| Thanatos | Meine Erfahrungen mit und Meinungen zum Thema: Schön wäre es, wenn man im Religionsunterricht was über Religionen lernen würde. Aber in der Regel lernt man nur Christliches. Manchmal betet man zu Beginn auch noch ein christliches Gebet. Was hat das mit Religion allgemein zu tun?! Meiner Erfahrung nach fördert Religionsunterricht Intoleranz gegenüber anderen Religionen, da der Schwerpunkt auf dem Christentum liegt und sich viele Religionslehrer doch tatsächlich bemühen, den Glauben ihrer Schüler zu stärken. Der Glaube gehört in die Kirche! Der Gipfel ist jedoch folgende Story: Da geht also ein Typ los und zerstört damit das Heiligtum, das Basis einer Religion ist, um zu zeigen, dass der Gott dieser Religion ihn nicht bestrafen würde, da es ihn nicht gäbe. Eine Grausamkeit, einem Volk so etwas anzutun, wie jeder feststellen wird. Aber der Typ war der christliche Missionar Bonifatius und das Heiligtum die Donareiche. Aus diesem Grund wurde mir diese Story mehrmals im Religionsunterricht unterbreitet. Ohne ein Wort der Kritik seitens des Lehrers. Ich meinte sogar eine gewisse Genugtuung bei ihm zu spüren. Also einerseits das - andererseits regen wir uns auf, wenn Buddhastatuen mit Raketen zerstört werden oder das WTC von Islamisten abgerissen wird. Ich erinnere mich an die Stellungnahme eines Moscheebesuchers danach: "Ich bin sehr zufrieden". Und das kann er nach christlicher Auffassung auch sein. Dabei sollte man gerade den Christen Toleranz beibringen, wo doch keine andere Religion so intolerant ist, so viele Menschenleben ausgelöscht hat und so blutig vorangetrieben wurde. Übrigens sind die Heiden nach Zerstörung ihres Heiligtums zu Christen geworden, da Bonifatius nicht von ihrem Gott getötet wurde. Er existierte schließlich nicht. Den Beweis, dass der christliche Gott nicht existiert, blieben die Heiden hingegen schuldig. Und das ist auch gut so. |
| sanguis | also hier in bayern, was ja wie wohl bekannt, eines der christlich-betontesten bundesländer ist, wird im religionsunterricht bzw. im ethikunterricht sehr wohl auf andere glaubensrichtungen und zumindest auch auf anderen 'weltreligionen' aufmerksam gemacht, teilweise auch sehr intensiv besprochen. allerdings erst ab der 7.klasse, vorher wird hier auch fast nur das christentum und die katholische religionslehre abgehandelt. da ja aber in bayern der besuch des religions- bzw. ethikunterrichts bis zur 13. klasse verpflichtend ist blieb da immer noch genug zeit... |
| hagzissa13 | Die Schulzeit ist bei mir nun schon ein bissel her (Abi '95), aber ich muß sagen, unser Reliunterricht war nicht wirklich katholisch geprägt... Es gab Reliunterricht für Protestanten, Katholiken und Muslime, sowie ein gesonderter Ethikunterricht. Ich weiß ja nicht, wie es in den anderen, parallel laufenden Unterrichten abging, aber bei uns im katholischen Unterricht ging es, je älter wir wurden, immer weniger um katholisch-/christliche Themen. Das letzte Mal über speziell diese Dinge haben wir, glaube ich, in der 8. Klasse gesprochen, wo wir die Unterschiede zwischen Protestanten und Katholiken herausgearbeitet haben... Da ich mich an das Ergebnis dieser "Untersuchung" nicht mehr erinnere, kann der Unterschied so doll nicht gewesen sein... ;) Ich erinnere mich noch an mein mündliches Abitur. Geprüft wurde ich über das Buch "Grundformen der Angst" von Fritz Riemann und den Schriften und Theorien von Frau Kübler-Ross zu Sterbe- und Trauerphasen. Beide Themen haben herzlich wenig mit katholischer Religion an sich zu tun und reflektieren eigentlich sehr gut das, was wir in der Oberstufe im katholischen Religionsunterricht behandelt haben... P.s.: und dabei war unser Religionslehrer in der Oberstufe sogar Pfarrer! ;) Gruß Hagzissa - per aspera ad astra - |
| Moredhel | Tja, was soll ich dazu sagen? Ich habe in "Reli" gelernt hervorragend Skat zu spielen (Häufig in der Kneipe nebenan) und viel Zeit damit verbracht mit meinem Lehrer in politischen Dingen unterschiedlicher Meinnung zu sein. (Wenn wir uns gegenseitig anschrien, wurde die Klasse immer ganz still), aber interessanterweise hatte ich immer eine eins. Was wir aber nie getan haben, war in der Bibel zu lesen (Das musste ich später dann allein im stillen Kämmerlein tun) oder etwas über Religionen (Welche auch immer) zu lernen, d.h. die zehn Gebote mussten wir auswendig lernen, das war´s aber auch schon. Aber im Grunde sollte der Unterricht schon über andere Religionen informieren und über das, was die unterrichtete Religion im speziellen für die Schülern bedeutet, was ja der Grund ist, warum Religion nach Religionen getrennt unterrichtet wird. Also im Priinzip war Dein Unterricht okay so, obwohl eigentlich auf heutzutage mehr auf die Gemeinsamkeiten unter den Religionen wert gelegt werden sollte als auf die Unterschiede, halt der um der Toleranz willen. Und was den Bonifaz angeht, so ist der ein guter Beispiel für die Ausbreitung des Christentums und die Legenden aus denen es seine Stärke bezieht. |
| Disciple | Wir hatten eigentlich auch immer sehr weitgefächerten Reliunterricht (bzw. aufm Gymmi hab ich dann freiwillig dran teilgenommen :D jaaa, freiwillig) der Lehrer war aber auch in Ordnung, wir ham auch immer über alles mögliche geredet, er hat irgendwelche fragen in den raum geworfen und wir (nurn kleines grüppchen) haben dann eben diskutiert. auch über andere religionen usw. aber warum soll es so schlecht sein, im reliunterricht nur die regionsbezogene religion zu lehren? so habe ich das eigentlich immer verstanden, in indien wird eben hinduismus gelehrt, und hier das christentum. zumal gibt es mittlerweile auch schon genug schule, die verschiedene arten des religionsunterricht anbieten, also auch für den islam usw. |
| Tiberon | Da ich nie Reli hatte, mag ich die Gewichtung nicht beurteilen können, doch betrachte ich den 'Totalitätsanspruch' des Christentums (bzw. fast jeder monotheistischen Religion), bleiben dem Lehrer nur 2 Möglichkeiten Das Christentum zu predigen, oder es dahin einzuordnen, wo's hingehört - in die Schublade, in die ich auch Scientoligie, Hamas u.ä. stecke. Und darauf, fürchte ich, müssen wir noch lange warten... Auf's Predigen nunwieder kann der Lehrer getrost verzichten, so die Schüler alles 'brave Lämmchen' sind - dann kann bzw. muß man natürlich subtilere Mittel einsetzen, doch da kann ich aus o.g. Grund nur fabulieren. [Quote] Übrigens sind die Heiden nach Zerstörung ihres Heiligtums zu Christen geworden, da Bonifatius nicht von ihrem Gott getötet wurde. Er existierte schließlich nicht. Den Beweis, dass der christliche Gott nicht existiert, blieben die Heiden hingegen schuldig. Und das ist auch gut so.[/Quote]Erliegt nicht dem Irrglauben, das Christentum wäre so fantastisch, unsere Ahnen hätten es mit offenen Armen aufgenommen. Ein Dummkopf der annimmt, man hätte den Schänder einfach ausprobieren lassen, ob er Thors Eiche umhaun kann. Hier, wie auch bei seiner Missionsarbeit allgemein, basierte seine Überzeugungskraft einzig auf fränkischen Soldaten, sprich Mord und Totschlag. Das die Kirche seine 'Ermordung' durch die Friesen als Märtyrertod bezeichnet - ein Sandkorn am Strand, trotzdem eine Frechheit. [Quote]aber warum soll es so schlecht sein, im reliunterricht nur die regionsbezogene religion zu lehren? so habe ich das eigentlich immer verstanden, in indien wird eben hinduismus gelehrt, und hier das christentum. zumal gibt es mittlerweile auch schon genug schule, die verschiedene arten des religionsunterricht anbieten, also auch für den islam usw.[/Quote]dann dürfte die Kirche nur in der Steinwüste Isreals predigen, denn hier hat das menschenverachtende Lügengebilde keinen Platz |
| Frozen Hell | Diese Thema war Grund genug für mich Religion als Schulfach abzuwählen. Unser letztes Thema hieß "Christen und Gewalt". Aber da wurde uns nur erzählt, was andere den Christen angetan ham, aber keiner außer mir, hat ein Wort darüber verloren, was Christen z.B. den Heiden angetan ham. Bevor mein Lehrer mich allerdings aus dem Kus werfen konnte, hatte ich Reli schon abgewählt. Und seit ich mich mit vielen Religionen beschäftigt hab, bin ich zum Entschluss gekommen, dass Religion der Grund für allen Stress ist und ich glaube an keinen Gott mehr und bin aus der Kirche ausgetreten. Ich finde man sollte aufhören, heute noch Menschen von Göttern abhängig zu machen, sondern sie ermutigen an sich selbst zu glauben, statt in der Religion ihre Erlösung zu suchen. |
| lordofthedark81 | Hi, sollte es denn nicht generell so sein dass es in der Schule keine Religion gibt, es ist meiner Meinung nach Privatsache und keiner sollte einen Glauben aufgedrängt bekommen. Wenn du seit der ersten Klasse irgendetwas eingetrichtert bekommt ist es klar, dass du das dann irgendwann glaubst, da kann von freier Meinungsbildung nicht mehr die Rede sein. Jeder ist mit der Religion mehr verankert als er denkt auch wenn du irgendwann austrittst bleib etwas übrig was Resultat vom oben Beschriebenen ist. Wie wärs denn zb. mit Ethik für alle oder einen Ersatzfach "Umgang mit anderen Menschen" oder so. Was denk Ihr? Mfg Lordofthekdark81 |
| hagzissa13 | @ Lord: Da unser Unterricht eh eher einem Ethikunterricht glich, isses mir im Grund genommen egal, was das Kind für einen Namen hat. Was spricht dagegen, daß ein Kind eine Zeitlang erstmal einiges über die eigene Religion lernt und dann, nach und nach über andere Religionen und ethische Themen belehrt wird? Ich finde das bestehende System nicht schlecht. Wenn man allerdings auf die Trennung von Staat und Religion hinaus will, dann sollte man sich jedoch tatsächlich überlegen, ob nicht der Ethikunterricht verpflichtend sein sollte und die restliche religiöse Erziehung den Glaubensgemeinschaften, fakultativ außerhalb der Schule vonstatten gehen sollte. Da ist jedoch zu bedenken, daß es dort keine staatliche Aufsicht über den Lehrplan gibt... und ich weiß ja nicht, ob muslimische Kinder unbedingt bei einem Herrn Kaplan so gut aufgehoben wären. Aber andererseits: wer darauf aus ist, seinen Kindern eine solche, fundamentalistisch orientierte religiöse Ausbildung zuteil werden zu lassen, der wird seine Kinder eh schon bei den "passenden Lehrern" unterbringen ... Gruß Hagzissa - per aspera ad astra - |
| Tynio | Also was ich seit der 5 Klasse (!) durchmache ist nichts als Christentum... Judentum... Christentum... Judentum.... Christentum... Judentum... Christentum... Judentum.... Christentum...Judentum... Christentum... Judentum.... Christentum...Judentum... Christentum... Judentum.... Christentum...Judentum... Christentum... Judentum.... Christentum...Judentum... Christentum... Judentum.... Christentum...Judentum... Christentum... Judentum.... Auf die Dauer nicht gerade abwechslungsreich. Zwischendurch noch ein paar Stunden Aberglaube in der Bibel und das wars dann auch schon... Zur Zeit -echte Revolution- machen wir Was ist der Mensch wert? Da hilft nur Ohren zu und durch.... :rolleyes: |
| Montrose | Das Christentum war zumindest mal ein [b]gemeinsames[/b] Kulturgut für sehr viele Menschen. Das hatte den Vorteil, daß man bei lebensanschaulichen Fragen auf die gleichen Bilder, Geschichten, Mythen Bezug nehmen konnte und dadurch verstand, was der andere damit sagen wollte. Wenn hingegen der eine christliche Geschichten, der andere Hinduismus, der dritte wieder was anderes vertritt, dann geht dieses gemeinsame Verständnis verloren. Die Menschen fangen an, aneinander vorbeizureden. Daß Religion nur Sinn macht, wenn jemand "gläubig" ist, finde ich nicht. Gerade auch wenn sich Leute über eine Religion, die Kirche oder die Bibel ärgern, so haben sie damit doch ein Gegenüber, an dem sie ihre eigene Position schärfen können. |
| Frozen Hell | Aber das Christentum ist völlig ohne Faszination. Ich denke an Wotanismus, Voodoo, etc. da ist etwas mystisches, etwas, was keiner versteht, weil es viel mit Magie, etc. zutun hat. Mit einem Studentengott in 100% Baumwolltoga und Birkentocklatschen kann und will doch keiner mehr zu tun ham! |
| Montrose | Alles ist ohne Faszination, wenn es zu verkopft ist. Das trifft auch auf Ethik und andere Religionen als dem Christentum zu. Das hängt eben auch davon ab, wie man an die Sache rangeht. Als distanzierter Betrachter, sagen wir mal Religionswissenschaftler, ist auch Wotanismus und Vodoo langweilig. Erst lernt man die dazugehörige altgermanische oder afrikanische Sprache, dann macht man sich mit dem sozialen System und der Geschichte vertraut, und dann kann man sich sagen: ach, so funktioniert das. Langweilig. Ebenfalls ist an sich keine Religion ausschließlich mystisch. Daß da in der Hippie-Zeit westliche Leute in Indien die große Erleuchtung suchten, war ja auch bloß Einbildung und hatte mit dem realen Hinduismus - also nach welchen Regeln lebe ich wie in einer agrar-bestimmten Nation innerhalb einer großfamiliären Struktur - zu tun. Wie das jetzt bei den germanischen Religionen war, weiß ich nicht. Vermutlich war auch dort Mystik mit weltlichen Fragen wie dem Rechtswesen ("Ding"!!!) verknüpft. Umgekehrt kann man selbstverständlich an alles, auch dem Christentum, erlebnisbetont rangehen. Uralte, geheminisvolle Kirchen und Kapellen stehen ja überall herum. Die tollen Malereien auf den Scheiben, dieser alte muffige Geruch, Weihrauch, die Gewänder. Und es gibt im Christentum uralte Tradionen der Mystik und des Wunderglaubens. Und wer würde schon das mit der Dreeinigkeit kapieren... ist ja irgendwie auch mystisch. Ich will ja durchaus zugeben, daß Reli-Unterricht, kirchliche Regeln etc. langweilig und ausgelatscht erscheinen oder sogar sind. Vielleicht könnte man aus dem Thema dennoch etwas Neues und Interessantes machen. Mittlerweile ist das Wissen über Christentum so geschrumpft (wer weiß zum Beispiel noch, was Pfingsten bedeutet), daß vermutlich eher Unwissenheit als Langeweile das Christentum unattraktiv macht. |
