| decay73 | Momentan schreit durch die Bank bald jeder nach Mehrarbeit, um wieder mehr Wachstum und Arbeitsplätze zu erlangen, egal ob Stoiber, Merkel, Rogowski, Eichel oder Hans- erner Sinn: Es wird die 40- Stundenwoche ohne Lohnausgleich gefordert, nachdem das mit den Kürzungen von Feiertagen nicht wirklich klappt. Mal abgesehen davon, daß wir in Deutschland real schon ca. 40 Stunden arbeiten, und der Staat keinen Einfluß auf die Wochenarbeitszeit hat, kommt es mir schon spanisch vor, wie unisono und flach hier bisher argumentiert wird. Logisch nachvollziehbar ist es für m ich jedenfalls schon lange nicht mehr. Müßten die, die diese Idee propagieren nicht eigentlich die 50-Stunden-Woche fordern, da wir ja schon bei 40 Stunden sind? Allein das zeigt doch schon, wie irrational die Diskussion eigentlich geführt wird. Und bis vor kurzem war noch die Rede davon, daß die Arbeit besser verteilt werden muß. Jetzt, daß Arbeitsplätze durch Mehrarbeit entstehen sollen. Jo Wüllner behauptet in einem TELEPOLIS- Artikel, daß diese Position entweder von Paranoia oder Perfidie getrieben ist und zeigt falsche Schlüsse und Behauptungen Hans-Werner Sinns auf. Alles nur alberne Phantastereien ideenloser Wirtschaftstheoretiker? Artikel dazu: [URL=http://www.zeit.de/2004/47/Arbeitszeit]"Der 40-Stunden-Unsinn" von Klaus-Peter Schmidt, die Zeit[/URL] [URL=http://www.heise.de/tp/r4/artikel/18/18824/1.html]"Mehrarbeit für weniger Arbeit" von Jo Wüllner, TELEPOLIS[/URL] |
| Suicide-Smurf | Weiss nich warum du es dumme Phantasie abstempelst. Dein Arbeitgeber hat Alternativen, seine Konkurrenten haben Alternativen. =>Es sollte sich lohnen leute in Deutschladn zu beschäftigen. Wenn aber überall auf der Welt die Leute mehr oder billiger arbeiten zum gleichen Ergebnis wird niemand in Deutschland investieren. a) Alle arbeiten mehr, erhalten ihren Arbeitsplatz regen für neue "Investitonen" an b) die Leute gehen auf die strasse demonstrieren, sind smit kündbar (special greets to opel) => arbeitslos. |
| Haevion | [img]http://www.deepbeyond.net/haevion/mehrdeutschland.jpg[/img] |
| Suicide-Smurf | :-/ Was willst du jetzt damit sagen? |
| Nnordy | @Smurf: Die Crux ist aber, daß behauptet wird, dadurch entstünden mehr Arbeitsplätze, was Humbug ist. Im Gegenteil: Wenn alle mehr arbeiten, braucht man ja nicht mehr so viele Leute, denn durch Mehrarbeit steigt nicht auch automatisch der Absatz an Produkten, der aber vorhanden sein müßte, damit sich mehr Arbeit und dadurch mögliche Mehr-Produktion überhaupt lohnt. Es hängt doch daran, daß den Unternehmen teilweise jetzt schon die Aufträge fehlen. Und dann noch mehr produzieren, die Lager noch mehr auffüllen, was mehr Kosten für Lagerhaltung und Logistik verschlingt? Ist doch irgendwie unlogisch, oder? Fazit: Wenn es nicht gleichzeitig gelingt, den Absatz zu steigern, ist Mehrarbeit völliger Unsinn. Ich habe nix dagegen, wenn man mal - und das muß zeitlich festgeschrieben und begrenzt (!!!) sein - Mehrarbeit leistet, wenn die Auftragslage entsprechend ist, ohne damit - wie Merkel es gern hätte - den Arbeitgebern einen Freibrief für "ich definiere, wie lang ich das brauche" zu geben. Ich seh es ähnlich wie decay: Daß wir keine 40h arbeiten, ist eine Lüge. Viele meiner Kollegen sind jeden Tag 10h im Büro, mit einer halben Stunde Pause. Und gehen FR ab und zu mal schon um 15 Uhr. Wo da "nur" 38,5 h gearbeitet werden, seh ich nicht... |
