| BizzarSephiroth | Hier möchte ich einen Gedankengang fortführen, den ich in einem anderen Thread begann: Wenn man weiß, daß alle Firmen und Banken und Unternehmen auf höchster Ebene von Schwerverbrechern geleitet werden, wenn man von der Korruption der Regierungen weiß, wie kann man dann noch ruhigen Gewissens leben? Sicher, man selbst "macht ja nichts falsches", doch wenn ich für eine Frima Arbeite, die Kriegswaffen produziert (selbst wenn ich eigentlich in der Abteilung bin, die Spielzeug herstellt) oder wenn ich das Produkt eines Unernehmens kaufe, das Kinderarbeit in Asien betreibt, oder wenn ich eine Regierung, die aus rein finanziellen Interessen heraus Krieg führt, gewähren lasse, so mache ich mich doch mitschuldig. Was denkt ihr dazu? |
| Fichu | Und schon indem du in einem Industrieland einen durchschnittlichen Lebensstil pflegst, bist du indirekt mit schuld am Leiden vieler Leute. Wenn du konsequentialistisch (utilitaristisch) denkst, solltest du also schleunigst deinen schädlichen Einfluss auf die Welt konterkarieren, indem du aktiv was Gutes tust. Oder, wenn absehbar ist, dass du das nicht kannst, solltest du dich umbringen (Schadensbegrenzung). Aber das ist ja nicht die einzige Ethik, die man haben kann. (du = wir alle) |
| Menedemos | [QUOTE][i]Original geschrieben von BizzarSephiroth [/i] [B]Wenn man weiß, daß alle Firmen und Banken und Unternehmen auf höchster Ebene von Schwerverbrechern geleitet werden... [/B][/QUOTE] Woher weißt du denn das? Kennst du ALLE? Verschoben in den Kaiser. |
| Donald | Wenn du nichts damit zu tun haben willst, musst du als Einsiedler im Wald leben. Wenn du etwas ändern willst, dann viel Glück... Ich bezweifle leider, dass zu Erfolge feiern wirst. Denn angefangen hat das (wenn ich nicht falsch liege) im Mittelalter mit der Erfindung der Steuer. Da hätte jemand wie Sokrates schreien sollen HALT! |
| CarpeNoctem | [QUOTE][i]Original geschrieben von Donald [/i] Ich bezweifle leider, dass zu Erfolge feiern wirst. Denn angefangen hat das (wenn ich nicht falsch liege) im Mittelalter mit der Erfindung der Steuer. Da hätte jemand wie Sokrates schreien sollen HALT![/QUOTE] Sorry, aber das ist absoluter Schwachsinn. Steuern gibt es laut Wikipedia schon seit dem frühen Altertum (ca. 800 v.Chr. - 500 n.Chr.) und kommen überall da auf, wo gemeinschaftliche Bedürfnisse entstehen und befriedigt werden müssen. Wie sonst soll eine Regierung, die keinerlei finanzielle Mittel zur Verfügung hat, auch nur ansatzweise in der Lage sein, zu regieren? Zugegeben, Steuergelder werden missbraucht, heute genauso wie vor mehreren hundert Jahren (wobei man den heutigen Zustand mit dem damaligen nicht vergleichen kann), aber das Einziehen von Steuern als Ursprung allen Übels? Diesen Gedankengang kann ich nur als aus der Luft gegriffen bezeichnen, auch wenn ich bei meinen Angaben keinerlei Garantie für die Richtigkeit der Aussagen geben kann - habe es wie gesagt nur kurz recherchiert, belehrt mich eines Besseren, wenn ihr Fehler findet. Nebenbei: Sokrates lebte von ca. 470 bis 399 vor Christus und im Mittelalter hätte man ihm wahrscheinlich entweder keine Beachtung geschenkt oder aber exekutiert - er hätte also zwanzigmal HALT! schreien können und es hätte nichts geändert - mal ganz abgesehen davon ist diese Überlegung hinfällig, da er ca. tausend Jahre früher lebte... Zum Thema: Man kann es nicht einfach verallgemeinern und sagen, das absolut jeder Manager und jede Regierung korrupt ist. Das ist weder nachweisbar noch sinnvoll, denn wenn du aufgrund der Korruption genannter Menschen beschließt, beispielsweise als Einsiedler zu leben, so machst du dich zwar direkt nicht mehr mitschuldig, aber du tust ja auch nichts gegen diese von dir angeprangerten Machenschaften! Also könnte man dich schon wieder als Täter