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  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: Rechte der (Haus-und Hof-)Tiere
Loup de nuitAngeregt von einem anderen Thread an anderer Stelle möchte ich hier die Frage stellen ob und wann und weshalb der Mensch das Recht besitzt einem Tier das Leben zu nehmen. Wie lange sollte man helfen und hoffen?

edit:

nehmen wir doch folgenden Fall:

Ein Tierarzt stellt eine chronisch schmerzhafte Erkrankung fest. Dann stellen sich doch schon all diese Fragen.
Loup de nuitGrundsätzlich sehe ich das ähnlich und doch gibt es Menschen, die sich radikal von Kostenauslösern (sorry für dieses Wort) trennen. Gerade im Bereich der Pferdehaltung ist ein Schlachter manchmal recht praktisch...:( Besonders wenn der TA entscheidet, dass das Tier noch gut und gerne einige Jahre leben kann, wenn nur der Mensch seine Leistungsansprüche zurückschraubt.

Dir und Meski drücke ich nach wie vor ganz fest die Pfoten.
Emeraldmal ein ganz dummer kommentar zur frage, was uns das recht gibt, ein tier zu töten:
fressen und gefressen werden!
= das ist das gesetz der natur
Angelus NoctisAlso, ich esse meine Haustiere ganz sicher nicht. Und meines Eindrucks nach ging es hier auch nicht um das Töten zum Nahrungserwerb... :rolleyes:

Ich muß diese Entscheidung oft treffen, da ich im Tierschutz arbeite. Und i für meinen Teil lasse meine Tiere selbst entscheiden, wann sie gehen wollen. Es ist erstaunlich, wie intensiv ein Tier das kommunizieren kann - vorausgesetzt, man läßt sich auf die Tiere ein...



Stille Grüße

Angelus
Emeraldsterbehilfe bei tieren - da hat keiner was dagegen.
aber wenn´s um menschen geht, gehen die diskussionen wieder los.

mal ´ne ehrliche frage: wie teilt euch das tier denn mit, dass es von uns gehen möchte?
Loup de nuitDu spürst es... ich habe es erst vor wenigen Monaten erleben müssen. Die gesundheitlichen Einbrüche kannte ich bei meiner Stute und hat bereits des öfteren Angst, dass ich diese Entscheidung treffen müsste. Doch als ich sie an dem Abend sah (wir hatten sie mit ihren Kumpels erst 50 Minuten zuvor putzmunter von der Weide geholt) wusste ich es, weil sie es wusste. Die Symptomatik ließ auf eine Kolik schließen, sofern man nicht wusste, dass es ihr noch so kurz zuvor prächtig ging. Sie war uralt und ich vermute einfach, dass ein Organ nicht mehr mitgespielt hat. Wie auch immer...*sniefjetztholt´smichschonwiederein*...was der Tierarzt mir gleich bei der Untersuchung riet war mir schon vorher klar.
...mehr kann ich momentan nicht dazu sagen (ich weine schon wieder)...

Man spürt es halt einfach...




[COLOR=blue]...und noch immer galoppiert sie auf glühenden Eisen durch mein Herz...[/COLOR]












Ansonsten mal eine Frage an die aktiven Tierschützer:

Wie steht ihr zu dem Thema Schlachtung von Pferden, weil es dann ja noch ein bißchen Geld für die Krücke gibt????