| decay73 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Nnordy [/i] [B]@Smurf: Die Crux ist aber, daß behauptet wird, dadurch entstünden mehr Arbeitsplätze, was Humbug ist. Im Gegenteil: Wenn alle mehr arbeiten, braucht man ja nicht mehr so viele Leute, denn durch Mehrarbeit steigt nicht auch automatisch der Absatz an Produkten, der aber vorhanden sein müßte, damit sich mehr Arbeit und dadurch mögliche Mehr-Produktion überhaupt lohnt. [/b][/quote] Eben. Und der Absatz läßt sich nunmal auch nicht durch Abwanderung in Billiglohnländer steigern. Eher das Gegentei ist der Fall. Hier gibt es dann immer weniger Menschen, die sich was leisten können, und in den Billiglohnländern verdienen die Menschen nicht genug, um sich was leisten zu können. So schaufeln sich die Firmen langfristig ihr eigenes Grab. [quote][b]Ich seh es ähnlich wie decay: Daß wir keine 40h arbeiten, ist eine Lüge. Viele meiner Kollegen sind jeden Tag 10h im Büro, mit einer halben Stunde Pause. Und gehen FR ab und zu mal schon um 15 Uhr. Wo da "nur" 38,5 h gearbeitet werden, seh ich nicht... [/B][/QUOTE] Die ganze Diskussion um die 40-Stundenwoche ist völlig irrational und kann daher nur als alberne (nicht dumme, denn dumm sind die ja nicht) Phantasterei bezeichnet werden. |
| White_Fang | Deutschland ist Weltmeister im Export. Allein 2002 hat Deutschland ein Export Volumen von 275 Milliarden Euro. Seltsamerweise haben viele Firmen eben keinen Mangel an Aufträgen, auch wenn im Innland selbst relativ wenig konsumiert wird. Jedoch scheinen viele zu vergessen, dass die Arbeitnehmer nicht die einzigen Konsumenten sind, sondern auch Investitionsgüter sind Verbrauchsgüter. Eine wachsenende Industrie kann zum Teil, selbst ihr eigener Konsument sein. Und eine 40 Stundenwoche hätte zur Folge, dass Arbeitskraft verbilligt wird, wodurch auch eine Größere Nachfrage an Arbeit ensteht. In der Theorie. In der Praxis sind nicht nur die Lohnnebenkosten, sondern auch andere Faktoren wie die zuhohen Energiekosten, Schuld dafür, dass Deutschland ein schlechter Standort für minderqualifizierte Arbeitsplätze ist. Jedoch muss man auch sagen, dass Arbeitslosigkeit eben hauptsächlich ein Problem für minderqualifizierte ist. Denn in Billiglohnländer gibt es kaum Hochqualifizierte Arbeitskräfte, bzw. diese Arbeitskräfte sind im Ausland nicht wesentlich billiger. |
| decay73 | [QUOTE][i]Original geschrieben von White_Fang [/i] [B]Und eine 40 Stundenwoche hätte zur Folge, dass Arbeitskraft verbilligt wird, wodurch auch eine Größere Nachfrage an Arbeit ensteht.[/B][/QUOTE] Ja, in der Theorie vielleicht. Aber mehr Leute einstellen lohnt sich für einen Unternehmer nur, wenn [b]der Zuwachs der Produktion[/b] durch die Verringerung der Lohnkosten pro Kopf durch die Mehrarbeit [b]auch verkauft werden kann.[/b] Dummerweise sind aber die Märkte gesättigt. Ein Wirschaftswachtum durch Mehrproduktion ist doch mittlerweile eine Illusion...zumindest iin Deutschland. Was sollen wir denn noch alles kaufen? |
