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  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: Stimmenfang...
torch777Tach,
nachdem die letzten Tage von Poltikern der Regierung sowie auch der Union
immer öfters und verstärkt das sogenannte " Integrationsproblem" der Ausländer in diesem Land angesprochen wurde, stellt sich mir die Frage ob nicht nur auf einen fahrenden Zug auf gesprungen wird.
Klar, bestimmte "Probleme" z.B.: Ghettoisierung sind seit ewigen Zeiten bekannt und existieren auch in irgendeiner Form mal mehr oder weniger. Aber nach den " erschreckenden" Wahlergebnissen vor allem in den neuen Bundesländern sowie dem Zusammschluss der beiden rechtsgerichteten Parteien für die nächste Bundestagswahl, haben die Etablierten wohl etwas Angst um " ihre" Stimmen und versuchen nun wohl auch im rechten Lager sich Stimmen zu holen bzw. zu behalten.

wie seht ihr die Sache?
spinn ich mir da was zusammen
oder lieg ich einfach nur voll danben?

gruessle
torch
Satuich denke auch, dass das viel mit stimmenfang zu tun hat.
trotzdem muss sich langsam wirklich was ändern. nicht umsonst bekommen die rechten parteien immer mehr zuwachs!
ich meine, irgendwann ist doch mal gut!
andere länder haben auch einwanderungsregeln, ich finde diese lächerliche volksschulescheiße einfach langsam zum kotzen! als hätten die anderen länder alle ein weißes hemd!
da muss ich nur lachen!
ist doch klar, dass sich die einwanderer an einem ort ansiedeln, grade wenn sie noch kein deutsch können ist das doch ihre garantie für hilfe und verständnis der umwelt.
trotzdem bin ich auch dafür, dass man mal was dafür tun muss, der "rassentrennung" ein ende zu machen. aber wieso wir dafür wieder aus eigener tasche zahlen sollen, sehe ich nicht ein.
dann sollen die politischen flüchtlinge, wirklich flüchtliche, reindürfen und ansonsten muss halt ausgesucht werden.
nach australien durften eine zeit lang meines wissens nur ärzte und ingenieure einwandern!
und in canada muss man einen nachweis erbringen, dass man die sprache beherrscht, man muss schon einen wohnsitz dort haben und man muss eine arbeitsstelle vorweisen können!
somit hätten wir dann 80% der anträge schon mal vom tisch.
deutschland muss noch lernen. und wenn es so weitergeht, will ich nicht wissen, was da für eine lektion kommt.
denn irgendwann hat die bevölkerung die schnauze voll. und dann stehen nicht nur streikende arbeiter aufd er straße sondern auch leute, die gegen ausländer demonstrieren. und was dann hier abgeht, das wird wohl der blanke horror werden.

