| Seneca | In letzter Zeit scheint das Thema Satanismus wieder mal im kommen zu sein, nicht nur hier im Forum, sondern auch wieder in den Medien (Dienstag 16.07 um 22:45 im ZDF; DOKU mit dem Titel "im Dunstkreis der Hölle") So wie es aussieht, wird dort mal wieder die Satanistenszene beleuchtet, wobei ich irgenwie den Eindruck habe, das damit die Gothic..oder wie auch immer, Szene gemeint ist... Was mich zu diesem Beitrag bewegt... Ich habe in letzter Zeit bemerkt, das alles Beiträge in denen sich jemand als Satanist bezeichnet, zerissen werden. Warum... Was ist so "anders" oder "bedrohlich" an Satanisten. Was ist ein Satanist überhaupt...? Letztere Frage werde ich beantworten, indem ich eine These aufstelle. Satanisten sind Menschen, die dem Gedankengut von Anton La Vey, oder seltener, Alisteir Crowley anhängen. Man sollte wohl erwähnen, das La Vey, nicht zuletzt durch die Gründung der Church of Satan wohl eher zum Weltbild des Satanismus beigetragen hat. Welche Ethik vertritt also so ein Satanist... Im Prinzip doch den puren Hedonismus, denn "Tu was du willst, sei das ganze Gesetz"...auf diese oder ähnlich lautende Maxime lässt sich der Satanismus doch nur zu leicht reduzieren. Dieser Maxime folgen allerdings viele in dieser Zeit, darunter auch ach so viele "Christen" oder bekennende "Heiden". Ich klammere hier bewußt den praktizierenden "Ritualsatanisten" aus, weil mir schlicht noch keiner begegnet ist. Die rituelle oder magische Praxis spielt bei den meisten "Satanisten" ohnehin offenbar eine untergeordnete Rolle, jedenfalls nicht mehr oder weniger als das Brimborium bei der katholischen heiligen Messe. Ist es nicht eher so, das Aufgrund des breiten Einzugs und Akzeptanz der Spaßgesellschaft, mit der Tendenz zur Mißachtung spaßverhindernder Regeln und Gesetze, der Satanismus als "Understatement" längst Einzug in unser alltägliches Leben gehalten hat...! Was unterscheidet also dem "Spaß um jeden Preis" Juppi von einem Satanisten... Ich würde mal behaupten, immer weniger. Entweder wird hier der Satanischen Gedanke ad absurdum geführt, oder das Konzept des Satanismus ist voll aufgegangen. Ich denke mit Schaudern an eben jenes "Gottes eigene Land" das durch Demonstration von Macht und Stärke, und durchsetzung seiner Interessen mit allen Mitteln, bei Mißachtung internationaler, also prinzipell übergeordneter Instanzen, mehr und mehr den Lehren La Vey's entspricht, als der Lehre Jesu. Nur so ein Paar Gedanken die sich mir aufdrängten, beim Studium der Tageszeitungen dieser Woche...! Möge die Diskussion beginnen...! |
| DieKraehe | Ich habe keineswegs etwas gegen Satanisten ("ausgenommen der praktizierenden "Ritualsatanisten"", wie auch du schon sagtest.) Vielmehr jedoch denke ich, ernten diese Kritik im Board, da sie einfach viel zu unbedacht mit Worten umgehen, wenn es um diese Thematik geht.. Menschen die sich als "Feuerwesen Satans" oder was auch immer bezeichnen, kann ich nun mal einfach nicht verstehen. Genausowenig könnte ich einen Christen nicht verstehen, der von sich behauptet ein "Lamm Gottes" zu sein. Ich denke auch dass man klar trennen muss, zwischen dem von dir angesprochenen Satanismus und Hedonismus im Allgemeinen, da letzteres auf keine bestimmte Gottheit zurückzuführen ist. Das ist auch der Unterschied zwischen den beiden "Gruppen"- vielleicht kein unbedingt grosser, aber er ist vorhanden. Tut mir leid, falls ich mich nicht mehr allzu verständlich ausdrücken kann.. ist nur ein bisschen spät/früh für mich, um noch eine ernsthafte Diskussion zu führen- wollte es dennoch nicht so stehen lassen ;) Kraehe. |
| Camouflage | Hallo Nach Kassel, mit Bedauern muss ich feststellen, dass nun Du auch noch einen Thread mit diesem schon sehr langweiligen Thema aufgemacht hast. Ich möchte weder über diesen Medientrend diskutieren, noch möchte ich Leute, die diese Art von Glauben für sich entdeckt haben, kritisieren. Für mich steht allerdings fest, dass man das Board nicht überschwemmen sollte. Das Thema ist so ausgereizt und langweilig, dass man es schon gar nicht mehr hier zulassen sollte. Anscheinend reicht es immer noch, wenn selbst ein öffentlich-rechtlicher Sender eine Kitschreportage anfertigt, um Dich dafür zu begeistern und eine Art Entrüstung hervorzubringen. Sage einmal, ist es das Wert, seine wertvolle Zeit für solch ein langweiliges Thema zu opfern? Hast Du das nötig? Komm schon. Salut |
| DieKraehe | [QUOTE][i]Original geschrieben von Camouflage [/i] mit Bedauern muss ich feststellen, dass nun Du auch noch einen Thread mit diesem schon sehr langweiligen Thema aufgemacht hast. Ich möchte weder über diesen Medientrend diskutieren, noch möchte ich Leute, die diese Art von Glauben für sich entdeckt haben, kritisieren. [/B][/QUOTE] Dann tu es doch nicht :D Hmm, sorry, soll jetzt kein persönlicher Angriff sein, aber ich finde es halt schade, dass ein Thema, das hier scheinbar jemanden interessiert, so.. "abgesetzt" wird. Naja, wie dem auch sei, ich halte mich da raus :) Kraehe. |
| Seneca | Ja Camou... Offenbar habe ich das nötig...! Ferner ist mir unbekannt, das sich bisher irgendwer diesem Thema von dieser Warte aus genähert hat... |
| Lucas de Vil | Also ich weiß nicht viel über Satanismus und Co und ehrlich gesagt will ich das auch gar nicht. Akzeptieren und Ignorieren ist das Einzige, was ich tue. |
| Seneca | Hmmm...etwas fruchtloser Versuch, ich hatte zumindest ein paar Beiträge erwartet, die sich mit der eigentlichen Thematik, nämlich der Annäherung zweier einstmals gegensätzlicher Ethiksysteme befaßt. |
| Camouflage | Hallo Seneca, was erwartest Du denn? Ich habe hier im Board schon mehr als drei, oder vier Threads mit der Systematik Satanismus und Co gesehen und es wurde auch ordentlich reingepostet. Als Fazit kam doch eh immer, wenn man die Leute einmal aufklären würde, wer das macht und wer nicht und woher der ganze Kram kommt, dann wäre alles wieder leichter und besser... Dem ist aber nun einmal nicht so. Die Leute könnten sich alle ein gutes Buch schnappen, in dem alles drinne steht und was sie auch noch bilden würde. Fakt ist nun einmal, dass der Teufel und alle Dämonen und was weiß ich nicht noch alles, eine Erfindung der geistlichen, okkulten und weltlichen Herrschaft waren und sind. Man hat eben zu gegebenen Zeiten ein Pendant zur eigenen Position gesetzt, um den Weggang und die Abwendung vom Glauben und System zu stoppen. Inwieweit man nun den okkulten Kram rund um den Satanismus noch ausschzmückt und Dinge hinzudichtet, weiß ich nicht, weil mich das Thema nicht wirklich juckt. Ich weiß nur, dass eben die Damen und Herren von der gehörnten Front einmal darüber nachdenken sollten, ob sie nicht ein Spiegelbild der Gesellschaft sind, nicht vielleicht benutzt werden, oder eben doch nur aus der gegebenen Realität austreten wollen. Sicherlich wäre einmal ein verfassungsrechtlicher Bericht interessant, der nicht nur die Beweggründe aufschlüsseln könnte, sondern auch den Altersdurchschnitt und das soziale Umfeld. Es ist nun einmal anzumerken, dass eben auch hier im Board meist die unter 18 Jährigen nach Satanisten und schwarzen Seelen besonderer Art Ausschau halten. Nimm also meinen Beitrag nicht als gegen Dich gerichtet, sondern als Meinungsbekundung gegen ein Thema, was wirklich ausgelutscht ist. In diesem Sinne Salut |