| White_Fang | [QUOTE][i]Original geschrieben von decay73 [/i] [B]Ja, in der Theorie vielleicht. Aber mehr Leute einstellen lohnt sich für einen Unternehmer nur, wenn [b]der Zuwachs der Produktion[/b] durch die Verringerung der Lohnkosten pro Kopf durch die Mehrarbeit [b]auch verkauft werden kann.[/b] Dummerweise sind aber die Märkte gesättigt. Ein Wirschaftswachtum durch Mehrproduktion ist doch mittlerweile eine Illusion...zumindest iin Deutschland. Was sollen wir denn noch alles kaufen? [/B][/QUOTE] Genau deswegen habe ich gesagt, dass Investitionsgüter und Konsumgüter wirtschaftlich gesehen gleich sind. Wenn ein PKW von einer Privatperson gekauft wird ist es ein Konsumgut, wenn es von einer Firma gekauft wird ein Investitionsgut, für den Autoherrsteller ist das unbedeutend, er hat seinen Absatz. Die Deutsche Autoindustrie lebt zum Großteil vom LKWverkauf, also eben vom Absatz der durch Investitionsgüter entsteht. Hinzukommt das Deutschland eine Exportwirtschaft hat. WIR, das Deutsche Volk muss gar nicht so dringend Konsumieren, das Ausland müsste, und je Billiger Waren in Deutschland hergestellt werden, desto billiger und damit häufiger werden sie auch im Ausland verkauft. |
| Suicide-Smurf | vlt zielt es darauf hinaus, dass durch die eingesparten Lohnkosten die Produkte billiger angeboten werden können, was widerum die Nachfrage erhöht...(vor allem export)... edit : jo gleiche gedankengang wie White_fang |
| decay73 | Nunja, wie du schon sagst, Deutschland ist eine Exportnation. Und der Export funktioniert ja auch so, wie es jetzt ist. Nicht umsonst sind wir [b]Exportweltmeister[/b]. Aber woran die Wirtschaft in Deutschland krankt, ist die mangelnde Binnennachfrage und die wird aber durch Mehrarbeit sicher nicht angekurbelt. Sich ausschließlich auf den Export zu verlassen ist wohl auch nicht sehr sinnvoll. |
| autumnnight | [SIZE=1]hm.. wir (= it-systemhaus) arbeiten offiziell schon vierzig stunden in der woche.. wobei es einige gibt, die mit dieser zeit nicht ganz klarkommen und mehr arbeiten, um die arbeit zu bewältigen.. und wir sind bestimmt nicht die einzigen.. kann daher den ruf nach der vierzigstundenwoche auch nicht so ganz verstehen..[/SIZE] |
| LaChatte | Die Zeitschrift "raum & zeit" hat in ihrer Ausgabe nov/dec 2004 ausfürhlich zum Thema "Arbeitslosigkeit in Deutschland" Stellung genommen. So wird zum Beispiel diagnostiziert: "Je höher das Bildungs- und Qualifikationsniveau, umso erfolgreicher verlaufen die beruflichen Veränderungsprozesse. Heute ist jeder fünfte Gering-Qualifizierte arbeitslos, während es in den 70-er Jahren nur jeder zwanzigste war. Im Jahr 2002 lag die Arbeitslosenquote von Hochschulabsolventen in Ostdeutschland bei 5.5%, in Westdeutschland bei 3.3%. Bei Personen ohne berufliche Qualifikation sind dagegen rund 20% der Westdeutschen und fast 50% der Ostdeutschen arbeitslos." Fazit: Bildung bringts, und eine langfristig anzustrebende Lösung wär, die schlecht Qualifizierten auszubilden und zu gut Qualifizierten zu machen. Doch wenn Pisa nur ein kleines Bisschen recht hat, haperts daran. Warum jetzt die Arbeitszeitverlängerung auf einmal so rosenrot gemalt wird, dazu schreibt r&z: "Die demografische Entwicklung lässt in den kommenden Jahren