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  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: Volksbegehren Wald
ashipisburning"Jetzt kommt´s drauf an: Vom 16. bis 29. November müssen sich 920.000 Bürger für das Volksbegehren eintragen, um Bayerns Wälder zu retten. Trostlose Monokulturen oder schöne Erholungswälder? Wie soll die Zukunft von Bayerns Wäldern aussehen? Es liegt jetzt allein in Ihrer Hand. Bitte tragen Sie sich in Ihrem Rathaus ein für das Volksbegehren - aus Liebe zum Wald!


Der Wald braucht Sie, jetzt!
Jetzt sind Sie dran: Nur die Unterschriften von 920.000 Waldfreunden können den Wald jetzt noch retten. Von 16. bis 29. November liegen die Eintragungslisten des Volksbegehrens in den Rathäusern aus. Das Schicksal von Bayerns Wäldern liegt in Ihrer Hand. Jede Stimme zählt!

Das Volksbegehren "Aus Liebe zum Wald" setzt sich dafür ein, dass der Wald auch in Zukunft ein Ort des Lebens und Erlebens, der Ruhe und Erholung bleibt. Die Staatsregierung möchte mit ihrer "Reform" des Forstwesens vor allem Geld aus dem Wald pressen. Die Folgen: Eintönige Monokulturen, Gefährdung der Schutz- und Erholungsfunktionen des Waldes, Folgeschäden in Milliardenhöhe, geringere Trinkwasserqualität.

Nehmen SIe sich zehn Minuten Zeit für Ihren Wald und tragen Sie sich ein für das Volksbegehren. Ausweis mitnehmen!"

Infos unter: [url]www.volksbegehren-wald.de[/url]

Ich werde mich eintragen.
Aber gibt es etwas, was gegen einen Eintrag für das Volksbegehren spricht?
Trägst du dich ein? Warum oder warum nicht?
Würdest du dich eintragen, wenn du in Bayern wohnen würdest?
TiberonWenn ich das nicht falsch verstanden habe, wendet sich das nur an Bayern. Wäre ich einer, würde ich mich auf jeden Fall eintragen.
Gnom1218Ich werde mich eintragen! Alleine schon, um diesen Irrsinn der Monokulturen zu stoppen. Wie können die nur so blöd sein?! Haben die etwa Wibke schon vergessen?! Ich weiß noch, wie es in den Wäldern bei uns danach aussah. Der Hügel gegenüber von unserem Haus war auch nur ne Fichten-Monokultur. Am Morgen nach Wibke stand da kein Baum mehr. Bei den anderen Monokuluren sah es nicht besser aus. Hingegen waren die Schäden in Mischweldern eher gering. Aber es zählt ja in diesem verdammten System nur das Geld...
narcissGewinnbringender Waldbau bedeutet nicht zwangsläufig Monokultur. Der Ertrag ist zwar in der Regel höher, jedoch sind bekanntermaßen Monokulturen anfälliger für Schadinsekten sowie extreme Witterungserscheinungen; Belastungen also, die in Zukunft voraussichtlich zunehmen werden. Es wird also zunehmend "Ernteausfälle" in diesen Beständen geben, wie gnom1218 sie vor seiner Haustüre schon beobachten durfte.
Bleibt zu zweifeln, ob im Zuge der Bayrischen Forstreform in den Betriebsgesellschaften der nötige Sachverstand walten wird, der langfristige Folgen, die sich ja auch irgendwann in Folgekosten wiederspiegeln werden, abzuschätzen in der Lage ist. Der ökonomische Nutzen des Waldes liegt nicht nur in der Holzproduktion und der Bejagung, sondern auch in der Trinkwassererzeugung sowie dem Tourismus und seiner Funktion als Schutz vor Erosion, Hochwasser und Lawinen. Das läßt sich alles in Zahlen ausdrücken, wenn auch nur schwer für die Zukunft kalkulieren.

