| BlackDragon | "Immer mehr Eltern rebellieren gegen die Schulpflicht. Sie gründen eigene Schulen, oft illegal, manche lassen ihre Kinder einfach zu Hause. Die Behörden reagieren meist ratlos." So titelt Spiegel-Online. Den gesamten Artikel kann man hier nachlesen: [url]http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,334256,00.html[/url] Aus verschiedensten Gründen weigern sich viele Eltern schon lange ihre Kinder in die Schule zu schicken. Allein 400 Familien in Deutschland widersetzen sich aus religiösen Gründen, z.B. aufgrund einer Ablehnung des Sexualkunde und Religionsunterrichtes. Die Kinder der im Artikel erwähnten Schule sollen selber entscheiden, was und ob sie lernen - man fühlt sich an die lesse faire Gedanken der 60er Jahre erinnert. Die Eltern nehmen sogar hohe Bußgelder und Gefängnisstrafen auf sich um ihre Kinder von staatlichen Schulen fernzuhalten. Diese Kinder werden später auch keinen Abschluß haben - mit Außnahme derer, deren Eltern sich zu einem externen Hauptschulabschluß bewegen liesen. Vor allem irritiert hat mich so manche Begründung aus dem Artikel. So erklärt eine Mutter, dass sie ihren Sohn von der Schule nahm, weil dieser "in der regulären Schule zum Außenseiter geworden [war], weil er keine Hausaufgaben mehr machen wollte." Eine andere Mutter ist sehr stolz und sieht es als Erfolg an, dass ihr Sohn schoneinmal etwas von Cäsar und Friedrich dem Großen gehört hat, da "diese beiden Typen in einem Computerspiel vorkommen" Was haltet ihr von solchen Bestrebungen? |
| Desira | Verantwortungslos. |
| Bürgermeister | Nichts!!!! Wie mag die Zukunft dieser Kinder wohl aussehen? Ich denke mal nicht rosig. |
| Eldgrim | Was tut man nicht alles damit die Arbeitsämter auch morgen noch was zu tun haben? Naja, um die Bildung der Eltern scheint es auch nicht grade zum besten zu stehen. |
| Kiera | *kopfschüttel* Ich kann sowas wirklich nicht verstehen. Auch wenn die Situation an manchen Schulen wirklich nicht die beste ist und es schon einiges zu ändern gibt, ist das noch lange kein Grund, seine Kinder von der Schule zu nehmen, in einem Land, in dem man ohne Ausbildung o.ä. so gut wie keine Chance auf einen Job hat. Die Kinder werden sich noch bedanken. *Kiera |
| Kampfsau | [QUOTE]Eine andere Mutter ist sehr stolz und sieht es als Erfolg an, dass ihr Sohn schoneinmal etwas von Cäsar und Friedrich dem Großen gehört hat, da "diese beiden Typen in einem Computerspiel vorkommen"[/QUOTE] Es gibt schon Videospiele da haben sich die Entwickler schon Mühe um einen historisch halbwegs authentischen Hintergrund gemacht.Aber diese Leute haben meist selber studiert an staatlichen Schulen.Aber mit einem richtigen Geschichtskurs ist das natürlich überhaupt nicht gleich zu setzen.Obwohl ich mit Wissen aus Filmen und Spielen schon Pluspunkte in der Schule sammeln konnte.Aber es ist trotzdem verantwortungslos.Man muss sich bestimmte Dinge wirklich erarbeiten und erlangt sie nicht durch einfaches Spielen.Allein wenn man z.B. "richtig" Skateboard fahren lernen will muss man einiges an Blut,Schweiß und Schmerz reinstecken. Wie hießt nochmal der Spruch.Wenn man jemanden wirklich liebt muss man ihn leiden lassen.Ich hätte anstatt 4Jahren Französisch auch lieber was anderes gemacht.Aber all diese Vokabeln und Grammatikregeln zu lernen hat wirklich etwas gebracht.Irgendwann kommt der Tag an dem man seine Lehrer und Eltern dafür dankt dass sie auch mal hart waren und man nicht immer nur das machen konnte was man wollte.Über das was man in staatlichen Schulen lernen muss kann man sich streiten aber wenn die Kinder denn auch wirklich ordentlich was von ihren Eltern eingepaukt kriegen würden was auch hängen bleibt,dann wäre die Sache schon was anderes als es den Kindern nur möglichst einfach zu machen,weil sie ja so unterdrückt und schlecht behandelt werden.So bereitet man niemanden auf das Leben vor.Und eine Arbeit findet man so auch nicht. Es wird ja viel über deutsche Lehrer gemeckert was wie ich finde aber auch mit an den Schülern liegt.Jedoch bin ich mir über die unterichtenden Fähigkeiten der Eltern mehr als nur unsicher. Das Kollegium an meiner Schule umfasst 75 Lehrer.Und die haben ihre Fächer alle "studiert" und ich denke ein Lehrer der den zu unterrichtenden fast aller Jahrgänge täglich zu verarbeiten hat,vergisst diesen im Grunde auch nicht.Was können diese paar Eltern ihren Kindern schon ernsthaft beibringen?Das reicht wohl niemals für eine Oberstufe geschweige denn für ein Studium. Vielleicht denken die Eltern ja,ihre Kinder werden so bessere "Menschen".Aber den sozialen Umgang mit Menschen lernt man eben in den aller meisten Fällen an einer Schule.Sie werden höchstens verwöhnte Gören die nicht mit Problemen und Stress fertig werden. Aber die Eltern scheinen mir auch irgendwie etwas degeneriert zu sein.Sie merken gar nicht wie sie mit ihrer Dummheit die Zukunft ihrer Kinder zerstören.Nachher geben sie wieder der Gesellschaft schuld. [QUOTE]Ihr Kind sei eben "im Moment nicht an naturwissenschaftlichen Fächern interessiert", begründet die Mutter ihr rabiates Vorgehen - dass sie dem Mädchen damit Zukunftschancen verbaut, mag sie nicht einsehen. Das Kind wolle ohnehin Artistin werden. 500 solcher illegalen Fälle gebe es mittlerweile in Deutschland, schätzt der Heilbronner Schulexperte und Fachbuchautor Raimund Pousset.[/QUOTE] Keine Naturwissenschaften aber Ärztin,dass sagt doch alles über die Traumwelt der Mutter aus.Man das Medizinstudium ist glaub ich das härteste Studium von allen. |
| Horatio | Ist das wirklich ernst gemeint? Also das Eltern MitEntscheidungsrecht bei Sexualkunde und Religionsunterricht fordern ist ja Nichts Neues und je nach Begründung auch noch verständlich. Auch wenn man ein Kind Zuhause unterrichtet weil es gemoppt wird und/oder panische Schulangst hat... Aber wenn es keine Hausaufgaben macht???? Hallohooooooo!? *händering* Das ist echt krank. |
| Seneca | [QUOTE][i]Original geschrieben von Kampfsau [/i] [B]Keine Naturwissenschaften aber Ärztin,dass sagt doch alles über die Traumwelt der Mutter aus.Man das Medizinstudium ist glaub ich das härteste Studium von allen. [/B][/QUOTE] Probier mal Maschinenbau, oder Luft- und Raumfahrtechnik. Ich kann es zwar gut nachvollziehen, daß viele Eltern ihre Kinder nicht auf staatliche Schulen schicken wollen, aber Unterrricht zu hause ist wohl keinen Alternative. Meine Eltern haben mich zwar auch 1986 von der staatlichen Schule genommen, allerdings wurde ich ersatzweise in ein reformpädagogiches Internat gesteckt.... Glücklicherweise...aufgrund meiner "schwierigen Persönlickeitsstruktur" hatten mich die Lehrer an der Staatsschule nämlich schon abgeschrieben... Auf der Internatsschule, mit Klassengrößen von maximal 12 Schülern, war ich plötzlich gut genug, um die komplette 6. Klasse zu überspringen. In Fächern, in denen ich auf dem staatlichen "humanistischen" Gymnasium nur eine 5 hatte, war ich plötzlich gut genug für einen 2...seltsam...und das trotz staatlich anerkanntem Abschluss, bis zum Abitur...! |