| Tiberon | [QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i] [B]Alles...[/B][/QUOTE]zuviel Reli gehabt ? das wissen übers christentum geschrumpft ? es hält die welt im würgegriff exc. doch wenn ich so eine sch*** lese, kommt mir die galle hoch uralte kirchen .. pervertierte grabmäler für äonenalte haine dreifaltigkeit .. instrumentarium zur geistigen vollverdummung der eh nicht klugen unseren kindern das ct. nahe zu bringen, heisst nicht mehr , als sie in einen kult zu integrieren, dessen einziges ziel der tod ist was nicht viel mehr bedeutet, als, wenn mir das wortspiel erlaubt sei, (nachträglich) geistige abtreibung also raus aus den schulen mit den pfaffen und nochwas, wie's bei anderen 'glaubensrichtungen' aussieht, weiß ich nicht aber asatru ist alles andere als mystisch es schreit dem leben ein "ja, hier bin ich" entgegen - gut, für christen mag auch das mystisch erscheinen ;) |
| Montrose | @Tiberon. Verarscht werden kann man in jeder Religion. Der Vorteil des Christentums ist, daß man wenigstens weiß, was schiefläuft. Daß das Christentum eine düstere Seite hat, hängt damit zusammen, daß auch das Leben eine düstere Seite hat. Wo die äonenalten Haine wucherten, wären heute schon längst Autobahnen drübergebaut, wenn man's nicht besser genutzt hätte. |
| Tiberon | na fantastisch, demnach soll man rufen: "Ich weiß, daß ihr mich verarscht, aber fangt ruig schon mal an" und deiner rede zufolge gilts den taten der inquisition achtung zu zollen, da sie sich den nicht einzig positiven seiten des lebens gewidmet haben (und die inquisition ist kein relikt vergangener tage!) lächerlich der heilige hain wäre genauso stehengeblieben, wie der kölner dom, der einer stadtautobahn als letztes weichen würde |
| BGR|MorbidSally | zitat tiberion: zuviel Reli gehabt ? das wissen übers christentum geschrumpft ? es hält die welt im würgegriff exc. doch wenn ich so eine sch*** lese, kommt mir die galle hoch uralte kirchen .. pervertierte grabmäler für äonenalte haine dreifaltigkeit .. instrumentarium zur geistigen vollverdummung der eh nicht klugen --- wer hier "eh nicht klug" ist, das soll sich erstnocheinmal herausstellen. "vergewaltigt" wurde sogut wie jede Religion. es gibt immer wieder fanatiker, die in wessen gottes namen auch immer mordend durch die gegend ziehen. im mittelalter war es die kirche mitm christentum, 33 wrs hitler, der die alte germanische mythologie durch den dreck gezogen hat, und heutzutage sinds muslimische fanatiker die in allahs namen Türme kaputtfliegen. anscheinend hat diese Sabotage ihren Erfolg gehabt. Gothics werden als Nazis verschrien, weil sie heidnische Symbole tragen, und genauso wird Christentum gleichgesetzt mit "kirche", mit den Mördern der Inquisition usw. "unseren kindern das ct. nahe zu bringen, heisst nicht mehr , als sie in einen kult zu integrieren, dessen einziges ziel der tod ist was nicht viel mehr bedeutet, als, wenn mir das wortspiel erlaubt sei, (nachträglich) geistige abtreibung also raus aus den schulen mit den pfaffen" WIE blöd seid ihr eigentlich?!? was wisst ihr eigentlich über die religionen, umsie derart abzutun? die Geschichte lehrt uns doch, wohin Ignoranz und Überheblichkeit führen kann! manchmal kann ich echt nur noch den kopf schütteln... (ganz davon abgesehn a is das n echt mieses "wortspiel" und b sind die wenigsten christlichen Religionslehrer Pfarrer.) |
| Tiberon | Nenn mich blöd, doch so sich die letzten paar Monate nichts getan hat, basiert das Ct. darauf, daß man NAch dem Tod in ein Gebilde namens Jenseits kommt und da, und auch nur da die "himmlische Glückseligkeit" erfahren kann. Was imo durch [i]Totenkult[/i] recht treffend beschrieben wird. [quote]..., und genauso wird Christentum gleichgesetzt mit "kirche", mit den Mördern der Inquisition usw.[/quote]was sonst? und nicht nur mit denen. vom 4. bis zum 18.Jh. hat die Kirche einzig Blut an und Gold in ihren Händen - das macht skeptisch. Gut, ein Groß der Opfer dürfte einfach nur deshalb dran geglaubt haben müssen ;), weil's schlicht um Macht oder sonstige unchristl. Belange ging, doch selbst Jesus ist lt. NT nicht immer der EasyPeacy-Bruder von nebenan. Ich kann mir ein halbes Dutzend 'Mytologien' nehmen, die alle neben meiner Weltanschauung Platz haben, mit ihr Hand in Hand gehen, sich ergänzen, oder gar zusammenfliessen, doch den Universalitätsanspruch des Ct's kann ich nur ablehnen und abwehren. PS: ich mag mein Wortspiel ;) |
| demelza | unser kath-reli-lehrer hat damals einen kommentar zu einer solchen, ähnlichen (aber im wortlaut anders gestellten) frage losgelassen, der mir damals schier die socken ausgezogen hat: der katholische glaube sei der einzig wahre glaube. und das von einem, der noch nicht mal selbst pfarrer war. da waren die pfarrer, die wir in reli hatten, wesentlich toleranter. |
| LaChatte | Dann stell ich mal so eine Frage in den Raum: ich werde vermutlich in Bälde selbst Relilehrerin, an einer Privatschule, die es auch gar nicht allzu christlich fokussiert wollen - sonder wo auch andere Religionen, Ethik, und die Umsetzung von Spiritualität im Alltag eine grosse Rolle spielen sollen. Was fandet ihr den toll am Reliunterricht (gut, einige haben da schon geantwortet, schon mal danke)? Oder was muss unbedingt hinein? Die Kinder sind übrigens wohl etwas jünger als ihr, so zwischen acht und zwölf Jahren... bin um Inspirationen jederzeit froh! |
| TheDark | Hi zusammen. ich hatte damals glück Unser Geschichts lehrer war gleichzeitig unser religions lehrer ( Klugschißer schulabgang ´89 ) wir sind damals über alle releigionen gegeangen, und das nicht nur was vermittelt die einzelne religion sonder wie war auch der kontext der releigion zu geschichte. und umgekehrt. Fest steht eines: Wie der releigions unterricht von statten geht, hängt a von dern Lehrern ab sowie von den schülern. Wer in die schule geht und sich beriesel lässte hat selber schuld. Okay, in der grund schule wird meist die " staats " religion unterwiesen, später sollte es jedoch weiter reichen über mehrere Religionen und weld anschauengen gehn ( steht so meines wissens nach auch in den Lehrplänen. Wir habe z.B. über die römische und grichische mythologie im religions unterricht gesprochen. Und nicht innerhalb des geschichtsunterrichtes. p.s. Die wickinger ( zumindes die Dänischen ) wurden erst 996 kristen, als Harald Blauzahn von bischoph Poppo bei Idsted Getauft wurde. Retorich hätte man auch christen auf diese art und weise wieder zum "haiden"-tum bekehren können:D |
| draconia | also ich habe den reliunterricht ab der 11 gemocht (deßhalb war ich auch öfter da ;)) wir haben uns mit der bibel beschäftigt, sie interpretiert, an den bestehenden gottesbildern herumgedoktort, die entsteheung und so dabei berücksichtigt. das war echt klasse! vorher hat mich das immer wneig interessiert. was ich gut finde (und was sich auch bei jüngeren durchsetzen lässt) ist verschiedene religionen zu betrachten. -am besten auf bestimmte aspekte hin wie vorstellungen vom "himmel". @lachatte: ich würde mir dazu einfach ein paar interessante religionen heraussuchen. (und vergiß das heidentum nicht ;) -das wird fast immer vergessen....) |
| Frozen Hell | Jepp das Heidentum is auch etwas was ganz interessant ist. |
| LaChatte | Besten Dank für die Inspirationen! Und, ich denke, beim Hintergrund dieser Schule besteht keine Gefahr, dass das Heidentum zu kurz kommt - da darf ich wohl glücklich sein, auch noch ab und zu einen Bibeltext lesen zu können, denn die Bibel hat uns doch alle so stark geprägt, dass ich es für wichtig halte, wenigstens ein minimales Wissen darüber zu haben... Und die Frage, die mich am meisten beschäftigt, ist schon diese: wie kann man "Religion" (welche auch immer) und Alltag miteinander verbinden? Das ist etwas, was in meinem Reliunterricht immer etwas zu kurz kam... |
| psychochicken | meiner ansicht nach ist es verdammt rückständig, dass es sowas wie religiosunterricht noch gibt. ich hör soviele von den leuten nur meckern, dass sie keinen bock auf reli hätten - was soll das denn dann! religionsunterricht sollte meintwegen zusätzlich gegeben werden, dafür ethik (oder nennt es philosophie) für alle! ist mir schon klar, dass die wenigsten noch zusätzlich in reli gehen würden, darum ist es ja pflicht. sonst wird die schafherde immer kleiner und kleiner. nicht dass ich was gegen das christentum hätte, es ist aber insgesamt unfair. jetzt wird muslimischer unterricht verlangt, im prinzip müsste man jede religion einzeln unterrichten... |
| lordofthedark81 | Hi, es sollte einfach Schule und Religion getrennt werden. Die Kirche meint einfach Sie müsse sich überall einmischen. Wie du schon gesagt hast würde sonst die Schafsherde immer kleiner. Religion schrankt generell ein, freie Meinungsäusserung wird nicht zugelassen, das hat auch mit Machtausübung zu tun. Mfg Lordofthedark81 |
| Gnom1218 | Ich würde als aller erstes mal hinterfragen, was denn an dieser Geschichte mit Bonifazius und der Eiche denn wahres dran ist. Wahrscheinlich ist das einfach nur ne Propagandageschichte oder eben eine Legende, die da in Umlauf gebracht worden ist. Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, daß der "Heide", der ja auch tierischen Respekt vor seinen Göttern hat, tatenlos zusieht, wie das Heiligtum gefällt wird. Wäre Bonifatius wirklich mit ner Axt richtung Donareiche gestapft, während es andere gesehen haben, dann hätten sie ihn wahrscheinlich erschlagen, bevor er dort angekommen wäre. |
| Thanatos | [QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i] [B]Dann stell ich mal so eine Frage in den Raum: ich werde vermutlich in Bälde selbst Relilehrerin, an einer Privatschule, die es auch gar nicht allzu christlich fokussiert wollen - sonder wo auch andere Religionen, Ethik, und die Umsetzung von Spiritualität im Alltag eine grosse Rolle spielen sollen. Was fandet ihr den toll am Reliunterricht (gut, einige haben da schon geantwortet, schon mal danke)? Oder was muss unbedingt hinein? Die Kinder sind übrigens wohl etwas jünger als ihr, so zwischen acht und zwölf Jahren... bin um Inspirationen jederzeit froh! [/B][/QUOTE] Komm denen nicht zu sehr mit dem christlichen Gott! Zeige von Anfang an, dass es viele Religionen gibt und das keine DIE richtige ist. Sonst werden die kleinen Biester später intolerant oder sogar gläubige Christen. |
| dar-nexuz | Hi, also das hier soll nicht der ultimativ-super-duper-mega-vorschlag für die Lehrpläne sein, aber ich finde man sollte die Religion in Schulen komplett abschaffen. Stattdessen setzt man alle Kinder ganz egal von welcher Religion zusammen und lässt sie über ethische und moralische Grundsätze reden und diskutieren. Wie bitte soll denn jedes Kind sich individuell entfalten können wenn schon seine Eltern bestimmen ob und in welcher Religion er getauft/geweiht wird?! Es wundern sich alle wieso die Kinder unterschiedlicher Länder und Religionen immer wieder in Konflikte geraten, wenn man sie schon im Schulalter voneinander trennt und ihnen verschiedene Dinge beibringt. Zu meiner Religionserfahrung. In der Hauptschule ging es richtig schön christlich zu (schade nur dass sich meine Seele erst später schwarz gewandelt hat). Danach in der Werkrealschule hatte ich genau die Art von Lehrer die ich mir heute für andere Kinder wünschen würde. Er selbst war evangelisch, doch wir haben nur über moralische Dinge geredet, bei der jeder Mensch dieser Welt mitsprechen könnte, Genmanipulation, Abtreibung, Wissenschaft und Technik usw. |
| TheDark | Hi, Hier was allgemeines zu Bonifatz. [url]http://www.wissen.de/xt/default.do?MENUID=40,156,538&MENUNAME=InfoContainer&OCCURRENCEID=WD002180834498313001.WD002180834498313001.TM01-FullContent&WissenID=P3kfNo9V5hQjnwtduiz48KKqso9bb6OM3QncgI5J7rijrHXGFETY[/url] Aber mal ganz ehrlich, was hilft es, über ethik oder Philosophie zu diskutieren, wenn die hintergründe zu deren entstehunf fehlen. die meisten basieren dabei auf einer religion. Was jedoch nicht in Reli-Unterricht passieren darf, ist der versuch einer missionierung bei schülern ( Welchen glauben auch immer ) Sonder es solle dargestellt werden, auf welcher basis diese religion steht. Dabei reicht es micht aus nur Das christentum und den moslenischen sowie jüdischen glauben darzustellen, es müste auch der hinduismus, budismus dargestellt werden. @LaChatte: Interessantes buch über die Nordische mhytolige ist zum eine Nordische agen und geschichten sowie die Edda. Vermeide es nach möglichkeit im allgemeinen vom Heidentum zu spechen, da dieses alles einschiesst was nicht Christlich ist. |
| LaChatte | @The Dark danke, die Edda werd ich mir mal vornehmen, in nordischer Mythologie bin ich nicht allzu sehr bewandert... @all nun, das Fach, das ich unterrichten darf, heisst nun mal "Religion", da ist nix zu machen - aber womit man das füllt, ist dann wohl die andere Frage;) Spannend wären meines Erachtens folgende Themenkreise - die Religionen der Welt - die grossen wie die kleinen - was glauben die Leute so um den Globus herum? Wo sind die Gemeinsamkeiten (find ich spannender als die Unterschiede...) - und wie hilft Religion im allgemeinsten Sinne, das tägliche Leben zu bewältigen? - Denn Religion ohne Realitätsbezug halte ich für Unsinn. Interessant ist es sicher auch, von wenn möglich Originaltexten auszugehen und diese zu besprechen - mir ist aufgefallen, dass viele grosse Philosophen und Religionsbegründer eine ganz einfache Sprache sprechen, die sogar Kinder verstehen können - zum Beispiel Platons Höhlengleichnis... |
