleichend zu übernehmen,
dabei ist es egal, wie der jeweilige Schwarzmagier heisst,
ob Bush oder Bin Laden.....

Schwarzmagier sind Wesen, denen es darum geht,
möglichst wenig Energie aufzuwenden für das Erreichen
eines Zieles.
Dazu ist es nötig andere Wesen zur Energieabgabe zu zwingen,
durch vorspiegelung falscher Tatsachen usw.
Lug und Trug.
Konsum ist seinem Wesen nach schwarzmagisch.
Es gibt keinen oder nur einen geringen Gegenwert für jeglichen
Konsum über ein gewisses Mass hinaus.......

Für Schwarzmagier in den Chefetagen sind wir alle nur
Nummern, bestenfalls "Menschenmaterial".......

Der Kosmos ist leider etwas langsam, er wird aber
alles unterbinden, was schwarzmagisch ist, ....irgendwann.
Bis dahin werden die Schwarzmagier in Nadelstreifen eine
Spur der Verwüstung hinter sich herziehen.

Schwarze Magie ist nur der Versuch einen Wechsel zu ziehen
auf eine projezierte Zukunft, dieser Wechsel muss platzen,
es geht nicht anders.
Leider ist dieser Erkenntnisprozess schmerzhaft und
zieht tausende Unschuldige mit ins Unglück.......
cocrea[QUOTE][i]Original geschrieben von Cagliostro [/i]
[B]schwarzmagische Kräfte
Dazu ist es nötig andere Wesen zur Energieabgabe zu zwingen,
durch vorspiegelung falscher Tatsachen usw. Lug und Trug.

Für Schwarzmagier in den Chefetagen sind wir alle nur
Nummern, bestenfalls "Menschenmaterial".......

dieser Wechsel muss platzen, es geht nicht anders.
Leider ist dieser Erkenntnisprozess schmerzhaft und zieht tausende Unschuldige mit ins Unglück....... [/B][/QUOTE]

wozu sich auf chefetagler berufen, wozu die schwarze magie herbeizitieren?
zum missbrauch gehören mindestens zwei. opfer sind ein mythos, sie sind MITverantwortliche MITgestalterInnen.

genügt doch schon die erkenntnis dieses unbekannten affen vom 24-01-2004 um 03:05 im barte des kaisers, der sich auf schweine und schweinereien bezog.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Cagliostro [/i][B]
Männer wollen alles haben, aber nichts dafür tun bzw. bezahlen..........
unbekannter Affe[/B][/QUOTE]

it´s a men´s world, it´s an excessive macho world. und wehe wenn sich das ändern sollte, dann berge fallet über sie, die feigen und die täter. manche fallen sich lieber zu tode, gehen zu grund, sobald sie ausgeweidet sind und ohne ihre verstummten energielieferanten wie rotkäppchen und groß-mutter selber wer sein sollten. andere, werden aus höhlen rausgezogen, wo sie versuchten sich zu verkriechen, sich weiterhin ihrer verantwortung zu entziehen.

was vonnöten ist, sind nicht jammernde und fingerzeigende frauen und männer, sondern waidmänner (vollmänner ohne lobby mit herz, hirn, hand), die ihre sinne beieinander haben, und das falsche rasseln eines schnarchenden wolfs von dem einer großmutter unterscheiden können,
die >hausfriedensbruch< begehen, indem sie beherzt in ein vom wolf okkupierten haus eintreten,
die mit ihren sinnen erkennen und das kind, den wolf beim namen nennen: FIND ICH DICH HIER, DU ALTER SÜNDER.

[COLOR=green]"Der Optimismus, den ich bieten kann, ist die Hoffnung, dass das alles herauskommt und thematisiert wird. Kurzfristig kann man mit Lügen Erfolge verzeichnen, aber auf Dauer kommt man nur mit der Wahrheit voran. Und am Ende kommt ja ohnehin alles heraus, man kann also auch gleich die Wahrheit sagen." Dieter Hildebrandt, Interviewaussage[/COLOR]

waidmänner geben nicht dem ´männlichen´ tötungsimpuls und konkurrenzimpuls nach (sondern lassen die flinte stecken) und schneiden stattdessen als lebengebende geburtshelfer ohne wolfslizenz mit der schere aus intution und sach-/fachwissen die vereinnahmten aus dem wolfsbauch //dem verwalteten sozialstaat, vater staat und mutter kirche// heraus.
die damit des pfuschertums angeklagt werden könnten in einer welt, wo gott-göttin, recht-sprechung und medizin in der hand von wolfs anwälten ist.

gruß, cocrea - mehrfach entwolfiziertes genesendes rotkäppchen
cocrea[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i] [B]es gäbe so viel was da an Mißständen aufzudecken wäre [/B][/QUOTE] ja, es gibt --- und dazu braucht es stabile menschen, die es sich leisten können, wollen und müssen. es sind wenig stabile sauerteigler zugange. und katalysatoren verrußen schnell.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i] [B] ich hab mir wirklich schon so oft "s´Maul" verbrannt...[/B][/QUOTE] und wirst es weiter tun. whistleblower können nicht anders. zu 90%, sobald die verhältnisse es einigermaßen WIEDER erlauben, machen sie /ES/ weiter.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i] [B] ich bin feig (geworden).... aber ich muss die Miete zahlen :-([/B][/QUOTE]
mit 40 hast du neue möglichkeiten als mit 20 zu kämpfen, es gibt auch delegation, es gibt das inter-esse-net. es gibt ... name it.