Das grundsätzliche Problem liegt in der Auflösung der Revierstrukturen. Bisher waren es studierte Forstleute, die durch ökologischen und wirtschaftlichen Sachverstand die Bedeutung des Waldes als Lebensraum für Mensch, Tier und Pflanze auf der einen Seite sowie als Ort der Rohstoffproduktion auf der anderen Seite in Einklang zu bringen hatten. Sollte sich die Forstreform durchsetzen, wird die letztere Komponente überwiegen.

Würd ich in Bayern wohnen, würd ich meinen gesamten Freundes- Bekannten- und Verwandtenkreis persönlich zu den Unterschriftenlisten in die Einwohnermeldeämter scheuchen :)
LosingEmotionis das genauso, wie beim wählen, darf man das erst ab 18?
asamandraIch hab meine Unterschrift schon abgegeben...
ViciousMistresswald ist wichtig, darum werde ich mich eintragen....... zu hause haben wir auch zur zeit einen brief rum liegen in dem es um die bürger initative geht...... da soll man abstimmen ob die hochhäuser gebaut werden sollen oder nicht....... warum machen die menschen die welt so kaputt? wenn es nach mir ginge würde ich gerne in einer kleinen hütte im wald wohnen....... wobei man da ja auch erstmal bäume fällen müsste......
MenedemosIch werde mich auch eintragen, und wenn ich wie Josef in meinen Geburtsort N. ziehen und mich am Sonntag ins Rathaus schleppen muß...! ;)

(@ViciousMistress:

Das Hochhausverbot ist dagegen eine ganz andere Sache. Eine dermaßen spießige, ja faschistoide Bürgerentscheidung hätte ich nicht erwartet. Der helle Wahnsinn, Milliarden-Investitionen wurden verschleudert und tausende Arbeitsplätze... Schon gut, ich werde morgen einen eigenen Thread dazu aufmachen.)
BladyBäume sind cool![/U]

Kann man sich nur in Bayern eintragen oder auch in allen Bundesländern? Wenn ja, trage ich mich auf jeden Fall ein.

Muss man dazu volljährig sein?:cool:
asamandra@Blady

[QUOTE][i]Original geschrieben von Leland Gaunt [/i]
[B]Ja, man darf erst ab 18 seine Stimme abgeben [/B][/QUOTE]

...
RurounIwar auch schon beim unterschrift hinterlassen...
und ja ich hab alle meine bekannten geschickt (DUUU.... sonst... ;) )
gr3yWenn ich nur die Informationen aus dem ersten Posting hätte würde ich mich auf keinen fall eintragen. Klingt mir viel zu sehr nach Panikmache und Untergangsstimmung.
Vor was wollen die den Wald den Retten?
Plant der Beckstein eine totalabholzung des Waldes? (btw: Heil Beckstein :p )
Oder liegt der Wald mal wieder im sterben? Ich dachte ja das hätte sich seit den 80ern erledigt mit dem Waldsterben...
Oder vor erholungssuchenden Touristenhorden?

Also, vor was wollen die den Wald den retten?

Vieleicht hat man in Bayern aber auch nur ein faible für bescheuerte Volksbegehren, hat man ja in München die Tage gesehen.

Nebenbei erinnert mich das irgendwie an die tollen ICQ-Hoaxe vom Schlage: "Wenn diese Nachricht nicht in 20sekunden 2 Milliarden mal weitergeleitet wird kostet ICQ ab Morgen 200 € im Monat...
narciss[QUOTE]Also, vor was wollen die den Wald den retten?[/QUOTE]Vereinfacht gesagt: Vor der grenzenlosen Gier der Spezies Mensch und deren Unwillen, richtige Entscheidungen im Sinne nachfolgender Generationen zu treffen.

Am besten ist, du folgst einfach dem weiter oben stehenden Link.
Frost_GeistIch mache sofort kräftig Werbung dafür.
Ich bin zwar Hesse, aber ich habe mich schon oft darum bemüht, unseren Ursprung, die Natur zu retten.

Ich kann ohne meine Natur, ohne meine Bäume und Wälder, ohne meine Tiere, die doch alle ein Teil von mir sind, nicht leben.