| BlackDragon | [QUOTE]Keine Naturwissenschaften aber Ärztin,dass sagt doch alles über die Traumwelt der Mutter aus[/QUOTE] Artistin. ;) Ich war auch die ersten sechs Schuljahre auf einer reformpädagogischen Schule - hat mir auch ganz gut getan, aber auch diese Schulen müssen sich (glücklicherweise) den Lehrplänen und der Prüfungsordnung unterordnen... |
| Kato | [QUOTE][i]Original geschrieben von Kampfsau [/i] [B][quote]Ihr Kind sei eben "im Moment nicht an naturwissenschaftlichen Fächern interessiert", begründet die Mutter ihr rabiates Vorgehen - dass sie dem Mädchen damit Zukunftschancen verbaut, mag sie nicht einsehen. Das Kind wolle ohnehin Artistin werden. 500 solcher illegalen Fälle gebe es mittlerweile in Deutschland, schätzt der Heilbronner Schulexperte und Fachbuchautor Raimund Pousset.[/quote] Keine Naturwissenschaften aber Ärztin,dass sagt doch alles über die Traumwelt der Mutter aus.Man das Medizinstudium ist glaub ich das härteste Studium von allen. [/B][/QUOTE] entschuldigung,aber da wird von artisten geredet.bin ich blöd ,sind das nicht andere menschen als ärzte? so lustige kerlchen die im zirkus rumtanzen usw? btt: ich hasse solch alternative, dumme,leichtgläubige,unbeirrbare menschen. die verbauen ihren kinder die ganze zukunft, ich werde mich auch scheuen für solche leute arbeitslosengeld 2 zu zahlen :q ja gut, schule mag einschränken, ich hab gelegentlich auch keine lust mehr drauf, aber ich weiss dass die schulische ausbildung mit später nützen wird. es macht mit gelegentlich auch spaß nebenbei dinge zu wissen. außerdem sind die eltern viel zu doof(lalala,ausdruck:D ) ihre kinder alleine nach den maßstäben zu unterrichten. es geht ja nichtnur darum das wissen zu haben, sondenr man muss auch lernen es den kindern zu vermitteln |
| Teabag | Es ist ein echtes Problem, das man in Deutschland nicht mal für viel Geld und sonstige Anstrengung eine Schulbildung für seine Kinder bekommen kann, die eben besser ist als der Reformverwurstete Kram den wir alle aus den heutigen Schulen kennen. Solange man nur selber drinsteckt denkt man das sich da doch dringend was ändern möge. Kaum ist man ein paar Jahre draussen merkt man das es nur immer schlimmer wird, und wenn man in der Situation ist sleber Kinder in dieses Bildungssystem schicken zu sollen... bleibt eigentlich nur noch Auszuwandern. Ein Freund von mir erwägt grade genau dies- aus obigen Gründen. Andrerseits ist das nicht genau die Antwort für diesen Thread, denn es dreht sich ja wohl um Eltern die ihre Kinder aus Weltanschaulichen/Religiösen Gründen nicht auf Öffentlichen Schulen lassen. Was die angeht, so glaube ich das selbst ein Deutscher Schulabschluss allemal besser ist als garkeiner. |
| BlackDragon | [QUOTE]bleibt eigentlich nur noch Auszuwandern.[/QUOTE] Also sooo schlimm ist unser Bildungssystem auch wieder nicht... |
| Kampfsau | [QUOTE]entschuldigung,aber da wird von artisten geredet.bin ich blöd ,sind das nicht andere menschen als ärzte? so lustige kerlchen die im zirkus rumtanzen usw?[/QUOTE] Am liebsten würde ich eines dieser kleinen Blinklichter rausholen und rumknipsen.Aber ich denke so ein Artist braucht doch sicher auch Verständnis über Naturgesetze wie die Schwer und Fliegkraft.Nicht wahr? Trotzdem ist das schlimm und verträumt.Wisst ihr was das für ein Leben als Artist in einem Zirkus zu arbeiten?Das würde ich meinem Kind niemals antun,dass es so einen Fehler macht den es seinen Lebtag bereut.Zumindest wenn es kein Weltklassezirkus ist.Was will die mit 16 noch für ein großartiger Artist werden?Will die mit 18 anfangen,wenn sie keine Lust mehr auf Schule hat? Das ist so lächerlich.Die haben ihren Sinn für die Realität verloren und die Kinder konnten diesen aufgrund ihrer Eltern niemals bekommen.Es tut mir einfach leid wie ein paar inkompetente Eltern ihre Kinder verkommen lassen und deren Leben zerstören. |
| David v. Weber | (schickt nicht die Hohlmayer (bayer. Kultusministerin) ihre kinder auf ne waldorfschule in BaWü?) Ansonsten kann is es teilweise nachvollziehen, dass Eltern ihr Kind nicht auf einige staatliche Schulen schicken wollen. Je nach Schule kann das durchaus negative Folgen haben (wenn man da an schlechte Lehrer, mangelnde Unterrichtsmaterialien und Mobbingfälle denkt). Und ich hätte auch nichts dagegen, wenn kinder aus Einstellungsgründen anders erzogen würden (z.B. durch Hauslehrer etc). Zumindest solange sichergestellt ist, dass es sich für die Kinder nicht nachteilig auswirkt (also sie dann bspw. einen anerkannten Abschluss haben) |
| CarpeNoctem | Ich denke nicht, dass man diesen sinnlosen Schwachsinn mit Waldorfschulen vergleichen oder gar gleichsetzen kann. Ich kenne mich in dieser Hinsicht zugegebenermaßen nicht sonderlich gut aus, aber die vom Spiegel geschilderten "Schulen" sind ja wohl um einiges extremer - scheinen auch keinen geregelten Lehrplan zu haben, was ja bei Waldorfschulen definitiv der Fall ist. [QUOTE]Jonathan, 17, will heute am Computer spielen. Während das Musikzimmer und der Matheraum leer sind, ist der Computerraum voll, wie immer. In einen anderen Raum hat sich Josias, 11, mit seinen beiden Kumpels zurückgezogen. Sie spielen Karten.[/QUOTE] Wo ist hier denn bitteschön der pädagogische Aspekt verborgen? So wie sich das anhört könnten die "Schüler" auch genauso gut zuhause bleiben. Kindergarten bis zum Erwachsenenalter. Wirklich sehr gutes Konzept. Auch wenn der Versuch, die staatlichen Schulen zu umgehen auf den ersten Blick nachvollziehbar erscheint, so ist er es bei genauerem Hinsehen meiner Ansicht nach nicht. Dass das deutsche Schulsystem mehr als nur eine Macke hat, steht nicht zur Debatte, auch die Gewalt und die daraus resultierenden Folgen sind zweifellos alles andere als positiv oder gar harmlos. Doch man muss der Tatsache, dass die heutigen Schüler sich in ein paar Jahren in der Berufswelt zurechtfinden müssen, ins Auge sehen. Wie sollen Leute, die immer nur von einem Hauslehrer unterrichtet wurden, sich in einem Team zurechtfinden? Was ist mit Allgemeinbildung? Und was wird aus diesen Kindern, die - nur um mal ein Beispiel zu nennen - niemals sexuell aufgeklärt wurden? Die Eltern argumentieren damit, dass sie ihre Kinder vor Ausgrenzungund Gewalt schützen wollten. Doch anscheinend sehen sie dabei nicht, dass sie genau durch diese Auffassung dafür sorgen, dass ihre Kinder überhaupt dadurch erst zu Zielscheiben werden. Sie erziehen sie anders, sie schicken sie auf eine andere Schule, sie würden ihre Kinder anscheinend am liebsten in Watte packen. Doch man muss lernen, auch mit Konfrontationen, Stress und sonstigen Problemsituationen umzugehen, wenn man in dieser Gesellschaft auch nur ansatzweise bestehen oder Fuss fassen will. Die Eltern halten sich für fürsorglich und vermutlich aufmerksamer, vielleicht sogar besser als andere Eltern. Doch das sind sie nicht. Sie verbauen ihren Kindern zahllose Chancen, nehmen ihnen in gewisser Hinsicht durch etwas, das man schon fast als Gehirnwäsche bezeichnen könnte, Teile ihres freien Willen und bilden damit die Basis der Ausgrenzung, die sie vermeiden und bekämpfen wollen. [B]Absolut naives und dabei gefährliches Gedankengut. Absolut kontraproduktives Konzept. Absolut verantwortungslos.[/B] |
