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  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: Weihnachtszeit - Spendenzeit
AllanonViele von uns werden wahrscheinlich noch nicht im geringsten ein weihnachtlich warmes Gefühl verspüren. Trotz allem, hat sich die Konsumwirtschaft und allerlei Verbände und Vereinigungen darauf vorbereitet bereits viele Wochenzuvor, die Menschen dieses Landes auf Weihnachten einzuschwören.

Hierbei sind, wie auch schon die Jahre zuvor, Spendenorganisationen ganz vorne mit dabei. An vielen Litfaßsäulen und ähnlichen Vorrichtungen sieht man die Spendenplakate kleben. Jeder von uns soll sich angesprochen fühlen und um die Spendenfreudigkeit zu erhöhen, wird auch die Präsenz von Spendenaufrufe (duch Shows im Fernsehen u.ä.) gesteigert.

Sind wir zu Weihnachten tatsächlich für solche Dinge zugänglicher oder plagt uns nur das schlechte Gewissen in diesem Jahr noch niemand etwas gutes getan zu haben.
Haben wir überhaupt das Vertrauen zu den verschiedensten Spendenorganisationen. Und ja, zu welchen.

Für wen würdet ihr Spenden, warum und wieviel.
AlterkelteDie Weihnachtszeit ist auch die Zeit weit nach der Ernte,
die Wintersonnenwende ist nah'
An so einem Tag gab man etwas ab von seinen Vorräten,
weil klar war, dass der Winter "fast" schon vorüber war....
BürgermeisterDa ich das ganze Jahr über nichts spende, werd ich Weihnachten nicht damit anfangen.
SiriusEs ist immer schön zu sehen, welche dubiosen Hilfsorganisationen plötzlich 2 Wochen vor Weihnachten ins Leben gerufen bzw. reaktiviert werden, um Geld von den Leuten einzusammeln. Da bekommt man plötzlich aufgefordert einen ganzen Stapel abartig häßlicher Postkarten von einem angeblichen Behindertenverein zugesendet (der gar nicht existiert) mit der Bitte - nein mit der Aufforderung! - einen horrenden Betrag an diese Organisation als Spende zu überweisen. Da flattern verstärkt merkwürdige Lose mit versprochenen Millionengewinnen ins Haus, die man zu einem Wohltätigen Zweck kaufen soll - von einer Gesellschaft, von der man noch nie zuvor etwas gehört hat. Usw.
Gleichzeitig warnen die Verbraucherzentralen jedes Jahr davor, nicht auf diese Betrüger hereinzufallen - tja, da kann man doch nur zu dem logischen Schluß kommen, am besten gar nichts zu spenden, nur so ist man auf der sicheren Seite...

Ich persönlich sehe das so: Das Geld wächst leider nicht an Bäumen, sondern ich muß es mir durch Arbeit verdienen. Daher spende ich - wenn überhaupt - nur an solche Stellen, wo ich 100%tig nachvollziehen kann, wohin mein Geld fließt bzw. wie es verwendet wird. Eine solche Stelle ist z.B. mein Kleingartenverein.
Aber diese Spenden haben nichts mit Weihnachten zu tun...
Kiranasüßer die kassen nie klingen als zu der weihnachtszeit.....