| finizia | entschuldige bitte, wenn ich jetzt was zum thema schreiben möchte...ich finde es eigentlich SEHR interessant und würd mich da gerne drüber unterhalten weil alle immer gegen satanisten wetern und keiner wirklich was dazu sagt. ob das thema "ausgelutscht" ist, kann ich nicht sagen, ich kannte die anderen threads nicht und habe sie somit auch nicht gelesen. prinzipiell würd ich sagen, ich habe nichts gegen satanisten. ich habe auch nichts gegen moslems oder christen. ich verstehe sie nur nicht :D das liegt vielleicht daran das ich das system einer religion nicht gutheisse.es ist mir eigentlich egal, welchen namen man dem gibt, an das man glaubt.soll jeder das wählen, was ihm/ihr am meisten zusagt. was ich allerdings nicht verstehe sind fanatiker einer religion, die unbeteiltigte da mit reinziehen, siehe bin laden. so ist das auch bei satanisten, solange sie niemanden überzeugen wollen oder gar für irgendwas missbrauchen. sollen sie an satan glauben. obwohl ich muss sagen, so einen "klassischen" satanisten mit toter katze unterm arm kenn ich gar nicht... ist halt ne subkultur/religion :D |
| Menedemos | Irgend jemand hat einmal auf den Einwand, daß das, was er verkündet, schon irgendwann jemand anderes gesagt hat, lapidar geantwortet: "ALLES ist schon einmal gesagt worden. Aber da keiner zuhört, muß man es immer wieder tun." Ich kenne mich mit Satanismus zwar nicht besonders aus, aber das hindert mich selbstverständlich nicht, hier was zu schreiben ;). Es gibt sicherlich auch mehrere Strömungen im Satanismus, mehr oder weniger okkulte, aber gewisse wesentliche Linien scheinen sich doch abzuzeichnen. Erstens könnte man den Satanismus durchaus als zur Ideologie erhobenen Egoismus bezeichnen, also in der Tat nichts besonderes heutzutage. Vielmehr scheinen mir Satanisten sogar relativ skupelvoll zu sein, weil sie glauben, ihren Selbstbezug noch legitimieren zu müssen, während die meisten Menschen dies mittlerweile als Selbstverständlichkeit betrachten. Ein zweiter Punkt scheint mir aber durchaus hilfreich am Satanismus: Auch wenn viele nicht mehr ans Christentum glauben, steckt doch noch in unserer Mentalität ein gerüttelt Maß an Selbstverleugnung, Negativismus etc..., welches von christlicher Denkweise herrührt. Hier den Finger in die Wunde zu legen, sehe ich durchaus als Verdienst. Naiver Egoismus kann diese Denkstrukturen nicht aufbrechen. Ob man allerdings die Reflektion darüber unbedingt mit dem Etikett "Satanismus" versehen muß, ist die Frage. Und das dritte ist das okkulte und religiöse Brimborium. Das finde ich eigentlich unlogisch, weil "Satan" als überirdisches Wesen und als "böses" Prinzip nur in christlichem Bezugsrahmen wirklich Sinn ergibt und das Christentum von den Satanisten ja abgelehnt wird. Ich glaube, daß es nämlich vor allem die Christen sind, die von der Existenz Satans am meisten überzeugt sind (siehe MANOMANIAC). Ich hoffe, ich bin jetzt keiner Satanistin ;) zu sehr auf die Füße getreten... ;) |
| bellfire | Hm...ich werd das Gefühl nicht los, dass Seneca eigentlich auf etwas anderes raus wollte. bellfire |
| Menedemos | [QUOTE][i]Original geschrieben von bellfire [/i] [B]Hm...ich werd das Gefühl nicht los, dass Seneca eigentlich auf etwas anderes raus wollte. bellfire [/B][/QUOTE] Also wenn Seneca auf etwas anderes hinauswollte, dann soll ER es sagen... :mad: (sorry, aber wir sind ja hier im Kaiser, da darf man ;) ) Wenn ich ihn richtig verstanden habe, dann wollte er die Frage aufwerfen, inwiefern die "Ethik" des Satanismus nicht bereits Allgemeingut ist. Und diese Thematik habe ich, denke ich, durchaus angeschnitten... |
| Blackadder | Ich weiss nicht, ob man den allgemeinen Werteverfall mit "religiösen" Absichten gleichsetzen kann...die meisten werden in ihrem Drang zu egoistischer Sichtweise und Feiern-bis-zum-umfallen wohl keine tiefere Ideologie legen....daher weiss ich nicht, ob sich hier Paralellen aufzeigen, oder es einfach nur allen egal ist, was passiert, solange es ihnen gut geht...ist Egoismus automatisch satanistisch? Beste Wünsche, BLACKADDER |
| ~Raven~ | Lieber Seneca, du hast Recht, wenn du sagst: Es ist nichts anderes als die Lehren Jesu. Doch um dies zu erkennen, muß man auch in der Biebel, tiefgründiges Denken voraussetzen. Leider haben das die Kirsche und die meisten Christen nicht. Also nennen wir das Ganze doch einfach Satanismus. ------ |
| Seneca | Habe ich das jetzt Recht verstanden...die Lehre Jesu gleicht der modernen Lebensweise...? Ich sehe eher eine Akzeptanz des Sozialdarwinismus, des althergebrachten "Rechtes des Stärkeren". Barmherzigkeit ist sicher keine Stärke der modernen Zeit, und definitiv keine Tugend des Satanismus, der alles Schwache verachtet. Die Demontage des Sozialen Netzes, des Geldes wegen, und die Bezeichnung der Empfänger als "sozial SCHWACH" nimmt für mich eine prägnante Indizstellung ein. Dies Einstellung wurde von diversen "Prominenten" zum Besten gegeben, und die Entrüstungsstürme halten sich in Grenzen, eher gibt es noch Beifall von den "Starken". Ein gläubiger Mensch könnte es als das aufziehende Gehenna sehen, als Erstarken des Tieres. Witzig ist in diesem Zusammenhang, das die USA in der islamisch-fundamentalisischen Welt als Satan bezeichnet werden, auch wenn die Verteter des Fundamantalismus nicht gerade Lämmer sind. Aber es ist es hat bei näherer Betrachtung eine waren Kern. |
| Blackadder | [QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i] [B]Witzig ist in diesem Zusammenhang, das die USA in der islamisch-fundamentalisischen Welt als Satan bezeichnet werden, auch wenn die Verteter des Fundamantalismus nicht gerade Lämmer sind. Aber es ist es hat bei näherer Betrachtung eine waren Kern. [/B][/QUOTE] Hmmm...zur zeit des kalten Krieges haben die USA Russland auch gerne als Teufel dargestellt, ebenso umgekehrt...es ist immer ein beliebtes Sinnbild...ebenso leben wir scheinbar schon seit Jahrzehnten in Zeiten des "Erstarken des Tieres"...meiner Meinung nach ist der Mensch einfach nicht für dauerhaftes Gut-sein erdacht und tut sich schwer mit der Einhaltung der Regeln der Nächstenliebe...ferner ist das religiöse Prinzip "Gott und Satan" wohl mittlerweile überholt...kein Mensch denkt heutzutage noch an eine Rechtfertigung seiner Taten vor einer INstanz, sei sie nun gut oder böse...ebenso haben die ganzen Glaubensvorstellungen der Satanisten nichts mit tatsächlich praktizierter Religion zu tun, meistens zumindest...LaVey hat seine "Lehren" auch nur der SHow Willen in Satanismus verpackt, im Grunde predigte er nur Egoismus, die satanistischen Seiten waren schlichtes Bei- und Blendwerk, weil der Mensch Ritualisierungen braucht... "Dies Einstellung wurde von diversen "Prominenten" zum Besten gegeben, und die Entrüstungsstürme halten sich in Grenzen, eher gibt es noch Beifall von den "Starken"." Naja, wer will heute schon zu den Schwachen gehören...ich denke, in einer Zeit, in der uns täglich vorgelebt wird, wie weit man es mit Einsatz seiner Ellbogen bringen kann ist es kein Wunder, wenn die meisten eher auf der Seite der "Sieger" sein wollen... :rolleyes: Und so unglaublich Barmherzig ist die christliche Lehre bei näherer Betrachtung gar nicht.... Beste, Wünsche, BLACKADDER |
