| Peter Lustig | ich bin wirklich verwundert über den ausgang der pisa studie, noch weniger kann ich ihn mir nach dem text erklärn... also wirklich :rolleyes: [quote]"Hier sind wir Lehrer die einzigen Ausländer" Einmalig in Berlin: An der Kreuzberger Eberhard-Klein-Oberschule gibt es keine deutschen Schüler mehr Eberhard-Klein-Oberschule, Mittwoch, 5. Stunde. Auf dem Plan der 7. Klasse steht Erdkunde. Die Schüler sollen einen Text vom Arbeitsblatt abschreiben. Aber Hassan schreibt nicht mehr, er ist wütend. In lautstarkem Türkisch herrscht er seine Nachbarin Ayse an. Die giftet zurück. "Hassan", ermahnt Lehrerin Gabriele Heinze, "du bist an einer deutschen Schule, also redest du auch Deutsch!" Hassan starrt auf sein Arbeitsblatt und zischt noch ein paar Sätze Richtung Lehrertisch hinterher - auf Türkisch. Daß es nichts Versöhnliches war, kann sich Gabriele Heinze denken. Verstehen kann sie die Muttersprache ihrer Schüler nicht. An der Schule sind "wir Lehrer die Ausländer", sagt die 49jährige. Die Kreuzberger Haupt- und Realschule ist Berlins erste Schule, an der es keinen deutschen Schüler mehr gibt. Die letzten vier Kinder mit Muttersprache Deutsch sind Ende vergangenen Schuljahres abgegangen. Und es werden auch keine mehr kommen. Davon ist Schulleiter Bernd Böttig überzeugt: "Selbst wenn ich die Schule vergolden lassen würde." Die wenigen deutschen Eltern, die es in den vergangenen Jahren immer mal wieder gewagt hätten, "haben ihre Kinder spätestens nach der Begrüßungsfeier wieder abgemeldet", sagt Böttig. Mittlerweile rate er von vornherein ab. "Ich kann das pädagogisch nicht verantworten." Gabriele Heinze kennt die Skrupel. Beim Erdkundetest, den sie heute in der 7. Klasse zurückgegeben hat, ist keine Arbeit besser als Fünf ausgefallen. Dabei ist diese Siebte "schon ein guter Jahrgang", sagt Gabriele Heinze. "Vor allem sind alle bemüht." Ihre Chancen auf Schulerfolg stehen dennoch schlecht, da macht sich die Lehrerin keine Illusionen: "Außerhalb des Unterrichts sprechen diese Schüler so gut wie kein deutsches Wort mehr." 342 Schüler lernen an der Schule, davon sind 80 Prozent Türken, etwa 15 Prozent Araber, wenige Albaner, Jugoslawen, Afrikaner, Vietnamesen. Mehr als die Hälfte lebt von Sozialhilfe, schätzt Hasan Topraklar, einer von drei Sozialpädagogen an der Schule, die sich um die Jugendlichen kümmern. Eigentlich sollten sie zu sechst sein, aber drei Stellen sind unbesetzt. Der Senat hat kein Geld. Arbeit gäbe es genug. Zwangsverheiratung, Drogen, auseinander brechende Familien, berufliche Perspektivlosigkeit - "die Palette der Probleme ist groß", sagt Topraklar. Dabei war die Eberhard-Klein-Schule mal eine Vorzeige-Schule. Mitte der 80er Jahre wurde der rote Backsteinbau an der Skalitzer Straße für 36 Millionen Mark als ein architektonisches Glanzlicht der internationalen Bau-Austellung mit Werkstätten, Bibliothek und Fachräumen hergerichtet. "Unsere Schule ist schön - in jeder Hinsicht" steht noch heute über der Foto-Pinwand im Flur. 1995 machte die Schule als Berlins erste integrierte Haupt- und Realschule Furore. Damals stimmte die Mischung noch. "In jeder Klasse mit ausländischen Kindern mußten mindestens 50 Prozent deutsche Schüler sitzen", erinnert sich Schulleiter Böttig. "Es gab ausreichend Extrastunden, um Klassen zu teilen, und Stundenermäßigung für Lehrer, die in speziellen Klassen nur für türkische Schüler unterrichtet haben." Doch dann kam eine Schulgesetzänderung und mit ihr verschwanden die Quote. Auf Bildungspolitiker sind Lehrer wie Musa Özdemir nicht gut zu sprechen: "Bei denen geht es nur darum, wer am besten Leistungen abbaut." Der Türke lehrt seit 16 Jahren an der Eberhard-Klein-Schule. Unter anderem das Wahlpflichtfach Türkisch. "Türkische Schüler, die das Fach belegen, sprechen besser Deutsch", hat er beobachtet. Leider beherrschten viele der Jugendlichen weder die Landes- noch ihre Muttersprache. Daran hat auch die Nachhilfe wenig geändert. "Wir werden uns ein Schulprogramm mit anderen Sprachförderkonzepten überlegen müssen. Schließlich sind wir dafür verantwortlich, daß unsere Schüler eine Chance in der Gesellschaft bekommen", sagt der Schulleiter. (Alle Schülernamen wurden von der Redaktion verändert)[/quote] |