bezeichnen, allein schon durch deine hypothetische Ignoranz. Die Gesellschaft basiert auf der Wirtschaft und den Regierungen - wenn du die alle abschaffen würdest, hättest du nichts weiter als Anarchie - was auch nur in der Theorie funktioniert. Ich verstehe deinen Gedankengang, kann ihn in gewisser Weise auch nachvollziehen, jedoch sehe ich mich dem "Problem" auch absolut machtlos gegenüber. Der Mensch ist bequem, er liebt seine Illusionen der schönen, heilen Welt und wenn er sich dann doch mal über etwas aufregt, so weißt er zwar darauf hin, ist aber nur selten freiwillig gewillt, wirklich etws dagegen zu tun. Fast jeder ist für Tier- und Umweltschutz - aber wer tut etwas dagegen? Fast jeder findet die Armut in den Ländern der 3. und 4. Welt schrecklich - doch die Zahl jener, die helfen, ist in der Relation verschwindend klein. Ich nehme mich nicht aus, bin selbst nicht besser, aber ich glaube, dass man, sofern man in dieser Welt überleben will, diese Schuld entweder auf sich nehmen, sie ignorieren, oder aber tatsächlich aktiv bekämpfen muss. |
| Donald | Diesen Gedankengang kann ich nur als aus der Luft gegriffen bezeichnen Und? Arbeiten nicht Wirtschaft und Politik Hand in Hand? Sind die Politiker, die Hartz IV beschlossen Lämmer? Das bezweifle ich. An meiner intuitiv geschriebenen Antwort finde ich fehlendes Fachwissen natürlich unpassend, aber ich sehe trotzdem einen Zusammenhang. Ein gewisses Maß an Steuern ist zwingend zum funktionieren einer Gesellschaft. Wenn ich mir aber z.B. als Raucher oder Autofahrer diese speziellen Steuersätze ansehe, frage ich mich, ob es sein muss, dass "der kleine Mann" die Steuern bezahlen muss, die Daimer Crysler in Sindelfingen nicht zahlt, als er die Stadt unter Druck gesetzt hat (wollte sich ins Ausland verlegen um Kosten zu sparen) und keine Gewerbesteuer mehr zahlt. Der größte Betrieb in Sindelfingen zahlt keine Gewerbesteuer! Wer darfs zahlen? Alle anderen. Solch Steuerpolitik mache ich auch für diese Egoistische "ich"-Gesellschaft verantwortlich. @BizzarSephiroth Hab mal auf der Suche nach "Lösungen" bisschen gesucht. Wie wärs mit [url]http://de.indymedia.org/[/url] "Soziale Revolution" Kann man auch wieder ewig drüber diskutieren... |
| CarpeNoctem | @ Donald: Ich habe nie behauptet, dass Wirtschaft und Politik nicht Hand in Hand arbeiten. Ebensowenig würde ich die Politiker, die Hartz IV beschlossen, als Lämmer bezeichnen. Was die DaimlerChrysler-Sache angeht, so nimmst du mir die Worte aus dem Mund. Doch trotzdem betrachte ich auch noch die anderen Seiten des Problems. Welche Alternativen gibt es? Die Randparteien, deren Parteiprogramme mir vielleicht eher zusagen würden, haben keinerlei Chancen, jemals wirklich an der Regierung mitwirken zu können. Die großen "Volksparteien" sind zerstritten wie schon lange nicht mehr - sowohl inner- als auch außerhalb der eigenen Fraktion. Die Parteiprogramme von CDU/CSU und SPD ähneln sich - der einzige Unterschied liegt darin, dass die SPD noch vor kurzem als "Arbeiterpartei" galt und ihr nun die Wähler (berechtigterweise) davon laufen. In einigen Tagen findet hier im Ort eine der wenigen Kabarettveranstaltungen jährlich statt. Auf einem Werbeblatt preist man den Programmpunkt der "Bundestagsturnstunde" an: [QUOTE]Da ist Auf-der-Stelle-Treten, Buckeln sowie Kriechen angesagt, und einige Politiker kriegen gekonnt eins übergebraten. (...) Da macht die SPD Zehn-Kampf ("Alles wollen, aber nichts können") und die CDU spielt Baseball ("Zuschlagen und Weglaufen"), die PDS hat sich der Formel 1 verschrieben ("Immer im Kreis fahren und sich selbst überholen") und die Grünen üben sich erfolglos im Synchronschwimmen.