| Wolf | [QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i] [B]Ich denke mit Schaudern an eben jenes "Gottes eigene Land" das durch Demonstration von Macht und Stärke, und durchsetzung seiner Interessen mit allen Mitteln, bei Mißachtung internationaler, also prinzipell übergeordneter Instanzen, mehr und mehr den Lehren La Vey's entspricht, als der Lehre Jesu. [/B][/QUOTE] Ich muss sagen dass ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen kann. Mit wunderbar spitzer Feder beschrieben. Vielen Dank |
| Blutspatz | Les dir das Buch "4 Jahre durch die Hölle und wieder zurück durch", dann weisste, wieso ich "handelnde" Satanisten nicht abkann. Solang man nur den Glauben hat und nicht handelt, ist es mir egal. |
| Seneca | Genau um diese "Handeln" geht es doch dabei, und ich meine damit keine Rituale... |
| Sensus Moriendi | egoismus ist satanismus? steckt hinter dem sogenannten satanismus wirklich nicht mehr als der 'tu was du willst' satz? wenn das so ist, könnte man es dadurch so bezeichnen, denke ich.. ist es denn wirklich so dass da nicht viel mehr dahinter steckt? ich kenne mich zu diesem thema nicht sonderlich aus... höchstens das was man hier im board so aufschnappt, habe mich damit auch noch nicht sonderlich beschäftigt muss ich zugeben... weil es nicht so sehr in meinem interessengebiet liegt... und ich nicht sonderlich an einen gott und demzufolge auch wohl kaum an sein pendant satan glaube... aber ich dachte eigentlich schon dass da ein bisschen mehr dahinter steckt, auch wenn ich es nicht weiß (ich weiß ja so vieles nicht *lächel*)... wenn dem nicht so ist, dann habe ich vielleicht zu unrecht all die jugendlichen die es 'unglaublich satanistisch' finden, wenn sie pentagramme an friedhofsmauern und grabsteine malen und die schwarze katze des nachbarns um ihren kopf erleichtern, einfach als 'etwas gestört' abgestempelt, weil ich der meinung war, hinter satanismus steckt doch wahrscheinlich etwas mehr als solcher blödsinn... wenn es nur dieser satz ist, dann sind sie ja eigentlich wirklich tolle satanisten, denn sie tun ja was sie wollen.. auch wenn es sehr bedenklich ist meiner meinung nach... man ist doch auch nicht zwingend gläubiger christ, nur weil man die zehn gebote befolgt (die doch eigentlich, bis auf eins oder zwei, einfach nur normale 'gesellschaftliche' umgangsregeln sind)... ist man satanist wenn man tut was man will? wenn das so ist, wenn da wirklich nicht mehr mehr dahinter steckt, dann bin ich auch satanist... oh mist.. im grunde sind wir dann ja wirklich eigentlich alle satanisten.. denn wir alle tun ja eigentlich was wir wolllen... oder sollten es tun.. auch wenn es die meisten (aber nicht alle) ja noch mit dem zusatz 'solang du keinem andern damit weh tust' sind... naja, ich schreib mal wieder wirres zeug und hab jetzt irgendwie den faden verloren... kleines resümee: wenn satanismus wirklcih nicht mehr mehr ist als tun was man will, ja, dann sind sehr viele leute satanisten... obwohl ich irgendwo in mir ja immer noch den kleinen gedanken hege, dass da doch sicher mehr dahinter steckt, denn sonst hätte sich dieser 'glaube' doch nicht so lange gehalten, oder? eine kleine unwissende Sensus Moriendi ps.: 'vier jahre durch die hölle und zurück' ist doch meines wissens nach schlicht und einfach nur ein fake, oder? |
| Blackadder | Es handeln aber wohl nur die wenigsten wirklich mit einem "satanistischen Hintergedanken"....Egoismus setzt sich einfach durch, zusammen mit der sich ausbreitenden Unzufriedenheit mit allem denkt halt jeder, er müsse vor allen anderen für sich selber Sorgen....ein Versagen der gängigen Kirchenstrukturen ist da sicherlich ein Faktor, aber nicht unbedingt ein Annähern zweier "Glaubenssysteme"...denke ich. Beste Wünsche, BLACKADDER |
| Seneca | Definiert sich wirkliches Sein nicht über das alltägliche Denken und Handeln ? Führt die Auslebung des Individualismus, und die wegfallende Moralinstanz, oder auch das Ideal immer zum Ausleben der Selbstsucht. Ist dieses "Erwachsen des Tieres", denn genau das ist es ja, die Dominanz der "Es" im Menschen (frei nach Freud), vielleicht zyklisch...? Die Geschichte scheint sich zu wiederholen, die großen Weltreiche sind meist von innen heraus zerfallen, das fängt beim einzelnen Individuum an. Silbergraue Grüße |
| Seneca | @ Sensus Moriendi Der Zusatzt "...solange es keinen schadet..." ist gewissermaßen das Paradoxon des Satanismus, denn auf der anderen Seite verachtet der Satanismus das Schwache. Auf wessen kosten lebt man sich aber meist aus...? Wer zahlt drauf wenn der andere gewinnt...? |
| Seneca | Wie las ich erst vor kurzem in der Signatur eines sehr bemerkenwerten Mannes... [i]"ich habe hier auf der Erde von Anfang an meine Finger im Spiel. Ich habe alle Empfindungen genährt und gefördert, zu denen der Mensch je inspiriert worden ist. Ich zeigte Interesse für seine Wünsche und ich habe ihn niemals verurteilt. Wieso? Weil ich ihn niemals zurückgewiesen habe, obwohl er all diese Schwächen und Fehler hat. ich bin ein Fan der Menschheit! Ich bin Humanist, vielleicht sogar der letzte Humanist... [b]Wer, der noch bei Verstand ist, kann mit reinem Gewissen leugnen, dass das 20. Jahrhundert ganz allein mir gehört hat? alles, was war, gehörte mir. Ich bin auf dem Höhepunkt. Das ist meine Zeit..."[/b][/i] |
| Asmodyrian | [QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i] [B]Der Zusatzt "...solange es keinen schadet..." ist gewissermaßen das Paradoxon des Satanismus, denn auf der anderen Seite verachtet der Satanismus das Schwache [/B][/QUOTE] Wenn unsere lieben satanischen Freunde jemanden schaden kriegenßs sie es doch mit dem Staat zu tun (FALLS man sie drankriegt und FALLS sie überhaupt verurteilt werden)....zwar ließe sich über Sinn und Unsinn der Staatsgewalt im Zusammenspiel mit der Bevölkerung auch wieder streiten, aber das ist mE ein anderes Thema.... wenn man unserere kleinen Teufelsanbeter nämlcih wirklich erwischen sollte, sind sie dran. Und dann werden aus ihnen die Schwachen.... was ja vermutlich eine ziemliche Schande darstellen würde .... (Ach ja, und im Auftrag des Teufels finde ich auch bloß genial ;) ) |