Und da ein großer Teil meiner Familie in Bayern lebt, sollte ich da mal kurz durchklingeln.
absolut_deathWürde ich in Bayern wohnen dann gäbe es unter Garantie eine Unterschrift von mir.
Eine sehr gute Idee dieses Volksbegehren!
gr3yIch für meinen Teil wohne (zum glück :) ) nicht in Bayern, deshalb hat das Begehren für mich ja eh keine Relevanz.

Trotzdem kann ich nicht erkennen das bei dem Volksbegehren der Naturschutz im Vodergrund stehen würde. Ich habe mir die Info-Seite mal angeschaut und finde die Argumentationen stellenweise schon dürftig.

Z.B. wird an der einen stelle darüber gemeckert das 1000 Stellen in der Forstverwaltung gestrichen werden sollen. Woanders wird sich dann beschwert das durch die Reform die vorhandene effiziente Verwaltungsstruktur aufgebläht wird? Das muss ich jetzt nicht unbedingt verstehen oder?

Symptomatisch finde ich auch das auf der Seite Wert des Waldes "Die Schönheit des Waldes" an erster stelle genannt wird. Da wird dann schon eher klar das es nicht um Umweltschutz sondern um sonstige Interessen geht. Naturromantik alleine hat noch nix mit Umweltschutz zu tun.

Von daher nix gegen Umweltschutz, aber mir ist es dann doch lieber wenn man Energie auf sinnvollere Möglichkeiten lenkt die Umwelt zu schützen.
RurounI@ gr3y:
also: wir in bayern, eines der waldreichsten gebiete deutschlands (ghörn mir da wirklich dazua???) haben am wenigsten Forstarbeiter auf die fläche des waldes bezogen, also bedeutet ne reform noch weniger leute und "schlampigere" Arbeit...
dann hat man gesehen was passiert, wenn irgendwas privatisiert wird : Post Telekom, Bahn.... geht irgendwie alles den bach runter, und so würds uns auch mit dem wald gehen!!!!!

das ein volksbegehren bescheuert is hab ich heut zum erstenmal gehö(?h?)rt...
alle wollen mitbestimmen, aber volksbegehren sind bescheuert ????

also ich bin aktiver naturschützer und kann somit deine geisteshaltung ned ganz nachvollziehen.....
ashipisburning[QUOTE][i]Original geschrieben von gr3y [/i]
[B]Nebenbei erinnert mich das irgendwie an die tollen ICQ-Hoaxe vom Schlage: "Wenn diese Nachricht nicht in 20sekunden 2 Milliarden mal weitergeleitet wird kostet ICQ ab Morgen 200 € im Monat... [/B][/QUOTE]
Hm, den Zusammenhang verstehe ich irgendwie nicht... :rolleyes:

Übrigens geht es momentan erst darum, ob ein Volksbegehren überhaupt stattfindet. Und da sollte man sich - wenn man denn für mehr Bürgerbeteiligung allgemein ist - auch eintragen, wenn man eigentlich gar nicht pro Wald-Volksbegehren ist.
gr3y[QUOTE][i]Original geschrieben von RurounI [/i]
[B]@ gr3y:
also: wir in bayern, eines der waldreichsten gebiete deutschlands (ghörn mir da wirklich dazua???) haben am wenigsten Forstarbeiter auf die fläche des waldes bezogen, also bedeutet ne reform noch weniger leute und "schlampigere" Arbeit...
dann hat man gesehen was passiert, wenn irgendwas privatisiert wird : Post Telekom, Bahn.... geht irgendwie alles den bach runter, und so würds uns auch mit dem wald gehen!!!!!

das ein volksbegehren bescheuert is hab ich heut zum erstenmal gehö(?h?)rt...
alle wollen mitbestimmen, aber volksbegehren sind bescheuert ????

also ich bin aktiver naturschützer und kann somit deine geisteshaltung ned ganz nachvollziehen..... [/B][/QUOTE]

Soweit ich das weis ist Bayern das einzige Bundesland das nennenswerte Flächen von Urwald hat. Von daher ist es auch nicht verwunderlich wenn die Bayern weniger Forstarbeiter haben, Urwald wird ja per definition nicht Bewirtschaftet sondern sich selbst überlassen. Wenn dieser Urwald z.b. 20% der Waldfläche einnehmen würde käme Bayern auch mit 20% weniger Forstarbeitern aus.

