| Fuck up Evil | Zitat von SPIEGEL ONLINE : [QUOTE]...Der Demonstrant, der sich nach Angaben der Feuerwehr in Nancy bei Avricourt an die Gleise gekettet hatte, ist tot. Der Atomzug hatte ihm gegen 15 Uhr beide Beine abgetrennt...[/QUOTE] ist zwar tragisch, aber es ist auch nicht allzu clever sich auf Schienen festzuketten. friedliche Demonstrationen sind ja schön und gut, aber solche dummen Aktionen müssen nicht sein. [IMG]http://www.stud.uni-goettingen.de/~ghg/publi/okt97/images/Castor.jpg[/IMG] Wie ist eure Meinung dazu ? |
| Seneca | ...andererseits muss man sich fragen, wie sie es geschafft haben, das jemand derart indoktriniert ist, daß er sich [b]nachts[/b] vor einen [b]heranfahrenden Zug[/b] stellt. Ich habe den Castor schon mal an Kassel vorbeifahren sehen, der Zug macht hierzulande maximal 60Km/h, was ihm dennoch einen Bremsweg von mehr als 500 Metern beschert, die Abschirmung hat ihren Preis...! Was hat er sich dabei gedacht...? Das der Zug auf 50 Metern anhält...? |
| gekitsu | so bloed und herzlos wie es klingt: "berufsrisiko". wer sich auf die schienen kettet - also aussagt, der zug komme hier nur ueber seine leiche vorbei - nimmt das risiko auf genau diese moeglichkeit in kauf. es war wirklich nur eine frage der zeit bis sowas mal passiert... der aufstand der nun darum gemacht wird erschreckt mich allerdings. wie weit von der realitaet sind wir denn weg? es ist immerhin kein harmloses kinderspiel, sich auf bahngleisen aufzuhalten, geschweige denn sich dort festzuketten. die feste annahme, es duerfe einem dabei nichts geschehen koennen finde ich schon etwas abstrus. |
| Thesion | Die Gelder, die jedes Jahr für einen unglaublich aufwendigen Polizeieinsatz draufgehen sind immenz. Das Land lässt es sich wirklich eine Menge kosten, dass soetwas nicht passiert und jetzt sowas. Sehr ärgerlich - mal wieder ne ganze Menge Geld zum Fenster raus. Wieso begreift man als Demonstrant auch nicht, dass man einen Zug nicht mit seinem Körper aufhalten kann? Vielleicht haben die ürbigen Demonstranten ja nun etwas mehr Respekt vor dem Zug und halten ihrer Famlien zu Liebe Abstand von dem Gerät. Ich denke niemand möchte, dass jemand so sinnlos sein Leben verliert und ich hoffe, dass die nächsten daraus lernen... |
| Nelny | Für mich nichts außergewöhnliches. Wenn man die Hand ins Feuer legt, verbrennt man sich, wenn mit dem Föhn baden geht, dann krigt man eins gewischt und wenn man sich auf den Gleisen befindet muss man mit rechnen, überfahren zu werden. Halt Pech gehabt, niemand hat ihn dazu gezwungen, die Demo genau SO zu praktizieren. |
| OceanGypsy | Auch, wenn es herzlos ist: SELBST SCHULD! |
| noem | ich bin sehr traurig über diesen vermeidbaren unfall. ja, es ist fast ein wunder, dass es nicht schon früher dazu gekommen ist aber soweit ich weis waren mehrere faktoren dafür verantwortlich. der castorzug fährt nach aussage der französischen polizei 90-120 km/h es gab verschiedene meldungen: es gab keine warngruppe, es gab eine aber sie war zu nah an den blockierern, drei sind aufgestanden und einer ist sitzen geblieben... im moment alles nur spekulation. es war klar, dass es zivilen ungehorsam geben würde, auch angekettet. ein sicheres endlager gibt es weder in gorleben, noch in la hague, noch sonstwo. trotzdem prescht der zug ohne streckenkontrolle durch halb europa und der helicopter geht mal kurz tanken. was wenn es nicht ein unerfahrener öko-aktivist sondern ein hoch motivierter terrorist gewesen wäre, der etwas amderes als seinen körper und sein leben eingesetzt hat? der strahlende müll ist nirgendwo sicher und wir sind nirgedwo sicher vor ihm. was soll der europäische atommülltourismus, solange es nirgendwo ein endlager gibt? auch dort strahlt der müll noch länger, als der mensch jetzt aufrecht geht. |
| Thesion | Da ist was dran, da sollte besser drauf geachtet werden, dass es da keinen Terroranschlag drauf gibt. Das jetzt zum besten gebrachte Wissen stammt zugegebenermaßen aus der Sendung mit der Maus für Erwachsene "Gallileo" aber da hebn die mal gezeigt, dass ein Castorcontainer nur in dem Fall beschädigt werden kann, wenn ein Jumbo-Jet direkt da drauf fliegt... welch Ironie. Der hält aber schon ne Menge aus und nen Jumbo kann man ja auch nciht ganz so leicht übersehen, wie einen armen Demonstranten. Mein Vater ist jedes Jahr beim Transport und es gab nie die geringsten Anzeichen von Gefahr. Laut Geiger-Zähler hat er überhaupt keine Strahlung abbekommen... ist ganz gut abgeschottet, der Müll und aus dem Lager dringt noch weniger nach oben... höchstens ein paar sehr tief grabende Würmer (oder Bergwerkzwerge) könnten mutieren ;) |