| Gr. Gaulichter | wie lautet denn die quelle zu diesem lang-zitat? sollte doch dabei stehen, um sich ein bild zu machen, wer dies publizierte. [edit] [URL=http://www.welt.de/data/2004/12/20/377449.html]"Die Welt", 20.12.2004[/URL] [/edit] gg.grüße |
| Peter Lustig | danke, ist mir entfallen |
| Gr. Gaulichter | besser als "verfallen" ;) |
| Desira | So viele Schulen dieser Art wird's in Deutschland ja nun nicht geben, daß das den Ausgang der Pisa-Studie derart beeinflussen würde... ;) Aber man darf ja die Gründe deser Isolation nicht außer acht lassen. Das entschuldigt zwar nicht die Lernfaulheit/unfähigkeit/was auch immer, aber gibt eine mögliche Erklärung: Positive Rückkopplung (durch das verm. shclechte Umfeld ziehen die "Guten" weg, was das Umfeld noch schlchter macht, was wieder mehr dazu bringt, wegzuziehen...). Das solche Schulen nicht repräsentativ für deutsche Schulen sind, dürfte aber auch dem letzten Pisa-Fan klar sein... |
| Peter Lustig | bin ich richtig in der annahme, soeben als pisafanatiker enttarnt worden zu sein? :rolleyes: nun ja, mich schert die bildungspolitische situation deutschlands weniger, aber bei mir in österreich siehts auch nicht viel besser aus ^^ |
| Haevion | [QUOTE][i]Original geschrieben von Leland Gaunt [/i] [B]Ich würde meinen, hier geht es weniger um die bildungspolitische als um die asylpolitische Situation. [/B][/QUOTE] Der Verfall rückt näher? ;) |
| Darket | Es war ja klar das sowas in so einer Zeit ausgebuddelt wird. Scheiße es geht nicht darum, dass es an dieser Schule viele Ausländer gibt, es geht darum, dass es niemand für nötig befindet sich mit der Realität anzufreunden und diesen Jugendlichen eine echte Bildungschance zu geben. Und bevor jetzt jemand schreit: Ich weiß ganz genau worum es hier geht, vier Jahre an Kreuzberger Grundschulen und inzwischen 18 Jahre lang überzeugter Kreuzberger. Ich akzeptiere vollständig die Ansicht, dass die Ausländerpolitik der Bundesrepublik nicht die beste ist, aber hier wird eindeutig kein Ausländerproblem, sondern ein Bildungsprobelm geschildert! Gruß aus Kreuzberg (die Schule ist im übrigen mein Wahllokal, wenn ich nicht irre) Darket |
| Quantelot | Ich gehe in ein Gymnasium in Berlin-Moabit. Ca 70% der Schüler sind türkischer oder arabischer Abstammung. Diese Problematik ist für mich Alltag. Das größte Problem ist dass die meisten ausländischen Schüler überhaupt keinen Drang dazu haben sich in die Gesellschaft zu integrieren. Genauso sieht der Bildungsdrang der meisten Ausländer in meiner Schule aus. Das diese sich durch Anpassungsschwierigkeiten, da die kulturellen Unterschiede gewaltig sind, isolieren und niemanden an sich ranlassen, wundert mich nicht. Leider beobachte ich diese Problematik ohne eine Lösung zu finden, da der erste Schritt von ihrer Seite gemacht werden muss. Der Staat kann da nur helfen indem er Geld in irgendwelche Integrationsprogramme steckt, aber ich bezweifle dass diese hilfreich sein werden. |