einige Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt erwarten. Arbeitnehmer über 45 wachsen zur grössten Beschäftigungsgruppe an, es wird zu Engpässen bei der Rekrutierung von Nachwuchs kommen und gut qualifizierte Arbeitskräfte sind ohnehin Mangelware. Also ist folgende Vermutung nicht abwegig: Arbeitnehmer stehen künftig ihren Arbeitgebern dann einfach ein paar Jahre länger und ein paar Stunden mehr in der Woche zur Verfügung und das ohne Lohnausgleich. Unternehmer und Staat sparen erhebliche Summen an Geld für die Weiterbildung gering Qualifizierter. Der Staat sitzt seine Probleme aus - auf Kosten eines einkalkulierten Millionenheers von Arbeitslosen, die zuerst mit Arbeitslosengeld II billig abgespeist und dann in Billig-Jobs vermittelt werden. Wenn dann die derzeitige Generation von Arbeitssklaven ausgestorben ist, ist wieder frisches, gut qualifiziertes und vor allem unter dem Angstdruck der Massenarbeitslosigkeit gut konditioniertes Humankapital nachgewachsen; andernfalls wird Personal importiert. " Und zu den Ausgaben des Staates: "Die Zinsausgaben - ohne Tilgung - im Jahr 2000 betrugen 67.5 Milliarden Euro, das ist etwa das dreifache der Sozialhilfeausgaben im gleichen Jahr.":eek: [url]http://www.staatsverschuldung-schuldenfalle.de/[/url] |
| FarScout | Wenn bei uns in der Firma (Softwareschmiede) 40 Stunden die Woche gearbeitet würde, wären zwei neue Programmierer fällig und noch mindestens eine Kraft in der Kundenbetreuung. Wenn man damit hinkommt. Von daher - nur zu, her mit der 40 Stunden Woche. |
| Tiberon | Das, LaChatte, stimmt so auch nicht ganz. bzw. ists eher eine Milchmädchenrechnung. Hätte jeder potenzielle Arbeitnehmer einen Doktor an der Wand, wären halt 10% aller studierten Arbeitslos. Klingt komisch aber ich weiß was ich mein. Imo ist das alles nur das hilflose gepaddel in einem Boot das sinkt. Die 'Marktwirtschaft' liegt in ihren letzten Zügen. Lehnen wir uns zurück und geniessen das Schauspiel. |
| LaChatte | @Tiberon ich gebe mich ja auch nicht der Illusion hin, dass Deutschland mit der fünzigfachen Anzahl an Volkswirtschaftsprofessoren geholfen sei. :D Doch zwischen "unqualifiziert" und "Akademiker" gibt es ja noch eine ganze Menge andere Möglichkeiten. Und für sehr viele Menschen hiesse der erste Schritt zur Bildung tatsächlich erst mal "schreiben lernen" oder "wieder schreiben lernen" Eins ist sicher: ungelernte Hilfarbeiter, die nichts zur Verfügung stellen müssen als allein ihre Körperkraft, werden je länger je weniger gebraucht werden, und alle Industrien werden je länger je mehr automatisiert werden, und das weltweit. Und eine alphabetische Bevölkerung, die vielleicht sogar noch kreativ ist und Neues schafft, ist ein Muss für eine gerechte Zukunft. Ich selbst lerne unterdessen ja auch was mit Zukunft, und das nicht an einer Universität...;) |
| Tiberon | Es würde helfen, endlich mal in eine Tasche zu greifen, aus ders schon oben rauskommt. Wenn das Bundeskartellamt mal seine Arbeit aufnehmen würde, um Kartelle und Trusts zu zerschlagen und wenn die Steuerfahndung mal da nachschaut, wo keine Steuern bezahlt werden, nämlich bei der Industrie. Wenn ich diese Affen schon höre ... Von wegen nur 1% Wachstum ... für wie dumm halten die eigentlich alle anderen? Großes Rumheulen und nach der Arbeitslosenzahlen kommt in der Tagesschau die Meldung, daß BMW seine Gewinne um xx% steigern konnte, daß Porsche seine Gewinne um 25% steigern konnte, daß DEKA einen Jahresgewinn von 40Mio € einfuhr, daß ....... Und genau da muß man die Hand aufhalten! [edit] ups |