| Rücksitzpunk | [QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i] [B]Dann stell ich mal so eine Frage in den Raum: ich werde vermutlich in Bälde selbst Relilehrerin, an einer Privatschule, die es auch gar nicht allzu christlich fokussiert wollen - sonder wo auch andere Religionen, Ethik, und die Umsetzung von Spiritualität im Alltag eine grosse Rolle spielen sollen. Was fandet ihr den toll am Reliunterricht (gut, einige haben da schon geantwortet, schon mal danke)? Oder was muss unbedingt hinein? Die Kinder sind übrigens wohl etwas jünger als ihr, so zwischen acht und zwölf Jahren... bin um Inspirationen jederzeit froh! [/B][/QUOTE] hmm, das ganze zeuch hat an keiner schule was zu suchen... um welche religion es sich auch handelt... |
| LaChatte | Und wenn mans im Sinne eines "Ethikunterrichtes" oder so gestalten würde? Inklusive halt Philosophie- und Religionsgeschichte OHNE MISSIONIEREN? Das fänd ich eben schon noch wichtig - und gerade heute beklagen sich ja alle über Gewalt und Drogen an den Schulen. Denn der Spruch "nicht für die Schule, sondern fürs Leben lernen wir" sollte doch wirklich mal umgesetzt werden... Und 90% von dem, was ich in der Schule gelernt hab, hat mir im Leben eigentlich nie was genützt. Das einzig Brauchbare war tatsächlich Lesen, Schreiben, die vier Grundrechenarten, und dann noch der Fremdsprachenunterricht... |
| Hastur | öhm .. umsetzung von spiritualität im alltag bei 8-12-jährigen? sei net böse aber da würd ich mein kind net hinschicken :-) |
| LaChatte | Damit ich mich klar ausdrücke: da gehts um Fragen wie - Was ist Ehrlichkeit? - Nett sein zu andern? - Nett sein zu sich selbst? - Was ist Vertrauen? - Was ist Glück? - Wie sollen Menschen miteinander umgehen, und warum? - Was ist Respekt? - etc Da gehts nicht drum Zaubertränke zu brauen, Kröten im Vollmond aufzuschlitzen und solche Dinge... |
| Rücksitzpunk | [QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i] [B]Und wenn mans im Sinne eines "Ethikunterrichtes" oder so gestalten würde? Inklusive halt Philosophie- und Religionsgeschichte OHNE MISSIONIEREN?[/B][/QUOTE] 8-12jährige sind dafür meines erachtens zu jung und zu beeinflussbar. die beschäftigung mit religion und spiritualität sollte aus eigenem antrieb erfolgen und dazu gehört eine gewisse erfahrung, die 8-12jährige in meinen augen noch gar nicht haben können. im endeffekt wird ihnen was vorgebetet, und damit auch (ungewollt) missioniert. |
| Tiberon | [quote]Original geschrieben von LaChatte [b]und wie hilft Religion im allgemeinsten Sinne, das tägliche Leben zu bewältigen? - Denn Religion ohne Realitätsbezug halte ich für Unsinn. [/b][/quote]dazu möchte ich was anmerken; und das läßt sich u.U. auch von allen(?) Religionen sagen Götter leben vor. Sie zeigen einem welche Verhaltensweisen möglich wären, je nach Religion gute wie schlechte, und transportieren so Sitte und Brauchtum. Soviel läßt sich, denke ich, ganz allgemein sagen - wie jetzt z.B. das Gut/Schlecht-Verhältnis oder auch die Existenz eines solchen Dualismus aussieht, ist natürlich jeweils unterschiedlich. Auch muß man hier sehen, wo die Religion lokalisiert ist. Zeigen einem Göttergeschichten (und damit transportierte Sitte), wie man in einer Stadt mit hunderttausenden von Einwohnern lebt, oder wie man im Urwald seine Überlebenschancen erhöhen kann? Und wie wende ich dies an? Ich denke, eine Jaguar-Gottheit, wird mir nichts zeigen können - hier in meiner Heimat sind die Lebensweisheiten, die er überliefert, nicht anwendbar, und Seine Welt dürfte mir so fremd sein, daß ich selbst mit seiner 'Hilfe' Schwierigkeiten hätte (auch die Hilfe als solche zu erkennen). Dem Indiander im Dschungel wiederum, wird z.B. Allah nicht viel mitgeben können, was dort irgendwie hilfreich ist. Da du das wohl selbst bald lehrst, noch eine Frage: Wie soll man dem totalitären Universalitätsanspruch der meisten monotheistischen Religionen begegnen? Mir selbst erschwert dies den Umgang mit dem Christentum und dem Islam sehr. Und wenn ich so Sachen höre, wie z.B. "Schöpfer allen Lebens" u.ä., fühle ich meine höchsteigene Weltanschauung angegriffen, oder zumindest in Frage gestellt. |
| Rücksitzpunk | @tiberon: [QUOTE][B]Wie soll man dem totalitären Universalitätsanspruch der meisten monotheistischen Religionen begegnen?[/b][/quote] auch wenn ich nicht angesprochen war: mit ignoranz. |
| LaChatte | [QUOTE][i]Original geschrieben von Rücksitzpunk [/i] [B]8-12jährige sind dafür meines erachtens zu jung und zu beeinflussbar. die beschäftigung mit religion und spiritualität sollte aus eigenem antrieb erfolgen und dazu gehört eine gewisse erfahrung, die 8-12jährige in meinen augen noch gar nicht haben können. im endeffekt wird ihnen was vorgebetet, und damit auch (ungewollt) missioniert. [/B][/QUOTE] Gerade junge Kinder stellen doch die endlosen Warum, warum, warum-Fragen... da haben sie doch auch ein Recht auf eine vernünftige Antwort? Und gerade Kinder haben doch noch ein sehr magisches Weltbild, da muss man doch darauf eingehen? Und gerade weil Kinder beeinflussbar sind, ist es doch äusserst wichtig, dass sie Lehrerinnen und Lehrer haben, die ihnen selbständiges Denken und Handeln beibringen und vorleben? Denn: beeinflusst werden sie sowieso... die Frage ist nur, woher. [QUOTE]Wie soll man dem totalitären Universalitätsanspruch der meisten monotheistischen Religionen begegnen?[/QUOTE] Richtig, mit Ignoranz. doch gerade die grossen Lehrer wie Christus haben ja nie einen Anspruch gehabt wie "werdet katholisch und ihr seid gerettet", sondern haben den Leuten nur Instrumente zur Verfügung gestellt wie "liebe deinen Nächsten wie dich selbst" und dann gesagt: hier ist mein Vorschlag, probiert ihn aus, und schaut selbst, was passiert... Der totalitäre Anspruch kam dann meist von den Nachfolgern, die mehr an Macht und gutem Leben interessiert waren, als an der Botschaft selbst. Eine der allerwichtigsten Fähigkeiten, die ein Mensch heute wohl haben muss, ist die, genau unterscheiden und differenzieren zu können - und nicht alles, was ein bestimmtes Etikett trägt, ohne weiteres Ansehen in die gleiche Schublade zu werfen. |
| Rücksitzpunk | @lachatte: [QUOTE][B]Gerade junge Kinder stellen doch die endlosen Warum, warum, warum-Fragen... da haben sie doch auch ein Recht auf eine vernünftige Antwort? Und gerade Kinder haben doch noch ein sehr magisches Weltbild, da muss man doch darauf eingehen?[/b][/quote] das ist sicher richtig. allerdings sind kinder auch naiv und gutgläubig (beides im besten sinne) und wären so leicht zu manipulieren. und wenn ich von irgendeiner sache überzeugt bin, dann werde ich versuchen, andere so zu beeinflussen, dass sie diese sache ebenfalls annehmen und unterstützen. ich denke noch nicht mal unbedingt, dass das dann "bösartig" ist. [quote][b]Und gerade weil Kinder beeinflussbar sind, ist es doch äusserst wichtig, dass sie Lehrerinnen und Lehrer haben, die ihnen selbständiges Denken und Handeln beibringen und vorleben? Denn: beeinflusst werden sie sowieso... die Frage ist nur, woher. [/B][/QUOTE] "selbständiges denken und handeln"... hmm, schöne worte, aber man ist als lehrerIn von seinen eigenen gedanken und handlungsweisen doch üblicherweise überzeugt... und wird die versuchen zu propagieren... wo ist da dann die selbstständigkeit? |
| LaChatte | @rüsi auch Lehrer sind Menschen, alle Lehrer... doch es wird schon sehr darauf geachtet, dass nicht zuviele persönliche Meinungen forciert dargestellt werden. Und wie propagiert man Selbständigkeit? Indem der Lehrer als Moderator zu wirken versucht, als Vermittler - wenn zum Beispiel bei einem Streit der Lehrer die Streithähne zusammenkommen lässt, einen Rahmen schafft, in dem jeder seine Meinung ungestört darlegen kann, und die Kinder dazu auffordert, selbst Lösungen vorzuschlagen... Oder, wenns um Religion oder Ethik geht: gemeinsam einen Text lesen, und dann die Kinder fragen: Was bedeutet er? Was beschäftigt euch daran? Was findet ihr wichtig? Und dann die Kinder sprechen lassen - und dann erst am Schluss vielleicht noch einige Aussagen von fremden Experten ins Spiel bringen. Das altertümliche "das steht im Schulbuch und das müsst ihr einfach glauben" finde ich auch obertragisch. Das darfs nicht mehr geben, da bin ich absolut mit dir einverstanden. |
| Rücksitzpunk | [QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i] [B]@rüsi auch Lehrer sind Menschen, alle Lehrer... doch es wird schon sehr darauf geachtet, dass nicht zuviele persönliche Meinungen forciert dargestellt werden. Und wie propagiert man Selbständigkeit? Indem der Lehrer als Moderator zu wirken versucht, als Vermittler - wenn zum Beispiel bei einem Streit der Lehrer die Streithähne zusammenkommen lässt, einen Rahmen schafft, in dem jeder seine Meinung ungestört darlegen kann, und die Kinder dazu auffordert, selbst Lösungen vorzuschlagen... Oder, wenns um Religion oder Ethik geht: gemeinsam einen Text lesen, und dann die Kinder fragen: Was bedeutet er? Was beschäftigt euch daran? Was findet ihr wichtig? Und dann die Kinder sprechen lassen - und dann erst am Schluss vielleicht noch einige Aussagen von fremden Experten ins Spiel bringen. Das altertümliche "das steht im Schulbuch und das müsst ihr einfach glauben" finde ich auch obertragisch. Das darfs nicht mehr geben, da bin ich absolut mit dir einverstanden. [/B][/QUOTE] hmm... ich habe halt meine zweifel, ob dieses konzept durchzuhalten ist. und nach wie vor: 8-12jährige sind dafür zu jung (im allgemeinen). ein eher stilles kind wird in solchen diskussionen untergebuttert werden und damit eventuell wieder in eine richtung gedrängt... eine vermittlung von lebensanschauungen und werten sollte nicht sache der schule sein. |
| Tiberon | Das mit dem Ignorieren klappt nicht, da's hierzulande nahezu omnipresent ist... Die spirituelle Erziehung der Kinder, liegt imo im vollen Verantwortungsbereich der Eltern und sollte, finde ich zumindest, anfangen, sobald das Kind beginnt Fragen zu stellen (mit 4-6?) Dann, wenn das Kind kein "spirituel leeres Gefäß" ist, hätte auch der Religionsunterricht, so entsprechend aufbereitet, eine wirkliche Daseinsberechtigung als Kulturbildendes (im Sinne von Bildung) und Toleranz schaffendes Instrumentarium und läuft nicht Gefahr das Kind mit religiösem Gedankengut zu füllen, das ich als bedenklich einstufen würde. Denn einem in dieser Richtung 'leeren' Kopf zu füllen ist nicht schwer und wie wird das Kind reagieren, wenn man es an alle möglichen Mytologien heranführt, die die Existenz anderer Götter nicht ausschliessen bzw eben davon ausgehen, und dann kommt z.B. Christus oder Jahwe, oder sonstwer und sagt "Du sollst nur mich anbeten" .. schwierig solchen Dogmen Toleranz entgegen zu bringen .. (für mich) |
| LaChatte | Das ist ja immer das grosse Geschrei der Lehrer hierzulande, dass die Eltern nicht mehr fähig seien, ihren Kindern auch nur die grundlegendsten Sachen (wie die Hand geben) beizubringen... Und ja - was ist die Aufgabe der Schule? Mal Wissensvermittlung, das ist sicher. Aber damit ein Lehrer nur schon damit anfangen kann, braucht er eine einigermassen ruhige und aufnahmefähige Klasse. Und schon ist der Umgang der Kinder untereinander ein sehr grosses Thema, dass ein Lehrer gezwungenermassen irgendwie behandeln muss. Und die heutigen Kinder lassen sich auch nicht mehr durch das blosse Vorhandensein einer Respektsperson einschüchtern und ruhigstellen, da muss schon argumentiert, und zwar gut und richtig argumentiert werden - wo man schon wieder bei grundsätzlichen Fragen landet, und das ganz automatisch. Religionsunterricht in dem Sinne, wie ich ihn erlebt habe, quasi als Werbespot für die katholische Religion, finde ich nicht mehr zeitgemäss und grundsätzlich eher schädlich für die Entwicklung eines Kindes. Dass aber ethische/religiöse/spirituelle/moralische Fragen grundsätzlich thematisiert und diskutiert werden, ist wichtig. Denn irgendwo her macht sich jedes Kind ein Weltbild - und das soll man ruhig etwas in eine gute Richtung steuern, wenn man dazu die Möglichkeit hat. |
| Rücksitzpunk | [QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i] [B]Denn irgendwo her macht sich jedes Kind ein Weltbild - und das soll man ruhig etwas in eine gute Richtung steuern, wenn man dazu die Möglichkeit hat. [/B][/QUOTE] das ist in meinen augen entmündigung. und die schule hat nicht das recht, jemanden zu entmündigen. dieses recht haben, wenn überhaupt, nur die eltern oder der gesetzliche vormund. |
| LaChatte | Ich nehme an, dass du mit mir übereinstimmst, wenn ich sage: Kinder MÜSSEN erzogen werden. Und bekanntermassen sind sehr viele Eltern absolut überfordert damit, strampeln sich nur schon für sich selbst ab, haben keine Zeit für das Kind, und sind zum Teil sogar so unsympathische Sachen wie gewalttätig, depressiv, Alkoholiker und was auch immer. Nicht alle, aber es gibt mehr als genug davon. Und auch mehr als genug Kinder, die darunter leiden. Und die meisten Lehrer haben doch immerhin sowas wie eine Ausbildung vorzuweisen, die auf genau diese "Kunden", nämlich die Kinder, ausgerichtet ist. Und die meisten Lehrer achten sehr viel mehr als die Eltern darauf, den Kindern nicht einfach ihr Weltbild einzupflanzen, sondern Lernmöglichkeiten anzubieten, Denkmöglichkeiten anzubieten. Da gehts in der Regel nicht um Entmündigung. Sondern um Erziehung, im Sinne von "Erziehung heisst vorleben - alles andere ist höchstens Dressur". Und irgend etwas lebt jeder vor, bewusst oder unbewusst. Oder bist du etwa dafür, die Schule abzuschaffen, weil sich die Schüler entmündigt fühlen, wenn sie lesen und rechnen lernen müssen? |
| Rücksitzpunk | nein, natürlich nicht. aber ich denke, dass "erziehung" in der schule nichts zu suchen hat... die schule soll dem kind das wissen vermitteln, um es fachlich auf das spätere leben vorzubereiten... sachen wie lesen, schreiben, rechnen etc. das ist in meinen augen der sinn der schule... und darum geht es doch. das viele eltern ihren aufgaben nicht nachkommen, steht auf einem anderen blatt. |