| vloryahn | Man muss diese Aktion auch etwas verteidigen: 1. Gehen die doch nicht in KEINE Schule, sondern nur in eine NICHT ANERKANNTE... 2. hat das staatliche Schulsystem ja nur Angst, dass diese besser funktionieren als ihre eigenen. 3. [QUOTE]"Schule ist keine Spielwiese, sondern eine anstrengende Veranstaltung", sagt Rösner[/QUOTE] Lernen ist etwas zutiefst menschlich - das ist dieses Schulsystem nicht unbedingt und wirkt dem Lernen mehr entgegen, als dass es es fördert. Natürlich: Die Kinder bekommen keinen anerkannten Schulabschluss und ohne den sieht die Zukunft echt nicht gut aus (heute wird ja mehr Wert auf Papiere als auf Fähigkeiten gelegt - aber das hat wohl verwaltungstechnische Gründe.) Schade, dass diese Schüler nicht die Chance bekommen, ähnlich wie in anderen Ländern (zB. bei uns in Österreich), einfach irgendwann diese Tests zu schreiben, um dann doch einen anerkannten Abschluss zu bekommen. Aber die Institution Schule hat eine Monopolstellung inne und blieb nicht nur schon seit jahrhunderten unverändert stumpfsinnig; auch die Meinung der Bevölkerung (man verzeihe mir diese Verallgemeinerung) ist ja dermaßen von diesen alten Vorstellungen darüber, wie lernen zu sein hat, beeinflusst, dass das wahrscheinlich noch einige jahrhunderte so bleiben wird. [QUOTE]Man muss sich bestimmte Dinge wirklich erarbeiten und erlangt sie nicht durch einfaches Spielen.[/QUOTE] Das halte ich für Unsinn - Wissen durch Spielen erarbeitet ist tiefer, langanhaltender, integrierter, besser verstanden,... Lernen durch Spielen ist sehr viel effizienter! Und JEDER Stoff, von der Fremdstrache über Mathematik und Atomphysik bis hin zur Molekularbiologie, kann spielerisch erworben werden. [QUOTE]all diese Vokabeln und Grammatikregeln zu lernen hat wirklich etwas gebracht[/QUOTE] Hast Du als Kind auch die Grammatik studiert, um Deutsch zu lernen? In Skandinavien sprechen die Leute - meine Überzeugung - deshalb sehr viel besser Englisch als bei uns, weil die meisten Spielfilme im Fernsehen nicht synchronisiert werden und nicht, weil sie alle Tag und Nacht Vokabeln und Grammatik lernen. [QUOTE]eingepaukt kriegen würden was auch hängen bleibt[/QUOTE] klingt wie 'ne Gehirnwäsche... [QUOTE]Jedoch bin ich mir über die unterichtenden Fähigkeiten der Eltern mehr als nur unsicher[/QUOTE] Das kann man wohl auch über sehr viele Lehrer sagen... Diese Eltern, so bin ich mir sicher, machen sich über ihre pädagogischen Fähigkeiten selbst gedanken und versuchen auch, diese zu verbessern - das tun Lehrer höchstens in seltenen Ausnahmefällen. [QUOTE]Aber den sozialen Umgang mit Menschen lernt man eben in den aller meisten Fällen an einer Schule.[/QUOTE] In diesem Punkt würde ich Dir zustimmen. "[I]Ihr Kind sei eben "im Moment nicht an naturwissenschaftlichen Fächern interessiert", begründet die Mutter ihr rabiates Vorgehen - dass sie dem Mädchen damit Zukunftschancen verbaut, mag sie nicht einsehen. Das Kind wolle ohnehin Artistin werden. 500 solcher illegalen Fälle gebe es mittlerweile in Deutschland, schätzt der Heilbronner Schulexperte und Fachbuchautor Raimund Pousset.[/I]" [QUOTE]Keine Naturwissenschaften aber Ärztin,dass sagt doch alles über die Traumwelt der Mutter aus.Man das Medizinstudium ist glaub ich das härteste Studium von allen.[/QUOTE] ??? Ärztin ??? ??? Da steht doch eindeutig "Artisten", oder hab' ich da was übersehen ??? .v. |
| Kato | [QUOTE][i]Original geschrieben von vloryahn [/i] Das halte ich für Unsinn - Wissen durch Spielen erarbeitet ist tiefer, langanhaltender, integrierter, besser verstanden,... Lernen durch Spielen ist sehr viel effizienter! Und JEDER Stoff, von der Fremdstrache über Mathematik und Atomphysik bis hin zur Molekularbiologie, kann spielerisch erworben werden. [/quote] bedenke bitte mal den zeitaufwand der ganzen aktion.es nimmt weniger zeit in anspruch einfach mal stumpf was zu lernen, als es spielerisch beigebracht zu bekommen |
| vloryahn | [QUOTE]bedenke bitte mal den zeitaufwand der ganzen aktion.es nimmt weniger zeit in anspruch einfach mal stumpf was zu lernen, als es spielerisch beigebracht zu bekommen[/QUOTE] Aufwendiger - durchaus Darum nicht realisierbar - zumindest nicht im Massenbetrieb. Da müsste jeder Schüler selbst darauf kommen - was natürlich nicht so ist. Aus diesem Grunde: Sicherlich eine idealisierte Vorstellung, die nicht bzw nicht so schnell umsetzbar ist, das ist mir durchaus bewusst - das ändert allerdings nichts daran, dass es funktionieren WÜRDE;-) Aber der Zeitfaktor? Da kann ich Dir nicht zustimmen. Die Lernzeit würde sich auf diese Weise sogar signifikant verkürzen. .v. |
| Kampfsau | [QUOTE]Das halte ich für Unsinn - Wissen durch Spielen erarbeitet ist tiefer, langanhaltender, integrierter, besser verstanden,... Lernen durch Spielen ist sehr viel effizienter! Und JEDER Stoff, von der Fremdstrache über Mathematik und Atomphysik bis hin zur Molekularbiologie, kann spielerisch erworben werden.[/QUOTE] [QUOTE]Hast Du als Kind auch die Grammatik studiert, um Deutsch zu lernen? In Skandinavien sprechen die Leute - meine Überzeugung - deshalb sehr viel besser Englisch als bei uns, weil die meisten Spielfilme im Fernsehen nicht synchronisiert werden und nicht, weil sie alle Tag und Nacht Vokabeln und Grammatik lernen.[/QUOTE] Du hast vielleicht auch ein falsches Bild von den Umständen an staatlichen Schulen.Dort wird versucht Anschaulichkeit zu wahren. In meinem Chemie- und Biologiebuch sind sehr gut nachvollziehbare Modelle abgebildet und Lehrer geben sich auch Mühe um einen Praxisbezug herzustellen.Reines Grammatik und Vokabelnlernen ist auch nicht alleiniger Bestandteil des Sprachunterrichts.Es gibt Sprachverstehen und Schüleraustausch.Aber das "lernen" ,dass nicht immer nur Spaß macht, ist eben auch ein wichtiger Bestandteil des Unterrichts ohne den es nicht geht.Ich habe damals auch vor dem Englishunterricht Filme und Videospiele in englischer Sprache konsumiert.Die haben mir ein paar Vokabeln nahe gebracht aber richtig Englisch sprechen,also frei aus dem Hals,habe ich erst in der Schule gelernt.Mit diesem Wissen war ich noch effektiver in der Lage English zu verstehen und es selbstständig durch Filme und Bücher zu erweitern.Und es gibt eben auch Schüler die haben keine englischen Filme in ihrer Freizeit gelesen.Die sind auch nicht so gut wie die Leute die ein privates Interesse haben,aber immerhin haben sie ein Grundwissen vermittelt gekriegt auf das sie aufbauern können. Bei mir war es in Französisch auch so.Ich war nicht wirklich daran interessiert und bin auch nur Durchschnitt gewesen,aber das Französisch aus der Schule ist durchaus zu gebrauchen.Nicht umsonst sagen Lehrer auch,lest Bücher,guckt Filme ,hört Musik oder macht Urlaub oder sonstwelche praktischen Erfahrungen wenn ihr wirklich gut in einer Sprache werden möchtet. Aber trotzdem ist das lernen bestimmter Dinge nicht nur durch reinen Spaß sondern durch einen äusseren Zwang