satu
Lady ArmitageIntegrationsproblem.
In meiner Umgebung sieht es folgendermaßen aus: kleine Stadt und ein Stadtteil mit vielen Russen, ein Stadteil mit überwiegend Türken.
Laufe ich in dem "russischen Gebiet" (muss ich zwangsläufig, hier ist meine Schule), ist es unmöglich eine deutsche Antwort von einem der Erwachsenen hier zubekommen. DIe Kinder beherrschen nur Schimpfwörter. Sie labern einen auf russisch zu und verstehen nicht, wenn man etwas aud deutsch sagt. Mittlerweile habe ich heruasgefunden, das viele Familien gar kein Deutsch lernen wollen. Genauso sieht es im "türkischen Gebiet" aus.
Hallo, das kanns ja wohl nciht sein! Wenn jemand in ein Land immigriert, dann muss derjenige ja wohl auch dazubereit sein, die jeweilige Sprache zu lernen!
So etwas sollte auf jeden Fall nachgeprüft werden, wenn jemand gerne In Deutschlanf leben möchte.
"andere länder haben auch einwanderungsregeln, ich finde diese lächerliche volksschulescheiße einfach langsam zum kotzen! als hätten die anderen länder alle ein weißes hemd!" (von Satu)
Ich denke, wir brauchen Einwanderungsreglungen. Aber dann kommen die Amis und die Österreicher und und und und.... und sagen: "Nazis." Weil wir eine Vergangenheit haben, für die wir, nach 1945 geborenen nichts können, werden wir für soetwas verachtet und bestraft. Ich bin mir sicher, dass man uns unsere schreckliche Vergangenheit noch in zwanzig und mehr Jahren vorwerfen wird. Aber andere Länder haben eine reine Weste. Ja sicher. Amerika hatte keine reißen Versklavung der Schwarzen. Und sie haben die Indianer auch nicht fast "ausgerottet". In China herrscht auch keine Armut in den Provinzen und die Vertreter stecken sich das Fördergeld auch nciht in die eigene Tasche. Und natürlich war auch jeder in den von Hitler unterworfenen Lnändern gegen Rassismus. Und und und. *vor Sarkasmus trief*
Aber das werden wir wohl nie mehr los... die Deutschen sind die Bösen und müssen deshalb eben alles aufnehmen, was an die Tür klopft. Trtzdem denke ich, wir haben viel getan um das Begangene des Naziregiems wieder gutzumachen und haben auch das Recht unseren Staat so zu regieren, wie wir es für richtig und notwendig halten. Und wenn wir ein Immigrationsgesetz wollen, dann sollten wior eben auch eins machen!
decay73Natürlich gehen die Parteien mittlerweile auch am rechten Rand auf Stimmenfang. Ganz unumwunden hat Milbradt vor kurzem letztlich einen 'Rechtsruck' der CDU gefordert.

Es ist keine Frage, daß es in dieser Frage etwas zu tun gibt, aber die Diskussion ist momentan m.E. nicht wirklich konstruktiv. Einfach mal die Positionen von DVU und Konsorten übernehmen und schon ist das Problem gelöst?
Nee, so bringt das nichts, außer vielleicht, daß man irgendwann die CDU/CSU auch als rechtsradikal bezeichnen müßte, weil deren Standpunkt sich nicht mehr wirklich von DVU, NPD oder Reps unterscheidet. :rolleyes:
HellAngellJaaaa, etwas ändern...
Ein einwanderungs gesetz muss her...
Ja klar tolle idee.
Stellt euch vor, ihr werdet in eurem Land verfolgt. Wirklich gejagt von Polizei und staat. Weil hr eure meinung gesagt habt.
Ihr wollt flüchten. Doch wohin?
Amerika? nein wie auch, die haben so ein tolles gesetz...
Australien, england, frankreich,... nein die auch.
deutschland? ach nein die ja jetzt auch...

...

Das ist völlig überspitzt. Dennoch macht es einen Teil der Problematik hoffentlich deutlich. Man kan nicht einfach sagen:
Nö, wir lassen niemanden rein.
Dennoch sollte man nicht jeden einfach immigrieren lassen, da simme ich euch zu. Menschen die unsere Sprace nicht können, und auch nicht lernen wollen, sollten definitiv draußen bleiben.
Wenn sie sich bereit erklären sie zu lernen, kein problem können wir drüber reden.
Sprachkurse können sie bekommen.
Welche qualifikationen haben sie?
kein problem, wir sehen uns in der zwischenzeit nach einem Job oder einer ausbildung für sie um.
Wenn sie sie schon können können sie gerne einreisen und gucken ob sie arbeit bekommen, begrenzt auf eine bestimmte zeit.
Wenn sie keine bekommen und auch das arbeitsamt keine offenen stellen für diese qualifikation hat, müssen sie leider wieder gehen.
Außnahme sind selbstverständlich politische flüchtlinge.

damit wäre das problem der ghettoisierung gelöst. größere gruppen würden nur dort entstehen wo arbeiter gebraucht werden. Und das würde den lebensstandart erhöhen. Ergo auch die Bildung der Kinder und so weiter...

besonderst eine sofortige zuweisung eines arbeitsplatzes halte ich für wichtig. dann kommt kein frust auf und das selbstwertgefühl steigt.
Es wird immer offene stellen geben. Das schließt das system der marktwirtschaft aus. Und so kann man gezielt Integration mit den eigenen bedürfnissen kombinieren.