[SIZE=1]Entschuldigt die Ausdrucksweise. Damit will ich nur verdeutlichen wie so mancher Sportler über sein nicht mehr voll einsatzbereites (sei es psychisch oder physisch) Sportgerät zu denken scheint...[/SIZE] :(
HaevionKein Mensch hat das Recht, ein Tier am Leben zu erhalten, weil es zu seinen persönlichen (wie emotionalen) Vorteilen gereicht.
Ein Tier nicht einzuschläfern, nur, um sich dem Schmerz der Trennung nicht hingeben zu müssen, ist egoistisch und selbstsüchtig. Ebenso kann ich die Menschen, die sich ein Haustier anschaffen, aber dieses weggeben, sobald es zu teuer wird, nicht verstehen. Es scheinen furchtbar gefühllose Menschen zu sein, wenn die Tiere ihnen nichts geben konnten, das über allem materiellen Wert steht. Ich werde irgendwann selbst vor der Entscheidung der Einschläferung stehen. Erst gestern war man mit meiner Katze beim Tierarzt, weil sie sich furchtbar wundgekratzt hat. 14 Jahre, die Nieren und das Herz. Im Alter von 5 Jahren habe ich sie auf der Hand halten können, weil sie so furchtbar klein war. Nun sehe ich sie, mit ihren 14 Jahren, alt, das Fell ist nicht mehr so straff, sie ist träge und müde - dieses Tier hat mir mehr gegeben, als es viele Menschen je könnten. Für mich stellt sich die Frage eines materiellen Gegenwertes gar nicht, selbst, wenn ich dafür alles Geld verballern müsste.
Kein Geld der Welt und auch kein Wort kann die 14-jährige Treue eines Haustieres beschreiben.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
[B]@diese Typen mit dem "Schlachten und Geld": der letzte Dreck. Sowas "Mensch" zu nennen, sträubt sich alles in mir. Tiere, also ein Lebewesen mit Gefühlen und Seele, als "Kapital" und "Sportgerät" zu sehen, ist pervers und widerlich. Mir dürften solche "Reiter" nicht über den Weg laufen, gäbe ruck zuck Kieferbruch. [/B][/QUOTE]

Dem kann ich mich nur anschließen, auch wenn ich wohl diverse Kraftausdrücke bräuchte, um meine Meinung dazu angemessen kundzutun.
pilgrimDiese Frage wusste ich mir leider auch schon stellen und nicht nur ich sondern auch ein guter Freund von mir. Ja beide Pferdebesitzer. ER hat sich für den Tod des Tieres entschieden, was ich da als bewundernwert erachte. Mein Pferd hat eine Krankheit am Rücken, sie war in der KLinik war super teuer, und da hat man mir gesagt das es keine Heilungchance dafür gibt, ausser einer Opperation, die nur 50-50 Chancen gibt wenn überhaupt. Dafür ist sie aber definitiv viel zu teuer. Das Pferd hat beim Reiten schmerzen. Also stand für mich natürlich der Fakt fest, das ich dann nicht mehr reite. Jetzt könnte man sich die Frage stellen, ob es Sinn macht ein Pferd zu halten, das ich im Montat ca 400 Euro kostet ohne das ich einen Nutzen davon trage- sprich reiten. Die zweite Frage war natürlich ob das Pferd schmerzen auch ohne hat, was mir von einigen Tierärzten als nicht sicher beantwortet wurde. Vielleicht ja vielleicht nein. Also was nun? Behalten und durchfüttern und ihr einen schönen und teuren Lebensabend bescheren? Oder auf NUmmer Sicher gehen, und sie einschläfern, denn dann hat sie sicher keine Schmerzen mehr. Ich habe versucht einen dritten Weg zu finden, weil beide für mich nicht gut waren. Ich schrieb Anzeigen, telefonierte mit Kliniken und Proffessoren, erkundigte mich bis ins Ausland raus. Vielleicht gab es Menshen die mir weiterhelfen können, und wenn nicht, dann habe ich wenigstens alles versucht egal für was ich mich entscheiden würde. Ich fand sehr viele Menschen die bei Ihrem Pferd das selbe Problem hatte, und setzte mich dann mit einer Ostheopatin zusammen. Seither wird mein Pferd mit einem für sie abgestimmten Trainingsplan bei guter Gesundheit gehalten, und solange sie noch springen und buckelnd über die Wiese galoppieren kann ist mir jeder Tag wert an dem ich nicht reite und jeder Monat an dem ich viel Geld darein inverstiere. Es wird irgendwann ein Tag kmmen an dem es ihr vielleicht so schlecht geht das ich alles andere nicht mehr verantworten kann, aber solange hat das Pferd das Recht da ich es mir ausgesucht habe und nicht sie mich, zu verlangen das ich das Beste für sie versuche zu tun. Das ist Verantwortung. GIb alles, aber übernimm dich nicht, und halt die Augen offen, wan der Zeitpunkt ist es zu beenden
Loup de nuitDa sieht man uns. Immer die gleichen, immer die, die sich um ihre Tiere bemühen und wenn sie dafür den Kitt aus den Fenstern fressen müssen. Wo aber sind die Anderen? Warum melden sie sich nicht zu Wort?

@ pilgrim:

was hat Dein Pferd am Rücken? (Vielleicht besser bei den schwarzen Reitern im D&D, falls Du antworten magst).