| Seneca | Jemanden zu schaden, muss nicht unbedingt im strafbar sein...! Schon gar nicht, wenn ich an die zustände in unserer niedlich kuscheligen Finanzwelt denke. Ja, Eddie Barzoon ist das Vorzeigemodell das 21. Jhdts, ein Sigertyp, mit Unendlickeitsantrieb, weil nichts ihn jemals zufriedenstellen kann... Erst wenn jemand an einem selbst vorbeizieht, erst dann merkt man, auf welches Spiel man sich eingelassen hat. |
| Asmodyrian | Wie kommst du gerade auf die Finanzwelt ? Wegen Eddie ? ...Ich meinte das alles etwas allgemeiner, nicht auf diesen Kreis bezogen.... |
| Feind_im_Innern | Satan ist Teil des Christentums, ja, das eine kann nicht ohne das andere existieren, Jing und Jang. Aber seine Seele dafür zu verkaufen, das man tun kann was man will? Ich bin Protestant, und ich kann auch tun was ich will. Ich werde aber am Ende die Konsequenzen tragen. Mathin Luther hatte, als die Richter ihm sagten er könne jetzt bei irgendso einem Pfaffen um Vergebung für seine "Sünden" bitten, gesagt "Nur Gott kann mein Richter sein!". Das ist es was Protestanten ausmacht. Hier auf Erden muß die Freiheit jedes einzelnen dort Enden, wo die Freiheit des anderen eingeschränkt wird. Wenn die Menschen dies kapiert haben, dann wird auch endlich die Anarchie funktionieren. Hasta la victoria siempre! Euer Feind |
| Schwarzbär | Wir hatten einen sehr toleranten Religionslehrer mit dem wir unter anderem das satanische Glaubensbekenntnis besprachen und es diskutierten. Nachdem alle so ihren Senf dazu gegeben hatten, zeichnete sich eines deutlich ab bis auf den Punkt Töte den der Dir in Deiner Selbstverwirklichung im Weg steht stimmten alle vom Hipp Hopper (oder wie auch immer) bis hin zum OI - Skin in allen Punkten zu. Selbstverwirklichung und sich selbst als Zentrum des Universums betrachten bis hin zu Crowley, der einem ja sogar den Status eines Gottes verheißt, also die Konsequenzen, waren irrelevant. Da Du Crowley ansprichst: Meiner Meinung nach ein gutes Beispiel wohin die Reise geht. Vollkommen geistig umnachtet bat er Tische und Stuhlbeine um Vergebung für seine Sünden. Das in seinem Himmel, einer Klapse in Süd England. Ließt man die Bergpredikt, so fehlt nur noch die Einleitung: Ein Gespenst geht um in Europa. Mir sind die Lehren Christi ehrlich gesagt zu sozialistisch. Eine versuchte Umsetzung war im Prinzip der Sozialis/Kommunismus. Auch wenn Marx Religion als Opium fürs Volk karrikierte, war er den Lehren Christi wesentlich näher als jede Demokratie. Nennt man nun die kleinste politische Einheit Gemeinde oder Komune.. Es läuft doch auf das Gleiche hinaus. Eine Demokratie setzt keine Gemeinschaft oder gemeinde als Einheit sondern vielmehr das Individuum. Ein Staat baut sich also auf Individuen auf. Was ist Individualismus in allerletzter Konsequenz: Satanismus. In Deutschland haben wir noch ein starkes Familiengefüge, zwar schon am zerbrökeln, da ja Verantwortung gegenüber dem eigenen Blut auch nicht gerade den Werten der Spaßgesellschaft entspricht. Ich möchte hier deutlich machen, daß ich mich nicht mit der verdrehten Blut und Boden Philosophie des 3. Reiches identifiziere. Die Verpflichtung gegenüber meinem Blut empfinde ich nur gegenüber meiner Sippe. |
| hagzissa13 | vorne weg: Ich bin keine Satanistin, beschäftige mich jedoch mit dem Thema seit ca. 15 Jahren. Mit dem Satanismus ist es, wie mit allem, wovon man keine Ahnung hat: man hat Angst, besonders dann, wenn einen die Medien erschaudern lassen. So düstre Dinge, wie es ja auch der Satanismus ist, lassen sich herrlich ausschlachten um Panik zu verbreiten und die Einschaltquoten in die Höhe zu treiben. Auch ich bin schon von vielen als "Satansanbeterin" betitelt worden, nur weil ich nicht bunt gekleidet bin und das Musikantenstadl nicht unbedingt zu meiner Lieblingsmusik zählt. Aber was soll ich sagen: Sie wissen es nicht besser und woher sollten sie auch? Die Medien berichten nicht wirklich objektiv über dunkle Themen... Jetzt aber bitte nicht falsch verstehen: Ich verteidige weder ein Ehepaar Ruda noch sonstige geistige Irrläufer! Ich vermisse lediglich ein wenig die Objektivität der Fernsehmacher. Ich hoffe, mir in all den Jahren doch ein recht präzises Bild von "Satanismus" gemacht zu haben und sage folgendes: Satanismus ist nicht gleich Satanismus. Man unterscheidet mindestens 5 verschiedene Strömungen, die alle 5 unterschiedlicher kaum sein können. Darum ist es, meines Erachtens, sowieso recht unpassend, von DEM Satanismus als solches zu sprechen. Ich denke, wenn man die Bevölkerung "ordentlich" informieren würde, würden viele die Dinge rationaler sehen und somit auch die Gefährlichkeit (die ich bei vielem auf diesem Gebiet gar nicht herunter reden möchte) besser einschätzen. Hagzissa - per aspera ad astra - |
| rattentod | [QUOTE][i]Original geschrieben von hagzissa13 [/i] [B] - per aspera ad astra - [/B][/QUOTE] Mal kurz OFFTOPIC, heißt es nicht Per Asperatum ad Astra und liest du Stanslaw Lem. Wenn ich mich recht entsinne hat er das mal in einem Pilot Pirx Roman erwähnt. Grüsse |
| rattentod | [QUOTE][i]Original geschrieben von Schwarzbär [/i] [B] Ein Staat baut sich also auf Individuen auf. Was ist Individualismus in allerletzter Konsequenz: Satanismus. [/B][/QUOTE] Dem möchte ich doch mal widersprechen, ganz so einfach ist es nicht. Die Reduzierung auf das Individuum vorzunehmen und eine Assoziation zum Satanismus vorzubringen, weil sich der Kampf des Einzelnen und des Stärkeren dort auch findet ist schlichtweg albern. Genausogut könnte ich behaupten dass alles was im Wasser lebt Fisch ist, was ja auch nicht zutrifft. Abgesehen davon ist es unsinnig aus einer entstandenen Theorie, ich bezeichne mal den Crowleyschen Satanismus so, auf einen Ursprung nämlich des Einzelnen zurückzuführen und zu behaupten dass alles eigentlich auf dieser Theorie beruht ... Puuh, schwer auszudrücken. Satanismus ist wie jede Religion für mich, nur dass sich eben dort stärker die Ausübung der Religion als Paradoxon schneller zeigt als zum Beispiel beim Christentum (Liebe deinen Nächsten aber Homosexuelle sind baeh). Der Satanismus entbehrt nicht einer gewissen Reiz, denn Böse und Gemein sein, vielen tollen Sex und sinnlose Besäufnisse. Eben die Event Religion für den Gläubigen, um es mal überspitzt zu formulieren. Sicherlich ließe sich auch ein Satanismus definieren der ohne all dem auskommt, aber ... In dem Sinne, geruhsame Nacht. |