wer kennt das net? der briefkasten quillt über vor spendenaufrufen, im fernsehen kriegt man plötzlich auch nur sowas zu sehen...klasse. einmal im jahr wird den menschen die möglichkeit gegeben sich "christlich" zu geben. so zu tun, als wären sie unheimlich gläubige menschen, die immer nur gutes tun....erinnert mich an die ganze geschichte mit der bulle, mit der sich die menschen im mittelalter den eintritt ins paradies erkaufen konnten.
illusuion.augenwischerei. nur um der welt zu beweisen wie großzügig sie doch sind. und alle sind sie da um den spendenregen aufzufangen. viel spaß dabei. ich für meinen teil spende nur an einen verein und das nicht nur an weihnachten.
Else KlingDerjenige, der gewillt ist, zu spenden, kann sich informieren, was seriös ist und was nicht. Ich spende per Dauerauftrag an das Friedensdorf International, das Kindern in Not hilft.
DanGer666mir wärs eher lieb wenn man meiner wenigkeit etwas spenden würde.. ;).. hätte ich geld das ich nicht brauche..denke ich..ich würde es zuerst an organisationen innerhalb dieses landes vergeben.. z.b. um armen kindern zu helfen.. aber dazu brauchts keine pseudofeiertage..
Rücksitzpunk[QUOTE][i]Original geschrieben von Bürgermeister [/i]
[B]Da ich das ganze Jahr über nichts spende, werd ich Weihnachten nicht damit anfangen. [/B][/QUOTE]
genau.
weil ich sowohl im ganzen jahr als auch an weihnachten kein geld dafür übrig habe.
scorpio666Tja wie gut das ich kein Christ bin.Weihnachtszeit ist für mich Partyzeit,mehr aber auch net.
Ach ja wer einen armen kleinen Schwarzen,der von der Steuerlast fast schon erdrückt wird, was spenden will,für den würd ich gerne ein Spendenkonto eröffnen.:D
RuhepolJa, so ist es nun einmal leider. Weihnachtszeit ist Spendenzeit. Ich arbeite in einem Behindertenwohnheim. Und jedes Jahr im Dezember kommen wildfremde Menschen auf mich zu, wenn ich mit den Bewohnern unterwegs bin. Sie drücken mir mit den Worten, "damit sich die armen Behinderten auch einmal etwas leisten können", in die Hand. Das Gewissen ist wieder beruhigt und für die restlichen elf Monate wird man wieder gemieden und schief angeschaut... Schade eigentlich.

Ich denke, spenden sollte man nur wenn man es wirklich will und für wen und wann man will. Und so halte ich es auch.
ApexIch spende im Dezember an die Organisationen denen ich auch sonst im Jahr immer was gebe wenn ich was über hab: Ärzte ohne Grenzen, Bahnhofsmission, Klamotten die ich selsbt in die Obdachlosenunterkunft bringe etc. so viel soziales Gewissen hab ich noch auch wenn ich nicht grad viel Geld bekomme.
MissPanUm der Wahrheit den Vorzug zu geben - Ich fühle mich nicht bemüßigt, für irgendwen zu spenden.

Wenn ich etwas geben möchte, will ich auch sehen, was damit passiert - und das kann ich nicht nachvolziehen, wenn ich einfach ein paar Scheinchen auf ein Nummernkonto wandern lasse.
Diese Art von Spenden haben für mich schon immer was von Ablaß-Handel gehabt...

Ich bin eher bereit, den Menschen in meinem Umfeld zu helfen (sei es mit Geld oder auch Naturalien wie bei der "Tafel") und persönlich etwas zu bewirken, als mir mit einer Geldspende ein ruhiges Gewissen zu erkaufen.

Generell ist das wohl immer eine persönliche Entscheidung, die ich auch nicht kritisieren will, gerade wenn sich die oberen Zehntausend zu Weihnachten gönnerhaft (und gegen Quittung für den Fiskus) in Szene setzen.
IndustrialOrkes ist wirklcih so dass die leute vor weihnachten mehr spenden. ich arbeite in einer bank und es ist unglaublich wie viele überweisungen inzwischen an hilfsorganisationen gehen ... deutlich mehr als sonst
GrauerWolf@Odessa
Macht Dich das wirklich glücklich?

Voller Sorgen...

Der Grübelwolf
scorpio666[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
[B]Also ich kann bei "meinen" Spenden schon etwas nachvollziehen wohin das Geld geht, wenn ich nämlich die Berichte bekomme bzw. die jährlichen Ausgabenbelege, wo ich sehe dass 2 Krankenhäuser in Kabul eingerichtet wurden oder Verbandsmaterial besorgt wurde für Ambulanzen etc.