War die Deutsche Bundesbahn denn vor ihrer Privatisierung besser? Wohl eher nicht. Privatisierung muss nicht zwangsläufig gut sein und auch nicht zwangsläufig schlecht...
iluminaWir leben zwar dicht an der Grenze, sind aber noch Hessen.

Wir würden uns aber ebenfalls sofort zur Unterschrift begeben, wenn wir zu Bayern gehören würden oder wenn es in Hessen eine vergleichbare Aktion geben würde.
narciss[QUOTE]Wenn dieser Urwald z.b. 20% der Waldfläche einnehmen würde käme Bayern auch mit 20% weniger Forstarbeitern aus.[/QUOTE]
Sorry, aber Urwälder gibt es in Deutschland schon seit einigen Jahrhunderten nicht mehr.
Naturwaldreservate, in denen der Wald nicht bewirtschaftet wird, machen in Bayern 6500 ha aus ([URL=http://www.forst.bayern.de/waldland_bayern/urwald/]Quelle[/URL]). Das sind gemessen an der Gesamtwaldfläche Bayerns von 2,5 Mio ha ganze 0,26 Prozent. Das bietet kein nennenswertes Einsparungspotential für Personal. Bei der Reform geht es auch nicht darum Forstarbeiter einzusparen, sondern den Bereich des mittleren Managements (was heute die Revierförster sind) umzustrukturieren.
Nochmal mein Tipp:
[url]http://www.volksbegehren-wald.de/[/url] und
[url]http://www.forst.bayern.de/[/url]
.
.
.
1. informieren
2. meinung bilden
3. beitrag tippen
;)
OrcaDesign[QUOTE][i]Original geschrieben von gr3y [/i]
[B]Oder liegt der Wald mal wieder im sterben? Ich dachte ja das hätte sich seit den 80ern erledigt mit dem Waldsterben...[/B][/QUOTE]
... tjaja, aus den Augen, aus dem Sinn - im Gegenteil, das Waldsterben hat sich seit den 80er einzig verlangsamt bzw. auf andere Baumsorten verlagert, "erledigt" hat sich das allerdings wahrlich nicht. Einzig positiver Punkt, den man an der Stelle nennen kann, daß sich derzeit zum ersten Mal eine Stagnation erkennen lässt, was das Verhältnis von sterbenden zu nachwachsenden Bäumen angeht.
Ist halt nur kein Thema mehr, welches tagein tagaus noch durch die Medien läuft, so wie anno tobak.

@Volksbegehren: es ist allerdings schon interessant zu lesen, wie Förster mit Naturschutz gleichgestellt werden - wer behauptet denn soetwas?
Doch nicht etwa die Initiatoren des Volksbegehrens, der BUND Naturschutz?
Hmm... bestimmt ein reiner Zufall, daß führende Mitglieder des BUNDes selbst Förster sind, oder?

Freilich, Förster [i]können[/i] Naturschützer sein... manchmal arbeiten sie sogar in der Natur. Allerdings mal ernsthaft, Forstämter sind vieles, aber nicht per se Naturschützer. Nicht mal Umweltschützer. Oftmals dagegen sind es genau die grössten Querulanten, wenn es darum geht, Flächen zu Naturparks, NSGs, etc. auszuweisen.

Prinzipiell liegt die einzig wirklich vorhandene Gefahr bei dem Vorhaben der bayerischen Regierung darin, daß eine Körperschaft des öffentlichen Rechtes, so wie sie für die Fortsflächen angestrebt wird für die Zukunft, ohne nennenswerte Hürden (wie Gesetzesänderungen) in eine GmbH umwandelbar wäre... was den österreichischen Verhältnissen (Zuständen) entspräche.
... ansonsten gäbe es eigentlich wenig entgegenzusetzen - kein Wald steigt in seiner Qualität durch überdimensional aufgeblähte Behördenapparate, wie es derzeit noch der Fall ist.