| LaChatte | *g* du weisst doch das selbst auch, dann heulen wieder alle Firmen auf "wir gehn ins Ausland!" und Gemeinden zittern, weil dann wieder x Arbeitsplätze wegfallen würden... und immerhin müssen die Angestellten ja Steuern auf die Löhne, die sie dort bekommen, bezahlen. Aber du hast recht, das Geld wär schon da, nur ist es nicht besonders günstig verteilt. |
| Tiberon | Würden Politiker mal anfangen Politik zu machen, ohne Entscheidungen von irgendwelchen Zuwendungen abhängig zu machen, könnte man auch über solche Drohungen lachen. |
| rainraven | ich verstehs halt nicht, was soll es bringen, weniger Leute für weiger Geld länger zu beschäftigen? Wäre es nicht sinnvoller, Arbeitende ein paar Stunden weniger arbeiten zu lassen, dafür ein oder zwei Leute mehr einzustellen--> Arbeitsplätze zu schaffen? Wenn die Leute mehr arbeiten müssen (mal ganz abgesehen davon, ob sie das nicht sowieso schon ungleich mehr in der Realität tun müssen) und weniger verdienen, seh ich erstens nicht wirklich, was das den Arbeitslosen bringen soll, wo doch immer so getönt wird, daß die Leute nicht arbeiten WOLLEN würden und man schon etwas bekäme, wenn man das auch möchte (ach ja? ich seh das anders-aus eigener Erfahrung...) und wenn man weniger verdient und auch obendrein weniger Zeit hat, das wenige Geld auszugeben, seh ich auch nicht, was für einen Nutzen die Geschäfte/Industrie/Produktion/und vor allem der große Zweig der Freizeitindustrie davon hätte. Sind denn die Politiker zu blöd und blind, das zu sehen oder spielen sie mit uns irgendein Idiotenspiel, dessen Sinn sich später aus ausgeklügelten Taktiken ergeben soll und den ich gerade nicht erkenne, weil ich "nur" ein wehrloser Bürger bin und kein Funktionär? Ich verstehs nicht, echt...In der Vergangenheit hat doch auch alles reibungsloser geklappt, die Leute hatten Geld und nicht dauernd Panik, es wurde eingekauft und produziert, und das bei 35-Stundenwoche und weniger Arbeitslosen, Zwecke politischer Maßnahmen waren noch sinnvoll oder sahen zumindest so aus...Wohin soll es denn noch gehen? :confused: |
| Tiberon | [QUOTE][B]... --> Arbeitsplätze zu schaffen?[/B][/QUOTE] Das wäre doch viel zu konstruktiv .. |
| Suicide-Smurf | lohnkosten verlaufen aber nicht linear. Deshalb ist es auch nicht "konstruktiv" 2 Leute einzustellen. Wird es trotzdem getan werden sie langfristig nicht überleben.. |
| Tamarah | Was wollen die eigentlich? Ich hab seit fünf Jahren ne Regelarbeitszeit in der Woche von 40 Stunden. Dazu kommen für gewöhnlich noch fünf bis zehn Überstunden die Woche. Soll ich dann jetzt 46 Stunden arbeiten plus Überstunden? Dann kann ich ja gleich meine Wohnung kündigen und in der Firma einziehen *grummlchen* |