[/B][/QUOTE]

Das finde ich ja sowieso nen Witz,die Amis bomben alles kaputt,klauen den Iraker ihr Erdöl,und wir sollen spenden,damit die Amis neue Ziele bekommen.
Das soll ja jetzt net heissen das man,die Leute da net helfen sollte ,aber ich finde das müssten die Briten und Amis machen.
GrauerWolf@Odessa
ja, wenn ich dem Kinde im Sandkasten von der Tüte für meine eigenen auch etwas abgebe, bekomme ich es doppelt zurück, von besagtem Kinde und von den meinigen, aber Greenpeace und animaldingsbums.
Was kriegste denn da in konkretum zurück?
I fasses net, ehrlich, ist mir zu hoch.
Du gehörst doch nicht mal zu den Leuten, die vor laufender Kamera im Bayrischen Hof kameragrinsend einen Scheck übergeben , um dann am nächsten Tag auf der Titelseite der Abendzeitung zu landen.
Deine Krötchen sind futsch und der Geschäftsführer von Grinspieß lacht sich ins Fäustchen!!??

Die einzigen, die von mir etwas bekommen, sind erheiternde Straßenmusiker und der Förderverein Wiederaufbau Berliner Stadtschloß, da bekomme ich in zehn Jahren auch etwas zurück, nämlich, daß ich dort die Steine werden fotografieren und anfassen können.
Aber fremde Leute durchfüttern....:eek:
Allanon[QUOTE][i]Original geschrieben von scorpio666 [/i]
[B]Das finde ich ja sowieso nen Witz,die Amis bomben alles kaputt,klauen den Iraker ihr Erdöl,und wir sollen spenden,damit die Amis neue Ziele bekommen.
Das soll ja jetzt net heissen das man,die Leute da net helfen sollte ,aber ich finde das müssten die Briten und Amis machen. [/B][/QUOTE]

Stellt sich die Frage, ob man beim Krieg von der Ursachenfrage ausgehen sollte, um bereit dafür zu sein, den Menschen zu helfen, die keine Ursache gesetzt haben?
Julya[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
Gibts immer noch Menschen die das NICHt machen?
[/QUOTE]

[quote]Tatsächlich, das tut es...also auf jeden Fall glücklicher als ne goldene Armbanduhr oder ne Perlenkette :-).
Glück ist = GEBEN. Dann BEKOMMT man nämlich auch Glück zurück.

Bin halt ein Hippie ;-)[/quote]


ich finds ausgesprichen super, daß du das machst.
wenn ich etwas spende, spende ich meine zeit. geld- oder klamottenspenden kann ich mir nicht leisten, da ich oft genug selber nicht weiß, wovon ich den rest des monats einkaufen soll und meine klamotten trage ich solange, bis sie auseinanderfallen ;)
darum zu deinem ersten zitat: ja. wenn auch mit dem zusatz 'leider'


zum zweiten: das finde ich super und ich freue mich für jeden menschen, der das erkannt hat.
auch freue ich mich viel mehr, wenn ich sehe, wie sich menschen über ein geschenk von mir freuen, als wenn ich selber etwas geschenkt bekomme.

ich finds gut, daß du ein hippie bist ;)


liebe grüße

~Julya~
Allanon[QUOTE][i]Original geschrieben von GrauerWolf [/i]
[B]@Odessa
ja, wenn ich dem Kinde im Sandkasten von der Tüte für meine eigenen auch etwas abgebe, bekomme ich es doppelt zurück, von besagtem Kinde und von den meinigen, aber Greenpeace und animaldingsbums.
Was kriegste denn da in konkretum zurück?
I fasses net, ehrlich, ist mir zu hoch.
Du gehörst doch nicht mal zu den Leuten, die vor laufender Kamera im Bayrischen Hof kameragrinsend einen Scheck übergeben , um dann am nächsten Tag auf der Titelseite der Abendzeitung zu landen.
Deine Krötchen sind futsch und der Geschäftsführer von Grinspieß lacht sich ins Fäustchen!!??

