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  Forum: Des Kaisers Bart
    Thema: Todesstrafe teurer?!
espoireHallo!
Also ich bin hier gerade in Kanada und gestern kamen wir im Unterricht auf das Thema "Todesstrafe" zu sprechen. Als dann gefragt wurde wer dafuer und wer dagegen ist, bat sich mir wirklich ein trauriges Bild: keiner hatte eine Meinung dazu, keiner hat sich je darueber gedanken gemacht, es war den Meisten ganz schlicht und einfach egal. Naja, dann brachte und das Eine zum Anderen und ich sagt, dass die Todesstrafe, also die Durchfuehrung teuerer ist, als die lebenslaengliche Haft samt Nahrung usw. Da bin ich mir ziemlich sicher, das hab ich mal in der Schule gelernt. So dies glaubte mir natuerlich keiner und ich muss jetzt einen Link (am besten auf englisch) finden, der dies ein wenig schildert. Kann mir da jemand helfen?
Lg espoire
White_FangGoogel?
ApexNaja es kommt drauf an wie die Todesstrafe vollzogen wird...in China kostet sie nur ein paar Cent, nämlich soviel wie die Gewehrkugel kostet...

Im Allgemeinen finde ich es widerlich ein Menschenleben nach ökonomischen Maßstäben bewerten zu wollen, die Frage nach der Todesstrafe sollte in keinem Fall zu einer wirtschaftlichen Frage werden...
Katosie is insofern teuer, als das in amerika mehrere psychologische gutachten durchgeführt werden müssen. ausserdem kannst das dann auchnoch immer aufschieben lassen. zudem ist die unterbringung in hochsicherheitstrakten auch etwas teurer als in normalen gefängnissen


ich hab das meinerzeit im internet gefunden, weiss nur den link nichtmehr
Nerox[QUOTE][i]Original geschrieben von Apex [/i]
[B]Naja es kommt drauf an wie die Todesstrafe vollzogen wird...in China kostet sie nur ein paar Cent, nämlich soviel wie die Gewehrkugel kostet...[/B][/QUOTE]

Oder einen Schwerthieb, ich erinnere mich da an ein äusserst grausames Video!

Wenn wir mal von den "humanen" Methoden der Amis ausgehen kostet eine Hinrichtung meines Wissens um die 5 Millionen US Dollar eine lebenslange Haftstrafe hingegen nur 500.000 Dollar.(Angaben ohne Gewähr aber sie zeigen das Verhältnis)
ange gardienIch finde es ebenfalls pervers ein Thema wie wie die Todesstrafe unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu betrachten. Selbst Menschen die für ihre Taten den Tod verdient haben ( was es meiner Meinung nach durchaus gibt ) bleiben Menschen und sollten nicht zum Kostenfaktor gemacht werden.
Kato@ange
hier würd es sich aber lohnen: denn wenn wenn die todesstrafe wirklich teurer ist wird sie wirtschaftlich gesehen abgeschafft
Move over Kate[QUOTE]sie is insofern teuer, als das in amerika mehrere psychologische gutachten durchgeführt werden müssen.[/QUOTE]

Stimmt, daß ist ein Aspekt - der andere ist die Tatsache, daß die vielfältigen Rechtsbehelfe, die bis zur Vollstreckung eingelegt werden können, viel Geld kosten - für Geschworene, Beweisverfahren usw.. Also sind die die Kosten des Rechtsstaates der entscheidende Faktor... Und in China ist die Sache günstiger, da China nicht den Anspruch erhebt, ein Rechtsstaat zu sein.

[QUOTE]Ich finde es ebenfalls pervers ein Thema wie wie die Todesstrafe unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu betrachten.[/QUOTE]

Wieso nicht? Andere Gesichtpunkte lassen die Befürworter ohnehin kalt - und unter einem neoliberalen Regime zählen auch ökonomische Faktoren.

Übrigens hat, wenn ich mich an die Einführung ins Strafrecht richtig erinnere, die Strafe an sich drei Zwecke:

[list=1]
[*]Spezialprävention
[*]Generalprävention
[*]Ausgleich von begangenem Unrecht
[/list=1]

Spezialprävention soll verhindern, daß der Täter nochmals ein Verbrechen begeht - den Strafzweck kann ich mit "echter" lebenslänglicher Haft auch erreichen. Zieht also nicht.