Loup
rainravenWenn der Zustand eines (Haus)tieres eindeutig so schlecht ist, daß damit kein schmerzfreies oder artgerechtes Weiterleben möglich ist, finde ich, sollte man ihm diese Qualen ersparen und es einschläfern lassen.
Die Frage ist, ob das der Laie entscheiden kann und ob man sogar manchmal an der Entscheidung des Tierarztes zweifelt, denn ich hab schon gehört/gelesen, daß manche Tierärzte nicht so auf Kleintiere spezialisiert sind oder das Tier immernoch als Kosten-Nutzen-Rechnung betrachten und dann z.B. die Einstellung vertreten "ein Kanari kostet 10 Euro, kaufen Sie sich doch einen neuen, da ist nichts mehr zu machen, der überlebt die Operation sowieso nicht" oder so.

Ich mußte alle drei meiner Meerschweinchen nach einem durchschnittlichen Leben von etwa 5 Jahren einschläfern lassen, weil das erste Krebstumore an den Brust-und Lymphdrüsen hatte, die etwa 5 cm Durchmesser hatten und das Tier war apathisch und hatte Schmerzen, wenn es dort berührt wurde. Der Tierarzt sagte zwar, er würde es operieren, aber wenn er zuviel Metastasen entdecken würde, würde er es einschläfern bzw. nicht wieder aufwachen lassen. Das war leider der Fall, das Tier war innerlich voller Geschwüre.
Das zweite hatte Meerschweinchenlähme, das ist eine schleichend fortschreitende Viruserkrankung, gegen die man nichts machen kann, und es waren nicht nur die Hinterbeine gelähmt, sondern auch die Schluckmuskulatur, so daß das Tier vor dem vollen Napf verhungert wäre. Man sah schon die Hüftknochen und die Wirbel herausstehen, als endlich richtig diagnostiziert wurde, da ist verständlich, daß man lieber einschläfert als es lahm verhungern läßt.
Das dritte bekam eine Darminfektion und magerte selbst nach etlichen Vitamin-Antibiotika-und Aufbauspritzen sehr stark ab, verweigerte das Fressen und wurde plötzlich apathisch, obwohl es vorher sehr lebhaft und anhänglich gewesen war. Der Artz erzählte mir, daß Darminfektionen bei Hasen und Meerschweinchen eine komplexe Angelegenheit wären, die nicht einfach zu heilen wären und an denen das Tier letztendlich zugrunde gehen würde. Da habe ich mich auch schweren Herzens für die Einschläferung entschieden.

In diesen Fällen sah ich es einfach als Tierquälerei an, dem Tier vielleicht einen Tod unter Qualen zuzumuten, wenn Meerschweinchen vielleicht sowieso nicht so lange leben (naja, ich dachte, so 8 Jahre schon...). Aber ich würde in jedem Fall das Weiterlebenlassen des Tieres anstreben.
Das dritte Meerschwein war vom Tierheim und hat bei der Anschaffung 20 DM gekostet, und wir haben es im Alter von 2 Jahren für 300 (!) DM operieren lassen, weil es Augenprobleme hatte. So haben wir ihm ihm noch drei Jahre sein Augenlicht geschenkt, und es war uns nicht zu teuer. Deswegen glaube ich auch nicht, daß ich es mir zu leicht gemacht habe, als ich der Einschläferung zugestimmt hatte, sondern, weil ich nicht wollte, daß meine Süßen leiden müssen. Ich habe auch so geweint, als ich mein zweites Meerschwein so abgemagert sah, weil ich schockiert war, wie elend es aussah, und weil es mir so leid tat.

