| Darket | Deutschland hat ein Problem! Nein eigentlich hat es iele Probleme, jedenfalls wenn man den diversen Parteien, Interessengruppen und Lobbies dieses Landes glaubt. Doch eines dieser Probleme dominiert jede politische Debatte: Die Demographische Entwicklung. Die Menschen werden immer älter, dagegen kann kaum jemand mit gesundem Menschenverstand etwas haben, aber in verhängnisvoller Kombination damit sinkt die Geburtenrate stark ab, was dazu führt, dass in Zukunft immer weniger Menschen für immer mehr andere bezahlen müssen.Mittelfristig zweifelsohne ein Riesenproblem, das zu lösen außerordentlich schwer werden dürfte. CDU-Fraktionsvize Merz hat zwar keine Lösung parat, aber in seinem neuen Buch "Nur wer sich ändert, wird bestehen" präsentiert er immerhin einen Schuldigen. Nein, es ist nicht Gerhard Schröder, jedenfalls nicht allein. Schuld hat nach Merz die 68er Generation. Im SPIEGEL dieser Woche äußert er sich folgendermaßen: [QUOTE]Die Aufforderung, mehr zu leisten, mehr zu arbeiten, weniger Ansprüche zu stellen und sich den Realitäten eines wirtschaftlich gewandelten Umfeldes zu stellen, richtet sich in der Tat vorrangig an die mittlere Generation. Angesprochen sind vor allem diejenigen, die 1968 begonnen haben, das Ethos der Leistungsgesellschaft ebenso zu hinterfragen wie alle Autoritäten - vom Elternhaus angefangen über die Kirchen bis hin zu den staatlichen Institutionen.[/QUOTE] Nun werfe ich die Frage in den Raum ob der Mann vielleicht recht haben könnte. Ich persönlich finde die Aussage völlig daneben, jedenfalls in dem negativen Kontext, in dem Merz sie verwendet. Ich persönlich halte das Hinterfragen jeder Autorität für notwendig und glaube der beste Beleg für die Richtigkeit des Hinterfragens ist der Titel seines Buches: "Nur wer sich ändert, wird bestehen" |
| WhiteRaven | Alles Hinterfragen heißt nicht, gegen alles zu sein. Leider wissen das die meisten "Hinterfrager" nicht. |
| Darket | Nun spricht Merz allerdings davon zu hinterfragen. |
| White_Fang | Er spricht aber nicht vom Hinterfragen allgemein, sondern von dem Hinterfragen der 68er. Vielleicht sollte man wissen, wie die 68er hinterfragten. Erst duch die APO und später durch die RAF. |
| Darket | Er spricht aber von konkreten Dingen, die hinterfragt wurden, Elternhaus, kirchliche und staatliche Institutionen sind meiner Einschätzung nach absolut hinterfragbar und die 68er bestanden ja nicht nur aus Radikalen. Ich persönlich glaube, dass gerade die Auseinandersetzungen mit oben genannten Institutionen das Gesellschaftsbild der Bundesrepublik sehr zum Vorteil verändert haben, politisch nicht meine Wellenlänge, aber das was nachhaltig bewirkt wurde empfinde ich als durchaus positiv. |
| White_Fang | Mag ja sein, ich kenne von dieser Aussage auch nur den Ausschnitt. Und meiner Meinung nach kann ich daran nichts negatives Erkennen. Er sagt nur aus, dass die heutigen Leistungsträger der Gesellschaft, in ihrer Jugend, sich gegen jegliche Leistungsbereitschaft (Im Volkswirtschaftlichem Sinne) gewehrt haben. Dass hinterfragen von Autoritäten prinzipiell negativ sein soll, wird nicht behauptet. |
| White_Fang | Also ich habe weder die APO kritisiert noch alle 68er als Terroristen bezeichnet. Ich bitte darum mir nichts zu unterstellen. Mir ging es lediglich darum, die Stadien, Methoden und Arten des Hinterfragens zu hinterfragen. |
| ange gardien | Ich frage mich was das Hinterfragen dieser Werte mit Kinderkriegen zu tun hat? Das kein Nachwuchs mehr da ist hat viele Ursachen. Unter anderem eine neue Ausrichtung dessen was man so hip als lifestyle bezeichnet. Und da ist bei vielen drei mal im Jahr in Urlaub fliegen eben angesagter als Kinder. Schon lustig das Merz der 68er Generation die Schuld gibt. Gehört er doch einer Partei an die in ihrer Regierungszeit wahnsinnig viel für junge Familien getan hat :rolleyes: |