| Gr. Gaulichter | betrachtet man die veränderung der nationalitäten-verhältnisse an deutschen schulen zumindest auf etwas kürzere zeit und die geburtenrate in deutschland dazu, so ist festzustellen, dass sicherlich in einem gewissen maße die menge an ausländischen, womöglich kürzlich zugezogenen, schülern langsam, aber kontinuierlich ansteigt. man kann nicht davon ausgehen, dass sie sprunghaft steigt, nur weil es jetzt "schon eine schule" mit nur ausländischen schülern gibt. vielmehr geht es in diesem fall wohl eher um ein verteilungsproblem, was - und das unterstelle ich jetzt einfach den deutschen UND den ausländern - hausgemacht ist. auf der einen seite ist es das nteresse, dass das eigene kind eine anständige schulbildung genießt und sich nicht mit auf kulturelle unterschiede beruhende streitigkeiten unter den schülern konzentrieren muss, zum anderen ist es eine art machtlosigkeit oder vielleicht fehlendes interesse der eltern der ausländischen jugend, dass ihr kind auch hier in deutschland eine ausgewogene bildung bekommt. dass wohl fast jeder lehrer an seine grenzen stößt, wenn er mit zig unterschiedlichen sprachen konfronitert wird, dürfte bekannt sein, denn so geht es nicht nur lehrern. und eben deswegen ist nicht umsonst deutsch die amtssprache in deutschland. wenn nun aber weder ausreichende deutschkenntnisse noch ein ausgeprägtes interesse an bildung seitens der schüler (und eltern) zu erkennen ist, dann ist vorausgeschickt, dass die lehrer nicht ihrem bildungsauftrag nachkommen können, ehe sie die schüler nicht davon überzeugt haben, deutsch zu sprechen und die schule als eine chance zu begreifen. ich denke, in der hinsicht sind einige deutsche schüler und eltern ein stück weiter. ich glaube, dass es aber nicht die aufgabe eines lehrers sein soll, die schüler und eltern quasi einzugliedern in unsere kultur, regeln und vorstellungen. da gehört zum einen eigeninitiätive, zum anderen ein greifbares und begreifbares regelwerk von staatsseite her. diese meinung meinerseits beruht auch auf der tatsache, dass ich einer statistischen erhebung des fachbereichs psychologie an der FU Berlin beiwohnen durfte, in der die frage gestellt wurde, ob die nationalität auswirkungen auf das lernverhalten hat. und was soll ich sagen: es schlug den leuten, welche die daten erhoben, ein gesteigertes desinteresse entgegen - ja vielleicht, weil sich einige leute der wahrheit nicht stellen wollten. fragen, die in dieser erhebung an die gesamte familie und einzelne familienmitglieder gestellt wurden, wurden in fast allen fällen vom männlichen oberhaupt der familie beantwortet - wenn sie beantwortet wurden. //break, ich muss los. ich schau, dass ich daran weiterschreibe, falls interesse... gg.grüße |
| Peter Lustig | das interesse ist da, jetzt fehlst noch du. |
| Gr. Gaulichter | das erschreckende daran war sicherlich, dass dieses verhalten fast ausschließlich bei ausländischen befragten auftrat, besonders jenen aus dem nahen osten und den arabischen regionen. nun gilt ja seit beginn dieses jahres die regelung, dass ein jeder, der auf lange zeit in diesem staate deutschland leben möchte und nicht aus der EU kommt, einen sprachkurs belegen und bestehen muss, der den umfang von 600 stunden hat. dieser sprachkurs scheint allerdings mehr sein zu sollen, als nur die vermittlung von sprache. geht es nach der vorstellung dieser unserer regierung, so sollen den zuzöglingen moralische und ethische werte, wie sie in deutschland zu finden sind, näher gebracht werden. um diesen kurs kommt man nur mit triftigem grund, zum beispiel wegen einer ehe – wobei ich mich frage, warum eine ehe einen menschen davon abhalten soll, einen derartigen kurs zu belegen (na gut, es gibt ja frauen … :D , mein lieber scholli). wer mehr dazu wissen möchte, [URL=http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,334978,00.html]lese hier[/URL] nach. das problem an solchen staatlich verordneten vorhaben ist wohl, dass man es immer als eingriff in die persönliche entwicklung betrachtet und dabei womöglich übersieht, dass es mitunter um wichtige dinge, wie etwa der erhaltung der deutschen sprache, geht. vielleicht sollte man einen blick darauf werfen, warum denn und unter welchen bedingungen ausländische menschen nach deutschland kommen. und jeder kann nachvollziehen, dass der zuzug in eine gegend, die der bekannten heimischen