| draconia | @ rücksitzpunk: nein. es steht leider nicht auf einem anderen blatt. die ganztagsschulen werden eingeführt werden, weil sich die eltern mit der erziehung ihrer kinder nicht auseinandersetzen können oder wollen. die erziehung wird also verschoben, und da ist es, denke ich, sinnvoll, auch ethische themen anzusprechen. das muß nciht unbedingt im reliunterricht geschehen. ich persönlich halte philo da für sinnvoller, aber es sollte geschehen. es ist zwar schade, dass die eltern das nciht selbst übernehmen, aber von irgendjemandem muß es getan werden. (das gleiche prob besteht mir dem sportunterricht. wenn alle kinder in vereinen wären, und sport treiben würden, sei es nur spielen auf dem feld, bräuchten wir keinen schulunterricht, aber damit die kinder sich überhaupt mal bewegen ist der schulsport meiner meinung nach unabdingbar.) |
| LaChatte | In der Theorie kannst du diese Ansicht mit einem gewissen Recht vertreten, obwohl schon da die Grenzziehung nicht ganz einfach ist. Es gibt ja nicht viel Stoff, der sich gar nicht auf das Weltbild der Kinder auswirkt - nur schon um lesen zu lernen, musst du eben irgendetwas, irgend einen Inhalt lesen - wie aussuchen? Wenn du etwas über Autos liest, dann schreit die grüne Fraktion, wenn du etwas über Pferdekutschen liest, dann die Fortschrittlichen, und wenn du was über Raumschiffe liest, dann schreien die Konservativen. Und das ist nicht mal ein besonders kontroverses Thema;) Und in der Praxis ist es meist so, dass ein Lehrer leider schon ziemlich viel Erziehungsarbeit leisten muss, um die Klasse soweit präparieren zu können, dass die Kinder überhaupt in der Lage sind, irgend etwas lernen zu können. Viele Kinder halten es nicht mal für nötig, nur schon die elementarsten Höflichkeitsformen zu beachten... Daher denke ich, dass wenn man als Lehrer eh schon durch die Umstände dazu gezwungen wird, Erziehungsarbeit zu leisten, dass mans dann wenigstens richtig anpackt.. sonst bekommen nämlich die Kinder mal als erstes alle schlechten Seiten des Lehrers mit. Und das wär doch schade. |
| TheDark | Hi, ab wann haltet ihr kinder für mündig ??? ab 4 wenn sie fragen stellen ? wenn sie taschen geld bekommen ? oder doch wenn sie nicht mehr schulpflichtig sind ? ebenso haben die elter auch die plicht sich um die bildung ihrer kinder zu kümmern, Ebal ob es lesen schreiben oder religion ist. denn eines kann mann innerhalb der deutschlands immer wieder feststellen. Kretik üben und nein sagen könne alle aber wirklicha alternativen oder verbesserung vorschläge da haperts meisten. Was ist daram soooo schlimm in einer schule über heilige bücher, gott und die welt zu spechen ? wiso sollte es kinder auch zwischen 6 und 12 jahren diese möglichkeit vorenthalten ? wenn im fehnseher gezeigt wird wie mann tötet, klaut, und nur der brutale gewinnt ? und das auch bei kinder sendungen ? ( teletubbies und sesamstrasse mal ausen vor gelassen ) wie Viel von euch sin nun prister, weil sie religions untericht in der schule hatte oder kirchen mitglieder die auf mittelalterliche art ihren glaubern mit dem schwert in der hand verbreiten ?? |
| Tiberon | Mündig in welcher Hinsicht? Kinder beschäftigen sich bereits im Vorschulalter mit Fragen wie: Wo komm ich her, Wo geh ich hin, Wieso bin ich, usw. Von daher sollte/muß? auch ein gewisser Rahmen gesteckt werden, ich dem sich der Geist spirituel bewegen kann. Bei meinen Kindern zumindest werd ich allergrößten Wert drauf legen, eben jenen selbst festzulegen. Doch offensichtlich können und/oder wollen viele Eltern nicht richtig mit ihren Kindern umgehen (es gibt Haushalte ohne Bücher!!) und wer die Erziehung dem Fernseher überläßt, brauch sich nicht wundern, irgendwann einfach nur mißratene Bälger in der Wohnung sitzen zu haben. Inwieweit das jetzt Können/Wollen bzw. gesellschaftl. Faktoren (zweifelsohne) unterliegt sollte hier aber nicht weiter Gegenstand des Interesses sein (OT) Schule IST Erziehung - und war's auch schon immer Daran wird sich auch nichts ändern - brauchs auch nicht. Doch die Schule bestimmen zu lassen, was eine "gute religiöse Richtung" ist, kann in meinen Augen nicht richtig sein. anbei: Das Konzept der Ganztagsschulen, find ich nicht falsch. Bei uns "im Osten" gabs das früher auch und es war ein imo gesamtgesellschaftlich äußerst gutes Konzept (auch mit Pionieren usw.) |
| Rücksitzpunk | [QUOTE][i]Original geschrieben von Tiberon [/i] [B]Doch die Schule bestimmen zu lassen, was eine "gute religiöse Richtung" ist, kann in meinen Augen nicht richtig sein.[/B][/QUOTE] zustimmung. in diese richtung zielten auch meine postings. |
| LaChatte | Wer solls dann bestimmen? Die Eltern? Oder die jeweilige Glaubensgemeinschaft? Die Frage in unserer Multikultigesellschaft ist natürlich auch sowas wie: - wie geht man mit muslimischen Jungen um, die es gewohnt sind, Frauen als Sklavinnen zu behandeln, und das auch in der Schule tun? Wie mit Mädchen, die nicht in den Turnunterricht kommen? - Wie sollen Lehrer auf Themen reagieren wie - woraus besteht die Welt - warum gibt es sowas wie "Manieren" - was ist der Ursprung der Welt - was ist richtiges, was ist falsches Handeln etc... Solche Fragen kommen wohl automatisch auf und müssen diskutiert werden. Soll nun ein Lehrer gar nicht dazu Stellung nehmen, wenns darum geht, dass er etwas Weltanschauliches sagen müsste? Das ist doch gar nicht möglich. Ich möchte schon festhalten, dass ich auch dagegen bin, irgend eine Religion als "Staatsreligion", wie es bisher war, zu lehren. Ich bin aber sehr dafür, dass auch philosophische Themen schon mit kleinen Kindern, halt altersgemäss, diskutiert werden.. |
| Rücksitzpunk | [QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i] [B]- wie geht man mit muslimischen Jungen um, die es gewohnt sind, Frauen als Sklavinnen zu behandeln, und das auch in der Schule tun? Wie mit Mädchen, die nicht in den Turnunterricht kommen?[/B][/QUOTE] die haben sich den gebräuchlichen umgangsformen gefälligst anzupassen und wenn das von der elternseite nicht gewünscht wird, steht es der familie ja frei, wieder dahin zurückzugehen, wo sie ursprünglich herkamen und wo solche verhaltensweisen erwünscht sind. sowas nennt man auch integration. [quote][i]Original geschrieben von LaChatte [/i] [b]Soll nun ein Lehrer gar nicht dazu Stellung nehmen, wenns darum geht, dass er etwas Weltanschauliches sagen müsste?[/b][/quote] jepp. weltanschauliches hat nix in der schule verloren. *sich wiederholt* |
| draconia | @ lachatte: ich muß dir tatsächlich mal vorbehaltslos zustimmten ;) philo wäre also die lösung. schade nur, dass staat und kirche nicht getrennt genug sind um das zu verwirklichen....;) kann schon sein, dass ganztagsschulen nicht das schlechteste sind. immerhin hocken die kiddies dann nicht mehr nur vor der glotze oder hängen perpektivlos auf der straße rum. mallerdings sollte man immer auch beachten, dass die motivation eine große rolle spielt. leherer müssen auch motivieren könne, und viele kinder lasen sich nciht mehr motivieren. (ich habe da mal bösartiges von einer befreundeten hauptschullehrerin gehört -und wir leben noch relativ auf dem land...) |
| Tiberon | [QUOTE][i]Original geschrieben von Rücksitzpunk [/i] [B]die haben sich den gebräuchlichen umgangsformen gefälligst anzupassen und wenn das von der elternseite nicht gewünscht wird, steht es der familie ja frei, wieder dahin zurückzugehen, wo sie ursprünglich herkamen und wo solche verhaltensweisen erwünscht sind.[/B][/QUOTE] dem kann man kaum was hinzufügen ... wer leben will, wie in Istanbul, soll das auch tun .. in Istanbul und LaChatte, deine Punkte versteh ich nicht ganz Woraus die Welt besteht usw. ist doch eher was für Physik, Geographie und Astronomie so eine Art Philosophie als Schulfach find ich durchaus eine gelungene Idee, womit die Diskussion aber am Ende wäre, da Zwischen Religion und Philosophi ein doch eklatanter Unterschied besteht (Thematisch) und sich zudem der christl. Glaube nicht mit phil. 'Logik' vereinbaren läßt @draconia: da ich nicht ganz versteh, worauf du hinaus willst, bedeute bitte näheres (zum dem in (..)) |
| LaChatte | @Tiberon die "eklatanten Unterschiede" zwischen Philosophie und Religion kann ich beim besten Willen nicht finden... und der christliche Glaube lässt sich auch hervorragend mit Philosophie verbinden - lies mal, was Rudolf Steiner über die Evangelien geschrieben hat, falls dich das Thema interessiert. Wer sagt, dass Christentum (oder generell Religion) und Logik nicht zusammenpassen, ist entweder über das eine oder das andere schlecht informiert, meiner Meinung nach... Die Frage ist wohl auch, etwas anders gestellt: Darf in der Schule nur das Sichtbare, Messbare, Beweisbare unterrichtet werden? Oder darf auch spekuliert werden über die grossen Fragen des Lebens, halt mit Hilfe von Dokumenten der grossen Religionsstifer und Philosophen. Die Schule hat ja auch die Aufgabe, sowas wie "Kultur" weiterzugeben, und da finde ich schon, dass man sich mit all dem beschäftigen sollte. Es sind unsere Wurzeln, und entwurzelten Menschen gehts in der Regel eher schlecht. |
| Rücksitzpunk | [QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i] [B]Darf in der Schule nur das Sichtbare, Messbare, Beweisbare unterrichtet werden?[/B][/QUOTE] ja. [quote][i]Original geschrieben von LaChatte[/i] [b]Oder darf auch spekuliert werden über die grossen Fragen des Lebens, halt mit Hilfe von Dokumenten der grossen Religionsstifer und Philosophen. [/b][/quote] nein. weil solche fragen jeder für sich selbst beantworten muss, und durch jegliche unterrichtung automatisch eine beeinflussung stattfindet. die schule sollte aber neutral sein. [quote][i]Original geschrieben von LaChatte[/i] [b]Die Schule hat ja auch die Aufgabe, sowas wie "Kultur" weiterzugeben, und da finde ich schon, dass man sich mit all dem beschäftigen sollte.[/b][/quote] nein. die oberste priorität der schule sollte die vermittlung von wissen sein. provokant ausgedrückt: was nützen einem essentielle religiöse und philosophische kenntnisse, wenn man nicht anständig schreiben, lesen oder rechnen kann? und daran hapert es leider häufig genug. |
| Tiberon | Christentum folgt also logischen Grundsätzen? Das läßt mich aber schon mehr als nur schmunzeln... Um mal etwas deutlicher meine Sicht darzulegen: Das Christentum transportiert weder Sitte noch Brauchtum Predigt ein Leben in einem 'jenseitigen Paradies', welches umso besser sein soll, je schlechter, demütiger widernatürlicher, kriecherischer das diesseitige Leben aussah. Es verneint den Körper und die Sexualität. Löscht aus, die Würde, Schönheit und die natürliche Erhabenheit der Frau. Mißachtet die eigenen Regeln, um mit "Feuer und Schwert" alles nichtchristliche auszulöschen. Verbietet jegliche Freude bzw positive natürliche Empfindungen und wenn diese geduldet werden, dann nur mit dem Beigeschmack der 'Sünde'. Wenn ich durch den Wald fahre sehe ich viel Göttliches, doch nichts davon läßt mich an eine Allmacht denken, die nur auf meinen Untergang wartet, um dann über mich richten zu können oder wies Nietzsche gesagt hat[i]"Zum Christentum wird man nicht geboren, man muß nur krank genug dazu sein"[/i] auch gegen die Idee, der Schule als 'Träger der Kultur' muß ich mich wehren, kann Sie doch nur Teil, oder Spiegel eines Teils der Kultur selbst sein. |
| LaChatte | [QUOTE][i]Original geschrieben von Rücksitzpunk [/i] [B] nein. die oberste priorität der schule sollte die vermittlung von wissen sein. provokant ausgedrückt: was nützen einem essentielle religiöse und philosophische kenntnisse, wenn man nicht anständig schreiben, lesen oder rechnen kann? und daran hapert es leider häufig genug. [/B][/QUOTE] Hast leider absolut recht. Andererseits: dann müsste man Geschichte, Philosophie und Literatur sofort abschaffen, weil das ist eindeutig weltanschaulich. Nur schon in der Auswahl der Themen kommt man nicht drum herum. Und wenn man dann zB Staatsformen diskutiert oder Goethes Faust, dann gehts doch nur noch um Weltanschauungen, wer welche hatte und warum etc. Deine Schule müsste man grundsätzlich auf das Buchstabieren beschränken (sobald Inhalte reinkommen, wirds weltanschaulich) und auf die Mathematik. Noch ein bisschen Physik, Chemie, Biologie, Musik, in Ordnung - aber nur schon die UrknallTHEORIE, die EvolutionsTHEORIE oder was der Theorien noch so sind, dürfte man eigentlich gar nicht behandeln - auch wenn die allermeisten Wissenschaftler sich darüber einig sind, dass es so und so gelaufen ist, sicheres Wissen ist es nicht. Und damit ist es Weltanschauung. Willst du sowas wirklich? Oder wärst du bereit, doch noch einige Konzessionen zu machen?;) @tiberon Verwechsle bitte nicht die Lehren der Kirche mit dem Christentum an sich, das ist nicht das Gleiche. Eine Religion, die auf dem Satz "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" aufbaut, ist nicht menschenfeindlich. Sie verneint nicht die Sexualität (das macht die Kirche), sie erniedrigt nicht die Frau (das macht die Kirche) und sie legt nicht den Akzent auf das Jenseits (auch das macht nur die Kirche). Im Neuen Testament selbst findest du nicht allzuviel davon - warum wurde sonst Jesus von den Pharisäern vorgeworfen, er sei ein Fresser und Säufer, der den Sabbat nicht respektiere? Wie war das schon wieder mit Kants kategorischem Imperativ? Das ist doch was ganz ähnliches wie "Liebe deinen Nächsten...etc" - oder nicht;) Der christliche Gott der Evangelien ist nicht der böse Richter, sondern "das Licht der Welt", und der, der uns von allen Sünden erlöst hat. Ein liebender, kreativer, sinnlicher Gott, und nicht ein moralisierender, böser, strafender. Dass die Kirche ihn dazu gemacht hat, war wohl nicht vorgesehen. |