| Lunar Light | bin zwar keine satanistin (gott bewahre *lol*), aber was ist falsch an den satanischen grundregeln von lavey??? 1. gib keine stellungnahmen oder ratschläge, wenn du nicht gefragt wirst. 2. erzähle deine sorgen nicht anderen, wenn du nicht sicher bist, dass sie sie hören wollen. 3. in jemandes anderen heim erweise ihm respekt, ansonsten betritt es nicht. 4. wenn dich ein gast in deinem heim belästigt, behandele ihn grausam und ohne gnade. 5. unternimm keinen sexuellen vorstoß, solange du nicht entsprechende signale bekommen hast. 6. nimm nichts an dich, was dir nicht gehört, außer es ist eine bürde für den anderen und er schreit danach entlastet zu werden. 7. erkenne die macht der magie an, wenn du sie erfolgreich eingesetzt hast, um deinen wünschen zum erfolg zu verhelfen. wenn du die macht der magie verleugnest, nachdem du sie mit erfolg beschworen hast, wirst du alles verlieren, was du erreicht hast. 8. beschwere dich nicht über etwas, dem du dich nicht selbst aussetzen musst. 9. füge kindern keinen schaden zu. 10. töte keine nichtmenschlichen tiere, außer du wirst angegriffen oder zu nahrungszwecken. 11. wenn du dich auf offenem grund bewegst, belästige niemanden. wenn dich jemand belästigt, bitte ihn, damit aufzuhören. wenn er nicht aufhört, vernichte ihn. das sind die regeln laveys. ich hab mich auch mit dem thema beschäftigt, und kann generell doch vielen grundgedanken und ideen zustimmen. greetinx ~ Lunar Light. |
| Seneca | Na ich sagte es doch, kaum jemand findet etwas falsches an der satanische Lebenweise, weil sie und längst zu eigen geworden ist. [i]"...Wir wollen stattdessen den zeit-genössischen Satanismus als das sehen, was er wirklich ist: eine brutale Religion des Elite-denkens und des Sozialdarwinismus, die danach trachtet, die Herrschaft der Fähigen über die Idioten wiederherzustellen..."[/i] Quelle: [url=http://www.churchofsatan.com/Pages/Feardeutsch.html]Seite der Church of Satan[/url] |
| hagzissa13 | @ seneca: stimmt...wenn man es nüchtern betrachtet... Doch, es kommt eben auch darauf an, wie man die Regeln auslegt. Also ich z.B. würde sie eher interprettieren und nicht wörtlich nehmen, aber ... wenn das wirklich jemand ernst machen würde (z.B. jemanden vernichten, sprich umbringen, der einen proviziert), ich glaube damit hätte ich ein Problem. Womit ich auch ein Problem habe, sind die fünf "Vorhaben" der COS. Also, mit der Besteuerung aller Kirchen habe ich kein Problem und der Wiedereinführung des Lex Talionis ... naja, darüber läßt sich streiten. Aber bei solchen Dingen wie der Erschaffung künstlicher Miniwelten fürs persönliche Gusto und der Humanoidenherstellung... was soll man dazu sagen? Knapp an der Realität vorbei, ist eben auch vorbei... Gruß Hagzissa - per aspera ad astra - |
| Onyx | meiner meinung nach ist der satanismus nichts schlimmes, möchte mich allerdings keiner religion unterwerfen *g* aber eben auch diese grundsätze sind doch in ordnung. @hagzissa: du erwähntest 5 verschiedene richtungen des satanismus. mir ist nur die nach crowley bekannt. was sind das für welche? dunkler gruß, onyx |
| WinterWolf | Ein definitiv schweres Thema... Mal zu den Regeln von LaVey: [quote]1. gib keine stellungnahmen oder ratschläge, wenn du nicht gefragt wirst.[/quote] Hmmm. Im Grunde Einstellungssache. Es hat seinen wahren Teil, da Leute wahrlich nervig sind, die sich in alles einmischen, egal, ob es sie etwas angeht oder nicht. Andererseits: Man sollte durchaus Menschen helfen (einen Rat geben), die in einer bestimmten Situation nicht herauskommen, und einfach nicht fragen, aus welchen Gründen auch immer. Durch einen gut gemeinten Rat kann man Menschen manchmal Aspekte einer Sache aufzeigen, die sie selbst vielleicht noch nicht so gesehen haben. Aber wie gesagt: Einstellungssache. Ich bin nur der Meinung, dass diese Regel leicht mit gnadenloser Ignoranz gleichgesetzt wird, welche mir widerstrebt. [quote]2. erzähle deine sorgen nicht anderen, wenn du nicht sicher bist, dass sie sie hören wollen.[/quote] Im Grunde richtig, doch wer tut das schon? Vertrauten kann man Sorgen ja zumeist erzählen, wenn nicht, so sind sie keine Vertrauten mehr. In sich eine schlüssige Regel, die sich im Großen und Ganzen von selbst ergibt. [quote]3. in jemandes anderen heim erweise ihm respekt, ansonsten betritt es nicht.[/quote] Oberflächlich gesehen richtig und vertretbar. Aber das wirft die Frage auf, ob man jemand anderen nur in seinen eigenen vier Wänden respektiert? Ich denke, man respektiert jemanden ganz oder gar nicht, da gibt es keine "Zwischennische", in die man sich verkriechen kann. Wer äußerlich den Eindruck macht, jemanden zu respektieren und andernorts doch zu verfluchen, der ist ein widerwärtiger, schmutziger Heuchler. [quote]4. wenn dich ein gast in deinem heim belästigt, behandele ihn grausam und ohne gnade.[/quote] Dieses Statement ist Interpretationssache. Belästigt einen der gast tätlich, oder nur durch seine Anwesenheit? Eine Äußerung, bei der es zig Hintertüren gibt, um sich herauszureden. Letzten Endes frage ich mich, weshalb ich jemandem zum Gast haben sollte, der mir lästig ist? Ferner erscheint mir die Äußerung "grausam und ohne Gnade" im Normalfall von "Belästigung" eher lächerlich. Das Problem sehe ich hier dabei, dass nicht genau differenziert wird, zumindest kenne ich nichts, was an anderer Stelle dies näher ausführt. [quote]5. unternimm keinen sexuellen vorstoß, solange du nicht entsprechende signale bekommen hast.[/quote] Mal abgesehen davon, wie man diese "Signale" interpretiert an sich ein logischer Schluss, wenngleich die Formulierung etwas gekünstelt wirkt. [quote]6. nimm nichts an dich, was dir nicht gehört, außer es ist eine bürde für den anderen und er schreit danach entlastet zu werden.[/quote] Je nach Interpretation verschieden: Man kann es einerseits parallel zum christlichen Gebot sehen, andererseits als Ausrede für Diebe. [quote]7. erkenne die macht der magie an, wenn du sie erfolgreich eingesetzt hast, um deinen wünschen zum erfolg zu verhelfen. wenn du die macht der magie verleugnest, nachdem du sie mit erfolg beschworen hast, wirst du alles verlieren, was du erreicht hast.[/quote] Ein wirr wirkendes Statement. Magie als Kraft des Wunsches? Ich persönlich leugne "Magie" nicht - ich weiß schlicht und ergreifend nicht, was mit dem Begriff konkret anzufangen ist... bitte um Erklärung. [quote]8. beschwere dich nicht über etwas, dem du dich nicht selbst aussetzen musst.[/quote] Dazu rezitiere ich mich selbst aus meinem Werk "Aegritudo animi": [i]Das man in erster Linie für sein Schicksal und sein Handeln verantwortlich ist, dürfte wohl klar sein, aber nicht immer haben wir Einfluss darauf, was mit uns geschieht. Jedoch ist es unreif selbstverschuldetes Schicksal anderen zuzuschreiben und somit die Verantwortung für sich selbst nicht mehr übernehmen zu wollen. Man muss sich Risiken einer jeden Handlung bewusst werden und für sich abwägen, ob man diese eingehen will. Dafür ist es nicht vonnöten die Verantwortung für unvorhersehbare Zwischenfälle zu übernehmen, doch darf man hierbei nicht vergessen, womit man rechnen kann - in den wenigsten Fällen gibt es tatsächlich unvorhersehbare Risiken.