gleicht, leichter fällt, als in eine ganz neue welt geworfen zu werden. dadurch, dass bereits heutzutage genug möglichkeiten bestehen, sich als zuzögling ohne große anpassung in deutschland heimisch zu fühlen, fällt es vielen leichter, hierher zu kommen mit kind und kegel. und schule wird absolviert und möglichst wieder vergessen, wenn man etwa in papas türkischem gemüsemarkt arbeitet. (dann komm ich mir an der kasse auch immer vor, als brauche ich einen integrationskurs.) was mit sicherheit festzustellen ist, ist die tatsache, dass vermehrt darin investiert wird, sich von deutscher seite aus den sprachen und kulturen zu öffnen. so stellt etwa der verkehrsbetrib BVG Berlin seine website nun auch in türkischer version zur verfügung, in amtsstuben wird gedolmetscht etc. so also ist verständlich, dass sich ausländische schüler fragen, warum sie deutsch lernen sollen. und da es kaum eine alternative gibt, rebellieren sie gegen bildung und lehrer, schule sei sinnlos. ich bin jetzt allerdings überfragt, wie das in ihren heimatländern ausschaut – ob es sich hier um eine kulturelle eigenart handelt. ich stelle mir immer wieder die frage, ob es lohnt, gegen diese auffassung anzugehen und sich derart zu verausgaben – menschlich und staatlich. ich bin nicht ausländerfeindlich, die frage nach integration bringt einen jedoch in eine zwickmühle: machen lassen oder bemühen – und wie wird das aufgenommen. gg.grüße |
| Peter Lustig | vor acht jahren haben die österreichischen tankstellenfilialen der ömv ihr ö zu o umgewandelt, weil das ja sonst irgendwelche leute nicht so gut lesen könnten, (eine typisch österreichische aktion) schließlich beschränkt sich der gebrauchvom ö ausschließlich auf die deutsche sprache, udn es wäre eine zumutung, von irgendwem zu verlangen, diesen buchstaben auch nur zu lesen (hab noch nie davon gehört, dass sich jemand aufgeregt hat, wenn ein nichtdeutschsprachiger das ö nicht korrekt ausgesprochen hat). das liegt ja zeitlich schon ein weilchen zurück... nun haben die telefonisten der firma den neuesten befehl von oben bekommen: ab sofort sollen sie, wenn sie beim telefon abheben, auf englisch grüßen, damit jeder den gruß verstehen kann (dann natürl weiter englisch sprechen, falls erforderlich). ähnlich in der politik, bei sitzungen, und sei es nur einer kleinen sitzung, bei der wenige staaten wie ungarn, luxemburg und zb deutschland teilnehmen. der österreicher richtet sein wort an den ungarn, er spricht englisch, er spricht es auch gut. am ende bittet der ungar, seine antwort auf deutsch geben zu können, weil er eigentlich niht vorbereitet war, dass sich irgendwer zur sitzung in einer andren sprache als deutsch äußern würde. meine großtante hat mich kürzlich auch zu dem thema angesprochen. sie lebt am michigan sea in chicago und weil sie eine liebe tante ist, besucht sie mich auch einmal in einem sechstel jahrhundert. und da fragt sie auch verwundert und berechtigt: "warum haben soviele geschäfte englische bezeichnungen und warum fallen soviele englische worte im deutschen fernsehen?" tja, die frage hatte ich mir auch schon gestellt, liebe tante, doch die antwort kenn ich nicht wirklich. wohl irgend ein leiden nach dem 2. weltkrieg, wa? aber vielleicht kann mir jem von hier antwort geben? |
| Gr. Gaulichter | hehe, die geschäfte im osten deutschlands, was ja bekanntlich nach dem 2. weltkrieg von den sowjets besetzt war, trugen keine russichen bezeichnungen. lag's daran, dass die kyrillisch schreiben? :D natürlich war ein unternehmen zukunftsweisend, wenn es schon vor jahrzehnten im weltweiten markt mitmischen konnte. und dazu gehörte die beherrschung der sprache, die am häufigsten bei inter-staatlichen angelegenheiten benutzt wird: englisch. es ist natürlich klar, dass kein unternehmen sich sagen lassen will, es sei rückschrittlich. und so kamen mehr und mehr