deutlich effektiver.Z.B. wenn man in einem fremden Land lernen "muss" um zu überleben als wenn man ab und zu wie man gerade Lust hat, mal ein bischen was lernt. Wieviele Kinder wollen Skateboardfahren ,Karate,Guitarrespielen oder sonstwas können aber hören dann sofort auf,wenn hinter dem Erlangen einer Fähigkeit auch nur ein wenig Anstrengung steckt. Gespielt habe ich in der Vor-bzw Grundschule.Die Mittelstufe war auch noch recht locker zu schaffen aber die Oberstufe jetzt bedeutet auch Arbeit und Stress.Wenn man mit soetwas nicht fertig wird brauch man sich gar keine Mühe geben irgendetwas zu erlernen oder später etwas anständiges zu werden In der Arbeitswelt oder im Studium geht es auch nicht darum einfach nur Spaß zu haben sondern sich seine Existenz aufzubauen. Ich will man sehen wie du jemanden das Wissen eines Mediziners, Rechtsanwalts,Ingenieurs oder sonstwie hochgebildeten Menschens alleine durch Spielen beibringen willst?Höchstens für absolute Genies wäre das spaßig.So Leute die etwas einmal hören und nie mehr vergessen und alles immer sofort und ohne Mühe verstehen. Und ich lerne nicht Tag und Nacht Vokabeln.Wenn man sein Gedächnis halbwegs anständig durch regelmäßiges Lernen trainiert dann muss man sich Vokabeln nur 4 bis 5 mal ansehen bis man sie sich richtig gemerkt hat.Durch "reines" spielen kann man nicht halb soviele Vokabeln lernen.Und wenn man reden will brauch man eben einen Wortschatz. [QUOTE]Das kann man wohl auch über sehr viele Lehrer sagen... Diese Eltern, so bin ich mir sicher, machen sich über ihre pädagogischen Fähigkeiten selbst gedanken und versuchen auch, diese zu verbessern - das tun Lehrer höchstens in seltenen Ausnahmefällen.[/QUOTE] Naja,ich finde meine Lehrer geben sich relativ viel Mühe,darum gebe ich mir auch Mühe.Aber an reinem Fachwissen sind die Lehrer den Eltern einfach weit vorraus,wenn diese nicht gerade selber Lehrer oder Professoren sind.Und das ist zumindest in diesen Beispielen nicht der Fall.Zumindest in den Fächern in denen ich kein Studium machen werde,werde ich jemals so gut wie einer meiner Lehrer sein.In erster Linie wird man heutzutage doch aus reinem Idealismus Lehrer.Also würde ich nicht so über sie herziehen.Anderseits habe ich auch nur Glück so kompetente Lehrer bekommen zu haben. [QUOTE]Keine Naturwissenschaften aber Ärztin,dass sagt doch alles über die Traumwelt der Mutter aus.Man das Medizinstudium ist glaub ich das härteste Studium von allen. ??? Ärztin ??? ??? Da steht doch eindeutig "Artisten", oder hab' ich da was übersehen ???[/QUOTE] Ja,ja darauf bin ich aber schon eingegangen.Ich hab mich eben zu schnell und auch nur einmal gelesen. Aber denkt doch nur mal über die Aussage an sich nach.Die will mit 16 noch Artistin werden.In dem Alter müsste sie schon in Topform sein und längst im Zirkus arbeiten.Die hätte schon viele Jahre hart für diese körperliche Fitness "arbeiten" müssen.Und irgendwie zweifel ich daran das sie dies getan hat.Ausserdem ist das Leben als Artist an sich schon extrem hart.Ich glaube kaum dass dieses Mädchen über die romantische Vorstellung die es beim letzten Zirkusbesuch hatte,hinausgekommen ist.Die Realität sieht viel härter aus und ist unglaublich schlecht bezahlt und von den Launen des Publikums abhängig. Aber ich habe eigentlich schon zuviel geschrieben.Ich meine nur das Leben ist nicht nur Spaß und Spielerei.Wenn man für sich etwas erreichen will,muss man auch arbeiten.Die Konkurrenz ist groß und ehrgeizig.Und das sollte man auch seinen Kindern erklären,so dass sie zumindest in den entscheidenen Schuljahren den inneren Schweinehund überwinden.Spaß im Leben kann man ja immer noch haben. |
| LaChatte | Nur schon die Tatsache, dass so viele Eltern die staatliche Schule verweigern, zeigt schon, dass es da ein Problem gibt. Und die ganzen Problemjugendlichen, die wir heute haben, sind zum grössten Teil an eine staatliche Schule gegangen, und nicht an eine experimentelle Schule. Dann tönt der Artikel sehr danach, dass Aussagen der Eltern aus dem Zusammenhang gerissen werden. Wenn Eltern so ein Projekt auf die Beine stellen, muss da schon in guter Hintergrund da sein - schliesslich schwebt da auch immer der Anspruch in der Luft, besser als die staatliche Schule zu sein, wie auch immer man "besser" formulieren und verstehen möchte. Allerdings glaube ich nicht, dass das besonders schwer ist... nicht, dass die Lehrer nicht kompetent werden, aber das System ist nicht toll und schränkt ein. Und wo sind hier eigentlich die Stimmen, die rufen "Erziehung und Manieren sind Sache der Eltern"? Nicht vergessen darf man auch, dass viele grosse Pädagogen der Geschichte auch so angefangen haben, dass sie vor einem Haufen Kinder standen, und einfach mal experimentierten. Heinirch Pestalozzi als konkretes Beispiel sei einmal genannt... der hatte auch nicht bessere Voraussetzungen als diese Eltern, eher im Gegenteil. [QUOTE]Wieviele Kinder wollen Skateboardfahren ,Karate,Guitarrespielen oder sonstwas können aber hören dann sofort auf,wenn hinter dem Erlangen einer Fähigkeit auch nur ein wenig Anstrengung steckt.[/QUOTE] bei mir spielt das Mass der Beigeisterung eine sehr grosse Rolle. Wenn mich ein Thema fesselt, kann ich mich stundenlang damit beschäftigen, wenn mich etwas angurkt, sind schon fünf Minuten zu viel. Und gewisse Themen kann man am besten spielend erarbeiten, sonst wird man ihrem Wesen nicht gerecht... ich denke da gerade an die chinesische Medizin, die ich zu studieren begonnen habe. Mit "Vokabeln-lernen" kommst du nirgends hin, die Methode passt nicht zum Stoff. "Spielen" geht besser. Und das gilt wohl überall, wo es um komplexe Zusammehänge geht - udn grundsätzlich sind alle Forscher Leute, die gerne spielen. "Vokabeln lernen" ist unproduktiv und unkreativ. "Eine Sprache erfinden" ist viel geiler.:) [QUOTE]aber die Oberstufe jetzt bedeutet auch Arbeit und Stress.[/QUOTE] Ich hab auch die Oberstufe ohne Arbeit und Stress hinter mich gebracht, einfach im Unterricht etwas aufpassen und mitschreiben, das genügt völlig. Mehr braucht man nicht zu tun. Und meine jetzige Ausbildung ist sicher intensiv und fordernd, aber nicht "Arbeit und Stress" im Sinne "ich muss mich quälen, damit ich etwas erreiche". Ich lerne im Gegenteil, dass ich nur dann etwas erreiche, wenn ich mich gerade nicht quäle, sondern - spiele. [QUOTE]In der Arbeitswelt oder im Studium geht es auch nicht darum einfach nur Spaß zu haben sondern sich seine Existenz aufzubauen.[/QUOTE] Das ist altes Denken. Ich ziehe es vor, eine "Berufung" zu haben, anstelle eines "Tschöppli". Und viele erfolgreiche Menschen sagen, dass sie "einfach" ihre Träume verwirklichten, egal, wie verrückt und unbürgerlich diese in den Ohren kritischer Menschen klangen. |