| Black Reaper | Ich bin wenn ich ehrlich bin nicht verwundert über diesen Unfall, aber doch etwas traurig... Wenn ein so junger Mensch sein Leben opfert für diese seine Überzeugung... Ok, er muss damit rechnen, wenn er sich an den Schienen ankettet, aber doch finde ich es auch erschreckend, wie ungeschützt dieser Zug teilweise durch Europa brettert... Auch wenn ein solcher Transporter theoretisch nur ernsthaft beschädigt werden kann, wenn ein Jumbo drauffällt, bin ich doch ein Sympathisant des jungen Demonstranten, da ich ebenfalls gegen diesen Mülltourismus bin... Jedem seinen eigenen Sch***... Kurz gesagt: Es musste mal passieren, unerwartet war's nicht, aber trotzdem traurig... |
| Lacerta | @Black Reaper Ich teile dein Mitgefühl mit dem Demonstranten, doch dass du gegen Atomenergie bist, kann ich nicht verstehen. Sind dir denn Kohle- und Ölkraftwerke lieber? Oder glaubst du, den kompletten deutschen Haushalt mit Strom durch paar Windräderchien versorgen zu können? Und die Atomkraftwerke sind heutzutage viel sicherer Geworden!! |
| Pluna_X | Ich schließe mich denn meisten hier an.. Selber Schuld... jeder weis was pasieren kann wenn man sich auf schiene ketten tut... |
| White_Fang | [QUOTE][i]Original geschrieben von Lacerta [/i] Sind dir denn Kohle- und Ölkraftwerke lieber? Oder glaubst du, den kompletten deutschen Haushalt mit Strom durch paar Windräderchien versorgen zu können? [/QUOTE] Was ist an 1500 Windräder für jede größere Stadt auszusetzen? Abgesehen davon dass man wohl ein paar Atomkraftwerke bräuchte um sie zu produzieren. |
| Pluna_X | Man Kann Winräder auch net einfach irghendwo hinsetzen ich glaub das wird sich zu einfach vorgestellt... |
| White_Fang | Das war Ironie. Windkraft ist nicht mal ansatzweise in der Lage, den Energie bedarf Deutschlands zu decken. Ebenso wie die meisten anderen "regenerativen" Energiequellen. Allein Solarzellen, brauchen für ihre Produktion mehr Strom als sie hier in Deutschland wieder produzieren könnten. Und Kohlekraftwerken setzten bei weitem mehr Strahlung frei, als ein modernes AKW. Nebst, Treibhausgasen die Global Schädigen, und nicht nur lokal, wie etwaige radioaktive Verschmutzungen. Aber das eigentliche Thema ist ja: Warum es keinen überraschen sollte vom Zug überfahren zu werden, wenn er sich an Gleise kettet. |
| DarkHaze | Der Bund sollte endlich mal größere Gelder in die Forschung investieren, mit Sonne und Wind kommt man nicht weit. Wie wär's mit Fusionsenergie? Aber in der internationalen Forschung hält sich Deutschland da ganz dezent zurück (wenn auch nicht komplett raus) - kostet ja Geld - aber gleichzeitig den Atomausstieg festlegen. Auch gut. Dann beziehen wir unseren fehlenden Atomstrom eben aus Frankreich oder so, ist ohnehin sinnvoller, damit liegen wir voll im Trend, dass sich alles ins Ausland verlagert. Zum Unglück: Schließe mich den Vorrednern an. Man kennt das Risiko doch -> Schicksal. |
| Lacerta | Kann dir nur zustimmen @White_Fang! Umso unverständlicher ist es für mich, dass die Grünen den Atomausstieg bis Jahr ?2020? angegündigt haben. Für mich sind solche Menschen wirkliche Ignoranten, da AKWs die einzigste produktive und gleichzeitig umweltfreundliche Energiequelle ist. Bleibt nur zu hoffen, dass wir es noch bis zu dem Zeitpunkt schaffen Fusionskraftwerke zu bauen, noch BEVOR das Öl unbezahlbar wird (was auch für die Forschung für Fusionskraftwerke benötigt wird!) Wenn uns nähmlich das Öl unbezahlbar wird und die ersten Fusionskraftwerke noch nicht stehen, dann haben wir ein wirklich sehr großes Problem! |
| Lunar Light | das ist schade. man sieht mal wieder: man sollte sich nicht auf schienen legen. vom castor-transport überfahren... radikale demonstranten, die solche aktionen unterstützen, riskieren ihr leben dafür. dann muss man auch damit 'leben' können, wenn dann tatsächlich mal eins dran glauben muss... (ähh... ja.) |