Ich hoffe ihr findet meine Ideen interessant.

Mit ungeduld auf das feedback wartend,

HellAngell
gekitsumich wundert, dass das niemand von der anderen seite aus sieht...

politik mit derlei themen zu machen ist scheinbar per definitionem rechtsradikal. wer "ordentliche" politik machen will schweigt solche themen naemlich tot.

in den letzten jahren hat fast jede partei einen riesenbogen um diesen ganzen themenkomplex gemacht - aus reiner angst, vom gegner den rechtsradikalen braunen peter untergeschoben zu bekommen.
das einzig messbare ergebnis davon war, dass die rechtsradikalen parteien erhebliches stimmenpotential zur verfuegung gestellt bekamen. denn nicht nur befand sich die angepriesene direkte loesung des ganzen auslaenderproblems voll auf parteilinie, man hatte auch noch den bonus, sagen zu koennen "aber ausser uns traut sichs ja niemand sagen" - weil sich die anderen parteien aus angst ums politisch korrekte image nicht an den sachverhalt trauten.

schonmal auf den gedanken gekommen, dass die auseinandersetzung mit diesem problem (und was anderes ist eine ghettoisierung und die bildung von nebengesellschaften nicht - ein problem welches es zu loesen gilt) mittlerweile zum glueck unausweichlich ist?
dass die grossen parteien dieses thema so langsam vielleicht doch mal angehen muessen um den rechtsextremen das stimmenfangen nicht noch leichter zu machen?

aber nein... in jedem anderen fall haette ich da vermutlich recht, aber nicht wenns um auslaender geht. denn wer mit einer auslaendeproblematik stimmen machen will, der faengt stimmen bei den rechtsextremen. muss wohl so sein. nein, es macht wohl auch keinen unterschied ob wirklich ein auslaenderproblem vorhanden ist (ist es) oder nicht.

hellangell: einwanderungsgesetz und asylrecht sind aber zwei verschiedene paar schuhe, waren es schon immer und werden es wohl auf laengere sicht auch noch bleiben. beim einwanderungsgesetz dreht sichs doch um die aufnahme als staatsbuerger, nicht um das gewaehren von asyl.

decay: was genau ist an dem punkt, dass nicht integrationswillige einwanderer nichts hier verloren haben verkehrt? dass ein solcher vernuenftiger punkt den rechtsextremen ueberlassen wurde sehe ich als ein viel groesseres problem... den jetzt wieder "sauber" zu kriegen ist, wie man sieht, fast unmoeglich.
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von gekitsu [/i]
[B]decay: was genau ist an dem punkt, dass nicht integrationswillige einwanderer nichts hier verloren haben verkehrt?[/b][/quote]
Dazu habe ich doch gar nichts gesagt, oder? Denn in diesem Thread geht es –soweit ich das verstanden habe- gar nicht darum.

Die Frage ist doch, [i]wie[/i] darüber diskutiert wird. Und daß du nun gleich auf den Spezialfall „integrationsunwillige Einwanderer“ abhebst, kann ich nicht so ganz nachvollziehen.

Zudem habe ich auch gesagt, daß durchaus etwas getan werden muß. Aber dann bitte nicht so platt wie das immer gemacht wird.