Die einzigen, die von mir etwas bekommen, sind erheiternde Straßenmusiker und der Förderverein Wiederaufbau Berliner Stadtschloß, da bekomme ich in zehn Jahren auch etwas zurück, nämlich, daß ich dort die Steine werden fotografieren und anfassen können.
Aber fremde Leute durchfüttern....:eek: [/B][/QUOTE]


Ist das nun reine Provokation oder deine tatsächliche Meinung:

ich spende => erhalte etwas dafür ???

Ich denke, für die Menschen, die aus Überzeugung etwas spenden bedeutet dies:

ich spende => Freude an der Veränderung eines Mißstandes

Das jemand aber dafür spendet, daß ein vergangenes Relikt (Berliner Stadtschloß oder Dresdner Frauenkirche) spendet, kann ich nicht nachvollziehen. Es ist zwar jedem seine ache selbst so etwas zu tun, doch bin ich der Meinung, daß diese Gelder auf anderen Gebieten sinnvoller angebracht wären. Es erstaunt mich übrigens immer wieder, wieviel Gelder für Bauprojekte gesammelt werden, macht mich nachdenklich.
Allanon[QUOTE][i]Original geschrieben von Julya [/i]
[B]ich finds ausgesprichen super, daß du das machst.
wenn ich etwas spende, spende ich meine zeit. geld- oder klamottenspenden kann ich mir nicht leisten, da ich oft genug selber nicht weiß, wovon ich den rest des monats einkaufen soll und meine klamotten trage ich solange, bis sie auseinanderfallen ;)

[/B][/QUOTE]

Ich denke, daß Zeit die wertvollste aller Spenden ist, denn ist es nicht die Zeit, die uns in unserem ach so kurzem Leben, so kostbar geworden ist.

Hier ziehe ich ganz besonders den Hut vor den Menschen, die nicht nur eine kurze Zeit, sondern die Zeit ihres ganzen Lebens spenden.
GrauerWolf@Allanon
und was verstehst Du daran nicht?
Ich habe es doch g a n z glasklar und deutlich geschrieben,
was ich dafür bekomme, eine schönere Umwelt.

Vergangene Relikte? Wenn Du mit dieser Glas-Stahl-Beton der bundesdeutschen Nachkriegsstädtewüsten klarkommst, ist das auch wiederum Deine Sache.

Aber mir vorschreiben zu wollen, was wichtiger ist, finde ich schon ganz schön keck, mein Lieber.

Soll ich Dir mal verraten, was ich vermute?
Da kaufen sich Leute per Überweisung Anerkennung, die sie aus irgendwelchen Gründen nicht im gewünschten Maße von ihrem sozialen Umfeld erhalten.
Ähnlich haben auch die Ablaßzettel funktioniert. Wie heißt es doch immer so schön, wie sollen doch aus der Geschichte lernen, ness-pah?
:o
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Julya [/i]
[B]auch freue ich mich viel mehr, wenn ich sehe, wie sich menschen über ein geschenk von mir freuen, als wenn ich selber etwas geschenkt bekomme. [/B][/QUOTE]So geht's mir auch. Darum tue ich lieber was für Kinder oder alte Leutchen in meiner Umgebung, anstatt Geld zu spenden, ohne dessen genaues Ziel zu kennen.
scorpio666[QUOTE][i]Original geschrieben von Julya [/i]
[B]auch freue ich mich viel mehr, wenn ich sehe, wie sich menschen über ein geschenk von mir freuen, als wenn ich selber etwas geschenkt bekomme.