[/QUOTE] Ich würde nie bestreiten, dass gerade in den "Reform"kommissionen zahllose Fehler gemacht wurden. Allerdings sind Reformen auch nötig, das System weist langsam problematisch werdende Mängel auf - nur wo anfangen? Müssen Politik und Wirtschaft nicht auch bis zu einem gewissen Punkt zusammenarbeiten? Wenn es auf Interessenpolitik hinausläuft, spizt die Situation auf Lasten der Bürger sich natürlich zu - aber welche Wahl blieb der Regierung? Den Konzern gehen lassen und damit Tausende Menschen arbeitslos werden lassen? Oder auf die Steuer verzichten und den Menschen die Arbeit lassen? Die Situation war praktisch aussichtslos, Probleme und öffentlichen Ärger hätte es in jedem Fall gegeben - doch ist es irgendwo nciht besser, wenn Otto Normalverbraucher seine Job behält, schön brav weiter Steuern zahlt und dafür beispielsweise mit Hartz IV keine Probleme hat? Ich würde Steuern nicht als "Ursprung allen Übels" betrachten, weder heute noch zu irgendeiner anderen Epoche. Sie sind "nur" ein weiteres Beispiel für die Probleme, die der Kapitalismus mit sich bringt, Probleme, die wohl in jedem System auftreten - Probleme, für die es kein Patentrezept geben kann. Wenn du mir ein Beispiel nennen kannst, in dem es wirkliche "Gerechtigkeit" gab/gibt (und bitte nicht Kommunismus, das Einschlafen von Ehrgeiz und gleichzeitige Verarmen aller Bürger funktioniert ja leider - wie die Vergangenheit gezeigt hat - auch nicht), nehme ich alles zurück und behaupte das Gegenteil. Dort, wo Macht ist, ist auch Korruption, es gehört wohl in gewisser Hinsicht zusammen, aber der Wegweiser für den Weg aus diesem Sumpf ist abhanden gekommen - sofern er überhaupt jemals existierte. |
| Donald | Ich kann dir keine Gesellschaftform nennen, denn keine funktioniert... Der Mensch ist vielleicht nicht dafür geschaffen, in Frieden und Wohlstand zu leben. Ebenso kann ich dir, auch nach langer Überlegung und Diskussion mit Freunden, keinen Ansatz für diese Probleme nennen. Vielleicht als erstes den Neo-Liberalismus abschaffen, denn der hat viel mit der weltweiten Klassenverschiebung zu tun. Ansonsten muss ich passen. Das Zitat von dir hat was...:) |
| CarpeNoctem | Wenn man beginnt, etwas radikal abzuschaffen - geht das nicht auch schon wieder eher in Richtung Diktatur? Und nur, weil man den Neoliberalismus abschafft, sind die schon existenten Klassenunterschiede ja auch nicht von einem Tag auf den anderen beseitigt... Aber lassen wir das, die Diskussion gerät sowieso immer weiter offtopic. Übrigens: Wenn ich damit gerechnet hätte, von dir tatsächlich eine Staatsform genannt zu bekommen, hätte ich dich nie dazu aufgefordert, eine zu nennen. ;) |
| BizzarSephiroth | @Menedemos Ich kenne sie natürlich nicht alle persönlich. Tatsache ist jedoch: Jede Aktiengesellschaft basiert daruaf Profit zu machen. Wo dieser herkommt ist egal. Zur den Methoden der Konzerne empfehle ich Nachforschungen im Internet oder Bücher wie die von Michael Moore, oder das "Schwarzbuch Markenfirmen", etc. Im BWL-Studium lernt man bereits, wie man auf kosten anderer Profit macht. Eines der Elementarsten Dinge, die man dort lernt, ist die Kosten-Nutzen Rechnung. Es gibt viele Horrorbeispiele ihrer Anwendung, sowohl fiktive als auch reale. Eines der "schönsten" ist das aus Fight Club, falls sich jemand daren erinnert. Dichtung vielleicht, aber es trifft den Nagel auf den Kopf. Eine anderes Beispiel ist folgendes: Ein ehemaliger Schulkamerad von mir, der BWL-studiert, saß neulich neben mir im Zug. Voller Begeisterung erzählte er mir von einer "mathematischen" Formel, die es gestatte, jegliche Form von Schädigung(Material, Gesundheit, MENSCHENLEBEN) in monetärer Form zu evaluieren, so daß zwei Firmen "fair" miteinander handeln können... Er war nicht von dem Standpunkt abzubringen, daß alles einen Geldwert hat, und er wollte auch nicht eingestehen, daß solche Formeln willkürlich sind, "denn schließlich wurde das ja alles