| Tiberon | wei, des ist aber schon ein bissel Schönmalerei, oder? [i]Es ist dem Menschen gut, daß er kein Weib berühre. Doch um der Unkeuschheit willen habe ein jeglicher seine eigene Frau, und eine jegliche habe ihren eigenen Mann (1. Korinther 7,1-2) Demnach, welcher seine Jungfrau verheiratet, der tut wohl; welcher sie aber nicht verheiratet, der tut besser. (1. Korinther 7,38) Wer sein Leben lieb hat, der wird es verlieren, und wer sein Leben auf dieser Welt hasset, der wird es erhalten zum ewigen Leben (Johannes 12,25) Wer nicht hasset sein eigen Leben ... kann mein Jünger nicht sein (Lukas 14,26)[/i] das klingt ja nach der [b]PURen Freude[/b]... (Moses zu zitieren ist eh Gewaltverherrlichung) und das letzte was ich tun werde, ist meinen Nächsten zu lieben, daß verlangt danach, auch Lügner, Mörder, und alles andere wertlose Gezunkel zu 'lieben' meine Liebe, Wertschätzung und Respekt kann grundsätzlich jeder erlangen, verdient sein soll sie aber Alles andere ist Perlen vor die Säue .. ach, nicht jeder abstruse 'Jesus-Kult' hat was mit Christentum zu tun |
| LaChatte | Nun, das erste Zitat ist von Paulus, den find ich eh doof. Das zweite auch. Das von Johannes versteh ich so, dass man nicht am Materiellen anhängen soll, weil es kein echter und langfristiger Quell der Freude ist, das von Lukas geht in eine ähnliche Richtung... Und lieben sollen wir die andern in ihrer Eigenschaft als Menschen, und nicht ihr Verhalten "Liebet die Sünder, hasset die Sünde". Das darf man nicht als so ein rosa "alles-ist-gut-und-nett" missverstehen... "Was immer ihr tut - wenn ihr es ohne Liebe tut, ist es hohl und leer" "Wenn ihr bittet, wird euch gegeben werden" - das steht eben auch darin. Und noch vieles mehr in diese Richtung. Und ist ein Mensch "wertloses Gezunkel"? Solche Ausdrucksweisen find ich nicht besonders sympathisch - und gerade Goths reagieren in der Regel auch ziemlich empfindlich, wenn man sie als wertloses Gezunkel oder so bezeichnet, das sollte man doch eigentlich besser wissen... Und sag mal, hast du noch nie gelogen? Noch nie ein totes Tier gegessen? Viele Leute würden dich genau in die Kategorie einreihen, die du da so verächtlich behandelst - und eben wegen solchen Denkweisen find ich Ethikunterricht sehr wichtig. Zum Beispiel in einer Diskussion über: Was bedeutet eigentlich der Satz "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst"? Was muss man darunter verstehen? Was ist der Hintergedanke dabei? ;) |
| Rücksitzpunk | *pst* denkt an den thread-titel.... ;) [quote]Andererseits: dann müsste man Geschichte, Philosophie und Literatur sofort abschaffen, weil das ist eindeutig weltanschaulich. Nur schon in der Auswahl der Themen kommt man nicht drum herum. Und wenn man dann zB Staatsformen diskutiert oder Goethes Faust, dann gehts doch nur noch um Weltanschauungen, wer welche hatte und warum etc.[/quote] ja, das sind schwachstellen... korrekt. nun, geschichte würde ich aber rausnehmen, wenn es nur um die vermittlung geschichtlicher daten ohne jede wertung geht. bei philo und literatur könnte ich mir vorstellen, dass bei diesen fächern keine benotung existiert... damit jeder auch wirklich seine meinung äussern kann und nicht dem lehrer nach dem munde redet, um keine schlechte note zu bekommen. und bevor gefragt wird: ich habe genau diese erfahrung machen dürfen. im ethik-unterricht... |
| LaChatte | Das ist wohl der grosse Haken am Ethik-Unterricht: dass die Lehrer dort wirklich auch vorleben müssen, was sie unterrichten - bei den andern Fächer kommen sie je nachdem auch gut weg, wenn sie Schlufis sind... Wo findet man bloss solche Leute? |
| Tiberon | was aber, wenn das mit der - und es ist nur ein Bsp. unter vielen - Nächstenliebe in meiner Wertvorstellung keinen Platz einimmt? Und ich will auch nicht, daß dereinst meinen Kindern solch ein Unfug eingetrichtert wird. zu meiner anderen Aussage, die ich wirklich etwas unglücklich formuliert habe (schon ein Schuß ins Knie;)): Es [b]gibt[/b] Leute, die sich meine Verachtung verdient haben. Natürlich nicht automatisch, sonder genauso schwer, wie die Achtung jene, die meine haben. Doch kann das nicht von alleine kommen, das eine sowenig, wie das andere. Und die Art die Bibel, oder zumindest meine Zitate, so auszulegen wie du's hier tust, heisst bei mir opportunistisch. Die Idee mit den nicht benoteten Fächern klingt gut; es mag aber schwierig werden, da dann halb- oder nichtintressierte Schüler zur Mitarbeit zu bewegen. |
| LaChatte | Ich hab ja wohl auch ein Recht auf meine Meinung, oder? Und ich begründe sie auch gerne. Wär hier aber zu sehr OT *blick zum Mod;) * Allerdings: wärst du dafür, dass solche Sätze diskutiert werden? Das Ziel ist ja nicht Indoktrination, sondern, dass sich jeder eine eigene Meinung darüber bildet, und wenn möglich eine gut begründete. Und sicher nicht jeder die gleiche. Es gibt auch Leute, mit denen ich so wenig wie möglich zu tun haben will, aus diesem oder jenem Grund - aber dennoch respektiere ich sie als Menschen, als Wesen, die genau so viel Recht haben, auf diesem Planeten zu sein, wie ich. Was noch lange nicht heisst, dass ich mit ihren Handlungen einverstanden bin.... (ups, doch OT) Für den Unterricht generell ist es wohl gar nicht so schlecht, wenn jeder Schüler und jede Schülerin mehrere Lehrpersonen hat, um auch eine Vielfalt von Weltanschauungen erleben zu können - da wird auch Indoktrination schwierig. Was nicht heisst, dass ich für eine Quote von Rechtsradikalen pro Schulhaus plädiere... um Himmels willen, nein... |
| Tiberon | Der "Quoten-Fascho" - das wär liberal :D und ich wär schon dafür dies weiter zu diskutieren hier ists nun nur doch schon etwas OT .. |
| LaChatte | Äh, was genau denn nun? Sonst mach doch der Korrektheit halber einen neuen Thread auf... ich bin dabei... |
| Tiberon | mach du mal bitte, ich mach nämlich jetzt feierabend .. |
| LaChatte | Also, dann mach ich mal.... aber nicht hier, sondern im Philosophen, passt wohl besser und für den Rest: Back to topic please! |
| Montrose | @rüsi. Geschichte ist auch Weltanschauung. Historische Daten an sich sind ja bedeutungslos. Sondern erst mit der Auswahl und Pointierung der Daten, dem Aufzeigen von Zusammenhängen erschließt sich, "wie es wirklich war". Gerade an der Geschichtsdeutung von BRD vs DDR zeigt sich aber, daß reine Fakten so oder so gedeutet werden können. Also: Geschichte ist auch nicht ideologie-frei. Ich würde aber noch einen Schritt weitergehen: auch die Naturwissenschaften beruhen ja nicht einfach auf Fakten, sondern bekommen ihre Bedeutung erst im gesellschaftlichen Rahmen. Habermas hat sich darüber ausgelassen. Krasse Beispiele: Erblehre im Dritten Reich, Forcierung der Atomforschung im Dienste der Kriegsführung. Naturwissenschaften sind immer in einen weltanschaulichen Kontext eingebunden, reine Wissenschaft ist unmöglich. Dies gilt auch für die Neuzeit: natürlich bestimmen Finanziers, öffentliche Meinung und Ethikkommissionen mit, wo's langgeht, und nicht alleine die Naturwissenschaftler. Wenn Jugendliche nicht mehr in weltanschaulicher Diskussion ausgebildet werden, sind sie Leuten, welche weltanschauliche Ziele verfolgen, ausgeliefert. Religions- und Ethikunterricht gibt Jugendlichen eine Chance, bei der Gestaltung der Gesellschaft mitreden zu können. Denn die Führer eines Volkes sind definitiv keine Naturwissenschaftler (okay Merkel ist Physikprofessorin, Lafontaine ist auch Physiker, aber für ihre politische Arbeit ist das schnuppe), sondern sie betätigen sich geisteswissenschaftlich. Warum junge Menschen von der Macht abhalten, indem man sie in nebensächliche Details verstrickt, anstatt ihnen den Blick auf's Ganze zu gewähren? Mehr mathematische Formeln, mehr Englischvokabeln, mehr Physik, und alles immer früher - der sicherste Weg, um die Jugend zu verblöden. Die baden-württembergische Kultusministerin Schavan hat das auch kapiert. Zur Reifung der Persönlichkeit sind religiöse, literarische und weltanschauliche Überlegungen mindestens genauso wichtig wie Naturwissenschaften. Nachtrag: Die Aufforderung "jeder solle selbst entscheiden, was er für richtig hält" ist genauso unsinnig wie die Aufforderung "lern das Sprechen, ohne daß es dir jemals einer beigebracht hat." |
| Rücksitzpunk | @monty: [QUOTE][B]Also: Geschichte ist auch nicht ideologie-frei.[/b][/quote] wenn nur die reinen fakten auf den tisch gelegt werden, ist geschichte ideologie-frei. natürlich dürfen solche dinge wie zum beispiel in der nachkriegs-geschichtsschreibung nicht passieren. ebenso denke ich, dass auch die naturwissenschaften an sich ideologie-frei sind. es handelt sich dabei nur um informationen, die unabhängig von der politischen umgebung existieren. 1+1=2 galt unter stalin wie auch unter hitler. und gilt auch jetzt noch, genauso wie zum beispiel das periodensystem der elemente. wann welche information enthüllt wird, kann durchaus von der politischen umgebung abhängig sein, zugegeben. [quote][b]Naturwissenschaften sind immer in einen weltanschaulichen Kontext eingebunden, reine Wissenschaft ist unmöglich. Dies gilt auch für die Neuzeit: natürlich bestimmen Finanziers, öffentliche Meinung und Ethikkommissionen mit, wo's langgeht, und nicht alleine die Naturwissenschaftler.[/b][/quote] in der forschung stimme ich dir zu (siehe oben). aber die in der schule vermittelten daten sollten unabhängig davon sein. es geht ja in der schule darum, bereits vorhandenes wissen weiterzugeben. [quote][b]Religions- und Ethikunterricht gibt Jugendlichen eine Chance, bei der Gestaltung der Gesellschaft mitreden zu können. [/b][/quote] tu da einen falschen lehrer hin, und schon hast du beeinflussung, im extremfall indoktrination. [quote][b]Zur Reifung der Persönlichkeit sind religiöse, literarische und weltanschauliche Überlegungen mindestens genauso wichtig wie Naturwissenschaften.[/b][/quote] wirklich sicher, dass das bei jedem der fall ist? [quote][b]Nachtrag: Die Aufforderung "jeder solle selbst entscheiden, was er für richtig hält" ist genauso unsinnig wie die Aufforderung "lern das Sprechen, ohne daß es dir jemals einer beigebracht hat." [/B][/QUOTE] nö, sehe ich nicht so. jeder ist in der lage, sich mit der zeit ein eigenes wertesystem und weltbild aufzubauen, ohne unterstützung. es müssen nur die anfangsinformationen zur verfügung gestellt werden und gut ist. |
| Corax | Mal eine kleine Anmerkung, vielleicht wurde sie hier schon gepostet wenn ich ehrlich bin hab ich nicht alles gelesen, ich verzieh mich danach auch gleich wieder aus dem Thread. Also, der Glaube gehört definitv nicht in die Kirche, da die Kirche alles an Glauben nieder geworfen hat, die Kirche ist ein einziger Schandfleck,... der Glaube an sich ist überhaupt nichts verbindliches, man kann immer und überall glauben. |
| TheDark | Hi, @Rücksitzpunk, Tiberon Auch wenn ich vom thema jetzt ein wenig abweiche. wenn nur fakten in der schule unterwisen werden sollen, na denn gute nacht. Zwangs weise bedeute nur fakten unterweisen: Musikuntericht fält weg: Ein intrument gibt unter der Folgenden bedingungen einen ton von sich. das ist fakt. ein instoment zu spielen oder zu lernen reichen leider keine fakten aus sondern auch einfühlung (was kein fakt ist) Die tönen an einanerreihen ist Phantasie und gefühl das resultat kann auf gefühls ebene eine weltanschaung sein. Zwand läufig muß die Musik vom Lehrplan gestrichen werden ! Genauso kunst und werken, beides haben denn nichts mehr in der schule zu suchen, das beides nicht mehr mit reihnen mit fakten zu begreifen sind sondern auch phantasie und gefühl brauche. Vorfür noch literatur lesen oder aufsätze schreiben. das ist welt anschaung und phantasie. usw. Schön zu wissen, da unter den bedingunen die jugend zwar Fakt wissen hat. aber was wird aus foschung und wissenschaft, wenn die jungen denn nicht mehr in der lage ist von bekannten fakten mal abzuweichen und ihre eigenen ideen zu entwickel. eine mond basis zu bauen auf den stand der momentanen technik nicht möglich da diese jedoch alf fakt unterichtet wird wirds auch keine weiterentwickung geben. Das ist der selbe effekt wie im mittelalter: Wenn gotte gewollt hätte das der mensch fliegen kann der hätte er ihm flügel gegeben. |
| TheDark | ach eines habe ich vergessen, Was hilft es fakten zu lernen, wenn die zusammenhänge nicht verstanden werden. Schön zu wissen, das eine schlat im teuteburger wald gab, aber was ist mit den wiso und warum. Auch schön zu wissen das 1+1=2 ist aber nicht begriffen wird daß 2+2+*2 nicht gleich 8 ist |
| Tiberon | Soo genau muß man das ja nun auch nicht aufdröseln. Ich für meinen Teil prangere nur die christl. Wertvermittlung durch die Schule an. Es müssen natürlich auch die gelernten Fakten irgendwie in Zusammenhang gebracht werden. Doch der inhaltliche Rahmen sollte soweit wie nur irgend möglich .. hmm .. 'undefiniert' sein. |
| Rücksitzpunk | um mal auf das beispiel schlacht im teutoburger wald zu kommen: natürlich sollen die zusammenhänge klar sein, also das die germanen die römer gehauen haben, um sie von der eroberung ihrer gebiete abzuhalten... das schon. aber: eine wertung sollte ausbleiben... |