Generalprävention soll verhindern, daß andere die Tat begehen. Z. B. in den Staaten ist trotz der Todesstrafe die Mordquote höher als in Deutschland. Zieht also auch nicht.

Und Ausgleich von begangenem Unrecht? Was passiert, wenn z. B. die Angehörigen des Opfers dem Täter verzeihen? Darf der Staat dann überhaupt noch einen Ausgleich schaffen? Schwierig... Letztlich überzeugt dieses Argument nicht, da es mehr oder weniger eine moralische Frage ist, die empirisch nicht zu überprüfen ist... Und das macht es gefährlich. Bleiben also Spezial- und Generalprävention, die - siehe oben - nicht zum Ziel kommen...

Todesstrafe also (-).

Grüße
MOK
ange gardien[QUOTE][i]Original geschrieben von Move over Kate [/i]
[B]
Wieso nicht? Andere Gesichtpunkte lassen die Befürworter ohnehin kalt - und unter einem neoliberalen Regime zählen auch ökonomische Faktoren.
[/B][/QUOTE]

Nicht alle - ich bin ein Befürworter, aber mich lässt es nicht kalt. Liegt wohl an meiner etwas archaischen Denkweise, die für manche schwer nachvollziehbar ist.

Für mich hast Du in deiner Aufzählung noch einen wichtigen Punkt vergessen: Sühne.
Der Hauptgrund warum ich mich als Befürworter betrachte.
Alle anderen Punkte könnte man wirklich mit anderen Strafen abdecken. Aber ich schweife vom Thema ab...
Move over Kate[QUOTE]Für mich hast Du in deiner Aufzählung noch einen wichtigen Punkt vergessen: Sühne.[/QUOTE]

Nein, Sühne ist der Ausgleich von begangenem Unrecht - Auge um Auge, Zahn um Zahn. Und das ist eben schwierig, da damit Rechtsgüter in eine Rangfolge gebracht werden müssen, um den Unrechtsausgleich herbeizuführen. Und die Wertung ist von sehr vielen Faktoren abhängig. Ist die Scharia unmenschlich, die vorschreibt, einem Dieb die Hand abzuschlagen? Für uns bestimmt - für einen Muslimen nicht unbedingt. Soll ein Börsenspekulant, der eine Firma in den Bankrott stürzt, tausende Familienväter in die Arbeitslosigkeit und deren Kinder in die Armut treibt, dafür mit seinem Leben büßen? Warum nicht? Wer legt den Maßstab fest?
White_FangSoweit ich weiß, ist Sühne kein Kriterium für den Strafvollzug. zumindest in der Theorie, sollte alles auf die Resozialisierung fixiert sein. Finde ich persönlich auch richtig, auch wenn es zur Zeit in der Praxis habert,
Ich persönlich hätte kein Problem damit, einen Mörder nach einem Tag wieder freizulassen, wenn er resozialisiert wäre.
Hat aber nichts mit dem Thema zu tun.

Die Todesstrafe ist in einem Rechtsstaate immer teuerer, als Lebenslange haft, was angesichts der Endgültigkeit der "Strafe" auch gerechtfertigt ist.
Ich finde es nicht ganz Menschenverachtend, auch nach Ökonomischen Standpunkten zu argumentieren.
ange gardien[QUOTE][i]Original geschrieben von White_Fang [/i]
[B]Soweit ich weiß, ist Sühne kein Kriterium für den Strafvollzug. [/B][/QUOTE]

Sollte es aber sein. Wenn alles nur auf eine Resozialisierung des Täter hinaus läuft, hieße das ja, wie in Deinem Beispiel mit dem Mörder, das die Tat für den Täter keinerlei Konsequenzen hat. Ich persönlich kann das mit meinem Rechtsempfinden absolut nicht vereinbaren, und ich denke das geht vielen anderen auch so.