| B.O.F.H. | Ich wiederhole mal einfach das, was ich schon in einem anderen Thema gepostet habe. Ich arbeiet übrigens auch mehr als 40 Stunden die Woche. [Zynismus]Ist ja auch ganz logisch, wenn man viele Arbeitslose hat und zu wenig Arbeit für alle da ist, müssen die Leute, die Arbeit haben, eben mehr arbeiten, damit die Arbeitslosen weniger werden.[/Zynismus] [Zynismus]Wenn Lieschen Müller wenig verdient, weil sie nur eine magelhafte Qualifikation hat, und dann auch wenig konsumieren kann, nehme ich ihr eben noch mehr Geld über die Steuern weg, damit sie endlich mehr konsumiert[/Zynismus] Totaler Schwachsinn. Was in diesm Land zuviel kostet sind unter anderem die ganzen Staatsdrohnen, die nicht in die Rentenkassen einzahlen, aber ne fette Pension beziehen und dafür jeden Tag um halb fünf Feierabend haben, am Freitag um eins, weiterhin die sinnlose Geldvernichtungsmaschine Bundeswehr und die Wehrdienstpflicht, das Arbeitslosenverwaltungsamt etc... ---------------------------------------------------------------------------------------------- Autos kaufen keine Autos und wenn ich nicht mehr verdiene kaufe ich eben auch nicht mehr ein. teil dir deine Kröten ein, sonst werden sie bald flöten sein Außerdem, sind bestimmte Bedürfnisse bei mir schon lange gesättigt, deswegen werde ich mir aber keine neuen von der Werbung (die ich kaum schaue, lese, höre) suggerieren lassen, also nichts weiter kaufen. Mir geht es gut, ich bin kein Schwerverdiener aber es reicht locker. Wenn ich mir allerdings überlege, ich müßte mit meinem Gehalt eine Familie mit Frau und einem oder zwei Kindern ernähren, wird mir Angst und Bange. Und so geht es zehntausenden in dem Land. Der Fehler des ganzen System ist, daß es nur um Gewinne(möglichst kurzfristig) Renditen, Profit und Wachstum geht, nichts ist auf Nachhaltigkeit angelegt. |
| Suicide-Smurf | [quote]Der Fehler des ganzen System ist, daß es nur um Gewinne(möglichst kurzfristig) Renditen, Profit und Wachstum geht, nichts ist auf Nachhaltigkeit angelegt.[/quote] "Konsum"präferenzen sind zeitnah! Manche nennen es auch lebe jeden Tag als könnte es dein letzter sein... |
| Nnordy | Kannst Du aber nur, wenn Du Geld hast - und dazu noch Zeit, um es auszugeben! :rolleyes: |
| Suicide-Smurf | Wenn man kein Geld hat kann man zur Bank gehen...die sind da gern behilflich :p Ich versteh nich was du damit sagen möchtest |
| Nnordy | Ich bezog mich auf deinen Post - Konsumpräferenzen = zeitnah und lebe jeden Tag... - was Du damit sagen wolltest war doch letztendlich "gib dein Geld aus, wenn du es hast, denn wenn du tot bist nützt es dir nix mehr" - oder? GEnauso, wie ein braver Konsument denken sollte. Ich sagte hingegen: Bevor man Geld ausgeben kann, muß man welches haben - bei x Mio. Arbeitslosen und x Mio. Sozialhilfeempfängern (ich kenne selbst einige) kannst Du davon ausgehen, daß nach Abzug aller Fixkosten kein Geld mehr zum Ausgeben da ist. Und reiche Bankierstöchter (Vorsicht, zynische Pauschalisierung) fliegen dann doch eher nach L.A. zum Shoppen und geben ihr Geld da aus, wo doch der Dollar derzeit so schön billig ist. Du scheinst wirklich in einer heilen Welt zu leben - wenn man überlegt, daß 1 Mio. Kinder in D-Land an der Armutsgrenze leben und ihre Eltern ihnen teilweise nichtmal ein warmes Mittagessen machen können, dann empfinde ich deinen SAtz mit der Bank als bittersten, übelsten