Gruß,
Orca

ps: nebenbei sind die genannten Monokulturen typische Folgen eines Forstbetriebes...
gr3y[QUOTE][i]Original geschrieben von OrcaDesign [/i]
[B]... tjaja, aus den Augen, aus dem Sinn - im Gegenteil, das Waldsterben hat sich seit den 80er einzig verlangsamt bzw. auf andere Baumsorten verlagert, "erledigt" hat sich das allerdings wahrlich nicht. Einzig positiver Punkt, den man an der Stelle nennen kann, daß sich derzeit zum ersten Mal eine Stagnation erkennen lässt, was das Verhältnis von sterbenden zu nachwachsenden Bäumen angeht.
Ist halt nur kein Thema mehr, welches tagein tagaus noch durch die Medien läuft, so wie anno tobak.
[/B][/QUOTE]

Ich meinte auch eher das man gegen ende der 80er Jahre erkannt hat das das Waldsterben mehr Medienhype als Realität war. Anscheinend hat sich diese Erkenntnis noch nicht überall durchsetzten können. Zum Einstieg hier mal ein empfehlenswerter, recht objektiver Wikipediaartikel:
[url]http://de.wikipedia.org/wiki/Waldsterben[/url]

Zitat aus der Einleitung: "Es wird verschiedentlich die Vermutung geäußert, es handele sich beim „Waldsterben“ um ein typisch deutsches Phänomen".
Wie war wie wahr, wir Deutschen haben wohl ein echtes Faible für den Weltuntergang :)
OrcaDesignEines vorweg: wirklich objektiv sind Artikel immer nur solange, solange sie nicht der eigenen Meinung des Autors entsprechen - soviel zu einem Artikel bei Wikipedia (Dir ist vermutlich schon bewußt, daß dort jeder reinschreiben kann, wie ihm grad lustig ist).
Beispielhaft für die "Objektivität" des Artikels ist die Nennung Großbritanniens als Zone, in der keine Schädigung des Waldes feststellbar war - 1. Großbritannien hat Wälder? Waren die nicht längstens als Schiffe auf den Ozeanen gelandet...? 2. in der Hinsicht, was Luftverschmutzung angeht, haben die Briten einen Vorteil durch ihre exponierte und windige Lage - des einen Freud, des anderen Leid, frag dazu mal in schwedischen Regierung bzw. Forstämtern nach, was sie von den Abgasen Großbritanniens halten... und von der Behauptung, daß eine Waldschädigung ein rein deutsches Problem wäre.
Daß die britische Regierung kein Interesse darin sah (sieht), ihre Wirtschaft zugunsten schwedischer Wälder mit Umweltauflagen zu belasten, sollte auf der Hand liegen.

Was "Waldsterben" als Begriff angeht: klar, in den 80igern wurde stark übertrieben, was die Zukunft des Waldes angeht, wo ein Schreckenszenario aufbeschworen wurde, das baldige Sterben ganzer Wälder prophezeit wurde. Allerdings aus einer gehörigen Portion Unwissenheit heraus, denn man muß das ganze auch unter dem Gesichtspunkt sehen, daß die Forschung zu der Zeit keine wirkliche Ahnung hatte, was da vor sich ging, als selbst für Laien ersichtlich wurde wie ganze Regionen verkahlten, Waldbestände abstarben. Woraufhin Naturschützer wie von Greenpeace oder dem BUND verstärkt den medienwirksamen Begriff des "Waldsterben" aufgriffen - und Naturschutz ohnehin in den 80igern ein breites Thema war, medienwirksam aufbereitet Garant für gute Quoten war und als Thema auch noch neu und nicht verbraucht erschien (würde heute als Thema keinen mehr groß interessieren, überstrapaziert).
Und Bilder ganzer entkahlter Landschaften aus dem Harz oder den Fichtelgebirge nunmal eindrucksvoller wirken als für Laien noch gesund erscheinende Bäume, um nochmal auf den Wikipedia-Artikel zurückzukommen (-> an der Stelle kann man ruhig von [i]Medienkritik[/i] sprechen).