[/B][/QUOTE]

:D Dann sollten wir uns zusammentuen,ich freue mich über Geschenke ,und Du freust Dich wenn de mir was schenkst:D

@Allanon
Vom humanitären Standpunkt aus gebe ich Dir völlig recht.Es macht kein Unterschied wie ein Mensch in einer Notlage gekommen ist.Nur hätte ich halt große Probs damit,die Amis noch indirekt zu unterstützen.Sie haben die Möglichkeiten und die Verantwortung.Ich würde nicht einsehen ihnen die Verantwortung abzunehmen,selbst net zum Teil.
MissPan[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
[B]
Ich finde es auch ohnehin selbstverständlich, im eigenen Umkreis "sozial" tätig zu sein, deshalb fand ich das gar nicht erwähnenswert dass ich übriges Essen aus "meinem" Krankenhaus an "Tafel"-ähnliche Einrichtungen gehen lasse und dass meine Kleidung an unser örtliches Obdachlosenheim geht etc. etc...

[/B][/QUOTE]

Dass ist heutzutage nicht mehr selbstverständlich - es wird eher weggeworfen, als daß man Kleider oder auch Lebensmittel an Bedürftige abgibt...
Allanon[QUOTE][i]Original geschrieben von GrauerWolf [/i]
[B]@Allanon
und was verstehst Du daran nicht?
Ich habe es doch g a n z glasklar und deutlich geschrieben,
was ich dafür bekomme, eine schönere Umwelt.

Vergangene Relikte? Wenn Du mit dieser Glas-Stahl-Beton der bundesdeutschen Nachkriegsstädtewüsten klarkommst, ist das auch wiederum Deine Sache.

Aber mir vorschreiben zu wollen, was wichtiger ist, finde ich schon ganz schön keck, mein Lieber.

Soll ich Dir mal verraten, was ich vermute?
Da kaufen sich Leute per Überweisung Anerkennung, die sie aus irgendwelchen Gründen nicht im gewünschten Maße von ihrem sozialen Umfeld erhalten.
Ähnlich haben auch die Ablaßzettel funktioniert. Wie heißt es doch immer so schön, wie sollen doch aus der Geschichte lernen, ness-pah?
:o [/B][/QUOTE]

Da muß ich dir leider wiedersprechen, denn wenn du meine vorherigen Statements nochmals durchliest, wirst du feststellen müssen, daß ich niemandem(auch nicht dir) vorgeschrieben habe, wem und wem nicht ihr(du) zu spenden habt(hast).
Denn wie du schon schreibst, liegt es bei jedem selbst, wem man spendet. Übrigens, bezüglich deiner Kritik, du selbst hast es auch nicht verstehen können, welch Spendenverhalten @Odessa hat.

Und was die Glas-Beton-Bauten angeht, so finde ich diese neuzeitlichen Gebäude zumeist auch nicht besonders hübsch und erfreue mich gern an alte Kirchen u.ä.; bleibt für mich dennoch der Gedanke daran, ob man Millionen dafür ausgeben muß, um soche Relikte von Grund auf neu aufzubauen.

Dein Bemerkungen hinsichtlich des sozialen Umfels etc. lasse ich unkommentiert, denn alle diejenigen die Du ansprichst, werden sich ihren Teil über dich denken oder vielleicht auch noch schreiben. Beschwer dich dann aber nicht.
MissPan[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
[B]PS: wer sagt denn dass diese Leute, die jetzt an Weihnachten spenden, nicht ohnehin das ganze Jahr z. B. einen Dauerauftrag haben, mit dem sie spenden? Es fällt halt nur an Weihnachten mehr auf, weil da mit Sammelbüchsen überall rumgewedelt wird, aber der, der da was gibt, muss ja nicht automatisch jemand sein der sonst NICHTS gibt....nur mal so am Rande erwähnt ;-) [/B][/QUOTE]

Wenn ich mich so in meinem Umfeld umschaue (und es handelt sich bei den Leuten nicht um einen Haufen Egoisten, sondern eher einen Querschnitt unserer Gesellschaft), sind Geldspenden wirklich die Ausnahme. Die Regel ist eher, daß man zu Weihnachten von diversen Hilfsorganisationen kleine Briefchen mit Zahlscheinen bekommt und diese dann nach Gutdünken bei der Bank einreicht, oder auch nicht. Außerhalb der Weihnachtszeit ist spenden sonst eher kein Thema, wenn man von den "normalen" sozialen Gaben absieht.
rubberhydeMan braucht kein schlechtes Gewissen zu haben.