Diese Resozialisierungdenkweise lässt den Anspruch eines Opfers auf angemessene Bestrafung des Täters völlig aussen vor.
Diese Denkweise ist es, die dazu führt das es immer wieder Fälle gibt in denen sich Gewaltverbrecher neue Opfer suchen, weil sie vom Staat die Chance dazu bekommen. Opfer die vermeidbar wären, wenn der Staat seine Fürsorgepflicht gegenüber dem Bürger wahrnehmen würde, anstatt sich um das Wohlergehen von Verbrechern zu kümmern.
White_FangJa klar, und wenn wir einen Überwachungsstaat hätten, könnten wir auch Verbrechen verhindern. Auf kosten der Freiheit, Menschenwürde, und Rechtsstaalichkeit lässt sich einiges verhindern.
Wenn jemand keine Gefahr mehr darstellt, sehe ich keinen weiteren Sinn mehr darin die Lebensqualität des Täters zu beschränken, und Staatliches Geld zu verschwenden.
Wenn das Opfer nach Rache sinnt, muss es damit allein fertig werden.
ange gardienKann es sein das Du unter einer gewissen Emotionslosigkeit, verbunden mit ausgeprägter Überwachungsstaatparanoia leidest?
Bei ersterem empfehle ich dir ein Praktikum beim "Weissen Ring".
White_FangKann es sein, dass du statt auf Argumenten zu Antworten, mit persönlichen Angriffen, oder Mutmassungen daher kommst?
Ein Praktium beim Weißen Ring, gegen Emotionslosigkeit? Und ein Praktium in Palestina und ich binde mir Dynamit um den Bauch?
Ich finde ehrlich gesagt - meine Meinung - hat die Opferdiskussion absolut seperat stattzufinden.
Move over Kate[QUOTE]Soweit ich weiß, ist Sühne kein Kriterium für den Strafvollzug.[/QUOTE]

Das ist nicht richtig - siehe z. B. § 46 I StGB: "Die Schuld des Täters ist Grundlage für die Zumessung der Strafe [...]" oder § 56 b I StGB: "Das Gericht kann dem Verurteilten Auflagen erteilen, die der Genugtuung für das begangene Unrecht dienen [...]".

Der Resozialisierungsgedanke ist relativ modern - und unser Strafrecht geht auf das StGB für das Deutsche Reich von 1871 zurück. Angemessener Ausgleich für begangenes Unrecht ist ein grundlegender Zweck der Strafe - die Frage ist nur, ob der Staat auch im Falle der Tötung gleiches mit gleichem vergelten sollte - und ob eine Tötung durch den Staat überhaupt angemessen sein kann, wenn der Staat andererseits den Schutz der Menschenwürde garantieren soll.

[QUOTE]Diese Resozialisierungdenkweise lässt den Anspruch eines Opfers auf angemessene Bestrafung des Täters völlig aussen vor.
Diese Denkweise ist es, die dazu führt das es immer wieder Fälle gibt in denen sich Gewaltverbrecher neue Opfer suchen, weil sie vom Staat die Chance dazu bekommen. Opfer die vermeidbar wären, wenn der Staat seine Fürsorgepflicht gegenüber dem Bürger wahrnehmen würde, anstatt sich um das Wohlergehen von Verbrechern zu kümmern.[/QUOTE]

Das sind zwei paar Schuhe - und das Problem liegt darin, daß Ange Gardien den Sühnegedanken betont, White Fang aber den der Spezialprävention. Natürlich wäre es klasse, wenn man einen Triebtäter mit einer Spritze heilen könnte, und er ungefährlich wäre. Das würde allerdings seine Tat nicht ungeschehen und eine Strafe entbehrlich machen. Ich hätte da massive Probleme mit meinem Rechtsempfinden.

Übrigens geht das Strafrecht mit sogenannten "Maßregeln" (z. B. lebenslängliche Unterbringung in der Psychatrie) hinsichtlich der Präventionsmöglichkeiten ziemlich weit. So kann z. B. ein debiler Mörder, der schuldunfähig ist (und die Schwere der Schuld ist Grundlage der Strafzumessung - er wäre also nicht zu bestrafen...) dennoch zum Schutz der Allgemeinheit lebenslänglich verwahrt werden. Glaub ich zumindest. Habe mit Strafrecht eigentlich nix mehr an der Mütze...
White_Fang[QUOTE][i]Original geschrieben von Move over Kate [/i]
[B]Das ist nicht richtig - siehe z. B. § 46 I StGB: "Die Schuld des Täters ist Grundlage für die Zumessung der Strafe [...]" oder § 56 b I StGB: "Das Gericht kann dem Verurteilten Auflagen erteilen, die der Genugtuung für das begangene Unrecht dienen [...]".[/QUOTE]