| Exekutor | Hm.. also es is sehr traurig und schade um den Menschen, aber Mitleid kann ich da nich empfinden, is ja schön und gut das der Transport früher bei Demonstranten abgehalten hat, die waren aber der Polizei bekannt, und vor allem warn sie nich inner Kurve... Naja Dummheit wird halt manchmal bestraft.. Ciao Exe |
| more | Es ist immer so, wenn man an etwas fanatisch hängt- es geht nach hinten los. So auch in diesem Fall. Fanatismus, ohne jegliche Bereitschaft Kompromisse einzugehen, oder seinen eigenen Standpunkt zu verlassen hat schon immer zu Schlechtem geführt. Damals, als ich grade in der 2.Klasse war, sagte mein Lehrer (der ein ausgemachter Körnerfresser war), dass es leider so sei, dass AKW´s die momentan besste Energiequelle sein. Er ist dabei im Lehrerkollegium derartig auf Kritik gestossen (sowas könne man ja den Kindern nicht sagen!), dass er fast die Schule verlassen musste. Ignoranz steht sich immer selbst im Weg. |
| Black Reaper | [QUOTE][i]Original geschrieben von Lacerta [/i] [B]@Black Reaper Ich teile dein Mitgefühl mit dem Demonstranten, doch dass du gegen Atomenergie bist, kann ich nicht verstehen. Sind dir denn Kohle- und Ölkraftwerke lieber? Oder glaubst du, den kompletten deutschen Haushalt mit Strom durch paar Windräderchien versorgen zu können? Und die Atomkraftwerke sind heutzutage viel sicherer Geworden!! [/B][/QUOTE] Alles richtig. Ich bin mir durchaus der Tatsache bewusst, dass man nur mit regenerativen Energien wie Wind oder Sonne weitaus nicht den Energiebedarf decken kann, aber nutzen sollte man diese Energieformen schon. Wie es hierzulande auch schon passiert, in Deutschland haben wir einen der weltweit größten Anteile an Windkraft. Aber was mich beim Atom-Strom stört ist die Tatsache, dass der Kram noch einige Zehntausend Jahre strahlen wird... Und weder ich finde das toll, noch kann ich mir vorstellen, dass künftige Generationen von dieser Ansicht groß abweichen. [QUOTE][I]Original von DarkHaze[/I] Der Bund sollte endlich mal größere Gelder in die Forschung investieren, mit Sonne und Wind kommt man nicht weit. Wie wär's mit Fusionsenergie? Aber in der internationalen Forschung hält sich Deutschland da ganz dezent zurück (wenn auch nicht komplett raus) - kostet ja Geld - aber gleichzeitig den Atomausstieg festlegen.[/QUOTE] Die EU kloppt sich grade mit Japan um den Zuschuss für's erste Fusionskraftwerk. Und so schlecht siehts gar nicht aus für uns. Entweder hier in Deutschland oder in Frankreich soll dieses Kraftwerk entstehen. Und da auch recht viele Staaten sich an dem Projekt beteiligen wollen bin ich sehr zuversichtlich, dass die EU den Zuschuss erhalten wird. Ergo: Noch ist der Atomausstieg nicht möglich, weil's hier sonst recht zügig zappenduster wäre, aber Deutschland ist in der diesbezüglichen Forschung durchaus nicht so unbeteiligt, wie es häufig scheinen mag. Und die Mitarbeit vieler Staaten kann da wohl kaum schaden, in Anbetracht der guten Beziehungen zu selbigen. |
| gekitsu | nur als anmerkung: neee, ums erste fusionskraftwerk gehts da noch lange nicht, nur um den ersten reaktor, der wirklich energie erzeugt. nutzbar wird die noch lange nicht... mit der nutzung von fusionsenergie kann man mit viel (!!) optimismus in 15 jahren rechnen... 25 erscheinen mir realistischer. |
| Little-God | Ich kann zu der ganzen sache auch nur sagen selbst Schuld Die ganz Aktion war so schlau wie bungee springen ohne Seil... |
| Cthugha | [QUOTE][i]Original geschrieben von gekitsu [/i] [B]nur als anmerkung: neee, ums erste fusionskraftwerk gehts da noch lange nicht, nur um den ersten reaktor, der wirklich energie erzeugt. nutzbar wird die noch lange nicht... mit der nutzung von fusionsenergie kann man mit viel (!!) optimismus in 15 jahren rechnen... 25 erscheinen mir realistischer. [/B][/QUOTE] Vor 25 Jahren hieß es, dass Fusionsenergie etwa in 25 Jahren nutzbar sein würde. Heute heißt es das wieder. Merkt ihr was? ;) Aber naja. Das MPI für Plasmaphysik scheint ja durchaus Fortschritte verbuchen zu können. |