| Montrose | [SIZE=1][QUOTE] [COLOR=yellow]Montrose[/COLOR]: Zur Reifung der Persönlichkeit sind religiöse, literarische und weltanschauliche Überlegungen mindestens genauso wichtig wie Naturwissenschaften. [COLOR=yellow]rüsi[/COLOR]: wirklich sicher, dass das bei jedem der fall ist?[/QUOTE][/SIZE] Davon bin ich überzeugt. [SIZE=1][QUOTE][COLOR=yellow]Montrose[/COLOR]: Die Aufforderung "jeder solle selbst entscheiden, was er für richtig hält" ist genauso unsinnig wie die Aufforderung "lern das Sprechen, ohne daß es dir jemals einer beigebracht hat." [COLOR=yellow]rüsi[/COLOR] nö, sehe ich nicht so. jeder ist in der lage, sich mit der zeit ein eigenes wertesystem und weltbild aufzubauen, ohne unterstützung. es müssen nur die anfangsinformationen zur verfügung gestellt werden und gut ist.[/QUOTE][/SIZE] Da Du selbt ja in der Schule an geisteswissenschaftlichen Fächern, zumindest Deutsch teilgenommen hast, kannst Du nicht beurteilen, ob Du ohne diese Fächer heute das wärst, was Du bist. Dies gilt für alle Standpunkte hier auf dem Board. Ich kann nur dann gegen Kirche sein, agnostisch, sozial-orientiert, Freiheit postulieren oder leugnen, wenn mir diese Begriffe überhaupt bekannt sind. All diese Begriffe sind aber komplexe kulturelle Konstrukte und keine Fakten. Ich bezweifle auch, daß es jemals ein Computerprogramm geben wird, das alleine aus Fakten ein sinnvolles Weltbild zusammenbastelt. Mir ist durchaus bekannt, daß es Computerprogramme gibt, die selbständig irgendwelche semantischen Netze zusammenstricken. Aber um einen sinnvollen output zu bekommen, muß man dem Rechner auch erst gewisse Spielregeln implementieren, die eben nicht Fakt, sondern Konvention sind. Die Leute diskutieren, ohne sich bewußt zu machen, woher eigentlich ihe Diskussionsgrundlage stammt. Die stammt eben nicht (nur) aus ihrem eigenen Kopf, sondern wurde von anderswoher entnommen. Geisteswissenschaft macht das WOHER bewußt und dadurch die Menschen erst frei, sich selbst zu entscheiden. |
| TheDark | War eben auch nochmal ein kleines Polarisieren. um mal kurz beifakten zu bleiben: 1. In deutschland ist das Christentum Staats religion ( Nein wir sind nicht die einzigen die so etwas habe ) 2. vom stat werden die fächer vorgegeben 3. was in den fächern vermittelt wird kommt vom land Wenn es euch interessiert, was in der grund schule unterrichtet wird, Sucht doch einfach mal in google nach Lehrplan und bundesland Kann mir mal bitte erklären, warun das bayrische bildungs ministerium die lehrpläne nicht bereit stellt? |
| LaChatte | @montrose das finde ich sehr schön, wie du das ausdrückst - i'm flabbergasted:p |
| Ianus | WAS?!? religion ist vorgeschrieben? keinsfalls. es gibt genug schulen, in denen es statt religion ethik gibt oder sonst was. ich selbst bin auf einer privaten jesuitenschule gewesen und war froh, dass es überhaupt ne trennung zwischen evangelischen und katholischen gab. allerdings kein ethik. und religion musste von der 5 bis zum abi beibehalten werden. naja, eigentlich hatte ich meinen spaß. wenn ich nicht gerade musik gehört habe, gelesen habe oder wenn meinem atheistischen nachbarn und mir der gesprächsstoff ausging, beiteiligten wir uns ab und zu mal am unterricht mit aussagen, dass die bibel auch ohne einen gott auskommen würde oder dass der glaube an wunder blasphemie sei, denn der allmächtige gott hat die welt doch so perfekt geschaffen, dass er gar nicht mehr eingreifen müsste, um sie noch besser zu machen... nein, eigentlich hatte ich meinen spaß... nur unsere lehrer nicht... soviel zu meiner meinung euer ianus |
| Montrose | [QUOTE]Ich selbst bin auf einer privaten jesuitenschule gewesen und war froh, dass es überhaupt ne trennung zwischen evangelischen und katholischen gab. [/QUOTE] Wie meinst Du das? |
| Moredhel | @ The Dark: [QUOTE]nicht begriffen wird daß 2+2+*2 nicht 8 sind[/QUOTE] Äh, was? |
| gloryous | Hallo ! Ich gehe auf eine schule in christlicher trägerschaft (wie es so schön heiß) das ich da irgendwie aus dem rahmen falle brauche ich wohl ich zu betonen :D ich finde religionsunterricht sehr gut , obwohl ich nicht gläubig bin. ich bin aber auch keiner von diesen coolen christen-hassern. (s. o.a. orkus kleinanzeigen wie z.B.: ich (w/14) suche kontakt ..... mir ist egal ob ihr satanisten oder so seid, nur BITTE KEINE CHRISTEN ) :mad: meine reli-lehrerin ist eine echte hardcore christin und sie will das christentum natürlich auch zu im unterricht vermitteln und uns zu guten, gläubigen christen machen. aber wenn man von ihren mehr oder weniger starken einseitigen darstellungen absieht , mache ich gerne reli. es ist immer wieder super mit ihr zu diskutieren! denn eins muss ich ihr lassen, sie ist sehr intelligent und belesen. sie weiß,dass ich nicht glaube, dass habe ich ihr offen gesagt und auf der basis kommen wir gut aus. ich darf z.B. die themen bei den pflichtreferaten "der historische jesus und außerchristliche quellen" bearbeiten . die anderen müssen das markusevangelium oder ähnliches bearbeiten :p *schadenfrohsei* grüße ,gloryous P.S.: stellt die christen unter naturschutz :D |
| Ianus | @ montrose: wie ich das meine? nun, im katholischen unterricht wurde denen so ziemlich alles eingehämmert, was die katholische kirche so an propaganda zu bieten hat. entweder kommt man da als gläubiger christ raus, oder als absoluter kirchenhasser. im evangelischen reli-unterricht hatte man zumindest etwas spielraum, was die art des unterrichts anging, z.b. diskussionen, meinungsäußerungen. im katholischen unterricht ist sowas gar nicht möglich gewesen bei uns: entweder du stimmst zu, oder du kannst über ne drei noch glücklich sein... das meine ich damit. ich habs noch echt gut gehabt. |
| TheDark | HI zusammen, @ Moredhel ich meinte 2+2*2 nicht gleich 8 @ Ianus Somit ist religions Unterricht nicht gleich religions Unterrichet. @ all Was weiterfolgend heist, das religions Unterricht im Allgemeinen nicht gleich Bekehrung bedeutet. Alles nur eine frage: wie und was wird im releigions unterricht unterwiesen. |
| LaChatte | Ich habe nun für meine Kiddies die konkrete Aufgabe bekommen: einerseits natürlich, mit ihnen über die grossen Fragen des Lebens zu diskutieren, über die Weltreligionen zu sprechen, ihnen Wissen zu vermitteln - andererseits aber, und das sei sogar eigentlich der wichtigste Teil an der Sache, die Kinder auf dem Prozess, der dadurch ausgelöst wird, zu begleiten. Also, zum Beispiel, wenn man über die Schmerzen spricht, die Jesus am Kreuz hatte, das Thema "Schmerzen" mit den Kindern zu bearbeiten - sie ihre eigenen Erfahrungen erzählen zu lassen, von ihnen gelebte Sitationen, die schmerzhaft waren zu diskutieren, und auch Lösungen zu finden, wie man mit Schmerzen sinnvoll umgehen kann. |
| Tiberon | ich klopf nur auf den Busch, aber [i]... andererseits aber, und das sei sogar eigentlich der wichtigste Teil an der Sache, die Kinder auf dem Prozess, der dadurch ausgelöst wird, zu begleiten.[/i] heißt das nicht lediglich, sie zu "guten Christen" zu machen ? evtl., ohne dir zu nahe treten zu wollen, auch, oder gerade im Kontext deiner Person an sich? |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i] [B]Also, zum Beispiel, wenn man über die Schmerzen spricht, die Jesus am Kreuz hatte, das Thema "Schmerzen" mit den Kindern zu bearbeiten ... [/B][/QUOTE]"Jesus am Kreuz" ist eine der Sachen, die ich an der Kirche nicht verstehe. Warum wurde gerade das Kreuz als Symbol für die Kirche gewählt? Ich kann mich da immer nicht des Eindrucks erwehren, daß es eine Warnung ist: "Das wird euch auch passieren, wenn ihr versucht, die Welt zu verbessern!" |
| Tiberon | habe vor ein paar Wochen dazu erst irgendwo ein Bild gesehen, mit der Unterschrift "Was, wen die Römer gepfählt hätten ?" ;):D |
| LaChatte | @Tiberon nein, es muss nicht unbedingt katholisch-protestantisch-kirchlich-christlich sein. Ich darf ruhig auch zum Beispiel ein heidnisches Ritual mit ihnen machen, oder mit ihnen eine Moschee besuchen, oder mit ihnen Plato lesen, und und und. Aber ein Grundwissen zur Bibel find ich schon noch wichtig in unserer Kultur - nicht, dass man mit allem einverstanden ist, aber dass man schon weiss, worum es geht. @the Turning Point das Kreuz ist ein Symbol für das, was der Christus getan hat: der Querbalken symbolisiert die Materie, die Erde, den Boden. Der senkrechte Balken symbolisiert das Göttliche, das Spirituelle, unsere Verbindung zum Himmel. Und Jesus Christus ist der, der uns gezeigt hat, wie wir unseren Alltag (den waagrechen Balken) mit dem Spirituellen (dem senkrechten Balken) verbinden können. Schliesslich hat er es freiwillig gemacht - ein Mensch, der den Stürmen befiehlt, wird auch in der Lage sein, alle seine Feinde zu vernichten, wenn er es denn wünscht. Ich finde es aber auch falsch, das heisst eine Politik der Angstmacherei, dass in den Kirchen eine so grosse Betonung auf den Schmerz gelegt wird, und nicht auf die frohe Botschaft, die Jesus uns gebracht hat. |
| Tiberon | Dein Jesus zeigt mit seiner "frohen Botschaft" :D den Kindern doch maximal, wie der 'Alltag' mit der christl. Spiritualität in Verbindung gebracht wird. Das widerspricht sich mit deiner ersten Aussage. und mal ehrlich .. würdest du den Kindern z.B. Wertschätzung der Ahnen nahebringen, oder wird das nicht autom. so ein chr. Zeuchs mit die sind nu im Himmel usw.? |
| LaChatte | :rolleyes: nee, das wird nicht automatisch so ein "christliches Zeugs" Und die Botschaft IST ein frohe Botschaft - wenn die Pfarrer etwas anderes predigen, ist das ihr Problem, und nicht das der Botschaft. Die Kirche hat über die letzten Jahrtausende erstaunliches Talent gezeigt, alle positiven Aussagen so zu verdrehen, dass sie den Menschen Angst und Schrecken einjagen... da musst du schon differenzieren. |
| Tiberon | Muß ich das ? Nur weil die Kirche heute auf den Blümchenfaktor setzt ? Mehr als 1500 Jahre Blut, Mord und 'Antimenschsein' stehen hinter diesem Glauben. Es ist, finde ich, als würd ich den Nationalsozialismus verherrlichen, weil mir die körperliche Ertüchtigung bei HJ und BDM so gut gefällt .. Und selbst wenn ichs so positiv wie mir nur irgend möglich betrachte, gibt es bei vielen Sachen das friedliche Miteinander - bei eurem Jesus nur das friedliche Sein - und das disqualifiziert! |
| LaChatte | Ja, du musst (oder solltest, zumindest) - glaubst du denn, Jesus habe Blut, Verfolgung, Inquisition, Intoleranz undsoweiter gefordert? Nein, im Gegenteil - er hat diese Dinge als nicht sinnvoll und nicht nützlich gelehrt. Mit gelebtem Christentum hat dass alles gar nichts zu tun, auch wenn die Etikette "christlich" daran gehängt worden ist... Es ist, als würdest du Sport grundsätzlich scheisse finden, nur weil auch die Nazis Sport gefördert haben... Oder die deutsche Sprache scheisse findest, nur weil die Nazis deutsch gesprochen haben... |
| Tiberon | Deiner fabulösen Märchengestalt stehen aber 2000 Jahre Realität gegenüber zudem, ich wiederhol mich gern: Und selbst wenn ichs so positiv wie mir nur irgend möglich betrachte, gibt es bei vielen Sachen das friedliche Miteinander - bei eurem Jesus nur das friedliche Sein - und das disqualifiziert! nur vom Verdehen verlieren meine Aussagen nicht an Gehalt |
| LaChatte | Warum sollte "das friedliche Sein" disqualifizierend sein? Und wo verdrehe ich deine Aussagen? |
| Tiberon | Verdrehend insofern, als das dein 'Nazigleichnis' durchaus Gültigkeit besitzt, auf meines aber nicht eingeht. Mit dem friedlichem Sein in diesem Kontext will ich auf den totalitären Anspruch anspielen. Dein Gott denkt für alle Menschen der Welt verantwortlich zu sein. Sobald das Chr. u.ä. mit einbezogen werden, ists aus mit einem Miteinander; denn wo meine Götter wie viele andere auch [i]zeigen[/i] wird den Christen befohlen, was diese idr auch gleich auf den Rest der Menschheit anwenden wollen. |
| Lord Angelus | Jetzt muss ich mich mal einmischen. Als Magier, der sich mit dem CT nur allzugut auskennt und sehr wohl weis, was dahinter steckt muss ich das CT verteidigen, denn in keiner anderen Religion fand ich so starke Möglichkeiten die Magie zu integrieren und durch die Mythologie zu praktizieren, da es an ältere Mythologien angelehnt ist und viele andere Geisteshaltungen assimiliert hat. Es ist nicht falsch seine Kinder dem Christentum auszusetzen, es ist nur falsch sie ohne Elterliche Führung auf diesen Weg zu schicken. Lord Angelus __________________________________________________ Omnes mundi creatura quasi liber et pictura nobis est in speculum. |
| LaChatte | @Tiberon da hast du tatsächlich ein anderes Christentum als ich... - der christliche Gott hat uns den freien Willen und also auch die Verantwortung für uns selbst gegeben. - den Christen wird nichts befohlen, sondern nur empfohlen - es werden Handlungsweisen und daraus resultierende Konsequenzen aufgezeigt. Doch was du tust, entscheidest du ganz allein. @Lord Angelus da würde es mich interessieren, mehr davon zu hören - wie du die Magie ins Christentum einbindest... |
| Chaos | @Lord Angelus: klar kann man im Christentum viel einbinden. Und ich sage Dir jetzt auch mal warum. Die Christen haben damals einfach einige Bräuche der jeweilligen Religionen übernommen um die Menschen so dazu zu bringen den "wahren Glauben" anzunehmen. Ich denke nicht das man Kinder in diesem Glauben erziehen sollte, weil ich es besser finden würde wenn sie von Anfang an mit der Vielfalt der Religionen bekannt macht und sie so dazu bringt darüber nachzudenken und selbst zu entscheiden was für sie der Richtige Weg ist. Die Bibel ist in meinen Augen ein Märchenbuch in welchem die Frauen als Gebärmaschinen etc. dargestellt werden. Zudem dürfen wir nicht vergessen das dieses Buch von Mönchen geschrieben wurde. Ich denke jedem ist klar worauf ich damit hinaus will. |
| LaChatte | @Chaos Gerade weil das Christentum fähig ist, viele andere religiöse Richtungen und Bräuche zu integrieren, ist es doch eine gute Basis, von der aus man starten kann, um auch andere Religionen kennen zu lernen... Und dass Frauen in der Bibel als Gebärmaschinen dargestellt werden, ist mir bisher noch nicht aufgefallen - wo? |
| Chaos | Nein sie haben es nur getan um zu die Menschen zu manipulieren. Diese Missionare waren Fanatiker die alles getan haben um ihren Glauben durchzusetzen. Ähm ich erinnere an folgendes: Gebärt eine Frau nur Mädchen ist es ihre Schuld und die Männer durften sie verstoßen, das gilt auch für den Fall der Unfruchtbarkeit. Gebar sie Söhne war sie gut genug. Prima Plan!!! :mad: Desweiteren waren Frauen weniger Wert als Sklaven! Ausserdem sind wir in diesem Buch an allem Schuld und damit habe ich so meine Schwierigkeiten. |