| Kampfsau | Es gibt eben von Natur aus faule Menschen so wie ich.Die machen nichts wenn sie nicht müssen,also kein äusserer Druck besteht.Es gibt Leute die knicken beim kleinsten bischen Stress ein und fühlen sich total eingeschränkt und andere drehen dann erst richtig auf.Es gibt durchaus Menschen die haben ein natürliches Interesse am eigenständigen lernen.Es gibt durchaus Menschen die sind auch ohne Schule in der Lage sich aus freien Stücken zu bilden.Das sind dann auch immer die wirklich schlauen Köpfe.Die nehmen aber auch von sich aus Anstrengungen auf sich wenn sie ein Ziel erreichen wollen.In den Sommerferien will ich immer lernen aber ich rühre keinen Stift an.Viel lieber spiele ich den ganzen Tag Basketball,geh Schwimmen oder geniese mein Leben.Aber dadurch lässt man sich gehen,zumindest geistig.Das ist zumindest auf die Dauer nicht vorteilhaft Gegen alternative private Schulen habe ich ja nichts.Wenn man in den nötigen Leistungstests nachweisen kann ,dass man sich entsprechendes Wissen aneignen konnte.Aber ich hab mich in dem speziellen Fall eher darüber aufgeregt,dass die Eltern nicht damit zufrieden waren,dass Kinder nicht nur das tun was sie wollen. Ich weiß sehr wohl das einem stupides Auswendiglernen nicht weit bringen kann.Man braucht Phantasie und die Fähigkeit auch mal anders zu denken.Aber es ist ganz sicher das auch Fleiss und Disziplin wichtig sind.Wie kann man diese Eigenschaften für einen umfassend gebildeten Menschen nicht anerkennen? In der Wissenschaft kommt man auch nicht auf stundenlanges Protokollieren,Beobachten und Wiederholen bestimmter Versuche herum.Man braucht auch sehr viel Geduld und Sorgfalt.Auch wenn das stupide klingen mag.Wenn man bestimmte Erlebnisse haben will kommt man da nicht herum. Ihr wisst auch nicht unbedingt was ich unter sich quälen verstehe. Nur weil man für etwas auch arbeiten und leiden muss,ist man noch lange nicht daran desinteressiert sein.Man kann z.B. Kampfsport mögen obwohl man teilweise hundertmal die selben Übungen und Bewegungen immer und immer wiederholen muss.Wenn man bestimmte Sprünge mit dem Skateboard lernen will fliegt man eventuell hundert mal auf die Schnauze bis man es doch mal schafft.Das ist kein Spaß sondern reine Arbeit.Aber wenn man diese Dinge liebt ist man bereit diesen Preis zu zahlen und freut sich umso mehr über das Ergebnis.Manche Dinge lernt man eben in dem man sie immer und immer wieder versucht.Es ist wie eine Kerbe im Hirn die immer tiefer und ausgeprägter wird.Wenn man so etwas auf sich nimmt,das ist Liebe das ist Leidenschaft die man für etwas entwickelt hat.Dann kommt die Phase wo man mit seinem Können kreativ werden kann.Selbst der größte Komponist und genialste Guittarist hat mal klein angefangen.Ihm/Ihr haben auch die Finger von den Saiten geschmerzt und er musste auch an den Akkorden bzw Akkordwechseln arbeiten.Da kommen 98% der Menschheit nicht dran vorbei. [QUOTE]Nur schon die Tatsache, dass so viele Eltern die staatliche Schule verweigern, zeigt schon, dass es da ein Problem gibt. Und die ganzen Problemjugendlichen, die wir heute haben, sind zum grössten Teil an eine staatliche Schule gegangen, und nicht an eine experimentelle Schule.[/QUOTE] 30% aller Autounfälle sind wegen Alkohol am Steuer passiert.Das heißt diejenigen die Nüchtern waren,haben mehr Unfälle verursacht.Wieviele Genies und Profesoren sind auf staatlich anerkannte Schulen gegangen?Mehr als auf experimentelle [QUOTE]Dann tönt der Artikel sehr danach, dass Aussagen der Eltern aus dem Zusammenhang gerissen werden. Wenn Eltern so ein Projekt auf die Beine stellen, muss da schon in guter Hintergrund da sein - schliesslich schwebt da auch immer der Anspruch in der Luft, besser als die staatliche Schule zu sein, wie auch immer man "besser" formulieren und verstehen möchte. Allerdings glaube ich nicht, dass das besonders schwer ist... nicht, dass die Lehrer nicht kompetent werden, aber das System ist nicht toll und schränkt ein. Und wo sind hier eigentlich die Stimmen, die rufen "Erziehung und Manieren sind Sache der Eltern"?[/QUOTE] Ich würde da mal nicht das Schulsystem unterschätzen.Man kann sehr viel in der Schule lernen.Man muss nur mit der richtigen Einstellung an die Sache rangehen.Jeder hat mal so seine Phasen da ist man Faul und gibt immer anderen Schuld,in diesem Fall der doofen Schule.Dann ist man auch etwas schlechter in der Schule.Bei mir war es auch so.Aber das ist die falsche Einstellung.Ich hatte dann einen Ferienjob über anderthalb Monate gehabt.Da gabs mal 43 Stundenwochen mit täglich um halb vier aufstehen und neun Stunden stumpfsinniger Akkordarbeit.Meine Ohren waren durch den ständigen Maschinenlärm schon leicht angeschlagen.Eine Zeitlang konnte ich Töne nicht mehr orten.Andere Kollegen die schon jahrelang gearbeitet haben,haben schon ernsthafte Schäden und hören z.B. dauernd einen Piepton also brauch ich schon mal gar nicht zu jammern.Ich weiß schon warum ich zur Schule gehe. Das ist doch ein Zuckerschlecken im Vergleich zum rauen Berufsalltag.Wenn ich dann höre so ein armer Junge fühlt sich in der Schule eingeengt weil er Hausaufgaben muss oder so ein dummes Mädchen will keine Schule machen sondern im Moment lieber Artistin werden.Soll ich das gut finden?Den Kindern fehlen ganz andere wichtige Erfahrungen und Erkenntnisse über das Leben.Ich weiß nicht wie es jetzt um diese von Eltern betriebene Schule steht.Es kann ja sein das sie es schaffen ihren Kindern etwas anständiges beizubringen.Aber auf mich wirkt es eher die haben ein panisches völlig übertriebenes Misstrauen gegen staatliche Schulen.Die Gründe sind doch alle derart Nebensächlich. Hausaufgaben sind halb so schlimm,die machen viele Kinder nicht. Die Evolutionstheorie ist immer noch besser als die christliche,die Kinder haben keine Lust oder die Eltern haben sonst ein seltsames Problem.Fakt ist,das man sich dabei eben nicht über die edukativen Fähigkeiten der Eltern gewiss ist.Wie soll man den wissen ob diese überhaupt in der Lage sind den Kindern genug Wissen zu vermitteln damit sie wettbewerbs arbeits- und studierfähig sind?Man kann ja sagen lasst sie am Ende des Jahres einen Test oder so machen.Nun,entweder es klappt oder die Kinder sind kaum weiter gekommen.In dem genannten Fall bin ich mir aber eher dem negativen Falle gewiss.Würdest ihr als Staat Leute zu einem Arzt gehen lassen,der keine anerkannte Ausbildung hat? Erziehung ist meiner Meinung nach Elternsache.Auch können sie einem in der Schule behilflich sein.Sie können ihrem Kind persönlich helfen,ihm eine extra Nachhilfe zukommen lassen ihm z.b. schon vor den ersten Schuljahren lesen und schreiben oder auch das kleine 1x1 beibringen,ihre Kinder schon früh fördern.Ihm was vorlesen,sie viel spielen lassen und rumtoben lassen.Viel Bewegung und frische Luft ist auch gut fürs Gehirn. Aber die Schule sollten sie ihm nicht verwehren.Die meisten Eltern können einen oft schon in der 9ten oder 10ten kaum noch helfen. Aber ich hab schon relativ früh selbstständig gelernt.In der Grundschule wird ja noch relativ spierisch gelernt.Aber das sollte ab einem bestimmten Alter nicht mehr nötig sein.Reicht es nicht wenn man sagt warum etwas passiert und das man es veranschaulicht?Muss man aus allem ein Spiel machen?Wir haben ein Wunderbares Modell an dem man hervorragend den Muskelapperat eines Menschens erkennen kann.Auch haben wir eine Puppe mit