[/i] [quote]9. füge kindern keinen schaden zu.[/quote] Logisch in sich für jeden mit einer halbwegs gesunden Moralvorstellung. [quote]10. töte keine nichtmenschlichen tiere, außer du wirst angegriffen oder zu nahrungszwecken.[/quote] Dagegen ist nichts einzuwenden. [quote]11. wenn du dich auf offenem grund bewegst, belästige niemanden. wenn dich jemand belästigt, bitte ihn, damit aufzuhören. wenn er nicht aufhört, vernichte ihn.[/quote] Hier wird eine Art Rachegedanke zum Ausdruck gebracht. Die Frage ist, inwieweit sich diese "Vernichtung" erstreckt. Ansonsten halte ich nichts von Hass und Rache gegen andere - warum vernichten, wenn man ignorieren kann? Manchmal muss man zwar Geduld und Beherrschung beweisen, aber wer das schafft, wird siegreicher sein und sich besser fühlen als jedwede Vernichtung herbeiführen kann. Vorerst dazu, weiteres folgt später... |
| Asphander | Hi! Ohne jemandem zu Nahe treten zu wollen: Ich glaube kaum, das eine Organisation, die 1) eine "nationale Schutzstaffel" (!) fordert, um "Abschaum, Schmarotzer und Parasiten" öffentlich zu vernichten, jemals wieder groß oder einflussreich genug werden kann, damit sich ernsthafte Menschen Sorgen darüber machen müssten. Auch wenn diese Kirche die Kriterien für Untermenschentum anders setzt, bleibt es dabei. 2) Eine Geldgeilheit und Egomanie derart begünstigende Organisation wird spätestens in der zweiten oder dritten Generation von ihrer eigenen Korruption gefressen werden, sofern es überhaupt einen Markt für Bestechung gibt, wenn zwei oder drei in Seinem Namen beisammen sind. (denn mehr scheinen sie bei dem Webauftritt zu sein!) 3) in Bezug auf das Coburger "Schuldrama" und alle anderen "Schuldramen": per definition können SElbstmörder also keine Satanisten sein, da ihr leben das einzige ist, das ihnen anzubeten erlaubt ist. das heisst, dass man entweder zwischen Selbstmördern und Satanisten unterscheiden muss, oder einsieht, dass sich viele verirrte seelen Satanisten nennen mögen, im grunde aber nur jeder seine eigene suppe kocht. damit kann endgültig von keiner einheitlichen kirche mehr gesprochen werden. ach ja und von wegen "Kindern keinen Schaden zufügen": Dass auch "Schaden" für einen guten Satanistenmenschen Interpretationssache ist, sieht man schon daran, dass La Vey sein Kind als "Satan Xerxes Karnacki la Vey" hat eintragen lassen. Der Sonnyboy in jedem Sandkasten! Dunkle Grüße sendet ein mitnichten eingeschüchterter Asphander |
| Asphander | [QUOTE][i]Original geschrieben von Asphander [/i] (denn mehr scheinen sie bei dem Webauftritt zu sein!) [/QUOTE] ich meinte natürlich: NICHT zu sein.... |
| Demon17 | Ich denke soziale Systeme, die auf dem Geiste La Vey´s beruhen laufen sich ziemlich schnell Tod. Es geht dann doch eigentlich nur darum einander auszubeuten, am besten mit einer okkulten Hierarchie. Bei gesunden Menschen führt das ziemlich schnell zu Fluchtreaktionen, solange die Zugehörigkeit auf Freiwilligkeit beruht. Ich meine ein bischen Hilfsbereitschaft und Wärme, ist der Kitt, der eine Gruppe zusammenhält und das Leben angenehm macht. Man muß diese manchmal allzu seltene Phänomene ja nicht auch noch normativ reduzieren. Die okkulte Seite interessiert mich dagegen schon, eine schwarze Messe mit einer angemessenen akustischen Untermalung und Ritualen jenseits der Infantilität wäre doch mal eine angenehme Abwechslung. Allerdings habe ich da noch so unpassende Freiheitsideale, die sich mit den Zwängen, die sich in allen möglichen Sekten zwangsläufig ergeben, so gar nicht kompatibel sind. Magie? Magie ist geil, solange man nicht versucht damit zu fliegen.;) Ich denke scon seit längerem über eine schwarze Mystik nach, die sich nicht pervertieren läßt. Doch das genau ist der Punkt. Sobald man versucht etwas zu explizieren führt das zu Missverständnissen und Dogmen. Aber ich glaube die Satanisten sind da nicht schlimmer als andere Relegionsgemeinschaften. Sie haben alle mit demselben Phänomen zu kämpfen, die Folgen einer Handlung sind in der modernen Gesellschaft kaum noch abzusehen. Wie sagte Mephisto doch im Faust, " ich bin der Geist der stets das Böse will und Gutes schafft" Dasselbe gilt natürlich auch umgekehrt. never surrender demon17 |
| Kevin Lomax | Verwechselst Du da nicht gerade Satanismus mit Existenzialismus...? Oder willst Du Camus und Sartre damit satanistisches Gedankengut unterstellen...? |
| Demon17 | @ Leland Gaunt, ich sehe für Dich ist der Satanismus ein Gegenkonzept zur Gesellschaft mit ihren von der christlichen Tradition geprägten Werten. Das ist meiner Ansicht nach eine der wesentlichen Schwächen des Satanismu. Die Verneinung der christlichen Indoktrination und der Versuch sie ins Gegenteil zu wenden. Der Satanismus orientiert sich viel zu stark am Christentum, ja ich würde sogar sagen, er wird von Menschen getragen, die in ihrem innersten von dieser Heilslehre zutiefst verletzt wurden. Doch wer zu sehr auf etwas fixiert ist, kann sich nicht davon befreien, auch wenn er es verneint. Satan ist doch ein Dämon wie viele Dämonen. Die Götter der Besiegten wurden schon zu allen Zeiten als negative Gegenstücke der Gottheiten siegreicher Religionen konzipiert. Insofern ist Satan doch ein Sammelbegriff für all die anderen animistischen und antiken Götter, die das Christentum überwand. Im Ernst, Tier- und Menschenopfer sind ja auch kein Thema mehr. Doch wäre eine schwarze Mystik, die sich von jeder religiösen Abhängigkeit befreit, eine echte Alternative zu den mit Traditionen überfrachteten religiösen Konzepten. In vorwissenschaftlicher Zeit floss viel gesellschaftlich lebensnotwendiges Wissen in die Religionen ein und wurde durch sie vermittelt. Sie waren die einzige Kraft, die in der Lage war, das Verhalten der Bevölkerung zu konditionieren. Doch die eigentlichen Gründe für viele Beschränkungen, die die Religionen ihren Gläubigen auferlegten, gerieten in Vergessenheit. Übrig blieben Dogmen, die in sinnentlehrten Traditionen weitervermittelt werden. Häufig noch Jahrtausende nachdem die eigentliche Ursache, die soziale Funktion, die ein religiöses Dogma einmal hatte, längst verschwunden ist. Ein schönes Beispiel hierfür sind die heiligen Kühe in Indien. Aber auch jüngere Religionen wie das Christentum tragen schwer an dieser sinnlosen Last. Der Satanismus verkehrt sie lediglich ins negative und ist damit nichts weiter als ein Höriger des Christentums. Die andere Seite der Medaille... [COLOR=crimson]think twice its magic[/COLOR] demon17 |