| 2378 | bei fusionskraftwerken bleibt radioaktives helium übrig zu strahlung - euch ist schon bewusst, dass in schwarzwald mehr natürliche strahlung existiert als in der nähe des endlagers sonst - der atommüll der hier nach deutschland kommt, den kann man für gar nichts mehr benutzen - nicht mal mehr für einen anschlag... - der ist in frankreich nochmal ausgeschlatete wurde und den rest bekommen wir dann. |
| AsheCorven | Ich seh das mit dem Atommüll auch etwas übertrieben an. Im übrigen ist es mal wieder toll für Deutschland das wir was entscheiden und dann jahre später immernoch daran festhalten auch wenn der sinn der sache fraglich ist. Diese grüne einstellung mit Atomstrom Kohle und Öl weg kotzt mich einfach an. Joah wir holen den strom aus der Brennstoffzelle da kommt ja auch nur bissl wasser raus, iss eine saubere sache. Schade nur das ich noch nicht weis wo ich den Wasserstoff her bekomme. Nun werden mir die chemisch bewanderten sagen, wir holen ihn aus dem Wasser was da überall unterwegs iss .... tolle sache, braucht mandazu net strom? Ups, und schon wieder ein volltreffer. Hab erst vor kurzem einen artikel gelesen warum das thema brennstoffzelle scheitern sollte ist der sehr geringe wirkungsgrad. Nicht bei der umwandlung von Wasserstoff in Strom sondern bis man wasser in der form hat das man es im auto verwenden kann, nämlich flüssig hat man gerade noch eine energieausbeute von 20 % von dem was man reingesteckt hat, feine sache, wirklich find ich gut. Heute setzen einige Länder wieder auf Atomstrom und soviel ich weis werden derzeit 2 neue sehr moderne kraftwerke in Europa gebaut muss ich mal nachschaun wo, zumindest ist es so das man inzwischen in der lage ist wirklich sichere Kernkraftwerke zu bauen und auch zum anfallenden Müll gibt es erste studien die beweisen das man was tun kann um das zeug nurnoch kurze zeit strahlen zu lassen aber da muss ich echt mal nachschlagen. Im übrigen steckt da auch eine menge Know how aus deutschland drin aber man will da ja jetz weg von weil man ja keine bösen Atomkraftwerke mehr haben will. Wobei ich da einfach mal richtung Osten schauen würde und mir dann nochmal über sichere und unsichere Kraftwerke gedanken mache. Naja, ich hab mit dem Thema kein Problem allgemein sollen sie nur machen 14 km von hier iss eine Kerzenfabrik und da kann man ja in einem netten Tagesmarsch rübergehen und Zuckerrüben hab ich auch schon die ich dann anbauen werde wenn wir ein Agrastaat sind. |
| DarkHaze | [QUOTE][i]Original geschrieben von 2378 [/i] [B]bei fusionskraftwerken bleibt radioaktives helium übrig [/B][/QUOTE] Soweit ich weiß bleibt als Müll radioaktives Tritium ( = überschwerer Wasserstoff ) übrig, das allerdings eine Halbwertszeit von nur rund 1000 Jahren hat, was einige tausend mal weniger ist als bei AKW-Uran. Fusionskraftwerk-Abfall wird also verhältnismäßig sehr schnell sehr unschädlich. [QUOTE][i]Original geschrieben von 2378 [/i] [B]zu strahlung - euch ist schon bewusst, dass in schwarzwald mehr natürliche strahlung existiert als in der nähe des endlagers [/B][/QUOTE] Mir ist schon klar, dass man hier darauf geachtet hat, dass die Endlager unschädlich für ein Menschenleben sind. Allerdings bleibt dieser Müll dort mehrere hunderttausend Jahre und der wird nicht weniger, sondern immer nur noch mehr. Strahlung ist neben der Intensität, die durch immer mehr Abfall immer schneller steigt, auch durch die Dauer schädlich, die man der Strahlung ausgesetzt ist. Wer kann sagen, ob die Natur das über viele Jahrtausende mitmacht? Und selbst wenn es in der Theorie keine Folgen hätte. Es ist abzusehen, dass die Praxis über 200.000 Jahre anders aussehen wird, als die Theorie. Ob Atommüll in tiefen Endlagern wirklich unschädlich ist oder nicht, könnte höchstens ein Prophet beantworten. Deshalb : Finger davon. Ich sag ja nicht, dass wir in den nächsten 50 Jahren an radioaktiver Strahlung sterben werden, aber dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, um mit Nachdruck nach Alternativen mit absehbareren Folgen zu suchen, da mit jedem Jahr, in dem nichts bewegt wird, tonnenschwere Lasten für die nächsten 20.000 Nachfolgegenerationen hinzukommen. |
| crima | Hab da mal ne ganz blöde frage, die man aber auch hier einordnen kann: Woher kommen eigentlich die hohen Polizeikosten? Ich meine: Kriegen die Polizisten da einen extra-Zuschlag? wenn nicht isses doch wurscht ob sie ihren dienst für terroristen-jagd:-))) oder castor- transporte heranziehen. woher kommen nun etwaige mehrkosten? |