anglizismen in jedes land - in frankreich etwas weniger, in deutschland etwas mehr. und in österreich sicherlich auch. wenn sich zur heutigen zeit dann ein geschäft "kaufhalle" statt "supermarkt" nennt, dann beginnen gleich alle leute, nach der Mauer zu schreien. grenzenlosigkeit heißt also, der oder das stärkere setzt sich durch. wenn ich gemein wäre, würde ich sagen: jeder vorteil wird mit einem nachteil erkauft. angewendet auf das schul"problem" zeigt es jedoch eine hürde: in deutschland unterrichtet man in deutsch. und wer das nicht sprechen mag, kriegt erstmal nichts beigebracht von deutscher seite. es wird also ein entgegenkommen gefordert, was einer künstlichen barriere gleichkommt. denn gäbe es die möglichkeit für jeden, hier in seiner sprache unterrichtet zu werden, würden sich zumindest unterschiedliche sprachregionen stärker herausbilden, als sie ohnehin jetzt schon vorkommen. jedoch bräuchte man auch in diesem fall wieder eine ebene, auf der sich alle menschen verständigen können, wie das etwa in indien ist: dort herrschen viele sprachen und dialekte, amtssprache ist aber englisch (-> super market ;) ). womöglich werden auch in zukunft zumindest sprachliche zugeständnisse gemacht werden von deutscher seite aus, denn die wirtschaftliche kraft ausländischer bürger ist nicht zu unterschätzen. die frage bleibt, ob mit dem geld, was durch den staat von dieser kraft eingenommen wird, integrationsprogramme finanziert werden können und ob es sinn macht. sollte jedoch mal wieder alles vom geld abhängig sein - kultur, sprache, werte der deutschen? mich würde interessieren, ob es von den eltern der deutschen schüler mehr nationales bewusstsein ist, dass sie ihre schüler auf eine möglichst deutsche schule schicken, oder ob es ihr interesse ist, dass ihre kinder eine gute ausbildung erhalten. denn wie es wohl aussieht, lernen die schüler in der oben besprochenen schule nicht wirklich viel. geht es ihnen um eine gute ausbildung, so kann man das argument nicht von der hand weisen, eine kulturell reiche schule kann weitgefächerter unterrichten - z.b. sprachkurse. erschreckend finde ich, dass im WELT-artiekl die rede davon war, dass die schüler weder muttersprache noch deutsch wirklich beherrschen. meiner meinung nach muss also schon vor antritt der schullaufbahn etwas schiefgegangen sein. ok, stellen wir uns das mal vor: eine arabische familie kommt nach deutschland, die kinder sind 2, 3 und 4 jahre alt. sie haben grundkonzepte ihrer sprache angefangen zu lernen - zu sprechen. schreiben können sie sie nicht. in deutschland leben sie in einer region, wo weiterhin ihre heimatsprache häufig vorkommt, sonst aber deutsch gesprochen wird - auf dem amt, in der bahn, wo auch immer. die kiddies kommen dann irgendwann mal zur schule. wie ich das in erinnerung habe, ist die mutter zu hause, ein (deutschere) kindergarten war bis dato nicht notwendig. jetzt werden die kinder mit einer neuen sprache fast im gesamten konfrontiert, ohne dass sie ihnen vorerst in ihrer sprache wirklich nahe gebracht wird. zu hause ist wenig interesse für deutsch, weil man es nicht braucht. dort sollen sie arabisch reden, in der schule deutsch reden und schreiben. arabisch reden klappt noch, beim rest ... naja. ich mache auch den eltern da gewisse vorwürfe: wenn sie schon nicht am deutschen interessiert sind, dann haben sie zumindest dafür sorge zu tragen, dass sich ihre kinder schriftlich in einer anderen sprache verständigen können. deutschland schafft es nun mal nicht, für jede nationalität ein schulsystem auf die beine zu stellen. der ganze mehraufwand, der getrieben wird, ausländische menschen einzugliedern, ist dann verschenkt, wenn er sie ausgliedert. und genau das passiert immer wieder (BVG). natürlich geht es bei der BVG um wirtschaftliche belange - und je mehr leute mit dem unternehmen klarkommen, desto besser lässt sich geld verdienen. gg.grüße |