von Experten entwickelt". Was soll man den dazu sagen? Aber zumindest brachte mich das auf folgenden Gedanken: Vielleicht sind all die Manager, die tausende feuern, oder Kinder schuften lassen, sich aufgrund ihres Umfeldes und ihrer Ausildung gar nicht bewusst, daß sie etwas falsches tun. Schwer zu glauben, aber vielleicht... Ansonsten habe ich das Gefühl, daß für die Gesellschaftsform, die wir Brauchen, alle Menschen sich der Verhältnisse bewusst sein müssten, und alle bereit wären, sich für die Gesellschaft einzusetzen, ohne dabei an eigene Interessen zu denken. Da das aber nie passieren wird, bin ich ziemlich hoffnungslos. Warum funktionieren weder Demokratie, Kommunismus noch Diktatur? Vermutlich weil immer genug Menschen Korrupt sein werden und die Gesellschaft ruinieren... |
| 2378 | Dass irgendwie alle korrupt sind, ist bekannt und fast jeder Mensch bereichert sich auf Kosten andere. Das beginnt schon in der Schule in dem man in Prüfungen oder Hausaufgaben von jemanden anderen abschreibt oder abspickt - ab dort ist man nicht mehr 100% fair und doch hat kaum einer damit ein Problem. Ein System was 100% funktioniert? Gibt es nicht - man muss das kleiner Übel auswählen und schauen wie man den Menschen unter Kontrolle behält, dass er nicht alles für seinen Vorteil ausnutzen kann. Die Kosten-Rechnung aus Fight Club zeigt was schönes... in Deutschland ist es verboten - so dürfen z.B. Chemiebetriebe niemals rechnen, in den anderen EU-Ländern ist es gang und gebe - hier will man es einführen... - es wäre soviel besser (wo habe ich nie verstanden). Es gäbe eine Möglichkeit, dass alles fairer wäre - nämlich viel weniger Menschen und plötzlich würde wieder JEDER wichtig werden... sonst… sehe ich keine. Z.B. in China ist ein Mensch gar nichts mehr wert - wenn stört es da schon wenn man 500 Menschen umkommen - in den Medien wird es meist nicht mal mehr erwähnt... |
| LaChatte | [QUOTE]Voller Begeisterung erzählte er mir von einer "mathematischen" Formel, die es gestatte, jegliche Form von Schädigung(Material, Gesundheit, MENSCHENLEBEN) in monetärer Form zu evaluieren, so daß zwei Firmen "fair" miteinander handeln können...[/QUOTE] Auch wenn ein Menschenleben oder Gesundheit natürlich nicht Geld wert sind, so kann man doch vernünftige Äquivalente evaluieren, nämlich das, was es kostet, Gesundheit oder (Menschen)Leben zu erhalten. Es ist noch allzu oft so, dass die Gewinne privatisiert werden und die Kosten der Allgemeinheit aufgebürdet werden. Oft ergeben sich die Kosten ja nicht direkt, in der Fabrik und der Produktion, sondern erst aus dem Gebrauch eines Produktes. Eine Handgranate oder Mine kostest fast nichts in der Herstellung, verglichen mit dem Schaden an Leben und Gesundheit, den sie an Menschen verursachen kann und leider oft auch tut. Viele Stoffe, die in der sechziger/siebziger Jahren unbedenklich zum Bauen verwendet wurden, stellten sich als langfristig giftig heraus. Die Krankenkassen würden Hallelujah rufen, wenn die Hersteller solcher Stoffe zur Verantwortung gebeten würden... [QUOTE]doch wenn ich für eine Frima Arbeite, die Kriegswaffen produziert (selbst wenn ich eigentlich in der Abteilung bin, die Spielzeug herstellt) oder wenn ich das Produkt eines Unernehmens kaufe, das Kinderarbeit in Asien betreibt, oder wenn ich eine Regierung, die aus rein finanziellen Interessen heraus Krieg führt, gewähren lasse, so mache ich mich doch mitschuldig.[/QUOTE] Ja, machst du dich. Vor allem, wenn du genau weisst, was da abgehst, und diese Firma dennoch mit deinem Geld oder deiner Arbeitskraft unterstützt. Zum Glück gibt es aber immer mehr Labels, die für gewisse soziale und Umwelt-Standards garantieren. |
| Tiberon | [QUOTE][i]Original geschrieben von Donald [/i] [B]Denn angefangen hat das (wenn ich nicht falsch liege) im Mittelalter mit der Erfindung der Steuer.[/B][/QUOTE]Du redest von Zinsen! |