dein satz erinnert mich an ff: [B] ich war jung und brauchte das geld[/B]
(auch ein spruch zum einsticken ins paradekissen, sowas hab ich gaanich, iss das schlimm?)

lg, cocrea
cocreaodessa,
der faire weg ist erst mal eine diskussion hausintern zu starten und mit rechtlichem material und möglichkeiten aufzuwarten.
gisela karl ist eine, die ein opferschutzgesetz in einzelinitiative durchgesetzt hat.
ihre wunde im fleisch ist ihre getötete missbrauchte tochter.
ich denk, du hast genug wunden im fleisch, jedoch nicht genug huhn im topf und kuchen aufm tisch, um grund zu haben.

im mt-strang hab ich geschrieben, dass in altersheimen (oder eben auch mt-ordensheimen) die ma s so überlebensfixiert sind, dass am ende noch monate- und jahrelangem gezerre nur die ausländische putzfrau mit herz es wagt, die missstände anzuzeigen.
in bayern ist es EIN sozialarbeiter, der sich für die heimsitu der alten stark macht, in der öffentlichkeit.

auf einer intl. traumakonferenz hat hans keijllson ein kz-überlebender traumaexperte emeritus gesagt, dass die one-on-one therapie für traumatisierte hinter verschlossenen türen und ohne zeugen mehr schaden anrichtet als nützt. erfolge erzielte das leben in einem einigermaßen gesunden und personell gemischten und ausgewogenes heim (wg), wo die erschütterten an den stabilen lernen konnten.
er hat - über 50 jahre nach ende der naziära gefordert - dass theras viel mehr FÜRSPRECHER für ihre schutzbefohlenen sein müssen in der öffentlichkeit und vor der rechtsprechung, den entscheidungsträgern. stattdessen haben sich die psychos feig und bequem ins kämmerlein verzogen und die opfer mit dieser form von thera mehr belastet, sich ebenfalls. das böse der welt braucht mehr schultern, um getragen werden zu können, als einen berufsverschweiger, der einen fragwürdigen kodex einhält.
was für opfer gut ist, ist auch für täter gut. es ist dieselbe resonanzkette.

das konzept eines schweden (lars larsson?, selbst zigfach im elternhaus missbraucht und multikultüberlebebender) wurde bereits in über 10 ländern eingeführt - auf einladung von ratlosen staatschefs, die nicht wissen, was tun mit ihren menschlichen zeitbomben. auf einem pferdehof mit ausgebildeten betreuern und ´normalen´ menschlichen mitarbeitern sind entlassene schwerverbrecher integriert. sie machen feld- und stallarbeit und meditieren und ... erfahren menschlichkeit, gesehen werden. ihr eq, ihre vorderhirn-emotionalität, die bis zum 18. ljahr ausreift, ist verkümmert. es gibt die neoplastizität des gehirns. - und es ist ein wunder, wenn ein ziegenbock milch gibt.

die nichtrückfallquote bei larssons projekten liegt bei 70-80%. das ist sensationell. er plädiert für ein roulierendes system, wo jugendstraftäter in gesunden familienverbänden für eine gewisse zeit unterkommen, nicht auf dauer, denn es strapaziert zu sehr. das ist herausfordernde soziale sozialarbeit für lieschen und otto.

lg, cocrea
cocreanein, odessa,
eine 100%ige sicherheit gibt es irdisch NIRGENDS.
das leben ist lebensgefährlich.
der mann mit dem stachel im fleisch und dem großen herzen, das mich bei einer pressekonferenz zu tränen gerührt hat, heißt conny larsson (jetzt ist mir sein name wieder eingefallen).
all deine bedenken hab ich ihn nicht fragen können - bei meinem 1-stündigen interview.

ich weiß nicht, ob ihm (seinen projekten in schweden uawo) schwerstverbrecher anvertraut werden. entlassene schwerverbrecher nach verbüßen der haftstrafe allenfalls. die erfolgsquote des staates ist miserabel. der strafvollzug ist wegsperren nicht wandlungsarbeit. diese vollzieht der einzelne selbst in der isolation der haft --- oder eben auch nicht.
staatliche resozialisation - ist meist nix anderes als resystematisierung ins hamsterrad.

mein ex-schwager ist ein exgefangener - wegen wiederholten einbruchs - wegen fahrerflucht hat er sich 7 jahre bis zur verjährung dünne gemacht. mit über 50 ist er ... zahm geworden. er ist kein schwerverbrecher. er ist ein revoluzzer, ein emotional enttäuschter, der quält, um nicht fühlen zu müssen und auf die miesbahn geriet. und er hat gesoffen und meine schwester geschlagen und sein kind ausgenutzt, das jetzt die genetische zeche zahlt. und dieses erwachsene kind ist ein psychiatrisches wunder (doch das nur am rande.)

lg, cocrea
Alterkelte[QUOTE]unbekannten affen [/QUOTE]

@Cocrea

hast Du irgendwas mit der APPD zu tun?