| AsheCorven | naja kann mir das schon vorstellen mit den sonderzulagen aber das weis ich nicht genau. Was man aber dazu rechnen muss sind die Ausrüstungskosten man braucht ja auch bissl Hubschrauber und bissl Autos und bissl gefängnis und man hat auch bissl viel papierkram und dann fehlen die Polizisten auch an anderer stelle was ausgeglichen werden muss irgendwie da kommt schnell was ordentliches zusammen. Kannst jam testen, ruf bei der Polizei an und sag das in der bank deiner wahl 5 Männer mit Raketenwerfer und Maschinen Gewehre sind und immernoch drin und 20 leute als geiseln genommen haben und dann sag noch deinen namen dazu und freu dich über die summen *g* [QUOTE][i]Original geschrieben von crima [/i] [B]Hab da mal ne ganz blöde frage, die man aber auch hier einordnen kann: Woher kommen eigentlich die hohen Polizeikosten? Ich meine: Kriegen die Polizisten da einen extra-Zuschlag? wenn nicht isses doch wurscht ob sie ihren dienst für terroristen-jagd:-))) oder castor- transporte heranziehen. woher kommen nun etwaige mehrkosten? [/B][/QUOTE] |
| Seneca | [QUOTE][i]Original geschrieben von AsheCorven [/i] [B]naja kann mir das schon vorstellen mit den sonderzulagen aber das weis ich nicht genau. [/B][/QUOTE] Nee mein Lieber, so was wie Sonderzulagen gibt's bei der Polizei nicht. Ganz egal ob man sich gerade von Castor Gegner verprügeln lässt oder einen Kaffee auf Streife an der Tankstelle schlürft...die Besoldung ist immer die gleiche...! |
| gekitsu | [QUOTE][i]Original geschrieben von DarkHaze [/i] [B]Wer kann sagen, ob die Natur das über viele Jahrtausende mitmacht?[/B][/QUOTE] wie gesagt: strahlung kommt auch in der natur (ganz legal sozusagen) vor, stellenweise um einiges staerker als um ein akw oder ein endlager herum - und das schon um einiges laenger als der mensch auf dieser erde herumtapst. |
| White_Fang | Also erstmal produzieren wir ja kein neues Uran. All das radioaktive Material, entsteht nicht durch die AKWs, sondern istin der Natur schon längst vorhanden. Es gibt sogar natürlich Atomkraftwerke, das älteste ist irgendwo in Afrika. In eine Uranmine dringt Wasser ein, wirkt als Moderatorflüssigkeit, et volia. Zum zweiten gäbe es ohne Radioaktivität wohl keine Menschen, stichwort Evolution, durch Mutation. Das meiste wurde ja schon mehrfach erwähnt, aber anscheinend, befassen sich viele AKW-Gegner keinen Deut mit Atomkraft. |
| Seneca | ...Erzähl das mal den Feuerwehrleuten, Piloten und Soldaten die Noch Jahre nach dem Reaktorbrand von Tchernobyl an Leukämie oder schlimmerem krepiert sind...! Erzähl das bitte auch gleich den vielen missgebildeten Kindern in der Gegend...! Ich bin mir sicher die wissen sehr gut, wie "ungefährlich" kontrollierte Kernkraft ist...die [b]Risiken[/b] der Kernkraft treten nicht häufig zu Tage, dafür umso heftiger und langfristiger...! Man sollte das nicht kleinreden wollen, auch nicht als Befürworter...! AKWs sind keine Taschenöfen die man einfach so ausknipsen kann. |
| GenocideMachine | [QUOTE][i]Original geschrieben von White_Fang [/i] [B] Zum zweiten gäbe es ohne Radioaktivität wohl keine Menschen, stichwort Evolution, durch Mutation. [/B][/QUOTE] zuviel ninja-turtles geguckt, hm? strahlung ist nur einer von vielen möglichen auslösern für mutationen ;) zu der müll sache: wenn wir nicht von der atomkraft wegkommen, haben wir noch über generationen das problem der lagerung und des transportes. ab nem gewissen punkt lohnt es sich mehr, das geld in die entwicklung alternativer energiegewinnungsmethoden zu stecken - nachhaltigkeit mal aus ökonomischer sicht. ich find übrigens auch verantwortungslos, den müll einfach so zu vergraben - egal wie sicher diese lager sein mögen. der müll wird auch noch strahlen und dort rumliegen, wenn der homo sapiens schon längst von der bildfläche verschwunden sein wird - spätestens in ein paar tausend jahren, wenn wir alles so gedeichselt haben, dass wir in einer durch uns verursachten eiszeit einfach draufgehen. tonnenweise atommüll wär ja ein nettes kleines andenken für den planeten. |