Gut. Obwohl das sehr großzügig formuliert ist.
Sühne ist nicht gleichzustellen mit Rache, wo das Leid des Täters im Vordergrund steht, sonder eher das Bereuen. Was für mich in Richtung Resozialisierung geht.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Move over Kate [/i]
Der Resozialisierungsgedanke ist relativ modern - und unser Strafrecht geht auf das StGB für das Deutsche Reich von 1871 zurück. Angemessener Ausgleich für begangenes Unrecht ist ein grundlegender Zweck der Strafe - die Frage ist nur, ob der Staat auch im Falle der Tötung gleiches mit gleichem vergelten sollte - und ob eine Tötung durch den Staat überhaupt angemessen sein kann, wenn der Staat andererseits den Schutz der Menschenwürde garantieren soll.[/QUOTE]

Ich persönlich sehe das etwas vom utilitaristischen Standpunkt aus. Vergeltung bringt keinen Nutzen. Weder wird Leid geschmälert noch Verbrechen effektiv verhindert.

Gleiches mit Gleichen zu Vergelten, ist aber nicht Synonym zu "Ausgleich für begangenes Unrecht". Ein Vergewaltiger wird schließlich auch nicht Vergewaltigt, und die Kinder eines Kindermörders werden auch nicht ermordet.
Move over Kate[QUOTE]Gleiches mit Gleichen zu Vergelten, ist aber nicht Synonym zu "Ausgleich für begangenes Unrecht".[/QUOTE]

Stimmt in 95% aller Fälle - bei der Todesstrafe für Mörder aber eben nicht. Das Talionsprinzip soll ja gerade verhindern, daß unverhältnismäßige Strafen gefunden werden. Wir sind ja grundsätzlich einer Meinung - die Tötung eines Menschen zur Vergeltung ist für mich immer unverhältnismäßig. Oder für Hochverrat. Oder Wehrkraftzersetzung. Oder was der Legislative sonst noch so einfällt. Das meinte ich auch mit der Rangfolge (siehe oben).
ange gardien@ White_Fang,

das war weder ein persönlicher Angriff noch eine Mutmaßung, sondern eine ernst gemeinte Frage. Wenn Du sie nicht beantworten willst oder kannst ist das okay, aber dann unterstelle mir bitte auch nicht solche Dinge.
Ich versuche lediglich deine Denkweise nachzuvollziehen, was mir sehr schwer fällt.
Deine heftige Reaktion auf meine Frage zeigt mir, das ich damit ja vielleicht auch einen wunden Punkt getroffen habe.

Folgt man deinen Argumenten dann würde man auch einen Vergewaltiger, der mal ausprobieren wollte wie es mit einer 14 jährigen ist, völlig straffrei lassen wenn er nur eine einmalige Erfahrung sammeln wollte und es nie wieder tun würde.

Mit dieser Argumentation hätte man nach dem Krieg auch jeden KZ-Kommandanten ohne Strafe weiterleben lassen können, weil es Adolf ja nicht mehr gab und die Gefahr das er so etwas wieder macht nicht gegeben ist...


Nur zwei Beispiele, weil ich mir nicht sicher bin ob Du dir der Tragweite deiner Argumente bewusst bist.
Wenn Du damit, wie Du selbst schreibst, kein Problem hättest ist das deine Sache - ich habe damit ein Problem.

In einem Staat in dem so etwas praktiziert würde, möchte ich genauso wenig leben wie in einem totalitären Überwachungsstaat.
Demon17Die Kosten der Todesstrafe hängen vom Wert eines Menschenlebens ab. Ich halte nicht viel von solchen Kosten-Nutzen-Rechnungen. Es führt zu abartigen Überlegungen, etwa wie der Leichnam eines Delinquenten noch zu verwerten wäre, oder ob es "Gewinnbringende" Formen der Todesstrafe für die Gesellschaft gibt. Etwa sie in medizinischen Versuchen zu verwerten etc. Du bist da gedanklich auf dem falschen Weg. Wenn Du gegen die Todesstrafe argumentieren willst, dann bedenke die Möglichkeit von Justizirrtümern. In den USA ist durch die Gentechnik nachträglich herausgekommen das ca. 10% der vollstreckten Todesurteile auf Justizirrtümern beruhten. Außerdem kann man den Standpunkt vertreten, daß die Tötung eines Menschen durch nichts zu rechtfertigen ist. Zum Thema Todesstrafe findest Du sicherlich viele Quellen im Internet. Versuch es mal mit Amnesty International, UNO und Organisationen zum Schutz vor staatlicher Gewalt und Justizirrtümern.
decay73Geht den heutigen Gruftis eigentlich auch noch was anderes im Kopf rum, als andere umzubringen oder zu foltern oder sonstwie anderen Menschen möglichst viel Leid zuzufügen und sie möglichst zur eigenen, persönlichen Genugtuung irgendwie um die Ecke zu bringen?