| roddy | [QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i] [B]Was mich zu diesem Beitrag bewegt... Ich habe in letzter Zeit bemerkt, das alles Beiträge in denen sich jemand als Satanist bezeichnet, zerissen werden. Warum...[/B][/QUOTE] Ich kann nur für mich sprechen. Das letzte mal, als ich einen selbsternannten Satanist "zerissen" habe, hatte ich das Gefühl, da schmückt sich jemand mit einem Wort, das er selbst nicht wirklich versteht. Ich erinner mich an einen Satz, der sinngemäß lautete: "Ich bin Antichrist und Satanist, habe aber nichts gegen Christen". Das erschien mir schonmal ziemlich unlogisch. Wer gegen die christliche Ideologie ist und nichts gegen Christen hat ist in meinen Augen nicht mehr "tolerant" sondern einfach inkonsequent und erweckt den anschein eines Fähnchens im Wind. Ich mag es nicht, wenn Menschen Ideologien verbreiten, von denen sie nichts zu verstehen scheinen. [QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca[/i] [B]Was ist so "anders" oder "bedrohlich" an Satanisten. Was ist ein Satanist überhaupt...?[/B][/QUOTE] In meinen Augen ist ein "echter" Satanist (was bei weitem nicht auf alle zutrifft, die sich mit dem Wort schmücken...) jemand, der sein Leben nach Laveys Regeln richtet. Die "Katzenschlächter" sind in meinen Augen Okkultisten. Und da komme ich zum nächsten Grund, warum ich Satanisten gerne "zerreisse": Ich halte nicht viel von den Geboten. Warum? [QUOTE][i]Original geschrieben von Lunar Light[/i] [B]1. gib keine stellungnahmen oder ratschläge, wenn du nicht gefragt wirst. 2. erzähle deine sorgen nicht anderen, wenn du nicht sicher bist, dass sie sie hören wollen.[/B][/QUOTE] Wozu führt das, wenn man es konsequent betreibt? Menschen mit Problemen, werden sie niemandem erzählen können. Woher sollte ich wissen, dass jemand meine Sorgen interessieren? Das vertrauen, was ich zu Freunden aufgebaut habe, das mir eine Sicherheit gibt, mit meinen Sorgen zu ihnen kommen zu dürfen, hätte ich nie aufbauen können, wenn ich mich nicht ein erstes Mal getraut hätte, mich ihnen anzuvertrauen (was unmöglich ist, wenn man sich nur Menschen anvertraut, bei denen man sich [B]sicher[/B] ist, dass die eigenen Probleme diesen Menschen interessieren). Auf der anderen Seite versuche ich auch Menschen zu helfen, die sich nicht von selbst öffnen - einfach weil ich überzeugt davon bin, dass nicht nur Menschen Hilfe brauchen können, die sie auch einfordern. Da sehe ich auch Parallelen unserer Gesellschaft zu den Werten des Satanismus. Ich glaube diese 2 Regeln haben in gewisser Weise Einzug gehalten in unsere Gesellschaft. Wer Probleme hat, hat Angst sie zu zeigen, viele Menschen geben einem das Gefühl, nichts von den "dunklen Seiten des Lebens" sehen zu wollen. Das sind also Punkte, wo meiner Meinung nach - wie im Eingangspost halb als Frage angedeutet - der Satanismus als Understatement tatsächlich in unsere Gesellschaft eingezogen ist. [QUOTE][i]Original geschrieben von Lunar Light[/i] [B]3. in jemandes anderen heim erweise ihm respekt, ansonsten betritt es nicht.[/B][/QUOTE] Halte ich für i.O.. Allerdings versuche ich alle Menschen - wenn sich mir gegenüber kein Grund zeigt, ihnen den Respekt zu verwehren, und damit meine ich nicht "der hat ne krumme Nase, den respektiere ich nicht" - zu respektieren. Egal wann und egal wo. (Sorry wg. dem Schachtelsatz, ich hoffe er ist noch verständlich) [QUOTE][i]Original geschrieben von Lunar Light[/i] [B]4. wenn dich ein gast in deinem heim belästigt, behandele ihn grausam und ohne gnade.[/B][/QUOTE] Belästigen ist relativ, "grausam und ohne Gnade" in meinen Augen weniger. Wenn ich bei mir ne Party feier und mir fällt einer ins Wort, darf ich ihn nen Kopf kürzer machen? In so einer Formulierung ist das eine sehr gefährliche Regel. Deswegen halte ich auch hiervon nicht allzuviel. [QUOTE][i]Original geschrieben von Lunar Light[/i] [B]5. unternimm keinen sexuellen vorstoß, solange du nicht entsprechende signale bekommen hast.[/B][/QUOTE] In dem Punkt wäre es vielleicht ganz gut, wenn der Satanismus als Understatement deutlich mehr Teil unserer Gesellschaft wäre... [QUOTE][i]Original geschrieben von Lunar Light[/i] [B]6. nimm nichts an dich, was dir nicht gehört, außer es ist eine bürde für den anderen und er schreit danach entlastet zu werden.[/B][/QUOTE] Wenn mir jemand ein Geschenk macht, ist dies für mich und für denjenigen der das Geschenk macht schön. Und das Geschenk ist normalerweise keine Bürde für den "Schenker", die ich ihm abnehme. Was soll so eine Regel dann? Wem hilft sie? "Du sollst nicht stehlen" gefällt mir da als Formulierung deutlich besser. [QUOTE][i]Original geschrieben von Lunar Light[/i] [B]7. erkenne die macht der magie an, wenn du sie erfolgreich eingesetzt hast, um deinen wünschen zum erfolg zu verhelfen. wenn du die macht der magie verleugnest, nachdem du sie mit erfolg beschworen hast, wirst du alles verlieren, was du erreicht hast.[/B][/QUOTE] Es ist mir vollkommen egal, woran jemand glaubt. Ob ich jetzt sage: "Mir gehts besser, weil ich an mir gearbeitet habe" oder "Mir gehts besser, weil Gott mir geholfen hat" oder "Mir gehts besser, weil ich die Macht der Magie benutzt habe" ist doch für jeden anderen - ausser mir - vollkommen egal. Wenn ich nicht an Magie glaube, tut das keinem weh. Also halte ich diese Regel für vollkommen überflüssig. [QUOTE][i]Original geschrieben von Lunar Light[/i] [B]8. beschwere dich nicht über etwas, dem du dich nicht selbst aussetzen musst.[/B][/QUOTE] Das halte ich auch für sehr weit daneben. Was für eine Welt hätten wir, wenn sich kein Amnesty International über fehlende Menschenrechte beschwert? Wenn kein Green Peace sich über fehlende "Menschlichkeit" gegenüber Tieren beschwert? Wenn kein Mensch sich über den Krieg beschwert? Menschen, die sich über Dinge beschweren, denen sie sich nicht aussetzen müssen, können die Welt besser machen. V.A. wenn sie Menschen dazu bringen, etwas gegen diese schlechten Dinge zu tun oder noch besser selbst etwas dagegen tun. Allerdings ist das auch ein Punkt, der vermutlich immer mehr in unserer Gesellschaft zu entdecken ist. Eine Einstellung a la "Was kümmert es mich, was nebenan vor sich geht, solange es mich nicht betrifft?" scheint immer mehr aufzukommen. [QUOTE][i]Original geschrieben von Lunar Light[/i] [B]9. füge kindern keinen schaden zu. 10. töte keine nichtmenschlichen tiere, außer du wirst angegriffen oder zu nahrungszwecken.[/B][/QUOTE] Halte ich Beides für gut und richtig. [QUOTE][i]Original geschrieben von Lunar Light[/i] [B]11. wenn du dich auf offenem grund bewegst, belästige niemanden. wenn dich jemand belästigt, bitte ihn, damit aufzuhören. wenn er nicht aufhört, vernichte ihn.