| DarkHaze | 1. ist die natürliche strahlung etwas anderes als der prozess in einem akw, da hier gezielt kerne gespalten werden und das ganze so weit intensiviert und auf die spitze getrieben wird, dass genügend energie entsteht für milliarden kwh - der deut auf tchernobyl ist beschreibend. 2. ist das uran in AKWs soweit ich weiß künstlich konzentriert und somit intensiver als das in der natur vorkommende uran. 3. ist die messbare strahlung zu erklären durch die enorme abschirmung und etwaige sicherheitsmaßnahmen, wie es sie in outer-europe wohl nicht immer in der form gibt - etwa in russland. (wahrscheinlich gibt es da heutzutage noch schlimmere beispiele als tchernobyl damals) 4. vergesse man nicht die möglichkeit (bitte nicht an den pranger mit mir) von terroranschlägen auf akws |
| White_Fang | [QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i] ...Erzähl das mal den Feuerwehrleuten, Piloten und Soldaten die Noch Jahre nach dem Reaktorbrand von Tchernobyl an Leukämie oder schlimmerem krepiert sind...![/QUOTE] Fliegen ist sicherer als Autofahren. Erzähle das mal, den Angehörigen der Letzten Concord. Sollen wird deshalb aufhören zu fliegen? Außerdem ist Tchernobyl, selbst verschuldet. Schließlich wurde das Kühlsystem bewusst abgeschaltet. Insofern gab es noch keinen echten Gau, bei AKWs. [QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i] die [b]Risiken[/b] der Kernkraft treten nicht häufig zu Tage, dafür umso heftiger und langfristiger...![/QUOTE] Treibhausgase sind weitaus langfristiger als Strahlung. Von der Strahlung aus Tchernobyl spürt man heute nichts mehr, während das CO2 noch in Hundert Jahren die Atmosphäre anheizt. [QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i] Man sollte das nicht kleinreden wollen, auch nicht als Befürworter...! AKWs sind keine Taschenöfen die man einfach so ausknipsen kann. [/QUOTE] Ich rede nichts klein. Im Gegenteil, wehre ich mich gegen das Kleinreden. Wie zum Beispiel dem beschönigendem Gebrauch der Halbwertzeit. Aber realistisch sollte man es sehen. [QUOTE][i]Original geschrieben von GenocideMachine[/i] zuviel ninja-turtles geguckt, hm? strahlung ist nur einer von vielen möglichen auslösern für mutationen[/QUOTE] Wenn du mir noch sagst, wo ich schrieb, das Strahlung die einzige Ursache für Mutationen ist. Die Evultion wäre anders und vor allem langsamer ohne Strahlung gelaufen, und deshalb gebe es vermutlich ohne, heute keine Menschen. [QUOTE][i]Original geschrieben von DarkHaze[/i] dass genügend energie entsteht für milliarden kwh[/QUOTE] Eine Milliarde würde für den Energie bedarf der Menschheit ausreichen. (Oder für circa 700 000 industrielle Großstäde) Ein AKW erzeugt, circa 1500 kwh |
| GenocideMachine | [QUOTE][i]Original geschrieben von White_Fang [/i] [B] Wenn du mir noch sagst, wo ich schrieb, das Strahlung die einzige Ursache für Mutationen ist. Die Evultion wäre anders und vor allem langsamer ohne Strahlung gelaufen, und deshalb gebe es vermutlich ohne, heute keine Menschen. [/B][/QUOTE] hups, entschuldigung. du schriebst - explizit - dass es ohne radioaktivität keine menschen gäbe. ich zitiere dich einfach erneut: [QUOTE]Zum zweiten gäbe es ohne Radioaktivität wohl keine Menschen, stichwort Evolution, durch Mutation.[/QUOTE] damit du dein wissen über mutationen&mutagene erweitern kannst, habe ich nun extra für dich einen nützlichen und lehrreichen link herausgesucht: [URL=http://www.zum.de/Faecher/Materialien/beck/13/bs13-5b.htm]http://www.zum.de/Faecher/Materialien/beck/13/bs13-5b.htm[/URL] bitteschön. eigentlich wollte ich dir mit dem ganzen nur sagen, dass es schwachsinn ist, indirekt zu behaupten, es wäre der evolution nützlich, wenn wir stark strahlenden abfall in bergen lagern. vor allem dann, wenn man anscheinend gar keine ahnung von evolution hat. |
| DarkHaze | [QUOTE][i]Original geschrieben von White_Fang [/i] [B] Eine Milliarde würde für den Energie bedarf der Menschheit ausreichen. (Oder für circa 700 000 industrielle Großstäde) Ein AKW erzeugt, circa 1500 kwh [/B][/QUOTE] mh, ich meine, ein reaktor eines AKW erzeugt bis zu 1.000 mw die stunde. man rechne mal bei einem sagen wir mal durchschnittsverbrauch von 90 watt / h pro person den nötigen strom für ganz deutschland aus ~ 7.500mwh. nach deiner rechnung müsste es knapp 5000 AKWs geben, um 100% des bedarfs zu decken. naja, dann gäbs wenigstens mehr arbeitsplätze.. außerdem stimmt auch die relation nicht. nach deiner rechnung wären für die gesamte menschheit lediglich 7 AKWs notwendig. dabei sind derzeit 400 AKWs für 40% der menschheit notwendig. |