Ich würde immer danach gehen, was für das Tier das Beste ist. Da ich nie "Nutz"tiere gehalten habe, also z.B. reitbare Tiere, stellt sich bei mir auch nicht die Frage, ob es dann nicht mehr "nutzbar"ist, aber teuer weiter unterhalten werden mußte. Doch man soll auch niemanden vorschnell anprangern, der sich vielleicht auch aus finanziellen Gründen auf einmal kein Tier mehr leisten kann. Es ist schon bitter mit der Harz-Reform, und was hat das Tier davon, wenn es dann verhungern oder Krankheiten erleiden muß, weil der Halter es sich nicht mehr leisten kann, es zu füttern oder ärztlich zu versorgen? Dann würde ich es doch auch lieber weggegeben (nicht einschläfern lassen!).
Die zwei, drei mikrobiologischen Untersuchungen meines einen Sittichs haben jetzt auch über 150 Euro gekostet, was ich mir derzeit (kein Job, keine Unterstützung) nur knapp leisten kann. (ich würde aber meine Vögel nie weggeben, sie sind wie meine Kinder)
Ich sage das nur, damit man nicht denkt, alle Leute würden unüberlegt handeln, wenn sie zu so einer Entscheidung gegen das Tier gezwungen sind.
Little DreamerIn einiger Zeit wird sich für eine Bekannte eine schwierige Frage stellen wegen ihres Pferdes.
Sie wollte ihm nach langer erfolgreicher Karriere als Springpferd seine wohlverdiente Rente gönnen und hat ihn zusammen mit einigen anderen Pferden auf eine Koppel gestellt. Nach drei Wochen kam sie um ihn nochmal zu besuchen und musste sehen, dass er abgemagert war (trotz kraftfutterzufütterung), voller biss und tritt wunden, gelahmt hat usw. Daraufhin hat sie ihn wieder zurück in den alten Stall geholt und ist gerade dabei ihn wieder aufzupäppeln, er wird jetzt wieder geritten. Im Moment ist das so in Ordnung, aber was wenn er wieder lahm wird? Man kann ihn nicht auf eine Koppel stellen, andauernde einzelhaltung auf der Koppel wäre eine Qual, ebenso die Boxenhaltung, wenn er nur ab und zu mal Auslauf haben könnte.
Sie wird ihn wohl einschläfern oder schlachten lassen müssen, wenn er irgendwann nicht mehr geritten werden kann.
dying-rose[QUOTE][i]Original geschrieben von Loup de nuit [/i]
[B]ob und wann und weshalb der Mensch das Recht besitzt einem Tier das Leben zu nehmen.[/B][/QUOTE]

Und wer oder was gibt dem Menschen überhaupt das Recht ein Tier zu halten?
HaevionWarum nicht? Ich kann daran nichts Schlechtes entdecken, immerhin zieht er keinen Nutzen daraus.
dying-roseKeinen Nutzen? Dann ist der Mensch aber ganz schön blöd sich diese Mühe zu machen!

Der Grund für ein Haustier ist wohl in erster Linie ein egoistischer. Der Mensch will nicht alleine sein. Statt sich mit anderen Menschen abzugeben suchen sie sich ein Tier, das keine Widerworte geben kann.

Woher will der Mensch es wissen, ob es dem Tier überhaupt gefällt? Jeden Tag irgendwelche Kunststücke zu lernen oder bis zum Umfallen geknuddelt zu werden?
Haevion[QUOTE][i]Original geschrieben von dying-rose [/i]
Keinen Nutzen? Dann ist der Mensch aber ganz schön blöd sich diese Mühe zu machen![/quote]

Richtig.

[quote]Der Grund für ein Haustier ist wohl in erster Linie ein egoistischer. Der Mensch will nicht alleine sein. Statt sich mit anderen Menschen abzugeben suchen sie sich ein Tier, das keine Widerworte geben kann.[/quote]

Naja, in einem Tier einen Gesprächspartner zu suchen, halte ich auch für ein wenig gewagt. Trotz allem ist es kein egoistischer Grund. Mensch und Tier haben soziale Bedürfnisse, wenn diese (durch die Haustierhaltung) beidseitig befriedigt werden können,
sehe ich darin noch immer nichts, das zur Kritik stehen würde.
Egoismus ist definiert als eigennütziges Handeln - wie schon gesagt, im Halten eines Tieres sehe ich keinen (materiellen) Nutzen, außer eben den Grund, dass sich Mensch und Tier in Gemeinschaft wohler fühlen.

[quote]Woher will der Mensch es wissen, ob es dem Tier überhaupt gefällt? Jeden Tag irgendwelche Kunststücke zu lernen oder bis zum Umfallen geknuddelt zu werden? [/B][/QUOTE]

Wenn Du das fragst, hattest Du sicher noch nie ein Haustier, oder warst nie sonderlich empfänglich für dessen Resonanz. ;)
dying-roseDoch, ich hatte einen Köter. Er war zu blöd um das Haus zu bewachen, hatte also keinen Nutzen, also haben wir ihn einschläfern lassen :D

Wenn ich mir einen Menschen halten würde, wäre dies Freiheitsentzug ... da würde ich es als "Gefangener" vorziehen, eingeschläfert zu werden.
HaevionIch hoffe mal, die Aussage war ironisch. ;)

Es kommt immer auf die Ansprüche an. Das manche Menschen nicht überlebensfähig sind, wenn man ihren Ansprüchen nicht gerecht wird, dessen bin ich mir ziemlich sicher. ;)
Angelus Noctis@Little Dreamer
Wie wäre es mit einem Platz in einem Schutzhof für das Tier?