| Peter Lustig | was mich stört, ist diese anbiederung, vorallem eben am englischen. und dass in indien die sprache englisch größte einflüsse hat, sollte kaum jemanden verwundern :rolleyes: |
| Gr. Gaulichter | [URL=http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,335513,00.html]hier[/URL] gibt's dann noch ein bisschen mehr zu lesen (sorry, schon wieder Spiegel Online) gg.grüße |
| Peter Lustig | wohl etwas übertrieben gesagt ;) |
| Hansi_hat_sie | Tja, da ich auch in Berlin wohne, werde ich ebenfalls meinen Senf dazugeben. Meine Mutter ist Lehrerin, deshalb hab ich zumindest ungefähre Vorstellungen, wie so ein Unterricht an einer Hauptschule (meine Mutter war an einer Haupt und einer Sonderschule) aussieht. Der eine steht aus und spitzt seinen Stift mitten im Unterricht an, der nächste kommentiert das, dann kommentiert jemand den, der angefangen hat zu reden und ganz am Ende steht jemand auf und droht mit seinem Messer alle anderen abzustechen... Bei meiner Mutter im Klassenraum sind solche oder zumindest fast solche Sachen abgelaufen ! Ich bin der Meinung, dass es zu 100% darauf ankommt, was die Kinder für Eltern haben. Auf meiner jetzigen Schule (1 Semester in Lichterfelde, Kopernikusoberschule) gibt es ich schätze mal 20 Ausländer. Das sind zum allergrößten Teil total nette Menschen, mit denne ich auch gerne mal was am Wochenende unternehme. Der Unterschied zwischen ihnen und dem Großteil der zumeist Türkischen, ausländischen Gesellschaft liegt darin, dass sie gebildete Eltern haben, die Deutsch mit ihren Kindern sprechen. Wenn die Kinder jedoch von Kindesbeinen an nur Türkisch hören und sich mit ihrer "Picaldigang" jeden Tag vor der Schule treffen sowie keine Werte mehr von den Eltern vermittelt bekommen, dann kann aus den nichts mehr werden. Ich bin wirklich der Letzte Mensch, den man als Ausländerfeindlich bezeichnen könnte, aber diesen Volltrotteln (sry, dass ich mich so nett über diese Individuen äußere) würd ich am liebsten jeden Tag selber das Todes oder zumindest Abschiebungsurteil vorlesen. Meiner meinung nach, wird diese Bevölkerungsgruppe viel zu sehr mit Seidenhandschuhen angefasst. Gerichtsurteile dauern viel zulange, dass die jugendlichen meist nichtmal mehr wissen um welche Straftat von den 999 es sich beim Urteil gerade handelt... Ich wäre dafür, dass Straftäter, zumindest wenn sie das 4,5,6 Mal eine Straftat begehen einen Deutschtest ablegen müssen. Wird dieser nicht bestanden, werden sie direkt ab in ihr Heimatland geflogen, und das AUCH wenn sie dort Gefahrlaufen gefoltert zu werden. Das hätten sie sich dann durchaus früher überlegen können. So das wars erstmal. Ich bitte um Stellungnahmen :) |
| Gr. Gaulichter | von irgendwo müssen ise es ja her haben. das hatte ich weiter oben erläutert. deswegen missbillige ich solche teils menschenverachtenden aussagen. wollt' ich nur mal klarstellen. gg.grüße p.s.: samthandschuhe, seide ist für handschuhe weniger geeignet, weil sie zu dünn ist. jawohl. |
| Ösi | stimmt, nur die die herkommen um zu arbeiten, leute die ganz "klischeegemäß" asis sind ham hier nix verloren, so ist das eben |
| world_is_cranc | ich will nun auch meinen senf dazu geben. das mit der schule in kreuzberg ist wirklich hammer. der vorschlag mit dem deutschtest ist nicht schlecht. wenn ein türke wirklich absolut nicht in die gesellschaft passt und sich auch nicht anpassen will, ja sogar alles tut, was man nicht machen sollte, dann ist es nicht falsch, ihn wieder in sein eigenes land zu schicken. versteht mich nicht falsch, ich habe nichts gegen türken oder andere ausländer, ich kann eben nur nicht all diese hobby- sozialhilfeempfänger, die nach deutschland kommen und von vorn herein nicht vorhaben, zu arbeiten, leiden. doch auch deutsche, die hier auf kosten des staates leben kann ich nicht ab. |