| Exekutor | Hm, schön das alle vom Thema abkommen.. Ciao Exe |
| White_Fang | @GenocideMachine Mit Verlaub, du solltest lesen was ich schreibe, und nicht was du gerne hättest das ich schrieb. Erstens, wollte ich wissen, wo ich schrieb das Strahlung die einzige Ursache für Mutation ist. Und zweitens schrieb ich nie, dass es ohne Strahlung keine Menschen gäbe, sondern dass es wohl(Im eindeutigem Sinne von Vermutlich) ohne Strahlung keine Menschen gäbe. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass es ohne einen Evolutionsbestimmenden Faktor wir die Strahlung in 1,5 Milliarden Jahren zu exakt der gleichen evolutionären Entwicklung käme, ist mehr als gering. Ohne jede Strahlung verliefe die Evolution anders, und meiner Meinung auch langsamer, als mit, also ist es gut möglich, dass es bis zum heutigem Datum einen anderen Stand der Evolution käme. Drittens, habe ich indirekt gar nichts behauptet. Ich bitte darum, genau gelesen zu werden, oder gar nicht. (Generell ein guter Rat) @DarkHaze Du hast Recht. Ich habe Kilowatt mit Kilowatt pro Stunde bei meiner Rechnung verwechselt. Ein AKW erzeugt natürlich 1500 kw, und eine Stadt wie München verbraucht bei Spitze (Irgendwann um 11 Uhr) 1150 kw. |
| Satu | also, ich würd mich auch nicht vor nen zug werfen. atomkraft ist leider immernoch ziemlich wichtig, wage ich mal zu behaupten. bevor da nicht wirklich dran gearbeitet wird und sie zu ersetzen ist, müssen wir uns leider mit dem abfall herumschlagen. und der muss ja wohl weg. ist doch so. ich finds auch gefährlich und zu risikoreich. aber wir würden eventuell alle ganz blöde aus der wäsche gucken, wenn sie auf einmal alle kraftwerke abstellen würden. zumal das problem ja noch nicht mal in den kraftwerken selbst liegt. sondern in korrupten oder bekloppten aufsichtsbehörden, die lieber in eigene tasche wirtschaften, anstatt die sicherheit ihrer mitarbeiter und der bevölkerung zu garantieren. amen. |
| Apex | Ich persönlich finde es beeindruckend wie die Castor-Gegner ihre Meinung vertreten und sich gegen die Transporte mit zivilem Widerstand wehren. Es gibt leider viel zu wenige dieser Menschen in Deutschland die auch bereit sind für ihre Überzeugung auf die Straße zu gehen. Was mit dem Demonstranten geschehen ist, war ein bedauerlicher Unfall. Trotz allem denke ich das es wichtig ist, dass sich die Bürger Gorlebens und die Atomgegner weiterhin zur Wehr setzen. |
| Diablo´s Diener | Anstatt milliarden NUR in alternativen energien reinzustecken hätt man besser die technik der atomkraftwerke verbessern sollen. Da war deutschland mal spitzenreiter, nun haben uns (wie so oft) andere in der hinsicht längst überholt. so hätte man hier ein hochmodernes AKW bauen können (oder mehrere) die wesentlich weniger radioaktiven abfall produzieren (neuer, moderner) , anstatt an der LÄNDERGRENZE ein atomkraftwerk auf dem stand von 1960 zu haben. (rede von dem aKw in tschechien, mir fällt der name gerade nicht ein) Die vorstellung den energiebedarf 100 % mit regenerativen energien zu decken ist völlig absurd (das ist belegt) da allein zu energiespitzenabdeckung akw´s benötigt werden, das ist mit regenerativen energien nicht möglich (sonne, wind sind nicht gut vorhersehbar, reichen auch nicht aus für sowas, energie ist nicht speicherbar) ausser bei wasserfallkraftwerken, aber die erzeugen gegenüber einem akw lächerlich wenig energie, ausserdem sind die standorte stark begrenzt. besser wäre ein guter mix aus allen regnerativen energien UND atomkraft, diese müsste aber weiter gefördert werden, damit weniger müll entsteht. dann wär der tod dieses menschen vielleicht auch überflüssig gewesen |
| Apex | Aber wozu noch in Atomenergie investieren? Sie hat genau wie die fossilen Brennstoffe keine Zukunft. Im übrigen ist da immer noch das Problem der Lagerung des Atommülls...ich finde es irgendwie beunruhigend auf radioaktiven Zeitbomben zu wohnen geschweige denn daneben. Und das die KKWs in Deutschland nicht so ganz sicher sind wie man immer meint sieht man am guten alten Biblis...es ist ein gutes Beispiel dafür das pannen immer passieren können...desweiteren ist die Chance eines GAUs relativ gering, aber gut die Folgen wenn es zu einem kommt sind...ich will gar nicht daran denken... |