Nachbildungen innerer Organe,ein ganzes Skelett von einem Menschen große Modelle von einzelnen Organen und wunderbare Skizzen in unseren Naturwissenschaftlichen Büchern. Teure Versuchskästen.Vielleicht habe ich ja nur eine gute Schule erwischt.Wir haben ja relativ gut in der Pisastudie abgeschnitten. Wir machen noch einen Spanischaustausch.Die Spanier kommen nächsten April auf unsere Schule.Und eine Exkursion nach Barcelona ist auch noch vorgesehenEs gibt Sonderprogramme für musikalisch Interessierte sowie für Naturwissenschafts und Sprachbegeisterte.Man setzt besonders jetzt nach der Pisastudie viel Arbeit darin uns ordentlich was beizubringen und Anschaulichkeit zu bewahren.Wir sind extrem weit weg von der Vorstellung eines Lehrers der diktiert und dessen Schüler einfach alles eingeprügelt bekommen.Aber trotzdem wird eben noch etwas von uns Schülern verlangt. Das ist eben vorauf ich hinaus will.Ich bin kein Streber,aber ich bin bereit etwas für einen guten Abschluss zu tun,ich habe mich selber für diesen Weg entschieden und will auch ,dass diese Entscheidung keine Zeitverschwendung ist. [QUOTE]Und gewisse Themen kann man am besten spielend erarbeiten, sonst wird man ihrem Wesen nicht gerecht... ich denke da gerade an die chinesische Medizin, die ich zu studieren begonnen habe. Mit "Vokabeln-lernen" kommst du nirgends hin, die Methode passt nicht zum Stoff. "Spielen" geht besser. Und das gilt wohl überall, wo es um komplexe Zusammehänge geht - udn grundsätzlich sind alle Forscher Leute, die gerne spielen. "Vokabeln lernen" ist unproduktiv und unkreativ. "Eine Sprache erfinden" ist viel geiler.[/QUOTE] |
| Kampfsau | Ich weiß jetzt nicht was die Chinesische Medizin mit dem erlernen von z.B. Spanisch zu tun hat?Mir fiele da ein man müsste die Namen ,die Zubereitung und Wirkungsweisen vieler Chinesischer Heilkräuter erlernen.Aber wenn man sich interessiert und bestimmte Lernmethoden entwickelt kann man sehr gut lernen dann kann man das sicher sehr schnell verinnerlichen.Und vielleicht ist es ja ganz geil sich eigene Sprachen auszudenken.Aber ich will Spanisch sprechen.Ich habe in Französisch trotz Desinteresse gelernt.Auch wenn es ein wenig aufgezwungen war.Jedenfalls kann ich es jetzt halbwegs sprechen und könnte zur Not auch in Frankreich überleben.Und das ist "Tatsache",so sehr man dieser eher konventionellen Lernmethode auch abgeneigt ist. Für andere Fächer brauch man eher logisches Denken.Darum mag ich Mathe und Physik.Man muss so wenig für diese Fächer lernen weil man eigentlich nur ein paar Regeln und flexibles Denken braucht.Und das hat man immer bei sich.Chemie und Bio ist so ne Mischung aus rein logischen Denken und Lernen.Und für Sprachen muss man sich eben die Bedeutung einiger Wörter merken.Ich weiß gar nicht warum sich alle so sehr darüber aufregen müssen das man manche Dinge eben einfach lernen muss.Obwohl es bei Fächern die mich mehr interessieren ein wenig leichter ist.Spanisch verinnerliche ich mindestens doppelt so schnell wie Französisch damals.Aber die Sprachen ähneln sich ja auch und man kann vieles einfach ableiten weil die Wörter die man sich früher "erarbeitet" hat noch drinnen stecken.Ich halte mir eben auch in unliebsamen Fächern ein bischen Luft nach unten frei. Andere Schüler nehmen Unterkurse in bestimmten Fächern die sie nicht mögen in kauf in der Hoffnung sie mit ihren starken Fächern auszugleichen.Für mich wäre das zu riskant.Dafür lege ich mich eben auch etwas in Zeug. [QUOTE]Ich hab auch die Oberstufe ohne Arbeit und Stress hinter mich gebracht, einfach im Unterricht etwas aufpassen und mitschreiben, das genügt völlig. Mehr braucht man nicht zu tun. Und meine jetzige Ausbildung ist sicher intensiv und fordernd, aber nicht "Arbeit und Stress" im Sinne "ich muss mich quälen, damit ich etwas erreiche". Ich lerne im Gegenteil, dass ich nur dann etwas erreiche, wenn ich mich gerade nicht quäle, sondern - spiele.[/QUOTE] Nun,ich finde die Oberstufe an sich auch nicht soo extrem knallhart.Nur habe ich im Moment eher eine Ganztagsschule. Ich komme immer um so viertel vor Vier zuhause an.Dann habe ich noch diverse Sportvereine und einen Nebenjob in einem Supermarkt zu erledigen.Wenn ich dann um Acht oder Neun zuhause bin,dann muss ich Hausaufgaben machen und lernen und am nächsten Tag um Sechs aufstehen und der ganze Mist geht von vorne los.Wenn ich das Wochenende nicht hätte würde ich wohl dem Wahnsinn verfallen.Drei Arbeiten pro Woche sind keine Seltenheit.Teilweise muss ich über mehrere Wochen soviele arbeiten schreiben bzw. mich darrauf vorbereiten. Aber irgendwie kommt dieser Stress mir ganz recht.Irgendwie hält der mich aufrecht.Sonst würde ich mich ja nur gehen lassen. |
| LaChatte | [QUOTE]Aber wenn man diese Dinge liebt ist man bereit diesen Preis zu zahlen [/QUOTE] genau darum geht es: ob man die Dinge liebt oder nicht. Und ein guter Lehrer ist ein solcher, der Interesse zu wecken vermag, dann ist Fleiss und Disziplin nämlich von alleine da. [QUOTE].Man kann sehr viel in der Schule lernen.Man muss nur mit der richtigen Einstellung an die Sache rangehen.[/QUOTE] Auch "eine richtige Einstellung zu haben" muss erst gelernt werden. [QUOTE]Es gibt eben von Natur aus faule Menschen so wie ich.Die machen nichts wenn sie nicht müssen,also kein äusserer Druck besteht.[/QUOTE] Zu denen gehöre ich absolut auch. Ich mache vor allem nichts, dessen Sinn ich nicht einsehe. Wenn ich aber von etwas begeistert bin, kann ich einen enormen Fleiss entwickeln (she zum Beispiel meine Postinganzahl...:rolleyes: :D ;) ) [QUOTE]Den Kindern fehlen ganz andere wichtige Erfahrungen und Erkenntnisse über das Leben.[/QUOTE] die ich persönlich nicht von der Schule mitbekommen haben, wozu vor allem Sozialkompetenz gehört. Das wurde zu meiner Zeit nicht gelehrt, und ein Kind, das still im Bank sitzt, wurde zufrieden - einfach sitzen gelassen. Und pädagogisch unsinnige Dinge wie "Mannschaften wählen" im Turnen wurde auch noch praktiziert - die paar Jahre, an denen ich immer als Letze gewählt wurde, hatten mich schon geprägt. naja. Und wie ich heute Schule erlebe (ich bin da immer noch ein bisschen aktiv drin), so sind die Lehrer zum grössten Teil einfach überfordert und wissen auch nicht, was sie mit den heutigen Kinder anstellen sollen. Grundschullehrer sind die Menschen, die ich ungefähr am wenigsten beneide auf dieser Erde... und wo ich am dankbarsten bin, dass es welche gibt, die das machen. |
| Weltenbummler | hmm, mal davon abgesehen, das ich von sowas nichts halte, ich kenne ein mädchen (13) das von ihrer mutter unterrichtet wird (in münchen..) alle ich glaube vieteljahr muss sie eine prüfung ablegen, die belegt das sie auf dem selben bildungsstand ist, wie die gleichaltrigen (und schneidet super ab) ich weiss nicht wie das funktioniert, retlich meine ich, aber es geht. |