Nun, es ist halt so, dass die meisten Menschen
mit Hilfe von Alkohol und des Fernsehens rückverdummt werden..
Und sie wollen es auch.

Ob Gewalterlebnisparks helfen würden??

wer weiss
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von cocrea [/i]
[B]nein, odessa, eine 100%ige sicherheit gibt es irdisch NIRGENDS. das leben ist lebensgefährlich. [/B][/QUOTE]Das mag zynisch klingen, aber es ist so. Die beste Möglichkeit, die Auswirkungen etwas zu mildern, sehe ich darin, die Ursachen von Mißständen - ohne Tabus - aufzudecken und dann entsprechend darauf zu reagieren. [QUOTE][B]ich weiß nicht, ob ihm (seinen projekten in schweden uawo) schwerstverbrecher anvertraut werden. entlassene schwerverbrecher nach verbüßen der haftstrafe allenfalls. [/B][/QUOTE]Ich kannte diese Projekte bisher nicht, aber ich habe in einigen Nachtwelten-Threads ("Todesstrafe" u. ä.) ähnliche Vorschläge gemacht. Ich denke, engagierte konstruktive Arbeit - möglichst ohne Zwang - ist das beste Mittel, um mit eigener Schuld (und vielleicht auch mit anderen negativen Erlebnissen) umgehen und fertig werden zu können. Was die Gefahren betrifft, so sollte es doch auch möglich sein, für solche Zwecke größere Gebiete "absperren" zu können. Für Truppenübungsplätze und ähnliches werden doch auch Gebiete mit etlichen Quadratkilometern abgesperrt. Warum soll das denn für solche wahrhaft friedlichen Zwecke nicht gehen? Es ist eine Frage des Wollens. [QUOTE][B]die erfolgsquote des staates ist miserabel. der strafvollzug ist wegsperren nicht wandlungsarbeit. diese vollzieht der einzelne selbst in der isolation der haft --- oder eben auch nicht. [/B][/QUOTE]Eher nicht. Wie sollen sich Menschen in dieser extrem "unnormalen" Umgebung auf ein "normales" Leben vorbereiten? Wären da solche Bauernhöfe nicht eher geeignet? Ich würde sogar für ein Bleiberecht auf dem Bauernhof für diejenigen plädieren, deren "Wegsperr-Zeit" zwar abgelaufen ist, die aber dennoch weiter dort bleiben wollen.
(Das erinnert mich jetzt an ein Buch von Johanna und Günter Braun - der Titel fällt mir gerade nicht ein -, in dem es um schwererziehbare Kinder geht, die auf eine "Arbeitslager-Insel" verbannt werden und dann gar nicht wieder dort weg wollen.) [QUOTE][B]staatliche resozialisation - ist meist nix anderes als resystematisierung ins hamsterrad. [/B][/QUOTE]Ja, das ist noch ein Problem. Die "Mißratenen" werden genau in die Umgebung zurückgestoßen, die sie hat mißraten lassen. :(
ScuanorIch bin aus Elmshorn, sollte ich solche leute wie den auf der letzten seite
erwähnten zwischen die finger kriegen...

Keine ahnung... würd wohl was dummes tun...

°lieber nicht weiter schreibt aus akutem aggressionsanfall°
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
[B]----
Wie sollen sich Menschen in dieser extrem "unnormalen" Umgebung auf ein "normales" Leben vorbereiten?
-----
Wieso schaffen es die meisten, NICHT zum Mörder und Verbrecher zu werden? [/B][/QUOTE]Sorry, die Frage verstehe ich jetzt nicht ganz. Die Menschen, die "in dieser extrem unnormalen Umgebung" des Strafvollzuges gelandet sind, sind (zumindest in den Augen der Gesellschaft) schon zum Mörder und Verbrecher geworden.
TheTurningPointWas die "frühere Umwelt" betrifft, dann hängt es zum Großteil davon ab, welche anderen Einflüsse noch auf die Menschen einwirken, die in einer solchen meist gewaltbelasteten Umwelt aufwachsen. Wenn sie in ihrem weiteren Entwicklungsweg nicht permanent von den Anderen ausgegrenzt werden oder sogar Freunde und Liebende finden, haben sie gute Chancen, ein Leben ohne Kriminalität zu führen.

Was ich allerdings glaube (ich habe aber keinerlei Zahlen, die das belegen) ist, dass die Meisten, die in einem Klima der Gewalt aufwachsen (müssen), sich in ihrem Leben nie ganz von Gewalt - ob als deren Anwender oder (Er-)Dulder - lösen können. Als Beispiel möchte ich die Nachkriegs-Generation nennen (z.B. Regierungsvertreter der frühen DDR), die besten Willens waren, eine unsägliche Gewalt wie von der Nazidiktatur praktiziert nie wieder zuzulassen, und dennoch mit ihren Gegnern teilweise nicht viel besser umgingen.

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