| LaChatte | Das ist AT - und das NT ersetzt das AT... Jesus hat sich bekanntlicherweise für die Ehebrecherin, die gesteinigt werden sollte, eingesetzt.. Und welche "wir" sind an was schuld? |
| Chaos | Ja prima aber die Männer sind trotzdem abgedreht wenn sowas passiert ist. Ausserdem war das nur eine für die er sich eingesetzt hat. Und bedenke wie die Frauen die letzten 2000 Jahre behandelt wurden und teilweise noch behandelt werden. Mit wir meinte ich die Frauen! |
| Tiberon | Das [i]Einverleiben[/i] ist genau der Punkt. Dieses 'Borg-ähnliche' Verhalten ist das allerschlimmste an der ganzen Sache. Die Individualität der verschiedensten geistigen Strömungen ist erhaltenswert Sie alle unter einen (kath.) Hut zu stecken kommt einem Genozid gleich. Eine gute Basis ? EIN SCHeiterhaufen !! Und LaChatte, egal wie du die Bibel drehst, mir ists unerklärlich, wie man als Frau die Bibel lesen kann, ohne zum Streichholz greifen zu wollen |
| Chaos | Na zum Streichholz würde ich nicht gleich greifen, weil die Bibel zeitweise äusserst amüsant ist. Man nehme als Beispiel die amüsanten Filme über dieses Buch. z.B.: Dogma oder Der blutige Pfad Gottes. Ich bin nicht gerade ein gläubiger Mensch aber dieses Buch ist besser als jedes Märchenbuch. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i] [B]Die Kirche hat über die letzten Jahrtausende erstaunliches Talent gezeigt, alle positiven Aussagen so zu verdrehen, dass sie den Menschen Angst und Schrecken einjagen... da musst du schon differenzieren. [/B][/QUOTE]Das meinte ich mit meiner Bemerkung zum Kreuz. Die Bibel ist in meinen Augen ein sehr aufschlußreiches Geschichtsbuch und bietet vor allem im Neuen Testament eine Vielzahl von Anregungen für das eigene Handeln. Nur werden die Aussagen meiner Meinung nach durch die Kirche oft ins Gegenteil verkehrt. Ich denke, Franz Schubert hat nicht ohne Grund in seiner wundervollen Messe Nr. 6 den Passus "Ich glaube an die katholische Kirche" aus dem lateinischen Messe-Text herausgestrichen. |
| Tiberon | [quote]den Christen wird nichts befohlen, sondern nur empfohlen - es werden Handlungsweisen und daraus resultierende Konsequenzen aufgezeigt. Doch was du tust, entscheidest du ganz allein[/quote] darf ich müde lächeln ? Mit Himmel und Hölle im Hintergrund tun sich natürlich 1000e Möglichkeiten auf :rolleyes: @TheTurningPoint: wenn du dem NT eine Vielzahl Anregungen entnimmst, ok, kann ich nix machen .. Aber dies darf NICHT der Allgemeinheit und schon gleich garnicht Kindern in der Schule aufgedrückt werden mir scheint auch, La Chatte, daß wir über 2 verschiedene Sachen reden .. beschäftige ich mich mit der Bibel, sehe ich durchaus die 'Weisheiten' die da hinterlegt sind, allein mir fehlt der Weg sie anzuwenden - und es gab vor Jahren eine Zeit, wo ich's wirklich versucht habe - es ist und bleibt eine Religion von Kamel- und Eselstreibern, deren Regeln mir das Überleben in der Wüste wohl erst ermöglichen (zumindest einen möglichen Weg zeigen) Gehe ich in den Wald, sehe ich GARnichts, was mich auch nur entfernt an Jesus oder auch das CT allgemein erinnert In der Wüste muß ich mir als Fremdkörper vorkommen, im Wald, auf Auen, Wiesen und Feldern bin ich Teil des Ganzen und der Gedanke mich von irgendeiner Schuld zu befreien bleibt nicht mehr, als eine verwirrte Albernheit Jemand kniet vorm Kreuz .. Ihr möget es als Demut bezeichnen, oder Wertschätzung, oder Respekt Ich sehe nur kriecherische Unterwürfigkeit Sündenfall, Erbsünde .. blah blah ... Es nimmt einem jeglichen Stolz Es 'entmenschlicht' |
| LaChatte | Ich hab mir mal erlaubt, in den vier Evangelien die Stellen nachzuzählen, an denen die Hölle erwähnt wird - es sind pro Evangelium ungefähr zwei oder drei, im Gegensatz zu ich weiss nicht wie vielen Malen, an denen vom Himmel gesprochen wird. Die Hölle ist in erster Linie eine Erfindung der Kirche - ein Machtinstrument - und hat mit der Botschaft Jesus nichts zu tun. Und bekanntlich wurde an den Evangelien auch noch etwas herumgebastelt (wohl in bester Absicht) bevor der endgültige Kanon der Bibel zusammengestellt wurde... Und Tiberon, wenn du in den Wald gehst, könntest du an das Wort denken: "Seht ihr die Lilien auf dem Felde? Sie säen nicht, sie ernten nicht, und doch sind sie schöner gekleidet als Salomo in all seiner Pracht - der Vater im Himmel schaut für sie, genau wie er auch für euch schaut" (frei aus dem Gedächtnis). Was man in Bezug setzen könnte zum Gebet "unser tägliches Brot gib uns heute" (und nicht: "Den Vorrat bis zum Ende unseres Lebens gib uns heute"). Was heissen will: Gott schaut für alle seine Wesen, für die kleinsten und für die grössten - und dass wir uns durchaus die Lilien als Vorbild nehmen könnten, denn sie sind einfach, sie leben einfach. Und wenn Jesus nur eine Frau gerettet hat, und nicht alle auf der ganzen Welt, dann wohl darum, weil er uns zeigen wollte, wie wir, die Menschen, handeln sollten aneinander - nämlich nach seinem Beispiel. Wenn wir es nicht tun, ist das denn sein Fehler? Und die Kirche tut Sachen nicht "einverleiben", sondern eher "integrieren" - wie den Weihnachtsbaum, zum Beispiel. Und das ist nicht ganz das Gleiche... @Turning Point [QUOTE]"Ich glaube an die katholische Kirche" [/QUOTE] Hm, lustig - wenn ich ab und zu doch mal eine Messe besuche (was selten vorkommt), dann lass ich diese Zeile des Glaubensbekenntnisses auch immer aus..:p Ich wusste gar nicht, dass ich da ein so prominentes Vorbild habe... @Chaos ich sehe immer noch nicht ein, woran wir Frauen schuld sein sollten - die Frauen kommen gerade bei der Kreuzigung gut weg: Männer haben Jesus ans Kreuz geschlagen, die männlichen Jünger sind dann abgehauen, nur die Frauen sind geblieben - und Frauen haben als erste den auferstandenen Jesus gesehen. Wenn die Kirche behauptet, die Frau habe keine Seele (oder nur gerade eine teuflische) und so weiter, dann hat das auch nur mit der Kirche, einer menschlichen / männlichen Organisation zu tun, und nichts mit der Botschaft des Jesus. |
| Chaos | @La chatte Und wer ist schuld das die zwei Leutchens aus dem Paradies geflogen sind? Wer hat denn in den Apfel gebissen? Wer wollte Johannes den Täufer köpfen? Wer hat Samson die Haare abgeschnitten? Angeblich waren wir das. Ausserdem hast Du mal die Offenbarung des Johannes gelesen? Die Bibel und der christliche Glauben besteht aus Lebensweisheiten die sie von den alten Religionen geklaut haben, weil sie sonst nie bestanden hätte. Die Zeit der Christen ist abgelaufen. Die Welt ist im Wandel. Die alten Kulturen finden immer mehr zulauf. Und ich denke das ist gut so. |
| Tiberon | [QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i] [B]... "Seht ihr die Lilien auf dem Felde? Sie säen nicht, sie ernten nicht, und doch sind sie schöner gekleidet als Salomo in all seiner Pracht - der Vater im Himmel schaut für sie, genau wie er auch für euch schaut" (frei aus dem Gedächtnis). Was man in Bezug setzen könnte zum Gebet "unser tägliches Brot gib uns heute" (und nicht: "Den Vorrat bis zum Ende unseres Lebens gib uns heute"). Was heissen will: Gott schaut für alle seine Wesen, für die kleinsten und für die grössten - und dass wir uns durchaus die Lilien als Vorbild nehmen könnten, denn sie sind einfach, sie leben einfach. ... Und die Kirche tut Sachen nicht "einverleiben", sondern eher "integrieren" - wie den Weihnachtsbaum, zum Beispiel. Und das ist nicht ganz das Gleiche...[/B][/QUOTE]Integrieren ? Wie du weiter oben schon schön bemerkt hast, [b]assimiliert[/b] die Kirche. Von den einverleibten Sachen bleibt nichts als ein leeres chr. Mischmasch. Ich will keinen Kult, keinen Geist, nichtmal einen Brauch unter der Fuchtel eines überirdischen, alleinigen Gottes wissen - nicht wenns das auch als 'reines', ursprüngliches Element gibt. Ein (religiöses) Element unter kirchlicher bzw. christlicher [i]'Obhut'[/i] ist nicht mehr als der Tod des ganzen, im 'besten' Fall bleibt ein pervertiertes Zerrbild dessen, was es mal war (siehe z.B. Weihnachten). Dem kann ich nichts positives abgewinnen.. Das mit den Lilien versteh ich nichtmal ansatzweise, doch es klingt nicht so, als würd ich im Wald daran denken wollen ... |
| Lord Angelus | Einmische II Ein Kind im christlichen Glauben zu erziehen, ihm alles notwendige Mit auf den Weg zu geben und ihm die Möglichkeiten zu zeige, die es mit der Atomwaffe der Gotteskinder hat(dem Gebet), das erfordert viel Wissen, Weisheit und einen starken Glauben von den Eltern oder Paten. Das das Christentum sich viele Mythologien einverleibt hat ist für die, welche heute mit seinen Methoden agieren und in den "Regeln" und Gebräuchen all der geschluckten Gedankengüter handeln, da Beste überhaupt. In keiner anderen Religion, und ich habe schon so manche geprüft, kann man so an die eigenen und die Grenzen des Religionsaparates gehen wie im Christentum. Es liegt daher nur an einem selbst wie man mit diesem Machwerk von Mythologie und Ethik umgeht und seine Möglichkeiten nutzt. Aber das alles zu erlernen erfordert auch etwas Offenheit, und die, aus tiefstem Herzen kommende, Suche nach der Richtigen Ausdrucksform der christlichen Lehre und des gelebten Glauben. Ich darf hierfür zwei Kirchen anfügen in denen man durchaus fündig werden kann: - katholische Kirche (Erzdiozöse Bamberg) - Neuapostolische Kirche (Mitteldeutschland) - Zeugen Jehovas (Hamburg) - Evangelische Gemeinden (Hannover) Prüfe mal und das objektiv. gez. Lord Angelus |
| LaChatte | @Chaos Wer war schuld am Herauswurf aus dem Paradies? Wahlweise Gott (der die Versuchung erst gemacht hat), die Schlange (die Eva gesagt hat, sie solle essen), Eva (die gegessen hat) oder Adam (der auch gegessen hat) Jeder hat seinen Teil daran... Und neben den unsympathischen Frauengestalten, die du aufgezählt hast, gibts ebenso viele Männergestalten: Kain, der seinen Bruder tötete, König Saul, der unberechenbar und jähzornig war, Judas, der Jesus verriet... Man könnte die Bibel auch als männerfeindlich interpretieren: Männer sind verräterisch, treulos, ehebrüchig, gewalttätig... Aber ich gebe dir recht, wenn du sagst, dass das Christentum, die Kirche, in der heutigen Form nicht mehr lange existieren wird.. @Tiberon Bist du denn im Wald nicht ergriffen von der Schönheit der Natur, und spürst ein Göttliches, dass da wirkt? Religöse Formen ändern sich halt immer, so wie sich Menschen ändern... das ist nun mal der Lauf der Welt, und das ist auch gut so. |
| Rücksitzpunk | so, ihr lieben.... bitte versucht irgendwie on-topic zu bleiben... ich weiss ja, das das bei dem thema schwer ist... aber es geht hier um den [b]religionsunterricht an der schule[/b]... nicht darum, wer schuld ist, dass a. und e. rausgeschmissen worden, noch ob das christentum mit den borg vergleichbar ist oder nicht... bitte nicht noch ein christentum-gegen-den-rest-der-welt-thema *ächz* und, wenn möglich, auch keine propagierung irgendwelcher kirchen. danke schön. |
| Tiberon | [quote]Ein Kind im christlichen Glauben zu erziehen, ihm alles notwendige Mit auf den Weg zu geben und ihm die Möglichkeiten zu zeige, die es mit der Atomwaffe der Gotteskinder hat(dem Gebet), das erfordert viel Wissen, Weisheit und einen starken Glauben von den Eltern oder Paten.[/quote]Ich WILL das aber nicht verdammt und eins, egal wie schwer das ist. Und die Schule, die das mit meinen Kindern versuchen wird, unterrichtet die keinen einzigen Tag. Macht das von mir aus privat, aber haltets raus aus der Schule! Wenn du sooo an die Grenzen gehen kannst liegt das imo nur dran, daß diese nicht eben weit gesteckt sind. Religiöse Formen ändern sich, daß ist klar, doch muß dem ganzen doch ein kohärentes Gerüst zur Verfügung stehen. Ihr verdreht bloß - heute so, morgen so ... und statt auf Punkte einzugehen, kommt bloß irgendwelches weiteres Bibelzeuchs (das dann morgen genau andersrum gedeutet wird) .. danach Kinder erziehen ? IM LEBEN nicht ps: ich sehe göttlichkeit, wenn ich im wald bin, doch wie schon gesagt, es hat nichts aber absolut garnichts mit eurem geist aus der steinwüste zu tun |
| Lord Angelus | Wenn ich mein Kind in der Schule in die Relistunde schicke, dann aus einem einfachen Grund: Ich möchte, das mein Kind in der Relistunde die "Basics" lernt, um in späteren Situationen daraus Erfahrungen ziehen zu können. Ich sehe im Religionsunterricht weder Schaden noch sonst etwas für mein Kind außer Vorteilen. Es liegt allerdings das Gelingen des Unterrichts auch im Problem, wie die Lehrer den Stoff unterrichten. Da ist es dann egal welcher Pfarrer, Priester oder Pastor den Unterricht hält, oder ob es ein beauftragter Lehrer ist. Die Erfahrung ist wichtig. Und wie gesagt. Die Eltern müssen auch einen ganz großen Teil geistiger Reife mitbringen um dann Fragen der Kinder beantworten zu können. Da ist eine Defamierung des Christentums auf Grund seiner Vergangenheit kein guter Anfang. Die Grundlehre ist es die dann in der Hand der Eltern dem Kind zum Segen gereichen sollte. Aber wie gesagt. Dafür müssen die Eltern die richtige Einstellung in Herz und Verstand haben und nicht abweisend an dieses Thema herangehen. Lord Angelus |
| Chaos | @Tiberon: Du sprichst mir aus der Seele. Ich stimme Dir vollkommen zu. |
| Chaos | Also gut zu meinem Reliunterricht kann man folgendes sagen: Spitzenmäßig!!! Meine damalige Lehrerin hat uns geradzu ermutigt alles anzuzweifeln. Sie hat mit uns jede Religion und Sekte durchgenommen und uns dazu gebracht zu denken u.v.m. Stellenweise hätte sie mich zwar am liebsten ermordet, weil ich doch etwas sehr diskutierfreudig war, aber sie sagte mal sie mochte mich. Und diese Art des Unterrichts finde ich in Ordnung. Ich halte nur nichts davon wenn Kinder von Kindesbeinen an zu diesem Glauben "erzwungen" werden. |