@Dying Rose
Ich denke, das siehst Du ein wenig zu einseitig. Nicht jeder nutzt sein Tier als Sportgerät, Partnerersatz oder Kuscheltier.
Ich habe relativ viele Tiere. 68 um genau zu sein. Ich bin eigentlich so wenig gefragt worden, ob ich sie will, wie man die Tiere gefragt hat, ob sie mich wollen.
Trotzdem haben wir einen Deal: Ich schaue, daß sie so angenehm und artgerecht wie möglich leben und sie öffnen sich dem Neuen und mir jeden Tag ein wenig mehr.
Und bevor Du schreist, ich soll sie nicht zu Spielzeugen machen: Meine Tiere sind, wie sie sind. Wer Kontakt mit mir möchte, kann ihn pflegen, der Rest bewohnt leise, still und unauffällig die Habitate im Haushalt und wird gefüttert und in Ruhe gelassen.
So sehen es auch einige Leute, die ich kenne. Schon deshalb kann man nicht einfach jeden zum Egoisten abstempeln.

Und daß Tiere keine Widerworte geben, kann ich so nicht bestätigen. Vielleicht solltest Du ihnen mal zuhören. Ich sehe sehr wohl, wenn meinen Kurzen was nicht paßt. Wenn ich z.B. Morgens früh aus´m Haus bin und abends, wenn ich komme, ist die Wasserflasche leer (was man nicht sofort an der Flasche selbst sieht), dann hockt eine stockbeleidigte Streifenmaus davor und wartet auf Wasser.

Mit Tieren ist es wohl wie mit allem: Das Maß ist wichtig. Und einfach auf die Tiere hören...

@Odessa
Man kann sich von Vereinen unterstützen lassen, wenn man finanziell am Ende ist? Das wäre eine Lösung für die Mäuse vom TH hier, die ja immer bei mir anlanden. :)


Stille Grüße

Angelus
Angelus Noctis@Dying rose
Magst Du eine Addy haben? Ich kenn da jemanden, der würde sich mit Dir und Deinen Ansichten gut vertragen... :rolleyes:


Stille Grüße

Angelus
AlterSchwede@Nachtengel
Was ist denn eine "Addy"?
So etwas wie eine Klapperschlange?
dying-rose@Angelus

Her mit der Addy ... Sofern es kein Tierschützer ist ...
Ich geb zu, ich mag Tiere nur, wenn sie richtig durch sind :D

Entweder hast Du eine Riesenvilla, wo so viele Tiere Platz haben oder aber Du herbergst nur kleine Insekten (wobei man diese nicht wirklich als die klassischen Haustiere bezeichnen kann) ... Und wenn nicht aus Nutzen ... warum hälst Du sie dann?

Mit Widerworte ist folgendes gemeint:

Manche halten sich eine Katze um einen Partner zu ersetzen. Nein, keine perversen Gedanken bitte!
Sie haben etwas zum Kuscheln, ohne dass dieses Etwas wie ein Wasserfall plappert.

@ Haevion
Gut erkannt!

P.S: Wird ein bißchen OT jetzt ...
Angelus NoctisNein, es ist kein Tierschützer, es ist ein Tierrechtler. Mich haßt er inzwischen wie die Pest, aber vielleicht kommt er mit Dir gut klar - schließlich ist er mit mir in einem Thread über ein generelles Tierhaltungsverbot aneinandergerauscht. :D