Anscheinend haben manche in ihrer Langeweile auf dem Fernsehsessel echt nichts besseres zu tun... :rolleyes:



[center]"Wer mit dem Schwerte regiert, kommt durch das Schwert selbst um".[/center]
Kato[QUOTE][i]Original geschrieben von ange gardien [/i]
[B]Sollte es aber sein. Wenn alles nur auf eine Resozialisierung des Täter hinaus läuft, hieße das ja, wie in Deinem Beispiel mit dem Mörder, das die Tat für den Täter keinerlei Konsequenzen hat. [/B][/QUOTE]


Sitz mal 15-20 Jahre im Gefängnis. Das kann eine sehr lange und harte Zeit werden(gut...ich bin durch Medien beeinflusst, wie es in Gefängnissen wirklich aussieht weiss ich nicht, aber ich hab mal so einen Bericht über amerikanische Gefängnisse gesehen in denen die Insassen alle minikleine einzelzellen hatten, dort nicht lesen oder sonstiges tun konnten, und in diesen zellen rund 20 stunden am tag verbrachten.(und das so 10 Jährchen lang) da wäre für mich der tot angenehmer)
White_Fang[QUOTE][i]Original geschrieben von ange gardien [/i]
das war weder ein persönlicher Angriff noch eine Mutmaßung, sondern eine ernst gemeinte Frage. Wenn Du sie nicht beantworten willst oder kannst ist das okay, aber dann unterstelle mir bitte auch nicht solche Dinge. [/QUOTE]


Meine Frage ob deine Frage ein persönlicher Angriff oder eine Mutmaßung war, war keine Unterstellung sondern eine ernst gemeinte Frage. Wenn du sie nicht beantworten willst oder kannst ist das okay, aber dann unterstelle mir bitte auch nicht solche Dinge.

[QUOTE][i]Original geschrieben von ange gardien [/i]
Ich versuche lediglich deine Denkweise nachzuvollziehen, was mir sehr schwer fällt. [/QUOTE]

Meine Denkweise findest du in meinen Argumenten.
[QUOTE][i]Original geschrieben von ange gardien [/i]
Deine heftige Reaktion auf meine Frage zeigt mir, das ich damit ja vielleicht auch einen wunden Punkt getroffen habe. [/QUOTE]

In der Tat, es ist ein wunder Punkt bei mir, dass es ein häufiges Diskussionsverhalten ist, den Gesprächspartner an seiner Persönlichkeit und nicht an seinen Argumenten anzugreifen.
[QUOTE][i]Original geschrieben von ange gardien [/i]
Folgt man deinen Argumenten dann würde man auch einen Vergewaltiger, der mal ausprobieren wollte wie es mit einer 14 jährigen ist, völlig straffrei lassen wenn er nur eine einmalige Erfahrung sammeln wollte und es nie wieder tun würde. [/QUOTE]

Nein. Nur weil jemand nicht mehr die gleiche Straftat vollziehen wird, heißt es nicht, dass er keine Gefahr als solche mehr darstellt. Straffrei lassen würde ich ihn dann, wenn er seine Tat als solche bereut, und eine Moralität aufbaut die eine Wiederholung einer weiteren Straftat verhindert.
[QUOTE][i]Original geschrieben von ange gardien [/i]
Mit dieser Argumentation hätte man nach dem Krieg auch jeden KZ-Kommandanten ohne Strafe weiterleben lassen können, weil es Adolf ja nicht mehr gab und die Gefahr das er so etwas wieder macht nicht gegeben ist... [/QUOTE]

Nein. Nur weil jemand keine Möglichkeit sieht eine Straftat zu begehen, heißt es nicht, dass er nun moralisch ist.