Unbestritten und [i]nachweislich[/i] feststellbar ist dennoch leider weiterhin der Trend einer [url=http://atlas.umwelt.hessen.de/servlet/Frame/atlas/naturschutz/wald/bu_ws.htm]Kronenverlichtung[/url] (hier am Beispiel Hessens - [url=http://atlas.umwelt.hessen.de/servlet/Frame/atlas/naturschutz/wald/karten/m_6_1_1.htm]anschaulicher[/url]) -> welche wissenschaftlich als Wald[i]krankheit[/i] bezeichnet wird. Ob das nun allerding so besser ist, einen sterbenden oder einen kranken Wald zu haben... sprachliche Feinheiten. Allerdings auch sehr medien- und öffentlichkeitsinteresse-wirksame Feinheiten.
Dummerweise ein Vorgang, der sehr langsam vonstatten geht und deshalb im normalen Alltag kaum bis gar nicht wahrnehmbar ist, weshalb auch wiederum es schwer nachweisbar sein dürfte, direkte Zusammenhänge zwischen Schäden, Ursachen und Wirksamkeit von Gegenmaßnahmen aufzeigen zu können. Im Fichtelgebirge war's halt zu einfach, um es zu [i]übersehen[/i].

Ein [i]kranker[/i] Wald hätte allerdings auch in den 80igern vermutlich kein Interesse gefunden, aufgrund des für menschliche Denkhorizonte viel zu langsamen Zerfalls, bei dem zudem selten von [i]einer[/i] Ursache die Rede sein kann und vor allem nur über längere Zeiträume hinweg aussagekräftige Daten gesammelt werden können - weil hier schlicht natürlich auch andere Ursachen als Luftverschmutzung angeführt werden können und es da meines Wissens auch ohnehin zyklisch feststellbare Veränderungen gibt - daher ist es eben auch wichtig, soetwas über längere Zeiträume hinweg zu beobachten, um daraus eben Trends extrapolieren zu können.
Hat halt immer irgendwie etwas von Grenzwerten - wo auch immer alle denken, daß immer erst dann Schäden eintreten, wenn ein bestimmter Grenzwert überschritten wird - und bis dahin alles vollkommen unschädlich wäre.

Gruß,
Orca
Gnom1218Tja, und nun ist das Volksbegehren gescheitert... Zumindest sieht es so aus:( Sie heben es gerade in den Nachrichten gebracht...
narciss[url]http://www.br-online.de/umwelt-gesundheit/artikel/0408/19-forstreform/index.xml[/url]
RurounIich habs auch grad erfahren, ich könnt heulen und kotzen zugleich....

:mad: :mad: :mad: :mad: :mad: :mad: :mad: :mad:
Gnom1218Ja, irgendwie ist das voll zum Kotzen. Auch wenn ich daran denke, was das jetzt eventuell für Konsequenzen haben könnte. Man sollte sich zusammenschließen und gemeinsam ein Stück Wald kaufen!
RurounIda wär ich der letzte der sich da ausschliesst, gute idee.....
ashipisburning[COLOR=ORANGE]" Das Massensymbol der Deutschen war das Heer. Aber das Heer war mehr als das Heer: Es war der marschierende Wald. In keinem modernen Lande der Welt ist das Waldgefühl so lebendig geblieben wie in Deutschland. Das Rigide und Parallele der aufrechtstehenden Bäume, ihre Dichte und ihre Zahl erfüllt das Herz des Deutschen mit tiefer und geheimnisvoller Freude. Er sucht den Wald, in dem seine Vorfahren gelebt haben, noch heute gerne auf und fühlt sich eins mit den Bäumen." (Elias Canetti)[/COLOR]

Mittlerweile ist der Wald anscheinend nicht mehr so wichtig. :mad:

Gruß

ashipisburning

PS: Wenigstens kann ich auf meine Heimat stolz sein. "Mein" Landkreis ist der mit der zweithöchsten Beteiligung. - Gereicht hat es leider trotzdem nicht.

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