| Tobe | Wenn ich mir so unsere Schule anseh, dann merk ich wie sich das 'lernen' und die Zusammensetzung ändert. Ich mein bei uns wird versucht allen zu helfen, auch am Gymnasium ne Chance zu haben, was nicht selbstverständlich ist, aber im Endeffekt muss man sich dann auch nicht wundern, wenn man weniger lernt, im Grunde müssen wir uns doch entscheiden, zwischen einem allen helfenden wollenden Schulsystem oder einem, das einen kreis mit hoher und guter ausbildung schafft und einen weniger guten... Ich bin eigentlich der meinung, das unser Schulsystem im Grunde gar nicht so schlecht ist, aber bei leeren Staatskassen, lehrermangel und vor allem wenig jungen lehrern ist halt die folge ein schlechtes lernklima, wieviele schulen sind vom gebäude und von der austattung her völliger schrott? in den schulen herrschen bedingungen gegen die jeder arbeitnehmer klagen könnte... aber eigentlich gings ja um was anderes.... (wieso lädt das thema so zum abschweifen ein...:rolleyes: ) ein freund von mir hat seine tochter auf eine, nuja, sagen wir eher antiautoritär eingestellte staatlich anerkannte schule geschickt, die zwar dafür kämpfen musste anerkannt zu werden und wo es zu beginn auch wohl ähnliche aktionen gab, von wegen kinder aus dem unterricht nehmen und in die 'neue' schule bringen, in solchen fällen denke ich das der staat einfach zu unflexibel ist... er fordet wettbewerb zwischen hochschulen und mittlerweile wird auch in den schulen überlegt, wie man ein möglichst attraktives angebot bieten kann, denn es wird auch auf eine konkurenz zwischen den schulen hinauslaufen... nur kann die staatliche schule nicht jedem das maß an attraktivität bieten bzw. die aufmerksamkeit, die man benötigt... ich denke das wir im bildungssystem einfach bisher zu lasch waren, denn was sind die gründe für schuleschwänzen, mobbing usw.? die schuld wird generell den schülern gegeben, immer ist das individuum schuld, nicht das system... aber bei bildungsministern wie hohlmeier oder bei uns der netten frau wolff (hessen), die weniger mittel für lehrer bereitstellen, aber ihre mitteilungen auf hochglanzpapier drucken müssen, frage ich mich ob wir nicht irgendwo selbst dran schuld sind,weil wir uns eigentlich kaum dagegen wehren, bzw. vielleicht es auch einfach nicht können... ( zumindest die jüngeren...) |
| Donn | Was da läuft, ist eine pädagogische Katastrophe. Meiner Meinung nach muss der Staat wesentlich härter durchgreifen und die Eltern gegebenenfalls entmündigen. Natürlich, des Menschen Wille ist sein Himmelreich, aber man soll seine spinnerten Ideen bitte nicht auf Kosten der Kinder ausleben. Der Großteil der Schulpflichtverweigerer sind religiöse Fundamentalisten. Deren Kindern fehlt nicht nur ein wichtiger Teil der notwendigen Bildung (Sport und Sexualkunde sind ja nicht die einzigen Fächer, die abgelehnt werden. Das Gleiche gilt auch für die meisten Naturwissenschaften (sie widersprechen der Kreationslehre) usw.). Ihnen fehlen auch wichtige soziale Kompetenzen. Die Schule ist ein wichtiger Ort, um Menschen aus anderen Bevölkerungsgruppen kennenzulernen. Es muss das Ziel der Schule sein, mündige Bürger heranzuziehen. Mündig bedeutet eben auch, dass man in der Lage ist, alles zu hinterfragen (inklusive dessen, was man in der Schule gelernt hat). Genau das ist aber etwas, was der religiöse Fundamentalismus bekämpft. Ich hatte Cellountericht bei einer Frau, zu deren Schülern auch die Kinder einer fundamental-christlichen Familie gehörten. Meine Lehrerin hat sich jedes Mal bei mir ausgeweint, dass diese Kinder kein Gespür für die Musik hätten (ihre Technik hingegen war durch ständiges Üben sehr gut), weil ihnen einfach die Empatie fehlte. Denen haben ihre Eltern die Fantasie so rigoros aberzogen, dass sie nur noch Spielautomaten waren. Die älteste Tochter der Familie ist 16 und sieht aus wie 12. Da war psychisch so dermaßen der Daumen drauf, dass sie in ihrer körperlichen Entwicklung weit hinterherhinkte. Das ist keine singuläre Erscheinung. Es ist die Pflicht der Gesellschaft, die Kinder aus solchen Familien herauszuholen, damit sie einmal eine Wahl haben, wie sie ihr Leben leben wollen. Wenn man zulässt, dass diese Leute ihre Kinder aus der öffentlichen Schulen herausnehmen, verliert man das letzte Eingreifmittel. Es ist völlig fehlgeleitetes PC-Wunschdenken irgendwelcher Gutmenschen, anzunehmen, dass man dadurch eine Zivilgesellschaft erhalten kann. Wenn irgendwelche Eltern zu etepetete sind, um ihr Kind auf eine staatliche Schule zu schicken, sollen sie sie bitte auf einer anerkannten Privatschule beschulen lassen und dafür kräftig blechen. Sie einfach selber zu "unterrichten", darf keine Möglichkeit sein. Danke, dass ich hier mal ins Forum kotzen durfte. Gerrit |
| LaChatte | [QUOTE]Es muss das Ziel der Schule sein, mündige Bürger heranzuziehen.[/QUOTE] Dieses Ziel erreicht eine bisherige durchschnittliche Schule nicht. Das Resultat ist weitherum sichtbar und erlebbar. von "mündig" kann nur in seltenen Fällen die Rede sein. Wir haben eine Gesellschaft von Verantwortungs-Abschiebern par excellence. [QUOTE]Ihnen fehlen auch wichtige soziale Kompetenzen.[/QUOTE] Wird nicht immer mehr über Jugendgewalt gejammert? Und gehen nicht die allermeisten Jugendlichen an eine öffentliche Schule? Vielleicht ist es ja besser geworden, aber zu meinen Schulzeiten war das Thema "soziale Kompetenz" nicht einen Pfifferling wert. [QUOTE]Es ist die Pflicht der Gesellschaft, die Kinder aus solchen Familien herauszuholen, damit sie einmal eine Wahl haben, wie sie ihr Leben leben wollen.[/QUOTE] Worin besteht die Wahl, wenn sie zwangseingeschult werden? Wahl kommt von wählen - das ist hier nicht der Fall. Der Staat müsste immerhin diverse Alternativen anbieten, um überhaupt mit einigem Recht von "Wahl" sprechen zu können. [QUOTE]Danke, dass ich hier mal ins Forum kotzen durfte.[/QUOTE] *Kübel Wasser und Lappen hinstell* darfst es gerne wieder aufputzen, es stinkt. |
| Donn | [QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i] Dieses Ziel erreicht eine bisherige durchschnittliche Schule nicht. Das Resultat ist weitherum sichtbar und erlebbar. von "mündig" kann nur in seltenen Fällen die Rede sein. Wir haben eine Gesellschaft von Verantwortungs-Abschiebern par excellence. [/quote] Bei mir hat es funktioniert. Bei einem großen Teil meiner Jahrgangstufe auch. Zumal Schule es sehr schwer hat, Leuten das Denken beizubringen, wenn sie von zu hause mitbekommen, dass das absolut unnötig ist und es völlig ausreicht, BZ und Bild-Zeitung zu konsumieren. Und natürlich über "die da oben" zu schimpfen, aber ich schweife ab. [quote]Wird nicht immer mehr über Jugendgewalt gejammert? [/quote] Und sind nicht die Zahlen der Jugendkriminalität (und Gewalt ist Kriminalität) seit Jahren rückläufig? Man sollte nicht immer glauben, was in der Blöd-Zeitung steht. Es wird sowieso viel gejammert. [quote]Vielleicht ist es ja besser geworden, aber zu meinen Schulzeiten war das Thema "soziale Kompetenz" nicht einen Pfifferling wert.[/quote] Soziale Kompetenzen erlernt man auf der Schule quasi "nebenbei". Man kann von mir aus auch neudeutsch von "soft skills" sprechen. [quote]Worin besteht die Wahl, wenn sie zwangseingeschult werden? Wahl kommt von wählen - das ist hier nicht der Fall. Der Staat müsste immerhin diverse Alternativen anbieten, um überhaupt mit einigem Recht von "Wahl" sprechen zu können.