Um das noch mal klar zu stellen: Ich spreche von „Resozialisiert. Das heißt der Täter wird sozialisiert. Ein Psychopath der, keine Straftat begeht, nur weil er keine Möglichkeit dazu sieht ist nicht sozialisiert.
Allanon[QUOTE][i]Original geschrieben von espoire [/i]
[B]Hallo!
Also ich bin hier gerade in Kanada und gestern kamen wir im Unterricht auf das Thema "Todesstrafe" zu sprechen. Als dann gefragt wurde wer dafuer und wer dagegen ist, bat sich mir wirklich ein trauriges Bild: keiner hatte eine Meinung dazu, keiner hat sich je darueber gedanken gemacht, es war den Meisten ganz schlicht und einfach egal. Naja, dann brachte und das Eine zum Anderen und ich sagt, dass die Todesstrafe, also die Durchfuehrung teuerer ist, als die lebenslaengliche Haft samt Nahrung usw. Da bin ich mir ziemlich sicher, das hab ich mal in der Schule gelernt. So dies glaubte mir natuerlich keiner und ich muss jetzt einen Link (am besten auf englisch) finden, der dies ein wenig schildert. Kann mir da jemand helfen?
Lg espoire [/B][/QUOTE]

Bisher habe ich keine offizielle Auflistung der enstehenden Kosten gesehen, aber insgesamt denke ich, dass die gesamte Thematik Straftatenbegehung, Straftatenverhinderung, Strafverfolgung und Strafzumessung nur bedingt im Zusammenhang mit der Wirtschaftlichkeit diskutiert werden sollte.

Ein Land muß sich entscheiden, ob es die Todesstrafe als legitimes Mittel ansieht oder nicht. Nutzt es die Todesstrafe als legitimes Mittel, so muß es sich auch über die sinnvolle Ausübung Gedanken machen. Eine Todesstrafe kann dann, so wie jede andere Strafe auch, nur auf dem Fuße erfolgen, oder wenn das nicht erfolgt, so ist die Strafe in Freiheitsstrafe umzumünzen. Die Todesstrafe nach 20-25 Jahren durchzuführen halte ich persönlich für uneffektiv und unangemessen, auch wenn die Person vielleicht den Tod verdient hat. Aber der Mensch vergißt und die Erinnerungen verschwimmen allzu schnell und daher ist es nach dieser Zeit keine sachbezogene Strafe mehr.

Eine Entscheidung gegen die Todesstrafe scheint humaner, auch wenn man dann mit den Folge rechnen muß, dass dieser eine Täter wieder Verbrechen begeht. Aber das kann nur jede Gesellschaft für sich selber entscheiden.

Hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit könnte es dahingehend Probleme geben, wenn die Kriminalität zunehmen wird und der Staat für die Kosten der Gefangenen nicht mehr aufkommen kann, dann wird man vor einem Problem stehen.

Grundsätzlich bin ich kein Gegner Todesstrafe, man sollte aber zunächst die Möglichkeiten nutzen die man hat. Und in Deutschland würde man sich selbst einen Gefallen tun, wenn man die Strafzumessungen härter gestaltet und die Justizanstalten straffer führt und auch das Personal besser ausbildet und anleitet, damit es so manchem Knacki nicht wie Urlaub vorkommt, bzw. die Straftaten im Knast ihre Fortsetzung finden. (siehe roter Ochse in Halle, eine traurige Realität)
Setesh[QUOTE]Naja es kommt drauf an wie die Todesstrafe vollzogen wird...in China kostet sie nur ein paar Cent, nämlich soviel wie die Gewehrkugel kostet... [/QUOTE]

[QUOTE]Wenn wir mal von den "humanen" Methoden der Amis ausgehen [...][/QUOTE]

also für mich ist eine SAUBERE erschiessung die humanste tötungsart...