Zynismus überhaupt. Du kennst anscheinend keine armen Menschen oder Leute, denen es finanziell schlecht geht - Du bist zu beneiden. Dazu kommt: Es gibt Öffnungszeiten, zu denen Du hier in D-Land Dinge kaufen kannst. Gesetzt der Fall, alle arbeiten 40+x Stunden (60 waren auch mal im GEspräch) - wann bitte möchtest Du dann einkaufen gehen? Wenn Du morgens aus dem Haus gehst, haben die Läden zu. Wenn Du abends nach Hause kommst, haben sie WIEDER zu - also, keine Möglichkeit um Geld auszugeben... VORSICHT! STARKE ÜBERSPITZUNG!!!!! Dazu ist zu beobachten, daß das Vertrauen in Politik und Geldinstitute stark geschwunden ist, was zu akuter Sparstrumpf-Mentalität geführt hat... D.h. die Leute sparen wieder mehr, statt sich mit windigen Aktionsgeschäften übers Ohr hauen zu lassen. Geld, das gespart wird, fehlt aber natürlich im Wirtschaftskreislauf... Ist klar geworden, was ich gemeint hatte? |
| B.O.F.H. | [QUOTE][i]Original geschrieben von Suicide-Smurf [/i] [B]Wenn man kein Geld hat kann man zur Bank gehen...die sind da gern behilflich :p [/B][/QUOTE] Zeig mir den Arbeitslosen, Langzeitarbeitslosen (und die sind nicht alle selber schuld oder faul) der bei einer Bank Kredit bekommt. Ohne Arbeitsvertrag und regelmäßiges Einkommen ist da nichts zu machen. Mal sehen was passiert, wenn die Vorstandsetagen etc. durch billige Ingenieure aus China ersetzt werden. |
| crima | das ganze ist nur ein weiteres ablenkungsmanöver des kapitalismus, um uns in die irre zu führen und den glauben an ihn zu festigen |
| Suicide-Smurf | Ja jetzt ist es klarer geworden. Achso ich hab das oben quotiert und das darunter geschrieben warum das so ist. Das ist nicht irgendeine marketing Strategie sondern eigentlich logisch. In etwas sehr langfristiges Unvorhersehbares zu "investieren" ist immer mit Risiko verbunden. Da Risiko kostet ist also besser nicht allzu weit in die Zukunft zu schauen....(Natürlich sollte man auch „langfristig“ an sich denken).... Also ich würde gern einkaufen wann ich Lust hab. Kurzum eigentlich ohne Zeitbeschränkung. Ja du hast recht manche haben nicht die Chance, sie haben kein Geld und können nichts dafür. Leider kann ich es aber auch nicht ändern. Mein Post bezog sich eben warum die meisten eben "zeitnah" planen anstelle von -ich-plane-mal-die-nächsten-50-jahre vor.. Den Satz mit der Bank den halte ich auch meinem Vater vor!...Er winkt dann immer wütend ab =/ Ps. Ich lebe alles andere als in einer heilen Welt. Aber ich denke du wirst mir das sicher nicht glauben..*g*... |
| B.O.F.H. | [QUOTE][i]Original geschrieben von Suicide-Smurf [/i] [B] Also ich würde gern einkaufen wann ich Lust hab. Kurzum eigentlich ohne Zeitbeschränkung. Ps. Ich lebe alles andere als in einer heilen Welt. Aber ich denke du wirst mir das sicher nicht glauben..*g*... [/B][/QUOTE] Ja würde ich auch gern, das dumme ist nur, sollte das Ladenschlußgesetz aufgehoben werden, werden auch nicht mehr Arbeitsplätze entstehen. Verkäuferinnen werden unbezahlte Überstunden machen müssen, ihre Familien drunter leiden. Selbst wenn die Läden länger aufhaben, haben die Leute nicht mehr Geld zum ausgeben, auch wenn der ein oder andere noch nach 24 Uhr einen Geschirrspüler oder ähnliches kauft. |