Wie rechtsradikale Parteien mit billigen Parolen auf Stimmenfang zu gehen ist etwas, was nichts, aber auch [i]gar nichts[/i] zur Problemlösung beiträgt.
gekitsuokay, das stimmt. da hab ich im eifer des gefechts etwas voreilig geschossen.

dass in dem gebiet mit platten parolen stimmen gefangen werden koennen liegt aber in meinen augen vor allem daran, dass die grossen parteien sich nie ernsthaft mit dem problem auseinandergesetzt haben.
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von gekitsu [/i]
[B]dass in dem gebiet mit platten parolen stimmen gefangen werden koennen liegt aber in meinen augen vor allem daran, dass die grossen parteien sich nie ernsthaft mit dem problem auseinandergesetzt haben. [/B][/QUOTE]

Das bestreite ich auch gar nicht. :)

Wenn es um die Integration ging waren es immer die kleinen Parteien und Organisationen, die sich darum gekümmert haben, nicht die großen Pateien.

Nur, erst nichts tun und dann Parolen brüllen führt nunmal auch zu nichts sinnvollem.
Wie sagte doch Unionsfraktionsvize Bosbach (den ich ja eigentlich nicht mag) zu Milbradt: "Je sensibler ein Thema, desto behutsamer sollte man damit umgehen". :)
MontroseCDU kannst Du im Moment am Arsch abwischen. Die springen derzeit tatsächlich auf jeden Zug auf, weil sie noch wirrer drauf sind als die SPD. Schade eigentlich. Ich hoffe, bis zur nächsten Wahl findet auch die CDU mal wieder einen aus ihren Reihen mit Verstand, Charakterstärke und Herzensbildung. Die konservative Richtung finde ich prinzipiell richtig, aber ihre Vertreter sind genau die gleichen Versager wie die Vertreter der Linken. Armes Deutschland.

Was die Integration von Ausländern betrifft: meines Wissens war das damals noch unter CDU-Regierung, als die Zuschüsse für Deutschkurse gestrichen wurden. Das ist natürlich ganz schön raffiniert: erst nimmt man den Leuten die Chance, deutsch zu lernen. Und anschließend wirft man ihnen vor, kein gutes deutsch zu sprechen.
gekitsujau, da haste leider recht, montrose.
momentan ist eine sch****generation von politikern im regierungsfaehigen alter. motivation scheint sich auf imagepunkte, gute umfragewerte und gehaltvolle lebensziele wie "ich will da rein" zu beschraenken.

politiker die aus ueberzeugung im amt sind bald kandidaten fuer die rote liste der bedrohten arten.

genug halb-offtopic.

was dinge wie deutschkurse und aehnliche integrationsmassnahmen angeht bin ich skeptisch. auf jeden fall muss sich jeder der hier leben moechte gewisses wissen aneignen - ebenso wie ich diese stoiber-idee mit dem eid auf das grundgesetz an sich nicht schlecht finde, wenn auch etwas pathetisch formuliert.
aber andererseits find ich nicht, dass mit einem irrsinnigen verwaltungsaufwand jeder einwanderer damit zwangsversorgt wird. so viel eigeninitiative erwarte ich schon von jedem dem ernsthaft was dran liegt, hier zu leben.
integration ist ja schliesslich nicht die alleinige aufgabe des deutschen staates - genau genommen muesste der lediglich die mittel dazu zur verfuegung stellen - integrieren muss sich schon noch jeder selbst.
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von gekitsu [/i]
[B]was dinge wie deutschkurse und aehnliche integrationsmassnahmen angeht bin ich skeptisch. auf jeden fall muss sich jeder der hier leben moechte gewisses wissen aneignen - ebenso wie ich diese stoiber-idee mit dem eid auf das grundgesetz an sich nicht schlecht finde, wenn auch etwas pathetisch formuliert.
[/B][/QUOTE]

Also einen Eid habe ich auch nie geleistet. Aber über die Art und Weise kann man sich ja noch unterhalten. Ich glaube Wiefelspütz war es, der da eine feierliche Zeremonie oder sowas vorgeschlagen hat.

Außerdem sagte er:
"[b]Integration findet nur statt, wenn alle mitmachen.[/b] Die deutsche Gesellschaft muss sich öffnen und die Zuwanderer müssen Integrationsbereitschaft mitbringen."

Das kling in meinen Augen sehr vernünftig.

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