Und nein, ich hab keine Villa, ich hab 72 qm Mietwohnung und ich hab auch keine Insekten sondern Nager. Mäuse in 9 verschiedenen Arten, um genau zu sein.
Ich halte sie, weil sie sonst keiner haben will. Die meisten TH sind ein Grauen für Kleintiere wie Mäuse und ich möchte da so wenig wie möglich sitzen haben.
Ok, viel mehr Zuwendung als im TH bekommen meine Tiere nicht. Aber dafür leben sie hier in mindestens 100x50x45cm und maximal 220x60x170cm in gemischten Gruppen von 2 bis 20 Tieren. Sie haben eine naturnahe Einrichtung, bekommen ordentliches Futter und werden bei Bedarf auch medizinisch versorgt. V.a. letzteres kann man von kaum einem TH behaupten.
Für mich gibt es also folgende Kriterien, um ein Tier anzuschaffen, das vielleicht für immer hierbleiben wird:
Paßt es in eine der bestehenden Gruppen oder ist eine Anlage frei?
In welchem TH o.a. Situationen befindet es sich (sprich, droht ihm unmittelbar Leid oder Tod)?
Welche Mausart ist es (Tiere wie Streifenmäuse gehören nicht ins TH!)?
(Wie stehen seine Vermittlungschancen?)
Mausart (als persönliche Präferenz), Farbe, Alter, Gesundheitszustand, Zahmheit, etc. ist vollkommen egal, wenn der Platz da ist.
Ich gehe dann einfach zu den entsprechenden Leuten (wenn die nicht vorher schon zu mir kommen), melde an, Platz zu haben und nehme, was mir die Leute dann schicken. Ich habe sie also wirklich schlicht, weil sie niemand will und oft auch, weil sie im betreffenden TH sonst irgendwann "verschwinden". :(


Zum Thema Katze: Warum ist das egoistisch? Beide Seiten haben etwas davon. Die Katze hat ein warmes Heim, Futter und bei Bedarf Streicheleinheiten und der Mensch hat was zum Kuscheln.
Egoistisch wird es erst, wenn die Katze nicht mehr wie eine Katze sondern wie ein Plüschtier, ein Frustreaktor oder ein Mensch behandelt wird.

@Alter Schwede
Nein, keine Schlange, sondern eine Adresse, kurz Addy. ;)



Stille Grüße

Angelus


P.S.: Vielleicht kann das jemand teilen? Ich fände die Diskussion zum OT-Thema auch interessant... :rolleyes:
LillianeHallo,

vielleicht darf ich mich hier auch nochmal kurz melden (wenn ich mich recht entsinne, war ich der Unruhestifter im anderen Beitrag;) ).

Leider muss ich auch jeden tag mit ansehen und hören, wie Tiere sich angeschafft werden udn soald sie Arbeit und Kosten verursachen abgeschoben oder getötet werden. Leider bin ich wohl zu idealistisch und hatte gehofft, dass wenn der Tierschutz im Grundgesetz steht, dass sich dann endlich etwas ändert. Nunja, soweit sind wir noch lange nicht.

Ich kann es nicht verstehen, wie man ein Tier zu sich holen kann, wenn man nicht bereit ist, die volle Verantwortung zu übernehmen. Auch ich selber habe mich wegen meiner Tiere schon in Schulden gestürzt, habe wochenlang nur von Nudeln und Reis gelebt. Aber das ist es mir wert. Es gibt mir ein saugutes Gefühl, wenn ich den Tierärzten, die z.B. meinen Kater wegen Blasensteinen!! einschläfern lassen wollte, heute einen fitten, agilen und vollkommen frechen Kater vorzeigen kann. Einfach nur, weil ich gekämpft habe, mir jede Info aus dem Internet und jedem Buch gezogen habe und gemeinsam mit dem Kater gekämpft habe. Denn ich habe ihn bei mir aufgenommen, ich bin für ihn verantwortlich (wie war das nochmal beim "der kleine Prinz"? Ich bin für meine Rose verantwortlich).

Und ja, ich weiß leider auch aus langer Erfahrung, dass man weiß, wann ein Tier bereit ist zu gehen. Genauso wie man es bei Menschen weiß (auch die können es nicht immer sagen). Man spürt es einfach, denn man ist mit dem Tier auf einer Ebene, sieht es gleichgestellt an. Und nicht als "Nutz- oder Haustier". Als Partner, dem man Liebe schenkt und auch zurückbekommt. Jedes meiner Tiere kann mir genau sagen was es will. Und ich denke, das ist bei jedem so, dessen Tier ein gleichwertiger Partner ist.