| Diablo´s Diener | Und GENAU DESWEGEN sollte man doch viel moderne und neuere atomkraftwerke bauen DAMIT weniger risiko und müll entsteht! wie gesagt, in mix mit regenerativen energien |
| Apex | Aber wo ist da der Sinn? Ein Restrisiko bleibt trotzdem und Müll entsteht immer...und einen schnellen Brüter möchte wohl auch nicht jeder in seiner Nachbarschaft haben, auch nicht als Forschungsreaktor. Die Uranvorkommen reichen nach Schätzungen der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, bei gleichbleibendem Verbrauch, noch knapp 37 Jahre. Es ist zwar wahrscheinlich das noch weitere Vorkommen entdeckt werden, aber wer weiß schon wo. Im übrigen entstehen durch den Abbau von Uran meistens immense Umweltschäden (für eine Tonne Uran müßen ca. 1100 Tonnen Gestein abgetragen werden), so versucht die Bundesregierung heute noch die Schäden, welche durch den Tagebau im Erzgebirge entstanden sind, mit immensem Kostenaufwand zu beseitigen. |
| Diablo´s Diener | ja müll entsteht immer, das ist richtig, aber wenn man die entwicklung fortschreitet, könnte man den müll bis aufs kleinste minimun reduzieren. aber das wollen ja viele politiker ja gerade NICHT. :rolleyes: aber doch lieber ein hochmodernes , wenig müll produzierendes, effektives und sicheres atomkraftwerk als in tschechien ein technisch veraltertes Akw zu bauen. wohin geht denn der strom von diesem? nach deutschland! :rolleyes: |
| Apex | Wie gesagt es lohnt sich ökonomisch wie ökologisch nicht auf Uran als Energieträger zu setzen. |
| gekitsu | was nichts an der tatsache aendert, dass es momentan keine bessere alternative dazu gibt. |
| Seneca | @ White Fang Du irrst gewaltig, die Schweren Isotopen die seit Tschernobyl abgelagert wurden, haben sich durch Niderschläge lediglich in tieferen Bodenschichten abgelagert....besondern in Pilzen, als Fruchtkörpern tiefer wachsender Pilzgeflechte, und in der Leber vieler Wildtiere, besonders Schwarzwild, finde sich noch immer deutlich zu hohe Belastungen... Östereich hat es dabei noch weit schlimmer erwischt als Deutschland....! Man spricht nur nicht mehr darüber...! |
| OrcaDesign | [quote]Und das die KKWs in Deutschland nicht so ganz sicher sind wie man immer meint sieht man am guten alten Biblis...es ist ein gutes Beispiel dafür das pannen immer passieren können...desweiteren ist die Chance eines GAUs relativ gering, aber gut die Folgen wenn es zu einem kommt sind[/quote] ... allerdings sollte mittlerweile auch mal bei Atomgegnern die Erkenntnis durchsickern, daß das ewige Schreckgespenst "SuperGAU im Format Tschernobyls" mit Reaktoren deutschen Typs schlicht physikalisch abwegig ist. Der Grund ist so einfach wie selten genannt: was bei dem einen Graphit als Moderator, ist bei dem anderen Wasser. Wasser hat aber einen äußerst positiven Effekt, wenn die Kernreaktion außer Kontrolle geraten sollte: es kocht. Klingt erstmal wenig spektakulär, hat aber eines zur Folge: die Kettenreaktion bricht schlagartig zusammen, da der Moderator ausfällt (kochendes Wasser bremst die Neutronen nicht mehr ausreichend genug). Graphit hingegen hat einen sog. "positiven Blaseneffekt", heißt, es wirkt immer besser als Moderator je heißer es wird... schlimmer noch, es ist brennbar... was in Tschernobyl nebenbei nach heutigem Wissenstand erst zur Explosion des Reaktors selber geführt hat, warum es nicht allein bei einer Kernschmelze blieb: das schlagartig sich entzündende Graphit jagte den Reaktorblock schlicht hoch, und mit sich einiges des radioaktiven Spaltmateriales in die Atmosphäre. "Nachteil" der Reaktoren mit Wasser als Moderator, und weshalb Tschernobyl halt nicht auf diesem Typ aufgebaut wurde: die Spaltprodukte sind gänzlich unbrauchbar für militärische Zwecke... |
| White_Fang | Man sollte auch die Umstände von Tchernobyl bedenken. Tchernobyl geschah nicht im Normalen Betrieb, sondern die Techniker schalteten bewusst das Kühlsystem aus um zu sehen was passiert. Im Grunde war Tchernobyl kein Technischer Defekt, sondern Menschliche Fahrlässigkeit, wenn nicht Idiotie. |