[QUOTE]Ein Land muß sich entscheiden, ob es die Todesstrafe als legitimes Mittel ansieht oder nicht. Nutzt es die Todesstrafe als legitimes Mittel, so muß es sich auch über die sinnvolle Ausübung Gedanken machen.[/QUOTE]

meine rede... und wenn ein land diese strafe legitimiert, sollte auch festgelegt werden, in welchem fall diese vollzogen werden sollte. für mich ist das einzige verbrechen, das den tod verdient hat, mehrfacher geplanter mord. alles andere ist unsinn. aber auch da sollte genau abgewägt werden, ob dieser mensch den tod verdient hat oder nicht... und bei den meisten leuten ist es sinvoller, sie ins gefängniss zu sperren, damit sie gelegenheit haben, ihre tat(en) richtig zu bereuen. und zwar voll und ganz.

aber die todesstrafe von wirtschaftlichen faktoren abhängig machen ist absolut schwachsinnig. denn ein leben ist noch immer und wird immer unbezahlbar sein. und bei diesem fall wird entschieden, ob der staat/das volk für diese/n verbrecher/in eine todesstrafe (die anscheinend mehr kostet als ein langer gefängnissaufenthalt) bezahlen will...
Black Reaper[QUOTE][i]Original geschrieben von Nerox [/i]
[B]Oder einen Schwerthieb, ich erinnere mich da an ein äusserst grausames Video!

Wenn wir mal von den "humanen" Methoden der Amis ausgehen kostet eine Hinrichtung meines Wissens um die 5 Millionen US Dollar eine lebenslange Haftstrafe hingegen nur 500.000 Dollar.(Angaben ohne Gewähr aber sie zeigen das Verhältnis) [/B][/QUOTE]

Ich dachte immer, des käme auf ca. 3 Millionen Dollar... Wenn man meinem Englisch-Unterricht glauben darf...
Darket[QUOTE]Naja es kommt drauf an wie die Todesstrafe vollzogen wird...in China kostet sie nur ein paar Cent, nämlich soviel wie die Gewehrkugel kostet...[/QUOTE]
Falsch, die Kugel wird nämlich den Hinterbliebenen in Rechnung gestellt... :rolleyes:
bItbreakerKann vielleicht sein, dass je nach Todesart, die Todesstrafe billiger ist als lebenslange Haft, nur ist das meiner Meinung nach trotzdem falsch, denn mit den tod bestraft man nicht nur den Mörder (o.ä.), sondern auch die ganzen Hinterbliebenen. Und ist man wenn man die die Todesstrafe vehängt nicht genauso kriminell, wie jemand, der Selbstjustitz macht und einen Mord in Auftrag gibt???
Allanon[QUOTE][i]Original geschrieben von bItbreaker [/i]
[B]Kann vielleicht sein, dass je nach Todesart, die Todesstrafe billiger ist als lebenslange Haft, nur ist das meiner Meinung nach trotzdem falsch, denn mit den tod bestraft man nicht nur den Mörder (o.ä.), sondern auch die ganzen Hinterbliebenen. Und ist man wenn man die die Todesstrafe vehängt nicht genauso kriminell, wie jemand, der Selbstjustitz macht und einen Mord in Auftrag gibt??? [/B][/QUOTE]

Wenn ein Mensch lebenslang hinter Gitter muß, werden die Verwandten auch damit bestraft. Ein Ausfluß, der sich zwangsläufig ergibt, aber auf den keine Rücksicht genommen werden kann, zumindest dann nicht, wenn es sich um einen gesunden erwachsenen Menschen handelt. Er ist für seine Taten verantwortlich und muß dafür gerade stehen.
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von Nerox [/i]
[B]Wenn wir mal von den "humanen" Methoden der Amis ausgehen kostet eine Hinrichtung meines Wissens um die 5 Millionen US Dollar ... [/B][/QUOTE]


Um Himmels Willen! was kostet denn daran soviel Geld??? Der Strom für den Stuhl wird es wohl nicht sein, das Gift für die Spritze auch nicht... Die Zuschauer? Kann ich mir auch nicht vorstellen. Vielleicht übersehe ich auch was, aber mir erschließt sich das irgendwie nicht wirklich...



Hagzissa

- per aspera ad astra -
ElenaLorraineEin Mordprozess, in dem es um die Todesstrafe geht, dauert für gewöhnlich viel länger als ein Mordprozess, der kein Todesurteil anstrebt. Und nicht nur der Prozess (zweigeteilt in Schuld/Unschuld-Phase und Strafzumessungsphase), sondern auch die Vorbereitung auf das eigentliche Verfahren. Es geht hier um die Verhandlungskosten, die Zeit von Richtern, Staatsanwälten, öffentlichen Verteidigern, Gerichtsreportern u.a., die alle vom Steuerzahler bestritten werden.