Zum Thema "Pferde" möchte ich nicht soviel sagen. Nur eines: wenn das Pferd mir jahrelang "gute Dienste" in Form von reiten gegeben hat, wieso kann ich dann nicht im Umkehrschluss dafür sorgen, dass wenn es alt oder krank ist, so glücklich wie möglich leben kann, bis es von selbst gehen will?! Wieso kann ich das Geld nur aufbringen für das Tier, wenn ich mit ihm reiten kann kann und nicht, wenn es nur "nutzlos" auf der Koppel steht? Ein Pferd ist ein Herdentier und wenn man die Pferde von Anfang an artgerecht halten würde (also nix mit Einzelhaltung, sondern in der Herde), dann ist jedes Tier doppelt so glücklich. Und alte Pferde werden nicht einfach aus der Gruppe ausgeschlossen. Nur Pferde, die nun wirklich nicht mehr laufen können. Alles anderen bleiben bis zum Schluss dabei. Aber richtig, dann kostet das Pfer ja so viel Geld (vorher beim reiten nicht???). Nunja.....

Auf jeden Fall hat mich diese Geschichte doch wieder ein Wochenende beschäftigt und wo ich nun dies hier alles lese, bin ich froh, dass es doch noch andere wie mich gibt. Ich hatte schon andere Befürchtigungen. Allen Beiträge, die ich hier gelesen habe, kann ich nur aus vollstem Herzen zustimmen. Also lassen wir uns weiterhin den Kitt aus den Fensterns schmecken;)
Loup de nuitdying rose, Du scheinst ganz besonders viel Spass daran zu haben, Tierhalter und -freunde zu provozieren. Warum?

Hasst Du die Menschen, oder die Tiere, oder vielleicht beide?
Angelus Noctis@Loup de nuit
Ich hab mit solchen Leuten letztens erst diskutiert. Außer Parolen war da nichts. Und sobald man reelle Probleme zurDiskussion stellt, kommt nix mehr oder Fehl- und sachlich falsche Infos.
Es lohnt also nicht, sich drüber aufzuregen... :rolleyes:
Sonst endet das alles nur wie [URL=http://www.dashaustierforum.de/forum/thread.php?threadid=11586&sid=9148ac0d05860f3862a53efd3e0203e7]HIER[/URL] oder [URL=http://www.dashaustierforum.de/forum/thread.php?threadid=10410&sid=9148ac0d05860f3862a53efd3e0203e7]HIER[/URL] .

Ich denke, v.a. mit bannion würde sich dying rose ganz gut verstehen. Sollen sie in einem PETA-Forum über die Rettung der Welt diskutieren. ich bin´s leid, solche ergebnislosen Debatten zu führen...


Stille Grüße

Angelus
Loup de nuitVermutlich versuche ich solche Menschen immer wieder zur Diskussion anzuregen, weil ich ihre Einstellung nicht verstehen kann. Ich verstehe es nicht.... so etwas ist doch krank:( Als letzte Konsequenz aus derartigen Ideen resultiert doch nur eins: [Zyn/ON] rottet die Menschheit aus, damit die Tiere, die ohne Menschen nicht mehr leben können, einen natürlichen Tod erleben[Zyn/Off]:( :(
Angelus NoctisDu hast ja recht mit Deinem Zynismus. Aber daß es so nicht funktioniert, wissen wir alle. Also, warum in solchen Debatten ergehen. Die Diskussion mit bannion hat meinen Mäusen stundenlange Spaziergänge auf meinem Schreibtisch beschert, aber mehr ist nicht bei rumgekommen.
Dann stell ich mich lieber hin und mach was dagegen, statt die Mißstände wegdiskutieren zu wollen.
Ganz ehrlich, bevor ich solche Räuberpistolen loslasse, renn ich besser ins TH und schau da nach dem Rechten oder berate Privatleute, die Tiere haben oder sich welche anschaffen wollen. Da haben die Tiere punktuell mehr von!


Stille Grüße

Angelus
Loup de nuitMir scheint Du hast noch nie versucht einen sog. Pferdemenschen zu beraten....:(
Bei uns ticken sich alle an die Stirn (bis auf eine liebe alte Freundin), wenn sie sehen was ich für einen Aufwand betreibe um einem nicht in dem Maße nutzbaren Tier das Leben so natürlich und glücklich wie möglich zu gestalten. Da fragt keiner nach ob und wie das vielleicht dem eigenen Vierbeiner auch zu ermöglichen wäre??? ...und ich würde genau diesen armen "Sportgeräten" so gerne ein wenig helfen.:( :( ...nur wie???
Angelus NoctisNein, hab ich nicht, das stimmt.
Aber ich hab gestern erst wieder gelesen: "Meine Maus ausd er Zoohandlung ist gestorben, sie war erst 6 Wochen. Na ja, hab mir eine neue dort gekauft." Aaaaaaaaaaaaaaargs!!!!!!! :mad:
Seitdem hat meine Tischkante wieder eine Bißspur mehr.