| Lord Angelus | Wenn man Kinder erzwingt, dann muss auch ein wahrer Zwang vorhanden sein. Wenn man mal mit den Grundwerten anfängt, dann findet man die Worte Zwang und Chaos nicht, sondern man findet nur die Worte Liebe und Nächstenliebe. Wenn man Kinder also nicht in diesem Sinne erzieht, dann möchte ich nicht wissen, was dabei herauskommt. Was Diskussionsrunden im Reliunterricht angeht, so sind diese natürlich ganz nützlich und förderlich, jedoch kann man diese nicht in der ersten Klasse Grundschule ansetzen. Um diskutieren zu können und etwas anzuzweifeln muss vorher eine Zeit der Auseinandersetzung mit dem Thema gelaufen sein. Dies geht aber nur, wenn man den Religionsunterricht in der Schule annimmt. Dann kann ein gesunder Geist später die Fragen stellen, die er zu diskutieren wünscht. |
| Tiberon | Ich weiß nicht recht, worans genau liegt, aber ein paar deiner Aussagen, Lord Angelus, lassen meinen Puls in ungesunde Höhen steigen. Du weißt, was du hier dem einen oder anderen unterstellst ? [i][quote]Die Eltern müssen auch einen ganz großen Teil geistiger Reife mitbringen um dann Fragen der Kinder beantworten zu können. Da ist eine Defamierung des Christentums auf Grund seiner Vergangenheit kein guter Anfang.[/quote][/i] Womit du mir und einigen anderen geistige Mängel respektive Unreife attestierst ... [i][quote]Um diskutieren zu können und etwas anzuzweifeln muss vorher eine Zeit der Auseinandersetzung mit dem Thema gelaufen sein. Dies geht aber nur, wenn man den Religionsunterricht in der Schule annimmt. Dann kann ein gesunder Geist später die Fragen stellen, die er zu diskutieren wünscht.[/quote][/i] das klingt ja fast gut, ist aber mit einem ReliUnterricht als Träger christlicher Werte NIcht vereinbar - und eben dies wünscht du dir ja offensichtlich [i][quote]Aber das alles zu erlernen erfordert auch etwas Offenheit, und die, aus tiefstem Herzen kommende, Suche nach der Richtigen Ausdrucksform der christlichen Lehre und des gelebten Glauben.[/quote][/i] ich bin so frei und zitiere hierzu einfach Nitzsche: [i]zum Christentum wird man nicht geboren, man muß nur krank genug dazu sein.[/i] Ich habe versucht (ok, [u]evtl.[/u] mehr schlecht als recht) auf deine Anmerkungen hierzu einzugehen. Ein Verhalten, das ich dir hier zumindest abspreche, da ich weder sehe, wie du auf meine, noch auf die Beiträge Chaos' eingehst ... ach und nochwas, zur Erziehung gehört Zwang. Den verweichlichten, memmenhaften Ergebnisen der antiautoritären Erziehung gilts nicht nachzueifern. PS: bist du Priester oder sowas ? |
| Rectum | also ich muss sagen obwohl ich mit dem christentum keine verbindung spüre bin ich konfirmiert und habe religionsunterricht an der schule... allerdings muss ich es auch bestätigen das es teilweise doch sehr einseitig ist... als ich damals in der 8 klasse war wurden wir von unseren religions lehrern nach unserem glauben gefragt ... ich und ein weiterer mitschüler sagten das wir nicht an gott glauben... eine stunde später sprach unsere religions lehrerin zu der klasse und meinte das es hier 2 personen gitb die den glauben noch nicht gefunden haben und wir doch alle gemeinsam versuchen sollten sie zu dem glauben zuführen... ich find dies als eine ziemliche aufdrängung und sprach sie darauf an doch sie lehnte alles ab... als ich dann im konfirmanten unterricht dasselbe gefragt wurde sagte ich zu meinem pfarrer, dass ich an einen gott glaube das heisst ich mir vorstellen kann das es etwas übernatürliches gitb daher ich in der hinsicht der letzte bin der so etwas einfach verneint ... doch ich verehre diesen gott nicht... mein pfarrer darauf hin fragte ob er es interpretieren darf und ich sagte ja... darauf hin meinte er das ich einfach nur angst hätte mich meinem gott zuöffnen... von da an wusste ich das es einfach nur aufzwängung ist und die kirche ein intolleranz abstrahlt die man nicht nur im mittelalter sah... |
| LaChatte | [QUOTE]das klingt ja fast gut, ist aber mit einem ReliUnterricht als Träger christlicher Werte NIcht vereinbar - und eben dies wünscht du dir ja offensichtlich[/QUOTE] Natürlich ist es vereinbar - die Frage ist noch, was man genau unter "christlichen Werten" versteht.... Doch es gilt grundsätzlich, auch für Atheisten: um deinen Feind besiegen zu können, musst du ihn zuerst studieren. [QUOTE]ach und nochwas, zur Erziehung gehört Zwang. Den verweichlichten, memmenhaften Ergebnisen der antiautoritären Erziehung gilts nicht nachzueifern.[/QUOTE] Den Schlägen und Tatzen der Fünfziger Jahre trauere ich bestimmt nicht nach... Und zur Erziehung gehört nicht Zwang, sondern klare Grenzen und Vereinbarungen, wobei es der älteren Person obliegt, die Grenzen zu kontrollieren... Zuviel von was auch immer ist ungesund. Übrigens: die heutigen Kinder lassen sich nicht mehr zwingen - allerdings lassen sie mit sich vernünftig diskutieren, und das ist ein grosser Unterschied... |
| Teija | Hab jetzt nicht alles durchgelesen, bei neun Seiten is dach ach weng zu viel, aber wie schon mehrer gesagt habn, hier in Bayern macht man ab der 7. Klasse sehr viel über andere Religionen, bin jetzt in der 9. und wir machen schon zum dritten Jahr alle Religionen durch. Mit der Zeit wird es aber trotzdem zu viel... Zurzeit muss ich, meine Eltern/Großeltern wollten dass, Firmunterricht über mich ergehen lassen und was man da alles macht, ist schlimmer als jeder Reliunterricht. Wir müssen 6 mal einen Gottesdienst besuchen, 3 mal haben wir 5 Stunden unterricht, wo sie uns über den heiligen Geist erzählen und was für ein toller zweiter Vater Gott ist. Und dazu spielt eine Band mit Texten "Jesus you're the reason why I live" "Du bist die Quelle des Lebens" und " You're so holy holy holy" und die Leiterinnen "tanzen" dazu. Dort wird einem auch kein Freiraum gelassen anders zu Glauben, die zwingen einen den Glauben so auf, wie sie ihn haben. Eine Leiterin hat gefragt warum ich mich überhaupt Firmen lasse wenn ich doch immer schwarz rumlaufe und ein Pentagramm auf meinem Rucksack habe und dass das alles ja was mit Satanimus zu tun hat, nachdem ich ihre erklärt hab dass es nichts mit Satanimus zu tun hat, motzt sie mich an "das kann man sehen wie man will" dreht sich rum und lässt mich stehen. Ich denke Relilehrer oder eben solche Leiterinnen (das is ja ach so was wie Reliuntericht) sollen Glauben was und wie sie wollen aber sie sollten es keinen so aufzwingen wie es bei diesem Firmunterricht gemacht wird... |
| Lord Angelus | Zuerst möchte ich LaChatte danken, dass sie bereits die beiden Themen sehrgut beantwortet hat, die mir am Herzen lagen, so kann ich auf einige andere Dinge eingehen. Ich unterstelle soweit ich kann niemandem auch nur irgendetwas. Dies steht mir nicht zu. Ich habe meine Aussagen soweit es geht allgemein und aus meiner persönlichen Erfahrung heraus geschrieben. Geistige Mängel gibt es daher in meinen Augen nur da, wo man sie aktiv finden will. Ich will dies ausdrücklich nicht. Wenn sich jemand angegriffen fühlt, dann tut es mir leid, aber an meiner Grundhaltung, und dazu gehört nun mal die Eigenverantwortung der Eltern, werde ich nicht rütteln. Was zu Nietsche zu sagen ist, klingt relativ einfach: Nietsche sprach: Gott ist tot. Einige Jahre später sprach Gott: Nietsche ist tot. Es liegt also auch im ermessen eines jeden ob er gläubig sein will, oder ob er versucht sein Leben frei von allen Glaubensformen zu halte. Im übrigen würde ich dringend davon abraten, wegen einer Internetdiskussion einen Herzinfarkt zu riskiren. Ich bin kein Priester in dem Sinne, wie es die meisten hier wohl meinen und kennen. Aber ich bezeichne mich, meinem Orden nachgehend durchaus als Priesterfürst, dies jedoch in anderem Maße als man meint. Wenn es irgendwelche Fragen gibt kann man sich durchaus an mich wenden. PS.: Zum Priester fehlt mir noch einiges, aber nicht zur eigenen und durchaus passenden Philosophie über das Thema Religionsunterricht und Christentum. |
| Lord Angelus | @Tiberon: Ich habe mir nochmal die vorgehende Aussage von Chaos durchgelesen, da ich mir nicht sicher war ob ich auf diese Eingegangen bin oder nicht. Ich bin auf sie Eingegangen. Und fest steht, dass damit mir nicht soviel abstreiten kann wie man es hier wohl möchte!!!!! Lord Angelus |
| LaChatte | Ein erster Eindruck aus der Praxis: Ich wollte was zur Entstehung der Welt machen, hat die Kids aber nicht interessiert - also haben wir über etwas gesprochen, was ihr Ding ist: Liebe, Sex, und alles drumherum - ist auch kein Wunder, sie kommen so gerade in die Pubertät... War ein tolles Gespräch, und sogar ich hab noch was gelernt dabei....:) |
| Nisha4024 | Also wir haben bei uns im Reli-Unterricht (is Pflicht bei uns) nach der 6. Klasse nie wieder über's Christentum geredet... Es kam viel über andere Religionen, was so alles in allem doch ganz gut angekommen ist, und in der 10. kam dann Tod, Selbstmord, sterben und co. was ziemlich shocking war. Muss sagen, dass ich mittlerweile gern in den Unterricht geh, weil es der einzige ist, wo man mal ernsthaft diskutieren kann, und wenn einer sagt, dass er das Christentum scheiße findet, dann wird er bei uns jetzt nicht bekehrt (und das im katholischen Religionsunterricht), sondern eher gefragt warum. Wird immer ganz interessant dann... ^-^... Nisha |
| Lord Angelus | Also bin ich nicht der einzige, der von all den Dingen eine gute Meinung respektive einen positiven Eindruck hat. @Nisha: Cooler Spruch mit den Amis. Muss ich mir merken. ALA |
| Lizzy | Ich hatte - Gottseidank!!! - niemals Religionsunterricht. |
| Lord Angelus | Und nun, den Religionsunterricht vernachlässigend, streifen die Teilnehmer einer sehr angeregten Diskussion wieder quer durch die Kabel der Datenautobahn auf der Suche nach anderen Möglichkeiten zu Wettern und Anzuzweifeln. Nun gut. Ich gebe ein Beispiel, in dem ich den Religionsunterricht auch nicht ausstehen konnte, wohl wissend, das ich damit gegen all meine bisherigen Aussagen angehe. Ein Religionslehrer der Evangelisch- Lutherischen Glaubensgemeinschaft war der Ansicht mir für eine doch korrekte Stehgreifaufgabe eine Sechs zu verpassen, da er der Meinung war, dass sie nicht den Inhalt der Abfrage getroffen hätte. Zwei Wochen nach der Rückgabe fand sich dann eine Abmahnung in seiner Akte, denn ich hab mich von diesem Menschen nicht beirren lassen. Zugegebenermaßen gehörte dieser Leher nicht zu den Menschen, denen ich meine Kinder anvertrauen würde. Er war engstirnig und absolut Weltfremd. Alles außerhalb seines eigenen Denkens war für ihn nicht existent. Ich gebe gerne zu, dass es in den großen Kirchen durchaus solche Lehrer gibt und diese sind es auch, die den Zweifel an der Zweckmäßigkeit des Religionsunterrichtes hervorrufen. Und dennoch bleibe ich am Unterricht, denn es muss auch gelernt werden, wie man es nicht macht. Ahriman Lord Angelus |
| Lizzy | [QUOTE][i]Original geschrieben von Lord Angelus [/i] [B]Und dennoch bleibe ich am Unterricht, denn es muss auch gelernt werden, wie man es nicht macht. [/B][/QUOTE] ..solange Religionsunterricht auf der Basis der Freiwilligkeit angeboten wird..ok...aber als ich damals in der Schule 10. Klasse war (es gab noch keinen Religionsunterricht und auch nicht das Fach Ethik), wurde gerade eifrig darüber diskutiert ab nächstem Jahr beide Fächer Pflicht werden und den Schülern nur die Wahl zwischen dem einen oder dem anderen zu lassen - das fand ich garnicht gut weil für mich persönlich beide Fächer vergeudete Zeit sind und ich keine Lust hatte mich mit den Inhalten beider (Religion im weitesten Sinne) auseinanderzusetzen, ganz einfach aus dem Grund weil für mich Religion im besonderen und auch im allgemeinen der größte **** ist dens gibt (das ist lediglich meine Meinung und soll keine Beleidigung (auch wenns vielleicht so rüberkommt) gegen jene darstellen die diesbezüglich anderer Meinung sind) |
| Lord Angelus | Jedem das Seine, mir nur das was ich wirklich haben will. |
| Lizzy | genau |
| Schattenfeder | Ich habe sehr gegensetzliche Erfahrungen mit Religionsunterricht gemacht. Bis zur 10. Klasse bin ich wirklich gerne zum Reliunterricht gegangen. Wir haben uns mit vielen Religionen auseinander gesetzt, mit Themen wie Sterbehilfe und so weiter, ohne irgendwie eine Meinung aufgedrückt zu bekommen. Es war mehr eine Anregung zum Nachdenken. Das hat mir wirklich gut gefallen. Jetzt habe ich leider weniger Glück. Was in meiner Klasse im Reliunterricht abläuft bringt mich regelmäßig zur Weissglut. Irgendwann haben wir z. B. mal über aktive Sterbehilfe gesprochen, als ich sagte, dass ich daran auch gute Sachen finden könne, hat mein Lehrer mit dem Finger auf einen Marrokanischen Mitschüler gezeigt, und sagte: "Der ist schwarz, das muss eine unheilbare Krankheit sein, lasst ihn uns erschiessen" - dann hat er "Peng!" gesagt und das Thema war für ihn erledigt. Ich hab echt gedacht ich Träume! Und als ob das nicht genug wär, kam nach der Stunde ein Mädchen aus meiner Klasse zu mir und meinte ich wäre total oberflächlich und würde mir garkeine Gedanken machen. Der Lehrer hat noch mehr solcher Dinger gebracht und in meiner Klasse hält sich unter einigen hartnäckig die Meinung (die sie allen aufzuzwängen versuchen -.-), dass ungläubige Menschen nicht heiraten dürften. Seit mein Relilehrer übrigens erfahren hat, dass ich Atheist bin, erzählt er mir (und den anderen die so oder so ähnlich denken), dass ich irgendwann dankbar sein werde das Gott sich trotzdem meiner annimmt Bei solchen Zuständen wie ich sie jeden Montag erlebe oder wie Teija sie beschreibt dreht sich mir der Magen um. Ich finde schon, dass es soetwas wie Ethik geben sollte. Ein Fach in dem man so Objektiv wie es denn möglich ist den Inhalt der Weltreligionen bespricht und zum Nachdenken anregt, einfach als Information die besonders Kinder zum Teil sonst nicht erhalten würden. |