| B.O.F.H. | Angefangen hat es mit der Erfindung des Geldes (money is the root of all evil) oder seit dem es Relegionen gibt, als Leute anfingen, sich aufgrund ihrer Intelligenz oder Skrupellosigkeit über andere zu stellen und das einfach akzeptiert wurde. [QUOTE]Ich denke, daß jeder seinen Teil dazu beitragen kann, das System zu ändern. Im Kleinen, bei sich selbst. Wenn jeder im eigenen Umfeld "sauber" lebt (seine eigenen Werte betreffend) und das bloß an 4 bis 5 Nachbarn/Freunde weitergibt, auch diese "Nächstenliebe" und das "füreinander da sein" praktiziert, dann zieht das Kreise. Es sind die "kleinen" Dinge, die "kleinen Leute", die etwas verändern können.[/QUOTE] sehr richtig, die sog. Graswurzelrevolution eben, zugegeben, man muß ein großer Idealist sein um dabei nicht zu verzweifeln. Ich denke, viele Leute sind sich ihrer Macht, die sie als Konsument, Wähler, Bürger, Kunde....haben gar nicht bewußt. |
| grazia | [QUOTE][i]Original geschrieben von B.O.F.H. [/i] [B]Angefangen hat es mit der Erfindung des Geldes (money is the root of all evil) [/B][/QUOTE] nicht das geld an sich (das ist papier, metall und ein tauschmittel) es ist die gier danach 1. Tim 6, 10: >Denn Geldgier ist eine Wurzel alles Übels.< [QUOTE][i]Original geschrieben von B.O.F.H. [/i] [B]die sog. Graswurzelrevolution eben, zugegeben, man muß ein großer Idealist sein um dabei nicht zu verzweifeln.[/B][/QUOTE] [i]Beispiele für Graswurzelbewegungen aus den letzten Jahrzehnten sind: * 1980er: Widerstand gegen die so genannte "Nachrüstung", insbesondere den NATO-Doppelbeschluss; * 1980er: Widerstand gegen die Wiederaufbereitungsanlage in Gorleben. * 1990er: Widerstand gegen Rassismus und Fremdenhass, Eintreten für "offene Grenzen"; * 2000er: Opposition gegen den dritten Golfkrieg; Eine große Bedeutung für Graswurzelorganisierung von Interessen besitz das Internet, da mit diesem Kommunikationsmedium leichter Personen gemeinsamer Interessen durch Mailinglisten und andere Kommunikationsmedien zusammengeführt werden können. Im übrigen profitieren Graswurzelgruppen von der Informationsfreiheit, durch die sie in den Besitz der rezeptiven Informationsführerschaft kommen, die als wesentlicher Schlüssel zum Erfolg angesehen wird. Auch die Wikipedia wird als typisches Beispiel von einem Graswurzelprojekt gesehen. [/i] [url]http://de.wikipedia.org/wiki/Graswurzelbewegung[/url] [COLOR=skyblue]"Die Masse der Menschen dient dem Staat auf diese Weise: nicht hauptsächlich als Mensch, sondern als Maschine, mit ihren Körpern. Sie sind die Männer der stehenden Heere, der Miliz, die Gefängnisaufseher, Polizisten etc. In den meisten Fällen gibt es für sie keine Entscheidungsfreiheit im Hinblick auf Rechtmäßigkeit oder Moral, aber sie begeben sich auf gleiches Niveau mit dem Holz und der Erde und den Steinen; und vielleicht könnte man überhaupt hölzerne Männer produzieren, die dem gleichen Zweck genauso gut dienten. Solche Männer verdienen nicht mehr Respekt als Strohpuppen oder Lehmklumpen. Sie unterliegen derselben Art von Wertschätzung wie Pferde oder Hunde. Trotzdem werden sie allgemein als gute Bürger akzeptiert und geschätzt. Andere – zumeist Abgeordnete, Politiker, Rechtsanwälte, Minister und Beamte – dienen dem Staat hauptsächlich mit ihrem Kopf. Und da sie nur selten irgendwelche moralischen Skrupel kennen, dienen sie sowohl dem Teufel als auch – ohne es zu beabsichtigen – dem lieben Gott. Ein sehr kleiner Rest, wie zum Beispiel Helden, Patrioten, Märtyrer, Reformer im weitesten Sinn und MENSCHEN, dienen dem Staat auch mit ihrem Gewissen und sind dadurch notwendigerweise meistens widersetzlich, und sie werden gewöhnlich vom Staat als Feinde behandelt." Henry David Thoreau: "Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat" ("About Civil Disobedience", ca. 1860)[/COLOR] [QUOTE][i]Original geschrieben von B.O.F.H. [/i] [B]Ich denke, viele Leute sind sich ihrer Macht, die sie als Konsument, Wähler, Bürger, Kunde....haben gar nicht bewußt. [/B][/QUOTE] angeblich geht alle macht vom volke aus - und das lässt sich verwalten von machtHABERN, die nichts von machtGEBEN, machtTEILEN und innerer macht halten. solange der geist von mitbestimmung nicht platzgreift, wird der schweigende bürger verwaltet. -------- [i]Studie des Bundestages: [B]Hartz IV ist womoeglich verfassungswidrig[/B] Auch der Bundestag hat eine Studie ueber die Hartz-IV-Gesetze in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse des Gutachtens liegen nun vor. Quintessenz ist, dass es nicht sicher ist, ob Hartz IV verfassungskonform ist. Laut dem Wissenschaftlichen Dienst des deutschen Parlamentes beinhaltet das Gesetzespaket Teile, 'die im Grundgesetz ausdruecklich weder bestimmt noch zugelassen sind.' Wenn diese Ansicht bestaetigt wird, sind alle 2,66 Millionen Arbeitslosengeld-II-Bescheide ungueltig.[/i] Quelle: [url]http://shortnews.stern.de/shownews.cfm?id=553258[/url] salve |
| starsnostars | Interessante Diskussion... Ich wollte mal auf einen Aspekt hinweisen, der meiner Meinung nach nur selten in Betracht gezogen wird: Viele reden hier von "der Wirtschaft" und "dem Staat", und im Gegensatz dazu vom Volk, den Graswurzlern. Aber diese Trennung ist rein fiktiv, lediglich durch eine reduzierte mediale Berichterstattung konstruiert - DEN STAAT ansich gibt es überhaupt nicht, WIR alle sind der Staat. Macht der Staat irgendeinen Fehler, können wir uns sicher sein, zumindest über Umwege selbst daran beteiligt, vielleicht sogar mitschuldig zu sein. Natürlich schaut man sich gern selbst auf seine blütenreinen Finger und denkt sich "wiewaswo, ich bin doch immer so brav gewesen und nicht so fies wie die Politiker". Aber wir sind es, die Politiker zu einem Großteil ihrer Fehler zwingen, durch populistisches Wahlverhalten, durch mangelnde Eigeninformation, durch fehlerhaftes Verhalten unseren Mitmenschen gegenüber, die später vielleicht einmal in der Wirtschaft oder im Staat am Drücker sitzen. Und selbst wenn wir mal nicht dran schuld sind und irgendsoein Politiker neben seinem Gehalt auch noch Bezüge von Siemens oder sonstwoher bekommt - wer kann denn schon für sich selbst garantieren dass er in so einer Funktion und mit diesen Möglichkeiten sauber bleibt? Sicher, jetzt werden alle der Oma ihren 5Euroschein aufheben und zurückbringen, den sie eben verloren hat, jetzt sind alle ehrlich und moralisch einwandfrei. Aber waren denn das die heutigen Politiker und Wirtschaftsbosse nicht auch mal irgendwann oder gibt es irgendwo ein unsichtbares Gesetz welches nur Menschen mit schlechtem Charakter Erfolg beschert? In der Wirtschaft mag das teilweise noch zutreffen da hier Egoismus die Basis für Erfolg ist, aber in der Politik... Politiker sind lediglich ein anschauendes Bespiel dafür, was aus ethisch engagierten Menschen unter der Last der Realität wird. Jeder der sich über sie aufregt sollte zuerst daran denken, wie wahrscheinlich es wäre, ob er selbst in so einer Position anders handeln würde. Von dem Phänomen der selektiven Wahrnehmung, welches besagt, dass die kriminellen Machenschaften einzelner aus einer Grupe viel stärker wahrgenommen werden als die schweigsamen Rechtschaffenden, wollen wir hier gar nicht erst reden... Grob gesagt ist das alles worüber wir uns täglich aufregen (was natürlich auch seine guten Seiten hat) der Preis, den man für ein funktionierendes Gemeinwesen zahlen muss. Je größer das Gemeinwesen, desto größer der Einfluss der Fehlbarkeit der das Gemeinwesen steuernden Menschen. Wer ohne Schuld ist werfe den ersten Stein. |