Denn: Geiz ist geil !

Meine Kohle gibts erst post mortem.
Vielleicht brauche ich sie vorher doch mal. Man weiss ja nie.
KildareVorneweg: Ich spende nicht. Zumindest nicht in dem Sinne, dass eine wohltätige Organisation monatlich einen Betrag von mir bekäme.
Aber es geht ja auch im Kern nicht um Spenden im allgemeinen, sondern um die Weihnachtsspende. Ich hasse die Weihnachtsspende! Plötzlich wird man bei seinen Einkäufen für die Lieben, denen man gerne was schenken möchte, auf der Straße teilweise richtig gehend brutal abgefangen und dazu aufgefordert zu spenden.
Die Weihnachtsspende ist normalerweise keine wohl überlegte Weitergabe von Geld, welche man nachvollziehen kann, sondern tatsächlich ein Freikauf vom schlechten Gewissen. Da steht man mit seinen Tüten und denkt sich: Die drei Euro machen's jetzt auch nicht mehr. Wofür das Geld letztendlich verwendet wird, interessiert nur am Rande. Der Gedake, wenigstens irgendetwas getan zu haben, steht im Vordergrund.

Prinzipiell habe ich nichts gegen Spenden, obwohl ich persönliches Engagement bevorzuge. So etwas wie mehr Kekse backen, damit man die älteren Nachbarn, die das für sich nicht mehr tun,mitbestücken kann. Oder seine Kleider ins Obdachlosenasy bringen. Etwas, wobei man den Kontakt mit denjenigen, denen man helfen möchte, nicht scheut.

Was mich an der Weihnachtsspende nämlich am meisten stört ist, dass viele gern für Behinderte spenden, aber in der Kirche neben ihnen sitzen wollen schon viel weniger.

Um zum Ende zu kommen: Spenden können sehr sinnvoll sein, z.B. wenn man Schulen, Kinderärten etc. unterstüzt und jeder soll mit seinem Geld machen, was er will, aber zu spenden, nur weil Weihnachten ist, erscheint mir doch recht scheinheilig.
aaraenAls stolzer Besitzer von Fernseher, Auto und fliessend Wasser haben wir weitaus mehr als es ein Großteil der Menschen auf diesem Planeten je haben wird.
Als braver Rotkreuzler halte ich es auch mit dem Grundsatz, dass man dass Maß der Hilfe allein am Maß der Bedürftigkeit festmachen sollte.
Die Ausrede "sollen doch andere spenden" gibt es zuhauf. Das Dumme ist nur, wenn das jeder so sieht, spendet am Ende keiner. Abgesehen davon hat die Bereitschaft zu geben nicht das geringste damit zu tun, wer den Misstand verursacht hat. Was ich in der Diskussion vermisse ist vor allem die Menschlichkeit!
Man muss kein Christ sein um zu erkennen dass "geben seliger als Nehmen" ist. Entweder man gibt von Herzen oder man lässt es halt. Wem dafür die Güte fehlt, der gibt eben nix. Eine Rechtfertigung gibt es dafür aber nicht.

Leider ist es tatsächlich oft so, dass wir lieber etwas vernichten, als es einem anderen zu gönnen. Tafeln und Altkleidersammlung sind ein typisches Beispiel. Viele Restaurant schmeissen das Essen lieber weg.
asamandraIch unterstütze mittlerweile eine Umweltschutz-, eine Tierschutz- und eine Kinderschutzorganisation das ganze Jahr über finanziell und ich seh's nicht ein, nur weil Weihnachten ist an irgendwelche dubiosen Organisationen Geld zu spenden um mein Gewissen 'zu beruhigen'...

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