| narciss | Jede Zivilisation macht in ihrer Geschichte verschiedene Stadien der Entwicklung durch: Aufstieg, Prosperität, Niedergang, Verfall. Das war schon bei den Griechen und Römern zu beobachten. Und mit Sicherheit auch schon davor. Wo wir heute stehen, vermag ich nicht zu sagen, aber die demographische Entwicklung gehört mit zu den Dingen, die mich annehmen lassen, wir seien auf dem Weg des Niedergangs. |
| Trinity Goth | [zyn]Jawoll zurück zu den alten Werten: Küche, Kirche und Kinder! Wer kritisiert und hinterfragt ist ein Staatsfeind, Frauen die keine Kinder kriegen ebenfalls[/zyn] Mir kommt echt die Galle hoch, wenn ich das alles höre. Es graut mir echt davor wenn die schwarz-brauen drankommen. Im Anfangstadium des Niedergangs befinden wir uns ohnehin. Gruß Trin |
| ange gardien | Hallo Nix! Beruhige dich, gaaanz tief einatmen... ;) Der Mann macht doch auch nur seinen Job ( als Chefhetzer vom Dienst ist er gar nicht schlecht - technisch gesehen ). Schlimm wäre allerdings wenn er das was er verzapft wirklich selber glauben würde... |
| Darket | Äh ich wäre mir nicht so sicher das von vornherein auszuschließen :rolleyes: |
| Teabag | 1968 ist jetzt 36 Jahre her. Und das mit der Rückläufigen Geburtenentwicklung habe ich schon vor 15 Jahren aus damals alten Schulbüchern gelernt. Und nun, nach beinahe 4 Jahrzehnten heulen die Politiker auf und sagen das das Volk sich ändern soll?! Sorry, so doof können die nicht sein. Sind sie auch nicht. Also: weshalb schreibt der Merz so einen ausgemachten Unsinn? was erhofft er sich davon? Welchen Vorteil hat das für ihn? Ich glaube das die Beantwortung dieser Frage sehr interessant währe, auch für das Verständnis aller anderen Politiker, die ja eigentlich alle gleich sind. |
| Darket | [QUOTE]Welchen Vorteil hat das für ihn? [/QUOTE] Die Genugtuung selbst nicht zu den Schuldigen zu gehören und den Effekt, seine politischen gegner, die dazugehörten kritisieren zu können würde ich sagen. |
| Kato | das hinterfragen ist ein grundsatz der philosophie...hust... ach der merz is ne birne. ich nehm den nicht allzu ernst. und wenn ich keine lust auf kinder habe(bin zwar erst 17...) dann is das meine sache. |
| Darket | Das ist ja das, was er kritisiert, das gesellschaftlich tolerierte Recht keine Kinder zu bekommen und daran gibt er den 68ern die Schuld, weil durch deren Einfluss die gesellschaftlichen Strukturen massiv liberalisiert wurden. |
| Black Reaper | [QUOTE][i]Original geschrieben von Darket [/i] [B]Die Genugtuung selbst nicht zu den Schuldigen zu gehören und den Effekt, seine politischen gegner, die dazugehörten kritisieren zu können würde ich sagen. [/B][/QUOTE] Hat denn wer gesagt, dass er schuld ist? Ich meine, Selbstkritik wär ja toll, aber ok... das trau' ich dem Brechmittel eigentlich nicht zu... Naja, wenn ich mal wieder höre, dass irgendwer schuld ist, hier die 68er-Generation, kommt mir echt die Galle hoch. Einer ist doch immer schuld, und bloß nicht mehrere, das wär' ja zu kompliziert... Nein, EIN EINZIGER Schuldiger muss es sein... Naja, man kennt's ja schon... |
| Darket | [QUOTE]Hat denn wer gesagt, dass er schuld ist? Ich meine, Selbstkritik wär ja toll, aber ok... das trau' ich dem Brechmittel eigentlich nicht zu...[/QUOTE] 1. Ist er ja relativ jung und kann vom Alter garnicht dazugehören und 2. gibt es glaube ich recht wenige alt-68er unter Unionspolitikern :rolleyes: |