[/B][/QUOTE] Das ist der größte Schwachsinn von Allem. Wenn ich einem Pubertierendem begegne, der zu tief ins Glas geschaut hat (weil er Alkohol noch nicht einschätzen kann) und infolgedessen einen (oder auch zwei) blöden Spruch ablässt, soll ich ihn töten? Wenn alle nach diesem Grundsatz handeln würden, würden wahrscheinlich nicht allzuviele Menschen das Erwachsenenalter erreichen. Man könnte sagen, dass dies - in stark abgeschwächter Form - auch von mehr und mehr Menschen "befolgt" wird. Niemand scheint darüber nachzudenken, warum ein Mensch handelt wie er handelt. Wenn das Handeln jemanden stört, wird sich dieser jemand wehren, obwohl es unter Umständen deutlich erfolgsversprechender wäre, dem Handelnden zu helfen... Wird unsere Gesellschaft also "satanistischer"? Vielleicht, ist schwer zu sagen. Was mir immer mehr auffällt ist, dass sich viele überzeugte Nicht-Christen christlicher Verhalten, als diejenigen die sich damit schmücken, Christ zu sein. Satanismus ist allerdings nicht nur Egoismus, sondern noch dazu ein starkes Mißachten von Allem anderen. Es wäre viel einfacher jemanden zu ignorieren, der nervt, als ihn gleich zu vernichten. Der Satanismus "schreibt" aber das Vernichten "vor". Hat nichts mit Egoismus zu tun, da es für das Ego einfacher wäre, zu ignorieren - denke ich. Und die Sache mit dem Schutz für Tiere und Kinder hat auch nicht viel mit Egoismus zu tun - die Veränderungen unserer Gesellschaft also haben mehr mit Egoismus als mit Satanismus. Ich kann z.B. nicht erkennen, dass der Standpunkt von Tieren und Kindern sich in letzter Zeit in unserer Gesellschaft verbessert. Was allerdings bleibt ist die Ironie, dass gerade diejenigen die den Satanismus über die Maße "verteufeln" (<-- super Wortspiel, oder? :D ) sich den Maßstäben selbigem anzunähern scheinen. Es ist einfach lustig oder traurig (je nachdem wie man es gerade sehen will), dass Menschen unter voller Ignoranz der Wahrheit voller Inbrust über Dinge sprechen (positiv wie negativ - damit wären wir wieder am Anfang, bei dem Grund warum ich gerne Satanisten "zerreisse"...). |
| crimson death | [QUOTE]Was unterscheidet also dem "Spaß um jeden Preis" Juppi von einem Satanisten...[/QUOTE] Also ich find nicht, dass Satanismus einfach nur eine Spaßesellschaft ist. Mit tu was du willst, ist ja nicht einfach nur saufen bis zum Umfallen und party machen gemeint. Vielmehr sollte man tun was man für richtig hält und nicht nur einfach irgendeiner scheinheiligen moral folgen (siehe: Nietzsche)! Damit ist auch nicht gemeint, dass man andere Menschen wahllos verletzten, od. töten soll (also auch keine blutigen Rituale).LaVey hat auch Gesetzte wie: 9. Füge Kindern keinen Schaden zu. 10. Töte keine nichtmenschlichen Tiere, außer du wirst angegriffen oder zu Nahrungszwecken. in seine Satanischen Grundregeln aufgenommen. aber auch: 11. Wenn du auf offenem Grund unterwegs bist, belästige niemanden. Wenn dich jemand belästigt, bitte ihn, damit aufzuhören. Wenn er nicht aufhört, vernichte ihn. also alles mit maß und ziel. Darüberhinaus finde ich Satanismus bei weiten besser (weil nicht so primitiv), wie das moderne Heidentum, od. christl. Sekten. Außerdem, sind Satanisten bei weitem nicht so auf aufdringlich wie z.B. die Zeugen Jehovas!! Natürlich haben viele Menschen noch immer angst vor dem Wort Satanismus, aber eigendlich glaubt heute sowieso (fast) keiner mehr wirklich an Gott, und Pentagramme findet man heute auch schon auf allen mögliche CD Covers od. Gewand. |
| Diyennah | Hallo Seneca, Als erstes, ich bin nicht religiös, aber ich habe schon immer an Gott geglaubt. Deshalb kann ich auch den Satan nicht verleugnen. Ich halte mich für einen "guten" Menschen, aber ich habe auch meine dunkle Seite in mir kennen gelernt. Ehrlich gesagt, hat sie mir Angst gemacht, aber ich weiss, dass sie in mir eksistiert. Ich weiss nicht sehr viel über Satanismus. Ich denke aber, dass der Schritt, vom glauben an das Gute oder das Böse, sehr klein ist. Ich höre selbst von Anderen, dass sie Satanisten verachten, weil man in den Medien hört, dass Satanisten Tiere opfern und geheime Rituale machen. Aber das machen andere, die sich für Gläubig und Religiös halten doch auch! Jedem das Seine, ich habe nichts gegen Satanisten. Ich glaube nur, dass wir zu schlecht informiert werden, was ein Satanist eigentlich ist. |
| gray | mal kurz was zu dem satz "tu was du willst" der satz wird oft mals falsch verstanden. es bedeutet nicht, dass man jetzt einfach das tun soll, was man will und da durch mehr zum satanisten wird. der satanist, tut was er will, denkt aber auch über die konsequenzen nach und lässt dinge bleiben. wenn er etwas falsches getan hat, dann steht er dazu und redet sich nicht raus! das ist der feine unterschied |
| White_Fang | [QUOTE][i]Original geschrieben von the nephilim [/i] [B]Wen ich auf fast 2000 Jahre christliche Geschichte zurückblicke wird mir kotzübel. Was die gamacht haben...[/QUOTE] Wenn ich mir 1100 Jahre Deutsche Geschichte anschaue wird mir kotz übel, wenn ich mir 200 Jahre Amerikanische Geschichte anschaue, wird mir kotz übel, wenn ich mir 1000 Jahre chinesische Geschichte anschaue wird mir kotz übel. Schwere Zeiten für einen empfindlichen Magen. |
| die Aversion | Werte O., ich glaube, dass es in nicht unerheblichem Maße vom jeweiligen Menschen abhängt, wie er seinen Glauben lebt - die Wahl, die er bezüglich dessen äußerer Form (Christentum, Satanismus, Neuheidentum etc.) getroffen hat, spielt da eine eher untergeordnete Rolle, wenn sie denn überhaupt von Belang ist. Natürlich gibt es Satanisten, die sich äußerst pubertär gerieren, doch die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Christ mit einer entsprechenden (nicht vorhandenen) geistigen Reife ähnlich (auf seine "christliche" Art) gebärdete, ist nicht geringer, als eben einen äquivalenten Satanisten anzutreffen. Wenn man in der hessischen Provinz aufgewachsen ist, kommt man nicht umhin, in regelmäßigen Abständen wirklich "strunzdoofen" Christen zu begegnen - dennoch bin ich mir bewusst, dass es Christen gibt, die nicht das sind, was ich ab und an als "dummgläubig" bezeichne (und ich kenne einige dieser zweiten Kategorie persönlich). Doch diese erste Sorte Mensch gibt es anscheinend in jedem sozialen Gefüge, genauso wie Zeitgenossen, die sich von eben jenen äußerst wohltuend abheben - und das hat, wie gesagt, weniger etwas mit Glauben oder Weltanschauung zu tun, sondern in erster Linie mit dem Menschen selbst mitsamt seiner geistigen Reife. Liebe Grüße, Deine Aversion |
| Demon17 | Das einzig geile am Satanismus sind doch die sexualmagischen Rituale und vor allem das, was sich die Presse darunter vorstellt. Der Rest ist doch ziemlich altbackenes Zeug, das dem Nihilisten irgendwie bekannt vorkommt. Auch wenn die Sprache des Liber Initiatio Vel Tahuti und einiger Schriften Crowley´s sehr gelungen sind, so nebulös sind sie auch in Sprache und Aussage. Die elf Gebote sind verglichen mitz den 10 christlichen eigentlich ziemlich schlapp und nichtssagend... aber wers mag.;) |