[/quote] Lies mein Posting. Und zwar gründlich. Dann setz Dich hin und versuche, das Gelesene zu evaluieren. Gut? Dann dürfte es Dir aufgefallen sein, dass mein "eine Wahl haben" sich auf Menschen bezieht, die einen gewissen Reifegrad erreicht haben (daher auch das in die Zukunft deutende "einmal"), vulgo "erwachsen" sind. Das hat mit Schulwahl nichts zu tun. Ich erkläre es Dir aber gerne nochmal: Diese Gesellschaft begründet sich auf der Überzeugung, dass der Mensch machen darf, was er will, solange er niemand anderem dabei schadet. Wenn man aber entscheiden will, muss man seine Möglichkeiten kennen. Wenn man aber in eine Welt hineinerzogen wurde, in der zB. Frauen mit spätestens 17 unter der Haube zu sein haben, in der man jeden Sonntag 4 Stunden in die Kirche geht und seine Kinder nicht auf eine öffentliche Schule schickt, weil die so "sittenwidrig" ist und "lästerliche" Gedanken (wie zum Beispiel den, dass es keine Magie/ göttlichen Wunder/usw. gibt) verbreitet, in der Bildung quasi ein Feindbild ist und man mehr oder weniger auf eine sektenartige Struktur zurückgreift, dann kann man sich nicht frei entscheiden. Wer seinen Kindern diese Möglichkeit, auch andere Lebensumfelder als die eigenen zu erleben, nimmt, schadet ihnen immens. [quote] *Kübel Wasser und Lappen hinstell* darfst es gerne wieder aufputzen, es stinkt. [/QUOTE] ich könnt gleich noch einmal... |
| Apex | Ich muss hier Donn auch zustimmen. Eltern welche ihren Kindern keine anerkannte Schulbildung zukommen lassen handeln im höchsten Grade verantwortungslos und im zweifelsfalle sollte hier dann auch soweit gegangen werden, das Sorgerecht zu entziehen. Schulbildung ist Sache des Staates und sollte in meinen Augen auch eine Sache des Staates bleiben. Auch wenn es Probleme gibt mit unserem Bildungssystem...es ist nicht Grottenschlecht. Wenn man sein Kind lieber auf eine Privatschule oder eine Waldorfschule schicken möchte, kein Problem, die Möglichkeit räumt der Staat den Eltern ja ein. Aber es kann nicht sein, dass man seine Kinder abseits jeglicher staatlicher Kontroll- und Erziehungsorgane aufzieht. Denn häufig sind es, wie Donn ausführte, religiöse Extremisten welche ihre Kinder abseits der Ungläubigen aufziehen möchten und dabei einen immensen Schaden beim Kind anrichten. |
| LaChatte | [QUOTE]Denn häufig sind es, wie Donn ausführte, religiöse Extremisten welche ihre Kinder abseits der Ungläubigen aufziehen möchten und dabei einen immensen Schaden beim Kind anrichten.[/QUOTE] "religiösen Extremismus" und "Schule durch die Eltern" sollte man strikte trennen. Wenn der Staat regelmässige Prüfungen macht, wo die daheim lernenden Kinder geprüft werden und dadurch auch einen standardisierten Wert haben, sehe ich kein Problem. Und relativ billig ist es eh auch noch. Es wird immer gesagt, es gäb zu wenig Eigeninitiative - und hier, wo Eltern mal welche zeigen, ist es auch wieder nicht gut?;) |
| Donn | [QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i] [B]"religiösen Extremismus" und "Schule durch die Eltern" sollte man strikte trennen. Wenn der Staat regelmässige Prüfungen macht, wo die daheim lernenden Kinder geprüft werden und dadurch auch einen standardisierten Wert haben, sehe ich kein Problem. Und relativ billig ist es eh auch noch. Es wird immer gesagt, es gäb zu wenig Eigeninitiative - und hier, wo Eltern mal welche zeigen, ist es auch wieder nicht gut?;) [/B][/QUOTE] Das gibt es schon in den USA und die Ergebnisse sind verheerend. In der Regel legen diese "Homeschooling"-Kinder eine Ehrenrunde in der High-School ein (weil die Finals halt suboptimal ausfallen) und bleiben oft noch länger im College als andere, weil sie oft gravierende Lücken haben. |
| LaChatte | Wenn das Schlimmste eine Ehrenrunde ist, ist das wirklich noch nicht tragisch. Viele müssen das hier auch an der ganz normalen Schule machen. Und die Organisationsform plus Kontrolle macht da wohl viel aus. Wenn Schüler pro Semester in allen wesentlichen Dingen geprüft werden, kann ja niemand kommen und am Ende der Schulzeit auf einmal erschreckt feststellen, dass das Kind nichts kann. Dass Schule Sache des Staates sei, ist übrigens auch nicht so selbstverständlich... vor noch nicht allzu langer Zeit waren Privatlehrer bei den Mehrbesseren weit verbreitet. |
| Darket | Nix gegen die Ehrenrunde, hat mich persönlich sehr viel weiter gebracht. ;) Reformpädagigik ist generell ein schwieriges Thema, während die Schulakte (Waldorfschule) einer Bekannten von mir immernoch bei der berliner Sektenbeauftragten liegt (deren Kinder im übrugen auch auf ner Waldorfschule sind... :rolleyes: ), finde ich beispielsweise das Summerhillkonzept zumindest bedenkenswert. Generell gehen die meisten Menschen mit diesem Thema entweder zu ablehnend oder zu euphorisch um. |
| Kampfsau | [QUOTE]Dass Schule Sache des Staates sei, ist übrigens auch nicht so selbstverständlich... vor noch nicht allzu langer Zeit waren Privatlehrer bei den Mehrbesseren weit verbreitet.[/QUOTE] Nun,ich finde immer noch Kinder sollten mit anderen Kindern zusammen unterrichtet werden.Aber Privatlehrer sind eigentlich relativ kompetent und können den Kindern ordentlich was beibringen.Jeder Lehrer kann ,wenn er sich nur um wenige Schüler kümmert die er einzelt unterrichtet am effizientesten arbeiten. Wenn ein Privatlehrer umfassend gebildet ist und das auch für den Staat bewiesen werden kann soll er sich um Schüler kümmern.Aber wenn Eltern die von Pädagogik nur aus ihrer Intuition und ihrer Überzeugung heraus glauben zu kennen,dann bin ich strikt dagegen.Der Staat muss dafür Sorge tragen ,das umfassende Wohl aller zu gewährleisten.Bildung ist ein Grundpfeiler der unsere Demokratie trägt.Und die muss er durch regelmäßige Kontrolle überwachen.Z.B. Lehrer eine staatlich angesehende Ausbildung zukommen zu lassen.Nicht das nicht staatlich kontrollierte unterrichtende Lehrer automatisch nicht dazu in der Lage sind einen Schüler zu binden.Aber man kann das nicht überprüfen.Es können genausogut Leute unterrichten die davon keine Ahnung haben und den betroffenden Kindern erheblich Schaden und sogar deren ganze Zukunft zerstören können.Okay,jetzt kann man sagen das passiert auch an staatlichen Schulen.Aber hier ist ein anderes Beispiel.Der Führerschein wurde nicht gleichzeitig mit dem Auto erfunden.Eine lange Zeit fuhren die Leute einfach so mit ihren Autos umher.Egal ob sie überhaupt körperlich oder geistig dazu in der Lage waren. Ein Polizist aus Paris sah das es immer mehr Unfälle gab und führte eine Art Befähigungsnachweiß zum Autofahren ein.Der Ursprung des heutigen Führerscheins.Ja ich weiß,auch heute noch passieren trotz Führerschein viele Unfälle.Aber angesichts des immer größeren Verkehrsaufkommens,den immer stärkeren Automotoren.Die kann man jedenfalls nicht mit den Autos von vor fast 100Jahren vergleichen.Ist es einfach notwendig eine solche Prüfung zu absolvieren.Ohne einen Führerschein gebe es jedenfalls noch viel mehr Unfälle. |