Und wenn die Leute nicht offen dafür sind, dann bringt leider aller gute Wille nichts. Pferde kommen zum Schlachter. Anderes unerwünschtes, lästig gewordenes oder nicht mehr brauchbares Getier wird abgeschoben, ausgesetzt oder eingeschläfert.
Und es scheint da nicht mal Gewissensbisse zu verursachen. Fische spült man das Klo runter, Degus setzt man direkt vor den Autoreifen und legt mal kurz den ersten Gang ein, Chinchillas füttert man tot, Mäuse setzt man im Winter in einer Schachtel in den Wald, dem Sittich macht man das Fenster auf, etc. :mad:

Ich suche deshalb immer noch die passende Methode, den Menschen wieder anzuerziehen, daß Tiere keine Gegenstände sind. Wenn ich sie gefunden habe, sag ich Bescheid!
Bis jetzt hab ich bloß raus, wie man dummen Leuten das Vermehren von Mäusen sauer macht. Mit Bildern nämlich, die im och-süß-Streichel-Tierschutz nicht vorkommen.
Wie man das allerdings zur Meinungsbildung auf Pferde überträgt, bin ich überfragt. Nerven hilft nicht und wenn sie von allein nicht ins Grübeln kommen, wird es schwer... :(

Irgendwie scheint es die ewige Debatte zu sein: "Brauch ich nicht mehr, schmeiß ich weg" Egal bei welcher Tierart ... :( :( :(


Stille Grüße

Angelus
rainraven...ich bin ja schon froh, wenn ein Mensch, dem das Tier aus irgendeinem Grund zur Last geworden ist, den Weg zum Tierheim findet oder zu einem anderen Menschen, der es freundlich bei sich aufnimmt (oft unter besseren Bedingungen). Das ist immer noch tausendmal besser als die "Entsorgungs"methode, ich wage sogar zu behaupten, die manchesmal gekoppelt ist mit Sadismus.
Ich sah in einem Fernsehbericht, daß jemand sogar einen Vogelkäfig mit drei Wellis (Kanaries?) im Winter neben der Straße einfach aus dem Auto geworfen haben muß. Den Anblick von drei toten, an den Sitzstangen festgefrorenen, Vögelchen kann ich nicht mehr vergessen. Wie krank muß ein Mensch sein, sowas zu tun???:mad:
pilgrimdying-rose:
ich halte auch nichts von den Menschen die ihr Hündchen in einen Mantel packen, weil er so überzüchtet it das er friert, oder so kurze krüppellige Beine hat, das er in einer Tasche getragen werden muss, oder die Frau/ Mann der in seiner 35qm Wohnung mit 25 Katzen wohnt, und und und, du hast recht, aber wenn mein Pferd jetzt nicht bei mir wäre oder die zahlreichen Hunde Katzen und und und bei ihren Besitzern, was wäre dann mit ihnen ??? Sei einfach froh das du kein Tier hast, das nutzlos dein geld für Futter und Tierarzt ausgibt und schaff dir auch keines an.
Gamblers StarHallo Thematik?
Hab gerade gestern erst bei [url]www.beistellpferde.de[/url] den gesamten Teil über Pferde-Euthanasie durchgelesen, um im entscheidenen Moment zu wissen, was auf einen zukommt. Könnte mich nämlich sicher nicht mehr damit auseiandersetzen, wenns 5 vor 12 ist.
Dort findet man viele Erfahrungsberichte, auch darüber, wann man "den" Augenblick der Lebensaufgabe des Pferdis erlebt.
Leute, lasst die Hottis nicht schlachten, das läuft schlimm ab.
Ich weiß, bei meinem Schnitzel ist es dasselbe, aber das lieb ich keine 20 Jahre.
Desweiteren hab ich das Gefühl, daß meine Tiere mehr Nutzen von mir als ich von ihnen habe. Ich weiß halt, daß es ihnen richtig gut geht und das ist mein Erfolg.
Den Todeswunsch meines Tieres kann ich erkennen, da braucht kein Tierarzt eine Kosten/Nutzenrechnung aufstellen. Oft wird zu früh eingeschläfert...
Gehe jetzt raus die Pferde benutzen!

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