Sieht man sich die Kosten in den einzelnen Staaten an, so wird schnell klar, welch ein Luxus die Beibehaltung der Todesstrafe darstellt. Es werden Millionen Dollar für die Auslöschung von Menschen ausgegeben, die an anderen Stellen – wie z.B. für Schulen, Krankenhäuser, die öffentliche Sicherheit und den Arbeitsmarkt – fehlen.

Ganz allgemein nehmen Regierungsstudien an, dass ein einzelner Todesstraffall von der Verhaftung bis zur Hinrichtung zwischen 1 und 3 Mio Dollar verschlingt. Andere Studien gehen in ihrer Annahme der Kosten bis zu 7 Mio Dollar hoch. Demgegenüber kosten Fälle von lebenslanger Haft durchschnittlich 500 000 Dollar und das schließt bereits die Kosten der Inhaftierung ein.

In Texas z.B. kostet ein Todesstraffall durchschnittlich 2,3 Mio Dollar, das ist das dreifache gegenüber lebenslanger Haft von 40 Jahren im höchsten Sicherheitsstatus.

In Floria kostet ein Todesstraffall runde 3,2 Mio Dollar und ein Report besagt, dass die Abschaffung der Todesstrafe jedes Jahr etwa 51 Mio Dollar an Steuergeldern sparen würde. Mit Kosten von 51 Mio Dollar jährlich und 44 Hinrichtungen, die seit 1976 ausgeführt wurden, kostete den Staat jede Hinrichtung 24 Mio Dollar, stellte die Palm Beach Post am 4. Januar 2000 fest.

1995 wurde die Todesstrafe in New York wieder eingeführt, das Department of Corrections (Gefängnisbehörde) schätzte damals die Kosten pro Fall auf 2 Mio Dollar und die jährlichen Kosten auf 118 Mio Dollar. Im selben Jahr beschwerten sich die Politiker über Kürzungen im Bildungs- und Gesundheitsbereich.

Eine Untersuchung aus dem Jahre 2002 nahm die Investitionen unter die Lupe, die nötig waren, um die Todesstrafe in New York wieder einzuführen und außerdem die Kosten im Fall von Darrel Harris, der als erster nach der Wiedereinführung zum Tode verurteilt wurde. Nebenbei bemerkt, dass Urteil gegen Harris wurde 2002 in lebenslange Haft umgewandelt.

Die Todesstrafe ist beileibe nicht die günstigere Variante.Zum anderen jede Hinrichtung ist unwiderruflich und kann auch einen Unschuldigen treffen. Allein zwischen 1900 und 1985 wurden 350 Menschen unschuldig zum Tode verurteilt , 23 davon sind exekutiert worden. Ein solcher Fehler kann niemals wieder gutgemacht werden. In Illinois als Beispiel wurden in 10 Jahren 11 Unschuldige verurteilt, die dann wieder freigelassen werden mussten.

In Amerika gilt "Schuldig,bis Du Deine Unschuld bewiesen hast".Ich kann mich damit nicht identifizieren.Nicht jeder "Mord" ist klar,nicht jeder Kindesmissbrauch ist "klar".Ich erinnere nur mal an einen Fall,der später auch verfilmt wurde,als ein Vater beschuldigt wurde seine Tochter missbraucht zu haben.Er kam für 7 Jahre in Haft.Bis bewiesen wurde,dass seine Frau diejenige war,die das ihrem Kind einbläute, um a) das alleine Sorgerecht zu bekommen und b)ihren Ex-Mann zu "strafen".

Laut Guniessbuch der Rekorde,sass der längste Todeskanditat 37 Jahre im Todestrakt,bis er einen normalen Todes gestorben ist.

[B]Why do we kill people, who killed people, to show that killing people is wrong? [/B]

[URL=http://www.todesstrafe.de/thema/laender/china/]Todesstrafe China[/URL]

In China wird die Todesstrafe auch auf Drogenhändler angewendet,da diese als Massenmörder gelten.Unter anderem nicht zu vergessen Leute die einen anderen Glauben haben,Geld nicht zahlen können ect. China mit USA vergleichen geht nicht.Jährlich sterben über 4000 Menschen durch die Todesstrafe und China steht da mit rund 3000 an forderster Front

Elena

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